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Dossier

FDZ-Literatur / FDZ Literature

Die FDZ-Literaturdatenbank umfasst neben Datensatzbeschreibungen und Methodenberichten die zahlreichen Forschungsarbeiten, die auf Basis der am FDZ angebotenen Daten entstanden sind. Hier finden Sie aktuell laufende Projekte von FDZ-Nutzenden.
Darüber hinaus stehen die Literaturdatenbank zum IAB-Betriebspanel sowie die Literaturdatenbank zum PASS zur Verfügung.

Apart from dataset descriptions and methodology reports, the FDZ literature database contains numerous research papers written on the basis of the data provided by the FDZ. Here you can find currently ungoing research projects of FDZ users.
In addition, literature databases on the IAB Establishment Panel and the Panel Study Labour Market and Social Security (PASS) are available for research.

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im Aspekt "IAB-Beschäftigtenstichprobe / IAB Employment Sample"
  • Literaturhinweis

    Die Wanderung Höherqualifizierter als Trend der europäischen Binnenmigration: eine empirische Untersuchung am Beispiel der deutschen IAB-Beschäftigtenstichprobe (1996)

    Wolter, Achim; Wolburg, Martin;

    Zitatform

    Wolter, Achim & Martin Wolburg (1996): Die Wanderung Höherqualifizierter als Trend der europäischen Binnenmigration. Eine empirische Untersuchung am Beispiel der deutschen IAB-Beschäftigtenstichprobe. (Institut für Integrationsforschung Hamburg. Diskussionspapier 02/96), Hamburg, 47 S.

    Abstract

    "In der migrationswissenschaftlichen Literatur ist die Aussage verbreitet, daß das durchschnittliche Qualifikationsniveau der Migranten in Europa seit Anfang der 80er Jahre deutlich angestiegen ist. Das vorliegende Diskussionspapier untersucht den empirischen Gehalt dieser Aussage am Beispiel der Bundesrepublik Deutschland. Auf der Basis der seit Anfang 1996 neu zur Verfügung stehenden IAB-Beschäftigtenstichprobe werden zunächst für 1975 bis 1990 die Entwicklung des Anteils Höherqualifizierter an allen in Deutschland sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländern sowie die spezifischen sozioökonomischen Charakteristika der höherqualifizierten Ausländer in Deutschland herausgearbeitet. Anschließend wird die gleiche Betrachtung für die Teilgruppe der neu in den deutschen Arbeitsmarkt eintretenden Migranten wiederholt. Dabei zeigt sich, daß der Anteil Höherqualifizierter in beiden Grundgesamtheiten über den Betrachtungszeitraum klar angestiegen ist. Im Vergleich lag der Anteil Höherqualifizierter unter den Migranten jedoch permanent höher als unter allen Ausländern. Demgegenüber unterscheiden sich die sozioökonomischen Charakteristika der höherqualifizierten Migranten in Deutschland nicht wesentlich von denen aller höherqualifizierten Ausländer." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Determinanten des Qualifikationsanstiegs unter den Ausländern in der IAB-Beschäftigtenstichprobe (1996)

    Wolter, Achim;

    Zitatform

    Wolter, Achim (1996): Determinanten des Qualifikationsanstiegs unter den Ausländern in der IAB-Beschäftigtenstichprobe. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 29, H. 4, S. 616-629.

    Abstract

    "In der theoretischen Migrationsliteratur ist die Hypothese verbreitet, daß in den letzten zehn Jahren entgegen eines allgemein rückläufigen Migrationstrends die Wanderungsbewegungen höherqualifizierter Arbeitnehmer zwischen den Industriestaaten angestiegen sind. Die diesbezüglich bisher angestellten empirischen Studien gründen allerdings lediglich auf Bestands- und nicht auf Migrationsdatenquellen. Ein von letzteren festgestellter Qualifikationsanstieg unter der ausländischen Bevölkerung eines Landes muß daher nicht unbedingt mit einer verstärkten Zuwanderung höherqualifizierter Ausländer koinzidieren. Vielmehr kann er auch die Folge des vermehrten Berufseinstiegs von Ausländern der zweiten Generation, von Arbeitsmarktaustritten niederqualifizierter Ausländer oder von Aufwärtsmobilität der beschäftigten Ausländer sein. In dem Artikel wird deshalb eine Untersuchung vorgestellt, die die Beziehung zwischen der Qualifikationsentwicklung unter der ausländischen Arbeitsbevölkerung und der Entwicklung der Zuwanderung Höherqualifizierter für Deutschland im Zeitraum 1975 bis 1990 anhand der IAB-Beschäftigtenstichprobe analysiert. Dabei wird zunächst aufgezeigt, wie sich der Anteil höherqualifizierter unter allen Ausländern im Betrachtungszeitraum entwickelt hat. Anschließend wird dargestellt, in welchem Ausmaß die einzelnen Faktoren zu dieser Entwicklung beigetragen haben. Als Ergebnis der Untersuchung zeigt sich, daß der zu konstatierende Qualifikationsanstieg unter der ausländischen Arbeitsbevölkerung in Deutschland tatsächlich primär eine direkte oder indirekte Folge der vermehrten Zuwanderung höherqualifizierter Ausländer gewesen ist. Dagegen läßt sich unter den neu in den deutschen Arbeitsmarkt eintretenden Ausländern der zweiten Generation im Betrachtungszeitraum kein Qualifikationsanstieg feststellen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Die IAB-Beschäftigtenstichprobe: eine neue Datei für die Arbeitsmarktforschung (1995)

    Bender, Stefan; Schimpl-Neimanns, Bernhard; Hilzendegen, Jürgen;

    Zitatform

    Bender, Stefan, Jürgen Hilzendegen & Bernhard Schimpl-Neimanns (1995): Die IAB-Beschäftigtenstichprobe: eine neue Datei für die Arbeitsmarktforschung. In: ZUMA-Nachrichten H. 36, S. 122-129.

    Abstract

    Angesichts der Bedeutung, die die Beschäftigtenstatistik als Datenquelle für die Arbeitsmarktforschung hat, haben das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesanstalt für Arbeit (IAB); das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und ZUMA 1994 ein gemeinsames Projekt begonnen mit dem Ziel, diese Daten nach dem Konzept der faktischen Anonymität, und soweit datenschutzrechtlich möglich, allen interessierten Forschern über das Zentralarchiv in Köln zugänglich zu machen. Hierbei orientierte man sich bei den Anonymisierungsmaßnahmen eng an den Ergebnissen des Anonymisierungsprojekts zur Umsetzung der faktischen Anonyfmität beim Mikrozensus und der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe, das gemeinsam vom Statistischen Bundesamt, der Universität Mannheim und ZUMA durchgeführt wurde. In dieser Forschungsnotiz werden die verschiedenen Maßnahmen zur Umsetzung des Konzepts der faktischen Anonymität und die daraus resultierenden Einschränkungen bei der Analyse der Daten kurz skizziert. (IAB2)

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  • Literaturhinweis

    Die IAB-Beschäftigtenstrichprobe als scientific use file (1995)

    Bender, Stefan; Hilzendegen, Jürgen;

    Zitatform

    Bender, Stefan & Jürgen Hilzendegen (1995): Die IAB-Beschäftigtenstrichprobe als scientific use file. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 28, H. 1, S. 76-95.

    Abstract

    "Die seit 1973 aufgebaute Beschäftigtenstatistik ist neben der Volks- und Berufszählung, dem Mikrozensus und der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) eine der für die Sozialforschung wichtigsten Datenquellen der deutschen Sozialstatistik. Angesichts der Bedeutung, die die Beschäftigtenstatistik als Datenquelle für die Arbeitsmarktforschung hat, haben das Wissenschaftszentrum für Sozialforschung in Berlin (WZB), das Zentrum für Umfragen, Methoden und Analysen in Mannheim (ZUMA) und das IAB ein gemeinsames Projekt durchgeführt, mit dem Ziel, diese Daten nach dem Konzept der faktischen Anonymität und soweit datenschutzrechtlich möglich, allen interessierten Forschern über das Zentralarchiv in Köln (ZA) zugänglich zu machen (scientific use file). Die Basis für die Erstellung der anonymisierten Daten bildet eine 1-Prozent-Stichprobe aus der Historikdatei (IAB-Beschäftigtenstichprobe), die für den Zeitraum 1975-1990 tagesgenaue Verlaufsinformationen von etwa 430.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten enthält. Die IAB-Beschäftigtenstichprobe wird um zusätzliche Merkmale für Betriebe sowie über den Bezug von Lohnersatzleistungen (z.B. Arbeitslosengeld) ergänzt. Bei den Anonymisierungsmaßnahmen orientierte man sich eng an den Ergebnissen des Anonymisierungsprojektes zur Umsetzung der faktischen Anonymität beim Mikrozensus und der EVS. Die statitischen Ämter haben im Anschluß an dieses Projekt Regeln für die Weitergabe dieser Mikrodaten an die Wissenschaft beschlossen, die dem im Bundesstatistikgesetz von 1987 definierten Konzept der faktischen Anonymität entsprechen. Faktische Anonymität bedeutet, daß die Einzelangaben nur mit einem unverhältnismäßig großen Aufwand an Zeit, Kosten und Arbeitskraft den Befragten einer Erhebung zugeordnet werden können. Dieses Konzept garantiert weiterhin einen ausreichenden Schutz der Befragten, ohne daß das Analysepotential der Daten durch zu starke Anonymisierungsmaßnahmen eingeschränkt werden muß. Damit besteht für die empirische Sozialforschung die Möglichkeit, sehr informations- und umfangreiche Daten der amtlichen Statistik für Sekundäranalysen zu verwenden. Die für den Mikrozensus und die EVS geltenden Anonymisierungsmaßnahmen konnten für die Querschnittsangaben der Personen weitestgehend übernommen werden. Da die IAB-Beschäftigtenstichprobe aber auch Informationen über Betriebe als weitere schützenswerte Einheit sowie Verlaufsangaben über Beschäftigte und Betriebe enthält, waren hier neue Wege zu beschreiten." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Die Lohnkurve von 1989: eine Mehrebenenanalyse zum Zusammenhang von regionalen Durchschnittslöhnen und der regionalen Arbeitslosenquote (1995)

    Blien, Uwe ;

    Zitatform

    Blien, Uwe (1995): Die Lohnkurve von 1989. Eine Mehrebenenanalyse zum Zusammenhang von regionalen Durchschnittslöhnen und der regionalen Arbeitslosenquote. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 28, H. 2, S. 155-170.

    Abstract

    "Im Rahmen des IAB-Projektschwerpunkts 'Regionale Lohnstrukturen' wird der Zusammenhang zwischen Lohn und Arbeitslosigkeit untersucht. Dazu wird der Ansatz von Blanchflower und Oswald zur sogenannten 'Lohnkurve' getestet. Die Lohnkurve ist eine nichtlineare inverse Beziehung zwischen der regionalen Arbeitslosenquote und dem regionalen Lohnniveau: Hohe Arbeitslosigkeit verbindet sich mit niedrigen Löhnen. Die theoretische Fundierung des Zusammenhangs erfolgt über Verhandlungs- und Effizienzlohnmodelle. Der Test der Lohnkurve basiert auf Daten der IAB-Beschäftigtenstichprobe und auf Arbeitslosenquoten für Kreise und Länder der Bundesrepublik Deutschland (West) jeweils für 1989. Die verwendeten neuentwickelten Verfahren der Mehrebenenanalyse sind zur empirischen Mikrofundierung makro- und regionalökonomischer Zusammenhänge besonders gut geeignet. Derartige Methoden basieren auf Modellen mit zufälligen Koeffizienten. Die Ergebnisse bestätigen die Existenz einer Lohnkurve, die allerdings in der Bundesrepublik flacher als in anderen Ländern verläuft. Die Elastizität der Entlohnung im Hinblick auf die Arbeitslosigkeit beträgt ca. -0.046 auf der Ebene von Ländern (oder -0,049 auf der Ebene von Kreisen). Der mit der Arbeitslosigkeit verbundene Erwartungswert für den Unterschied der Löhne zwischen Bremen und Baden-Württemberg beträgt demnach rund 5%. Der gefundene Zusammenhang ist zunächst rein statistisch, d.h. korrelativ zu interpretieren. Wie sich die regionalen Lohnniveaus bei sich ändernden regionalen Arbeitslosenquoten entwickeln, ist weiteren Untersuchungen vorbehalten, die derzeit vorbereitet werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Geschlechtsspezifische Lohnunterschiede bei der Wiederbeschäftigung (1995)

    Mavromaras, Kostas ; Rudolph, Helmut;

    Zitatform

    Mavromaras, Kostas & Helmut Rudolph (1995): Geschlechtsspezifische Lohnunterschiede bei der Wiederbeschäftigung. In: V. Steiner & L. Bellmann (Hrsg.) (1995): Mikroökonomik des Arbeitsmarktes (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 192), S. 139-169.

    Abstract

    In dem Beitrag "werden auf der Basis der IAB-Beschäftigtenstichprobe Lohndifferentiale von vollzeitbeschäftigten Männern und Frauen bei ihrer Wiedereinstellung analysiert. Diese werden nach dem Verfahren von Oaxaca-Blinder in einen durch die personen- und arbeitsplatzbezogenen Merkmale erklärten Teil und einen unerklärten Teil, der mit Diskriminierung gleichgesetzt wird, aufgespalten; außerdem wird die Veränderung dieser Komponenten zwischen 1977 und 1987 ermittelt. Für die betrachteten Kohorten wird eine geschlechtsspezifische Lohndifferenz von über 30 Prozent gemessen, die nach den Autoren nur zu einem geringen Teil auf Unterschiede der geschlechtsspezifischen Qualifikation zurückzuführen ist. Die Verringerung der geschlechtsspezifischen Lohndifferenz zwischen 1982 und 1987 beruht nach diesen Schätzungen etwa zur Hälfte auf einer Abnahme der Lohndiskriminierung." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Recalls - Wiederbeschäftigung im alten Betrieb (1995)

    Mavromaras, Kostas G.; Rudolph, Helmut;

    Zitatform

    Mavromaras, Kostas G. & Helmut Rudolph (1995): Recalls - Wiederbeschäftigung im alten Betrieb. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 28, H. 2, S. 171-194.

    Abstract

    "In dem Beitrag werden erstmalig Umfang und Verteilung von Recalls in der Bundesrepublik Deutschland untersucht und in Bezug zu den gesamten Einstellungsvorgängen in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung gesetzt. Die empirischen Ergebnisse beruhen auf Auswertungen der IAB-Beschäftigungsprobe für die Jahre 1975-1990.
    - Von 7,5 Mio. Arbeitsaufnahmen gegen Entgelt waren 1989 6,87 Mio. begonnene Beschäftigungsverhältnisse und 630.000 Fortsetzungen der Beschäftigung nach versicherungsrechtlichen Unterbrechungen, bei denen der Anspruch auf den Arbeitsplatz erhalten blieb;
    - 1,2 Mio. Einstellungen entfielen auf die erstmalige sozialversicherungspflichtige Beschäftigung von Arbeitnehmern;
    - 5,67 Mio. Einstellungen wurden nach vorausgehender Arbeitslosigkeit oder Nicht-Erwerbstätigkeit vorgenommen. Darunter waren 821.000 Recalls in den zuletzt beschäftigenden Betrieb und 4,85 Mio. Betriebswechsel mit z.T. längerfristiger Nichtbeschäftigung.
    Recalls machten also etwa 12% aller begonnenen Beschäftigungsverhältnisse aus. Sie fanden sich überwiegend in saisonabhängigen Wirtschaftszweigen und Außenberufen. Bei den Männern betrafen fast die Hälfte der Fälle Facharbeiter und Meister, bei den Frauen über 40% Teilzeitbeschäftigung. Mit Hilfe von rechtlichen und ökonomischen Kriterien wird eine Typologie der Recalls erstellt, nach der bei den Männern 30% saisonaler Beschäftigung, 30% Aushilfstätigkeiten, 20% konjunkturell bedingten Recalls und 18% Rückrufen nach längerer Nichterwerbstätigkeit ohne Leistungsbezug zugeordnet werden. Bei den Frauen verteilen sich die Rückrufe zu 60% auf Aushilfen, 10% Saisonbeschäftigung und je 15% auf Rückrufe aus konjunkturellen Gründen bzw. nach Nichterwerbstätigkeit. Bei den Männern wurden 2-3% der Recalls nach geförderten Fortbildungsmaßnahmen vorgenommen (Frauen weniger als 1%). Für Männer nimmt die Häufigkeit von Recalls in bezug auf die Einstellungen mit der Betriebsgröße ab, während Frauen in mittleren Betrieben die größte Rückrufchance haben. Die Verbreitung von Recalls nach Wirtschaftzweigen, Berufen und weiteren Merkmalen wird im Tabellenanhang dargestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Berufliche Mobilität zur Anpassung struktureller Diskrepanzen am Arbeitsmarkt (1994)

    Velling, Johannes; Bender, Stefan;

    Zitatform

    Velling, Johannes & Stefan Bender (1994): Berufliche Mobilität zur Anpassung struktureller Diskrepanzen am Arbeitsmarkt. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 27, H. 3, S. 212-231.

    Abstract

    Auf der Basis eines theoretischen Modells zur Bestimmung der wichtigsten Determinanten wurde die berufliche Mobilität am westdeutschen Arbeitsmarkt empirisch untersucht. Die Analyse wurde mit Daten der IAB-Beschäftigtenstichprobe, die aus der Historikdatei der Bundesanstalt für Arbeit gezogen wurde, mit Hilfe eines eigenen Konzepts der beruflichen Mobilität für das Jahr 1989, in dem rund 13% der beschäftigten Arbeitnehmer den Beruf (auf 2-Stellen-Ebene der Berufsklassifikation) gewechselt haben, durchgeführt. Verschiedene Determinanten der beruflichen Mobilität wurden im Rahmen eines multivariaten Proportional Hazard Cox Modells ermittelt. Demnach wechseln ältere Arbeitnehmer mit gehobener Stellung im Beruf, die in einer großen Firma angestellt sind, weniger häufig den Beruf. Arbeitnehmer mit längerer Erwerbsunterbrechung sowie höherem Arbeitslosigkeitsrisiko sind dagegen beruflich mobiler. Die höhere Wechselwahrscheinlichkeit von Arbeitnehmern mit Universitätsabschluß oder zumindest Abitur ist zu einem großen Teil auf die Aufstiegsmobilität dieser Personengruppe zurückzuführen. Die geringe Wechselneigung von Frauen, die bei außerbetrieblichen Berufswechseln besteht, steht vermutlich in Zusammenhang mit Unterschieden zwischen typischen Männer- und Frauenberufen. Eine Unterteilung in außer- und innerbetriebliche Wechsler ergab darüber hinaus Unterschiede beim Einfluß des bisherigen Lohns und der Firmengröße. Arbeitnehmer mit höherem Lohn wechseln häufiger innerbetrieblich, dagegen weniger häufig den Betrieb selbst. Innerhalb einer größeren Firma scheint ein innerbetrieblicher Berufswechsel einfacher zu sein, Betriebswechsel finden dagegen weniger häufig statt. Die relative Häufigkeit vergangener Wechsel besitzt einen äußerst hohen Erklärungsgehalt für die gegenwärtige Wechselwahrscheinlichkeit. Die Berücksichtigung dieser Vielwechslereigenschaft führt sogar dazu, daß der negative Einfluß der Berufszugehörigkeitsdauer auf die Wechselwahrscheinlichkeit bis zur Insignifikanz abgeschwächt wird. Der Lohnunterschied zwischen neuem und bisherigem Beruf, der insbesondere für freiwillige Berufswechsler von hoher Bedeutung ist, ist für Männer und junge Arbeitnehmer am größten. Bei längerer Berufszugehörigkeitsdauer sowie längerer Erwerbsunterbrechung fiel er dagegen geringer aus, auch Vielwechsler konnten eine geringere Lohndifferenz realisieren. Der höchste Lohnanstieg konnte durch den Erwerb einer Zusatzqualifikation in Form eines Hochschulabschlusses oder des Meistertitels sowie durch den Wechsel zu einer größeren Firma realisiert werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Berufliche Mobilität zur Anpassung struktureller Diskrepanzen am Arbeitsmarkt (1994)

    Velling, Johannes; Bender, Stefan;

    Zitatform

    Velling, Johannes & Stefan Bender (1994): Berufliche Mobilität zur Anpassung struktureller Diskrepanzen am Arbeitsmarkt. (ZEW discussion paper 1994-19), Mannheim, 35 S., Anhang.

    Abstract

    Auf der Basis eines theoretischen Modells zur Bestimmung der wichtigsten Determinanten wurde die berufliche Mobilität am westdeutschen Arbeitsmarkt empirisch untersucht. Die Analyse wurde mit Daten der IAB-Stichprobe der Historikdatei auf der Basis eines eigens konzipierten Konzepts der beruflichen Mobilität für das Jahr 1989, in dem rund 13% der beschäftigten Arbeitnehmer den Beruf (auf 2-Stellen-Ebene) gewechselt haben, durchgeführt. Verschiedene Determinanten der beruflichen Mobilität wurden im Rahmen eines multi-variaten Proportional-Hazard Cox-Modells ermittelt. Demnach nimmt die Wahrscheinlichkeit eines beruflichen Wechsels mit dem Alter, einen besseren beruflichen Status und der Größe des Unternehmens ab. Eine längere Zeit der Erwerbslosigkeit sowie ein höheres Arbeitslosigkeitsrisiko machen einen Wechsel wahrscheinlicher. Der Lohnunterschied zwischen neuem und bisherigem Beruf, der insbesondere für freiwillige Berufswechsel von hoher Bedeutung ist, ist für Männer und junge Arbeitnehmer am größten. Bei außerbetrieblichen Wechseln hat sich darüberhinaus der Wechsel zu einer größeren Firma bezahlt gemacht, während bei betrieblichen Wechslern der Lohnanstieg mit zunehmender Größe der Firma höher ausfiel. (IAB2)

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