Arbeitslos – Gesundheit los – chancenlos?
Gesundheitlich eingeschränkte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer tragen ein höheres Risiko, entlassen zu werden, und sie bleiben überdurchschnittlich lange arbeitslos. Zudem kann Arbeitslosigkeit gesundheitliche Probleme auslösen oder verstärken. Auch die wahrgenommene Unsicherheit des eigenen Arbeitsplatzes hat bereits deutlich negative Auswirkungen auf die Gesundheit.
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Literaturhinweis
Arbeitslosigkeit als Risikofaktor für psychosomatische Erkrankungen (2000)
Stosberg, Krista; Stosberg, Manfred;Zitatform
Stosberg, Krista & Manfred Stosberg (2000): Arbeitslosigkeit als Risikofaktor für psychosomatische Erkrankungen. In: Institut für Empirische Soziologie, Nürnberg (Hrsg.) (2000): Festschrift 50 Jahre Wissenschaft für die Praxis (Schriftenreihe des Instituts für empirische Soziologie, 16), S. 111-120.
Abstract
Angesichts einer gesamtdeutschen Arbeitslosenquote von über neun Prozent wird der These von Frese und Semmer (1979) nachgegangen, wonach für den Einzelnen die Belastungen durch Arbeitslosigkeit weit größer sind als alle Formen der Arbeitsbelastung. Anhand eines soziologischen Krankheitsmodells sowie zahlreicher Forschungsarbeiten wird gezeigt, wie Arbeitslosigkeit und Arbeitsplatzunsicherheit zu Statusdiskrepanz führen, indem Ausbildungsniveau, Berufsposition und Entlohnung voneinander abweichen. Diese Diskrepanz wirkt als gesundheitsgefährdender Stressor, den Arbeitslose oft durch Drogen aller Art zu mildern suchen und der psychische Störungen auslösen kann. Besonders betroffen sind die Langzeit- aber auch die jugendlichen Arbeitslosen. Deutlich wird aber auch, dass persönliche und soziale Ressourcen zur Stressbewältigung helfen können, diese Entwicklung aufzuhalten. Noch wichtiger als instrumentelle Hilfen und Zuwendungen sind deshalb oft solche, die die individuellen Stressbewältigungskompetenzen (Coping-Fähigkeiten) eines Arbeitslosen stärken. (IAB)
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Literaturhinweis
Varying unemployment experiences?: the economy and mental well-being (2000)
Zitatform
Strandh, Mattias (2000): Varying unemployment experiences? The economy and mental well-being. Umea: Umea Universitet, 57 S., Anhang.
Abstract
"From being an unemployment success story, Sweden was during the 1990s thrown into a European normality, with apparent high and persistent unemployment. In the public debate there is however no consensus on what characterises the experience of unemployment. One perspective emphasises the role of employment for self-realisation. An alternative perspective instead views employment as a necessary evil that brings little satisfaction to those who participate in it. The objective of this thesis has been to move beyond the postulated truths of what the experience of unemployment means. It uses an empirical approach in order to investigate the consequences of unemployment for mental well-being, and to develop an understanding of the reasons for this relationship. The following conclusions can be drawn from the five articles that make up the thesis. In line with previous international and Swedish research, the thesis shows that unemployment as compared to employment is in general a distressing experience. The general effect of unemployment an mental well-being, and the variation in the unemployment experience, was in turn shown to be mainly dependent an two factors. Firstly on the psychosocial need for employment in a society where employment is the norm. Secondly, on the economic need for employment in a society where employment, as the thesis also shows, for many still is necessary for adequate economic resources." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Arbeitslosigkeit und Gesundheit (1999)
Dauer, Steffen; Meischner-Al-Mousawi, Maja; Stück, Marcus; Hennig, Heinz;Zitatform
Dauer, Steffen & Heinz Hennig (Hrsg.) (1999): Arbeitslosigkeit und Gesundheit. (Beiträge zur Medizinischen Psychologie und zu Grenzgebieten 01), Halle: Mdv Mitteldeutscher Verlag, 282 S.
Abstract
In dem Band finden sich Beiträge zur medizinpsychologischen Arbeitslosenforschung, die Überlegungen zur Verbesserung der ärztlichen Betreuung arbeitsloser Pationten enthalten. Neben theoretischen Beiträgen, die auch einen Überblick zur gegenwärtig vorliegenden Literatur einschließen, wird eine Übersicht über bereits geplante oder angedachte Konzepte und ihre methodische Umsetzung im Bereich medizinpsychologischer Arbeitslosenforschung gegeben. Weiterhin werden erste Untersuchungsergebnisse sowie der Ansatz für ein Manual aus der Projektarbeitsgruppe "Arbeitslosigkeit und Gesundheit" am Institut für Medizinische Psychologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg vorgestellt. Das Manual enthält Empfehlungen für Ärzte im Umgang mit arbeitslosen Patienten. Daneben werden soziologische und psychophysiologische Aspekte berücksichtigt, die transkulturelle Überlegungen einschließlich und der Überprüfung von Nutzungsmöglichkeiten apparativer Instrumente aus der Streßforschung für die Ermittlung objektiver Daten bei der Erforschung von psychischer Belastung durch Lebensereignisse, wie z.B. Arbeitslosigkeit, dienen. (IAB2)
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Literaturhinweis
Arbeitslosigkeit, Langzeitarbeitslosigkeit und Gesundheit (1999)
Elkeles, Thomas;Zitatform
Elkeles, Thomas (1999): Arbeitslosigkeit, Langzeitarbeitslosigkeit und Gesundheit. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 48, H. 6, S. 150-155.
Abstract
"Seit den 30er Jahren haben wissenschaftliche Studien auf gesundheitliche Folgen von Arbeitslosigkeit hingewiesen. Die einschlägigen wissenschaftlichen Forschungen, so schrieb kürzlich Pierre Bourdieu (1998), zeigten, daß die Menschen an der Arbeitslosigkeit zerbrechen. Dieser Beitrag will zunächst kurz darlegen, auf welche Erklärungen sich dies stützt und welche Differenzierungen anzubringen sind, einige gesundheitswissenschaftliche Befunde aus der Literatur zu Arbeitslosigkeit und Gesundheit darstellen und schließlich einige neue empirische Daten insbesondere zu Langzeitarbeitslosen in der Bundesrepublik Deutschland vorstellen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitslosigkeit und Gesundheit (1999)
Zitatform
Wasem, Jürgen (1999): Arbeitslosigkeit und Gesundheit. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 48, H. 5, S. 123-130.
Abstract
Der Beitrag stellt Modellprojekte des Landes Brandenburg vor, die insbesondere Langzeitarbeitslosen mit gesundheitlichen Problemen differenzierte praktische Hilfen anbieten. (IAB)
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Literaturhinweis
Down and out: Estimating the relationship between mental health and unemployment (1997)
Zitatform
Hamilton, Vivian H., Philip Merrigan & Eric Dufresne (1997): Down and out: Estimating the relationship between mental health and unemployment. In: Health Economics, Jg. 6, H. 4, S. 397-406. DOI:10.1002/(SICI)1099-1050(199707)6:4%3C397::AID-HEC283%3E3.0.CO;2-M
Abstract
"We utilized a unique dataset of Montreal residents to estimate the relationship between employment and mental health, controlling for endogeneity. We applied a maximum likelihood, simultaneous equation generalized probit model to estimate jointly the determinants of an individual's latent index of employability and their mental health as measured by the Psychiatric Symptom Index (PSI). The likelihood function was adjusted to account for the fact that individuals were sampled based on their employment status, and also for the fact that repeated observations of individuals in different periods were used in the analysis. We found tangible beneficial effects of mental health on employability. In addition, employment appears to improve mental health. The ML estimates of the endogenous relationship between employment and mental health indicate that OLS estimates are biased upwards, but the effects of unemployment on deteriorating mental health are not spurious." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Der subjektive und objektive Gesundheitszustand von Arbeitslosen: eine Studie in Sachsen (1997)
Harych, Horst; Harych, Peter;Zitatform
Harych, Horst & Peter Harych (1997): Der subjektive und objektive Gesundheitszustand von Arbeitslosen. Eine Studie in Sachsen. (IAB-Werkstattbericht 08/1997), Nürnberg, 40 S.
Abstract
In den Jahren 1993 und 1994 wurde im Land Sachsen eine sozial-medizinische Untersuchung bei 1628 bzw. 1015 Personen durchgeführt. Erfasst wurden subjektive Einschätzungen des Gesundheitszustandes durch die Betroffenen, ärztliche Untersuchungsergebnissse, ferner Veränderungen im Zeitablauf. Der Bericht enthält die Ergebnisse einer Zusatzauswertung, bei der Befunde für Arbeitslose im Sinne der amtlichen Statistik mit denen für Erwerbtätige vergleichend aufbereitet wurden. Sie zeigen, dass sich auch für Ostdeutschland im Zusammenhang mit Arbeitslosigkeit stehende Verschlechterungen des Gesundheitszustands feststellen lassen. (IAB)
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Literaturhinweis
Specifying the temporal relationship between job loss and consequences (1992)
Jones, Loring;Zitatform
Jones, Loring (1992): Specifying the temporal relationship between job loss and consequences. In: The Journal of applied social sciences, Jg. 16, H. 1, S. 23-36.
Abstract
"Using a social R&D approach, this article reviews the relevant empirical research concerned with the temporal relationship between job loss and the manifestation of consequences. The convergence of findings are that psychosocial symptoms are highest in the first year of unemployment, and symptoms decline and stabilize in the second year. In the first year, symptoms are highest six months after job loss, but also are elevated upon notification of job loss. Reasons for this pattern of symptoms are discussed and action guidelines for practices suggested by this pattern are identified." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Work, unemployment, and mental health (1987)
Warr, Peter;Zitatform
Warr, Peter (1987): Work, unemployment, and mental health. (Oxford science publications), Oxford: Oxford University Press, 361 S.
Abstract
"Here is a challenging study on the effects of work and unemployment on mental health. Examined in this comprehensive study are issues such as why some people are more harmed by unemployment than others; why certain job transitions are more difficult; and what we mean by 'mental health' and how we can measure it. The author introduces nine characteristics of any environment and shows how they give rise to the harmful and beneficial consequences of work and unemployment. The book gathers integrates the extensive and widely-disseminated research into the topic and places it in an original and logical conceptual framework." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
