Regionale Arbeitsmärkte in Deutschland
Unter den einheitlichen Rahmenbedingungen der Bundesrepublik Deutschland finden sich Regionen, die von einer tiefen Arbeitsmarktkrise betroffen sind, und andere, in denen nahezu Vollbeschäftigung herrscht. Welches sind die Ursachen dieser regionalen Disparitäten? Wie werden sich der Arbeitskräftebedarf und das Erwerbspersonenpotenzial in den Regionen zukünftig entwickeln? Welche regionalen Beschäftigungsaussichten bestehen, für Jüngere und Ältere, in Wirtschaftszweigen, in Ballungsräumen und ländlichen Gebieten? Dieser IABInfoPool erschließt Informationen zum Forschungsstand.
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Arbeitsmarktentwicklung
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Literaturhinweis
The importance of spatial autocorrelation for regional employment growth in Germany (2012)
Zitatform
Zierahn, Ulrich (2012): The importance of spatial autocorrelation for regional employment growth in Germany. In: Review of regional research, Jg. 32, H. 1, S. 19-43. DOI:10.1007/s10037-011-0062-x
Abstract
"In analyzing the disparities in regional employment growth in Germany, in the recent empirical literature the so called shift-share-regression models are frequently applied. However, these models usually neglect spatial interdependencies, even though such interdependencies are likely to occur on a regional level. Therefore, this paper focuses on the importance of spatial dependencies using spatial autocorrelation in order to analyze regional employment growth. Spatial dependency in the form of spatial lag, spatial error, and cross regressive models are compared. The results indicate that the exogenous variables' spatial lag sufficiently explains the spatial autocorrelation of regional employment growth." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Related variety, unrelated variety and regional functions: Identifying sources of regional employment growth in Germany from 2003 to 2008 (2011)
Zitatform
Brachert, Matthias, Alexander Kubis & Mirko Titze (2011): Related variety, unrelated variety and regional functions: Identifying sources of regional employment growth in Germany from 2003 to 2008. (IWH-Diskussionspapiere 2011,15), Halle, 23 S.
Abstract
"Der Beitrag widmet sich der Frage, welchen Einfluss verbundene Vielfalt (Related Variety), unverbundene Vielfalt (Unrelated Variety) und die Funktionen, die eine Region im Produktionsprozess innehat (Entscheidungs- bzw. Headquarterfunktionen, Forschungs- und Entwicklungsfunktionen, Fertigungsfunktionen), auf das regionale Beschäftigungswachstum ausüben. Die Argumentation folgt dabei den Aussagen der Related-Variety-Literatur, welche besagt, dass Regionen von der Existenz verbundener Wirtschaftsstrukturen in einer Region profitieren. Jedoch weisen neuere Arbeiten darauf hin, dass die alleinige Betrachtung der Verbundenheit regionaler Wirtschaftsstrukturen auf Basis der Klassifikation der Wirtschaftszweige unzureichend ist. Daher entwickelt der Beitrag einen Ansatz, der sowohl die Verbundenheit regionaler Wirtschaftsstrukturen basierend auf der Klassifikation der Wirtschaftszweige als auch auf Basis der Funktion, welche eine Region im Produktionsprozess ausübt, abbildet. Es zeigt sich, dass die Effekte der Verbundenheit regionaler Wirtschaftsstrukturen (Related Variety) nur dann positiv sind, wenn sie mit einer hohen funktionalen Spezialisierung der Region einhergehen. Unverbundene regionale Wirtschaftsstrukturen (Unrelated Variety, basierend auf der Klassifikation der Wirtschaftszweige) sind dann vorteilhaft, wenn gleiche Funktionen im Produktionsprozess, insbesondere im Bereich der Fertigungs- und Entscheidungs- bzw. Headquarterfunktionen, ausgeübt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Kubis, Alexander; -
Literaturhinweis
Modeling regional labor markets in Germany: insights not only for German policy makers (2011)
Zitatform
Fauser, Simon G. (2011): Modeling regional labor markets in Germany. Insights not only for German policy makers. In: Empirica, Jg. 38, H. 2, S. 169-201. DOI:10.1007/s10663-010-9128-1
Abstract
"This paper develops an econometric model for studying the structure of regional labor markets. We estimate the model for three representative Western German federal states. The simulation results of these heterogeneous states reveal substantial structural differences in the short as well as the long-run. These differences impact on labor demand and labor supply and, hence, call for investigating demand and supply of labor instead of merely the unemployment rate. The revealed commonalities and differences may help regional as well as national policy makers to formulate policies tailored at the specific needs of regional labor markets." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Regionale Typisierung: Was Ausbildungsmärkte vergleichbar macht (2011)
Zitatform
Heineck, Guido, Corinna Kleinert & Alexander Vosseler (2011): Regionale Typisierung: Was Ausbildungsmärkte vergleichbar macht. (IAB-Kurzbericht 13/2011), Nürnberg, 8 S.
Abstract
"Eine vom IAB neu entwickelte Typisierung erlaubt es erstmals, Gemeinsamkeiten und Unterschiede von regionalen Ausbildungsmärkten abzubilden. Vor allem die Arbeitslosenquote und die Struktur der Ausbildungsbetriebe vor Ort haben Einfluss darauf, wie vielen Jugendlichen in einer Region der Übergang in betriebliche Ausbildung gelingt. Bundesweit lassen sich zwölf regionale Ausbildungsmarkttypen unterscheiden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Probleme der kreisscharfen Abgrenzung von Arbeitsmarktregionen und ein Vergleich von funktionalen Arbeitsmarktabgrenzungen (2011)
Kropp, Per; Schwengler, Barbara;Zitatform
Kropp, Per & Barbara Schwengler (2011): Probleme der kreisscharfen Abgrenzung von Arbeitsmarktregionen und ein Vergleich von funktionalen Arbeitsmarktabgrenzungen. In: C. Dreger, R. Kosfeld & M. Türck (Hrsg.) (2011): Empirische Regionalforschung heute : Festschrift für Professor Hans-Friedrich Eckey, S. 195-211.
Abstract
"Die Abgrenzung von funktionalen Raumeinheiten ist sowohl im Bereich der Regionalwissenschaften als auch in der Regionalpolitik von zentraler Bedeutung, wenn räumlich ökonomische Prozesse möglichst gut abgebildet werden sollen. Die vorliegende Arbeit vergleicht zwei unterschiedliche methodische Ansätze zur Abgrenzung von regionalen Arbeitsmärkten auf Basis von Pendlerverflechtungen in Deutschland. Auf der einen Seite steht die Abgrenzung von Arbeitsmarktregionen von Kropp und Schwengler (2008) auf Basis der Graphentheorie und auf der anderen Seite die Abgrenzung von regionalen Arbeitsmärkten von Eckey, Kosfeld und Türck (2006) mit der Faktorenanalyse. Beide Verfahren werden mit Kreis- und Gemeindedaten gerechnet und anschließend die Ergebnisse miteinander verglichen. Die Graphentheorie liefert als bestes Ergebnis 51 sehr größenheterogene Arbeitsmarktregionen im Vergleich zu den eher homogen geschnittenen 150 regionalen Arbeitsmärkten auf der Grundlage der Faktorenanalyse. Die Unterschiede bei den Abgrenzungsergebnissen resultieren dabei weniger aus den regionalen Ausgangseinheiten Kreis oder Gemeinde als vielmehr aus der Wahl des Abgrenzungsverfahrens. Aus analytischer Sicht werden mit dem erstgenannten Verfahren zwar deutlich bessere Güteergebnisse erzielt, jedoch verbinden die großen Regionen auch sehr unterschiedliche Teilarbeitsmärkte. Bei den mit der Faktorenanalyse ermittelten kleineren regionalen Arbeitsmärkten ist hingegen fraglich, ob diese tatsächlich eigenständige wirtschaftliche Einheiten darstellen können oder ob sie nicht an größere Arbeitsmarktregionen angebunden werden sollten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Abgrenzung von Arbeitsmarktregionen: ein Methodenvorschlag (2011)
Kropp, Per; Schwengler, Barbara;Zitatform
Kropp, Per & Barbara Schwengler (2011): Abgrenzung von Arbeitsmarktregionen. Ein Methodenvorschlag. In: Raumforschung und Raumordnung, Jg. 69, H. 1, S. 45-62., 2011-01-06. DOI:10.1007/s13147-011-0076-4
Abstract
"Die Studie präsentiert einen Methodenvorschlag für gemeinde- und kreisscharfe Abgrenzungen von Arbeitsmarktregionen auf der Basis von Pendlerverflechtungen. Die Abgrenzung nutzt als Verfahren eine Weiterentwicklung der graphentheoretischen Methode, deren Güte mit dem Modularitätsmaß Q aus der Netzwerkforschung gemessen wird. Die Studie basiert auf Gemeindedaten für Deutschland für die Jahre 1993 bis 2008. Als Ergebnis der Analysen werden gemeinde- und kreisscharfe Abgrenzungen mit 50 Arbeitsmarktregionen vorgestellt. Dieses Abgrenzungsergebnis liefert recht größenheterogene Regionen, besitzt aber über den betrachteten Zeitraum eine hohe zeitliche Stabilität. Es wird dargelegt, dass auch eine kreisscharfe Abgrenzungsvariante ein sehr gutes Ergebnis für die Erfassung von Pendlerverflechtungen und einen hohen Selbstversorgungsgrad der Regionen liefert. Der Vergleich mit bisherigen Abgrenzungen funktionaler Räume in Deutschland anhand verschiedener Merkmale bestätigt die Güte der gefundenen Abgrenzung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie ergänzendes Onlinematerial. -
Literaturhinweis
Persistence of regional unemployment: Application of a spatial filtering approach to local labour markets in Germany (2011)
Zitatform
Patuelli, Roberto, Norbert Schanne, Daniel A. Griffith & Peter Nijkamp (2011): Persistence of regional unemployment. Application of a spatial filtering approach to local labour markets in Germany. (IAB-Discussion Paper 03/2011), Nürnberg, 37 S.
Abstract
"Die geographische Verteilung und die Persistenz (das Beharrungsvermögen von Schocks) von regionalen bzw. lokalen Arbeitslosenquoten in heterogenen Volkswirtschaften (wie bspw. Deutschland) war in den vergangenen Jahren Gegenstand zahlreicher theoretischer und empirischer Studien. Besonderer Augenmerk lag auf den dynamischen Anpassungsprozessen der Arbeitslosigkeit und am durchschnittlichen Grad der Abhängigkeit der gegenwärtigen Arbeitslosigkeit (alternativ auch des GDP) von ihrer Verteilung in der Vergangenheit. Hier präsentieren wir einen neuen ökonometrischen Ansatz zur Analyse der Persistenz der Arbeitslosigkeit, welcher der regionalen Heterogenität und der räumlichen Autokorrelation in den Niveaus und der Dynamik Rechnung trägt. Zunächst diskutieren wir die Verwendung eines räumlichen Filters als Substitut für Fixe Effekte in einem Panel-Schätzansatz. Der räumliche Filter dient als Proxy für regionsspezifische Information (z.B. bzgl. der Ausstattung an natürlichen Ressourcen oder bzgl. der Größe des Marktes im Einzugsgebiet), die üblicherweise in fixen Effekten aufgefangen werden; analoges gilt für die Filtermodellierung der heterogenen Dynamik. Das vorgestellte Verfahren bietet den Vorteil, dass der räumliche Filter - durch parameter-sparsames Auffangen der Information, die räumliche Korrelation erzeugt - die Zahl der Freiheitsgrade erhöht, gleichzeitig auf zeitkonstante räumliche Korrelation in den Residuen kontrolliert und Einsicht gibt in die räumlichen Muster der regionalen Anpassungsprozesse. Es werden verschiedene Untersuchungen bzgl. der regionalen Muster in den heterogenen autoregressiven Parametern dargestellt, die mit Arbeitslosigkeitsdaten für die deutschen Kreise geschätzt werden. In der regionalen Arbeitslosigkeit finden wir einen allgemein hohen, dennoch recht heterogenen Grad an Persistenz." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Aktualisierung von Regionalindikatoren für die deutschen Arbeitsmarktregionen: Gutachten für die Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" im Auftrag des Ministeriums für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein (2011)
Schwengler, Barbara; Hecht, Veronika; Sdogou, Ekaterini; Liedl, Philipp; Haag, Günter;Zitatform
Schwengler, Barbara, Veronika Hecht, Günter Haag, Ekaterini Sdogou & Philipp Liedl (2011): Aktualisierung von Regionalindikatoren für die deutschen Arbeitsmarktregionen. Gutachten für die Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" im Auftrag des Ministeriums für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein. (IAB-Forschungsbericht 01/2011), Nürnberg, 102 S.
Abstract
"Dieser Forschungsbericht umfasst die Ergebnisse des Gutachtens 'Aktualisierung von Regionalindikatoren für die deutschen Arbeitsmarktregionen'. Das Gutachten wurde nach Beschluss des Unterausschusses der Gemeinschaftsaufgabe 'Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur' am 14.10.2008 im Auftrag des Ministeriums für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein vom IAB in Kooperation mit dem Steinbeis-Transferzentrum Angewandte Systemanalyse (STASA), Stuttgart, im Jahr 2009 erstellt. Es beinhaltet verschiedene Arbeitsmarkt- und Einkommensindikatoren, die für den Zeitraum seit der letzten Neuabgrenzung der Fördergebiete bis zum aktuellen Rand für alle 270 deutschen Arbeitsmarktregionen berechnet wurden. Es handelt sich hierbei um die Arbeitslosenquote im Jahres- sowie im Vierjahresdurchschnitt, die Frauen-, Jugend- und Langzeitarbeitslosigkeit, den Beschäftigungsgrad am Wohnort, den Bruttojahreslohn je sozialversicherungspflichtig Beschäftigtem sowie die Entwicklung der Bruttolohn- und Gehaltssumme. Diese Indikatoren wurden zudem in die Regionaldatenbank 'RegioDat' des Bundesministeriums für Finanzen (BMF) eingespeist und setzen so Bund und Länder in die Lage, die wirtschaftliche Lage in den Regionen einschätzen und beurteilen zu können. So dienen sie auch zur Vorbereitung der nächsten Neuabgrenzung der deutschen Fördergebiete und bilden somit die Grundlage für die Förderung von Arbeitsplätzen in strukturschwachen Regionen mit besonderen Arbeitsmarktproblemen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Schwengler, Barbara;Weiterführende Informationen
Hier finden Sie den Kartenanhang zum IAB-Forschungsbericht 01/2011. -
Literaturhinweis
Regional unemployment and new economic geography (2011)
Zitatform
Zierahn, Ulrich (2011): Regional unemployment and new economic geography. (HWWI research paper 105), Hamburg, 33 S.
Abstract
"Regional labor markets are characterized by huge disparities. The literature on the wage curve argues that there exists a negative relationship between unemployment and wages. However, this literature cannot explain how disparities of these variables between regions endogenously arise. In contrast, the New Economic Geography analyzes how disparities of regional goods markets endogenously arise, but usually ignores unemployment. Therefore, this paper discusses regional unemployment disparities by introducing efficiency wages into the New Economic Geography. This model shows how disparities of regional goods and labor markets endogenously arise through the interplay of increasing returns to scale, transport costs and migration." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Classification of regional labour markets for purposes of labour market policy (2010)
Zitatform
Blien, Uwe, Franziska Hirschenauer & Van Phan thi Hong (2010): Classification of regional labour markets for purposes of labour market policy. In: Papers in regional science, Jg. 89, H. 4, S. 859-880., 2010-04-06. DOI:10.1111/j.1435-5957.2010.00331.x
Abstract
"In many countries regional disparities are fairly large and persistent. Often classification systems are needed to provide succinct information on these disparities. This paper presents a model-based classification system which is designed to assess labour market conditions which influence the outcomes of active labour market policy. The innovation in this paper is the development of a procedure that combines a theory-guided analysis of determinants of regional disparities with standard classification approaches. The procedure is designed to resolve two limitations inherent in many existing classification schemes: first, their purely descriptive nature and second, the lack of a theoretically meaningful organization of the variable selection process." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Der ostdeutsche Arbeitsmarkt: Kann das ifo Beschäftigungsbarometer dessen konjunkturelle Dynamik abbilden? (2010)
Zitatform
Lehmann, Robert (2010): Der ostdeutsche Arbeitsmarkt: Kann das ifo Beschäftigungsbarometer dessen konjunkturelle Dynamik abbilden? In: Ifo Dresden berichtet, Jg. 17, H. 6, S. 27-32.
Abstract
"Die Lage am ostdeutschen Arbeitsmarkt hat sich seit 2005 deutlich verbessert und präsentierte sich auch in Zeiten der Wirtschafts- und Finanzkrise als äußerst robust. Zur Beurteilung der Arbeitsmarktlage bedarf es eines Indikators, der sich zum einen durch einen geringen Revisionsbedarf auszeichnet und zum anderen das Geschehen am ostdeutschen Arbeitsmarkt mit einem gewissen Vorlauf abbildet. Die Arbeitslosenquote, die zumeist verwendet wird, kann diesen Zweck nicht erfüllen: Zum einen wird sie sowohl durch Arbeitsangebots- und -nachfragentwicklungen beeinflusst, zum anderen reagiert sie erst mit Verzögerung auf Beschäftigungsschwankungen. Um diese Lücke zu schließen, berechnet das ifo Institut seit geraumer Zeit ein 'Beschäftigungsbarometer', das seit Kurzem auch für Ostdeutschland erhoben und ausgewertet wird. Bei der Untersuchung der Beschäftigungserwartungen der gewerblichen Wirtschaft Ostdeutschlands ergibt sich, dass die Befragungsdaten aus dem ifo Konjunkturtest sowohl einen Vorlauf im statistischen Sinne als auch einen Informationsvorsprung gegenüber den Daten aus der amtlichen Statistik aufweisen. Demzufolge kann das ifo Beschäftigungsbarometer die konjunkturelle Grunddynamik des ostdeutschen Arbeitsmarktes abbilden und für Prognosezwecke eingesetzt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Regional unemployment forecasts with spatial interdependencies (2010)
Zitatform
Schanne, Norbert, Rüdiger Wapler & Antje Weyh (2010): Regional unemployment forecasts with spatial interdependencies. In: International Journal of Forecasting, Jg. 26, H. 4, S. 908-926. DOI:10.1016/j.ijforecast.2009.07.002
Abstract
Die Arbeitslosigkeit für die 176 deutschen administrativen Arbeitsmarktregionen (im Allgemeinen Arbeitsagenturbezirke) wird auf einer monatlichen Basis prognostiziert. Wegen ihrer geringen Größe existieren zwischen diesen regionalen Einheiten starke räumliche Interdependenzen. Um diese und auch die Heterogenität der regionalen Entwicklung im Zeitablauf berücksichtigen zu können, kommen verschiedene Versionen eines eindimensionalen räumlichen GVAR-Modells zur Anwendung. Wenn man die Genauigkeit der Prognose mit eindimensionalen Zeitreihenmethoden vergleicht, zeigt sich, dass das räumliche Modell bessere oder zumindest gleich gute Ergebnisse erzielt. Folglich bietet das GVAR-Modell eine Alternative oder einen ergänzenden Ansatz zu normalerweise eingesetzten Methoden für die regionale Prognose, die regionale Interdependenzen unberücksichtigt lassen. (IAB)
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Literaturhinweis
Die Abgrenzung der Arbeitsmarktregion Bremen: Auszüge aus dem Ergebnisbericht zum Projekt "Abgrenzung, Dynamik und Aufnahmefähigkeit des regionalen Arbeitsmarktes Bremen" im Auftrag der Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales des Landes Bremen (2009)
Kropp, Per;Zitatform
Kropp, Per (2009): Die Abgrenzung der Arbeitsmarktregion Bremen. Auszüge aus dem Ergebnisbericht zum Projekt "Abgrenzung, Dynamik und Aufnahmefähigkeit des regionalen Arbeitsmarktes Bremen" im Auftrag der Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales des Landes Bremen. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Niedersachsen-Bremen 03/2009), Nürnberg, 37 S.
Abstract
"Das Ziel der Studie ist die Abgrenzung der Arbeitsmarktregion Bremen/Bremerhaven. Zunächst werden mit einem hierarchischen Clusterverfahren mögliche Abgrenzungen bestimmt, aus denen dann diejenige Abgrenzung gewählt wird, die die regionalen Pendlerverflechtungen deutschlandweit am besten in Arbeitsmarktregionen 'einfängt'. Für diese Auswahl wird der ursprünglich für die Netzwerkforschung entwickelte Modularitätsansatz von Newman genutzt. Sein Modularitätsmaß Q gibt mit Werten zwischen Null und Eins an, wie gut sich netzwerkartige Strukturen (z.B. Pendlerverflechtungen zwischen Regionen) in wenig miteinander verbundene Gruppierungen oder Module (z.B. Arbeitsmarktregionen) teilen lassen. Dies erlaubt es, sowohl die Ergebnisse unterschiedlicher Verfahren miteinander zu vergleichen, als auch unter den verschiedenen Varianten eines Verfahrens dasjenige mit dem besten Ergebnis zu wählen.
Die gewählte Abgrenzung ist mit deutschlandweit 55 Regionen deutlich weniger stark differenziert als andere Abgrenzungen. Der Verlauf der Modularitätswerte legt nahe, dass auch differenziertere Abgrenzungen mit über 100 Regionen oder etwas weniger stark differenzierte Abgrenzungen mit ca. 45 Regionen nicht viel schlechter als die gewählte Abgrenzung sind. Die Bremer Region ist davon nur in Hinblick auf Bremerhaven und Cuxhaven betroffen. Würde man eine Abgrenzung mit doppelt so vielen Regionen wählen, wären Bremerhaven und Cuxhaven noch eigenständige Arbeitsmarktregionen. Diese Tatsache sowie seine Größe rechtfertigen sicherlich, Bremerhaven als einen relativ eigenständigen Sub-Arbeitsmarkt zu charakterisieren. Die Arbeitsmarktregion Bremen ist von den Arbeitsmarktregionen Hamburg, Hannover, Bielefeld, Osnabrück und Oldenburg umgeben. Die stärkste Verflechtungsbeziehung weist Oldenburg mit Bremen auf. Fast 8 Prozent aller in der Arbeitsmarktregion Oldenburg wohnenden Beschäftigten arbeiten in der Arbeitsmarktregion Bremen. Umgekehrt ist die Bedeutung allerdings deutlich geringer - nur knapp 2 Prozent der Bremer arbeiten in Oldenburg, deutlich weniger als in Hamburg (3,3 Prozent).
Die hier entwickelte Abgrenzung der Arbeitsmarktregion Bremen stimmt mit vielen grundsätzlichen Eigenschaften anderer funktionaler Abgrenzungen überein. Unterschiede zeigen sich vor allem durch die gemeindescharfe Abgrenzung. Hier erweist sich, dass für einige Kreise im Grunde genommen keine eindeutige Zuordnung zu nur einer Arbeitsmarktregion sinnvoll ist. Dies wird insbesondere beim Landkreis Oldenburg deutlich, aber auch bei Cux-haven und Rotenburg (Wümme)." (Autorenreferat, IAB-Doku)Beteiligte aus dem IAB
Kropp, Per; -
Literaturhinweis
Information systems for regional labour market monitoring: state of the art and perspectives (2009)
Larsen, Christa; Baden, Christian; Lenke, Mareike; Mevius, Marco; Lindsay, Colin ; Schmid, Alfons; MacGrath, John; Bastyr, Ivo; MacQuaid, Ronald; Carrion, Miguel Bernal; Martini, Mattia ; Clement, Franz; Mespoulet, Martine; Herremans, Wim; Mezzanzanica, Mario ; Höhne, Markus; Porep, Daniel; Huter, Kai; Ricceri, Marco; Kalaycioglu, Sibel; Schmid, Alfons; Lapacek, Michal; Shally, Caroline; Kipper, Jenny; Surdej, Aleksander; Branka, Jiri; Thomas, Adrien ; Grelet, Yvette; Ulatowski, Jan; Horvath, Karin; Vavreckova, Jana; Kampe, Carsten; Venningen, Helene; Jacobs, Marleen; Larsen, Christa; Hillau, Bernard; Celik, Kezban; Walter, Anja; Vivent, Celine;Zitatform
Larsen, Christa, Marco Mevius, Jenny Kipper & Alfons Schmid (Hrsg.) (2009): Information systems for regional labour market monitoring. State of the art and perspectives. München: Hampp, 222 S. DOI:10.1688/9783866185098
Abstract
"Regional labour market monitoring based on web-based labour market information systems is becoming increasingly more common. This anthology shows the variety of such systems as implemented in various European countries. Two general types can be distinguished. The first are regionally-based information tools and secondly, national systems with regional sub-divisions. In addition, these show what information and communication technologies make possible, but they also give the first indications of where these technologies have their limits." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Neural networks for cross-sectional employment forecasts: a comparison of model specifications for Germany (2009)
Zitatform
Patuelli, Roberto, Aura Reggiani, Peter Nijkamp & Norbert Schanne (2009): Neural networks for cross-sectional employment forecasts. A comparison of model specifications for Germany. (Quaderno 09-03), Lugano, 20 S.
Abstract
Der Beitrag stellt unterschiedliche Verfahren von Prognosen regionaler Beschäftigungsentwicklung dar, die auf Neuronalen Netzen basieren. Aufgrund ihrer flexiblen Spezifkationsstrukturen werden Neuronale Netze in zahlreichen Forschungsfeldern eingesetzt. Sie eignen sich für die Analyse und Prognose ökonomischer Variablen - wie Beschäftigung oder Migration - da sie 'lernfähig' sind, d. h. dass sie die Ermittlung funktionaler Beziehungen zwischen den analysierten Variablen ermöglichen. In dem Beitrag wird eine Reihe von auf Neuronalen Netzen basierenden Experimenten vorgestellt. Auf zwei Datensätze für NUTS 3-Regionen (326 und 113 Arbeitsmarktregionen in West- bzw. Ostdeutschland) werden unterschiedliche Prognosemodelle angewandt, und die Ergebnisse der Prognosen für die Entwicklung von Vollzeitbeschäftigung werden vorgestellt und diskutiert. Unterschiedliche Spezifikationen der Prognosemodelle werden hinsichtlich 1. erklärender Variablen und 2. Struktur des Neuronales Netzes getestet. Simulationsergebnisse für unterschiedliche Perioden werden zusammengefasst und bewertet. Neben der Spezifikation von Variablen und Struktur ist die Auswahl der Lern-Parameter entscheidend für den erfolgreichen Einsatz Neuronaler Netze. Da Tests dieser Parameter selten sind, wird eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt und diskutiert, um unterschiedliche Kombinationen von Parametern zu testen. Methodologische und empirische Bemerkungen sowie Vorschläge für zukünftige Forschungen bilden den Abschluss. (IAB)
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Literaturhinweis
Regional employment forecasts with spatial interdependencies (2008)
Zitatform
Hampel, Katharina, Marcus Kunz, Norbert Schanne, Rüdiger Wapler & Antje Weyh (2008): Regional employment forecasts with spatial interdependencies. In: C. Knobel, B. Kriechel & A. Schmid (Hrsg.) (2008): Regional forecasting on labour markets, S. 68-88.
Abstract
Aufgrund der gerade in Deutschland bestehenden regionalen Unterschiede ist die Arbeitsmarktpolitik auf regionale Arbeitsmarktprognosen angewiesen. Der Beitrag analysiert und vergleicht die zu diesem Zweck entwickelten Zeitreihenmodelle (ARIMA, EWMA, SC). Er kommt zu dem Ergebnis, dass die Prognosequalität aller Modelle sehr hoch ist, aber keines in allen Arbeitsamtsbezirken eingesetzt werden sollte; vielmehr sollte je nach den regionalen Bedingungen entschieden werden, welches Modell oder welcher Modellmix in welchem Bezirk zur Prognose am besten geeignet ist. Es wird auch gezeigt, dass mit der Einbeziehung räumlicher Informationen die Prognosequalität der Modelle verbessert werden kann. Dies gilt insbesondere für das SC-Modell (structural-components model), während die Einbeziehung derartiger Informationen in die ARIMA- und EWMA-Modelle aufgrund der methodischen Komplexität noch nicht möglich ist. (IAB)
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Literaturhinweis
On the stability of the German Beveridge curve: a spatial econometric perspective (2008)
Zitatform
Kosfeld, Reinhold, Christian Dreger & Hans-Friedrich Eckey (2008): On the stability of the German Beveridge curve. A spatial econometric perspective. In: The annals of regional science, Jg. 42, H. 4, S. 967-986. DOI:10.1007/s00168-007-0190-y
Abstract
In dem Beitrag wird das Konzept der Beveridge-Kurve zur Untersuchung der Effizienz von Matching-Prozessen eingesetzt und hierzu auf regionale Arbeitsmarktdaten für Deutschland angewandt. Der negative Zusammenhang zwischen Arbeitslosenquote und offenen Stellen, der von der Beveridgekurve postuliert wird, kann mittels räumlicher ökonometrischer Verfahren effektiv geschätzt werden. Der Eigenfunction-Decomposition-Ansatz, der von Griffith (2000, 2003) vorgeschlagen wurde, wird zur Identifikation räumlicher und nicht-räumlicher Faktoren genutzt. Da im Zeitverlauf mit Schwankungen der räumliche Muster zu rechnen ist, wird eine Inferenz auf der Grundlage eines räumlichen SUR-Modells durchgeführt. Verschiebungen der Beveridge-Kurve beeinflussen ihre Position, und Zeitreihenschätzungen dieses Parameters sind das Ergebnis. Im Gegensatz zu Befunden für die USA und Großbritannien belegen die Ergebnisse einen zunehmenden Job-Mismatch im Laufe des letzten Jahrzehnts. Obwohl die Außenverschiebung der Beveridge-Kurve durch strukturelle Faktoren wie die Entwicklung der Langzeitarbeitslosigkeit erklärt werden kann, wird sie auch durch konjunkturelle Schwankungen beeinflusst. Die Rolle dieser konjunkturellen Faktoren gefährdet die Stabilität der Kurve. Zur Untersuchung arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen, die auf eine Optimierung des Matching-Prozesses zielen, ist der Zusammenhang möglicherweise ungeeignet. (IAB)
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Literaturhinweis
Abgrenzung von Wirtschaftsräumen auf der Grundlage von Pendlerverflechtungen: ein Methodenvergleich (2008)
Kropp, Per; Schwengler, Barbara;Zitatform
Kropp, Per & Barbara Schwengler (2008): Abgrenzung von Wirtschaftsräumen auf der Grundlage von Pendlerverflechtungen. Ein Methodenvergleich. (IAB-Discussion Paper 41/2008), Nürnberg, 70 S.
Abstract
"Funktionale Regionen, sogenannte regionale Arbeitsmärkte, spielen in der nationalen und internationalen Regionalforschung eine besondere Rolle. Im Gegensatz zu administrativen Regionen ermöglichen sie es, wirtschaftliche Aktivitäten und Pendlerverflechtungen in geeigneter Weise abzubilden. Für die Abgrenzung dieser Wirtschaftsräume können verschiedene Verfahren herangezogen werden. In diesem Discussion Paper werden Abgrenzungen auf Basis der Kennziffernmethode, der Cluster- und der Faktorenanalyse anhand von Pendlerdaten auf Kreisebene des Jahres 2005 miteinander verglichen und beurteilt. Als Gütekriterien werden dabei die Modularität Q, die von van der Laan und Schalke (2001) verwendeten Kennziffern ESC und HSC für die Balance von Arbeitsangebot und -nachfrage sowie Maße zur Größenhomogenität herangezogen.
Clusterverfahren und auf der Kennziffernmethode basierenden graphentheoretischen Verfahren gelingt es am Besten, die Pendlerverflechtungen zwischen den Kreisregionen zu erfassen. Faktorenanalytische Verfahren produzieren dagegen eher größenhomogene Abgrenzungen, die die Pendlerverflechtungen allerdings weniger gut abbilden. Mit allen hier vorgestellten Verfahren können Wirtschaftsräume so bestimmt werden, dass sie die Pendlerbewegungen in Deutschland deutlich besser wiedergeben als dies für regionalpolitische Zwecke bisher genutzten Abgrenzungen erlauben. Anhand der in dieser Studie vorgestellten Bewertungsmöglichkeit für die Güte von Abgrenzungen ist es weiterhin möglich, die optimale Anzahl von Regionen für eine adäquate Abbildung der Pendlerverflechtungen zu bestimmen." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Regional unemployment forecasts with spatial interdependencies (2008)
Zitatform
Schanne, Norbert, Rüdiger Wapler & Antje Weyh (2008): Regional unemployment forecasts with spatial interdependencies. (IAB-Discussion Paper 28/2008), Nürnberg, 28 S.
Abstract
Die Arbeitslosigkeit für die 176 deutschen administrativen Arbeitsmarktregionen (im Allgemeinen Arbeitsagenturbezirke) wird auf einer monatlichen Basis prognostiziert. Wegen ihrer geringen Größe existieren zwischen diesen regionalen Einheiten starke räumliche Interdependenzen. Um diese und auch die Heterogenität der regionalen Entwicklung im Zeitablauf berücksichtigen zu können, kommen verschiedene Versionen eines eindimensionalen räumlichen GVAR-Modells zur Anwendung. Wenn man die Genauigkeit der Prognose mit eindimensionalen Zeitreihenmethoden vergleicht, zeigt sich, dass das räumliche Modell bessere oder zumindest gleich gute Ergebnisse erzielt. Folglich bietet das GVAR-Modell eine Alternative oder einen ergänzenden Ansatz zu normalerweise eingesetzten Methoden für die regionale Prognose, die regionale Interdependenzen unberücksichtigt lassen. (IAB)
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Literaturhinweis
Convergence in West German regional unemployment rates (2007)
Zitatform
Bayer, Christian & Falko Juessen (2007): Convergence in West German regional unemployment rates. In: German economic review, Jg. 8, H. 4, S. 510-535. DOI:10.1111/j.1468-0475.2007.00416.x
Abstract
Die Unterschiede regionaler Arbeitslosenquoten werden oft herangezogen, wenn es darum geht, die wirtschaftliche Ungleichheit von Regionen zu beschreiben. Der Beitrag untersucht die Persistenz der Veränderungen regionaler Unterschiede der Arbeitslosigkeit und hat dabei die Möglichkeiten von Regionalpolitik im Blick. Während univariate Tests nahelegen, dass Veränderungen regionaler Unterschiede der Arbeitslosigkeit in Westdeutschland persistent sind, unterstützen Ergebnisse von Paneltests die Hypothese, dass regionale Arbeitslosenquoten konvergieren, wobei die Geschwindigkeit der Konvergenz gering ist. Das angewandte Analyseverfahren berücksichtigt auch Brüche, z.B. den Strukturwandel aufgrund der zweiten Ölkrise. Nachgewiesen werden sowohl Konvergenz als auch schnelle Anpassung an eine Gleichgewichtsverteilung regionaler Arbeitslosenquoten, die allerdings durch Strukturwandel geprägt ist. (IAB)
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