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Dossier

Atypische Beschäftigung

Der deutsche Arbeitsmarkt wird zunehmend heterogener. Teilzeitbeschäftigung und Minijobs boomen. Ebenso haben befristete Beschäftigung und Leiharbeit an Bedeutung gewonnen und die Verbreitung von Flächentarifverträgen ist rückläufig. Diese atypischen Erwerbsformen geben Unternehmen mehr Flexibilität.
Was sind die Konsequenzen der zunehmenden Bedeutung atypischer Beschäftigungsformen für Erwerbstätige, Arbeitslose und Betriebe? Welche Bedeutung haben sie für die sozialen Sicherungssysteme, das Beschäftigungsniveau und die Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes? Die IAB-Themendossier bietet Informationen zum Forschungsstand.

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im Aspekt "Qualifikationsstruktur insgesamt"
  • Literaturhinweis

    Part-time work and involuntary part-time work in the private service sector in Finland (2008)

    Kauhanen, Merja;

    Zitatform

    Kauhanen, Merja (2008): Part-time work and involuntary part-time work in the private service sector in Finland. In: Economic and Industrial Democracy, Jg. 29, H. 2, S. 217-248. DOI:10.1177/0143831X07088542

    Abstract

    "This article deals with part-time work and involuntary part-time work in four private service sectors in Finland from the employee's perspective and examining the employers' reasons for using part-time work. According to statistical analyses, women, young people and low-skilled workers have a greater probability of working as part-timers. Temporary and on-call workers also have a higher probability of working as part-timers than permanent workers do. The sector and the size of the firm also influence part-time working. As for involuntary part-time working women, the middle-aged and those with low education have a higher probability of working as involuntary part-timers. Not surprisingly, a larger share of involuntary part-timers would like to work more hours and also search for a new job. They have fewer other sources of income than all the part-timers. The involuntariness of part-time work is also related to the subsistence this kind of work can provide. Employers see reasons of cost and profitability and the peaks in the need for labour as important reasons for using part-time work, which may also prevent the workers' wishes concerning working hours and the part-time work that firms can offer from coinciding." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Zeitarbeit 2006: Ergebnisse der EU-weiten Arbeitskräfteerhebung (2008)

    Puch, Katharina;

    Zitatform

    Puch, Katharina (2008): Zeitarbeit 2006. Ergebnisse der EU-weiten Arbeitskräfteerhebung. In: Wirtschaft und Statistik H. 4, S. 298-301.

    Abstract

    "Auf dem Arbeitsmarkt haben sich in den vergangenen Jahren tief greifende Veränderungen vollzogen. Neben dem klassischen 'Normalarbeitsverhältnis' in Form einer abhängigen Beschäftigung von unbefristeter Dauer ist eine Vielzahl anderer Beschäftigungsformen zu beobachten. Insbesondere der Bereich der Arbeitnehmerüberlassung, auch 'Zeitarbeit' oder 'Leiharbeit' genannt, hat in den letzten Jahren, infolge der deregulierenden Neugestaltung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) ab 2003, an Bedeutung gewonnen. Der Beitrag liefert Zahlen zur Zeitarbeit, die in der im Mikrozensus integrierten Arbeitskräfte-Erhebung der Europäischen Union (EU) 2006 erstmals mittels einer eigenen Frage erfasst wurde." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Zeitarbeit in Nordrhein-Westfalen: Strukturen, Einsatzstrategien, Entgelte. Studie zur Zeitarbeit in NRW. Endbericht (2008)

    Sczesny, Cordula; Jasper, Gerda; Schmidt, Sophie; Schulte, Helen; Dross, Patrick;

    Zitatform

    Sczesny, Cordula, Sophie Schmidt, Helen Schulte, Patrick Dross & Gerda Jasper (2008): Zeitarbeit in Nordrhein-Westfalen. Strukturen, Einsatzstrategien, Entgelte. Studie zur Zeitarbeit in NRW. Endbericht. Düsseldorf, 122 S.

    Abstract

    "Der Bericht ist der Endbericht im Rahmen der Studie 'Zeitarbeit in Nordrhein-Westfalen' im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW. Im Mittelpunkt der Studie steht eine Analyse der Struktur sowie der betrieblichen als auch arbeitsmarktpolitischen Auswirkungen der Zeitarbeit in NRW. Die Studie basiert insgesamt auf einer Sekundäranalyse von quantitativen Daten aus der Statistik der Arbeitnehmerüberlassung sowie der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit, dem Sozio-oekonomischen Panel, dem IAB-Betriebspanel, dem BA-Beschäftigtenpanel sowie einer repräsentativen Befragung von Zeitarbeitsbetrieben (Soziale Innovation GmbH/Unique GmbH im Auftrag des BMBF). Der Bericht ist folgendermaßen aufgebaut:
    - Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse,
    - Kapitel 1: Ziele der Studie,
    - Kapitel 2: Struktur der Branche Zeitarbeit,
    - Kapitel 3: Merkmale der Zeitarbeitnehmer/innen,
    - Kapitel 4: Bild der Entleihbetriebe,
    - Kapitel 5: Einsatzstrategien von Zeitarbeitnehmer/innen in Entleihbetrieben (inklusive Nutzungsintensität und Substitution von Stammbelegschaft durch Zeitarbeit),
    - Kapitel 6: Qualifikationsgerechter Einsatz von Zeitarbeitnehmer/innen,
    - Kapitel 7: Entgeltgestaltung sowie
    - Kapitel 8: Zu den Erwerbsverläufen von Zeitarbeitnehmer/innen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Atypische Beschäftigung auf dem deutschen Arbeitsmarkt: Begleitmaterial zum Pressegespräch am 9. September 2008 in Frankfurt am Main (2008)

    Abstract

    Für die Entwicklung des Arbeitsmarktes von 1997 bis 2007 wird festgestellt, dass die Zahl der Erwerbstätigen insgesamt um 2,3 Millionen gestiegen ist. Zu dieser Steigerung hat vor allem die Zunahme atypischer Beschäftigungsverhältnisse beigetragen. Zwischen 1997 und 2007 sind 1,06 Millionen mehr atypische Beschäftigungsverhältnisse entstanden als im Saldo Normalarbeitsverhältnisse abgebaut wurden. Die Zahl der Normalarbeitsverhältnisse ist in diesem Zeitraum um 1,53 Millionen gesunken. Trotz der großen Bedeutung, die der atypischen Beschäftigung für die Entwicklung der abhängigen Beschäftigung zukommt, bleibt das Normalarbeitsverhältnis auch 2007 die dominierende Beschäftigungsform, der fast drei Viertel aller abhängig Beschäftigten nachgehen. Am stärksten betroffen vom Abbau der Normalarbeitsverhältnisse waren Handel und Gastgewerbe. Die Zeitarbeit wächst besonders dynamisch, die Teilzeitarbeit ist mengenmäßig am bedeutendsten. Im Hinblick auf die Beschäftigtenstruktur wird festgestellt, dass der Anteil der Frauen in atypischer Beschäftigung mehr als zweieinhalb mal so groß ist wie der der Männer. Junge Menschen, gering Qualifizierte und Ausländer sind am ehesten atypisch beschäftigt. Rund sieben Prozent der atypisch Beschäftigten leben überwiegend von Harz-IV-Leistungen. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Atypical work and pay (2007)

    Addison, John T. ; Surfieldt, Christopher J.;

    Zitatform

    Addison, John T. & Christopher J. Surfieldt (2007): Atypical work and pay. In: Southern Economic Journal, Jg. 73, H. 4, S. 1038-1065.

    Abstract

    "Atypical work has long been criticized in popular debate as providing poorly compensated, precarious employment. Yet the empirical evidence is both incomplete and mixed. The main contribution of the present paper is to estimate wage differences for the full set of these alternative work arrangements while simultaneously controlling for observed demographic characteristics and unobserved person-specific fixed effects. The paper also allows for the skewness in atypical worker earnings while retaining the Mincerian human capital earnings function. Our improved estimates are consistent with some of the more optimistic findings reported in the literature, the caveat being that we are examining here only the wage component of the total compensation package." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Marginal employment and the demand for heterogeneous labour: empirical evidence from a multi-factor labour demand model for Germany (2007)

    Freier, Ronny ; Steiner, Viktor;

    Zitatform

    Freier, Ronny & Viktor Steiner (2007): Marginal employment and the demand for heterogeneous labour. Empirical evidence from a multi-factor labour demand model for Germany. (DIW-Diskussionspapiere 662), Berlin, 30 S.

    Abstract

    "We develop a structural multi-factor labour demand model which distinguishes between eight labour categories including non-standard types of employment such as marginal employment. The model is estimated for both the number of workers and total working hours using a new panel data set. For unskilled and skilled workers in full-time employment, we find labour demand elasticities similar to previous estimates for the west German economy. Our new estimates of own-wage elasticities for marginal employment range between -.4 (number of male workers in west Germany) to -1 (working hours for women). We illustrate the implications of these estimates by simulating the likely labour demand effects of the recent increase of employers' social security contributions (SSC) on marginal employment in Germany." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    The part-time wage penalty in European countries: how large is it for men? (2007)

    O'Dorchai, Sile; Plasman, Robert; Rycx, François ;

    Zitatform

    O'Dorchai, Sile, Robert Plasman & François Rycx (2007): The part-time wage penalty in European countries. How large is it for men? (IZA discussion paper 2591), Bonn, 34 S.

    Abstract

    "Economic theory advances a number of reasons for the existence of a wage gap between part-time and full-time workers. Empirical work has concentrated on the wage effects of part-time work for women. For men, much less empirical evidence exists, mainly because of lacking data. In this paper, we take advantage of access to unique harmonised matched employer-employee data (i.e. the 1995 European Structure of Earnings Survey) to investigate the magnitude and sources of the part-time wage penalty for male workers in six European countries (i.e. Belgium, Denmark, Ireland, Italy, Spain, and the UK). Findings show that the raw gap in hourly gross pay amounts to 16 per cent of male part-timer's wage in Spain, to 24 per cent in Belgium, to 28 per cent in Denmark and Italy, to 67 per cent in the UK and to 149 per cent in Ireland. Human capital differences explain between 31 per cent of the observed wage gap in the UK and 71 per cent in Denmark. When a larger set of control variables is taken into account (including occupation, industry, firm size, and level of wage bargaining), a much smaller part of the gap remains unexplained by differences in observed characteristics (except in Italy). Overall, results suggest that policy initiatives to promote lifelong learning and training are of great importance to help part-timers catch up. Moreover, except for Italy, they point to a persisting problem of occupational and sectoral segregation between men working part-time and full-time which requires renewed policy attention." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Chance auf Zukunft? Berufliche Selbständigkeit als Option für Jugendliche mit türkischem Migrationshintergrund auf ihrem Weg in die Erwerbstätigkeit in der BRD (2007)

    Pahle-Franzen, Ulrike;

    Zitatform

    Pahle-Franzen, Ulrike (2007): Chance auf Zukunft? Berufliche Selbständigkeit als Option für Jugendliche mit türkischem Migrationshintergrund auf ihrem Weg in die Erwerbstätigkeit in der BRD. Göttingen: Cuvillier, 118 S.

    Abstract

    "Trotz einer immer stärkeren Bedeutung des Berufes für die gesellschaftliche Teilhabe nehmen vor allem Jugendliche mit türkischem Migrationshintergrund immer weniger an der traditionellen Berufsausbildung im Dualen System in der BRD teil. Auf dem Ausbildungsstellenmarkt selbst haben sie eine Sonderstellung: Ihre Kompetenzen werden vielfach als defizitär wahrgenommen, wobei sich die Frage stellt, ob diese eindimensionale Sicht gerechtfertigt ist. Genau an diesem Punkt setzt die Forschung der Autorin ein: Sie betrachtet das Handeln und Verhalten der postmodernen Jugendlichen, die zwischen zwei Kulturen heranwachsen, unter dem Blickwinkel des pädagogischen Konzepts des sozialen Raums. Von der sozioökonomischen Situation in der Türkei seit den 1960er Jahren ausgehend zeigt sie auf, wie sich im Heimatland die soziale Lage bis heute entwickelt hat und sucht nach möglichen Erklärungen für den vor allem in den letzten Jahren auffallend häufigen Schritt in die Selbstständigkeit. Zuletzt stellt sie verschiedene institutionelle Unterstützungsprogramme und Förderleistungen vor, die den Existenzgründern angeboten werden, und bietet Handlungsempfehlungen an, die vor allem für interessiertes Fachpublikum, betriebliche und außerbetriebliche pädagogische Fachleute, interkulturell involvierte Institutionen sowie kommunale Trägerschaften einen hohen Grad an Innovation darstellen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Atypische Arbeitsverträge: ein Mittel zum Abbau von Arbeitslosigkeit? (2006)

    Boockmann, Bernhard;

    Zitatform

    Boockmann, Bernhard (2006): Atypische Arbeitsverträge: ein Mittel zum Abbau von Arbeitslosigkeit? In: Orientierungen zur Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik H. 109, S. 25-30.

    Abstract

    Arbeitsverträge müssen weder auf Dauer noch auf eine Beschäftigung in Vollzeit angelegt sein. Immer mehr Arbeitnehmer sind befristet, in Teilzeit oder bei einer Leiharbeitsfirma beschäftigt. Bei manchen Beschäftigungsformen verschwimmt die Grenze zwischen abhängiger und selbstständiger Arbeit. Der Beitrag untersucht die These, dass atypische Arbeitsverhältnisse die Beschäftigung insbesondere deshalb erhöhen, weil sie Arbeitslosen eine Chance zum Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt gibt. Dabei konzentriert er sich auf die befristete Beschäftigung und die Zeitarbeit. Eine theoretische Analyse kommt zu dem Fazit, dass der These, temporäre Beschäftigungsformen wie befristete Beschäftigung und Zeitarbeit könnten helfen, die Arbeitslosigkeit abzubauen, gewichtige Argumente entgegenstehen. So kann eine Zweiteilung des Arbeitsmarktes dazu führen, dass im beweglichen Segment das Lohnniveau erhöht und die Beschäftigung gesenkt wird. Empirische Befunde wie der Vergleich der Ergebnisse von Kausalanalysen mit Vergleichsgruppenansatz legen zudem nahe, dass die Integrationsfunktion und damit der Effekt auf die Beschäftigung bei der Zeitarbeit gering ist. Die Ergebnisse empirischer Studien zeigen aber auch, dass befristete Verträge vermutlich weniger Nachteile haben und mit weniger persönlichen Risiken behaftet sind, als in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Erstarrung, Beschleunigung oder Polarisierung? Arbeitsmarktmobilität und Beschäftigungsstabilität im Zeitverlauf: neue Ergebnisse mit der IAB-Beschäftigtenstichprobe (2006)

    Erlinghagen, Marcel ;

    Zitatform

    Erlinghagen, Marcel (2006): Erstarrung, Beschleunigung oder Polarisierung? Arbeitsmarktmobilität und Beschäftigungsstabilität im Zeitverlauf. Neue Ergebnisse mit der IAB-Beschäftigtenstichprobe. (Graue Reihe des Instituts Arbeit und Technik 2006-01), Gelsenkirchen, 50 S.

    Abstract

    "Die Analyse untersucht auf Basis des Regionalfiles der IAB-Beschäftigtenstichprobe 1975-2001 die Entwicklung von Arbeitsmarktmobilität und Beschäftigungsstabilität für Westdeutschland. Im Ergebnis zeigt sich (a) eine im Zeitverlauf unabhängig von individuellen, betrieblichen und makroökonomischen Faktoren generelle Destabilisierung von Beschäftigungsverhältnissen sowie (b) eine diesem Prozess zugrunde liegende Polarisierung insbesondere aufgrund der Qualifikation von Beschäftigten. Insgesamt liefern die Resultate keinen Beleg für eine (zunehmende) Erstarrung des westdeutschen Arbeitsmarktes. Hinsichtlich der Frage, ob eher eine reflexiv-moderne Diskontinuität von Erwerbsverläufen oder aber eine Zunahme des mit dem individuellen Arbeitnehmer untrennbar verknüpften Wissens hinter den komplexen Entwicklungen steckt, ist jedoch keine eindeutige Antwort möglich. Die Destabilisierung von Beschäftigungsverhältnissen und insbesondere die im Zeitverlauf generell zunehmende Beschleunigung von Betriebswechseln sind Indizien, die eher für einen Bedeutungszuwachs von 'Arbeitskraftunternehmern' sprechen. Jedoch ist zu berücksichtigen, dass zumindest die Destabilisierung von Beschäftigung insgesamt kein kontinuierlicher Zeittrend ist, sondern die individuellen Arbeitsmarktakteure zu unterschiedlichen Zeiten mal mehr, mal weniger von der Beschleunigung betroffen gewesen sind. Ferner weisen insbesondere Ungelernte und Akademiker eine erhöhte Mobilität auf - aus unterschiedlichen Gründen und mit unterschiedlichen Folgen. Während qualifizierte Beschäftigte vermehrte Betriebswechselchancen und abnehmende Arbeitslosigkeitsrisiken aufweisen, erleben Ungelernte eine 'doppelte Polarisierung'. Innerhalb des Ungelerntensegments wächst zwar das Arbeitslosigkeitsrisiko deutlich, jedoch nehmen gleichzeitig auch die Chancen auf einen unmittelbaren Betriebswechsel zu. Dieser Befund stützt somit eher die wissensgesellschaftliche These einer stärkeren qualifikationsspezifischen Ausdifferenzierung von Arbeitsmarktchancen und Arbeitsmarktrisiken. Somit ist anzunehmen, dass selbst die sogenannten 'Geringqualifizierten' verstärkt über wesentliche Basisqualifikationen verfügen müssen, wenn Sie auf dem wissensgesellschaftlichen Arbeitsmarkt bestehen wolle." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Mini- und Midijobs (2006)

    Fertig, Michael ;

    Zitatform

    Fertig, Michael (2006): Mini- und Midijobs. In: J. Lange & H. Pfannkuche (Hrsg.) (2006): Und die Moral von der Geschicht'...? : die Evaluierung der Arbeitsmarktreformen ("Hartz I bis III") (Loccumer Protokoll, 14/06), S. 185-194.

    Abstract

    Im Rahmen der Evaluation der Umsetzung der Vorschläge der Hartz-Kommission zur Reform der Minijobs sowie zur Einführung der Gleitzone in der Sozialversicherung (so genannte Midijobs) werden Zwischenergebnisse mit Stand zweites Quartal 2004 vorgestellt und diskutiert. Es wird festgestellt, dass die Ziele dieser Reformen nur teilweise erreicht werden konnten. Die Anzahl beider Beschäftigungsverhältnisse ist signifikant gestiegen und die angestrebte Attraktivität eingetreten. Allerdings ist der Aspekt der 'Brücke' für Arbeitslose von solchen Jobs in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung verbesserungsfähig. Die Untersuchung zeigt, dass Arbeitnehmer durchaus bereit sind, zumindest vorübergehend eine so genannte atypische Beschäftigung aufzunehmen und dabei auch Lohnverzicht zu üben, in der Hoffnung auf Aufstiegsmobilität. Es wird vorgeschlagen, diese Bereitschaft zu stärken, zum Beispiel durch den Ausbau der Förderung in einem Programm 'Erweiterte Minijobs für Arbeitslose'. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Arbeit und Prekariat: Ausmaß und Problemlagen atypischer Beschäftigungsverhältnisse. Abschlussbericht (2006)

    Fuchs, Tatjana; Böhm, Michaela;

    Zitatform

    Fuchs, Tatjana (2006): Arbeit und Prekariat. Ausmaß und Problemlagen atypischer Beschäftigungsverhältnisse. Abschlussbericht. Düsseldorf, 44 S.

    Abstract

    "Sowohl die Zahl als auch der Anteil der befristeten, geringfügigen und Leiharbeitsverhältnisse sind - vor allem seit Mitte der 90er Jahre - angestiegen. Diese Entwicklungen wurden durch den Gesetzgeber erst ermöglicht bzw. gefördert. Die Behauptung, diese Beschäftigungsverhältnisse seien eine Brücke in stabile Beschäftigung, wird durch die Untersuchung stark in Frage gestellt. Vielmehr werden Einkommensdiskriminierung, Ungleichbehandlung beim Gesundheitsschutz sowie bei den Mitbestimmungsrechten, Qualifizierungs- und Entwicklungsmöglichkeiten belegt. Auch der These, atypische Arbeitsverhältnisse seien zwingend erforderlich, um eine flexible Produktion zu ermöglichen, wird widersprochen. Vielmehr hebt die Untersuchung die Bedeutung von direkten und indirekten Lohnkostenvorteilen (z.B. durch Lohndumping) sowie das Zurückdrängen von Mitbestimmungsrechten - unabhängig von den Erfordernissen einer flexiblen Produktion - hervor. Am Beispiel Frankreichs, das für Zeitarbeit gleiche Arbeits- und Entgeltbedingungen, eine Prekaritätsprämie sowie ein Verbot von gesundheitsgefährdenden Arbeiten regelt, werden mögliche Ansatzpunkte zur gesetzlichen Regulierung aufgezeigt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Prekäre Beschäftigung in der DGB-Region Oldenburg/Wilhelmshaven (2006)

    Goes, Thomas;

    Zitatform

    Goes, Thomas (2006): Prekäre Beschäftigung in der DGB-Region Oldenburg/Wilhelmshaven. Berlin, 132 S.

    Abstract

    Im Mittelpunkt der vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) Oldenburg in Auftrag gegebenen Studie steht die Frage nach dem Umfang prekärer Beschäftigungsverhältnisse in den Landkreisen Ammerland, Cloppenburg, Friesland, Oldenburg, Vechta und Wesermarsch sowie in den kreisfreien Städten Delmenhorst, Oldenburg und Wilhelmshaven und inwieweit sie wirtschaftsräumlich strukturiert sind. Die Analyse basiert auf amtlichen Statistiken (Bundesagentur für Arbeit und Niedersächsisches Landesamt für Statistik) und auf Experteninterviews, die mit SekretärInnen der lokalen Einzelgewerkschaften geführt wurden. Die aufgrund einer vorgenommenen Begriffsdefinition als prekär geltenden Beschäftigungsverhältnisse werden sekundäranalytisch und qualitativ untersucht. Dazu gehören in erster Linie Leiharbeit, Mini- und Midijobs, befristete Beschäftigungsverhältnisse und Ein-Euro-Jobs. Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass auch die lokale Arbeitsgesellschaft in Zonen der Integration, der Verwundbarkeit und der Entkopplung geteilt ist. Die Landkreise und kreisfreien Städte unterscheiden sich dabei teilweise erheblich. Zwar wächst anteilig an der Gesamtbeschäftigung (ohne Soldaten und Zivildienstleistende) überall die objektiv prekäre Beschäftigung. Dieses Wachstum kann jedoch eingebettet sein in eine expansive Wirtschafts- und Beschäftigungsentwicklung (Vechta und Cloppenburg) oder rückläufige Beschäftigung und hohe Erwerbslosigkeit (Wilhelmshaven und Delmenhorst). Es lassen sich zudem ebenso dynamische - positive (Cloppenburg) und negative (Delmenhorst) - wie relativ gleichmäßig-moderate (Wesermarsch) Beschäftigungsentwicklungen beobachten. Der Anteil der sozialversicherungspflichtigen Vollzeitarbeit ist statistisch belegbar zurückgegangen, atypische und zum Teil prekäre Beschäftigungsverhältnisse sind hingegen dynamisch angewachsen. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Examining the determinants of agency work: do family friendly practices play a role? (2006)

    Heywood, John S. ; Siebert, W. Stanley; Wie, Xiangdong;

    Zitatform

    Heywood, John S., W. Stanley Siebert & Xiangdong Wie (2006): Examining the determinants of agency work. Do family friendly practices play a role? (IZA discussion paper 2413), Bonn, 38 S.

    Abstract

    "This paper uses establishment data to estimate the determinants of using agency workers. It contends that those employers with less ability to direct effort of core workers are more likely to use agency workers to meet uncertain labor demand. Family friendly practices are viewed as either increasing or decreasing such ability, depending upon their influence upon absence rates. The empirical results imply that special leave practices reduce firms' ability to direct worker effort, thereby increasing the likelihood of using agency workers. On the other hand, practices linked with flexible working conditions (workplace nurseries, flexitime and job sharing) have the opposite effect. The findings thus distinguish between family friendly practices that make core workers better off without expanding contingent agency jobs, and those that do not." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Zufriedenheit, Einkommenssituation und Berufsperspektiven bei Neuen Erwerbsformen in Wien (2006)

    Kaupa, Isabella; Kreiml, Thomas; Steiner, Karin; Kien, Christina; Riesenfelder, Andreas; Weber, Maria; Wetzel, Petra;

    Zitatform

    Kaupa, Isabella, Christina Kien, Thomas Kreiml, Andreas Riesenfelder, Karin Steiner, Maria Weber & Petra Wetzel (2006): Zufriedenheit, Einkommenssituation und Berufsperspektiven bei Neuen Erwerbsformen in Wien. Wien, 250 S.

    Abstract

    Die Untersuchung beleuchtet Zufriedenheit, Einkommenssituation und Berufsperspektiven der in Wien in Neuen Erwerbsformen Beschäftigten. Der Multimethodenansatz der Studie basiert auf Längsschnittanalysen von Tageskalenderdaten des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger, repräsentativen fernmündlichen Interviews mit Beschäftigten und Fallstudien basierend auf Interviews mit Beschäftigten und Personalverantwortlichen. Im Rahmen dieser Studie wurde eine Typologie Neuer Erwerbsformen erstellt. Für die Typologie wurden geringfügig Beschäftigte, Freie DienstnehmerInnen, ZeitarbeiterInnen sowie Neue Selbstständige und Ein-Personen-Unternehmen berücksichtigt. Die Typologie umfasst die Typen: Privilegierte, Gefährdete, SelbstverwirklicherInnen, Übergangsorientierte und Resignative. Ungefähr 30 Prozent der in Wien in Neuen Erwerbsformen Beschäftigten sind den Übergangsorientierten zuzuordnen. 25 Prozent sind Privilegierte und 12 Prozent SelbstverwirklicherInnen. Jeweils knapp ein Fünftel zählt zu den Gefährdeten sowie den Resignativen. Die Untersuchung enthält zudem Angaben zu soziodemographischen Merkmalen, Arbeitsmarktlagen, Arbeitsplatzdynamiken, Branchen und Wirtschaftsbereichen, biographischen Verläufen, Arbeitszufriedenheit und Arbeitsbelastung. Soweit möglich (z.B. im Bereich der Längsschnittdaten) wurden die Daten für Wien mit denen bundesweiter österreichischer Trends verglichen. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Beschäftigungswirkungen von befristeten Arbeitsverträgen und Leiharbeit: theoretische Überlegungen und empirische Evidenz (2006)

    Pfeifer, Christian ;

    Zitatform

    Pfeifer, Christian (2006): Beschäftigungswirkungen von befristeten Arbeitsverträgen und Leiharbeit. Theoretische Überlegungen und empirische Evidenz. In: L. Bellmann & U. Ludwig (Hrsg.) (2006): Beschäftigungsanalysen mit den Daten des IAB-Betriebspanels : Tagungsband. Beiträge zum Workshop des IAB und IWH 2005 (Institut für Wirtschaftsforschung Halle. Sonderheft, 2006,01), S. 130-152.

    Abstract

    "Befristete Beschäftigung und Leiharbeit werden gemäß der Theorie des dualen Arbeitsmarktes als kurzfristiges Anpassungsinstrument bei Nachfrageschocks genutzt. Zudem können sie als verlängerte Probezeiten dienen und zu einem besseren Matching führen. Eine solche Screening-Funktion scheint dabei eher befristeten Arbeitsverträgen als Leiharbeit zuzukommen. Die mikroökonometrischen Analysen basieren auf der niedersächsischen Teilstichprobe des IAB-Betriebspanels. Dabei wird zum einen geprüft, ob Nachfrageschocks und eine Übernahmestrategie Einfluss auf die Nutzungsintensität der bei- den Beschäftigungsformen haben. Zum anderen werden Beschäftigungsveränderungen analysiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Part-time work and occupational attainment amongst a cohort of British women (2006)

    Prowse, Victoria L.;

    Zitatform

    Prowse, Victoria L. (2006): Part-time work and occupational attainment amongst a cohort of British women. (IZA discussion paper 2342), Bonn, 39 S.

    Abstract

    "Using data on a cohort of British women who were born in 1958, this paper investigates the effects of qualifications, household structure and family background on the occupational penalty suffered by women in part-time employment. The analysis is conducted using a dynamic multinomial modelling framework in which hours of work and occupational attainment are jointly determined. The results reveal that at the bottom of the occupational hierarchy degree level qualifications improve the occupational attainment of women in part-time employment relative to that of women working full-time. In contrast, at top of the occupational hierarchy, degree level qualifications benefit full-timers more than part-timers. Contrary to the conventional wisdom, women with children have higher occupational attainment than childless women thus suggesting that women with children are relatively selective in terms of the jobs they are willing to accept. Furthermore, women with children experience a smaller part-time occupational penalty than childless women. Family background effects are present but small." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Betriebliche Determinanten von Teilzeitarbeit, Mini- und Midi-Jobs: eine theoretische und empirische Analyse mit niedersächsischen Betriebsdaten (2005)

    Pfeifer, Christian ;

    Zitatform

    Pfeifer, Christian (2005): Betriebliche Determinanten von Teilzeitarbeit, Mini- und Midi-Jobs. Eine theoretische und empirische Analyse mit niedersächsischen Betriebsdaten. (Diskussionspapiere / Universität Hannover, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften 324), Hannover, 27 S.

    Abstract

    "Der Beitrag untersucht die betrieblichen Determinanten von Teilzeitbeschäftigung, Mini- und Midi-Jobs. Aus theoretischer Perspektive könnten alle drei Beschäftigungsformen als Instrument der Anpassungsflexibilität bei Nachfrageschocks genutzt werden. Die empirische Analyse zeigt, dass aber lediglich die Nutzung von Mini- und Midi-Jobs signifikant mit einem Nachfrageschock korreliert ist und diese Beschäftigungsformen weniger als flexible Randbelegschaft denn als Instrument der Arbeitszeitflexibilität genutzt werden. Ein Hemmnis für die Reduzierung der Arbeitsstunden sind quasi-fixe Beschäftigungskosten, so dass Betriebe mit einem höheren Anteil qualifizierter Arbeitskräfte weniger Gebrauch hiervon machen. Insgesamt deuten die Ergebnisse daraufhin, dass vor allem die Arbeitszeitpräferenzen der Beschäftigten die Teilzeitbeschäftigung determinieren und geringfügige Beschäftigung verstärkt in 'interessenvertretungsfreien Zonen' stattfindet." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Leiharbeit in den Niederlanden: Soziodemographie, Beschäftigungsbedingungen und soziale Absicherung (2005)

    Wilkens, Ingrid;

    Zitatform

    Wilkens, Ingrid (2005): Leiharbeit in den Niederlanden. Soziodemographie, Beschäftigungsbedingungen und soziale Absicherung. In: Zeitschrift für Sozialreform, Jg. 51, H. 4, S. 394-415.

    Abstract

    "In der Diskussion um die mit den Hartz-Reformen beabsichtigte Ausdehnung der Leiharbeit wird des Öfteren auf das Vorbild der Niederlande verwiesen. Der Beitrag erläutert die rechtlichen Rahmenbedingungen, die Soziodemographie, die Motivation sowie die Beschäftigungsbedingungen in der dortigen Leiharbeitsbranche. Wie in anderen europäischen Ländern sind die Zeitarbeitskräfte tendenziell benachteiligt, obwohl ihre Integration in die Entleihunternehmen gut zu sein scheint. Interessant für die deutsche Diskussion dürfte vor allem das 'Phasenmodell' sein, das Leiharbeitnehmern mit der Dauer ihrer Beschäftigung eine wachsende soziale Absicherung bietet und darüber hinaus die traditionell starke Brückenfunktion der Arbeitnehmerüberlassung unterstützt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Gibt es eine Alternative? Zur Beschäftigung polnischer Saisonarbeitnehmer in Deutschland (2004)

    Dietz, Barbara;

    Zitatform

    Dietz, Barbara (2004): Gibt es eine Alternative? Zur Beschäftigung polnischer Saisonarbeitnehmer in Deutschland. (Osteuropa-Institut München. Working papers 253), München, 44 S.

    Abstract

    Seit Beginn der 1990er Jahre kommt der Beschäftigung von osteuropäischen Saisonarbeitern insbesondere in der deutschen Landwirtschaft eine Schlüsselrolle zu. Obschon diese auf bilateralen Verträgen beruhende kurzfristige Arbeitsmigration mittlerweile Praxis ist, wurde ihre Bedeutung für Arbeitgeber und Betriebe, aber auch für die lokalen Arbeitsmärkte in Deutschland erst in Ansätzen untersucht. Vor diesem Hintergrund führte das Osteuropa-Institut München im Frühjahr 2003 eine qualitative Befragung in landwirtschaftlichen Betrieben durch, die Saisonarbeitnehmer aus Polen beschäftigen. Gegenstand der Umfrage war die Rekrutierung, Beschäftigung und Erfolgsbilanz saisonaler Arbeitsmigranten aus Osteuropa, die Organisation der alltäglichen Arbeitsabläufe und die Bedeutung polnischer Saisonarbeiter aus Arbeitgebersicht. Insgesamt nahmen 16 landwirtschaftliche Betriebe und ein Gastronomiebetrieb an der Umfrage teil. Dabei lagen die regionalen Schwerpunkte in Bayern und Nordrhein-Westfalen, wo polnische Saisonarbeiter in Gemüse-, Salat-, Gurken- und Hopfenanbaubetrieben, bei Sonderkulturen und im Gartenbau beschäftigt sind. Nach Aussage der Betriebe haben sich das Rekrutierungssystem und die Praxis der Beschäftigung polnischer Saisonarbeiter bewährt. In diesem Zusammenhang ist auch anzunehmen, dass die illegale Beschäftigung osteuropäischer Arbeitsmigranten durch die Legalisierung der Saisonarbeit zurückgegangen ist. Für den weiteren Erhalt der saisonalen Arbeitskräftemigration spricht, dass Saisonarbeitskräfte nach den verfügbaren Informationen überwiegend komplementär zu festangestellten Mitarbeitern eingesetzt werden und deren Arbeitsplätze in der Tendenz stützen. (IAB)

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    For better or worse? Non-standard jobs and high involvement work systems (2004)

    Felstead, Alan ; Gallie, Duncan ;

    Zitatform

    Felstead, Alan & Duncan Gallie (2004): For better or worse? Non-standard jobs and high involvement work systems. In: The international journal of human resource management, Jg. 15, H. 7, S. 1293-1316. DOI:10.1080/0958519042000238464

    Abstract

    "Over the last couple of decades, core-periphery models of employment have dominated the debate on organizational responsiveness to change. More recently, however, researchers have also turned their attention to organizational reforms that seek to involve, engage and empower workers in their jobs. This paper addresses two related questions that emerge from these debates: are non-standard jobs lowly skilled and insecure and, if so, do high involvement work systems make things better or worse? By drawing on the 2001 Skills Survey the paper presents evidence on the most comprehensive and up-to-date information currently available in Britain. The paper finds that, while in most respects part-time workers and those on temporary contracts (especially those with contracts of uncertain duration) are in more lowly skilled jobs, only those on temporary contacts suffer from relatively high levels of insecurity. Despite this, non-standard employees appear to gain more than full-time permanent employees from being part of a high involvement work system - part-timers, in particular, benefit most from the increased level of skills these workplaces demand, and some types of temporary employees take additional benefit from the enhanced employment security with which these workplaces are associated." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Einkommensentwicklung befristet Beschäftigter im deutsch-britischen Vergleich (2004)

    Giesecke, Johannes ; Groß, Martin ;

    Zitatform

    Giesecke, Johannes & Martin Groß (2004): Einkommensentwicklung befristet Beschäftigter im deutsch-britischen Vergleich. In: G. Schmid, M. Gangl & P. Kupka (Hrsg.) (2004): Arbeitsmarktpolitik und Strukturwandel : empirische Analysen (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 286), S. 181-203.

    Abstract

    "Der Beitrag geht der Frage nach, ob und inwieweit befristete Beschäftigung einen Einfluss auf die Entwicklung individueller Arbeitseinkommen nimmt. Ausgehend von der These, dass die Befristung eines Arbeitsvertrages der Erfüllung sehr verschiedener Funktionen dient, werden unterschiedliche Einkommenseffekte befristeter Beschäftigung postuliert. Weiterhin wird argumentiert, dass diese Funktionen mit individuellen sowie institutionellen Merkmalen kovariieren und sich somit die Stärke und Richtung der Befristungseffekte als kontextabhängig erweisen. Es werden insbesondere die intervenierende Rolle von Bildungstiteln sowie der Einfluss institutioneller Rahmenbedingungen (Grad der Beschäftigungssicherheit, Bildungssystem) thematisiert. Um die vermuteten Effekte institutioneller Rahmenbedingungen analysieren zu können, werden die Befristungseffekte zweier Länder (Deutschland und Großbritannien) gegenübergestellt. Die Hypothesen zu den Einkommenseffekten befristeter Beschäftigung werden anhand von Längsschnittdaten aus dem Sozio-ökonomischen Panel (SOEP) und dem British Household Panel Survey (BHPS) empirisch überprüft. Die Ergebnisse der empirischen Analysen weisen darauf hin, dass die Einkommenseffekte befristeter Beschäftigung tatsächlich stark mit bestimmten Kontexten variieren. Erstens sind befristete Stellen für mittlere und niedrige Bildungsgruppen mit unterdurchschnittlichen Einkommen und Einkommenszuwächsen verbunden, während sie für Hochgebildete sogar mit einer überdurchschnittlichen Einkommensentwicklung einhergehen können. Zweitens deuten Effektunterschiede zwischen Großbritannien und Deutschland darauf hin, dass auch institutionelle Rahmenbedingungen einen Einfluss auf die Effekte befristeter Beschäftigung ausüben. Insgesamt unterstreichen die Ergebnisse der empirischen Analyse die Annahme der Heterogenität und der Kontextabhängigkeit der Einkommenseffekte befristeter Beschäftigung." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Befristete Beschäftigung in der Schweiz: Ausmaß, Determinanten und ökonomische Bewertung im internationalen Vergleich (2004)

    Henneberger, Fred; Ziegler, Alexandre; Sousa-Poza, Alfonso;

    Zitatform

    Henneberger, Fred, Alfonso Sousa-Poza & Alexandre Ziegler (2004): Befristete Beschäftigung in der Schweiz. Ausmaß, Determinanten und ökonomische Bewertung im internationalen Vergleich. In: Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung, Jg. 37, H. 3, S. 239-267.

    Abstract

    "In der Studie werden erstmals für den schweizerischen Arbeitsmarkt umfassende Informationen über den Umfang, die Verbreitung und die Determinanten befristeter Arbeitsverhältnisse präsentiert und eine ökonomische Bewertung dieser Beschäftigungsform im Vergleich zu unbefristeten Arbeitsverträgen vorgenommen. Verwendet werden Daten aus den ersten drei Wellen des neuen Schweizerischen Haushalts-Panels (SHP) für die Jahre 1999 bis 2001. Hierbei zeigt sich, dass eine Befristung der Beschäftigung bei hoch qualifizierten Arbeitskräften sowie bei jüngeren und älteren Arbeitnehmern häufiger vorkommt. Die Löhne befristet beschäftigter Frauen sind geringer als diejenigen der anderen weiblichen Erwerbstätigen. Diese Lohndifferenz ist jedoch nicht auf die Befristung der Beschäftigung per se, sondern auf unbeobachtbare individuelle Heterogenität zwischen den Frauen zurückzuführen. Für die Gruppe der Männer ist hingegen kein Einfluss der unterschiedlichen Beschäftigungsformen auf den Lohn festzustellen. Sowohl das empfundene als auch das tatsächliche Arbeitslosigkeitsrisiko sind bei befristet Beschäftigten größer. Gleichzeitig besteht - trotz gewisser Persistenzphänomene - eine erhebliche Mobilität von befristeter zu dauerhafter Beschäftigung. Ferner ist zu beobachten, dass ein befristeter Arbeitsvertrag die Wahrscheinlichkeit erhöht (reduziert) mit der Arbeitsstelle generell sehr zufrieden (unzufrieden) zu sein. Die Zufriedenheit mit dem Lohn ist bei temporär angestellten Männern geringer als bei den anderen männlichen Arbeitskräften. Die Wahrscheinlichkeit, an beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen teilzunehmen, ist hingegen für befristet Beschäftigte nicht kleiner als für andere Arbeitnehmer. Ein internationaler Vergleich anhand von Daten des International Social Survey Programme (ISSP) von 1997 zeigt, dass sich die Determinanten befristeter Beschäftigung in der Schweiz mit denen anderer Länder weitgehend decken. Schließlich hängt die Befristungsquote nicht signifikant vom Ausmaß des Kündigungsschutzes, sondern vielmehr von der Arbeitslosenquote ab." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Zeitarbeit in Deutschland und den USA: eine vergleichende Analyse von Einflussfaktoren auf die Nutzung von Zeitarbeit (2004)

    Mitlacher, Lars W.;

    Zitatform

    Mitlacher, Lars W. (2004): Zeitarbeit in Deutschland und den USA. Eine vergleichende Analyse von Einflussfaktoren auf die Nutzung von Zeitarbeit. (Personal, Organisation und Arbeitsbeziehungen 34), Lohmar u.a.: Eul, 430 S.

    Abstract

    "Die Zeitarbeitsbranche hat in den vergangenen Jahren durch erhebliche Wachstumsraten auf sich aufmerksam gemacht. Im internationalen Vergleich ist die Nutzung von Zeitarbeit in Deutschland aber noch sehr gering verbreitet, obwohl ihr im Rahmen der Hartz-Reformen des Arbeitsmarktes eine Schlüsselrolle bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit zugedacht wurde. Damit die Zeitarbeit ihre beschäftigungspolitische Funktion entfalten kann, muss sie als personalwirtschaftliches Instrument für Unternehmen attraktiv sein. Deshalb sind sowohl theoretische als auch empirische Aufschlüsse über Einflussfaktoren auf die Nutzung von Zeitarbeit erforderlich, um Rückschlüsse auf die unterschiedliche Nutzung von Zeitarbeit ziehen zu können. Die Arbeit vergleicht deshalb die Nutzungsmotive von Zeitarbeit in Deutschland und den USA. Neben rechtlichen und strategischen Einflussfaktoren erfolgt auch eine Analyse von weiteren Faktoren, wie der Arbeitsmarktkonstellation, dem Angebot und der Struktur der Zeitarbeitsbranche, dem Wertewandel, dem Image und der Akzeptanz der Zeitarbeit sowie kulturellen Aspekten. Im Rahmen einer qualitativen empirischen Untersuchung wird der Einfluss dieser Faktoren auf die Nutzungsentscheidung in deutschen und amerikanischen Unternehmen analysiert und verglichen. Hieraus werden Handlungsempfehlungen für Unternehmen, Gesetzgeber und Arbeitsmarktpolitiker entwickelt, um auch in Deutschland eine bessere Nutzung und Verbreitung der Zeitarbeit und die beschäftigungspolitisch intendierten Ziele zu erreichen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Leiharbeit als Flexibilisierungsinstrument?: eine empirische Untersuchung über die Struktur der Leiharbeit in Baden-Württemberg und die mit ihr verknüpften Erwartungen (2004)

    Strotmann, Harald ; Vogel, Alexander;

    Zitatform

    Strotmann, Harald & Alexander Vogel (2004): Leiharbeit als Flexibilisierungsinstrument? Eine empirische Untersuchung über die Struktur der Leiharbeit in Baden-Württemberg und die mit ihr verknüpften Erwartungen. (IAW-Kurzbericht 2004,05), Tübingen, 34 S.

    Abstract

    Auf der Grundlage des IAB-Betriebspanels werden Verbreitung und Struktur der Leiharbeit in Baden-Württemberg untersucht. Weiterhin geht es um die Nutzung der Leiharbeit als betriebliches Flexibilisierungsinstrument und als Mittel zur Personalrekrutierung. Im Ergebnis wird dargestellt, dass Leiharbeit in Baden-Württemberg im Vergleich zu anderen Formen atypischer Beschäftigung bislang weiterhin von nachrangiger Bedeutung ist. Rund 24.000 Personen waren zum 30. Juni 2003 in den baden-württembergischen Betrieben als Leiharbeitskräfte eingesetzt, was etwa 0,6 Prozent der regulären, sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung entspricht. Im Vergleich zum Vorjahr lässt sich aufgrund der weiterhin eingetrübten Konjunktur eine rückläufige Tendenz in der Verbreitung um rund 5.000 Leiharbeitskräfte beobachten. Aushilfen, Praktikanten und Freie Mitarbeiter werden in erheblich stärkerem Maße von den Betrieben nachgefragt. Leiharbeit wird dabei insbesondere im gewerblichen Bereich, und dort nicht etwa nur für einfache Tätigkeiten, sondern auch im Bereich der qualifizierten Facharbeit eingesetzt, während sie im Angestelltenbereich kaum eine Rolle spielt. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Effektiv gezahlte Niedriglöhne in Deutschland (2003)

    Schäfer, Claus;

    Zitatform

    Schäfer, Claus (2003): Effektiv gezahlte Niedriglöhne in Deutschland. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 56, H. 7, S. 420-428.

    Abstract

    "Aus einem WSI-Gutachten für die NRW-Landesregierung werden die empirischen Analyseergebnisse zu Niveau und Struktur von Niedriglöhnen in Deutschland referiert. Mikroökonomische Datenbasis ist die IAB-Beschäftigtenstichprobe mit ihren individuellen Verdienstangaben zu sozialversicherungspflichtigen Vollzeitbeschäftigten. Die Darstellung konzentriert sich auf Prekärlöhne zwischen 50 bis unter 75 % des Vollzeit-Durchschnittslohns sowie Armutslöhne unter 50 % des Vollzeit-Durchschnittslohns in Westdeutschland und Nordrhein-Westfalen. Neben dem Ausmaß dieser Teilsektoren im Niedriglohnsektor wird die Häufigkeitsverteilung der Niedriglohn-BezieherInnen auf Merkmale wie Geschlecht, Alter, Ausbildung, Tätigkeit, Betriebsgröße, Wirtschaftszweig-Zugehörigkeit untersucht." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Befristete Beschäftigung: Chance oder Risiko? (2002)

    Giesecke, Johannes ; Groß, Martin ;

    Zitatform

    Giesecke, Johannes & Martin Groß (2002): Befristete Beschäftigung. Chance oder Risiko? In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Jg. 54, H. 1, S. 85-108.

    Abstract

    "Der Aufsatz geht der Frage nach, ob die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes zu einer Verstärkung der bestehenden Arbeitsmarktsegmentation führt oder vielmehr Barrieren auf dem Arbeitsmarkt abbaut. Mit Hilfe von Daten zu Erwerbstätigkeits- bzw. Arbeitslosigkeitsperioden, die aus dem Sozio-ökonomischen Panel (SOEP, Zeitraum 1984-1999) generiert wurden, werden in random-effects logit-Modellen sowohl die Determinanten befristeter Beschäftigungsverhältnisse als auch deren Folgen (erneute Befristung, Arbeitslosigkeit) untersucht. Es zeigt sich, dass individuelle Merkmale der Befragten (Höhe und Art des Humankapitals, vorherige Arbeitslosigkeitserfahrungen), strukturelle Determinanten (Branche, Betriebsgröße) und berufliche Charakteristika (Berufsposition, geringfügige Beschäftigung) das Risiko, einen befristeten Arbeitsplatz zu erhalten, beeinflussen. Weiterhin wird deutlich, dass befristete Beschäftigung das Risiko erhöht, nach Beendigung der Beschäftigung wieder ein befristetes Beschäftigungsverhältnis zu erhalten, oder arbeitslos zu werden. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Befristung vor allem auf dem sekundären Arbeitsmarkt vorzufinden ist und für die Arbeitnehmer dort eher negative Konsequenzen nach sich zieht. Allerdings kann die Befristung auch als Chance angesehen werden, da sie zumindest eine Alternative zur Arbeitslosigkeit darstellt. Eine zu einseitige Bewertung der Befristung greift daher zu kurz." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Zur Situation und Erwerbsrealität Neuer Selbständiger (2002)

    Mosberger, Brigitte; Steiner, Karin;

    Zitatform

    Mosberger, Brigitte & Karin Steiner (2002): Zur Situation und Erwerbsrealität Neuer Selbständiger. (AMS-Info 50), S. 1-4.

    Abstract

    Eine qualitative Befragung von "Neuen Selbständigen" in Österreich (Dezember 2000 - November 2001) erbrachte folgende Befunde: Neue Selbständigkeit ist das Resultat verschiedener Effekte auf unterschiedlichen Ebenen: Neben makroökonomischem Strukturwandel sind auf der Mesoebene Veränderungen von Organisationsstrukturen und Integrationssystemen zu nennen. Auf der Mikroebene ist die Suche Erwerbstätiger nach Möglichkeiten für alternative Lebensentwürfe ins Treffen zu führen. Aus diesem Grund steht Neue Selbständigkeit vor allem auch für den Versuch der Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben sowie für Selbstverwirklichung. Neue Selbständige sind keine EinzelkämpferInnen, die unter sozialer Isolation leiden, sondern sie sind zumeist in ein lokal zentriertes, soziales Netzwerk eingebunden. Diesen sozialen Kontakten kommt nicht nur bei der Akquisition eine Schlüsselfunktion zu, sondern auch bei der Durchführung diverser Projekte. Trotz aller Heterogenität ist Neue Selbständigkeit Vorbotin einer veränderten Arbeitskultur, die von Kurzlebigkeit, Unsicherheit und hohen Risken geprägt wird. Sie verlangt den Betroffenen ein Höchstmaß an Flexibilität und Einsatz (Zeit, Weiterbildung etc.) ab, bietet dafür aber zumindest einigen der Betroffenen die Chance größerer individueller Selbstverwirklichung. Der Freizeitbereich der Lebensführung verschmilzt jedoch nicht selten mit dem Arbeitsbereich, was bisweilen in einer Verlängerung der Arbeitszeit resultiert und für einige Befragte einen Streßfaktor darstellt. Neue Selbständigkeit entspricht also nicht immer einer Ökonomie der Selbstverwirklichung, sondern ebensooft einer Ökonomie der Not. Formen von Prekarität sind vor allem bei niedrigqualifizierten Selbständigen und Selbständigen, die in einem ausgeprägten Abhängigkeitsverhältnis stehen, zu finden. Deren Absicherung bedarf in Zukunft noch einiger Überlegungen. (IAB2)

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  • Literaturhinweis

    Wandel der Erwerbsarbeit: Qualifikationsverwertung in sich verändernden Arbeitsstrukturen (2001)

    Dostal, Werner; Rauch, Angela ; Parmentier, Klaus; Schreyer, Franziska; Plicht, Hannelore;

    Zitatform

    Dostal, Werner, Klaus Parmentier, Hannelore Plicht, Angela Rauch & Franziska Schreyer (2001): Wandel der Erwerbsarbeit. Qualifikationsverwertung in sich verändernden Arbeitsstrukturen. (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 246), Nürnberg, 172 S.

    Abstract

    Die Beiträge stellen zentrale Ergebnisse aus der 4. BIBB/IAB-Erhebung 1998/99 vor. Der erste Aufsatz zeigt anhand ihrer Bildungscharakteristika und ihrer Stellung im Erwerbsleben die Differenzierheit der Gruppe der "Nicht-formal-Qualifizierten" auf. In einem Überblick werden Strukturmerkmale, Arbeitslosigkeit und Erwerbssituation dieser Personengruppe beschrieben. Für die Gruppe der betrieblich ausgebildeten Fachkräfte untersucht der folgende Beitrag berufliche Wechselprozesse und deren Effekte sowie die Verwertbarkeit der in der Ausbildung erworbenen Qualifikation in einem Zeitvergleich mit 1991/92. Der dritte Beitrag analysiert für die Personengruppen den Meister und Techniker erreichte betriebliche Statuspositionen und ermittelt im Vergleich zu 1991 die Entwicklung der inadäquaten Beschäftigung der Fortbildungsabsolventen. Im weitern wird untersucht, wie sich Beschäftigung bzw. Arbeitslosigkeit und Arbeitsbedingungen für Industriemeister und Techniker zwischen 1992 und 1999 entwickelt haben. Im anschließenden Aufsatz stehen die Auswirkungen von Veränderungen im Betrieb im Mittelpunkt des Interesses. Ausgangspunkt bildet eine Übersicht, in welchem Maße Erwerbstätige Veränderungen in ihrem Betrieb beobachtet haben. Besonders die Angaben zu Produkt- und Prozessinovation in der Beschäftigungsbetrieben der Befragten werden - projeziert auf die Betriebe - in ihrer Wirkung als Impulse für weitere betriebliche Veränderungen betrachtet. Der letzte Beitrag beschäftigt sich mit Erwerbsformen jenseits des Normalarbeitsverhältnisses. Dabei interessiert vor allem die Verbreitung "unsicherer" Beschäftigung bei den einzelnen beruflichen Qualifikationsgruppen (befristete Beschäftigung, Leiharbeit, geringfügige Beschäftigung sowie freie Mitarbeit). (IAB2)

    Beteiligte aus dem IAB

    Rauch, Angela ; Schreyer, Franziska;
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  • Literaturhinweis

    Unsichere Beschäftigung und berufliche Qualifikation: ein Blick auf Erwerbsarbeit jenseits des Normalarbeitsverhältnisses (2001)

    Schreyer, Franziska;

    Zitatform

    Schreyer, Franziska (2001): Unsichere Beschäftigung und berufliche Qualifikation. Ein Blick auf Erwerbsarbeit jenseits des Normalarbeitsverhältnisses. In: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Nürnberg (Hrsg.) (2001): Wandel der Erwerbsarbeit : Qualifikationsverwertung in sich verändernden Arbeitsstrukturen (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 246), S. 147-172.

    Abstract

    Der Beitrag beschäftigt sich "mit Erwerbsformen jenseits des Normalarbeitsverhältnisses. Dabei interessiert vor allem die Verbreitung 'unsicherer' Beschäftigung bei den einzelnen beruflichen Qualifikationsgruppen. Als 'unsicher' werden befristete Beschäftigung, Leiharbeit, geringfügige Beschäftigung sowie freie Mitarbeit eingegrenzt. Demnach sind in erster Linie Personen ohne formalen Berufsabschluss betroffen, die, weil gleichzeitig auch am häufigsten arbeitslos, die aktuellen und künftigen Verlierer der Arbeitsmarktentwicklung sind. 'Unsichere' Beschäftigung zeigt allerdings - im Gegensatz zu Arbeitslosigkeit - vor allem in Westdeutschland ein eher polarisierendes Muster: Die am zweithäufigsten betroffene Gruppe sind hier Absolventinnen und Absolventen einer Universitätsausbildung. Bei fast allen Qualifikationsgruppen sind es insbesondere Frauen und Jüngere, die in 'unsicheren' Erwerbsformen arbeiten." Die Studie basiert auf der 4. BIBB/IAB-Erhebung, bei der 34.314 Erwerbspersonen zu ihrer Erwerbstätigkeit und Bildungsbiographie befragt wurden. (IAB2)

    Beteiligte aus dem IAB

    Schreyer, Franziska;
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  • Literaturhinweis

    Der Arbeitskraftunternehmer und sein Beruf (2001)

    Voß, Gerd Günter;

    Zitatform

    Voß, Gerd Günter (2001): Der Arbeitskraftunternehmer und sein Beruf. In: W. Dostal & P. Kupka (Hrsg.) (2001): Globalisierung, veränderte Arbeitsorganisation und Berufswandel : IAB-Kontaktseminar vom 8.-12.11.1999 am Soziologischen Forschungsinstitut (SOFI) an der Georg-August-Universität Göttingen (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 240), S. 155-172.

    Abstract

    "Thema des Beitrag ist ein spezifischer, aber höchst folgenreicher Aspekt des aktuellen Strukturwandels gesellschaftlicher Arbeit. Es wird argumentiert, dass sich derzeit eine grundlegende Veränderung der für unsere Gesellschaft typischen Verfassung von Arbeitskraft vollzieht. Leitende Annahme ist, dass bisher eine Form von Arbeitskraft vorherrschte (man kann sie den "verberuflichten Arbeitnehmer" nennen), die nun nach und nach durch einen grundsätzlich neuen Typus ergänzt, vielleicht sogar als leitende Form abgelöst werden könnte: den "Arbeitskraftunternehmer". Der Beitrag geht in vier Schritten vor, zuerst Hinweise zur 'Entgrenzung' von Arbeit als Hintergrund der diskutierten Entwicklung, als zweites Thesen zur näheren Charakterisierung der neuen Form von Arbeitskraft, danach Überlegungen zu den Qualifikationsanforderungen an Arbeitskraftunternehmer und zum Thema 'Beruf' und schließlich ein Vorschlag zur möglichen sozialpolitischen Flankierung des neuen Typus von Arbeitskraft." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Teilzeitarbeit und befristete Beschäftigung: zur Arbeitsmarktrelevanz einer Reregulierung (2000)

    Klös, Hans-Peter; Schäfer, Holger;

    Zitatform

    Klös, Hans-Peter & Holger Schäfer (2000): Teilzeitarbeit und befristete Beschäftigung. Zur Arbeitsmarktrelevanz einer Reregulierung. In: IW-Trends, Jg. 27, H. 4, S. 74-88.

    Abstract

    "Die erleichterte Befristung von Arbeitsverträgen und die vermehrte Teilzeitarbeit haben dem deutschen Arbeitsmarkt Impulse gegeben. Denn beide atypische Beschäftigungsformen sorgten während der 90er-Jahre für zusätzliche Arbeitsplätze und haben damit den Arbeitsmarkt entlastet. Teilzeitarbeit steigerte dabei generell die Erwerbsbeteiligung. Die befristete Beschäftigung erwies sich häufig als probates Sprungbrett für eine reguläre Erwerbstätigkeit. Mit dem Gesetzentwurf über Teilzeitarbeit und befristete Beschäftigung plant nun die Bundesregierung, diese beiden Beschäftigungsformen verstärkt zu regulieren. Dem Ziel, die verfestigte Arbeitslosigkeit abzubauen, kommt die Bundesrepublik damit nicht näher. Denn empirische Studien der OECD zeigen, dass mit zunehmender Arbeitsmarktregulierung die Erwerbstätigenquote einer Volkswirtschaft sinkt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Arbeitsanforderungen im Wandel, Kompetenzen für die Zukunft: eine folgenkritische Auseinandersetzung mit aktuellen Positionen (2000)

    Plath, Hans-Eberhard;

    Zitatform

    Plath, Hans-Eberhard (2000): Arbeitsanforderungen im Wandel, Kompetenzen für die Zukunft. Eine folgenkritische Auseinandersetzung mit aktuellen Positionen. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 33, H. 4, S. 583-593.

    Abstract

    "Schlagworte wie Veränderung, Wandel und Entgrenzung der Arbeit sowie Globalisierung, Internationalisierung und Informatisierung sollen für die sich bereits abzeichnende und sich künftig noch beschleunigende Dynamik der Arbeitsmärkte kennzeichnend sein. Dabei seien Phasen mit Wechseln zwischen Erwerbsarbeit, Weiterbildung und Arbeitslosigkeit sowie Berufswechsel, Branchenumstieg usw. ebenso wie des Weiteren auch Eigenarbeit, freiwillige Arbeit und Bürgerarbeit prägend für die aktuelle und mehr noch für die zukünftige Erwerbsbiografie. Diese zumeist als 'naturwüchsig' dargestellten Entwicklungen werden aus der Sicht des Menschen nur selten hinterfragt, so dass gegenwärtig weder die zu erfüllenden Anforderungen noch die notwendigen Qualifikationen hinreichend transparent sind. Vom künftigen sogenannten Arbeitskraftunternehmer wird mit einer gewissen Selbstverständlichkeit angenommen, dass er stets Flexibilität und Mobilität aufzubringen vermag sowie über teilweise höchst fragwürdig anmutende Qualifikationen und Kompetenzen einschließlich vermarktungsfähige Persönlichkeitseigenschaften verfügt. Diese soll er zudem in Eigen- und Selbstverantwortung erwerben und aktuell verfügbar halten. Es kann wohl nicht davon ausgegangen werden, dass derartige Veränderungen folgenlos für die betroffenen Personen sind. Zumeist wird unterstellt, dass bessere Chancen in der veränderten 'Lebens- und Arbeitswelt' bestehen würden. Es sollte jedoch nicht übersehen werden, dass solche Entwicklungen immer auch mit beträchtlichen Risiken und Gefahren verbunden sein können, die aus Unwissenheit, Unsicherheit, Überforderung, Kontrollverlust, Bedrohungserleben, Angst, Stress usw. erwachsen. Die Abschätzung und die Berücksichtigung vor allem der Risikofaktoren könnten dazu beitragen, Probleme des 'Wandels der Arbeit' folgenkritischer und auch in größerem Maße interventionsorientiert anzugehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    BIBB/IAB-Erhebung: "Unsichere" Beschäftigung trifft vor allem die Niedrigqualifizierten: aber auch viele Uni-Absolventen und -Absolventinnen arbeiten jenseits des Normalarbeitsverhältnisses (2000)

    Schreyer, Franziska;

    Zitatform

    Schreyer, Franziska (2000): BIBB/IAB-Erhebung: "Unsichere" Beschäftigung trifft vor allem die Niedrigqualifizierten. Aber auch viele Uni-Absolventen und -Absolventinnen arbeiten jenseits des Normalarbeitsverhältnisses. (IAB-Kurzbericht 15/2000), Nürnberg, 6 S.

    Abstract

    Gut 10 Prozent der deutschen Befragten in West- und knapp 16 Prozent in Ostdeutschland arbeiten in "unsicheren" Erwerbsformen: in befristeter Beschäftigung und Leiharbeit, in geringfügiger Beschäftigung und Freier Mitarbeit. Dies ergab die BIBB/IAB-Erhebung vom Winter 1998/99, die bei rund 34.000 Erwerbstätigen durchgeführt wurde. Mit Abstand am häufigsten betroffen sind Personen ohne Ausbildungsabschluss - in West wie in Ost. Hochschulabsolventen sind - vor allem im Westen - die am zweithäufigsten betroffene Gruppe. "Unsichere" Beschäftigung ist bei fast allen Qualifikationsstufen vor allem ein Problem der Frauen und der Jüngeren. Im Osten arbeiten jedoch auch viel Ältere unsicher. Dies könnte eine Folge der Entwertung von Qualifikationen nach der Wiedervereinigung sein. (IAB2)

    Beteiligte aus dem IAB

    Schreyer, Franziska;
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  • Literaturhinweis

    Zuwanderung, temporäre Arbeitsmigranten und Ausländerbeschäftigung in Deutschland (1999)

    Schulz, Erika;

    Zitatform

    Schulz, Erika (1999): Zuwanderung, temporäre Arbeitsmigranten und Ausländerbeschäftigung in Deutschland. In: Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung, Jg. 68, H. 3, S. 386-423.

    Abstract

    "In dem Beitrag werden die von den Wanderungsströmen der neunziger Jahre und von den temporären Arbeitsmigranten (bestehend aus Saisonarbeitskräften und Werkvertragsarbeitnehmern) ausgehenden Wirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt untersucht. Durch diese neue Migration hat sich der Druck auf den Arbeitsmarkt erhöht. Obwohl der Zusammenhang zwischen Zuwanderungen und Ausländerbeschäftigung nicht mehr so stringent war wie bis zum Anwerbestopp in den siebziger Jahren, ist im Betrachtungszeitraum 1992 bis 1997 die Erwerbstätigkeit der ausländischen Arbeitnehmer gestiegen. Insbesondere die temporären Arbeitsmigranten treten im Niedriglohnbereich in Konkurrenz zu Arbeitskräften in Deutschland. Hiervon sind allerdings vornehmlich die hier lebenden ausländischen Arbeitskräfte betroffen. Der so entstehende Konkurrenzdruck hat teilweise zu prekären Arbeitsbedingungen geführt und dürfte dämpfend auf die Lohnsteigerung gewirkt haben. Gleichzeitig haben jedoch die temporären Arbeitsmigranten zu einem flexibleren Arbeitskräfteeinsatz beigetragen. Ging von der Beschäftigung der ehemaligen Gastarbeiter eine strukturkonservierende Wirkung aus, trifft dies auf die neuen Zuwanderer, die verstärkt im Dienstleistungssektor eine Erwerbstätigkeit aufnehmen, nicht zu." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Die Entgrenzung von Arbeit und Arbeitskraft: eine subjektorientierte Interpretation des Wandels der Arbeit (1998)

    Voß, Günter G.;

    Zitatform

    Voß, Günter G. (1998): Die Entgrenzung von Arbeit und Arbeitskraft. Eine subjektorientierte Interpretation des Wandels der Arbeit. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 31, H. 3, S. 473-487.

    Abstract

    "Leitgedanke dieses Beitrages ist, daß der gegenwärtige 'Wandel der Organisationsbedingungen von Arbeit' zu einer Entgrenzung der Arbeitsverhältnisse führt, die auch das Verhältnis von 'Arbeit' und 'Leben' tangiert. Betroffene Arbeitskräfte werden zunehmend zu einer selbstverantwortlichen Strukturierung des Arbeitens und damit der gesamten Alltagsorganisation gezwungen. Konsequenz könnte langfristig eine Entgrenzung auch der gesellschaftlichen Verfassung von Arbeitskraft in Richtung auf einen individualisierten 'Arbeitskraftunternehmer' sein, mit nachhaltigen Auswirkungen auf die Qualifikation und Qualifizierung Erwerbstätiger. Hintergrund der Überlegungen sind Befunde und Thesen eines soziologischen Forschungsprojekts zum Wandel alltäglicher Lebensführung Berufstätiger." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Arbeitnehmerüberlassung: Trends und Einsatzlogik (1997)

    Rudolph, Helmut; Schröder, Esther;

    Zitatform

    Rudolph, Helmut & Esther Schröder (1997): Arbeitnehmerüberlassung: Trends und Einsatzlogik. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 30, H. 1, S. 102-126.

    Abstract

    "Der Aufsatz analysiert die Expansion von Leiharbeit bis 1995 in der Bundesrepublik. In einem empirischen Teil werden Strukturinformationen zu den drei beteiligten Akteuren, den Leiharbeitnehmern, den Verleihfirmen und den Entleihbetrieben ausgewertet. Die empirischen Ergebnisse beruhen auf der Arbeitnehmerüberlassungsstatistik sowie auf Bestands- und Verlaufsdaten der Beschäftigtenstatistik und einer IAB-Betriebsbefragung. Im analytischen Teil wird die Einsatzlogik aus der Sicht der drei Akteure untersucht. Daraus ergeben sich Folgerungen in bezug auf die gesetzlichen Regelungen von Leiharbeit und für die Position von Leiharbeit im Vergleich zu anderen Formen der Flexibilität des Arbeitsvolumens.
    Wesentliche Ergebnisse sind:
    - Leiharbeitnehmer sind überwiegend jüngere Männer mit unterdurchschnittlichen Verdiensten, die im gewerblichen Bereich eingesetzt werden.
    - Die Expansion von Leiharbeit wird getragen durch den vermehrten Verleih von geringqualifizierten Personen.
    - Die Verleihbetriebe nutzen Lohndifferentiale durch den Verleih in Mittel- und Großbetriebe mit hohen Durchschnittslöhnen und Beschäftigung von Arbeitskräften, die aus Nichterwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit oder aus Niedriglohnbereichen rekrutiert werden.
    - Leiharbeit rangiert als Flexibilisierungsinstrument bei den Betrieben hinter Überstunden und eigenen Einstellungen. Die Nutzung von Leiharbeit verläuft komplementär zu Überstunden und Aushilfsbeschäftigung.
    - Leiharbeit führt in der Regel nicht zu überbetrieblich stabilen Beschäftigungsverhältnissen. Die Verlängerung der gesetzlich zulässigen Höchstdauer der Überlassung hat daran fast nichts geändert.
    - Für einen Teil der Leiharbeiter bietet Leiharbeit eine Brückenfunktion in besser bezahlte Beschäftigung in 'normalen' Arbeitsverhältnissen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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