Berufswahl
Was will ich werden? Welche Ausbildung, welches Studium passt zu mir und bietet langfristig sichere Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt? Die Wahl eines Berufes gehört zu den wichtigen biographischen Weichenstellungen, auch wenn sie heute keine Festlegung für ein ganzes (Berufs-)leben mehr darstellt. Sie hat Auswirkungen auf die spätere ökonomische Sicherheit, den sozialen Status und auf Chancen zur Entfaltung der Persönlichkeit.
Dieses Themendossier bietet eine Auswahl von Literatur- und Forschungsprojektnachweisen zur Berufswahlforschung in Deutschland und anderen Ländern. Sie gibt einen Überblick über theoretische Ansätze und empirische Befunde zur Erklärung des Berufswahlverhaltens, zu Motiven der Berufswahl bei besonderen Personengruppen sowie zu Bestimmungsgründen und Einflussfaktoren bei der Entscheidungsfindung.
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Literaturhinweis
Birth cohort change in the vocational interests of female and male college students (2011)
Bubany, Shawn T.; Hansen, Jo-Ida C.;Zitatform
Bubany, Shawn T. & Jo-Ida C. Hansen (2011): Birth cohort change in the vocational interests of female and male college students. In: Journal of vocational behavior, Jg. 78, H. 1, S. 59-67. DOI:10.1016/j.jvb.2010.08.002
Abstract
"The purpose of this research was to investigate the extent to which vocational interests have changed across birth cohorts of college students to better understand how socio-cultural factors may have an impact on career development. Using meta-analytic data collection methods, dissertations and journal articles presenting interests scores representing Holland's RIASEC typology from the Strong Interest Inventory and Strong Campbell interest inventory were gathered. With samples spanning a time period from 1976 to 2004, relations between cohort year and interests were examined with weighted regressions. A salient aspect of our results was an increase in the Enterprising interests of females and decrease in the Realistic and Investigative interests of males. This finding, along with a reduction in differences between female and male Investigative, Enterprising, and Conventional interests from earlier to more recent cohorts parallels movement of American culture toward egalitarian views of gender and provides evidence for the effect of sociocultural factors on interests." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Zur Hartnäckigkeit geschlechtssegregierter Ausbildungs- und Berufsverläufe: konzeptionelle Überlegungen zu einer empirischen Untersuchung (2011)
Zitatform
Schwiter, Karin, Nina Wehner, Andrea Maihofer & Eveline Huber (2011): Zur Hartnäckigkeit geschlechtssegregierter Ausbildungs- und Berufsverläufe. Konzeptionelle Überlegungen zu einer empirischen Untersuchung. In: Femina politica, Jg. 20, H. 2, S. 20-32.
Abstract
"Vor dem Hintergrund, dass Männer und Frauen trotz formeller Gleichstellung weiterhin unterschiedliche Berufe ergreifen, geben die Autoren einen Überblick über bestehende Erklärungsansätze geschlechtsspezifischer Segregation in Ausbildungs- und Berufsverläufen. Danach wird von den einen die Ursache in individuellen Präferenzen der jungen Frauen und Männer gesehen, von anderen vornehmlich in institutionellen Mechanismen und von wieder anderen hauptsächlich in bestehenden Geschlechternormen. Abschließend stellen die Autoren Bourdieus Konzept des 'Geschlechterhabitus' vor. Dieses Konzept, das die verschiedenen Theorien in einem Ansatz integriert, ist Grundlage einer empirischen Längsschnittuntersuchung von Geschlechterungleichheiten in Ausbildungs- und Berufsverläufen, aus denen erste Ergebnisse präsentiert werden. Sie zeigen auf der Grundlage teilnarrativer berufsbiografischer Interviews u.a. die Bedeutung der Bildungsinstitutionen und vorherrschender Geschlechternormen für die geschlechtsspezifischen Berufsbiografien und machen deutlich, wie wichtig (positive) Rückmeldungen von Personen und Institutionen für junge Menschen sind, um sich in einer Berufssituation 'passend' zu fühlen und eine berufliche Identität zu entwickeln. (IAB)" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Berufswahl wichtig für Karrierechancen von Frauen und Männern (2009)
Busch, Anne; Holst, Elke;Zitatform
Busch, Anne & Elke Holst (2009): Berufswahl wichtig für Karrierechancen von Frauen und Männern. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 76, H. 23, S. 376-384.
Abstract
"Der Anteil von Frauen in Führungspositionen der Privatwirtschaft war auch im Jahr 2007 mit 27 Prozent unterdurchschnittlich. Er erreichte nach Angaben des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) wieder das Niveau von vor fünf Jahren. Während weibliche Führungskräfte in hoch qualifizierten Fachpositionen und im unteren Management noch vergleichsweise häufig vertreten sind, dominieren männliche Führungskräfte das Mittel- und Topmanagement. Hinzu kommt, dass in Führungspositionen Frauen nicht nur seltener als Männer anderen Personen vorgesetzt sind, sondern ihnen sind im Schnitt auch weit weniger Personen unterstellt. Dabei mangelt es Frauen nicht an Qualifikationen - diesbezüglich weisen die Geschlechter kaum Unterschiede auf. Entscheidend ist vor allem die Beschäftigung in geschlechtstypischen Berufen, die die unterschiedlichen Aufstiegschancen von Frauen und Männern bestimmt: Berufszweige, die mehrheitlich von Frauen ausgeübt werden, bieten generell geringere Aufstiegsmöglichkeiten - für Frauen sogar in noch stärkerem Umfang als für Männer. Hinzu kommt, dass familiäre Verpflichtungen Frauen zeitlich weit mehr beanspruchen als Männer. Damit werden ihre Karrierechancen weiter beeinträchtigt. Vor allem jene, die bei der Familie zurückstecken, schaffen den beruflichen Aufstieg: 2007 waren mehr als die Hälfte der weiblichen Führungskräfte unverheiratet, fast zwei Drittel lebten ohne Kinder im Haushalt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Career decision-making, career barriers and occupational aspirations in Chinese adolescents (2009)
Zitatform
Creed, Peter A., Oi Yin Wong & Michelle Hood (2009): Career decision-making, career barriers and occupational aspirations in Chinese adolescents. In: International Journal for Educational and Vocational Guidance, Jg. 9, H. 3, S. 189-203. DOI:10.1007/s10775-009-9165-0
Abstract
"Diese Studie untersuchte bei 498 chinesischen Oberschülern die Beziehungen zwischen beschäftigungsbezogenen Zielen einerseits und Erwartungen (bezogen auf Typus und Status) andererseits, sowie daneben Entscheidungsschwierigkeiten, Entscheidungseffizienz und Karrierehemmnisse. Männliche Jugendliche strebten die Berufstypen Forschung sowie Wirtschaft an, rechneten aber eher mit realistischen Berufstypen und dem Berufstyp Wirtschaft; weibliche Jugendliche strebten den Berufstyp Wirtschaft sowie konventionelle Berufstypen an. SchülerInnen, bei denen sich die erhofften Ziele und die erwarteten Möglichkeiten unterschieden, waren mit erhöhter Wahrscheinlichkeit weibliche Jugendliche mit guten Leistungen; diejenigen, bei denen sich der erhoffte und der erwartete Status unterschieden, hatten eher schwächere Leistungen, weniger Selbstvertrauen, und rechneten mit mehr Karrierehemmnissen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Geschlechterreflektierende pädagogische Förderstrategien zur Berufs- und Lebensplanung von Jungen: Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung des Pilotprojekts "Neue Wege für Jungs" (2009)
Zitatform
Cremers, Michael & Jürgen Budde (2009): Geschlechterreflektierende pädagogische Förderstrategien zur Berufs- und Lebensplanung von Jungen. Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung des Pilotprojekts "Neue Wege für Jungs". In: Deutsche Jugend, Jg. 57, H. 3, S. 107-116.
Abstract
Der Beitrag diskutiert auf der Basis der wissenschaftlichen Begleitung des seit 2005 vom Bundesministerium für Frauen, Senioren, Familie und Jugend initiierten Pilotprojekts 'Neue Wege für Jungs', das eine angemessene Förderung von Jungen der Klassen fünf bis zehn zur Zielsetzung hat, geschlechterreflektierende pädagogische Förderstrategien zur Berufs- und Lebensplanung von Jungen. Im Anschluss an eine allgemeine Präsentation des Projekts und der wichtigsten Ergebnisse der Begleitforschung wird die Situation von Jungen und Mädchen beim Übergang in Ausbildung und Beruf aus geschlechtsbezogener Perspektive analysiert. Es folgt eine Präsentation von Jungenarbeit als Baustein geschlechtsbezogener Pädagogik. Abschließend werden inhaltlich-methodische Vorschläge für pädagogische Fachkräfte beschrieben, mit denen in der zweijährigen Pilotphase von 'Neue Wege für Jungs' gute Erfahrungen gemacht wurden. Fazit: eine 'Politik, die die geschlechtsbezogene Berufs- und Lebensplanung für Jungen und Mädchen als selbstverständlichen Baustein in Jugendarbeit und Schule verankern will und einen diesbezüglichen Bewusstseinswandel anstrebt, ist auf weitere langfristige und institutionell abgesicherte Maßnahmen angewiesen, um mehr Männer und Jungen für bisher eher weibliche Tätigkeitsfelder (wie Betreuung, Erziehung und Pflege) zu gewinnen'. (IAB)
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Berufliche Pläne und realisierte Bildungs- und Berufswege nach Verlassen der Schule: Ergebnisse der BIBB-Schulabgängerbefragungen 2004 bis 2006 (2009)
Zitatform
Friedrich, Michael (2009): Berufliche Pläne und realisierte Bildungs- und Berufswege nach Verlassen der Schule. Ergebnisse der BIBB-Schulabgängerbefragungen 2004 bis 2006. (Berichte zur beruflichen Bildung 23), Bielefeld: Bertelsmann, 118 S.
Abstract
"Erstmals legt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) eine Gesamtdokumentation der BIBB-Schulabgängerbefragungen der Jahre 2004 bis 2006 vor. Jugendliche wurden zu ihren beruflichen Wünschen und Orientierungen sowie zu ihrem tatsächlichen (beruflichen) Verbleib nach Beendigung der Schule befragt: - Interessieren sich Jugendliche für eine betriebliche Berufsausbildung? - Haben Jungen und Mädchen unterschiedliche berufliche Interessen? - Welche Chancen haben Jugendliche mit Hauptschulabschluss oder Migrationshintergrund? Allen in der Bildungsforschung Tätigen gibt die Studie umfangreiche Daten an die Hand, um Prognosen für die Zahl der benötigten Ausbildungsplätze zu erstellen oder Maßnahmen anzustoßen, um Benachteiligten den Zugang zu einer Berufsausbildung zu erleichtern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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The role of gender stereotypes in perceptions of entrepreneurs and intentions to become an entrepreneur (2009)
Zitatform
Gupta, Vishal K., Daniel B. Turban, S. Arzu Wasti & Arijit Sikdar (2009): The role of gender stereotypes in perceptions of entrepreneurs and intentions to become an entrepreneur. In: Entrepreneurship Theory and Practice, Jg. 33, H. 2, S. 397-417. DOI:10.1111/j.1540-6520.2009.00296.x
Abstract
"In this study we examine the role of socially constructed gender stereotypes in entrepreneurship and their influence on men and women's entrepreneurial intentions. Data on characteristics of males, females, and entrepreneurs were collected from young adults in three countries. As hypothesized, entrepreneurs were perceived to have predominantly masculine characteristics. Additional results revealed that although both men and women perceive entrepreneurs to have characteristics similar to those of males (masculine gender-role stereotype), only women also perceived entrepreneurs and females as having similar characteristics (feminine gender-role stereotype). Further, though men and women did not differ in their entrepreneurial intentions, those who perceived themselves as more similar to males (high on male gender identification) had higher entrepreneurial intentions than those who saw themselves as less similar to males (low male gender identification). No such difference was found for people who saw themselves as more or less similar to females (female gender identification). The results were consistent across the three countries. Practical implications and directions for future research are discussed." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Adaptation of career goals to self and opportunities in early adolescence (2009)
Hirsch, Andreas; Vondracek, Fred W.;Zitatform
Hirsch, Andreas & Fred W. Vondracek (2009): Adaptation of career goals to self and opportunities in early adolescence. In: Journal of vocational behavior, Jg. 75, H. 2, S. 120-128. DOI:10.1016/j.jvb.2009.05.005
Abstract
"Development of career goals that are adapted to self and opportunities is a central component of adolescent career preparation. The present longitudinal study (conducted throughout the eighth grade with three assessment points) investigated how 330 Swiss adolescents simultaneously adapt career goals to interests, scholastic achievement and environmental opportunities. Results demonstrated that students increasingly adapt their goals to the environment. Mean adaptation to environment related positively to degree of adaption to interests and achievement. Increased adaptation to environment over time related to increased adaptation to achievement but to decreased adaptation to interests. Gender, attended school type and nationality moderated adaptation processes. Structurally disadvantaged students (girls, lower requirements school track, immigrant students) reported more conflict in aligning adaptation to environment with adaptation to interests." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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The relation of cultural context and social relationships to career development in middle school (2009)
Zitatform
Howard, Kimberly A.S., Lea Ferrari, Laura Nota, V. Scott H. Solberg & Salvatore Soresi (2009): The relation of cultural context and social relationships to career development in middle school. In: Journal of vocational behavior, Jg. 75, H. 2, S. 100-108. DOI:10.1016/j.jvb.2009.06.013
Abstract
"This study examined the role of supportive relationships (i.e., family, teacher, and peer) and agency (i.e., self-efficacy, motivation, and goal-setting orientation) on three outcomes: academic grades, distress, and career decidedness. Data from 588 middle school youth from Northern (N = 322) and Southern (N = 266) Italy were analyzed using path modeling. Results indicated that across gender and region, agency was consistently related to academic grades and career decidedness. However, the role of supportive relationships was found to differ across gender and region. For both boys from Northern Italy and girls from Southern Italy, the impact of family support on academic grades and career decidedness was mediated by agency. For girls from Northern Italy, family support related directly to academic grades and career decidedness. Implications for practice were described." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Abitur und was dann?: Berufsorientierung und Lebensplanung junger Frauen und Männer und der Einfluss von Schule und Eltern (2009)
Oechsle, Mechthild; Maschetzke, Christiane; Gläsel, Nora; Rosowski, Elke; Knauf, Helen;Zitatform
Oechsle, Mechthild, Helen Knauf, Christiane Maschetzke & Elke Rosowski (2009): Abitur und was dann? Berufsorientierung und Lebensplanung junger Frauen und Männer und der Einfluss von Schule und Eltern. (Geschlecht und Gesellschaft 34), Wiesbaden: VS, Verl. für Sozialwissenschaften, 347 S.
Abstract
"Diese Studie gibt Einblicke in Lebensplanung und Berufsorientierung junger Frauen und Männer kurz vor dem Abitur und analysiert den Einfluss von Schule und Elternhaus. Die Übergänge von der Schule in Studium und Berufsausbildung sind auch für AbiturientInnen in den letzten Jahren unübersichtlicher und Berufs- und Ausbildungsentscheidungen komplexer geworden. Was will ich nach dem Abitur machen, will ich studieren oder doch lieber eine Ausbildung machen? Wie will ich später leben? Was kann ich überhaupt? Diese Fragen sind für viele AbiturientInnen auch kurz vor dem Abitur noch keineswegs geklärt. Diese Untersuchung gibt Auskunft über Berufsorientierungen und Handlungsstrategien von jungen Frauen und Männern kurz vor dem Abitur. Sie fragt nach Unterschieden und Gemeinsamkeiten in den Berufsorientierungen und der Lebensplanung beider Geschlechter und analysiert den Einfluss von Schule und Eltern auf die Orientierungsprozesse von Schülerinnen und Schülern. Aus dem Inhalt: Orientierungsprozesse von AbiturientInnen und der Einfluss von Schule und Eltern - Berufs- und Studienwahlentscheidungen in unsicheren Zeiten - Studium, Beruf oder Beides? - Zwischen Arbeitsmarkt- und Subjektorientierung - Berufsorientierung - Welche Rolle spielt das Geschlecht? - Der Einfluss der Eltern auf Berufsorientierung und Lebensplanung von AbiturientInnen - Schule und ihre Angebote zu Berufsorientierung und Lebensplanung - Wie kann schulische Berufsorientierung Schülerinnen und Schüler erreichen? - Empfehlungen für eine geschlechtergerechte Berufsorientierung" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Bildungs(miss)erfolge von Jungen und Berufswahlverhalten bei Jungen/männlichen Jugendlichen (2008)
Zitatform
Budde, Jürgen (2008): Bildungs(miss)erfolge von Jungen und Berufswahlverhalten bei Jungen/männlichen Jugendlichen. (Bildungsforschung 23), Berlin, 66 S.
Abstract
Die Studie schildert die Bildungsbeteiligung und die Bildungsverläufe von Jungen und geht auf ihre Situation in sprachlichen Fächern (Deutsch und Fremdsprachen), Mathematik und Informatik sowie in naturwissenschaftlichen Fächern ein. Ein Überblick über die Berufsorientierung und die Berufswünsche von Jungen wird gegeben, und es wird auf den Übergang von der Schule in Ausbildung und Studium eingegangen. Der Zusammenhang zwischen Männlichkeit und Schule wird dargestellt, und es werden drei aktuelle Diskurse thematisiert: Jungen mit Migrationshintergrund, die Rolle der Lehrkräfte sowie getrennter Unterricht. Folgende Ergebnisse werden festgehalten: "Je geringer qualifizierend die Schulform, desto höher der Anteil an Jungen, ca. jeder zehnte Junge bleibt ohne Schulabschluss. Jungen müssen häufiger eine Klasse wiederholen als ihre Mitschülerinnen, insbesondere am Gymnasium. Besonders ungünstig ist der Bildungsverlauf bei Jungen mit Migrationshintergrund. Sie müssen in der Grundschule wesentlich öfter eine Klasse wiederholen und erreichen geringere Abschlüsse. Vergleicht man in unterschiedlichen Fächern die Leistungen bei gleichem Interesse, zeigen sich nur geringe Kompetenzdifferenzen. Im Fach Deutsch zeigen Jungen zu Beginn der Schullaufbahn gute Leistungen, in der 5. Klasse findet sich dann ein moderater Rückstand zu den Mädchen, der in der Jahrgangsstufe 9 zunimmt; in der Oberstufe findet sich wieder eine Annäherung. Die guten Leistungen von Jungen in Mathematik weisen diesen Bereich als Jungendomäne aus. Die Leistungsvorsprünge der Jungen setzen zum Ende der Grundschule ein und verstärken sich in der Sekundarstufe I. Jungen orientieren sich in ihren Berufswünschen sowie den Ausbildungswegen an tradierten Geschlechterbildern und ergreifen Berufe im handwerklichen und industriellen Bereich. Dies kann sich aufgrund des Wandels zur wissensbasierten Dienstleistungsgesellschaft zunehmend als riskante Strategie erweisen. In der beruflichen Laufbahn schneiden junge Männer häufig erfolgreicher ab. Sie ergreifen meist besser bezahlte und karriereorientiertere Berufe. Einige junge Männer haben sehr große Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt. Für Migranten verstärkt sich dieser Effekt. Übermäßiger Medienkonsum und negative Schulleistungen korrelieren miteinander." (IAB2)
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Jungen auf traditionellen und neuen Wegen: Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung des Pilotprojekts "Neue Wege für Jungs" (2008)
Cremers, Michael;Zitatform
Cremers, Michael (2008): Jungen auf traditionellen und neuen Wegen. Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung des Pilotprojekts "Neue Wege für Jungs". In: Zeitschrift für Frauenforschung und Geschlechterstudien, Jg. 26, H. 3/4, S. 117-125.
Abstract
"Jungen präferieren - ebenso wie Mädchen - in ihrer Berufswahl immer noch geschlechtstypisch konnotierte Berufsfelder. Das Pilotprojekt 'Neue Wege für Jungs' versucht, Jungen mittels Schnupperpraktika, Projekten und Workshops andere, eher weiblich konnotierte Tätigkeiten und Berufsfelder nahe zu bringen und stellt dafür in seinem Servicebüro Informationen und Unterstützung für potenzielle Veranstalterinnen von Kurzzeitpraktika, Workshops und Projekten zur Verfügung. Die wissenschaftliche Begleitung des Pilotprojekts hat gezeigt, dass das Interesse der Jungen an diesen Veranstaltungen groß ist. Die standardisierte Befragung der Jungen und der Veranstalterinnen ergab, dass sie eine Erweiterung des Berufsspektrums für Jungen als Bereicherung empfinden und dass sich dadurch bei vielen Jungen ein neuer Blick auf eher weiblich konnotierte Arbeitsfelder sowie auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf initiieren ließ." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Lehrerin - Lehrer: welche Rolle spielt das Geschlecht im Lehrberuf? Eine Gruppendiskussionsstudie (2008)
Düro, Nicola;Zitatform
Düro, Nicola (2008): Lehrerin - Lehrer. Welche Rolle spielt das Geschlecht im Lehrberuf? Eine Gruppendiskussionsstudie. (Frauen- und Genderforschung in der Erziehungswissenschaft 08), Opladen u.a.: Budrich, 259 S.
Abstract
"Die Autorin zeigt, wie wichtig das eigene Geschlecht sowohl für die eigene Professionalität als auch das eigene Handeln ist. Was bedeutet das für die Potenzialentwicklung von Lehrerinnen und Lehrern? Treten die Begriffe 'Schule' und 'Geschlecht' in enger Verknüpfung auf, richtet sich die Aufmerksamkeit meist auf Mädchen und Jungen in der Schule: Werden sie angemessen gefördert, geschlechter-gerecht behandelt? Dagegen stehen LehrerInnen in diesem Zusammenhang eher selten im Zentrum der Aufmerksamkeit, obwohl es aufgrund der Dynamik im Geschlechterverhältnis auch für diese Gruppe wichtige Fragen zu klären gilt: Wie hat sich das Arbeitsfeld Schule im Erleben der LehrerInnen verändert? (Wie) Schlägt sich in den Kollegien nieder, was durch die Geschlechterforschung angestoßen wurde? Wie geht es Lehrerinnen und Lehrern bei ihrer Arbeit, hier vor allem: Gibt es Erfahrungen von Geschlechtsrelevanz? Spielt es aus der Sicht der Betroffenen eine Rolle, ob sie als Frau oder als Mann vor einer Klasse stehen, in einem Kollegium agieren? Und wenn ja: Welche Rolle spielt das Geschlecht im Lehrberuf? Auf diese Fragen gibt die vorliegende Studie Antworten. Über einen qualitativen Forschungsansatz wurden die Daten aus zehn Gruppendiskussionen, an denen insgesamt 90 LehrerInnen beteiligt waren, analysiert und ausgewertet mit dem Ziel, kollektive Orientierungen dieser Zielgruppe zu eruieren. Die inhaltlichen Schwerpunkte der Analysearbeit ergaben sich hierbei aus dem Datenmaterial selbst: In den Diskussionen wurde deutlich, welche Themen für die Gruppen relevant waren. Eine Analyse erfolgte mit dem Fokus auf die vorherrschenden Geschlechterkonstruktionen, mit Blick auf das Professionsverständnis der an der Studie beteiligten LehrerInnen und die im Lehrberuf auftretenden Generationendifferenzen. Aussagen zu diesen Bereichen und zu den verschiedenen Dimensionen der erlebten Relevanz von Geschlecht bei der Berufswahl und der professionellen Beziehungsgestaltung im Lehrberuf sind die zentralen Ergebnisse dieser Arbeit. Sie laden dazu ein, die Wirkmächtigkeit von Geschlechterstereotypen neu zu beleuchten und ihre Funktionalität zu hinterfragen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Marriage and career: the dynamic decisions of young men (2008)
Zitatform
Gould, Eric D. (2008): Marriage and career. The dynamic decisions of young men. In: Journal of Human Capital, Jg. 2, H. 4, S. 337-378. DOI:10.1086/597668
Abstract
"This paper examines the extent to which human capital and career decisions are affected by their potential returns in the marriage market. Although schooling and career decisions often are made before getting married, these decisions are likely to affect the future chances of receiving a marriage offer, the type of offer, and the probability of getting divorced. Therefore, I estimate a forward-looking model of the marriage and career decisions of young men between the ages of 16 and 39. The results show that if there were no returns to career choices in the marriage market, men would tend to work less, study less, and choose blue-collar jobs over white-collar jobs. These findings suggest that the existing literature underestimates the true returns to human capital investments by ignoring their returns in the marriage market." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Turning to teaching: gender and career choice (2008)
Zitatform
Raggl, Andrea & Geoff Troman (2008): Turning to teaching. Gender and career choice. In: British Journal of Sociology of Education, Jg. 29, H. 6, S. 581-595. DOI:10.1080/01425690802423254
Abstract
"As the largest public sector institution in the United Kingdom, education is a key site for studying the context of 'choice' and changes in the identities of professional workers in contemporary society. Recruitment and retention problems in education have led to the creation of new routes into teaching to attract career changers from other professions and occupations. In this paper we focus on career changers within the Economic and Social Research Council project 'Primary Teacher Identity, Commitment and Career in Performative School Cultures' who have entered teaching from other private sector occupations. We analyse these career changes in terms of 'turning points' in the participants' lives in order to assess the extent to which choices are 'self-initiated', 'forced' or 'structural'. We are interested in the basis on which these choices were made and the impact of gender on career decisions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Männer auf dem Weg aus der Sozialen Arbeit (2007)
Klein, Uta; Wulf-Schnabel, Jan;Zitatform
Klein, Uta & Jan Wulf-Schnabel (2007): Männer auf dem Weg aus der Sozialen Arbeit. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 60, H. 3, S. 138-144. DOI:10.5771/0342-300X-2007-3-138
Abstract
"Männer in Sozial-, Erziehungs- und Pflegeberufen sind eine Minderheit. Der Beitrag gibt zunächst einen Überblick über Ausmaß und Entwicklung der Geschlechterverteilung der Beschäftigten in verschiedenen Bereichen des Sozialsektors. Auf der Basis der IAB-Daten und des Lohnspiegels wird die Geschlechtersegmentation verdeutlicht, die einhergehend mit einem überproportionalen Teilzeitanteil weiblicher Beschäftigter zu einem Gehaltsgefälle führt. Der Beitrag diskutiert dann die Entwicklung des Männeranteils in der Hochschulausbildung der Sozialen Arbeit der letzten mehr als 30 Jahre. Im Zuge der Ökonomisierung und Professionalisierung der Sozialen Arbeit erwarten viele einen steigenden Männeranteil. Jedoch zeigt sich, dass heute so wenig Männer Sozialpädagogik (absolut) studieren wie zuletzt vor 27 Jahren, d.h. vor dem Boom der Sozialen Arbeit. Auch im Studiengang Sozialwesen sinkt der Anteil männlicher Studierender kontinuierlich. Hinzu kommt ein nachweislich geringerer Bildungserfolg der Männer. Für die zukünftige Entwicklung des Teilarbeitsmarktes der Sozialen Berufe dürfte dies im Hinblick auf Geschlechterverhältnisse erhebliche Bedeutung haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Vom Traumberuf zum realistischen Berufswunsch: Analyse der Entwicklung von Berufswünschen im Schulalter (2007)
Schmude, Corinna;Zitatform
Schmude, Corinna (2007): Vom Traumberuf zum realistischen Berufswunsch. Analyse der Entwicklung von Berufswünschen im Schulalter. In: Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik, Jg. 103, H. 3, S. 467-471.
Abstract
"Der Beitrag informiert über ein Forschungsprojekt, in dem die Entwicklung von Berufswünschen von Klasse 5 bis 9 untersucht wird. Die Studie basiert auf den Längsschnittprojekten NOVARA (Noten- oder Verbalbeurteilungen - Akzeptanz, Realisierung, Auswirkungen), SABA (Schulische Adaptation und Bildungsaspiration) und AIDA (Adaptation in der Adoleszenz). Ziel der Studie ist erstens die empirische Verifizierung der Berufswahltheorie nach GOTTFREDSON und zweitens die Identifikation von ,Risikogruppen' hinsichtlich der Bewältigung der Entwicklungsaufgabe ,Berufswahl'. Es werden Ergebnisse berichtet zu: a) den zehn beliebtesten Berufen, b) der Stabilität von Berufswünschen, c) ersten qualitativen Befunden zur Herausbildung realisierbarer Berufswünsche." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Entwicklung der Studierwilligkeit (2006)
Lischka, Irene;Zitatform
Lischka, Irene (2006): Entwicklung der Studierwilligkeit. (HoF-Arbeitsberichte 2006/03), S. 3-116.
Abstract
"Im Bericht sind Befunde zur Entwicklung der Studierwilligkeit in den neuen Bundesländern innerhalb der zurückliegenden drei Jahre in der Gegenüberstellung zu einem der alten Bundesländer (Niedersachsen) dargestellt. Im Mittelpunkt steht dabei neben der Entwicklung der Studierwilligkeit die Bedeutung von unterschiedlichen sozialen Einflussfaktoren sowie veränderten Bedingungen beim Zugang zu den Hochschulen (Studienabschlüsse, Auswahlverfahren, Studiengebühren). Die Befunde liegen differenziert nach dem Geschlecht vor, sie sprechen für eine weitere Annäherung des Studienwahlverhaltens von Männern und Frauen. Wesentlich für die neuen Bundesländer sind neben der Entscheidung nach Studienfächern und Hochschularten auch die angestrebten Hochschulorte. Dabei hat die Präferenz von Hochschulen in den neuen versus alten Bundesländern besondere Bedeutung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Explaining men's entry into female-concentrated occupations: issues of masculinity and social class (2006)
Zitatform
Lupton, Ben (2006): Explaining men's entry into female-concentrated occupations. Issues of masculinity and social class. In: Gender, Work and Organization, Jg. 13, H. 2, S. 103-128. DOI:10.1111/j.1468-0432.2006.00299.x
Abstract
"This article seeks to add to an understanding of why some men enter female-concentrated occupations (and why the majority do not). Drawing on the results of in-depth interviews with 27 men in a range of occupations, I illustrate and interpret the complex and often contradictory ways in which men approach the notion of working in female-concentrated occupations and examine the impact that this has on their occupational outcomes. The data suggest that different attitudes to female-concentrated work cannot in themselves explain men's presence there. Consequently I explore, with particular reference to social class, the context in which attitudes around gender, work and occupational destinations, are framed. I conclude that men's entry to female-concentrated occupations may best be approached, not as an issue of 'masculinity' but as one of social mobility operating within a gendered labour market." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Die Rolle der Eltern für die Berufsorientierung von Jugendlichen (2005)
Zitatform
Kracke, Bärbel & Peter Noack (2005): Die Rolle der Eltern für die Berufsorientierung von Jugendlichen. In: B. Schuster (Hrsg.) (2005): Entwicklung in sozialen Beziehungen, S. 169-193.
Abstract
"Das Ziel dieses Beitrags ist, die aktive berufsbezogene Informationssuche der Jugendlichen, die ihnen ermöglicht, eine gute Passung zwischen ihren eigenen Interessen und Fähigkeiten und den Gegebenheiten der Berufswelt herzustellen, in den Mittelpunkt zu stellen und zu betrachten, inwieweit Eltern die Entwicklung dieses Verhaltens beeinflussen." (Textauszug, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Inhaltsverzeichnis bei der Deutschen Nationalbibliothek
