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Dossier

Niedriglohnarbeitsmarkt

Der Ausbau des Niedriglohnsektors sollte Ende der 1990er Jahre die hohe Arbeitslosigkeit reduzieren. Als Niedriglohn gilt ein Arbeitsentgelt, das trotz Vollzeitbeschäftigung keine angemessene Existenzsicherung gewährleistet – die OECD definiert den ihn als einen Bruttolohn, der unterhalb von zwei Dritteln des nationalen Medianbruttolohns aller Vollzeitbeschäftigten liegt. Betroffen von Niedriglöhnen sind überdurchschnittlich häufig Personen ohne beruflichen Abschluss, jüngere Erwerbstätige und Frauen.
Bietet der Niedriglohnsektor eine Chance zum Einstieg in den Arbeitsmarkt oder ist er eine Sackgasse? Das IAB-Themendossier erschließt Informationen zum Forschungsstand.
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im Aspekt "Wirtschaftszweige"
  • Literaturhinweis

    Spillovers from high-skill consumption to low-skill labor markets (2013)

    Mazzolari, Francesca; Ragusa, Giuseppe ;

    Zitatform

    Mazzolari, Francesca & Giuseppe Ragusa (2013): Spillovers from high-skill consumption to low-skill labor markets. In: The Review of Economics and Statistics, Jg. 95, H. 1, S. 74-86. DOI:10.1162/REST_a_00234

    Abstract

    "The least-skilled workforce in the United States is disproportionally employed in the provision of time-intensive services that can be thought of as market substitutes for home production activities. At the same time, skilled workers, with their high opportunity cost of time, spend a larger fraction of their budget in these services. Given the skill asymmetry between consumers and providers in this market, product demand shifts - such as those arising when relative skilled wages increase - should boost relative labor demand for the least-skilled workforce. We estimate that this channel may explain one-third of the growth of employment of noncollege workers in low-skill services in the 1990s." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Beschäftigungsperspektiven für Arbeitslose durch betriebsnahe und zielgruppenspezifische Qualifizierung (2013)

    Mehlis, Peter; Heibült, Jessica; Eberwein, Wilhelm;

    Zitatform

    Mehlis, Peter, Wilhelm Eberwein & Jessica Heibült (2013): Beschäftigungsperspektiven für Arbeitslose durch betriebsnahe und zielgruppenspezifische Qualifizierung. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 66, H. 4, S. 289-296. DOI:10.5771/0342-300X-2013-4-289

    Abstract

    "Das Nachholen von fehlenden Qualifikationen ist ein wichtiger arbeitsmarktpolitischer Lösungsansatz zur Integration von Arbeitslosen in Beschäftigung, der zu selten genutzt wird, da der direkte Nachweis der Beschäftigungswirksamkeit oft ausbleibt. Am Beispiel der 'Qualifizierungsoffensive' in der Seehafenwirtschaft wird ein besonders beschäftigungswirksamer Lösungsansatz vorgestellt, bei dem Arbeitsagentur, Unternehmen und Gewerkschaft eng kooperieren. Im Beitrag steht die im Rahmen der 'Qualifizierungsoffensive' durchgeführte Umschulung von Arbeitslosen zur Fachkraft für Hafenlogistik im Vordergrund. Diese Ausbildung ist für eine gelingende Integration in Beschäftigung besonders interessant, da in einem besonderen Maße Langzeitarbeitslose berücksichtigt wurden. Um das Gelingen der Umschulung abzusichern, wurden drei zentrale Aspekte in das Qualifizierungskonzept eingebaut. Neben differenzierter Eignungsfeststellung und zielgruppengerechter Gestaltung der Ausbildung wurden Umschüler und Unternehmen durch ein eigens dafür entwickeltes Projekt im Ausbildungsprozess beraten und begleitet." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Are low-skill public sector workers really overpaid?: a quasi-differenced panel data analysis (2013)

    Siminski, Peter ;

    Zitatform

    Siminski, Peter (2013): Are low-skill public sector workers really overpaid? A quasi-differenced panel data analysis. In: Applied Economics, Jg. 45, H. 14, S. 1915-1929. DOI:10.1080/00036846.2011.641928

    Abstract

    "Public-private sectoral wage differentials have been studied extensively using quantile regression techniques. These typically find large public sector premiums at the bottom of the wage distribution. This may imply that low skill workers are 'overpaid', prompting concerns over efficiency. We note several other potential explanations for this result and explicitly test whether the premium varies with skill, using Australian data. We use a quasi-differenced Generalized Method of Moments (GMM) panel data model which has not been previously applied to this topic, internationally. Unlike other available methods, this technique identifies sectoral differences in returns to unobserved skill. It also facilitates a decomposition of the wage gap into components explained by differences in returns to all (observed and unobserved) skills and by differences in their stock. We find no evidence to suggest that the premium varies with skill. One interpretation is that the compressed wage profile of the public sector induces the best workers (on unobserved skills) to join the public sector in low wage occupations, vice versa in high wage occupations. We also estimate the average public sector premium to be 6% for women and statistically insignificant (4%) for men." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Vollzeitbeschäftigte mit Berufsausbildung im Niedriglohnsektor (2012)

    Adamy, Wilhelm;

    Zitatform

    Adamy, Wilhelm (2012): Vollzeitbeschäftigte mit Berufsausbildung im Niedriglohnsektor. Berlin, 14 S.

    Abstract

    "Deutschland war lange Zeit für seine relativ ausgeglichene Einkommensverteilung bekannt. Doch in den letzten 10-20 Jahren hat sich die Ungleichheit auf dem Arbeitsmarkt deutlich erhöht. Dies gilt sowohl für die Stabilität und Qualität der Arbeit wie die Verdienstmöglichkeiten. Immer mehr Menschen müssen für wenig Geld arbeiten. In diesem wachsenden Niedriglohnsektor sind insbesondere atypisch und prekär Beschäftigte tätig. Bereits 2006 bezog fast die Hälfte aller atypisch Beschäftigten einen Bruttoverdienst unterhalb der Niedriglohngrenze. Doch niedrige Verdienste sind keinesfalls auf diesen sich ausbreitenden Sektor begrenzt. Beschäftigte mit Berufsausbildung sind gleichfalls davon betroffen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Mindestlohn im Bauhauptgewerbe: Folgen für die Beschäftigung blieben aus (2012)

    Apel, Helmut; Vom Berge, Philipp ; Umkehrer, Matthias; Schaffner, Sandra ; Kröger, Hanna; Bachmann, Ronald ; König, Marion; Wolter, Stefanie ; Paloyo, Alfredo;

    Zitatform

    Apel, Helmut, Ronald Bachmann, Philipp Vom Berge, Marion König, Hanna Kröger, Alfredo Paloyo, Sandra Schaffner, Matthias Umkehrer & Stefanie Wolter (2012): Mindestlohn im Bauhauptgewerbe: Folgen für die Beschäftigung blieben aus. (IAB-Kurzbericht 04/2012), Nürnberg, 8 S.

    Abstract

    "In Deutschland gibt es derzeit elf Branchen, in denen spezifische Mindestlöhne gelten. Die Einführung weiterer Branchenmindestlöhne bzw. eines einheitlichen gesetzlichen Mindestlohns wird in der politischen Öffentlichkeit kontrovers diskutiert. Wie sich der Mindestlohn im Bauhauptgewerbe ausgewirkt hat, wurde nun im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales untersucht. Im Mittelpunkt stehen dabei die Wirkungen der Mindestlohnregelungen auf Löhne, Beschäftigung, den Arbeitnehmerschutz sowie die Wettbewerbsbedingungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Arbeitsmarktwirkungen der Mindestlohneinführung im Bauhauptgewerbe (2012)

    Apel, Helmut; Bachmann, Ronald ; Paloyo, Alfredo; Bender, Stefan; Möller, Joachim; Umkehrer, Matthias; König, Marion; Schaffner, Sandra ; Frings, Hanna ; Tamm, Marcus; Fertig, Michael ; Wolter, Stefanie ; Vom Berge, Philipp ;

    Zitatform

    Apel, Helmut, Ronald Bachmann, Stefan Bender, Philipp Vom Berge, Michael Fertig, Hanna Frings, Marion König, Joachim Möller, Alfredo Paloyo, Sandra Schaffner, Marcus Tamm, Matthias Umkehrer & Stefanie Wolter (2012): Arbeitsmarktwirkungen der Mindestlohneinführung im Bauhauptgewerbe. In: Journal for labour market research, Jg. 45, H. 3/4, S. 257-277., 2012-09-20. DOI:10.1007/s12651-012-0114-x

    Abstract

    "Zum 1. Januar 1997 wurde im Bauhauptgewerbe ein Mindestlohn eingeführt, der bis heute besteht. Die Studie fasst verschiedene Ergebnisse zu den Folgen dieser Mindestlohnregelung zusammen. In Ostdeutschland war die Betroffenheit durch den Mindestlohn zum Zeitpunkt der Einführung stärker ausgeprägt als in Westdeutschland. Zudem wird seit dessen Einführung ein hoher Anteil der gewerblichen Arbeitnehmer im ostdeutschen Bauhauptgewerbe nahe dieser Untergrenze entlohnt. In Westdeutschland ist dies nicht der Fall. Für die Mindestlohneinführung zeigen sich positive Auswirkungen auf das Lohnwachstum in beiden Landesteilen. Nur sehr geringe oder keine Folgen lassen sich für die Beschäftigung inländischer Arbeitnehmer nachweisen. Auswirkungen auf ausländische Betriebe und deren Beschäftigte sowie Selbständige können kausalanalytisch nicht untersucht werden. Aufgrund der Besonderheiten des Bauhauptgewerbes ist bei der Übertragbarkeit der Ergebnisse auf andere Wirtschaftszweige bzw. Gesamtdeutschland allerdings Vorsicht geboten." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    The minimum wage affects them all: evidence on employment spillovers in the roofing sector (2012)

    Aretz, Bodo; Gregory, Terry ; Arntz, Melanie ;

    Zitatform

    Aretz, Bodo, Melanie Arntz & Terry Gregory (2012): The minimum wage affects them all. Evidence on employment spillovers in the roofing sector. (ZEW discussion paper 2012-061), Mannheim, 45 S.

    Abstract

    "Die Arbeit ergänzt die bisherige Literatur zu Beschäftigungs-Spillover-Effekten von Mindestlöhnen, indem sie sich die Einführung des Mindestlohns und darauf folgende Lohnerhöhungen im Dachdeckerhandwerk zunutze macht. Mit einem Verhältnis von Mindestlohnniveau zu Medianlohn von ungefähr 1 muss die Betroffenheit in Ostdeutschland selbst im internationalen Vergleich als außerordentlich hoch eingestuft werden. Deshalb bietet die Branche die ideale Grundlage, um Beschäftigungseffekte entlang der gesamten Lohnverteilung zu untersuchen. Im Einzelnen betrachtet die Studie die Wahrscheinlichkeit, für Erwerbstätige mit und ohne bindenden Mindestlohn im Dachdeckergewerbe angestellt zu bleiben, und nutzt die Installationsbranche, die nicht von einem Mindestlohn betroffen ist, als einen geeigneten Vergleichssektor. Indem der kontrafaktische Lohn geschätzt wird, den die Vergleichsgruppe der Installateure in der Dachdeckerbranche erhalten würde, können Rückschlüsse auf die Beschäftigungseffekte entlang der gesamten Lohnverteilung gezogen werden. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit, auch nach der Mindestlohneinführung in der Dachdeckerbranche weiter beschäftigt zu bleiben, gesunken ist. Dies trifft vor allem für Ostdeutschland zu, wo die Betroffenheit vom Mindestlohn besonders groß war. Allerdings scheint die Wirkung, die durch den Vergleich von Arbeitnehmern mit und ohne bindenden Mindestlohn festgestellt wurde, im intersektoralen Vergleich unterschätzt zu werden, was auf Beschäftigungs-Spillover hinweist. Zudem deutet der intersektorale Vergleich auf negative Beschäftigungsergebnisse für ostdeutsche Arbeitnehmer entlang der gesamten Lohnverteilung hin. Branchenvertreter vermuten, dass dies eher durch die Substitution von Arbeit durch Kapital hervorgerufen werden als durch Skaleneffekte. Unsere Erkenntnisse zu den Beschäftigungswirkungen von Mindestlöhnen sollten allerdings nicht mit der Gesamtwirkung des Mindestlohns gleichgesetzt werden, weil beispielsweise Ein- Personen-Unternehmen nicht in unserer Analyse erfasst werden. Außerdem sollte man angesichts der branchenspezifischen Rahmenbedingungen vorsichtig mit der Übertragbarkeit unserer Ergebnisse auf andere Sektoren umgehen. Trotz dieser Vorbehalte machen die vorliegenden Resultate die Notwendigkeit deutlich, die Analyse auch auf Beschäftigte auszuweiten, die nicht direkt vom Mindestlohn betroffen scheinen. Zudem stellen unsere Ergebnisse jegliche Versuche in Frage, Beschäftigungseffekte von Mindestlöhnen durch einen Vergleich von Arbeitnehmern mit und ohne bindenden Mindestlohn innerhalb eines bestimmten Sektors zu identifizieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Arntz, Melanie ;
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  • Literaturhinweis

    Der Mindestlohn im Dachdeckerhandwerk: Auswirkungen auf Beschäftigung, Arbeitnehmerschutz und Wettbewerb (2012)

    Aretz, Bodo; Arntz, Melanie ; Gregory, Terry ; Rammer, Christian ;

    Zitatform

    Aretz, Bodo, Melanie Arntz, Terry Gregory & Christian Rammer (2012): Der Mindestlohn im Dachdeckerhandwerk: Auswirkungen auf Beschäftigung, Arbeitnehmerschutz und Wettbewerb. In: Journal for labour market research, Jg. 45, H. 3/4, S. 233-256., 2011-12-31. DOI:10.1007/s12651-012-0112-z

    Abstract

    "Der seit 1997 im Dachdeckerhandwerk eingeführte und seit 2003 bundeseinheitlich geregelte, allgemeinverbindliche Mindestlohn führt vor allem in Ostdeutschland auch im internationalen Vergleich zu einer starken Betroffenheit der Branche vom Mindestlohn. Die damit einhergehende effektive Kostenbelastung fällt dennoch begrenzt aus. Auf der Basis von Differenz-von-Differenzen-Schätzungen sowohl im Vergleich zu einer nicht von einem Mindestlohn betroffenen Baunebenbranche als auch auf Basis eines Vergleichs von unterschiedlich stark durch den Mindestlohn betroffenen Beschäftigten des Dachdeckerhandwerks, werden die kausalen Wirkungen im Hinblick auf Beschäftigung, Arbeitnehmerschutz und Wettbewerb untersucht. Dabei zeigt sich, dass sich die mit dem Mindestlohn einhergehenden Lohnzuwächse nur teilweise in Einkommenszuwächse übersetzen. Zudem lassen sich trotz einiger negativer Beschäftigungsergebnisse für die von einem bindenden Mindestlohn betroffenen Beschäftigten keine Veränderung der Gesamtbeschäftigung feststellen. Dies liegt möglicherweise daran, dass mindestlohnbedingte Kostensteigerungen zumindest teilweise über höhere Preise an die Kunden weitergegeben wurden. Eindeutige Effekte auf die Wettbewerbssituation im Dachdeckerhandwerk konnten hingegen nicht nachgewiesen werden, wenngleich sich für Ostdeutschland eine gewisse Verschiebung der Gründungstätigkeit und des Unternehmensbestands in Richtung Ein-Personen-Unternehmen zeigt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Arntz, Melanie ;
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  • Literaturhinweis

    The growth of low skill service jobs and the polarization of the U.S. labor market (2012)

    Autor, David; Dorn, David ;

    Zitatform

    Autor, David & David Dorn (2012): The growth of low skill service jobs and the polarization of the U.S. labor market. (IZA discussion paper 7068), Bonn, 58 S.

    Abstract

    "We offer an integrated explanation and empirical analysis of the polarization of U.S. employment and wages between 1980 and 2005, and the concurrent growth of low skill service occupations. We attribute polarization to the interaction between consumer preferences, which favor variety over specialization, and the falling cost of automating routine, codifiable job tasks. Applying a spatial equilibrium model, we derive, test, and confirm four implications of this hypothesis. Local labor markets that were specialized in routine activities differentially adopted information technology, reallocated low skill labor into service occupations (employment polarization), experienced earnings growth at the tails of the distribution (wage polarization), and received inflows of skilled labor." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Lost in transition? Minimum wage effects on German construction workers (2012)

    Bachmann, Ronald ; Schaffner, Sandra ; König, Marion;

    Zitatform

    Bachmann, Ronald, Marion König & Sandra Schaffner (2012): Lost in transition? Minimum wage effects on German construction workers. (Ruhr economic papers 358), Essen, 31 S. DOI:10.4419/86788412

    Abstract

    "In dem Papier werden die Auswirkungen der Mindestlohneinführung im deutschen Bauhauptgewerbe auf Arbeitsmarktdynamiken untersucht, wobei die Analyse von Einstellungen und Trennungen sowie der damit zusammenhängenden Arbeitsmarktübergänge auf Betriebsebene erfolgt. Dabei kommt ein einzigartiger Linked Employer-Employee Datensatz zum Einsatz. Da der Mindestlohn zunächst nur im Bauhauptgewerbe eingeführt wurde, können Betriebe in anderen Branchen als Kontrollgruppe in einem Differenz-von-Differenzen-Ansatz genutzt werden. Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl Einstellungen als auch Trennungen in Ostdeutschland durch den Mindestlohn steigen. Die Analyse der verschiedenen Arbeitsmarktübergänge lässt erkennen, dass dieser Anstieg vor allem durch gestiegene Wiedereinstellungen zustande kommt. Hingegen ist die Zahl der Einstellungen und Trennungen aus bzw. in einen anderen Job bei einer anderen Firma (direkte Job-zu-Job-Übergänge) gesunken. Dies kann durch eine komprimiertere Lohnverteilung erklärt werden, da sich in diesem Fall die Jobsuche während einer Beschäftigung weniger lohnt. Für Westdeutschland sind keine eindeutigen Effekte zu erkennen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Mindestlohnregelungen im Maler- und Lackiererhandwerk: eine Wirkungsanalyse (2012)

    Boockmann, Bernhard; Neumann, Michael ; Rattenhuber, Pia;

    Zitatform

    Boockmann, Bernhard, Michael Neumann & Pia Rattenhuber (2012): Mindestlohnregelungen im Maler- und Lackiererhandwerk. Eine Wirkungsanalyse. In: Journal for labour market research, Jg. 45, H. 3/4, S. 331-353., 2011-12-31. DOI:10.1007/s12651-012-0120-z

    Abstract

    "Die Einführung des Mindestlohns im deutschen Maler- und Lackiererhandwerk im Jahr 2003 wird als natürliches Experiment genutzt, um die Effekte von Mindestlöhnen auf Löhne und Beschäftigung zu untersuchen. Wir finden einen signifikant positiven Effekt auf den durchschnittlichen Stundenlohn der gelernten Beschäftigten in Ostdeutschland, nicht aber in Westdeutschland und nicht für ungelernte Arbeitskräfte. Dieser Befund entspricht der unterschiedlichen Eingriffsintensität der Mindestlöhne. Signifikant positive oder negative Beschäftigungseffekte werden nicht gefunden. Neuere Befragungsergebnisse deuten auf die fortbestehende Relevanz des Mindestlohns in Ostdeutschland hin." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Wirkungen der Mindestlohnregelungen in der Gebäudereinigung (2012)

    Bosch, Gerhard; Weinkopf, Claudia ; Kalina, Thorsten;

    Zitatform

    Bosch, Gerhard, Thorsten Kalina & Claudia Weinkopf (2012): Wirkungen der Mindestlohnregelungen in der Gebäudereinigung. In: Journal for labour market research, Jg. 45, H. 3/4, S. 209-231., 2011-12-31. DOI:10.1007/s12651-012-0111-0

    Abstract

    "Die Gebäudereinigungsbranche ist mit einem hohen Anteil der Personalkosten und einer großen Vergleichbarkeit und Standardisierung der angebotenen Dienstleistungen äußerst wettbewerbsintensiv. Die statistischen Voraussetzungen für eine Evaluation der Mindestlohnregelungen waren nicht ideal, was vor allem mit einem sehr hohen Anteil von Teilzeitbeschäftigung und Minijobs zusammenhängt. Die Evaluation basiert auf einer repräsentativen Unternehmensbefragung, einer Betriebsrätebefragung, Fallstudien und mikroökonometrischen Berechnungen auf der Basis der SIAB. Es hat sich gezeigt, dass der untere Mindestlohn für die Unterhaltsreinigung die 'going rate' in der Branche ist, die ansonsten vermutlich deutlich absinken würde. Der Arbeitnehmerschutz hat sich durch eine stärkere Einhaltung der Mindestlöhne infolge der effektiven Kontrollen des Zolls, die auch als wichtiger Wettbewerbsfaktor angesehen werden, verbessert. Die Beschäftigung und das Arbeitsvolumen sind zwischen 2000 und 2008 gestiegen und die Gebäudereinigungsbranche hat ihren Marktanteil auf Kosten der Innenreinigung in anderen Branchen ausbauen können. Die mikroökonometrischen Schätzungen zu den Beschäftigungswirkungen zeigen in der Summe keine negativen Effekte und deuten darauf hin, dass die Aufnahme der Branche in das Arbeitnehmer-Entsendegesetz (AEntG) vor allem zu Verschiebungen von geringfügiger hin zu sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung geführt hat." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Service offshoring and the skill composition of labour demand (2012)

    Crinò, Rosario ;

    Zitatform

    Crinò, Rosario (2012): Service offshoring and the skill composition of labour demand. In: Oxford Bulletin of Economics and Statistics, Jg. 74, H. 1, S. 20-57. DOI:10.1111/j.1468-0084.2010.00634.x

    Abstract

    "This article studies the effects of service offshoring on the skill composition of labour demand, using novel comparable data for nine Western European countries between 1990 and 2004. The results show that service offshoring raises the relative demand for high- and medium-skilled workers. Its effects are qualitatively identical, and quantitatively similar, to those of material offshoring. Additional evidence suggests, however, that the two types of offshoring may work through different channels: complementarity between imported services and domestic skills in the case of service offshoring, substitution of low-skilled labour in the case of material offshoring. Overall, the effects are not large in economic terms." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Offshoring, wages and job security of temporary workers (2012)

    Görg, Holger ; Görlich, Dennis ;

    Zitatform

    Görg, Holger & Dennis Görlich (2012): Offshoring, wages and job security of temporary workers. (Kieler Arbeitspapier 1797), Kiel, 35 S.

    Abstract

    "We investigate the impact of offshoring on individual level wages and unemployment probabilities and pay particular attention to the question of whether workers on temporary contracts are affected differently than workers on permanent contracts. Data are taken from the German Socio-Economic Panel (SOEP), linked with industry-level data on offshoring of materials and services inputs calculated from the World Input Output Database (WIOD). In manufacturing we find that temporary workers face a significant reduction in wages as materials offshoring increases, while permanent workers' wages are unaffected or even tend to increase. Offshoring of core activities generally also tends to reduce the probability of becoming unemployed, and more so for temporary than for permanent workers. By contrast, offshoring of services inputs does not have any statistically significant effects on either wages or employment probabilities in manufacturing. In the service industries, workers are affected in terms of employment probabilities from offshoring of services inputs only, although, in contrast to manufacturing industries, there are no statistically significant effects on individual wages from any type of offshoring." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohnes auf die Beschäftigung und den Arbeitnehmerschutz in der Abfallwirtschaft (2012)

    Gürtzgen, Nicole ; Sprietsma, Maresa; Niefert, Michaela; Gottschalk, Sandra;

    Zitatform

    Gürtzgen, Nicole, Maresa Sprietsma, Michaela Niefert & Sandra Gottschalk (2012): Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohnes auf die Beschäftigung und den Arbeitnehmerschutz in der Abfallwirtschaft. In: Journal for labour market research, Jg. 45, H. 3/4, S. 303-330., 2011-12-31. DOI:10.1007/s12651-012-0118-6

    Abstract

    "Der Beitrag liefert eine Zusammenfassung der Ergebnisse der Evaluation der Einführung des Mindestlohnes in der Abfallwirtschaft zum 01.01.2010. Die Evaluation setzt sich aus einem Branchenbild sowie einer kausalen Wirkungsanalyse des Mindestlohnes auf Basis einer Unternehmensbefragung zusammen. Auf Basis der Befragungsdaten zeigt sich, dass die Betroffenheit der Branche vom Mindestlohn mit ca. 23 % der Unternehmen und 6 % der Beschäftigten als gering einzustufen ist. Die Resultate der Wirkungsanalyse mit Hilfe verschiedener Kontrollgruppenansätze deuten darauf hin, dass die Einführung des Mindestlohnes innerhalb der bisherigen Geltungsdauer auf die Beschäftigung keine messbaren Effekte entfaltet hat. Bezogen auf den Arbeitnehmerschutz lässt sich als Folge des Mindestlohnes eine Tendenz zur Verdichtung der Arbeit sowie zur Zunahme ungeschützter Beschäftigungsverhältnisse feststellen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Gürtzgen, Nicole ;
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  • Literaturhinweis

    Der Mindestlohn in der Pflegebranche: Die Folgen eines Mindestlohns in einer Wachstumsbranche (2012)

    Harsch, Katrin; Verbeek, Hans;

    Zitatform

    Harsch, Katrin & Hans Verbeek (2012): Der Mindestlohn in der Pflegebranche. Die Folgen eines Mindestlohns in einer Wachstumsbranche. In: Journal for labour market research, Jg. 45, H. 3/4, S. 355-378., 2011-12-31. DOI:10.1007/s12651-012-0122-x

    Abstract

    "Mit der Einführung eines Mindestlohns in der Pflegebranche im August 2010 wurde erstmals in einem Gesundheitssektor ein Mindestlohn eingeführt. Zudem ist die Pflegebranche im Unterschied zu anderen Branchen mit Mindestlöhnen in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen. Unsere Ergebnisse zeigen, dass insbesondere ostdeutsche Einrichtungen vom Mindestlohn betroffen waren, während in den meisten westdeutschen Einrichtungen die Löhne bereits vor Einführung deutlich höher waren. Daher können für Ostdeutschland Lohneffekte gefunden werden, während keine Auswirkungen auf die Beschäftigung identifiziert werden können." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Offshoring and labor income risk: an empirical investigation (2012)

    Hogrefe, Jan; Yao, Yao ;

    Zitatform

    Hogrefe, Jan & Yao Yao (2012): Offshoring and labor income risk. An empirical investigation. (SOEPpapers on multidisciplinary panel data research at DIW Berlin 515), Berlin, 30 S.

    Abstract

    "Dieses Diskussionspapier geht der Frage nach, wie sich Auslagerungsprozesse von Produktionsaktivitäten, sogenanntes Offshoring, auf den deutschen Arbeitsmarkt auswirken. Insbesondere wird der Zusammenhang zwischen Offshoring und Einkommensrisiko behandelt - ein Aspekt der bisher in der Literatur kaum Beachtung gefunden hat. Einkommensrisiko bezeichnet hierbei Schocks auf das Einkommen, welche nicht nach kurzer Zeit auslaufen und daher nicht durch Sparen oder Entsparen selbstständig 'versicherbar' sind. Dieses sogenannte permanente Einkommensrisiko ist eindeutig wohlfahrtsrelevant, da hiervon die langfristigen Spar- und Konsumentscheidungen risikoaverser Individuen betroffen sind. Durch die Analyse des Einkommensrisikos tragen wir zudem dadurch zum Fortschritt der Forschungsliteratur bei, dass wir nicht allein Niveaueffekte untersuchen. Risikoaverse Individuen benötigen bezüglich wohlfahrtsrelevanter Entscheidungen immer auch Informationen über die Volatilität des Einkommens." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Capacities and vulnerabilities in precarious work: the perspective of employees in European low wage work. Synthesis report on employees' experiences and work trajectories for Workpackage 7 of the walqing project (2012)

    Hohnen, Pernille;

    Zitatform

    Hohnen, Pernille (2012): Capacities and vulnerabilities in precarious work. The perspective of employees in European low wage work. Synthesis report on employees' experiences and work trajectories for Workpackage 7 of the walqing project. Wien, 174 S.

    Abstract

    "The report discusses work and life quality in new and growing jobs from an individual perspective. The empirical data on which the analysis is based consists of 22 country reports investigating elderly care, cleaning, catering, waste collection and construction in 11 different countries (4-5 countries per sector, see the matrix table below). Each country report is based on 20-25 individual semi-structured interviews with employees working in the selected sector and business functions.
    The report consists of this introduction, five chapters, each focusing on one sector, and a conclusion. The chapters follow the same structure by starting with a brief introduction of the main characteristics of work in the sector. The remaining part of each chapter is organized into four sections. The first concentrates on workers' perceptions of the main quality of work and life issues. Then follows a section on agency, career trajectories and career options. The next section examines vulnerability in work and processes of vulnerabilization in the sector. Finally, the last section discusses workers' aspirations and capacities to aspire, followed by a summary and conclusion. The last concluding chapter discusses cross-sector findings in terms of the impact of new and growing jobs on individual lives, and highlights some trends in the present labour market and their possible implications for vulnerability." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Outsourcing and offshoring of business services: challenges to theory, management and geography of innovation (2012)

    Massini, Silvia ; Miozzo, Marcela ;

    Zitatform

    Massini, Silvia & Marcela Miozzo (2012): Outsourcing and offshoring of business services. Challenges to theory, management and geography of innovation. In: Regional Studies. Journal of the Regional Studies Association, Jg. 46, H. 9, S. 1219-1242. DOI:10.1080/00343404.2010.509128

    Abstract

    "Auf der Grundlage einer Originalerhebung erörtern wir in diesem Beitrag die Trends und Probleme beim Outsourcing und bei der Auslandsverlagerung von Geschäftsdiensten. Wir dokumentieren und analysieren die zunehmende Verlagerung von Geschäftsdiensten (Verwaltungsdiensten, Callcentern, Informationstechnologie-Diensten, Beschaffung und Produktentwicklung) von den USA und Europa in weniger entwickelte Länder und untersuchen die ausgelagerten Funktionen, die Größe und die Zielorte der auslagernden Firmen sowie die Umsetzungsmodelle. Ebenso untersuchen wir die Rolle der Informations- und Kommunikationstechnik und die Entwicklung von großen, weltweit tätigen Dienstanbietern sowie von neuen Firmen in entwickelten und weniger entwickelten Ländern. Wir erörtern die Auswirkungen hinsichtlich der Outsourcing-Entscheidungen, der Globalisierung von hochgradig wertsteigernden Aktivitäten (wie z. B. Produktentwicklung und Innovation), der Probleme in sich entwickelnden Marktstrukturen und des Entstehens von fachlichen Clustern, in denen Firmen Fachwissen entwickeln, um Aktivitäten und Fachkenntnisse in einem breiten Spektrum von Sektoren anzubieten bzw. um darum zu konkurrieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Arbeitsmarktreport NRW 2012: Sonderbericht: Struktur und Entwicklung der Beschäftigung mit dem Schwerpunkt: atypische und Niedriglohn-Beschäftigung (2012)

    Mertens, Andreas;

    Zitatform

    Mertens, Andreas (2012): Arbeitsmarktreport NRW 2012. Sonderbericht: Struktur und Entwicklung der Beschäftigung mit dem Schwerpunkt: atypische und Niedriglohn-Beschäftigung. Düsseldorf, 111 S.

    Abstract

    "Der Sonderbericht informiert zur Beschäftigung in NRW und legt einen Schwerpunkt auf atypische und Niedriglohnbeschäftigung. In den vergangenen zehn Jahren haben Teilzeitbeschäftigung und atypische Beschäftigungsformen, darunter vor allem Minijobs, geringfügige Beschäftigung und Leiharbeit, stetig zugenommen. Der Anteil der atypischen Beschäftigung liegt bei 25 Prozent und wird zum überwiegenden Teil von Frauen ausgeübt. Am dynamischsten, mit fast 100 Prozent, ist die Zahl der Leiharbeitenden gestiegen. Einen Niedriglohn erhält in NRW jeder fünfte sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigte." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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