Transformationsprozess in Ostdeutschland – Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Gesellschaft
Seit der Wiedervereinigung ist die Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost- und Westdeutschland Leitlinie deutscher Politik. Dennoch unterscheiden sich auch viele Jahre nach dem Fall der Mauer Wirtschaft und Arbeitsmärkte in Ost und West noch immer deutlich, mit weitreichenden Konsequenzen für den gesellschaftlichen Wandel und die Lebenslagen ostdeutscher Bürgerinnen und Bürger.
Dieses Dossier präsentiert wissenschaftliche Analysen und Positionen politischer Akteure zum Strukturwandel in den Bereichen Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Bevölkerung, Gesellschaft und Bildung.
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- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
- Grundsätzliches zur Transformation
- Wirtschaft
- Bevölkerung
- Arbeitsmarkt/Beruf
- Bildung/Qualifikation
- Gesellschaft/Soziales
- Personengruppen
- geografischer Bezug
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Literaturhinweis
Rising wage inequality in Germany (2007)
Zitatform
Gernandt, Johannes & Friedhelm Pfeiffer (2007): Rising wage inequality in Germany. In: Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, Jg. 227, H. 4, S. 358-380. DOI:10.1515/jbnst-2007-0403
Abstract
In dem Beitrag wird die Entwicklung der Löhne und der Lohnungleichheit in Deutschland mit Daten des sozio-oekonomischen Panels untersucht. Zwischen 1994 und 2005 stieg die Lohnungleichheit in Westdeutschland von 2.5 auf 3.1 und in Ostdeutschland von 2.4 auf 3.2. In Westdeutschland betraf die wachsende Lohnungleichheit vor allem den unteren Teil der Lohnverteilung, in Ostdeutschland dagegen den oberen Teil. In Westdeutschland erlebte die Gruppe der Arbeitnehmer mit der kürzesten Betriebszugehörigkeit den größten Anstieg der Lohnungleichheit. (IAB)
Ähnliche Treffer
- frühere (möglw. abweichende) Version erschienen als: ZEW discussion paper , 06-019
- frühere (möglw. abweichende) Version erschienen als: SOEPpapers on multidisciplinary panel data research at DIW Berlin , 14/2007
- frühere (möglicherweise abweichende) Version erschienen als: Universität Konstanz, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften. Diskussionspapier der Forschergruppe "Heterogene Arbeit: Positive und Normative Aspekte der Qualifikationsstruktur der Arbeit", 06/12
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Literaturhinweis
Deutschland - eine gespaltene Gesellschaft (2006)
Lessenich, Stephan; Leggewie, Claus; Lessenich, Stephan; Andreß, Hans-Jürgen ; Neckel, Sighard; Bonß, Wolfgang; Nullmeier, Frank ; Hartmann, Michael; Powell, Justin J.W. ; Hildenbrand, Bruno; Rehberg, Karl-Siegbert; Kronauer, Martin; Solga, Heike ; Bohler, Karl Friedrich; Thränhardt, Dietrich; Häußermann, Hartmut; Vogel, Berthold; Nullmeier, Frank ; Wimbauer, Christine ; Kohli, Martin; Ganßmann, Heiner;Zitatform
Lessenich, Stephan & Frank Nullmeier (Hrsg.) (2006): Deutschland - eine gespaltene Gesellschaft. Frankfurt am Main u.a.: Campus-Verl., 374 S.
Abstract
"Die Rede vom geteilten Deutschland lässt uns spontan an den innerdeutschen Ost-West-Konflikt denken. Doch Deutschland bietet ein Bild vielfältiger sozialer Gegensätze - ob arm versus reich, alt versus jung oder erwerbstätig versus arbeitslos. Welche Gräben durchziehen unsere Gesellschaft und wie bestimmen sie die künftige soziale Entwicklung in Deutschland? Deutschland hallt wider von Kassandrarufen zur Zukunft der Nation. Überwiegend beruhen sie auf journalistischen Eingebungen oder dem politischen Kalkül unterschiedlicher Interessengruppen. Sozialwissenschaftliche Gegenwartsdiagnosen dagegen spielen in der Öffentlichkeit kaum eine Rolle: ein Mangel, den dieses Buch beseitigt. Namhafte Autorinnen und Autoren haben in 20 pointierten Essays ein Bild der deutschen Gesellschaft gezeichnet, und zwar entlang der Gegensätze, die auch im Alltagsverständnis die Wahrnehmung der sozialen Welt prägen: arm/reich, erwerbstätig/arbeitslos, alt/jung, Eltern/Kinderlose, gläubig/ungläubig, Deutsche/Nichtdeutsche, Ost/West,Nord/Süd,Frauen/Männer,Gewinner/ Verlierer, Kapital/Arbeit u. a." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Inequality and economic performance in transition: are there some lessons from German re-unification for the Ukraine? (2006)
Möller, Joachim;Zitatform
Möller, Joachim (2006): Inequality and economic performance in transition. Are there some lessons from German re-unification for the Ukraine? In: L. Handrich, I. Burakovsky & O. Betliy (Hrsg.) (2006): Labour market reforms and economic growth in Ukraine : linkages and policies, S. 161-195.
Abstract
Ausgehend von Kuznets Theorie vom Zusammenhang von Wirtschaftsentwicklung und gesellschaftlicher Einkommensverteilung wird der Zusammenhang von Ungleichheit und Wirtschaftsentwicklung in Transformationsländern diskutiert. Ein bestimmtes Maß an Einkommensungleichheit wird als optimal für das Wirtschaftswachstum betrachtet; sowohl zu geringe als auch extreme Ungleichheit wirken sich negativ auf das Wachstum aus. Anschließend wird auf der Basis von Daten der IAB-Regionalstichprobe empirisch untersucht, wie sich die deutsche Vereinigung auf Einkommensverteilung und Ungleichheit auf regionaler Ebene ausgewirkt hat. Der politische Umbruch in Ostdeutschland wird dabei als natürliches Experiment betrachtet, das die Beobachtung der Entwicklung der Lohnstruktur in Ostdeutschland in einer Transformationsphase erlaubt. Es zeigt sich, dass sich die Lohnstruktur in Ostdeutschland im Untersuchungszeitraum an die westdeutsche Lohnstruktur angeglichen hat. Es gibt aber beträchtliche regionale Unterschiede der Lohnspreizung für beide Geschlechter, wobei die Lohnspreizung für weibliche Arbeitskräfte grundsätzlich höher ausfällt als für Männer. Für erwerbstätige Frauen ist zudem die Lohnspreizung im unteren Bereich der Lohnverteilung höher als im oberen; das Gegenteil gilt für Männer. Zwischen Ost- und Westdeutschland zeigen sich bemerkenswert geringe Unterschiede hinsichtlich der Lohnspreizung bei qualifizierten Vollzeitbeschäftigten. (IAB)
Beteiligte aus dem IAB
Möller, Joachim; -
Literaturhinweis
Deutschland im Umbruch: Ergebnisse und Perspektiven des sozioökonomischen Berichtsansatzes (2005)
Baethge, Martin; Bartelheimer, Peter;Zitatform
Baethge, Martin & Peter Bartelheimer (2005): Deutschland im Umbruch. Ergebnisse und Perspektiven des sozioökonomischen Berichtsansatzes. In: Mitteilungen. Soziologisches Forschungsinstitut, Göttingen H. 33, S. 17-29.
Abstract
Der Beitrag fasst das Einleitungskapitels der Buchfassung des ersten Berichts zur sozioökonomischen Entwicklung in Deutschland zusammen, gibt wichtige Ergebnisse des Berichtsbands wieder und resümiert die konzeptionellen Überlegungen, die der Berichterstattung zugrunde liegen. Zentrale Kategorien der sozioökonomischen Berichterstattung sind Arbeit, Lebensweise und Teilhabe. Zu den methodischen Besonderheiten gehören die Berücksichtigung aller Instanzen der Wohlfahrtsproduktion, also der Ökonomie, der Haushaltsproduktion, des Sozialstaats und des gesellschaftlichen Institutionensystems, die Verwendung komplexerer Beobachtungskonzepte auf der Mikroebene wie Haushalt, Lebensverlauf oder biografische Sequenz und ihre Verknüpfung mit Befunden auf der mittleren Ebene von Unternehmen oder Landesteilen, die interpretative Verknüpfung von Befunden einer Vielzahl von Datenquellen und der größere Raum, den Deutungen gegenüber der bloß statistischen Deskription erhalten. Normative Bezugspunkte des sozioökonomischen Berichtsansatzes sind Nachhaltigkeit und die Lissabon-Strategie der EU zur Modernisierung und Verbesserung des europäischen Sozialmodells. Die referierten Ergebnisse, die jeweils nach Befund, methodischen Konsequenzen und Fragen an die politische Gestaltung gegliedert sind, umfassen folgende Bereiche: sichere und unsichere Erwerbsbeteiligung, Beharrungsvermögen des Haupternährer-Modells, die Sondersituation Ostdeutschlands, die schwierige Balance von Erwerbsarbeit und Lebensführung, alte und neue Ungleichheiten in der Verteilung von Wissen und Bildung, informelle Aktivitäten und Dienstleistungen sowie das Verhältnis von Engagement und gesellschaftlicher Partizipation. (IAB)
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Literaturhinweis
On the post-unification development of public and private pay in Germany (2005)
Zitatform
Heitmueller, Axel & Kostas Mavromaras (2005): On the post-unification development of public and private pay in Germany. (IZA discussion paper 1696), Bonn, 21 S.
Abstract
"German post-unification in the 1990s is a period that was marked by substantial economic change, part of which was East German wages building towards the much higher West German levels. This paper studies the public-private pay gap in the fast changing economic and political environment of the 1990s using panel estimation techniques which control for unobserved individual heterogeneity. It shows that, while the overall pay gap between public and private sector stayed remarkably constant in the West, earnings differences in the East increased threefold in the late 1990s resulting in a substantial wage premium in the public sector. It is suggested that this premium is a result of the politically induced gap between pay and actual productivity. Furthermore, results vary greatly by gender indicating significantly larger female earnings differentials. Several institutional and political arguments are presented to explain this phenomenon." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Gesellschaft ohne Ausgrenzung - regionale Handlungsoptionen der Arbeitsmarktpolitik: Dokumentation der ESF-Jahrestagung 2004 vom 25. November 2004 (2005)
Hübner, Sabine; Kurz, Irene; Clark, Helene; Ziegler, Dagmar; Rau, Karin; Berg, Frank; Behr, Michael;Abstract
"Die ESF-Jahrestagung 2004 stand unter der Überschrift 'Gesellschaft ohne Ausgrenzung' und sollte dazu beitragen in Foren und Diskussionen entsprechende Handlungsmöglichkeiten für die brandenburgische Arbeitsmarktpolitik zu finden. Die Arbeitslosenquote im Land Brandenburg weist regional starke Unterschiede auf. So liegt die Zahl der Arbeitslosen in der Stadt Potsdam bei 11,6%, in der Uckermark (23,5%) und in der Lausitz (23,2%) ist sie dagegen doppelt so hoch. Mit der Arbeitslosigkeit verbunden ist oftmals eine starke gesellschaftliche Ausgrenzung. Hinzu kommt, dass viele junge und qualifizierte Fachkräfte - vornehmlich junge Frauen - mangels beruflicher Perspektiven in andere Regionen Deutschlands abwandern und dort Arbeit suchen und finden. Die demographischen Prognosen machen deutlich, dass diese Entwicklung als äußerst problematisch einzustufen ist: ohne junge Menschen, ohne junge und qualifizierte Fachkräfte sieht die Zukunftsfähigkeit des Landes Brandenburg sehr kritisch aus. Die Dokumentation der Tagung gibt die in den verschiedenen Foren gehaltenen Vorträge wieder; die anschließenden Diskussionen sind als Zusammenfassung dargestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Biographien jenseits normaler Erwerbsarbeit: Ausbildungs-und Erwerbsverläufe junger Erwachsener in den neuen Bundesländern (2005)
Reißig, Birgit;Zitatform
Reißig, Birgit (2005): Biographien jenseits normaler Erwerbsarbeit: Ausbildungs-und Erwerbsverläufe junger Erwachsener in den neuen Bundesländern. In: H. Arnold, L. Böhnisch & W. Schröer (Hrsg.) (2005): Sozialpädagogische Beschäftigungsförderung : Lebensbewältigung und Kompetenzentwicklung im Jugend- und jungen Erwachsenenalter, S. 119-131.
Abstract
Der Beitrag untersucht die Ausbildungs- und Erwerbsverläufe benachteiligter junger Frauen und Männer, die aufgrund der Marginalisierung am Arbeitsmarkt von sozialer Exklusion bedroht sind, sowie weitere Aspekte sozialen Ausschlusses, die zur Exklusion von Erwerbsarbeit geführt haben. Es werden Biographien von jungen Erwachsenen betrachtet, die Maßnahmen zur beruflichen Eingliederung (wiederholt) abgebrochen haben, die z.T. der Agentur für Arbeit nicht bekannt sind, und die, wenn überhaupt, nur Erfahrungen mit prekären Beschäftigungsverhältnissen gemacht haben. Es wird danach gefragt, welche Strategien der Bewältigung diese jungen Erwachsenen einsetzen, die durch das Raster der normalbiographischen Erfahrungen und damit z.T. auch durch das Raster des institutionellen Einflusses fallen. In den Interviews wurde deutlich, dass die jungen Erwachsenen in ihren Lebensvorstellungen alle zunächst ein normalbiographisches Muster (Berufsausbildung, Vollerwerbsarbeit, Familiengründung, Kinderwunsch) verfolgen. Das Abwenden vom Normallebensverlauf ist fast ausschließlich eine Reaktion von dessen Nichtgelingen. Dennoch zeigen die Untersuchungsergebnisse, das es für die jungen Erwachsenen wichtig ist, in ihrem Bestreben nach Alternativen institutionelle Unterstützung zu erhalten. 'Dabei dürfen die Möglichkeiten, auch jenseits von normaler Erwerbsarbeit Alternativen zu entwickeln, nicht automatisch die Exklusion in anderen Lebensbereichen (z.B. politisch-kulturelle Teilhabe, finanzielle Situation) nach sich ziehen.' (IAB2)
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Literaturhinweis
Inheritance and inequality: theoretical reasoning and empirical evidence (2004)
Szydlik, Marc;Zitatform
Szydlik, Marc (2004): Inheritance and inequality. Theoretical reasoning and empirical evidence. In: European Sociological Review, Jg. 20, H. 1, S. 31-45.
Abstract
"Inheritances have immense consequences on social stratification. On the one hand, they contribute to the reproduction of social inequality. On the other hand, they are also a direct cause of the increase of social differences. Inheritances favour individuals with a higher level of education and discriminate against those individuals who, in any case, have a much slighter chance of achieving higher social positions. As inheritance largely stems from parents and grandparents, a comparison between East Germans and West Germans still reflects the consequences of the differing regimes under which they formerly lived. The possibility of accumulating private wealth, which could then later be bequeathed, was very restricted in 'socialist' societies like the German Democratic Republic, in contrast to Western societies like the 'old' Federal Republic of Germany. The analyses prove that East Germans acquire much less property through inheritance than West Germans. In comparison, the differences between women and men are much smaller. The empirical analyses are based on a theoretical model of intergenerational solidarity." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Der fremde Osten: Formen der Verarbeitung von Fremdheit in der West-Ost-Migration nach 1990 am Beispiel von Verwaltungsangestellten (2003)
Dreke, Claudia;Zitatform
Dreke, Claudia (2003): Der fremde Osten: Formen der Verarbeitung von Fremdheit in der West-Ost-Migration nach 1990 am Beispiel von Verwaltungsangestellten. Berlin: Logos-Verl., 144 S.
Abstract
Im Zuge der deutschen Wiedervereinigung und der Übertragung westlicher Verwaltungsstrukturen auf die neuen Bundesländer wurden westdeutsche Leihbeamte und Angestellte bis 1994 zur Verwaltungshilfe eingesetzt, von denen einige bis heute dort geblieben sind. Der dadurch ausgelöste Wandel der Verwaltungskultur wird beispielhaft an der Kommunalverwaltung Frankfurt/Oder untersucht. Es wird gefragt, welche Unterscheidungen West-Ost-Migranten konstruieren, welche Vergleichshorizonte sie dabei benutzen und welche begrifflichen Muster der Selbstdarstellung und Rollenzuschreibungen dabei entstehen. So werden Formen des Erlebens herausgearbeitet, die sich auf die Erfahrungen westdeutscher Verwalter im 'fremden Osten' beziehen. Die empirische Grundlage bilden zehn Leitfadeninterviews mit westdeutschen Verwaltungsbeamten und - angestellten, die seit 1990/91 in ostdeutschen Verwaltungen arbeiten bzw. arbeiteten. Gefragt wird nach Kenntnissen von der DDR, berufliche und familiäre Situation vor der Migration, neue Freunde im Osten, Fremdheitserlebnisse u.ä. Die Fremd- und Selbstbilder der West-Ost-Migranten und die Deutungsmuster 'zwischen Bedrohung und Faszination' werden herausgearbeitet. Dabei zeigt sich, dass das Erleben von Fremdheit auch immer wieder relativiert wird und Ressentiments sich vor allem auf die Region Berlin/Brandenburg konzentrieren. (IAB)
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Literaturhinweis
The dynamics of social exclusion in Germany: solving the east-west dilemma? (2003)
Voges, Wolfgang; Jürgens, Olaf;Zitatform
Voges, Wolfgang & Olaf Jürgens (2003): The dynamics of social exclusion in Germany. Solving the east-west dilemma? In: E. Apospori & J. Millar (Hrsg.) (2003): The dynamics of social exclusion in Europe : comparing Austria, Germany, Greece, Portugal and the UK, S. 63-86.
Abstract
"In this chapter we seek to explore poverty and deprivation in Germany, drawing out comparisons between the western and eastern parts of the country. The first main section of the chapter reviews some of the existing evidence on poverty rates and risks, focusing in particular on the 1990s but also setting this evidence within the pre-unification context. The second main section then turns to the analysis of the European Community Household Panel data, and again makes comparison between the west and the east in respect of poverty and deprivation across our four main risk groups." (Text excerpt, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Bildungssysteme und soziale Ungleichheit: Das Beispiel der neuen Bundesländer (2002)
Below, Susanne von;Zitatform
Below, Susanne von (2002): Bildungssysteme und soziale Ungleichheit: Das Beispiel der neuen Bundesländer. Opladen: Leske und Budrich, 236 S.
Abstract
"Die Studie führt eine systematische Analyse der Bildungssysteme in den einzelnen Bundesländern durch und stellt eine Typologie vor, die auf den unterschiedlichen Regelungen von Inhalten und deren Kontrolle sowie der Strukturen im allgemeinbildenden Schulwesen beruht. Demnach gibt es in Deutschland vier grundlegend unterschiedliche Typen von Bildungssystemen: traditionell-konservativ, traditionell-liberal, reformiert-konservativ, reformiert-liberal. Besonderes Augenmerk gilt dem Konflikt zwischen zwei widerstrebenden Zielen bei der Erziehung: der Verwirklichung individueller Autonomie einerseits und der Anpassung der Individuen an das System als Ganzes andererseits. In einem theoretischen Teil werden die Typen von Bildungssystemen als verschiedene Ansätze zur Lösung dieses Konflikts intepretiert. In diesem Buch steht neben der Teilhabe 16-19-jähriger Jugendlicher am allgemeinbildenden Schulwesen der Einfluss ihrer sozialen Herkunft im Vordergrund. Diese Fragestellungen werden am Beispiel der neuen Bundesländer überprüft, wo in der Nachfolge des einheitlichen Bildungssystems der DDR drei der vier Typen eingeführt wurden. Einer Darstellung des Bildungswesens der DDR und der dort bestehenden Ungleichheiten folgt die Beschreibung der aktuellen Situation in den neuen Bundesländern mit ausführlichen eigenen Datenanalysen. Die Veränderungen der Bildungsbeteiligung von Jugendlichen in einem relativ kurzen Zeitraum sind frappierend. Neben deutlich längerem Verbleib Jugendlicher nach dem Wegfall von DDR-Restriktionen zeigen sie den enormen Stellenwert, den institutionelle Regelungen des Bildungssystems für die Teilhabe an Bildung und die Entstehung von sozialer Ungleichheit haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die Sozialstruktur Deutschlands: die gesellschaftliche Entwicklung vor und nach der Vereinigung (2002)
Geißler, Rainer;Zitatform
Geißler, Rainer (2002): Die Sozialstruktur Deutschlands. Die gesellschaftliche Entwicklung vor und nach der Vereinigung. Opladen: Westdeutscher Verlag, 512 S.
Abstract
"Das Buch bietet einen umfassenden Überblick über die sozialstrukturelle Entwicklung und die Perspektiven des sozialen Wandels in Deutschland vor und nach der Wiedervereinigung. Durch die vergleichende Gegenüberstellung der Verhältnisse in DDR und Bundesrepublik bzw. neuen und alten Bundesländern werden dabei Unterschiede und Gemeinsamkeiten herausgearbeitet. Auf empirischer Grundlage werden die folgenden Teilbereiche dargestellt: Bevölkerungsentwicklung, materielle Lebensbedingungen, soziale Ungleichheiten und Schichtstrukturen, Umschichtungsprozesse in wichtigen Gruppen (Eliten, Dienstleistungsschichten, Selbständige, Bauern, Arbeiterschichten, Randschichten, ethnische Minderheiten), soziale Mobilität, Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern, Bildungssystem und Familienstrukturen. Alle Kapitel enthalten auch eine Zusammenfassung des Forschungsstandes zum sozialen Umbruch in den neuen Bundesländern. Insgesamt wird so eine Bilanz zur deutschen Vereinigung aus der Perspektive der Sozialstrukturanalyse gezogen. Für die dritte Auflage wurde das Buch gründlich überarbeitet und teilweise neu geschrieben. Dadurch konnten die realen gesellschaftlichen Veränderungen und die wichtigsten Fortschritte der Sozialstruktur- und Ungleichheitsforschung seit Mitte der 90er Jahre bis heute angemessen berücksichtigt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zehn Jahre danach: Geschlechterverhältnisse in Veränderung (2001)
Dölling, Irene;Zitatform
Dölling, Irene (2001): Zehn Jahre danach: Geschlechterverhältnisse in Veränderung. In: Berliner Journal für Soziologie, Jg. 11, H. 1, S. 19-30.
Abstract
"Die aktuellen Umbauprozesse moderner Gesellschaften sind mit Veränderungen in den Organisationsformen des Geschlechterverhältnisses, von Geschlechterregimen und -arrangements verbunden. Im Artikel werden diese Veränderungen unter drei Gesichtspunkten diskutiert: Erstens werden in einem Rückblick auf Veränderungen in der Situation ostdeutscher Frauen bzw. in den ostdeutschen Geschlechterarrangements deren ambivalente Wirkungen in den veränderten gesellschaftlichen Kontexten aufgezeigt. Zweitens werden Entwicklungen skizziert, die zu neuen sozialen Grenzziehungen und Ungleichheiten führen und gefragt, ob und wie diese mit der Geschlechterdifferenz bzw. mit einer Neufiguration von Geschlechterarrangements verknüpft sind. Drittens wird auf konzeptionelle Herausforderungen eingegangen, die sich aus diesen Entwicklungen für Frauen- und Geschlechterforschung abzeichnen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Bundeshauptstadt Berlin (2001)
Zitatform
(2001): Bundeshauptstadt Berlin. In: Sozialreport H. 2, S. 1-58.
Abstract
Das Sonderheft konzentriert sich zum dritten Mal seit 1993 auf die Entwicklung und Bewertung von Lebensverhältnissen in der Bundeshauptstadt Berlin. Dazu wurde Mitte 2000 (August) eine postalische Befragung durchgeführt, in deren Ergebnis 706 Bürger in Ost- und Westberlin sich zu ihren Lebensverhältnissen und den Veränderungen seit 1990 äußerten. Die Ergebnisse zeigen, dass nach wie vor Berlin einerseits ein Modellfall für das notwendige und unausbleibliche Zusammenwachsen von Ost und West ist, wie sicher andererseits die Spezifik eine Groß-/Hauptstadt nicht einfach auf andere Länder oder die gesamte Bundesrepublik zu übertragen ist. Die Daten wurden nach Alters- und Geschlechtsstruktur sowie den Anteilen von Ost- und Westberlin gewichtet, um z.T. aufgetretene Rücklaufverzerrungen zu beseitigen. (IAB2)
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Literaturhinweis
Ohne Arbeit in den Kapitalismus: Der Verlust der Erwerbsarbeit im Umbruch der ostdeutschen Gesellschaft (1999)
Vogel, Berthold;Zitatform
Vogel, Berthold (1999): Ohne Arbeit in den Kapitalismus: Der Verlust der Erwerbsarbeit im Umbruch der ostdeutschen Gesellschaft. Hamburg: VSA-Verlag, 238 S.
Abstract
"Ohne Arbeit in den Kapitalismus ist die dominante Massenerfahrung seit der deutschen Vereinigung. Arbeitslosigkeit ist zur negativen Gründungserfahrung der neuen Bundesländer geworden. Von ihr gehen enorme soziale Verschiebungen, Deklassierungs- wie Ausgrenzungserlebnisse aus. Historische und regionale Vergleiche hinken: Das Desaster der ostdeutschen Arbeitsmärkte ist weder eine Wiederkehr der Misere der Weltwirtschaftskrise der 30er Jahre, noch entsteht hier ein deutsches Mezzogiorno. Die Nach-Wende-Situation ist einzigartig, ein zeitgeschichtliches Novum.
Die Massenarbeitslosigkeit hat die ostdeutsche Gesellschaft nicht allein an ihren Rändern verändert, sondern im Zentrum: Eine Zwei-Drittel-Gesellschaft neuen Typs ist entstanden. In diesem - auf einer quantitativen wie qualitativen Untersuchung aufbauenden - Buch wird den Spuren der Arbeitslosigkeit in ihren vielfältigen Dimensionen nachgegangen: von den sozialstrukturellen Umwälzungen über die Veränderung der Sozialkontakte bis zu den biographischen, subjektiven Verarbeitungsformen." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Arbeitslosigkeit in Ostdeutschland: Konsequenzen für das Sozialgefüge und für die Wahrnehmung des gesellschaftlichen Wandels (1999)
Vogel, Berthold;Zitatform
Vogel, Berthold (1999): Arbeitslosigkeit in Ostdeutschland. Konsequenzen für das Sozialgefüge und für die Wahrnehmung des gesellschaftlichen Wandels. In: Mitteilungen. Soziologisches Forschungsinstitut, Göttingen H. 27, S. 15-22.
Abstract
Der Autor fragt am Beispiel Ostdeutschlands nach den Entwicklungsperspektiven einer Gesellschaft, deren Neuordnungsprozeß in starkem Maß durch den Verlust von Erwerbsarbeit geprägt ist. Er diskutiert diese Frage anhand zweier zentraler Aspekte der ostdeutschen Gesellschaftsentwicklung, an denen sich die Spuren der Arbeitslosigkeit besonders deutlich ablesen lassen: zum einen werden die Strukturbrüche am ostdeutschen Arbeitsmarkt und im Sozialgefüge dargelegt, die im Kontext der Neuordnung des Beschäftigungssystems und der Entwicklung der Arbeitslosigkeit entstanden sind, erläutert. Hier sieht er die Herausbildung eines neuen Typs der "Zwei-Drittel-Gesellschaft" und zwar mit umgekehrten Vorzeichen: Während es einem Drittel der ostdeutschen Erwerbsbevölkerung gelungen ist, sich dauerhaft im neuen Erwerbsarbeitssystem zu etablieren, befinden sich etwa zwei Drittel entweder in einer instabilen Erwerbsposition am "ersten" oder "zweiten" Arbeitsmarkt oder drohen als (Langzeit)Arbeitslose den Zugang zu Erwerbsarbeit zu verlieren. Zum anderen geht es um die Erfahrung der Überzähligkeit bei denjenigen, die ohne Arbeit in der neuen Gesellschaftsordnung sind und der Herausbildung eines Bewußtseins sozialer Marginalität. (IAB2)
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Literaturhinweis
Alte Ungleichheiten - Neue Spaltungen (1998)
Berger, Peter A.; Vester, Michael;Zitatform
Berger, Peter A. & Michael Vester (Hrsg.) (1998): Alte Ungleichheiten - Neue Spaltungen. (Sozialstrukturanalyse 11), Opladen: Leske und Budrich, 387 S.
Abstract
"Seit mehr als einem Jahrzehnt wird in der deutschen Soziologie über Ausmaß und Formen sozialer Ungleichheiten diskutiert. Dabei geht es zum einen um den Fortbestand von Schichten und Klassen sowie um die Reproduktion von sozialen Ungleichheiten und Machteliten in einer individualisierten Gesellschaft. Unter dem Zeichen der 'Erlebnisgesellschaft' steht zum anderen die Herausbildung neuer sozialer Milieus und Lebensstile im Zentrum der Aufmerksamkeit. Globalisierungsprozesse und Arbeitsmarktkrisen weisen auf neuartige Ausschließungen und Spaltungstendenzen, von denen zunehmend auch mittlere Soziallagen betroffen scheinen, hin. Dieses Buch dokumentiert wesentliche Beiträge zu dieser Diskussion." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Blickpunkt Gesellschaft 4: soziale Ungleichheit in Deutschland (1998)
Zitatform
Braun, Michael & Peter Ph. Mohler (Hrsg.) (1998): Blickpunkt Gesellschaft 4. Soziale Ungleichheit in Deutschland. (ZUMA-Publikationen), Opladen u.a.: Westdeutscher Verlag, 315 S.
Abstract
"Die vorgestellten Analysen beruhen zum größten Teil, aber nicht ausschließlich, auf der Allgemeinen Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften (ALLBUS), die seit 1980 in West- und seit 1991 auch in Ostdeutschland durchgeführt wurde. Die Beiträge dieses Bandes decken ein weites Spektrum der Sozialberichterstattung und der Analyse des sozialen Wandels ab. Inhaltlich konzentrieren sie sich auf den Aspekt der Sozialen Ungleichheit, insbesondere zwischen Ost- und Westdeutschland, der verschiedenen sozialen Schichten und zwischen den Geschlechtern."
"Die ersten drei Beiträge behandeln vorwiegend 'objektive' Aspekte der sozialen Ungleichheit in Deutschland, und zwar hinsichtlich der Einkommensungleichheit (Stefan Weicke), der intergenerationalen beruflichen Mobilitätsprozesse (Peter Hartmann) sowie der regionalen Bildungsungleichheit (Caroline Kramer). Anschließend wird mit Einstellungen zur Ungleichheit (Michael Braun) der 'subjektive' Aspekt näher beleuchtet. Zwei Beiträge widmen sich dem Problem der Geschlechterungleichheit, hier stehen die Arbeitsteilung im Haushalt (Petra Hartmann) sowie die Einstellungen zu den Geschlechterrollen (Karin Kurz) im Vordergrund. Abschließend werden in drei Beiträgen wichtige Aspekte der Ungleichheit zwischen beiden Teilen Deutschlands behandelt: Einstellungen zur Wiedervereinigung (Jörg Blasius), zum politischen System (Peter Ph. Mohler) und das Vertrauen in Institutionen (Lorenz Gräf und Wolfgang Jagodzinski)." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Soziale Benachteiligung in Mecklenburg-Vorpommern: Bezug von Sozialhilfe (Hilfe zum Lebensunterhalt): Struktur, Entwicklungstendenzen, kommunalpolitischer Handlungsbedarf (1997)
Ferchland, Rainer; Reimann, Andrea;Zitatform
Ferchland, Rainer & Andrea Reimann (1997): Soziale Benachteiligung in Mecklenburg-Vorpommern: Bezug von Sozialhilfe (Hilfe zum Lebensunterhalt). Struktur, Entwicklungstendenzen, kommunalpolitischer Handlungsbedarf. (Studien des Instituts für Sozialdatenanalyse 31), Berlin: Trafo-Verlag Weist, 154 S.
Abstract
Die Untersuchung zur sozialen Benachteiligung in Mecklenburg-Vorpommern konzentriert sich auf Sozialhilfeempfänger, konkret auf Empfänger von laufender Hilfe zum Lebensunterhalt außerhalb von Einrichtungen. Sie basiert auf der Sozialhilfestatistik 1994 sowie auf Analysen im Stadtkreis Neubrandenburg und im Landkreis Müritz auf der Basis von Interviews. Im Ergebnis werden Sozialhilfebezug sowie -beziehende differenziert analysiert, Besonderheiten des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern bzw. von Land- gegenüber Stadtkreisen sowie kommunalpolitischer Handlungsbedarf aufgezeigt. (IAB)
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Literaturhinweis
Wohlstand für alle? (1997)
Glatzer, Wolfgang; Kleinhenz, Gerhard;Zitatform
Glatzer, Wolfgang & Gerhard Kleinhenz (Hrsg.) (1997): Wohlstand für alle? (Beiträge zu den Berichten zum sozialen und politischen Wandel in Ostdeutschland 02.1), Opladen: Leske und Budrich, 416 S.
Abstract
Der Band präsentiert Ergebnisse aus der dritten Forschungs- und Förderphase (1994-1996) der Kommission für die Erforschung des sozialen und politischen Wandels in den neuen Bundesländern (KSPW). Diese Förderphase machte den Transformationsprozess zur zentralen Aufgabe der Kommissionstätigkeit. Die Berichtgruppe II "Soziale Ungleichheit und Sozialpolitik" hat zu dieser Thematik Studien in Auftrag gegeben, die in drei Expertisenbänden herausgegeben wurden. In diesem Band "Wohlstand für alle?", der acht Expertisen enthält, geht es um folgende Themen: Einkommensverteilung, Verteilungswirkungen von Arbeitslosigkeit, regionale Verteilung von Wohlstand, Konsumentwicklung, Geldvermögen, Haus- und Grundvermögen, Produktivvermögen sowie soziale Ungleichheit. (IAB2)
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