Auswirkungen des Krieges gegen die Ukraine auf Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Fluchtmigration in Deutschland
Die Folgen des russischen Angriffs auf die Ukraine sind auch Gegenstand der Arbeitsmarktforschung. Diskutiert werden mögliche konjunkturelle Effekte und Risiken für die Betriebe sowie die Auswirkungen der Fluchtmigration nach Deutschland. Dieses Themendossier bietet Einschätzungen und Empirie zu den Konsequenzen für Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Betriebe sowie für die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten aus der Ukraine.
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Literaturhinweis
IAB-Prognose 2022: Konjunkturaufschwung ausgebremst (2022)
Gartner, Hermann ; Hellwagner, Timon ; Wanger, Susanne ; Hummel, Markus; Weber, Enzo ; Hutter, Christian ; Zika, Gerd ;Zitatform
Gartner, Hermann, Timon Hellwagner, Markus Hummel, Christian Hutter, Susanne Wanger, Enzo Weber & Gerd Zika (2022): IAB-Prognose 2022: Konjunkturaufschwung ausgebremst. (IAB-Kurzbericht 07/2022), Nürnberg, 12 S. DOI:10.48720/IAB.KB.2207
Abstract
"Die Arbeitsmarktentwicklung blieb auch nach dem zweiten Corona-Winter vergleichsweise robust. Die Einschätzung zur weiteren wirtschaftlichen Entwicklung steht im Zeichen des Angriffs Russlands auf die Ukraine. Der erwartete Aufschwung wird deutlich gebremst. Der Kurzbericht gibt einen Ausblick auf das Arbeitsmarktgeschehen im Jahr 2022 unter der Annahme, dass der Ukraine-Krieg zu keiner noch umfassenderen Eskalation führt, aber auch nicht schnell beendet sein wird." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Gartner, Hermann ; Hellwagner, Timon ; Wanger, Susanne ; Hummel, Markus; Weber, Enzo ; Hutter, Christian ; Zika, Gerd ;Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - April 2022 (2022)
Zitatform
Gartner, Hermann & Enzo Weber (2022): Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - April 2022. In: IAB-Forum H. 03.05.2022 Nürnberg, 2022-04-29. DOI:10.48720/IAB.FOO.20220503.01
Abstract
"Das Bruttoinlandsprodukt stieg im ersten Quartal 2022 preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Der Angriff der Russischen Föderation auf die Ukraine verschärft Lieferengpässe und Preissteigerungen und belastet die wirtschaftliche Entwicklung. Die Erwartungen der Unternehmen für die nächsten Monate haben sich aber nach einem Einbruch im Vormonat zumindest stabilisiert. Auch wenn höhere Preise die Kaufkraft dämpfen, machen sich im Handel und dem Gastgewerbe die Lockerungen der coronabedingten Einschränkungen positiv bemerkbar. Die Erholung am Arbeitsmarkt setzt sich fort. Risiken stellen eine noch umfassendere Eskalation des Krieges und ein möglicher Stopp russischer Energielieferungen dar." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - September 2022 (2022)
Zitatform
Gartner, Hermann & Enzo Weber (2022): Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - September 2022. In: IAB-Forum H. 30.09.2022 Nürnberg, 2022-09-27. DOI:10.48720/IAB.FOO.20220930.01
Abstract
"Der Krieg in der Ukraine, Lieferengpässe, Preiserhöhungen und insbesondere die unsichere Energieversorgung in den kommenden Monaten belasten die wirtschaftliche Entwicklung. Die Erwartungen der Unternehmen haben sich im September weiter eingetrübt. Die Lage am Arbeitsmarkt stagniert. Die Arbeitslosigkeit steigt erneut etwas an, da arbeitsuchende ukrainische Geflüchtete nun in der Grundsicherung betreut werden. Die Entwicklung der nächsten Monate bleibt mit hohen Unsicherheiten verbunden. Ein Einbruch am Arbeitsmarkt wird aber nicht erwartet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - August 2022 (2022)
Zitatform
Gartner, Hermann & Enzo Weber (2022): Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - August 2022. In: IAB-Forum H. 31.08.2022 Nürnberg, 2022-08-29. DOI:10.48720/IAB.FOO.20220831.01
Abstract
"Das Bruttoinlandsprodukt legte im zweiten Quartal 2022 preis-, saison- und kalenderbereinigt gegenüber dem ersten Quartal leicht um 0,1 Prozent zu. Der Krieg in der Ukraine, Lieferengpässe, Preiserhöhungen und die unsichere Gasversorgung in den kommenden Monaten belasten die wirtschaftliche Entwicklung. Die Erwartungen der Unternehmen haben sich im August leicht eingetrübt. Die Zunahme der Beschäftigung setzt sich aber verlangsamt fort. Die Arbeitslosigkeit steigt erneut etwas an, da arbeitsuchende ukrainische Geflüchtete nun in der Grundsicherung betreut werden. Die Entwicklung der nächsten Monate bleibt mit hohen Unsicherheiten verbunden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Bedeutung des Ukraine-Krieges für Wirtschaft und Arbeitsmarkt in Deutschland (2022)
Zitatform
Gartner, Hermann & Enzo Weber (2022): Bedeutung des Ukraine-Krieges für Wirtschaft und Arbeitsmarkt in Deutschland. In: IAB-Forum H. 02.03.2022 Nürnberg, 2022-03-01. DOI:10.48720/IAB.FOO.20220302.02
Abstract
"Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine stellt sich auch die Frage, welche Folgen die militärische Eskalation auf Gesamtwirtschaft und Arbeitsmarkt in Deutschland hat. Wirtschaftliche Auswirkungen können sich unter anderem über Handelsverflechtungen, Energieversorgung, Unsicherheit und Migration ergeben. Angesichts der insgesamt stabilen Verfassung des deutschen Arbeitsmarktes könnten die Effekte hier begrenzt bleiben. Es bestehen aber Risiken." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Aktualisierte Konjunkturprognose 2022 und 2023: 30. März 2022 (2022)
Zitatform
Grimm, Veronika, Monika Schnitzer, Achim Truger & Volker Wieland (2022): Aktualisierte Konjunkturprognose 2022 und 2023. 30. März 2022. Wiesbaden, 76 S.
Abstract
"Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine belastet die Aussichten für die Weltwirtschaft und bringt große politische Unsicherheit mit sich. Anhaltend hohe Preise für Energie und Rohstoffe sowie der Ausfall von Nahrungsmittel- und Düngemittelexporten aus der Ukraine und Russland sind wahrscheinliche Folgen. Insbesondere in der Europäischen Union wird sich das Wirtschaftswachstum deutlich abschwächen. Vor allem die hohe Abhängigkeit von russischen Energieimporten stellt ein beträchtliches Risiko für einige Mitgliedstaaten dar. Nicht zuletzt können ein Lieferstopp oder ein Importembargo für russische Energieträger nicht ausgeschlossen werden. Vor Ausbruch des Krieges zeigte sich die weltweite konjunkturelle Entwicklung robust. Zwar hatte die Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus (SARS-CoV-2) in vielen Staaten zu neuen Höchstständen bei den Neuinfektionen geführt. Die ökonomischen Auswirkungen der Pandemiewellen fallen aber zunehmend geringer aus. Dagegen verschärfen der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die im Gegenzug ergriffenen Sanktionen die Störungen weltweiter Wertschöpfungsketten und erhöhen den inflationären Druck. Diese angebotsseitigen Schwierigkeiten treffen voraussichtlich noch auf eine weiterhin robuste Konsumnachfrage. Insbesondere die kontaktintensiven Dienstleistungen dürften sich im Sommerhalbjahr 2022 weiter erholen. Im Zuge einer weiteren Normalisierung der Konsumstruktur zwischen Gütern und Dienstleistungen sollten zumindest die pandemiebedingten Engpässe im Verlauf des Jahres an Einfluss verlieren. Wachstumsimpulse dürften durch den teilweisen Abbau ungeplanter pandemiebedingter Ersparnisse und einen soliden Arbeitsmarkt entstehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Auswirkungen -
Literaturhinweis
Die wirtschaftliche Entwicklung im Ausland: Krieg in der Ukraine belastet die Weltwirtschaft und bringt weiteren Inflationsschub (2022)
Grozea-Helmenstein, Daniela; Weyerstraß, Klaus; Kirsch, Florian;Zitatform
Grozea-Helmenstein, Daniela, Florian Kirsch & Klaus Weyerstraß (2022): Die wirtschaftliche Entwicklung im Ausland. Krieg in der Ukraine belastet die Weltwirtschaft und bringt weiteren Inflationsschub. In: RWI Konjunkturberichte, Jg. 73, H. 1, S. 5-38.
Abstract
"Im Frühjahr 2022 steht die Weltwirtschaft unter dem Eindruck des Krieges in der Ukraine und der gegen Russland verhängten Sanktionen. Der Krieg trifft die Weltwirtschaft in einer Phase, in der die Folgen der Corona-Pandemie allmählich abklingen. Nachdem vielerorts im Herbst und Winter angesichts stark steigender Neuinfektionszahlen die Infektionsschutzmaßnahmen verschärft worden waren, haben im Februar und im März viele Länder die Maßnahmen weitgehend oder sogar vollständig aufgehoben. Allerdings dürften sich die Probleme in den globalen Lieferketten infolge des Krieges und der Sanktionen wohl langsamer lösen, als es sonst zu erwarten gewesen wäre. Die Dienstleistungsbereiche dürften nach der weitgehenden Aufhebung der Infektionsschutzmaßnahmen ihre Aktivitäten weiter ausweiten. Gebremst wird die Entwicklung jedoch von der hohen Inflation. Insbesondere die Preise für Energie und viele Rohstoffe sind stark angestiegen. Die hohen Preissteigerungen belasten Haushalte und Unternehmen und führen dazu, dass die Notenbanken ihre Geldpolitik spürbar straffen. Nach der starken wirtschaftlichen Erholung im vergangenen Jahr dürfte das Wachstum der Weltwirtschaft im Prognosezeitraum zurückgehen. Für das laufende Jahr ist eine Wachstumsrate von 4,0% zu erwarten. Im kommenden Jahr dürfte sie bei 3.2% liegen. Die Inflationsraten dürften im laufenden Jahr sehr hoch sein, im weiteren Verlauf jedoch zurückgehen, auch wegen der Basiseffekte bei den Rohstoffpreisen. Für den Ausblick bestehen erhebliche Risiken. Hierzu zählt eine weitere Eskalation des Kriegs in der Ukraine. Aber auch die Corona-Pandemie ist noch nicht überwunden, und es könnte zu erneuten Einschränkungen für die Wirtschaftsaktivität kommen, insbesondere wenn sich Virus-Varianten ausbreiten, die mit einer höheren Krankheitslast einhergehen. Sowohl der Krieg als auch die Pandemie könnten die globalen Lieferketten stärker belasten und zu Produktionsausfällen und weiteren Preisanstiegen beitragen. Die raschere Straffung der Geldpolitik könnte die Wirtschaft stärker dämpfen als erwartet. Zudem bestehen vor diesem Hintergrund Risiken für die Finanzstabilität, vor allem in einigen Schwellenländern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Betriebliche Belastungen durch Ukrainekrieg (2022)
Zitatform
Grömling, Michael & Hubertus Bardt (2022): Betriebliche Belastungen durch Ukrainekrieg. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 102, H. 4, S. 283-287. DOI:10.1007/s10273-022-3159-7
Abstract
"Der Krieg in der Ukraine bringt erhebliche Belastungen für die deutsche Wirtschaft mit sich. Auf Basis der Konjunkturumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft können die verschiedenen Übertragungswege und Auswirkungen eingeschätzt werden. Fast 80% der Unternehmen sehen sich derzeit durch hohe Energiepreise belastet. Über 40% erwarten, dass sie kurzfristig in ihren Geschäftsabläufen durch ausfallende Lieferungen von Vorleistungen beeinträchtigt werden; ebenso hoch ist die erwartete Belastung durch drohende Engpässe in der Energieversorgung. Seit der ersten Befragung in der ersten Märzhälfte 2022 haben sich die Sorgen tendenziell erhöht. Für die mittlere Frist werden weiter ansteigende Belastungen durch den Krieg für die Unternehmen erwartet." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Springer-Verlag)
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Literaturhinweis
Wirtschaftliche Effekte des Krieges in der Ukraine: Ausgangslage und Übertragungswege (2022)
Grömling, Michael;Zitatform
Grömling, Michael (2022): Wirtschaftliche Effekte des Krieges in der Ukraine. Ausgangslage und Übertragungswege. (IW-Report / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 2022,14), Köln, 23 S.
Abstract
"Der Krieg in der Ukraine schafft neue und verschärft bestehende Anpassungslasten für die gesamte Volkswirtschaft. Im folgenden Beitrag werden Orientierungspunkte für die ökonomischen Auswirkungen des Krieges auf die deutsche Wirtschaft aufgezeigt. Diese Effekte hängen von den politischen Konstellationen ab, die sich in den kommenden Wochen oder Monaten abzeichnen werden. Zunächst wird die Ausgangslage für die mit dem Krieg in der Ukraine einhergehenden wirtschaftlichen Herausforderungen dargelegt. Auch ohne die infolge des Krieges in der Ukraine neu auftretenden Verunsicherungen und Störungen auf der Angebots- und Nachfrageseite der Volkswirtschaft hat die bisherige wirtschaftliche Dynamik nach dem starken Wirtschaftseinbruch im Gefolge der Corona-Pandemie noch nicht ganz ausgereicht, um in Deutschland auf das Vorkrisenniveau zurückzukehren. Die kumulativen Angebotsbelastungen schlagen sich seit geraumer Zeit in der Preisentwicklung nieder und haben dem Thema Stagflation eine hohe Aufmerksamkeit verliehen. Der Krieg in der Ukraine setzt somit auf ein makroökonomisches Umfeld auf, das von Produktionsproblemen und hohen Preisanstiegen geprägt ist. Um eine Orientierung dafür zu bekommen, über welche Transmissionskanäle die Unternehmen in Deutschland aufgrund des Krieges in der Ukraine beeinträchtigt werden, hat das Institut der deutschen Wirtschaft unmittelbar nach Ausbruch des russischen Einmarschs begonnen, Unternehmen zu befragen. Die Befragungsergebnisse signalisieren, dass die größten Anpassungslasten über stark ansteigende Preise – auf der Produzentenebene und daraus abgeleitet auch auf der Konsumebene – stattfinden werden. Aber auch ausbleibende Gaslieferungen und Vorleistungsengpässe können die Produktionsprozesse erheblich beeinträchtigen. Mittelfristig werden diese Gefahren sogar höher eingeschätzt. Vor diesem Hintergrund werden die möglichen Auswirkungen des Krieges auf die Konsum- und Investitionstätigkeit in Deutschland diskutiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Stromversorgung auch ohne russische Energielieferungen und trotz Atomausstiegs sicher – Kohleausstieg 2030 bleibt machbar (2022)
Hauenstein, Christian; Herpich, Philipp; Hirschhausen, Christian von; Rieve, Catharina; Holz, Franziska; Oei, Pao-Yu; Kemfert, Claudia ; Hainsch, Karlo; Kendziorski, Mario;Zitatform
Hauenstein, Christian, Karlo Hainsch, Philipp Herpich, Christian von Hirschhausen, Franziska Holz, Claudia Kemfert, Mario Kendziorski, Pao-Yu Oei & Catharina Rieve (2022): Stromversorgung auch ohne russische Energielieferungen und trotz Atomausstiegs sicher – Kohleausstieg 2030 bleibt machbar. (DIW aktuell 84), Berlin, 9 S.
Abstract
"Mit einem Kohle-Embargo erhöht die Europäische Union den Druck auf Russland. Nach einer Übergangsfrist soll im August keine russische Kohle mehr importiert werden. Jüngere Studien zeigen, dass Deutschland die Einfuhren aus Russland bis zum Sommer durch Importe aus anderen Ländern ersetzen kann. Da aber auch ein Aus für die russischen Erdgaslieferungen droht, müssen Pläne zur Versorgungssicherheit entwickelt werden. Das DIW Berlin hat in Szenariorechnungen analysiert, wie das deutsche Stromsystem auf einen Stopp russischer Energielieferungen (insbesondere Kohle und Erdgas) reagieren kann, ohne den beschleunigten Kohleausstieg beziehungsweise den Atomausstieg 2022 in Frage zu stellen. Es zeigt sich, dass im kommenden Jahr 2023 auch ohne russische Energielieferungen eine sichere Stromversorgung möglich ist; die Abschaltung der letzten drei Kernkraftwerke kann und sollte wie geplant im Dezember 2022 erfolgen. Kurzfristig müssen Kohle-kraftwerke aus der Netzreserve genutzt und die Sicherheitsbereitschaft einiger Kraftwerke verlängert werden. Mittelfristig ist bei dem von der Bundesregierung im Osterpaket angestrebten beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien ein rückläufiger Bedarf an Erdgas- und Kohleverstromung bis 2030 zu beobachten. Somit bleibt das im Koalitionsvertrag angestrebte Ziel eines auf 2030 vorgezogenen Kohleausstiegs erreichbar." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Gemeinschaftsdiagnose: Energiekrise, Inflation, Rezession und Wohlstandsverlust (2022)
Zitatform
Holtemöller, Oliver, Stefan Kooths, Torsten Schmidt & Timo Wollmershäuser (2022): Gemeinschaftsdiagnose: Energiekrise, Inflation, Rezession und Wohlstandsverlust. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 102, H. 10, S. 761-765. DOI:10.1007/s10273-022-3291-4
Abstract
"Die deutsche Wirtschaft wird von der krisenhaften Zuspitzung auf den Gasmärkten schwer belastet. Die hochgeschnellten Gaspreise erhöhen die Energiekosten drastisch und gehen mit einem massiven gesamtwirtschaftlichen Kaufkraftentzug einher. Dies dämpft nicht nur die noch unvollständige Erholung von der Coronakrise, sondern drückt die deutsche Wirtschaft in die Rezession. Dabei kommen die Institute für den kommenden Winter zu dem Ergebnis, dass bei normalen Witterungsbedingungen keine Gasmangellage eintritt. Dennoch bleibt die Versorgungslage äußerst angespannt. Vor diesem Hintergrund dürfte die Wirtschaftsleistung im dritten Quartal bereits leicht gesunken sein. Im Winterhalbjahr ist aufgrund der steigenden Kosten für Energie, der nachlassenden Konsumnachfrage und der schwächelnden Weltwirtschaft mit einem deutlichen Rückgang zu rechnen." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Springer-Verlag)
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Literaturhinweis
Europa kann die Abhängigkeit von Russlands Gaslieferungen durch Diversifikation und Energiesparen senken (2022)
Zitatform
Holz, Franziska, Claudia Kemfert, Hella Engerer & Robin Sogalla (2022): Europa kann die Abhängigkeit von Russlands Gaslieferungen durch Diversifikation und Energiesparen senken. (DIW aktuell 81), Berlin, 8 S.
Abstract
"Die Erdgasversorgung der Europäischen Union stützte sich bisher zu einem großen Teil auf Lieferungen aus Russland. In Deutschland, Italien, Österreich und den meisten Ländern Ost- und Mitteleuropas war diese Abhängigkeit besonders hoch. Allerdings spielt Erdgas nicht in allen diesen Volkswirtschaften eine gleich große Rolle. Mit dem völkerrechtswidrigen Krieg Russlands in der Ukraine stellen sich die dringlichen Fragen, wie diese Abhängigkeit reduziert werden kann und was im Fall einer Lieferunterbrechung von russischen Erdgasexporten passieren würde. Dieser Bericht skizziert die Ausgangslage und diskutiert kurzfristige Anpassungsreaktionen. Modellrechnungen zeigen, dass die Europäische Union bei einem Komplettausfall russischer Erdgaslieferungen einen Großteil kompensieren kann. Kurzfristig stehen die effiziente Bewirtschaftung bestehender Infrastruktur, die Diversifizierung der Bezugsverträge sowie Maßnahmen zur Nachfrageanpassung im Mittelpunkt. Mittelfristig sollte der Ausbau erneuerbarer Energien im Kontext des EU Green Deal beschleunigt werden, inklusive eines zeitnahen Ausstiegs aus der Nutzung fossilen Erdgases, der die europäische Energiesicherheit weiter stärken würde." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Wie die Materialengpässe den Arbeitsmarkt treffen (2022)
Zitatform
Hummel, Markus, Christian Hutter & Enzo Weber (2022): Wie die Materialengpässe den Arbeitsmarkt treffen. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 102, H. 4, S. 1-4. DOI:10.1007/s10273-022-3161-0
Abstract
"Mit der Erholung aus der Coronakrise zog die Industrieproduktion in Deutschland wieder deutlich an. Über das Jahr 2021 machten sich aber Lieferengpässe bei Rohmaterialien und Zwischenprodukten wie Halbleitern mehr und mehr bemerkbar. Mit dem Ukraine-Krieg verschärft sich die Situation noch einmal. Diese Hemmnisse wirken sich auch auf die Arbeitsmarktentwicklung aus." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Springer-Verlag)
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Literaturhinweis
Russia-Ukraine War: Short-run Production and Labour Market Effects of the Energy Crisis (2022)
Zitatform
Hutter, Christian & Enzo Weber (2022): Russia-Ukraine War: Short-run Production and Labour Market Effects of the Energy Crisis. (IAB-Discussion Paper 10/2022), Nürnberg, 18 S. DOI:10.48720/IAB.DP.2210
Abstract
"Mit dem russischen Krieg gegen die Ukraine änderten sich schlagartig die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Wir liefern erste kausale Evidenz für Effekte der Energiekrise in Deutschland als wichtigster Volkswirtschaft Europas. Durch die Kombination von Kostenstrukturdaten, Daten der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen und administrativen Arbeitsmarktdaten identifizieren wir Effekte in einem Branchen-Panel. Die Ergebnisse zeigen, dass über den Kanal der Energieintensität die Produktion mit Kriegsbeginn um rund 1 Prozent zurückging, der Umsatz jedoch stieg, was Lagerabbau widerspiegelt. Unternehmen sichern Beschäftigung durch Kurzarbeit mit 10 Prozent zusätzlichen Anzeigen. Die Schaffung neuer Stellen wurde bereits im Vorfeld des Krieges um 8 Prozent reduziert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Gestörte Lieferketten – wie reagieren die Betriebe in Deutschland? (2022)
Zitatform
Kagerl, Christian, Michael Moritz, Duncan Roth, Jens Stegmaier & Ignat Stepanok (2022): Gestörte Lieferketten – wie reagieren die Betriebe in Deutschland? In: Wirtschaftsdienst, Jg. 102, H. 12, S. 956-960., 2022-11-04. DOI:10.1007/s10273-022-3345-7
Abstract
"Der Ausbruch der Coronapandemie 2020 hat die Abhängigkeit der deutschen Wirtschaft von globalen Lieferketten offengelegt. Verzögerungen bei der Zulieferung oder der Ausfall von Vorprodukten infolge eingeschränkter Logistikkapazitäten, geschlossener Grenzen oder einer gestörten Produktion bei Zulieferern hat seitdem bei vielen Betrieben in Deutschland zu Problemen geführt. Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 wurde deutlich, dass Lieferketten auch erheblichen geopolitischen Risiken ausgesetzt sind. Die Unternehmen stehen vor der Aufgabe, ihre Zulieferketten resilienter gegen solche Risiken zu machen." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Springer-Verlag)
Beteiligte aus dem IAB
Kagerl, Christian ; Roth, Duncan ; Stepanok, Ignat ; Stegmaier, Jens ; Moritz, Michael ; -
Literaturhinweis
Der Ukraine-Krieg, der internationale Handel und Preiseffekte für die deutsche Wirtschaft (Serie "Auswirkungen des Ukraine-Kriegs auf den deutschen Arbeitsmarkt") (2022)
Zitatform
Kassam, Kamal & Ignat Stepanok (2022): Der Ukraine-Krieg, der internationale Handel und Preiseffekte für die deutsche Wirtschaft (Serie "Auswirkungen des Ukraine-Kriegs auf den deutschen Arbeitsmarkt"). In: IAB-Forum H. 25.04.2022 Nürnberg, 2022-04-21. DOI:10.48720/IAB.FOO.20220425.01
Abstract
Russlands Exporte machen einen großen Teil der weltweiten Exporte in einigen Waren- und Rohstoffklassen aus. Dabei handelt es sich vor allem um Nickel, Düngemittel, mineralische Brennstoffe und Mineralöle, Getreide und Holz. Ihre Preise und ihr Angebot werden durch den Krieg in der Ukraine und die damit verbundenen Wirtschaftssanktionen beeinflusst. Die Preisänderungen dieser Waren und Rohstoffe, aber auch von Waren in der nachgelagerten Produktionskette, werden sich über den Handel, auch mit Drittländern, auf die deutsche Wirtschaft auswirken." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The war in Ukraine, international trade and price effects on the German economy (2022)
Zitatform
Kassam, Kamal & Ignat Stepanok (2022): The war in Ukraine, international trade and price effects on the German economy. In: IAB-Forum H. 20.04.2022 Nürnberg, 2022-04-19. DOI:10.48720/IAB.FOO.20220420.02
Abstract
Russlands Exporte machen einen großen Teil der weltweiten Exporte in einigen Waren- und Rohstoffklassen aus. Dabei handelt es sich vor allem um Nickel, Düngemittel, mineralische Brennstoffe und Mineralöle, Getreide und Holz. Ihre Preise und ihr Angebot werden durch den Krieg in der Ukraine und die damit verbundenen Wirtschaftssanktionen beeinflusst. Die Preisänderungen dieser Waren und Rohstoffe, aber auch von Waren in der nachgelagerten Produktionskette, werden sich über den Handel, auch mit Drittländern, auf die deutsche Wirtschaft auswirken." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Russlands Relevanz für die Lieferketten der deutschen Wirtschaft (2022)
Kolev, Galina;Zitatform
Kolev, Galina (2022): Russlands Relevanz für die Lieferketten der deutschen Wirtschaft. (IW-Kurzberichte / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 2022,23), Köln, 3 S.
Abstract
"Deutschland ist stark von Energieimporten aus Russland abhängig. Zwar kommen nur 2,7 Prozent der gesamten deutschen Warenimporte aus Russland. Doch die Abhängigkeit der deutschen Wirtschaft von Lieferungen aus Russland ist wesentlich stärker als die reinen Zahlen suggerieren, da Deutschland von dort vornehmlich Rohstoffe importiert, die am Anfang der Wertschöpfungskette stehen. Lieferausfälle können somit mehrere Produktionsstufen hintereinander stilllegen. Besonders betroffen wären energie- und rohstoffintensive Branchen wie die Chemische Industrie, die Metallherstellung, aber auch die Automobilindustrie und der Maschinenbau. Insgesamt entfällt im Durchschnitt pro 100 Euro Endnachfrage in Deutschland 1 Euro auf russische Wertschöpfung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Gesamtwirtschaftliche Effekte eines höheren Gaspreises (2022)
Kolev, Galina V.; Obst, Thomas;Zitatform
Kolev, Galina V. & Thomas Obst (2022): Gesamtwirtschaftliche Effekte eines höheren Gaspreises. (IW-Kurzberichte / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 2022,14), Köln, 3 S.
Abstract
"Die geopolitischen Spannungen rund um den UkraineKonflikt können eine erhebliche Auswirkung auf die Gaspreisentwicklung in den kommenden Jahren entfalten. Die gesamtwirtschaftlichen Effekte sind beträchtlich, zumal die Entwicklung der Rohstoffpreise einen der Hauptfaktoren für die aktuell hohen Inflationsraten in vielen Industrieländern darstellt. Die Verbraucherpreisinflation könnte in den nächsten zwei Jahren um bis zu 3 Prozentpunkte höher ausfallen, sollte ein Gaspreissprung von 50 Prozent gegenüber dem Preis aus dem vierten Quartal 2021 verzeichnet werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Auswirkungen eines Erdgasembargos auf die gesamtwirtschaftliche Produktion in Deutschland (2022)
Zitatform
Krebs, Tom (2022): Auswirkungen eines Erdgasembargos auf die gesamtwirtschaftliche Produktion in Deutschland. (IMK study 79), Düsseldorf, 29 S.
Abstract
"Die vorliegende Studie untersucht die Auswirkungen eines sofortigen Lieferstopps russischen Erdgases auf die gesamtwirtschaftliche Produktion in Deutschland. Dieser Lieferstopp kann entweder die Folge eines Importembargos der Europäischen Union oder einer Entscheidung Russlands (Exportembargo) sein. Der Fokus der Analyse liegt auf den angebotsseitigen Effekten, die aufgrund einer Verknappung des Erdgasangebots im industriellen Sektor entstehen und entlang der Wertschöpfungsketten auf die Gesamtwirtschaft ausstrahlen. In einem Basisszenario führt ein sofortiges Gasembargo zu einem kurzfristigen Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Produktion um 3,2 Prozent bis 8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Sollte sich die Erdgasverfügbarkeit nach dem Embargo sehr günstig entwickeln (alternatives Szenario), dann wäre mit einem kurzfristigen Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Produktion zwischen 1,2 Prozent und 3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu rechnen. Neben den angebotsseitigen Effekten sind die nachfrageseitigen Effekte eines Embargos zu berücksichtigen; gemäß aktueller Studien verringern die nachfrageseitigen Effekte eines Energieembargos (Kohle, Erdöl, Erdgas) das Bruttoinlandsprodukt kurzfristig zwischen 2 Prozent und 4 Prozent. Schließlich würde ein sofortiges Erdgasembargo auch dauerhafte wirtschaftliche Schäden verursachen, weil es Produktionspotenziale reduziert und Wachstumskräfte schwächt. Die Berechnungen der wirtschaftlichen Folgen eines Erdgasembargos sind mit großer Unsicherheit verbunden, die über das normale Maß an Unsicherheit ökonomischer Studien hinausgeht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
