Übergänge in Ausbildung und Beschäftigung
Wer einen Ausbildungsplatz sucht, braucht einen möglichst guten Schulabschluss. Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist wiederum ein entscheidender Faktor für die dauerhafte Integration in den Arbeitsmarkt und in die Gesellschaft. Viele Jugendliche scheitern jedoch an den beiden Hürden Schulabschluss und Ausbildungsplatzsuche. Neben leistungsschwächeren Jugendlichen sind vor allem sozial Benachteiligte betroffen. Dieses Themendossier präsentiert mit Hinweisen auf Forschungsprojekte sowie weiteren relevanten Internetquellen wissenschaftliche Befunde und Diskussionen zur Übergangsproblematik an der 1. und 2. Schwelle sowie politischen Förderstrategien zur Verbesserung der Einmündung in Ausbildung und Beschäftigung.
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Themendossier Schul- und Ausbildungsabbruch.
Themendossier Ausbildungsstellenmarkt.
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Literaturhinweis
The untapped potential of disadvantaged young people for apprenticeships in skilled trades (2025)
Hasler, Patrizia;Zitatform
Hasler, Patrizia (2025): The untapped potential of disadvantaged young people for apprenticeships in skilled trades. (ILO working paper / International Labour Organization 137), Geneva, 27 S. DOI:10.54394/pqro8797
Abstract
"Skills development through quality apprenticeships can help young people make a successful transition from school to adulthood with sustainable, satisfying and rewarding employment. But even in Switzerland, which has a very strong standardized apprenticeship system with a good reputation, there is still an average dropout rate of about 20 per cent over the last two decades. This paper seeks to identify the influencing factors of quality apprenticeships and elaborates possible reasons why young people in low-reputation apprenticeships drop out more often than those in popular professions. Two studies conducted by the author with apprentices in the vocational fields of construction and media design serve as the scientific basis. The first study – in the field of media design, a popular field for vocational training – found that the pedagogical and didactic skills of the trainer, in particular the positive handling of errors, trust, honest and direct feedback, as well as the variability of tasks and the relationship with work colleagues, have a significant influence on training satisfaction. It was also found that the important influencing factors of competence growth in the workplace are not the same as those that significantly influence the grades at school The second study – in the field of construction, a vocational training track with low reputation – compared apprentices who terminated their apprenticeship contractwith a control group of non-terminators in order to determine the factors influencing the probability of apprenticeship contract termination. Wrong career choice and unfavourable working and training conditions significantly increase the probability of aborting the apprenticeship. This paper goes one step further and combines the results of the two studies with two sociological theoretical concepts, the concept of “social reproduction” and the concept of different “life worlds” taken from SINUS Institute studies; these sociological concepts explain why young people from families with a low socio-economic background belong to the target group of disadvantaged young people but match very well with skilled trades when their specific needs are addressed. For this reason, the author concludes by providing concrete recommendations for policymakers, employers’ associations and trade unions to leverage the untapped potential of disadvantaged young people in order to address the shortage of skilled workers in skilled trades. Social justice demands long-term investment in this disadvantaged group of young people as they deserve not to be left behind. Their human capital is valuable for economic growth as well as for societal and individual prosperity." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Obwohl Fachkräfte fehlen, haben immer mehr junge Menschen keine Ausbildung (2025)
Zitatform
Hellwagner, Timon, Doris Söhnlein, Enzo Weber & Yasemin Yilmaz (2025): Obwohl Fachkräfte fehlen, haben immer mehr junge Menschen keine Ausbildung. In: IAB-Forum H. 24.04.2025, 2025-04-22. DOI:10.48720/IAB.FOO.20250424.01
Abstract
"Arbeitskräfte sind in Deutschland seit Jahren immer knapper geworden, in vielen Branchen sind insbesondere Engpässe bei den Fachkräften spürbar. Gleichzeitig zeigen aktuelle Daten des IAB, dass immer mehr junge Erwerbspersonen über keine Berufsausbildung verfügen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Mittelfristig hat die Berufseinstiegsbegleitung einen positiven Einfluss auf Beschäftigung und Verdienst (2025)
Zitatform
Heß, Pascal & Lukas Wilzek (2025): Mittelfristig hat die Berufseinstiegsbegleitung einen positiven Einfluss auf Beschäftigung und Verdienst. In: IAB-Forum H. 02.06.2025, 2025-06-01. DOI:10.48720/IAB.FOO.20250602.01
Abstract
"Die Berufseinstiegsbegleitung steht auf dem Prüfstand. Mehrere Bundesländer sehen ihre Fortführung skeptisch oder führen aktuell Evaluationen durch. Verbände und Bildungsträger fordern eine Weiterführung des Programms, um sozial benachteiligte Jugendliche beim Übergang in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu unterstützen. Die vorliegende IAB-Studie zeigt, dass ehemalige Teilnehmer*innen zu Beginn ihres Berufslebens häufiger in einem Beschäftigungsverhältnis stehen und mehr verdienen als Personen einer Vergleichsgruppe." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Der Nutzen der Jugendberufshilfe am Beispiel der außerbetrieblichen Berufsausbildung (2025)
Zitatform
Jepkens, Katja (2025): Der Nutzen der Jugendberufshilfe am Beispiel der außerbetrieblichen Berufsausbildung. In: Sozialmagazin H. 7/8, S. 60-66. DOI:10.3262/SM2508060
Abstract
"In der Jugendberufshilfe finden Fachkräfte besonders schwierige Rahmenbedingungen für die Umsetzung lebensweltorientierter Sozialer Arbeit vor: Das sozialpolitische Ziel der Herstellung von Beschäftigungsfähigkeit markiert ihren Auftrag und setzt ihr Grenzen. Der Beitrag fragt, wie junge Menschen in der Jugendberufshilfe dennoch Hilfreiches aus der sozialpädagogischen Unterstützung ziehen können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Verbesserung der Beratungsqualität im Übergang Schule – Beruf: Fortschritte und (neue) Herausforderungen (2025)
Koch, Dörthe; Liesenfeld, Joachim;Zitatform
Koch, Dörthe & Joachim Liesenfeld (2025): Verbesserung der Beratungsqualität im Übergang Schule – Beruf: Fortschritte und (neue) Herausforderungen. In: nfb kurzgefasst H. 2.
Abstract
"Beratung im Übergang Schule – Beruf steht in einem engen Verhältnis zur Berufsorientierung auf schulischer Ebene. Professionelle Berufliche Orientierung basiert mittlerweile auf einem System an Standardelementen mit der Gewähr für alle Schülerinnen und Schüler (unabhängig von Schulform und Wohnort), und nutzt insbesondere die Wirkung von Praxiserfahrungen mithilfe von Berufsfelderkundungen und betrieblichen Praktika. Um entsprechende qualitativ hochwertige Angebote für Schüler*innen zu ermöglichen, bedarf es der Mitwirkung und der dezentralen Koordinierung der Beteiligten: Kommunen, Schulen, Kammern, Verbände, Unternehmen, Berufsberatung der Arbeitsagenturen und weiterer Beratungseinrichtungen. Es gilt, die Berufliche Orientierung als gemeinschaftliche Aufgabe zu verstehen und den Übergang des jungen Menschen in den Beruf im Netzwerk koordiniert zu begleiten (Verantwortungskette). In Nordrhein-Westfalen ist ein solches System der Berufsorientierung und der koordinierten Übergangsbegleitung im Rahmen der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) mithilfe der Kommunalen Koordinierung in den letzten 15 Jahren Schritt für Schritt auf- und ausgebaut worden. Junge Menschen schöpfen ihre Berufswahlkompetenz und Orientierung aus möglichst vielfältigen und authentischen Erfahrungen in der Arbeitswelt. Da der Übergang aber sozial vulnerabel ist und die gegenwärtige Generation darüber hinaus unter vielen Verunsicherungen (Covid-19-Pandemie, Krieg gegen die Ukraine, Klimakrise, gesellschaftlicher Wandel) herangewachsen ist, bedarf ein Teil der jungen Menschen einer engen persönlichen Begleitung und Beratung durch Coaches. Dies gilt umso mehr für die Jugendlichen, die durch ihre Eltern weniger unterstützt werden können. Die Verbesserung der Beratungsqualität für junge Menschen im Übergang basiert auf kontinuierlichen Innovationen. Solche Innovationen werden auf der fachlich-konzeptionellen Ebene entwickelt, sind jedoch stets auch auf Organisations- und Prozessinnovationen angewiesen, für die Promotoren vor Ort benötigt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Career readiness in Madrid, Spain: Insights from a survey of young adults (19-26) (2025)
Mann, Anthony; Diaz, Jonathan; Posada, Sara Zapata;Zitatform
Mann, Anthony, Jonathan Diaz & Sara Zapata Posada (2025): Career readiness in Madrid, Spain. Insights from a survey of young adults (19-26). (OECD education working papers 331), Paris, 230 S. DOI:10.1787/73cdc17d-en
Abstract
"This paper reports the results of a survey of young adults aged 19-26 who were educated in the Community of Madrid, Spain. The study asks users of career guidance systems within secondary education to share perspectives on their usefulness from the vantage point of the labour market participation. The study finds that overwhelmingly respondents who participated in career development activities as teenagers found them to be useful to their post-secondary transitions with many stating that they were very useful. They wished however that they had received more support from their schools, especially with regard to practical activities related to integration into the working world. Analysis finds many strong relationships between participation in career development and the quality of transitions. It is less likely for young adults who engaged more deeply in career development as teenagers to report that they were Not in Education, Employment or Training (NEET) at the time of the survey and they expressed more positive attitudes about their transitions and the value of the support received from their schools." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
The Moderating Effect of Firm‐Specificity on the Impact of Unemployment on the Demand for Apprentices: Evidence From Switzerland During <scp>COVID19</scp> (2025)
Zitatform
Morlet, Guillaume M. A. & Thomas Bolli (2025): The Moderating Effect of Firm‐Specificity on the Impact of Unemployment on the Demand for Apprentices: Evidence From Switzerland During
COVID19 . In: Labour, Jg. 39, H. 4, S. 325-346. DOI:10.1111/labr.70000Abstract
"This paper evaluates how firm-specificity of apprenticeship training, equivalently firm-specificity, moderates the response of the demand for apprentices to the unemployment rate. We first present a simplified conceptual framework to illustrate mechanisms through which this moderating effect could occur. We then empirically analyse the impact of unemployment on the demand for apprentices, and the abovementioned moderating effect. Using Poisson pseudo maximum likelihood methodology, we exploit monthly variation in the unemployment rate within sectors and cantons. We find that the unemployment rate is insignificantly associated with the demand for apprentices overall during the COVID19 period in Switzerland. We subsequently use a firm-level survey conducted before COVID19 to construct three measures of firm-specificity. Using each measure, firm-specificity significantly moderates the effect of the unemployment rate on the demand for apprentices. A rise in the unemployment rate statistically and economically significantly reduces the demand for apprentices for firms imparting less firm-specific training. On the other hand, a rise in the unemployment rate statistically and economically insignificantly affects the demand for apprentices within firms imparting more firm-specific training. Our results are robust to the use of multiple measures of firm-specificity and to the inclusion of controls capturing exposure to the pandemic and its economic support measures." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Die Adressat:innenperspektive in Netzwerken der Berufsorientierung und Jugendhilfe (2025)
Reiche, Claudia; Gumz, Heike; Beetz, Stephan; Schametat, Jan; Engel, Alexandra;Zitatform
Reiche, Claudia, Heike Gumz, Stephan Beetz, Alexandra Engel & Jan Schametat (2025): Die Adressat:innenperspektive in Netzwerken der Berufsorientierung und Jugendhilfe. In: Soziale Arbeit, Jg. 74, H. 11, S. 420-426. DOI:10.5771/0490-1606-2025-11-420
Abstract
"Der Artikel untersucht die Bedeutung von Netzwerkstrukturen für den Übergang von der Schule in den Beruf mit Fokus auf peripherisierte Regionen. Analysiert wurden Eigenlogiken und Verknüpfungen von Netzwerken der Berufsorientierung und Jugendhilfe, insbesondere hinsichtlich der Adressat:innenperspektive. Die Studie zeigt Spannungsfelder zwischen den Bedarfen der Jugendlichen, regionalen ökonomischen Interessen und fachlicher Expertise sowie eine nur schwache Zusammenarbeit zwischen den Netzwerken." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen)
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Literaturhinweis
Skilled Transitions: Digital Training Programmes as Active Labour Market Strategies in Rural Portugal (2025)
Zitatform
Ribeiro, Ana Sofia, Leonor Bettencourt, Isabel Roque & João Carlos Sousa (2025): Skilled Transitions: Digital Training Programmes as Active Labour Market Strategies in Rural Portugal. In: Social Inclusion, Jg. 13. DOI:10.17645/si.10129
Abstract
"The transition from school to work in rural areas presents distinct challenges compared to urban environments, shaped by constraints on spatial mobility, limited employment opportunities, insufficient training provision, and cultural expectations, particularly concerning gender roles. The Covid-19 pandemic and the expansion of remote work initially appeared to mitigate some of these barriers for digitally literate individuals with access to adequate infrastructure. However, many young people in rural areas lack the necessary digital skills and reliable internet connectivity to engage in remote employment, rendering digitalization a potential obstacle rather than a facilitator of labor market integration. As a broader socio-economic process, digitalization has the potential to expand employment and training opportunities for young people. The pandemic accelerated the adoption of digital tools by public employment services, requiring significant adaptation by both service providers and users. In response, the Portuguese government has implemented a strategic framework encompassing training programs and internships aimed at unemployed individuals with at least the minimum level of mandatory education. Despite the benefits of digitalized services, rural NEETs (persons not in employment, education, or training) frequently require more personalized, in-person support to navigate labor market barriers effectively. This study adopts a comparative approach to examine two active employment programmes targeting unemployed young adults in rural Portugal: one centered on remote digital training and the other on digital upskilling through internships. Through document analysis and semi-structured interviews with public employment services technicians, mentors, and NEETs aged 25–30, the findings underscore the relevance of these interventions, particularly for highly educated NEETs experiencing skills mismatches." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Neue Online-Panelbefragung des IAB zur beruflichen Zukunft von Jugendlichen: BeYou setzt kurz vor dem Schulabschluss an (Interview) (2025)
Zitatform
Schludi, Martin; Silke Anger, Bernd Fitzenberger & Anna Heusler (interviewte Person) (2025): Neue Online-Panelbefragung des IAB zur beruflichen Zukunft von Jugendlichen: BeYou setzt kurz vor dem Schulabschluss an (Interview). In: IAB-Forum H. 12.11.2025. DOI:10.48720/IAB.FOO.20251112.02
Abstract
"Mit „BeYou - Berufswahl und Du“ hat das IAB eine neue Längsschnittbefragung von Jugendlichen aufgesetzt. Damit soll eine Datenbasis aufgebaut werden, mit der sich die Wirkung der Berufsorientierung langfristig untersuchen lässt. Die Redaktion des IAB-Forum hat bei Silke Anger, Bernd Fitzenberger und Anna Heusler nachgefragt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Governing sustainable school to work transitions: Can Germany learn from Denmark? (2025)
Zitatform
Schmid, Günther & Janine Leschke (2025): Governing sustainable school to work transitions: Can Germany learn from Denmark? (WZB discussion paper : Emeriti EME 2025-002), Berlin, 63 S.
Abstract
"In international comparison, dual systems of vocational education and training are often considered to be more successful than school-based systems for managing sustainable transitions from school to work. This assessment is particularly valid for Switzerland, while the German dual system has increasingly come under criticism since the Covid-19 pandemic, especially with regard to the declining attractiveness of its vocational tracks. The comparative focus is rarely put on Denmark with its promising mix of both principles. A comparison of the two countries therefore seems appealing. The study starts by developing the theoretical framework of transitional labor markets: normatively, it stresses professional sovereignty against labor market fitness, while analytically, it emphasises fair risk and balanced power sharing as principles of good governance. It then considers the actors, regulations, transition paths, current developments and problems of the two countries, enriched with descriptive statistics. Germany can learn from Denmark, especially regarding early career orientation in school, income security that encourages risk-taking during the complex transition process, the continuous updating and modularization of curricula, and adaptive cooperation between schools, companies, social partners and municipalities. The weaknesses of the Danish system, however, provide also lessons, especially the erosion of the attractiveness of vocational education and training. Reform options for Germany conclude the study." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Young People as Actors in Their Occupational Careers: Effective Strategies to Increase the Chances of Entering an Attractive VET Program After Leaving a General Education School in Germany (2025)
Zitatform
Schuchart, Claudia & Benjamin Schimke (2025): Young People as Actors in Their Occupational Careers: Effective Strategies to Increase the Chances of Entering an Attractive VET Program After Leaving a General Education School in Germany. In: International Journal of Training and Development, Jg. 29, H. 2, S. 176-195. DOI:10.1111/ijtd.12353
Abstract
"This article focuses on the question of what strategies general education graduates can use to improve their chances of entering an attractive vocational education and training (VET) program in Germany. We look, in particular, at grades in the school-leaving certificate and the additional acquisition of a higher qualification at a vocational school. By using a vignette study, we focus on the selection by companies that offer training. Our results show that excellent grades in the school-leaving certificate of graduates with only an intermediate school-leaving qualification or an entrance qualification for a university of applied sciences improve their chances of entering a VET Program in comparison to more highly qualified competitors with very poor grades. One far more effective way is to upgrade their qualification at a vocational school in combination with professional knowledge relevant to the field of the desired VET program. In particular, this protects graduates with an intermediate school-leaving qualification from a devaluation of their qualification when applying for a VET program with a high proportion of applicants who have a university entrance qualification. However, there is a negative effect on their chances if they upgrade their qualification in a vocational field that is not relevant to the desired VET program. This indicates the importance of career counselling at schools." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Tarifliche Ausbildungsvergütungen 2024: Höchster jemals gemessener Anstieg des gesamtdeutschen Durchschnitts (2025)
Zitatform
Schönfeld, Gudrun & Felix Wenzelmann (2025): Tarifliche Ausbildungsvergütungen 2024: Höchster jemals gemessener Anstieg des gesamtdeutschen Durchschnitts. (BIBB Fachbeiträge zur beruflichen Bildung / Bundesinstitut für Berufsbildung), Leverkusen, 32 S.
Abstract
"Trotz schwieriger ökonomischer Rahmenbedingungen und einer wirtschaftlichen Stagnation erhöhten sich die tariflichen Ausbildungsvergütungen in diesem Jahr mit 6,3 Prozent so stark wie noch nie, seit 1992 erstmals Daten für das gesamte Bundesgebiet Daten vorlagen. Ausschlaggebend für die hohen Tarifabschlüsse für Auszubildende dürften die hohen Inflationsraten in den Jahren 2022 und 2023 gewesen sein, die sich in Reallohnverlusten niederschlugen. Da die Tarifpartner auf wirtschaftliche Entwicklungen meist erst mit einer gewissen Zeitverzögerung reagieren können, gab es trotz geringerer Inflationsraten auch in 2024 Tarifvereinbarungen mit hohen Vergütungssteigerungen. Der starke Anstieg der tariflichen Ausbildungsvergütungen hat aber im Durchschnitt noch nicht ausgereicht, um die Reallohnverluste der vergangenen Jahre vollständig auszugleichen. In einigen Branchen wurden für Auszubildende im Vergleich zu den Löhnen überdurchschnittliche Erhöhungen vereinbart, um so den Jugendlichen ein attraktives Ausbildungsangebot zu bieten. Auch der im November 2024 vereinbarte neue Tarifabschluss für die Metall- und Elektroindustrie folgt dieser Linie und sieht für Auszubildende einen hohen Festbetrag für alle Ausbildungsjahre von 140 Euro vor. Ob bei weiterhin eher trüben Konjunkturaussichten auch andere Branchen diesen Weg beschreiten, um dem Fachkräftemangel durch Ausbildung zu begegnen, werden die nächsten Monate zeigen. Die durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung lag 2024 bei 1.133 Euro pro Monat. 60 Prozent der Auszubildenden erhielten eine Ausbildungsvergütung von mehr als 1.100 Euro, 26 Prozent mehr als 1.250 Euro und lediglich 14 Prozent verfügten im Durchschnitt über höchstens 950 Euro. 2024 waren die tariflichen Ausbildungsvergütungen in Ostund Westdeutschland zum ersten Mal, seitdem Daten für beide Landesteile vorlagen, in etwa auf dem gleichen Niveau. Mit 14 zu elf Prozent waren westdeutsche Auszubildende dabei in der Gruppe mit niedrigen Vergütungen von höchstens 950 Euro etwas häufiger vertreten als ostdeutsche Auszubildende. Dies hängt damit zusammen, dass es in einigen Tarifbereichen mit eher geringen tariflichen Ausbildungsvergütungen wie dem Friseurhandwerk in Ostdeutschland derzeit keine Tarifvereinbarungen gibt. Die Anteile der Auszubildenden mit Vergütungen oberhalb von 1.100 Euro waren mit 59 Prozent im Westen und 58 Prozent im Osten fast gleich hoch. Zu berücksichtigen ist, dass nur ein Teil der Auszubildenden in einem tarifgebundenen Betrieb lernt und somit in die entsprechenden Tarifvereinbarungen in dessen Branche und Region eingebunden ist. Für einige Branchen gibt es keine Tarifvereinbarungen, in anderen Branchen nur in einem Teil der Regionen. Insgesamt galt 202332 für 24 Prozent der Betriebe ein Branchen- oder Firmentarifvertrag; etwa die Hälfte der Beschäftigten arbeitete in diesen Betrieben. In Ostdeutschland ist die Tarifbindung niedriger als in Westdeutschland. In Ostdeutschland fielen daher nur rund 44 Prozent der Beschäftigten unter einen Branchen- oder Firmentarifvertrag, in Westdeutschland 51 Prozent (vgl. Hohendanner/Kohaut 2024). Auch Auszubildende in nicht tarifgebundenen Betrieben profitieren indirekt von Tarifvereinbarungen zu Ausbildungsvergütungen, da nach dem Berufsbildungsgesetz die Tarifvergütungen als Orientierung für eine angemessene Vergütung dienen (vgl. § 17 BBiG bzw. Kapitel 3)." (Textauszug, IAB-Doku, © BIBB)
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Literaturhinweis
Regionale Ausbildungsmärkte: Höheres Lehrstellenangebot ist verknüpft mit niedrigerer Jugendarbeitslosigkeit (2025)
Zitatform
Seibert, Holger (2025): Regionale Ausbildungsmärkte: Höheres Lehrstellenangebot ist verknüpft mit niedrigerer Jugendarbeitslosigkeit. (IAB-Kurzbericht 05/2025), Nürnberg, 8 S. DOI:10.48720/IAB.KB.2505
Abstract
"Die Jugendarbeitslosigkeit ist in Deutschland über einen langen Zeitraum hinweg gesunken. Seit 2022 steigt sie jedoch wieder kräftig. Besonders Jugendliche ohne beruflichen Abschluss haben es schwer, Arbeit zu finden. In diesem Kurzbericht wird beleuchtet, mit welchen Faktoren die Höhe der regionalen Arbeitslosigkeit von Jugendlichen ohne Abschluss zusammenhängt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
- Einflussfaktoren auf die Höhe der regionalen Jugendarbeitslosenquoten ohne und mit abgeschlossener beruflicher Ausbildung, 2016 bis 2023
- Betriebliches Ausbildungsplatzangebot und spezifische Arbeitslosenquote von Jugendlichen ohne Berufsabschluss nach Agenturbezirken der Bundesagentur für Arbeit, 2023
- Jugendarbeitslosigkeit
- Entwicklung zentraler Indikatoren zum Ausbildungsmarkt
- Jugendarbeitslosenquote und spezifische Arbeitslosenquoten von Jugendlichen ohne und mit abgeschlossener Berufsausbildung
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Literaturhinweis
Ländlicher Raum: Unbesetzte Lehrstellen verschärfen Fachkräfteengpässe (2025)
Tiedemann, Jurek; Herzer, Philip;Zitatform
Tiedemann, Jurek & Philip Herzer (2025): Ländlicher Raum: Unbesetzte Lehrstellen verschärfen Fachkräfteengpässe. (KOFA kompakt / Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung 2025,11), Köln, 7 S.
Abstract
"Der Ausbildungsmarkt im ländlichen Raum steht unter Druck: Mit 73 gemeldeten Bewerber:innen auf 100 gemeldete Ausbildungsplätze gibt es mehr gemeldete Ausbildungsplätze als Bewerber:innen. In städtischen Regionen kommen immerhin 91 Bewerber: innen auf 100 gemeldete Stellen. Damit spiegelt der Ausbildungsmarkt auch die angespannte Fachkräftesituation wider, die im ländlichen Raum deutlich angespannter ist. Wenn Unternehmen nicht in ausreichender Zahl Fachkräftenachwuchs ausbilden können, wird sich die Fachkräftesituation weiter zuspitzen. Je ländlicher eine Region, desto höher der Anteil unbesetzter Ausbildungsstellen. In dünn besiedelten ländlichen Regionen blieb 2024 jede siebte (15,1 Prozent) der knapp 62.000 gemeldeten Ausbildungsstellen unbesetzt. Gleichzeitig blieben dort 12,5 Prozent der Bewerber:innen unversorgt – weniger als in städtischen und städtisch geprägten Regionen mit 19,5 bzw. 14,9 Prozent. Unversorgte Bewerber:innen aus Städten haben also teils bessere Chancen, eine Stelle in ländlichen Regionen zu finden. Damit das gelingt, sollten sie über die Vorteile einer Ausbildung in ländlichen Regionen informiert werden. Unternehmen aus ländlichen Regionen sollten auch in Städten für sich werben. Mobilitäts- und Wohnangebote für Azubis können zudem dazu beitragen, räumliche Hürden zu überwinden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Socio‐Economic and Gender Differences in Post‐Secondary Pathways in the UK, Germany, and Australia (2025)
Zitatform
Tomaszewski, Wojtek, Hans Dietrich, Golo Henseke, Ning Xiang & Ingrid Schoon (2025): Socio‐Economic and Gender Differences in Post‐Secondary Pathways in the UK, Germany, and Australia. In: Social Inclusion, Jg. 13, 2025-02-10. DOI:10.17645/si.9601
Abstract
"This study investigates variations in school‐to‐work transitions (SWTs) by socio‐economic status (SES), gender, and socio‐cultural context. Leveraging data from three nationally representative longitudinal panel studies, we compare the experiences of young people coming of age in the 21st century (2011 to 2023) in the United Kingdom, Germany, and Australia. We examine the role of different support systems that scaffold the SWT process along various post‐secondary pathways, including university, further education/vocational training, and employment tracks, with a particular focus on variations by parental education and gender. Utilizing longitudinal data from the Understanding Society Panel in the UK (N = 15,692 observations), the German Socio‐Economic Panel (GSOEP; N = 5,464), and the Household, Income and Labour Dynamics in Australia (HILDA) Survey (N = 5,759), we track synthetic cohorts born between 1993 and 1995 from ages 18 to 27 in the three countries. We employ linear probability models to conduct a cross‐national comparative analysis, identifying variations in post‐secondary pathways across the three country contexts. The choice of countries is motivated by their shared status as developed economies with distinct features in their SWT systems—contrasting the neoliberal deregulatory frameworks of Britain and Australia with Germany’s employment‐focused dual system. The findings reveal significant effects of parental education on post‐secondary transitions, as well as the differing roles of gender across various educational policy contexts. These results underscore the complexity of SWT when considered in different national settings. The insights generated by this analysis highlight the importance of dedicated policies to support low‐SES youth and promote gender equality in education and employment outcomes." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Wohnraumversorgung und Wohnraumbedarfe von Studierenden und Auszubildenden (2025)
Voigtländer, Michael; Sagner, Pekka; Deschermeier, Philipp; Henger, Ralph; Oberst, Christian;Zitatform
Voigtländer, Michael, Philipp Deschermeier, Ralph Henger, Christian Oberst & Pekka Sagner (2025): Wohnraumversorgung und Wohnraumbedarfe von Studierenden und Auszubildenden. (BBSR-Online-Publikation / Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung 2025,46), Bonn, 153 S. DOI:10.58007/te07-d142
Abstract
"Die vorliegende Studie gibt einen ganzheitlichen Überblick über die Wohnraumversorgung sowie die damit verbundenen Wohnraumbedarfe von Studierenden und Auszubildenden. Auf Basis von z. B. Datenanalysen, fünf Expertenworkshops und zwei Befragungen unter 2.386 Auszubildenden und Studierenden und 286 Anbietern und Trägern von Wohnheimen wurden aktuelle und belastbare Informationen sowohl auf der Anbieter-, als auch auf der Nachfrageseite gewonnen. Derzeit stehen rund 20.000 Wohnheimplätze für Auszubildende und etwa 241.000 öffentlich geförderte Wohnheimplätze für Studierende zur Verfügung. Hinzukommen noch alternative Angebote im Bereich des Micro Livings und des Wohnens für Mitarbeitende sowie auf dem freien Wohnungsmarkt. Die Analysen in der vorliegenden Studie verdeutlichen, dass die Versorgungssituation bei Auszubildenden und Studierenden nicht ausreichend ist und sowohl aktuell als auch zukünftig Versorgungslücken bestehen. Abschließend zeigt die Studie Ansätze für eine angemessene und bedarfsgerechte Wohnraumversorgung von Auszubildenden und Studierenden auf. Hierzu zählen neben dem Neubau und der Modernisierung von Wohnheimplätzen auch z. B. die Gründung von Auszubildendenwerken oder Kooperationen von Arbeitgebern zur Bereitstellung von Wohnraum für junge Mitarbeitende." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Übergänge Schule – Beruf in einem sich wandelnden Umfeld (2025)
Wieland, Clemens;Zitatform
Wieland, Clemens (2025): Übergänge Schule – Beruf in einem sich wandelnden Umfeld. In: nfb kurzgefasst H. 2.
Abstract
"Im vorliegenden Beitrag wird vor allem auf Basis von Befragungsergebnissen der Frage nachgegangen, wie es um die Rolle von Beratung am Übergang Schule – Beruf bestellt ist. Die Rückmeldungen aus einer Befragung von Fachkräften im Übergangssektor machen deutlich, dass die Fachkräfte eine bessere personelle Ausstattung am höchsten priorisieren. Insgesamt zeigt sich der Wunsch nach Maßnahmen und Projekten im Übergangssektor, die so konzipiert und ausgestaltet sind, dass ein möglichst großer Spielraum für individuelle Begleitung bleibt. In Jugendbefragungen wird deutlich: Junge Menschen brauchen insgesamt mehr Beratung und Unterstützung bei der beruflichen Orientierung und bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Dabei geht es nicht um mehr Informationen, sondern um persönliche, individuelle Beratung und Begleitung. Eine Schlüsselposition am Übergang nehmen die Jugendberufsagenturen (JBA) ein. Durch ihr Angebot „aus einer Hand“ können sie eine wichtige Rolle in der Orientierung übernehmen. Als zentrale Herausforderung für JBA zeigt sich, dass alle an der Umsetzung beteiligten Akteure ein gemeinsames Verständnis ihrer Zusammenarbeit entwickeln müssen. Die vorgestellten Befragungsergebnisse zeigen die enorme Bedeutung, die Beratung im Kontext von Bildung, Beruf und Beschäftigung in der heutigen Zeit zukommt. In diesem Sinne sind die in dem nfbPositionspapier aufgestellten Forderungen noch immer aktuell – nicht, weil sie nicht umgesetzt wurden, sondern vor allem, weil sich die Rahmenbedingungen so rasant verändern. Gefragt ist daher ein dynamisches Qualitätsverständnis von Beratung, das in der Lage ist, sich den wandelnden Herausforderungen anzupassen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Angebot und Besetzung betrieblicher Ausbildungsplätze in Baden-Württemberg: Eine Auswertung des IAB-Betriebspanels Baden-Württemberg (2025)
Wiemann, Jan Simon; Ziegler, Philipp;Zitatform
Wiemann, Jan Simon & Philipp Ziegler (2025): Angebot und Besetzung betrieblicher Ausbildungsplätze in Baden-Württemberg. Eine Auswertung des IAB-Betriebspanels Baden-Württemberg. (IAW-Kurzberichte 2025,01), Tübingen, 44 S.
Abstract
"Der Anteil ausbildungsberechtigter Betriebe beträgt in Baden-Württemberg in den letzten zehn Jahren recht konstant etwa 55 Prozent. Gleichzeitig ist der Anteil der Betriebe, die ausbilden, unter den berechtigten Betrieben, seit 2015 von etwa 25 Prozent auf circa 35 Prozent angestiegen. Allerdings zeigen sich in den Betrieben in Baden-Württemberg zunehmend Schwierigkeiten, die angebotenen Ausbildungsplätze zu besetzen. Die Ergebnisse dieses Kurzberichts zeigen, dass viele Betriebe in Baden-Württemberg Ausbildungsplätze anbieten, um einem erwarteten Mangel an Fachkräften zu begegnen. So bieten Betriebe mit erwarteten Personalproblemen bei der Anwerbung neuer Fachkräfte häufiger neue Ausbildungsplätze an als Betriebe ohne diese Probleme. Dieser Zusammenhang (Tabelle 2-1) erweist sich auch bei der Kontrolle für andere Betriebsmerkmale als robust. Betriebe bieten ferner häufiger Ausbildungsplätze an, wenn sie eine hohe Vakanzquote haben. Grundsätzlich ist der ungedeckte Personalbedarf also ein relevanter Faktor, der mit dem Ausbildungsangebot positiv assoziiert ist. Dagegen hemmen fehlende personelle Kapazitäten im Ausbildungsbereich und fehlende geeignete Bewerberinnen und Bewerber das Ausbildungsangebot der Betriebe in Baden-Württemberg. Schwierigkeiten, die angebotenen Ausbildungsplätze zu besetzen, zeigen sich insbesondere bei Betrieben die bereits eine hohe Vakanzquote aufweisen sowie in Betrieben, die Schwierigkeiten erwarten, Fachkräfte bzw. Arbeitskräfte anzuwerben. Betriebe mit Problemen bei der Deckung der (zukünftigen) Personalbedarfe haben also zugleich Schwierigkeiten dabei, durch vermehrte Ausbildung Abhilfe für diese Probleme zu schaffen. Fehlende personelle Kapazitäten auf Seiten der Betriebe erschweren darüber hinaus die Besetzung der angebotenen Plätze. Im Verarbeitenden Gewerbe könnte die verminderte Bedeutung der Ausbildung als Säule zur Fachkräftegewinnung besonders stark ins Gewicht fallen. Die Ausbildungsintensität im Verarbeitenden Gewerbe ist in den letzten Jahren um mehr als die Hälfte zurückgegangen. Mittelfristig könnten sich dadurch Produktivitätsrückgänge durch weniger qualifizierte Fachkräfte einstellen. Für Handwerksbetriebe hat die betriebliche Ausbildung einen hohen Stellenwert. Zum einen sind Handwerksbetriebe häufiger ausbildungsberechtigt und bieten häufiger neue Ausbildungsplätze an als andere Betriebe. Auch die Zahl der neuen Ausbildungsplätze relativ zur Betriebsgröße sowie die Ausbildungsintensität sind in Handwerksbetrieben etwas höher als im Mittel aller Betriebe in Baden-Württemberg. Zum anderen lassen Handwerksbetriebe häufiger Bewerberinnen und Bewerber ohne Schulabschluss in den Auswahlprozessen zur Besetzung der Ausbildungsplätze zu, was auch mit dem etwas überdurchschnittlichen Anteil unbesetzter Ausbildungsplätze zusammenhängen könnte. Das Baugewerbe sticht in den letzten Jahren durch eine zunehmende Ausbildungsdynamik hervor: So ist im Baugewerbe der Anteil der ausbildungsberechtigten Betriebe und gleichzeitig der Anteil ausbildungsanbietender Betriebe gestiegen. Zudem berücksichtigen Betriebe im Baugewerbe auch häufig Bewerberinnen und Bewerber ohne Schulabschluss. Auch in den Betrieben im Baugewerbe zeigen sich jedoch große Schwierigkeiten, angebotene Ausbildungsplätze zu besetzen. Gleichzeitig gibt es Hinweise, dass der Höhepunkt der Ausbildungsangebotsquote erreicht ist, möglicherweise, weil die Auslastung durch die Ausbildung bereits ihren Höchststand erreicht hat." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Beratung im Übergang Schule – Beruf: Aktuelle Herausforderungen und Dienstleistungen der Bundesagentur für Arbeit (2025)
Zofall, Cliff; Kurianowski, Katharina; Heinrichmeyer, Anna;Zitatform
Zofall, Cliff, Katharina Kurianowski & Anna Heinrichmeyer (2025): Beratung im Übergang Schule – Beruf: Aktuelle Herausforderungen und Dienstleistungen der Bundesagentur für Arbeit. In: nfb kurzgefasst H. 2, S. 1-6.
Abstract
"Nach Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit (BA) sind viele der Forderungen des 2015 vom nfb veröffentlichten Positionspapiers zur Berufsberatung im Übergang von der Schule in den Beruf weiterhin relevant, insbesondere angesichts neuer Herausforderungen wie dem schnellen Wandel der Arbeitswelt, technologischen Entwicklungen und multiplen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Krisen. Mit ihren vielfältigen Angeboten zur Berufsorientierung und Beratung will die BA diesen veränderten Herausforderungen Rechnung tragen. Der Beitrag gibt einen Überblick über das Dienstleistungsangebot der BA zur Beratung im Übergang Schule – Beruf. Dies wurde seit 2019 deutlich erweitert, u. a. durch die Einführung der „Lebensbegleitenden Berufsberatung (LBB)“. Insgesamt betont die BA die Notwendigkeit einer modernen, ganzheitlichen und inklusiven Beratung, die sich an den individuellen Bedürfnissen junger Menschen orientiert. Dazu gehören u. a.: Eine neutrale und ergebnisoffene Beratung: Die BA setzt auf eine freie, inklusive und klischeefreie Berufsberatung. Eine adressatengerechte Ansprache und Berufsorientierung: Besonders für förderbedürftige Gruppen (z. B. junge Menschen ohne Schulabschluss oder mit gesundheitlichen Einschränkungen). Die Beratung erfolgt möglichst frühzeitig, vor allem an Schulen: Seit 2020 verfolgt die BA das Ziel, alle Jugendlichen ohne konkrete Perspektive auch nach Schulabschluss aktiv anzusprechen. Interkulturelle und zielgruppenspezifische Angebote: Dabei sollen auch Eltern stärker in den Beratungsprozess eingebunden werden. Vernetzung der Akteure: Die Zusammenarbeit mit externen Partnern und Jugendberufsagenturen wird intensiviert, um eine durchgehende Unterstützung der Jugendlichen beim Übergang Schule – Beruf zu gewährleisten. Die Professionalisierung und Qualitätssicherung der Beratung, u. a. durch eine kontinuierliche Fortbildung der Beratungsfachkräfte. Die ab 2010 eingeführte „Beratungskonzeption der BA“ (BeKo) und das von der Hochschule der BA (HdBA) entwickelte und durchgeführte Zertifikatsprogramm garantieren die hohe Beratungsqualität der LBB-Beratungsfachkräfte. Zukünftige Herausforderung: Digitalisierung und Künstliche Intelligenz (KI) verändern den Arbeitsmarkt und die Beratung. Die BA setzt auf digitale Ergänzungen, betont jedoch die Unersetzbarkeit persönlicher Beratung" (Autorenreferat, IAB-Doku)
