Atypische Beschäftigung
Der deutsche Arbeitsmarkt wird zunehmend heterogener. Teilzeitbeschäftigung und Minijobs boomen. Ebenso haben befristete Beschäftigung und Leiharbeit an Bedeutung gewonnen und die Verbreitung von Flächentarifverträgen ist rückläufig. Diese atypischen Erwerbsformen geben Unternehmen mehr Flexibilität.
Was sind die Konsequenzen der zunehmenden Bedeutung atypischer Beschäftigungsformen für Erwerbstätige, Arbeitslose und Betriebe? Welche Bedeutung haben sie für die sozialen Sicherungssysteme, das Beschäftigungsniveau und die Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes? Die IAB-Themendossier bietet Informationen zum Forschungsstand.
- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
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Atypische Beschäftigung insgesamt
- Gesamtbetrachtungen
- Erosion des Normalarbeitsverhältnisses
- Prekäre Beschäftigung
- Politik, Arbeitslosigkeitsbekämpfung
- Arbeits- und Lebenssituation atypisch Beschäftigter
- Betriebliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Rechtliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Gesundheitliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Beschäftigungsformen
- Qualifikationsniveau
- Alter
- geographischer Bezug
- Geschlecht
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Neue Selbstständige in Wien. Beschäftigungsentwicklung, Erwerbsdaten und Unterstützungsbedarf (01.01.2006)
L&R SozialforschungEnzenhofer, EdithQuelle: Projektinformation der L&R SozialforschungBeschreibung
Zum Wirtschaftsbereich der Neuen Selbstständigen in Wien liegen bereits repräsentative Ergebnisse vor, was Soziodemographie, Einkommen, Arbeitsbelastung, Lebenslagen und Erwerbssituation dieser Personen betrifft. Wenig beleuchtet sind allerdings noch die Beschäftigungswirkung durch diese Erwerbsform, die Nachhaltigkeit der Gründungsprozesse und der Bedarf an Unterstützung bzw. Hilfestellung, der bei der Gründung von Betrieben durch Neue Erwerbstätige entsteht. Auch existieren zurzeit lediglich bundesweite Daten zur Unternehmensgröße und den Branchen der Neuen Selbstständigen. Die vorliegende Studie zielt darauf ab, diese Lücken zu schließen. Im Rahmen einer repräsentativen Befragung von Neuen Selbstständigen in Wien werden die fehlenden Spezifika herausgearbeitet und vor dem Hintergrund der Ergebnisse einer Vergleichsgruppenbefragung von Mikro- und Kleinbetrieben aus dem Bereich der gewerblichen Wirtschaft analysiert. Veröffentlichungen: Enzenhofer, Edith ; Riesenfelder, Andreas ; Wetzel, Petra (2006): Neue Selbstständige in Wien. Beschäftigungsentwicklung, Erwerbsdaten und Unterstützungsbedarf, Wien, 87 S., http://www.lrsocialresearch.at/files/EB_L&R_Sozialforschung_Neue_Selbststaendige_Wien_(15).pdf
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Studie zur Arbeitskräfteüberlassung in Österreich (01.01.2006)
L&R SozialforschungRiesenfelder, AndreasQuelle: Projektinformation der L&R SozialforschungBeschreibung
Grundlagenstudie zur Erforschung der Arbeitskräfteüberlassung bzw. Zeitarbeit in Österreich. Forschungsschwerpunkte: Erwerbskarrieren von ZeitarbeiterInnen auf Basis von Längsschnittdatenauswertungen für die Jahre 1995 bis 2006; Arbeitszufriedenheit mit Zeitarbeitsverhältnissen; Zeitarbeit als Übergangserwerb; Zeitarbeit als Einstiegsphänomen; Vor- und Nachteile der Zeitarbeit aus Sicht der betroffenen ArbeitnehmerInnen; Zeitarbeit aus Sicht der Beschäftigerbetriebe; Zeitarbeit aus Sicht des Arbeitsmarktservice Österreich (Nachhaltigkeit, Zusammenarbeit, Stellenwert der gemeinnützigen Arbeitskräfteüberlassung); Vergleichende Längsschnittanalysen zur Gegenüberstellung von Vermittlungseffekten von einerseits Personen, welche in Zeitarbeit vermittelt werden und andererseits Personen, welche in Standardbeschäftigung vermittelt werden; Analyse der Saisonarbeitslosigkeit von ZeitarbeiterInnen
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Was ist gute Arbeit? Anforderungen an den Berufseinstieg aus der Sicht der jungen Generation (01.01.2006)
Internationales Institut für empirische SozialökonomieKistler, Ernst, Prof. Dr.Beschreibung
Es gibt eine Vielfalt von Anzeichen dafür, dass die Berufseinstiege junger Menschen in den letzten Jahrzehnten schwieriger und für einen steigenden Anteil der Betroffenen auch prekärer geworden sind. Die vorliegende Empirie dazu ist aber sehr heterogen und auch nicht widerspruchsfrei. Die Palette der einschlägigen Debatten reicht von den Schwierigkeiten von Ausbildungsabsolventen "an der zweiten Schwelle" bis zur umstrittenen Frage, ob es, vor allem bei Hochschulabsolventen, eine "Generation Praktikum" gibt.>> Im Rahmen des Projekts reanalysiert das Internationale Institut für Empirische Sozialökonomie, INIFES gGmbH in Stadtbergen die BAuA/INQA-Erhebung "Was ist gute Arbeit?"(Der Bericht zu dieser 2004 durchgeführten großen Repräsentativerhebung unter Erwerbstätigen ist als Band 19 der INQA-Schriftenreihe erschienen (ISBN 3-86509-544-5)) unter dieser spezifischen Themenstellung. Ergänzend dazu werden>> - weitere vorliegende Datenquellen (z. B. Sozioökonomisches Panel, Mikrozensus, IAB-Betriebspanel) sekundäranalytisch einbezogen und>> - eine zusätzliche repräsentative telefonische Befragung von 18- bis 35-Jährigen, die ihre Ausbildung, ihr Studium bereits abgeschlossen haben, ausgewertet. Die Befragung wird von TNS Infratest Sozialforschung, München durchgeführt.>> In der Primärerhebung wie in den Sekundäranalysen geht es um eine detaillierte Untersuchung der Verbreitung und Entwicklung der Beschäftigungsverhältnisse vor dem/beim Berufseinstieg. Analysiert werden Mehrfachbetroffenheiten mit atypischer Beschäftigung sowie Motive und speziell die Inhalte, Formalia und Folgen atypischer Beschäftigung. Die erlebte Arbeitsqualität und die Bewertung der Wege des Berufseinstiegs aus erwerbsbiographischer Perspektive, z. B. hinsichtlich Kompetenzerwerb, Berufschancen etc., werden einbezogen. Veröffentlichungen: Fuchs, Tatjana ; Ebert, Andreas (2008): Was ist gute Arbeit? Anforderungen an den Berufseinstieg aus Sicht der jungen Generation. Ergebnisse einer repr
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Zufriedenheit, Einkommenssituation und Berufsperspektiven bei Neuen Erwerbsformen in Wien (01.09.2005)
abif - analyse beratung und interdisziplinäre forschungSteiner, KarinBeschreibung
Aktuelle Forschungsbefunde liefern Hinweise darauf, dass es derzeit im gesamten Bundesgebiet zu einer starken Erosion von Normalarbeitsverhältnissen kommt. Dieser Prozess birgt eine Reihe von sozialen Risiken in sich, eröffnet aber auch neue Beschäftigungschancen und individuelle Freiräume. Auf Grund der Konzentration der neuen Formen der Beschäftigung auf den urbanen Bereich stellt sich demnach besonders für Wien die Frage, welche aktuellen Entwicklungen in diesem stetig wachsenden Sektor des Beschäftigungssystems vorliegen und welche sozialen und wirtschaftlichen Implikationen damit zu verbinden sind. Ein besonderes Interesse in diesem Zusammenhang kommt auch den Technologiesektoren, dem Cluster der Creative Industries sowie dem Sektor der unternehmensbezogenen Dienstleistungen als Schwerpunktfeld der Wiener Wirtschaftspolitik zu. Methoden: Vor diesem Hintergrund wird im Projekt ein allgemeiner Überblick zu bestehenden Forschungsergebnissen und Daten gegeben. Basierend auf aufbereiteten Längsschnittdaten des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger wird für das Bundesland Wien als auch für ganz Österreich der aktuelle Status Quo an neuen Erwerbsformen wiedergegeben sowie deren Entwicklung und zukünftige Trends beschrieben. Weiters wird eine repräsentative Befragung in Wien bei neuen Erwerbsformen durchgeführt, im Zuge derer 800 Personen befragt werden. Die durch die Datenanalyse und quantitative Befragung entstehende Typologie an neuen Erwerbsformen wird durch qualitative Daten aus acht Fallstudien in Unternehmen, in denen 28 Interviews mit Personalverantwortlichen und Beschäftigten durchgeführt werden, ergänzt. Veröffentlichungen: Kaupa, Isabella / Kein, Christina / Kreiml, Thomas / Riesenfelder, Andreas / Steiner, Karin / Weber, Maria / Wetzel, Petra (2006): Zufriedenheit, Einkommenssituation und Berufsperspektiven bei Neuen Erwerbsformen in Wien, Kurzbericht, Wien, http://www.abif.at/deutsch/download/Files/Neue_Erwerbsformen_Wien_Kurzbericht.pdf ;
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Arbeiten, Lernen und Weiterbildung in der Zeitarbeit - eine Befragung von Zeitarbeitnehmern in Deutschland (01.06.2005)
Universität Erlangen-Nürnberg, Lehrstuhl für Psychologie, insb. Wirtschafts- und SozialpsychologieMoser, Klaus, Prof. Dr.Beschreibung
Im Rahmen einer kombinierten Offline- und Online-Fragebogenuntersuchung wurden im August/Sept. 2005 deutschlandweit 433 Zeitarbeitnehmer/innen zu ihren aktuellen Tätigkeiten im Einsatzunternehmen sowie den Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten in der Zeitarbeit befragt. Die Stichprobe der Untersuchung kann hinsichtlich der Tätigkeitsgebiete, des Einsatzstatus, der soziodemographischen Merkmale sowie der regionalen Verbreitung der Zeitarbeitnehmer/innen als eine gute Annäherung an die Grundgesamtheit der Zeitarbeitnehmer in Deutschland gelten. Es zeigen sich deutliche Unterschiede im Lernpotential und der Persönlichkeitsförderlichkeit der Einsatztätigkeiten im Hinblick auf die Variabilität, den Handlungsspielraum, die Komplexität sowie den Arbeitsbelastungen in Abhängigkeit vom Tätigkeitsbereich, dem Einsatzstatus und dem beruflichen Hintergrund der Zeitarbeitnehmer/innen. Allgemein wurde gefunden, dass Zeitarbeitnehmer/innen kaum Zugang zu formalen Weiterbildungsangeboten erhalten, weder durch die Zeitarbeits- noch durch die Einsatzunternehmen. Der informelle Lerngewinn im Rahmen der Beschäftigung als Zeitarbeitnehmer/in wird dagegen als hoch eingeschätzt, wobei die Arbeitnehmer/innen den Lerngewinn vor allem in einem Erfahrungszuwachs sehen und weniger in der Vertiefung von fachlichen Fertigkeiten. Der Lerngewinn wird sowohl durch den Einsatzstatus als auch durch den beruflichen Ausbildungshintergrund der Zeitarbeitnehmer/innen beeinflusst. Zeitarbeitnehmer/innen, die als ungelernte Hilfskräfte eingesetzt werden, erleben den geringsten Lerngewinn. Ähnliche Ergebnisse fanden sich mit Blick auf den beruflichen Ausbildungshintergrund. Diejenigen, die eine Berufsausbildung abgeschlossen hatten, profitierten am meisten von der Zeitarbeit. Diejenigen mit geringerer Qualifizierung - aber auch jene mit sehr hoher Qualifizierung - profitierten weniger. Neben den Arbeitsplatzmerkmalen hing der subjektive Lerngewinn der Zeitarbeitnehmer/innen entscheidend von ihrer jeweili
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Atypische Erwerbsverläufe und Arbeitsorganisationsformen und ihr Zusammenhang zu wahrgenommenen Fehlbelastungen (01.01.2005)
Universität Erlangen-Nürnberg, Lehrstuhl für Psychologie, insb. Wirtschafts- und SozialpsychologieMoser, Klaus, Prof. Dr.Quelle: Projektinformation der Uni Erlangen-NürnbergBeschreibung
Im Mittelpunkt des Forschungsprojektes steht die Analyse der spezifischen Interaktion von atypischen Erwerbsverläufen, Arbeitsorganisationsformen und die wahrgenommene Fehlbelastung. Atypische Erwerbsverläufe im Sinne wechselnder Tätigkeitsbereiche über das Erwerbsleben hinaus werden für die Erwerbsfähigen zunehmend zur Normalität. Neben wechselnden Tätigkeiten und Arbeitsorten ist auch die vertragsrechtliche Absicherungen der Beschäftigten einem erheblichen Wandel unterworfen. Diese Art der Flexibilität stellt besondere Anforderungen im Sinne des Umgangs mit Unsicherheit. Insbesondere Beschäftigte, die in keiner dauerhaften Bindung zum Unternehmen stehen, sind besonders häufig belastenden Arbeitsbedingungen ausgesetzt bzw. nehmen die Arbeitsbedingungen als besonders belastend wahr. Im Rahmen des Projektes wird untersucht, welche spezifischen Belastungen sich aus der Unstetigkeit von Erwerbsverläufen ergeben, wie sich bestehende Unsicherheit im Bereich der Arbeitsorganisationsform, wie z.B. die Zeitarbeit, auswirkt und welcher Zusammenhang zu wahrgenommenen Fehlbelastungen besteht. Ziel ist es, ein Methodeninventar zu erstellen, mit dem eine größere Anzahl Beschäftigter unterschiedlicher Beschäftigungsgruppen trennscharf erfasst werden kann. Methoden: Untersuchungsdesign: Querschnitt Erhebungstechniken und Auswertungsverfahren: Qualitatives Interview (Stichprobe: 35). Standardisierte Befragung, schriftlich (Stichprobe: 165). Standardisierte Befragung, online (Stichprobe: 385). Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts. Datenbestand: Abgabe nein Veröffentlichungen: Hecker, Dominik ; Galais, Nathalie ; Moser, Klaus (2006): Atypische Erwerbsverläufe und wahrgenommene Fehlbelastungen, Schriftenreihe der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin FB 1075, Bremerhaven: Wirtschaftsverlag NW, 85 S.
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Arbeit und Prekarität. Ermittlung der Regulierungserfordernisse bei atypischen Beschäftigungsverhältnissen (01.01.2005)
Internationales Institut für empirische SozialökonomieFuchs, TatjanaQuelle: Projektinformation bei der Hans-Böckler-StiftungBeschreibung
Seit den 80er Jahren steigt die Verbreitung von Arbeitsverhältnissen, die mit einem höheren Unsicherheitspotential einhergehen, als das klassische Normalarbeitsverhältnis. Diese - meist atypisch genannten Arbeitsverhältnisse, beispielsweise geringfügige, befristete oder Leiharbeitsverhältnisse - gehen häufig mit einem nicht existenzsichernden oder einem deutlich niedrigeren Einkommen für gleiche bzw. gleichwertige Arbeit einher. Zudem gelten viele soziale Rechte und Arbeitnehmerrechte nicht oder nur eingeschränkt, z. B. der Kündigungsschutz, der Sozialversicherungsschutz, das Recht auf Mutterschutz und einige Mitbestimmungsrechte. Insbesondere vor dem Hintergrund wachsender Arbeitslosigkeit bedeutet dies für die Beschäftigten vielfach Unsicherheit bzw. Verunsicherung, faktische Rechtlosigkeit und vor allem keine längerfristige Planungssicherheit für das eigene Leben.>> Die Zielsetzung des Projekts besteht in einer, für die betriebliche Praxis verständlichen, Aufarbeitung des soziologischen und arbeitspsychologischen Forschungsstandes zum Prekaritätspotential von atypischen Arbeitsverhältnissen. In den Blick genommen wird zum einen die besondere Arbeits-, Einkommens- und Lebenssituation von Beschäftigten in atypischen Arbeitsverhältnissen, zum anderen wird nach den möglichen Folgewirkungen (wie Lohndumping, Unsicherheit, Arbeitnehmerrechte, etc.) gefragt. Dieser praxisnahe Forschungstransfer soll eine breite betriebliche Diskussion der Gestaltungserfordernisse neuer Arbeitsformen ermöglichen und Ansatzpunkte für Regulierungsmöglichkeiten benennen. Aus diesem Grund werden die Befunde, wo immer es das vorliegende Datenmaterial zuließ, auf den Organisationsbereich einer Gewerkschaft, nämlich der Industriegewerkschaft Metall, zugespitzt. Am Beispiel der Regulierung von Leiharbeit in Frankreich werden staatliche Regulierungsmöglichkeiten aufgezeigt.>> Ergebnisse: Sowohl die Zahl als auch der Anteil der befristeten, geringfügigen und Leiharbeitsverhältnisse sind -
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Konsequenzen atypischer Beschäftigung (01.01.2005)
Wirtschaftsuniversität Wien, Institut für Arbeitsmarkttheorie und -politikMühlberger, UlrikeBeschreibung
Dieses Forschungsprojekt untersucht die Dynamik von flexiblen Arbeitsformen (Teilzeit, Geringfügigkeit, Leiharbeit, befristete Beschäftigung) und geht der Frage nach, ob flexible Arbeitsformen ein Instrument darstellen, Individuen langfristig in den Arbeitsmarkt zu integrieren bzw. an den Arbeitsmarkt zu binden. Unsere primäre Forschungsfrage zielt auf die Untersuchung ab, ob flexible Arbeitsformen langfristig die Chancen auf eine 'reguläre' Beschäftigung erhöhen.>> Weiters fragen wir, ob Individuen mit flexiblen Arbeitsformen einen geringeren Lohn erhalten, wenn sie auf einen 'regulären' Arbeitsvertrag wechseln als Individuen, die vorher keinen flexiblen Arbeitsvertrag hatten (long-term wage penalties). Anhand von Paneldaten beschäftigen wir uns mit dem Wechsel von Arbeitsverträgen (labour market transitions) - also von flexiblen Arbeitsverträgen zu 'regulären', Arbeitslosigkeit, nicht-Beschäftigung oder zu anderen Arbeitsformen - und mit mittelfristigen Lohnkonsequenzen von Teilzeitarbeitskräften, geringfügig Beschäftigten, LeiharbeitnehmerInnen und befristet Beschäftigten in vier europäischen Ländern (Österreich, Deutschland, Italien und Großbritannien). Im Gegensatz zu üblichem Forschungsoutput in diesem Bereich gehen wir über eine kurzfristige, cross-sectional Analyse hinaus, um einen komparativen und dynamischen Blick der Konsquenzen von atypischer Beschäftigung zu liefern. Veröffentlichungen: Mühlberger, Ulrike. 2007. Dependent Self-Employment: Workers on the Border between Employment and Self-Employment. Basingstoke: Palgrave McMillan ; Mühlberger, Ulrike (2007): Hierarchical Forms of Outsourcing and the Creation of Dependency, in: Organization Studies, Vol. 28, No. 5, S. 709-727 ; Mühlberger, Ulrike ; Pasqua, Silvia (2006): The "Continuous Collaborators" in Italy. Hybrids between Employment and Self-employment. CHILD Working Paper 10/2006, http://www.child-centre.it/papers/child10_2006.pdf ; Mühlberger, Ulrike ; Pasqua, Silvia (2006): Workers
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Neue Selbstständige im europäischen Vergleich. Strukturen, Dynamik, Förderung und soziale Sicherung von neuer selbstständiger Erwerbsarbeit (01.05.2004)
Wissenschaftszentrum Berlin für SozialforschungSchmid, Günther, Prof. Dr.Beschreibung
Für fünf europäische Länder werden auf der Basis von ExpertInneninterviews und Umfragedaten die Struktur der Selbstständigkeit, ihre Dynamik, ihre arbeitsmarktpolitische Förderung sowie die soziale Sicherung von Selbstständigen aufgezeigt. Der Begriff der "neuen Selbstständigkeit" wird aus dem jeweiligen länderspezifischen Verständnis abgeleitet. In der Mehrzahl der europäischen Länder ist seit den 80er Jahren eine Zunahme an selbstständiger Erwerbsarbeit (außerhalb der Landwirtschaft) zu beobachten. In Deutschland ist dies verbunden mit einer wachsenden Zahl von "neuen Selbstständigen", die häufig direkt aus der Ausbildung oder der Arbeitslosigkeit kommen und im Dienstleistungsbereich Klein-Unternehmen mit nur geringem Kapital gründen. Dies geht mit einer stärkeren Arbeitsmarktdynamik einher, so dass häufigere Wechsel in und aus der Selbstständigkeit heraus Bestandteil der Erwerbsbiographien eines wachsenden Teils der Bevölkerung werden. Dadurch ergeben sich neue Herausforderungen für die Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik. Es gilt die Ausweitung "prekärer" Selbstständigkeit zu verhindern. Konzepte der sozialen Sicherung müssen sich auf flexible Erwerbsverläufe einstellen, die zunehmend Phasen der Selbstständigkeit aufweisen. Der Schwerpunkt der Analysen richtet sich auf ländertypische Unterschiede der Situation Selbstständiger: Wie gestaltet sich das Ausmaß, die Struktur, die Entwicklung und die Dynamik der Selbstständigkeit in den einzelnen Ländern? Inwiefern ist eine Renaissance der Selbstständigkeit mit einer Zunahme "neuer Selbständigkeit" verbunden? Gibt es im europäischen Vergleich Ansatzpunkte für eine gelungene Ausgestaltung der sozialen Sicherung und weiterer wesentlicher Rahmenbedingungen für die betreffenden Beschäftigtengruppen? Ziel ist es, die Theorie der "Übergangsarbeitsmärkte" um Kenntnisse der Veränderungsdynamik in dem Arbeitsmarktbereich Selbstständigkeit zu präzisieren. Weiterhin soll in europäisch vergleichender Perspektive ein Beitrag zur
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Global Call Center Survey - Fallstudien Deutschland und Polen (01.04.2004)
Universität Duisburg-Essen, Institut für SoziologieShire, Karen A., Prof. Dr.Beschreibung
Das Projekt ist als internationaler Vergleich angelegt, mit dem ein umfassender Überblick über die Callcenter-Landschaft in verschiedenen Industrie- und Schwellenländern gewonnen werden soll.>> 1. Kontext/ Problemlage: Callcenter haben sich in den letzten Jahren als Schnittstellen zum Kunden quer durch fast alle Branchen und Wirtschaftssektoren verbreitet. Sie stehen beispielhaft für flexibilisierte, IT-gestützte und marktnahe Dienstleistungsarbeit. Durch eine standardisierte Managementbefragung und qualitative Fallstudien erfolgt erstmals eine möglichst umfassende Bestandsaufnahme der Personalpolitik und der Managementpraxis in deutschen und polnischen Callcentern. Im globalen Zusammenhang geht das Projekt der Frage nach, wie Beschäftigtenstruktur, Arbeitsbedingungen, Managementstrategie und wirtschaftlicher Erfolg in Callcentern in verschiedenen Ländern zusammenhängen. Zudem erforschen wir Strukturen von formaler und informeller Interessenvertretung und Beteiligung sowie die Einbindung in regionale Wirtschaftsförderungs- und Netzwerkstrukturen und deren Auswirkungen auf die Arbeit in Callcentern. Die Hans-Böckler-Stiftung finanziert die Teil-Studien für Deutschland und Polen. Weitere Arbeitsgruppen sind an Universitäten in zwanzig weiteren Ländern (u.a. Australien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Indien, Irland, Israel, Japan, Kanada, Korea, den Niederlanden, Norwegen, auf den Philippinen, in Schweden, Südafrika und den USA) angesiedelt, so dass das Projekt ein umfassendes Bild der "Callcenter-Branche" erstellen wird, das unterschiedliche industrialisierte Länder, liberale und regulierte Marktwirtschaften, aber auch Schwellenländer einbezieht.>> 2. Fragestellung: Das Projekt zielt darauf, Erfolg versprechende Konstellationen in den Bereichen der Arbeits- und Technikgestaltung, Personalpolitik, Entlohnung und Interessenvertretung auf betrieblicher Ebene sowie im Ländervergleich zu identifizieren. Außerdem soll aufgezeigt werden, welche Bedingungen zu e
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Förderung der Kompetenzentwicklung in temporären Erwerbsformen (Zeitarbeit und befristete Beschäftigung) (01.01.2004)
Bundesinstitut für BerufsbildungMünchhausen, Gesa, Dr.Beschreibung
Das Projekt zielt darauf ab, Erkenntnisse im Hinblick auf die Ausgestaltung der Kompetenzentwicklung für Zeitarbeitnehmer/-innen zu gewinnen. Dabei soll der Frage nachgegangen werden, wie das Lernpotenzial von Veränderungen gezielt zur Kompetenzentwicklung der Erwerbstätigen genutzt werden kann. Eine Untersuchung an der Universität Bielefeld ergab nämlich, dass viele Zeitarbeiter in dem vermeintlichen Schwachpunkt der Zeitarbeit, nämlich den häufigen Wechseln, durchaus gerade einen Vorteil sehen. Denn Wechsel und Veränderungen eröffneten ihnen neue Optionen (vgl. Münchhausen/Wittwer, 2001). Es soll untersucht werden, inwiefern die Zeitarbeit so ausgestaltet werden kann, dass die Beschäftigten sich in der Arbeit qualifizieren können und diese neuen Qualifikationen dann gezielt genutzt werden (z.B. Entwicklung vom Hilfsarbeiter zur Fachkraft). Ziel ist es daher auch, herauszufinden, wie die erworbenen Kompetenzen transparent gemacht werden können, da dies eine zwingende Voraussetzung für ihre Anerkennung ist. In die Untersuchung einbezogen werden dabei des Weiteren geschlechtsspezifische Aspekte bei der Gestaltung von Kompetenzentwicklung sowie die unterschiedlichen Ausgangsqualifikationen der Zeitarbeitnehmer/-innen, die einen entscheidenden Einfluss auf die Frage der Kompetenzentwicklung in der Zeitarbeit haben. Insgesamt werden die erzielten Ergebnisse Ansatzpunkte liefern für die Ausgestaltung der Kompetenzentwicklung für Zeitarbeitnehmer/-innen. Diese können dann als Grundlage dienen für weitere quantitative empirische Erhebungen. Darüber hinaus werden sich transferierbare Ansatzpunkte bieten für andere Erwerbsformen, die mit beruflichen Wechseln und Veränderungen konfrontiert sind, wie die befristete Beschäftigung, die sogenannte neue Selbstständigkeit bzw. die Arbeit in Projekten.>> Im Einzelnen wird folgenden Forschungsfragen nachgegangen:>> - Welche Ansätze oder Instrumente sind empfehlenswert für die Ausgestaltung der Kompetenzentwicklung in der Zei
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Flexibilisierung und soziale Sicherheit - Eine empirische Untersuchung von Einstellungen zu Flexicurity-Maßnahmen (01.08.2003)
Universität Göttingen, Institut für SozialpolitikOstner, Ilona, Prof. Dr.Quelle: Projektinformation der Hans-Böckler-StiftungBeschreibung
Die beschäftigungspolitische Diskussion will mit dem Konzept der Flexicurity betriebliche Forderungen nach Flexibilisierung mit den Bedürfnissen der Beschäftigten nach sozialer Sicherheit versöhnen. Typische Maßnahmen sind Kompensationen für atypische Arbeit, z.B. Grundsicherungen, Übergänge in beide Richtungen zwischen Voll- und Teilzeitarbeit, auch zwischen Nichtbeschäftigung und Beschäftigung, damit verbunden Kombinationen von Markt- und Transfereinkommen, Formen beschäftigungssichernder Arbeitszeitpolitik, insbesondere Kontenmodelle, die Verknüpfung von lebenslanger Weiterbildung und Job-Rotation. Nicht alle Folgen von Flexibilisierung lassen sich klassisch sozialpolitisch kompensieren. Und nicht alle Folgen werden von allen Betroffenen auch als problematisch angesehen. Einige Gruppen verbinden spezifische Vorteile mit der Flexibilisierung; andere wünschen sich neue Sicherungen jenseits eines größeren objektiven Bedarfs.>> Im Mittelpunkt unserer Untersuchung steht die Frage nach den Folgen der Flexibilisierung der Arbeit für die Sicherheitserfahrung und die Sicherungsbedarfe der erwerbsfähigen beschäftigten und nichtbeschäftigten Bevölkerung. Wir interessieren uns für die Sicht der Bürger und wollen wissen,>> - wie erwerbsfähige Frauen und Männer in unterschiedlichen Lebens- und Arbeitssituationen Flexibilisierung wahrnehmen und bewerten;>> - inwieweit sie mit der Flexibilisierung der Beschäftigung überhaupt Unsicherheitserfahrungen verbinden - mit Blick auf Erwerbs- und Einkommenschancen sowie ihre private Lebensführung - und>> - welche Unsicherheiten jeweils von ihnen wahrgenommen werden;>> - inwieweit sie einen Bedarf an veränderten oder neuen Formen der Absicherung der Risiken, die mit veränderten Beschäftigungsverhältnissen verbunden sind, sehen und>> - ob sie aktuelle Vorschläge kennen und wie sie diese bewerten.>> Ergebnisse: Das Normalarbeitsverhältnis ist für die befragten Personen handlungsleitende Norm geblieben, auch bei Personen,
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Entgrenzte Arbeit - entgrenzte Familie. Neue Formen der praktischen Auseinandersetzung mit dem Spannungsfeld Arbeit und Familie (01.04.2003)
Deutsches JugendinstitutJurczyk, Karin, Dr.Beschreibung
Die Anforderungen an die Verbindungen von Familien- und Arbeitsleben verändern sich, wenn zeitlich, räumlich und berufsbiografisch flexible Arbeitsverhältnisse für immer mehr Männer und Frauen zur Norm werden. Ziel des Projektes ist, die praktischen Gestaltungsleistungen in Familien und Arbeitswelten und insbesondere ihre Wechselwirkungen unter Bedingungen von Entgrenzung empirisch zu untersuchen. Kontext/ Problemlage: Eine postindustrielle Gesellschaft ist, wegen der Anforderung an die Subjekte ihre Kompetenzen und ihr Arbeitsvermögen im gesamten Lebenslauf zu entfalten, in besonderer Weise existenziell auf anspruchsvolle familiale Leistungen angewiesen. Umgekehrt liefert der Erwerbsbereich wichtige materielle und ideelle Ressourcen für die familiale Lebensführung. Derzeit mehren sich jedoch die empirischen Indizien dafür, dass sich das Familienleben nicht nur in seiner Form ändert, sondern auch auf der Alltagsebene anforderungsreicher und komplexer wird. Parallel vollziehen sich eins chneidende Umwälzungen in der Art des Wirtschaftens und Arbeitens - Stichworte sind Arbeitszeitflexibilisierung, eine zunehmende Subjektivierung und Intensivierung von Arbeit. Da Familie und Erwerbsbereich derzeit starken endogenen Wandlungsprozessen unterworfen sind, steht auch ihr gegenseitiges Verhältnis zur Disposition, das unter industriellen Verhältnissen als relativ stabil gelten konnte. Fragestellung: Vor der Folie dieses zweifachen sich gegenseitig steigernden Wandels der Arbeits- und Familienverhältnisse untersucht das Projekt einerseits den Familienalltag entgrenzt arbeitender Frauen und Männer mit Blick auf die Zukunftsfähigkeit von Familie als Bereich von Emotionen, Fürsorge und Reproduktion. Andererseits wird gefragt, welche Konsequenzen familiale Lebensführung sowie Tendenzen der Entgrenzung von Familien für die Erbringungen der aktuellen Arbeitsleistungen sowie für die Nachhaltigkeit des zukünftigen Arbeitsvermögens in entgrenzten Arbeitsarrangements haben. In bei
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Befristete Beschäftigungsverhältnisse - Brücken in den Arbeitsmarkt oder Instrumente der Segmentierung? Repräsentative Längsschnittanalysen auf der Basis von Individualdaten (01.03.2003)
Zentrum für Europäische WirtschaftsforschungBoockmann, Bernhard, Prof. Dr.Quelle: Projektinformation beim ZEWBeschreibung
Über ein Drittel aller Einstellungen werden in Deutschland auf der Basis befristeter Arbeitsverträge vorgenommen. Vor diesem Hintergrund soll das Projekt einen Beitrag zu der Frage leisten, ob diese Beschäftigungsform zu instabilen Erwerbsbiografien führt und unter welchen Bedingungen der Zugang in die reguläre Beschäftigung gelingt.>> Hinsichtlich des Erwerbsverlaufs geht es zunächst um die Determinanten der Übergänge in und aus befristeten Arbeitsverhältnissen. Insbesondere sollen der Einfluss von Alter, Geschlecht, vorheriger Erfahrung mit Arbeitslosigkeit oder atypischer Beschäftigung und der Familienkontext identifiziert werden. Im zweiten, darauf aufbauenden Schritt stehen die längerfristigen Effekte von Episoden in befristeter Arbeit auf Erwerbsbeteiligung und Beschäftigungsstabilität im Mittelpunkt. Die Erwerbssituation der befristet Beschäftigten wird durch Indikatoren wie Entlohnung, Zugang zu Weiterbildung, krankheitsbedingte Fehlzeiten und tatsächliche Erkrankung, Fertilitätsentscheidungen und verschiedene Dimensionen von Arbeitszufriedenheit beschrieben. Methoden: Das Projekt untersucht Erwerbsverläufe und Erwerbssituation mit Hilfe von zwei repräsentativen Datensätzen, dem Sozio-ökonomischen Panel (SOEP) und der BIBB/IAB-Erhebung. Ein zentraler Anspruch des Forschungsprojektes besteht darin, unter plausiblen Annahmen kausale Effekte der Aufnahme befristeter Beschäftigungsverhältnisse zu ermitteln. Dazu bedarf es einer Kontrollgruppe, mit der man die befristet Beschäftigten vergleichen kann. In Betracht kommen hierfür einerseits Arbeitnehmer in unbefristeten Arbeitsverhältnissen, andererseits Arbeitssuchende und insbesondere Arbeitslose. In den meisten Untersuchungsschritten versuchen wir, die Beschäftigungseffekte befristeter Arbeitsverträge zu identifizieren, indem wir die Methode des statistischen Matching verwenden. Durch dieses Verfahren kann unter bestimmten Annahmen der Kausaleffekt vom Effekt der Selbstselektion in den jeweiligen Zustand
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KOMPETENT - Neue Formen arbeitszentrierter Lebensgestaltung. KOMPETenzENTwicklung bei Beschäftigten im IT-Bereich (01.03.2001)
Freie Universität Berlin, Arbeitsbereich Arbeits-, Berufs- und OrganisationspsychologieHoff, Ernst-H., Prof. Dr.Beschreibung
Was in der Studie untersucht wird: 1. Arbeit ohne Grenzen: Die Unternehmen der New Economy werden häufig als Prototypen entgrenzter Arbeitsverhältnisse angesehen. Vor allem die Entgrenzung von Arbeit und Freizeit in den aufstrebenden Startups von Berlin, Hamburg und München machte lange Zeit Schlagzeilen. Arbeitsgestaltung ist angeblich nur noch schwer von Lebensgestaltung (bzw. "lifestyle") zu trennen, Freunde sind angeblich nur noch schwer von Kollegen zu unterscheiden und der Büro- vom Esstisch nicht mehr auseinander zu halten. Auch innerhalb der Arbeit selbst kann eine Entgrenzung dahingehend beobachtet werden, daß einst eng definierte Strukturen von Handlungs-, Autonomie- und Verantwortungsspielräumen zunehmend durchlässiger werden. Neben rein fachlichen Qualifikationen gewinnen Kompetenzen im Bereich des (Selbst-)Managements immer stärker an Bedeutung. Lässt sich also die Situation der vergleichsweise jungen Beschäftigten im IT-Bereich tatsächlich so beschreiben, dass eine Entgre nzung der beruflichen und außerberuflichen Lebenwelt stattfindet? Und wie arrangieren sich die Mitarbeiter mit dieser Situation? Kommt es bei einem Teil der Untersuchungsgruppe mit einer Veränderung des sozialen Umfeldes (durch feste Partnerschaften, Pläne zur Familiengründung und durch ein damit verändertes soziales Netzwerk) zur Kollision zwischen der eben beschriebenen Lebensgestaltung und anderen Werten und Anforderungen? 2. Arbeit ohne Plan? Planbarkeit - oder besser: das Umgehen mit Nicht-Planbarkeit - stellt für IT-Unternehmen und deren Mitarbeiter eine besondere Herausforderung dar. Aufgrund der extremen Dynamik der Technologie-, Produkt- und Unternehmensentwicklung erscheint z.T. selbst eine kurzfristige Organisation des beruflichen Alltagshandelns nur schwer möglich. Es soll untersucht werden, wie Mitarbeiter diesen Anforderungen begegnen und welche individuellen übergreifenden Kompetenzen sie für deren erfolgreiche Bewältigung entwickeln. Außerdem interessiert, ob und
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Gesundheitliche Auswirkungen flexibler Arbeitsformen. Risikoabschätzung und Ableitung von Gestaltungsanforderungen (01.03.2001)
Landesinstitut Sozialforschungsstelle DortmundPröll, Ulrich, Dr.Quelle: ProjektinformationBeschreibung
Auf dem Wege zur Globalisierung, Wissens- und Dienstleistungsgesellschaft breiten sich mit rasantem Tempo Arbeitsformen aus, die den Arbeitenden ein hochgradig variables und selbstgesteuertes Arbeitshandeln und Leistungsverhalten abfordern. Dies gilt für die sachlich-inhaltliche (Aufgabenstruktur, Anforderungen), zeitliche (Verteilung von Arbeits- und Freizeit, auslastungsabhängige Intensitäten), soziale (kurzfristig wechselnde Kooperationsstrukturen und Interaktionspartner) sowie die räumliche Dimension (häufig wechselnde Arbeitsplätze, wechselnde Handlungsreichweiten, und Erfahrungsfelder am selben Arbeitsplatz, Mobilitätszwänge).>> Die dem Flexibilisierungsphänomen zurechenbaren Veränderungen der Risiken, Ressourcen und subjektiven Bewältigungsprozesse von Gesundheit sollen explorativ untersucht werden, um darauf aufbauend erste Konsequenzen für den praktischen Arbeitsschutz im Betrieb, institutionelle Strategien der Prävention und spezifische Forschungs- und Entwicklungsbedarfe abschätzen zu können. Methoden: Das Vorhaben gliedert sich in eine 'analytische' und eine 'diskursive' Phase. Die Analyse beinhaltet eine systematische Auswertung nationaler und internationaler Forschungsliteratur sowie explorative Interviews mit Beschäftigten in prototypischen flexiblen Arbeitsformen. Für die Interpretation der Befunde wird ein problemspezifisches theoretisches Rahmenkonzept auf Basis moderner gesundheitwissenschaftlicher Ansätze ausgearbeitet. In Phase 2 werden die erzielten Befunde in mehreren Schritten mit der Fachwelt kommuniziert (Experteninterviews, Internet-Befragung, Workshop). Dabei stehen Gesichtspunkte von Validität und Plausibilität sowie betriebliche und institutionelle Präventionsmöglichkeiten im Vordergrund. Erhebungstechniken und Auswertungsverfahren: Qualitatives Interview (Stichprobe: 6; flexibel Erwerbstätige -E-Lancer, Leiharbeiter, Teleheimarbeiterin, Gruppenarbeiter-; Auswahlverfahren: kontrastierend. Stichprobe: 12; ExpertInnen aus Wissensc
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Neue Selbständige - Qualifikationen und Qualifikationspotentiale (01.01.2001)
abif - analyse beratung und interdisziplinäre forschungMosberger, BrigitteQuelle: Projektinformation bei abifBeschreibung
Neue Selbständige treten zusehends in den Mittelpunkt von Arbeitsmarkt - und Bildungsforschung. Auf der Basis einer Literaturanalyse und von 30 qualitativen Interviews soll herausgefunden werden, wie sich die Gruppe der Neuen Selbständigen qualifiziert und welche möglichen Qualifikationsmängel es gibt. >> Nach dem Festlegen von drei qualifikatorischen Niveaus sollen auf jeder dieser Stufen zwei bis drei Berufsfelder hinsichtlich ihrer Qualifikationsprofile analysiert werden. Weiters sollen die Arbeitsmarktbedingungen von urbanen, halburbanen und ländlichen Gebieten in Österreich berücksichtigt werden, um mögliche Differenzen aufzeigen zu können. Veröffentlichungen: Mosberger, Brigitte ; Steiner, Karin (2002): Situation und Erwerbsrealität Neuer Selbständiger. In: AMS-Info 50. Wien, http://www.abif.at/deutsch/download/Files/ams-info50-NeueSelbstaendige.pdf ; Mosberger, Brigitte ; Steiner, Karin (2002): Unternehmerisches Agieren oder flexibles Reagieren? Situation und Erwerbsrealität Neuer Selbständiger. AMS-Report 32. Wien, http://www.abif.at/deutsch/download/Files/AMSreport32.pdf ; Eichmann, Hubert ;Kaupa, Isabella ; Steiner, Karin (2002): Game Over? Neue Selbständigkeit und New Economy nach dem Hype. Reihe "Soziale Innovation, Neue Soziologie". Wien (Falter-Verl.), (ISBN: 3854392907)
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Neue Formen von Selbständigkeit in Kulturberufen. Zum Zusammenhang von Erwerbsformen, Professionalisierung und Geschlecht in expansiven Dienstleistungsbereichen (01.12.2000)
Universität Bremen, Zentrum für SozialpolitikGottschall, Karin, Prof. Dr.Quelle: Projektinformation des ZeSBeschreibung
Die Kernfrage des Projekts lautete, ob sich in der Erwerbsform der "Alleinselbständigkeit" im Feld der sog. sekundären Kulturberufe (Journalismus, Design u. a.) als einem besonders expansiven, akademisierten und feminisierten Gebiet neue Muster von beruflicher Professionalität, von Erwerbsbiographien und sozialer Sicherheit ergeben. Gefragt wurde ferner, inwieweit sich daraus neue, weniger geschlechtsspezifisch geprägte Arbeits- und Lebensformen entwickeln. Untersucht wurde dies mit Expertengesprächen, biographischen Leitfadeninterviews, schriftlichen Befragungen und Sekundäranalysen zur Sozialstruktur. Die Ergebnisse lassen auf ein neues Muster von Beruflichkeit schließen, was sich in Erwerbsstrukturen ebenso wie in der subjektiven Arbeitspraxis zeigt. Dieses Muster ist hochgradig individualisiert, weist eine geringe institutionelle Rahmung und risikoreiche Erwerbsbedingungen auf. Charakteristisch ist die Kombination hoher Qualifikationen mit relativ niedrigen Einkommen. Sowohl die Erwerbsstrukturen als auch private Haushaltsformen weisen eine geringere Geschlechtersegregation auf als im ,Normalarbeitsverhältnis" oder in den klassischen Professionen. Perspektivisch ergeben sich aus den Ergebnissen Forschungsdesiderate nach aussagefähigeren amtlichen Makrodaten zur Sozialstruktur ,wissensbasierter" Arbeit sowie sozialpolitischer Handlungsbedarf zur besseren Absicherung der quantitativ wachsenden selbständigen Erwerbsformen. Bezugszeitraum: A 2001 |99|; E 2004 |99|; Methoden: Die Untersuchung war vorwiegend als qualitative Querschnittsstudie angelegt, die die Entwicklungsdynamik von Erwerbsmustern und Professionalisierungsprozessen in bestimmten Kulturberufen sowohl vergleichend herausarbeitet als auch hinsichtlich ihrer typischen berufsspezifischen Verläufe rekonstruiert. Einbezogen wurden publizistische Berufe (JournalistInnen, LektorInnen, ÜbersetzerInnen) künstlerische Berufe (Grafik/Design) und beratend tätige SozialwissenschaftlerInnen im Feld Fundraisin
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Lebensverläufe im Globalisierungsprozess (GLOBALIFE) (01.09.1999)
Universität Bamberg, Lehrstuhl für Soziologie IBlossfeld, Hans-Peter, Prof. Dr.Quelle: ProjekthomepageBeschreibung
Der Prozess der Globalisierung ist kein neues Phänomen. Aber die Intensität und Reichweite grenzüberschreitender Interaktionsbeziehungen haben seit dem Ende des Ost-West-Gegensatzes in den meisten Industrieländern schubartig zugenommen. Vor allem der Wandel auf den weltweit sich vernetzenden Kapital-, Produkt- und Arbeitsmärkten nimmt an Tempo zu und im selben Maße nimmt die Berechenbarkeit künftiger Entwicklungen ab. Diese Unsicherheit erschwert die Planbarkeit des Lebens der Individuen. Dennoch müssen diese hinsichtlich ihrer Ausbildung, ihres Berufes und ihrer Familie langfristig bindende Entscheidungen treffen. Das Projekt untersucht dieses Spannungsverhältnis von wachsender Unsicherheit und der Notwendigkeit langfristiger Selbstbindungen international vergleichend. Es konzentriert sich dabei vor allem auf die Frage, in welcher Weise der Globalisierungsprozess in verschiedenen Ländern die Bildungs-, Berufs- und Familienverläufe der Individuen verändert. Von Interesse ist dabei, welche der historisch gewachsenen nationalen "Lebensverlaufslösungen" sich in diesem weltweiten Entgrenzungsprozess durchsetzen und welche neuen "Lebensverlaufsmuster" sich global verbreiten. Dabei geht es um die Veränderung der Rolle verschiedener Wohlfahrtsstaaten und der in verschiedenen Ländern historisch gewachsenen Institutionen. Untersucht werden soll insbesondere, ob sich durch die Verlagerung von Marktrisiken auf die einzelnen Individuen, wie es teilweise heute geschieht, neue Muster der sozialen Ungleichheit ergeben. Das Projekt ist auf fünf Jahre konzipiert und bezieht Daten aus zahlreichen Ländern West- und Osteuropas sowie den USA und aus Kanada ein. Das Projekt verfolgt dabei eine international vergleichende Längsschnittperspektive. Methoden: There are four life course related topics that are of major interest for the project: (1) the transition from youth to adulthood (leaving the educational system, entering the job market, starting own household/family, having child
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Handlungsfähigkeit in entgrenzten Arbeitsverhältnissen
Technische Universität Hamburg-Harburg, Arbeitsgruppe Arbeit - Gender - TechnikQuelle: Projektinformation in SOFIS
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- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
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Atypische Beschäftigung insgesamt
- Gesamtbetrachtungen
- Erosion des Normalarbeitsverhältnisses
- Prekäre Beschäftigung
- Politik, Arbeitslosigkeitsbekämpfung
- Arbeits- und Lebenssituation atypisch Beschäftigter
- Betriebliche Aspekte atypischer Beschäftigung
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- geographischer Bezug
- Geschlecht
