Berufswahl
Was will ich werden? Welche Ausbildung, welches Studium passt zu mir und bietet langfristig sichere Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt? Die Wahl eines Berufes gehört zu den wichtigen biographischen Weichenstellungen, auch wenn sie heute keine Festlegung für ein ganzes (Berufs-)leben mehr darstellt. Sie hat Auswirkungen auf die spätere ökonomische Sicherheit, den sozialen Status und auf Chancen zur Entfaltung der Persönlichkeit.
Dieses Themendossier bietet eine Auswahl von Literatur- und Forschungsprojektnachweisen zur Berufswahlforschung in Deutschland und anderen Ländern. Sie gibt einen Überblick über theoretische Ansätze und empirische Befunde zur Erklärung des Berufswahlverhaltens, zu Motiven der Berufswahl bei besonderen Personengruppen sowie zu Bestimmungsgründen und Einflussfaktoren bei der Entscheidungsfindung.
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Literaturhinweis
Typische und atypische Berufswünsche nach Geschlecht und sozioökonomischem Status: die Bedeutung von Selbst, Leistung, Motivation und Volition für individuelle Passungsprozesse bei Kindern und Jugendlichen (2016)
Schorlemmer, Julia;Zitatform
Schorlemmer, Julia (2016): Typische und atypische Berufswünsche nach Geschlecht und sozioökonomischem Status. Die Bedeutung von Selbst, Leistung, Motivation und Volition für individuelle Passungsprozesse bei Kindern und Jugendlichen. Berlin, 403 S.
Abstract
"Die Berufswahl gilt als eine wichtige Entwicklungsaufgabe im Lebensverlauf. Zeitlich vorgelagert setzen sich Kinder und Jugendliche mit dieser Entscheidung in Form von Berufswünschen auseinander. Basierend auf der Theory of Circumscription and Compromise (Gottfredson, 1996) konnten in dieser Arbeit Geschlecht und sozioökonomischer Status (SES) als entscheidende Dimensionen herausgestellt werden, nach denen Berufswünsche typisch oder atypisch sein können. Anhand der Social Cognitive Career Theory (Lent & Brown, 1996) und allgemeinerer psychologischer Theorien zu Selbstkonzepten, schulischer Selbstwahrnehmung, sowie Motivations- und Zieltheorien (z.B. Bandura, Barbaranelli, Caprara, & Pastorelli, 2001; Bong & Skaalvik, 2003; Wicklund & Gollwitzer, 1982; Oettingen, 1997), wurden Fragestellungen zu den Effekten von individuellen psychischen Merkmalen für typische und atypische Berufswünsche entwickelt und in drei Studien untersucht werden:
In Studie I wurde untersucht, ob für Kinder und eine Passung zwischen der Person und dem Berufswunsch für die Dimension Geschlecht und sozioökonomischer Status besteht. Es zeigt sich, dass das biologische Geschlecht die Berufswünsche von Kindern und Jugendlichen bestimmt: Jungen sehen sich relational zu Mädchen in maskulineren Berufen. Der SES und die Deutschnote vermitteln diesen Zusammenhang. Weiterhin zeigt sich, dass der Schultyp, nicht aber der individuelle SES der Befragten den SES der Berufswünsche vorhersagen. In den Mehrebenen-Modellen konnte die besondere Bedeutung der Schulklasse als soziales Milieu für die berufliche Entwicklung herausgestellt werden.
Studie II widmete sich der Analyse der Gruppe von Jugendlichen mit atypischen sozial aufwärtsgerichteter Berufswünsche. Die Ergebnisse sprechen zum einem dafür, dass die positive Auseinandersetzung mit der Zukunft (Possible Selves) entscheidend dafür ist, ob Berufswünsche abweichend vom eigenen SES gewählt werden. Zum anderen zeigt sich, dass Jugendliche bei der Wahl von atypischen Berufswünschen eine aktive Verknüpfung zwischen Bildungserfolg und beruflichen Möglichkeiten vollziehen.
Studie III untersuchte drei psychologische Erklärungsmechanismen für die Motivation eines atypischen sozial aufwärtsgerichteten Berufswunsches: 1. der Beruf als positive Phantasie, 2. die Salienz des (niedrigen) SES, die den Wunsch nach sozialem Aufstieg befördert und 3. die mentale Kontrastierung, bei der zwischen positiven Aspekten des Berufs und realen Anforderungen abgewogen wird und dadurch eine motivierte Haltung entsteht. Die Ergebnisse stützten bisherige Erkenntnisse zur Bedeutung mentaler Kontrastierung für Motivationsprozesse und bestätigen die Sinnhaftigkeit eines Transfers des Paradigmas auf die Erreichung beruflicher Ziele. Aus der Arbeit lassen sich praktische Implikationen ableiten: Kinder und Jugendliche sollten in ihrer beruflichen Entwicklung ganzheitlich betrachtet werden und für die sozialen Kategorien Geschlecht und SES sowie deren Effekte auf individuelle psychische Prozesse in der Berufswahl sollten alle an der beruflichen Entwicklung Beteiligten stärker sensibilisiert werden. Die Ergebnisse unterstreichen des Weiteren die Notwendigkeit, auf politischer Ebene soziale Ungleichheiten hinsichtlich Geschlecht und sozialer Herkunft abzubauen." (Autorenreferat, IAB-Doku)Weiterführende Informationen
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Ökonomisches Kapital der Eltern und Medizinstudium im Ausland: wie Europäisierungs- und Globalisierungsprozesse die Reproduktion sozialer Ungleichheiten verändern (2015)
Zitatform
Gerhards, Jürgen & Boróka Németh (2015): Ökonomisches Kapital der Eltern und Medizinstudium im Ausland. Wie Europäisierungs- und Globalisierungsprozesse die Reproduktion sozialer Ungleichheiten verändern. In: Berliner Journal für Soziologie, Jg. 25, H. 3, S. 283-301. DOI:10.1007/s11609-015-0290-y
Abstract
"Die europaweite Anerkennung von Studienabschlüssen hat zur Gründung von medizinischen Fakultäten vor allem in Mittel- und Osteuropa geführt, die ein Studium in Deutsch oder Englisch anbieten und Studierende aus den wohlhabenden Ländern der EU und vor allem aus Deutschland anziehen. Im Unterschied zu einem Studium der Medizin in Deutschland ist der Zugang zu diesen Universitäten nicht von der Abiturnote abhängig, sondern von der Fähigkeit, hohe Studiengebühren bezahlen zu können. Der Artikel vergleicht den sozialen Hintergrund von deutschen Medizinstudierenden in Deutschland mit dem von deutschen Studierenden in Ungarn. Der Vergleich zeigt, dass der Studierendenanteil aus höheren sozialen Klassen in Ungarn deutlich größer ist als in Deutschland. Das Studium in Ungarn dient vor allem der unmittelbaren Reproduktion des Berufes der Eltern, da viele der Eltern der deutschen Studierenden in Ungarn selbst den Arztberuf ausüben. Das Beispiel illustriert, wie Europäisierungs- und Globalisierungsprozesse die Möglichkeiten der Reproduktion sozialer Ungleichheit verändern. Es sind vor allem die oberen Klassen, die von der nationalstaatlichen Öffnung profitieren." (Autorenreferat, © Springer-Verlag)
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Berufliche Passagen im Lebenslauf: Berufsbildungs- und Transitionsforschung in der Schweiz (2015)
Zitatform
Häfeli, Kurt, Markus P. Neuenschwander & Stephan Schumann (Hrsg.) (2015): Berufliche Passagen im Lebenslauf. Berufsbildungs- und Transitionsforschung in der Schweiz. Wiesbaden: Springer VS, 339 S. DOI:10.1007/978-3-658-10094-0
Abstract
"Am Übergang von der Schule in den Beruf werden wichtige Weichen gestellt, die den weiteren Lebenslauf eines Menschen vorbereiten. Dazu werden in diesem Band neue Ergebnisse der vielfältigen Transitionsforschung aus der ganzen Schweiz vorgestellt, die sich an verschiedenen Disziplinen wie der Psychologie, Soziologie, Erziehungswissenschaften oder Bildungsökonomie orientieren. Dafür werden theoretische Grundlagen und empirische Evidenzen für die Analyse und Steuerung bedeutsamer Passagen im Lebenslauf entwickelt. Soweit möglich werden auch Handlungsempfehlungen für die Akteure der Berufsbildung in der Schweiz diskutiert, die zugleich auch in anderen Ländern von Interesse sein dürften." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Berufliche Interessen: Beiträge zur Theorie von J. L. Holland (2015)
Tarnai, Christian; Lüdtke, Oliver ; Maurice, Jutta von; Lindner, Christoph; Trautwein, Ulrich ; Tarnai, Christian; Bergmann, Christian; Hartmann, Florian G. ; Hartmann, Florian G. ; Nagy, Gabriel ; Höft, Stefan; Päßler, Katja; Eder, Ferdinand; Proyer, René T. ; Bäumer, Thomas; Ramsauer, Kathrin; Hell, Benedikt ; Schuler, Heinz;Zitatform
Tarnai, Christian & Florian G. Hartmann (Hrsg.) (2015): Berufliche Interessen. Beiträge zur Theorie von J. L. Holland. Münster: Waxmann, 276 S.
Abstract
"J.L. Hollands entwickeltes Person-Umwelt-Modell hat in den 50 Jahren nach seiner erstmaligen Publizierung weltweit eine dominante Position in Theorie und Praxis der beruflichen Beratung erreicht. Dieser Band stellt die theoretischen Grundlagen und Annahmen dieses Modells dar, fokussiert einzelne Modellkomponenten, charakterisiert seine bisherige Rezeption im deutschsprachigen Raum und weist auf Fragen und offene Punkte hin.
Das Modell bildet einerseits eine empirisch abgesicherte Basis für berufliche Beratung, ist aber gleichzeitig auch ein Generator für eine fast unerschöpfliche Zahl möglicher Forschungsfragen, die sich nicht nur auf das Modell selbst, sondern vor allem auf seine Anwendbarkeit unter den verschiedensten regionalen, sozialen, oder auch globalen Bedingungen beziehen." (Autorenreferat, IAB-Doku);
Inhalt:
Ferdinand Eder, Christian Bergmann: Das Person-Umwelt-Modell von J. L. Holland: Grundlagen - Konzepte - Anwendungen (11-30);
Benedikt Hell: Geschlechtsdifferenzen im Bereich der beruflichen Interessen: Ausmaß, Ursachen und Konsequenzen für die Testentwicklung (31-43);
René T Proyer: Zur multimethodischen Diagnostik beruflicher Interessen: Vom Fragebogen zum Objektiven Test(45-61);
Jutta von Maurice, Thomas Bäumer: Entwicklung allgemeiner Interessenorientierungen beim Übergang von der Grundschule in den Sekundarbereich (63-85);
Florian G. Hartmann, Christian Tarnai, Jutta von Maurice: Berufliche Interessen in der Kernfamilie (87-114);
Katja Päßler, Benedikt Hell, Heinz Schuler: Berufliche Interessen und kognitive Fähigkeiten: Sind differenzielle Zusammenhänge nachweisbar und welche Rolle spielt das Geschlecht? (115-141);
Christian Bergmann, Ferdinand Eder: Berufliche Interessen und berufliche Wertorientierungen von Lehramtsstudierenden (143-161);
Stefan Höft, Benedikt Hell: Konstruktion einer experimentellen ipsativen Variante des AIST und Vergleich mit der normativen Originalversion (163- 184);
Gabriel Nagy, Christoph Lindner, Oliver Lüdtke, Ulrich Trautwein: Ein konfirmatorisches Cosinusfunktionsmodell für den Circumplex: Eine Integration des variablenbezogenen und personenbezogenen Aspekts des Circumplex (185-221);
Florian G. Hartmann, Kathrin Ramsauer, Christian Tarnai: Literatur zur Theorie von Holland im deutschsprachigen Raum (223-246).Weiterführende Informationen
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Reformmodelle in der Berufsorientierung: das Beispiel der Patenschaft (2014)
Beinke, Lothar;Zitatform
Beinke, Lothar (2014): Reformmodelle in der Berufsorientierung. Das Beispiel der Patenschaft. Frankfurt am Main: Lang, 164 S.
Abstract
"Die Berufsorientierung als Aufgabe für die Schule hat sich durchgesetzt. Trotz der sich häufenden Modelle bleiben die Erwartungen, die Ausbildungsabbrüche durch die verstärkten Aktivitäten zu reduzieren, unerfüllt. Zwar stehen neben neuen und erweiterten Diagnoseverfahren die Betriebspraktika noch immer als Erfolgsfaktoren im Mittelpunkt, um Berufsentscheidungen zu individualisieren. Doch als Informationssucher stehen die Jugendlichen in den Betrieben oft vor für sie schwer zu verarbeitenden Eindrücken, die die hochindustrialisierte Welt der modernen Produktionsstätten darstellen. Hier bietet das Modell der Patenschaften die entscheidende Hilfe zur Reduktion der Komplexität: Die Schüler werden von Auszubildenden im zweiten Ausbildungsjahr (Paten) betreut, die ihnen während der Praktikumswochen auch in der Berufsschule beratend und informierend zur Seite stehen. Die Paten werden somit Experten der betriebsorientierten Berufsorientierung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Heterogeneous returns to personality: the role of occupational choice (2014)
Johny, Katrin; Thomsenz, Stephan L.;Zitatform
Johny, Katrin & Stephan L. Thomsenz (2014): Heterogeneous returns to personality. The role of occupational choice. In: Empirical economics, Jg. 47, H. 2, S. 553-592. DOI:10.1007/s00181-013-0756-8
Abstract
"We analyze the role of personality in occupational choice and wages using data from Germany for the years 1992 to 2009. Characterizing personality by use of seven complementary measures, the empirical findings show that it is an important determinant of occupational choice. Associated with that, identical personality traits are differently rewarded across occupations. By evaluating different personality profiles, we estimate the influence of personality as a whole. The estimates establish occupation-specific patterns of significant returns to particular personality profiles. These findings underline the importance to consider the occupational distribution when analyzing returns to personality due to its heterogeneous valuation." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Übergänge wohin? Auswirkungen sinkender Schulabgängerzahlen auf die Berufswahl und Akzeptanz von Ausbildungsangeboten (2014)
Schier, Friedel; Ulrich, Joachim Gerd;Zitatform
Schier, Friedel & Joachim Gerd Ulrich (2014): Übergänge wohin? Auswirkungen sinkender Schulabgängerzahlen auf die Berufswahl und Akzeptanz von Ausbildungsangeboten. In: Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik, Jg. 110, H. 3, S. 358-373.
Abstract
"2012 stieg die Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze weiter an - obwohl es insgesamt weniger Lehrstellenangebote gegeben und sich die Marktlage für die Ausbildungsplatzanbieter rechnerisch sogar verbessert hatte. Zugleich gab es ungeachtet einer sinkenden Zahl ausbildungsinteressierter Jugendlicher mehr erfolglose Bewerber. Der Beitrag sucht unter Bezugnahme auf die Berufswahltheorie von Linda Gottfredson und auf die entscheidungstheoretischen Modelle von Hartmut Esser nach Antworten, warum es zu diesen scheinbar widersprüchlichen Entwicklungen kommen konnte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Bildungsorientierungen als Charakteristika eines intergenerationalen Familienhabitus: Erträge einer empirischen Studie (2013)
Farrenberg, Dominik;Zitatform
Farrenberg, Dominik (2013): Bildungsorientierungen als Charakteristika eines intergenerationalen Familienhabitus. Erträge einer empirischen Studie. In: Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation, Jg. 33, H. 3, S. 300-315.
Abstract
"Der folgende Beitrag fasst die Ergebnisse einer explorativ-rekonstruktiven Forschungsarbeit zusammen, die die intergenerationalen Bildungsorientierungen in Familien heterogener sozialer Herkunft untersucht. Ziel ist, die innerfamilialen Orientierungen zu beleuchten, die über die biografischen Bildungserfahrungen der Eltern weiter vermittelt werden und sich sowohl in expliziten Bildungsaspirationen und Berufswahlentscheidungen, als auch im implizit vollzogenen Bildungshandeln des Alltags offenbaren. Auf der Grundlage der Habitus- und Kapitalkonzepte Bourdieus werden folgend vorrangig die differenten Perspektivenverständnisse und Priorisierungen von Bildung erörtert, die die jeweiligen Bildungsorientierungen der Familien markieren und die zentralen Ergebnisse der Studie darstellen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Occupational aspirations: Constructs, Meanings and Application (2013)
Rojewski, Jay W.;Zitatform
Rojewski, Jay W. (2013): Occupational aspirations: Constructs, Meanings and Application. In: S. D. Brown & R. W. Lent (Hrsg.) (2013): Career development and counseling, Hoboken, Wiley S. 131-154.
Abstract
"The study of occupational aspirations is intriguing, yet the simple question about work-related goals is not so simple. In fact, aspirations can be an important variable in understanding a person's self-concept, career-related behavior, perception of social forces on the opportunities available, and future educational and career-related choices and attainment. This chapter, then, synthesizes the literature on occupational aspirations and attempts to apply relevant research results to our understanding, theory, and practice. Specifically, I define aspirations, explore the related notion of occupational expectations (ideal versus real aspirations), summarize several theoretical positions related to the development and shaping of aspirations, and identify the internal and external variables that shape aspirations within a career development context." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Social aspects of career choice from the perspective of habitus theory (2013)
Vilhjalmsdottir, Gudbjörg; Arnkelsson, Gudmundur B.;Zitatform
Vilhjalmsdottir, Gudbjörg & Gudmundur B. Arnkelsson (2013): Social aspects of career choice from the perspective of habitus theory. In: Journal of vocational behavior, Jg. 83, H. 3, S. 581-590. DOI:10.1016/j.jvb.2013.08.002
Abstract
"The concept of habitus designates a cognitive structure that is socially embedded and can give valuable insight into the social influences on career choice. A study investigating the relationship of habitus to career choice is presented in a sample of Icelandic youth aged 19 - 22 (N = 476). Measures of habitus were developed on the basis of reported cultural and leisure activities. The analysis of leisure and cultural items progressed in two steps: factor analysis and cluster analysis. The clusters constitute the four different habitus groups: Pop and fashion, Sports and rock, Music, and Literature. Correspondence factor analysis showed that the habitus groups (clusters) were related to other social variables, such as gender and class; validating habitus theory. Additionally, habitus measures were strongly linked to career variables, such as occupational perception and preferred future occupation. The results support previous research in showing that habitus theory is relevant to career counseling theory and can be a basis of understanding the relationship between social structure and career choice." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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College major choice and the gender gap (2013)
Zafar, Basit;Zitatform
Zafar, Basit (2013): College major choice and the gender gap. In: The Journal of Human Resources, Jg. 48, H. 3, S. 545-595.
Abstract
"This paper studies how college majors are chosen, focusing on the underlying gender gap. I collect a data set of Northwestern University sophomores that contains their subjective expectations about choice-specific c outcomes, and estimate a model where majors are chosen under uncertainty. Enjoying coursework and gaining parents' approval are the most important determinants in the choice for both genders. However, males and females differ in their preferences in the workplace, with males caring about the pecuniary outcomes in the workplace much more than females. The gender gap is mainly due to gender differences in preferences and tastes, and not because females are underconfident about their academic ability or fear monetary discrimination. The findings in this paper make a case for policies that change attitudes toward gender roles." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Der Beruf in den Vorstellungen von Grundschulkindern (2012)
Zitatform
Baumgardt, Iris (2012): Der Beruf in den Vorstellungen von Grundschulkindern. Baltmannsweiler: Schneider-Verl. Hohengehren, 296 S.
Abstract
"'Nicht nur die Vorstellungen zum jeweiligen Wunschberuf sind von Kind zu Kind, von Mädchen zu Junge unterschiedlich. Auch die hinter den Berufsbezeichnungen liegenden Konzepte zum Berufsbegriff variieren. Das Wissen um diese subjektiven Konzepte der Kinder stellt eine Grundlage für die Entwicklung und Gestaltung von beruflichen Orientierungsprozessen im Sachunterricht der Grundschule dar. In dieser Studie werden die Wunschberufe von Mädchen und Jungen sowie die Vorstellungen der Kinder zum Beruf präsentiert. Die Vorstellungen von Grundschulkindern zum Beruf sind im Kontext mit frühkindlichen Bildungsprozessen einerseits sowie den beruflichen Vorstellungen von Jugendlichen andererseits zu sehen. Mit dem Fokus auf die Vorstellungen von Kindern zur Berufs- und Arbeitswelt leistet diese Untersuchung einen zentralen Beitrag für die wissenschaftliche Diskussion zum ökonomischen Lernen im Rahmen der politischen Bildung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Stay in school or start working?: the human capital investment decision under uncertainty and irreversibility (2012)
Zitatform
Bilkic, Natasa, Thomas Gries & Margarethe Pilichowski (2012): Stay in school or start working? The human capital investment decision under uncertainty and irreversibility. In: Labour economics, Jg. 19, H. 5, S. 706-717. DOI:10.1016/j.labeco.2012.04.005
Abstract
"At any moment a student may decide to leave school and enter the labor market, or to stay in the education system. The timing of their departure determines their level of academic achievement and formal qualification. Education is a multi-stage process of investing in an accumulative human capital stock. How long can I expect to go to school? How much will I invest in my education? To answer these questions we apply the real option approach. We depart from recent literature by (1) adding accumulated education costs and determining the expected time of market entry, (2) considering complete earnings profiles including entry-level wages, sheepskin effects and earning dynamics, and (3) discussing the option value of schooling while introducing potential career opportunities or threats of unemployment modeled as major uncertain events connected with particular formal education achievements." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Sex ratio and women's career choice: does a scarcity of men lead women to choose briefcase over baby? (2012)
Durante, Kristina M. ; Griskevicius, Vladas; Simpson, Jeffry A. ; Tybur, Joshua M. ; Cantú, Stephanie M.;Zitatform
Durante, Kristina M., Vladas Griskevicius, Jeffry A. Simpson, Stephanie M. Cantú & Joshua M. Tybur (2012): Sex ratio and women's career choice. Does a scarcity of men lead women to choose briefcase over baby? In: Journal of personality and social psychology, Jg. 103, H. 1, S. 121-134. DOI:10.1037/a0027949
Abstract
"Although the ratio of males to females in a population is known to influence behavior in nonhuman animals, little is known about how sex ratio influences human behavior. We propose that sex ratio affects women's family planning and career choices. Using both historical data and experiments, we examined how sex ratio influences women's career aspirations. Findings showed that a scarcity of men led women to seek high-paying careers and to delay starting a family. This effect was driven by how sex ratio altered the mating market, not just the job market. Sex ratios involving a scarcity of men led women to seek lucrative careers because of the difficulty women have in finding an investing, long-term mate under such circumstances. Accordingly, this low-male sex ratio produced the strongest desire for lucrative careers in women who are least able to secure a mate. These findings demonstrate that sex ratio has far-reaching effects in humans, including whether women choose briefcase over baby." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Career decision-making profiles vs. styles: convergent and incremental validity (2012)
Zitatform
Gati, Itamar, Reuma Gadassi & Rona Mashiah-Cohen (2012): Career decision-making profiles vs. styles. Convergent and incremental validity. In: Journal of vocational behavior, Jg. 81, H. 1, S. 2-16. DOI:10.1016/j.jvb.2012.03.004
Abstract
"The present research investigated the convergent and incremental validity of the multidimensional mode) and questionnaire - the Career Decision-Making Profiles (CDMP, Gati, Landman, Davidovitch, Peretz-Asulin, & Gadassi, 2010) - by comparing it to two prevalent decision-making style models. Study 1 compared the CDMP to the Vocational Decision Style Indicator (VDSI: Walsh, 1986) using a sample of 423 young adults. Study 2 compared the CDMP to the General Decision-Making Style inventory (GDMS: Scott & Bruce, 1995; based an Harren, 1979) using a sample of 427 individuals. The results of Studies 1 and 2 supported the convergent validity of the CDMP. Moreover, the results supported the advantage of the CDMP over the VDSI in predicting individuals' stages in the career decision-making process" (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Berufs- und Arbeitsmarktorientierung für Jugendliche: Anforderungen im Wirkungsbereich von Pädagogischen Hochschulen und AMS (2012)
Steiner, Karin; Schneeweiß, Sandra; Kerler, Monira;Zitatform
Steiner, Karin, Monira Kerler & Sandra Schneeweiß (2012): Berufs- und Arbeitsmarktorientierung für Jugendliche. Anforderungen im Wirkungsbereich von Pädagogischen Hochschulen und AMS. (AMS report 88), Wien, 64 S.
Abstract
"In einem ersten Schritt werden in diesem Bericht der Status quo und die Trends in der schulischen und außerschulischen Bildungs- und Berufsberatungslandschaft in Österreich dargestellt. Im Anschluss wird kurz der Wirkungsbereich der Pädagogischen Hochschulen skizziert. In einem nächsten Schritt folgt die Darstellung der Literaturanalyse über die Anforderungen an die schulische Bildungs- und Berufsberatung. In diesem theoretischen Teil werden die Ergebnisse der Literaturanalyse skizziert. Im methodischen Teil werden die Ergebnisse der qualitativen Analyse dargestellt. Diese basieren auf den zehn durchgeführten qualitativen Leitfadeninterviews mit ExpertInnen. Dabei wurden ExpertInnen aus dem Wirkungsbereich der Pädagogischen Hochschulen, aus außerschulischen Bildungs- und Berufsberatungsinstitutionen, aus dem Wissenschaftsbereich und aus dem Bereich des zuständigen Ministeriums gewählt. Im vorletzten Schritt werden kurz jene Punkte zusammengefasst, die von den ExpertInnen als Mängel im schulischen Bildungs- und Berufsberatungssystem in Österreich genannt wurden. Den Abschluss bildet eine Zusammenfassung der theoretischen und empirischen Ergebnisse." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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The contextual challenges of occupational sex segregation: deciphering cross-national differences in Europe (2012)
Zitatform
Steinmetz, Stephanie (2012): The contextual challenges of occupational sex segregation. Deciphering cross-national differences in Europe. Wiesbaden: VS, Verl. für Sozialwissenschaften, 288 S. DOI:10.1007/978-3-531-93056-5
Abstract
"This study untangles the complex interplay of individual and contextual factors shaping cross-national differences in horizontal and vertical occupational sex segregation. It relates the individual factors affecting occupational decisions to the broader social and economic context within a given society. Following this approach, Stephanie Steinmetz provides a comprehensive overview of the development and causes of cross-national differences in occupational sex segregation. She offers insights into the positioning of 21 EU Members States, particularly of former CCE countries. Based on advanced multi-level models, the study shows that institutional factors, such as the organization of educational systems, post-industrial developments, social policies, and the national 'gender culture', play a crucial role in shaping sex segregation processes apart from individual factors. The author clarifies that a distinct set of institutional factors is relevant to each of the two dimensions of occupational sex segregation and that these factors operate in different directions: some reduce horizontal segregation while at the same time aggravating the vertical aspect. Finally, the study assesses the empirical findings from a political perspective by addressing the future contextual challenges of EU Member States seeking to attain higher gender equality on the labour market." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Erfassung des beruflichen Aspirationsfelds Jugendlicher: IbeA ein Diagnoseinstrument für Berufsorientierung und Forschung (2012)
Steinritz, Gabi; Kayser, Hans; Ziegler, Birgit;Zitatform
Steinritz, Gabi, Hans Kayser & Birgit Ziegler (2012): Erfassung des beruflichen Aspirationsfelds Jugendlicher. IbeA ein Diagnoseinstrument für Berufsorientierung und Forschung. In: Berufs- und Wirtschaftspädagogik - online H. 22, S. 1-18.
Abstract
"Obwohl Experten für Berufsberatung eine berufswahltheoretische Fundierung von diagnostischen Verfahren fordern, fehlt diese vielen deutschsprachigen Instrumenten zur Unterstützung von Berufswahlprozessen. Die Ausrichtung ausschließlich an beruflichen Interessen, deren diagnostische Relevanz HOLLAND aufzeigt, vernachlässigt nach GOTTFREDSON relevantere Faktoren, wie die Passung zwischen Selbstbild und Berufskonzept bezüglich Geschlecht und Prestige. Berufliche Aspirationen entstehen danach nicht nur über bewusste Interessen, sondern auch über vorbewusste Faktoren wie den Wunsch eine bestimmte soziale Rolle in Bezug auf Geschlecht und Prestige einzunehmen. Der vorliegende Artikel legt einen Entwurf für ein digitales Instrument vor, das bewusste wie vorbewusste Faktoren von Berufswahl erfassen und so für Forschung und Berufsberatung zugänglich machen soll." (Autorenreferat; BIBB-Doku)
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Mit Benchmarking die Berufsorientierung verbessern (2012)
Wollersheim, Bert;Zitatform
Wollersheim, Bert (2012): Mit Benchmarking die Berufsorientierung verbessern. In: Berufsbildung, Jg. 66, H. 137, S. 40-43.
Abstract
In der Berufsorientierung fehlen gut strukturierte und inhaltlich korrekte Gesamtkonzepte, die auch ein Höchstmaß an Objektivität und Seriosität gewährleisten. Benchmarking kann schulische Berufsorientierung verbessern helfen, indem sich Schulen anhand festgelegter Kriterien miteinander vergleichen, um den bestmöglichen Standard zu erreichen. Es geht um die Frage, wie einzelne Maßnahmen zur Berufsorientierung curricular besser verzahnt werden können, um den Ansprüchen an eine schülergerechte Berufsorientierung gerecht zu werden. Die Federführung sollte aufgrund ihrer Stellung in der Berufsorientierung die Bundesagentur für Arbeit übernehmen. (BIBB-Doku)
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Literaturhinweis
Berufswahlfreiheit: ein Modell im Spannungsfeld zwischen Individuum und Umwelt (2011)
Zitatform
Marty, Res, Andreas Hirschi, Daniel Jungo, Martina Jungo & René Zihlmann (Hrsg.) (2011): Berufswahlfreiheit. Ein Modell im Spannungsfeld zwischen Individuum und Umwelt. Bern: SDBB, 199 S.
Abstract
Der Band beschäftigt sich mit der Frage, wieviel Freiheit und Spielraum bei beruflichen Entscheidungen besteht. Die Einschränkungen und die Förderung der Berufwahlfreiheit lassen sich mehr dem Individuum oder mehr der Gesellschaft, d.h. mehr inneren oder mehr äußeren Einflussfaktoren zuordnen. Behandelt werden der Begriff der Berufswahlfreiheit, rechtliche und philosophische Überlegungen, Berufswahltheorien und Beratungsmodelle, Forschungsergebnisse, Berufswahlfreiheit aus der Sicht Betroffener sowie verschiedene Ansätze für eine Erziehung zur Berufswahlfreiheit. (IAB)
Inhaltsverzeichnis:
René Zihlmann: Berufswahlfreiheit? - Rechtliche und philosophische Annäherungen (9-37);
Daniel Jungo: Berufswahlfreiheit - Psychologische Grundlagen und ihre Bedeutung für die Praxis (39-98);
Andreas Hirschi: Berufswahlfreiheit als Selbstgestaltung beruflicher Entwicklung (99-110);
Martina Jungo: Berufswahlfreiheit aus der Optik Betroffener (111-143);
Res Marty: Ansätze zur Umsetzung der Erkenntnis für eine "Erziehung zur Berufs-, Studien- und Laufbahnwahlfreiheit" (145-178);
René Zihlmann: Schlusswort (179-187).
