Fluchtmigrantinnen und -migranten – Bildung und Arbeitsmarkt
Auf der Flucht vor Krieg und politischer Verfolgung verlassen viele Menschen ihr Heimatland und suchen Schutz und neue Perspektiven in Deutschland und beantragen Asyl. Die Beteiligung am Arbeitsmarkt wird häufig als Schlüssel für die gesellschaftliche Integration der Fluchtmigrantinnen und -migranten gesehen.
Welche Qualifikationen bringen die Menschen mit, welche arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen sind hilfreich? Wie gehen die einzelnen Bundesländer damit um, welche Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft und die Sozialsysteme sind zu erwarten, wie sieht die Situation in anderen Ländern aus?
Dieses Themendossier stellt wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema zusammen und ermöglicht den Zugang zu weiterführenden Informationen sowie zu Positionen der politischen Akteure.
Literatur zur besonderen Situation der Geflüchteten aus der Ukraine finden Sie im
Themendossier Auswirkungen des Krieges gegen die Ukraine auf Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Fluchtmigration in Deutschland
- Literatur und Forschung aus dem IAB
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Zur Situation in Deutschland
- Positionen und Stellungnahmen
- zur Rechtslage
- Bildungstand und -förderung / Anerkennung von Qualifikation
- betriebliche Berufsausbildung/Berufsorientierung
- Studium
- Arbeitsmarktintegration, Maßnahmen und Programme
- Betriebe und Wirtschaftsbereiche
- Beschäftigungsformen
- Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit
- Geflüchtete im SGB II
- Löhne
- Arbeitsmarkteffekte der Flüchtlingszuwanderung
- Regionale Aspekte, Wohnsitzauflage
- Rückwanderung
- Daten und Statistik
- Quellen mit Unterscheidung nach Herkunftsregion
- Quellen mit Geschlechtsbezug
- Quellen mit Altersbezug
- Quellen mit regionalem Bezug
- Zur Situation in anderen Ländern
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Literaturhinweis
Gender differences in second language proficiency - Evidence from recent humanitarian migrants in Germany (2022)
Zitatform
Bernhard, Sarah & Stefan Bernhard (2022): Gender differences in second language proficiency - Evidence from recent humanitarian migrants in Germany. In: Journal of Refugee Studies, Jg. 35, H. 1, S. 282-309., 2021-03-08. DOI:10.1093/jrs/feab038
Abstract
"In this paper, we address gender differences in the host language proficiency of humanitarian migrants. Prior research has produced inconclusive results with regard to women’s host language proficiency relative to that of men: sometimes women’s proficiency exceeds that of men, sometimes women lag behind men, and sometimes there are no substantial differences. Using data on recent humanitarian migrants in Germany, we investigate factors contributing to similarities and differences in men’s and women’s language proficiency. We consider gender differences with respect to the family-related factors: marital status, children’s ages and children’s childcare situations are important for women but not for men. These findings point to the continued relevance of a gendered division of work. It also becomes clear that gendered role expectations are particularly consequential for mothers and wives. Moreover, we find evidence that women are more efficient learners than men are, while they have fewer learning opportunities than men." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Ungleichheit und Aufstieg in der Einwanderungsgesellschaft: Zur Stratifizierung geflüchteter Frauen und Männer im Kontext aktivierender Integrationspolitik (2022)
Zitatform
Fendel, Tanja & Franziska Schreyer (2022): Ungleichheit und Aufstieg in der Einwanderungsgesellschaft. Zur Stratifizierung geflüchteter Frauen und Männer im Kontext aktivierender Integrationspolitik. In: Soziale Welt, Jg. 73, H. 2, S. 266-308., 2021-08-02. DOI:10.5771/0038-6073-2022-2-266
Abstract
"Westliche Einwanderungsgesellschaften stratifizieren Geflüchtete ungleich entlang ihrer jeweiligen aufenthaltsrechtlichen Statusposition. Diese bestimmt den Zugang zu sozialen und politischen Rechten sowie zum Grad der Aufenthaltssicherheit. Um in der Hierarchie dieser civic stratification aufzusteigen, müssen verschiedene Gruppen von Geflüchteten zunehmend Integrationsleistungen nachweisen. Das bereits den Umbau des Wohlfahrtsstaates prägende Aktivierungsparadigma des 'Förderns und Forderns' wird so verstärkt auch in der Integrationspolitik implementiert. Der Beitrag diskutiert dies am Beispiel einer mit dem Integrationsgesetz 2016 einhergehenden Neuregelung in Deutschland. Seither wird Asylberechtigten und anerkannten Flüchtlingen die unbefristete Niederlassung nurmehr erlaubt, wenn sie, neben weiteren Voraussetzungen, über Sprachkompetenz in Deutsch verfügen und den Lebensunterhalt überwiegend eigenständig sichern. Bezogen auf die Zielgruppen der Rechtsänderung untersuchen wir, inwieweit Frauen größere Schwierigkeiten haben werden als Männer, die Voraussetzungen zu erfüllen. Analysen auf Basis der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten 2016 bis 2018 zeigen: Frauen, vor allem Mütter, verfügen seltener als Männer über die geforderte Sprachkompetenz in Deutsch. Sie weisen zudem eine signifikant geringere Wahrscheinlichkeit der Erwerbspartizipation auf. Ehefrauen können Lebensunterhaltssicherung gegebenenfalls vermittelt über den Ehepartner nachweisen, was jedoch Abhängigkeitsverhältnisse stärkt. Frauen ohne Ehepartner sowie Mütter haben bislang geringere Chancen, in der civic stratification der Einwanderungsgesellschaft aufzusteigen. Insbesondere bei diesen Frauen besteht die Gefahrindirekter institutioneller Diskriminierung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Geflüchtete Frauen und ihre Erwerbsbeteiligung – ein Überblick über zentrale Befunde (2022)
Zitatform
Fendel, Tanja & Franziska Schreyer (2022): Geflüchtete Frauen und ihre Erwerbsbeteiligung – ein Überblick über zentrale Befunde. In: Werkstatt Parität & Hochschule der Bundesagentur für Arbeit (Hrsg.) (2022): Arbeitsmarktliche Integration von Geflüchteten in Baden-Württemberg, S. 54-56.
Abstract
"Deutschland weist der Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt hohe Bedeutung zu. Dies gilt auch für geflüchtete Frauen, die mit Erwerbsarbeit stärker am gesellschaftlichen Leben teilhaben und an Unabhängigkeit gewinnen können. Der Beitrag gibt einen Überblick über Eckdaten der Erwerbsbeteiligung von Frauen und verweist auf tiefergehende Literatur." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Labour market integration in Germany: refugee women take significantly longer than men (2022)
Zitatform
Kosyakova, Yuliya, Lidwina Gundacker, Zerrin Salikutluk & Parvati Trübswetter (2022): Labour market integration in Germany: refugee women take significantly longer than men. In: IAB-Forum H. 15.07.2022 Nürnberg. DOI:10.48720/IAB.FOO.20220715.02
Abstract
"Refugees are increasingly succeeding in integrating into the German labour market. However, according to an analysis based on the IAB-BAMF-SOEP Survey of Refugees, women benefit significantly less than men from these advances." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Kinship, inter- and intraethnic social networks and refugees' division of housework (2022)
Zitatform
Kosyakova, Yuliya & Nevena Kulic (2022): Kinship, inter- and intraethnic social networks and refugees' division of housework. In: Journal of Family Research, Jg. 34, H. 2, S. 802-822., 2022-06-21. DOI:10.20377/jfr-783
Abstract
"Dieser Artikel untersucht die Rolle sozialer Kontakte – gemessen als die Nähe von Verwandten, das Vorhandensein von Freunden vor der Auswanderung sowie intra- und interethnische Kontakte im Aufnahmeland – bei der Aufteilung von Routine-Hausarbeit in Partnerschaften von Geflüchteten in Deutschland. Obwohl soziale Kontakte als einflussreicher Faktor für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Integration von Neuankömmlingen bekannt sind, ist die Rolle solcher Kontakte für die Aufteilung der Hausarbeit in Partnerschaften von Einwanderern weniger gut erforscht. Gepoolte OLS-und Fixed-Effects-Modelle wurden auf vier Wellen der IAB-BAMF-SOEP Befragung von Geflüchteten (2016-2019) angewendet, um Geflüchtetenpaare im erwerbsfähigen Alter zu untersuchen (1.045 Paare, 2.699 Paar-Jahre). Wir finden, dass soziale Kontakte für die geschlechtsspezifische Aufteilung der Routine-Hausarbeit in Partnerschaften von Geflüchteten wichtig sind. Insbesondere Netzwerke, die aus neuen inter- und intraethnischen Kontakten bestehen, sind einflussreicher als solche, die aus Verwandten und Freunden von vor der Migration bestehen. Darüber hinaus sind es vor allem die Verwandten und die neuen koethnischen Kontakte der Ehemänner, die negativ mit ihrer Beteiligung an den absoluten und zu ihren Ehefrauen relativen Stunden der Hausarbeit einher gehen. Die neuen Kontakte der Ehemänner zu Deutschen stehen in einem positiven Zusammenhang mit ihrer Beteiligung an der Routine-Hausarbeit. Die Kontakte der Ehefrauen zu Deutschen wiederum sind nicht mit einer egalitäreren Aufteilung der Hausarbeit verbunden. Soziale Netzwerke können das häusliche Verhalten von Zuwanderern beeinflussen, und sie sollten daher bei der Ausarbeitung neuer Integrationsmaßnahmen berücksichtigt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku, © University of Bamberg Press)
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Literaturhinweis
Die Bedeutung des lokalen Kontexts für die soziale Teilhabe geflüchteter Frauen: Ländliche Räume als Potenzial? (2022)
Zitatform
Manahl, Caroline (2022): Die Bedeutung des lokalen Kontexts für die soziale Teilhabe geflüchteter Frauen. Ländliche Räume als Potenzial? In: Österreichische Zeitschrift für Soziologie, Jg. 47, H. 2, S. 133-154. DOI:10.1007/s11614-022-00478-z
Abstract
"In rezenten Forschungsarbeiten zu Zuwanderung in ländlichen Räumen wird ruralen Gebieten ein hohes Potenzial für Eingliederungsprozesse zugeschrieben. Besonders der Aufbau sozialer Beziehungen soll Zugewanderten in solchen Gebieten leichter gelingen und wiederum für andere Bereiche von Integration förderlich sein (z. B. für die Suche nach Wohnraum bzw. nach einer Beschäftigung). Dieser Beitrag überprüft, ob sich solche positiven Effekte ländlicher Gebiete im Vergleich zu städtischen Räumen am Beispiel geflüchteter Frauen in Vorarlberg nachweisen lassen. Dazu wird eine bi- und multivariate Analyse von Befragungsdaten durchgeführt, die in der praktischen Integrationsarbeit in Vorarlberg erhoben wurden. Dabei zeigt sich, dass geflüchtete Frauen, die in ruralen Kontexten wohnen, seltener am Erwerbsleben und an sozialen Beziehungen in ihrem lokalen Umfeld teilhaben als geflüchtete Frauen im städtischen Raum. Zudem wird ersichtlich, dass Nachbarschaften, ehrenamtliche Helfer*innen und lokale Austausch- und Begegnungsangebote wichtige Gelegenheitsstrukturen für geflüchtete Frauen sind, um Kontakte aufzubauen. Nachbarschaften in städtischen Gebieten scheinen hierfür allerdings bessere Rahmenbedingungen zu bieten als Nachbarschaften im ländlichen Raum und auch der Zugang zu Begegnungsangeboten scheint geflüchteten Frauen in der Stadt eher zu gelingen." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Springer-Verlag)
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Literaturhinweis
Arbeitsmarktaktivierung im Interesse geflüchteter Frauen? (2022)
Zitatform
Menke, Katrin (2022): Arbeitsmarktaktivierung im Interesse geflüchteter Frauen? In: WSI-Mitteilungen, Jg. 75, H. 1, S. 66-71. DOI:10.5771/0342-300X-2022-1-66
Abstract
"Die Interessen geflüchteter Frauen gelten gemeinhin als schwach im Sozialstaat. Selten werden sie als eigenständige Akteure betrachtet, Lebensumstände wie ein befristeter Aufenthaltsstatus, Sorgeverpflichtungen und fehlende Erwerbsteilhabe erschweren die Organisation und Durchsetzung von Interessen. Über ihre frauen- und migrationsspezifischen Bedürfnisse ist zudem wenig bekannt. Der Beitrag präsentiert qualitative Forschung zur Arbeitsmarktteilhabe geflüchteter Frauen, die an den Erfahrungen der Frauen ansetzt. Er liefert einen Überblick über ihr Interesse an Arbeitsmarktteilhabe in Deutschland sowie ihrer Adressierung in den Jobcentern. Dabei zeigt sich: Während den Frauen das Durchsetzen ihrer eigenen Interessen etwa an qualifizierter Beschäftigung selten gelingt, ist das Handeln der Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt als Akteuren advokatorischer Interessenvertretung an einem scheinbaren Wissen über geflüchtete Frauen als „Andere“ orientiert. Behördliche Strukturen, die u. a. Mehrfachdiskriminierung aufgrund von Religion und Gender ausblenden, erschweren offenbar eine angemessene Adressierung heterogener Zielgruppen in der Arbeitsverwaltung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die Unfreiwillig-Freiwillen. Bürgerschaftliches Engagement als prekäres Arbeitsverhältnis im Kontext von Flucht und nicht-anerkannten Bildungsabschlüssen (2022)
Schührer, Anne-Katrin;Zitatform
Schührer, Anne-Katrin (2022): Die Unfreiwillig-Freiwillen. Bürgerschaftliches Engagement als prekäres Arbeitsverhältnis im Kontext von Flucht und nicht-anerkannten Bildungsabschlüssen. In: Der pädagogische Blick, Jg. 29, H. 3, S. 179-193.
Abstract
"Das monetarisierte Ehrenamt nimmt in Tätigkeitsfeldern wie der Schul- oder Kleinkindbetreuung zu. Damit besteht die Gefahr der Etablierung eines Niedriglohnsektors unterhalb des gesetzlichen Mindestlohns. Im Beitrag wird die Lebenssituation von Frauen aus Nicht-EU-Ländern thematisiert, die mit Hilfe des monetarisierten Ehrenamts ihre prekäre Situation zu verbessern und zusätzlich Anschluss an ihren nichtanerkannten Beruf suchen. Der Beitrag kommt zu dem Schluss, dass dies eine Form der Lebensbewältigung darstellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Geflüchtete in Deutschland fühlten sich in der Corona-Pandemie stärker diskriminiert als zuvor (2022)
Zitatform
Silva, Adriana Cardozo, Christopher Prömel & Sabine Zinn (2022): Geflüchtete in Deutschland fühlten sich in der Corona-Pandemie stärker diskriminiert als zuvor. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 89, H. 18, S. 259-268. DOI:10.18723/diw_wb:2022-18-1
Abstract
"Geflüchtete in Deutschland fühlen sich in verschiedenen Lebensbereichen aufgrund ihrer Herkunft diskriminiert. Dies kann ihre Integration nachhaltig beeinträchtigen. Dieser Bericht analysiert auf Basis der IAB-BAMF-SOEP-Befragung, inwieweit sie Benachteiligungen auf dem Arbeitsmarkt, in Bildungseinrichtungen, auf dem Wohnungsmarkt, gegenüber öffentlichen Institutionen und im Alltag wahrnehmen. Die Ergebnisse zeigen, dass die wahrgenommene Diskriminierung in den Jahren 2019 und 2020 in allen untersuchten Bereichen zugenommen hat, insbesondere bei der Arbeitssuche und in Bildungseinrichtungen. Geflüchtete, die in Ostdeutschland leben, jünger als 40 Jahre sind oder schlechtere Sprachkenntnisse aufweisen, und erwerbstätige Frauen fühlten sich 2019 stärker benachteiligt als andere Geflüchtetengruppen. Die Zunahme der wahrgenommenen Diskriminierung hängt sehr wahrscheinlich mit den abrupten Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt sowie mit der Abschaffung wichtiger Integrationsmaßnahmen im Zuge der Corona-Pandemie zusammen. Daher ist es unabdingbar, Integrationsmaßnahmen, die durch die Pandemie unterbrochen oder eingestellt wurden (wie Sprach- und Integrationskurse), so schnell wie möglich wieder vollumfänglich aufzunehmen, um der Ausgrenzung und Marginalisierung von Geflüchteten entgegenzuwirken." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
"Maler, Tischler oder Elektronik alles für die Jungen": Zur Rolle von Geschlecht im Berufswahlprozess geflüchteter Frauen (2022)
Zitatform
Wehking, Katharina (2022): "Maler, Tischler oder Elektronik alles für die Jungen". Zur Rolle von Geschlecht im Berufswahlprozess geflüchteter Frauen. In: Z'Flucht. Zeitschrift für Flucht- und Flüchtlingsforschung, Jg. 6, H. 1, S. 34-68. DOI:10.5771/2509-9485-2022-1-34
Abstract
"Der Beitrag untersucht die Berufsvorstellungen junger geflüchteter Frauen und die Rolle von Geschlecht bei ihrer Berufswahl. Basierend auf Interviewdaten identifiziert der Beitrag endogene und exogene Einflussfaktoren, die auf ihre Berufswahlprozesse wirken. Die qualitativen Befunde zeigen, dass die Frauen hohe Bildungsaspirationen haben, diese aber oftmals geschlechtsspezifisch ausfallen. Zudem wirken die soziale und familiäre Herkunft, private und institutionelle Netzwerke sowie Selbstselektionsprozesse aufgrund eingeschränkt wahrgenommener Deutschkenntnisse als Einflussfaktoren auf die Berufswahl. Es wird deutlich, dass geflüchteten Frauen aufgrund ihrer Berufspräferenzen oft ein kleineres Berufsspektrum zur Verfügung steht als Männern und dies durch Beratungsprozesse, die in feminisierte Berufe führen, noch verstärkt wird." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zentrale Befunde zu aktuellen Arbeitsmarktthemen 2021/2022 (2021)
Achatz, Juliane; Bossler, Mario ; Oberfichtner, Michael ; Matthes, Britta ; Bauer, Frank; Lietzmann, Torsten ; Bruckmeier, Kerstin ; Lehmer, Florian ; Wolff, Joachim; Leber, Ute; Wenzig, Claudia; Lang, Julia ; Wanger, Susanne ; Kubis, Alexander; Vicari, Basha ; Kruppe, Thomas ; Trappmann, Mark ; Janssen, Simon; Seibert, Holger; Janser, Markus ; Rauch, Angela ; Jahn, Elke ; Brücker, Herbert ; Hutter, Christian ; Zika, Gerd ; Hohendanner, Christian ; Weber, Enzo ; Gürtzgen, Nicole ; Trenkle, Simon ; Gartner, Hermann ; Reims, Nancy ; Fuchs, Johann ; Braun, Wolfgang; Fitzenberger, Bernd ; Walwei, Ulrich ; Dietz, Martin; Ramos Lobato, Philipp; Dietrich, Hans ; Stephan, Gesine ; Dengler, Katharina; Wiemers, Jürgen ; Dauth, Christine ;Zitatform
Achatz, Juliane, Frank Bauer, Mario Bossler, Wolfgang Braun, Kerstin Bruckmeier, Herbert Brücker, Christine Dauth, Katharina Dengler, Hans Dietrich, Martin Dietz, Bernd Fitzenberger, Johann Fuchs, Hermann Gartner, Nicole Gürtzgen, Christian Hohendanner, Christian Hutter, Elke Jahn, Markus Janser, Simon Janssen, Thomas Kruppe, Alexander Kubis, Julia Lang, Ute Leber, Florian Lehmer, Torsten Lietzmann, Michael Oberfichtner, Britta Matthes, Joachim Wolff, Claudia Wenzig, Susanne Wanger, Basha Vicari, Mark Trappmann, Holger Seibert, Angela Rauch, Gerd Zika, Enzo Weber, Simon Trenkle, Nancy Reims, Ulrich Walwei, Philipp Ramos Lobato, Gesine Stephan & Jürgen Wiemers (2021): Zentrale Befunde zu aktuellen Arbeitsmarktthemen 2021/2022. Nürnberg, 20 S.
Abstract
"Digitalisierung, Dekarbonisierung und demografischer Wandel werden den Arbeitsmarkt in den kommenden Jahren erheblich verändern. Handlungsbedarf besteht beispielsweise bei der Sicherung des Arbeitskräftebedarfs – und damit verbunden bei der Förderung der Aus- und Weiterbildung –, bei der Reform der Grundsicherung für Arbeitsuchende und bei der sozialen Absicherung von Solo-Selbständigen. Die Covid-19-Pandemie hat die Situation in mancherlei Hinsicht zusätzlich verschärft. Zu all diesen und zahlreichen weiteren wichtigen Themen fasst die IAB-Broschüre „Zentrale Befunde zu aktuellen Arbeitsmarktthemen“ die zentralen wissenschaftlichen Befunde kompakt zusammen. Sie bietet zudem Handlungsempfehlungen für die Arbeitsmarktpolitik, die aus den wissenschaftlichen Befunden abgeleitet wurden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Bossler, Mario ; Oberfichtner, Michael ; Matthes, Britta ; Bauer, Frank; Lietzmann, Torsten ; Bruckmeier, Kerstin ; Lehmer, Florian ; Wolff, Joachim; Leber, Ute; Wenzig, Claudia; Lang, Julia ; Wanger, Susanne ; Kubis, Alexander; Vicari, Basha ; Trappmann, Mark ; Janssen, Simon; Seibert, Holger; Janser, Markus ; Rauch, Angela ; Jahn, Elke ; Brücker, Herbert ; Hutter, Christian ; Zika, Gerd ; Hohendanner, Christian ; Weber, Enzo ; Gürtzgen, Nicole ; Trenkle, Simon ; Gartner, Hermann ; Reims, Nancy ; Braun, Wolfgang; Fitzenberger, Bernd ; Walwei, Ulrich ; Dietz, Martin; Ramos Lobato, Philipp; Dietrich, Hans ; Stephan, Gesine ; Dengler, Katharina; Wiemers, Jürgen ; Dauth, Christine ; -
Literaturhinweis
The Integration Challenges of Female Refugees and Migrants: Where Do We Stand? (2021)
Albrecht, Clara; Hofbauer Perez, Maria; Stitteneder, Tanja;Zitatform
Albrecht, Clara, Maria Hofbauer Perez & Tanja Stitteneder (2021): The Integration Challenges of Female Refugees and Migrants: Where Do We Stand? In: CESifo forum, Jg. 22, H. 2, S. 39-46.
Abstract
"The challenge of integrating migrants and refugees is a widely known and discussed topic among policymakers within the EU, though a comprehensive gender-specific approach is still lacking. Migrant women and especially refugees deserve special attention, since nearly every second migrant and every third asylum seeker is female. However, many of these women are poorly educated, lack work experience and labor market participation. In this article, we examine gender-specific challenges of female migrants and refugees and look at strategies and existing initiatives suitable for overcoming obstacles and promoting their integration into host country labor markets and societies." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Migrationsmonitor: Die Bedeutung geschlechtsspezifischer Ansätze für die Integration von weiblichen Geflüchteten (2021)
Albrecht, Clara; Stitteneder, Tanja; Hofbauer Perez, Maria;Zitatform
Albrecht, Clara, Maria Hofbauer Perez & Tanja Stitteneder (2021): Migrationsmonitor: Die Bedeutung geschlechtsspezifischer Ansätze für die Integration von weiblichen Geflüchteten. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 74, H. 4, S. 63-69.
Abstract
"Die Integration von Migrant*innen und Geflüchteten ist nach wie vor von vielen Herausforderungen geprägt, auch wenn das Thema derzeit etwas in den Hintergrund der öffentlichen Diskussion gerückt ist. Ein umfassender geschlechtsspezifischer Integrationsansatz liegt aktuell allerdings nicht vor, obwohl fast jede*r zweite Zuwander*in und jede*r dritte Asylbewerber*in weiblich ist. Die meisten dieser Frauen haben es in vielerlei Hinsicht schwer. In den Bereichen Bildung, Arbeitsmarktbeteiligung und sozialer Integration schneiden sie schlechter ab als Männer. Auch im Vergleich mit einheimischen bzw. in der EU-geborenen Frauen ist dies der Fall. Geschlechtsspezifische Bedürfnisse sollten daher verstärkt in Integrationsmaßnahmen berücksichtigt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Employment and Job Perspectives for Female Refugees in Germany: Analysis and Policy Implications from a Local Survey Study (2021)
Zitatform
Baier, Fabian, Paul J. J. Welfens & Tobias Zander (2021): Employment and Job Perspectives for Female Refugees in Germany: Analysis and Policy Implications from a Local Survey Study. (Diskussionsbeitrag / Europäisches Institut für Internationale Wirtschaftsbeziehungen 308), Wuppertal, 59 S.
Abstract
"Based on an analysis of a survey carried out by the EIIW/Jobcenter Wuppertal among female refugees, we identify significant drivers of the prospect of finding employment and of being in employment for individuals from this particular sub-group in society. The majority of survey respondents used German or Arabic as their preferred language to complete the survey questionnaire of the EIIW/Jobcenter Wuppertal. Probit/ordered probit and Logit/ordered logit regressions are used to identify the impact of a battery of potential influences relevant for the employment perspectives of female refugees. The probit variable meant looking at those currently in employment (coded 1) or, alternatively, those currently unemployed while the alternative approach was to consider an ordered variable indicating ascending hours worked as a measure of "more work" being undertaken. Personal skills, demographic characteristics, as well as family-related characteristics plus certain types of knowledge/skills and competencies as well as access to digital technologies and social networks, respectively, are identified as being key drivers of employment perspectives for female refugees. For female refugees, access to a computer increases the likelihood of having a job. Marriage also has a positive indirect impact on finding a job. Female refugees with university degrees do not have better chances of finding a job in Germany than those of the respective control group - i.e., those without a degree. It is found that the amount of years women already live in Germany is positively and significantly related to the probability of finding employment, a result which holds across a broad framework of control variables. Concerning the country of origin - using specific control groups - we find weak evidence that women from African countries find it more difficult to integrate into the job market than women from Europe who tend to find a job more easily regardless of their language, culture, family status and education. Refugees from Syria are also rather difficult to integrate into the job market." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
The Labor Market Integration of Refugees and other Migrants in Germany (2021)
Bedaso, Fenet;Zitatform
Bedaso, Fenet (2021): The Labor Market Integration of Refugees and other Migrants in Germany. (GLO discussion paper / Global Labor Organization 884), Maastricht, 35 S.
Abstract
"Using the panel data from 1995 to 2019, this paper investigates the labor market integration of non-EU immigrants in Germany. The existing evidence shows that the economic outcomes of migrants are far behind natives. However, immigrants are a heterogeneous group in terms of their motives for migration and skills composition. In this paper, I disentangle immigrants into refugees and other migrants and compare the employment probability gap between refugees, other migrants, and natives. I also examine whether refugees have a lower employment outcome than other migrants and to what extent the level of education, language proficiency, health status, years since migration, and cohort effects explain the employment gap between the refugees and other migrants. The result confirms that refugees and other migrants are less likely to be employed than natives and the employment gap is much higher for refugees. I also find evidence of heterogeneity across gender. Other migrant men do not significantly differ from native men in the probability of being employed. In contrast, refugee women have an economic disadvantage than other migrant women and native women. I find no evidence that health status differences attribute to the employment gap between refugees, other migrants, and natives. Finally, this paper highlights the importance of the migration category when assessing the integration of immigrants into the labor market." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Job Retention Among Resettled Refugees in The US: The Importance of Context (2021)
Zitatform
Crea, Thomas M., Emma Tobin, Ann-Elizabeth Young, Christian Ko & Alexandra Weber (2021): Job Retention Among Resettled Refugees in The US: The Importance of Context. In: Journal of Refugee Studies, Jg. 34, H. 2, S. 2074-2092. DOI:10.1093/jrs/feaa088
Abstract
"The primary objective of the US refugee resettlement program is for beneficiaries to achieve economic self-sufficiency. Yet, little research has examined the extent to which this objective has been achieved, nor the programmatic and contextual variables that influence this outcome. This study examines how beneficiaries’ individual and job characteristics are associated with the likelihood of job retention after 90 days of employment. Data were obtained on 1787 refugees served by the International Institute of New England from March 2015 to January 2019. Logistic regression models were used to examine the predictors of retention in four cities (Boston, MA; Lowell, MA; Manchester, NH; and Nashua, NH). Different patterns emerged across cities, related to factors such as pay, educational level, legal immigration status, job permanency, and gender. The concept of self-sufficiency is closely linked to the context of resettlement and thus requires more careful articulation as a goal of the refugee resettlement program." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Geflüchtete Frauen in Deutschland – Freizeitverhalten und soziale Kontakte (2021)
De Paiva Lareiro, Cristina;Zitatform
De Paiva Lareiro, Cristina (2021): Geflüchtete Frauen in Deutschland – Freizeitverhalten und soziale Kontakte. (BAMF-Kurzanalyse 2021,02), Nürnberg, 16 S.
Abstract
"Für geflüchtete Frauen zeigen sich hinsichtlich verschiedener Teilhabedimensionen Differenzen im Vergleich zu Männern mit Fluchthintergrund. Sie weisen ein durchschnittlich niedrigeres Bildungsniveau auf, sind deutlich seltener erwerbstätig und verfügen über weniger ausgeprägte Kenntnisse der deutschen Sprache. Anhand Analysen der Daten der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten zeigt sich, dass Frauen mit Fluchthintergrund mehrheitlich im Familienkontext eingereist sind und in Deutschland auch überwiegend im familiären Umfeld leben. Sie investieren einen großen Teil ihrer täglichen Zeit in die Kinderbetreuung und die Erledigung anderer Haushaltstätigkeiten. Entsprechend nehmen sie seltener als geflüchtete Männer am öffentlichen Leben teil: Sie besuchen deutlich seltener Sport-/Kulturveranstaltungen und gastronomische Betriebe, zudem treiben sie kaum aktiv Sport. Im Vergleich zu Frauen mit einem anderen oder ohne Migrationshintergrund fallen die Unterschiede, insbesondere bei Gastronomiebesuchen sowie bei Ausflügen/kurzen Reisen, geringer aus. Insgesamt zeigt sich bei geflüchteten Frauen im Durchschnitt eine Zunahme der Freizeitaktivitäten im Vergleich von 2017 zu 2018. Geflüchtete Frauen pflegen auch seltener Kontakte zu Deutschen als geflüchtete Männer. Multivariate Analysen zeigen, dass hierfür ihre unterschiedlichen soziostrukturellen Lebensumstände, wie z. B. eine seltenere Erwerbstätigkeit, schlechtere Deutschkenntnisse und seltenere Freizeitaktivitäten ausschlaggebende Einflussfaktoren sind. Die Konzentration auf das familiäre Umfeld birgt indes auch Potential für die Aufnahme von Kontakten von geflüchteten Frauen zur einheimischen Bevölkerung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Geflüchtete Frauen und ihre Teilhabe an Erwerbsarbeit (2021)
Zitatform
Fendel, Tanja & Franziska Schreyer (2021): Geflüchtete Frauen und ihre Teilhabe an Erwerbsarbeit. (WISO direkt 2021,17), Bonn, 4 S.
Abstract
"Mittlerweile machen Frauen einen gewichtigen Anteil unter den Asylerstantragstellenden aus. Die Erwerbsbeteiligung der Frauen steigt, bleibt aber geringer als die von Männern. Stärkere Teilhabe an Integrations- und Bildungsmaßnahmen, verbessertes Deutsch und Entlastung von Familienarbeit können die Erwerbsintegration geflüchteter Frauen unterstützen, ebenso wie Kontakte zu Einheimischen. Die Pandemie erschwert dies derzeit." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Do Gender-role Values Matter? Explaining New Refugee Women's Social Contact in Germany (2021)
Zitatform
Hartmann, Jörg & Jan-Philip Steinmann (2021): Do Gender-role Values Matter? Explaining New Refugee Women's Social Contact in Germany. In: International migration review, Jg. 55, H. 3, S. 688-717. DOI:10.1177/0197918320968481
Abstract
"This article investigates whether gender-role values are linked to refugee women's social contact in Germany. By building on the “preferences–third parties–opportunities” framework, we explicate a direct and an indirect path through which gender-role values may be related to refugee women's minority-majority, intra-minority, and inter-minority contact. By applying median regressions, marginal structural models, and inverse probability of treatment weighting to data from the 2016 IAB-BAMF-SOEP refugee survey, we show that refugee women's own gender-traditional values and those of their partners are associated both directly and indirectly with less social contact for these women. Effects of gender-role values on refugee women's social contact are more pronounced for minority-majority contact than for the other two types of social contact assessed. With the effects of refugee women's and their partners' gender-role values being rather small against alternative explanatory factors, we conclude that in contrast to the view traditionally held by the populist right, traditional gender-role values hold refugee women back from establishing social contact in the host society only to a very limited extent." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Intergenerational mobility and self-selection on unobserved skills: New evidence (2021)
Zitatform
Hebsaker, Michael, Guido Neidhöfer & Friedhelm Pfeiffer (2021): Intergenerational mobility and self-selection on unobserved skills: New evidence. In: Journal for labour market research, Jg. 55. DOI:10.1186/s12651-021-00291-3
Abstract
"This study proposes a novel way to examine self-selection on unobserved skills and applies it to a sample of young males seeking asylum in 2015/2016 in Germany. First, the degree of intergenerational mobility of these refugees is assessed, specifically their educational improvement in comparison to their parents’ level of education. Next, the estimates are compared with the level of educational mobility of similar-aged males in the refugees’ regions of origin. The idea is that this difference indicates the pattern of self-selection on unobserved skills such as grit and motivation. Our findings hint at positive selection on such unobserved skills among these young male refugees." (Author's abstract, © 2021 Springer Nature) ((en))
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