Transformationsprozess in Ostdeutschland – Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Gesellschaft
Seit der Wiedervereinigung ist die Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost- und Westdeutschland Leitlinie deutscher Politik. Dennoch unterscheiden sich auch viele Jahre nach dem Fall der Mauer Wirtschaft und Arbeitsmärkte in Ost und West noch immer deutlich, mit weitreichenden Konsequenzen für den gesellschaftlichen Wandel und die Lebenslagen ostdeutscher Bürgerinnen und Bürger.
Dieses Dossier präsentiert wissenschaftliche Analysen und Positionen politischer Akteure zum Strukturwandel in den Bereichen Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Bevölkerung, Gesellschaft und Bildung.
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Literaturhinweis
Treuhand Mitte 1992: Teil 2: Immer mehr Personalabbau mündet in die Arbeitslosigkeit (1992)
Kühl, Jürgen;Zitatform
Kühl, Jürgen (1992): Treuhand Mitte 1992. Teil 2: Immer mehr Personalabbau mündet in die Arbeitslosigkeit. (IAB-Kurzbericht 16/1992), Nürnberg, 6 S.
Abstract
Im April 1992 wurden die Treuhandunternehmen u.a. auch zum Verbleib der von ihnen entlassenen Mitarbeiter schriftlich befragt. Sie gaben an, daß die im 1. Quartal 1992 ausgeschiedenen Arbeitnehmer zu 28% einen Arbeitsplatz außerhalb der Treuhand fanden und zu 16,6% in arbeitsmarktpolitische Maßnahmen gingen. 4,8% schieden aus dem Erwerbsleben aus, 34,8% wurden arbeitslos. Für 15,4% liegen keine Informationen vor. (IAB)
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Literaturhinweis
Treuhand 1992: Teil 2: Für die Hälfte des Personals, das von Treuhandunternehmen abgebaut wird, eröffnen sich Anschlußperspektiven (1992)
Kühl, Jürgen;Zitatform
Kühl, Jürgen (1992): Treuhand 1992. Teil 2: Für die Hälfte des Personals, das von Treuhandunternehmen abgebaut wird, eröffnen sich Anschlußperspektiven. (IAB-Kurzbericht 03/1992), Nürnberg, 3 S.
Abstract
Im Oktober/November 1991 wurden die Treuhandunternehmen u.a. auch zum Verbleib der von ihnen entlassenen Mitarbeiter schriftlich befragt. Sie gaben an, daß die im 3. Quartal 1991 ausgeschiedenen Arbeitnehmer zu 26% in einen Arbeitsplatz außerhalb der Treuhand mündeten und zu 17% durch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen (z.B. ABM) aufgefangen wurden. 15% schieden aus dem Erwerbsleben aus, 24% wurden arbeitslos. Für 19% liegen keine Informationen vor. (IAB)
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Literaturhinweis
Privatisierung ehemaliger Treuhandunternehmen bringt zunächst weitere Arbeitsplatzverluste (1992)
Kühl, Jürgen;Zitatform
Kühl, Jürgen (1992): Privatisierung ehemaliger Treuhandunternehmen bringt zunächst weitere Arbeitsplatzverluste. (IAB-Kurzbericht 04/1992), Nürnberg, 4 S., Tabelle.
Abstract
Von Juli '90 bis September '91 konnten 2039 Treuhandfirmen vollständig privatisiert werden. Addiert man die Beschäftigtenzahlen der einzelnen Firmen zum Zeitpunkt ihrer Privatisierung über diesen Zeitraum, ergibt sich rechnerisch ein Anfangsbestand von insgesamt rd. 355 000 Mitarbeitern. Zum Stichtag 1.10.91 waren davon nur noch rd. 285.000 beschäftigt. Eine schriftliche Befragung zu den weiteren Beschäftigungsperspektiven ergab, daß 1992 eine abgeschwächte Personalreduzierung und 1993 eine Beschäftigungsstabilisierung bei etwa zwei Drittel des Anfangswerts erwartet wird. (IAB2)
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Literaturhinweis
Treuhand 1992: Teil 1: Abgeschwächter Personalabbau in Treuhandunternehmen (1992)
Kühl, Jürgen;Zitatform
Kühl, Jürgen (1992): Treuhand 1992. Teil 1: Abgeschwächter Personalabbau in Treuhandunternehmen. (IAB-Kurzbericht 02/1992), Nürnberg, 4 S., Tabelle.
Abstract
Im Oktober/November 1991 wurden alle 8047 Treuhandfirmen über ihre Beschäftigungsperspektiven schriftlich befragt. Die Erhebung erbrachte 4894 auswertbare Datensätze. Sie zeigen, daß die Treuhandfirmen 1991 ihre Beschäftigung durch Privatisierung, Ausgründungen und betriebsbedingte Kündigungen von 3 Mio. auf 1,4 Mio. abgebaut haben. Für 1992 rechnen sie mit einem weiteren Rückgang von ca. 300 000 Arbeitsplätzen. Der Umsatz und das Entgeld je Beschäftigten stieg 1991 beachtlich. (IAB)
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Literaturhinweis
Treuhand Mitte 1992: Teil 1: Der hohe Personalabbau in Treuhandunternehmen dauert noch an (1992)
Kühl, Jürgen;Zitatform
Kühl, Jürgen (1992): Treuhand Mitte 1992. Teil 1: Der hohe Personalabbau in Treuhandunternehmen dauert noch an. (IAB-Kurzbericht 15/1992), Nürnberg, 6 S.
Abstract
Im April 1992 wurden zum dritten Mal alle noch bestehenden 6688 Treuhandfirmen über ihre Beschäftigungsperspektiven schriftlich befragt. Die Erhebung erbrachte 3838 auswertbare Datensätze. Sie zeigen, daß die Treuhandunternehmen ihre Beschäftigung durch Privatisierungen, Ausgründungen und betriebsbedingte Kündigungen von 4,1 Mill. Mitte 1990 auf 1,24 Mill. am 1.4.1992 abgebaut haben. Bei Anhalten des bisherigen Privatisierungstempos wird es Ende 1992 noch 600000 Beschäftigte geben. Je Arbeitnehmer wurden im März 1992 durchschnittlich 2237 DM brutto gezahlt. (IAB)
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Literaturhinweis
Beschäftigungsperspektiven von Treuhandunternehmen und Ex-Treuhandfirmen im Oktober 1991 (1992)
Kühl, Jürgen; Wahse, Jürgen; Schaefer, Reinhard;Zitatform
Kühl, Jürgen, Reinhard Schaefer & Jürgen Wahse (1992): Beschäftigungsperspektiven von Treuhandunternehmen und Ex-Treuhandfirmen im Oktober 1991. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 25, H. 1, S. 32-50.
Abstract
"Im Oktober 1991 befragte das Ostberliner Institut für Wirtschaftswissenschaften 8047 Treuhandunternehmen, von denen 61% mit gut zwei Dritteln aller THA-Beschäftigten antworteten, sowie 2039 Ex-Treuhandfirmen, von denen 45% mit ebenfalls gut zwei Dritteln der dort Beschäftigten antworteten. Treuhandfirmen haben 1991 ihre Beschäftigung durch Privatisierung, Ausgründung und Überleitung in Beschäftigungsgesellschaften, aber auch durch betriebsbedingte Kündigungen von 3 Mio. auf 1,4 Mio. abgebaut. Nach weiterem Rückgang um 300 000 Arbeitnehmer im Jahr 1992 könnte sich die Beschäftigtenzahl bei 1 Mio. stabilisieren. Der Umsatz von Treuhandfirmen stieg vom 1. zum 2. Halbjahr 1991 um 8% auf 88,5 Mrd. DM, je Beschäftigten jedoch viel stärker. Im Zuge der Lohnangleichung stiegen die Bruttoentgelte von April bis September 1991 um 500 DM auf 2083 DM. Doch wird im verarbeitenden Gewerbe bislang nur die Hälfte der Westlöhne erreicht. Die Personalzusatzkosten betragen ein Viertel der Bruttoentgelte. Der Abbau von Beschäftigten im 3. Quartal 1991 mündete für 26% des Personals in einen Arbeitsplatz außerhalb der Treuhand, 17% wurden durch die Arbeitsmarktpolitik aufgefangen, und 15% sind nicht mehr im Erwerbsleben. 24% wurden arbeitslos. Zwischen ihrer Privatisierung und dem 1.10.1991 haben frühere Treuhandbetriebe ihr Personal um ein Fünftel abgebaut. 1992 wird eine abgeschwächte Personalreduzierung erwartet, 1993 dann eine Beschäftigungsstabilisierung bei etwa zwei Drittel des Anfangswertes." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Beschäftigungsperspektiven von Treuhandunternehmen und Ex-Treuhandfirmen im April 1992 (1992)
Kühl, Jürgen; Schaefer, Reinhard; Wahse, Jürgen;Zitatform
Kühl, Jürgen, Reinhard Schaefer & Jürgen Wahse (1992): Beschäftigungsperspektiven von Treuhandunternehmen und Ex-Treuhandfirmen im April 1992. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 25, H. 4, S. 519-533.
Abstract
Im April 1992 wurden zum dritten Mal alle noch bestehenden 6688 Treuhandfirmen über ihre Beschäftigungsperspektiven schriftlich befragt. Gleichzeitig wurde zum zweiten Mal allen 4100 vollständig privatisierten Ex-Treuhandfirmen ein entsprechender, aber verkürzter Fragebogen zugesandt. Die Erhebungen erbrachten insgesamt 5433 auswertbare Datensätze. Sie zeigen, daß die Treuhandunternehmen ihre Beschäftigung durch Privatisierungen, Ausgründungen und betriebsbedingte Kündigungen von 4,1 Mill. Mitte 1990 auf 1,24 Mill. am 1.4.1992 abgebaut haben. Konnten im ersten Quartal 1992 nach 28% der Personalabgänge eine andere Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt aufnehmen, waren es im zweiten Quartal nur noch 22%. Nach ihrer Privatisierung wurde in den Ex-Treuhandfirmen der Beschäftigtenbestand noch einmal deutlich abgebaut. Am 1.4.1992 waren nur noch 72% der ursprünglich von der Treuhandanstalt übernommenen Arbeitnehmer in diesen Unternehmen tätig. In den Jahren 1993 und 1994 erwarten die befragten Unternehmen kaum noch einen weiteren Rückgang, aber auch noch keinen erwähnenswerten Anstieg. Hohes Qualifikationsniveau der Beschäftigten, verbreitete Kurzarbeit, einige Einstellungen und wenige offene Stellen kennzeichnen vollständig privatisierte Firmen. (IAB2)
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Literaturhinweis
Sanierung und Aufbau der ostdeutschen Industrie: Die Verantwortung der Treuhandanstalt (1992)
Müller, Christa;Zitatform
Müller, Christa (1992): Sanierung und Aufbau der ostdeutschen Industrie: Die Verantwortung der Treuhandanstalt. (Wirtschaftspolitische Diskurse 40), Bonn, 41 S.
Abstract
Ausgehend von der "Entstehungsgeschichte" der Treuhand werden in den Heft Ziele und Aufgaben der Treuhandanstalt beschrieben, sowie die Treuhandpolitik im Verlauf des bisherigen Umstrukturierungsprozesses der ostdeutschen Wirtschaft dargestellt. (IAB)
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Literaturhinweis
Zwischen Privatisierung und Sanierung: zwei Jahre Treuhandpolitik (1992)
Nolte, Dirk;Zitatform
Nolte, Dirk (1992): Zwischen Privatisierung und Sanierung. Zwei Jahre Treuhandpolitik. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 45, H. 9, S. 555-563.
Abstract
"Der Beitrag untersucht die Politik der Treuhandanstalt nach ihrer nun gut zweijährigen Tätigkeit. Es lassen sich drei Politikphasen mit unterschiedlichen Grundkonzeptionen identifizieren. Besondere Bedeutung haben die seit Frühjahr 1992 teilweise praktizierten Fonds- und Beteiligungsmodelle, wo Banken und private Unternehmen - auch in Zusammenarbeit mit einem Bundesland - Treuhandunternehmen übernehmen, sanieren und anschließend veräußern sollen: Deutsche Industrie-Holding, Sachsenfonds, Management KG u.a..Hier sind durchaus Möglichkeiten und Ansätze einer aktiven Sanierungspolitik zu erkennen. Es bleibt abzuwarten, inwieweit es sich um punktuelle Sanierungsmaßnahmen handelt oder ob - insbesondere im Hinblick auf die Management KGen - Schlüsselbranchen systematisch erfaßt werden. Nur dann besteht die Chance, die fortgeschrittene De-Industrialisierung in den neuen Bundesländern zu stoppen." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Kaufoptionen - ein Ansatzpunkt zur Privatisierung von Treuhandunternehmen? (1992)
Rühmann, Peter;Zitatform
Rühmann, Peter (1992): Kaufoptionen - ein Ansatzpunkt zur Privatisierung von Treuhandunternehmen? In: Wirtschaftsdienst, Jg. 72, H. 5, S. 247-249.
Abstract
"Die Privatisierung der ostdeutschen Unternehmen durch die Treuhand verläuft schleppend. Der Autor schlägt vor, Kaufoptionen einzuräumen, um den Kreis möglicher Erwerber zu erweitern und damit zur Beschleunigung des Privatisierungsprozesses und zur Stärkung des Wettbewerbs beizutragen." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Zur Politik der Treuhandanstalt: eine Zwischenbilanz (1992)
Stille, Franz;Zitatform
Stille, Franz (1992): Zur Politik der Treuhandanstalt. Eine Zwischenbilanz. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 59, H. 7, S. 63-68.
Abstract
"Mit dem Beitritt der DDR ist ein großer Teil der Industrie, der Landwirtschaft, der Versorgungsbetriebe und von Immobilien in Bundes- und damit weitgehend in (Beteiligungs-)Besitz der Treuhandanstalt (THA) übergegangen. Damit ist die THA der unmittelbar entscheidende strukturpolitische Akteur im wirtschaftlichen Transformationsprozeß Ostdeutschlands geworden. Besonders umstritten war und ist das Gewicht, das Privatisierung, Sanierung und Stillegung in ihrem Verhältnis zueinander erhalten sollen. Dabei wird von den Warnern vor einer zu weitgehenden Betonung der Sanierungsfunktion durch die THA neben ordnungsrechtlichen Bedenken auch auf die finanziellen Belastungen verwiesen, die daraus für die THA und damit letztlich für die öffentlichen Haushalte resultieren könnten. In dem Beitrag wird auf der Grundlage der Aufgaben der THA und der aus ihrer Erfüllung resultierenden Einnahmen/Ausgaben-Entwicklung die THA-Politik - insbesondere ihre Sanierungsfunktion - beurteilt." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Beschäftigungsperspektiven von Treuhandunternehmen und Ex-Treuhandfirmen: Umfrage 4/1992 (1992)
Wahse, Jürgen; Schaefer, Reinhard; Dahms, Vera;Zitatform
Wahse, Jürgen, Vera Dahms & Reinhard Schaefer (1992): Beschäftigungsperspektiven von Treuhandunternehmen und Ex-Treuhandfirmen. Umfrage 4/1992. (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 160.2), Nürnberg, 242 S., Anhang.
Abstract
"Zum dritten Mal haben im April 1992 die Treuhandanstalt Berlin und das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung Nürnberg in Zusammenarbeit mit der Forschungsgruppe 'Arbeitsmarkt' von SÖSTRA e.V. Berlin (ehemals am Institut für Wirtschaftswissenschaften der Akademie der Wissenschaften in Berlin) alle Treuhandunternehmen nach deren Beschäftigungsperspektiven befragt (Teil I dieses Bandes). Zum zweiten Mal wurden entsprechende Daten bei bereits privatisierten ehemaligen Treuhandfirmen mit weitgehend identischen Fragen erhoben (Teil II dieses Bandes). In einer Verlaufsanalyse wurden die Ergebnisse der bisherigen drei Befragungen (erste Welle April 1991, zweite Welle Oktober 1991, dritte Welle April 1992) miteinander verglichen. Dabei sind nur die Unternehmen berücksichtigt worden, die bei allen drei Erhebungen geantwortet haben. Das waren 2330 Firmen. Mit dem Vergleich werden im wesentlichen zwei Ziele verfolgt. Zum einen kann im Zeitverlauf die veränderte Erwartungshaltung der Unternehmen in bezug auf ihre Beschäftigungsperspektiven eingeschätzt werden. Zum anderen ist es möglich, Längsschnittanalysen zu erarbeiten, d.h. die zeitliche Entwicklung ausgewählter Indikatoren exakt nachzuzeichnen, z.B. den Verbleib ausscheidender Arbeitnehmer, Arbeitsbereichs- und Qualifikationsstrukturen, Kurzarbeit, Zahl der Auszubildenden, Lohn usw.. Mit einer derartigen Zeitreihenanalyse werden wichtige Voraussetzungen geschaffen, um ostdeutsche Unternehmen in ein künftiges gesamtdeutsches Betriebspanel einbeziehen zu können." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Beschäftigungsperspektiven von Treuhandunternehmen und Ex-Treuhandfirmen: Umfrage 10/1991 (1992)
Wahse, Jürgen; Mittelbach, Hans; Dahms, Vera; Fitzner, Sibylle; Schaefer, Reinhard;Zitatform
Wahse, Jürgen, Vera Dahms, Sibylle Fitzner, Hans Mittelbach & Reinhard Schaefer (1992): Beschäftigungsperspektiven von Treuhandunternehmen und Ex-Treuhandfirmen. Umfrage 10/1991. (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 160), Nürnberg, 109 S., Anhang.
Abstract
"Entsprechend einer Vereinbarung zwischen der Treuhandanstalt Berlin und der Bundesanstalt für Arbeit Nürnberg wurde das Institut für Wirtschaftswissenschaften Berlin beauftragt, im Oktober/November 1991 zum zweiten Mal alle Treuhandunternehmen zu deren Beschäftigungsperspektiven zu befragen (Teil I des Bandes). Darüber hinaus wurden erstmalig die bereits privatisierten Treuhandfirmen zur gleichen Problematik befragt (Teil II des Bandes)." In die Auswertung werden 4894 Treuhandunternehmen (= 60,8% der befragten Unternehmen) und 909 privatisierte Unternehmen (= 44,6%) einbezogen. "In einer Verlaufsanalyse wurden die Ergebnisse der beiden Befragungen (erste Welle April 1991, zweite Welle Oktober 1991) miteinander verglichen. Dabei sind nur die Unternehmen einbezogen worden, die bei beiden Erhebungen geantwortet haben. Das waren etwa 3500 Betriebe. Mit dem Vergleich werden im wesentlichen zwei Ziele verfolgt. Einmal kann die veränderte Erwartungshaltung der Unternehmen in bezug auf ihre Beschäftigungsperspektiven eingeschätzt werden. Zum anderen ist es möglich, die Entwicklung ausgewählter Kennziffern, z.B. Kurzarbeit, Auszubildende, Lohn usw., exakter darzustellen. Mit einer derartigen Verlaufsanalyse werden Voraussetzungen dafür geschaffen, daß ostdeutsche Unternehmen in ein künftiges gesamtdeutsches Betriebspanel einbezogen werden können." (IAB 2)
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Literaturhinweis
Zur Politik der Treuhandanstalt: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Gruppe Bündnis 90/Die Grünen - Drucksache 12/3007 (1992)
Zitatform
(1992): Zur Politik der Treuhandanstalt. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Gruppe Bündnis 90/Die Grünen - Drucksache 12/3007. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 12/3279 (22.09.1992)), 23 S.
Abstract
Zunächst werden Fragen zur wirtschaftlichen Situation der Treuhand-Unternehmen und zum Abbau von Arbeitsplätzen in den Treuhand-Unternehmen beantwortet. Dabei zeigt sich, daß durch Privatisierung, Reprivatisierung und Kommunalisierung sowie durch den Mitarbeiterabbau in den Unternehmen die Beschäftigtenzahl von 4080,6 Tausend (Ende 1989) auf 1240,0 Tausend (April 1992) gesunken ist. Weitere Frage-Anwort-Komplexe beziehen sich auf folgende Schwerpunktthemen:
- Investitionen der Treuhand-Unternehmen;
- Investitionen in privatisierten Unternehmen;
- Privatisierungsgeschäft der Treuhandanstalt;
- die "entschlossene Sanierung" der Treuhandanstalt;
- die Sanierung umweltgefährdender Altlasten;
- Forschung und Entwicklung (FuE) in den Treuhand-Unternehmen;
- die Kontrolle des Treuhandhaushaltes und
- die Personalstruktur und Versorungsleistung der Treuhandanstalt.
(IAB) -
Literaturhinweis
Treuhandanstalt: Zwischenbilanz, Perspektiven (1991)
Homann, Fritz;Zitatform
Homann, Fritz (1991): Treuhandanstalt: Zwischenbilanz, Perspektiven. In: Deutschland-Archiv, Jg. 24, H. 12, S. 1277-1287.
Abstract
Der Aufsatz beschreibt die rechtliche und wirtschaftliche Ausgangslage für Selbstverständnis und Aufgaben der Treuhandanstalt, zieht eine Zwischenbilanz im Hinblick auf Privatisierung, Sanierung, Stillegung, weitere Aufgaben, Hemmnisse, geht auf geänderte Rahmenbedingungen und die Änderung der Treuhandpolitik ein und stellt Zukunftsüberlegungen an, vor allem im Hinblick auf weitere Privatisierungsnotwendigkeiten und Konsequenzen für die Sanierungspolitik. "Die Politik der Treuhandanstalt muß sicherlich noch stärker als bisher mit der staatlichen Strukturpolitik verzahnt werden, nicht in dem Sinne, daß die Treuhandanstalt eine eigenständige aktive Strukturpolitik und Industriepolitik betreibt, und auch nicht in dem Sinne, daß die politische Seite, insbesondere Landespolitiker, bei den notwendig werdenden schmerzhaften Entscheidungen der Treuhandanstalt retardierend Einfluß nehmen. Wichtig ist aber ein Frühwarnsystem, das es der staatlichen Strukturpolitik, insbesondere der Regionalpolitik gestattet, so weit wie möglich rechtzeitig auf Belastungsindikatoren (Freisetzungen) zu reagieren. Es müssen insbesondere möglichst schnell perspektivisch Problemregionen identifiziert werden, um das notwendigerweise entstehende 'schwarze Loch' zwischen unvermeidbarem Beschäftigungsabbau und zu förderendem Beschäftigungsaufbau in neuen Betrieben so schnell wie möglich zu überwinden." (IAB2)
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Literaturhinweis
Beschäftigungsperspektiven von Treuhandunternehmen (1991)
Kühl, Jürgen; Wahse, Jürgen; Schäfer, Reinhard;Zitatform
Kühl, Jürgen, Reinhard Schäfer & Jürgen Wahse (1991): Beschäftigungsperspektiven von Treuhandunternehmen. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 24, H. 3, S. 501-513.
Abstract
"Bei einer schriftlichen Befragung aller rd. 8500 Treuhand-Unternehmen machten 5269 Antwortbetriebe mit rd. 75% aller Beschäftigten in Treuhandfirmen folgende Angaben:
- Nach einem Beschäftigungsabbau um 800 000 im 1. Halbjahr 1991 erwarten Treuhandfirmen im 2. Halbjahr einen weiteren Beschäftigungsabbau um 550 000 Arbeitnehmer. Nach weiterem Rückgang 1992 dürfte sich die Beschäftigung 1993 bei rd. 1,3 Mio. Arbeitnehmern stabilisieren.
- Für 54% des abgebauten Personals gab es im 1. Halbjahr 1991 Alternativen zur Arbeitslosigkeit: Andere und neue Arbeitsplätze in Ost und West, ABM, Qualifizierung oder vorgezogener Ruhestand. Die übrigen 46% sind betriebsbedingt gekündigt worden und somit besonders von Arbeitslosigkeit bedroht.
- Treuhandfirmen erwarten in großer Zahl Ausgründungen, Betriebskäufe durch das Management und Auffanggesellschaften zur Qualifizierung und Beschäftigung.
- Der Bruttodurchschnittslohn im April 1991 betrug in den erfaßten Treuhandunternehmen DM 1530,-. Weit höhere Löhne werden in Unternehmen mit steigender Beschäftigung gezahlt." (Autorenreferat) -
Literaturhinweis
Beschäftigungspolitische Wirkungen der Treuhandanstalt (1991)
Kühl, Jürgen;Zitatform
Kühl, Jürgen (1991): Beschäftigungspolitische Wirkungen der Treuhandanstalt. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 44, H. 11, S. 682-688.
Abstract
"Der Beitrag informiert über wichtige Komponenten des Teilarbeitsmarktes Treuhandanstalt (THA) und entwickelt Vorschläge zur Verbesserung der Arbeitsmarkteffizienz der Treuhandpolitik. Nachdem die THA am 1.7.1990 noch über gut 4 Mill. Beschäftigte verfügte, waren es ein Jahr später nur noch 2,1 Mill. Gegen Ende 1991 werden es voraussichtlich rund 1,6 Mill. sein. Für 1992 ist ein weiterer Beschäftigungsabbau zu erwarten. Dieser Arbeitsplatzvernichtung steht eine hohe staatliche Kapitalzufuhr gegenüber, die aber nur zum geringsten Teil aktiv für die Sanierung der Unternehmen verwendet wird. Der größte Teil geht für Zinsen auf Altschulden, für die Defizitfinanzierung sowie für die Sozialpläne drauf. Der hohe Netto-Beschäftigungsrückgang bei der THA wurde zur Hälfte von Arbeitsmarktkonten in West und Ost sowie in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen aufgefangen und kam somit nicht in der offiziellen Arbeitsmarktstatistik zum Ausdruck. Als Folge von arbeitsmarktpolitischen Abhilfen der BA werden gegenwärtig in den neuen Ländern rund 3,3 MIll. Menschen unterstützt." (Autorenrefrat)
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Literaturhinweis
Die Treuhandanstalt: deutsche Erfahrungen und Probleme bei der Transformation von Wirtschaftsordnungen (1991)
Luft, Hans;Zitatform
Luft, Hans (1991): Die Treuhandanstalt. Deutsche Erfahrungen und Probleme bei der Transformation von Wirtschaftsordnungen. In: Deutschland-Archiv, Jg. 24, H. 12, S. 1270-1276.
Abstract
Der Autor untersucht die Rolle der Treuhandanstalt, die als Übergangsstruktur zur Privatisierung und Reorganisation des Volkseigentums der ehemaligen DDR geschaffen wurde. Er geht auf deutsche Besonderheiten im Transformationsprozeß ein, befaßt sich mit Fragen von Sanierung und Privatisierung, dem Konflikt zwischen Entschädigung und Rückgabe und dem Verhältnis von Sanierung und Liquiditätssicherung. "Unabhängig vom Standpunkt zu konkreten Entscheidungen der Treuhand bleibt als theoretisches Fazit, daß eine Wirtschaftsreform sich nicht auf Privatisierung, Liberalisierung und eine neue Fiskalpolitik reduzieren läßt. Sie verlangt gleichzeitig eine Reallokation der Ressourcen und Strukturveränderungen bei sozialen Absicherungen für die Menschen, was nicht dem Markt allein überlassen werden kann, sondern den regulierenden Einfluß des Staates erfordert, ohne Dirigismus, aber durch Schaffung von Rahmenbedingungen, die es ermöglichen, daß betriebswirtschaftliches Kalkül immer mehr auch im öffentlichen Interesse liegt und die Lebensgrundlagen künftiger Generationen nicht untergräbt." (IAB2)
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Literaturhinweis
Beschäftigungsperspektiven von Treuhandunternehmen: Umfrage 4/1991 (1991)
Wahse, Jürgen; Fitzner, Sibylle; Schaefer, Reinhard; Mittelbach, Hans; Dahms, Vera;Zitatform
Wahse, Jürgen, Vera Dahms, Sibylle Fitzner, Hans Mittelbach & Reinhard Schaefer (1991): Beschäftigungsperspektiven von Treuhandunternehmen. Umfrage 4/1991. (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 152), Nürnberg, 184 S.
Abstract
"Im Rahmen einer Vereinbarung zwischen der Treuhandanstalt und der Bundesanstalt für Arbeit Nürnberg wurde im April 1991 das Berliner Institut für Wirtschaftswissenschaften beauftragt, im Mai 1991 alle Treuhandunternehmen über ihre Beschäftigungsperspektiven zu befragen. Mit dieser Befragung konnte etwa ein Drittel aller Erwerbstätigen Ostdeutschlands erfaßt werden. Es handelt sich dabei vor allem um Unternehmen der Industrie, also um den Problembereich der ostdeutschen Wirtschaft, in dem der Beschäftigtenabbau sich in besonderen Dimensionen vollziehen muß. Von den 8.468 angeschriebenen Unternehmen haben 5.657 geantwortet (87 %). 388 Unternehmen waren bis zum Befragungsstichtag privatisiert, so daß 5.269 Datensätze berücksichtigt wurden (61 %). In diesen Unternehmen waren am 1. Januar 1991 2,2 Millionen Beschäftigte (einschließlich Auszubildende und Kurzarbeiter) tätig. Von den insgesamt 2,9 Millionen Beschäftigten der Treuhandunternehmen konnten somit 75 % in die Auswertung einbezogen werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Sanierungsauftrag und strukturpolitische Mitverantwortung der Treuhand: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage (Drucksache 12/1210) (1991)
Zitatform
(1991): Sanierungsauftrag und strukturpolitische Mitverantwortung der Treuhand. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage (Drucksache 12/1210). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 12/1500 (07.11.1991)), 10 S.
Abstract
"Die Erhaltung sanierungsfähiger Unternehmen in den neuen Bundesländern gehört zu den vorrangigen Zielen der Bundesregierung. Ihr ist daher bewußt, daß dies die finanzielle Hilfestellung der Treuhandanstalt für ihre Unternehmen für einen befristeten Sanierungszeitraum erfordert. Die Bundesregierung wird dies bei der Bemessung des finanzielen Spielraums der Treuhandanstalt berücksichtigen." (Autorenreferat)
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