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Dossier

Niedriglohnarbeitsmarkt

Der Ausbau des Niedriglohnsektors sollte Ende der 1990er Jahre die hohe Arbeitslosigkeit reduzieren. Als Niedriglohn gilt ein Arbeitsentgelt, das trotz Vollzeitbeschäftigung keine angemessene Existenzsicherung gewährleistet – die OECD definiert den ihn als einen Bruttolohn, der unterhalb von zwei Dritteln des nationalen Medianbruttolohns aller Vollzeitbeschäftigten liegt. Betroffen von Niedriglöhnen sind überdurchschnittlich häufig Personen ohne beruflichen Abschluss, jüngere Erwerbstätige und Frauen.
Bietet der Niedriglohnsektor eine Chance zum Einstieg in den Arbeitsmarkt oder ist er eine Sackgasse? Das IAB-Themendossier erschließt Informationen zum Forschungsstand.
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im Aspekt "Frankreich"
  • Literaturhinweis

    Erwerbslosigkeit, Aktivierung und soziale Ausgrenzung: Deutschland im internationalen Vergleich (2008)

    Konle-Seidl, Regina ; Eichhorst, Werner;

    Zitatform

    Konle-Seidl, Regina & Werner Eichhorst (2008): Erwerbslosigkeit, Aktivierung und soziale Ausgrenzung. Deutschland im internationalen Vergleich. (WISO Diskurs), Bonn, 76 S.

    Abstract

    "Vier Fragen stehen im Mittelpunkt dieser Analyse:
    1) Ist das Risiko sozialer Ausgrenzung in Deutschland gewachsen, und wie stellt es sich im Vergleich mit anderen Ländern dar?
    2) Wird soziale Inklusion über eine kompensatorische oder eher über eine arbeitsmarktorientierte und beschäftigungsfördernde Sozialpolitik befördert?
    3) Können politische Maßnahmen, insbesondere die 'aktivierende' Ausgestaltung von sozialen Sicherungssystemen und das 'Fördern und Fordern' von Erwerbslosen soziale Ausgrenzung vermindern?
    4) Gibt es hierzu vorbildliche Praktiken in anderen Ländern?
    Einerseits soll geklärt werden, ob die in der Wissenschaft und in der beschäftigungspolitischen Diskussion etablierten Einschätzungen von beschäftigungspolitisch erfolgreichen Ländern zutreffend sind. Treffen sie auch noch zu, wenn es nicht allein um den Abbau von Arbeitslosigkeit, sondern um die Integration von Langzeiterwerbslosen und Inaktiven geht? Oder werden hier bei relativ ähnlichem Niveau der Ausgrenzung aus dem Erwerbsleben lediglich unterschiedliche Verteilungen auf die Transfersysteme erreicht? Welche Rolle kommt dabei der konkreten Ausgestaltung sozialer Sicherungssysteme zu? Annahmen über die Stärken und Schwächen der einzelnen Länder bzw. Wohlfahrtsstaatstypen werden in Bezug auf Inklusion einer empirischen Bewertung unterzogen.
    Andererseits soll untersucht werden, ob es Erfolg versprechende Ansätze zur Integration von nichterwerbstätigen Transferbeziehern mit geringer Beschäftigungsfähigkeit gibt, von denen die Politik in Deutschland lernen kann. Insbesondere soll es um die Identifikation von Reformansätzen gehen, die in der gegenwärtigen Situation zu Einstiegen in den Arbeitsmarkt von Inaktiven und Erwerbslosen sowie zu einer verbesserten Chance auf Aufwärtsmobilität führen können.
    Die Studie umfasst zehn Länder mit unterschiedlichen Beschäftigungs- und Sozialstaatsmodellen:
    1. Deutschland, Frankreich und Niederlande, die nach den gängigen Wohlfahrtstypologien dem kontinentalen Typ zugeordnet werden,
    2. Spanien und Italien als Vertreter einer mediterranen Variante des kontinentaleuropäischkonservativ geprägten Sozialmodells,
    3. Großbritannien und die USA, welche für das angelsächsisch-liberale Modell stehen,
    4. die skandinavischen Wohlfahrtsstaaten Dänemark und Schweden,
    5. sowie Polen als neues EU-Mitgliedsland und Vertreter post-kommunistischer Transitionsländer." (Textauszug, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Konle-Seidl, Regina ;
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  • Literaturhinweis

    Les sept premières années de vie active des jeunes non diplômés: la place des mesures publiques pour l'emploi (2007)

    Gasquet, Céline; Roux, Valérie;

    Zitatform

    Gasquet, Céline & Valérie Roux (2007): Les sept premières années de vie active des jeunes non diplômés. La place des mesures publiques pour l'emploi. In: Economie et Statistique H. 400, S. 17-43.

    Abstract

    "Im Jahre 1998 verließen 116 000 Jugendliche die Ausbildungsstätten ohne Abschluss. Aufgrund des generellen Anstiegs des Ausbildungsniveaus haben diese Jugendlichen mehr Schwierigkeiten als die anderen, eine Beschäftigung zu finden. Jedem dritten Jugendlichen gelingt es dennoch, sich rasch und dauerhaft ins Erwerbsleben zu integrieren. Bei den anderen dauert die Eingliederung länger: weit über die ersten drei Jahre ab Eintritt in den Arbeitsmarkt hinaus. Diese Jugendlichen, die ein Ausbildungsdefizit haben und mit der Konkurrenz ihrer besser ausgebildeten Altersgenossen oder den Vorbehalten der Arbeitgeber konfrontiert sind, nehmen dann oftmals die für sie bestimmten beschäftigungspolitischen Maßnahmen in Anspruch. Mehr als vier Jugendliche ohne Abschluss von zehn profitierten so in den ersten sieben Jahren ihres Erwerbslebens von einer Ausbildung oder einer ABM-Maßnahme; und für 16% der Jugendlichen ohne Abschluss war diese Erfahrung der ersten Jahre am Arbeitsmarkt sogar sehr strukturierend. Mehr als in der Vergangenheit werden solche öffentlichern Maßnahmen mehrere Jahre lang nach Verlassen der Ausbildungsstätten in Anspruch genommen. Sie decken äußerst unterschiedliche Situationen ab. Insbesondere sind sie nicht unbedingt im Zusammenhang mit einem Prekariat zu sehen, da mehr als jeder vierte Jugendliche, der solche Maßnahmen nutzte, eine relativ stabile Berufslaufbahn kennt. Allerdings gehen solche Maßnahmen in vier von zehn Fällen mit befristeten Arbeitsverträgen oder Arbeitslosigkeit einher; in jedem zehnten Fall betreffen sie die Erwerbslosigkeit." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Gesetzlicher Mindestlohn: Was kann Deutschland von den Nachbarn lernen?: die Erfahrungen mit gesetzlichen Mindestlöhnen in Frankreich und Großbritannien (2007)

    George, Roman;

    Zitatform

    George, Roman (2007): Gesetzlicher Mindestlohn: Was kann Deutschland von den Nachbarn lernen? Die Erfahrungen mit gesetzlichen Mindestlöhnen in Frankreich und Großbritannien. Marburg: Tectum Verlag, 120 S.

    Abstract

    "'Arm trotz Arbeit': Arbeit zu Niedriglöhnen, die selbst bei Vollzeitarbeit kein existenzsicherndes Einkommen gewährleisten, ist keine Randerscheinung des deutschen Arbeitsmarktes mehr. Der Autor greift in seinem Buch die großen Fragen der Mindestlohndebatte auf: Kann ein gesetzlicher Mindestlohn die Einkommen von Niedriglohnbeschäftigten dauerhaft verbessern? Gefährdet er Arbeitsplätze? Verringert er die Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern? Welche Auswirkungen hat ein gesetzlicher Mindestlohn auf Tarifverträge und Gewerkschaften? Dabei wirft der Autor einen Blick auf unsere europäischen Nachbarn Frankreich und Großbritannien und bereichert mit ihren Erfahrungen die aktuelle Diskussion um den Mindestlohn." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    À chaque marché du travail ses propres modes de recherche d'emploi (2007)

    Marchal, Emmanuelle; Remillon, Delphine;

    Zitatform

    Marchal, Emmanuelle & Delphine Remillon (2007): À chaque marché du travail ses propres modes de recherche d'emploi. (Centre d'Etudes de l'Emploi. Document de travail 90), Noisy-le-Grand, 28 S.

    Abstract

    "This paper analyses the job search and job finding behaviours of unemployed workers aged between 40 and 60 years. We show that each segment of the labour market (i.e. unskilled, professional and internal labour markets) has its own specific job search methods and uses of intermediaries. Moreover, we consider a more dynamic analysis by studying the evolutions of job search strategies of older workers as a consequence of the difficulties they face at the end of their career." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Les travailleurs non qualifies: une nouvelle classe sociale? (2006)

    Amossé, Thomas; Chardon, Olivier;

    Zitatform

    Amossé, Thomas & Olivier Chardon (2006): Les travailleurs non qualifies: une nouvelle classe sociale? In: Economie et Statistique H. 393/394, S. 203-229.

    Abstract

    "Im März 2002 gingen knapp fünf Millionen Personen einer unqualifizierten Beschäftigung nach : 2 760 000 als Angestellte und 2 035 000 als Arbeiter. Die unqualifizierte Beschäftigung, die durch die Entindustrialisierung keineswegs beseitigt wird, hat seit Mitte der 1990er Jahre wieder zugenommen. Heute ist jeder fünfte Arbeitsplatz hiervon betroffen. Die Analyse von Erhebungsdaten bestätigt die 'Verarbeiterung' eines Teils dieser Beschäftigungen, was bislang hauptsächlich durch soziologische Beobachtungen aufgezeigt worden ist. Mit ihren Löhnen und Gehältern, Beschäftigungs- und Arbeitsbedingungen stellen die unqualifizierten Arbeiter und Angestellten ein besonderes Segment der Arbeitnehmer dar. Allerdings bilden sie keine eigen- ständige soziale Schicht ; denn diese Arbeitnehmer, die durch ihre berufliche Integration geschwächt und in ihrer sozialen Wahrnehmung destabilisiert sind, zeichnen sich durch ein geringes Zugehörigkeitsgefühl zu einer sozialen Schicht aus. Die Klassenidentität, die einst in den Arbeiterkreisen recht strukturierend wirkte, ist bei den unqualifizierten Arbeitnehmern schrittweise einer Rückzugshaltung gewichen, die sich durch Ablehnung und Resignation gegenüber den dominierenden Modellen der sozialen Integration auszeichnet. Bei den Arbeitnehmern der untersten Stufe entsprechen die unterschiedlichen Formen der Identitätsbildung bestimmten Untergruppen der Bevölkerung : Jugendliche und Ältere, Männer und Frauen, Immigranten und Nichtimmigranten." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Beans for breakfast? How exportable is the British workfare model? (2006)

    Bargain, Olivier ; Orsini, Kristian;

    Zitatform

    Bargain, Olivier & Kristian Orsini (2006): Beans for breakfast? How exportable is the British workfare model? (IZA discussion paper 2025), Bonn, 32 S.

    Abstract

    "Social assistance and inactivity traps have long been considered amongst the main causes of the poor employment performance of EU countries. The success of New Labour has triggered a growing interest in instruments capable of combining the promotion of responsibility and self-sufficiency with solidarity with less skilled workers. Making-work-pay (MWP) policies, consisting of transfers to households with low earning capacity, have quickly emerged as the most politically acceptable instruments in tax-benefit reforms of many Anglo Saxon countries. This chapter explores the impact of introducing the British Working Families' Tax Credit in three EU countries with rather different labor market and welfare institutions: Finland, France and Germany. Simulating the reform reveals that, while first round effects on income distribution is considerable, the interaction of the new instrument with the structural characteristics of the economy and the population may lead to counterproducti! ve second round effects (i.e. changes in economic behavior). The implementation of the reform, in this case, could only be justified if the social inclusion (i.e. transition into activity) of some specific household types (singles and single mothers) is valued more than a rise in the employment per se." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    In-work policies in Europe: killing two birds with one stone? (2006)

    Bargain, Olivier ; Orsini, Kristian;

    Zitatform

    Bargain, Olivier & Kristian Orsini (2006): In-work policies in Europe. Killing two birds with one stone? In: Labour economics, Jg. 13, H. 6, S. 667-697. DOI:10.1016/j.labeco.2005.

    Abstract

    "Generous social assistance has been held responsible for inactivity traps and social exclusion in several European countries, hence the recent trend of promoting employment through in-work transfers. Yet, the relative consensus on the need for 'making work pay' policies is muddied by a number of concerns relative to the design of the reforms and the treatment of the family dimension. Relying on EUROMOD, a EU-15 integrated tax-benefit microsimulation software, we simulate two types of in-work benefits. The first one is means-tested on family income, in the fashion of the British Working Family Tax Credit, while the second is a purely individualized policy. Both reforms are built on the same cost basis (after behavioral responses) and simulated in three European countries suspected to experience large poverty traps, namely Finland, France and Germany. The potential labor supply responses to the reforms and the subsequent redistributive impacts are assessed for each country using a structural discrete-choice model. We compare how both reforms achieve poverty reduction and social inclusion (measured as the number of transitions into activity). All three countries present different initial conditions, including existing tax-benefit systems and distribution of incomes and wages. These sources of heterogeneity are exploited together with different labor supply elasticities to explain the cross-country differences in the impact of the reforms." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Kombilöhne im internationalen Vergleich: Nicht jede Therapie schlägt überall an (2006)

    Brücker, Herbert ; Konle-Seidl, Regina ;

    Zitatform

    Brücker, Herbert & Regina Konle-Seidl (2006): Kombilöhne im internationalen Vergleich: Nicht jede Therapie schlägt überall an. (IAB-Kurzbericht 10/2006), Nürnberg, 8 S.

    Abstract

    "Ein Blick über die Grenzen kann helfen, weit reichende politische Entscheidungen - wie im Falle des Kombilohns - mit internationalen Erfahrungen zu stützen. Die Erfahrungen in den USA und Großbritannien zeigen, dass großzügige Einkommenssubventionen unter den Bedingungen eines Sozialstaates, der niedrige Leistungen für Nichterwerbstätige mit Auflagen zur Arbeitssuche verbindet, nennenswerte Beschäftigungseffekte haben. Allerdings existiert in den USA keine bedarfsdeckende Mindestsicherung. Zudem wurde dort der Leistungsbezug für Nichterwerbstätige zeitlich befristet. Dies kann auf Deutschland, das eine soziokulturelle Mindestsicherung gesetzlich garantiert, nicht übertragen werden. Aus den angelsächsischen Erfahrungen kann jedoch gelernt werden, dass Kombilöhne nur wirken, wenn das Steuer- und Transfer-System die Arbeitsanreize systematisch stärkt. Kombilöhne müssten deshalb in Deutschland in ein konsistentes Steuer- und Transfersystem eingebunden werden. Gerade in Ländern, die ein hohes Grundsicherungsniveau garantieren, ist eine konsequente Aktivierungspolitik notwendig, die monetäre Erwerbsanreize mit Auflagen für Leistungsempfänger verbindet. In Deutschland können zudem verstärkte Erwerbsanreize nur wirken, wenn dem zusätzlichen Arbeitsangebot auch eine entsprechende Nachfrage im Niedriglohnbereich gegenüber steht." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Brücker, Herbert ; Konle-Seidl, Regina ;

    Weiterführende Informationen

    Transfersysteme im Vergleich
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  • Literaturhinweis

    Negative income tax implementation: some lessons from the French Prime pour l'emploi (2006)

    Courtioux, Pierre ;

    Zitatform

    Courtioux, Pierre (2006): Negative income tax implementation. Some lessons from the French Prime pour l'emploi. (TLM.NET working paper 2006-30), Amsterdam, 21 S.

    Abstract

    "The aim of this paper is to analyse the reasons for the institutional success of negative tax systems and to determine why this innovation has been adopted in the French institutional framework. We analyse the implementation of a negative income tax launched in France in 2001. We show that the programme can be viewed as an innovation in the French social protection regime. Based on microsimulations of the French tax and transfer system, we show that this programme is small in scale. However, a local justice analysis, which stresses the various dimensions of justifications for the programme, demonstrates that negative income tax is a focal point for social policy designers. Moreover, the development of the programme, even if it remains small, suggests that negative income tax is now a tool that can be used in the development of French tax policy. This corroborates North (2005), who considers institutional change to be mostly incremental and argues that possibilities for institutional change are determined by pre-existing institutions filters." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Arbeitsanreize im Kontext des Steuer-Transfer-Systems: ein ausgewählter internationaler Vergleich (2006)

    Düll, Herbert;

    Zitatform

    Düll, Herbert (2006): Arbeitsanreize im Kontext des Steuer-Transfer-Systems. Ein ausgewählter internationaler Vergleich. In: Bundesarbeitsblatt H. 4, S. 4-16.

    Abstract

    "Die Bundesregierung will die Beschäftigungsmöglichkeiten von gering Qualifizierten und Langzeitarbeitslosen verbessern. Im bestehenden Niedriglohnsektor soll möglicherweise ein Kombilohn-Modell eingeführt und dabei die bestehenden staatlichen Lohnergänzungen besser aufeinander abgestimmt werden. Vor der Herausforderung, einen eventuellen Kombilohn möglichst in das bestehende Steuer-Transfer-System einzupassen, standen und stehen auch andere Industrieländer. Der Beitrag wirft einen Blick auf die Erfahrungen dieser Länder mit Arbeitsanreizen im Niedriglohnbereich." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    The impact of basic income on the propensity to work: theoretical issues and micro-econometric results (2006)

    Gamel, Claude; Balsan, Didier; Vero, Josiane;

    Zitatform

    Gamel, Claude, Didier Balsan & Josiane Vero (2006): The impact of basic income on the propensity to work. Theoretical issues and micro-econometric results. In: The Journal of Socio-Economics, Jg. 35, H. 3, S. 476-497. DOI:10.1016/j.socec.2005.11.025

    Abstract

    "In France, there is much debate about 'minimum social benefits', and basic income is still perceived as too daring a proposal, in particular because it is believed to encourage idleness. How can we predict how individuals would use this unconditional income? As regards low wage earners, we look first at the uncertainties surrounding the economic theory as to the behavioural changes that this could induce. This is followed by an econometric study of answers given in 2000 by a panel of poorly qualified young adults who had recently become employed." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Arbeitsanreize im Niedriglohnbereich - ein ausgewählter internationaler Vergleich. Gutachten (2006)

    Kaltenborn, Bruno; Böttcher, Carina; Knerr, Petra; Heller, Dominik; Gabrielli, Bianca; Maier, Anne;

    Zitatform

    Kaltenborn, Bruno & Petra Knerr (2006): Arbeitsanreize im Niedriglohnbereich - ein ausgewählter internationaler Vergleich. Gutachten. (Beiträge zur Wirtschaftsforschung und Politikberatung 30), Berlin, 232 S.

    Abstract

    "In Deutschland werden ebenso wie in anderen westlichen Industrieländern Strategien zur Ausweitung der als unzureichend erachteten Beschäftigung von Personen mit geringem Verdienstpotenzial diskutiert. Eine Beschäftigung setzt insbesondere ein entsprechendes Arbeitsangebot eines Arbeitnehmers, eine dazu passende Arbeitsnachfrage eines Unternehmens und die Kenntnis beider voneinander voraus. Entsprechend gibt es mehrere Ansatzpunkte für Strategien zur Ausweitung der Beschäftigung. Derartige Strategien werden unter anderem für den Niedriglohnbereich diskutiert und auch bereits verfolgt. Die Strategien lassen sich einerseits nach ihrem Ansatzpunkt (Arbeitsangebot von Arbeitnehmern, Arbeitsnachfrage von Unternehmen sowie Matching von Arbeitsangebot und -nachfrage) und andererseits nach der Leistungsart (Geldleistungen, Sach- und Dienstleistungen, Rahmenbedingungen) klassifizieren.
    Die nähere Betrachtung erfolgt unter zwei Gesichtspunkten:
    - Einerseits erfolgt eine detaillierte Betrachtung einzelner ausländischer Steuer-Transfer- Systeme, um Gestaltungsoptionen aufzuzeigen (Kapitel 2). Dies ist angesichts des Aufwandes nur für einzelne Länder möglich. Für die notwendigen Details der jeweiligen Steuer-Transfer-Systeme am aktuellen Rand ist in der Regel eine Auswertung nationaler Quellen in der jeweiligen Landessprache erforderlich. Insgesamt wurden hierfür fünf Staaten ausgewählt (Italien, Frankreich, Großbritannien, Irland und die USA).
    - Andererseits ist das Resultat des komplexen Zusammenspiels der Steuer-Transfer- Systeme unterschiedlicher Länder hinsichtlich der Anreize im Niedriglohnbereich von Interesse (Kapitel 3). Für eine derartige Betrachtung ist ebenfalls eine detaillierte Auswertung der jeweiligen Steuer-Transfer-Systeme erforderlich. Da hier auf Vorarbeiten der OECD zurückgegriffen werden kann, können über die fünf bereits in Kapitel 2 betrachteten Staaten hinaus weitere in die Analyse einbezogen werden. Insgesamt werden 15 westliche Industrieländer berücksichtigt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Arbeitsanreize im Niedriglohnbereich: ein internationaler empirischer Überblick. Expertise (2006)

    Kaltenborn, Bruno; Schiwarov, Juliana; Wielage, Nina;

    Zitatform

    Kaltenborn, Bruno, Juliana Schiwarov & Nina Wielage (2006): Arbeitsanreize im Niedriglohnbereich. Ein internationaler empirischer Überblick. Expertise. (Beiträge zur Wirtschaftsforschung und Politikberatung 31), Berlin, 40 S.

    Abstract

    Der Effekt von Steuer-Transfer-Systemen auf das Arbeitsangebot lässt sich weder aus Beschreibungen des Steuer-Transfer-Systems noch aus theoretischen Überlegungen eindeutig ableiten. "Hierfür sind vielmehr empirische Untersuchungen erforderlich. Die Kenntnis der tatsächlichen Effekte ist essenziell für den Erfolg von Strategien zur Ausweitung des Arbeitsangebots von Personen mit geringem Verdienstpotenzial. Entsprechende empirische Studien sind nicht nur aufwändig, sondern kommen teilweise zu uneinheitlichen Ergebnissen. Daher liegt es nahe, die Ergebnisse vorliegender Untersuchungen vergleichend auszuwerten. Derartige Studien liegen vor allem für die USA, in eingeschränktem Maße aber auch für Großbritannien und Frankreich vor. Für Italien und Irland können keine empirischen Untersuchungen zu den Wirkungen einzelner Elemente des Steuer-Transfer-Systems ermittelt werden. Deshalb werden hilfsweise Ergebnisse von Studien zu den Reaktionen des Arbeitsangebots auf Lohnvariationen referiert. Diese können als Indiz für die Sensitivität des Arbeitsangebots gegenüber Änderungen des Steuer-Transfer-Systems herangezogen werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Mindestlöhne in Europa (2006)

    Schulten, Thorsten; Kohl, Heribert; Lismoen, Havard; Hermann, Christoph; Schmid, Bernard; Schäfer, Claus; Bispinck, Reinhard; Burgess, Pete; Oesch, Daniel ; Erne, Roland ; Platzer, Hans-Wolfgang; Bispinck, Reinhard; Recio, Albert; Schulten, Thorsten; Rieger, Andreas; Burmeister, Kai; Schäfer, Claus;

    Zitatform

    Schulten, Thorsten, Reinhard Bispinck & Claus Schäfer (Hrsg.) (2006): Mindestlöhne in Europa. Hamburg: VSA-Verlag, 306 S.

    Abstract

    "Was kann man hierzulande (wo kein gesetzlicher Mindestlohn, stattdessen eine sinkende Tarifbindung aufgrund der Blockadepolitik von Arbeitgeberverbänden existiert) von der Mindestlohnpolitik in den europäischen Nachbarländern lernen? Wie werden Mindestlöhne festgelegt, auf welchen Niveaus verglichen mit den Durchschnittseinkommen? Gibt es einen - wie die herrschende Wirtschaftsdoktrin immer wieder behauptet - negativen Zusammenhang zwischen Mindestlohnhöhe und Beschäftigung oder gar Hinweise auf eine positive Korrelation? Das sind nur einige Fragen, die in diesem Buch beantwortet werden." (Textauszug, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Making work pay in Continental Europe: the example of the French tax credit (2005)

    Cazenave, Marie-Cecile;

    Zitatform

    Cazenave, Marie-Cecile (2005): Making work pay in Continental Europe. The example of the French tax credit. (TLM.NET working paper 2005-22), Amsterdam, 22 S.

    Abstract

    Im Jahre 2001 hat Frankreich ein neues System von negativer Einkommensteuer, das sog. 'Prime pour l'emploi' (PPE) eingeführt. PPE soll den Weg aus der Arbeitslosigkeit und der Inaktivität heraus in ein Arbeitsverhältnis unterstützen, indem es zur Erhöhung der Einkommen im Niedriglohnsektor beiträgt. Damit wurde erstmals in Frankreich ein Instrument, das sich an die Angebotsseite des Arbeitsmarktes und nicht an die Arbeitgeber richtet, angewendet. Die Implementierung dieses Systems ist im europäischen Kontext des von der OECD entwickelten Mottos 'Making work pay' zu sehen, das eine Strategie beschreibt, nach der es attraktiver ist zu arbeiten, als arbeitslos oder inaktiv zu sein. Derartige Strategien sind bisher in den angelsächsischen Ländern und in Europa vor allem in Großbritannien angewendet worden und der Beitrag untersucht, ob sich PPE auf dem französischen Arbeitsmarkt bewährt hat und ob die Strategie des 'Making work pay' noch ausgebaut werden sollte. Im Vergleich mit steuerlichen Maßnahmen, die charakteristisch für das angelsächsische System sind, wird gezeigt, dass PPE durchaus in den Bezugsrahmen Strategie des 'Making work pay' passt. Abschließend wird die Frage behandelt, ob angesichts der Erfahrungen, die andere kontinentale bzw. korporatistische europäische Länder mit ähnlichen politischen Instrumenten gemacht haben, die Strategie des 'Making work pay' für Frankreich das beste Instrument zur Lösung der sozialen Probleme und der Probleme auf dem Arbeitsmarkt darstellt. Insgesamt wird die arbeitsmarktpolitische Strategie für Frankreich unter anderem aufgrund der institutionellen Rahmenbedingungen als wenig erfolgreich eingeschätzt. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland und im internationalen Vergleich (2005)

    Eichhorst, Werner; Rhein, Thomas; Wiedemann, Eberhard; Gartner, Hermann ; Krug, Gerhard ;

    Zitatform

    Eichhorst, Werner, Hermann Gartner, Gerhard Krug, Thomas Rhein & Eberhard Wiedemann (2005): Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland und im internationalen Vergleich. In: J. Allmendinger, W. Eichhorst & U. Walwei (Hrsg.) (2005): IAB Handbuch Arbeitsmarkt : Analysen, Daten, Fakten (IAB-Bibliothek, 01), S. 107-142.

    Abstract

    "Die Förderung von Arbeitsnachfrage und Arbeitsangebot im Niedriglohnsektor wird in der wissenschaftlichen und politischen Diskussion häufig als eine Möglichkeit angesehen, wettbewerbsschwächere, insbesondere formal gering qualifizierte Arbeitskräfte in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Das Kapitel untersucht zunächst Größe, Struktur und Dynamik des Niedriglohnsektors in Deutschland und im internationalen Vergleich, arbeitet dann wesentliche Bestimmungsgründe für Niedriglohnbeschäftigung heraus und untersucht anschließend in- und ausländische Reformerfahrungen im Hinblick auf ihren Beitrag zur Verbesserung der Beschäftigungschancen von wettbewerbsschwächeren Erwerbspersonen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Gartner, Hermann ; Krug, Gerhard ;
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  • Literaturhinweis

    Workfare: Towards a new entitlement or a cost-cutting device targeted at those most distant from the labour market? (2005)

    Lodemel, Ivar;

    Zitatform

    Lodemel, Ivar (2005): Workfare: Towards a new entitlement or a cost-cutting device targeted at those most distant from the labour market? In: CESifo DICE report, Jg. 3, H. 2, S. 13-17.

    Abstract

    Der Beitrag gibt einen Überblick über die politischen Programme und Ansätze einer aktivierenden Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, die unter der Kurzbezeichnung 'Workfare' zusammengefasst werden, für sechs europäische Länder (Dänemark, Frankreich, Deutschland, Norwegen, die Niederlande, Großbritannien) und die Vereinigten Staaten (Kalifornien, Wisconsin und New York City). Als 'Workfare' bezeichnet man das Bündel unterschiedlicher Regelungen und Praxen, die die Inanspruchnahme von Sozialhilfe oder Arbeitslosenunterstützung an bestimmte Auflagen knüpfen. Der internationale Vergleich zeigt, dass sich die Programme in den einzelnen Ländern je nach sozialem Hintergrund sowohl im Entwurf als auch in der Implementierung unterscheiden, und dass die idealtypische Definition von 'workfare' nur auf einige der beschriebenen Programme zutrifft. Sowohl in Europa als auch in den USA gilt die Zielsetzung, Sozialhilfe als ein Mittel zur Integration und Inklusion in den Arbeitsmarkt einzusetzen, allerdings unterscheiden sich die eingeschlagenen Wege. In Europa zeichnet sich ein Trend ab, der von einem Leistungsanspruch, der an keine Bedingungen geknüpft ist, wegführt und sich hin zum Erwerb neuartiger und besser an die gesellschaftlichen Risiken angepasster Ansprüche entwickelt. In den USA hingegen wird die grundsätzliche Abschaffung der Sozialhilfe als eine perspektivische Lösung gesehen. Dass das 'Weniger' an Leistung im herkömmlichen Sinne von einem 'Mehr' an neuen Möglichkeiten kompensiert wird, wird als Maßstab für den Erfolg von 'Workfare'-Politik betrachtet. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    La precarite de l'emploi au service de la prosperite du fast-food (2005)

    Nkuitchou Nkouatchet, Raoul;

    Zitatform

    Nkuitchou Nkouatchet, Raoul (2005): La precarite de l'emploi au service de la prosperite du fast-food. In: Sociologie du travail, Jg. 47, H. 4, S. 470-484.

    Abstract

    "Selon l'approche traditionnelle de l'analyse du travail, la stabilite de l'emploi et la qualification de la main-d'┐uvre sont necessaires a la prosperite d'une branche d'activite. Le fast-food offre un contre-exemple a cette regle. Ici, les principales enseignes proposent depuis l'origine de cette industrie aux etats-Unis, dans les annees 1950, des emplois sans aucune qualification. Ces jobs sont tres bien servis par une main-d'oeuvre jeune et devouee, mais seulement en transit dans les etablissements du fast-food : d'ou un chasse-croise perpetuel entre les entrants et les sortants. Meme si cela entraine quelques soucis operationnels, le fort turn-over arrange les affaires des firmes. Son principe productif et commercial - le flux tendu - requiert un niveau exceptionnel de mobilisation des salaries, et seuls les nouveaux et jeunes equipiers correspondent au profil defini dans les restaurants." (Resume d'auteur, IAB-Doku) ((fr))
    "The fast food industry offers an exception to the traditional rule that steady employment and employee qualifications are necessary for business to thrive. Since this industry sprang up in the United States during the 1950s, its major firms have offered unskilled jobs to a young, devoted labor force in transit between fast-food establishments. As a consequence, the itineraries of incoming new hires and outgoing employees crisscross. Though causing a few operational problems, this high turnover rate among wage-earners is good for business. The major (just-in-time) principle of sales and production requires an exceptionally high commitment. Only new, young team-members correspond to the profile defined in these eateries." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Kombilöhne im internationalen Vergleich: eine Expertise im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung (2002)

    Kaltenborn, Bruno; Pilz, Lars;

    Zitatform

    Kaltenborn, Bruno & Lars Pilz (2002): Kombilöhne im internationalen Vergleich. Eine Expertise im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung. (IAB-Werkstattbericht 10/2002), Nürnberg, 63 S.

    Abstract

    Mit Kombilöhnen - an die Aufnahme oder die Ausübung einer abhängigen Erwerbstätigkeit gekoppelte staatliche Transfers an Beschäftigte - sollen speziell Personen mit geringem Verdienstpotenzial zur Aufnahme oder Ausübung einer Beschäftigung motiviert werden. In der Expertise wird die Ausgestaltung verschiedener befristeter und dauerhafter Kombilohn-Konzepte beschrieben und verglichen. Insgesamt wird deutlich, dass in den USA, Großbritannien und Irland bereits seit langem eine flächendeckende Bezuschussung von Geringverdienern mit unbefristeten Kombilöhnen vorherrscht. Damit werden oftmals neben arbeitsmarktpolitischen auch verteilungspolitische Ziele verfolgt. Demgegenüber überwiegen bei den kontinentaleuropäischen Staaten befristete Kombilöhne zur Förderung spezifischer Problemgruppen des jeweiligen Arbeitsmarktes. (IAB2)

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  • Literaturhinweis

    Une nouvelle évaluation des effets des allégements de charges sociales sur les bas salaires (2001)

    Crépon, Bruno ; Desplatz, Rozenn;

    Zitatform

    Crépon, Bruno & Rozenn Desplatz (2001): Une nouvelle évaluation des effets des allégements de charges sociales sur les bas salaires. In: Economie et Statistique H. 348, S. 3-24.

    Abstract

    "Die 1993 getroffenen Maßnahmen zur Absenkung der Sozialabgaben auf Niedriglöhne wurden in den Jahren 1995 und 1996 derart weiterentwickelt, dass sie heute ein zentrales Instrument der Beschäftigungspolitik darstellen. Anhand von Unternehmensdaten wird erstmals eine Ex-post-Bewertung des Effekts der Absenkung der Sozialabgaben auf die Beschäftigung vorgeschlagen, insbesondere der bedeutenden Ausweitung der anfänglichen Maßnahmen in den Jahren 1995 und 1996. Mit den Informationen über die Verteilung der Löhne innerhalb der Unternehmen im Jahre 1994 lässt sich für jedes Unternehmen die Ex-ante-Senkung der Arbeitskosten im Zusammenhang mit dieser Ausweitung errechnen. Danach erfolgt eine Bewertung durch Vergleich der Entwicklung in den Jahren 1994 und 1997 der Beschäftigung und der anderen Leistungen je nach Unternehmen, die diese Maßnahmen ex ante unterschiedlich in Anspruch nahmen. Zwischen 1994 und 1997 konnten durch die Absenkungen der Sozialabgaben zahlreiche Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Beschäftigtenzahl wuchs dadurch in der Industrie um 2.6% und im tertiären Sektor um 3,4%; demnach konnten dank diesen Maßnahmen in der Wirtschaft zwischen 1994 und 1997 460 000 Arbeitsplätze geschaffen oder erhalten werden. Bei der Hälfte dieser Stellen würde es sich um nicht qualifizierte Arbeitsplätze handeln. Erklären lässt sich diese Schaffung von Arbeitsplätzen durch die erheblichen Substitutionen von qualifizierten Arbeitnehmern durch nicht qualifizierte Arbeitnehmer sowie in geringerem Maße von Kapital durch Arbeit. Dies bestätigt auch die oftmals vertretene Auffassung, dass die in diesem Zeitraum beobachtete Zunahme der Beschäftigungsintensität des Wachstums auf die Absenkungen der Sozialabgaben auf Niedriglöhne zurückzuführen sei." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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