Prekäre Beschäftigung
Unter den Begriff "Prekäre Beschäftigung" fallen Arbeitsverhältnisse mit niedrigen Löhnen, die häufig nicht auf Dauer und Kontinuität angelegt sind, keine Absicherung durch die Sozialversicherung und nur geringe arbeitsrechtliche Schutzrechte aufweisen. Der Begriff ist umstritten - und noch viel mehr die Frage: Wirken prekäre Beschäftigungsverhältnisse immer ausgrenzend oder leisten sie auch einen notwendigen Beitrag zur Flexibilisierung des Arbeitsmarktes? Die Infoplattform erschließt Informationen zum Forschungsstand.
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Literaturhinweis
Liberalisierung und Prekarisierung: Beschäftigungsbedingungen bei den neuen Briefdienstleistern in Deutschland (2006)
Abstract
Nach gegenwärtiger Rechtslage ist das verbliebene Monopol der Deutschen Post AG bis zum Ende des Jahres 2007 befristet. Ab dem 1. Januar 2008 soll der deutsche Briefmarkt zur Gänze liberalisiert sein. Vor diesem Hintergrund wird untersucht, wie sich die Qualität der Beschäftigung bei den neuen Briefdienstleistern in den Jahren der Marktöffnung ab 1998 entwickelt hat und gegenwärtig darstellt. Im Zentrum steht dabei die Frage, ob auf dem deutschen Markt für Briefdienstleistungen für die zurückliegenden Jahre Prozesse der Prekarisierung erkennbar und inwieweit solche - so nachzuweisen - durch die Liberalisierung dieses Marktes ermöglicht und befördert worden sind. Im Rahmen der Untersuchung wurden vorhandene Statistiken und Stellenanzeigen der Bundesagentur für Arbeit ausgewertet sowie Beschäftigte, Betriebsräte und gewerkschaftliche Interessenvertreter aus dem Bereich der neuen Briefdienstleister befragt. Außerdem werden die Beschäftigungsbedingungen in drei Unternehmen in Form von Fallbeispielen geschildert. Im Ergebnis wird festgestellt, dass die bei den neuen Anbietern am deutschen Briefmarkt entstandenen Arbeitsplätze ein ausgeprägt prekäres Potenzial hinsichtlich Beschäftigungsstabilität, Einkommen und Teilhabe aufweisen. Mit der Liberalisierung als entscheidender Voraussetzung haben vor allem die nachfolgend genannten fünf Faktoren ein Bedingungsgefüge entstehen lassen, in dessen Rahmen sich am Briefmarkt Anbieter etablieren konnten, deren Geschäftsmodell vornehmlich auf den Kostenvorteilen prekärer Beschäftigung basiert: 1. hohe Arbeitslosigkeit mit ausgeprägten regionalen Schwerpunkten; 2. die arbeitsmarktpolitische Erleichterung und Subventionierung geringfügiger Beschäftigung; 3. staatliche Transferzahlungen an Niedriglohnbezieher, die bereits heute de facto im Sinne eines Kombilohnmodells wirken; 4. die mangelnde gewerkschaftliche Organisationsmacht bei den neuen Briefdienstleistern; 5. die regulatorische Zurückhaltung der Bundesnetzagentur bei der Anwendung des Instruments der sozialen Lizenzauflagen. (IAB)
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Literaturhinweis
Temporary agency work and precarious employment: a review of the current situation in Australia and New Zealand (2005)
Zitatform
Burgess, John, Julia Connell & Erling Rasmussen (2005): Temporary agency work and precarious employment. A review of the current situation in Australia and New Zealand. In: Management Revue, Jg. 16, H. 3, S. 351-369.
Abstract
"This paper reviews three key issues associated with temporary agency work (referred to as agency work herewith) by drawing on Australian and New Zealand trends and experiences. First, the authors contend that it is surprising, in light of its high flexibility, that agency work constitutes a relatively small proportion of total employment in both countries. This article presents several reasons which can provide an explanation for employers' relatively limited use of agency employment. These reasons also show that agency work must be seen as part of the wider expansion of atypical employment arrangements. Second, the paradoxical mix of glamour and precariousness often associated with agency work is discussed. White labour flexibility is often associated with insecurity and precariousness, there are also advantageous forms of agency employment for all parties concerned. Consequently, this article provides an overview of recent research findings. It is evident from the research literature an agency work that there is either an emphasis on its precarious nature or on the individual preferences and choices of the temps themselves. In many countries, extensive regulatory arrangements exist that govern both the agency sector and the agency employment contract. This is not the case, however, in Australia and New Zealand and the effects of this unregulated approach are discussed as is the possibility of regulatory interventions that could be introduced at a future date." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Précarisation de l'emploi et représentation syndicale (2005)
Dufour, Christian; Fondeur, Yannick; Vincent, Catherine; Tuchszirer, Carole; Hege, Adelheid; Thomann, Bernard; Jolivet, Annie ; Pignoni, Maria Teresa; Lefresne, Florence; Wierinck, Marie; Meilland, Christele;Zitatform
Dufour, Christian, Yannick Fondeur, Adelheid Hege, Annie Jolivet, Florence Lefresne, Christele Meilland, Maria Teresa Pignoni, Bernard Thomann, Carole Tuchszirer, Catherine Vincent & Marie Wierinck (2005): Précarisation de l'emploi et représentation syndicale. In: Chronique Internationale de l'IRES H. 97, S. 1-142.
Abstract
Die Sonderausgabe der 'Chronique internationale de l'IRES' widmet sich dem Verhältnis von prekärer Beschäftigung und Gewerkschaftspolitik. Die Erosion des Normalarbeitsverhältnisses, der Trend zur atypischen Beschäftigung und der Ausgleich zwischen Flexibilität und Sicherheit stellen neue Herausforderungen an gewerkschaftliche Politik dar. Neun Länderstudien werden durch zwei Überblicksartikel ergänzt, die sich Querschnittsfragen widmen. (IAB)
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Entsicherte Arbeitsgesellschaft: Politik der Entprekarisierung (2005)
Dörre, Klaus;Zitatform
Dörre, Klaus (2005): Entsicherte Arbeitsgesellschaft. Politik der Entprekarisierung. In: Widerspruch. Beiträge zu sozialistischer Politik, Jg. 25, H. 49, S. 5-18.
Abstract
Der Beitrag erläutert auf der Grundlage der Ergebnisse einer empirischen Studie im Rahmen des Projekts 'Prekäre Beschäftigung - Ursachen von sozialer Desintegration und Rechtsextremismus' die Gründe für die Ausbreitung prekärer Beschäftigungsverhältnisse. Als heuristische Folie dient die Castel'sche Zentralhypothese. Danach spalten sich die Lohnarbeitsgesellschaften in drei große Segmente. Die 'Zone der Entkoppelung' umfasst die von regulärer Erwerbsarbeit Ausgeschlossenen. Die oberen und mittleren Ränge der Arbeitsgesellschaft sind noch immer in einer 'Zone der Integration' mit formal gesicherten Normbeschäftigungsverhältnissen angesiedelt. Dazwischen expandiert eine 'Zone der Prekarität' mit heterogenen Beschäftigungsformen, die sich allesamt durch ihre Verwundbarkeit auszeichnen. Der Beitrag behandelt typische Verarbeitungsformen unsicherer Beschäftigung, den Bedeutungswandel von Erwerbsarbeit, die Unterschiede zwischen flexibler und prekärer Arbeit und die Integration in Subgesellschaften. Anschließend beschreibt der Autor die Politik der Prekarisierung und entwirft abschließend Gegenstrategien einer Politik der Entprekarisierung. Für eine solche Politik, die die Anerkennung prekärer Arbeits- und Lebensverhältnisse voraussetzt, gibt es aus seiner Sicht vier zentrale Ansatzpunkte, die im einzelnen erläutert werden: Offensive Beschäftigungspolitik, Mindestlohn, Organizing und Aktivitätsstatus. Der Autor fordert, dass sich eine Politik der Entprekarisierung als klar identifizierbare Alternative zu einer Aktivierungsideologie präsentieren muss, die das individuelle Verhalten der diskriminierten 'faulen Arbeitslosen' und 'Sozialparasiten' zum Angelpunkt für die Bekämpfung von Ausgrenzung und Arbeitslosigkeit macht. (IAB)
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Prekarität - Eine arbeitspolitische Herausforderung (2005)
Dörre, Klaus;Zitatform
Dörre, Klaus (2005): Prekarität - Eine arbeitspolitische Herausforderung. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 58, H. 5, S. 250-258.
Abstract
"Der Beitrag zielt auf die aktuelle arbeitspolitische Debatte. Er geht von der These aus, dass der Trend zur Prekarisierung der Erwerbsarbeit in dieser Debatte noch immer unterschätzt wird. Anhand einer aus empirischen Forschungen gewonnenen Typologie zeigt er, dass die Ausbreitung unsicherer Beschäftigungsverhältnisse zunehmend auch geschützte Stammbelegschaften diszipliniert. In der Konsequenz plädiert der Beitrag für eine Strategie der Entprekarisierung als Eckpfeiler eines neuen arbeitspolitischen Koordinatensystem auch der Gewerkschaften." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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New modes of business organization and precarious employment: towards the recommodification of labour? (2005)
Zitatform
Frade, Carlos & Isabelle Darmon (2005): New modes of business organization and precarious employment. Towards the recommodification of labour? In: Journal of European social policy, Jg. 15, H. 2, S. 107-121.
Abstract
"While much of the international debate on the future of work focuses on the links between new forms of employment and social protection, and especially on transitions between jobs, this paper addresses a still under-researched issue: the interconnections between employment regulations and business strategies in the production of precarious employment. It seeks to make a contribution to a new strand of research which has emerged in France, Britain and the United States and has cast light on the link between new modes of business organization and new forms of employment. The paper particularly highlights labour recommodification processes as the key instrument in this link and illustrates the dynamics at play in three service sectors known for a high incidence of precarious employment - call centres, performing arts, and domiciliary care for the elderly, in five European countries." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Trajectoires et identités dans les emplois précaires en Italie (2005)
Zitatform
Fullin, Giovanna (2005): Trajectoires et identités dans les emplois précaires en Italie. In: Formation Emploi H. 91, S. 123-135.
Abstract
"Die Berufssphäre stellt eine der Dimensionen dar, in denen Identitäten aufgebaut werden. Welche Auswirkungen können unsichere Beschäftigungsverhältnisse nun auf diese Identitätsbildung haben? Eine in Italien realisierte Untersuchung zeigt, dass sich die Verbreitung prekärer Beschäftigungsverhältnisse in ambivalenter Weise auf die Identitätsbildung der Arbeitnehmer auswirkt. Lässt man die Unsicherheit des Arbeitsvertrages außer Acht, so können sich mit ihrer Arbeit zufriedene Arbeitnehmer damit identifizieren, während Arbeitnehmer, die eine Tätigkeit ausüben, die nicht ihren Erwartungen entspricht, diese Unsicherheit nutzen, um den Aufbau ihrer Identität auf später zu verschieben. Dieses abwartende Verhalten kann jedoch riskant sein, da dadurch die strategischen und vertraglichen Kapazitäten der Arbeitsnehmer gemindert werden können" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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When non-standard work becomes precarious: insights from the New Zealand call centre industry (2005)
Hannif, Zeenobiyah; Lamm, Felicity;Zitatform
Hannif, Zeenobiyah & Felicity Lamm (2005): When non-standard work becomes precarious. Insights from the New Zealand call centre industry. In: Management Revue, Jg. 16, H. 3, S. 324-350.
Abstract
"The issue of precarious employment has gained increasing currency over recent years, as OECD countries have shifted away from traditional standard employment models. Nevertheless, there has been little empirical research on the experiences of non-standard workers and the links that can be established with precarious work. This article attempts to address this gap by introducing precarious employment as a sub-set of non-standard work and highlighting its distinguishing features. The Tucker model is introduced as a useful bridge between non-standard work and precariousness, and is used as a framework for examining employment experiences within two New Zealand call centres. Initial observations indicate evidence of precariousness in both workplaces, although more severe in the case of the small, outsourced call centre. In-depth analysis suggests precariousness varies depending on the nature of the employment arrangement and questions are put forth about the applicability of the 'Tucker' model to the call centre context." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Atypical employment and flexicurity (2005)
Zitatform
Keller, Berndt & Hartmut Seifert (2005): Atypical employment and flexicurity. In: Management Revue, Jg. 16, H. 3, S. 304-323.
Abstract
Bisher hat sich die Diskussion um Flexicurity nur auf Normalarbeitsverhältnisse konzentriert und atypischer Arbeit nur beiläufig Beachtung gewidmet. Der Beitrag versucht, dieses Versäumnis zu beheben, indem er Strategien aufzeigt, mit denen soziale Risiken reduziert werden können. Zunächst werden die beiden Komponenten von Flexicurity analysiert. Dabei wird Bezug genommen auf den konzeptionellen Bezugsrahmen für verschiedene Formen der Flexibilisierung. Was die soziale Sicherheit angeht, so werden Kriterien vorgeschlagen, die sowohl Kurzzeit- als auch Langzeiteffekte berücksichtigen. Im Anschluss werden die verschiedenen Formen atypischer Arbeit und ihre Entwicklung seit den 1980er Jahren beschrieben. Dabei ist es notwendig festzulegen, welche Personen besonders betroffen sind. Des Weiteren wird diskutiert, in welchem Ausmaß die individuellen Arbeitsformen nicht nur atypisch sondern auch prekär sind. Abschließend werden einige zusätzliche Überlegungen zum Konzept der Flexicurity angestellt. (IAB)
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Literaturhinweis
Prekarisierung von Erwerbsarbeit: zur Transformation eines arbeitsweltlichen Integrationsmodus (2005)
Zitatform
Kraemer, Klaus & Frederic Speidel (2005): Prekarisierung von Erwerbsarbeit. Zur Transformation eines arbeitsweltlichen Integrationsmodus. In: W. Heitmeyer & P. Imbusch (Hrsg.) (2005): Integrationspotenziale einer modernen Gesellschaft, S. 367-390. DOI:10.1007/978-3-322-80502-7_14
Abstract
In dem Beitrag wird die These von der Schwächung erwerbsarbeitsbezogener Integrationspotentiale durch die Ausbreitung atypischer, prekärer Beschäftigung in kritischer Absicht diskutiert, wobei nicht die Exklusion, sondern der Wandel von Erwerbsarbeitsformen und ihre Prekarisierung als Integrationsproblem thematisiert wird. Zunächst wird herausgearbeitet, warum ungeachtet der wiederkehrenden sozialwissenschaftlichen Debatten zum "Ende der Arbeitsgesellschaft" der Institution der Erwerbsarbeit auch weiterhin eine herausragende Bedeutung im Hinblick auf soziale Integrations- und Desintegrationsprozesse zuzuschreiben ist. Sodann wird geklärt, was in einem engeren soziologischen Sinne unter prekärer Erwerbsarbeit überhaupt zu verstehen ist, um hieran anschließend unterschiedliche Dimensionen von Prekarisierung unterscheiden zu können. Darüber hinaus wird herausgearbeitet, dass prekäre Erwerbsarbeit nicht nur arbeitsweltliche Desintegrationserfahrungen schüren kann, sondern oftmals mit unterschiedlichen Re-Integrationsbemühungen der Prekarisierten einher geht. Wie sodann aufzuzeigt wird, gewinnt mit der Diffusion von Prekarisierungsängsten innerhalb und außerhalb der "Zone der Prekarität" ein arbeitsweltlicher Integrationsmodus an Bedeutung, der weniger auf Teilhabe, sondern auf Disziplinierung und Drohung gründet. Abschließend wird die Frage aufgeworfen, inwiefern dieser Integrationsmodus politische Einstellungsmuster und Orientierungen begünstigen kann, die für rechtspopulistische und fremdenfeindliche Zuspitzungen offen sind. (IAB2)
Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
La precarite de l'emploi au service de la prosperite du fast-food (2005)
Nkuitchou Nkouatchet, Raoul;Zitatform
Nkuitchou Nkouatchet, Raoul (2005): La precarite de l'emploi au service de la prosperite du fast-food. In: Sociologie du travail, Jg. 47, H. 4, S. 470-484.
Abstract
"Selon l'approche traditionnelle de l'analyse du travail, la stabilite de l'emploi et la qualification de la main-d'┐uvre sont necessaires a la prosperite d'une branche d'activite. Le fast-food offre un contre-exemple a cette regle. Ici, les principales enseignes proposent depuis l'origine de cette industrie aux etats-Unis, dans les annees 1950, des emplois sans aucune qualification. Ces jobs sont tres bien servis par une main-d'oeuvre jeune et devouee, mais seulement en transit dans les etablissements du fast-food : d'ou un chasse-croise perpetuel entre les entrants et les sortants. Meme si cela entraine quelques soucis operationnels, le fort turn-over arrange les affaires des firmes. Son principe productif et commercial - le flux tendu - requiert un niveau exceptionnel de mobilisation des salaries, et seuls les nouveaux et jeunes equipiers correspondent au profil defini dans les restaurants." (Resume d'auteur, IAB-Doku) ((fr))
"The fast food industry offers an exception to the traditional rule that steady employment and employee qualifications are necessary for business to thrive. Since this industry sprang up in the United States during the 1950s, its major firms have offered unskilled jobs to a young, devoted labor force in transit between fast-food establishments. As a consequence, the itineraries of incoming new hires and outgoing employees crisscross. Though causing a few operational problems, this high turnover rate among wage-earners is good for business. The major (just-in-time) principle of sales and production requires an exceptionally high commitment. Only new, young team-members correspond to the profile defined in these eateries." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) -
Literaturhinweis
Leiharbeit - Flexibilitäts- und Unsicherheitspotenziale in der betrieblichen Praxis (2005)
Zitatform
Promberger, Markus (2005): Leiharbeit - Flexibilitäts- und Unsicherheitspotenziale in der betrieblichen Praxis. In: M. Kronauer & G. Linne (Hrsg.) (2005): Flexicurity : die Suche nach Sicherheit in der Flexibilität (Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung, 65), S. 183-204.
Abstract
"Leiharbeit ist eine besondere und nach wie vor umstrittene Beschäftigungsform." Ihre Verbreitung in deutschen Betrieben ist gering, jedoch mit leichter Wachstumstendenz, die durch die gesetzliche Einschränkung der Befristungsmöglichkeiten gefördert wurde. Einkommensdiskriminierungen sind im Fall der Leiharbeit ein Indiz, dass es erhebliche Asymmetrien zu Lasten der Arbeitnehmer bei beschäftigungsbezogenen Flexibilisierungsmuster. Der Beitrag zeigt, dass die Einkommensdifferenzen im Vergleich von befristeten und unbefristeten Beschäftigungsverhältnissen gravierend sind. Die bereits erfolgte tarifliche Einbindung der Leiharbeit konnte dieses Problem nicht lösen, das in Teilsegmenten bis hin zur Einkommensarmut reicht. Über den Einkommensaspekt hinaus bestätigen die Forschungsbefunde, das sich in der Leiharbeit nach wie vor folgende Prekaritätsmomente bündeln: hochgradig instabile Beschäftigungsverhältnisse, geringe Qualifizierungs- und Weiterbildungs- sowie eingeschränkte Partizipationschancen. Es wird konstatiert, dass es bei der Leiharbeit bislang offensichtlich nicht gelungen ist, den Ausgleich zwischen betrieblichen Flexibilisierungs- und individuellen Sicherheitsinteressen herbeizuführen. (IAB)
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Literaturhinweis
Beschäftigungsformen - ein Maßstab für Flexibilität und Sicherheit? (2005)
Rudolph, Helmut;Zitatform
Rudolph, Helmut (2005): Beschäftigungsformen - ein Maßstab für Flexibilität und Sicherheit? In: M. Kronauer & G. Linne (Hrsg.) (2005): Flexicurity : die Suche nach Sicherheit in der Flexibilität (Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung, 65), S. 97-125.
Abstract
Der Beitrag setzt an dem Thema im Flexicurity-Diskurs an, das sich mit den Anforderungen unterschiedlicher Beschäftigungsformen an die Systeme sozialer Sicherheit beschäftigt. Insbesondere wird den Fragen nachgegangen, ob die derzeitigen institutionellen Arrangements auch die Erwerbstätigen hinreichend absichern, die Niedrigeinkommen und/oder diskontinuierliche Erwerbsverläufe haben. Hierzu untersucht er in einer Sekundäranalyse anhand von Daten des Statistischen Bundesamtes und der Beschäftigtenstatistik der Bundesagentur für Arbeit, welche Folgen der jeweilige Beschäftigungsstatus für die grundsätzliche Einbindung in die Systeme sozialer Sicherung und hinsichtlich des Leistungsniveaus hat. Seine Befunde belegen, dass die generell durchschlagende Absenkung des Niveaus sozialer Sicherheit als das Problem anzusehen ist. Es wird auch darauf hingewiesen, dass gesenkte soziale Sicherungsstandards in Lebensphasen ohne Einkommensbezug aus Erwerbsarbeit wiederum auf die Beschäftigten zurückwirken und sich unter anderem als Bremse zumindest für die freiwillige Arbeitsmarktmobilität erweisen können. (IAB)
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Literaturhinweis
Beating the 'churning' trap in the youth labour market (2005)
Worth, Sean;Zitatform
Worth, Sean (2005): Beating the 'churning' trap in the youth labour market. In: Work, employment and society, Jg. 19, H. 2, S. 403-414.
Abstract
Während die Jugendarbeitslosigkeit generell als ein wichtiger Gegenstand sozialpolitischer und arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen gesehen wird, wird die Gefahr unterschätzt, dass gering qualifizierte junge Menschen keinen Fuß auf dem Arbeitsmarkt fassen können. Der Beitrag geht davon aus, dass eine große Gruppe junger Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen gefangen bleibt. Unsichere befristete Arbeitsverhältnisse und Arbeitsplatzwechsel nehmen bei jungen britischen Arbeitnehmern zu, und der Einstieg in unbefristete Arbeitsverhältnisse gelingt immer später. Dies kommt zwar den kurzfristigen Interessen der Arbeitgeber zugute, nicht jedoch dem Ziel der dauerhaften beruflichen Integration junger Menschen. Es wird für eine neue Orientierung der Beschäftigungsprogramme für junge Menschen plädiert. Anstatt dem Leitbild der Beschäftigungsfähigkeit und Flexibiltät zu folgen, wird vorgeschlagen, die Qualifizierung junger Menschen und die nachhaltige Humankapitalentwicklung als Ziel zu verfolgen. Die Vermittlung beruflicher Qualifikationen auf einem mittleren Qualifikationsniveau ist dabei zentral, weil es hierfür einen großen Bedarf sowohl in technischen Berufen als auch in Büroberufen gibt. (IAB)
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Literaturhinweis
Prekäre Arbeit: Ursachen, soziale Auswirkungen und subjektive Verarbeitungsformen unsicherer Beschäftigungsverhältnisse (2004)
Zitatform
Dörre, Klaus, Klaus Kraemer & Frederic Speidel (2004): Prekäre Arbeit. Ursachen, soziale Auswirkungen und subjektive Verarbeitungsformen unsicherer Beschäftigungsverhältnisse. In: Das Argument H. 256, S. 378-397.
Abstract
In dem Beitrag werden die gesellschaftlichen Implikationen des Anstiegs prekärer Beschäftigungsverhältnisse untersucht. Als heuristisches Konzept verwenden die Autoren Robert Castels drei Zonen des modernen Arbeitsmarktes: die abnehmende "Zone der Integration" mit relativ sicheren Arbeitsverhältnissen mit festem Vertrag, die "Zone des Ausschlusses", die Langzeitarbeitslose ohne Chancen der Reintegration enthält und dazwischen die "Zone der Verwundbarkeit", die zeitweise arbeitslose bzw. beschäftigte Personen beinhaltet. (IAB)
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Normale Arbeit anno 2004: der Trend zu Prekarisierung und Niedriglohn (2004)
Hauer, Dirk;Zitatform
Hauer, Dirk (2004): Normale Arbeit anno 2004. Der Trend zu Prekarisierung und Niedriglohn. In: Blätter für deutsche und internationale Politik H. 12, S. 1475-1483.
Abstract
"Mit Hartz IV und der aktuellen Mindestlohndiskussion ist die Debatte um den so genannten Niedriglohnsektor als Ziel staatlicher Arbeitsmarktpolitik vollends entbrannt. Dabei wird völlig übersehen, dass in der Bundesrepublik bereits seit langem ein 'ganz normaler' Niedriglohnbereich existiert. Der Autor leuchtet die wachsenden Bereiche prekärer Arbeit aus." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Prekäre Leiharbeit: zur Integrationsproblematik einer atypischen Beschäftigungsform (2004)
Zitatform
Kraemer, Klaus & Frederic Speidel (2004): Prekäre Leiharbeit. Zur Integrationsproblematik einer atypischen Beschäftigungsform. In: B. Vogel (Hrsg.) (2004): Leiharbeit : neue sozialwissenschaftliche Befunde zu einer prekären Beschäftigungsform, S. 119-153.
Abstract
Am Beispiel der Leiharbeit werden die 'Schattenseiten flexibilisierter Arbeitsmärkte vermessen' und die sozialen Problemfelder identifiziert, die mit der Ausweitung relativ ungeschützter, atypischer Erwerbsarbeit zu Lasten regulärer Beschäftigungsverhältnisse verbunden sind. Hierzu wird zunächst bestimmt, was aus soziologischer Sicht unter prekärer Erwerbsarbeit und Prekarisierung zu verstehen ist. Im folgenden wird begründet, warum ungeachtet der sozialwissenschaftlichen Debatten zum 'Ende der Arbeitsgesellschaft' der Institution der Erwerbsarbeit auch weiterhin eine herausragende Bedeutung im Hinblick auf soziale Integrations-, Desintegrations- und Reintegrationsprozesse zuzuschreiben ist. Weiterhin werden die empirischen Befunde einer qualitativen Erhebung zum Einsatz ostdeutscher Leiharbeiter im Montagewerk eines Automobilherstellers vorgestellt. Ergänzend wurden Leiharbeiter, die bereits einige Jahre bei ein und demselben Zeitarbeitsunternehmen beschäftigt sind, befragt. Im Ergebnis wird gezeigt, dass Leiharbeitnehmer sowohl Erfahrungen der Desintegration als auch der Integration gemacht haben. So wird die Beschäftigung im Automobilwerk als limitierte Rückkehr in die 'Zone der Normalität' angesehen. 'Je reibungsärmer diese Reintegration auf Zeit gelingt, desto nachhaltiger wirken desintegrierende Ängste vor einem erneuten Absturz in die Arbeitslosigkeit, vor dem Entzug mühsam erworbener symbolischer Anerkennung sowie vor dem erneuten Verzicht auf Teilhabechancen an der materiellen Kultur.' (IAB)
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Literaturhinweis
Managing labour market related risks in Europe: policy implications (2004)
Laparra, Miguel; Vogler-Ludwig, Kurt; Frey, Luigi; Düll, Nicola; Lindley, Robert; Darmon, Isabelle ; Frade, Carlos;Zitatform
Laparra, Miguel (2004): Managing labour market related risks in Europe. Policy implications. Pamplona u.a., 130 S.
Abstract
Die Studie wurde im Rahmen des Projekts ESCOPE erstellt, dessen Zielsetzung es ist, zu einem besseren vergleichenden Verständnis und zu einer besseren vergleichenden Bewertung sogenannter 'prekärer Beschäftigungsverhältnisse' als einer der Hauptaspekte sozialer und sozioökonomischer Unsicherheit und Risiken in Europa beizutragen. Leitende Forschungsfragen sind: Was wird unter 'prekären Beschäftigungsverhältnissen' sowohl seitens der Arbeitsmarktforschung als auch der Politik in fünf untersuchten Ländern (Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Großbritannien) aber auch auf europäischer und internationaler Ebene verstanden? Welches sind die Hauptmerkmale der Formen prekärer Beschäftigungsverhältnisse und wie wirken sich sektorale Faktoren und nationale Regulierungen aus? Welches Verständnis von 'prekärer Beschäftigung' könnte sowohl aus wissenschaftlicher als auch aus operationaler Hinsicht besser geeignet sein, angemessene Maßnahmen seitens der Politik in Gang zu setzen? Unter dieser Zielsetzung ist der Projektbericht in vier Teile gegliedert: Der erste Teil umfasst eine Bestandsaufnahme der Literatur zu Inhalt und Bedeutung prekärer Beschäftigung, daran schließt ein Überblick über Umfang und Formen derartiger Beschäftigungsverhältnisse an, gefolgt von einer Analyse der Ursachen und Umstände prekärer Beschäftigung in Form von Fallstudien in den fünf Ländern. Abschließend werden die politischen Implikationen der Untersuchungsergebnisse auf europäischer Ebene diskutiert. (IAB)
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Literaturhinweis
Zwischen Prekarität und Ausgrenzung: Krisenstrategien von Working poor (2004)
Pelizzari, Alessandro;Zitatform
Pelizzari, Alessandro (2004): Zwischen Prekarität und Ausgrenzung. Krisenstrategien von Working poor. In: Widerspruch. Beiträge zu sozialistischer Politik, Jg. 24, H. 46, S. 43-52.
Abstract
Der Autor geht davon aus, dass in der individualisierten modernen Arbeitsgesellschaft eine uneinheitliche Gruppe der am Arbeitsmarkt Marginalisierten entsteht, die sich in einer Übergangszone zwischen Aufstieg und Abstieg, Integration und Ausgrenzung, Etablierung und Deklassierung befindet. Der Beitrag beschäftigt sich mit der sich in dieser Überganszone stellenden Frage nach dem Zusammenhang zwischen strukturellem Wandel und individuellen Zugriffschancen und Teilnahmevoraussetzungen an den neuen Formen subjektivierter Arbeit anhand der Ergebnisse einer Studie über 'Working poor'. Beschrieben werden der normative Leittypus des 'Arbeitskraftunternehmers' und Erwerbshabitus und milieuspezifische Krisenstrategien von Working poor. Während am Arbeitsmarkt auf der einen Seite der Typus des 'Arbeitskraftunternehmers' an Bedeutung gewinnt, weiten sich gleichzeitig ungeschützte und prekäre Arbeitsverhältnisse aus. Nach Meinung des Autors schließen sich Sozialhilfe und Lohn keineswegs aus. Mit der Sozialhilfe werden vielmehr erst die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass Arbeitsverhältnisse zu sehr niedrigen Löhnen, die unter dem Existenzminimum legen, 'zugemutet' werden können. In dieser 'Zone der Verwundbarkeit' sind Integration und Exklusion auf engste verknüpft: Ausgrenzung soll wenn möglich nicht dauerhaft sein, denn nur wenn diese erwartbar temporär bleibt, erzeugt sie 'bei den Ausgeschlossenen nicht lediglich materielle Not und Statusverlust, sondern zugleich die Bereitschaft, die eigenen Forderungen und damit die Bedingungen des Wiedereintritts zu modifizieren'. (IAB)
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Literaturhinweis
Leiharbeit: Neue sozialwissenschaftliche Befunde zu einer prekären Beschäftigungsform (2004)
Vogel, Berthold;Zitatform
Vogel, Berthold (Hrsg.) (2004): Leiharbeit: Neue sozialwissenschaftliche Befunde zu einer prekären Beschäftigungsform. Hamburg: VSA-Verlag, 182 S.
Abstract
"Der Band bietet einen Einblick und zieht eine erste Bilanz der neuen Vielfalt gesellschaftswissenschaftlicher Studien zur Beschäftigungsform der Leiharbeit - zu ihren sozialen Strukturen, ihren Institutionen und ihrer Organisation. Auch die Erfahrungen der Leiharbeitskräfte und deren Erwerbsverläufe, die periodisch oder dauerhaft in diese spezifische Beschäftigungsform führen, sind Thema der Erörterungen. In seiner Zusammenstellung aktueller Forschung beleuchtet der Band drei zentrale Felder der Leiharbeit (auch Zeitarbeit bzw. Arbeitnehmerüberlassung): die gesellschaftliche Position der Leiharbeitskräfte, das betrieblich-soziale Feld der Leiharbeitsfirmen und der Entleihbetriebe und schließlich die wirtschaftlichen, sozialen und politischen Wirkungen der Leiharbeit." (Autorenreferat, IAB-Doku)
