EU-Freizügigkeit und Zuwanderung aus Süd- und Osteuropa
Die Mehrheit der Deutschen hält die Freizügigkeit, also das Recht auf freie Wahl des Wohnortes und Arbeitsplatzes innerhalb der EU, für eine der größten Errungenschaften der Europäischen Union. Neben den Einwanderern können - angesichts von Fachkräftebedarf und alternder Bevölkerung - auch Wirtschaft und Sozialsysteme der Mitgliedstaaten profitieren. Was wissen wir über Größe, Ziele und Zusammensetzung der Wanderungsströme? Wie steht es um Kosten und Nutzen der Erwerbsmigration in den Zielländern?
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Trade Liberalization, Collective Bargaining and Workers: Wages and Working Conditions (2022)
Zitatform
Alvarez, Bastien, Gianluca Orefice & Farid Toubal (2022): Trade Liberalization, Collective Bargaining and Workers: Wages and Working Conditions. (Working paper / CEPII 2022-02), Paris, 76 S.
Abstract
"Using large scale data on Eastern European workers, we show significant and sizable deteriorations of their wages and working conditions in regions that faced large tariff liberalization and strong erosion of collective bargaining over the process of accession to the European Union. Import tariffs liberalization reduces workers' wages. The deterioration of working conditions is mostly driven by increased labor demand due to the improvement of Eastern countries' international market access. The erosion of collective bargaining worsens wages and working conditions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Can labour mobility reduce imbalances in the euro area? (2022)
Berger, Johannes; Strohner, Ludwig;Zitatform
Berger, Johannes & Ludwig Strohner (2022): Can labour mobility reduce imbalances in the euro area? (Research paper / EcoAustria - Institut für Wirtschaftsforschung 20), Wien, 25 S.
Abstract
"Labour market developments in the Euro area diverged significantly since 2008. Economic literature frequently refers to labour mobility as pillar for the functioning of currency areas. Applying the CGE model PuMA, we quantitatively analyse to what extent labour mobility can contribute to reducing imbalances within the Euro area. Our results indicate that it can temporarily reduce unemployment and increase wages in periphery countries at the cost of somewhat higher unemployment in receiving countries. Overall, economic outcomes improve slightly. Although labour mobility has a positive effect on labour market imbalances, it cannot be seen as substitute for structural reforms." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Überbrückungsleistungen für EU-Bürger-/-innen in Deutschland: Instrument sozialer Absicherung oder Migrationskontrolle? (2022)
Zitatform
Bruzelius, Cecilia, Nora Ratzmann & Lea Reiß (2022): Überbrückungsleistungen für EU-Bürger-/-innen in Deutschland: Instrument sozialer Absicherung oder Migrationskontrolle? In: Zeitschrift für Sozialreform, Jg. 68, H. 3/4, S. 237-266. DOI:10.1515/zsr-2022-0010
Abstract
"Der Artikel analysiert die sogenannten Überbrückungsleistungen (nach § 23 Abs. 3 SGB XII), welche in Deutschland lebende mittellose EU-Bürger/-innen, die keinen Rechtsanspruch auf Grundsicherung für Arbeitssuchende oder Sozialhilfe haben, für einen begrenzten Zeitraum als Übergangsgeld erhalten können. Die Leistung soll dieser Personengruppe eine minimale soziale Unterstützung für einen begrenzten Zeitraum, vornehmlich bis zur Ausreise aus Deutschland, bieten. Der Artikel analysiert die Umsetzung dieser Leistungen. Ziel ist ein Abgleich zwischen Intentionen des Gesetzgebers und gelebter Praxis sowie eine Diskussion der sozialpolitischen Folgen für Leistungsbezieher/-innen, die unter anderem durch die Verschränkung von Sozial- und EU-Freizügigkeitsrecht entstehen. Neben einem Überblick über die Gesetzlage und deren politischen Hintergrund gewährt der Artikel daher Einblicke in die Gewährungspraxis und Inanspruchnahme der Leistung. Die Ergebnisse der hierfür durchgeführten qualitativen Erhebung offenbaren unterschiedliche Praktiken und Umsetzungsdefizite, die auf einen Mangel an praktischen Erfahrungen, Rechtsunsicherheiten sowie bürokratische Hürden in der Antragsstellung zurückzuführen sind. Insgesamt kommt der Artikel zu dem Schluss, dass Überbrückungsleistungen, wie bereits im Gesetz angelegt, keine soziale Mindestabsicherung mittelloser EU-Bürger/-innen darstellen, auch wenn sie gelegentlich zur Überbrückung einer finanziellen beziehungsweise sozialen Notlage beitragen. Ferner wird durch die oft restriktive Umsetzungspraxis die Prekarisierung der Zielgruppe verstärkt, sodass Überbrückungsleistungen de facto eine Verschränkung von Sozialleistungsbezug und Migrationssteuerung darstellen und als Instrument der Migrationskontrolle im freizügigen Europa gewertet werden können." (Autorenreferat, IAB-Doku, © De Gruyter)
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Die Westbalkanregelung als Blaupause? Erwerbsmigration fair gestalten und langfristig denken (2022)
Zitatform
Falkenhain, Mariella & Miriam Raab (2022): Die Westbalkanregelung als Blaupause? Erwerbsmigration fair gestalten und langfristig denken. In: IAB-Forum H. 07.12.2022 Nürnberg, 2022-12-05. DOI:10.48720/IAB.FOO.20221207.01
Abstract
"Die Westbalkanregelung hat sich zahlenmäßig zu einem bedeutenden Kanal der Erwerbsmigration aus Drittstaaten entwickelt. Ihre Entfristung und ihre Ausweitung könnten einen wichtigen Beitrag zur Sicherung von Arbeitskräften in Deutschland leisten. Dabei wäre es aber wichtig, die Arbeitsbedingungen und Entwicklungsmöglichkeiten ausländischer Beschäftigter mitzudenken – ganz im Sinne eines fairen und nachhaltigen Einwanderungssystems." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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18 Jahre EU-Osterweiterung: Wo Osteuropäer/innen in Deutschland arbeiten (2022)
Zitatform
Gallegos Torres, Katia, Katrin Sommerfeld & Julia Bartel (2022): 18 Jahre EU-Osterweiterung: Wo Osteuropäer/innen in Deutschland arbeiten. (ZEW-Kurzexpertise 22-03), ZEW - Leibniz Centre for European Economic Research 22 S.
Abstract
"Von 2000 bis 2010 lag der Anteil ausländischer sozialversicherungspflichtig Beschäftigter relativ konstant bei rund 6,5%, danach wuchs er stark an: bis auf 12,9% im Jahr 2020. Infolge der EU- Arbeitnehmerfreizügigkeit 2011 und 2013 hat sich die Zahl an Beschäftigten aus den neuen Mitgliedstaaten in Deutschland mehr als vervierfacht auf rund 1,3 Millionen Beschäftigte im Jahr 2020. Jährlich wuchs die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aus den neuen Mitgliedstaaten im Mittel um rund 107.000 Personen. Während die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung seit der Arbeitnehmerfreizügigkeit stark zunahm, blieben geringfügige Beschäftigung, Entsendungen und Selbstständigkeit auf niedrigem Niveau. Insgesamt zeigte sich eine sehr breite regionale Verteilung des Beschäftigungswachstums von EU-8 und EU-2 Beschäftigten in Deutschland über die Zeit. Die Beschäftigten aus den EU-8 und EU-2 arbeiteten am häufigsten in der Post- und Lagerwirtschaft, Fahrzeugführung und in der Reinigung. Diese Berufsgruppen sind durch niedrige Anforderungen an Sprachkenntnisse oder andere nicht-routine interaktive Aufgaben gekennzeichnet. Die Beschäftigten aus den neuen EU-Ländern arbeiteten im Vergleich zu Deutschen überproportional oft in solchen Berufsgruppen, welche Fachkräfte-Engpässe aufweisen, und tragen damit tendenziell zu einer Entlastung des Arbeitsmarktes bei. Insgesamt ist davon auszugehen, dass die bisherige Zuwanderung nicht ausreicht, um die bestehenden und für die Zukunft erwarteten Fachkräfte-Engpässe zu kompensieren. Aktuell wird diskutiert, die Arbeitsbedingungen in der Altenpflege neu zu regeln, um verlässliche Rahmenbedingungen in bestimmten Beschäftigungsformen zu schaffen, vor allem in der 24- Stunden-Pflege. Um entsprechende Gesetzesänderungen empirisch evaluieren zu können ist es erforderlich, eine geeignete Datenbasis zu schaffen, welche aktuell nicht vorliegt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Monitoring zur Bildungs- und Erwerbsmigration: Erteilung von Aufenthaltstiteln an Drittstaatsangehörige: Jahresbericht 2021 (2022)
Graf, Johannes;Zitatform
Graf, Johannes (2022): Monitoring zur Bildungs- und Erwerbsmigration: Erteilung von Aufenthaltstiteln an Drittstaatsangehörige. Jahresbericht 2021. (Berichtsreihen zu Migration und Integration. Reihe 1: Monitoring zur Bildungs- und Erwerbsmigration Jahresbericht 2021), Nürnberg, 40 S.
Abstract
"Die Bildungs- und Erwerbsmigration nach Deutschland konnte sich im Jahr 2021 etwas von den durch die COVID-19-Pandemie hervorgerufenen Einbrüchen des Vorjahres erholen. Nichtsdestotrotz führten die Beschränkungen der internationalen Mobilität weiterhin zu einer Einschränkung der Einwanderung von Fachkräften. In 2021 wurde an etwa 46.000 Personen erstmalig ein Aufenthaltstitel im Bereich der Bildungsmigration erteilt, die zuvor noch keinen Aufenthaltstitel in Deutschland besessen haben. Im Rahmen der Erwerbsmigration lag die Zahl bei etwa 40.000 Personen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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The impact of EU immigration on labour market outcomes in Germany over the past decade (2022)
Zitatform
Hammer, Luisa & Matthias Sebastian Hertweck (2022): The impact of EU immigration on labour market outcomes in Germany over the past decade. (Research Brief / Deutsche Bundesbank 45 (en)), Frankfurt am Main, 4 S.
Abstract
"Im Vergleich zu früheren Arbeiten zum Zuwanderungsgeschehen in Deutschland während der 1990er-Jahre (zum Beispiel D’Amuri et al., 2010) fallen in der vorliegenden Studie insbesondere die Beschäftigungseffekte der EU-Zuwanderung im vergangenen Jahrzehnt deutlich positiver aus. Dieser Befund ist vermutlich auf das Zusammenspiel zweier Faktoren zurückzuführen: Zum einen ist der deutsche Arbeitsmarkt in den vergangenen 20 Jahren deutlich flexibler geworden. Die Beschäftigungsverhältnisse in den neu entstandenen Wirtschaftszweigen wie der Zeitarbeit werden zwar niedrig entlohnt, bieten Zuwanderinnen und Zuwanderern aber niedrigschwellige Möglichkeiten, erste Erfahrungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu erwerben. Zum anderen förderte die EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit diejenige arbeitsmarktorientierte Zuwanderung, die passgenau auf die Erfordernisse des deutschen Arbeitsmarkts ausgerichtet war. Somit schlossen EU-Zuwanderinnen und Zuwanderer die Lücken, die durch ansässige Arbeitskräfte nur schlecht gefüllt werden konnten. Eine Verdrängung von ansässigen Arbeitskräften fand daher nicht statt. Vielmehr hat der Zuzug von Arbeitskräften aus der EU möglicherweise dazu beigetragen, dass Ansässige leichter neu geschaffene Stellen fanden, die sich in Unternehmen gut mit den relativ niedrig bezahlten Arbeitsplätzen der EU-Zuwanderinnen und Zuwanderer ergänzten." (Textauszug, IAB-Doku)
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The dependency on East-to-West care labour migration in the EU: Addressing inequalities and exploitation (2022)
Zitatform
Katona, Noémi & Elena Zacharenko (2022): The dependency on East-to-West care labour migration in the EU. Addressing inequalities and exploitation. (Discussion paper / Friedrich-Ebert-Stiftung. Büro (Budapest)), Budapest, 12 S.
Abstract
"This discussion paper summarises the most important structural problems that characterise the live-in care market and policymaking at the national level. In addition to better functioning EU-level regulation, adequate and sustainable financing of long-term care and quality care implemented by the state are essential in order to find a long-term solution to meeting the care needs of everyone in the EU." (Text excerpt, IAB-Doku) ((en))
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Diskurse um EU-Binnenmigration aus Süd- und Südosteuropa (2022)
Trubeta, Sevasti;Zitatform
Trubeta, Sevasti (2022): Diskurse um EU-Binnenmigration aus Süd- und Südosteuropa. In: Zeitschrift für Migrationsforschung, Jg. 2, H. 1. DOI:10.48439/zmf.v2i1.143
Abstract
"In den 2010er Jahren standen die wissenschaftlichen, politischen und öffentlichen Diskurse um die EU-Binnenmigration weitgehend im Zeichen von zwei Prozessen: den Auswirkungen der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise seit 2008 in den südeuropäischen Mitgliedstaaten und der Freizügigkeit für Bürger*innen Bulgariens und Rumäniens. Das Interesse dieses Aufsatzes gilt der Verflechtung von wissenschaftlichen, politischen und öffentlichen Diskursen über die EU-Binnenmigration aus Süd- und Südosteuropa und insbesondere jenen, in denen die Begriffe ›neue Migration‹, ›Talentabwanderung‹, ›Prekarität mobiler Arbeitnehmer*innen‹ sowie ›Armutsmigration‹ präsent waren. Der Aufsatz setzt sich mit folgenden Fragen auseinander: Welche sozialen und politischen Deutungs- und Handlungszusammenhänge fließen in die diskursiven Auseinandersetzungen um diese Begriffe ein? Welche Deutungsfiguren über Migrant*innen bzw. mobile Unionsbürger*innen generieren sie?" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Improving the Monitoring of Posted Workers in the EU: Towards an Exhaustive Approach of Employment Statistics (2022)
Wispelaere, Frederic De;Zitatform
Wispelaere, Frederic De (2022): Improving the Monitoring of Posted Workers in the EU. Towards an Exhaustive Approach of Employment Statistics. In: CESifo forum, Jg. 23, H. 3, S. 29-32.
Abstract
"The actual employment in a country at a specific point in time may differ greatly from the figures published in national employment statistics, for the following reasons. First, because there is still too little administrative or survey data available on the inflow and outflow of temporary cross-border labor mobility, including the provision of services abroad. In that respect, steps should be taken to improve the measurement of temporary cross-border labor mobility. Second, several types of temporary labor mobility are excluded when measuring employment in a country. For instance, the inflow and outflow of posted workers is not taken into account. As a result, the real extent of employment in a number of labor-intensive sectors, mainly in Western European Member States, is strongly underestimated." (Text excerpt, IAB-Doku) ((en))
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Germany's recruitment of workers from Turkey, 1960–1973 – Some remarks (2021)
Zitatform
Akgündüz, Ahmet (2021): Germany's recruitment of workers from Turkey, 1960–1973 – Some remarks. In: International Migration, Jg. 59, H. 6, S. 234-237. DOI:10.1111/imig.12933
Abstract
"October 2021 marks the 60th anniversary of the signing of the labour recruitment agreement between Germany and Turkey, and the official start of the labour migration from Turkey. Rather than a single turning point, the agreement of 1961 and the process of labour migration was marked by changes and pivotal moments. On the anniversary of this agreement, this commentary presents a historical overview with a comparative perspective of some basic aspects of the migration movement to Germany, and Europe, in the period of 1960–1973. It sheds light on the initiation and continuation of the recruitment, Turkey's justifications of the migration and its management of the labour flow. In turn, it is impossible to undertake this historical analysis without examining Germany's reason for recruiting Turkish workers and its approach to the Turkish labour inflows. In addition, this overview provides a discussion of the characteristics of the outgoing migrant workers, their provinces of origin, level of skill and gender composition furthering understanding of the different dynamics at play in this labour migration. This overview is not only a valuable as an analysis of a key historical case of temporary or circular migration but also helps to understand the current situation of communities of Turkish origin in Germany and elsewhere in Europe, the cultural and ethnic diversity amongst them, variations in their identity definitions, political orientations and transnational linkages." (Text excerpt, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
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The role of cultural capital in life transitions among young intra-EU movers in Germany (2021)
Zitatform
Aksakal, Mustafa & Kerstin Schmidt (2021): The role of cultural capital in life transitions among young intra-EU movers in Germany. In: Journal of Ethnic and Migration Studies, Jg. 47, H. 8, S. 1848-1865. DOI:10.1080/1369183X.2019.1679416
Abstract
"The concepts of human and cultural capital represent two approaches for analysing the processes related to the accumulation and use of educational resources that are valuable for young movers. Many studies on youth mobility employing these approaches often do not sufficiently consider the existing barriers to cultural capital in different moments of life. This paper aims to scrutinise theses dynamics related to social inequalities in the accumulation of cultural capital (i.e. school to university transitions), and in the use of cultural stocks (i.e. university to work shift) among young intra-EU movers in Germany. Drawing on qualitative data, our empirical discussion shows that informal cultural capital gains are crucial for both types of life transitions but can be particularly challenging for some newcomers. For those who are transitioning from school to university, informal learning is relevant in the acquisition of cultural capital, and among those who are changing to the work life, informal learning is relevant for the adequate use of existing capital stocks during the labour market integration. We conclude that life transitions among young EU movers can involve particular types of risks and (symbolic) barriers, portraying a differentiated picture of social inequalities in the European Union." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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„Die Enkel der Osmanen“ – Ausgrenzung, Diskriminierung und Illegalisierung von „Tagelöhnern“ im Münchner Bahnhofsviertel (2021)
Zitatform
Atanisev, Kaan & Rita Haverkamp (2021): „Die Enkel der Osmanen“ – Ausgrenzung, Diskriminierung und Illegalisierung von „Tagelöhnern“ im Münchner Bahnhofsviertel. In: Soziale Probleme, Jg. 32, H. 1, S. 45-66. DOI:10.1007/s41059-021-00082-5
Abstract
"Im Münchner Bahnhofsviertel gibt es eine „Tagelöhnerbörse“, die viel Unmut unter Anwohnenden und Gewerbetreibenden hervorruft. Die überwiegend aus Bulgarien stammenden „Tagelöhner“ sind dabei vielfältigen Ausgrenzungs- und Diskriminierungserfahrungen ausgesetzt, die zum Teil aus ihrer Angehörigkeit zu einer ethnischen Minderheit resultieren. Bei näherer Betrachtung zeigt sich allerdings, dass ihre ethnische Zugehörigkeit komplexer und vielschichtiger ist, als man auf den ersten Blick erahnt. Im Beitrag steht die Frage nach der Rolle der ethnischen Zugehörigkeit der „Tagelöhner“ im Mittelpunkt, um anhand ethnografischer Feldgespräche und Interviews die Aushandlungsprozesse von Zugehörigkeit im multiethnischen Bahnhofsviertel nachzuzeichnen. Nach einer Beschreibung der „Tagelöhner“ im Münchner Bahnhofsviertel wird die soziokulturelle Lage der ethnischen Minderheiten in Bulgarien dargestellt. Aus der von Uneindeutigkeit charakterisierten Zugehörigkeit der „Tagelöhner“ ergeben sich sowohl Vor- als auch Nachteile im Umgang mit den Gewerbetreibenden und Anwohnenden des Bahnhofsviertels. Abschließend wird die Illegalisierung der „Tagelöhnerbörse“ und deren Auswirkungen auf die Stellung der „Tagelöhner“ diskutiert." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Centaurus Verlag & Media)
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Beware of the “poverty migrant”: media discourses on EU labour migration and the welfare state in Germany and the UK (2021)
Zitatform
Danaj, Sonila & Ines Wagner (2021): Beware of the “poverty migrant”: media discourses on EU labour migration and the welfare state in Germany and the UK. In: Zeitschrift für Sozialreform, Jg. 67, H. 1, S. 1-27. DOI:10.1515/zsr-2021-0001
Abstract
"This article examines the role of the media in the EU freedom of movement debate through the lens of high-circulation German and UK newspapers during the first half of 2014. It explores how the media problematised migration from Eastern European member states and its influence on national host country labour markets and welfare systems. It also analyses how different media outlets positioned themselves in relation to relevant policies or policy proposals. The findings show that most articles in our sample present low-skill, low-wage working European Union (EU) migrant class referred to as “poverty migrants” as a problem to be addressed at the policy level in contrast with the economically self-sufficient migrant with marketable skills. The article contributes to discussions on work, welfare, and mobility in the EU by cross-fertilising the literature on migration policy, freedom of movement, social rights, and the media." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
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Migration and Labor Market Integration in Europe (2021)
Zitatform
Dorn, David & Josef Zweimüller (2021): Migration and Labor Market Integration in Europe. In: The Journal of Economic Perspectives, Jg. 35, H. 2, S. 49-76. DOI:10.1257/jep.35.2.49
Abstract
"The European labor market allows for the border-free mobility of workers across 31 countries that cover most of the continent's population. However, rates of migration across European countries remain considerably lower than interstate migration in the United States, and spatial variation in terms of unemployment or income levels is larger. We document patterns of migration in Europe, which include a sizable migration from east to west in the last twenty years. An analysis of worker-level microdata provides some evidence for an international convergence in wage rates and for modest static gains from migration. We conclude by discussing obstacles to migration that reduce the potential for further labor market integration in Europe." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Cross-border Healthcare in the EU: Welfare Burden or Market Opportunity?: Evidence from the Spanish Experience (2021)
Zitatform
Finotelli, Claudia (2021): Cross-border Healthcare in the EU: Welfare Burden or Market Opportunity? Evidence from the Spanish Experience. In: Journal of Common Market Studies, Jg. 59, H. 6, S. 608-624. DOI:10.1111/jcms.13122
Abstract
"EU citizens' access to social rights has become a contentious issue in the EU in the past decade. This article aims to reverse the North-South perspective on intra-EU mobility and welfare by shifting the research emphasis from the labour-oriented mobility of young Southern Europeans in Northern Europe to the non-labour-motivated mobility of Northern EU citizens in Southern Europe. To do so, this analysis addresses the provision of healthcare assistance regulated by European legislation for European retirees and patients in Spain. The analysis shows that retirement migration has been perceived as a state burden, yet patients' mobility has tended to be seen by the Spanish government as a market opportunity. However, the study also indicates that efforts to deal with these two different types of mobility are embedded in structural constraints that go beyond governments' intentions, which adds a new complexity to the limits of freedom of movement and EU citizenship." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
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New member state workers in Western European labour markets. Are they civically stratified? (2021)
Zitatform
García-Gómez, Jesús, Mikolaj Stanek & Alberto del Rey (2021): New member state workers in Western European labour markets. Are they civically stratified? In: European Societies, Jg. 23, H. 3, S. 360-378. DOI:10.1080/14616696.2020.1817521
Abstract
"This study applies the theory of civic stratification to analyse how the integration of EU-10 and EU-3 immigrants into the labour markets of six European countries – France, Germany, Italy, Spain, Sweden and the United Kingdom – has evolved between 2005 and 2016. Special attention is paid to the effect of the moratoria on the free movement of workers, which lasted between 0 and 7 years. Data from the EU-LFS is used in two mixed effects logistic regression models for each country, using the following dependent variables: having employment and if that employment matches the qualifications of the worker. The interaction between nationality (own-country, EU-10, EU-3 and EU-15) and whether or not a moratoria exists is used to compare the level of labour integration of the EU-10 and EU-3 groups with that of national populations and EU-15 immigrants. Our results show that during the moratoria EU-10 and EU-3 immigrants have had a much lower labour market performance than people with full European citizenship. This gap has decreased drastically, without disappearing in many cases, after the moratoria ended." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Monitoring zur Bildungs- und Erwerbsmigration: Erteilung von Aufenthaltstiteln an Drittstaatsangehörige: Jahresbericht 2020 (2021)
Graf, Johannes;Zitatform
Graf, Johannes (2021): Monitoring zur Bildungs- und Erwerbsmigration: Erteilung von Aufenthaltstiteln an Drittstaatsangehörige. Jahresbericht 2020. (Berichtsreihen zu Migration und Integration. Reihe 1: Monitoring zur Bildungs- und Erwerbsmigration Jahresbericht 2020), Nürnberg, 42 S.
Abstract
"Seit Inkrafttreten des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes im März 2020 wurden bis zum Jahresende 2020 an über 35.000 Personen Aufenthaltstitel im Bereich der Bildungsmigration erstmals erteilt. Im Rahmen der Erwerbsmigration lag die Zahl sogar bei über 70.000 Personen. Der Anteil an Personen ohne vorherigen Aufenthaltstitel lag für die Bildungsmigration bei etwa zwei Dritteln und für befristete Titel der Erwerbsmigration bei knapp der Hälfte. Trotz pandemiebedingter Einschränkungen konnte damit eine nicht unerhebliche Zahl an Erteilungen an Neuzugewanderte im Rahmen der neuen gesetzlichen Regelungen realisiert werden. Für die Bildungsmigration entfiel die deutliche Mehrheit der Personen mit Ersterteilung im Berichtszeitraum auf Studierende, für die Erwerbsmigration waren die Blaue Karte EU und die sogenannte Westbalkanregelung von besonderer Bedeutung. Aber auch die neu eingeführten Titel für akademische und nicht-akademische Fachkräfte konnten sich etablieren. Indien und China waren die quantitativ bedeutsamsten Länder für die Bildungsmigration in 2020, speziell im akademischen Bereich. Für die Erwerbsmigration lagen Indien sowie Bosnien und Herzegowina an der Spitze. Während die Zahl der in Deutschland aufhältigen Bildungsmigrantinnen und -migranten l" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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How immigration affects investment and productivity in host and home countries: Immigration may boost foreign direct investment, productivity, and housing investment (2021)
Zitatform
Grossmann, Volker (2021): How immigration affects investment and productivity in host and home countries. Immigration may boost foreign direct investment, productivity, and housing investment. (IZA world of labor 292), Bonn, 11 S. DOI:10.15185/izawol.292.v2
Abstract
"Die Zuwanderung hochqualifizierter Arbeitskräfte zieht ausländische Direktinvestitionen an, hilft Unternehmen, Investitionsmöglichkeiten im Ausland zu finden und erhöht das Pro-Kopf-Einkommen durch Produktivitätssteigerungen. Trotz der Auslösung von Wohnungsbauinvestitionen steigen allerdings die Wohnkosten – mit unerwünschten Einkommensverteilungseffekten. Ebenso können Brain-Drain-Effekte nachteilig wirken. Politisch sinnvoll ist deshalb die Kombination einer selektiven, auf Hochqualifizierte gerichteten Zuwanderungspolitik mit Umverteilungsmaßnahmen zugunsten einkommensschwacher Haushalte und Ausgleichshilfen für Herkunftsländer, die hochqualifizierte Arbeitskräfte verlieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Does Free Movement of Workers Boost Immigrant Employment? New Evidence from Germany (2021)
Zitatform
Kosyakova, Yuliya & Herbert Brücker (2021): Does Free Movement of Workers Boost Immigrant Employment? New Evidence from Germany. In: Migration Studies, Jg. 9, H. 4, S. 1734-1762., 2021-10-01. DOI:10.1093/migration/mnab047
Abstract
"Extending free movement of workers (FMW) to the new Member States from Central and Eastern Europe was one of the most controversial political decisions in the history of the European Union. In this article, we study how the introduction of FMW affected immigrants’ labor market integration in Germany. Using data from the IAB-SOEP Migration Sample, we show that the introduction of FMW was associated with a higher influx of skilled workers. Moreover, FMW has increased the probability of labor market entry within one year after arrival by 12 percentage points. Correspondingly, FMW improved welfare not only by increasing the scale of migration but also by raising immigrants’ skill level and reducing the time before entry into the labor market. Our findings thus yield new insights on the beneficial effects of FMW on labor market integration of immigrants in the Common Market." (Author's abstract, © 2021 Oxford University Press) ((en))
