Niedriglohnarbeitsmarkt
Der Ausbau des Niedriglohnsektors sollte Ende der 1990er Jahre die hohe Arbeitslosigkeit reduzieren. Als Niedriglohn gilt ein Arbeitsentgelt, das trotz Vollzeitbeschäftigung keine angemessene Existenzsicherung gewährleistet – die OECD definiert den ihn als einen Bruttolohn, der unterhalb von zwei Dritteln des nationalen Medianbruttolohns aller Vollzeitbeschäftigten liegt. Betroffen von Niedriglöhnen sind überdurchschnittlich häufig Personen ohne beruflichen Abschluss, jüngere Erwerbstätige und Frauen.
Bietet der Niedriglohnsektor eine Chance zum Einstieg in den Arbeitsmarkt oder ist er eine Sackgasse? Das IAB-Themendossier erschließt Informationen zum Forschungsstand.
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Duration of low wage employment: a study based on a survival model (2011)
Pimenta, Antonio M. S.; Silva, Francisco J. F.; Vieira, Jose A. C.;Zitatform
Pimenta, Antonio M. S., Francisco J. F. Silva & Jose A. C. Vieira (2011): Duration of low wage employment. A study based on a survival model. (IZA discussion paper 5972), Bonn, 21 S.
Abstract
"This paper includes a survival analysis which attempts to explain the duration, as in the number of years a worker remains in a low wage situation. Explanatory variables take into account the characteristics of the employee, such as education, age, tenure with the company, gender and nationality, and the characteristics of the job and the company such as industry affiliation, number of employees, age of the company and location." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Geringfügige Beschäftigung in Österreich (2011)
Riesenfelder, Andreas; Schelepa, Susi; Wetzel, Petra;Zitatform
Riesenfelder, Andreas, Susi Schelepa & Petra Wetzel (2011): Geringfügige Beschäftigung in Österreich. Wien, 199 S.
Abstract
"L&R Sozialforschung führte im Jahr 2002 in Kooperation mit dem Institut für Staatswissenschaften der Universität Wien eine erste umfassende Grundlagenstudie zur Beschäftigungssituation und sozialen und materiellen Absicherung von geringfügig Beschäftigten in Österreich durch. Seither wurde keine vergleichbar umfassende Studie mehr zur Situation geringfügig Beschäftigter in Österreich publiziert. Die vorliegende Studie schließt diese Lücke und liefert umfassende aktuelle Informationen über die derzeitige Situation von geringfügig Beschäftigten. Die Erkenntnisse aus der Studie sollen u.a. dazu beitragen, das Informationsangebot für geringfügig Beschäftigte, wie im aktuellen Regierungsprogramm festgehalten, bedarfsorientierter zu gestalten. Gegenüber der ersten Grundlagenstudie sind in dieser Forschungsarbeit einige Themen neu hinzugekommen. So wurden jetzt etwa Verläufe und Strukturen nun im Rahmen der Längsschnittdatenanalysen zusätzlich auf Basis des Migrationshintergrunds anstelle des einfachen Staatsbürgerschaftsbegriffes abgebildet. Dementsprechend wurde auch im Rahmen der Interviews anstelle der Staatsbürgerschaft der Migrationshintergrund erhoben und dargestellt. Weiters wurden detaillierte Erhebungen zur Frage der Arbeitszufriedenheit und zur Arbeitsbelastung getätigt. Zusätzlich wurde auch auf eine Darstellung der Branchen und Wirtschaftsbereiche der Arbeitsplätze geringfügig Beschäftigter im Jahresvergleich geachtet. Neu hinzugekommen ist auch eine Erhebung zu arbeitsrechtlichen Problemen im Zusammenhang mit geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen und zum Stand der Information der geringfügig Beschäftigten über ihre rechtlichen Ansprüche. Auf methodischer Ebene wurde in dieser Studie ein Instrumentarium bestehend aus Sekundäranalysen, Längsschnittdatenanalysen des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger, Repräsentativinterviews mit geringfügig Beschäftigten und qualitativen Interviews mit ExpertInnen eingesetzt." (Textauszug, IAB-Doku)
Ähnliche Treffer
auch erschienen als: Sozialpolitische Studienreihe , 08 -
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Lohnmobilität von jüngeren Geringverdienern in Deutschland (2011)
Schnitzlein, Daniel; Stephani, Jens;Zitatform
Schnitzlein, Daniel & Jens Stephani (2011): Lohnmobilität von jüngeren Geringverdienern in Deutschland. In: Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung, Jg. 80, H. 4, S. 13-30. DOI:10.3790/vjh.80.4.13
Abstract
"Anhand von Befragungsdaten sowie administrativen, verbundenen Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Daten untersucht dieser Beitrag die Lohnmobilität von jüngeren, unter 35 Jahre alten Geringverdienern in Deutschland im Zeitraum 1995 bis 2010. Deskriptiv zeigt sich, dass der Anteil der Geringverdiener in dieser Altersgruppe seit Mitte der 90er Jahre signifikant gestiegen ist und deutlich höher liegt als der Anteil an allen Beschäftigten. Die Aufstiegschancen der jüngeren Geringverdiener lagen dabei stets über denen aller Geringverdiener. Im Zeitverlauf sind ein Abfall der Aufstiegsmobilität in den späten 90er Jahren sowie ein erneuter Anstieg im Verlauf des neuen Jahrtausends zu beobachten. Multivariate Analysen unter Verwendung bivariater Probitmodelle mit endogener Selektion weisen darauf hin, dass Frauen schlechtere Aufstiegschancen haben als Männer. Das individuelle Bildungsniveau der jüngeren Geringverdiener ist ein wichtiger Erklärungsfaktor des individuellen Aufstiegs. Des Weiteren spielen Merkmale des Arbeitgebers, wie zum Beispiel die Betriebsgröße und die Zusammensetzung der Belegschaft, eine wichtige Rolle." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Der Niedriglohnsektor in Deutschland: Entwicklung, Struktur und individuelle Erwerbsverläufe. Gutachten im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (2011)
Schäfer, Holger; Schmidt, Jörg;Zitatform
Schäfer, Holger & Jörg Schmidt (2011): Der Niedriglohnsektor in Deutschland. Entwicklung, Struktur und individuelle Erwerbsverläufe. Gutachten im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Köln, 51 S.
Abstract
"Der Arbeitsmarkt muss auch Geringqualifizierten eine Chance bieten. Für Arbeitnehmer mit niedriger Qualifikation bieten sich überwiegend nur einfache Tätigkeiten an. Da diese wenig zur Wertschöpfung der Betriebe beitragen und sich die Beschäftigten darüber hinaus der Konkurrenz durch Automation und internationale Arbeitsteilung stellen müssen, sind die Verdienstmöglichkeiten in der Regel begrenzt. Das hat zur Folge, dass ein arbeitsmarktpolitischer Erfolg, nämlich der Abbau der Arbeitslosigkeit Geringqualifizierter, zu einem Phänomen führt, das häufig davon losgelöst diskutiert wird: die Zunahme von Beschäftigungsverhältnissen mit vergleichsweise geringen Löhnen.
Eine andere Sichtweise charakterisiert den Niedriglohnsektor eher als verteilungspolitischen Problemfall, dessen Existenz und Wachstum auf eine Reihe problematischer wirtschafts-, tarif-, sozial- und bildungspolitischer Weichenstellungen zurückgehe. Insbesondere sei der Niedriglohnsektor kein besonderes Arbeitsmarktsegment für Geringqualifizierte, da rund drei Viertel der Niedriglohnbeschäftigten mindestens über eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügen. Dem beobachteten Anstieg der Niedriglohnbeschäftigung sei mit einem gesetzlichen Mindestlohn zu begegnen. Darüber hinaus seien atypische Beschäftigungsformen wie Zeitarbeit oder geringfügige Beschäftigung zu regulieren - offenbar mit der Zielsetzung, solche Beschäftigungsverhältnisse zu unterbinden - , da bei ihnen Niedriglöhne überdurchschnittlich weit verbreitet seien. Zu konzedieren ist, dass die vorgeschlagenen Maßnahmen Niedriglohnbeschäftigung voraussichtlich effektiv bekämpfen würden. Die strittige Frage lautet, ob stattdessen entsprechende Beschäftigung zu höheren Löhnen oder in stärker regulierten Beschäftigungsformen entsteht oder ob nicht dauerhaft Beschäftigungsmöglichkeiten verloren gehen." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
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Disadvantaged groups in the labour market (2010)
Barrett, Ruth;Zitatform
Barrett, Ruth (2010): Disadvantaged groups in the labour market. In: Economic and Labour Market Review, Jg. 4, H. 6, S. 18-24. DOI:10.1057/elmr.2010.78
Abstract
"Employment rates vary among different groups of the population, affected by factors such as age, sex, region, ethnic origin, disability status and level of qualification. Some groups face particular barriers to entering, remaining in and progressing within employment. This article considers the economic activity of groups that are considered to face such barriers and be disadvantaged with respect to opportunities for employment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Financial self-sufficiency or return to welfare? A longitudinal study of mothers among the working poor (2010)
Cheng, Tyrone;Zitatform
Cheng, Tyrone (2010): Financial self-sufficiency or return to welfare? A longitudinal study of mothers among the working poor. In: International journal of social welfare, Jg. 19, H. 2, S. 162-172. DOI:10.1111/j.1468-2397.2010.00718.x
Abstract
"This study investigated how working-poor mothers who withdrew from a US government assistance program were affected by the economy, welfare reform policies, and their own human capital, in terms of their likelihood of returning to welfare and their likelihood of becoming nonpoor through work. The study employed longitudinal data (covering 42 months) extracted from a national data set. The sample for the current study, which relied on event history analysis, consisted of 228 working-poor former welfare mothers. Results showed that the women's return to welfare was correlated to high unemployment, restrictive welfare policies, enrollment in Medicaid and food-stamp programs, possession of service-job skills, and being Hispanic. The women were most likely to attain relative financial independence in the presence of generous government assistance program policies, housing assistance, full-time employment, operative-job skills, college education, and marriage. African American ethnicity also made achievement of financial independence more likely." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Career paths, unemployment, and the efficiency of the labor market: should youth employment be subsidized? (2010)
Zitatform
Gavrel, Frédéric, Isabelle Lebon & Therese Rebiere (2010): Career paths, unemployment, and the efficiency of the labor market. Should youth employment be subsidized? In: Journal of Public Economic Theory, Jg. 12, H. 3, S. 533-560. DOI:10.1111/j.1467-9779.2010.01463.x
Abstract
"This paper studies the implications of learning-by-doing on youth unemployment and market efficiency when workers benefiting from this kind of training experience search (while on the job) for a higher skill job. Firms with low-skill jobs suffer from a poaching behavior by firms with high-skill jobs, causing a shortage of low-skill jobs and excessive youth unemployment. An optimal policy, consisting of taxing the output of high-skill jobs and subsidizing the output of low-skill jobs, restores market efficiency and reduces youth unemployment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Höheres Risiko für Geringqualifizierte: Wie sich die berufliche Mobilität in Deutschland verändert hat (2010)
Zitatform
Giesecke, Johannes & Jan Paul Heisig (2010): Höheres Risiko für Geringqualifizierte: Wie sich die berufliche Mobilität in Deutschland verändert hat. (WZBrief Arbeit 07), Berlin, 6 S.
Abstract
"Eine Untersuchung zur Arbeitsplatzmobilität in Westdeutschland von 1984 bis 2008 zeigt: Die Erwerbsverläufe sind für die meisten Beschäftigten nicht instabiler geworden. Für geringqualifizierte Beschäftigte hat sich das Risiko eines Arbeitgeberwechsels oder des Arbeitsplatzverlusts deutlich verschärft. Der innerbetriebliche Aufstieg ist für männliche Beschäftigte in großen Betrieben und mit geringer Arbeitsmarkterfahrung begrenzter geworden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Low-wage jobs: stepping stone or poverty trap? (2010)
Zitatform
Knabe, Andreas & Alexander Plum (2010): Low-wage jobs. Stepping stone or poverty trap? (SOEPpapers on multidisciplinary panel data research at DIW Berlin 337), Berlin, 29 S.
Abstract
"We examine whether low-paid jobs have an effect on the occupational advancement probability of unemployed persons to obtain better-paid jobs in the future (stepping-stone effect). We make use of data from the German Socio-Economic Panel (SOEP) and apply a dynamic random-effects probit model. Our results suggest that low-wage jobs can act as stepping stones to better-paid work. The improvement of the chance to obtain a high-wage job by accepting low-paid work is particularly large for less-skilled persons and for individuals with longer unemployment experiences. Low-paid work is less beneficial if the job is also associated with a low social status." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Niedriglohnbeschäftigung - Brücke in dauerhafte Beschäftigung oder Niedriglohnfalle? (2010)
Lutz, Hedwig; Mahringer, Helmut;Zitatform
Lutz, Hedwig & Helmut Mahringer (2010): Niedriglohnbeschäftigung - Brücke in dauerhafte Beschäftigung oder Niedriglohnfalle? Wien, 301 S.
Abstract
"In der Studie wird Niedriglohnbeschäftigung auf Vollzeitarbeitsplätzen in privatwirtschaftlich dominierten Wirtschaftsbereichen untersucht. Die Analysen basieren auf anonymisierten administrativen Individualdaten der österreichischen Sozialversicherungsträger. Neben deskriptiven Analysen werden Verweildauermodelle eingesetzt, die Übertrittschancen aus Niedriglohnbeschäftigung in höhere Entlohnung sowie in Arbeitslosigkeit analysieren. Angesichts eines Niedriglohnanteils von rund einem Drittel der vollzeitbeschäftigten Frauen bildet geringentlohnte Beschäftigung für Frauen einen häufigen Bestandteil des Erwerbsverlaufs. Der Niedriglohnanteil unter vollzeitbeschäftigten Männern nimmt zwar über die letzten Jahre leicht zu, liegt aber dennoch unter der 10%-Marke. Vor diesem Hintergrund fällt die wesentlich größere Persistenz der Niedriglohnbeschäftigung von Frauen gegenüber Männern auf. Für Männer haben Niedriglohnbeschäftigungen hingegen einerseits vergleichsweise häufiger eine Sprungbrettfunktion in höhere Verdienstsegmente, andererseits sind sie öfter eine Episode in einem No-Pay-Low-Pay Kreislauf, worauf das höhere Arbeitslosigkeitsrisiko von niedrigverdienenden Männern ebenso hinweist wie deren ungleich häufigerer Übergang in Positionen außerhalb des Arbeitskräfteangebotes. Insgesamt ist mit der Aufnahme von Niedriglohnbeschäftigung ein wesentlich höheres Arbeitslosigkeitsrisiko verbunden als bei höherentlohnter Beschäftigung. Dieses wird über die Dauer einer Niedriglohnbeschäftigung hinweg sogar größer, weil mit zunehmender Dauer der Erwerbsphase das Risiko einer erneuten Arbeitslosigkeit für Besserverdienende stärker sinkt als für Beschäftigte unter der Niedriglohnschwelle. Als Sprungbrett in eine dauerhafte, besserentlohnte Erwerbslaufbahn dienen Niedriglohnbeschäftigungen am ehesten für Jüngere und Höherqualifizierte, besonders wenn sie einen Arbeitsplatz in einem größeren Unternehmen mit tendenziell höherem betrieblichem Entlohnungsniveau und in einer von geringer Fluktuation geprägten Branche finden. Für Frauen verringert - zusätzlich zur insgesamt höheren Persistenz von Niedriglohnbeschäftigung - die Verpflichtung zur Kinderbetreuung die Chancen auf die Wahrnehmung der Sprungbrettfunktion." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Niedriglohnbeschäftigung - Brücke in dauerhafte Beschäftigung oder Niedriglohnfalle?: ausgewählte Ergebnisse einer aktuellen Studie des AMS Österreich (2010)
Lutz, Hedwig; Mahringer, Helmut;Zitatform
Lutz, Hedwig & Helmut Mahringer (2010): Niedriglohnbeschäftigung - Brücke in dauerhafte Beschäftigung oder Niedriglohnfalle? Ausgewählte Ergebnisse einer aktuellen Studie des AMS Österreich. (AMS-Info 155), S. 1-4.
Abstract
"Öffentliche Arbeitsvermittlung versucht, arbeitslose Arbeitsuchende möglichst rasch in den Arbeitsprozess zu integrieren. Dieses Bemühen kann im Widerspruch zu qualitativen Zielsetzungen der Vermittlung stehen: der Vermittlung auf dauerhafte, möglichst gut entlohnte und den Qualifikationen der jeweiligen Arbeitskraft sowie den Erfordernissen des Unternehmens entsprechende Arbeitsplätze. In den vergangenen Jahren wurde in vielen Ländern Europas ein Anstieg der Beschäftigung im Niedriglohnbereich beobachtet. Diese Entwicklung fiel mit politischen Bemühungen zur Flexibilisierung von Arbeitsmärkten, dem Anwachsen atypischer Beschäftigungsformen und einem geringer werdenden Deckungsgrad tarifvertraglicher Vereinbarungen der Sozialpartner zusammen. Aus Sicht der Arbeitsmarktpolitik stellt sich damit die Frage, ob diese Entwicklung die Integration von Arbeitskräften ins Beschäftigungssystem begünstigt oder behindert. Die Studie geht dieser Frage im Hinblick auf die Rolle der Niedriglohnbeschäftigung für den weiteren Erwerbsverlauf nach. Untersucht wurde einerseits, ob und für wen die Aufnahme einer niedrig entlohnten Beschäftigung ein Sprungbrett in eine stabile Beschäftigung mit höherem Entlohnungsniveau darstellt. Andererseits sollte festgestellt werden, ob und für wen die Aufnahme einer Niedriglohnbeschäftigung den Eintritt in eine Sackgasse lang anhaltender niedriger Entlohnung oder wiederholten Wechsels zwischen Arbeitslosigkeit und Niedriglohnbeschäftigung bedeutet." (Textauszug, IAB-Doku)
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Low-wage careers: are there dead-end firms and dead-end jobs? (2010)
Zitatform
Mosthaf, Alexander, Claus Schnabel & Jens Stephani (2010): Low-wage careers: are there dead-end firms and dead-end jobs? (Universität Erlangen, Nürnberg, Lehrstuhl für Arbeitsmarkt- und Regionalpolitik. Diskussionspapiere 66), Nürnberg, 27 S.
Abstract
"Mit repräsentativen verbundenen Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Daten der Bundesagentur für Arbeit verdeutlicht diese Studie, dass nur jeder siebte Vollzeitbeschäftigte, der 1998/99 einen Niedriglohn (von weniger als zwei Dritteln des Medianlohns) bezog, bis 2003 den Niedriglohnsektor verlassen konnte. Bivariate Probit-Schätzungen mit endogener Selektion deuten darauf hin, dass die Aufwärtsmobilität für jüngere und besser qualifizierte Geringverdiener höher ausfällt, wohingegen Frauen deutlich weniger erfolgreich sind. Wir zeigen, dass auch die Merkmale des Beschäftigungsbetriebes die Aufstiegswahrscheinlichkeit beeinflussen. Insbesondere kleinere Betriebe und solche mit einem hohen Anteil von Niedriglohnbeschäftigten scheinen häufig Sackgassen für Geringverdiener darzustellen. Die Wahrscheinlichkeit, den Niedriglohnsektor zu verlassen, ist ferner relativ gering, wenn man in bestimmten (meist weniger qualifizierten) Jobs verharrt. Die Abwanderung aus solchen Betrieben und Beschäftigungen, die Sackgassen darstellen, dürfte deshalb ein wichtiges Mittel sein, um höhere Löhne zu erzielen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Escaping low pay: do male labour market entrants stand a chance? (2010)
Zitatform
Pavlopoulos, Dimitris & Didier Fouarge (2010): Escaping low pay. Do male labour market entrants stand a chance? In: International journal of manpower, Jg. 31, H. 8, S. 908-927. DOI:10.1108/01437721011088575
Abstract
"The purpose of this paper is to investigate the extent and the human-capital determinants of low-wage mobility for labour market entrants in the UK and Germany. Using panel data for the UK (BHPS) and Germany (GSOEP), a competing-risks duration model is applied that allows the study of transitions from low pay to competing destination states: higher pay, self-employment, unemployment and inactivity. Unobserved heterogeneity is tackled by a non-parametric mass-point approach. It is found that low pay is only a temporary state for most young job starters. However, there is a small group of job starters that is caught in a trap of low pay, unemployment or inactivity. In the UK, job starters escape from low pay mainly by developing firm-specific skills. In Germany, involvement in formal vocational training and the attainment of apprenticeship qualifications account for low pay exits. Over the past decades, unemployment and low-wage employment have emerged as major challenges facing young labour market entrants. While most empirical studies focus exclusively on the transition from low pay to high pay, the paper shows that a significant percentage of young entrants are caught in a low-pay-non-employment trap. Moreover, it is shown that, depending on the institutional context, different types of human capital investments can account for a successful low-pay exit." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Evaluation of the 50+ Face-to-Face Guidance Pilot (2010)
Zitatform
Perren, Kim, Janet Harvey, Katherine Hill, Yvette Hartfree & Matt Padley (2010): Evaluation of the 50+ Face-to-Face Guidance Pilot. (Great Britain, Department of Work and Pensions. Research report 720), London, 104 S.
Abstract
"The Face-to-Face Guidance Pilot was funded by the Department for Work and Pensions (DWP). Providers offered guidance to employees aged 50 and above on a range of work and retirement issues using diverse service delivery methods. Providers included local branches of Age Concern, Shaw Trust, Life Academy, Guidance Services and Manpower, based in urban and rural areas across Britain. The service ran between January 2008 and March 2009. This report presents findings of a longitudinal evaluation of the service provision which was commissioned by DWP and carried out by the Centre for Research in Social Policy (CRSP). The evaluation covered service delivery processes as well as client information needs, their experiences of the service and their outcomes." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Hemmnisse der Arbeitsmarktintegration von niedrigqualifizierten Frauen mit Migrationshintergrund (2010)
Schmolke, Judith;Zitatform
Schmolke, Judith (2010): Hemmnisse der Arbeitsmarktintegration von niedrigqualifizierten Frauen mit Migrationshintergrund. (Beiträge zu Migration und Integration 03), Nürnberg, 288 S.
Abstract
"Übergreifendes Erkenntnisinteresse der qualitativen Studie ist es, einen tiefen Einblick in die Lebenswelten von niedrigqualifizierten Frauen mit Migrationshintergrund zu erhalten, die sowohl in Deutschland als auch aus globaler Perspektive am wenigsten in den Arbeitsmarkt integriert sind und sozioökonomisch im Vergleich zur Mehrheitsbevölkerung des Gastlandes relativ marginalisiert leben. Sie gelten als die Gruppe, die auf dem Arbeitsmarkt am schwersten zu vermitteln ist. Berufe Niedrigqualifizierter werden in der Regel von der Aufnahmegesellschaft gering geschätzt; der 'sekundäre' Arbeitsmarkt ist insgesamt eher mit negativen Vorurteilen und Abwertungen belastet. Die Untersuchung gibt einen dezidiert vertieften Einblick in die Lebenswelten der ausgewählten Gruppe von Frauen. Sie wurde auf der individuellen Ebene durchgeführt, um ein möglichst tiefes Verständnis für die Probleme dieser Frauen und der sie verursachenden Hintergründe zu erhalten. In der Diskussion der verschiedenen Ergebnisfelder aus den Bereichen Ökonomie, Intersektionalität sowie konstruierten Geschlechter- und Kulturdifferenzen tritt ein Grundprinzip erfolgreicher Integration in den Vordergrund: Die Aufhebung der Trennungsräume zwischen Menschen - seien sie kulturell, religiös, sozial oder persönlich bedingt - braucht Prinzipien, einen geistigen Boden für die daraus erwachsenden Handlungen. Erfolgreiche Integration benötigt einen geistigen Füllstoff, der Menschen miteinander verbindet. Diese Studie kommt zu dem Ergebnis einer neuen und gleichzeitig alten Theorie einer Zuschreibungspraxis: dem Ansatz der gleichen Augenhöhe. Dieser Ansatz plädiert für ein gegenseitiges Verstehen, das auf Empathie und kognitiver Reflektion beruht. Integration bedeutet nicht zuletzt ein Annehmen auf gleicher Augenhöhe jedes Menschen, die Reflektion von Fremdem und das empathische Kennenlernen in der Dekonstruktion von Vorurteilen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Employed rural, low-income, single mothers' family and work over time (2010)
Zitatform
Son, Seohee & Jean W. Bauer (2010): Employed rural, low-income, single mothers' family and work over time. In: Journal of Family and Economic Issues, Jg. 31, H. 1, S. 107-120. DOI:10.1007/s10834-009-9173-8
Abstract
"The purpose of this qualitative research study was to examine how low-income, single mothers manage their family and work lives. Analysis was based on longitudinal data collected from 28 rural, low-income, single mothers across 11 states who were continuously employed over three waves. Four main themes were identified: demands from family and work, resources the mothers used to maintain employment, work-family conflict, and strategies to retain employment. This study concludes that despite all the difficulties, mothers try to utilize their limited resources and adopt strategies for combining family and work life even though their demands and resources vary over time. Mothers employed in the same jobs receive consistent support from families. Implications for child care and leave policies are discussed." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Gute Erwerbsbiographien: Arbeitsbedingungen und Erwerbsverlauf (2010)
Trischler, Falko; Kistler, Ernst;Zitatform
Trischler, Falko & Ernst Kistler (2010): Gute Erwerbsbiographien. Arbeitsbedingungen und Erwerbsverlauf. (Gute Erwerbsbiographien. Arbeitspapier 02), Stadtbergen, 72 S.
Abstract
"Das Projekt untersucht die Zusammenhänge zwischen Arbeitsbedingungen und Erwerbsbiographien und deren Auswirkungen auf die Absicherung durch die GRV. Dabei geht es auch um die Frage, inwieweit und für wen die Voraussetzungen einer höheren Beschäftigungsquote/Rente mit 67 (nicht) gegeben sind und welche Gruppen dadurch einem erhöhten Risiko (bis hin zur Altersarmut) ausgesetzt sind.
Durch den Wandel der Erwerbsarbeit werden Beschäftigte zunehmend mit wachsender Unsicherheit konfrontiert. Arbeitslosigkeitsphasen und prekäre Beschäftigungsformen perforieren Erwerbsbiographien. Hinzu kommen Veränderungen bei den Arbeitsbedingungen, die es vielen ArbeitnehmerInnen verunmöglichen, gesund bis zur Rente zu arbeiten. Über die Kumulation der Risiken liegen zu wenige Informationen vor. Geringe Einkommen, unstetige Erwerbsbiographien, höhere Arbeitslosigkeit bzw. prekäre Beschäftigung, geringere Chancen des Tätigkeitswechsels, höhere und wenig alternsgerechte Arbeitsbelastungen korrelieren nicht nur, sondern kumulieren in ihrem Effekt - und das nicht nur mit Blick auf die Möglichkeiten länger arbeiten zu können, sondern ganz konkret auch bei den Rentenansprüchen bzw. entstehenden Zahlbeträgen der gesetzlichen Rente. Die Gefahr einer Altersarmut steigt und ist hochgradig gruppenspezifisch. Die Rente mit 67 könnte diese Probleme verschärfen." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
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Does self-employment increase the economic well-being of low-skilled workers? (2009)
Lofstrom, Magnus;Zitatform
Lofstrom, Magnus (2009): Does self-employment increase the economic well-being of low-skilled workers? (IZA discussion paper 4539), Bonn, 46 S.
Abstract
"Low-skilled workers do not fare well in today's skill intensive economy and their opportunities continue to diminish. Given that individuals in this challenging skill segment of the workforce are more likely to have poor experiences in the labor market, and hence incur greater public expenses, it is particularly important to seek and evaluate their labor market options. Utilizing data from the Survey of Income and Program Participation, this paper provides a comprehensive analysis of the economic returns to business ownership among low-skilled workers and addresses the essential question of whether self-employment is a good option for low-skilled individuals that policymakers might consider encouraging. The analysis reveal substantial differences in the role of self-employment among low-skilled workers across gender and nativity - women and immigrants are shown to be of particular importance both from the perspectives of trends and policy relevance. We find that although the returns to low-skilled self-employment among men are relatively high we find that wage/salary employment is a substantially more financially rewarding option for most women. These findings raise the question of why low-skilled women enter self-employment. Our business start-up results are consistent, but not conclusive, with lack of affordable child care options and limited labor market opportunities in the wage/salary sector as motivating native born women to enter self-employment. We do not find empirical evidence of similar constraints among immigrant women." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Low-wage employment versus unemployment: Which one provides better prospects for women? (2009)
Zitatform
Mosthaf, Alexander, Thorsten Schank & Claus Schnabel (2009): Low-wage employment versus unemployment: Which one provides better prospects for women? (Universität Erlangen, Nürnberg, Lehrstuhl für Arbeitsmarkt- und Regionalpolitik. Diskussionspapiere 65), Erlangen, 28 S.
Abstract
Mit Daten des Sozio-ökonomischen Panels für 2000-2006 untersucht diese Studie die Wahrscheinlichkeit westdeutscher Frauen, in Niedriglohnbeschäftigungen zu verbleiben ("state dependence"). Wir schätzen dynamische multinomiale Logit-Modelle mit zufälligen Effekten und finden, dass ein Niedriglohnjob die Wahrscheinlichkeit einer Niedriglohntätigkeit in der Zukunft erhöht und die Chancen auf einen Hochlohnjob verringert. Dies gilt insbesondere für geringverdienende Frauen, die Teilzeit arbeiten. Allerdings sind die Aussichten bezüglich künftiger Löhne für Frauen in Niedriglohntätigkeiten deutlich besser als für solche, die arbeitslos oder inaktiv sind. Wir folgern daraus, dass für Frauen Niedriglohnjobs als Sprungbrett aus der Arbeitslosigkeit dienen können und dass sie eine bessere Alternative darstellen als arbeitslos zu bleiben und auf bessere Arbeitsplatzangebote zu warten.
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Training and low-pay mobility: the case of the UK and the Netherlands (2009)
Zitatform
Pavlopoulos, Dimitris, Ruud Muffels & Jeroen K. Vermunt (2009): Training and low-pay mobility. The case of the UK and the Netherlands. In: Labour, Jg. 23, H. s1, S. 37-59. DOI:10.1111/j.1467-9914.2008.00438.x
Abstract
"This paper investigates the effect of training on low-pay mobility in the UK and the Netherlands. We contribute to the literature by estimating the 'true' effect of training correcting for measurement error and transitory fluctuations - random shocks - of earnings. This is accomplished by using a random-effects multinomial logit model with a latent structure to take account of the measurement error. Our results indicate that although the countries have rather different training practices, training increases the likelihood for moving from low to higher pay and reduces the likelihood for a transition from higher pay to low pay. However, in the UK, contrary to what we expected, work-related or firm-specific training programmes but not general training programmes pay off better for the intermediate- and the higher-educated workers. No effect of training is found for the low-educated workers. The lower-skilled seem to gain less than the high-skilled from firms' investments in human capital in the UK." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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