Fluchtmigrantinnen und -migranten – Bildung und Arbeitsmarkt
Auf der Flucht vor Krieg und politischer Verfolgung verlassen viele Menschen ihr Heimatland und suchen Schutz und neue Perspektiven in Deutschland und beantragen Asyl. Die Beteiligung am Arbeitsmarkt wird häufig als Schlüssel für die gesellschaftliche Integration der Fluchtmigrantinnen und -migranten gesehen.
Welche Qualifikationen bringen die Menschen mit, welche arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen sind hilfreich? Wie gehen die einzelnen Bundesländer damit um, welche Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft und die Sozialsysteme sind zu erwarten, wie sieht die Situation in anderen Ländern aus?
Dieses Themendossier stellt wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema zusammen und ermöglicht den Zugang zu weiterführenden Informationen sowie zu Positionen der politischen Akteure.
Literatur zur besonderen Situation der Geflüchteten aus der Ukraine finden Sie im
Themendossier Auswirkungen des Krieges gegen die Ukraine auf Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Fluchtmigration in Deutschland
- Literatur und Forschung aus dem IAB
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Zur Situation in Deutschland
- Positionen und Stellungnahmen
- zur Rechtslage
- Bildungstand und -förderung / Anerkennung von Qualifikation
- betriebliche Berufsausbildung/Berufsorientierung
- Studium
- Arbeitsmarktintegration, Maßnahmen und Programme
- Betriebe und Wirtschaftsbereiche
- Beschäftigungsformen
- Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit
- Geflüchtete im SGB II
- Löhne
- Arbeitsmarkteffekte der Flüchtlingszuwanderung
- Regionale Aspekte, Wohnsitzauflage
- Rückwanderung
- Daten und Statistik
- Quellen mit Unterscheidung nach Herkunftsregion
- Quellen mit Geschlechtsbezug
- Quellen mit Altersbezug
- Quellen mit regionalem Bezug
- Zur Situation in anderen Ländern
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Literaturhinweis
Flüchtlinge sind sehr ungleich auf die EU-Länder verteilt: auch bezogen auf die Wirtschaftskraft und Einwohnerzahl (2015)
Brenke, Karl;Zitatform
Brenke, Karl (2015): Flüchtlinge sind sehr ungleich auf die EU-Länder verteilt. Auch bezogen auf die Wirtschaftskraft und Einwohnerzahl. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 82, H. 39, S. 867-881.
Abstract
"In die Europäische Union kommen derzeit so viele Asylbewerber wie noch nie. Dabei sind die Schutzsuchenden recht ungleich auf die Mitgliedstaaten der EU verteilt: Große Länder wie das Vereinigte Königreich, Frankreich, Italien und Spanien haben eine relativ geringe Zahl von Asylbewerbern aufgenommen. Auch in den osteuropäischen Ländern mit Ausnahme Ungarns wurden im ersten Halbjahr 2015 vergleichsweise wenige Asylanträge gestellt. Weitaus mehr Flüchtlinge kommen nach Mitteleuropa, nach Schweden sowie in kleine Staaten an der Peripherie (Malta, Zypern und Bulgarien). Deutschland nimmt ebenfalls überdurchschnittlich viele Asylsuchende auf - gemessen an der Einwohnerzahl fast dreimal so viele und gemessen an der Wirtschaftskraft etwa doppelt so viele wie bei einer gleichmäßigen Verteilung auf alle EU-Länder. Die regionale Konzentration der Asylsuchenden dürfte noch weiter zunehmen, weil einige Länder bei der Flüchtlingspolitik nunmehr restriktiver agieren. Daher ist es dringend erforderlich, dass sich die EU-Staaten auf eine gleichmäßigere und somit als faire wahrgenommene Verteilung der Flüchtlinge einigen. In Deutschland wurde in den ersten sieben Monaten dieses Jahres 37 Prozent der Asylsuchenden nach Beendigung des Asylverfahrens ein Schutzstatus zuerkannt. Die Integration der anerkannten Flüchtlinge in den deutschen Arbeitsmarkt fällt den verfügbaren Daten zufolge allerdings sehr schwer. Die Zahl der Arbeitslosen ist - ausgehend von einem niedrigen Niveau - bei den Personen mit der Nationalität der wichtigsten Flüchtlingsstaaten stark gestiegen. So gibt es unter allen in Deutschland lebenden Syrern mit einem Aufenthaltstitel inzwischen mehr Arbeitslose als sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Nur wenig besser ist die Relation bei den aus dem Irak, aus Afghanistan, Somalia und Eritrea stammenden Personen. Dementsprechend ist der Anteil der Bezieher von Hartz-IV-Leistungen hoch. Es ist davon auszugehen, dass sich diese Probleme deutlich abmildern werden, je länger die anerkannten Flüchtlinge in Deutschland leben und je besser sie die deutsche Sprache beherrschen. Deren Erlernen sollte besser unterstützt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Asyl- und Flüchtlingsmigration in die EU und nach Deutschland (2015)
Zitatform
Brücker, Herbert, Andreas Hauptmann & Parvati Trübswetter (2015): Asyl- und Flüchtlingsmigration in die EU und nach Deutschland. (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Aktuelle Berichte 08/2015), Nürnberg, 27 S.
Abstract
"Dieser Bericht befasst sich mit dem Umfang der Asyl- und Flüchtlingsmigration, der Umsetzung des Asylrechts, der Sozial- und Bildungsstruktur der Asylbewerber und Flüchtlinge, deren Arbeitsmarktintegration sowie Handlungsoptionen in den Bereichen Flüchtlings- und Migrationspolitik, Verteilung der Flüchtlinge und Asylverfahren in Deutschland sowie Arbeitsmarktintegration und Teilhabe." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Nachhaltigere Politikansätze zur Gestaltung von Flucht und Migration in den internationalen Beziehungen (2015)
Zitatform
Ette, Andreas (2015): Nachhaltigere Politikansätze zur Gestaltung von Flucht und Migration in den internationalen Beziehungen. In: Bevölkerungsforschung aktuell, Jg. 36, H. 5, S. 17-22.
Abstract
"Die Steuerbarkeit von Migration entlang eng definierter Kategorien von Fähigkeiten und Motiven der Migranten ('Arbeitsmigranten') ist nach den Entwicklungen der vergangenen Zeit ganz offensichtlich an Grenzen gelangt. Daher gibt der Beitrag einen Ausblick auf längerfristige Perspektiven einer möglicherweise nachhaltigen Gestaltung von Flucht und Migration und diskutiert unter anderem die bisherigen Bemühungen der Europäischen Union." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Understanding the role of immigrants' legal status: evidence from policy experiments (2015)
Zitatform
Fasani, Francesco (2015): Understanding the role of immigrants' legal status. Evidence from policy experiments. In: CESIfo Economic Studies, Jg. 61, H. 3/4, S. 722-763. DOI:10.1093/cesifo/ifv006
Abstract
"Programmes aimed at reducing the presence of unauthorized immigrants are often at the core of the migration policy debate in host countries. In recent years, a growing body of empirical literature has attempted to understand the effect of lacking legal status on immigrants' outcomes and behaviour. The main difficulties in this field are the scarcity of data and the identification challenge posed by endogenous selection into legal status. The vast majority of these articles have therefore used amnesty programmes (or similar policy changes) to establish causal relationships. In this article, we propose a first systematic review of the empirical literature for the USA and Europe on the impact of legal status on different immigrants' outcomes. We then present some new evidence of the relationship between labour market outcomes and legal status in the Italian context. In our empirical analysis, we first provide some descriptive evidence on differences in the outcomes for groups with different residence statuses, and we then exploit a specific amnesty programme to produce causal estimates of the impact of legal status. Our results confirm previous findings in the literature and show that the design of the specific amnesty analysed matters in shaping its effects." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Asylum policy in the EU: the case for deeper integration (2015)
Zitatform
Hatton, Timothy J. (2015): Asylum policy in the EU. The case for deeper integration. In: CESIfo Economic Studies, Jg. 61, H. 3/4, S. 605-637. DOI:10.1093/cesifo/ifv002
Abstract
"Over the last 15 years, the locus of policymaking towards asylum seekers and refugees has shifted away from national governments and towards the European Union (EU) as the Common European Asylum Policy has developed. Most of the focus has been on the harmonization of policies relating to border control, the processing of asylum claims, and reception standards for asylum seekers. But this still falls far short of a fully integrated EU-wide policy. This article examines the basis upon which a joint EU policy can be justified. I then ask whether superior outcomes can be achieved by harmonization alone or if more centralized policymaking is necessary. I chart the progress of harmonization and burden-sharing in the development of the Common European Asylum System and explore its effects. I also study the political feasibility of deeper policy integration by analysing public attitudes in the European Social Survey. I conclude that deeper integration is both" (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Asylum in Europe (2015)
Leithold, Daniel;Zitatform
Leithold, Daniel (2015): Asylum in Europe. In: CESifo DICE report, Jg. 13, H. 4, S. 55-58.
Abstract
"Asylum regulations in European countries still differ significantly. There is a minimum standard set by the European Union that all countries have to reach. This ensures that an asylum seeker has the same chance of gaining protection regardless of the country in which s/he applies for asylum. However, regulations that determine the long-term perspective for refugees differ and therefore influence host country decisions. The more national regulations are harmonized, the less influential they will be in the host country decisions made by asylum seekers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Hyper-precarious lives: migrants, work and forced labour in the global north (2015)
Zitatform
Lewis, Hannah, Peter Dwyer, Stuart Hodkinson & Louise Waite (2015): Hyper-precarious lives. Migrants, work and forced labour in the global north. In: Progress in Human Geography, Jg. 39, H. 5, S. 580-600. DOI:10.1177/0309132514548303
Abstract
"This paper unpacks the contested inter-connections between neoliberal work and welfare regimes, asylum and immigration controls, and the exploitation of migrant workers. The concept of precarity is explored as a way of understanding intensifying and insecure post-Fordist work in late capitalism. Migrants are centrally implicated in highly precarious work experiences at the bottom end of labour markets in Global North countries, including becoming trapped in forced labour. Building on existing research on the working experiences of migrants in the Global North, the main part of the article considers three questions. First, what is precarity and how does the concept relate to working lives? Second, how might we understand the causes of extreme forms of migrant labour exploitation in precarious lifeworlds? Third, how can we adequately theorize these particular experiences using the conceptual tools of forced labour, slavery, unfreedom and precarity? We use the concept of 'hyper-precarity' alongside notions of a 'continuum of unfreedom' as a way of furthering human geographical inquiry into the intersections between various terrains of social action and conceptual debate concerning migrants' precarious working experiences." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Tradable refugee-admission quotas, matching and the new European agenda for migration (2015)
Zitatform
Moraga, Jesús Fernández-Huertas & Hillel Rapoport (2015): Tradable refugee-admission quotas, matching and the new European agenda for migration. In: CESifo DICE report, Jg. 13, H. 2, S. 50-56.
Abstract
"The recent proposal by the EU Commission to introduce a distribution key for refugees and asylum seekers is a welcome concrete measure to give solidarity and responsibility sharing in the field of asylum a practical content. It is akin to the distribution of initial quotas. We propose to extend this policy proposal in two directions. First, we propose to implement a matching mechanism to take refugees' and host countries' preferences into account. In doing so, the matching mechanism will contribute to lower the expected cost of hosting refugees for host countries and will improve refugees' long-term integration prospects. Second, we propose that the initial quotas allocated through the distribution key could be traded in a market for refugee-admission visas. The two proposed components are linked in the sense that the matching mechanism makes it possible to design a sanction scheme ensuring that receiving countries will have incentives to be attractive from the perspective of refugees and asylum seekers, that is, to offer them good treatment and conditions." (Text excerpt, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Tradable refugee-admission quotas, matching and the new European agenda for migration (2015)
Zitatform
Moraga, Jesús Fernández-Huertas & Hillel Rapoport (2015): Tradable refugee-admission quotas, matching and the new European agenda for migration. In: IZA journal of European Labor Studies, Jg. 4, S. 1-13. DOI:10.1186/s40174-015-0045-y
Abstract
"The Syrian Civil War gave rise to the largest refugee flight reaching Europe since the Yugoslavian wars in the 1990s. The crisis evidenced the deficiencies of the European Union Asylum Policy, which struggled both to offer solutions to Syrian refugees and to efficiently allocate costs across Member States. We draw on previous theoretical work to simulate how a system of tradable refugee-admission quotas coupled with a matching mechanism assigning refugees to their preferred destinations and destinations to their preferred types of refugees would give more flexibility to Member States while respecting refugee rights and preferences." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Policies, practices and data on unaccompanied minors in the EU Member States and Norway: synthesis report (2015)
Abstract
"Dieser EMN-Synthesebericht fasst die Ergebnisse von nationalen EMN-Studien aus 27 Ländern zu dem Thema 'Politiken, Praktiken und Daten über Unbegleitete Minderjährige in den EU-Mitgliedsstaaten und Norwegen' zusammen. Der deutsche Beitrag ist als Studie unter dem Titel 'Unbegleitete Minderjährige in Deutschland' erschienen. Der EMN-Synthesebericht liegt nur in Englisch vor" (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie ergänzende Informationen. -
Literaturhinweis
Migrationsbericht des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge im Auftrag der Bundesregierung: (Migrationsbericht 2014) (2015)
Zitatform
(2015): Migrationsbericht des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge im Auftrag der Bundesregierung. (Migrationsbericht 2014). (Migrationsbericht des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge im Auftrag der Bundesregierung 13), Berlin, 298 S.
Abstract
"Der Migrationsbericht beinhaltet neben den allgemeinen Wanderungsdaten zu Deutschland (Kapitel 1) inklusive der EU-Binnenmigration von Unionsbürgern (Kapitel 2) und der detaillierten Darstellung der verschiedenen Migrationsarten (Kapitel 3) einen europäischen Vergleich zum Migrationsgeschehen und zur Asylzuwanderung (Kapitel 5). Zusätzlich behandelt der Bericht das Phänomen der illegalen/irregulären Migration (Kapitel 6), geht auf die Abwanderung von Deutschen und Ausländern (Kapitel 4) ein und informiert über die Struktur und die Demografie der Bevölkerung mit Migrationshintergrund (Kapitel 7 und 8). Dabei wird in den jeweiligen Kapiteln auf die Bedeutung der einzelnen Migrationsstatistiken und die Grenzen ihrer Aussagefähigkeit eingegangen. Zudem werden kurz die Rechtsgrundlagen der einzelnen Zuwanderergruppen dargestellt sowie auf aktuelle Rechtsänderungen und relevante Gerichtsurteile eingegangen." (Textauszug, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Zusammenfassung -
Literaturhinweis
Migrant deprivation, conditionality of legal status and the welfare state (2014)
Corrigan, Owen;Zitatform
Corrigan, Owen (2014): Migrant deprivation, conditionality of legal status and the welfare state. In: Journal of European social policy, Jg. 24, H. 3, S. 223-239. DOI:10.1177/0958928714525819
Abstract
"This article adds to our theoretical understanding of the determination of third-country national (TCN) migrant deprivation and poverty in western Europe. The stratifying effects of different types of legal status on migrant outcomes have been established in previous research. The conditionality that states attach to securing different types of legal status has heretofore been overlooked as an important explanatory factor, however. A measure of the conditionality attached to attaining the key social rights - granting status of long-term residency (LTR) is operationalized using cross-national policy data. Building on existing theory, we hypothesize that the negative impact of welfare generosity on TCN material deprivation is moderated by a state's level of LTR conditionality, such that deprivation will be greatest where conditionality is high and generosity is low. This hypothesis is tested using large-scale European microdata in the context of multilevel modelling. The empirical results are consistent with the central hypothesis. These findings have implications for policymakers and for extant accounts of migrant welfare, the welfare state and the factors implicated in the determination of poverty and deprivation in Europe." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Abschottungs- und Anwerbungsstrategien: EU-Institutionen und Arbeitsmigration (2010)
Parusel, Bernd;Zitatform
Parusel, Bernd (2010): Abschottungs- und Anwerbungsstrategien. EU-Institutionen und Arbeitsmigration. (VS research), Wiesbaden: VS, Verl. für Sozialwissenschaften, 269 S. DOI:10.1007/978-3-531-92323-9
Abstract
"Die Asyl- und Zuwanderungspolitik in Europa ist nicht mehr nur eine Aufgabe der Nationalstaaten, sondern auch der Europäischen Union. Nachdem mit verschiedenen EU-Richtlinien und -Verordnungen im Bereich Asyl und 'illegale' Zuwanderung bereits gemeinschaftliche Regeln und Kriterien geschaffen wurden, rückt seit einigen Jahren verstärkt auch die 'legale' Migration, einschließlich der Zuwanderung von Arbeitskräften aus Drittstaaten, ins Blickfeld der europäischen Entscheidungsträger und Institutionen. Bernd Parusel analysiert, welche ökonomischen, demografischen, sozial- und entwicklungspolitischen Interessen die EU-Akteure vertreten, und untersucht, wodurch sie beeinflusst werden. Es wird deutlich, dass das europäische Institutionengefüge über eine eigene Dynamik verfügt, die eine prägende Wirkung auf die Steuerungsmittel der Zuwanderungspolitik ausübt und schrittweise neue - europäische - Politikergebnisse generiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Immigrant performance and selective immigration policy: a European perspective (2005)
Zitatform
Constant, Amelie & Klaus F. Zimmermann (2005): Immigrant performance and selective immigration policy. A European perspective. (IZA discussion paper 1715), Bonn, 29 S.
Abstract
"The European Union aims at a stronger participation by its population in work to foster growth and welfare. There are concerns about the attachment of immigrants to the labour force, and discussions about the necessary policy responses. Integrated labour and migration policies are needed. The employment chances of the low-skilled are limited. Whereas Europe could benefit from a substantive immigration policy that imposes selection criteria that are more in line with economic needs, the substantial immigration into the European Union follows largely non-economic motives. This paper discusses the economic rationale of a selective immigration policy and provides empirical evidence about the adverse effects of current selection mechanisms." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Wie offen ist der Bildungsmarkt?: rechtliche und symbolische Ausgrenzungen junger afrikanischer Flüchtlinge im Bildungs-, Ausbildungs- und Beschäftigungssystem (2002)
Neumann, Ursula; Jensen, Sandra; Seukwa, Louis Henri; Hansen, Georg; Adick, Christel; Niedrig, Heike; Apedjinou, Dela; Lewes, Berenice; Brophy, Michael; Schroeder, Joachim ; Gerhardt, Ludwig;Zitatform
Neumann, Ursula, Heike Niedrig, Joachim Schroeder & Louis Henri Seukwa (Hrsg.) (2002): Wie offen ist der Bildungsmarkt? Rechtliche und symbolische Ausgrenzungen junger afrikanischer Flüchtlinge im Bildungs-, Ausbildungs- und Beschäftigungssystem. (Bildung in Umbruchsgesellschaften 01), Münster: Waxmann, 168 S.
Abstract
"Dieses Buch ist eine Zusammenstellung der Beiträge eines Kolloquiums, das sich mit der Frage beschäftigte, in welcher Weise die Bildungssysteme der europäischen Aufnahmeländer mit jungen afrikanischen Flüchtlingen umgehen. Referentinnen und Referenten aus Großbritannien, den Niederlanden, Österreich und Deutschland diskutieren ihre Sicht der Probleme, Bedarfe und Projekterfahrungen in der Bildungsarbeit mit jungen Flüchtlingen im europäischen Kontext.
Es geht insbesondere darum, gegenwärtige Probleme der Bildungs- und Flüchtlingspolitik aus der jeweiligen Ländersicht zu skizzieren, Praxisbeispiele aus der Bildungsarbeit vorzustellen sowie Beiträge zur erziehungswissenschaftlichen Theoriebildung einzubringen.
Ausgrenzungsmechanismen im deutschen Schul- und Ausbildungssystem sowie im Arbeitsmarkt werden aufgezeigt und deren Auswirkungen auf die jungen Flüchtlinge beschrieben." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
EQUAL - Sonderprogramm gestartet (2001)
Zitatform
(2001): EQUAL - Sonderprogramm gestartet. In: EURO Professional - Qualifikation ... Beruf ... Arbeitsmarkt H. 43, S. 12-15.
Abstract
Die Gemeinschaftsinitiative EQUAL ist Teil der Strategie, mit der die EU mehr und bessere Arbeitsplätze schaffen und sicherstellen will, daß niemand der Zugang zu diesen Arbeitsplätzen verwehrt wird. Das im Juli 2001 dazu in Deutschland gestartete EQUAL-Programm wird mit insgesamt 514 Mio. EURO aus dem Europäischen Sozialfonds finanziert. Der Beitrag stellt die Leitlinien des Programms sowie die wichtigsten geplanten Aktivitäten und Zielgruppen vor: Beschäftigungsfähigkeit, Unternehmergeist, Anpassungsfähigkeit, Chancengleichheit von Männern und Frauen und Verbesserung der Situation von Asylbewerbern. (IAB)
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Literaturhinweis
Die Rechte auf Arbeit und Bildung der Asylbewerber in der Europäischen Union (1999)
Dohmes-Ockenfels, Daniela;Zitatform
Dohmes-Ockenfels, Daniela (1999): Die Rechte auf Arbeit und Bildung der Asylbewerber in der Europäischen Union. (Schriften zum Völkerrecht 135), Berlin: Duncker & Humblot, 281 S.
Abstract
"Viele Mitgliedsstaaten der Europäischen Union unterwerfen Asylbewerber einem Arbeitsverbot. Die Kinder der Asylbewerber unterliegen nicht überall der allgemeinen Schulpflicht und haben in einzelnen Mitgliedstaaten keinen Anspruch auf Teilnahme am Unterricht. Die Rechte auf Arbeit und Bildung, die in dem Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte von 1996 völkerrechtlich kodifiziert sind, gelten jedoch für jedermann. Der Pakt kodifiziert Abwehrrechte sowie Leistungs- und Schutzpflichten der Staaten. Er enthält ein auf sämtlichen Verwirklichungsebenen geltendes akzessorisches Diskriminierungsverbot, das den Staaten eine Ungleichbehandlung nur erlaubt, wenn sie auf objektive und vernünftige Gründe gestützt ist. Die Autorin untersucht die Rechtsstellung der Asylbewerber in den Mitgliedstaaten und zeigt, daß das Arbeitsverbot und die Beschränkung des Schulbesuchs nur als zeitlich begrenzte Eingriffe mit den Rechten auf Arbeit und Bildung vereinbar sind. Zulässiger Anknüpfungspunkt für eine Ungleichbehandlung im Sinne des Diskriminierungsverbots ist der nur vorläufige Aufenthalt der Asylbewerber. Mehrere Mitgliedstaaten verstoßen gegen ihre Verpflichtungen aus dem Pakt. Die Autorin zeigt insoweit Möglichkeiten zur Durchsetzung der Rechte für die verletzten Individuen auf." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Social situation and social measures concerning people seeking political asylum or having refugee status in the member states of the Council of Europe (1982)
Lohrmann, Reinhard;Zitatform
Lohrmann, Reinhard (1982): Social situation and social measures concerning people seeking political asylum or having refugee status in the member states of the Council of Europe. Strasbourg: Council of Europe, 61 S.
Abstract
In diesem Bericht wird neben einem groben Überblick über die Asylpolitik in Staaten des Europarats die soziale Situation der zuletzt aufgenommenen Flüchtlinge dargestellt. Der Schwerpunkt wird dabei auf Fragen der Wohnsituation, der Spracherziehung, der Berufsausbildung und der Beschäftigung gelegt. (IAB)
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