Atypische Beschäftigung
Der deutsche Arbeitsmarkt wird zunehmend heterogener. Teilzeitbeschäftigung und Minijobs boomen. Ebenso haben befristete Beschäftigung und Leiharbeit an Bedeutung gewonnen und die Verbreitung von Flächentarifverträgen ist rückläufig. Diese atypischen Erwerbsformen geben Unternehmen mehr Flexibilität.
Was sind die Konsequenzen der zunehmenden Bedeutung atypischer Beschäftigungsformen für Erwerbstätige, Arbeitslose und Betriebe? Welche Bedeutung haben sie für die sozialen Sicherungssysteme, das Beschäftigungsniveau und die Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes? Die IAB-Themendossier bietet Informationen zum Forschungsstand.
- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
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Atypische Beschäftigung insgesamt
- Gesamtbetrachtungen
- Erosion des Normalarbeitsverhältnisses
- Prekäre Beschäftigung
- Politik, Arbeitslosigkeitsbekämpfung
- Arbeits- und Lebenssituation atypisch Beschäftigter
- Betriebliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Rechtliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Gesundheitliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Beschäftigungsformen
- Qualifikationsniveau
- Alter
- geographischer Bezug
- Geschlecht
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Literaturhinweis
Befristete Beschäftigungsverhältnisse: Brücken in den Arbeitsmarkt oder Instrumente der Segmentierung? (2006)
Zitatform
Boockmann, Bernhard & Tobias Hagen (2006): Befristete Beschäftigungsverhältnisse. Brücken in den Arbeitsmarkt oder Instrumente der Segmentierung? (ZEW-Wirtschaftsanalysen 80), Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft, 219 S.
Abstract
"Von befristeten Arbeitsverträgen erhofft man sich häufig, dass sie Arbeitslosen oder Nichterwerbstätigen den Wiedereinstieg in das Erwerbsleben erleichtern. Andererseits besteht die Gefahr, dass sie zu einer Segmentierung des Arbeitsmarktes führen, so dass ein Teil der Erwerbstätigen dauerhaft oder wiederkehrend in instabilen Arbeitsverhältnissen beschäftigt wird. Mit Hilfe repräsentativer Längsschnittdaten aus individuellen Erwerbsverläufen untersucht die Studie die empirische Relevanz dieser Szenarien. Im Zentrum steht die Wirkung der Aufnahme eines befristeten Arbeitsverhältnisses auf die Beschäftigungswahrscheinlichkeit in den folgenden zwei bis neun Jahren. Um diese zu ermitteln, werden verschiedene Vergleichsgruppen herangezogen. Zunächst wird die Situation von Arbeitslosen betrachtet. Hier ist die Vergleichssituation der Verbleib in Arbeitslosigkeit, was für den Betroffenen die Möglichkeit der Aufnahme einer unbefristeten Beschäftigung einschließt. Danach wird als Vergleichssituation die unbefristete Beschäftigung herangezogen. Die Studie vergleicht darüber hinaus die Qualität befristeter und unbefristeter Erwerbsverhältnisse. Zur Ermittlung der kausalen Effekte befristeter Beschäftigung werden Methoden der Evaluationsforschung verwendet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Are fixed-term jobs bad for your health?: a comparison of West-Germany and Spain (2006)
Zitatform
Gash, Vanessa, Antje Mertens & Laura Romeu Gordo (2006): Are fixed-term jobs bad for your health? A comparison of West-Germany and Spain. (IAB-Discussion Paper 08/2006), Nürnberg, 36 S.
Abstract
Der Beitrag analysiert die gesundheitlichen Auswirkungen befristeter Arbeitsverträge für Männer und Frauen in Westdeutschland und Spanien auf der Basis eines repräsentativen Datenpanels. Die Frage lautet, ob der Wandel der Beschäftigungsverhältnisse als Folge einer Liberalisierung der Arbeitsgesetzgebung Veränderungen der positiven gesundheitlichen Auswirkungen, die von einem Arbeitsverhältnis ausgehen (Goldsmith et al. 1996; Jahoda 1982) bewirken. Unter Nutzung von Informationen über Wechsel zwischen Arbeitslosigkeit und Beschäftigungsverhältnis je nach Art des Arbeitsvertrages wird analysiert, ob der Übergang in unterschiedliche Vertragsverhältnisse auch unterschiedliche gesundheitliche Auswirkungen hat. Es zeigt sich, dass für arbeitslose Arbeiter die Arbeitsaufnahme positive gesundheitliche Auswirkungen hat, sich dieser Effekt aber bei Arbeitern, die einen befristeten Job annehmen, verringert. Hinzukommen überraschende Unterschiede nach Geschlecht und Land, wobei Frauen in der Regel weniger über positive gesundheitliche Auswirkungen einer Arbeitsaufnahme berichten. Dieses Ergebnis fand für Westdeutschland seine Erklärung als Folge der Doppelbelastung von bezahlter Arbeit und unbezahlter Betreuungsarbeit im Haushalt. (IAB)
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Literaturhinweis
Befristete Beschäftigung (2006)
Zitatform
Giesecke, Johannes & Martin Groß (2006): Befristete Beschäftigung. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 56, H. 5, S. 247-254.
Abstract
"Der Beitrag diskutiert einerseits Bestimmungsgründe befristeter Beschäftigung, andererseits die Folgen der Befristung für die weitere Erwerbskarriere. Mit Daten des Sozio-ökonomischen Panels wird gezeigt, dass bestimmte Arbeitnehmergruppen (z. B. niedrig und hoch Gebildete) überdurchschnittlich häufig befristet beschäftigt sind. Zweitens wird deutlich, dass von befristeten Stellen negative Effekte für Arbeitnehmer ausgehen können: Sie führen vermehrt in weitere befristete Beschäftigungsverhältnisse und erhöhen das Risiko, arbeitslos zu werden. Allerdings zeigt sich auch, dass die Effekte keinesfalls homogen ausfallen, sondern vielmehr mit angebots- sowie nachfrageseitigen Merkmalen variieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitsmarktflexibilisierung und Soziale Ungleichheit: sozio-ökonomische Konsequenzen befristeter Beschäftigungsverhältnisse in Deutschland und Großbritannien (2006)
Zitatform
Giesecke, Johannes (2006): Arbeitsmarktflexibilisierung und Soziale Ungleichheit. Sozio-ökonomische Konsequenzen befristeter Beschäftigungsverhältnisse in Deutschland und Großbritannien. (Forschung Gesellschaft), Wiesbaden: VS, Verl. für Sozialwissenschaften, 337 S.
Abstract
"Der Abbau bestehender Arbeitnehmerschutzrechte, der von Flexibilisierungsbefürwortern vielfach als Chance angesehen wird, die gravierenden Strukturprobleme auf dem Arbeitsmarkt zu überwinden, hat weitreichende Folgen für Ausmaß und Struktur sozialer Ungleichheit. Johannes Giesecke untersucht wichtige sozio-ökonomische Konsequenzen einer Arbeitsmarktflexibilisierung am Beispiel der befristeten Beschäftigung. Dazu werden Längsschnittdaten aus Deutschland und Großbritannien, zwei sehr unterschiedlichen Arbeitsmarktregimen, genutzt." (Textauszug, IAB-Doku)
Aus dem Inhalt
Befristung als Form der Arbeitsmarktflexibilisierung - Arbeitsmarkttheoretische Überlegungen zur befristeten Beschäftigung - Befristete Beschäftigung und der Einfluss institutioneller Rahmenbedingungen - Hypothesen - Daten, Variablen und Methoden - Verbreitungsgrad und Charakteristika befristeter Beschäftigungsverhältnisse - Besetzungsmuster befristeter Stellen - Übergänge aus befristeter Beschäftigung - Einkommenseffekte befristeter Beschäftigung -
Literaturhinweis
Formes particulières d'emploi et insertion des jeunes (2006)
Givord, Pauline;Zitatform
Givord, Pauline (2006): Formes particulières d'emploi et insertion des jeunes. In: Economie et Statistique H. 388/389, S. 129-143.
Abstract
"Seit Anfang der 1970er Jahre ist das Modell der lohnabhängigen Arbeit in Form einer unbefristeten Vollzeitbeschäftigung als 'Beschäftigungsnorm' im Rückzug. Die rasche Verbreitung 'besonderer Beschäftigungsformen' in den letzten beiden Jahrzehnten ist das sichtbarste Zeichen hierfür. Zwischen 1982 und 2001 hat sich die Anzahl der Zeitarbeiter und der durch spezielle Arbeitsverträge geförderten Personen vervierfacht und die Anzahl der anderen befristeten Arbeitsverträge verdreifacht. Diese besonderen Beschäftigungsformen sind zwar gemessen an der Gesamtbeschäftigung bislang noch in der Minderzahl (15% der lohnabhängigen Arbeit im Privatsektor im Jahre 2002), für viele aber beim Eintritt ins Erwerbsleben mittlerweile unumgänglich. 2002 hatte unter den Personen, die seit weniger als fünf Jahren erwerbstätig sind, jeder dritte einen Zeitvertrag. Die Entwicklung einiger einfacher Indikatoren in den letzten zwanzig Jahren zeigt, dass sich die Eingliederungsbedingungen für die Jugendlichen zwischen Anfang der 1980er Jahre und Ende der 1990er Jahre verschlechterten. Eine größere Flexibilität ermöglichte es nicht, den Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit zu bremsen. Der Berufsstart erfolgt häufiger über einen Zeitvertrag, auf den aber immer weniger ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnis folgt. Für die Berufsanfänger besteht zunehmend die Gefahr, ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Außerdem haben sich die Ungleichheiten zwischen den Inhabern eines Diploms vergrößert. Im Vergleich zu den Inhabern eines Diploms war die Situation der Personen ohne Berufsabschluss Ende der 1990er Jahre deutlich schwieriger als Anfang der 1980er Jahre. Bei gleicher Anzahl von Ausbildungsjahren haben die Absolventen einer Fachhochschule leichter Zugang zur Beschäftigung als die Jugendlichen, die eine allgemeine Ausbildung durchlaufen haben. Ob die Absolventen eines Fachgymnasiums ebenso im Vorteil sind, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The determinants of contract length in temporary help employment (2006)
Nannicini, Tommaso;Zitatform
Nannicini, Tommaso (2006): The determinants of contract length in temporary help employment. In: Labour, Jg. 20, H. 3, S. 453-474.
Abstract
"This paper investigates the determinants of labor contract duration in the case of temporary help employment. A simple theoretical model is developed, in order to depict the choice of contract length made by a firm that recruits temporary agency workers to deal with activity peaks. Assuming that the hiring of a new worker is associated with selection and training costs, longer contracts have an option value in face of a greater persistence of positive shocks. The model has two testable implications. First, the degree of serial correlation in market demand positively affects contract length. Second, the shortage of alternative employment opportunities negatively affects contract length. Using data on Italian temporary agency workers, both implications are confirmed by the econometric analysis." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Beschäftigungswirkungen von befristeten Arbeitsverträgen und Leiharbeit: theoretische Überlegungen und empirische Evidenz (2006)
Zitatform
Pfeifer, Christian (2006): Beschäftigungswirkungen von befristeten Arbeitsverträgen und Leiharbeit. Theoretische Überlegungen und empirische Evidenz. In: L. Bellmann & U. Ludwig (Hrsg.) (2006): Beschäftigungsanalysen mit den Daten des IAB-Betriebspanels : Tagungsband. Beiträge zum Workshop des IAB und IWH 2005 (Institut für Wirtschaftsforschung Halle. Sonderheft, 2006,01), S. 130-152.
Abstract
"Befristete Beschäftigung und Leiharbeit werden gemäß der Theorie des dualen Arbeitsmarktes als kurzfristiges Anpassungsinstrument bei Nachfrageschocks genutzt. Zudem können sie als verlängerte Probezeiten dienen und zu einem besseren Matching führen. Eine solche Screening-Funktion scheint dabei eher befristeten Arbeitsverträgen als Leiharbeit zuzukommen. Die mikroökonometrischen Analysen basieren auf der niedersächsischen Teilstichprobe des IAB-Betriebspanels. Dabei wird zum einen geprüft, ob Nachfrageschocks und eine Übernahmestrategie Einfluss auf die Nutzungsintensität der bei- den Beschäftigungsformen haben. Zum anderen werden Beschäftigungsveränderungen analysiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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The incidence of temporary employment in advanced economies: why is Spain different? (2006)
Zitatform
Polavieja, Javier G. (2006): The incidence of temporary employment in advanced economies. Why is Spain different? In: European Sociological Review, Jg. 22, H. 1, S. 61-78. DOI:10.1093/esr/jci042
Abstract
"This study analyses the determinants of the rate of temporary employment in 15 advanced economies using both macro-level data drawn from the OECD and EUROSTAT databases, as well as micro-level data drawn from the eighth wave of the European Household Panel. Comparative analysis is set out to test different explanations originally formulated for the Spanish case. The evidence suggests that the overall distribution of temporary employment in the analysed countries does not seem to be explicable by the characteristics of national productive structures. This evidence seems at odds with previous interpretations based on segmentation theories. As an alternative explanation, two types of supply-side factors are tested: crowding-out effects and educational gaps in the workforce. Both seem ill suited to explain the distribution of temporary work in the analysed economies. Institutional factors do, however, seem to play an important role. Multivariate analysis shows that the level of institutional protection in standard employment during the 1980s, together with the degree of coordinated centralization of the collective bargaining system, seem to have a significant impact on the distribution of temporary employment in the countries examined. Yet these institutional variables alone still fail to account for the Spanish difference. The Spanish puzzle seems, however, explicable when an interaction between employment protection in standard contracts and unemployment shocks is accounted for. This interaction is expected from a theoretical standpoint and proves consistent with both country-specific and comparative evidence." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Who invests in training if contracts are temporary?: empirical evidence for Germany using selection correction (2006)
Zitatform
Sauermann, Jan (2006): Who invests in training if contracts are temporary? Empirical evidence for Germany using selection correction. (IWH-Diskussionspapiere 2006,14), Halle, 25 S.
Abstract
"Ähnlich zu anderen europäischen Ländern wurde die Nutzung von befristeten Beschäftigungsverhältnissen in Deutschland seit den 1980ern durch verschiedene Reformen vereinfacht. Im Gegensatz zu unbefristeten Beschäftigungsverhältnissen, enden befristete Beschäftigungsverhältnisse mit dem Ende der Laufzeit, wodurch keine institutionellen Kündigungskosten entstehen. Obwohl die Nutzung der Befristung insgesamt relativ gering ist, ist gerade bei neu eingegangenen Beschäftigungsverhäaltnissen der Anteil der Befristung hoch. Trotz positiver Aspekte befristeter Beschäftigungsverhältnisse wie der Senkung der Anpassungskosten und Screening, können befristete Beschäftigungsverhältnisse auch zu geringeren Aufstiegschancen oder unsicheren Erwerbsverläufe führen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist ein negativer Zusammenhang zwischen Befristung und Investitionen in berufliche Weiterbildung. Um zudem Unterschiede im Investitionsverhalten zwischen Arbeitgebern und (befristeten) Arbeitnehmern aufzudecken, werden Schätzungen getrennt für Arbeitgeber- und Arbeitnehmer-finanzierte Weiterbildung durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass befristet Beschäftigte weniger an Weiterbildung partizipieren. Weil Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen wie auch die Befristung von unbeobachtbaren Faktoren beeinflusst werden kann, wird f┐ur Selektion kontrolliert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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The working conditions and health of non-permanent employees: are there differences between private and public labour markets? (2006)
Virtanen, Pekka ; Saloniemi, Antti ; Vahtera, Jussi ; Virtanen, Marianna ; Kivimäki, Mika ; Koskenvuo, Markku;Zitatform
Virtanen, Pekka, Antti Saloniemi, Jussi Vahtera, Mika Kivimäki, Marianna Virtanen & Markku Koskenvuo (2006): The working conditions and health of non-permanent employees. Are there differences between private and public labour markets? In: Economic and Industrial Democracy, Jg. 27, H. 1, S. 39-65. DOI:10.1177/0143831X06061072
Abstract
"Increasing levels of non-permanent employment have raised concern about quality of working life in the public sector. This Finnish study examines whether the public sector can be characterized as a 'model employer' with regard to the working conditions and well-being of fixed-term employees. Compared to the private sector, the difference in the physical load between non-permanent and permanent employees is significantly smaller in the public sector. Comparison of psychosocial strain shows a difference in favour of non-permanent employees, particularly among women working in the public sector. The association between type of employment contract and health is similar in both sectors. The equality between permanent and nonpermanent employees gives reason to benchmark the public sector as a model, even if the present findings may be due partly to sectorspecific occupational structures." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Fixed-term employment and job satisfaction: evidence from individual-level data accounting for selectivity bias (2005)
Zitatform
Beckmann, Michael, Andrea Binz & Bernd Schauenberg (2005): Fixed-term employment and job satisfaction. Evidence from individual-level data accounting for selectivity bias. Mannheim, 28 S.
Abstract
"The paper examines the relationship between fixed-term employment and job satisfaction using individual-level data from the German Socio Economic Panel (GSOEP). According to current theoretical debates on this topic, fixed-term employment should be associated with a relative low level of job satisfaction, and the majority of empirical investigations is in line with this prediction. However, none of these studies accounts for the fact that a worker's choice of whether or not to accept a temporary working contract might substantially be driven by individual characteristics and is therefore endogenous. In contrast to prior studies, our preferred model specification explicitly accounts for a potential selectivity bias. The estimation results of our treatment effects model actually indicate a positive connection between fixed-term employment and job satisfaction. Hence, we conclude that job satisfaction on average is not negatively affected by the pure duration of an employment contract, but by individual characteristics, job-related factors, and working conditions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Comparing three alternative types of employment with permanent full-time work: how do employment contract and perceived job conditions relate to health complaints? (2005)
Zitatform
Bernhard-Oettel, Claudia, Magnus Sverke & Hans De Wittec (2005): Comparing three alternative types of employment with permanent full-time work. How do employment contract and perceived job conditions relate to health complaints? In: Work and Stress, Jg. 19, H. 4, S. 301-318. DOI:10.1080/02678370500408723
Abstract
"Previous research has found that alternative employment arrangements are associated with both impaired and improved well-being. Since such inconsistencies are likely to derive from the type of employment contract as well as the characteristics of the job, this paper compares permanent full-time work with forms of alternative employment (permanent part-time, fixed-term and on-call work) in order to investigate how different employment contracts and perceptions of job conditions relate to individual well-being. This study contributes to the literature by addressing several questions. Different forms of alternative employment are distinguished and individual background characteristics that might be intertwined with the employment contract are controlled for. Moreover, the scope of this study extends to the effects of perceived job conditions, and possible interactive effects with type of employment are tested. Analyses of questionnaire data from 954 Swedish healthcare workers show that perceptions of the job (job insecurity, job control and demands), but not the type of employment contract, predicted health complaints. However, type of employment interacted with perceptions of job insecurity, in that insecurity was associated with impaired well-being among permanent full-time workers, while no relationship was found for on-call or core part-time employees. Despite the absence of interactions between employment contract and job demands or job control, it can be concluded that knowledge about the relationship between alternative employment arrangements and the well-being of workers can be enhanced when the combined effects of employment contract and job conditions are studied." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Befristete und andere "atypische" Beschäftigungsverhältnisse: Wird der Arbeitsmarkt funktionsfähiger? (2005)
Zitatform
Boockmann, Bernhard & Tobias Hagen (2005): Befristete und andere "atypische" Beschäftigungsverhältnisse: Wird der Arbeitsmarkt funktionsfähiger? In: Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung, Jg. 38, H. 2/3, S. 305-324.
Abstract
"Der Einfluss atypischer Arbeit auf die Funktionsfähigkeit des Arbeitsmarktes hängt von der Art ihrer Nutzung ab. In der Arbeit definieren wir zunächst drei Nutzungsmotive: die Anpassung an Schwankungen der Geschäftstätigkeit, die Verbesserung der Personalauswahl durch die Verlängerung von Probezeiten und die Substitution unbefristeter Arbeit aus Kostengründen. Wir diskutieren, welche Effizienzwirkungen diese Nutzungsarten haben. Für jedes Motiv lassen sich in der theoretischen Betrachtung mögliche Effizienzgewinne, aber auch Effizienzverluste anführen. Für die befristeten Verträge als der in Deutschland am weitesten verbreiteten atypischen Beschäftigungsform untersuchen wir auf der Basis von Individualdaten auf Betriebs- und Personenebene, inwieweit die Nutzung in Deutschland mit diesen Nutzungsmotiven übereinstimmt und welche Evidenz es für die Effizienzwirkungen atypischer Arbeit gibt. Die Ergebnisse deuten am ehesten auf die Funktion der Personalauslese. Diese Gesichtspunkte werden auch in Bezug auf Leiharbeit, rechtlich selbständige Beschäftigung und auf Minijobs diskutiert. Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede in den Gründen für die Nutzung unterschiedlicher Formen atypischer Arbeit." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Employee attitudes, earnings and fixed-term contracts: international evidence (2005)
Zitatform
Brown, Sarah & John G. Sessions (2005): Employee attitudes, earnings and fixed-term contracts. International evidence. In: Review of world economics, Jg. 141, H. 2, S. 296-317. DOI:10.1007/s10290-005-0029-5
Abstract
Das Verhältnis zwischen Einstellungen, Einkommen und der Laufzeit von Arbeitsverträgen wird anhand britischer und internationaler Daten untersucht. Es zeigt sich, dass befristete Verträge mit geringerem Einkommen verbunden sind. Dies wird als Indiz für eine Lohndiskriminierung von Arbeitskräften mit befristeten Verträgen betrachtet. Auch die Rolle der Bildung wird berücksichtigt, wobei dem Bildungsabschluss bei fest Angestellten eine stärkere Signalwirkung zukommt als bei befristet Beschäftigten. Unbefristete Verträge wirken sich auch auf die Einstellungen der Angestellten aus. Einerseits führen feste Verträge zu mehr Zufriedenheit und Sicherheit, andererseits zu stärkerer Arbeitsbelastung und Stress, was eventuell durch mehr Fehlzeiten zum Ausdruck kommt. (IAB)
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Literaturhinweis
Exits from temporary jobs in Europe: a competing risks analysis (2005)
Zitatform
D'Addio, Anna Cristina & Michael Rosholm (2005): Exits from temporary jobs in Europe. A competing risks analysis. In: Labour economics, Jg. 12, H. 4, S. 449-468. DOI:10.1016/j.labeco.2005.05.002
Abstract
"We study transitions out of temporary jobs using the waves 1994-1999 of the European Community Household Panel applying a discrete time duration model. Specifically, we use a multinomial logit model distinguishing between exits into permanent employment and non-employment. Two different specifications are presented, one does not account for unobserved heterogeneity while the other does. Unobserved heterogeneity is assumed to follow a discrete distribution. The competing risks model is estimated jointly for all EU Member States. The duration dependence parameters suggest that in general for EU as a whole, very short contracts provide higher chances of labour market exclusion especially for men. We discuss potential implications of our findings." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Temporary contracts and employee effort (2005)
Zitatform
Engellandt, Axel & Regina T. Riphahn (2005): Temporary contracts and employee effort. In: Labour economics, Jg. 12, H. 3, S. 281-299. DOI:10.1016/j.labeco.2003.11.006
Abstract
Befristete Arbeitsverträge bieten für Arbeitgeber die Möglichkeit, die neuen Beschäftigten zu testen, gleichzeitig sind sie für die Beschäftigten ein Sprungbrett in unbefristete Beschäftigung. Aus beiden Gründen stellen befristete Arbeitsverträge für die Beschäftigten einen Anreiz dar, mehr als die Stammbelegschaft zu leisten. Hierzu werden Daten zu unbezahlten Überstunden und Fehlzeiten aus der Schweiz analysiert, die belegen, dass befristet Beschäftigte tatsächlich eine höhere Leistungsbereitschaft zeigen: mit 60 Prozent höherer Wahrscheinlichkeit leisten sie unbezahlte Mehrarbeit. Der Einfluss unterschiedlicher Formen von Befristung, geschlechtsspezifische Unterschiede und die Relevanz endogener Selektion in befristete Beschäftigung werden untersucht. (IAB)
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Literaturhinweis
Betrieblicher Einsatz befristeter Beschäftigung (2005)
Zitatform
Fritsch, Anja & Thorsten Schank (2005): Betrieblicher Einsatz befristeter Beschäftigung. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 54, H. 9, S. 211-220.
Abstract
"Auswertungen mit repräsentativen Daten des IAB-Betriebspanels von 1996 bis 2002 zeigen, dass durchschnittlich gut 13 Prozent der ostdeutschen und 10 Prozent der westdeutschen Betriebe befristet Beschäftigte einsetzen. Es besteht ein positiver Zusammenhang zwischen der Betriebsgröße und befristeter Beschäftigung. Werden jedoch nur die Betriebe einbezogen, die überhaupt befristet beschäftigen, so sinken die Befristungsanteile mit zunehmender Betriebsgröße. Die ökonometrische Analyse deutet darauf hin, dass auch nach Kontrolle betriebsspezifischer Merkmale die Größen- und Branchenstruktur einen entscheidenden Bestimmungsgrund von befristeter Beschäftigung darstellt. Die Ergebnisse liefern keinen Beleg dafür, dass sich Änderungen des kündigungsschutzrechtlichen Schwellenwertes auf das betriebliche Einstellungsverhalten von befristet Beschäftigten ausgewirkt haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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The dynamics of repeated temporary jobs (2005)
Gagliarducci, Stefano;Zitatform
Gagliarducci, Stefano (2005): The dynamics of repeated temporary jobs. In: Labour economics, Jg. 12, H. 4, S. 429-448. DOI:10.1016/j.labeco.2005.05.001
Abstract
"The path to a permanent job often implies a sequence of temporary contracts, sometimes including periods of unemployment. This has usually been disregarded in previous studies on the transition from temporary to permanent employment. To account for these transitions, I apply multiple-spell duration techniques to an Italian dataset. I find that the probability of moving from a temporary to a permanent job increases with the duration of the contract, but decreases with repeated temporary jobs and especially with interruptions. This suggests that it is not temporary employment per se but the intermittence associated with it that is detrimental to employment prospects." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Does subsidised temporary employment get the unemployed back to work?: an econometric analysis of two different schemes (2005)
Zitatform
Gerfin, Michael, Michael Lechner & Heidi Steiger (2005): Does subsidised temporary employment get the unemployed back to work? An econometric analysis of two different schemes. In: Labour economics, Jg. 12, H. 6, S. 807-835. DOI:10.1016/j.labeco.2004.04.002
Abstract
Subventionierte Beschäftigungsmaßnahmen sind ein wichtiges Instrument aktiver Arbeitsmarktpolitik zur Verbesserung der Wiedereinstellungschancen von Arbeitslosen. Auf der Basis individueller Daten aus Verwaltungsakten werden die Auswirkungen zweier unterschiedlicher Modelle von subventionierter Zeitarbeit, die in der Schweiz eingeführt wurden, untersucht. Es handelt sich einmal um gemeinnützige Beschäftigungsprogramme (EP) und zum anderen um Zuschüsse für zeitlich befristete Arbeitsverträge in privaten und öffentlichen Unternehmen (TEMP). Ökonometrische Abgleichungsmethoden zeigen, dass TEMP erfolgreicher als EP in dem Bemühen ist, Arbeitslose zurück in Arbeitsverhältnisse zu bringen. Wenn man vergleichsweise diejenigen heranzieht, die an gar keinem Programm teilnehmen, dann sind EP und TEMP ineffizient für Arbeitslose, die leicht und überall eine Anstellung finden und deren Arbeitslosigkeit nur von kurzer Dauer ist. Für potentielle und tatsächliche Langzeitarbeitslose können beide Programme positive Effekte haben, aber der Effekt von TEMP ist größer. (IAB)
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Literaturhinweis
Künstler zwischen selbständiger und abhängiger Erwerbsarbeit (2005)
Haak, Carroll;Zitatform
Haak, Carroll (2005): Künstler zwischen selbständiger und abhängiger Erwerbsarbeit. In: Schmollers Jahrbuch, Jg. 125, H. 4, S. 573-595.
Abstract
"Die Anzahl erwerbstätiger Künstler nimmt in Deutschland seit Jahrzehnten zu. Ein differenzierter Blick auf die Arbeitsmärkte von Künstlern verdeutlicht allerdings die Dimensionen, in denen sich dieses Wachstum bewegt. Im Kultursektor werden abhängige Beschäftigungsverhältnisse abgebaut, unbefristete Stellen werden zugunsten befristeter Beschäftigungsverhältnisse zurückgenommen. Insgesamt geht die abhängige Beschäftigung zugunsten der Selbständigkeit zurück. Im vorliegenden Beitrag wird die Entwicklung der Erwerbstätigkeit von Musikern, darstellenden Künstlern und bildenden Künstlern auf der Basis einer Analyse von Individualdaten (Mikrozensus 2000) seit den achtziger Jahren nachgezeichnet. Dabei werden spezifische Charakteristika der Erwerbsformen, insbesondere der abhängigen Beschäftigungsverhältnisse sowie der Selbständigkeit, analysiert und diskutiert. An die deskriptive Datenanalyse schließen sich zwei logistische Regressionen an, anhand derer folgende Fragen beantwortet werden: Welche Faktoren determinieren die Erwerbsformen bei Künstlern? Welche sozialstrukturellen Merkmale beeinflussen das Befristungsrisiko bei den Beschäftigungsverhältnissen von Künstlern?" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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