Atypische Beschäftigung
Der deutsche Arbeitsmarkt wird zunehmend heterogener. Teilzeitbeschäftigung und Minijobs boomen. Ebenso haben befristete Beschäftigung und Leiharbeit an Bedeutung gewonnen und die Verbreitung von Flächentarifverträgen ist rückläufig. Diese atypischen Erwerbsformen geben Unternehmen mehr Flexibilität.
Was sind die Konsequenzen der zunehmenden Bedeutung atypischer Beschäftigungsformen für Erwerbstätige, Arbeitslose und Betriebe? Welche Bedeutung haben sie für die sozialen Sicherungssysteme, das Beschäftigungsniveau und die Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes? Das IAB-Themendossier bietet Informationen zum Forschungsstand.
- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
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Atypische Beschäftigung insgesamt
- Gesamtbetrachtungen
- Erosion des Normalarbeitsverhältnisses
- Prekäre Beschäftigung
- Politik, Arbeitslosigkeitsbekämpfung
- Arbeits- und Lebenssituation atypisch Beschäftigter
- Betriebliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Rechtliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Gesundheitliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Beschäftigungsformen
- Qualifikationsniveau
- Alter
- geographischer Bezug
- Geschlecht
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Literaturhinweis
Atypische Beschäftigung und Niedriglohnarbeit: Benchmarking Deutschland: Befristete und geringfügige Tätigkeiten, Zeitarbeit und Niedriglohnbeschäftigung (2010)
Zitatform
Eichhorst, Werner, Paul Marx & Eric Thode (2010): Atypische Beschäftigung und Niedriglohnarbeit. Benchmarking Deutschland: Befristete und geringfügige Tätigkeiten, Zeitarbeit und Niedriglohnbeschäftigung. Gütersloh, 53 S.
Abstract
"Die Diskussion über die Schaffung neuer, zusätzlicher Arbeitsplätze durch institutionelle Reformen auf dem Arbeitsmarkt dreht sich im Kern in zahlreichen europäischen Staaten um die Rolle 'atypischer' Beschäftigungsverhältnisse. Diese orientieren sich nicht an unbefristeter Vollzeitarbeit (dem sogenannten Normalarbeitsverhältnis), die in der Regel tarifvertraglich geregelt ist und den vollen Schutz der sozialen Sicherungssysteme in Deutschland gewährt. Auf der einen Seite bieten atypische Arbeitsverhältnisse tatsächlich zusätzliche Erwerbschancen insbesondere im Dienstleistungssektor, auf der anderen Seite zeichnen sie sich oft durch Abweichungen vom jeweiligen tarif-, unternehmens- oder betriebsüblichen Standard hinsichtlich Arbeitszeiten, Entlohnung oder Bestandssicherheit aus. Die Notwendigkeit der Re-Regulierung atypischer Beschäftigungsformen steht deshalb auf dem Prüfstand und wird je nach Perspektive - beschäftigungspolitische vs. sozialpolitische Orientierung - unterschiedlich bewertet. Auf der Grundlage der empirischen Beobachtungen ist ein differenziertes Urteil über die Bedeutung atypischer Beschäftigung und von deren Chancen und Risiken möglich." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Ähnliche Treffer
auch erschienen als: IZA research report , 25 -
Literaturhinweis
Producing precarity: The temporary staffing agency in the labor market (2010)
Zitatform
Elcioglu, Emine Fidan (2010): Producing precarity: The temporary staffing agency in the labor market. In: Qualitative Sociology, Jg. 33, H. 2, S. 117-136. DOI:10.1007/s11133-010-9149-x
Abstract
"On the basis of fieldwork in a temporary staffing agency (TSA), I argue that while temp agencies may provide transitional mobility for jobseekers, in the long run the TSA systematically exploits and reproduces structural vulnerability in the labor market. The agency creates a core of permanent temporary workers separate from the periphery of surplus workers, such that the former is given priority in job allocation. The staffing agency can use alliances with institutions such as private correctional facilities to control its peripheral workers. At the same time, highly valued core workers also face precarious conditions when they are barred from job mobility and their wages are capped. The agency further reinforces precariousness during the moment of work by extending the agency's surveillance to client sites." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Einmal atypisch, immer atypisch beschäftigt?: Mobilitätsprozesse atypischer und normaler Arbeitsverhältnisse im Vergleich (2010)
Zitatform
Gensicke, Miriam, Alexander Herzog-Stein, Hartmut Seifert & Nikolai Tschersich (2010): Einmal atypisch, immer atypisch beschäftigt? Mobilitätsprozesse atypischer und normaler Arbeitsverhältnisse im Vergleich. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 63, H. 4, S. 179-187. DOI:10.5771/0342-300X-2010-4-179
Abstract
"Atypische Beschäftigungsformen haben an Bedeutung gewonnen und eine kontroverse Diskussion ausgelöst. Die empirische Forschung beschäftigt sich vor allem mit den Arbeitsbedingungen dieser Beschäftigungsverhältnisse. Wenig Beachtung fand bisher die Frage, wie der Wechsel zwischen den verschiedenen Beschäftigungsformen verläuft. Der Beitrag soll dazu beitragen, diese Lücke zu schließen. Er untersucht, inwieweit sich atypische Beschäftigungsverhältnisse und Normalarbeitsverhältnisse (NAV) nach ihrer Beendigung im Hinblick auf die Übergänge zum nächsten Arbeitsverhältnis unterscheiden. Multivariate Analysen zeigen, dass Übergänge aus atypischen Beschäftigungsformen in NAV nur begrenzt gelingen. Wer dagegen bereits in einem NAV beschäftigt war, findet weitaus eher auch wieder ein solches Arbeitsverhältnis. Insofern erscheint es gerechtfertigt, von einer gewissen Pfadabhängigkeit der Arbeitsverhältnisse zu sprechen. Allerdings differiert die Wahrscheinlichkeit für Beschäftigte, aus einem atypischen Arbeitsverhältnis in ein NAV zu wechseln, je nach der spezifischen Form des atypischen Beschäftigungsverhältnisses." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Temporary agency work and the user firm's productivity: first evidence from German panel data (2010)
Zitatform
Hirsch, Boris & Steffen Müller (2010): Temporary agency work and the user firm's productivity. First evidence from German panel data. (Universität Erlangen, Nürnberg, Lehrstuhl für Arbeitsmarkt- und Regionalpolitik. Diskussionspapiere 68), Erlangen u.a., 16 S.
Abstract
"Das Papier untersucht den Zusammenhang zwischen Leiharbeitseinsatz und der Produktivität der Entleihfirma. Ausgangspunkt ist die Überlegung, dass moderater Leiharbeitseinsatz die numerische Flexibilität und damit Produktivität des Entleihers erhöht, während exzessive Nutzung von Leiharbeit eine Niedrigproduktivitätsstrategie mit geringem Einsatz von Human- und Sozialkapital widerspiegeln dürfte, die in erster Linie auf die Umgehung von Arbeitsmarktregulierungen abzielt. Im Gegensatz zur spärlichen Literatur zu den Produktivitätseffekten von Leiharbeit nutzen wir einen großen Paneldatensatz und Fixe-Effekte-Schätzungen. Im Einklang mit unseren Hypothesen finden wir einen robusten buckelförmigen Zusammenhang zwischen der Produktivität des Entleihers und dem Anteil an Leiharbeitnehmern in seiner Belegschaft." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The strategic use of temporary agency work: functional change of a non-standard form of employment (2010)
Zitatform
Holst, Hajo, Oliver Nachtwey & Klaus Dörre (2010): The strategic use of temporary agency work. Functional change of a non-standard form of employment. In: International Journal of Action Research, Jg. 6, H. 1, S. 108-138. DOI:10.1688/1861-9916_IJAR_2010_01_Holst
Abstract
"Using data from the German case, the paper examines a new form of client firms' utilization of temporary agency work that is distinctly different from traditional forms responding to production problems. Client firms, particularly from manufacturing, increasingly use temporary agency workers as a quasi-permanent component of their workforce. Management's primary aim is to establish a 'security net' for the short-term-profits by bypassing German statutory dismissal protection. However, since client firms' regular employees and the temporary agency workers tend to perform the same tasks, a secondary effect of the strategic use of temporary agency work can be observed: the disciplinary effects associated with precarious work are tangibly amplified and expanded." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Die Flexibilität unbezahlter Zeit: Die strategische Nutzung von Leiharbeit (2010)
Holst, Hajo;Zitatform
Holst, Hajo (2010): Die Flexibilität unbezahlter Zeit: Die strategische Nutzung von Leiharbeit. In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Jg. 19, H. 2/3, S. 164-177. DOI:10.1515/arbeit-2010-2-308
Abstract
"Leiharbeit hat sich im jüngsten Konjunkturzyklus zunehmend zu einem Instrument der strategischen Unternehmensführung entwickelt. Durch einen auf Dauer gestellten Einsatz von Leiharbeitskräften versucht das Management, sowohl die zukünftigen Profite gegen die Marktrisiken abzusichern als auch die gegenwärtigen Gewinne zu steigern. Im Windschatten der veränderten Nutzung der Leiharbeit wird ein konkurrenzzentrierter Modus der Regulierung der Arbeit etabliert, durch den sich auch die regulative Funktion zentraler Institutionen der Arbeitsbeziehungen wandelt: Setzten Flächentarifvertrag und Kündigungsschutz in der Vergangenheit der Konkurrenz der Arbeitenden gewisse Grenzen, werden sie aufgrund der erodierenden Verankerung in den Praktiken der Arbeitgeber immer mehr zum Gegenstand der Konkurrenz." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Reassessing the pay gap for temps in Germany (2010)
Zitatform
Jahn, Elke J. (2010): Reassessing the pay gap for temps in Germany. In: Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, Jg. 230, H. 2, S. 208-233. DOI:10.1515/jbnst-2010-0205
Abstract
"As a consequence of the rapid growth of temporary agency employment in Germany, the debate on the remuneration of temporary agency workers has intensified recently. The study finds that the earnings gap of temporary help workers in Germany is indeed large and increased during the past decade. Decomposition reveals that the widening gap mainly is driven by changes in relative skill prices and less by differences in the workforce composition. Temps already have to accept a marked earnings decline before entering the temporary help sector. Nevertheless, after leaving the sector temporary help workers no longer have to accept a pay penalty. A recent reform set a high incentive for temporary help agencies to pay their workers according to a collective agreement. Surprisingly, the unionization of the sector could not bring the widening earnings gap to a halt." (author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Looking beyond the bridge: How temporary agency employment affects labor market outcomes (2010)
Zitatform
Jahn, Elke J. & Michael Rosholm (2010): Looking beyond the bridge: How temporary agency employment affects labor market outcomes. (IAB-Discussion Paper 09/2010), Nürnberg, 39 S.
Abstract
"Im Rahmen des 'timing-of-events' Modells wird umfassend untersucht, ob Zeitarbeit eine Brücke in reguläre Beschäftigung für Arbeitslose in Dänemark ist. Auch wird gefragt, wie sich Beschäftigungsdauer und Entlohnung nach dem erfolgreichen Verlassen der Arbeitslosigkeit entwickeln. Es zeigt sich, dass Zeitarbeit eine Brücke in reguläre Beschäftigung sein kann. Hiervon profitieren vor allem Immigranten. Darüber hinaus finden wir Hinweise, dass die 'treatment' Intensität die Übergangswahrscheinlichkeit aus Arbeitslosigkeit in reguläre Beschäftigung erhöht. Die Sprungbrett-Funktion der Zeitarbeit ist vor allem in angespannten Arbeitsmärkten ausgeprägt, in denen Firmen Zeitarbeit nutzen, um Arbeitslose zu testen und offene Stellen zu besetzen. Schließlich zeigt sich, dass die Matching-Qualität zunimmt, aber nur dann, wenn der vormals Arbeitslose direkt im Anschluss an einen Leiharbeitseinsatz eine reguläre Beschäftigung findet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Flexibility profiles of European companies: European Company Survey 2009 (2010)
Kerkhofs, Marcel; Román, Amelia; Ester, Peter;Zitatform
Kerkhofs, Marcel, Amelia Román & Peter Ester (2010): Flexibility profiles of European companies. European Company Survey 2009. Dublin, 45 S.
Abstract
"This report analyses European corporate practices in terms of working time flexibility as revealed by the European Company Survey 2009 (ECS 2009). Flexibility in working time is a central aspect of ongoing debates regarding boosting employment in the EU. Enabling employees to better balance their working time and domestic responsibilities is seen as a key way of encouraging more citizens to enter and remain in the workforce. At the same time, greater working time flexibility on the part of companies - and hence, employees - can enable European enterprises to be more responsive to market demands, so boosting the Union's competitiveness." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
'Lost in translation': an analysis of temporary work agency employment in hotels (2010)
Zitatform
Knox, Angela (2010): 'Lost in translation': an analysis of temporary work agency employment in hotels. In: Work, employment and society, Jg. 24, H. 3, S. 449-467. DOI:10.1177/0950017010371652
Abstract
"Temporary work continues to stimulate research and debate in many developed countries. This research provides contemporary data on temporary work agency employment in the Australian hotel industry. Findings reveal that an absence of regulation governing the temporary work agency industry in conjunction with strong migrant labour supply and extremely active agency-client firm interactions has entrenched TWA employment and restructured the labour market in a coercive fashion." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Erhebung Mittelständische Zeitarbeit 2010: Ergebnisbericht (2010)
Zitatform
Lehmann, Christian, Martin Ratzmann & Ricarda B. Bouncken (2010): Erhebung Mittelständische Zeitarbeit 2010. Ergebnisbericht. (Bayreuth reports on strategy 01/2010), Bayreuth, 24 S.
Abstract
"Der Markt für Personaldienstleistungen zählt zu den am stärksten wachsenden Branchen in Deutschland. Während Entleihunternehmen und Zeitarbeitnehmer Gegenstand vieler Untersuchungen sind, wurden die Personaldienstleister selbst bislang kaum betrachtet. Der vorliegende Bericht ist Ergebnis einer Befragung von 346 Filialen deutscher Zeitarbeitsunternehmen aus dem Frühjahr 2010. Praxisnah werden Strukturmerkmale von Verleihunternehmen und mögliche Erfolgsfaktoren aufgezeigt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Brückenfunktion der Leiharbeit: Zumindest ein schmaler Steg (2010)
Zitatform
Lehmer, Florian & Kerstin Ziegler (2010): Brückenfunktion der Leiharbeit: Zumindest ein schmaler Steg. (IAB-Kurzbericht 13/2010), Nürnberg, 8 S.
Abstract
"Seit Anfang der 90er Jahre wurde die Arbeitnehmerüberlassung nach und nach stark dereguliert, zuletzt im Zuge der Hartz-Reformen. Dieses Reformelement gehört zu den umstrittensten Elementen des Gesamtpakets. Mit der Reform war auch die Hoffnung verbunden, Arbeitslosen durch Leiharbeit eine Brücke in Beschäftigung jenseits der Zeitarbeitsbranche zu bauen. Hier wird untersucht, ob und in welchem Umfang dies gelingt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
- Leiharbeitnehmer im Jahr 2006 und deren Erwerbsstatus im Zweijahreszeitraum vor und nach ihrem Einsatz in der Leiharbeit
- Arbeitslos vor der Leiharbeit im Jahr 2006: Was kommt danach?
- Effekt der Leiharbeit auf die Beschäftigungswahrscheinlichkeit von Langzeitarbeitslosen außerhalb der Leiharbeit
- Entwicklung der Arbeitnehmerüberlassung (Monatswerte) und des Bruttoinlandsprodukts (Quartalswerte)
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Literaturhinweis
The expanding role of temporary help services from 1990 to 2008 (2010)
Zitatform
Luo, Tian, Amar Mann & Richard Holden (2010): The expanding role of temporary help services from 1990 to 2008. In: Monthly Labor Review, Jg. 133, H. 8, S. 3-16.
Abstract
"During the 1990 - 2008 period, employment in the temporary help services industry grew from 1.1 million to 2.3 million and came to include a larger share of workers than before in higher skill occupations; employment in this industry has been very volatile because temporary workers are easily hired when demand increases and laid off when it decreases." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Leiharbeit in Österreich (2010)
Riesenfelder, Andreas; Wetzel, Petra;Zitatform
Riesenfelder, Andreas & Petra Wetzel (2010): Leiharbeit in Österreich. (Wiener Beiträge zur empirischen Sozialwissenschaft 04), Wien: LIT, 106 S.
Abstract
"Die Leiharbeit hat in den letzten Jahren nicht nur in Europa sondern auch in Österreich zusehends an Bedeutung gewonnen. Allerdings ist dieser Wirtschaftsbereich, was die ArbeitnehmerInnen betrifft, durch überdurchschnittlich hohe Belastungen zu charakterisieren. So haben LeiharbeiterInnen mit überaus großen saisonalen Einflüssen auf die Beschäftigungslage zu kämpfen und sind durch hohe Quoten von Arbeitslosigkeit und erwerbsfernen Lagen gekennzeichnet. Dem kann auch die erstrebenswerte Brückenfunktion der Leiharbeit zu einem anschließenden Standarderwerbsverhältnis kaum entgegensteuern. Weiteres wurde auch die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften untersucht. Das Ergebnis ist alarmierend, ist doch ein großer Teile der Arbeitsverhältnisse unter Umgehung der gesetzlichen Vorschriften beendet worden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die Leiharbeit in der Krise? (2010)
Riesenfelder, Andreas; Wetzel, Petra;Zitatform
Riesenfelder, Andreas & Petra Wetzel (2010): Die Leiharbeit in der Krise? Wien, 133 S.
Abstract
"Aktuelle Arbeitsmarktdaten zeigen, dass in Phasen eines Konjunkturabschwungs die Situation der LeiharbeitnehmerInnen besonders schwierig ist. Im Mittelpunkt der Untersuchung stand die Frage nach der Beständigkeit von Leiharbeitsverhältnissen bzw. der Erwerbskarrieren von LeiharbeiterInnen und deren individueller Umgang mit der derzeit angespannten beruflichen Situation. Im Detail wurden folgende inhaltliche Schwerpunkte bearbeitet:
- Darstellung der aktuellen Beschäftigtenzahl von LeiharbeiterInnen in Österreich (Monatsendwertanalysen) und Analyse der Beschäftigtenentwicklung für die Vorjahre,
- Analyse der Beständigkeit der Leiharbeitsverhältnisse,
- Analyse der Abgangsprozesse aus der Leiharbeit mit Schwerpunkt auf der 'Brückenfunktion' (Leiharbeit als Überbrückung zu einer Standardbeschäftigung),
- Darstellung des individuellen Umgangs der Betroffenen mit der angespannten Situation am Arbeitsmarkt,
- Zufriedenheit der LeiharbeiterInnen mit dieser Form der Erwerbsarbeit im Hinblick auf Arbeitszeit, Arbeitsbelastung, qualifikationsadäquaten Einsatz, zukünftige Erwerbschancen,
- Analyse der Prekaritätsgefährdung von LeiharbeiterInnen,
- Analyse der Weiterbildungschancen und Weiterbildungsaktivitäten von LeiharbeiterInnen,
- Recherche internationaler Beispiele zur Situation der Leiharbeit in anderen EU-Staaten und zu allfällig aktuell diskutierten Lösungsansätzen." (Autorenreferat, IAB-Doku)Weiterführende Informationen
Kurzfassung -
Literaturhinweis
Qualifizierungskonzepte in der Zeitarbeit: Anforderungen aus Sicht der Beschäftigten (2010)
Sossna, Monika; Pohner, Melanie;Zitatform
Sossna, Monika & Melanie Pohner (2010): Qualifizierungskonzepte in der Zeitarbeit. Anforderungen aus Sicht der Beschäftigten. In: Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis, Jg. 39, H. 5, S. 27-31.
Abstract
"Nach einem starken Beschäftigungsrückgang im Jahr 2009 wächst aktuell die Zeitarbeitsbranche wieder. Gleichzeitig steigen auch die fachlichen Anforderungen an die Beschäftigten. Doch wird in der Zeitarbeit weniger in Weiterbildung investiert als in anderen Branchen - und das bei einem weiterhin prognostizierten Mangel an Fachkräften. Von Interesse ist daher herauszufinden, welche Haltungen Zeitarbeitnehmer/-innen selbst zu Qualifizierungen haben und wie sie ihre beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten einschätzen. Im Beitrag werden hierzu Befunde einer qualitativen Befragung von 20 Beschäftigten in der Zeitarbeit präsentiert, die im Rahmen des BMBF-geförderten Projekts 'BildungsZeit' erhoben wurden, und erste Anregungen für eine differenzierte Planung von Weiterbildungsangeboten in dieser Branche gegeben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zeitarbeit: eine ganz normale Arbeit? (2010)
Specht, Matthias;Zitatform
Specht, Matthias (2010): Zeitarbeit. Eine ganz normale Arbeit? In: Wiso. Wirtschafts- und sozialpolitische Zeitschrift des ISW, Jg. 33, H. 4, S. 95-113.
Abstract
"In der Wirtschaftskrise konnten die Zeitarbeitnehmer/-innen problemlos aus dem Betrieb 'entfernt' werden. Bei Bedarf wurden sie jedoch beinahe ebenso schnell wieder geholt. Die Branche Arbeitskräfteüberlassung boomt wieder und hat bereits wieder etwa den Beschäftigtenstand von vor der Krise erreicht. In dem Artikel werden die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung unter Zeitarbeitnehmer/-innen in Oberösterreich dargestellt. Als häufigstes Motiv für diese Beschäftigungsform wird genannt, keine andere Arbeit gefunden zu haben. Ein Teil der Befragten hatte jedoch auch die Erwartung eines höheren Verdiensts. Viele Zeitarbeitnehmer/-innen kommen ursprünglich aus Branchen mit vergleichsweise geringer Entlohnung (z.B. Einzelhandel) und hoffen mit dem Vehikel Zeitarbeit in der (Metall-)Industrie Fuß zu fassen. Zwei Drittel der Befragten geben an, eine Übernahme in den Beschäftigerbetrieb anzustreben. Dadurch fühlen sich die Betroffenen einem starken Druck ausgesetzt. Etwa 50 Prozent der Befragten geben an, weniger als Stammbeschäftigte vergleichbarer Tätigkeitsbereiche zu verdienen. An Prämien werden Zeitarbeitnehmer/-innen überwiegend nicht beteiligt. Die soziale Integration in den Beschäftigerbetrieb stellt sich jedoch deutlich besser dar: Die Mehrheit der Befragten gibt an, an geselligen Aktivitäten und betrieblichen Sozialleistungen beteiligt zu werden. Oft wird von Problemen mit der Lohnabrechnung berichtet, wobei dies bei Arbeitskräfteüberlassern mit einem Betriebsrat weniger häufig der Fall ist. Die positive Wirkung eines Betriebsrats kann anhand weiterer Themen gezeigt werden. Es ist aber notwendig, die gesetzlichen Handlungsgrundlagen der Betriebsräte/-innen zu verbessern; insbesondere ein Zutrittsrecht des Überlasserbetriebsrats für den Beschäftigerbetrieb wäre sinnvoll. Zusätzlich ist ein Recht auf Übernahme nach einer bestimmten Überlassungsdauer notwendig (z.B. nach sechs Monaten). Der Anteil der Zeitarbeitnehmer/-innen im Beschäftigerbetrieb soll auf maximal 10 Prozent begrenzt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zeitarbeit - eine ganz normale Arbeit?: Ergebnisse einer Befragung von Zeitarbeitnehmer/-innen in Oberösterreich (2010)
Specht, Matthias;Zitatform
Specht, Matthias (2010): Zeitarbeit - eine ganz normale Arbeit? Ergebnisse einer Befragung von Zeitarbeitnehmer/-innen in Oberösterreich. (Institut für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. Forschungsbericht 63), Linz, 113 S.
Abstract
"Zeit-/Leiharbeit ist Gegenstand intensiver politischer und wissenschaftlicher Diskussion. In der neueren wissenschaftlichen Literatur wird zunehmend die Funktion dieser Beschäftigungsform für die Unternehmen, die jene nutzen, zum Thema gemacht. In den letzten Jahren ist ein Funktionswandel zu beobachten: Wurden ehemals Zeitarbeiter/-innen als kurzfristiger Personalersatz bei Personalausfällen oder bei unerwartet großen Aufträgen angefordert, gehen mittlerweile viele Betriebe dazu über, mittels Zeitarbeit eine ständige 'zweite Belegschaft' mit deutlich weniger Rechten und geringerem Kündigungsschutz zu installieren, um sich gegenüber Auftrags- und Ertragsschwankungen des 'Marktes' abzusichern. Es ist dabei nicht unbedingt korrekt, von einer 'Randbelegschaft' zu sprechen, da die Tätigkeiten von Zeitarbeitnehmer/-innen und Stammbelegschaft im Arbeitsalltag vielfach miteinander verschränkt sind. An Bedeutung gewonnen hat auch die Funktion des 'Recruiting' durch Zeitarbeit bei theoretisch und praktisch unbegrenzter Probezeit, was bei den Betroffenen nervenstrapazierende Unsicherheit erzeugt. Vielfach wird mit der Möglichkeit einer Übernahme in das Stammpersonal gelockt, ohne dass die Arbeitnehmer/-innen eine Möglichkeit hätten, diese irgendwann auch einzufordern. Die Zeitarbeitnehmer/-innen sind in ihrer Charakteristik eher eine 'untypisch' atypische Beschäftigtengruppe. Es überwiegen Männer und Arbeiter. Zugespitzt könnte man formulieren, dass Zeitarbeit die Erscheinungsform von Prekarität unter Industriearbeitern ist. Aber die Beschäftigungsform kommt auch - wenn auch in weit geringerem Maße - im Angestellten- und Verwaltungsbereich zum Einsatz." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Explanatory factors for firms' use of temporary agency work in Germany (2010)
Zitatform
Thommes, Kirsten & Katrin Weiland (2010): Explanatory factors for firms' use of temporary agency work in Germany. In: European Management Journal, Jg. 28, H. 1, S. 55-67. DOI:10.1016/j.emj.2009.04.003
Abstract
"The use of temporary agency work is becoming more important for firms as it enables them to increase flexibility. Therefore, it is highly relevant to have a thorough understanding of the explanatory factors behind its use. Most recent literature focuses on the assumed cost effect of temporary agency work. But a few indicators show that this effect does not predominantly trigger firms' use of temporary agency work. We support this thesis by highlighting new empirical evidence from the German market." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Atypische Beschäftigung: eine wissenschaftliche Bilanzierung (2010)
Wagner, Alexandra;Zitatform
Wagner, Alexandra (2010): Atypische Beschäftigung. Eine wissenschaftliche Bilanzierung. Berlin, 106 S.
Abstract
"Atypische Beschäftigungsformen wirken sehr unterschiedlich, ihre Bewertung kann nicht losgelöst vom konkreten Kontext ihres Einsatzes erfolgen. Wenngleich nicht alle atypisch Beschäftigten in prekären Lebenslagen sind, tragen diese Beschäftigungsformen ein nicht unerhebliches Prekaritätspotential. Dieses ergibt sich sowohl aus den niedrigen Entgelten als auch aus einer hohen Beschäftigungsunsicherheit und einer im Vergleich zum so genannten Normalarbeitsverhältnis schlechteren sozialen Sicherung. Ob die Ausweitung der atypischen Beschäftigung zur Reduzierung von Arbeitslosigkeit beigetragen oder eher zu einer Verdrängung qualitativ besserer Beschäftigung durch Erwerbsformen mit höheren Prekaritätsrisiken geführt hat, ist umstritten. Bislang gibt es keine Belege dafür, dass atypische Beschäftigungsformen das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen erhöhen. Notwendig sind Alternativen zur sich gegenwärtig vollziehenden Diversifizierung der Beschäftigungsformen, die Flexibilität sichern, ohne den Schutz der Beschäftigten zu reduzieren. Außerdem ist die soziale Sicherung atypischer Beschäftigungsformen zu verbessern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Leiharbeit: Analyse und Bewertung der Umsetzung europäischer Rechtsgrundlagen in den Mitgliedsstaaten und empirische Ergebnisse zur Arbeitssituation der Leiharbeit in Deutschland (2010)
Wunenburger, Heidi;Zitatform
Wunenburger, Heidi (2010): Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Leiharbeit. Analyse und Bewertung der Umsetzung europäischer Rechtsgrundlagen in den Mitgliedsstaaten und empirische Ergebnisse zur Arbeitssituation der Leiharbeit in Deutschland. Wuppertal, 173 S.
Abstract
"Die für die Leiharbeit charakteristische Verteilung von Disziplinar- und Weisungsrecht auf zwei Arbeitgeber ist eine besondere Herausforderung für die Beachtung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der Leiharbeitnehmer bei der Arbeit.
Die Gegenüberstellung der rechtsformalen und der rechtstatsächlichen Umsetzung der europäischen Richtlinie 91/383/EWG in den Mitgliedsstaaten hat gezeigt, dass das Ziel der Angleichung des Schutzniveaus von Leiharbeitnehmern und Stammmitarbeitern des Einsatzbetriebes nicht erreicht wurde.
Für Deutschland erfolgte auf empirischer Basis eine vergleichende Betrachtung bezüglich Aspekte der Arbeitsbelastung und -beanspruchung, des allgemeinen Gesundheitszustandes und der Arbeitszufriedenheit. In der Analyse wurde festgestellt, inwieweit die Ergebnisse des Vergleichs zwischen Leiharbeitnehmern und Nicht-Leiharbeitnehmern in Bezug auf die oben genannten Faktoren durch die Berücksichtigung von vergleichbaren Verteilungen des Geschlechts und des Beschäftigungsstatus in den Vergleichsgruppen beeinflusst werden. Es konnte belegt werden, dass es bei vergleichbaren Tätigkeiten keine Unterschiede zwischen Leiharbeitnehmern und Nicht-Leiharbeitnehmern im physischen und durch die Umgebungsbedingungen verursachten Belastungsniveau gibt.
Abschließend wurden auf der Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse und praxisbezogener Sachverhalten die Ursachen für das zwischen Leiharbeitnehmern und Nicht-Leiharbeitnehmern bestehende ungleiche Schutzniveau beschrieben." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Über Brücken und Stege: IAB-Studie Zeitarbeit (2010)
Zitatform
Ziegler, Kerstin & Florian Lehmer (2010): Über Brücken und Stege: IAB-Studie Zeitarbeit. In: Personalwirtschaft, Jg. 37, H. Sonderheft zu H. 10, S. 30-33.
Abstract
"Arbeitslose erhöhen durch die Leiharbeit ihre Chancen für eine spätere Beschäftigung im regulären Arbeitsmarkt. Doch wie groß ist dieser sogenannte Brückeneffekt? Eine Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) gibt hierüber nun erste Aufschlüsse. Es wurde der Arbeitsmarktstatus vor und nach der Leiharbeit untersucht. Es zeigt sich, dass für ehemalige Arbeitslose Leiharbeit wohl eher einen schmalen Steg als eine breite Brücke in eine Beschäftigung außerhalb der Branche darstellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie die Ergebnisse der Studie. -
Literaturhinweis
Elfter Bericht der Bundesregierung über Erfahrungen bei der Anwendung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes: Unterrichtung durch die Bundesregierung (2010)
Zitatform
(2010): Elfter Bericht der Bundesregierung über Erfahrungen bei der Anwendung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes. Unterrichtung durch die Bundesregierung. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 17/464 (18.01.2010)), 48 S.
Abstract
"Entsprechend dem Auftrag des Deutschen Bundestages berichtet die Bundesregierung im vorliegenden Bericht über die Entwicklung der legalen Arbeitnehmerüberlassung im Zeitraum 2005 bis 2008. Der Bericht zeigt, dass die Arbeitnehmerüberlassung in den vergangenen Jahren weiter deutlich an Bedeutung gewonnen hat. Die Zahl der Verleihbetriebe ist seit Ende des letzten Berichtszeitraums um 143 Prozent gestiegen, die Zahl der Zeitarbeitnehmerinnen und Zeitarbeitnehmer hat sich ausgehend von 385 000 im Jahresdurchschnitt 2004 bis auf 760 000 im Jahresdurchschnitt 2008 erhöht und damit nahezu verdoppelt. Insbesondere mittlere und große Betriebe nutzen Zeitarbeit deutlich häufiger und intensiver als noch vor vier Jahren." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Fairness in der Leiharbeit: Antrag der Fraktion der SPD (2010)
Zitatform
(2010): Fairness in der Leiharbeit. Antrag der Fraktion der SPD. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 17/1155 (23.03.2010)), 4 S.
Abstract
"Die SPD-Fraktion fordert die Bundesregierung auf, einen Gesetzentwurf vorzulegen, der die nachfolgenden Punkte neu regelt:
- Das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz ist so zu ändern, dass nach einer kurzen Einarbeitungszeit der Grundsatz 'Gleiche Arbeit - gleiches Geld' ohne Ausnahme gilt,
- eine Lohnuntergrenze ist einzuführen durch Aufnahme der Leiharbeitsbranche in den Geltungsbereich des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes, damit Leiharbeitnehmer und Leiharbeitnehmerinnen in verleihfreien Zeiten eine Lohnuntergrenze haben,
- die konzerninterne Verleihung durch eigene Leiharbeitsgesellschaften ist zu begrenzen,
- Betriebsräten in den Entleihbetrieben sind mehr Mitbestimmungsrechte einzuräumen hinsichtlich der Kontrolle des ordnungsgemäßen Einsatzes der Leiharbeitnehmer bzw. Leiharbeitnehmerinnen und des Umfangs und der Dauer der Leiharbeit im Betrieb,
- Leiharbeitnehmer und Leiharbeitnehmerinnen sind bei der Ermittlung der Arbeitnehmerzahl für die betriebsverfassungsrechtlichen Schwellenwerte mitzuzählen,
- die Befristung eines Leiharbeitsverhältnisses und die Koppelung der Befristung an einen Arbeitseinsatz (Synchronisation) sind außerhalb der Probezeit zu verbieten." (Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
The agency work industry around the world: economic report (2010)
Abstract
Der Bericht gibt einen Überblick über die wirtschaftliche Situation der Leiharbeitsbranche weltweit. Auf der Grundlage von Daten aus dem Jahr 2009 wird die Verbreitung und der Umsatz von Leiharbeitsunternehmen sowie die Anzahl und Struktur der Leiharbeitnehmer dargestellt. Dabei wird auf die Alterstruktur, die Bildungsstruktur und die sektorale Verteilung von Leiharbeitnehmern eingegangen sowie auf ihre Motive und ihre Zufriedenheit mit der Arbeit. Außerdem wird thematisiert, warum Unternehmen Leiharbeit einsetzen und welche wirtschaftliche Bedeutung von Leiharbeit zukommt. Weitweit gibt es 72.000 Leiharbeitsunternehmen mit 741.000 Beschäftigten, die insgesamt im Jahr 2009 einen Umsatz von rund 203 Milliarden Euro erwirtschafteten. Japan und die USA liegen dabei mit jeweils über 20 Prozent des Gesamtumsatzes an der Spitze; auf Europa entfallen rund 40 Prozent des Umsatzes. Infolge der weltweiten Wirtschaftskrise hat auch die Leiharbeitsbranche einen Einbruch erlitten, sie hat sich jedoch mit dem Aufschwung wieder deutlich erholt. Die Bedeutung von Leiharbeit wird darin gesehen, dass sie die Flexibilität und Durchlässigkeit von Arbeitsmärkten erhöht: Es werden neue Arbeitsplätze geschaffen, und Leiharbeit kann für Arbeitslose ein Sprungbrett in den Arbeitsmarkt darstellen. Somit wird Leiharbeit als ein Mittel zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit und Schwarzarbeit betrachtet. (IAB)
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Literaturhinweis
Regierungsbericht verharmlost Probleme der Leiharbeit (2010)
Zitatform
(2010): Regierungsbericht verharmlost Probleme der Leiharbeit. (Arbeitsmarkt aktuell 2010,04), Berlin, 8 S.
Abstract
"Seit 1972 hat der Deutsche Bundestag die Bundesregierung verpflichtet, regelmäßig über die Erfahrungen mit dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) zu berichten. Am 13.01.2010 hat die Bundesregierung mit halbjährlicher Verspätung den 11. Bericht über Erfahrungen mit der Arbeitnehmerüberlassung beschlossen, am Freitag (26.03.2010) wurde er im Bundestag debattiert. Ziel des Berichtes sollte es eigentlich sein, Bundestag und Öffentlichkeit über die tatsächliche Entwicklung in der Leiharbeit zu informieren. Dabei soll ein besonderer Schwerpunkt darauf gerichtet werden, ob die Entwicklungen im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung dem spezifischen Schutzbedürfnis der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Rechnung tragen. Doch dieser 11. Bericht der Bundesregierung thematisiert die sozialen und beschäftigungspolitischen Probleme der Leiharbeit nur völlig unzureichend und blendet wichtige Fakten ganz oder weitgehend aus." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitsmarkteffekte der Leiharbeit: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 17/1874) (2010)
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(2010): Arbeitsmarkteffekte der Leiharbeit. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 17/1874). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 17/2101 (15.06.2010)), 12 S.
Abstract
"Leiharbeitsverhältnisse haben im vergangenen Aufschwung einen enormen Zuwachs erfahren. In der Krise wurde dann fast ein Drittel der Beschäftigungsverhältnisse wieder beendet. Aktuell erlebt die Branche wieder einen Aufschwung. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales antwortet auf die Anfrage der Fraktion Die Linke nach den konkreten arbeitsmarktpolitischen Wirkungen und Effekten von Leiharbeit." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Do changes in regulation affect employment duration in temporary help agencies? (2009)
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Antoni, Manfred & Elke J. Jahn (2009): Do changes in regulation affect employment duration in temporary help agencies? In: Industrial and Labor Relations Review, Jg. 62, H. 2, S. 226-251., 2009-06-30. DOI:10.1177/001979390906200205
Abstract
Die Beschäftigungsdauer von Arbeitnehmern in Leiharbeitsfirmen gilt als wichtiger Indikator für deren Arbeitsplatzqualität. Die meisten Länder, die Leiharbeit gesetzlich regeln, tun dies, um ein Mindestniveau von Beschäftigungsstabilität zu gewährleisten. In den letzten drei Jahrzehnten wurde in Deutschland das Gesetz zur Leiharbeit (Arbeitnehmerüberlassungsgesetz) mehrfach liberalisiert. Diese aufeinanderfolgenden Reformen sollten auch Auswirkungen auf die Beschäftigungsdauer im Leiharbeitssektor gehabt haben. Durch Anwendung eines Mixed Proportional Hazard Rate-Modells auf Daten der Arbeitsverwaltung untersuchen die Autoren, ob sich die Beschäftigungsdauer als Reaktion auf die Reformen veränderte. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass die wiederholte Verlängerung der Überlassungshöchstdauer die durchschnittliche Beschäftigungsdauer signifikant erhöht hat, während eine 'Liberalisierung' der Gesetzgebung, wie zum Beispiel die Zulassung befristeter Arbeitsverträge, die Beschäftigungsdauer eher verringert hat. (IAB)
Ähnliche Treffer
- frühere (möglw. abweichende) Version erschienen u.d.T.: "Do changes in regulation affect employment duration in temporary work agencies?" als: Universität Erlangen, Nürnberg, Lehrstuhl für Arbeitsmarkt- und Regionalpolitik. Diskussionspapiere , 44
- frühere (möglw. abweichende) Version erschienen u.d.T.: "Do changes in regulation affect employment duration in temporary work agencies?" als: Program for the study of Germany and Europe working paper series , 07. 01
- frühere (möglw. abweichende) Version erschienen u.d.T.: "Do changes in regulation affect employment duration in temporary work agencies?" als: IAB Discussion Paper , 18/2006
- frühere (möglw. abweichende) Version erschienen u.d.T.: "Do changes in regulation affect employment duration in temporary work agencies?" als: LASER discussion papers , 05
- frühere (möglicherweise abweichende) Version erschienen u.d.T. "Do changes in regulation affect employment duration in temporary work agencies?" als: IZA discussion paper, 2343
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The proliferation and consequences of temporary help work: a cross-border comparison (2009)
Arsdale, David van; Mandarino, Michael;Zitatform
Arsdale, David van & Michael Mandarino (2009): The proliferation and consequences of temporary help work. A cross-border comparison. In: Just Labour: A Canadian Journal of Work and Society, Jg. 14, S. 1-12.
Abstract
"In the summer of 2008, we set out to hear from Ontario's growing population of temporary help workers, also known as, temporary service workers. Having already conducted studies of temporary help workers in the United States, we sought to compare the working conditions of temporary workers in Ontario to those of workers south of the border. We visited temporary agencies in Toronto and conducted in-depth interviews with over a dozen temporary help workers. Their circumstances are not unlike those of their U.S. counterparts - they are not adequately rewarded for their vital on-call role in contemporary capitalism and they become 'stuck' in this relatively new type of work, unable to find and secure full-time employment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Temporary agency work and firm performance: evidence from German establishment-level panel data (2009)
Zitatform
Beckmann, Michael & Dieter Kuhn (2009): Temporary agency work and firm performance. Evidence from German establishment-level panel data. (WWZ working paper 2009/01), Basel, 30 S.
Abstract
"This paper empirically examines the impact of temporary agency work on firm performance using panel data from German establishments. Thereby, special attention is devoted to the question, whether there are performance differences between firms using temporary agency workers (TAWs) as a buffer stock (flexibility strategy) and firms using TAWs for screening purposes (screening strategy). While the theoretical discussion on this issue does not lead to clear-cut results, our empirical investigation provides the following results. First, we find an inverse U-shaped relationship between the share of TAWs and firm performance. Second, we obtain that firms following the screening strategy are significantly more productive than firms following the flexibility strategy. These results are found to be valid in both cross-sectional and panel data settings, so they are robust to unobserved firm heterogeneity." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Zeitarbeit in Berlin-Brandenburg (2009)
Bogai, Dieter; Wesling, Mirko; Partmann, Michael;Zitatform
Bogai, Dieter & Mirko Wesling (2009): Zeitarbeit in Berlin-Brandenburg. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Berlin-Brandenburg 03/2009), Nürnberg, 43 S.
Abstract
"In diesem Bericht wird zunächst die besondere Bedeutung des rechtlichen Rahmens für die Verbreitung der Arbeitnehmerüberlassung dargestellt. Anfang dieses Jahrzehnts konzentrierte sich die arbeitsmarktpolitische Diskussion auf eine Liberalisierung dieses Wirtschaftsbereichs. Die Hartz-Kommission plädierte für eine weitgehende Abschaffung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes und für den Ausbau von Personal-Service-Agenturen (PSA) als Vermittlungsinstrument für Arbeitslose. Während die PSA ihrem Anspruch nicht gerecht werden konnten, expandierte der Markt für Zeitarbeitsunternehmen in ungeahntem Ausmaß. Hierzu trug sowohl die weitgehende Deregulierung der Zeitarbeitsbranche als auch der etwas später einsetzende konjunkturelle Aufschwung bei. Die Zeitarbeit breitete sich auch in Berlin und Brandenburg rasant aus, wobei sich im regionalen Vergleich zu Beginn des Untersuchungszeitraums vor allem in Brandenburg ein deutlicher Rückstand zeigt. In den Kreisen Brandenburgs bestehen hinsichtlich der Bedeutung und Entwicklung von Leiharbeit erhebliche Unterschiede. Die Leiharbeit konzentriert sich hier vorrangig auf die kreisfreien Städte bzw. Kreise mit hohem Industrieanteil. Die Untersuchung der personenbezogenen Merkmale bestätigt die deutschlandweiten Befunde. Die Tätigkeitsfelder der Zeitarbeitnehmer liegen überwiegend in gewerblichen Berufen. In Berlin ist dieses Einsatzfeld im Vergleich zu Bremen und Hamburg weniger bedeutsam. Hierzu trägt zum einen die geringere Bedeutung des industriellen Sektors in Berlin und zum anderen die intensive Nutzung der Leiharbeit einzelner industrieller Großunternehmen in den beiden Hansestädten bei. Zeitarbeit ist in Berlin und Brandenburg zunehmend bei Bürokräften verbreitet. Im Vergleich zu den Beschäftigten insgesamt sind bei den Leiharbeitnehmern gering qualifizierte, jüngere und männliche Arbeitskräfte stärker vertreten. Zum Abschluss dieses Berichtes werden die arbeitsmarktpolitischen Aspekte, insbesondere Brückenfunktion und Beschäftigungsbedingungen dieser atypischen Beschäftigungsform diskutiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Zeitarbeit in Deutschland und Europa (2009)
Boost, Claudia; Buscher, Herbert S.;Zitatform
Boost, Claudia & Herbert S. Buscher (2009): Zeitarbeit in Deutschland und Europa. In: Wirtschaft im Wandel, Jg. 15, H. 2, S. 74-80.
Abstract
"Die Zeitarbeitsbranche ist eine der schnellstwachsenden Branchen in Deutschland. Diese Entwicklung beeinflusst den gesamten deutschen Arbeitsmarkt nachhaltig. Die besondere Ausgestaltung dieser Beschäftigungsform macht sie sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer aus verschiedenen Gründen attraktiv. Trotz allem genießt die Branche nicht durchgängig einen guten Ruf. Die Beschäftigungsform zählt zu den prekären, unsicheren Arbeitsverhältnissen und gilt im Vergleich zu regulären Beschäftigungsverhältnissen vielfach als Brückenfunktion in eine reguläre Beschäftigung. Auf Basis der Arbeitnehmerüberlassungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit sowie des Soziooekonomischen Panels 2007 werden Stand und Ausprägung wichtiger Merkmale der Zeitarbeit dargestellt und regional sowie international verglichen. Noch machen die Beschäftigten der Zeitarbeit nur einen marginalen Anteil an allen Erwerbstätigen aus. Die zukünftige Entwicklung der Branche hängt von unterschiedlichen Faktoren ab und könnte in gegensätzliche Richtungen gehen. Der Flexibilisierungsgrad des klassischen Arbeitsmarkts sowie die Anpassung der Zeitarbeitsbranche an den Beschäftigungsmarkt beeinflussen die Zukunft der Zeitarbeit. Andere europäische Länder zeigen bereits heute einerseits Sättigungsgrenzen und andererseits mögliche Ausbreitungsspektren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Managed flexibility: Labour regulation, corporate strategies and market dynamics in the Swedish temporary staffing industry (2009)
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Coe, Neil M., Jennifer Johns & Kevin Ward (2009): Managed flexibility: Labour regulation, corporate strategies and market dynamics in the Swedish temporary staffing industry. In: European Urban and Regional Studies, Jg. 16, H. 1, S. 65-85. DOI:10.1177/0969776408098933
Abstract
"This article provides an account of the temporary staffing industry outside its two largest markets, the UK and the US. It argues that there is greater national variation in industry characteristics than has generally been acknowledged, using the example of Sweden to illustrate the importance of understanding staffing industries in relation to the regulatory context in which they are embedded. Drawing on secondary materials and interviews with senior officials in transnational and domestic temporary staffing agencies, labour unions, industry trade bodies and government departments, the article asserts that the temporary staffing industry should be understood as an active agent of labour market restructuring. It provides a detailed analysis of the Swedish industry's distinct periods of expansion, charting its legalization and subsequent growth in the context of a highly regulated labour market. In conclusion, the article makes two key points. First, the Swedish temporary staffing market is the product of a particular social democratic welfare state regime and the roles played by the different social partners which lead to the production of a managed flexibility. Second, the particularities of the Swedish system, and the need for transnational staffing agencies to adapt their activities, underline how firms both shape, and are shaped by, the economic and social characteristics and dynamics that exist in the territories in which they invest." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Agents of casualization? The temporary staffing industry and labour market restructuring in Australia (2009)
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Coe, Neil M., Jennifer Johns & Kevin Ward (2009): Agents of casualization? The temporary staffing industry and labour market restructuring in Australia. In: Journal of economic geography, Jg. 9, H. 1, S. 55-84. DOI:10.1093/jeg/lbn029
Abstract
"This article presents a study of the Australian temporary staffing industry. It explores how temporary staffing markets are manufactured through the interactions between industrial relations and regulatory systems, on the one hand, and the structures and strategies of domestic and transnational temporary staffing agencies on the other. The article draws on secondary datasets and semi-structured interviews with government departments, labour unions, staffing agencies and their trade bodies to analyse the size, structure and characteristics of the Australian temporary staffing market. It argues that the Australian market differs in important ways from those other 'neoliberal' labour market regimes - such as those in Canada, UK and USA - with which it is often compared. The article argues for an approach that seeks to explore the (often gradual) mutual transformation of temporary staffing organizations and the institutional and regulatory systems in which they are embedded, rather than privileging one at the expense of the other." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Forschungsbericht zum Thema "Arbeitnehmerüberlassung": Endbericht zum 29. Mai 2009 (2009)
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Crimmann, Andreas, Kerstin Ziegler, Peter Ellguth, Susanne Kohaut & Florian Lehmer (2009): Forschungsbericht zum Thema "Arbeitnehmerüberlassung". Endbericht zum 29. Mai 2009. (Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Forschungsbericht Arbeitsmarkt 397), Nürnberg, 166 S.
Abstract
"Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) hat für das Bundesministerium für Arbeit und Soziales ein Forschungsvorhaben zum Thema 'Arbeitnehmerüberlassung' durchgeführt. Anlass für das Forschungsvorhaben war der Auftrag des Bundeskabinetts aus der Kabinettklausur in Meseberg im Jahr 2007 an den damaligen Bundesarbeitsminister, die Entwicklung in der Zeitarbeit zu analysieren und zu prüfen. Die Ergebnisse des Forschungsvorhabens machen deutlich, dass der Einsatz von Zeitarbeitnehmerinnen und Zeitarbeitnehmern ein Weg der Flexibilisierung des Personaleinsatzes ist, der in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen hat. Sie zeigen auch, dass die Mehrheit der Zeitarbeitnehmerinnen und Zeitarbeitnehmer unmittelbar vor der Tätigkeit in der Zeitarbeit ohne Beschäftigung war. Darüber hinaus liefert das Forschungsvorhaben keine Anhaltspunkte für eine systematische Verdrängung von Stammbelegschaften durch Zeitarbeitnehmerinnen und Zeitarbeitnehmer. Die Ergebnisse des Forschungsvorhabens sind in den Elften Bericht der Bundesregierung über Erfahrungen bei der Anwendung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes eingeflossen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Soziologie - Kapitalismus - Kritik: eine Debatte (2009)
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Dörre, Klaus, Stephan Lessenich & Hartmut Rosa (2009): Soziologie - Kapitalismus - Kritik. Eine Debatte. (Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft 1923), Frankfurt am Main: Suhrkamp, 327 S.
Abstract
"Einst gehörte es zu den zentralen Aufgaben der Soziologie, die moderne Gesellschaft über die sozialen Voraussetzungen und Konsequenzen ihrer Krisenhaftigkeit aufzuklären. Diesem heute oft vernachlässigten Anliegen fühlen sich die Autoren dieses Bandes verpflichtet und stellen die Frage nach dem zeitdiagnostischen Potential soziologischer Analyse in den Mittelpunkt einer Debatte. Zeitdiagnostisch fundierte Gesellschaftskritik, so eine ihrer Thesen, gehört zum Kerngeschäft der Soziologie. Eine zweite besagt, daß jede Gesellschaftskritik der Gegenwart notwendig auch Kapitalismuskritik sein muß. Anhand von drei unterschiedlichen, aber komplementären Perspektiven auf aktuelle Prozesse der Landnahme, der Aktivierung und der Beschleunigung wird eine soziologische Kritik der Gegenwartsgesellschaft entfaltet, die zugleich Ansatzpunkte für politisches Handeln aufzeigt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Cumulative gender disadvantage in contract employment (2009)
Fernandez-Mateo, Isabel;Zitatform
Fernandez-Mateo, Isabel (2009): Cumulative gender disadvantage in contract employment. In: American Journal of Sociology, Jg. 114, H. 4, S. 871-923. DOI:10.1086/595941
Abstract
"Women's wages do not grow with experience or tenure as much as men's do. Many accounts of this cumulative gender disadvantage attribute it to women's underinvestment in firm-specific skills. Yet if that were true, this disadvantage would not exist where firm-specific skills are not rewarded by the labor market. This article investigates this argument in the context of contract employment, where demand for firm specificity is minimal. Contrary to expectations, men still receive higher rewards than women over time. Drawing on quantitative evidence and qualitative fieldwork using job histories of high-skill contractors affiliated with a staffing firm, the author finds support for two sources of women's disadvantage: lower rates of movement across clients on the supply side and unmeasured demand-side factors by which similar levels of tenure and client transitions accrue lower rewards to women. Implications for research on gender stratification and career advancement in nonformalized labor markets are discussed." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Built on shifting sands: Changes in employers' use of contingent labour in the UK construction sector (2009)
Zitatform
Forde, Chris, Robert MacKenzie & Andrew Robinson (2009): Built on shifting sands: Changes in employers' use of contingent labour in the UK construction sector. In: Journal of Industrial Relations, Jg. 51, H. 5, S. 653-667. DOI:10.1177/0022185609346182
Abstract
"There has been widespread interest across various national contexts in employers' use of contingent forms of labour. The tendency to conflate different contract types into catch-all categories has increasingly given way to recognition of the differences between forms of labour. Despite this, systematic comparisons of employers' attitudes to different forms of labour remain an underdeveloped area of research. Drawing on an original survey of the UK construction sector this paper offers new insight into employers' attitudes to different forms of contingent labour and tracks changes in their use. Uniquely, the analysis of movement between different forms of labour goes beyond approaches that focus on the dichotomy between direct and contingent labour to trace a more complex pattern of movement between the different contingent forms. This more nuanced picture of changing patterns of employers' use of contingent labour suggests an area for development in future research." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Zeitarbeit in Thüringen: aktuelle Entwicklungstendenzen und Strukturen (2009)
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Fuchs, Michaela (2009): Zeitarbeit in Thüringen. Aktuelle Entwicklungstendenzen und Strukturen. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Sachsen-Anhalt-Thüringen 02/2009), Nürnberg, 46 S.
Abstract
"In den letzten Jahren ist die Zeitarbeit immer mehr in den Fokus des öffentlichen und politischen Interesses gerückt. Angesichts des enormen Wachstums der Branche in den vergangenen Jahren und ihrer starken Betroffenheit durch den derzeitigen Konjunkturabschwung ist es aus beschäftigungspolitischer Perspektive auch und gerade für regionale Arbeitsmärkte von erheblichem Interesse, welche Rolle der Branche zukommt, für welche Tätigkeiten innerhalb der regionalen Wirtschaft eine hohe Nachfrage für den Einsatz von Zeitarbeitskräften besteht und welche Arbeitskräfte über die Arbeitnehmerüberlassung in den Erwerbsprozess integriert sind. Um für den Freistaat Thüringen einen vertieften Kenntnisstand über die Zeitarbeit zu gewinnen, wird die Entwicklung und Struktur der Branche in der vorliegenden Studie einer regionalen Analyse unterzogen. In einem Vergleich mit Ostdeutschland insgesamt für die Jahre von 1999 bis 2008 werden spezifische Besonderheiten Thüringens herausgearbeitet. Die Schwerpunkte der Auswertungen liegen in der Gesamtentwicklung, der regionalen Verteilung, der Berufsstruktur, der Qualifikation, der Geschlechts- und der Altersstruktur." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Zeitarbeit in Sachsen-Anhalt: aktuelle Entwicklungstendenzen und Strukturen (2009)
Zitatform
Fuchs, Michaela (2009): Zeitarbeit in Sachsen-Anhalt. Aktuelle Entwicklungstendenzen und Strukturen. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Sachsen-Anhalt-Thüringen 04/2009), Nürnberg, 47 S.
Abstract
"Die Zeitarbeitsbranche weist sowohl im Hinblick auf ihre Bedeutung als auch auf ihre Struktur ausgeprägte regionale Besonderheiten auf. Im Jahr 2008 waren bundesweit 2,6 % aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Leiharbeitsbranche tätig. Die Leiharbeitsquote in Ostdeutschland übertraf mit einem Wert von 2,7 % leicht diejenige im westdeutschen Bundesgebiet (2,6 %). Sachsen-Anhalt wies mit 3,0 % eine überdurchschnittliche Leiharbeitsquote auf, nur in Bremen, Thüringen, Hamburg und Sachsen kam der Branche eine höhere Bedeutung zu. Die Zahl der in der Arbeitnehmerüberlassung beschäftigten Erwerbspersonen in Sachsen-Anhalt hat zwischen 1999 und 2008 - abgesehen von einem Rückgang zwischen 2001 und 2002 - jährlich zugenommen. Die Anzahl der Zeitarbeitskräfte ist von gut 8.700 im Juni 1999 auf über 22.500 im Juni 2008 und damit um 160 % gestiegen. Im gleichen Zeitraum nahm die Gesamtbeschäftigung um 14,2 % ab. Der Boom, den die Branche in diesem Zeitraum erfahren hat, dürfte vor allem auch auf die vorgenommenen Deregulierungen in diesem Bereich zurückzuführen sein. Auf der kleinräumigen Ebene bestehen wesentlich stärkere Disparitäten in der Nutzung der Zeitarbeit als auf der Ebene der Bundesländer. Neben der allgemeinen Präferenz für städtische Standorte dürfte die regionale Verteilung der Zeitarbeitsfirmen durch die jeweilige regionale Wirtschaftsstruktur beeinflusst sein. Die Zeitarbeit in Sachsen-Anhalt ist, ebenso wie im Bundesgebiet insgesamt, wesentlich durch Tätigkeiten im Fertigungsbereich geprägt und unterscheidet sich somit deutlich von der Berufsstruktur der Gesamtbeschäftigung. Der Einsatz von Zeitarbeitskräften konzentriert sich auf wenige Tätigkeitsbereiche. Fast jeder vierte Zeitarbeiter in Sachsen-Anhalt ist als Hilfsarbeiter tätig, es folgen die Schlosser mit einem Anteil von 14 % an allen Zeitarbeitern. Während der Anteil der Personen ohne Berufsausbildung in der Zeitarbeit in Westdeutschland (40 %) deutlich über dem in der Gesamtbeschäftigung (19 %) liegt, sind die Unterschiede in Ostdeutschland (3,4 Prozentpunkte) und Sachsen- Anhalt (2,7 Prozentpunkte) wesentlich geringer. Beschäftigte mit Fachhoch- oder Hochschulabschluss weisen nur einen Anteil von unter 3 % an den Zeitarbeitnehmern in Sachsen-Anhalt auf. Über drei Viertel der Beschäftigten in der Zeitarbeitsbranche sind männlich. Die sehr unterschiedliche geschlechtsspezifische Bedeutung der Zeitarbeit dürfte vor allem auf die durch Fertigungstätigkeiten geprägten Haupteinsatzfelder sowie die geringe Bedeutung der Teilzeitbeschäftigung in dieser Branche zurückzuführen sein. Die Altersstruktur in der Zeitarbeitsbranche in Sachsen-Anhalt weicht kaum von der Altersverteilung unter den Zeitarbeitern in Ostdeutschland insgesamt ab. In beiden regionalen Abgrenzungen stellen die 20- bis 29-Jährigen die größte Gruppe, wohingegen bei der Gesamtbeschäftigung die Gruppe der 40- bis 49-Jährigen dominiert." (Textauszug, IAB-Doku)
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Socio-economic risks of atypical employment relationships: evidence from the German labour market (2009)
Zitatform
Giesecke, Johannes (2009): Socio-economic risks of atypical employment relationships. Evidence from the German labour market. In: European Sociological Review, Jg. 25, H. 6, S. 629-646. DOI:10.1093/esr/jcp012
Abstract
"In this article, I examine the impact of atypical working arrangements on both objective and subjective dimensions of social inequality. The analysed types of atypical employment are fixed-term contracts, temporary agency work, and part-time employment, respectively. It is argued that these working arrangements are not homogeneous with respect to their socio-economic consequences, because they modify different aspects of the standard employment relationship. In order to investigate the effects of these types of employment, I use data from the German Socio-Economic Panel 2001 - 2005 on non-self-employed respondents. The results show that fixed-term contracts and agency work (being forms of external flexibility) have more severe negative socio-economic consequences than part-time employment (being a form of internal flexibility). Given that weak labour market groups face an increased risk of holding temporary jobs, the empirical findings clearly indicate the substantial impact of atypical employment on the extent and the structure of social inequality." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Kollegiale Arbeitnehmerüberlassung: Chancen und Probleme des zwischenbetrieblichen Personaltransfers auf Basis von Tarifverträgen (2009)
Hertwig, Michael;Zitatform
Hertwig, Michael (2009): Kollegiale Arbeitnehmerüberlassung: Chancen und Probleme des zwischenbetrieblichen Personaltransfers auf Basis von Tarifverträgen. In: Industrielle Beziehungen, Jg. 16, H. 3, S. 254-272.
Abstract
"Angesichts der Ausweitung des Leiharbeitseinsatzes, der zum Teil mit negativen Folgen für die Arbeitnehmer verbunden sein kann, suchen Gewerkschaften nach Möglichkeiten zur 'Humanisierung' der Leiharbeit. Eine bislang wenig beachtete Alternative zur Leiharbeit stellt dabei die sog. 'kollegiale Arbeitnehmerüberlassung' dar, die auf Basis eines Tarifvertrages den Austausch von Personal zwischen Unternehmen ermöglicht. Anhand von zwei Fallbeispielen wird untersucht, unter welchen Bedingungen kollegiale Arbeitnehmerüberlassung funktioniert und welche Folgen diese Form des Personaltransfers für Betriebe und Beschäftigte besitzen kann. Die Ergebnisse zeigen, dass kollegiale Arbeitnehmerüberlassung eine gewerkschaftliche Strategie gegen die möglichen negativen Folgen gewerblicher Leiharbeit und gleichzeitig ein (zusätzliches) Instrument für Unternehmen sein kann, um die Personalflexibilität zu erhöhen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Leiharbeit nach Regionen im Jahr 2008: eine Auswertung der regionalen Datenbank "Atypische Beschäftigung" des WSI in der Hans-Böckler-Stiftung (2009)
Zitatform
Herzog-Stein, Alexander (2009): Leiharbeit nach Regionen im Jahr 2008. Eine Auswertung der regionalen Datenbank "Atypische Beschäftigung" des WSI in der Hans-Böckler-Stiftung. 9 S.
Abstract
"Kaum ein Thema wurde die letzten Jahre in Medien, Politik und Wissenschaft ähnlich kontrovers diskutiert wie Leiharbeit. Ursache hierfür bilden - wie zahlreiche Studien belegen - die erheblichen Probleme, mit denen Leiharbeit behaftet ist. Zeigen lässt sich das illustrativ an den Ergebnissen von zwei aktuellen Studien: So haben Leiharbeitnehmer im Vergleich zu normal Beschäftigten ein deutlich höheres Risiko einen Lohn unterhalb der Niedriglohnschwelle zu erhalten und die Stabilität von Beschäftigungsverhältnissen in der Leiharbeitsbranche ist wesentlich geringer als die von Normalarbeitsverhältnissen (Brehmer/ Seifert 2009). Zudem unterliegt die Leiharbeit im Hinblick auf ihren betrieblichen Einsatz einem Funktionswandel: Leiharbeitnehmer werden nicht mehr eingesetzt, um Auftragsschwankungen auszugleichen und kurzfristig Personalausfälle zu kompensieren, sondern durch den strategischen Einsatz von Leiharbeit sichern Unternehmen ihre Kapitalrendite und Profitabilität (Holst 2009). Gleichzeitig betonen die Befürworter die enormen Beschäftigungszuwächse in der Leiharbeitsbranche seit ihrer weitgehenden Deregulierung im Jahr 2003 und verweisen ansonsten auf die gesamtwirtschaftlich gesehen nach wie vor geringe Bedeutung der Arbeitnehmerüberlassung, denn nach wie vor machen Leiharbeitnehmer nur einen geringen Anteil aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland aus. - 2 - Die vorliegende Arbeit nutzt die neue regionale Datenbank 'Atypische Beschäftigung' des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung1 und präsentiert eine Auswertung, die sich mit der regionalen Verbreitung und Bedeutung der Leiharbeit in Deutschland im Jahr 2008 beschäftigt. Hierzu wird im Folgenden zunächst die neue Datenbank 'Atypische Beschäftigung' kurz vorgestellt und erläutert was unter atypischer Beschäftigung verstanden wird. Nach einigen Hintergrundinformationen zum Thema Leiharbeit werden dann die Ergebnisse der Auswertung präsentiert, indem zunächst auf die regionalen Unterschiede der Leiharbeit zwischen den einzelnen Bundesländern und dann zwischen den Stadt- und Landkreisen in Deutschland eingegangen wird." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Disziplinierung durch Leiharbeit? Neue Nutzungsstrategien von Leiharbeit und ihre arbeitspolitischen Folgen (2009)
Holst, Hajo;Zitatform
Holst, Hajo (2009): Disziplinierung durch Leiharbeit? Neue Nutzungsstrategien von Leiharbeit und ihre arbeitspolitischen Folgen. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 62, H. 3, S. 143-149. DOI:10.5771/0342-300X-2009-3-143
Abstract
"Das Flexibilisierungsinstrument Leiharbeit unterliegt einem betrieblichen Funktionswandel. Leiharbeitskräfte werden nicht mehr nur reaktiv eingesetzt, um Auftragsspitzen zu bewältigen und kurzfristigen Personalausfall zu kompensieren. Unternehmen errichten durch einen verstetigten und weitreichenden Leiharbeitseinsatz ein Sicherheitsnetz für die Kapitalrendite und die Profitabilität. So eingesetzt, wird Leiharbeit zu einem Instrument der strategischen Unternehmensführung. Die veränderte Funktion des Flexibilisierungsinstruments schlägt auf die Belegschaftsstrukturen im Einsatzbetrieb durch: Die Leiharbeitskräfte bilden keine Randbelegschaft mehr, die gering qualifizierte und strategisch wenig bedeutsame Tätigkeiten ausübt. Stattdessen sind beide Gruppen im Arbeitsprozess eng miteinander verflochten. Im Einsatzbetrieb wird durch die strategische Nutzung der Leiharbeit ein Mechanismus etabliert, der die kurzfristige Substituierbarkeit auch langjähriger Beschäftigter erhöht. Vermittelt über die Leiharbeitskräfte, die, obwohl fest in die betrieblichen Abläufe integriert, permanent mit einem Bein in der Erwerbslosigkeit stehen, wird die Arbeit der Stammkräfte enger an die allgemeinen Arbeitsmarktentwicklungen koppelt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Funktionswandel von Leiharbeit: neue Nutzungsstrategien und ihre arbeits- und mitbestimmungspolitischen Folgen (2009)
Zitatform
Holst, Hajo, Oliver Nachtwey & Klaus Dörre (2009): Funktionswandel von Leiharbeit. Neue Nutzungsstrategien und ihre arbeits- und mitbestimmungspolitischen Folgen. (OBS-Arbeitsheft / Otto Brenner Stiftung 61), Berlin, 68 S.
Abstract
Anhand von sechs Intensivbetriebsfallstudien aus der Metall- und Elektroindustrie untersucht die Studie die Prekarisierung der Arbeit und die damit verbundenen betriebs-, tarif-, sozial- und gesellschaftspolitischen Folgen am Beispiel Leiharbeit. Leiharbeit wurde zunächst vor allem genutzt, um Auftragsspitzen aufzufangen oder kurzfristige Ausfälle auszugleichen. Kennzeichen dieser Nutzungsarten war der temporäre und punktuelle Einsatz bei meist minimaler Intensität. Unternehmen, die Leiharbeiter als 'Ad-hoc-Ersatz' oder als 'Flexibilitätspuffer' nutzen, verfolgen das Ziel, ihre Lohnkosten zu reduzieren, indem sie beispielsweise die Kosten für den Personalersatz minimieren oder beim Anstieg des Auftragsvolumens Festanstellungen umgehen. Diese Nutzungsstrategien spielen auch weiterhin eine Rolle. Aber inzwischen lässt sich darüber hinaus ein Form- und Funktionswandel der Leiharbeit beobachten. Es wird von immer mehr Unternehmen versucht, Leiharbeit verstärkt als strategisches Instrument der Profitsteigerung zu nutzen, das dauerhaft eingesetzt wird, alle Arbeitsbereiche umfasst und zu einer Verflechtung von Stamm- und Leiharbeitskräften führt. Dabei verdeutlicht die Untersuchung, dass das enorme Anwachsen der Leiharbeit direkte Folge von gesetzlichen Rahmenbedingungen ist, die politisch auch wieder verändert werden können. Gleichzeitig wird aufgezeigt, dass es betriebspolitisch viel versprechende Ansätze und auch organisationspolitisch erfolgreiche Strategien gibt, das Auswuchern der Leiharbeit einzudämmen und mit den betroffenen Arbeitskräften gemeinsam zu erträglicheren Bedingungen zu kommen. (IAB)
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Literaturhinweis
Frauenlöhne in der Zeitarbeit: Auch Geld ist relativ (2009)
Zitatform
Jahn, Elke J. (2009): Frauenlöhne in der Zeitarbeit: Auch Geld ist relativ. In: IAB-Forum H. 1, S. 38-43. DOI:10.3278/IFO0901W038
Abstract
"Frauen finden immer häufiger einen Job in der Zeitarbeitsbranche. Mittlerweile sind dort beinahe ein Drittel aller Beschäftigten weiblich. Zieht man die Bruttolöhne als Maßstab heran, erscheint die Entlohnung zunächst spärlich, da sie deutlich unter der Entlohnung in anderen Branchen liegt. Allerdings ist bei der Interpretation Vorsicht angesagt, denn Leiharbeitnehmerinnen unterscheiden sich grundlegend von erwerbstätigen Frauen in anderen Wirtschaftszweigen. Differenziert man beim Vergleich der Gruppen nach persönlichen Eigenschaften, Erwerbsbiografie und Beschäftigungsmerkmalen, lassen sich etwa die Hälfte der Lohnunterschiede durch Produktivitätsunterschiede erklären. Ferner verdienen Leiharbeiterinnen bereits bevor sie einen Job in der Branche akzeptieren sehr viel weniger als die Vergleichsgruppe. Auch finden sich keine Hinweise, dass eine Tätigkeit in der Zeitarbeitsbranche Frauen stigmatisiert. Sie müssen langfristig nicht mit Lohneinbußen rechnen, wenn sie nach einem Zeitarbeitsjob eine Beschäftigung außerhalb der Branche aufnehmen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zeitarbeit in Österreich: Bestandsaufnahme und Ausblick (2009)
Lamprecht, Christoph;Zitatform
Lamprecht, Christoph (2009): Zeitarbeit in Österreich. Bestandsaufnahme und Ausblick. Hamburg: IGEL-Verl., 84 S.
Abstract
"Die Untersuchung gibt einen Überblick über die Zeitarbeitssituation in Österreich. Der Schwerpunkt liegt dabei auf einer ausführlichen betriebswirtschaftlichen Analyse über den Einsatz von Zeitarbeit. Darüber hinaus wird ein internationaler Ausblick über die künftige flexible Arbeits- und Organisationswelt gegeben. Dort wird gezeigt, welche Position die Europäische Union in Sachen Zeitarbeit einnimmt und in welchem Konzept die Zeitarbeit eingebunden ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Leiharbeit als Lebensperspektive? (2009)
Zitatform
Langhoff, Thomas, Ina Krietsch & Melanie Ebener (2009): Leiharbeit als Lebensperspektive? In: Gute Arbeit, Jg. 21, H. 5, S. 26-28.
Abstract
"Für viele Beschäftigte ist Leiharbeit längst zur Lebensperspektive geworden. Das zeigte sich im Wirtschaftsaufschwung der jüngsten Vergangenheit, und das gilt auch in der Krise: Ob geheuert oder gefeuert, aus der Prekaritätszone kommen die meisten Leiharbeitsnehmer nicht hinaus. Ihre Unfall- und Gesundheitsrisiken sind überdurchschnittlich hoch. Hier setzt das Projekt GRAziL an: Es will dazu beitragen, diese Situation zu verbessern. Es geht in der Hauptsache darum, geeignete Instrumente und Gestaltungslösungen für die betrieblichen und überbetrieblichen Akteure zu entwickeln, die ganzheitlich, präventiv und beteiligungsorientiert sind." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Leiharbeit und Befristung im Kontext mittelständischer Arbeits- und Führungskräftepolitik (2009)
Zitatform
Martens, Bernd, Katharina Bluhm, Vera Trappmann & Peter Demmler (2009): Leiharbeit und Befristung im Kontext mittelständischer Arbeits- und Führungskräftepolitik. In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Jg. 18, H. 2, S. 137-150. DOI:10.1515/arbeit-2009-0206
Abstract
"Auf der Basis eines Datensatzes über mittelständische Unternehmen in Deutschland werden Zusammenhänge zwischen flexibilisierten Arbeitsvertragsgestaltungen und Betriebsmerkmalen untersucht. Zudem werden Befristung und Leiharbeit im Lichte der Kombination von Arbeits- und Führungskräftepolitik betrachtet. Flexibilisierte Arbeitsvertragsgestaltungen variieren nicht mit den Qualifikationsprofilen der Betriebe. Hingegen beeinflussen Veränderungen des Mitarbeiterbedarfs, die Betriebsgröße, regionale Strukturen und unternehmensstrategische Ausrichtungen die Nutzungsintensität insbesondere von Leiharbeit. In Bezug auf die Zusammenhänge von Arbeits- und Führungskräftepolitik werden vier Kombinationen unterschieden, die alle empirisch vorkommen und die sich durch Branchen- und Regionaleffekte erklären lassen. Dabei entspricht die westdeutsche Industrie mit einem höheren Gewicht positiver Entsprechungen von Arbeits- und Führungskräftepolitik am ehesten noch dem Idealfall des rheinischen Kapitalismus. Nutzungsintensitäten flexibilisierter Arbeitsverträge spielen in diesem Zusammenhang bislang keine Rolle." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Organizational commitment and the well-being of temporary agency workers: a longitudinal study (2009)
Zitatform
Moser, Klaus & Nathalie Galais (2009): Organizational commitment and the well-being of temporary agency workers. A longitudinal study. In: Human Relations, Jg. 62, H. 4, S. 589-620.
Abstract
"Previous research found that organizational commitment is positively related to employee well-being. However, in the current age of contingent work, transitions, and 'protean careers', the advisability of commitment is questionable. Therefore, we analyzed the role of organizational commitment in one paradigmatic area of contingent work arrangements: temporary agency work. In contrast to standard workers, temporary agency workers have to deal with two organizations: the temporary agency and client organization. Results revealed an ambivalent role of organizational commitment for temporary workers. Cross-sectional commitment towards the client organization had positive effects on workers' well-being, whereas commitment towards the agency had no effects. However, longitudinal analyses revealed that commitment to the client was detrimental to workers' well-being when they experienced reassignment to another client. In sum, we found beneficial and dysfunctional effects of organizational commitment on well-being, which suggest the reconsideration of the role of organizational commitment for individuals in unstable work arrangements." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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