Atypische Beschäftigung
Der deutsche Arbeitsmarkt wird zunehmend heterogener. Teilzeitbeschäftigung und Minijobs boomen. Ebenso haben befristete Beschäftigung und Leiharbeit an Bedeutung gewonnen und die Verbreitung von Flächentarifverträgen ist rückläufig. Diese atypischen Erwerbsformen geben Unternehmen mehr Flexibilität.
Was sind die Konsequenzen der zunehmenden Bedeutung atypischer Beschäftigungsformen für Erwerbstätige, Arbeitslose und Betriebe? Welche Bedeutung haben sie für die sozialen Sicherungssysteme, das Beschäftigungsniveau und die Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes? Die IAB-Themendossier bietet Informationen zum Forschungsstand.
- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
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Atypische Beschäftigung insgesamt
- Gesamtbetrachtungen
- Erosion des Normalarbeitsverhältnisses
- Prekäre Beschäftigung
- Politik, Arbeitslosigkeitsbekämpfung
- Arbeits- und Lebenssituation atypisch Beschäftigter
- Betriebliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Rechtliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Gesundheitliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Beschäftigungsformen
- Qualifikationsniveau
- Alter
- geographischer Bezug
- Geschlecht
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Literaturhinweis
Zeitarbeit in Berlin-Brandenburg (2009)
Bogai, Dieter; Wesling, Mirko; Partmann, Michael;Zitatform
Bogai, Dieter & Mirko Wesling (2009): Zeitarbeit in Berlin-Brandenburg. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Berlin-Brandenburg 03/2009), Nürnberg, 43 S.
Abstract
"In diesem Bericht wird zunächst die besondere Bedeutung des rechtlichen Rahmens für die Verbreitung der Arbeitnehmerüberlassung dargestellt. Anfang dieses Jahrzehnts konzentrierte sich die arbeitsmarktpolitische Diskussion auf eine Liberalisierung dieses Wirtschaftsbereichs. Die Hartz-Kommission plädierte für eine weitgehende Abschaffung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes und für den Ausbau von Personal-Service-Agenturen (PSA) als Vermittlungsinstrument für Arbeitslose. Während die PSA ihrem Anspruch nicht gerecht werden konnten, expandierte der Markt für Zeitarbeitsunternehmen in ungeahntem Ausmaß. Hierzu trug sowohl die weitgehende Deregulierung der Zeitarbeitsbranche als auch der etwas später einsetzende konjunkturelle Aufschwung bei. Die Zeitarbeit breitete sich auch in Berlin und Brandenburg rasant aus, wobei sich im regionalen Vergleich zu Beginn des Untersuchungszeitraums vor allem in Brandenburg ein deutlicher Rückstand zeigt. In den Kreisen Brandenburgs bestehen hinsichtlich der Bedeutung und Entwicklung von Leiharbeit erhebliche Unterschiede. Die Leiharbeit konzentriert sich hier vorrangig auf die kreisfreien Städte bzw. Kreise mit hohem Industrieanteil. Die Untersuchung der personenbezogenen Merkmale bestätigt die deutschlandweiten Befunde. Die Tätigkeitsfelder der Zeitarbeitnehmer liegen überwiegend in gewerblichen Berufen. In Berlin ist dieses Einsatzfeld im Vergleich zu Bremen und Hamburg weniger bedeutsam. Hierzu trägt zum einen die geringere Bedeutung des industriellen Sektors in Berlin und zum anderen die intensive Nutzung der Leiharbeit einzelner industrieller Großunternehmen in den beiden Hansestädten bei. Zeitarbeit ist in Berlin und Brandenburg zunehmend bei Bürokräften verbreitet. Im Vergleich zu den Beschäftigten insgesamt sind bei den Leiharbeitnehmern gering qualifizierte, jüngere und männliche Arbeitskräfte stärker vertreten. Zum Abschluss dieses Berichtes werden die arbeitsmarktpolitischen Aspekte, insbesondere Brückenfunktion und Beschäftigungsbedingungen dieser atypischen Beschäftigungsform diskutiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zeitarbeit in Thüringen: aktuelle Entwicklungstendenzen und Strukturen (2009)
Zitatform
Fuchs, Michaela (2009): Zeitarbeit in Thüringen. Aktuelle Entwicklungstendenzen und Strukturen. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Sachsen-Anhalt-Thüringen 02/2009), Nürnberg, 46 S.
Abstract
"In den letzten Jahren ist die Zeitarbeit immer mehr in den Fokus des öffentlichen und politischen Interesses gerückt. Angesichts des enormen Wachstums der Branche in den vergangenen Jahren und ihrer starken Betroffenheit durch den derzeitigen Konjunkturabschwung ist es aus beschäftigungspolitischer Perspektive auch und gerade für regionale Arbeitsmärkte von erheblichem Interesse, welche Rolle der Branche zukommt, für welche Tätigkeiten innerhalb der regionalen Wirtschaft eine hohe Nachfrage für den Einsatz von Zeitarbeitskräften besteht und welche Arbeitskräfte über die Arbeitnehmerüberlassung in den Erwerbsprozess integriert sind. Um für den Freistaat Thüringen einen vertieften Kenntnisstand über die Zeitarbeit zu gewinnen, wird die Entwicklung und Struktur der Branche in der vorliegenden Studie einer regionalen Analyse unterzogen. In einem Vergleich mit Ostdeutschland insgesamt für die Jahre von 1999 bis 2008 werden spezifische Besonderheiten Thüringens herausgearbeitet. Die Schwerpunkte der Auswertungen liegen in der Gesamtentwicklung, der regionalen Verteilung, der Berufsstruktur, der Qualifikation, der Geschlechts- und der Altersstruktur." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zeitarbeit in Sachsen-Anhalt: aktuelle Entwicklungstendenzen und Strukturen (2009)
Zitatform
Fuchs, Michaela (2009): Zeitarbeit in Sachsen-Anhalt. Aktuelle Entwicklungstendenzen und Strukturen. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Sachsen-Anhalt-Thüringen 04/2009), Nürnberg, 47 S.
Abstract
"Die Zeitarbeitsbranche weist sowohl im Hinblick auf ihre Bedeutung als auch auf ihre Struktur ausgeprägte regionale Besonderheiten auf. Im Jahr 2008 waren bundesweit 2,6 % aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Leiharbeitsbranche tätig. Die Leiharbeitsquote in Ostdeutschland übertraf mit einem Wert von 2,7 % leicht diejenige im westdeutschen Bundesgebiet (2,6 %). Sachsen-Anhalt wies mit 3,0 % eine überdurchschnittliche Leiharbeitsquote auf, nur in Bremen, Thüringen, Hamburg und Sachsen kam der Branche eine höhere Bedeutung zu. Die Zahl der in der Arbeitnehmerüberlassung beschäftigten Erwerbspersonen in Sachsen-Anhalt hat zwischen 1999 und 2008 - abgesehen von einem Rückgang zwischen 2001 und 2002 - jährlich zugenommen. Die Anzahl der Zeitarbeitskräfte ist von gut 8.700 im Juni 1999 auf über 22.500 im Juni 2008 und damit um 160 % gestiegen. Im gleichen Zeitraum nahm die Gesamtbeschäftigung um 14,2 % ab. Der Boom, den die Branche in diesem Zeitraum erfahren hat, dürfte vor allem auch auf die vorgenommenen Deregulierungen in diesem Bereich zurückzuführen sein. Auf der kleinräumigen Ebene bestehen wesentlich stärkere Disparitäten in der Nutzung der Zeitarbeit als auf der Ebene der Bundesländer. Neben der allgemeinen Präferenz für städtische Standorte dürfte die regionale Verteilung der Zeitarbeitsfirmen durch die jeweilige regionale Wirtschaftsstruktur beeinflusst sein. Die Zeitarbeit in Sachsen-Anhalt ist, ebenso wie im Bundesgebiet insgesamt, wesentlich durch Tätigkeiten im Fertigungsbereich geprägt und unterscheidet sich somit deutlich von der Berufsstruktur der Gesamtbeschäftigung. Der Einsatz von Zeitarbeitskräften konzentriert sich auf wenige Tätigkeitsbereiche. Fast jeder vierte Zeitarbeiter in Sachsen-Anhalt ist als Hilfsarbeiter tätig, es folgen die Schlosser mit einem Anteil von 14 % an allen Zeitarbeitern. Während der Anteil der Personen ohne Berufsausbildung in der Zeitarbeit in Westdeutschland (40 %) deutlich über dem in der Gesamtbeschäftigung (19 %) liegt, sind die Unterschiede in Ostdeutschland (3,4 Prozentpunkte) und Sachsen- Anhalt (2,7 Prozentpunkte) wesentlich geringer. Beschäftigte mit Fachhoch- oder Hochschulabschluss weisen nur einen Anteil von unter 3 % an den Zeitarbeitnehmern in Sachsen-Anhalt auf. Über drei Viertel der Beschäftigten in der Zeitarbeitsbranche sind männlich. Die sehr unterschiedliche geschlechtsspezifische Bedeutung der Zeitarbeit dürfte vor allem auf die durch Fertigungstätigkeiten geprägten Haupteinsatzfelder sowie die geringe Bedeutung der Teilzeitbeschäftigung in dieser Branche zurückzuführen sein. Die Altersstruktur in der Zeitarbeitsbranche in Sachsen-Anhalt weicht kaum von der Altersverteilung unter den Zeitarbeitern in Ostdeutschland insgesamt ab. In beiden regionalen Abgrenzungen stellen die 20- bis 29-Jährigen die größte Gruppe, wohingegen bei der Gesamtbeschäftigung die Gruppe der 40- bis 49-Jährigen dominiert." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Labour market flexibility and inequality: the changing risk patterns of temporary employment in West Germany (2009)
Zitatform
Gebel, Michael & Johannes Giesecke (2009): Labour market flexibility and inequality: the changing risk patterns of temporary employment in West Germany. In: Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung, Jg. 42, H. 3, S. 234-251. DOI:10.1007/s12651-009-0018-6
Abstract
"Obwohl viele Studien zur befristeten Beschäftigung zeigen können, dass bestimmte Arbeitsmarktgruppen eine erhöhte Wahrscheinlichkeit aufweisen, in befristeten Arbeitsverhältnissen beschäftigt zu sein, existieren bisher nur sehr wenige Forschungsergebnisse hinsichtlich der Frage, ob und inwieweit sich diese Allokationsmuster über die Zeit verändert haben. Angesichts tiefgreifender struktureller und institutioneller Veränderungen, die sich seit Anfang der 1990er Jahre auf den westdeutschen Arbeitsmarkt auswirken, liegt jedoch die Vermutung nahe, dass die Allokationsmuster befristeter Beschäftigung ebenfalls einem Wandel unterlagen. Auf der theoretischen Ebene existieren allerdings unterschiedliche Einschätzungen bezüglich der Art eines solchen Wandels. Während einige Beobachter erwarten, dass sich Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt entlang bereits bestehender sozialer Spaltungslinien verstärken, betonen andere, dass Risiken immer weniger sozial, sondern vielmehr individuell strukturiert seien. Um diese Frage empirisch zu überprüfen, nutzen wir Daten des Mikrozensus für die Jahre 1989 bis 2005. Die Analysen zeigen dabei erstens, dass der Anteil befristeter Beschäftigungsverhältnisse über diesen Zeitraum insgesamt nur leicht angestiegen ist. Zweitens wird deutlich, dass insbesondere solche Gruppen zunehmend in befristeten Arbeitsverhältnissen zu finden sind, die ohnehin eine relativ schwache Position am Arbeitsmarkt aufweisen. Drittens lassen die Ergebnisse erkennen, dass sich die Bedeutung 'klassischer' Determinanten befristeter Beschäftigungsverhältnisse entgegen der These einer Entstrukturierung sozialer Ungleichheit nicht verringert hat." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zeitarbeit in Sachsen: aktuelle Entwicklungstendenzen und Strukturen (2009)
Sujata, Uwe; Weyh, Antje;Zitatform
Sujata, Uwe & Antje Weyh (2009): Zeitarbeit in Sachsen. Aktuelle Entwicklungstendenzen und Strukturen. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Sachsen 01/2009), Nürnberg, 46 S.
Abstract
"In letzter Zeit ist die Leiharbeit stärker in das öffentliche Interesse getreten. Viele neue Arbeitsplätze sind in den vergangenen Jahren in der Branche geschaffen worden. Sie hat sich deutlich dynamischer entwickelt als die Gesamtbeschäftigung. Vor diesem Hintergrund wurde die Entwicklung im Zeitraum von 1999 bis 2007 für Sachsen analysiert und mit Ostdeutschland verglichen. Ziel ist es, für die Branche Strukturen auf regionaler Ebene aufzuzeigen. Die Schwerpunkte der Auswertungen liegen in der Gesamtentwicklung, der regionalen Verteilung, der Qualifikation, der Geschlechts- und Altersstruktur. Dabei sind deutliche Unterschiede zwischen der Zeitarbeitsbranche und der Gesamtbeschäftigung zu erkennen. Die Unterschiede zwischen Sachsen und Ostdeutschland sind dagegen relativ gering." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Leiharbeit breitet sich rasant aus (2008)
Brenke, Karl; Eichhorst, Werner;Zitatform
Brenke, Karl & Werner Eichhorst (2008): Leiharbeit breitet sich rasant aus. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 75, H. 19, S. 242-252.
Abstract
"Nach der Deregulierung der Arbeitnehmerüberlassung im Rahmen der Hartz-Reformen stieg die Zahl der Leiharbeitnehmer sprunghaft an; seit 2004 hat sie sich fast verdoppelt. Reichlich zwei Prozent aller Arbeitnehmer sind inzwischen in der Zeitarbeitsbranche beschäftigt. Das ist zwar kein großer Anteil, aber derzeit gibt es keinen Hinweis darauf, dass sich das Wachstum abschwächt. Und wie bei den Mini-Jobs handelt es sich auch bei Zeitarbeit um eine Ausbreitung flexiblerer Beschäftigungsverhältnisse auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Die meisten Leiharbeitnehmer werden für einfache Tätigkeiten eingesetzt. Der Anteil der Hilfskräfte hat im Laufe der Zeit noch zugenommen. Aber auch immer mehr Facharbeiter - insbesondere in Metall- und Elektroberufen - sind auf dem Zeitarbeitsmarkt zu finden. Bei den ausgeübten Tätigkeiten handelt es sich meist um solche, die im Allgemeinen von Männern ausgeübt werden. Frauen sind stark unterrepräsentiert. Keine Belege gibt es dafür, dass Zeitarbeit in Gebieten mit überdurchschnittlich hoher Arbeitslosigkeit besonders stark ausgeprägt ist. Für die Beschäftigung in der Zeitarbeitsbranche ist eine extrem hohe Fluktuation der Mitarbeiter kennzeichnend. Nur zum Teil liegt das an starken saisonalen Schwankungen der Arbeitsnachfrage. Etwa 60 Prozent der ausgeschiedenen Mitarbeiter waren nicht länger als drei Monate bei einem Verleiher beschäftigt; dieser Anteil ist seit mehr als zehn Jahren konstant geblieben. Offensichtlich wechselt ein großer Teil der Leiharbeitnehmer in recht kurzen Zeitabständen von der Beschäftigung in eine Phase ohne Erwerbstätigkeit und wieder zurück." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zeitarbeit in Schleswig-Holstein: aktuelle Entwicklungstendenzen und Strukturen (2008)
Zitatform
Buch, Tanja, Niels Janzen & Annekatrin Niebuhr (2008): Zeitarbeit in Schleswig-Holstein. Aktuelle Entwicklungstendenzen und Strukturen. (IAB regional. Berichte und Analysen. IAB Nord 05/2008), Kiel, 50 S.
Abstract
"Die Zeitarbeit weist sowohl im Hinblick auf ihre Bedeutung als auch auf ihre Struktur ausgeprägte regionale Besonderheiten auf. Angesichts des enormen Wachstums der Branche in den vergangenen Jahren ist es aus beschäftigungspolitischer Perspektive somit auch und gerade für regionale Arbeitsmärkte von erheblichem Interesse, welche Rolle der Branche zukommt, für welche Tätigkeiten innerhalb der regionalen Wirtschaft eine hohe Nachfrage für den Einsatz von Zeitarbeitskräften besteht und welche Arbeitskräfte über die Arbeitnehmerüberlassung in den Erwerbsprozess integriert sind. Um für das Land Schleswig-Holstein einen vertieften Kenntnisstand über die Zeitarbeit zu gewinnen, wird die Entwicklung und Struktur der Branche in der vorliegenden Studie einer regionalen Analyse unterzogen, wobei in einem Vergleich mit dem gesamten Bundesgebiet sowie mit anderen Bundesländern spezifische Besonderheiten Schleswig-Holsteins herausgearbeitet werden. In diesem Sinne kann die Untersuchung einen Beitrag leisten, aus regionaler Perspektive neue Erkenntnisse über diese stark expandierende Beschäftigungsform zu erlangen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zeitarbeit in Bayern: Entwicklung und Strukturen (2008)
Eigenhüller, Lutz;Zitatform
Eigenhüller, Lutz (2008): Zeitarbeit in Bayern. Entwicklung und Strukturen. (IAB regional. Berichte und Analysen. IAB Bayern 01/2008), Nürnberg, 47 S.
Abstract
"Die Zeitarbeit weist sowohl im Hinblick auf ihre Bedeutung als auch auf ihre Struktur ausgeprägte regionale Besonderheiten auf. Angesichts des starken Wachstums der Branche in den vergangenen Jahren ist es aus beschäftigungspolitischer Perspektive somit auch für regionale Arbeitsmärkte von erheblichem Interesse, welche Rolle der Branche zukommt, für welche Tätigkeiten innerhalb der regionalen Wirtschaft eine hohe Nachfrage für den Einsatz von Zeitarbeitskräften besteht und welche Arbeitskräfte über die Arbeitnehmerüberlassung in den Erwerbsprozess integriert sind. Der Bericht untersucht die Entwicklung und Struktur der Zeitarbeit im Bundesland Bayern und seinen Regionen. Im Fokus stehen das Wachstum und das Niveau der Leiharbeit sowie die Strukturmerkmale Qualifikation, Tätigkeiten, Geschlecht, Nationalität und Alter der Zeitarbeitnehmerschaft. Mit dieser Analyse soll die Studie einen Beitrag leisten, aus regionaler Perspektive neue Erkenntnisse über diese stark expandierende Beschäftigungsform zu erlangen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Eigenhüller, Lutz; -
Literaturhinweis
Was ist gute Arbeit? Anforderungen an den Berufseinstieg aus Sicht der jungen Generation: Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von Berufseinsteigern im Alter zwischen 18 und 34 Jahren mit abgeschlossener Berufsausbildung (2008)
Fuchs, Tatjana; Ebert, Andreas;Zitatform
Fuchs, Tatjana & Andreas Ebert (2008): Was ist gute Arbeit? Anforderungen an den Berufseinstieg aus Sicht der jungen Generation. Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von Berufseinsteigern im Alter zwischen 18 und 34 Jahren mit abgeschlossener Berufsausbildung. Stadtbergen, 81 S.
Abstract
"Im Zentrum der repräsentativen Befragung 'Anforderungen an den Berufseinstieg aus Sicht der jungen Generation' stehen junge Menschen im Alter zwischen 18 und 34 Jahren, die mindestens eine abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen können. Die Untersuchung beleuchtet retrospektiv den Übergang an der zweiten Schwelle, d.h. den Übergang nach Abschluss einer Ausbildung oder eines Studiums ins Erwerbsleben. Dabei lag der Forschungsfokus unter anderem auf folgenden Fragen:
- Mit welcher Art von Beschäftigungsverhältnis oder Praktika werden ausgebildete Berufseinsteiger konfrontiert?
- Welche Erfahrungen machen ausgebildete Berufseinsteiger in den verschiedenen Beschäftigungsverhältnissen und wie bewerten sie diese?
- Wie häufig wurde der Berufseinstieg durch Arbeitslosigkeitsphasen unterbrochen?
- Wie häufig zeigen sich relativ 'glatte' Übergänge in ein unbefristetes Vollzeitarbeitsverhältnis (ein so genanntes Normalarbeitsverhältnis)?
- Wie wird der Berufseinstieg rückblickend insgesamt beurteilt und welche Anregungen und Anforderungen werden formuliert?" (Autorenreferat, IAB-Doku)Weiterführende Informationen
Hier finden Sie eine Kurzfassung. -
Literaturhinweis
Does marginal employment substitute regular employment?: a heterogeneous dynamic labor demand approach for Germany (2008)
Zitatform
Jacobi, Lena & Sandra Schaffner (2008): Does marginal employment substitute regular employment? A heterogeneous dynamic labor demand approach for Germany. (Ruhr economic papers 56), Essen, 38 S.
Abstract
"Hier wird der Frage nachgegangen, ob die Beziehungen zwischen sozialversicherungspflichtiger und insbesondere Teilzeitbeschäftigung nach deren Reform im Jahr 2003 substitutional sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Part-time work and involuntary part-time work in the private service sector in Finland (2008)
Kauhanen, Merja;Zitatform
Kauhanen, Merja (2008): Part-time work and involuntary part-time work in the private service sector in Finland. In: Economic and Industrial Democracy, Jg. 29, H. 2, S. 217-248. DOI:10.1177/0143831X07088542
Abstract
"This article deals with part-time work and involuntary part-time work in four private service sectors in Finland from the employee's perspective and examining the employers' reasons for using part-time work. According to statistical analyses, women, young people and low-skilled workers have a greater probability of working as part-timers. Temporary and on-call workers also have a higher probability of working as part-timers than permanent workers do. The sector and the size of the firm also influence part-time working. As for involuntary part-time working women, the middle-aged and those with low education have a higher probability of working as involuntary part-timers. Not surprisingly, a larger share of involuntary part-timers would like to work more hours and also search for a new job. They have fewer other sources of income than all the part-timers. The involuntariness of part-time work is also related to the subsistence this kind of work can provide. Employers see reasons of cost and profitability and the peaks in the need for labour as important reasons for using part-time work, which may also prevent the workers' wishes concerning working hours and the part-time work that firms can offer from coinciding." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Zeitarbeit 2006: Ergebnisse der EU-weiten Arbeitskräfteerhebung (2008)
Puch, Katharina;Zitatform
Puch, Katharina (2008): Zeitarbeit 2006. Ergebnisse der EU-weiten Arbeitskräfteerhebung. In: Wirtschaft und Statistik H. 4, S. 298-301.
Abstract
"Auf dem Arbeitsmarkt haben sich in den vergangenen Jahren tief greifende Veränderungen vollzogen. Neben dem klassischen 'Normalarbeitsverhältnis' in Form einer abhängigen Beschäftigung von unbefristeter Dauer ist eine Vielzahl anderer Beschäftigungsformen zu beobachten. Insbesondere der Bereich der Arbeitnehmerüberlassung, auch 'Zeitarbeit' oder 'Leiharbeit' genannt, hat in den letzten Jahren, infolge der deregulierenden Neugestaltung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) ab 2003, an Bedeutung gewonnen. Der Beitrag liefert Zahlen zur Zeitarbeit, die in der im Mikrozensus integrierten Arbeitskräfte-Erhebung der Europäischen Union (EU) 2006 erstmals mittels einer eigenen Frage erfasst wurde." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zeitarbeit in Nordrhein-Westfalen: Strukturen, Einsatzstrategien, Entgelte. Studie zur Zeitarbeit in NRW. Endbericht (2008)
Sczesny, Cordula; Jasper, Gerda; Schmidt, Sophie; Schulte, Helen; Dross, Patrick;Zitatform
Sczesny, Cordula, Sophie Schmidt, Helen Schulte, Patrick Dross & Gerda Jasper (2008): Zeitarbeit in Nordrhein-Westfalen. Strukturen, Einsatzstrategien, Entgelte. Studie zur Zeitarbeit in NRW. Endbericht. Düsseldorf, 122 S.
Abstract
"Der Bericht ist der Endbericht im Rahmen der Studie 'Zeitarbeit in Nordrhein-Westfalen' im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW. Im Mittelpunkt der Studie steht eine Analyse der Struktur sowie der betrieblichen als auch arbeitsmarktpolitischen Auswirkungen der Zeitarbeit in NRW. Die Studie basiert insgesamt auf einer Sekundäranalyse von quantitativen Daten aus der Statistik der Arbeitnehmerüberlassung sowie der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit, dem Sozio-oekonomischen Panel, dem IAB-Betriebspanel, dem BA-Beschäftigtenpanel sowie einer repräsentativen Befragung von Zeitarbeitsbetrieben (Soziale Innovation GmbH/Unique GmbH im Auftrag des BMBF). Der Bericht ist folgendermaßen aufgebaut:
- Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse,
- Kapitel 1: Ziele der Studie,
- Kapitel 2: Struktur der Branche Zeitarbeit,
- Kapitel 3: Merkmale der Zeitarbeitnehmer/innen,
- Kapitel 4: Bild der Entleihbetriebe,
- Kapitel 5: Einsatzstrategien von Zeitarbeitnehmer/innen in Entleihbetrieben (inklusive Nutzungsintensität und Substitution von Stammbelegschaft durch Zeitarbeit),
- Kapitel 6: Qualifikationsgerechter Einsatz von Zeitarbeitnehmer/innen,
- Kapitel 7: Entgeltgestaltung sowie
- Kapitel 8: Zu den Erwerbsverläufen von Zeitarbeitnehmer/innen." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Atypische Beschäftigung auf dem deutschen Arbeitsmarkt: Begleitmaterial zum Pressegespräch am 9. September 2008 in Frankfurt am Main (2008)
Abstract
Für die Entwicklung des Arbeitsmarktes von 1997 bis 2007 wird festgestellt, dass die Zahl der Erwerbstätigen insgesamt um 2,3 Millionen gestiegen ist. Zu dieser Steigerung hat vor allem die Zunahme atypischer Beschäftigungsverhältnisse beigetragen. Zwischen 1997 und 2007 sind 1,06 Millionen mehr atypische Beschäftigungsverhältnisse entstanden als im Saldo Normalarbeitsverhältnisse abgebaut wurden. Die Zahl der Normalarbeitsverhältnisse ist in diesem Zeitraum um 1,53 Millionen gesunken. Trotz der großen Bedeutung, die der atypischen Beschäftigung für die Entwicklung der abhängigen Beschäftigung zukommt, bleibt das Normalarbeitsverhältnis auch 2007 die dominierende Beschäftigungsform, der fast drei Viertel aller abhängig Beschäftigten nachgehen. Am stärksten betroffen vom Abbau der Normalarbeitsverhältnisse waren Handel und Gastgewerbe. Die Zeitarbeit wächst besonders dynamisch, die Teilzeitarbeit ist mengenmäßig am bedeutendsten. Im Hinblick auf die Beschäftigtenstruktur wird festgestellt, dass der Anteil der Frauen in atypischer Beschäftigung mehr als zweieinhalb mal so groß ist wie der der Männer. Junge Menschen, gering Qualifizierte und Ausländer sind am ehesten atypisch beschäftigt. Rund sieben Prozent der atypisch Beschäftigten leben überwiegend von Harz-IV-Leistungen. (IAB)
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Literaturhinweis
Atypical work and pay (2007)
Zitatform
Addison, John T. & Christopher J. Surfieldt (2007): Atypical work and pay. In: Southern Economic Journal, Jg. 73, H. 4, S. 1038-1065.
Abstract
"Atypical work has long been criticized in popular debate as providing poorly compensated, precarious employment. Yet the empirical evidence is both incomplete and mixed. The main contribution of the present paper is to estimate wage differences for the full set of these alternative work arrangements while simultaneously controlling for observed demographic characteristics and unobserved person-specific fixed effects. The paper also allows for the skewness in atypical worker earnings while retaining the Mincerian human capital earnings function. Our improved estimates are consistent with some of the more optimistic findings reported in the literature, the caveat being that we are examining here only the wage component of the total compensation package." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Marginal employment and the demand for heterogeneous labour: empirical evidence from a multi-factor labour demand model for Germany (2007)
Zitatform
Freier, Ronny & Viktor Steiner (2007): Marginal employment and the demand for heterogeneous labour. Empirical evidence from a multi-factor labour demand model for Germany. (DIW-Diskussionspapiere 662), Berlin, 30 S.
Abstract
"We develop a structural multi-factor labour demand model which distinguishes between eight labour categories including non-standard types of employment such as marginal employment. The model is estimated for both the number of workers and total working hours using a new panel data set. For unskilled and skilled workers in full-time employment, we find labour demand elasticities similar to previous estimates for the west German economy. Our new estimates of own-wage elasticities for marginal employment range between -.4 (number of male workers in west Germany) to -1 (working hours for women). We illustrate the implications of these estimates by simulating the likely labour demand effects of the recent increase of employers' social security contributions (SSC) on marginal employment in Germany." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
The part-time wage penalty in European countries: how large is it for men? (2007)
Zitatform
O'Dorchai, Sile, Robert Plasman & François Rycx (2007): The part-time wage penalty in European countries. How large is it for men? (IZA discussion paper 2591), Bonn, 34 S.
Abstract
"Economic theory advances a number of reasons for the existence of a wage gap between part-time and full-time workers. Empirical work has concentrated on the wage effects of part-time work for women. For men, much less empirical evidence exists, mainly because of lacking data. In this paper, we take advantage of access to unique harmonised matched employer-employee data (i.e. the 1995 European Structure of Earnings Survey) to investigate the magnitude and sources of the part-time wage penalty for male workers in six European countries (i.e. Belgium, Denmark, Ireland, Italy, Spain, and the UK). Findings show that the raw gap in hourly gross pay amounts to 16 per cent of male part-timer's wage in Spain, to 24 per cent in Belgium, to 28 per cent in Denmark and Italy, to 67 per cent in the UK and to 149 per cent in Ireland. Human capital differences explain between 31 per cent of the observed wage gap in the UK and 71 per cent in Denmark. When a larger set of control variables is taken into account (including occupation, industry, firm size, and level of wage bargaining), a much smaller part of the gap remains unexplained by differences in observed characteristics (except in Italy). Overall, results suggest that policy initiatives to promote lifelong learning and training are of great importance to help part-timers catch up. Moreover, except for Italy, they point to a persisting problem of occupational and sectoral segregation between men working part-time and full-time which requires renewed policy attention." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Chance auf Zukunft? Berufliche Selbständigkeit als Option für Jugendliche mit türkischem Migrationshintergrund auf ihrem Weg in die Erwerbstätigkeit in der BRD (2007)
Pahle-Franzen, Ulrike;Zitatform
Pahle-Franzen, Ulrike (2007): Chance auf Zukunft? Berufliche Selbständigkeit als Option für Jugendliche mit türkischem Migrationshintergrund auf ihrem Weg in die Erwerbstätigkeit in der BRD. Göttingen: Cuvillier, 118 S.
Abstract
"Trotz einer immer stärkeren Bedeutung des Berufes für die gesellschaftliche Teilhabe nehmen vor allem Jugendliche mit türkischem Migrationshintergrund immer weniger an der traditionellen Berufsausbildung im Dualen System in der BRD teil. Auf dem Ausbildungsstellenmarkt selbst haben sie eine Sonderstellung: Ihre Kompetenzen werden vielfach als defizitär wahrgenommen, wobei sich die Frage stellt, ob diese eindimensionale Sicht gerechtfertigt ist. Genau an diesem Punkt setzt die Forschung der Autorin ein: Sie betrachtet das Handeln und Verhalten der postmodernen Jugendlichen, die zwischen zwei Kulturen heranwachsen, unter dem Blickwinkel des pädagogischen Konzepts des sozialen Raums. Von der sozioökonomischen Situation in der Türkei seit den 1960er Jahren ausgehend zeigt sie auf, wie sich im Heimatland die soziale Lage bis heute entwickelt hat und sucht nach möglichen Erklärungen für den vor allem in den letzten Jahren auffallend häufigen Schritt in die Selbstständigkeit. Zuletzt stellt sie verschiedene institutionelle Unterstützungsprogramme und Förderleistungen vor, die den Existenzgründern angeboten werden, und bietet Handlungsempfehlungen an, die vor allem für interessiertes Fachpublikum, betriebliche und außerbetriebliche pädagogische Fachleute, interkulturell involvierte Institutionen sowie kommunale Trägerschaften einen hohen Grad an Innovation darstellen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Atypische Arbeitsverträge: ein Mittel zum Abbau von Arbeitslosigkeit? (2006)
Boockmann, Bernhard;Zitatform
Boockmann, Bernhard (2006): Atypische Arbeitsverträge: ein Mittel zum Abbau von Arbeitslosigkeit? In: Orientierungen zur Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik H. 109, S. 25-30.
Abstract
Arbeitsverträge müssen weder auf Dauer noch auf eine Beschäftigung in Vollzeit angelegt sein. Immer mehr Arbeitnehmer sind befristet, in Teilzeit oder bei einer Leiharbeitsfirma beschäftigt. Bei manchen Beschäftigungsformen verschwimmt die Grenze zwischen abhängiger und selbstständiger Arbeit. Der Beitrag untersucht die These, dass atypische Arbeitsverhältnisse die Beschäftigung insbesondere deshalb erhöhen, weil sie Arbeitslosen eine Chance zum Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt gibt. Dabei konzentriert er sich auf die befristete Beschäftigung und die Zeitarbeit. Eine theoretische Analyse kommt zu dem Fazit, dass der These, temporäre Beschäftigungsformen wie befristete Beschäftigung und Zeitarbeit könnten helfen, die Arbeitslosigkeit abzubauen, gewichtige Argumente entgegenstehen. So kann eine Zweiteilung des Arbeitsmarktes dazu führen, dass im beweglichen Segment das Lohnniveau erhöht und die Beschäftigung gesenkt wird. Empirische Befunde wie der Vergleich der Ergebnisse von Kausalanalysen mit Vergleichsgruppenansatz legen zudem nahe, dass die Integrationsfunktion und damit der Effekt auf die Beschäftigung bei der Zeitarbeit gering ist. Die Ergebnisse empirischer Studien zeigen aber auch, dass befristete Verträge vermutlich weniger Nachteile haben und mit weniger persönlichen Risiken behaftet sind, als in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. (IAB)
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Literaturhinweis
Erstarrung, Beschleunigung oder Polarisierung? Arbeitsmarktmobilität und Beschäftigungsstabilität im Zeitverlauf: neue Ergebnisse mit der IAB-Beschäftigtenstichprobe (2006)
Zitatform
Erlinghagen, Marcel (2006): Erstarrung, Beschleunigung oder Polarisierung? Arbeitsmarktmobilität und Beschäftigungsstabilität im Zeitverlauf. Neue Ergebnisse mit der IAB-Beschäftigtenstichprobe. (Graue Reihe des Instituts Arbeit und Technik 2006-01), Gelsenkirchen, 50 S.
Abstract
"Die Analyse untersucht auf Basis des Regionalfiles der IAB-Beschäftigtenstichprobe 1975-2001 die Entwicklung von Arbeitsmarktmobilität und Beschäftigungsstabilität für Westdeutschland. Im Ergebnis zeigt sich (a) eine im Zeitverlauf unabhängig von individuellen, betrieblichen und makroökonomischen Faktoren generelle Destabilisierung von Beschäftigungsverhältnissen sowie (b) eine diesem Prozess zugrunde liegende Polarisierung insbesondere aufgrund der Qualifikation von Beschäftigten. Insgesamt liefern die Resultate keinen Beleg für eine (zunehmende) Erstarrung des westdeutschen Arbeitsmarktes. Hinsichtlich der Frage, ob eher eine reflexiv-moderne Diskontinuität von Erwerbsverläufen oder aber eine Zunahme des mit dem individuellen Arbeitnehmer untrennbar verknüpften Wissens hinter den komplexen Entwicklungen steckt, ist jedoch keine eindeutige Antwort möglich. Die Destabilisierung von Beschäftigungsverhältnissen und insbesondere die im Zeitverlauf generell zunehmende Beschleunigung von Betriebswechseln sind Indizien, die eher für einen Bedeutungszuwachs von 'Arbeitskraftunternehmern' sprechen. Jedoch ist zu berücksichtigen, dass zumindest die Destabilisierung von Beschäftigung insgesamt kein kontinuierlicher Zeittrend ist, sondern die individuellen Arbeitsmarktakteure zu unterschiedlichen Zeiten mal mehr, mal weniger von der Beschleunigung betroffen gewesen sind. Ferner weisen insbesondere Ungelernte und Akademiker eine erhöhte Mobilität auf - aus unterschiedlichen Gründen und mit unterschiedlichen Folgen. Während qualifizierte Beschäftigte vermehrte Betriebswechselchancen und abnehmende Arbeitslosigkeitsrisiken aufweisen, erleben Ungelernte eine 'doppelte Polarisierung'. Innerhalb des Ungelerntensegments wächst zwar das Arbeitslosigkeitsrisiko deutlich, jedoch nehmen gleichzeitig auch die Chancen auf einen unmittelbaren Betriebswechsel zu. Dieser Befund stützt somit eher die wissensgesellschaftliche These einer stärkeren qualifikationsspezifischen Ausdifferenzierung von Arbeitsmarktchancen und Arbeitsmarktrisiken. Somit ist anzunehmen, dass selbst die sogenannten 'Geringqualifizierten' verstärkt über wesentliche Basisqualifikationen verfügen müssen, wenn Sie auf dem wissensgesellschaftlichen Arbeitsmarkt bestehen wolle." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
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Atypische Beschäftigung insgesamt
- Gesamtbetrachtungen
- Erosion des Normalarbeitsverhältnisses
- Prekäre Beschäftigung
- Politik, Arbeitslosigkeitsbekämpfung
- Arbeits- und Lebenssituation atypisch Beschäftigter
- Betriebliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Rechtliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Gesundheitliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Beschäftigungsformen
- Qualifikationsniveau
- Alter
- geographischer Bezug
- Geschlecht
