Transformationsprozess in Ostdeutschland – Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Gesellschaft
Seit der Wiedervereinigung ist die Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost- und Westdeutschland Leitlinie deutscher Politik. Dennoch unterscheiden sich auch viele Jahre nach dem Fall der Mauer Wirtschaft und Arbeitsmärkte in Ost und West noch immer deutlich, mit weitreichenden Konsequenzen für den gesellschaftlichen Wandel und die Lebenslagen ostdeutscher Bürgerinnen und Bürger.
Dieses Dossier präsentiert wissenschaftliche Analysen und Positionen politischer Akteure zum Strukturwandel in den Bereichen Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Bevölkerung, Gesellschaft und Bildung.
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- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
- Grundsätzliches zur Transformation
- Wirtschaft
- Bevölkerung
- Arbeitsmarkt/Beruf
- Bildung/Qualifikation
- Gesellschaft/Soziales
- Personengruppen
- geografischer Bezug
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Literaturhinweis
Vom sozialistischen Kombinat zum postfordistischen Cluster: die Umstrukturierung der Mikroelektronikindustrie in Desden unter dem Transformationsschock (2005)
Matuschewski, Anke;Zitatform
Matuschewski, Anke (2005): Vom sozialistischen Kombinat zum postfordistischen Cluster. Die Umstrukturierung der Mikroelektronikindustrie in Desden unter dem Transformationsschock. In: Geographische Zeitschrift, Jg. 93, H. 3, S. 165-182.
Abstract
"The paper discusses different theoretical approaches towards the explanation of regional development paths in transition economies. These approaches are integrated into a conceptional framework that serves as basis for the analysis of the restructuring of the microelectronics industry in Dresden, Saxony, during transformation from a socialist planning economy into a market economy. The paper aims to identify the processes and actors of the transformation process, to analyse the way in which these processes are interconnected and to discuss them in the context of the theoretical concept." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Sonderauswertungen des IAB-Betriebspanels 2000-2003 für den Bereich des Metall- und Elektrogewerbes (2004)
Leber, Ute;Zitatform
Leber, Ute (2004): Sonderauswertungen des IAB-Betriebspanels 2000-2003 für den Bereich des Metall- und Elektrogewerbes. (OBS-Arbeitsheft / Otto Brenner Stiftung 38), Berlin, 34 S.
Abstract
"Der Bericht gibt einen Überblick über verschiedene Bereiche der betrieblichen Geschäfts- und Personalpolitik für den Bereich des Metall- und Elektrogewerbes. Dazu werden einige ausgewählte Ergebnisse aus dem IAB-Betriebspanel für die Jahre 2000 bis 2003 präsentiert. Der Beitrag setzt damit frühere Auswertungen für das Metall- und Elektrogewerbe fort, die auf Basis des IAB-Betriebspanels für die Jahre 1993 bis 1999 durchgeführt wurden. Der Bericht ist wie folgt gegliedert: In Abschnitt 2 werden zunächst die Grundzüge des IAB-Betriebspanels als verwendete Datengrundlage beschrieben. In Abschnitt 3 und 4 stehen sodann Merkmale der betrieblichen Beschäftigung bzw. Personalstruktur im Mittelpunkt, bevor anschließend auf die betriebliche Ausbildung (Abschnitt 5), die betriebliche Weiterbildung (Abschnitt 6), die übertarifliche Entlohnung (Abschnitt 7), die Einschätzung der Ertragslage (Abschnitt 8) und die Beschäftigung älterer Arbeitnehmer (Abschnitt 9) eingegangen wird. Abschnitt 10 schließlich fasst die zentralen Ergebnisse der Untersuchung zusammen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Leber, Ute; -
Literaturhinweis
Beschäftigungsdynamik im Transformationsprozess der brandenburgischen Industrie: eine Analyse amtlicher Paneldaten (2004)
Rambert, Laurence;Zitatform
Rambert, Laurence (2004): Beschäftigungsdynamik im Transformationsprozess der brandenburgischen Industrie. Eine Analyse amtlicher Paneldaten. (Quantitative Ökonomie 142), Bergisch Gladbach u.a.: Eul, 234 S.
Abstract
"Angesichts des anhaltenden Transformationsprozesses in Ostdeutschland ist die Analyse wirtschaftlicher Dynamiken in den neuen Ländern aktueller denn je. Die aggregierten Zahlen der statistischen Ämter zur Wirtschaftsentwicklung eignen sich jedoch nicht, um einen Einblick in die oftmals undurchsichtige Dynamik von wirtschaftlichen Prozessen zu gewinnen. Vor diesem Hintergrund wurde ein Kooperationsprojekt zwischen dem Lehrstuhl für Statistik und Ökonometrie der Universität Potsdam und dem amtlichen Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik Land Brandenburg (LDS) initiiert, in dessen Rahmen eine Datenbank aller industriellen Betriebe in Brandenburg konzipiert wurde, die aufgrund ihrer Panelstruktur eine Identifizierung der Betriebe über die Zeit ermöglicht. Ziel dieses Pilotprojekts in Brandenburg ist es, die Dynamiken, die sich hinter der Verlangsamung des wirtschaftlichen Aufholprozesses in der zweiten Hälfte der neunziger Jahre verbergen, unter dem Gesichtspunkt der Beschäftigungsentwicklung zu beleuchten. Zu diesem Zweck werden Beschäftigungsströme nach betrieblichen Merkmalen differenziert sowie unter sektoraler bzw. regionaler Perspektive analysiert. So wird die Rolle kleiner bzw. neu gegründeter Betriebe beim industriellen Beschäftigungsaufbau zunächst im Kontrast zu dem Beschäftigungsbeitrag der Altbetriebe untersucht. Als zentrale Herausforderung beim Übergang von einer Plan- zu einer Marktwirtschaft gilt dabei die Gründung vieler, vor allem kleiner Betriebe, die an die Stelle der großen Kombinate treten. Auch ist in Folge der 'Disorganization' (Blanchard) eine Anpassung der wirtschaftlichen Struktur an die veränderten Bedingungen erforderlich, die durch die Entwicklung neuer Wettbewerbsvorteile und den Aufbau neuer Lieferantennetzwerke befördert werden kann. Darüber hinaus wird die Struktur der industriellen Beschäftigung Brandenburgs im Hinblick auf ihre Technologieorientierung hinterfragt. Nicht zuletzt werden die Agglomerationseffekte der entstandenen industriellen Struktur mit einem ökonometrischen Modell analysiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Strukturschwache Räume als Standort der Informations- und Kommunikationsbranche: das Beispiel Sachsen-Anhalt (2003)
Kawka, Rupert;Zitatform
Kawka, Rupert (2003): Strukturschwache Räume als Standort der Informations- und Kommunikationsbranche: das Beispiel Sachsen-Anhalt. In: Wirtschaft im Wandel, Jg. 9, H. 3, S. 64-71.
Abstract
"Forschung und Entwicklung (FuE) werden als zentrale Faktoren für das nationale und auch regionale Wirtschaftswachstum angesehen. Die Innovationsfreudigkeit ist besonders in den Sektoren der so genannten New Economy ausgeprägt. Auch wenn sich im vergangenen Jahr eine starke Marktbereinigung vollzogen hat, sodass die Erwartungen an diese Branchen geringer geworden sind, gilt immer noch, dass Hochtechnologiesektoren einen Einfluss auf das nachhaltige Wirtschaftswachstum in den Regionen haben. Auch strukturschwache Regionen sehen eine Chance, ihren wirtschaftlichen Rückstand zukünftig zu kompensieren, indem sie verstärkt Hochtechnologiebranchen fördern. Dennoch stellt sich die Frage, ob diese Branchen überhaupt in derartigen Räumen Fuß fassen und als Hoffnungsträger für solche Regionen angesehen werden können. Exemplarisch soll dies an Hand von Sachsen-Anhalt untersucht werden, da dieses Bundesland zu den wirtschaftlich schwachen zählt. Der Artikel beschreibt den Entwicklungsstand der modernen IuK-Branche in dieser Region. Dabei fallen folgende Ergebnisse besonders auf: Die modernen IuK-Firmen in Sachsen-Anhalt sind hinsichtlich ihrer Mitarbeiter- und Umsatzzahlen zwar relativ klein, sie bedienen aber nicht nur regionale Märkte, denn sie sind auch national konkurrenzfähig. Das bedeutet, dass sich derartige Firmen nicht nur an wirtschaftlich besonders attraktiven Standorten etablieren, sondern sich auch in strukturschwachen Regionen erfolgreich entwickeln können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Innovative ostdeutsche Industriebetriebe schneiden im Vergleich mit anderen gut ab: eine empirische Analyse anhand des IAB-Betriebspanels (2003)
Laschke, Bärbel;Zitatform
Laschke, Bärbel (2003): Innovative ostdeutsche Industriebetriebe schneiden im Vergleich mit anderen gut ab. Eine empirische Analyse anhand des IAB-Betriebspanels. In: Wirtschaft im Wandel, Jg. 9, H. 9/10, S. 294-299.
Abstract
"Die Innovationstätigkeit in der ostdeutschen Industrie hat in den vergangenen Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung genommen. Im Zeitraum 1999/2000 lag der Anteil der innovativen Industriebetriebe deutlich über dem in Westdeutschland. Das Branchenmuster der Innovationstätigkeit folgt der ostdeutschen Industriestruktur. Produktinnovationen erfolgten am zahlreichsten in den anteilmäßig größten Industriebranchen wie dem Verbrauchsgüter- und dem Ernährungsgewerbe. Allerdings heben sich hinsichtlich der Häufigkeit von Produktinnovationen innerhalb der Branchen auch solche positiv ab, die allgmein als forschungsintensiv gelten. Das sind vor allem die Chemische Industrie, die Gummi- und Kunststoffherstellung, die Elektrotechnik und der Automobilbau. Das dürfte den Strukturwandel zu einem höheren Anteil technologieintensiver Branchen unterstützen. Überdies wird anhand von Paneldaten gezeigt, dass sich innovative Betriebe in ihren Leistungsparametern von nichtinnovativen positiv abheben. Sie weisen bessere betriebliche Ergebnisse auf und gehören durch die Schaffung neuer Arbeitsplätze und die erhöhte Investitionstätigkeit zu den expandierenden Betrieben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Ostdeutsche Industrie gewinnt an Boden: Ergebnisse einer Umfrage (2002)
Brenke, Karl; Eickelpasch, Alexander;Zitatform
Brenke, Karl & Alexander Eickelpasch (2002): Ostdeutsche Industrie gewinnt an Boden. Ergebnisse einer Umfrage. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 69, H. 3, S. 45-53.
Abstract
"Die ostdeutsche Industrie galt in der ersten Zeit der wirtschaftlichen Erneuerung noch als Sorgenkind. Nach der Überwindung des tiefgreifenden Einbruchs im Jahre 1992 hat sie sich jedoch immer mehr zum Wachstumsmotor entwickelt. Gleichwohl ist die industrielle Basis noch zu schmal. Um einen tieferen Einblick zu gewinnen, hat das DIW Berlin seit 1991 im Rahmen der von der Bundesregierung in Auftrag gegebenen Berichterstattung über die "Gesamtwirtschaftlichen und unternehmerischen Anpassungsprozesse in Ostdeutschland" eine Reihe von Umfragen unter den Industrieunternehmen in den neuen Bundesländern durchgeführt. Die letzte der inzwischen sieben Erhebungswellen fand im Sommer 2000 statt. Die Umfrage zeigt, dass sich die Lage der ostdeutschen Industrie weiter - und zwar deutlich - verbessert hat. Den Unternehmen ist es immer mehr gelungen, auf den überregionalen Märkten Tritt zu fassen. Kräftige Umsatzsteigerungen gab es insbesondere im Exportgeschäft; die Lieferungen in die alten Bundesländer nahmen ebenfalls stark zu. Dagegen fiel der Zuwachs beim Absatz in die neuen Bundesländer wegen der dort insgesamt schwachen Nachfrage nur gering aus. Markterfolge konnten nicht nur die Betriebe im Besitz eines westdeutschen oder ausländischen Unternehmens verzeichnen, sondern auch die eigenständigen, in der Regel kleinen ostdeutschen Unternehmen. Im Zuge der kräftigen Expansion hat sich auch die Ertragslage der Unternehmen weiter aufgehellt. Die gestärkte Wettbewerbsposition ist nicht zuletzt das Ergebnis der Erneuerung des Kapitalstocks. Die meisten Unternehmen geben inzwischen an, dass ihr Maschinenpark auf dem modernsten Stand oder zumindest hinreichend modern sei." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Unternehmen und regionale Entwicklung im ostdeutschen Transformationsprozess: Erkenntnisse aus einer Fallstudie (2002)
Brezinski, Horst; Seidelmann, Peter;Zitatform
Brezinski, Horst & Peter Seidelmann (2002): Unternehmen und regionale Entwicklung im ostdeutschen Transformationsprozess. Erkenntnisse aus einer Fallstudie. (Freiberger Arbeitspapiere 2002/06), Freiberg, 65 S.
Abstract
"Der Transformationsprozess in Ostdeutschland hat im Zuge der Privatisierung und Liberalisierung sowie der dabei verfolgten wirtschaftspolitischen Strategie zu erheblichen Anpassungs- und Umstrukturierungsprozessen auch bei den Unternehmen geführt, die entweder zum Ausscheiden der Firmen aus den Märkten führten oder aber deren Weiterbestand sichern konnten. Diese Prozesse sind nicht gleichmäßig in allen Regionen der neuen Bundesländer verlaufen, so dass regionale Disparitäten sich verstärkt haben. Gegenstand der Untersuchung ist der Einfluss von erfolgreich umstrukturierten Unternehmen auf die regionale Entwicklung anhand einer Fallstudie zur Muldenhütten Recycling und Umwelttechnik (MRU) GmbH." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Entwicklung der New Economy in Ostdeutschland (2002)
Gerstenberger, Wolfgang;Zitatform
Gerstenberger, Wolfgang (2002): Entwicklung der New Economy in Ostdeutschland. In: Ifo Dresden berichtet, Jg. 9, H. 5, S. 6-17.
Abstract
"Zur New Economy zählen die Unternehmen, welche die wirtschaftlichen Potenziale an neuen Produkten, Verfahren und Diensten aus wissenschaftlich-technischen Fortschritten der digitalen Informations- und Kommunikationstechnik (IuK) und der Bio- und Gentechnik umsetzen. Der Begriff 'New Economy' stand vor zwei Jahren für Hoffnung auf neue Jobs mit hohen Einkommen und für Wirtschaftsdynamik. Inzwischen wird von der New Economy kaum mehr als Hoffnungsträger gesprochen. Mitunter werden sogar Grabreden gehalten. Dabei wird das Platzen einer spekulativen Blase an den Aktienmärkten mit dem Zusammenbruch der New Economy gleichgesetzt. Der Beitrag erörtert zunächst, ob dies zulässig ist und ob die aktuelle Rezession in der luK-Wirtschaft signalisiert, dass sie in Zukunft nicht mehr die Rolle einer Wachstumsindustrie spielt. Da sie zusammen mit der BioTech-Industrie voraussichtlich weiter zu den zentralen Wachstumsträgern in den nächsten Jahrzehnten zählen wird, wird im Hauptteil untersucht, wie Ostdeutschland in diesem Wachstumsbereich positioniert ist und ob Chancen auf eine Verbesserung der Position bestehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Steigende Investitionen in den Wachstumsbranchen des ostdeutschen Verarbeitenden Gewerbes: eine Analyse anhand des IAB-Betriebspanels (2002)
Laschke, Bärbel;Zitatform
Laschke, Bärbel (2002): Steigende Investitionen in den Wachstumsbranchen des ostdeutschen Verarbeitenden Gewerbes. Eine Analyse anhand des IAB-Betriebspanels. (Institut für Wirtschaftsforschung Halle. Diskussionspapiere 160), Halle, 29 S.
Abstract
Auf der Basis des IAB-Betriebspanels wurde untersucht, in welchen Zweigen und Branchen des Verarbeitenden Gewerbes im Jahr 2000, aber auch in den vorliegenden Jahren, Investitionssteigerungen vorherrschen. Dabei wird herausgearbeitet, wo möglicherweise Impulse auf Wachstum und Produktivität zu erwarten sind. In diesem Zusammenhang wird auch analysiert, wodurch sich Betriebe, die ihre Investitionen im Jahr 2000 steigern von denen mit rückläufigen Investitionen abheben, ob es allgemeine betriebswirtschaftliche Merkmale gibt und welche das sind. Die Ergebnisse zeigen unter anderem, dass die Investitionsneigung der ostdeutschen Industriebetriebe im Jahr 2000 deutlich niedriger als 1999 war. Eine Längsschnittbetrachtung nach fachlichen Hauptgruppen zeigt, dass die Unterschiede in den Investitionsabsichten zwischen den Hauptgruppen größer geworden sind und die Anzahl der investitionserhöhenden Betriebe deutlich abgenommen hat, insbesondere im Vorleistungsgewerbe. Eine Längsschnittbetrachtung nach Branchen weist darauf hin, dass sich die für das Jahr 2000 festgestellten Unterschiede im Investitionsverhalten bereits über mehrere Jahre herausgebildet haben. Als Wachstumsbranchen erweisen sich u.a. die Chemische Industrie, Papier- und Druckgewerbe sowie Feinmechanik und Optik. Für die Investitionsaktivität spielen Ertragslage, Umsatz- und Beschäftigungsaussichten, Betriebsgröße, das technische Niveau der Anlagen, überregionaler und Auslandsabsatz, betriebliches Management und die regionale Ansiedlung eine Rolle. Absatzförderung oder Schulungen zur Qualifizierung des Managements strahlen auf die Investitionsaktivitäten aus und tragen zu ihrer Belebung bei. (IAB)
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Literaturhinweis
Beschäftigung im Umweltschutzsektor Ostdeutschlands: eine Analyse auf der Basis des IAB-Betriebspanels (2001)
Komar, Walter;Zitatform
Komar, Walter (2001): Beschäftigung im Umweltschutzsektor Ostdeutschlands. Eine Analyse auf der Basis des IAB-Betriebspanels. In: Wirtschaft im Wandel, Jg. 7, H. 13, S. 320-325.
Abstract
"Im Zuge der Restrukturierung der ostdeutschen Wirtschaft hat sich in den neuen Ländern mit dem Umweltschutzsektor eine nahezu neue Branche herausgebildet. Nach Hochrechnungen des IWH waren im Jahr 1999 etwa 182 000 Personen in der Produktion von Umweltschutzgütern und -dienstleistungen tätig. Das sind etwa 3,1% der Gesamtbeschäftigten aller Betriebe des IAB-Panels, d.h. der Umweltschutz- und übrigen Anbieter. Die Mitte 1999 geäußerten Erwartungen der Betriebe, die Schlüsse zur Richtung, nicht aber zum Ausmaß von Veränderungen des Personalbestandes zulassen, deuten mittelfristig eher auf eine Zu- als eine Abnahme der umweltschutzbedingten Beschäftigung hin. Das lässt sich zum einen mit noch zu bewältigendem Nachholbedarf im Umweltschutz erklären, etwa in der öffentlichen Entsorgungsinfrastruktur. Zum anderen spielen neue, an Bedeutung gewinnende Aufgaben eine Rolle, so im Klimaschutz. Nach den Einschätzungen der Betriebe wird die Beschäftigungszunahme vor allem von den Umweltschutzdienstleistungen getragen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Innovativ und international - mit regionalem Personal: Ergebnisse einer Befragung von New Economy-Unternehmen in Sachsen und Thüringen (2001)
Lang, Cornelia; Müller, Ralf;Zitatform
Lang, Cornelia & Ralf Müller (2001): Innovativ und international - mit regionalem Personal: Ergebnisse einer Befragung von New Economy-Unternehmen in Sachsen und Thüringen. In: Wirtschaft im Wandel, Jg. 7, H. 12, S. 291-298.
Abstract
"Als entscheidender Engpass für ein Wachstum der New Economy wird häufig der Bestand an entsprechendem Humankapital gesehen. In Ostdeutschland, wo New Economy-Unternehmen eher noch schwächer vertreten sind als in Westdeutschland, existieren für die Etablierung gerade dieser Branchen aber grundsätzlich günstige Voraussetzungen angesichts einer modernen Wissenschaftsinfrastruktur. Wie sich vor diesem Hintergrund Leistungsfähigkeit und Fachkräftesituation ostdeutscher Unternehmen der Biotechnologie und der Informationstechnologie entwickelt haben, ist Gegenstand einer Befragung des IWH. Die Ergebnisse geben Anlass zu gewissem Optimismus. So sind die Unternehmen in ihrer großen Mehrheit innovativ und auf überregionalen, teilweise auch internationalen Märkten tätig. Auffällig ist, dass die Unternehmen sich dabei weitestgehend auf in der unmittelbaren Umgabung angeworbene Fachkräfte stützen. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Ein wesentlicher Grund ist das gute regionale Fachkräfteangebot (resultierend aus der vorhandenen Wissenschaftsinfrastruktur), zum anderen ist die Nachfrage wegen der noch geringen Etablierung von New Economy-Unternehmen in den neuen Ländern begrenzt. Angesichts dieser Konstellation hat die Green Card bisher für ostdeutsche Unternehmen nicht die Bedeutung wie für westdeutsche." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Hightech in Ostdeutschland: wirtschaftliche Entwicklung und Erfolgsfaktoren (2001)
Lessat, Vera; Schürfeld, Angela;Zitatform
Lessat, Vera & Angela Schürfeld (2001): Hightech in Ostdeutschland. Wirtschaftliche Entwicklung und Erfolgsfaktoren. Frankfurt am Main, 142 S.
Abstract
Hightech-Unternehmen, die mit innovativen Produkten eine Wachstumssstrategie in Zukunftstechnologien verfolgen, haben im Jahr 2000 ein beachtliches Auf und Ab erlebt. Erfolgreiche Unternehmen stehen deshalb im Mittelpunkt des Interesses, Ursachen, Bedingungen und Determinanten ihres Wachstums werden hinterfragt. Insbesondere gilt dies für Ostdeutschland. Die Studie analysiert die Ausgangslage und Perspektiven der Hightech-Landschaft der neuen Bundesländer. Zukunftstechnologien werden dabei identifiziert und Erfolgsfaktoren von Hightech-Unternehmen deutlich gemacht. Sie bilden die Grundlage weiterer Förderung. Förderprogramme und Kontaktmöglichkeiten sind dazu im Anhang aufgelistet. (IAB)
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Literaturhinweis
Hoffnungsträger Wirtschaftscluster: Unternehmensnetzwerke und regionale Innovationssysteme: das Beispiel der deutschen Schienenfahrzeugindustrie (2000)
Dybe, Georg; Kujath, Hans-Joachim;Zitatform
Dybe, Georg & Hans-Joachim Kujath (2000): Hoffnungsträger Wirtschaftscluster: Unternehmensnetzwerke und regionale Innovationssysteme. Das Beispiel der deutschen Schienenfahrzeugindustrie. Berlin: Edition Sigma, 162 S.
Abstract
"Wirtschaftscluster gelten seit einigen Jahren als Träger von Wachstum und technologischer Innovation. Obwohl die regionale Wirtschaftspolitik große Hoffnungen in Strategien der Clusterbildung setzt, mangelt es bisher an systematischen Untersuchungen über Strukturen und Entwicklungsdynamiken derartiger Unternehmensnetzwerke. Hier setzen die Autoren dieses Buchs an: Regionale Verflechtungsstrukturen von Unternehmen werden als organisatorische Netzwerke untersucht und in einer historischen Längsschnittanalyse aufbereitet, Dabei gehen die Verfasser folgenden Fragen nach: Wie entstehen funktionale und räumliche Cluster? Wie verändern sich derartige Cluster im Lebenszyklus der Pro-dukte und Industrien (Pfadabhängigkeit)? Und welche Wechselwirkungen gibt es zwischen dem räumlichen Kontext der Region und dem Beziehungsnetz der Wirtschaff und des Wissenssystems? Am Beispiel der Systemtechnologie Schienenfahrzeugbau wird der Zusammenhang zwischen den materiellen Verflechtungsstrukturen und den Netzen des Wissensaustausches behandelt sowie empirisch für die Region Berlin-Brandenburg vertieft. Die Untersuchung demonstriert die Grenzen der bislang vorliegenden theoretischen Ansätze zur regionalen Clusterbildung und weist der Theorieentwicklung neue Wege." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Betriebsdynamik und Arbeitsplatzentwicklung in der sächsischen Industrie 1991-1998: Analysen auf der Grundlage der amtlichen Statistik (1999)
Zitatform
Fritsch, Michael & Michael Niese (1999): Betriebsdynamik und Arbeitsplatzentwicklung in der sächsischen Industrie 1991-1998. Analysen auf der Grundlage der amtlichen Statistik. (Freiberger Arbeitspapiere 1999/27), Freiberg, 23 S.
Abstract
"Der Beitrag berichtet über Analysen der Betriebs- und Arbeitsplatzdynamik in der sächsischen Industrie im Zeitraum 1991-1998. Datengrundlage ist die als Panel aufbereitete Statistik des Bergbaus und Verarbeitenden Gewerbes, die vom Statistischen Landesamt geführt wird. Allgemein zeigten sich über den gesamten Analysezeitraum relativ hohe Gründungsraten. Ein großer Anteil der 1998 existierenden Betriebe wurde nach 1991 gegründet, wobei die neu gegründeten Betriebe eine deutlich höhere Überlebenswahrscheinlichkeit aufwiesen als die Altbetriebe. Mittlerweile entfällt auch der größere Anteil der Arbeitsplätze auf die Gründungen. Die am stärksten ausgeprägte Dynamik, insbesondere der höchste Anteil an Neugründungen ist für die Betriebe aus den Branchen der 'Spitzentechnik' feststellbar." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Determinanten der Beschäftigungsdynamik ostdeutscher Unternehmen: eine mikroökonometrische Analyse für das Verarbeitende Gewerbe (1999)
Zitatform
Steil, Fabian & Elke Wolf (1999): Determinanten der Beschäftigungsdynamik ostdeutscher Unternehmen. Eine mikroökonometrische Analyse für das Verarbeitende Gewerbe. In: Zeitschrift für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Jg. 119, H. 2, S. 265-296.
Abstract
"In dieser Studie werden die Determinanten der Beschäftigungsentwicklung in den ostdeutschen Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes im Zeitraum von Anfang 1992 bis Mitte 1996 untersucht. Sowohl von der Größe als auch vom Alter eines Unternehmens geht ein negativer Einfluß auf dessen Wachstumsrate aus. Die bereits in der DDR privat geführten Firmen haben ceteris paribus eine höhere Wachstumsrate als die nach der Wende neugegründeten Unternehmen, allerdings können für ehemalige Staatsbetriebe mit mehr als neuen Beschäftigten signifikant niedrigere Wachstumsraten der Beschäftigung beobachtet werden. Die Ergebnisse weisen außerdem darauf hin, daß Lokalikationseffekte die Beschäftigungsdynamik positiv und das regionale Lohnnniveau die Wachstumsrate negativ beeinflussen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zur Lage der Metall- und Elektroindustrie in Ostdeutschland: gesamtwirtschaftliche und strukturelle Rahmenbedingungen sowie betriebliche Eckdaten für die Metall- und Elektroindustrie Ostdeutschlands (1998)
Hachmann, Kai; Kühn, Wolfgang; Schuldt, Karsten;Zitatform
Hachmann, Kai, Wolfgang Kühn & Karsten Schuldt (1998): Zur Lage der Metall- und Elektroindustrie in Ostdeutschland. Gesamtwirtschaftliche und strukturelle Rahmenbedingungen sowie betriebliche Eckdaten für die Metall- und Elektroindustrie Ostdeutschlands. Berlin, 91 S.
Abstract
"Ziel der Untersuchung war es, das von den ostdeutschen Metall- und Elektrobetrieben erreichte Produktivitätsniveau - insbesondere im Vergleich zur westdeutschen Konkurrenz - zu ermitteln sowie die entscheidenden Bestimmungsfaktoren der Produktivität näher zu analysieren. Für das Gutachten wurden verschiedene Untersuchungsebenen bearbeitet und - daraus abgeleitet - differenzierte Methoden angewandt: Für die gesamtwirtschaftliche und die wirtschaftszweigbezogene Analyseebene fanden insbesondere Daten des Statistischen Bundesamtes sowie der einzelnen Statistischen Landesarbeitsämter Verwendung. Zur differenzierten Erfassung der einzelbetrieblichen Bedingungen und Problemlagen wurden - auf leitfadengestützten Interviews beruhende - Betriebsfallstudien in ostdeutschen sowie westdeutschen Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie durchgeführt. Ergänzend erfolgte eine Auswertung der relevanten Literatur und der Forschungsergebnisse führender deutscher Wirtschaftsforschungsinstitute. Die Untersuchung wurde im September 1998 abgeschlossen. Im 1. Kapitel wird die offentliche Darstellung des Ost-West-Produktivitätsvergleiches skizziert. Das Kapitel 2 stellt - in prononcierter Form - die Produktivitätsfortschritte der ostdeutschen Metall- und Elektroindustrie sowie die Lohnkostenentwicklung dar. Im 3. Kapitel wird ausführlich nachgewiesen, daß bei der Bewertung von Produktivitätskennziffern statistische Erhebungs- und Struktureffekte zu berücksichtigen sind, um nicht zu falschen oder irreführenden Aussagen zu gelangen. Danach wird im zentralen Kapitel 4 eingehend den - für die ostdeutschen Metall- und Elektrobetriebe - entscheidenden außerbetrieblichen und betrieblichen Einflußfaktoren der Produktivität nachgegangen. Schließlich faßt das 5. Kapitel noch einmal den gegenwärtigen Stand des Ost-West-Produktivitätsvergleiches unter Berücksichtigung der wichtigsten Determinanten zusammen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitsplatzeffekte und Arbeitsförderung in der Tourismusindustrie: eine empirische Untersuchung in ausgewählten Landkreisen Brandenburgs (1998)
Papies, Udo; Schreiber, Peter;Zitatform
Papies, Udo & Peter Schreiber (1998): Arbeitsplatzeffekte und Arbeitsförderung in der Tourismusindustrie. Eine empirische Untersuchung in ausgewählten Landkreisen Brandenburgs. (LASA-Studie 32), Potsdam, 102 S.
Abstract
"In die Beschäftigungswirkungen des Tourismus werden generell hohe Erwartungen gesetzt. Besonders in strukturschwachen Regionen soll der Tourismus beschäftigungspolitische Ausgleichsfunktion erfüllen. In der Arbeit werden am Beispiel der Landkreise Oder-Spree, Potsdam-Mittelmark und Prignitz Arbeitsplatzeffekte des Fremdenverkehrs und Wirkungen des Arbeitsförderungsinstrumentariums in der Fremdenverkehrswirtschaft untersucht. In den Untersuchungsregionen hat die tourismusabhängige Beschäftigung im Zeitraum 1993-1996 deutlich zugenommen. 1997 konnte die positive Beschäftigungsentwicklung nicht fortgesetzt werden. Trotz der Beschäftigungszunahme ist in allen drei Landkreisen in den fremdenverkehrsrelevanten Berufsgruppen die Arbeitslosigkeit stark angestiegen. Besonders 1997 hat die Reduzierung von Arbeitsförderungsmaßnahmen zu einer starken Zunahme der Zahl der Arbeitslosen in den Hotel- und Gaststättenberufen geführt (Verdoppelung im Landkreis Prignitz). Etwa vier Fünftel der Arbeitslosen sind Frauen. Inzwischen ist die Zahl der Arbeitslosen der Hotel- und Gaststättenberufe bereits größer als die Hälfte der gegenwärtig Beschäftigten dieser Berufsgruppe. Das Arbeitskräftepotential für künftige Tourismus-Zuwachsraten ist bereits vorhanden. Arbeitskräftefreisetzungen anderer Branchen können gegenwärtig von der Tourismusbranche nicht kompensiert werden. Potentiale für eine beschäftigungswirksame Weiterentwicklung des Tourismus sind in allen drei Landkreisen vorhanden. Sie liegen vor allem in der Erhöhung der Qualität des Angebotes und in wirksameren Marketingaktivitäten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Industrielle Forschung und Entwicklung in Ostdeutschland (1998)
Spielkamp, Alfred; Beise, Marian; Ruprecht, Wilhelm; Ransch, Siegfried; Felder, Johannes; Meske, Werner; Becher, Gerhard; Kowalski, Reinhold; Schüssler, Reinhard; Fier, Andreas;Zitatform
Spielkamp, Alfred, Gerhard Becher, Marian Beise, Johannes Felder, Andreas Fier, Reinhold Kowalski, Werner Meske, Siegfried Ransch, Wilhelm Ruprecht & Reinhard Schüssler (1998): Industrielle Forschung und Entwicklung in Ostdeutschland. (ZEW-Wirtschaftsanalysen 29), Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft, 178 S.
Abstract
"Die wirtschaftlichen Perspektiven für die neuen Bundesländer hängen eng mit den Innovationsaktivitäten ostdeutscher Unternehmen zusammen. Diese gelten gegenwärtig allgemein als zu gering und werden mit der zu niedrigen Forschungsintensität begründet. Solche Einschätzungen vernachlässigen die nachteilige ostdeutsche Wirtschafts- und Unternehmensgrößenstruktur. Berücksichtigt man diese, dann führen ostdeutsche Unternehmen häufiger und mit einer höheren Intensität Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (FuE) durch als westdeutsche Firmen. Die Autoren untersuchen vor diesem Hintergrund empirisch, welche Bedeutung der FuE in der Industrie für die Zukunft der ostdeutschen Wirtschaft zukommt, von welchen Einflußgrößen diese Entwicklung abhängt und welche Herausforderungen an die Technologiepolitik gestellt werden. In alternativen Szenarien wird der künftige Bestand an FuE-Personal in den Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes Ostdeutschlands geschätzt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Gesamtwirtschaftliche und unternehmerische Anpassungsfortschritte in Ostdeutschland: achtzehnter Bericht (1998)
Zitatform
(1998): Gesamtwirtschaftliche und unternehmerische Anpassungsfortschritte in Ostdeutschland. Achtzehnter Bericht. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 65, H. 33, S. 571-610.
Abstract
Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft werden seit Anfang 1991 die wirtschaftlichen Anpassungsprozesse in Ostdeutschland untersucht. Im achtzehnten Bericht wird das Thema "Aspekte der Reindustrialisierung in den neuen Bundesländern" schwerpunktmäßig bearbeitet. Hierzu werden erste Ergebnisse einer Umfrage bei mehreren tausend ostdeutschen Industrieunternehmen präsentiert, die das DIW im Winter 1997/98 durchgeführt hat. Sie zeigen, daß die industrielle Basis in Ostdeutschland zwar noch immer viel zu schmal ist, es aber inzwischen auch eine beachtliche und stetig wachsende Zahl von Industrieunternehmen gibt, die voll wettbewerbsfähig sind. Alles in allem ist die ostdeutsche Wirtschaft auf dem richtigen Weg, braucht aber noch viel Zeit, bis ein zufriedenstellendes Niveau bei Produktion und Beschäftigung erreicht sein wird. (IAB)
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Literaturhinweis
Ostdeutsches Druckereigewerbe: trotz Wettbewerbsfähigkeit rascher Personalabbau (1997)
Brautzsch, Hans-Ulrich;Zitatform
Brautzsch, Hans-Ulrich (1997): Ostdeutsches Druckereigewerbe. Trotz Wettbewerbsfähigkeit rascher Personalabbau. In: Wirtschaft im Wandel, Jg. 3, H. 4, S. 10-14.
Abstract
"Im ostdeutschen Druckereigewerbe unterschreiten trotz der rasanten Tariflohnanpassung die Lohnstückkosten seit 1992 den westdeutschen Vergleichswert. Damit gehört das Druckereigewerbe zu den noch immer wenigen wettbewerbsfähigen Wirtschaftszweigen Ostdeutschlands. Die 100%-Angleichung des tariflichen Wochenlohnes an den westdeutschen Vergleichswert ist bereits seit Oktober 1995 vollzogen. Dies gilt allerdings nur für Betriebe mit mehr als 50 Beschäftigten, während für Kleinunternehmen die Tariflohnangleichung bis zum Januar 1998 gestreckt wurde. Der tarifliche Stundenecklohn hingegen liegt aufgrund der längeren tariflich vereinbarten Wochenarbeitszeiten unterhalb des westdeutschen Niveaus. Die Effektivstundenlöhne betrugen Ende 1995 etwa 81 vH des westdeutschen Vergleichswertes. Der Umsatz im ostdeutschen Druckereigewerbe stagnierte in der Vergangenheit, wobei ein mengenmäßiger Produktionsrückgang durch Preiserhöhungen kompensiert werden konnte. Der durch die Tariflohnentwicklung vorgezeichnete Anstieg der Personalkosten führte zu einem Selektionsprozeß unrentabler Unternehmen, der sich statistisch in einer raschen Steigerung der Produktivität niederschlug und in einen Personalabbau um fast 25 vH mündete. Der insgesamt eher rückläufige gesamtdeutsche Markt für Druckereierzeugnisse sowie die geringe Exportquote lassen auch künftig allenfalls eine mäßigen Produktionsanstieg erwarten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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