Berufswahl
Was will ich werden? Welche Ausbildung, welches Studium passt zu mir und bietet langfristig sichere Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt? Die Wahl eines Berufes gehört zu den wichtigen biographischen Weichenstellungen, auch wenn sie heute keine Festlegung für ein ganzes (Berufs-)leben mehr darstellt. Sie hat Auswirkungen auf die spätere ökonomische Sicherheit, den sozialen Status und auf Chancen zur Entfaltung der Persönlichkeit.
Dieses Themendossier bietet eine Auswahl von Literatur- und Forschungsprojektnachweisen zur Berufswahlforschung in Deutschland und anderen Ländern. Sie gibt einen Überblick über theoretische Ansätze und empirische Befunde zur Erklärung des Berufswahlverhaltens, zu Motiven der Berufswahl bei besonderen Personengruppen sowie zu Bestimmungsgründen und Einflussfaktoren bei der Entscheidungsfindung.
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Literaturhinweis
Verlängerte Suche und Berufswahl mit Vorbehalt: neue Handlungsstrategien Jugendlicher beim Berufseinstieg (1996)
Raab, Erich; Rademacker, Hermann;Zitatform
Raab, Erich & Hermann Rademacker (1996): Verlängerte Suche und Berufswahl mit Vorbehalt. Neue Handlungsstrategien Jugendlicher beim Berufseinstieg. In: K. Schober & M. Gaworek (Hrsg.) (1996): Berufswahl. Sozialisations- und Selektionsprozesse an der ersten Schwelle. Dokumentation eines Workshops des IAB in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Jugendinstitut und dem Bundesinstitut für Berufsbildung, 13.-14. Juli 1995 in Nürnberg, S. 127-136.
Abstract
"Der Beitrag beschreibt veränderte Übergänge von der Schule in den Beruf. Anhand von Daten einer qualitativen Längsschnittstudie des DJI wird das Suchverhalten von Jugendlichen am Ende der Schulzeit und ihr Entscheidungsverhalten für einen Beruf beschrieben und zur sozialen Herkunft, dem Schulerfolg und den regionalen Rahmenbedingungen in Beziehung gesetzt. Die Auswertung zeigt, daß die traditionelle Normalbiografie des Übergangs nur noch von einer Minderheit von Jugendlichen mit mittlerem Bildungsabschluß annähernd realisiert wird. Jugendliche mit oder ohne Hauptschulabschluß müssen sowohl für ihre berufliche Orientierung als auch zur Vorbereitung auf eine Berufsausbildung unterschiedliche Maßnahmen und Bildungsangebote wahrnehmen, Jugendliche mit besseren Bildungsabschlüssen erproben unterschiedliche Berufe, bevor sie sich festlegen. Aus den dargestellten Befunden wird die Notwendigkeit abgeleitet, die Schulbesuchsdauer insbesondere für schwächere Schüler zu verlängern und sie in dieser Zeit auf den Berufseinstieg und seine Anforderungen besser vorzubereiten." (Autorenreferat; IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zur Flexibilität von Jugendlichen bei der Berufswahl - von frühen Berufswünschen bis zum Ausbildungsbeginn (1996)
Schober, Karen;Zitatform
Schober, Karen (1996): Zur Flexibilität von Jugendlichen bei der Berufswahl - von frühen Berufswünschen bis zum Ausbildungsbeginn. In: Informationen für die Beratungs- und Vermittlungsdienste der Bundesanstalt für Arbeit H. 46, S. 2875-2885.
Abstract
"Die berufsfachlichen und regionalen Diskrepanzen auf dem Ausbildungsmarkt führen immer wieder zu der Frage, wie ein besseres 'matching' dieser beiden Marktseiten zu ereichen ist, und welchen Beitrag die Berufsberatung hierzu leisten kann. Dabei wird häufig die angeblich mangelnde Flexibilität Jugendlicher in bezug auf ihre Berufswünsche dafür verantwortlich gemacht, daß zahlreiche Ausbildungsstellen im gewerblich-technischen Bereich sowie in sogenannten 'weniger attraktiven' Berufen in den Bereichen Bau, Ernährung oder Gastronomie nicht besetzt werden können. Die Bewerber/-innen seien zu stark auf ihre Wunsch- oder Traumberufe (meist im kaufmännischen, künstlerischen oder sonstigen Dienstleistungsbereich) festgelegt und nicht bereit, auch andere Ausbildungsstellen in Betracht zu ziehen." Die Autorin überprüft dieses (Vor-)Urteil auf der Grundlage der Statistik der Berufsberatung und belegt anhand der Daten die hohe Flexibilitätsbereitschaft und tatsächliche Flexibilität Jugendlicher bei der Ausbildungssuche. Eine noch höhere Flexibilität kollidiert zudem mit dem vorhandenen Ausbildungsplatzdefizit. Darüber hinaus scheint eine stärkere Orientierung Jugendlicher an Produktions- und Fertigungsberufen angesichts anhaltender Trends zur Dienstleistungsgesellschaft wenig sinnvoll. Vielmehr sind neue Qualifikationen und Ausbildungsberufe gefragt. Eine Forderung, der nach Meinung der Autorin das duale Ausbildungssystem mit seiner dominant handwerklichen und gewerblich-technischen Berufsstruktur nicht gerecht wird. (IAB2)
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Literaturhinweis
Berufswahl: Sozialisations- und Selektionsprozesse an der ersten Schwelle: Dokumentation eines Workshops des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesanstalt für Arbeit in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Jugendinstitut und dem Bundesinstitut für Berufsbildung, 13.-14. Juli 1995 in Nürnberg (1996)
Schober, Karen; Gaworek, Maria;Zitatform
Schober, Karen & Maria Gaworek (Hrsg.) (1996): Berufswahl: Sozialisations- und Selektionsprozesse an der ersten Schwelle. Dokumentation eines Workshops des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesanstalt für Arbeit in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Jugendinstitut und dem Bundesinstitut für Berufsbildung, 13.-14. Juli 1995 in Nürnberg. (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 202), Nürnberg, 346 S.
Abstract
Theoretische Konzepte und neue empirische Befunde zur Berufswahl Jugendlicher waren Gegenstand des 2. Workshops zur Übergangsforschung, der in Kooperation vom Bundesinstitut für Berufsbildung, Deutschen Jugendinstitut und Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 1995 in Nürnberg stattfand. Themenschwerpunkte der Tagung waren:
-Berufswahl als Sozialisationsprozeß
-Handlungsstrategien, Informations- und Entscheidungsverhalten von Berufswähler/innen
-Erwartungen an künftige Auszubildende
-Rekrutierungsstrategien und Ausbildungserfahrungen aus betrieblicher Sicht
-Institutionelle und individuelle Hilfen im Beratungsprozeß
-Akteptanz und Wirksamkeit von Beratungsinstitutionen im Übergangsfeld Schule-Beruf
-Berufswahlforschung vor den Ansprüchen der Beratungspraxis.
Der Tagungsband, der unter Mitarbeit von Expertinnen und Experten aus Forschung und Praxis entstand, faßt nicht nur den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Diskussion zusammen, sondern zeigt auch, wo noch Defizite in Berufswahlforschung und deren Umsetzung in die praktische Beratungsarbeit bestehen. (IAB) -
Literaturhinweis
Beruf und Berufswahl im Urteil von Auszubildenden: Ergebnisse einer retrospektiven Befragung von Auszubildenden in den alten und neuen Bundesländern (1996)
Schweikert, Klaus;Zitatform
Schweikert, Klaus (1996): Beruf und Berufswahl im Urteil von Auszubildenden. Ergebnisse einer retrospektiven Befragung von Auszubildenden in den alten und neuen Bundesländern. In: K. Schober & M. Gaworek (Hrsg.) (1996): Berufswahl. Sozialisations- und Selektionsprozesse an der ersten Schwelle. Dokumentation eines Workshops des IAB in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Jugendinstitut und dem Bundesinstitut für Berufsbildung, 13.-14. Juli 1995 in Nürnberg, S. 65-76.
Abstract
"Der Beitrag trägt Befunde zum Berufsverhalten und zur Zufriedenheit mit dem gewählten Beruf aus einem laufenden Projekt des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) vor. Die Auswertung des empirischen Materials erstreckt sich auf folgende Fragen: a) Kriterien der Berufswahlentscheidung in ihrer Wertigkeit für die Jugendlichen, b) Zusammenhang zwischen Berufswahlkriterien und Berufswahlzufriedenheit, c) Typologie von Berufswählern nach Berufswahlkriterien, d) Zusammenhang zwischen Berufswahlzufriedenheit und Ausbildungs- bzw. Lebenszufriedenheit, e) Stellenwert von Arbeit und Beruf bei Auszubildenden und Konsequenzen für die Berufsberatung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Berufswahl - ein Vermittlungsprozeß zwischen Biographie und Chancenstruktur (1996)
Wahler, Peter; Witzel, Andreas;Zitatform
Wahler, Peter & Andreas Witzel (1996): Berufswahl - ein Vermittlungsprozeß zwischen Biographie und Chancenstruktur. In: K. Schober & M. Gaworek (Hrsg.) (1996): Berufswahl. Sozialisations- und Selektionsprozesse an der ersten Schwelle. Dokumentation eines Workshops des IAB in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Jugendinstitut und dem Bundesinstitut für Berufsbildung, 13.-14. Juli 1995 in Nürnberg, S. 9-35.
Abstract
Im Mittelpunkt des Beitrags stehen konzeptionelle Überlegungen zu den Orientierungsleistungen im Prozeß der Berufswahl. Wir betrachten dabei die Jugendlichen als Akteure, die sich auf dem Weg in das Berufsleben produktiv mit den für sie neuen Anforderungen des Arbeitsmarktes auseinandersetzen müssen. Gesellschaftliche Strukturbedingungen wie Bildungssystem und Arbeitsmarkt, aber auch die berufliche Hierarchie und die soziale Organisation des Betriebs werden von ihnen als Bedingungen ihrer Bewährung gesehen. Diese individualisierte Sicht kommt insbesondere darin zum Ausdruck, daß die Handelnden sich schulische und berufliche Erfolge und Mißerfolge selbst zuschreiben und damit eine Verantwortung für Verlauf und Ergebnis ihrer Bildungs- und Berufsbiographie reklamieren- trotz aller Unwägbarkeiten der gesellschaftlichen Verhältnisse und trotz der Selektionsprozesse in Schule und Betrieb. Als Belege für entsprechende Handlungs- und Deutungsmuster dienen einige Befunde aus unseren empirischen Studien zur vorberuflichen und beruflichen Sozialisation (Längsschnittuntersuchungen an der Universität Bremen und am Deutschen Jugendinstitut in München )." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Kriegt man keine Arbeit, ist man eine große Null...: Jugend Ost und Jugend West im Berufswahlprozeß - eine qualitative Forschungsstudie (1995)
Fobe, Karin; Minx, Bärbel;Zitatform
Fobe, Karin & Bärbel Minx (1995): Kriegt man keine Arbeit, ist man eine große Null... Jugend Ost und Jugend West im Berufswahlprozeß - eine qualitative Forschungsstudie. (Schriften des Zentrums für Arbeits- und Organisationsforschung 09), Berlin: Trafo-Verlag, 151 S., Anhang.
Abstract
Ziel der Studie war es, das Berufswahlverfahren und die Kriterien für eine konkrete Berufswahl bei Jugendlichen dahingehend zu untersuchen, ob und inwieweit sich einerseits die berufsbezogenen Lebensentwürfe und Wertorientierungen ostdeutscher Jugendlicher denen der westdeutschen angleichen, oder ob sich anderseits herkunfts- und sozialisationsabhängig nach wie vor Unterschiede herauskristallisieren. In diesem Zusammenhang werden die beruflichen Wertorientierungen jugendlicher SchulabgängerInnen in Abhängigkeit und im Bezug zum Geschlecht, zum Schulabschluß, zur sozialen und regionalen Herkunft, zu Konstellationen in den Herkunftsfamilien und zu außerberuflichen Zukunftsvorstellungen und Lebensphasen konkret analysiert. Ein wichtiger Aspekt der Untersuchungen ist ausgerichtet auf die Erfassung der Wunschberufe der Jugendlichen und ihrer Vorstellungen zu Alternativberufen. Untersucht wurde auch, in welchen Zusammenhang jugendliche SchulabgängerInnen ihre Berufswünsche und beruflichen Zukunftsvorstellungen mit partnerschaftlichen und/oder familialen Wünschen bzw. Vorstellungen bringen und in welchen Akzenten von Vereinbarkeitsvorstellungen sich ost- und westdeutsche Jugendliche unterscheiden. Die Studie stützt sich auf eine qualitative Befragung von SchulabgängerInnen mit Hauptschul-, Realschul- und Abiturabschluß des Schuljahres 1992/93 der Region Bremen und Leipzig, Eschwege und Mühlhausen. Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen u.a. daß die Berufswahl und die daran gebundene Erwerbstätigkeit für jugendliche SchulabgängerInnen bei der Konzeptionierung ihres zukünftigen Lebens eine zentrale Bedeutung haben. Überwiegend, jedoch unsicherer, binden sie auch familiale Zukunftskonzepte darin ein. Lehrstellen- und besonders die Arbeitsmarktrelevanz - in Verbindung mit individuell verschiedenen umfassenden und strukturierten Wertorientierungen waren dominierende Kriterien ihrer Berufswahlentscheidungen, die von vielen Jugendlichen zudem noch relativ offen getroffen wurden. Weder bei den ostdeutschen Jugendlichen insgesamt, noch bei den jungen Frauen insgesamt sind resignative Rückzüge aus der Erwerbstätigkeit festzustellen. Im Gegenteil: Weibliche Jugendliche der alten Bundesländer - und das traf für alle Schulabschlußniveaus zu - drängen heute nahezu vollzählig und augenscheinlich deutlich bewußter und intensiver ins Erwerbsleben, wollen den Männern die eindeutige Dominanz bei der Arbeitsplatzvergabe und -belegung in stärkerem Maße streitig machen. (IAB2)
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Literaturhinweis
Gemessene versus artikulierte Interessen als Prädiktoren der Berufs- bzw. Studienfachwahl und Anpassung im Studium (1994)
Bergmann, Christian;Zitatform
Bergmann, Christian (1994): Gemessene versus artikulierte Interessen als Prädiktoren der Berufs- bzw. Studienfachwahl und Anpassung im Studium. In: Zeitschrift für Arbeits- und Organisationspsychologie, Jg. 38, H. 4, S. 142-151.
Abstract
"Auf dem Hintergrund einer Analyse angloamerikanischer Untersuchungen zur Validität verschiedener Interessenmaße werden im Rahmen einer Längsschnittuntersuchung bei 309 Maturanten/Abiturienten drei Fragebereiche untersucht: (a) Übereinstimmung von gemessenen Interessen und artikulierten Interessen in Form von Ausbildungs- und Berufswünschen im zeitlichen Verlauf, (b) Vergleich der Vorhersagemöglichkeiten von gemessenen und artikulierten Interessen hinsichtlich der Ausbildungs- und Berufseinmündung und (c) Auswirkungen der Kongruenz gemessener und artikulierter Interessen, sowie von Interessen und tatsächlich gewähltem Fachbereich auf die Anpassung im anschließenden Studium. Übereinstimmend mit vorliegenden Befunden erweisen sich artikulierte Interessen in bezug auf die Einmündungsvorhersage als valider. Die Chancen auf eine interessengemäße Berufs- und Studienfachwahl steigen beträchtlich, wenn artikulierte und gemessene Interessen einander entsprechen (75 Prozent der im letzten Schuljahr kongruenten Studienfachwünsche werden realisiert). Während die Wahl eines den gemessenen Interessen entsprechenden Studienfaches die Studienanpassung begünstigt, sind bei Realisierung des Studienfachwunsches keine vergleichbaren positiven Auswirkungen nachweisbar." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ohne Zukunft geht es nicht: zur Wirksamkeitserwartung bei der Berufswahl (1994)
Busshoff, Ludger;Zitatform
Busshoff, Ludger (1994): Ohne Zukunft geht es nicht. Zur Wirksamkeitserwartung bei der Berufswahl. In: Berufsberatung und Berufsbildung, Jg. 79, H. 3, S. 53-62.
Abstract
Der Autor befaßt sich mit Erwartungen im Hinblick auf die Realisierungschancen beruflicher Alternativen, die für Berufswahl und Berufsentscheidung bedeutsam werden. "Geht man in einer ersten, noch sehr vorläufigen Aufschlüsselung des Problems davon aus, daß das Abwägen von Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten sich im Kern als ein Abwägen vorweggenommener beruflicher Standardsituationen mit einer bestimmten Aufgabenstruktur darstellt, dann richtet sich die Realisierungseinschätzung zum einen auf die Situation (mit ihren Zugangschancen, ihren Aufgabenschwierigkeiten, ihren förderlichen und hinderlichen Bedingungen) und zum anderen auf die persönlichen Leistungen, die zu erbringen sind, wenn die Situationsanforderungen erfolgreich bewältigt werden sollen. Letzterer Aspekt ist mit dem Begriff der Wirksamkeitserwartung angesprochen und steht im Mittelpunkt der Erörterungen. Insofern die Einschätzung des vom eigenen Tun abhängigen Erfolgs aber nicht ohne Situationsbezug möglich ist, werden am Rande auch Probleme der Situationseinschätzung thematisiert." (IAB2)
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Literaturhinweis
Wozu Berufsinteressenstests?: eine teststatistische Untersuchung zweier gängiger Verfahren zur Erfassung beruflicher Interessen (1994)
Deichmann, Pia; Kastner-Koller, Ursula;Zitatform
Deichmann, Pia & Ursula Kastner-Koller (1994): Wozu Berufsinteressenstests? Eine teststatistische Untersuchung zweier gängiger Verfahren zur Erfassung beruflicher Interessen. In: Psychologie in Erziehung und Unterricht, Jg. 41, H. 1, S. 49-58.
Abstract
"An einer Stichprobe von 308 Personen (101 Schulabgängern, 99 beruflich erfolgreiche Facharbeiter, 108 nicht erfolgreiche Facharbeiter) wurden die Testgütekriterien zweier gängiger Berufsinteressentests (BIT, NST) überprüft, wobei vor allem die Validität der Verfahren von Interesse war. Während von einer Anwendung des NST wegen mangelnder Reliabilität und niedriger Trennschärfen abgeraten werden muß, überzeugt der BIT durch gute Testkennwerte. Fraglich bleibt allerdings die Validität des BIT; in einem Extremgruppenvergleich beruflich erfolgreicher mit beruflich nicht erfolgreichen Facharbeitern zeigte sich, daß andere Variablen, wie Intelligenz, Geschlecht, berufsadäquate Ausbildung und die Übereinstimmung des tatsächlich ausgeübten Berufs mit dem Wunschberuf, mehr zur Trennung der Untersuchungsgruppen beitragen als die im BIT erhobenen Berufsinteressen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Der Rückgang des Frauenanteils in der Informatik: Überlegungen zu möglichen Ursachen aus psychologischer Sicht (1994)
Ebach, Judith;Zitatform
Ebach, Judith (1994): Der Rückgang des Frauenanteils in der Informatik. Überlegungen zu möglichen Ursachen aus psychologischer Sicht. In: Frauenforschung, Jg. 12, H. 3, S. 16-27.
Abstract
Ziel des Beitrages ist es, aufzuzeigen, welche Ursachen für den Rückgang des Frauenanteils am Informatikstudium mit Blick auf den bisherigen Forschungsstand zu vermuten und zu diskutieren sind. Dabei wird auf psychologische Aspekte des Frau-Technik-Verhältnis insbesondere des Frau-Computer-Verhältnis sowie der Bedingungen der Studienfachwahl eingegangen. (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Stewardessen - die weibliche Sehnsucht nach Abenteuer als Berufswahlmotiv von Frauen (1993)
Bentner, Ariane;Zitatform
Bentner, Ariane (1993): Stewardessen - die weibliche Sehnsucht nach Abenteuer als Berufswahlmotiv von Frauen. In: Frauenforschung, Jg. 11, H. 3, S. 105-114.
Abstract
Der Beitrag befaßt sich mit den Berufswahlmotiven und Berufsfindungsprozessen von Stewardessen. Die Option für diesen Beruf stellt häufig eine Sekundärberufswahl dar, die als Ausdruck von Autonomiebestrebungen interpretiert wird. Die Verfasserin hat 18 Stewardessen interviewt. (IAB)
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Literaturhinweis
Krankenpfleger und Ingenieurin: die Berufswahl von Frauen und Männern aus ökonomischer Sicht (1993)
Weck-Hannemann, Hannelore;Zitatform
Weck-Hannemann, Hannelore (1993): Krankenpfleger und Ingenieurin. Die Berufswahl von Frauen und Männern aus ökonomischer Sicht. In: G. Grözinger, R. Schubert & J. Backhaus (Hrsg.) (1993): Jenseits von Diskriminierung. Zu den institutionellen Bedingungen weiblicher Arbeit in Beruf und Familie, S. 55-79.
Abstract
Der Beitrag befaßt sich mit einigen nachfrage- und angebotsorientierten ökonomischen Erklärungsansätzen von Berufswahl und geschlechtsspezifischer Arbeitsmarktsegregation. Die ökonomische Betrachtung wird dabei als Ergänzung zu anderen Ansätzen verstanden. (IAB)
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Literaturhinweis
Wirkungen von Geschlecht und sozialer Herkunft auf Schullaufbahn und Berufswahl (1992)
Flitner, Elisabeth;Zitatform
Flitner, Elisabeth (1992): Wirkungen von Geschlecht und sozialer Herkunft auf Schullaufbahn und Berufswahl. In: Zeitschrift für Pädagogik, Jg. 38, H. 1, S. 47-63.
Abstract
An den Wiederholungsquoten des ersten Schuljahres gemessen sind Mädchen im französischen Schulsystem von Anfang an erfolgreicher als Jungen. Und das scheint auch bis zum Ende der Schulzeit so zu bleiben, wenn man sich an den Abiturientenquoten orientiert. 1989 legten gut 40% der 18jährigen ein baccalaureat ab - 45,8% der Mädchen dieses Alters gegenüber 35,5% der Jungen. Im allgemeinbildenden französischen Schulsystem liegen die Mädchen offensichtlich vorne. Allerdings - die Einschränkung wird nicht überraschen - wahren sie ihren "Schulvorteil" nicht, sobald sie die Schule verlassen. Ihre Berufsausbildungen sind kürzer und weniger rentabel als die Berufsausbildung von Jungen mit vergleichbaren Schulabschlüssen. Wie diese Nachteile für die Mädchen praktisch durch die unterschiedlichen Schullaufbahnen und Schulabschlüsse (so gibt es etwa 50 verschiedene baccalaureats) präjudiziert werden, beschreibt die Autorin in ihrem Beitrag, der sich hauptsächlich auf das Buch "L'ecole des ihrem Beitrag, der sich hauptsächlich auf das Buch "L'ecole des filles" von Marie Dura stützt. (IAB2)
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Literaturhinweis
Berufswahl und Berufsaussichten: Trends und Stabilitäten: Befunde aus dem Konstanzer Projekt "Entwicklung der Studiensituation und studentischer Orientierungen" (1992)
Sandberger, Johann-Ulrich;Zitatform
Sandberger, Johann-Ulrich (1992): Berufswahl und Berufsaussichten: Trends und Stabilitäten. Befunde aus dem Konstanzer Projekt "Entwicklung der Studiensituation und studentischer Orientierungen". In: M. Kaiser & H. Görlitz (Hrsg.) (1992): Bildung und Beruf im Umbruch. Zur Diskussion der Übergänge in die Hochschule und Beschäftigung im geeinten Deutschland (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 153.3), S. 153-163.
Abstract
"Berichtet wird über Orientierungen von Studierenden in den 'alten' Bundesländern gegenüber Arbeit und Beruf. Die Befunde entstammen vier repräsentativen Studentenbefragungen des vom BMBW geförderten Projeks 'Entwicklung der Studiensituation und studentischer Orientierungen' in den Wintersemestern 1982/83, 1984/85, 1986/87 und 1989/90.
An der Spitze der auf Arbeit und Beruf bezogenen Werthierarchie der Studierenden stehen Autonomie und die intrinsische Qualität der Arbeit, gefolgt von dem Wunsch, mit Menschen zu arbeiten und für die Allgemeinheit Nützliches tun zu können. Extrinsisch-materielle Gratifikationen, eine wissenschaftlich ausgerichtete Berufstätigkeit und erst recht viel Freizeit sind nur für eine Minderheit der Studierenden von großer Bedeutung. Dementsprechend setzen vor allem Ansprüche an die intrinsische Qualität der Arbeit und das Bestreben, die erworbenen Fachkompetenz einzusetzen, Grenzen für die berufliche Flexibilität bei schwieriger Stellenfindung.
In der Verteilung der Studierenden nach angestrebten Tätigkeitsbereichen sind in den 80er Jahren erhebliche Verschiebungen eingetreten; weg vom öffentlichen Dienst, insbesondere vom Schulbereich, hin zur selbständigen Berufsstellung und insbesondere zur Privatwirtschaft. Dieser Wandel entspricht den veränderten Gegebenheiten des Arbeitsmarktes. Offenbar nimmt auch die Bereitschaft der Studierenden zu, etwa durch den Erwerb von Zusatzqualifikationen oder durch Auslandsemester zur Verbesserung ihrer Beschäftigungschancen beizutragen. Dies kann freilich zu einer Verlängerung der Studienzeit führen, welche die Arbeitsmarktchancen nach Einschätzung der Betroffenen wiederum negativ beeinflussen dürfte." (Autorenreferat) -
Literaturhinweis
Fachkultur und Studienfachwahl: Ergebnisse einer Befragung von Studienanfängern (1992)
Windolf, Paul;Zitatform
Windolf, Paul (1992): Fachkultur und Studienfachwahl. Ergebnisse einer Befragung von Studienanfängern. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Jg. 44, H. 1, S. 76-98.
Abstract
"Die zentrale These des Beitrags lautet, daß die kognitiven Orientierungen der Studienanfänger und die Normen und Werte der Fachkultur in jedem Studienfach weitgehend übereinstimmen. Die Studienfachwahl beruht auf einer Wahlverwandtschaft zwischen den internalisierten Orientierungen der Studienanfänger und den Normen und Werten, die in den Fachkulturen institutionalisiert sind. Wenn es eine Wahlverwandtschaft zwischen den internalisierten Orientierungen der Studienanfänger und den Normen und Werten einer Fachkultur gibt, ist zu vermuten, daß die Einstellungen und Werte von Studienanfängern bereits vor Beginn des Studiums relativ homogen innerhalb eines Faches sind, während sie sich zwischen den Fächern stark unterscheiden. In dem Beitrag werden die Ergebnisse einer Umfrage unter Studienanfängern präsentiert, die im Wintersemester 1989/90 durchgeführt wurde. Es soll die Frage beantwortet werden, welche kognitiven Orientierungen sich bei Studienanfängern in verschiedenen akademischen Disziplinen nachweisen lassen und ob diese mit den institutionalisierten Normen der Fachkultur übereinstimmen. (IAB2)
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Literaturhinweis
Studienmotive oder Klassenhabitus?: strukturelle Beziehungen zwischen sozialer Herkunft und Studienfachwahl (1990)
Preißer, Rüdiger;Zitatform
Preißer, Rüdiger (1990): Studienmotive oder Klassenhabitus? Strukturelle Beziehungen zwischen sozialer Herkunft und Studienfachwahl. In: Zeitschrift für Sozialisationsforschung und Erziehungssoziologie, Jg. 10, H. 1, S. 53-71.
Abstract
"Das Konzept der 'Studienmotive' wird diskutiert und als ungeeignet verworfen, um den Prozeß der Studienfachwahl zu erklären. Eine schichtspezifische Auswertung von Studienmotiven zeigt eine unterschiedliche soziale Wertigkeit der Studienfächer bei Studierenden aus unterschiedlichen Sozialgruppen. Sie verweist auf strukturelle Zusammenhänge zwischen den finanziellen, sozialen und kulturellen Ressourcen der Studienanwärter, der Anforderungsstruktur der Studienfächer und ihren erwartbaren Erträgen auf dem Arbeitsmarkt und im Raum der sozialen Positionen. Sie werden weder nach der Logik eines rationalen Entscheidungsmodells, noch aufgrund von persönlichkeitsstrukturellen Gründen, sondern durch die 'blinde' Wirkungsweise des klassenspezifischen Habitus hergestellt." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Der Akademikerzyklus: historische Untersuchungen über die Wiederkehr von Überfüllung und Mangel in akademischen Karrieren (1990)
Titze, Hartmut;Zitatform
Titze, Hartmut (1990): Der Akademikerzyklus. Historische Untersuchungen über die Wiederkehr von Überfüllung und Mangel in akademischen Karrieren. Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht, 512 S.
Abstract
Die Studie untersucht in historischer Perspektive (ab 18. Jahrhundert) das zyklisch wiederkehrende Phänomen der Berufsüberfüllung und des Berufsmangels in ausgewählten akademischen Einzelberufen (evangelische Theologen, Juristen, Mediziner und Gymnasiallehrer). Im ersten Hauptteil wird die langfristige Entwicklung der Rekrutierung des Berufsnachwuchses rekonstruiert. Bei diesem Versuch, in vergleichender Betrachtung eine allgemeine Übersicht über die langfristige Problementwicklung zu gewinnen, ist das analytische Interesse darauf gerichtet, hinsichtlich der Nachwuchsrekrutierung in den verschiedenen Karrieren strukturelle Gemeinsamkeiten und Differenzen zu identifizieren. Diese bilden Ausgangspunkte für den Fortgang der Untersuchung auf der zweiten Ebene des analytischen Zugriffs (Soziale Mechanismen der akademischen Statusrekrutierung). Durch die Systematisierung der Ergebnisse wird in diesem Teil der Untersuchung eine Zyklustheorie entfaltet, die anfangs festgestellte periodische Wiederkehr von Überfüllungs- und Mangelsituationen in den verschiedenen Karrieren zu erklären beansprucht. Danach folgt die Analyse der Wahrnehmung und Diskussion der Phänomene durch die jeweils betroffenen Zeitgenossen. Erst über den sinnverstehenden Problemzugang auf dieser Untersuchungsebene erschließt sich die Dimension des Handelns der historischen Akteure. Im vierten Teil geht es darum, den Zusammenhang zwischen den eigendynamisch wirkenden Triebkräften im Rekrutierungssystem der Karriere und dem politischen Handeln der Zeitgenossen in einer historisch gerichteten Analyse aufzuklären. (IAB2)
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Literaturhinweis
The relationship between motivational processes and career exploration (1988)
Zitatform
Blustein, David L. (1988): The relationship between motivational processes and career exploration. In: Journal of vocational behavior, Jg. 32, H. 3, S. 345-357. DOI:10.1016/0001-8791(88)90025-5
Abstract
In diesem Beitrag geht es um die Untersuchung des theoretischen und empirischen Zusammenhangs zwischen Motivationsprozessen und Einstellungen und Verhalten bei der Berufswahlentscheidung. Dazu werden aus der Analyse der relevanten Motivations- und Berufsentwicklungsliteratur zwei Meßgrößen - eine für Motivationsorientierungen und eine multidimensionale für Berufswahlaktivitäten und -einstellungen - abgeleitet und an 154 Studenten überprüft. Die Ergebnisse des Tests deuten darauf hin, daß Selbstbestimmtheit und Fremdbestimmtheit, die - wie bekannt - mit intrinsischer und extrinsischer Motivation zusammenhängen, positiv mit dem Selbstkonzept und dem Vertrauen in das Instrumentarium der Entscheidungsfindung korrelieren. Die Ergebnisse werden in Bezug gesetzt zur Berufswahltheorie und -forschung und werden auf die Rolle von Motivationsprozessen im Berufsverlauf umgesetzt. (IAB)
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Literaturhinweis
Parental influence and teenagers' motivation to train for technological jobs (1988)
Breakwell, Glynis M.; Fife-Schaw, Chris; Devereux, John;Zitatform
Breakwell, Glynis M., Chris Fife-Schaw & John Devereux (1988): Parental influence and teenagers' motivation to train for technological jobs. In: Journal of occupational psychology, Jg. 61, H. 1, S. 79-88.
Abstract
Der Beitrag berichtet über Ergebnisse einer überregionalen Umfrage unter 13 bis 18 Jahre alten englischen Jugendlichen, in der nach den Einflüssen auf die Motivation, sich in technischen Berufen ausbilden zu lassen, gefragt wurde. Es zeigt sich, daß der Einfluß der Eltern in der Wahrnehmung der Jugendlichen eher indirekten als direkten Einfluß auf die Berufswahl hat. (IAB)
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Literaturhinweis
Decision-making styles and vocational maturity: an alternative perspective (1987)
Zitatform
Blustein, David L. (1987): Decision-making styles and vocational maturity. An alternative perspective. In: Journal of vocational behavior, Jg. 30, H. 1, S. 61-70. DOI:10.1016/0001-8791(87)90026-1
Abstract
Bis vor kurzem wurde von Berufspsychologen die Meinung vertreten, ein rationaler Entscheidungsstil sei zentrales Element einer effektiven Berufs- und Karriereplanung. Empirische Studien konnten diese Hypothese aber nicht durchgängig belegen. Ganz im Gegenteil, die Zweckdienlichkeit eines rationalen Entscheidungsverhaltens (im Unterschied zu intuitiven und abhängigen Entscheidungen) ließ sich durch Forschungsergebnisse nicht mehr eindeutig belegen. Vor diesem Hintergrund wurden in der in diesem Beitrag beschriebenen Studie die Zusammenhänge zwischen persönlichem Entscheidungsstil und beruflicher Autonomie/Reife als weitere unabhängige Variable untersucht. (IAB)
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Literaturhinweis
Studienmotivation und Lernbereitschaft angesichts ungünstiger Arbeitsmarktbedingungen: empirische Hinweise aus der Konstanzer Studentenlängsschnittstudie (1987)
Dippelhofer-Stiem, Barbara;Zitatform
Dippelhofer-Stiem, Barbara (1987): Studienmotivation und Lernbereitschaft angesichts ungünstiger Arbeitsmarktbedingungen. Empirische Hinweise aus der Konstanzer Studentenlängsschnittstudie. In: (1987): Studenten im Schatten des Arbeitsmarktes, S. 114-123.
Abstract
Die möglichen Rückwirkungen und Folgen ungünstiger Arbeitsmarktbedingungen auf die Lernbereitschaft, die Studiengestaltung und die Orientierungen der Studenten und Studentinnen sind bislang wenig beleuchtet. Die häufig vorgebrachten Thesen sind:
"Schlechte Berufsaussichten führen zu einer überwiegend instrumentellen Studienfachwahl und Studienorientierung. Nicht mehr das Interesse am Fach, sondern extrinsische Gratifikationen wie Arbeitsplatzsicherheit, Einkommen und Karriere sowie das Erreichen guter Noten stehen im Vordergrund.
Schlechte Berufsaussichten steigern die Resignation. Sie unterstützen zugleich jene Eigenschaften und Haltungen, die den 'neuen Sozialisationstyp' auszeichnet - Mißerfolgsangst, Passivität, fehlende Anstrengungsbereitschaft und gemindertes Selbstwertgefühl.
Schlechte Berufsaussichten bewirken eine Umorientierung in den studentischen Werthaltungen - 'postmaterialistische' und alternative Denkweisen gewinnen an Verbreitung. Gerade weil die Zukunft düster erscheint, entfalten nicht unmittelbar verwertbare Aspekte des Studiums neue Sinnstiftung - Persönlichkeitsbildung, Selbstverwirklichung, das Einbringenkönnen eigener Interessen."
Der Beitrag versucht den Geltungsbereich dieser Argumentation einzugrenzen. Er stützt sich dabei auf Daten einer Längsschnittstudie, die vom Projekt Hochschulsozialisation an der Universität Konstanz durchgeführt wird. Einbezogen werden Studierende der Fächer Medizin, Germanistik, der Natur-, Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften aus den Universitäten Frankfurt, Freiburg, München, den Technischen Universitäten Darmstadt und München. (IAB2) -
Literaturhinweis
Role et fonction des interets dans la definition du projet professionnel (1987)
Dupont, Jean-Blaise; Jobin, Claire; Ballif, Jean-Francois;Zitatform
Dupont, Jean-Blaise, Jean-Francois Ballif & Claire Jobin (1987): Role et fonction des interets dans la definition du projet professionnel. In: L'Orientation scolaire et professionnelle, Jg. 16, H. 3, S. 207-229.
Abstract
In dem Artikel werden Ergebnisse einer 1974-1982 in der französischsprachigen Schweiz durchgeführten Längsschnitterhebung dargestellt, bei der 519 Abiturienten wiederholt zu ihrer Berufswahl bzw. zur Verwirklichung ihrer Berufswahlabsichten und -pläne befragt wurden. Es werden vor allem Zusammenhänge zwischen psychologischen oder persönlichen Dimensionen und der später erreichten Situation analysiert. (IAB)
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Literaturhinweis
Wunschberuf, Berufsstart und Arbeitslosigkeit: objektive Setzung und subjektiver Sinn im Prozeß der Jugend (1987)
Friebel, Harry;Zitatform
Friebel, Harry (1987): Wunschberuf, Berufsstart und Arbeitslosigkeit. Objektive Setzung und subjektiver Sinn im Prozeß der Jugend. In: Soziale Welt, Jg. 38, H. 3, S. 350-364.
Abstract
Auf der empirischen Grundlage einer Längsschnittuntersuchung mit Hamburger Entlaßschülern wird der Zusammenhang von objektiver Setzung und subjektivem Sinn im Prozeß Jugend beim Übergang von der Schule in den Beruf untersucht. Von 1979-1986 wurden vier Befragungswellen mit standardisierten Fragebögen und mit themenzentrierten Intensivinterviews sowie Gruppendiskussionen durchgeführt. In dem Artikel werden zunächst die Berufswünsche der Jugendlichen beim Eintritt in die Arbeitswelt dargestellt. Diese Befunde werden durch die Dokumentation der objektiven Prozessierung von beruflicher Qualifikation, beruflicher Verwertung und Arbeitslosigkeit im Prozeß Jugend anhand einer Zeitreihenanalyse ergänzt. Im dritten Schritt rekonstruiert der Autor die Biographien der jungen Leute. Er polarisiert clusteranalytisch verschiedene Biographien, um die Wahrscheinlichkeit stabiler oder instabiler Arbeitsmarktkarrieren kennzeichnen zu können. Im letzten Schritt kehrt der Autor zum ersten Schritt zurück: auf das, was das Subjekt will. Er fragt, ob das "Wollen" (der subjektive Sinn) im Zusammenhang mit dem "Sollen" (der objektiven Chancenstruktur) steht. Diese Frage wird am Beispiel der Wunschberufsprofile diskutiert. (IAB2)
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Literaturhinweis
Berufswünsche von Mädchen unter dem Diktat des Arbeitsmarktes: die schrittweise "Verweiblichung" der Bildungs- und Berufsbiographien von Hauptschülerinnen (1987)
Rettke, Ursula;Zitatform
Rettke, Ursula (1987): Berufswünsche von Mädchen unter dem Diktat des Arbeitsmarktes. Die schrittweise "Verweiblichung" der Bildungs- und Berufsbiographien von Hauptschülerinnen. In: A. Bolder & K. Rodax (Hrsg.) (1987): Das Prinzip der aufge(sc)hobenen Belohnung : die Sozialisation von Arbeiterkindern für den Beruf (Reihe Arbeit, 19), S. 127-141.
Abstract
Es wird über Ergebnisse des Projekts "Berufsfindung und Arbeitsmarkt - Entwicklung von Berufsvorstellungen und Berufsentscheidungen im Prozeß der Eingliederung Jugendlicher in den Arbeitsmarkt" (Universität Bremen 1979-1983) berichtet, in dem es u.a. darum ging, den Prozeß der Berufsfindung von Mädchen - die Verarbeitung ihrer Schulkarriere als formale Eingangsvoraussetzung, ihre beruflichen Erwartungen, Bewerbungsversuche und deren Resultate - in einer Längsschnittuntersuchung mit qualitativen Interviews zu erfassen, um vor dem Hintergrund dieses authentischen Materials zu theoretischen Aussagen zu gelangen. "Der Beitrag will auf der Grundlage dieser Forschungsergebnisse den gleichsam idealtypischen Berufsfindungsprozeß von Hauptschülerinnen nachzeichnen. Für Hauptschüler und -schülerinnen gewinnen seit Jahren zunehmend bildungspolitische Maßnahmen zum Ausbau berufsvorbereitender Lehrgänge, des Berufsgrundbildungsjahres und des Berufs- und Berufsfachschulsystems als Steuerungsinstrument der Jugendarbeitslosigkeit an Relevanz. Überblicksdaten dokumentieren, daß in Bremen ca. 45 % der Hauptschülerinnen eines Abgänger-Jahrgangs in das Berufs- und Berufsfachschulsystem für Hauswirtschaft und Sozialpflege münden. Damit zeigt sich, daß dieser 'typisch weibliche' Ausbildungsbereich tatsächlich einer der wichtigsten für Mädchen ist. Diese beeindruckende Schülerzahl scheint für sich genommen die These einer gezielt auf hausarbeitsnahe Tätigkeitsfelder gerichteten Berufsorientierung von Mädchen zu erhärten. Um die Erfahrungen und Sichtweisen der Betroffenen selbst mit solchen Aussagen und Urteilen kontrastieren zu können, soll im Anschluß an die Darstellung der Berufswunschgenese von Hauptschülerinnen die Berufswunschentwicklung von Schülerinnen in diesen Schulformen exemplarisch aufgezeigt werden." (IAB2)
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Literaturhinweis
Wertorientierungen und Laufbahnwahl: eine soziologische Untersuchung am Beispiel der Zentralschweizer Maturanden (1987)
Schmid-Kaiser, Victor;Zitatform
Schmid-Kaiser, Victor (1987): Wertorientierungen und Laufbahnwahl. Eine soziologische Untersuchung am Beispiel der Zentralschweizer Maturanden. (Europäische Hochschulschriften. Reihe 22, Soziologie 136), Bern u.a.: Lang, 240 S.
Abstract
In dem Buch "wird der Versuch unternommen, das Studium- und Berufswahlverhalten von Maturanden theoretisch und empirisch in einen weiteren Kontext zu stellen und mit Wertorientierungen in Beziehung zu bringen. Dazu wurden alle Maturanden der Zentralschweiz in einer umfassenden Untersuchung über ihre Laufbahnwahl, ihre Einstellungen zu Arbeit, Beruf und Zukunft sowie über ihre Wertorientierungen befragt. Dabei zeigt sich u.a., daß die Befragten trotz verschlechterter Berufsaussichten nach wie vor auf das Funktionieren des Zusammenhangs zwischen hoher Bildung und gesicherter Laufbahn vertrauen und sich antizipatorisch mit dem angestrebten Status als Akademiker identifizieren." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Berufswunschumlenkung: Prozesse der Anpassung an den Arbeitsmarkt (1985)
Bolder, Axel; Peusquens, Dieter;Zitatform
Bolder, Axel & Dieter Peusquens (1985): Berufswunschumlenkung. Prozesse der Anpassung an den Arbeitsmarkt. In: Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik, Jg. 81, H. 5, S. 406-420.
Abstract
"Forderungen nach größerem Realitätsbezug bei Ausbildungs- und Berufswahl zielen selbst an den realen Abläufen im Bildungs- und Beschäftigungssystem vorbei. Nach einem kurzen Überblick über einschlägige Forschungsergebnisse wird anhand empirischen Materials aus einer Längsschnittuntersuchung des Berufszuweisungsprozesses demonstriert, daß Realitätsbezug eher im Übermaß anzutreffen ist. Warnungen vor 'illusionären' Bildungs- und Berufsvorstellungen dienen letztlich der Stabilisierung sozialer Ungleichheit und der intergenerativen Absicherung sozialer Privilegien." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Berufslenkung in Frauenberufe? (1985)
Faulstich-Wieland, Hannelore;Zitatform
Faulstich-Wieland, Hannelore (1985): Berufslenkung in Frauenberufe? In: Recht der Jugend und des Bildungswesens, Jg. 33, H. 5, S. 333-345.
Abstract
Ein großer Teil der Mädchen mündet nach wie vor in traditionelle Frauenberufe ein. Die Verfasserin untersucht anhand vorliegender Daten, inwieweit folgende Gründe dafür die Ursache sind:
1. die Mädchen haben selber solche Berufswünsche
2. sie werden von Eltern, Schule und Berufsberatung gezielt oder quasi automatisch in Richtung auf frauenadäquate Beschäftigung gelenkt
3. die Mechanismen des Arbeitsmarktes lassen ihnen keine andere Wahl.
Sie kommt zu dem Ergebnis, daß "der Berufseinmündungsprozeß von jungen Mädchen in typische Frauenberufe primär eine Anpassung und Einfügung in die vorfindbaren Gegebenheiten des Ausbildungs- und Arbeitsmarktes und weniger eine dezidierte und originäre Berufswunschrealisierung der Mädchen" ist. (IAB2) -
Literaturhinweis
Das Wichtigste, man hat einen Beruf!: eine Studie über Berufsfindung, Ausbildung und berufliche Zukunft kaufmännischer Auszubildender (1985)
Maier, W.; Klaus, A.; Mannheim, U.; Wedell, S.;Zitatform
Maier, W., A. Klaus, U. Mannheim & S. Wedell (1985): Das Wichtigste, man hat einen Beruf! Eine Studie über Berufsfindung, Ausbildung und berufliche Zukunft kaufmännischer Auszubildender. Augsburg: Maro-Verl., 293 S.
Abstract
"Die vorliegende Studie basiert auf qualitativen Interviews mit kaufmännischen Auszubildenden und von diesen geschriebenen Aufsätzen. Die Auszubildenden hatten so Gelegenheit, zu ihrer Berufsfindung und Stellensuche, zum Verlauf ihrer beruflichen Ausbildung sowie zu ihrer beruflichen Zukunft Stellung zu nehmen. Im Mittelpunkt stehen daher die subjektiven Erfahrungen der Jugendlichen, deren psychische Verarbeitung und die daraus erwachsenden Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten.
Die Darstellung orientiert sich am chronologischen Ablauf des Lebensabschnitts "Lehrzeit" und enthält zahlreiche Belege für die Aussagen der Autoren.
Die Untersuchung weist hin auf eine sehr starke Anpassungsleistung der Jugendlichen an die von ihnen vorgefundenen Bedingungen (Arbeitsmarkt, Betrieb, Bildungssystem) und läßt zumindest für die untersuchte Gruppe der kaufmännischen Auszubildenden das Bild einer resignierten, desillusionierten Jugend erkennen." (Autorenreferat) -
Literaturhinweis
Berufswahl und Arbeitsmarkt: Fernstudium (1984)
Chaberny, Annelore; Stooß, Friedemann; Parmentier, Klaus;Zitatform
Chaberny, Annelore, Klaus Parmentier & Friedemann Stooß (1984): Berufswahl und Arbeitsmarkt. Fernstudium. (Berufswahlvorbereitung Studienbrief 5), Tübingen, 177 S.
Abstract
Ziel des Bandes ist es, Hintergründe des Spannungsfeldes Berufswahl und Arbeitsmarkt zu erhellen, gegenwärtige Entwicklungen zu beschreiben und Orientierungshilfen vorzustellen. Dazu werden zunächst theoretische Grundlagen erörtert, die den Beruf als Gliederungsprinzip unserer Gesellschaft und den Arbeitsmarkt als System von Angebot und Nachfrage darstellen. Im nächsten Kapitel werden dann ausgewählte Befunde des IAB zum Berufswahlprozeß referiert. Diese behandeln die Wege der Jugendlichen von der Schule in die Berufsausbildung und von der Berufsausbildung in die Erwerbstätigkeit. Das abschließende Kapitel zeigt, wie der einzelne den Arbeitsmarkt bei der Berufswahl einbeziehen kann, indem er die Beschäftigungsaussichten zu beurteilen versucht, staatliche Hilfen in Anspruch nimmt und Möglichkeiten der Informationsgewinnung nutzt. (IAB)
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Literaturhinweis
Berufswahl und Berufsinformation: Ergebnisse einer empirischen Untersuchung (1984)
Schweikert, Klaus; Meissner, Vera;Zitatform
Schweikert, Klaus & Vera Meissner (1984): Berufswahl und Berufsinformation. Ergebnisse einer empirischen Untersuchung. (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 85), Nürnberg, 249 S.
Abstract
Die Untersuchung zielt auf eine Analyse der Berufswahlsituation von Jugendlichen, insbesondere der Einflußfaktoren und Entscheidungskriterien. In die Analyse wurde auch eine Untersuchung der Nutzung berufsorientierender und berufsinformierender Medien in den Berufsinformationszentren einbezogen. "Die zentralen Fragen der Analyse richteten sich einerseits auf
- vorgegebene Informationsniveaus bzw. -lücken, fehlerhafte Vorstellungen,
- Konzentrationstendenzen bei bestimmten (Ausbildungs)berufen,
- individuelle und soziale Komponenten der Berufsentscheidung, gruppenspezifische, insbesondere geschlechtsspezifische Entscheidungsmuster und den Einfluß des jeweiligen Bildungsverlaufs auf die Berufswahl
andererseits auf
- Informationsverhalten bei Konfrontation mit dem konkreten Medienangebot im BIZ-Berlin,
-Medienpräferenzen,
-Erwartungen und Mängel an/bei diesem Medienangebot,
-Adressatenorientierung des Medienangebots,
- das Konzept der Selbstinformation,
- Einflüsse der erhaltenen Vorinformationen,
- Konsequenzen für eine folgende berufliche Einzelberatung.
Die Ergebnisse sollen der Steigerung der Effizienz und einer Extensivierung der Nutzung der Berufsbildungszentren bzw. -stellen dienen. ... Im Zentrum der Untersuchung stand die Befragung von 1021 Jugendlichen, die im Rahmen des Berufswahlunterrichts (BWU) das BIZ Berlin aufgesucht hatten und von 2011 jugendlichen Benutzern, die aus eigener Initiative ins BIZ Berlin gekommen waren. ... Eine Totalerhebung (1980) bei 2705 Jugendlichen mit mittlerem Bildungsgang hat entsprechende Resultate für Hörer bzw. zum Nutzen berufskundlicher Vorträge erbracht." (IAB2) -
Literaturhinweis
Milieueinflüsse auf die Berufswahl (1983)
Jaide, Walter;Zitatform
Jaide, Walter (1983): Milieueinflüsse auf die Berufswahl. In: (1983): Arbeit und Beruf. Band 1, S. 410-449.
Abstract
In diesem Beitrag wird erörtert, welchen Einfluß insbesondere die Familie auf die Berufswahl hat. Berufliche Sozialisation durch die Familie wird dabei im Kotext verschiedener Einflußgrößen betrachtet: der Zugehörigkeit zu einer Sozialschicht, der praktizierten Erziehungsstile, des familialen Kulturmileus mit seinen Anregungen und Anforderungen, des Informationsverhaltens in den Familien bezüglich der Berufswahl, direkter Berufspräferenzen der Eltern für ihre Kinder, der Elterneinflüsse in Kommunikation oder in Konkurrenz mit peer groups, Schule und Berufsberatung. Mit in die Betrachtung einbezogen werden zeitgeschichtliche Veränderungen der Sozialstruktur. (IAB)
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Literaturhinweis
Die Bedeutung negativer Berufsaussichten bei der Berufswahl von Abiturienten - in Abhängigkeit von Risikobereitschaft und Selbstsicherheit (1983)
Krauß, Manfred;Zitatform
Krauß, Manfred (1983): Die Bedeutung negativer Berufsaussichten bei der Berufswahl von Abiturienten - in Abhängigkeit von Risikobereitschaft und Selbstsicherheit. Marburg, 128 S.
Abstract
"In der vorliegenden Arbeit wurde versucht, einige aus der Berufswahlforschung abgeleitete Aspekte, die bei der Berufswahl eine Rolle spielen, in ihrer Auswirkung auf die Bedeutung von negativen Berufsaussichten und der resultierenden Berufswahl zu untersuchen.
Dabei wurden die Zusammenhänge zwischen der subjektiven Bedeutsamkeit negativer Berufsaussichten und der resultierenden (Berufs-) Wahlbereitschaft mit den Persönlichkeitsmerkmalen Risikobereitschaft, berufliche sowie allgemeine Selbstsicherheit und Berufseinstellungen untersucht und daraus Rückschlüsse auf die Bedeutung negativer Berufsaussichten bei der Berufswahl von Abiturienten in Abhängigkeit o.g. Variablen gezogen.
Die Ergebnisse zeigen, daß zum Teil hochsignifikante Abhängigkeiten zwischen der Bedeutsamkeit negativer Berufsaussichten und der Wahlbereitschaft mit den untersuchten Persönlichkeitsmerkmalen bestehen.
Für die Berufseinstellung fanden sich nur in wenigen Fällen Zusammenhänge.
Die Geschlechterunterschiede wurden für die Ausprägung der einzelnen Skalenwerte überprüft. Dabei zeigten sich für die Risikobereitschaft, Wahlbereitschaft sowie zwei berufliche Einstellungsmaße signifikante Unterschiede. Anschließend wurden die Skalen- und Itemanalysen durchgeführt, wobei sich insbesondere die Skala Risikobereitschaft und die Skala 0: allgemeine Selbstsicherheit als verbesserungsbedürftig zeigten." (Autorenreferat) -
Literaturhinweis
Educational choice and labor markets in Japan (1981)
Bowman, Mary Jean; Tomoda, Yasumasa; Ikeda, Hideo;Zitatform
Bowman, Mary Jean (1981): Educational choice and labor markets in Japan. Chicago: University of Chicago Press, 367 S.
Abstract
Am Beispiel Japans und vor dem Hintergrund einer knappen Darstellung des japanischen Bildungssystems versuchen die Autoren theoretisch und empirisch zu ermitteln, welche Einflußfaktoren die Bildungsentscheidungen von Schülern bestimmen. Die beiden untersuchten Wahlsituationen sind der Übergang von der unteren Sekundarstufe in einen der Zweige der höheren Sekundarstufe oder in den Arbeitsmarkt, und von der höheren Sekundarstufe in die Hochschule oder in den Arbeitsmarkt. Die Analyse ist humankapitaltheoretisch fundiert und berücksichtigt insbesondere Theorieansätze zur Erklärung von Entscheidungen unter Ungewißheit, bezieht aber neben rein monetären Aspekten auch andere Faktoren ein, insbesondere soziale Herkunft und Einstellungen der Eltern. (IAB)
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Literaturhinweis
Jugendliche beim Übergang vom Bildungs- in das Beschäftigungssystem: Ergebnisse der Basiserhebungen einer Längsschnitt-Untersuchung (1980)
Saterdag, Hermann; Stegmann, Heinz;Zitatform
Saterdag, Hermann & Heinz Stegmann (1980): Jugendliche beim Übergang vom Bildungs- in das Beschäftigungssystem. Ergebnisse der Basiserhebungen einer Längsschnitt-Untersuchung. (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 41), Nürnberg, 235 S.
Abstract
"Die ... Arbeit berichtet über die beiden Basiserhebungen der IAB-Längsschnittuntersuchung "Jugendliche beim Übergang vom Bildungs- in das Beschäftigungssystem", die 1977 durchgeführt wurden. Die erste Erhebung richtete sich an 62 825 Schüler, die während des Schuljahres 1976/77 die 9. Klasse einer allgemeinbildenden Schule besuchten sowie an deren Eltern. Sie fand in den Monaten Mai und Juni 1977 statt. In die zweite Erhebung wurden 33 021 Absolventen bzw. Abgänger aus Abschlußklassen allgemeinbildender Schule einbezogen. Diese Erhebung wurde in den Monaten Oktober bis Dezember 1977 durchgeführt. Es handelte sich in beiden Fällen um schriftliche Erhebungen, bei denen jeweils eine Rücklaufquote von rd. 80 % erzielt wurde." "Untersuchungsgegenstand der Basiserhebung an der ersten Stichprobe sind die Ausbildungs- und Berufsperspektiven bei Jugendlichen am Ende der 9. Klasse, und zwar mit folgenden Themenbereichen: ++ Ausbildungs- und Berufspläne, ++ Vorbereitung der Berufswahl (Informationsverhalten), ++ aktuelle Rahmenüberlegungen für Ausbildungs- und Berufsentscheidungen (z.B. Kriterien der Ausbildungswahl, Konzessionsbereitschaft bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz, Alternative Schule - Beruf). ++ Berufsthematische Zielvorstellungen (z.B. Wertorientierungen, Merkmale der gewünschten beruflichen Tätigkeit). Mit der Basiserhebung an der zweiten Stichprobe werden Ausbildungsentscheidungen von Absolventen und Abgängern aus allgemeinbildenden Schulen untersucht. Im einzelnen sind es folgende Themenbereiche: ++ Nachfrage nach betrieblichen und schulischen Ausbildungsplätzen, ++ Bewerbungsverhalten, ++ Realisierung der Nachfrage nach beruflichen Ausbildungsplätzen."
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Literaturhinweis
Bildungsentscheidungen im Arbeitermilieu (1978)
Bolder, Axel;Zitatform
Bolder, Axel (1978): Bildungsentscheidungen im Arbeitermilieu. (Untersuchungen des Instituts zur Erforschung sozialer Chancen, Köln), Frankfurt: Campus-Verl., 291 S.
Abstract
"Nach einem Rückblick auf die Ausgangsposition des Bildungsbooms der sechziger Jahre, der Chancengleichheit für alle suggerierte, werden die Bedingungen des Ausbildungsverhaltens untersucht, um herauszufinden, welche Faktoren die Schulwahl von Arbeiterkindern steuern.
In Anlehnung an den Bahrdtschen Umwelt- und Situationsbegriff werden wesentliche Bereiche, die die Entscheidung zur Schulwahl bestimmen, in ihrer gesamten Handlungsrelevanz dargestellt. Es läßt sich nachweisen, daß nicht individuelle Persönlichkeitsfaktoren, sondern verschiedene Umweltebenen von entscheidendem Einfluß auf die Schulwahl sind. Die wichtigsten sind familialer Kontext, Stellung im Produktionsprozeß, Infrastruktur des jeweiligen Stadtteils." (Autorenreferat) -
Literaturhinweis
Bestimmungsgründe für Berufswünsche und Berufswahlentscheidungen (1976)
Gaulke, Klaus-Peter;Zitatform
Gaulke, Klaus-Peter (1976): Bestimmungsgründe für Berufswünsche und Berufswahlentscheidungen. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 9, H. 4, S. 525-537.
Abstract
"Der Einfluß von angebotenen Ausbildungsplätzen sowie von vorhandenen beruflichen Positionen und deren Entwicklung auf Berufswünsche Jugendlicher ist Gegenstand der Untersuchung. Darüber hinaus werden Berufswunschspektren und korrespondierende Berufswahlspektren getrennt nach Geschlecht und den Ausbildungsniveaus "Hauptschule" und "Realschule" gegenübergestellt und Häufigkeiten der Änderungen bestimmter Berufswünsche hinsichtlich der dann tatsächlich gewählten Einmündungsberufe aufgezeigt. Grundlage der Untersuchung war die Berufsberatungsstatistik der Bundesanstalt für Arbeit. Es wurde also nur ein Teil des gesamten Ausbildungsstellenmarktes untersucht, nämlich, der, dessen Angebot und Nachfrage bei den Arbeitsämtern aufeinandertreffen. Die Ergebnisse zeigen, daß sowohl die Struktur der insgesamt über die Arbeitsämter angebotenen als auch der dann als besetzt registrierten Ausbildungsplätze mit der Struktur der - noch unbeeinflußt durch die Berufsberatung - geäußerten Berufswünsche in hohem Maße korreliert. Dabei wurde bei den besetzten Ausbildungsplätzen ein noch stärkerer Zusammenhang mit den Berufswünschen festgestellt, als bei dem insgesamt registrierten Angebot. Darin kann ein Zeichen dafür gesehen werden, daß es einen sozialen Mechanismus geben muß, der Berufswünsche von vornherein nach auch tatsächlich vorhandene Ausbildungsplätze von vornherein blockiert. Hinweise dafür, daß sich Berufsüünsche auch an den vorhandenen Arbeitsplätzen Erwachsener sowie deren relativer Zu- oder Abnahme in der Vergangenheit ausrichten, konnten nicht gefunden werden. Auch eine überwiegende Übereinstimmung der Berufswahlentscheidungen mit der strukturellen Entwicklung der Berufe wurde nicht ermittelt."
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Literaturhinweis
Studien- und Berufswünsche Frankfurter Abiturienten, ihr Alter und die Berufe ihrer Väter: eine statistische Untersuchung der Entlaßjahrgänge 1957 bis 1962 im Arbeitsamtsbezirk Frankfurt am Main (o. J.)
Steininger, Alexander;Zitatform
Steininger, Alexander (o. J.): Studien- und Berufswünsche Frankfurter Abiturienten, ihr Alter und die Berufe ihrer Väter. Eine statistische Untersuchung der Entlaßjahrgänge 1957 bis 1962 im Arbeitsamtsbezirk Frankfurt am Main. Frankfurt, 32 S.
Abstract
Das Heft informiert über eine statistische Untersuchung der Berufsberatung für Abiturienten im Arbeitsamt Frankfurt/Main. Sie zielt auf die Verteilung und Steuerung der Studien- und Berufswünsche schulentlassener Abiturienten der Jahrgänge 1957 bis 1962, deren Alter und die Berufe ihrer Väter. (IAB)
