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Dossier

Berufliche Mobilität

Eine Tätigkeit, die mehr Spaß verspricht, ein höheres Gehalt oder bessere Entwicklungsperspektiven: Es gibt viele Gründe, nicht länger im erlernten oder ausgeübten Beruf tätig zu sein. Nicht immer sind sie jedoch so erfreulich: Auslöser kann auch eine Entlassung sein.

Dieses Themendossier bietet Literaturhinweise zur beruflichen Mobilitätsforschung in Deutschland und in anderen Ländern. Sie erschließt theoretische Ansätze und empirische Ergebnisse - beispielsweise zu den Fragen: Sind Berufswechsel lohnend? Für wen sind sie mit besonderen Risiken verbunden? Wie gut lassen sich bei einem beruflichen Neustart die bisher erworbenen Qualifikationen verwerten?
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im Aspekt "Berufliche Mobilität bei besonderen Personengruppen"
  • Literaturhinweis

    Occupational mobility for whom?: Education, cohorts, the life course and occupational gender composition, 1970-2010 (2019)

    Pearlman, Jessica;

    Zitatform

    Pearlman, Jessica (2019): Occupational mobility for whom? Education, cohorts, the life course and occupational gender composition, 1970-2010. In: Research in Social Stratification and Mobility, Jg. 59, H. February, S. 81-93. DOI:10.1016/j.rssm.2018.11.009

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  • Literaturhinweis

    Arbeitsmarktsoziologie: Probleme, Theorien, empirische Befunde (2018)

    Abraham, Martin ; Hinz, Thomas ;

    Zitatform

    Abraham, Martin & Thomas Hinz (Hrsg.) (2018): Arbeitsmarktsoziologie. Probleme, Theorien, empirische Befunde. Wiesbaden: Springer VS, 534 S. DOI:10.1007/978-3-658-02256-3

    Abstract

    "Die Arbeitsmarktsoziologie beschäftigt sich mit den sozialen Determinanten bei der Erklärung von Arbeitsmarktprozessen. Dies beinhaltet u. a. den Zusammenhang zwischen Bildung und der Positionierung auf dem Arbeitsmarkt, die Risiken von Arbeitslosigkeit, die Rolle der Familie für Erwerbsentscheidungen und die Wirkung institutioneller Regelungen. Aus soziologischer Perspektive wird beleuchtet, welche Arbeitsmarktprozesse die Entstehung, die Dauerhaftigkeit und die Veränderung sozialer Ungleichheit bedingen. Der Arbeitsmarkt prägt moderne Gesellschaften maßgeblich: das System sozialer Sicherung sowie die individuellen Lebensverhältnisse hängen vom Zugang zur Erwerbsarbeit ab." (Verlagsangaben, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Evaluation des Sonderprogramms "Förderung der beruflichen Mobilität von ausbildungsinteressierten Jugendlichen aus Europa (MobiPro-EU)": Abschlussbericht (2018)

    Boockmann, Bernhard; Schafstädt, Christin; Puxi, Marco; Reiff, Annika; Puhe, Henry; Kurle, Jonas; Maier, Franziska; Verbeek, Hans; Kusche, Michel; Wellmer, Sabine; Kugler, Philipp ; DeCarolis, Flavio; Kleinemeier, Rita; Niemann, Knut; Hunger, Katrin; Späth, Jochen ; Fervers, Lukas ;

    Zitatform

    Boockmann, Bernhard, Lukas Fervers, Katrin Hunger, Rita Kleinemeier, Philipp Kugler, Michel Kusche, Franziska Maier, Henry Puhe, Marco Puxi, Christin Schafstädt, Jochen Späth & Hans Verbeek (2018): Evaluation des Sonderprogramms "Förderung der beruflichen Mobilität von ausbildungsinteressierten Jugendlichen aus Europa (MobiPro-EU)". Abschlussbericht. Tübingen ; Berlin ; Bielefeld, 126 S.

    Abstract

    "Das Sonderprogramm „Förderung der beruflichen Mobilität von ausbildungsinteressierten Jugendlichen aus Europa (MobiPro-EU)“ ist eine Förderung von Projekten, die junge Erwachsene aus der EU unterstützen, mit dem Ziel, Mobilitätshemmnisse abzubauen, junge Europäerinnen und Europäer auf eine duale Ausbildung in Deutschland vorzubereiten und Betriebe bei der erfolgreichen Besetzung freier Ausbildungsplätze mit jungen Menschen aus dem europäischen Ausland zu unterstützen. Die Projekte im Sonderprogramm rekrutieren die jungen Erwachsenen in den Herkunftsländern, vermitteln diese an Betriebe und unterstützen die Teilnehmenden beim Spracherwerb, der Integration in Deutschland und fachlich während der Ausbildung. Hinzu kommt eine finanzielle Aufstockung der Ausbildungsvergütung zur Sicherung des Lebensunterhalts auf 818 Euro. Ziel des Forschungsvorhabens in Zusammenarbeit mit dem Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung e.V. (IAW) und dem SOKO-Institut ist es, Wirkungsweise, Zugangsmechanismen und Umsetzungscharakteristika des Sonderprogramms MobiPro-EU zu analysieren und die Zielerreichung sowie die kausalen Wirkungen des Programms zu ermitteln. In einer Zusatzuntersuchung wurden auch die Determinanten für einen Projekt- oder programmabbruch näher untersucht. Darüber hinaus sollen von einer laufenden Berichterstattung Impulse zur Steuerung des Programms ausgehen. Ergebnisse der Evaluation wurden im Rahmen der regionalen und bundesweiten Vernetzungstreffen MobiPro-EU präsentiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Job mobility as a new explanation for the immigrant-native wage gap: a longitudinal analysis for the German labor market (2018)

    Brenzel, Hanna; Reichelt, Malte ;

    Zitatform

    Brenzel, Hanna & Malte Reichelt (2018): Job mobility as a new explanation for the immigrant-native wage gap. A longitudinal analysis for the German labor market. In: International migration review, Jg. 52, H. 3, S. 724-749., 2017-01-04. DOI:10.1111/imre.12313

    Abstract

    "Theoretisch lassen sich Lohnunterschiede zwischen Migranten und Einheimischen mithilfe der Humankapitaltheorie erklären. Diese unterstellt Ausstattungsunterschiede oder eine Abwertung von Humankapital bei Migration. Trotzdem bleibt auch nach Berücksichtigung von Humankapital-Variablen meist ein unerklärter Lohnunterschied zwischen Migranten und Einheimischen. Wir benutzen einen umfangreichen Längsschnittdatensatz (ALWA-ADIAB) und analysieren die Arbeitsplatzmobilität von Migranten und Einheimischen in Deutschland, wobei wir zwischen freiwilligen, unfreiwilligen, internen und anderen Wechseln unterscheiden. Wir finden unterschiedliche Übergangsmuster und können - mithilfe von fixed-effects Regressionen - einen substantiellen Teil der Lohnlücke mit Unterschieden im Jobwechsel-Verhalten erklären." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Intergenerationale Mobilität und gesundheitliche Ungleichheiten in Ost- und Westdeutschland: eine Trendanalyse von 1992 bis 2012 (2018)

    Günther, Sebastian ; Moor, Irene ; Richter, Matthias; Knöchelmann, Anja ;

    Zitatform

    Günther, Sebastian, Irene Moor, Anja Knöchelmann & Matthias Richter (2018): Intergenerationale Mobilität und gesundheitliche Ungleichheiten in Ost- und Westdeutschland. Eine Trendanalyse von 1992 bis 2012. In: Bundesgesundheitsblatt, Gesundheitsforschung, Gesundheitsschutz, Jg. 61, H. 1, S. 78-88. DOI:10.1007/s00103-017-2655-1

    Abstract

    "Hintergrund
    Soziale Mobilitätsprozesse, d.h. die Bewegung einer Person aus einer sozialen Position in eine andere, stellen einen zentralen Mechanismus zur Erklärung gesundheitlicher Ungleichheiten dar. Sozial bedingte Unterschiede im Gesundheitszustand oder im Gesundheitsverhalten können sich mit dem Wechsel der eigenen Position ebenfalls ändern. Der Beitrag untersucht, welche Bedeutung intergenerationale Mobilität, also ein Auf- bzw. Abstieg gegenüber der elterlichen Position, in Ost- und Westdeutschland für die subjektive Gesundheit hat und ob sich dieser Zusammenhang innerhalb von 20 Jahren verändert hat.
    Material und Methoden
    Datenbasis ist das Sozio-oekonomische Panel der Jahre 1992 - 2012. Berücksichtigt wurden Erwerbstätige zwischen 25 und 59 Jahren. Anhand des Vergleichs ihrer aktuellen Stellungen mit denen ihrer Eltern wurden Mobilitätspfade bestimmt. Für diese wurden Prävalenzen und logistische Regressionen der subjektiven Gesundheit berechnet.
    Ergebnisse
    Jene in niedrigen beruflichen Stellungen bewerteten ihre Gesundheit zu allen Zeitperioden häufiger schlechter. Aufwärtsmobile Personen hatten im Vergleich zu jenen, die in ihrer Herkunftsstellung verblieben, ein geringeres Risiko einer schlechteren Gesundheit (OR 0,72). Personen, die abstiegen, schätzten ihre Gesundheit schlechter ein (OR 1,55 bzw. OR 1,86). Signifikante Unterschiede nach Geschlecht oder Herkunftsregion konnten nicht festgestellt werden. Bildung und Einkommen tragen zur Erklärung des Zusammenhangs bei.
    Schlussfolgerung
    Die Ergebnisse deuten an, dass sich ein sozialer Aufstieg positiv auf die Gesundheit auswirkt, ein sozialer Abstieg dagegen eher negativ - unabhängig von Geschlecht, Herkunftsregion oder Zeitverlauf. Es ist daher wichtig, die Mobilitätschancen aller gesellschaftlichen Gruppen zu erhöhen und damit soziale Ungleichheiten zu reduzieren." (Autorenreferat, © Springer-Verlag)

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  • Literaturhinweis

    Job characteristics and experience as predictors of occupational turnover intention and occupational turnover in the European nursing sector (2018)

    Heijden, Beatrice I. J. M. van der; Peeters, Maria C. W. ; Breukelen, J. Wim M. Van; Le Blanc, Pascale M. ;

    Zitatform

    Heijden, Beatrice I. J. M. van der, Maria C. W. Peeters, Pascale M. Le Blanc & J. Wim M. Van Breukelen (2018): Job characteristics and experience as predictors of occupational turnover intention and occupational turnover in the European nursing sector. In: Journal of vocational behavior, Jg. 108, H. October, S. 108-120. DOI:10.1016/j.jvb.2018.06.008

    Abstract

    "The present study aims to unravel the relationships between job demands and resources, occupational turnover intention, and occupational turnover. To do so, we tested a model wherein associations between nurses' age, tenure in profession and tenure with present employer (experience in the profession), job demands (emotional demands, work-home interference), and job resources (influence at work and opportunities for development) predicted occupational turnover intention, and, subsequently, occupational turnover. A longitudinal survey was conducted among a sample of 753 nurses working in European health care institutions (hospitals, nursing homes, and community/home care). The results supported the hypotheses that job demands are positively related with occupational turnover intention while job resources and experience in the nursing profession are negatively related with occupational turnover intention. We did not find evidence supporting the hypothesis that occupational turnover intention mediates the relationship between job demands and job resources on the one hand, and occupational turnover on the other hand. Experience in the nursing profession had a direct effect on occupational turnover, in addition to the direct effect of occupational turnover intention. The implications of our findings for understanding the process through which health care organizations can affect occupational turnover intention and actual exit behavior, are discussed." (Author's abstract, © 2018 Elsevier) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Gender differences in sorting (2018)

    Merlino, Luca Paolo ; Parrotta, Pierpaolo ; Pozzoli, Dario ;

    Zitatform

    Merlino, Luca Paolo, Pierpaolo Parrotta & Dario Pozzoli (2018): Gender differences in sorting. In: Industrial Relations, Jg. 57, H. 4, S. 671-709. DOI:10.1111/irel.12216

    Abstract

    "In this paper, we investigate gender differences in workers' career development within and outside the firm to explain the existence of gender wage gaps. Using Danish employer-employee matched data, we find that good female workers are more likely to move to better firms than men but are less likely to be promoted. Furthermore, these differences in career advancement widen after the first child is born. Our findings suggest that career impediments in certain firms cause the most productive female workers to seek better jobs in firms in which there is less gender bias." (Author's abstract, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Gender differences in the impact of job mobility on earnings: the role of occupational segregation (2018)

    Pearlman, Jessica;

    Zitatform

    Pearlman, Jessica (2018): Gender differences in the impact of job mobility on earnings. The role of occupational segregation. In: Social science research, Jg. 74, H. August, S. 30-44. DOI:10.1016/j.ssresearch.2018.05.010

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  • Literaturhinweis

    Verwertung beruflicher Qualifikationen im Kontext der Mobilität nach Deutschland: Ergebnisse der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2018 (2018)

    Santiago Vela, Ana;

    Zitatform

    Santiago Vela, Ana (2018): Verwertung beruflicher Qualifikationen im Kontext der Mobilität nach Deutschland. Ergebnisse der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2018. In: Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis, Jg. 47, H. 4, S. 45-49.

    Abstract

    "Die internationale Mobilität von Beschäftigten spielt eine immer wichtigere Rolle im Rahmen der weltweiten Vernetzung. Allerdings ist ihre Mobilität beschränkt, da im Bildungsverlauf erworbene Qualifikationen meist einen landesspezifischen Kontext besitzen und daher im Ausland häufig nicht in vollem Umfang verwertet werden können. Dies führt dazu, dass Beschäftigte, die sich im Ausland qualifiziert haben, in Deutschland mitunter Tätigkeiten ausüben, die nicht ihrer Ausbildung entsprechen. Welche Faktoren begünstigen oder hemmen eine solche überqualifizierte Beschäftigung? Der Beitrag untersucht diese Frage mit Daten der aktuellen BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2018." (Autorenreferat)

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  • Literaturhinweis

    Interregional mobility of talent in Spain: the role of job opportunities and qualities of places during the recent economic crisis (2018)

    Sánchez-Moral, Simón ; Arellano, Alfonso ; Díez-Pisonero, Roberto;

    Zitatform

    Sánchez-Moral, Simón, Alfonso Arellano & Roberto Díez-Pisonero (2018): Interregional mobility of talent in Spain. The role of job opportunities and qualities of places during the recent economic crisis. In: Environment and planning. A, Economy and space, Jg. 50, H. 4, S. 789-808. DOI:10.1177/0308518X18761151

    Abstract

    "This paper seeks to extend our knowledge of the drivers behind talented workers' mobility within the Spanish urban system and the patterns they may follow. For this purpose, the stock and flows of creative workers (selected on the basis of either the industry-based or occupational approaches) are studied at different spatial scales while also considering the influence of local characteristics as a source of attracting and retaining forces. The study is based on the analysis of a quite novel longitudinal micro-database from the Spanish Social Security office. Under the conditions of lower mobility of creative workers compared with other geographical contexts - a trend worsened by the economic crisis - we show that job opportunities, especially in connection with workers' social networks, emerge as the most influential attracting factor. Thus, beyond the classic idea that agglomeration economies benefit all residents, we found evidence that the biggest cities, and Madrid in particular, had become 'escalator regions', propelling the careers of young creative workers that had been attracted to them. On the contrary, the influence of urban amenities seems limited to the retention of talent. This research aims to contribute to dealing with the challenge of upgrading local productive forces after the economic crisis and to develop tailor-made talent attraction and retention strategies" (Author's abstract, © 2018 a Pion publication) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Is it time for a change? A literature review on occupational mobility among older workers in Germany and the USA (2018)

    Söhn, Janina ;

    Zitatform

    Söhn, Janina (2018): Is it time for a change? A literature review on occupational mobility among older workers in Germany and the USA. (SOFI-Arbeitspapier 13), Göttingen, 38 S.

    Abstract

    "Mit zunehmenden Alter stellt sich für so manchen die Frage, ob sie in ihrem bisherigen Beruf bis zur Verrentung arbeiten wollen oder können. Unter welchen Umständen wechseln Individuen in ihrer mittleren und späteren Erwerbsbiografie ihren Beruf und wodurch genau zeichnen sich diese Berufswechsel aus? Dies sind die Kernfragen, die dieser Literaturbericht beantworten möchte. Berufliche Mobilität wird hier als der Wechsel des beruflichen Felds, in dem man erwerbstätig ist, verstanden. Dieser Übergang kann bezogen auf die Veränderung von Einkommen, Prestige und erforderlichem Qualifikationsniveau aufwärts, lateral oder abwärts gerichtet sein. Der Forschungsreview stellt zunächst unterschiedliche Theorien von Beruf vor, da diese auch für die Erklärung beruflicher Mobilität bedeutsam ist. Der darauffolgende Abschnitt konzeptualisiert die Multidimensionalität von Berufswechseln. Eigenschaften wie der Umfang der wöchentlichen Arbeitsstunden oder Aspekte prekärer Beschäftigung, die mit dem alten oder neuen Beruf assoziiert sind, können als Push- bzw. Pull-Faktoren fungieren. Der umfangreichste Abschnitt ist den theoretischen und empirischen Ergebnissen bisheriger Forschung zu unterschiedlichen Einflüssen auf der Mikro- und Makroebene gewidmet: Alter, Gesundheit, Bildungsniveau sowie Weiterbildung und Umschulungen im späteren Erwachsenenalter, berufsbezogene Eigenschaften, die dem Berufswechsel vorangegangene Erwerbsbiografie, Geschlecht und haushaltbezogene Faktoren, ethnische und migrationsbezogene Entwicklungen seit Anfang der 2000er, welche das Auftreten von Berufswechslern befördert haben. Die meiste empirische Forschung bezieht sich auf die Vereinigten Staaten von Amerika und auf Deutschland, weshalb dieser Literaturüberblick zu einem gewissen Grad international vergleichend angelegt ist. Angesichts der gravierenden Forschungslücken zu beruflicher Mobilität unter älteren Erwerbstätigen in der Bundesrepublik im letzten Jahrzehnt präsentiert der Review eigene, nach Alter, Geschlecht und Bildungsniveau differenzierte Auswertungen des Mikrozensus 2012 zum Anteil von Erwerbstätigen, die im vorangegangenen Jahr ihren Beruf gewechselt haben. Das Schlusskapitel fasst die wichtigsten Erkenntnisse und verbleibende Forschungslücken zusammen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Frequency of employer changes and their financial return: gender differences amongst German university graduates (2018)

    Wieschke, Johannes ;

    Zitatform

    Wieschke, Johannes (2018): Frequency of employer changes and their financial return: gender differences amongst German university graduates. In: Journal for labour market research, Jg. 52, S. 1-13. DOI:10.1186/s12651-017-0235-3

    Abstract

    "Diese Studie nutzt eine Stichprobe bayerischer Hochschulabsolventen, um Geschlechtsunterschiede sowohl in der Häufigkeit als auch in den finanziellen Erträgen von Arbeitgeberwechseln zu untersuchen. Die Such- und Matchingtheorien werden genutzt, um Hypothesen zu entwickeln, die anschließend gegeneinander getestet werden. Die Ergebnisse zeigen, dass Frauen ihren Arbeitgeber in den ersten Jahren nach dem Abschluss häufiger wechseln als Männer. Das kann zu einem großen Teil durch unterschiedliche Arbeitsmarktstrukturen erklärt werden, vor allem durch die Tatsache, dass Frauen in ihrer ersten Beschäftigung seltener in Großbetrieben, in Führungspositionen und mit unbefristeten Verträgen arbeiten und weniger zufrieden mit ihrer Arbeit sind. Sobald auf all diese Faktoren kontrolliert wird, ändert der Koeffizient sein Vorzeichen, d. h. unter gleichen Umständen wechseln Männer den Arbeitgeber häufiger. Weiterhin profitieren sowohl Männer als auch Frauen finanziell von Arbeitgeberwechseln. Männer erhalten höhere absolute Erträge, aber aufgrund ihrer höheren Einstiegseinkommen existiert bei den relativen Erträgen kein Unterschied zwischen Männern und Frauen und somit auch kein Einfluss auf die Gender Pay Gap. Die Ergebnisse werden vor dem Hintergrund der Besonderheiten des deutschen Arbeitsmarktes diskutiert." (Autorenreferat, © Springer-Verlag)

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  • Literaturhinweis

    Berufseinstieg und Mobilitätsprozesse im Modernisierungsprozess und im Auf und Ab der Arbeitsmarktlage: Eine A-P-K-Analyse der Karrieren von Männern in Westdeutschland (2017)

    Becker, Rolf ; Blossfeld, Hans-Peter;

    Zitatform

    Becker, Rolf & Hans-Peter Blossfeld (2017): Berufseinstieg und Mobilitätsprozesse im Modernisierungsprozess und im Auf und Ab der Arbeitsmarktlage. Eine A-P-K-Analyse der Karrieren von Männern in Westdeutschland. In: S. Lessenich (Hrsg.) (2017): Geschlossene Gesellschaften : Verhandlungen des 38. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Bamberg 2016 (Verhandlungen der Kongresse der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, 38), S. 1-11.

    Abstract

    "Nach Max Weber liegt soziale Schließung nach innen vor, wenn Erwerbs- und Mobilitätschancen einzelner Personen oder Gruppen in Betrieben und Beschäftigungsverhältnissen systematisch eingeschränkt werden. Auf diese Weise führt soziale Schließung über die Monopolisierung von Chancen bei einer Gruppe zum Zuwachs von Einkommen, Prestige und Macht, während den ausgeschlossenen Personen und Gruppen solche Ressourcen für die Marktlage und Lebensführung vorenthalten werden. Über Berufsverläufe und Mobilitätsprozesse im Lebensverlauf betrachtet, führen geringe Unterschiede beim Berufseintritt zur Kumulation sozialer Ungleichheit über die Lebenszeit hinweg. Hierbei kommen individuelle Ressourcen über Strukturen und Institutionen der Betriebe, Arbeitsmärkte und beruflichen Stellung im Betrieb zur Geltung. Arbeitgeber fungieren als 'gate keeper' für Marktlage, Mobilitätschancen und Chancen einer bestimmten Lebensführung. Prozesse der sozialen Schließung durch Arbeitgeber und die Wirkung institutioneller Regelungen segmentierter Arbeitsmärkte sind nicht unabhängig von der Entwicklung sektoraler und berufsstruktureller Kontexte sowie von ökonomischen Konjunkturen.
    Im vorliegenden Vortrag wird für Westdeutschland in der Zeit von 1945 bis 2008 der Frage nachgegangen, ob und inwieweit der ökonomische Strukturwandel und die konjunkturabhängige Arbeitsmarktlage zur sozialen Schließung von intragenerationaler Mobilität beitragen. Zudem soll untersucht werden, ob die Akkumulation individueller Ressourcen zur sozialen Schließung von Mobilitätschancen führt. Mit Längsschnittdaten der Deutschen Lebensverlaufsstudie sowie der ALWA-Studie wird unter besonderer Berücksichtigung von Alters-, Perioden- und Kohorteneffekten das Zusammenspiel dynamischer Schließungsprozesse auf der gesamtgesellschaftlichen Ebene und der individuellen Ebene (der Beschäftigten) analysiert.
    Wie und für welche Gruppen werden Chancen für berufliche Auf- und Abstiege strukturiert und monopolisiert? Welchen Zusammenhang gibt es zwischen dem ökonomischen Strukturwandel, der Entwicklung der Arbeitsmarktlagen und der Mobilität?" (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Berufliche Weiterbildung im Strukturwandel: Eine APK-Längsschnittanalyse für die zwischen 1956 und 1978 Geborenen in Westdeutschland (2017)

    Becker, Rolf ;

    Zitatform

    Becker, Rolf (2017): Berufliche Weiterbildung im Strukturwandel. Eine APK-Längsschnittanalyse für die zwischen 1956 und 1978 Geborenen in Westdeutschland. In: S. Lessenich (Hrsg.) (2017): Geschlossene Gesellschaften : Verhandlungen des 38. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Bamberg 2016 (Verhandlungen der Kongresse der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, 38), S. 1-12.

    Abstract

    "Aus Sicht der Humankapitaltheorie und Theorie segmentierter Arbeitsmärkte wird der Frage nachgegangen, inwieweit der technologische und ökonomische Strukturwandel sowie die Entwicklung der Arbeitsmarktlage seit Ende des 'Wirtschaftswunders' das betriebliche Angebot an beruflicher Weiterbildung und die Nutzung dieser Weiterbildungsgelegenheiten durch Erwerbstätige strukturieren. Für die empirische Überprüfung der Hypothesen werden Lebensverlaufsdaten der ALWA-Studie herangezogen. Hierbei werden für die historische Zeit von 1972 bis 2008 die Berufs- und Weiterbildungsverläufe von westdeutschen Männer und Frauen in den Geburtskohorten von 1956 bis 1978 mittels Ereignisanalyse und Episoden-Splitting im dynamischen Mehrebenen-Design analysiert. Hierbei werden Alters-Perioden-Kohorten-Zusammenhänge berücksichtigt. So können beim betrieblichen Angebot an und Zugang zu beruflicher Weiterbildung systematische Perioden- und Kohorteneffekte des Strukturwandels und der Arbeitsmarktlagen sowie systematische Selektivität von Weiterbildungschancen - insbesondere soziale Schließung der betrieblichen Weiterbildung durch Arbeitgeber - aufgedeckt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Karrieremuster deutscher Führungskräfte: Analyse der Sequenzmuster, Ursachen und Auswirkungen anhand von Daten des Sozio-oekonomischen Panels (2017)

    Endemann, Aleksandra;

    Zitatform

    Endemann, Aleksandra (2017): Karrieremuster deutscher Führungskräfte. Analyse der Sequenzmuster, Ursachen und Auswirkungen anhand von Daten des Sozio-oekonomischen Panels. (Empirische Personal- und Organisationsforschung 56), Augsburg: Hampp, 356 S., Anhang.

    Abstract

    "Seit geraumer Zeit wird in der Öffentlichkeit sowie in der Wissenschaft über die Karriereverläufe von Führungskräften diskutiert. Mit den hohen Flexibilitätsanforderungen im Karriereverlauf werden z.B. Vorstands- und Managervergütungen in der Gesellschaft gerechtfertigt. Eingebettet in diese Diskussion betrachtet diese Arbeit anhand der Daten des Sozio-oekonomischen Panels berufliche Verläufe deutscher Führungskräfte (N = 171; 20 Beobachtungsjahre 1994-2013) und untersucht ihre Ursachen sowie objektive als auch subjektive Karriereoutcomes. Mithilfe der Sequenzmusteranalyse konnten neben der (1) traditionellen Karriere und (2) boundaryless career folgende Muster abgeleitet werden: (3) die Abstiegskarriere, (4) die Karriere mit unfreiwilligen, jedoch erfolgreichen Wechseln, (5) die turbulente Karriere und (6) die Stagnation. Innerbetriebliche Karriereverläufe sind bei knapp der Hälfte der Untersuchten vorzufinden und spielen weiterhin eine bedeutende Rolle. Die externen Bewegungen sind recht heterogen verteilt: So gibt es Karrieren, die nur wenige externe Wechsel aufweisen, und einige, die sehr sprunghaft sind. Bezüglich der Ursachen dieser Karrieremuster ist von einem komplexen Zusammenspiel unterschiedlicher Einflussfaktoren zu berichten. Mit Blick auf die Gehaltsentwicklung zeigen sich in allen Mustern, bis auf die Abstiegskarriere, positive Trends. Werden die subjektiven Aspekte in die Betrachtung miteinbezogen, zeigen sich eher ein relativer Rückgang der Arbeitszufriedenheit bei innerbetrieblichen Karriereverläufen sowie ein Aufwärtstrend in der 'boundaryless career' und in Karrieren mit unfreiwilligen Wechseln." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    He's a chip off the old block - the persistence of occupational choices across generations (2017)

    Knoll, Bodo ; Schlenker, Eva; Riedel, Nadine;

    Zitatform

    Knoll, Bodo, Nadine Riedel & Eva Schlenker (2017): He's a chip off the old block - the persistence of occupational choices across generations. In: Labour, Jg. 31, H. 2, S. 174-203. DOI:10.1111/labr.12091

    Abstract

    "The purpose of this paper is to assess intergenerational occupational mobility in Germany. Using data from the Socio-Economic Panel, we find a high persistence of occupational choices across fathers and children. To separate effects related to parental advice and influence (nurture) from genetic factors (nature), we determine the persistence separately for children who grew up with their biological fathers and those who did not. The results suggest that nurture-related effects explain a significant fraction of the observed correlation of fathers' and children's occupational choices. We discuss policy implications that follow from the analysis." (Author's abstract, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Women's career progression in law firms: views from the top, views from below (2017)

    Pringle, Judith K. ; Harris, Candice ; Ravenswood, Katherine ; Ryan, Irene ; Giddings, Lynne; Jaeger, Sabina;

    Zitatform

    Pringle, Judith K., Candice Harris, Katherine Ravenswood, Lynne Giddings, Irene Ryan & Sabina Jaeger (2017): Women's career progression in law firms. Views from the top, views from below. In: Gender, Work and Organization, Jg. 24, H. 4, S. 435-449. DOI:10.1111/gwao.12180

    Abstract

    "Law continues to be an attractive career path for women. Yet evidence shows that women's careers in law stagnate with proportionally small numbers of women progressing up the hierarchy from law graduate to partner. In this study we investigated how gendering and class processes impact on women's career progression. A major contribution is that we explored the heterogeneous views held by women below and above the partnership line, in Auckland's top law firms. Drawing on Acker's gendering processes (1990, 2006a) plus the accumulation of appropriate capitals needed to progress, we analysed 52 interview accounts. The women lawyers themselves were divided on how gendering and class processes impact on their career progression. Women partners accepted the hierarchical employment model of law and were confident in their role and place. Women below the partner line, while frustrated by the personal and professional requirements for success, did not demonstrate agency for change. In concluding, we reflect on the potential for change in the profession." (Author's abstract, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Reallocation patterns across occupations in Germany (2016)

    Bauer, Anja ;

    Zitatform

    Bauer, Anja (2016): Reallocation patterns across occupations in Germany. In: Economics Letters, Jg. 148, H. November, S. 111-114., 2016-09-11. DOI:10.1016/j.econlet.2016.09.008

    Abstract

    "Using high-quality German administrative data, I analyze workers' opportunity costs of reallocation across occupations by measuring the additional time spent in unemployment before being hired in a new occupation. Furthermore, I inspect the wage changes after reallocation and find that workers who change occupations through unemployment face wage losses that appear to be persistent over a 5-year horizon." (Author's abstract, © 2016 Elsevier) ((en))

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  • Literaturhinweis

    The role of entrepreneurship in the context of career trajectories: moving back into wage employment or into unemployment? (2016)

    Debrulle, Jonas ;

    Zitatform

    Debrulle, Jonas (2016): The role of entrepreneurship in the context of career trajectories. Moving back into wage employment or into unemployment? In: Labour, Jg. 30, H. 2, S. 180-197. DOI:10.1111/labr.12060

    Abstract

    "This study investigates patterns of movement from self-employment to wage employment or to unemployment in Belgium. Non-parametric techniques and complimentary log-log analyses are used to determine the significance of stable individual traits (e.g. gender) and of time-dependent characteristics (e.g. family and organizational context, labour market mobility) in moving back to wage employment or to unemployment. Evidence is provided on the possibility of entrepreneurship acting as a 'steppingstone' between long-term unemployment and paid work. Yet, significant relationships also emerge between ex-ante time spent in unemployment and the possibility of continued unemployment upon self-employment exit." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Assimilation over the Life Course? The Career Mobility of Second-Generation Turkish Men in Germany (2016)

    Hartmann, Jörg ;

    Zitatform

    Hartmann, Jörg (2016): Assimilation over the Life Course? The Career Mobility of Second-Generation Turkish Men in Germany. In: Zeitschrift für Soziologie, Jg. 45, H. 4, S. 281-297. DOI:10.1515/zfsoz-2015-1016

    Abstract

    "Studien zur Assimilation von Migranten konzentrieren sich überwiegend auf intergenerationale Mobilität. Mobilitätsprozesse über den Erwerbsverlauf können jedoch ebenso zur Assimilation beitragen. Diese Studie untersucht die Arbeitsmarkt- und Einkommensmobilität von Männern der zweiten türkischen Einwanderergeneration und vergleicht sie mit denen autochthoner Deutscher. Die Ergebnisse zeigen, dass Männer der zweiten türkischen Einwanderergeneration zu Beginn ihrer Karriere ein höheres Arbeitslosigkeitsrisiko, eine geringere Chance auf Wiedereintritt in Beschäftigung und eine höhere Einkommensmobilität haben als deutsche Männer. Diese Unterschiede werden vornehmlich durch die geringere Humankapitalausstattung der zweiten türkischen Migrantengeneration verursacht. Über die frühe Erwerbskarriere hinweg gleichen sich die Arbeitslosigkeitsrisiken und die Chancen auf Wiedereintritt in Beschäftigung zwischen beiden Gruppen an. Es kann gezeigt werden, dass die Kumulation anfänglicher Nachteile einen negativen Einfluss auf den Angleichungsprozess für die zweite türkische Einwanderergeneration hat." (Autorenreferat, © De Gruyter)

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