Geringqualifizierte am Arbeitsmarkt
Chancen und Risiken am Arbeitsmarkt werden auch durch die berufliche Qualifikation bestimmt. Geringqualifizierte sind häufiger arbeitslos als gut Ausgebildete und finden oft nur schlecht bezahlte und unsichere Arbeit.
Diese Infoplattform bietet einen Überblick über relevante Literatur und Forschungsprojekte zur Arbeitsmarktsituation von Niedrigqualifizierten und zu den Möglichkeiten, ihre berufliche Integration zu verbessern.
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Literaturhinweis
Strategien gegen Arbeitslosigkeit und Armut: Beschäftigungschancen für Geringqualifizierte: Tagungsdokumentation. Expertenworkshop der Konrad-Adenauer-Stiftung, 7.-10. Oktober 2004 (2006)
Zitatform
(2006): Strategien gegen Arbeitslosigkeit und Armut: Beschäftigungschancen für Geringqualifizierte. Tagungsdokumentation. Expertenworkshop der Konrad-Adenauer-Stiftung, 7.-10. Oktober 2004. (Konrad-Adenauer-Stiftung. Arbeitspapier 153), Sankt Augustin, 19 S.
Abstract
In keinem anderen Industriestaat ist die qualifikationsspezifische Arbeitslosenquote unter den Geringqualifizierten mit über 20 Prozent im Jahr 2004 so hoch wie in der Bundesrepublik Deutschland. Die Zusammenhänge, Ursachen und Wirkungen dieses Kernproblems des deutschen Arbeitsmarktes werden aus Sicht der Wissenschaft und Praxis dargelegt. Ferner werden Anstöße gegeben, durch welche Veränderungen in der Arbeitsmarkt- und Sozialordnung die berufliche Integration von Geringqualifizierten verbessert werden kann. Sie beziehen sich auf die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen, auf die Reformumsetzung durch die Jobcenter und kommunalen Sozialämter und auf die Akzeptanz in der öffentlichen Diskussion. (IAB)
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Literaturhinweis
Making bad jobs better jobs: trade unions and the low paid sector in Germany and the UK. Conference Report. Fifth British-German Trades Union Forum 10 and 11 July 2006 (2006)
Abstract
"Transforming bad jobs into better jobs is a huge challenge - and a huge opportunity - for trade unions in Germany and the UK. It represents an opportunity to find ways of advancing the specific interests of particular groups among their members. These include the low-paid, those doing less interesting jobs with poorer career prospects, women, and migrant workers: all groups that many unions have marginalised (if not ignored) in the past. In July 2006 some 30 British and German trade unionists - from leaders and senior policymakers to workplace organisers - academics and commentators met at the Trades Union Forum in London to discuss these issues." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Mehr Beschäftigungschancen für gering Qualifizierte und Langzeitarbeitslose: zur Diskussion über die Wege zur Belebung des Niedriglohnsektors und der Weiterentwicklung des Kombi-Einkommens (2006)
Abstract
"Der internationale Vergleich zur Langzeitarbeitslosigkeit offenbart ein Kernproblem des deutschen Arbeitsmarktes: die hohe und strukturell verfestigte Arbeitslosigkeit von geringer Qualifizierten. Für die meisten Langzeitarbeitslosen und gering Qualifizierten dürfte der (Wieder-)Einstieg in den Arbeitsmarkt nur über eine einfache Tätigkeit gelingen. Die möglichen Beschäftigungspotenziale können nur dann zu tatsächlich angebotener Arbeit werden, wenn die Lohn- und Lohnzusatzkosten der Produktivität der Arbeitsplätze entsprechen und sich so wirtschaftlich rentieren. Für sehr einfache Tätigkeiten können deshalb auch nur sehr geringe Löhne gezahlt werden. Erwerbsfähige Hilfebedürftige müssen auch einfache Arbeiten annehmen, wenn sie nur so ihre Arbeitslosigkeit überwinden können. Gerade Arbeitnehmer mit kleinen Einkommen, die mit ihren Steuern zur Finanzierung der Fürsorgeleistung Arbeitslosengeld II beitragen, haben ein Recht darauf, dass jeder selbst den ihm möglichen Beitrag zu seinem eigenen Lebensunterhalt leistet. Umgekehrt haben aber auch alle diejenigen, die durch eigene Erwerbsarbeit ihren und den Lebensunterhalt ihrer Familie nicht vollständig verdienen können, einen Anspruch darauf, von der Solidargemeinschaft ergänzend unterstützt zu werden. Mit Hartz IV ist ein ausgewogenes System des Förderns und Forderns eingeführt worden, das konsequent umgesetzt werden muss. Das mit Hartz IV geschaffene Kombi-Einkommen stellt jeden, der Arbeit aufnimmt besser als den, der nicht arbeitet. Jedes fortentwickelte oder alternative Modell für ein Kombi- Einkommen muss an das Kriterium der individuellen Hilfebedürftigkeit geknüpft bleiben. Staatliche Zuschüsse jenseits der Bedürftigkeit wären sinnlos und nicht zu vertreten. Auf keinen Fall darf es deshalb eine flächendeckende Subventionierung von Löhnen geben. Subventionen an Arbeitgeber sind strikt abzulehnen. Gesetzliche Mindestlöhne sind überflüssig, da schon das Arbeitslosengeld II Existenz sichernde Einkommen für jedermann darstellt. Umgerechnet auf eine Vollzeitstelle von 38 Stunden pro Woche gewährt es rechnerisch Mindeststundenlöhne für Alleinstehende von über fünf Euro und für Verheiratete mit zwei Kindern von mehr als 9,50 Euro. Von der individuellen Bedürftigkeit losgelöste und unabhängig von der Wertschöpfung einfacher Tätigkeiten politisch definierte Mindestlöhne dagegen würden einfache Arbeitsplätze nicht entstehen lassen bzw. vernichten, ins Ausland oder in Schwarzarbeit verdrängen. Das wäre auch sozialpolitisch nicht akzeptabel. Denn damit würden Einstiegschancen in den Arbeitsmarkt genommen, Teilhabe verwehrt und Möglichkeiten zu einem Kombi-Einkommen verschlossen. Der Mindestlohn würde gerade das verhindern, was zu fördern er vorgibt: einfache Arbeitsplätze für wenig Qualifizierte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zur Arbeitsmarktsituation der Geringqualifizierten in Deutschland (2005)
Albers, Maike;Zitatform
Albers, Maike (2005): Zur Arbeitsmarktsituation der Geringqualifizierten in Deutschland. In: G. Huber, H. Krämer & H. D. Kurz (Hrsg.) (2005): Einkommensverteilung, technischer Fortschritt und struktureller Wandel : Festschrift für Peter Kalmbach, S. 391-402.
Abstract
Die Arbeitslosenquote der gering qualifizierten Personen ist in Westdeutschland sechsmal und in Ostdeutschland sogar neunmal so hoch wie die der hoch qualifizierten. Die derzeitige und prognostizierte Arbeitsmarktsituation der Geringqualifizierten wird umrissen. Grundlage sind die Entwicklung der qualifikationsspezifischen Arbeitslosenquote 1975-2002 und die Prognose der Erwerbstätigenstruktur bis 2010. Es wird gezeigt, wie seit Beginn der 90er Jahre das erhöhte Arbeitslosigkeitsrisiko von gering Qualifizierten noch weiter gestiegen ist. Die Bedingungsfaktoren hierfür werden auf der Angebots- und der Nachfrageseite herausgearbeitet. Da die Nachfrage nach gering qualifizierten Arbeitskräften weiter sinken wird, werden Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen im Sinne eines lebenslangen praxisbezogenen Lernens gefordert. (IAB)
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Literaturhinweis
The knowledge lift: The Swedish adult education program that aimed to eliminate low worker skill levels (2005)
Zitatform
Albrecht, James, Gerard J. van den Berg & Susan Vroman (2005): The knowledge lift: The Swedish adult education program that aimed to eliminate low worker skill levels. (IZA discussion paper 1503), Bonn, 46 S.
Abstract
"The Swedish adult education program known as the Knowledge Lift is unprecedented in its size and scope, aiming to raise the skill level of all low-skilled workers towards the medium level. This paper evaluates the effects of program participation on individual labor market outcomes, notably employment and annual income, as well as on the labor market equilibrium. For the effects at the individual level, we apply fixed effect methods allowing for treatment effect heterogeneity. The data are based on a number of matched longitudinal administrative data sets covering the full population of Sweden. For the equilibrium effects, we analyze an equilibrium search model with heterogeneous worker skills. This model is calibrated using pre-program observations." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Low-wage employment in America: results from a set of recent industry case studies (2005)
Zitatform
Appelbaum, Eileen, Annette Bernhardt, Richard J. Murnane & Jeremy A. Weinberg (2005): Low-wage employment in America. Results from a set of recent industry case studies. In: Socio-economic review, Jg. 3, H. 2, S. 293-310. DOI:10.1093/SER/mwi012
Abstract
"Data from national surveys show the dramatic changes that have taken place in the US wage structure over the past three decades. However, these data provide only very limited information about the complex reasons why those changes have occurred and why there is significant variation in the wages of workers with similar education levels employed in similar industries. Industry case studies, on the other hand, document how firms' responses to economic pressures have affected working conditions, work rules, productivity pressures, skill requirements, and opportunities for training and advancement for workers with less than a 4-year college education. This paper reviews a series of recent case studies on low-wage employment in America funded by the Russell Sage and Rockefeller Foundations, and examines how pressures to cut costs have affected firms' treatment of frontline workers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Do temporary help jobs improve labor market outcomes for low-skilled workers?: evidence from random assignments (2005)
Zitatform
Autor, David & Susan N. Houseman (2005): Do temporary help jobs improve labor market outcomes for low-skilled workers? Evidence from random assignments. (Upjohn Institute staff working paper 05-124), Kalamazoo, 53 S.
Abstract
"A disproportionate share of low-skilled U.S. workers is employed by temporary help firms. These firms offer rapid entry into paid employment, but temporary help jobs are typically brief and it is unknown whether they foster longer-term employment. We draw upon an unusual, large-scale policy experiment in the state of Michigan to evaluate whether holding temporary help jobs facilitates labor market advancement for low-skilled workers. To identify these effects, we exploit the random assignment of welfare-to-work clients across numerous welfare service providers in a major metropolitan area. These providers feature substantially different placement rates at temporary help jobs but offer otherwise similar services. We find that moving welfare participants into temporary help jobs boosts their short-term earnings. But these gains are offset by lower earnings, less frequent employment, and potentially higher welfare recidivism over the next one to two years. In contrast, placements in direct-hire jobs raise participants' earnings substantially and reduce recidivism both one and two years following placement. We conclude that encouraging low-skilled workers to take temporary help agency jobs is no more effective- and possibly less effective-than providing no job placements at all." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
auch erschienen als: NBER working paper , 11743 -
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An overview of welfare-to-work efforts (2005)
Blank, Rebecca M.;Zitatform
Blank, Rebecca M. (2005): An overview of welfare-to-work efforts. In: CESifo DICE report, Jg. 3, H. 2, S. 3-7.
Abstract
Hauptzielsetzung US-amerikanischer Sozialpolitik ist es, Sozialhilfeempfänger wieder in Arbeit zu bringen. Die Sammelbezeichnung 'Welfare-to-Work' beschreibt eine Vielzahl von Programmen auf bundes- und einzelstaatlicher sowie auf regionaler und kommunaler Ebene. Da Adressaten von Sozialhilfeleistungen in den USA in erster Linie ledige Mütter sind, zielen die 'Welfare-to-Work'-Programme in der Hauptsache darauf ab, vor allem gering qualifizierte allein erziehende Frauen in Arbeitsverhältnisse zu bringen. Der Übergang von der Sozialhilfe in ein Arbeitsverhältnis wird dabei nicht als ein Mittel zur Armutsbekämpfung verstanden, sondern Arbeit stellt einen Wert an sich dar. Der Beitrag gibt einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Förderungsprogramme und Einzelmaßnahmen (von Lohnkostenzuschüssen über Kinderbetreuungskosten bis hin zu Sanktionen wie zeitlicher Begrenzung oder Kürzung der Leistungen) und untersucht, inwieweit die Programme auf andere, insbesondere europäische Staaten zu übertragen sind. Die US-Erfahrungen zeigen, dass eine verhältnismäßig hohe Zahl gering qualifizierter allein erziehender Mütter auf Dauer in Arbeitsverhältnisse vermittelt werden kann, vorausgesetzt derartige Jobs existieren und es gibt entsprechende Anreize, sie zu übernehmen. Gleichzeitig ist die Zahl derer, die Arbeit haben und dennoch in Armut leben, gewachsen. Bei der Frage nach der Übertragbarkeit von 'Welfare-to-Work'-Maßnahmen auf europäische Staaten müssen die Unterschiede der wirtschaftlichen und institutionellen Strukturen und sozialen Normen berücksichtigt werden. (IAB)
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Literaturhinweis
Development and structure of low-wage work in Germany (2005)
Bosch, Gerhard; Kalina, Thorsten;Zitatform
Bosch, Gerhard & Thorsten Kalina (2005): Development and structure of low-wage work in Germany. Gelsenkirchen, 12 S.
Abstract
"The extent of low-wage work in Germany is hotly debated. In international comparisons from the mid-90s, Germany is often classified as a country with a low wage dispersion. Compared to the USA and UK, Germany has a relatively equal income structure and a small proportion of low-paid workers (OECD 1996; OECD 1997). Only in the Scandinavian countries is income inequality even lower. Furthermore, the OECD's international comparative studies show that the chances of low-paid workers obtaining a better-paid job are higher in Germany than in the United States, a country with more income inequality. This is frequently the justification given for political measures and reforms that seek to extend low-wage work. We suppose that one of the driving forces for the increase of low-wage work is the decrease in the coverage of workers by unions and works councils. Therefore we will analyse this aspect in detail in the next section. In section 3 we will analyse the development of low-pay over time and by structural characteristics of low-paid workers and enterprises." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Entwicklung und Struktur der Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland (2005)
Bosch, Gerhard; Kalina, Thorsten;Zitatform
Bosch, Gerhard & Thorsten Kalina (2005): Entwicklung und Struktur der Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland. In: Institut Arbeit und Technik (Hrsg.) (2005): Institut Arbeit und Technik : Jahrbuch 2005, S. 29-46.
Abstract
Die Analyse aktueller Zahlen zeigt, dass die lange gültige These, Deutschland sei ein Land mit geringen Anteilen von niedrig entlohnten Beschäftigten, so nicht richtig ist. Seit Mitte der 1990er Jahre nimmt der Anteil der gering bezahlten Beschäftigten zu. Das tatsächliche Ausmaß der Ungleichheit liegt über dem statistisch gemessenen, da viele Ausländer legal oder auch illegal Niedriglohnjobs ausüben. Die traditionellen Institutionen des deutschen Produktionsmodells einer diversifizierenden Qualitätsproduktion wurden durch eine Modernisierung der Berufsausbildung und eine Stärkung der Mitbestimmung der Betriebsräte in Klein- und Mittelbetrieben weiter entwickelt. Das Modell ist jedoch nicht mehr prägend für alle Industrien und Tätigkeiten wie in der Vergangenheit. Verbesserungen der Löhne und der Arbeitsbedingungen in der Metallindustrie ziehen nicht mehr entsprechende Verbesserungen in anderen Industrien automatisch nach sich. Das Tarifsystem erfüllt allerdings nicht mehr seine frühere Schutzfunktion für die Beschäftigten am Rande des Arbeitsmarktes; deshalb wird die Einführung eines Mindestlohns für sinnvoll gehalten. (IAB)
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Literaturhinweis
Marktzugänge von Langzeitarbeitslosen trotz vermittlungshemmender Merkmale: Detailergebnisse zum beruflichen Re-Integrationserfolg und zur fiskalischen Effizienz gemeinsamer Beschäftigungsförderung von Kommunen und Agenturen für Arbeit (2005)
Bröker, Andreas H.; Schönig, Werner;Zitatform
Bröker, Andreas H. & Werner Schönig (2005): Marktzugänge von Langzeitarbeitslosen trotz vermittlungshemmender Merkmale. Detailergebnisse zum beruflichen Re-Integrationserfolg und zur fiskalischen Effizienz gemeinsamer Beschäftigungsförderung von Kommunen und Agenturen für Arbeit. Frankfurt am Main u.a.: Lang, 112 S.
Abstract
"Die Vergleichsgruppenanalyse zu Kosten und Nutzen, ein Modellprojekt im Rahmen des bundesweiten Netzwerks BIK - Beschäftigungsförderung in Kommunen, hatte exemplarisch nachgewiesen, dass sich bei Arbeitslosen mit Vermittlungshemmnissen eine gemeinsame Beschäftigungsförderung von Kommunen und Agenturen für Arbeit erfolgreich und lohnenswert für beide Seiten gestalten kann. Diese Nachfolgeuntersuchung wertet die vorhandene Datenbasis in vertiefter Form aus und geht der Frage nach, inwieweit einzelne vermittlungshemmende Merkmale wie z.B. Langzeitarbeitslosigkeit, Alter, gesundheitliche Einschränkungen, Verschuldung oder geringe Qualifikation den Marktzugang von Arbeitslosen erschweren. Zu den überraschenden Untersuchungsergebnissen gehört, dass sich bei einem adäquaten Qualitätsniveau der Beschäftigungsförderungen keines der Vermittlungshemmnisse als grundsätzlich unüberwindbar darstellt. Mit adressatenspezifischen Maßnahmen können selbst für Personen, die nach Aktenlage als kaum noch re-integrierbar gelten, Marktzugänge und Verbesserungen der Arbeitsmarktnähe erzielt werden. Gleichzeitig bringt die Studie exemplarische Nachweise, dass durch diese Art des Förderns und Forderns sowohl Teilnehmerzufriedenheit als auch positive fiskalische Effekte erreichbar sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Beschäftigungsförderung für gering Qualifizierte: Erfahrungen und Ergebnisse der Modellprojekte im Rahmen des "Bündnis für Arbeit NRW". Abschlussbericht der wissenschaftlichen Begleitung (2005)
Zitatform
Czommer, Lars & Claudia Weinkopf (2005): Beschäftigungsförderung für gering Qualifizierte. Erfahrungen und Ergebnisse der Modellprojekte im Rahmen des "Bündnis für Arbeit NRW". Abschlussbericht der wissenschaftlichen Begleitung. (Graue Reihe des Instituts Arbeit und Technik 2005-02), Gelsenkirchen, 74 S.
Abstract
"Ausgangspunkt der Initiierung von Modellprojekten zur Förderung der Beschäftigung von gering Qualifizierten in Nordrhein-Westfalen war ebenso wie in anderen Bundesländern die seit Jahren laufende Debatte, wie niedrig entlohnte Beschäftigung in Deutschland gesteigert werden kann. Eine Besonderheit der Modellprojekte in Nordrhein-Westfalen bestand darin, dass diese in einer Arbeitsgruppe des 'Bündnis für Arbeit NRW' diskutiert und vorbereitet wurden. Letztlich wurde die Umsetzung von zwölf Projekten beschlossen, in deren Rahmen unterschiedliche Ansätze und Instrumente zur Integration arbeitsloser gering Qualifizierter zeitlich befristet erprobt werden sollten. Die Projekte waren teils bei Betrieben, teils bei Trägern und in zwei Fällen bei Kommunen angesiedelt. Im Rahmen der Modellprojekte konnten insgesamt 710 Personen eingestellt bzw. in ein Beschäftigungsverhältnis vermittelt werden. Die Vorgaben zu den vorrangigen Zielgruppen wurden dabei in einem hohem Maße erreicht: Fast 74% der Geförderten verfügten nicht über einen in Deutschland anerkannten Berufsabschluss. Rund 70% der Beschäftigten waren zuvor länger als ein Jahr arbeitslos. Der 'Preis' für die hohen Anteile benachteiligter Arbeitsloser in den NRW-Modellprojekten war allerdings eine im Durchschnitt vergleichsweise hohe Förderung pro Arbeitsplatz." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Unemployment and under-employment: the case of Switzerland (2005)
Djurdjevic, Dragana;Zitatform
Djurdjevic, Dragana (2005): Unemployment and under-employment. The case of Switzerland. In: Schweizerische Zeitschrift für Volkswirtschaft und Statistik, Jg. 141, H. 1, S. 23-70.
Abstract
"In dem Betrag werden die Arbeitslosigkeit und die weitere Einkommensentwicklung der Arbeitslosen analysiert. Auf Basis von informativen administrativen Panel-Daten wird ein diskretes Hazard Modell für den Austritt von verschiedenen Erwerbszuständen geschätzt. Die geschätzten Ergebnisse belegen die Existenz sozialer Randgruppen. Beispielsweise befinden sich Frauen, Ausländer und Geringqualifizierte verstärkt in schlechten Arbeitssituation oder sind in besonderem Maße von Erwerbsinstabilität betroffen. Diese Erwerbsinstabilität scheint hauptsächlich mit einem Mangel an Qualifikation verbunden zu sein. Im Gegenteil haben Männer, Jüngere und Hochqualifizierte mehr Chancen eine Beschäftigung wieder zu finden. Falls sie schlecht bezahlt (im Vergleich zu ihrem vorherigen Lohn) sind, ist es hauptsächlich für vorübergehende Perioden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland und im internationalen Vergleich (2005)
Zitatform
Eichhorst, Werner, Hermann Gartner, Gerhard Krug, Thomas Rhein & Eberhard Wiedemann (2005): Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland und im internationalen Vergleich. In: J. Allmendinger, W. Eichhorst & U. Walwei (Hrsg.) (2005): IAB Handbuch Arbeitsmarkt : Analysen, Daten, Fakten (IAB-Bibliothek, 01), S. 107-142.
Abstract
"Die Förderung von Arbeitsnachfrage und Arbeitsangebot im Niedriglohnsektor wird in der wissenschaftlichen und politischen Diskussion häufig als eine Möglichkeit angesehen, wettbewerbsschwächere, insbesondere formal gering qualifizierte Arbeitskräfte in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Das Kapitel untersucht zunächst Größe, Struktur und Dynamik des Niedriglohnsektors in Deutschland und im internationalen Vergleich, arbeitet dann wesentliche Bestimmungsgründe für Niedriglohnbeschäftigung heraus und untersucht anschließend in- und ausländische Reformerfahrungen im Hinblick auf ihren Beitrag zur Verbesserung der Beschäftigungschancen von wettbewerbsschwächeren Erwerbspersonen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Internationaler Handel und der Arbeitsmarkt Sachsens: Sind niedrig qualifizierte Beschäftigte die Verlierer im Globalisierungsprozess? (2005)
Engelmann, Sabine;Zitatform
Engelmann, Sabine (2005): Internationaler Handel und der Arbeitsmarkt Sachsens: Sind niedrig qualifizierte Beschäftigte die Verlierer im Globalisierungsprozess? In: Ifo Dresden berichtet, Jg. 12, H. 4, S. 11-17.
Abstract
"Ein hohes Exportvolumen, niedriges Wirtschaftswachstum und steigende Arbeitslosenquoten der niedrig qualifizierten Erwerbsfähigen kennzeichnen seit langem die Wirtschaft Deutschlands. Für Sachsen sind ähnliche Trends beobachtbar. Diese Entwicklungen sind unter anderem eine Konsequenz der Globalisierung bei bestehenden rigiden Löhnen in Deutschland und werden unter dem Schlagwort 'Basarökonomie' zusammengefasst. Die Studie untersucht dieses Phänomen für Sachsen und gibt Antwort, inwieweit Sachsens Unternehmen die Kostenvorteile aus Produktionsverlagerungen ins Ausland nutzen und welche Folgen dies für den sächsischen Arbeitsmarkt hat." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
International outsourcing and German manufacturing wages (2005)
Zitatform
Geishecker, Ingo (2005): International outsourcing and German manufacturing wages. In: Schmollers Jahrbuch, Jg. 125, H. 1, S. 87-95.
Abstract
Der Zusammenhang zwischen Outsourcing ins Ausland und der Lohnentwicklung wird auf der Basis von SOEP-Daten, die mit wirtschaftszweigspezifischen Informationen über Outsourcing kombiniert werden, untersucht. Im Unterschied zur gängigen Unterscheidung zwischen Arbeitern und Angestellen werden auch Daten über das Bildungsniveau mit einbezogen, um genauer zwischen verschiedenen Qualifikationsniveaus zu unterscheiden. Während kein Einfluss von Outsourcing auf die Löhne von Arbeitern und Angestellten nachgewiesen werden kann, zeigt sich jedoch ein solcher Einfluss, wenn man feinere Qualifikationsdefinitionen anwendet: Ein Anstieg von einem Prozentpunkt führt zu einer Senkung der Reallöhne von 1,7 Prozent für niedrig Qualifizierte und für hoch Qualifizierte zu einem Anstieg der Reallöhne um 2,2 Prozentpunkte. (IAB)
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Literaturhinweis
Stellenbesetzungsprozesse im Bereich "einfacher" Dienstleistungen: Abschlussbericht (2005)
Zitatform
Hierming, Bettina, Karen Jaehrling, Thorsten Kalina, Achim Vanselow & Claudia Weinkopf (2005): Stellenbesetzungsprozesse im Bereich "einfacher" Dienstleistungen. Abschlussbericht. (Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit. Dokumentation 550), Berlin, 256 S.
Abstract
"Einfacharbeitsplätze und die Beschäftigungschancen von gering Qualifizierten spielen seit Jahren in der beschäftigungs- und arbeitsmarktpolitischen Debatte eine wichtige Rolle. In diesem Kontext wurden seit Ende der neunziger Jahre eine Reihe von Modellprojekten und -programmen gefördert, um die Wirksamkeit von 'Kombilöhnen' zu erproben - in Form von Einkommensbeihilfen an Beschäftigte oder als Zuschüsse an Unternehmen für die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze mit eher niedriger Entlohnung. Hierzu zählte auch das Bundesprogramm 'Chancen und Anreize zur Aufnahme sozialversicherungspflichtiger Tätigkeiten' (CAST), in dessen Rahmen zwei unterschiedliche Förderinstrumente - das Mainzer Modell und das Modell der SaarGemeinschaftsinitiative (SGI-Modell) - erprobt wurden. Mit der Evaluierung des Programms wurde im Oktober 2000 ein Forschungsverbund unter Beteiligung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), des Instituts Arbeit und Technik (IAT) und von Dr. Bruno Kaltenborn beauftragt. Nachdem das CAST-Programm im Frühjahr 2003 vorzeitig ein-gestellt worden war, wurde mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit vereinbart, die Fragestellung der qualitativen Forschung durch das IAT auf Stellenbesetzungsprobleme und -prozesse im Bereich einfacher, eher niedrig bezahlter Tätigkeiten allgemein auszuweiten, um mehr Transparenz über Anforderungen und Einstellungskriterien der Unternehmen für solche Arbeitsplätze zu schaffen und damit Ansatzpunkte für eine gezielte Unterstützung der Integration von gering Qualifizierten identifizieren zu können. Dieser Frage wurde auf der Basis vorliegender Untersuchungen und -vor allem - eigener Betriebsfallstudien in verschiedenen Dienstleistungsbranchen nachgegangen. Hierbei ist deutlich geworden, dass von generellen Stellenbesetzungsproblemen bei solchen Tätigkeiten nicht die Rede sein kann (vgl. Teil B dieses Berichts). Einen zweiten Schwerpunkt des Projektes bildeten differenzierte Auswertungen vorliegender Daten zur Frage, wie sich die Beschäftigungssituation von gering Qualifizierten in den vergangenen Jahren entwickelt hat. Unsere Analysen zeigen, dass sich die Beschäftigungschancen gering Qualifizierter insbesondere am aktuellen Rand (zwischen 1999 und 2002) - anders als häufig angenommen - keineswegs durch-gängig weiter verschlechtert haben. Im Gegenteil: Ins-besondere in einigen Dienstleistungsbereichen haben gering Qualifizierte in jüngster Zeit sogar Beschäftigungsgewinne zu verzeichnen (vgl. Teil A dieses Berichtes)." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Einfache Arbeit für gering Qualifizierte: Material und Handlungshilfen (2005)
Zitatform
(2005): Einfache Arbeit für gering Qualifizierte. Material und Handlungshilfen. (Rationalisierungs-Kuratorium der Deutschen Wirtschaft. Schriftenreihe Fachinformation 02), Eschborn: RKW-Verlag, 69 S.
Abstract
"2003 hat das RKW eine Diskussion zu dem Thema einfache Arbeit 'Arbeit für gering Qualifizierte' am Standort Deutschland begonnen - bewusst mit dem Focus auf industrielle Arbeit. Das Thema ist in verschiedenen Aspekten nach wie vor kontrovers, insbesondere zwischen den Sozialpartnerverbänden, es ist sehr aktuell wegen der hohen Arbeitslosigkeit und es verlangt nach innovativen Lösungen. Das RKW hat in dieser Situation das Ziel verfolgt, eine Plattform zu schaffen für eine konstruktiven Austausch der verschiedenen Sichtweisen, um auf diese Weise das Ringen um innovative Lösungen voranzubringen. Die Materialzusammenstellung dokumentiert die verschiedenen Sichtweisen sowie Beispiele guter Praxis, bietet Anregungen für den Praktiker und zeigt innovative Problemlösungen auf. Sie richtet sich daher gleichermaßen an die betrieblichen Praktiker wie an interessierte Berater, Wissenschaftler und Verbandsvertreter." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Qualifikationsbedarf der Zukunft III: Weiterbildung von Geringqualifizierten: Beiträge zur Fachtagung "Qualifikationsbedarf der Zukunft - Weiterbildung von Geringqualifizierten. Chancen, Hemmnisse, Bedarfe" des AMS vom 12. November 2004 in Wien (2005)
Hofstätter, Maria; Sturm, René;Zitatform
Hofstätter, Maria & René Sturm (Hrsg.) (2005): Qualifikationsbedarf der Zukunft III: Weiterbildung von Geringqualifizierten. Beiträge zur Fachtagung "Qualifikationsbedarf der Zukunft - Weiterbildung von Geringqualifizierten. Chancen, Hemmnisse, Bedarfe" des AMS vom 12. November 2004 in Wien. (AMS report 45), Wien, 76 S.
Abstract
"Der AMS report 45 beinhaltet Beiträge anläßlich der von der Abteilung Berufsinformations- und Qualifikationsforschung des AMS Österreich (nunmehr Abteilung Arbeitsmarktforschung und Berufsinformation des AMS Österreich) veranstalteten Fachtagung 'Qualifikationsbedarf der Zukunft - Weiterbildung von Geringqualifizierten: Chancen, Hemmnisse, Bedarfe'. Die Fachtagung, die in Kooperation mit dem Österreichischen Institut für Berufsbildungsforschung (öibf) und dem Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft (ibw) durchgeführt wurde, fand am 12. November 2004 in Wien statt. Eva Heckl und Andrea Dorr von KMU-Forschung Austria (www.kmuforschung.ac.at) fokussieren in ihrem Beitrag hingegen die Situation von benachteiligten Jugendlichen; sie resümieren bestehende Maßnahmen und Akteure und skizzieren die zukünftigen Herausforderungen und Trends in der Re-(Integration) benachteiligter junger Menschen am Arbeitsmarkt. Am Ende des AMS reports setzt sich der Beitrag von Hermine Mandl von der Beratungsstelle Humane Arbeitswelt, Klosterneuburg (www.humane-arbeitswelt.at) mit Fragen und Aspekten zur Gestaltung altersgerechter wie alternsgerechter Arbeitswelten bzw. Arbeitskarrieren auseinander." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Low-skill work in flux (2005)
Zitatform
Jaehrling, Karen & Claudia Weinkopf (2005): Low-skill work in flux. In: Management Revue, Jg. 16, H. 3, S. 389-403.
Abstract
Der Beitrag befasst sich mit der Frage, inwieweit die traditionellen Annahmen über geringqualifizierte Arbeit noch heute anwendbar sind. Handelt es sich tatsächlich um Tätigkeiten, die keinerlei besondere Fähigkeiten erfordern? Auf welche Art und Weise können Unternehmen solche Arbeitsstellen besetzen? Welche Rolle spielen in dieser Hinsicht die sogenannten atypischen Beschäftigungsformen? Die Analyse basiert auf der Auswertung vorliegender Untersuchungen zur Einstellungsproblematik der geringqualifizierten Arbeit und auf Fallstudien zur Besetzung geringqualifizierter Stellen in verschiedenen Dienstleistungsbranchen. Es gibt mehrere Anzeichen dafür, dass sich die Anforderungen an die Arbeit wandeln und differenzierter werden, was zu der Annahme führt, dass auch die geringqualifizierte Arbeit sich in einem Wandlungsprozess befindet. Deshalb haben Unternehmen eine Reihe verschiedener Einstellungsstrategien entwickelt, um solche Stellen zu besetzen, wobei flexible Arbeitsbeziehungen und sogenannte Mini-Jobs eine Rolle spielen. (IAB)
