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Dossier

Female breadwinner – Erwerbsentscheidungen von Frauen im Haushaltskontext

Nach wie vor ist die ungleiche Verteilung von Erwerbs- und Familienarbeit zwischen den Partnern der Regelfall. Traditionelle familiäre Arrangements werden dabei durch institutionelle Rahmenbedingungen bevorzugt. Die Folge ist, dass Frauen immer noch beruflich zurückstecken - auch wenn sie den Hauptteil des Haushaltseinkommens erarbeiten und damit die Rolle der Familienernährerin übernehmen.
Dieses Themendossier widmet sich den Bedingungen und Auswirkungen der Erwerbsentscheidung von Frauen sowie empirischen Studien, die sich mit der Arbeitsteilung der Partner im Haushaltskontext befassen.
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im Aspekt "Deutschland"
  • Literaturhinweis

    Raus aus der Zweitverdienerinnenfalle: Reformvorschläge zum Abbau von Fehlanreizen im deutschen Steuer- und Sozialversicherungssystem (2021)

    Blömer, Maximilian ; Brandt, Przemyslaw; Peichl, Andreas ;

    Zitatform

    Blömer, Maximilian, Przemyslaw Brandt & Andreas Peichl (2021): Raus aus der Zweitverdienerinnenfalle. Reformvorschläge zum Abbau von Fehlanreizen im deutschen Steuer- und Sozialversicherungssystem. Gütersloh, 45 S. DOI:10.11586/2021077

    Abstract

    "In der diesem Bericht zugrunde liegenden Studie haben wir häufig diskutierte Vorschläge für Reformen untersucht, die dem Ziel dienen sollen, die Beschäftigungsanreize für Zweitverdienende zu verbessern. Bei den Zweitverdienenden handelt es sich häufig um Ehefrauen und Mütter. Wir haben uns in unserer Analyse auf die Regelungen zum Mini- und Midijob, das Ehegattensplitting und verschiedene Kombinationen der diskutierten Reformelemente konzentriert. Zur Quantifizierung der Wirkungen der vorgeschlagenen Reformen auf das Arbeitsangebot haben wir das ifo-Mikrosimulationsmodell verwendet, ein empirisch geschätztes strukturelles Arbeitsangebotsmodell im Haushaltskontext." (Textauszug, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Maternal Labor Supply: Perceived Returns, Constraints, and Social Norms (2021)

    Boneva, Teodora ; Rauh, Christopher ; Kaufmann, Katja Maria;

    Zitatform

    Boneva, Teodora, Katja Maria Kaufmann & Christopher Rauh (2021): Maternal Labor Supply: Perceived Returns, Constraints, and Social Norms. (IZA discussion paper 14348), Bonn, 93 S.

    Abstract

    "We design a new survey to elicit quantifiable, interpersonally comparable beliefs about pecuniary and non-pecuniary benefits and costs to maternal labor supply decisions, to study how beliefs vary across and within different groups in the population and to analyze how those beliefs relate to choices. In terms of pecuniary returns, mothers' (and fathers') later-life earnings are perceived to increase the more hours the mother works while her child is young. Similarly, respondents perceive higher non-pecuniary returns to children's cognitive and non-cognitive skills the more hours a mother works and the more time her child spends in childcare. Family outcomes on the other hand, such as the quality of the mother-child relationship and child satisfaction, are perceived to be the highest when the mother works part-time, which is also the option most respondents believe their friends and family would like them to choose. There is a large heterogeneity in the perceived availability of full-time childcare and relaxing constraints could substantially increase maternal labor supply. Importantly, it is perceptions about the non-pecuniary returns to maternal labor supply as well as beliefs about the opinions of friends and family that are found to be strong predictors of maternal labor supply decisions, while beliefs about labor market returns are not." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Marriage Market and Labor Market Sorting (2021)

    Calvo, Paula A.; Reynoso, Ana; Lindenlaub, Ilse;

    Zitatform

    Calvo, Paula A., Ilse Lindenlaub & Ana Reynoso (2021): Marriage Market and Labor Market Sorting. (NBER working paper 28883), Cambridge, MA, 67 S. DOI:10.3386/w28883

    Abstract

    "We build a novel equilibrium model in which households' labor supply choices form the link between sorting on the marriage market and sorting on the labor market. We first show that in theory, the nature of home production – whether partners' hours are complements or substitutes – shapes marriage market sorting, labor market sorting and labor supply choices in equilibrium. We then estimate our model on German data to assess the nature of home production in the data, and find that spouses' home hours are complements. We investigate to what extent complementarity in home hours drives sorting and inequality. We find that the home production complementarity – by strengthening positive marriage sorting and reducing the gender gap in hours and labor sorting – puts significant downward pressure on the gender wage gap and within-household income inequality, but it fuels between-household inequality. Our estimated model sheds new light on the sources of inequality in today's Germany and – by identifying important shifts in home production technology towards more complementarity – on the evolution of inequality over time." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Mütter haben unterschiedliche Erwerbswünsche und erwerbsbezogene Normen: Ergebnisse einer empirischen Analyse auf Basis des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) (2021)

    Geis-Thöne, Wido;

    Zitatform

    Geis-Thöne, Wido (2021): Mütter haben unterschiedliche Erwerbswünsche und erwerbsbezogene Normen. Ergebnisse einer empirischen Analyse auf Basis des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP). (IW-Report / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 2021,28), Köln, 48 S.

    Abstract

    "In den letzten 20 Jahren hat sich das Rollenbild der Mütter in Deutschland sehr stark gewandelt, wie eine Auswertung des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) zeigt. Wollten im Jahr 1998 noch 26,3 Prozent der Frauen im Alter zwischen 25 und 54 Jahren mit minderjährigen oder volljährigen Kindern keiner Erwerbstätigkeit nachgehen, lag dieser Anteil im Jahr 2018 nur noch bei 12,4 Prozent. Gleichzeitig ist im letzten Jahrzehnt auch eine starke Tendenz weg von der kleinen Teilzeit mit weniger als 20 Stunden in der Woche und hin zur Vollzeit oder vollzeitnahen Teilzeit zu beobachten. Allerdings unterscheiden sich die Erwerbswünsche je nach sozioökonomischem Hintergrund stark. So wollten Mütter ohne berufsqualifizierenden Abschluss im Jahr 2018 mit 25,4 Prozent mehr als dreimal so häufig keiner Erwerbstätigkeit nachgehen wie Mütter mit Hochschulabschluss mit 8,0 Prozent. Ebenso findet sich ein derartiges traditionelles Rollenbild auch bei zugewanderten Müttern und Müttern mit drei und mehr Kinder besonders oft. Auch wollen Mütter mit gutverdienenden Partnern unter sonst gleichen Bedingungen häufiger in Teilzeit und seltener in Vollzeit arbeiten. Überdies zeigt sich auch über ein Vierteljahrhundert nach der Wiedervereinigung noch ein so starkes Ost-Westgefälle, dass die Anforderungen an die Vereinbarkeit von Familie und Beruf als strukturell unterschiedlich einzustufen sind. Betrachtet man die im SOEP ebenfalls erhobenen Einschätzungen der Mütter dazu, ob Männer und Frauen möglichst gleich viel erwerbstätig sein und sich um Haushalt und Familie kümmern sollten sowie ob Kinder im Alter unter drei und unter sechs Jahren unter einer Erwerbstätigkeit der Mütter leiden, wird deutlich, dass sich nicht nur die Erwerbswünsche, sondern auch die erwerbsbezogenen Normen der Mütter stark unterscheiden. So lehnen Mütter mit gutverdienenden Partnern eine gleiche Aufgabenteilung unter sonst gleichen Bedingungen besonders häufig ab und Mütter ohne berufsqualifizierenden Abschluss, zugewanderte Mütter und Mütter mit drei und mehr Kindern sehen sie besonders häufig im Hinblick auf das Wohlergehen kleinerer Kinder als kritisch an. Auch wenn die Lage dieser Mütter im öffentlichen Diskurs wenig präsent ist, muss die Familienpolitik auch hier unterstützende Maßnahmen anbieten. Wichtig ist zunächst, dass sie für die Risiken der von ihnen gewählten Erwerbsbiografien im Falle der Trennung und des Todes oder der unerwarteten Arbeitslosigkeit des Partners sensibilisiert werden. Zudem sollte die Familienpolitik bei der Gestaltung finanzieller Anreize für eine stärkere Erwerbsbeteiligung der Mütter die Vielfalt der Lebenswirklichkeiten der Familien im Blick behalten und diese nicht, wie beim Konzept der Familienarbeitszeit, nur auf sehr spezifische Erwerbskonstellationen ausrichten, sondern möglich breit anlegen. Dabei ist auch zu beachten, dass zunächst die bestehenden Hemmnisse abgebaut und insbesondere die Betreuungsangebote tatsächlich bedarfsgerecht ausgebaut werden müssen. Dies hilft den Müttern mit älteren und erwachsenen Kindern allerdings wenig, die meist ebenfalls nur in beschränktem Umfang einer Erwerbstätigkeit nachgehen wollen. Hier wären weitergehende wissenschaftliche Untersuchungen notwendig, um festzustellen, wie sich ihr mit Blick auf die Fachkräftesicherung bedeutendes Potenzial für den Arbeitsmarkt heben lässt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Familienpolitik - Erwerbstätigkeit beider Elternteile stärken (2021)

    Geis-Thöne, Wido; Plünnecke, Axel;

    Zitatform

    Geis-Thöne, Wido & Axel Plünnecke (2021): Familienpolitik - Erwerbstätigkeit beider Elternteile stärken. (IW-Kurzberichte / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 2021,45), Köln, 3 S.

    Abstract

    "Um Familien wirtschaftlich besser zu stellen und gegen Risiken abzusichern, ist die Erwerbstätigkeit beider Elternteile hilfreich. Daher sollte die Familienpolitik die U3-Betreuung und Ganztagsgrundschulen ausbauen, die Qualität der Betreuungsangebote erhöhen und Elterngeld und Ehegattenbesteuerung weiterentwickeln." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Women's employment transitions: The influence of her, his, and joint gender ideologies (2021)

    Grunow, Daniela ; Lietzmann, Torsten ;

    Zitatform

    Grunow, Daniela & Torsten Lietzmann (2021): Women's employment transitions: The influence of her, his, and joint gender ideologies. In: Demographic Research, Jg. 45, S. 55-86., 2021-05-19. DOI:10.4054/DemRes.2021.45.3

    Abstract

    "Research suggests that women’s employment decisions are influenced by not only their own gender ideologies but also their partners’. This paper is the first study examining the role of a couple’s joint gender ideology on the female partner’s employment transitions, specifically her work hours and employment breaks. The authors seek to advance research on the effects of gender ideologies on paid work transitions conceptually, arguing that a couple’s (dis)agreement on gender ideologies may be important. The authors use data from the German panel study Labour Market and Social Security (PASS) and logistic regression models estimating the probability of reducing work hours or taking an employment break between two successive panel waves. Women’s gender ideologies impact their likelihood of reducing work hours and taking an employment break. The more egalitarian women are, the less likely they are to reduce their labor market participation. The male partner’s gender ideology initially appears irrelevant. However, when considering the couple as a unit, the authors find a couple effect of joint ideology: Women are more likely to reduce their work hours when both partners believe in gender essentialism as opposed to other couple-ideology constellations. For women’s employment breaks, findings also point to a couple-ideology effect, though with less statistical certainty. The couple perspective shows that his gender ideology matters only in relation to hers. Introducing the couple perspective reveals that individual ideology measures provide a skewed picture of how gender ideologies actually work in couples to influence the gender division of paid work." (Author's abstract, © 1999–2021 Max Planck Society) ((en))

    Beteiligte aus dem IAB

    Lietzmann, Torsten ;
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  • Literaturhinweis

    Long-term Trends in the Gender Income Gap within Couples: West Germany, 1978–2011 (2021)

    Haupt, Andreas ; Strauss, Susanne ; Saile, Anna-Theresa;

    Zitatform

    Haupt, Andreas, Susanne Strauss & Anna-Theresa Saile (2021): Long-term Trends in the Gender Income Gap within Couples. West Germany, 1978–2011. (SocArXiv papers), 38 S. DOI:10.31235/osf.io/jm4ug

    Abstract

    "Over the past 50 years, women in Western societies have increased their level of education and their participation in the labour market. Nevertheless, they continue to contribute significantly less to a couple’s income than their male partners. Here, we ask how the gender income gap within couples has changed over the past decades and in which groups it has decreased or increased. We synthesize streams of argumentation regarding the sources of changes in the gap into one broad perspective on the changing opportunities available to coupled women to convert their income potential into actual income contributions, and how this relates to the income trends of their male counterparts. Using German Microcensus data, we show that West German women contributed 16.5% to couples’ income in 1978 and had increased their contribution to 30.1% by 2011. Our decompositions reveal that women contributed to this mostly by changes in composition, namely due to being more highly educated and working longer hours. Women contributed very little due to increased income returns. Income trends of non-working women are a notable exception. In contrast, men contributed to the trend with changes in income returns. Their higher education and full-time premiums have been a strong counter to the overall trend." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Sorgearbeit während der Corona-Pandemie: Mütter übernehmen größeren Anteil – vor allem bei schon zuvor ungleicher Aufteilung (2021)

    Jessen, Jonas ; Spieß, C. Katharina ; Wrohlich, Katharina ;

    Zitatform

    Jessen, Jonas, C. Katharina Spieß & Katharina Wrohlich (2021): Sorgearbeit während der Corona-Pandemie: Mütter übernehmen größeren Anteil – vor allem bei schon zuvor ungleicher Aufteilung. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 88, H. 9, S. 131-139. DOI:10.18723/diw_wb:2021-9-1

    Abstract

    "Eltern haben im Zuge der ersten coronabedingten Kita- und Schulschließungen einen Großteil der Bildungs- und Betreuungsarbeit übernommen. Vielfach wurde in der Öffentlichkeit diskutiert, inwiefern die Corona-Pandemie die Aufteilung von Sorge- und Erwerbsarbeit zwischen Müttern und Vätern verändert hat. Eine Auswertung neuer pairfam-Daten zeigt ein differenziertes Bild: Einerseits hat sich der Anteil der Paare, die sich Kinderbetreuung und Hausarbeit egalitär aufteilen, nicht signifikant verändert. Andererseits ist bei Paaren, bei denen die Frauen bereits vor der Pandemie den überwiegenden Teil der Sorgearbeit übernommen haben, das Ungleichgewicht in der Pandemie noch größer geworden. Im Frühjahr und Sommer 2020 haben Frauen in rund 16 Prozent und damit im Vorjahresvergleich in etwa doppelt so vielen Familien (fast) vollständig die Kinderbetreuung übernommen. Wenn Mütter im Homeoffice arbeiten, erledigen sie auch mehr Sorgearbeit, während dies bei Vätern nicht der Fall ist. Die Aufteilung der Sorgearbeit wird dabei von Müttern und Vätern sehr unterschiedlich wahrgenommen. Die Politik sollte aus einer gleichstellungspolitischen Perspektive bei neuen familienbezogenen Leistungen die ungleiche Verteilung der Sorgearbeit stärker in den Blick nehmen. Helfen könnten beispielsweise finanzielle Anreize für eine gleichmäßigere Aufteilung der Elternzeit." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Jessen, Jonas ;
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  • Literaturhinweis

    The Effects of Skill Regimes and Family Policies on the Gender Employment Gap (2021)

    Kang, Ji Young ;

    Zitatform

    Kang, Ji Young (2021): The Effects of Skill Regimes and Family Policies on the Gender Employment Gap. In: Social Politics, Jg. 28, H. 2, S. 359-384. DOI:10.1093/sp/jxz054

    Abstract

    "Drawing on the literature of gendering varieties of capitalism, this study empirically tests whether skill regimes moderate the association between family policy and the gender employment gap. Using the Luxembourg Income Study for fifteen countries with multilevel analysis and various gender employment indicators, this study finds that general skill regimes are associated with a smaller gender employment gap in full-time jobs, high-skilled jobs, and in the private sector. The effects of parental leave vary significantly by skill regimes, suggesting that patterns of gender employment gap associated with parental leave differ by types of skill regimes." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Breadwinning or on the breadline? Female breadwinners' economic characteristics across 20 welfare states (2021)

    Kowalewska, Helen ; Vitali, Agnese ;

    Zitatform

    Kowalewska, Helen & Agnese Vitali (2021): Breadwinning or on the breadline? Female breadwinners' economic characteristics across 20 welfare states. In: Journal of European Social Policy, Jg. 31, H. 2, S. 125-142. DOI:10.1177/0958928720971094

    Abstract

    "In analysing heterosexual couples’ work–family arrangements over time and space, the comparative social policy literature has settled on the framework of the ‘male-breadwinner’ versus the ‘dual-earner’ family. Yet, in assuming men in couple-families are (full-time) employed, this framework overlooks another work–family arrangement, which is the ‘female-breadwinner’ couple. Including female-breadwinner couples matters because of their growing prevalence and, as our analysis shows, greater economic vulnerability. We perform descriptive and regression analyses of Luxembourg Income Study microdata to compare household incomes for female-breadwinner couples and other couple-types across 20 industrialized countries. We then consider how labour earnings and benefit incomes vary for ‘pure’ breadwinner couples – comprising one wage-earner and one inactive/unemployed partner – according to the gender of the breadwinner. We find that pure female breadwinners have lower average individual earnings than male breadwinners, even after controlling for sociodemographic characteristics and occupational and working-time differences. Furthermore, welfare systems across most countries are not working hard enough to compensate for the female breadwinner earnings penalty, including in social-democratic countries. Once controls are included in our regression models, it never happens that pure female breadwinners have higher disposable household incomes than pure male breadwinners. Thus, our study adds to a growing body of evidence showing that female-breadwinner families sit at the intersection of multiple disadvantages. In turn, these couples offer comparative scholars of the welfare state an ‘acid test’ case study for how effectively families are protected from social risk. Our results additionally highlight how cross-national differences in the female breadwinner income disadvantage do not fit neatly with established welfare typologies, suggesting that other factors – in particular, labour market characteristics and the economic cycle – are also at play." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Essays in Applied Labor Economics (2021)

    Kunaschk, Max ;

    Zitatform

    Kunaschk, Max (2021): Essays in Applied Labor Economics. Erlangen, 175 S.

    Abstract

    "Diese Dissertation besteht aus vier unabhängigen Studien und behandelt die Themen Mindestlöhne, Geschlechterungleichheit auf dem Arbeitsmarkt, die Effekte einer großen Elterngeldreform, und Langzeitarbeitslosigkeit. Die breite der analysierten Themen zeigt die vielfältigen Möglichkeiten auf, die administrative Daten für die Forschung in der angewandten Wirtschaftswissenschaft bieten und diese Dissertation trägt damit neue Erkenntnisse zu zentralen Themen der Arbeitsmarktökonomik bei. Die erste Studie befasst sich mit den kausalen Effekten der Einführung eines Mindestlohns im deutschen Friseurgewerbe. Besonders an dem Sektor ist, dass er viele Charakteristika aufweist, die man von einem Arbeitsmarkt mit vollständiger Konkurrenz erwarten würde. Mithilfe der Vollerhebung aller abhängig beschäftigten Friseure in Deutschland und eines Difference-in-Differences-Ansatzes zeigt die Studie, dass selbst Mindestlöhne die, im Vergleich zum herrschenden Lohnniveau, relativ hoch sind, nicht zwangsläufig zu negativen Beschäftigungseffekten führen müssen, wie man es in einem Arbeitsmarkt mit vollständiger Konkurrenz eigentlich erwarten würde. Stattdessen zeigt die Studie, dass die Mindestlohneinführung zu einer Erhöhung der Verbraucherpreise geführt hat. Dies zeigt, dass zwar auch relativ hohe Mindestlöhne nicht zwangsläufig zu Arbeitsplatzverlusten führen, dies aber unter Umständen durch höhere Preise für Konsumenten kompensiert wird. Die zweite Studie befasst sich mit den kausalen Effekten der Einführung des nationalen Mindestlohns im Jahr 2015 auf geplante Humankapitalinvestitionen von Jugendlichen. Für diese Studie kombinieren wir Befragungsdaten mit einem Fokus auf Bildung mit administrativen Arbeitsmarktdaten. Mithilfe eines Difference-in-Differences-Ansatzes zeigt die Studie, dass die Reform die Wahrscheinlichkeit erhöht hat, dass Jugendliche einen höheren Schulabschluss erreichen wollen. Weiterhin zeigt die Studie mithilfe eines Triple Differencein-Differences-Ansatzes, dass dieser positive Effekt durch leistungsschwächere Jugendliche getrieben wird. Insgesamt implizieren die Ergebnisse, dass Jugendliche vorausschauend handeln und hinsichtlich ihrer Humankapitalentscheidungen sowohl auf Veränderungen von Löhnen, als auch auf Veränderungen der Wahrscheinlichkeit einen Arbeitsplatz zu finden reagieren. Die dritte Studie befasst sich mit Unterschieden in den Effekten des Kinderkriegens auf Geschlechterungleichheit auf dem Arbeitsmarkt in West- und Ostdeutschland, sowie mit den kausalen Effekten einer großen Elterngeldreform auf die Beschäftigungswahrscheinlichkeit von Müttern und Vätern. Diese Studie kombiniert verschiedene neue Ansätze, welche die Analysemöglichkeiten der administrativen Daten stark erweitern. Mithilfe eines Event-Study-Ansatzes zeigt die Studie, dass die Geburt des ersten Kindes die Beschäftigungswahrscheinlichkeit von Frauen in West- und in Ostdeutschland noch deutlich unterschiedlich beeinflusst, während es bei Männern kaum Unterschiede gibt. Hinsichtlich der Elterngeldreform zeigt die Studie, dass diese den Anteil der Väter, die Elternzeit nehmen, stark erhöht hat. Mithilfe eines neuen empirischen Ansatzes, der einen Event-Study-Ansatz mit einem Difference-in-Differences-Ansatz kombiniert, zeigt die Studie weiterhin, dass die Elterngeldreform das Arbeitsangebot von Männern und Frauen im ersten Jahr nach der Geburt des Kindes verringert hat, die Reform aber nach Ablauf der Periode während der Elterngeld gezahlt wird keine Auswirkungen auf die Beschäftigung beider Partner hatte. Letztlich zeigt die Studie noch, dass es keine langfristigen Effekte auf die Beschäftigungswahrscheinlichkeit beider Partner hat, wenn der Vater Elternzeit nimmt. Die vierte Studie vergleicht verschiedene statistische Methoden zur Vorhersage von Langzeitarbeitslosigkeit. Die Studie vergleicht Vorhersagen basierend auf logistischen Regressionsmodellen mit Vorhersagen basierend auf Random Forest Modellen und zeigt, dass, abhängig davon welche Ziele verfolgt werden und welche Budgetrestriktionen die Möglichkeiten staatlicher Jobvermittlung einschränken, eine der beiden Methoden zu bevorzugen ist. Vorhersagen basierend auf logistischen Regressionsmodellen identifizieren einen größeren Anteil der Personen, die Langzeitarbeitslos werden, während Vorhersagen basierend auf Random Forest Modellen einen geringeren Anteil an nicht-Langzeitarbeitslosen falsch als solche klassifizieren. Weiterhin zeigt die Studie, wie staatliche Arbeitsvermittlung potenzielle statistischer Diskriminierung adressieren kann und diskutiert Fragen hinsichtlich der praktischen Implementierung statistischer Vorhersagemethoden. Durch die Nutzung qualitativ hochwertiger administrativer Daten in Kombination mit einer Vielfalt empirischer Methoden trägt diese Dissertation somit zum Feld der angewandten Arbeitsmarktökonomik bei, indem sie neue Erkenntnisse zu wichtigen Themen des Feldes liefert. Während die ersten drei Studien hauptsächlich auf die Identifikation kausaler Effekte von Arbeitsmarktreformen abzielen, beschäftigt sich die vierte Studie vornehmlich mit den praktischen Implikationen der Nutzung statistischer Vorhersagemethoden in staatlicher Arbeitsvermittlung." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Kunaschk, Max ;
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  • Literaturhinweis

    Revisiting Gender Identity and Relative Income within Households - A cautionary tale on the potential pitfalls of density estimators (2021)

    Kühnle, Daniel ; Oberfichtner, Michael ; Ostermann, Kerstin ;

    Zitatform

    Kühnle, Daniel, Michael Oberfichtner & Kerstin Ostermann (2021): Revisiting Gender Identity and Relative Income within Households - A cautionary tale on the potential pitfalls of density estimators. In: Journal of Applied Econometrics, Jg. 36, H. 7, S. 1065-1073., 2021-04-13. DOI:10.1002/jae.2853

    Abstract

    "We show that Bertrand et al.’s (QJE 2015) finding of a sharp drop in the relative income distribution within married couples at the point where wives start to earn more than their husbands is unstable across different estimation procedures and varies across contexts. We apply the estimators by McCrary (JoE, 2008, McC) and Cattaneo et al. (JASA, 2020, CJM) to administrative data from the US and Germany and compare their performance in a simulation. Large bins cause McC to substantially over-reject the null hypothesis, and mass points close to the potential discontinuity affect McC more than CJM." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))

    Beteiligte aus dem IAB

    Oberfichtner, Michael ; Ostermann, Kerstin ;
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  • Literaturhinweis

    Anreizwirkungen des deutschen Steuer- und Transfersystems auf das Erwerbsangebot von Zweitverdienenden (2021)

    Lembcke, Franziska; Nöh, Lukas; Schwarz, Milena;

    Zitatform

    Lembcke, Franziska, Lukas Nöh & Milena Schwarz (2021): Anreizwirkungen des deutschen Steuer- und Transfersystems auf das Erwerbsangebot von Zweitverdienenden. (Arbeitspapier / Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung 2021,06), Wiesbaden, 49 S.

    Abstract

    "Ökonomische Anreize in der Familienpolitik spielen eine wichtige Rolle für das Potenzialwachstum, vor allem vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und familienpolitischer Maßnahmen, die sich auf die Produktivität und das Erwerbsangebot auswirken können. Hierbei steht die Frage im Mittelpunkt, wie sich familienpolitische Leistungen auf die ökonomische Zielsetzung auswirken, das Erwerbsangebot von Zweitverdienenden - die oftmals Frauen sind – zu erhöhen. In diesem Beitrag werden vor dem Hintergrund dieser Zielsetzung etwaige Fehlanreize im deutschen Steuer-, Abgaben- und Transfersystem sowie verschiedene Reformansätze diskutiert. Darunter fallen steuerliche Leistungen, wie das Ehegattensplitting, Leistungen der Sozialversicherungen, wie die beitragsfreie Mitversicherung von Ehepartnern, monetäre Transfers, wie das Kindergeld und Realtransfers, etwa durch subventionierte Kinderbetreuungsangebote. Dabei identifizieren wir zentrale Bausteine beim Übergang zu einem integrierten und ganzheitlichen System aus Steuern, Transfers und Sozialabgaben, bei dem sich einzelne Maßnahmen nicht konterkarieren, sondern gemeinsam in Richtung einer Ausweitung des Erwerbsangebots von Zweitverdienenden wirken." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Employment Trade-Offs under Different Family Policy Constellations (2021)

    Olsen, Karen M. ;

    Zitatform

    Olsen, Karen M. (2021): Employment Trade-Offs under Different Family Policy Constellations. In: Work, Employment and Society, Jg. 35, H. 1, S. 37-56. DOI:10.1177/0950017019892827

    Abstract

    "This article examines how employees consolidate the spheres of work and family in three countries with different family policy constellations: Sweden, Germany and Great Britain. The analyses are based on data from the International Social Survey Programme, 2015. Building on family policy typologies, the study demonstrates how gender and family and employment demands interact with the institutional setting regarding how people make employment trade-offs. The results show that (1) employees in Sweden make the fewest employment trade-offs, (2) family demands exert a gendered effect on employment trade-offs in Germany and (3) employment demands have both similar and distinct gender effects across countries. The article contributes to the literature by showing how individual characteristics interact with family policy constellations. The findings provide little support for a welfare-state paradox regarding family demands but some support with regard to employment demands." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Gender division of housework during the COVID-19 pandemic: Temporary shocks or durable change? (2021)

    Rodríguez Sánchez, Alejandra ; Harkness, Susan ; Fasang, Anette;

    Zitatform

    Rodríguez Sánchez, Alejandra, Anette Fasang & Susan Harkness (2021): Gender division of housework during the COVID-19 pandemic: Temporary shocks or durable change? In: Demographic Research, Jg. 45, S. 1297-1316. DOI:10.4054/DemRes.2021.45.43

    Abstract

    "Background: First evidence shows that lockdown and confinement measures were associated with a more egalitarian gender division of housework in the United Kingdom. However, we know little about how the gender division of housework adjusted in different phases of the pandemic. Objective: We ask: (1) How did the gender division of housework change with the first national lockdown in March 2020? (2) Did observed changes persist when the lockdown measures were lifted or did couples revert to the gender division of housework observed before lockdown? Methods: We describe changes in the share of housework done by women before, during, and after the first lockdown using data from the Understanding Society COVID-19 study and employing fixed effects regression for couples with pre-school or school age children and couples without children living at home. Results: The lockdown measures affected the gender division of housework with differential effects by the age of the youngest child in the household. After the initial shock, couples with younger children and couples with school-age children reverted to their pre-pandemic gender division of housework. However, couples without children living at home sustained a more equal share of housework. Conclusions: Like other shocks to the division of labor, couples tend to adapt to new circumstances, sustaining previous patterns of within household inequality. Initial signs of increasing gender equality at the start of the pandemic had already started to vanish for some by September 2020. Contribution: We show the effects of lockdown depend on couples’ life course stage at the time of the shock." (Author's abstract, IAB-Doku, © Max-Planck-Institut für demographische Forschung) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Eltern sein in Deutschland - Materialien zum Neunten Familienbericht (2021)

    Samper, Cristina; Reim, Julia; Boll, Christina ; Wild, Elke; Wendt, Ruth; Vries, Lisa de ; Conrad, Ines; Winkler, Anna; Zabel, Cordula ; Fischer, Veronika; Stockinger, Bastian ; Müller, Martina; Haux, Tina ; Schulz, Florian ; Zucco, Aline; Shinozaki, Kyoko; Wrohlich, Katharina ; Görges, Luise; Samtleben, Claire ; Specht-Riemenschneider, Louisa; Bernhardt, Janine ; Abramowski, Ruth ; Schönecker, Lydia; Michel, Marion; Orthmann Bless, Dagmar;

    Abstract

    Der Expertisenband versammelt die Expertisen für den neunten Familienbericht "Eltern sein in Deutschland - Ansprüche, Anforderungen und Angebote bei wachsender Vielfalt". Wie auch bei vorangegangenen Berichten war der Entstehungsprozess des Berichts nicht nur von intensiven kommissionsinternen Diskussionen geprägt, es wurde auch auf Fachkenntnisse externer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zurückgegriffen. Die Kommission hat beschlossen, die Expertisen als Online-Publikation einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. (IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Zabel, Cordula ;
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  • Literaturhinweis

    Wer macht was? Zum Einfluss von Entgeltunterschieden auf die Aufgabenteilung in Paarhaushalten (2021)

    Schmidt, Jörg; Stettes, Oliver;

    Zitatform

    Schmidt, Jörg & Oliver Stettes (2021): Wer macht was? Zum Einfluss von Entgeltunterschieden auf die Aufgabenteilung in Paarhaushalten. In: IW-Trends, Jg. 48, H. 1, S. 61-77. DOI:10.2373/1864-810X.21-01-04

    Abstract

    "Der vorliegende Beitrag untersucht den Einfluss von Entgeltdifferenzen in Paarhaushalten auf das zeitliche Engagement der Partner im Beruf und im Haushalt. Bei einer geschlechterbezogenen Aufgabenteilung wird untersucht, inwieweit Frauen und Männer sich im Vergleich zu ihren Partnern zeitlich im Haushalt und Beruf engagieren. Der durchschnittliche Rückstand des Bruttostundenlohns der Frau zu dem ihres Partners liegt bei 16,3 Prozent, wenn die Aufgabenteilung eher traditionell erfolgt. Ihr Lohnvorsprung beträgt durchschnittlich 6,6 Prozent, wenn eine eher antitraditionelle Aufgabenteilung vorliegt. Eine positive Altersdifferenz zwischen dem Mann und der Frau sowie die Existenz von Kindern begünstigen ein eher traditionelles Spezialisierungsmuster. Im Rahmen einer ökonomisch motivierten Aufgabenteilung wird analysiert, inwieweit das Haushaltsmitglied mit dem höheren Bruttostundenlohn mehr Zeit im Beruf und/oder weniger Zeit im Haushalt einsetzt als das andere. Wo ein ökonomisches Kalkül dem Spezialisierungsmuster zugrunde liegt, beträgt der Verdienstrückstand der Frau gegenüber ihrem Partner durchschnittlich 25,8 Prozent. Ökonometrische Schätzungen zeigen, dass vorhandene Lohnunterschiede zwischen beiden Partnern eine ökonomisch motivierte Spezialisierung begünstigen. Da Frauen im Durchschnitt geringere Bruttostundenlöhne aufweisen als ihre Partner, geht eine ökonomisch geprägte Aufgabenteilung zugleich häufig mit einer geschlechtsbezogenen Aufgabenteilung einher. Wirtschaftliche Überlegungen eines Paares können daher ein eher traditionelles Arbeitsteilungsarrangement verfestigen, das bereits vor der Geburt des ersten Kindes getroffen wurde." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Reform des Ehegattensplittings: Realsplitting mit niedrigem Übertragungsbetrag ist ein guter Kompromiss (2020)

    Bach, Stefan; Haan, Peter; Fischer, Björn; Wrohlich, Katharina ;

    Zitatform

    Bach, Stefan, Björn Fischer, Peter Haan & Katharina Wrohlich (2020): Reform des Ehegattensplittings: Realsplitting mit niedrigem Übertragungsbetrag ist ein guter Kompromiss. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 87, H. 41, S. 785-794. DOI:10.18723/diw_wb:2020-41-1

    Abstract

    "Ein Realsplitting wie bei Geschiedenen oder eine Individualbesteuerung mit übertragbarem Grundfreibetrag sind traditionelle Reformoptionen für das Ehegattensplitting. Ihr Nachteil ist, dass sie die Grenzbelastungen des Einkommens von zweitverdienenden PartnerInnen kaum reduzieren und somit die Erwerbsbeteiligung von verheirateten Frauen nur wenig fördern. Ein weiterer Reformvorschlag sind Zusatzfreibeträge für Ehepaare. Diese sind aber schwer verständlich und begünstigen Beidverdiener-Paare mit mittleren und höheren Einkommen zusätzlich. Ein alternativer Steuerabzugsbetrag für Ehepaare stößt in Deutschland auf rechtliche Vorbehalte. Ein guter Kompromiss zwischen den verschiedenen Reformanforderungen wäre ein Realsplitting für Ehepaare mit einem Übertragungsbetrag in Höhe des Grundfreibetrags. Dieser Vorschlag genügt den rechtlichen Anforderungen, ist leicht verständlich, vermeidet Belastungen in den unteren und mittleren Einkommensgruppen, fördert die Erwerbsbeteiligung von Zweitverdienenden und erzielt ein gewisses Steuermehraufkommen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Household labor supply: Collective results for certain developed countries (2020)

    Bautista Lacambra, Sergio;

    Zitatform

    Bautista Lacambra, Sergio (2020): Household labor supply: Collective results for certain developed countries. (MPRA paper / University Library of Munich 101514), München, 29 S.

    Abstract

    "This paper shows some empirical results for the collective labor supply of households in thirteen developed countries (USA, UK, Australia, Canada, Belgium, Netherlands, Germany, France, Spain, Italy, Russia, Japan, and China). I have reviewed a significant number of papers in order to aggregate information for future investigations. Among the conclusions obtained are a gender differential in labor supply when the household includes a child, and a greater level of female household production. This analysis shows that gender differences observed in other literature persist throughout the consulted literature." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Für wen lohnt sich Arbeit?: Partizipationsbelastungen im deutschen Steuer-, Abgaben- und Transfersystem (2020)

    Blömer, Maximilian ; Peichl, Andreas ;

    Zitatform

    Blömer, Maximilian & Andreas Peichl (2020): Für wen lohnt sich Arbeit? Partizipationsbelastungen im deutschen Steuer-, Abgaben- und Transfersystem. Gütersloh, 34 S. DOI:10.11586/2020074

    Abstract

    "Die gegenwärtige Corona-Pandemie hat die Schwächen des deutschen Arbeitsmarkts deutlich vor Augen geführt. Gerade geringfügig Beschäftigte sind besonders hart von Arbeitsplatzverlusten betroffen, da sie keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld haben und auch kein Kurzarbeitergeld erhalten. Vor allem für viele Haushalte mit niedrigem Einkommen ist damit in der aktuellen Krise ein erheblicher Teil des verfügbaren Einkommens weggebrochen. Dabei erweisen sich die besonderen Regelungen für Minijobs nicht erst jetzt als Hemmschuh für substanzielle, nachhaltige Beschäftigung. Neben fehlender sozialer Absicherung leiden Minijobber:innen unter mangelnden Weiterbildungs- und Entwicklungschancen und arbeiten häufig in niedrig entlohnten Tätigkeiten. Auf der Haben-Seite steht aus Sicht der Beschäftigten einzig die Steuer- und Abgabenfreiheit, das bekannte „brutto gleich netto“. Doch dieser kurzfristige Vorteil erweist sich allzu oft als Bumerang. Denn das Zusammenwirken im deutschen Steuer-, Abgaben- und Transfersystem trägt dazu bei, dass viele Frauen und Mütter sowie zahlreiche Beschäftigte insbesondere im Niedriglohnsektor in Kleinstjobs, geringfügiger Beschäftigung oder Teilzeit mit niedriger Stundenzahl gefangen sind – ein Mehr an Arbeit lohnt sich finanziell häufig nicht. Doch wie sehen die Anreizwirkungen auf das Arbeitsangebot für verschiedene Haushaltskonstellationen konkret aus, die sich durch das Zusammenspiel aus Steuern, Abgaben und Transferentzug ergeben? Diese Frage steht im Mittelpunkt der vorliegenden Studie. Die Analyse nimmt dabei die sogenannte Partizipationsbelastung in den Blick, die aufzeigt, wie viel Prozent des gesamten individuellen Bruttoeinkommens bei der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit als Steuern und Abgaben sowie durch Transferentzug vom Staat einbehalten werden. Damit beantwortet die Studie die Frage, für wen sich Arbeit lohnt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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