Niedriglohnarbeitsmarkt
Der Ausbau des Niedriglohnsektors sollte Ende der 1990er Jahre die hohe Arbeitslosigkeit reduzieren. Als Niedriglohn gilt ein Arbeitsentgelt, das trotz Vollzeitbeschäftigung keine angemessene Existenzsicherung gewährleistet – die OECD definiert den ihn als einen Bruttolohn, der unterhalb von zwei Dritteln des nationalen Medianbruttolohns aller Vollzeitbeschäftigten liegt. Betroffen von Niedriglöhnen sind überdurchschnittlich häufig Personen ohne beruflichen Abschluss, jüngere Erwerbstätige und Frauen.
Bietet der Niedriglohnsektor eine Chance zum Einstieg in den Arbeitsmarkt oder ist er eine Sackgasse? Das IAB-Themendossier erschließt Informationen zum Forschungsstand.
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Literaturhinweis
A theory of minimum wage compliance (or voluntary recognition of unions) (2010)
Zitatform
Masters, Adrian (2010): A theory of minimum wage compliance (or voluntary recognition of unions). In: Labour economics, Jg. 17, H. 1, S. 215-223. DOI:10.1016/j.labeco.2009.08.001
Abstract
"An urn-ball matching model of the labor market is used to develop a theory of minimum wage compliance or voluntary recognition of unions. Workers can direct their search but, in the absence of wage commitment from the firms, they have no basis to do so. The default means of wage formation in one-on-one matches is Nash bargaining. When there are multiple applicants competition drives the workers down to their continuation value. By attracting more applicants, a binding wage floor provides a means for firms to increase matching rates and improve match quality. An otherwise poorly enforced minimum wage acts as a commitment device for the payment of more generous wages." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Das Mindestlohnparadoxon (2010)
Zitatform
Sell, Friedrich L. & David C. Reinisch (2010): Das Mindestlohnparadoxon. In: Wirtschaftswissenschaftliches Studium, Jg. 39, H. 4, S. 199-203.
Abstract
"Das Für oder Wider den flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn gehört in Deutschland seit Jahren zu den Themen, mit denen bundesweit Wahlkämpfe bestritten werden. Die politischen Ziele 'Existenzsicherung' und 'höhere Beschäftigung' stehen dabei für fast alle Parteien im Vordergrund der Diskussion. Einzig die Wahl der Instrumente, die vorgesehen sind, um diese Ziele zu erreichen, unterscheidet die Parteien voneinander. Wir verwenden in dieser Arbeit eine neue Argumentationsweise in der Mindestlohndiskussion. Im Rahmen der AS-AD-Analyse werden wir zeigen, dass selbst ein konstruiertes Szenario der Befürworter keine reine Wohltat für die Bevölkerung bedeutet. Vielmehr resultiert genau aus der Annahme einer starken Konsumbelebung durch den Mindestlohn die paradoxe Wirkung starker Reallohneinbußen für die Arbeitnehmer. Diese kontraproduktive Wirkung des Konsumanstiegs bezeichnen wir als Mindestlohnparadoxon." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Was bringt ein gesetzlicher Mindestlohn für Deutschland?: eine aktualisierte und erweiterte Simulationsstudie zu den gesamtwirtschaftlichen Effekten der Einführung eines allgemeinverbindlichen gesetzlichen Mindestlohnes auf der Basis der Konzeption der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) (2009)
Bartsch, Klaus;Zitatform
Bartsch, Klaus (2009): Was bringt ein gesetzlicher Mindestlohn für Deutschland? Eine aktualisierte und erweiterte Simulationsstudie zu den gesamtwirtschaftlichen Effekten der Einführung eines allgemeinverbindlichen gesetzlichen Mindestlohnes auf der Basis der Konzeption der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Neuendorf, 74 S.
Abstract
"Die Studie ist eine vollständig aktualisierte Fassung der Mindestlohnstudie vom Mai 2007 auf verfeinerter methodischer Grundlage. Ver.di hat erneut folgendes Szenario mit einem gesamtwirtschaftlichen Modell für Deutschland durchrechnen lassen: Welche gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen hat es in Deutschland, wenn ab 2010 ein gesetzlicher Mindestlohn von 7,50 EURO eingeführt wird, dieser Mindestlohn bis 2011 schrittweise auf 9,00 EURO erhöht wird, und er in den Folgejahren jeweils in Höhe des verteilungsneutralen Spielraums steigt? Die Studie kommt zu folgenden Ergebnissen: Durch die Einführung und die folgende Anhebung des Mindestlohns wird die Einkommenslage von bis zu vier Millionen Vollzeitbeschäftigten und etwa fünf Millionen geringfügig und Teilzeitbeschäftigten - zum Teil erheblich - verbessert. Menschen mit niedrigen Einkommen geben praktisch jeden zusätzlichen Euro vollständig aus. Zum Sparen kommen sie erst gar nicht. Deshalb würde die Einführung eines allgemeinverbindlichen gesetzlichen Mindestlohnes kurzfristig einen Konsumschub auslösen und hierdurch bis zu 225.000 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
A theory of efficiency wage with multiple unemployment equilibria: How a higher minimum wage law can curb unemployment (2009)
Zitatform
Basu, Kaushik & Amanda J. Felkey (2009): A theory of efficiency wage with multiple unemployment equilibria: How a higher minimum wage law can curb unemployment. In: Oxford economic papers, Jg. 61, H. 3, S. 494-516. DOI:10.1093/oep/gpn018
Abstract
"This paper uses efficiency wage theory and the existence of community-based sharing to hypothesize that labor markets in developing countries have multiple equilibria-the same economy can be stuck at different levels of unemployment with different levels of wages. The model is meant for developing economies where wage-productivity links are discernible and income-sharing among the poor is prevalent. It seems reasonable to posit that in such an economy more unemployment leads to more income sharing. The main results are generated combining this claim with a theoretical demonstration of the fact that more sharing increases unemployment rates. As corollaries, we show that (1) within the same society, two different racial groups that may be ex ante identical can have different levels of unemployment and wages in equilibrium and (2) the imposition of a legal minimum wage can raise employment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
The elasticity of labor demand and the minimum wage (2009)
Zitatform
Danziger, Leif (2009): The elasticity of labor demand and the minimum wage. In: Journal of population economics, Jg. 22, H. 3, S. 557-572. DOI:10.1007/s00148-007-0179-y
Abstract
"We show that, contrary to widespread belief, low-pay workers do not generally prefer that the minimum wage rate be increased until the labor demand is unitary elastic. Rather, there exists a critical value of elasticity of labor demand so that increases in the minimum wage rate make low-pay workers better off for higher elasticities, but worse off for lower elasticities. This critical value decreases with unemployment benefits and increases with workers' risk aversion. We also show that in some countries the benefits for long-term unemployed are so low that workers would probably prefer that the minimum wage rate be decreased." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Noncompliance and the effects of the minimum wage on hours and welfare in competitive labor markets (2009)
Zitatform
Danziger, Leif (2009): Noncompliance and the effects of the minimum wage on hours and welfare in competitive labor markets. In: Labour economics, Jg. 16, H. 6, S. 625-630. DOI:10.1016/j.labeco.2009.08.003
Abstract
In dem Beitrag wird gezeigt, dass eine Erhöhung des Mindestlohns widersprüchliche Auswirkungen auf Arbeitszeit und Wohlfahrt in konkurrierenden Arbeitsmärkten haben kann. Grund hierfür ist, dass Arbeitgeber dem Mindestlohnrecht zuwiderhandeln können und einen niedrigen Lohn zahlen können. Für risikoneutrale Arbeitskräfte wird gezeigt, dass Arbeitszeit und Wohlfahrt von der Mindestlohnhöhe nicht beeinflusst werden. Bei Arbeitskräften, die Risiken vermeiden wollen (was wahrscheinlicher ist), sinkt die Arbeitszeit mit der Höhe des Mindestlohns, eine Erhöhung des Mindestlohns wirkt sich jedoch positiv auf ihre Wohlfahrt aus. (IAB)
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Stepping off the wage escalator: the effects of wage growth on equilibrium employment (2009)
Zitatform
Elsby, Michael W. L. & Matthew D. Shapiro (2009): Stepping off the wage escalator. The effects of wage growth on equilibrium employment. (NBER working paper 15117), Cambridge, Mass., 58 S. DOI:10.3386/w15117
Abstract
"This paper emphasizes the role of wage growth in shaping work incentives. It provides an analytical framework for labor supply in the presence of a return to labor market experience and aggregate productivity growth. A key finding of the theory is that there is an interaction between these two forms of wage growth that explains why aggregate productivity growth can affect employment rates in steady state. The model thus speaks to an enduring puzzle in macroeconomics by uncovering a channel from the declines in trend aggregate wage growth that accompanied the productivity slowdown of the 1970s to persistent declines in employment. The paper also shows that the return to experience for high school dropouts has fallen substantially since the 1970s, which further contributes to the secular decline in employment rates. Taken together, the mechanisms identified in the paper can account for all of the increase in nonemployment among white male high school dropouts from 1968 to 2006. For all white males, it accounts for approximately one half of the increase in the aggregate nonemployment rate over the same period." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Anmerkungen zur Mindestlohndebatte: Elastizitäten, Strukturparameter und Topfschlagen (2009)
Zitatform
Fitzenberger, Bernd (2009): Anmerkungen zur Mindestlohndebatte. Elastizitäten, Strukturparameter und Topfschlagen. In: Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung, Jg. 42, H. 1, S. 85-92. DOI:10.1007/s12651-009-0004-z
Abstract
"Die Einführung von Mindestlöhnen ist in Deutschland schon intensiv diskutiert worden. Dieser Beitrag ist aus dem Blickwinkel eines empirischen Arbeitsmarktforschers geschrieben und verfolgt zwei Ziele. Zum einen soll auf einige wirtschaftstheoretische Aspekte verwiesen werden, die in der aktuellen Debatte in Deutschland bisher nicht hinreichend diskutiert wurden, obwohl sie wichtige Erklärungsmuster für zentrale Arbeitsmarktphänomene liefern. Ein zweites Ziel ist die Diskussion von relevanten empirischen Ansätzen und Ergebnissen. Gegner eines Mindestlohns und Befürworter eines moderaten Mindestlohns in Deutschland weisen überzeugende theoretische Argumente für ihre Positionen auf. Im Gegensatz dazu ist leider die empirische Basis der Diskussion in Deutschland noch sehr schwach - eine erfreuliche Ausnahme stellt die Studie von König u. Möller (2007) dar. Im Lichte des aktuellen Diskussionsstandes kann ich die Einführung eines noch so moderaten Mindestlohns nicht befürworten. Allerdings sind für mich Umstände denkbar, unter denen die Einführung eines moderaten Mindestlohns sinnvoll wäre. Die Bringschuld dafür, überzeugende empirische Evidenz für das Vorliegen solcher Umstände vorzulegen, liegt bei den Befürwortern eines Mindestlohns." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Minimum wage incidence: the case for Germany (2009)
Zitatform
Knabe, Andreas & Ronnie Schöb (2009): Minimum wage incidence: the case for Germany. In: Finanzarchiv, Jg. 65, H. 4, S. 403-441. DOI:10.1628/001522109X486598
Abstract
"This paper analyzes the impact of a statutory minimum wage on employment, wage inequality, public expenditures, and aggregate income in the low-wage sector for two scenarios: a competitive labor market and a monopsonistic labor market. Using data from the 2006 wave of the German Socio-Economic Panel (GSOEP), we show that irrespective of which scenario adequately describes the labor market, a statutory minimum wage reduces employment and raises public expenditures. While aggregate income in the low-wage sector increases, poor households (i.e., those eligible for Unemployment Benefits II), do not benefit from a minimum wage. Wage subsidies at the same fiscal cost ensure more favorable employment effects in both scenarios. However, the workers' income depends on whether we have a competitive or a monopsonistic labor market. A wage subsidy ensures higher household income in a competitive labor market but leads to lower income gains in the monopsonistic scenario. Furthermore, wage subsidies lead to a more equal income distribution than statutory minimum wages, irrespective of their incidence. Combining a minimum wage with a compensating wage subsidy, similar to the French minimum wage system, is extremely costly while still inferior to pure wage subsidies." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Spillover effects of minimum wages in a two-sector search model (2009)
Zitatform
Moser, Christoph & Nikolai Stähler (2009): Spillover effects of minimum wages in a two-sector search model. (Discussion Paper. Series 1, Economic Studies / Deutsche Bundesbank 2009,01), Frankfurt am Main, 48 S.
Abstract
"Labor market studies on the effects of minimum wages are typically confined to the sector or worker group directly affected. We present a two-sector search model in which one sector is more productive than the other one and thus, pays higher wages. In such a framework, setting a minimum wage in the unproductive sector to reduce the wage gap causes a negative spillover effect on the productive sector. While the effect on job creation in the (targeted) unproductive sector is ambiguous, job creation in the (non-targeted) productive sector unambiguously decreases. This is driven by the fact that a minimum wage increases the outside option of unemployed workers - contributing to wage determination in the productive sector. Welfare effects are ambiguous. In principle, we cannot exclude that a minimum wage in a two-sector search model is welfare enhancing due to the possibility of an above optimal level of productive employment since firms do not take into account the effects of their individual job creation on aggregated search costs." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Mindestlöhne und ihre Alternativen (2009)
Schlichting, Georg;Zitatform
Schlichting, Georg (2009): Mindestlöhne und ihre Alternativen. In: Das Wirtschaftsstudium H. 4, S. 560-564.
Abstract
"Mindestlöhne sind in Deutschland heftig umstritten. Während die einen den Verlust von Arbeitsplätzen befürchten, halten sie andere für notwendig, um deutsche Arbeitnehmer vor Billiglohnkonkurrenz zu schützen. Mindestlöhne führen zu zahlreichen Problemen, womit sich die Frage nach ökonomisch vertretbaren Alternativen stellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Asymmetric information renders minimum wages less harmful (2009)
Zitatform
Schöb, Ronnie & Marcel Thum (2009): Asymmetric information renders minimum wages less harmful. (CESifo working paper 2623), München, 13 S.
Abstract
"We show that a minimum wage introduced in the presence of asymmetric information about worker productivities will lead to lower unemployment levels than predicted by the standard labour market model with heterogeneous labour and symmetric information." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Minimum wages and employment: a theoretical and empirical analysis (2009)
Würzburg, Klaas;Zitatform
Würzburg, Klaas (2009): Minimum wages and employment. A theoretical and empirical analysis. (Innovative Beschäftigungspolitik in Forschung und Praxis 03), Hamburg: Kovac, 242 S.
Abstract
"Die Auswirkungen von Mindestlöhnen auf das Beschäftigungsniveau werden seit längerer Zeit kontrovers diskutiert. Der Autor hat das Ziel, die Hintergründe dieser Debatte nüchtern und unideologisch zu analysieren und zu bereichern. Es werden zunächst verschiedene modelltheoretische Ansätze beleuchtet, die für die Auswirkungen von Mindestlöhnen auf die Beschäftigung relevant sein können. Dabei wird deutlich, dass die Arbeitsmarkttheorie sowohl Beschäftigungseffekte als auch -verluste erklären kann. Auch die Resultate von hochwertigen empirischen Mindestlohnstudien, die der Autor ebenfalls zusammenfasst und bewertet, erzielen keine eindeutigen Ergebnisse. Die uneindeutige Theorie und Empirie spiegelt gewissermaßen die häufig diffuse Mindestlohndebatte wider, in der festgefahrene Ideologien die Argumentation dominieren, und häufig wenig Platz für wissenschaftliche Fakten bleibt. Der Autor plädiert also für eine Versachlichung der Mindestlohndiskussion und präsentiert eine eigene empirische Analyse, die aus mehreren Gründen einzigartig ist. Ein aufwendiges und einheitliches Schätzverfahren wird auf sieben europäische Länder mit allgemeingültigen gesetzlichen Mindestlöhnen angewendet. Dabei werden neue Einflussfaktoren einbezogen, welche anderen Studien nicht zur Verfügung standen. Basierend auf dieser aufwendigen, länderübergreifenden Studie kann der Autor neue Erkenntnisse ableiten, die höchst relevant für die allgemeine Mindestlohndebatte sind und den Wissenstand jedes Arbeitsmarktökonomen erweitern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitsmarkt und Mindestlohn (2008)
Bleich, Torsten;Zitatform
Bleich, Torsten (2008): Arbeitsmarkt und Mindestlohn. In: Das Wirtschaftsstudium, Jg. 37, H. 12, S. 1652-1653.
Abstract
"Obwohl die ökonomische Theorie manchmal abstrakt und realitätsfern erscheint, liefert sie das Handwerkszeug, um das wirtschaftliche Geschehen systematisch zu erfassen und verständlich zu machen. Die Analyse alltäglicher Meldungen in den Medien verdeutlicht das." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Unemployment, labor market transitions and residual wage dispersion (2008)
Zitatform
Fitzenberger, Bernd & Alfred Garloff (2008): Unemployment, labor market transitions and residual wage dispersion. In: Scottish Journal of Political Economy, Jg. 55, H. 5, S. 561-590., 2008-12-31.
Abstract
Das Argument, die niedrige Lohnspreizung in Deutschland sei der Hauptgrund für die hohe Arbeitslosenquote, gehört zu den Gemeinplätzen in der öffentlichen Auseinandersetzung über die Arbeitsmarktprobleme Deutschlands. Die Studie analysiert das Verhältnis von Arbeitslosigkeit und Lohnspreizung für Individuen mit vergleichbaren Eigenschaften. Vom konventionellen neoklassischen Standpunkt betrachtet werden die Löhne durch das Grenzprodukt der Arbeitnehmer bestimmt. Steigende Mindestlöhne resultieren, sofern sie eine Bindungswirkung entfalten, dann in einer Abnahme der Lohnspreizung und in höherer Arbeitslosigkeit. Eine konkurrierende Sichtweise betrachtet die Lohnspreizung als das Resultat von Suchfriktionen und der damit verbundenen Nachfragemacht der Unternehmen. Ein Anstieg der Suchfriktionen führt aus dieser Sicht sowohl zu höherer Arbeitslosigkeit als auch zu höherer Lohnspreizung. Aus diesen Theorieansätzen leiten die Autoren empirisch testbare einander zuwider laufende Hypothesen ab, die das Verhältnis von Lohnspreizung, Niveau der Arbeitslosigkeit und den Übergangsraten zwischen unterschiedlichen Arbeitsmarktzuständen betreffen. Die Ergebnisse ihrer empirischen Analysen sind mit keiner der beiden Theorien in vollem Umfang konsistent. Ein robustes und der Suchtheorie konsistentes Ergebnis ist indessen, dass Arbeitslosigkeit und Lohnspreizung für vergleichbare Individuen nicht negativ korreliert ist. (IAB)
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Literaturhinweis
Minimum wages, wage dispersion and unemployment: a review on new search models (2008)
Zitatform
Garloff, Alfred (2008): Minimum wages, wage dispersion and unemployment. A review on new search models. (IAB-Discussion Paper 33/2008), Nürnberg, 40 S.
Abstract
Die Studie analysiert die theoretischen Auswirkungen von Mindestlöhnen auf Beschäftigung und Lohnspreizung in einem fluktuationsbedingten Szenario. Es wird ein Überblick über neue theoretische Forschungsansätze gegeben und der Einfluss von Mindestlöhnen auf Einkommen und Beschäftigung in jedem einzelnen Szenario diskutiert. Dabei liegt der wichtigste theoretische Schwerpunkt auf der Integration der Heterogenität auf beiden Seiten des Marktes in Gleichgewichtsmodellen. Im Falle von Homogenität haben Mindestlöhne keinen Einfluss auf Beschäftigung, während im Fall von Heterogenität die theoretischen Ergebnisse gemischt sind. Es gibt keine eindeutige Verbindung zwischen Beschäftigung und Mindestlöhnen, und die Auswirkungen können positiv, null oder negativ sein. Die fortgeschrittensten Modelle, die die Heterogenität auf beiden Seiten des Marktes integrieren, scheinen jedoch die Hypothese zu unterstützen, dass ein Ansteigen des Mindestlohns im allgemeinen auch ein Ansteigen der Arbeitslosigkeit zur Folge hat. (IAB)
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Mindestlöhne und Beschäftigung (2008)
George, Roman;Zitatform
George, Roman (2008): Mindestlöhne und Beschäftigung. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 61, H. 9, S. 479-485. DOI:10.5771/0342-300X-2008-9-479
Abstract
"Niedriglohnarbeit nimmt in Deutschland rasch zu und erreicht inzwischen mit nahezu einem Viertel der Arbeitnehmer ein im internationalen Vergleich hohes Niveau. Der Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn wird die Behauptung drohender Beschäftigungsverluste entgegengehalten. Dieses Argument erhält unter Bezugnahme auf das neoklassische Arbeitsmarktmodell wissenschaftliche Unterstützung. Auf theoretischer Ebene können vielfältige Einwände gegen dieses Modell eingebracht werden, die dessen Realitätstauglichkeit infrage stellen. Zahlreiche Untersuchungen haben für Großbritannien gezeigt, dass die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns 1999 keinen negativen Einfluss auf die Beschäftigung hatte. Dies kann mit einer Erhöhung der Arbeitsproduktivität, einer Reduzierung der Gewinne, einer Abwälzung der Mehrkosten über die Preise und einer Verringerung der Arbeitszeit erklärt werden. Vieles spricht für das Vorhandensein von monopsonistischen Arbeitsmärkten, auf denen ein strukturelles Machtungleichgewicht zuungunsten der Beschäftigten herrscht. Auch bezogen auf den höheren französischen Mindestlohn können letztlich - mit der Ausnahme eines geringfügigen Verlusts bei der Beschäftigung von Jugendlichen - negative Beschäftigungseffekte nicht überzeugend nachgewiesen werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Efficiency wages and the economic effects of the minimum wage: evidence from a low-wage labour market (2008)
Zitatform
Georgiadis, Andreas (2008): Efficiency wages and the economic effects of the minimum wage. Evidence from a low-wage labour market. (CEP discussion paper 857), London, 27 S.
Abstract
"We exploit a natural experiment provided by the 1999 introduction of the UK National Minimum Wage (NMW) to investigate the relationship between wages and monitoring and to test for Efficiency Wages considerations in a low-wage sector, the UK residential care homes industry. Our findings seem to support the wage-supervision trade-off prediction of the shirking model, and that employers didn't dissipate minimum wage rents by increasing work intensity or effort requirements on the job. Estimation results suggest that higher wage costs were more than offset by lower monitoring costs, and thus the overall evidence imply that the NMW may have operated as an Efficiency Wage. These findings support Efficiency Wage models used to explain a non-negative employment effect of the Minimum Wage and provide an explanation of recent evidence from the care homes sector that although the wage structure was heavily affected by the NMW introduction, there were moderate employment effects." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Flexible outsourcing and the impacts of labour taxation in European welfare states (2008)
Zitatform
Koskela, Erkki & Panu Poutvaara (2008): Flexible outsourcing and the impacts of labour taxation in European welfare states. (Helsinki Center of Economic Research. Discussion paper 227), Helsinki, 38 S.
Abstract
"In European Welfare States, lowskilled workers are typically unionized, while the wage formation of highskilled workers is more competitive. To focus on this aspect, we analyze how flexible international outsourcing and labour taxation affect wage formation, employment and welfare in dual domestic labour markets. Higher productivity of outsourcing and lower cost of outsourcing and lower factor price of outsourcing increase wage dispersion between the highskilled and lowskilled workers. Increasing wage tax progression of lowskilled workers decreases the wage rate and increases the labour demand of lowskilled workers. It decreases the welfare of lowskilled workers and increases both the welfare of highskilled workers and the profit of firms." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Workfare in an efficiency wage model (2008)
Zitatform
Meier, Volker (2008): Workfare in an efficiency wage model. In: Empirica, Jg. 35, H. 2, S. 165-178. DOI:10.1007/s10663-007-9055-y
Abstract
"The impacts of introducing work requirements for welfare recipients are studied in an efficiency wage model. If the workfare package is not mandatory, it will reduce employment, profits, and utility levels of employed and unemployed workers. In contrast, mandatory effort requirements will generally raise both employment and profits and reduce the tax rate. The impact on the net wage is ambiguous. Changes of utility levels of employed and unemployed workers have the same sign as the variation in the net wage. The possibility of a Pareto improvement may explain the widespread support for welfare to work experiments." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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