Atypische Beschäftigung
Der deutsche Arbeitsmarkt wird zunehmend heterogener. Teilzeitbeschäftigung und Minijobs boomen. Ebenso haben befristete Beschäftigung und Leiharbeit an Bedeutung gewonnen und die Verbreitung von Flächentarifverträgen ist rückläufig. Diese atypischen Erwerbsformen geben Unternehmen mehr Flexibilität.
Was sind die Konsequenzen der zunehmenden Bedeutung atypischer Beschäftigungsformen für Erwerbstätige, Arbeitslose und Betriebe? Welche Bedeutung haben sie für die sozialen Sicherungssysteme, das Beschäftigungsniveau und die Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes? Die IAB-Themendossier bietet Informationen zum Forschungsstand.
- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
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Atypische Beschäftigung insgesamt
- Gesamtbetrachtungen
- Erosion des Normalarbeitsverhältnisses
- Prekäre Beschäftigung
- Politik, Arbeitslosigkeitsbekämpfung
- Arbeits- und Lebenssituation atypisch Beschäftigter
- Betriebliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Rechtliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Gesundheitliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Beschäftigungsformen
- Qualifikationsniveau
- Alter
- geographischer Bezug
- Geschlecht
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Literaturhinweis
The dynamics of repeated temporary jobs (2005)
Gagliarducci, Stefano;Zitatform
Gagliarducci, Stefano (2005): The dynamics of repeated temporary jobs. In: Labour economics, Jg. 12, H. 4, S. 429-448. DOI:10.1016/j.labeco.2005.05.001
Abstract
"The path to a permanent job often implies a sequence of temporary contracts, sometimes including periods of unemployment. This has usually been disregarded in previous studies on the transition from temporary to permanent employment. To account for these transitions, I apply multiple-spell duration techniques to an Italian dataset. I find that the probability of moving from a temporary to a permanent job increases with the duration of the contract, but decreases with repeated temporary jobs and especially with interruptions. This suggests that it is not temporary employment per se but the intermittence associated with it that is detrimental to employment prospects." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Does subsidised temporary employment get the unemployed back to work?: an econometric analysis of two different schemes (2005)
Zitatform
Gerfin, Michael, Michael Lechner & Heidi Steiger (2005): Does subsidised temporary employment get the unemployed back to work? An econometric analysis of two different schemes. In: Labour economics, Jg. 12, H. 6, S. 807-835. DOI:10.1016/j.labeco.2004.04.002
Abstract
Subventionierte Beschäftigungsmaßnahmen sind ein wichtiges Instrument aktiver Arbeitsmarktpolitik zur Verbesserung der Wiedereinstellungschancen von Arbeitslosen. Auf der Basis individueller Daten aus Verwaltungsakten werden die Auswirkungen zweier unterschiedlicher Modelle von subventionierter Zeitarbeit, die in der Schweiz eingeführt wurden, untersucht. Es handelt sich einmal um gemeinnützige Beschäftigungsprogramme (EP) und zum anderen um Zuschüsse für zeitlich befristete Arbeitsverträge in privaten und öffentlichen Unternehmen (TEMP). Ökonometrische Abgleichungsmethoden zeigen, dass TEMP erfolgreicher als EP in dem Bemühen ist, Arbeitslose zurück in Arbeitsverhältnisse zu bringen. Wenn man vergleichsweise diejenigen heranzieht, die an gar keinem Programm teilnehmen, dann sind EP und TEMP ineffizient für Arbeitslose, die leicht und überall eine Anstellung finden und deren Arbeitslosigkeit nur von kurzer Dauer ist. Für potentielle und tatsächliche Langzeitarbeitslose können beide Programme positive Effekte haben, aber der Effekt von TEMP ist größer. (IAB)
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Literaturhinweis
Künstler zwischen selbständiger und abhängiger Erwerbsarbeit (2005)
Haak, Carroll;Zitatform
Haak, Carroll (2005): Künstler zwischen selbständiger und abhängiger Erwerbsarbeit. In: Schmollers Jahrbuch, Jg. 125, H. 4, S. 573-595.
Abstract
"Die Anzahl erwerbstätiger Künstler nimmt in Deutschland seit Jahrzehnten zu. Ein differenzierter Blick auf die Arbeitsmärkte von Künstlern verdeutlicht allerdings die Dimensionen, in denen sich dieses Wachstum bewegt. Im Kultursektor werden abhängige Beschäftigungsverhältnisse abgebaut, unbefristete Stellen werden zugunsten befristeter Beschäftigungsverhältnisse zurückgenommen. Insgesamt geht die abhängige Beschäftigung zugunsten der Selbständigkeit zurück. Im vorliegenden Beitrag wird die Entwicklung der Erwerbstätigkeit von Musikern, darstellenden Künstlern und bildenden Künstlern auf der Basis einer Analyse von Individualdaten (Mikrozensus 2000) seit den achtziger Jahren nachgezeichnet. Dabei werden spezifische Charakteristika der Erwerbsformen, insbesondere der abhängigen Beschäftigungsverhältnisse sowie der Selbständigkeit, analysiert und diskutiert. An die deskriptive Datenanalyse schließen sich zwei logistische Regressionen an, anhand derer folgende Fragen beantwortet werden: Welche Faktoren determinieren die Erwerbsformen bei Künstlern? Welche sozialstrukturellen Merkmale beeinflussen das Befristungsrisiko bei den Beschäftigungsverhältnissen von Künstlern?" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Dreaming of a stable job: The transitions of temporary workers in Italy and Spain (2005)
Zitatform
Hernanz, Virginia, Federica Origo, Manuela Samek & Luis Toharia (2005): Dreaming of a stable job: The transitions of temporary workers in Italy and Spain. (TLM.NET working paper 2005-20), Amsterdam, 24 S.
Abstract
"The aim of this paper is to shed further light on transitions made by workers in Italy and Spain from temporary to stable employment. The analysis focuses on a comparison of involuntary temporary workers (i.e., individuals working on a fixed-term basis only, because they could not find permanent employment), with both other temporary workers and the unemployed. Not surprisingly, the rate of involuntary temporary employment is extremely high in both Italy and Spain (in 2002, 41% of Italian and 70% of Spanish temporary workers aged 15-64 were involuntary, compared to the EU average of 34%), despite the different incidence of overall temporary work between the two nations (around 10% of total employment in Italy, 30% in Spain). Institutional similarities between Italy and Spain (i.e., tight labour market regulation, extended family networks with low female participation rates, and important internal regional differences), in addition to their distinct policies towards temporary employment, make them ideal cases for studying the shifts made by workers from temporary to more stable jobs. Empirical analysis of longitudinal micro-data drawn from Italian and Spanish Labour Force surveys, reveals two different models. The Italian unemployed are in fact less likely to find a job than their Spanish counterparts, but they are more likely to get a stable job than a temporary one. Furthermore, temporary employees in Italy have a significant probability of obtaining a stable job and a relatively low probability of falling into unemployment. In sharp contrast, the unemployed in Spain are more likely to find temporary jobs than remain jobless, but once working have few options for upward mobility and seem to get 'stuck', at least in the short term. Econometric estimates demonstrate that temporary workers in both countries are actually more likely to get a stable job than are the unemployed, but no significant differences seem to emerge between involuntary and other temporary employees. Nonetheless, the marginal effect of temporary work experience (holding other factors constant) is much higher in Italy than in Spain (0.26 vs. 0.03). Furthermore, the positive effect of temporary work experience may be slightly higher (at least in the case of Italy) if unobserved heterogeneity is taken into account, suggesting the existence of negative (self-) selection into temporary employment. This may be due to the fact that, holding other observable characteristics constant, some individuals (whose unobserved characteristics make them more likely to get a stable job) prefer to remain unemployed (presumably waiting for a stable job) than to accept a temporary employment position." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Befristete Arbeitsverträge älterer Arbeitnehmer im Einklang mit Gemeinschaftsrecht (2005)
Koberski, Wolfgang;Zitatform
Koberski, Wolfgang (2005): Befristete Arbeitsverträge älterer Arbeitnehmer im Einklang mit Gemeinschaftsrecht. In: Neue Zeitschrift für Arbeitsrecht, Jg. 22, H. 2, S. 79-84.
Abstract
Vor dem Hintergrund noch ausstehender Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs untersucht der Aufsatz die Vereinbarkeit von § 14 III TzBfG - befristete Arbeitsverträge älterer Arbeitnehmer - mit dem europäischen Gemeinschaftsrecht. Zunächst wird die Entwicklung der gesetzlichen Grundlagen für die Befristung von Arbeitsverhältnissen älterer Arbeitnehmer dargestellt und ein Überblick zum Regelungsinhalt des § 14 III TzBfG gegeben. Es wird dann der Frage der Vereinbarkeit der fraglichen Regelung mit dem Gemeinschaftsrecht, im einzelnen mit der Richtlinie 1999/70/EG zu der EGB-UNICE-CEEP-Rahmenvereinbahrung über befristete Arbeitsverträge sowie mit der Richtlinie 2000/78/EG zur Festlegung eines allgemeinen Rahmens für die Verwirklichung der Gleichbehandlung in Beschäftigung und Beruf, nachgegangen. Festzuhalten bleibt, dass § 14 III TzBfG mit den hier behandelten Richtlinien vereinbar ist. Er steht sowohl im Einklang mit den Maßnahmevarianten des § 5 I lit. a und b RV-B sowie dem Verschlechterungsverbot nach § 8 III RV-B. Auch ein Verstoß gegen die Antidiskriminierungsrichtlinie 2000/78/EG kann nicht festgestellt werden, da die Ungleichbehandlung wegen des Alters über Art. 6 gerechtfertigt ist. Die auf Grund der kontroversen Diskussion geschürte Verunsicherung auf Arbeitgeberseite kann nur behoben werden, wenn Rechtssicherheit herrscht. 'Die Anwendung dieser Befristungsvariante trägt gemäß ihrem beschäftigungspolitischen Ziel zu einer Verbesserung der Einstellungschancen der älteren Arbeitnehmer bei und sollte damit auch in Zukunft verstärkt genutzt werden.' (IAB)
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Literaturhinweis
Stepping-stones or dead-ends? An analysis of Swedish replacement contracts (2005)
Zitatform
Larsson, Laura, Linus Lindqvist & Oskar Nordström Skans (2005): Stepping-stones or dead-ends? An analysis of Swedish replacement contracts. (Institute for Labour Market Policy Evaluation. Working paper 2005,18), Uppsala, 41 S.
Abstract
"The paper studies if temporary jobs in the form of fixed-term replacement contracts reduce the risk of future unemployment among job-seekers. Using exact matching on labour market history and personal characteristics we find positive effects of the replacement contract on future labour market status. We also find that the longer the replacement contract the higher the probability of having an open ended contract at the same site 2-2.5 years after the start of the contract. No effect of the length is found on unemployment, employment or wages. Overall, the results suggest that receiving a fixed term contract reduces the risk of future unemployment, and that a longer contract increases the position within the workplace but not on the market in general." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
A bad start? Fixed-term contracts and the transition from education to work in West Germany (2005)
Zitatform
McGinnity, Frances, Antje Mertens & Stefanie Gundert (2005): A bad start? Fixed-term contracts and the transition from education to work in West Germany. In: European Sociological Review, Jg. 21, H. 4, S. 359-374., 2004-12-23. DOI:10.1093/esr/jci025
Abstract
"Fixed-term contracts in Europe have recently become the subject of both policy and research interest, seen as particularly relevant in the transition from school to work. Some commentators argue that fixed-term contracts have an integrative function in the transition from school to work, providing a 'bridge' to the labour market. A contrasting perspective is that they hinder successful integration into the labour market by leading to a repeating cycle of fixed-term jobs and unemployment. We investigate this issue in Germany, a country with a regulated labour market and a 'co-ordinated' transition from education to work. Using life history data we consider who gets a fixed-term contract at the beginning of working life in Germany and how this affects their subsequent labour market career. Our first key finding is that fixed-term contracts are found among those for whom the school-to-work transition is not so co-ordinated, including both high-skilled and low-skilled labour market entrants. Our second finding is that, after five years, the unemployment rates of those who started with fixed-term contracts and those who started with permanent contracts converge. Beginning working life with a fixed-term contract does not clearly signal a 'bad start' in Germany." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
A two-tier labour market for fixed-term jobs?: evaluating evidence from West Germany using quantile regression (2005)
Zitatform
Mertens, Antje & Frances McGinnity (2005): A two-tier labour market for fixed-term jobs? Evaluating evidence from West Germany using quantile regression. In: Schmollers Jahrbuch, Jg. 125, H. 1, S. 75-85.
Abstract
In jüngeren Diskussionen werden oft die beträchtliche Bandbreite der Qualität befristeter Arbeitsverhältnisse und die damit verbundenen Lohnunterschiede vernachlässigt. Vor diesem Hintergrund wird das Konzept eines geteilten Arbeitsmarkts für befristet Beschäftigte vorgestellt und mittels quantiler Regression getestet. Eine Analyse von Daten des Sozioökonomischen Panels zeigt, dass befristet Beschäftigte mit hohen Löhnen nur geringfügig weniger verdienen als vergleichbare fest Angestellte. Befristet Beschäftigte mit niedrigen Löhnen verdienen jedoch erheblich weniger als vergleichbare Beschäftigte mit unbefristeten Verträgen. Dies zeigt, dass OLS-Regressionen wichtige Aspekte der Lohnstruktur befristet Beschäftigter vernachlässigen. (IAB)
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Flexiblere Anpassung mit befristeten Beschäftigungsverhältnissen?: eine empirische Analyse mit Firmendaten für Niedersachsen (2005)
Zitatform
Meyer, Wolfgang & Christian Pfeifer (2005): Flexiblere Anpassung mit befristeten Beschäftigungsverhältnissen? Eine empirische Analyse mit Firmendaten für Niedersachsen. In: L. Bellmann, O. Hübler, W. Meyer & G. Stephan (Hrsg.) (2005): Institutionen, Löhne und Beschäftigung (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 294), S. 175-188.
Abstract
"Der Beitrag analysiert die Wirkung befristeter Beschäftigungsverhältnisse auf die Anpassungsflexibilität von Betrieben. Die Theorien der flexiblen Firma sowie des dualen Arbeitsmarktes implizieren, dass befristete Beschäftigungsverhältnisse der Anpassung an temporäre Nachfrageschocks dienen, da sie mit geringeren Anpassungskosten verbunden sind. Dementsprechend sollten sie die Anpassungsgeschwindigkeit der Gesamtbeschäftigung erhöhen. Zudem sollte die Anpassung der Beschäftigung weniger stark über die dauerhaften Beschäftigungsverhältnisse erfolgen, so dass diese Beschäftigtengruppe eine höhere Beschäftigungssicherheit genießt. In der empirischen Analyse werden diese Überlegungen mit Hilfe der Schätzung dynamischer Arbeitsnachfragefunktionen unter Verwendung der GMM-Methode nach Arellano/Bond (1991) überprüft und können grundlegend bestätigt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Flexibility, dual labour markets, and temporary employment: empirical evidence from German establishment data (2005)
Zitatform
Pfeifer, Christian (2005): Flexibility, dual labour markets, and temporary employment. Empirical evidence from German establishment data. In: Management Revue, Jg. 16, H. 3, S. 404-422.
Abstract
Die Studie untersucht, welche Formen und Instrumente Unternehmen benutzen, um flexibel auf nachfrageinduzierte Schwankungen des Outputs zu reagieren, und ob diese Instrumente komplementär oder substitutiv eingesetzt werden. Es gibt empirische Belege für eine eher komplementäre Beziehung. Darüber hinaus werden Determinanten von Zeitarbeit (befristete Arbeitsverträge und Leiharbeit) und die Auswirkungen dieser flexiblen Beschäftigungsformen auf die Sicherheit und Stabilität regulärer Arbeitsverhältnisse analysiert. Ein Ergebnis ist, dass eine positive Absatzentwicklung die Wahrscheinlichkeit und den flächendeckenden Einsatz von Zeitarbeit erhöht, was wiederum mit der dualen Arbeitsmarktheorie übereinstimmt. Was die Sicherheit und die Stabilität der Normalarbeitsverhältnisse angeht, so zeigt sich, dass Zeitarbeit weder die Zahl der Kündigungen noch die der Entlassungen vermindert, wie es die Stamm- und Randbelegschafts- Hypothese nahelegt. (IAB)
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Temporary employment and health: a review (2005)
Virtanen, Marianna ; Kivimäki, Mika ; Joensuu, Matti ; Elovainio, Marko ; Virtanen, Pekka ; Vahtera, Jussi ;Zitatform
Virtanen, Marianna, Mika Kivimäki, Matti Joensuu, Pekka Virtanen, Marko Elovainio & Jussi Vahtera (2005): Temporary employment and health. A review. In: International Journal of Epidemiology, Jg. 34, H. 3, S. 610-622. DOI:10.1093/ije/dyi024
Abstract
"We aimed to review evidence on the relationship between temporary employment and health, and to see whether the association is dependent on outcome measure, instability of employment, and contextual factors. We systematically searched for studies of temporary employment and various health outcomes and critically appraised 27 studies. The review suggests higher psychological morbidity among temporary workers compared with permanent employees. According to some studies, temporary workers also have a higher risk of occupational injuries but their sickness absence is lower. Morbidity may be higher in temporary jobs with high employment instability and in countries with a lower number of temporary workers and unemployed workers. The evidence indicates an association between temporary employment and psychological morbidity. The health risk may depend on instability of temporary employment and the context. Confounding by occupation may have biased some of the studies. Additional research to clarify the role of employment instability, hazard accumulation, and selection is recommended." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Auswirkungen des Teilzeit- und Befristungsgesetzes auf die Situation von Arbeitssuchenden: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion der FDP (Drucksache 15/4763) (2005)
Zitatform
(2005): Auswirkungen des Teilzeit- und Befristungsgesetzes auf die Situation von Arbeitssuchenden. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion der FDP (Drucksache 15/4763). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 15/4836 (16.02.2005)), 5 S.
Abstract
Seit dem 1. Januar 2001 ist das Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) in Kraft. Paragraph 14 dieses Gesetzes sieht vor, dass ein Arbeitnehmer nicht sachgrundlos befristet beschäftigt werden kann, wenn er zuvor bereits bei demselben Arbeitgeber beschäftigt war. Insbesondere bei öffentlichen Arbeitgebern entfalten sich die negativen Auswirkungen dieses Gesetzes, da es zu einer permanenten Fluktuation in der Belegschaft führt. Erschwerend kommt hinzu, dass eine einmalige Beschäftigung bei einem Arbeitgeber dazu führt, dass künftig kein befristetes Arbeitsverhältnis ohne Sachgrund mit diesem Arbeitgeber mehr möglich ist. Die Antwort der Bundesregierung auf die kleine Anfrage von Abgeordneten der FDP-Fraktion zu den Auswirkungen des Teilzeit- und Befristungsgesetzes auf die Situation von Arbeitssuchenden gibt hierzu Erklärungen ab und kommt zu dem Schluss, dass keine Änderung des Gesetzes geplant ist und dass sie keine Alternativen hierzu sieht. (IAB)
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Literaturhinweis
Temporary contracts and the dynamics of job turnover (2004)
Zitatform
Arai, Mahmood & Fredrik Heyman (2004): Temporary contracts and the dynamics of job turnover. In: Economics Bulletin, Jg. 10, H. 4, S. 1-6.
Abstract
"We report results indicating that job turnover is not countercyclical in general but rather reflects the inability of smooth labor adjustment through the use of temporary employment contracts. Service establishments with a high share of temporary employment exhibit acyclical job reallocation, while only permanent jobs within manufacturing are found to be countercyclical." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Das Gesetz zu Reformen am Arbeitsmarkt: neues im Kündigungsschutzgesetz und im Befristungsrecht (2004)
Bader, Peter;Zitatform
Bader, Peter (2004): Das Gesetz zu Reformen am Arbeitsmarkt. Neues im Kündigungsschutzgesetz und im Befristungsrecht. In: Neue Zeitschrift für Arbeitsrecht, Jg. 21, H. 2, S. 65-76.
Abstract
"Am 1.1. 2004 sind wichtige Änderungen im Kündigungsschutzgesetz und im Teilzeit und Befristungsgesetz in Kraft getreten. Es handelt sich dabei um einen Teilbereich der Agenda 2010, die nach den Vorstellungen der Regierungskoalition zur Belebung des Arbeitsmarktes beitragen soll. Zum Teil erscheinen nun Regelungen wieder, die es von Oktober 1996 bis Ende 1998 schon gab, zum Teil werden neue Wege beschritten. Der Beitrag gibt einen Überblick über die Neuregelungen und die wesentlichen Probleme, die sich bei der Anwendung des neuen Rechts ergeben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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The impact of atypical employment on individual wellbeing: evidence from a panel of British workers (2004)
Zitatform
Bardasi, Elena & Marco Francesconi (2004): The impact of atypical employment on individual wellbeing. Evidence from a panel of British workers. In: Social Science and Medicine, Jg. 58, H. 9, S. 1671-1688. DOI:10.1016/S0277-9536(03)00400-3
Abstract
"This study explores the relationship between individual wellbeing and atypical employment, which includes both temporary and part-time employment schemes. Individual wellbeing is measured in terms of subjective indicators of mental health, general health status, life satisfaction, and job satisfaction. It addresses four questions: (1) Are workers on a temporary contract more likely to report poor health and poor life and job satisfaction than those who are employed in permanent jobs? (2) Is this the case for part-time workers compared to those who are in a full-time job? (3) Do changes in employment profiles (e.g., from a fixed-term contract to a permanent job, or from part-time employment to full-time employment) affect individuals' health and life satisfaction? (4) Are there differences in such relationships between men and women? To answer these questions, logistic regression models were used to analyse a panel of almost 7000 male and female workers from the first 10 waves of the British Household Panel Survey, 1991-2000. Controlling for background characteristics, atypical employment does not appear to be associated with adverse health consequences for either men or women, when both health and employment are measured at the same time. However, there is evidence that job satisfaction is reduced for seasonal/casual workers and is higher for part-timers. Taking account of selection issues does not change the general picture: the chances of poor mental and physical health and low life satisfaction are unaffected by atypical employment and some of the effects of job satisfaction persist. In addition, very few employment transitions appear to be consequential for a worsening in health outcomes, which tends to be observed in the case of job satisfaction. Although the pattern of results suggests that atypical forms of employment do not have durable adverse health consequences on workers, public policies that aim at improving the working conditions of workers in weak bargaining positions should give special attention to equity issues, including the possible health effects of experience of work in atypical employment arrangements." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Just a temp? Women, temporary employment and lifestyle (2004)
Zitatform
Casey, Catherine & Petricia Alach (2004): Just a temp? Women, temporary employment and lifestyle. In: Work, employment and society, Jg. 18, H. 3, S. 459-480. DOI:10.1177/0950017004045546
Abstract
"Women's continued high rate of participation in non-standard employment, especially temporary and part-time jobs, attracts much critical concern. Many social analysts of work regard non-standard employment as heightening risks of economic insecurity, workplace exploitation and social marginalization. Labour economists regard temporary and part-time work as comprising 'secondary' labour markets and workers in this sector as 'secondary earners'. Many analysts consider women's over-representation in this sector to be a consequence of women's exclusion from primary sector employment and its expected better conditions.
This article develops an interpretive analysis of a qualitative study of 45 women temporary workers in New Zealand in 2001-2002. The experiences and aspirations with respect to work of this particular sample of women currently engaged in temporary employment relations indicate some divergent trajectories from those more commonly observed. In contrast to most current depictions of women and temporary employment, the findings indicate that some women are striving to practise their own preferential employment arrangements in ways that actively challenge conventional economic assumptions of employment behaviour and traditional trajectories of women's lives. The article proposes that these efforts may indicate alternative oppositional strategies to normative acceptance of qualitatively degraded jobs and employment relations." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) -
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Contingent employment in academic careers: relative deprivation among adjunct faculty (2004)
Feldman, Daniel C.; Turnley, William H.;Zitatform
Feldman, Daniel C. & William H. Turnley (2004): Contingent employment in academic careers. Relative deprivation among adjunct faculty. In: Journal of vocational behavior, Jg. 64, H. 2, S. 284-307. DOI:10.1016/j.jvb.2002.11.003
Abstract
"This article utilizes relative deprivation theory to examine the careers of non-tenure-track instructors and research associates. Demographic status, motivations for accepting contingent employment, and standards of comparison used to assess the quality of the job were all related to the degree of relative deprivation experienced by adjunct faculty. Furthermore, even after controlling for the level of objective job rewards (e.g., salary) and objective working conditions (e.g., hours worked), relative deprivation was consistently and negatively related to both career attitudes and job behaviors. The article concludes with directions for future theory development, empirical research, and management practice in regard to academics and other highly-skilled professionals engaged in contingent employment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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For better or worse? Non-standard jobs and high involvement work systems (2004)
Zitatform
Felstead, Alan & Duncan Gallie (2004): For better or worse? Non-standard jobs and high involvement work systems. In: The international journal of human resource management, Jg. 15, H. 7, S. 1293-1316. DOI:10.1080/0958519042000238464
Abstract
"Over the last couple of decades, core-periphery models of employment have dominated the debate on organizational responsiveness to change. More recently, however, researchers have also turned their attention to organizational reforms that seek to involve, engage and empower workers in their jobs. This paper addresses two related questions that emerge from these debates: are non-standard jobs lowly skilled and insecure and, if so, do high involvement work systems make things better or worse? By drawing on the 2001 Skills Survey the paper presents evidence on the most comprehensive and up-to-date information currently available in Britain. The paper finds that, while in most respects part-time workers and those on temporary contracts (especially those with contracts of uncertain duration) are in more lowly skilled jobs, only those on temporary contacts suffer from relatively high levels of insecurity. Despite this, non-standard employees appear to gain more than full-time permanent employees from being part of a high involvement work system - part-timers, in particular, benefit most from the increased level of skills these workplaces demand, and some types of temporary employees take additional benefit from the enhanced employment security with which these workplaces are associated." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Temporary employment, working conditions and expected exits from firms (2004)
Zitatform
García-Serrano, Carlos (2004): Temporary employment, working conditions and expected exits from firms. In: Labour, Jg. 18, H. 2, S. 293-316.
Abstract
"This paper analyses two issues related to working conditions and temporary employment. First, why do temporary workers exhibit lower scores in objective indicators of working life? Second, what is the influence of working conditions on mobility? Using information for Spanish workers, the results indicate that differences in working conditions remain after controlling for individual, job and firm characteristics: in particular, temporary workers with short job tenure seem to occupy jobs with poorer working conditions. Moreover, there is evidence that workers with worse working life are more likely to expect to leave their current firms." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Einkommensentwicklung befristet Beschäftigter im deutsch-britischen Vergleich (2004)
Zitatform
Giesecke, Johannes & Martin Groß (2004): Einkommensentwicklung befristet Beschäftigter im deutsch-britischen Vergleich. In: G. Schmid, M. Gangl & P. Kupka (Hrsg.) (2004): Arbeitsmarktpolitik und Strukturwandel : empirische Analysen (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 286), S. 181-203.
Abstract
"Der Beitrag geht der Frage nach, ob und inwieweit befristete Beschäftigung einen Einfluss auf die Entwicklung individueller Arbeitseinkommen nimmt. Ausgehend von der These, dass die Befristung eines Arbeitsvertrages der Erfüllung sehr verschiedener Funktionen dient, werden unterschiedliche Einkommenseffekte befristeter Beschäftigung postuliert. Weiterhin wird argumentiert, dass diese Funktionen mit individuellen sowie institutionellen Merkmalen kovariieren und sich somit die Stärke und Richtung der Befristungseffekte als kontextabhängig erweisen. Es werden insbesondere die intervenierende Rolle von Bildungstiteln sowie der Einfluss institutioneller Rahmenbedingungen (Grad der Beschäftigungssicherheit, Bildungssystem) thematisiert. Um die vermuteten Effekte institutioneller Rahmenbedingungen analysieren zu können, werden die Befristungseffekte zweier Länder (Deutschland und Großbritannien) gegenübergestellt. Die Hypothesen zu den Einkommenseffekten befristeter Beschäftigung werden anhand von Längsschnittdaten aus dem Sozio-ökonomischen Panel (SOEP) und dem British Household Panel Survey (BHPS) empirisch überprüft. Die Ergebnisse der empirischen Analysen weisen darauf hin, dass die Einkommenseffekte befristeter Beschäftigung tatsächlich stark mit bestimmten Kontexten variieren. Erstens sind befristete Stellen für mittlere und niedrige Bildungsgruppen mit unterdurchschnittlichen Einkommen und Einkommenszuwächsen verbunden, während sie für Hochgebildete sogar mit einer überdurchschnittlichen Einkommensentwicklung einhergehen können. Zweitens deuten Effektunterschiede zwischen Großbritannien und Deutschland darauf hin, dass auch institutionelle Rahmenbedingungen einen Einfluss auf die Effekte befristeter Beschäftigung ausüben. Insgesamt unterstreichen die Ergebnisse der empirischen Analyse die Annahme der Heterogenität und der Kontextabhängigkeit der Einkommenseffekte befristeter Beschäftigung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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