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Dossier

Prekäre Beschäftigung

Unter den Begriff "Prekäre Beschäftigung" fallen Arbeitsverhältnisse mit niedrigen Löhnen, die häufig nicht auf Dauer und Kontinuität angelegt sind, keine Absicherung durch die Sozialversicherung und nur geringe arbeitsrechtliche Schutzrechte aufweisen. Der Begriff ist umstritten - und noch viel mehr die Frage: Wirken prekäre Beschäftigungsverhältnisse immer ausgrenzend oder leisten sie auch einen notwendigen Beitrag zur Flexibilisierung des Arbeitsmarktes? Die Infoplattform erschließt Informationen zum Forschungsstand.

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  • Literaturhinweis

    Prekarität - Neoliberalismus - Deregulierung: Beiträge des "Kritischen Bewegungsdiskurses" (2007)

    Klautke, Roland; Pelizzari, Alessandro; Rätz, Werner; Candeias, Mario; Röttger, Bernd; Hauer, Dirk; Samsa, Gregor; Kaindl, Christina; Spehr, Christoph; Demirovic, Alex; Zeller, Christian; Oehrlein, Brigitte; Hirsch, Joachim;

    Zitatform

    Klautke, Roland & Brigitte Oehrlein (Hrsg.) (2007): Prekarität - Neoliberalismus - Deregulierung. Beiträge des "Kritischen Bewegungsdiskurses". Hamburg: VSA-Verlag, 212 S.

    Abstract

    "Die aufgeregte Debatte um das 'abgehängte Prekariat' in Deutschland beförderte die falsche These, als ob es sich dabei um eine klar abgrenzbare verfestigte Unterschicht handeln würde. Der Band schürft tiefer und analysiert Prekarisierung als gesellschaftlichen Prozess: Der Neoliberalismus brachte in unsere Arbeits- und Lebensverhältnisse Forderungen nach Flexibilisierung und Ungebundenheit, also einen Vereinzelungsprozess, bei immer größer werdender Unsicherheit. Das heutige Leben bringt die scheinbare Chance größerer Autonomie, fördert gleichzeitig aber freiwillige Unterwerfung unter die herrschenden Verhältnisse. Wie kann auf diese Widersprüche reagiert werden, welche Möglichkeiten zeichnen sich ab, der Entdemokratisierung auf allen Ebenen etwas entgegenzusetzen? Die Kämpfe der Globalisierungskritiker, der Hartz-IV-Gegner und auf betrieblicher Ebene liefen weitgehend isoliert nebeneinander her. Hier gilt es, bei künftigen sozialen Protesten Verbindungen herzustellen. Die Beiträge dieses Bandes zielen neben einer sozialwissenschaftlichen Selbstverständigung gerade darauf ab, in den sozialen Bewegungen selbst eine theoretische Auseinandersetzung voranzutreiben mit so aktuellen Themen wie: Bedingungsloses Grundeinkommen, Arbeitsregulation und Gewerkschaftspolitik, Selbstvermarktung, Arbeitszeitverkürzung, Selbstverwaltung, Privatisierung, Wirtschaftsdemokratie, Prekarität in den Studien von Pierre Bourdieu, Globale soziale Rechte." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Letzter Ausweg Leiharbeit?: die prekäre Wirklichkeit einer flexiblen Beschäftigungsform (2007)

    Koch, Manfred;

    Zitatform

    Koch, Manfred (2007): Letzter Ausweg Leiharbeit? Die prekäre Wirklichkeit einer flexiblen Beschäftigungsform. (Beiträge aus der Forschung / Sozialforschungsstelle Dortmund 154), Dortmund, 36 S.

    Abstract

    "Nach einer Einführung werden zunächst einige zentrale Merkmale der Leiharbeit herausgearbeitet, um die Problematik dieser Beschäftigungsform zu verdeutlichen. Im dritten Kapitel folgt ein Perspektivenwechsel hin zur Sichtweise von Zeitarbeiterinnen und Zeitarbeitern. In vier Interviewauszügen wird deutlich, dass Individuen auf unterschiedliche Weise mit dieser Beschäftigungsform umzugehen gelernt haben. Kapitel vier behandelt die Problematik aus gewerkschaftlicher Sicht. Lange Zeit stand die Forderung nach dem Verbot der Leiharbeit im Vordergrund gewerkschaftlicher Politik. Dies ändert sich langsam, inzwischen sind Tarifverträge zur Regulierung der Arbeitsbedingungen abgeschlossen worden. Im Schlusskapitel fünf werden schließlich Überlegungen angestellt zur Perspektive einer Ent-Prekarisierung von Zeitarbeit. Einige Beispiele zeigen, dass hier durchaus Erfolge möglich sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Ende der Normalarbeit?: mehr Solidarität statt weniger Sicherheit - Zukunft betrieblicher Interessenvertretung (2007)

    Lorenz, Frank; Kühnast, Sylvia; Lorenz, Frank; Schneider, Günter; Mückenberger, Ulrich; Bednarski, Josef; Pfahl, Svenja; Bruse, Detlev; Schneider, Günter; Dietz, Martin; Schwarz, Monika; Caroll, Gene; Dörre, Klaus; Blanke, Thomas; Artus, Ingrid ; Zumbeck, Christine; Walwei, Ulrich ;

    Zitatform

    (2007): Ende der Normalarbeit? Mehr Solidarität statt weniger Sicherheit - Zukunft betrieblicher Interessenvertretung. Hamburg: VSA-Verlag, 230 S.

    Abstract

    "Welche Formen kann die betriebliche Interessenvertretung annehmen und welche Perspektiven hat sie in Zeiten prekärer und deregulierter Beschäftigungsverhältnisse? Die Gewerkschaften haben bereits Mitte der 1980er Jahre mit dem Schlagwort 'Erosion' die galoppierenden Entwicklungen und Angriffe der letzten 20 Jahre auf das Normalarbeitsverhältnis umschrieben. Die Intensivierung dieses Prozesses beginnt mit dem Beschäftigungsförderungsgesetz, den Novellierungen des Teilzeit- und Befristungsgesetzes und findet ihren vorläufigen Höhepunkt in den Hartz-Gesetzen der rot-grünen Koalition. Die AutorInnen des Buches stellen zum einen die verschiedenen Formen deregulierter Beschäftigungsverhältnisse vor wie Teilzeitarbeit, geringfügige und befristete Beschäftigung, Leiharbeit und Ein-Euro-Jobs. Zum anderen setzen sie sich mit prekären Arbeitsverhältnissen auseinander: Welche Auswirkungen auf die Institutionen der Sozialpolitik hat es, wenn trotz Erwerbstätigkeit Einschränkungen bezüglich der sozialen Sicherungssysteme hingenommen werden müssen? Vor diesem Hintergund wird diskutiert, welche Formen die betriebliche Interessenvertretung annehmen kann und welche Perspektiven sie in Theorie und Praxis hat - im In- und Ausland." (Textauszug, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Dietz, Martin; Walwei, Ulrich ;
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  • Literaturhinweis

    Prekäre Lagen: zur individuellen Bewältigung erwerbsbiografischer Unsicherheit (2007)

    Magnin, Chantal ;

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    Magnin, Chantal (2007): Prekäre Lagen. Zur individuellen Bewältigung erwerbsbiografischer Unsicherheit. In: A. Baechtold & L. von Mandach (Hrsg.) (2007): Arbeitswelten : Integrationschancen und Ausschlussrisiken, S. 41-52.

    Abstract

    Im Mittelpunkt des Beitrags stehen die unterschiedlichen Bewältigungsstrategien Erwerbstätiger in prekären Erwerbssituationen. Auf der Grundlage von 50 erwerbsbiografischen Interviews wurden 8 Bewältigungsstrategien ermittelt. Anhand von Fallbeispielen weden zwei geläufige Bewältigungsstrategien diskutiert, zum einen die Bewertung der flexiblen Beschäftigung als 'sportliche Herausforderung', zum anderen 'eine pragmatische Orientierung aufgrund von Resignation'. Weitere Bewältigungsstrategien, die seltener gewählt wurden, sind: die Schaffung eines neuen Marktwerts durch die Absolvierung einer Berufsausbildung und damit den Erwerb eines anerkannten Diploms; die Herauslösung aus Lohnabhängigkeit durch wirtschaftliche Selbstständigkeit; der Kampf um Begünstigung mittels Vergemeinschaftung; einseitiges Festhalten am Gesellschaftspakt 'Leistung gegen Teilhabe'; Abweichung als Reaktion auf den Gesellschaftspakt 'Leistung gegen Teilhabe'; die fundamentale Auflehnung zur Widerherstellung von Würde. Allen diesen Bewältigungsstrategien ist gemeinsam, dass sie mit hohen physischen und psychischen Belastungen der Beschäftigten einhergehen. Hieraus wird die Forderung nach einer Grundsicherung abgeleitet, welche prekär Beschäftigten einen konstruktiven Umgang mit erwerbsbiografischer Unsicherheit erlaubt. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Prekarisierung auf hohem Niveau: eine Feldstudie über Alleinunternehmer in der IT-Branche (2007)

    Manske, Alexandra;

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    Manske, Alexandra (2007): Prekarisierung auf hohem Niveau. Eine Feldstudie über Alleinunternehmer in der IT-Branche. (Arbeit und Leben im Umbruch 13), München u.a.: Hampp, 257 S.

    Abstract

    Thema der Studie ist der Zusammenhang von Flexibilisierung von Arbeit einerseits und der Verunsicherung sozialer Lagen in einem akademisch gebildeten Milieu andererseits. Dazu untersucht die Arbeit in Form einer Feldstudie auf der Basis qualitativer Fallstudien bei Freelancern der IT-Branche (alleindienstleistenden Webdesignern) in Berlin und New York, wie sich akademisch ausgebildete Alleinunternehmer mit prekären Beschäftigungs- und Lebensverhältnissen arrangieren. Es zeigt sich eine Problemlage, die sich auch in hochqualifizierten Milieus als Verunsicherung von Arbeits- und Lebenslagen darstellt. Anhand dreier, typologisch zugespitzter Praxisformen ('Unternehmer', 'Dienstleister', 'Künstler') wird gezeigt, wie die Befragten selbst-unternehmerische Formen und Modi der praktischen Selbstverortung ausbilden. Die drei Praxisformen reflektieren, wie die Befragten auf eine radikal marktvermittelte soziale Lage reagieren und spiegeln in ihren Handlungsstrategien den feldspezifischen Restrukturierungsprozess wider. Aus Sicht der Autorin erweist sich die Internetbranche als ein 'Feld von spezifischen Ungleichstellungen' und sie beschreibt, wie dieser Befund einer Prekarisierung auf hohem Niveau sozialstrukturell überformt wird. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Wenn Arbeit arm macht: der Niedriglohnsektor als Boombranche (2007)

    Manske, Alexandra; Heil, Vanessa;

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    Manske, Alexandra & Vanessa Heil (2007): Wenn Arbeit arm macht. Der Niedriglohnsektor als Boombranche. In: Blätter für deutsche und internationale Politik, Jg. 52, H. 8, S. 995-1002.

    Abstract

    Der Beitrag setzt sich kritisch mit der Entwicklung des Niedriglohnsektors auseinander, der seit Mitte der 1990er Jahre in der Bundesrepublik Deutschland ständig wächst. Ein Indiz für diese Entwicklung sehen die Autorinnen in der Ausweitung atypischer Beschäftigungsverhältnisse als arbeitsmarktpolitisches Instrument im Zuge der Hartz-Gesetzgebung (Motto: 'Sozial ist, was Arbeit schafft'). Eigentliche Ursache für das gezielt betriebene Wachstum des Niedriglohnsektors ist nach ihrer Auffassung der Rückzug des Staates aus seiner sozialen Verantwortung, die sich in einem Abbau des Sozialstaats manifestiert. Diese Politik führt zu einer zunehmenden Spaltung der Gesellschaft. Der Beitrag zeichnet nach, wie sich der Niedriglohnsektor in den letzten Jahren entwickelt hat und wie sich die Neuregelung der geringfügigen Beschäftigung seit dem Jahr 2003 ausgewirkt hat. Die konkrete Darstellung der 'Situation ganz unten auf dem Arbeitsmarkt' zeigt, dass sich zunehmend eine Schicht der 'Working Poor' herausbildet, die nur mit mehreren Jobs 'irgendwie' über die Runden kommt. Die Autorinnen kommen zu dem Schluss, dass die Tarifpolitik sich nicht zu einer 'Eindämmung der Niedriglohnschwemme' eignet und plädieren für einen Mindestlohn 'als letzter Ausweg', um die 'verheerende Abwärtsspirale in der Lohnentwicklung' zu stoppen, wobei sich die Höhe des Mindestlohns an der Entwicklung des allgemeinen gesellschaftlichen Wohlstandsniveaus orientieren soll. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Wovon lebst du eigentlich?: vom Überleben in prekären Zeiten (2007)

    Morisse, Jörn; Engler, Rasmus;

    Zitatform

    Morisse, Jörn & Rasmus Engler (2007): Wovon lebst du eigentlich? Vom Überleben in prekären Zeiten. (Serie Piper 5065), München u.a.: Piper, 250 S.

    Abstract

    "In der Kulturwirtschaft sind unter den Erwerbstätigen die Selbständigen mittlerweile die wichtigste Triebfeder für die Wachstumsdynamik. Aber wie finanziert man eigentlich ein kreatives Leben jenseits der Festanstellung? Trotz guter Ausbildung leben viele Freiberufler unterhalb des Existenzminimums und sind auf immer neue Strategien angewiesen, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten und dennoch ihre künstlerische Freiheit zu bewahren. Zwischen nervenden Nebenjobs und dem existenziellen Streben nach Selbstverwirklichung sind unterschiedliche Lebensentwürfe entstanden. Die Autoren befragen in dem Buch zwanzig Kulturschaffende wie den Maler Jonas Burgert, den Übersetzer Harry Rowohlt oder Autoren wie Kathrin Passig und Bernd Cailloux zu ihrer wirtschaftlichen Situation, zu ihren Netzwerken, zu Erfolg, Selbstausbeutung und Begriffen wie 'sozialem Kapital'. Herausgekommen ist ein Buch, das offen und ehrlich eine der häufigsten Fragen unserer Zeit beantwortet: Wovon lebst du eigentlich?" (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Arbeit ohne Netz: prekäre Arbeit und ihre Auswirkungen (2007)

    Pape, Klaus; Mirschel, Veronika; Lüers, Gero; Wiethold, Franziska; Aust, Andreas; Dörre, Klaus; Notz, Gisela; Cyrus, Norbert; Vanselow, Achim; Gleitze, Klaus-Dieter; Wertmüller, Sebastian;

    Zitatform

    Pape, Klaus (Hrsg.) (2007): Arbeit ohne Netz. Prekäre Arbeit und ihre Auswirkungen. (Kooperationsstelle Hochschulen und Gewerkschaften, Hannover, Hildesheim. Schriften 01), Hannover: Offizin-Verlag, 144 S.

    Abstract

    "Unter dem Motto: 'Prekäre Arbeit und ihre Auswirkungen auf die Beschäftigten -(k)ein Thema für Gewerkschaften und Wissenschaft?' fand im November 2006 der 5. Science-Day, die Jahrestagung der Kooperationsstelle Hochschulen & Gewerkschaften Region Hannover - Hildesheim, statt. Die dort gehaltenen Vorträge sind in diesem ersten Band einer Reihe von Kooperationsschriften dokumentiert. Viele wissenschaftliche Untersuchungen zum Wandel in der Arbeitswelt gehen schon länger davon aus, dass in Deutschland mittlerweile fast jedes vierte Arbeitsverhältnis prekär ist. Hierzu gehören u.a. Scheinselbstständige, geringfügig und befristet Beschäftigte, Leiharbeiter, (Tele-) Heimarbeiter/innen und viele Teilzeitbeschäftigte. Prekäre Beschäftigungsverhältnisse zeichnen sich durch Kurzfristigkeit, Unsicherheit und geringe Bezahlung aus. Damit erzeugen diese Arbeitsverhältnisse bei den Betroffenen Angst und Unklarheit nicht nur über ihre berufliche Zukunft, sondern sie reichen in alle anderen Lebensbereiche hin ein. Um dem Ziel, die Übernahme in ein 'Normalarbeitsverhältnis' (unbefristet, Vollzeit, Tariflohn, mit Kündigungsschutz und Betriebsrat, einem Einkommen, mit dem man/frau leben kann und mit Rentenbeitragszahlungen für ein Auskommen im Alter) zu erreichen, nicht zu gefährden, werden zudem häufig physische und psychische (Arbeits-) Belastungen ignoriert. Neben einem allgemeinen Überblick zum Thema prekäre Beschäftigungsverhältnisse standen zwei Bevölkerungsgruppen (Frauen und MigrantenInnen) sowie zwei Formen dieser Beschäftigungsart (Leiharbeit bzw. Zeitarbeit und FreiberuflerInnen und (Schein-) Selbstständige) im Mittelpunkt der Tagung." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Unsichere Erwerbsbeteiligung (2007)

    Schultz, Annett; Kersting, Volker; Alda, Holger;

    Zitatform

    Schultz, Annett & Holger Alda; Volker Kersting (Mitarb.) (2007): Unsichere Erwerbsbeteiligung. In: Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales Nordrhein-Westfalen (Hrsg.) (2007): Sozialbericht NRW 2007 : Armuts- und Reichtumsbericht, S. 319-380.

    Abstract

    "Zwischen 2000 und 2004 ist die Zahl der Erwerbstätigen in Nordrhein-Westfalen zurückgegangen, obwohl sich das Arbeitskräfteangebot insgesamt vergrößert hat. Normalarbeitsverhältnisse (unbefristete abhängige Vollzeitarbeitsverhältnisse) haben weiter an Bedeutung verloren. 2004 waren 55 % des gesamten Arbeitskräfteangebots in einem Normalarbeitsverhältnis beschäftigt. In diesem Segment sind Männer und hochqualifizierte Erwerbstätige sowie Erwerbstätige des Produzierenden Gewerbes überdurchschnittlich häufig vertreten. Das Segment der nicht standardisierten bzw. atypischen Beschäftigung ist dagegen absolut und relativ gewachsen. Das betrifft im Einzelnen eine Ausweitung unbefristeter und befristeter Teilzeitarbeitsverhältnisse und insbesondere eine Zunahme der ausschließlich geringfügigen Beschäftigung. Insgesamt arbeiteten im Jahr 2004 23 % des Erwerbspersonenpotenzials in atypischen Beschäftigungsverhältnissen. Frauen, nichtdeutsche und jüngere Erwerbstätige sind im Segment der atypischen Beschäftigung überdurchschnittlich häufig vertreten. Atypische Erwerbsformen sind nicht pauschal mit unsicherer Erwerbsbeteiligung gleichzusetzen. So stellt Teilzeitarbeit für viele Frauen eine bewusste Erwerbsstrategie dar, um in der Familienphase Beruf und Familie zu vereinbaren. Nichtstandardisierte Erwerbsformen bewirken nur bei Alleinerziehenden und Alleinstehenden bzw. in Verknüpfung mit der Erwerbslosigkeit oder einer ebenfalls atypischen Beschäftigung der Partnerin/des Partners höhere Armutsrisiken. Das Segment der Erwerbslosen und der Stillen Reserve verzeichnet von 2000 bis 2004 die größten Zuwachsraten. Erwerbslosigkeit betraf 2004 besonders häufig nichtdeutsche und geringqualifizierte Personen, deren Benachteiligungen am Arbeitsmarkt sich im Vergleich zu 2000 noch verstärkt haben. Armuts- und damit Ausgrenzungsrisiken werden besonders durch Erwerbslosigkeit begründet. Prekäre Erwerbsbeteiligung äußert sich in einer Längsschnittperspektive vor allem in schwierigen Zugangsmöglichkeiten zu Beschäftigung." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Flexicurity: Reconciling social security with flexibility: empirical findings for Europe (2007)

    Seifert, Hartmut; Tangian, Andranik S.;

    Zitatform

    Seifert, Hartmut & Andranik S. Tangian (2007): Flexicurity: Reconciling social security with flexibility. Empirical findings for Europe. (WSI-Diskussionspapier 154), München, 35 S.

    Abstract

    "It is empirically shown that the more flexible employment, the more it is precarious. For this purpose, two families of indices, of flexible work and of precarious work, are defined basing on the Fourth European Survey of Working Conditions 2005 by the European Foundation for the Improvement of Living and Working Conditions. Two methodologies of constructing composite indicators are applied, of the Hans Böckler Foundation, and of the OECD. Both methodologies give very similar results. After the indices have been constructed, the dependence between flexibility and precariousness of work is established by regression analysis with statistical certainty. Besides, it is revealed that the institutional regulation of employment does not necessarily imply the adequate factual effect. For instance, Turkey and Greece with a strict employment protection legislation have a high labour market flexibility due to a large fraction of employees who work with no contract. Among other things, it is shown that the employment flexibility has the strongest negative effect on the employability. It implies serious arguments against the recent reconsideration of the function of social security attempted by the European Commission within the flexicurity discourse. The suggested shift from income security towards a high employability cannot be consistently implemented. Our study provides empirical evidence that a high employability can be hardly attained under flexible employment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Is flexible work precarious?: a study based on the 4th European Survey of Working Conditions 2005 (2007)

    Tangian, Andranik S.;

    Zitatform

    Tangian, Andranik S. (2007): Is flexible work precarious? A study based on the 4th European Survey of Working Conditions 2005. (WSI-Diskussionspapier 153), Düsseldorf, 77 S.

    Abstract

    "The analysis of interaction of flexibility and precariousness of work shows that the more flexible employment, the more it is precarious. For this purpose, two families of indices, of flexible work and of precarious work, are defined basing on the Fourth European Survey of Working Conditions 2005 by the European Foundation for the Improvement of Living and Working Conditions. Two methodologies of constructing composite indicators are applied, of the Hans Böckler Foundation, and of the OECD. Both methodologies give very similar results. After the indices have been constructed, the dependence between flexibility and precariousness of work is established by regression analysis with statistical certainty. Besides, it is revealed that the institutional regulation of employment does not necessarily imply the adequate factual effect. For instance, Turkey and Greece with a very strict employment protection legislation have a high labour market flexibility due to a large fraction of employees who work with no contract. Among other things, it is shown that the employment flexibility has the strongest negative effect on the employability. It implies serious arguments against the recent reconsideration of the function of social security attempted by the European Commission within the flexicurity discourse. The suggested shift from income security towards a high employability cannot be consistently implemented. Our study provides empirical evidence that a high employability can be hardly attained under flexible employment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Arbeit und Armut: die deutsche Unterschichtdebatte im Lichte aktivierender Sozialstaatlichkeit (2007)

    Trube, Achim; Wohlfahrt, Norbert;

    Zitatform

    Trube, Achim & Norbert Wohlfahrt (2007): Arbeit und Armut. Die deutsche Unterschichtdebatte im Lichte aktivierender Sozialstaatlichkeit. In: Gesundheits- und Sozialpolitik, Jg. 61, H. 5/6, S. 50-58.

    Abstract

    "Schon nach wenigen Jahren aktivierender Sozialstaatlichkeit lassen sich deren Konsequenzen besichtigen: Die Konditionen der Erwerbsarbeit werden zunehmend als ein Mittel der internationalen Standortkonkurrenz gehandhabt und infolgedessen nehmen Beschäftigungsverhältnisse, die eine einigermaßen stabile Existenzsicherung gewährleisten, in raschem Umfang ab. Gleichzeitig sorgt eine veränderte sozialstaatliche Programmatik dafür, dass diejenigen, die als nicht mehr rentabel genug 'freigesetzt' wurden, möglichst rasch mit entsprechendem Nachdruck in Arbeitsformen gebracht werden, die - so die Kriterien der nationalen und internationalen Statistik - zwangsläufig mit Armut verbunden sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Prekäre Beschäftigung: Herausforderung für die Gewerkschaften. Anregungen und Vorschläge für die gewerkschaftliche Diskussion (2007)

    Zitatform

    (2007): Prekäre Beschäftigung. Herausforderung für die Gewerkschaften. Anregungen und Vorschläge für die gewerkschaftliche Diskussion. In: Informationen zur Sozial- und Arbeitsmarktpolitik H. 9, S. 1-52.

    Abstract

    Der Rückgang sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung und die Zunahme atypischer und prekärer Beschäftigung stellt für die Gewerkschaften eine Herausforderung dar. Die Materialsammlung wendet sich an aktive Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter und bietet Informationen, um die Diskussion in den Betrieben, Betriebsräten und Gewerkschaftsgremien anzustoßen und zu intensivieren. 'In den einzelnen Kapiteln findet sich jeweils eine Beschreibung der Situation. Dabei werden Lösungswege aufgezeigt, die sich sowohl auf Forderungen an die Politik als auch auf das gewerkschaftliche Handeln beziehen.' Auf folgende Beschäftigungsformen wird eingegangen: 1. Arbeitnehmerüberlassung - Zeitarbeit, 2. Solo-Selbstständigkeit, Scheinselbständigkeit, 3. Befristet Beschäftigte, 4. Geringfügige Beschäftigung - Minijobs, 5. Billige Praktikanten - Schein-Praktika, 6. Unterbeschäftigung und Teilzeitarbeit, 7. Zweiter Arbeitsmarkt und öffentlich-geförderte Beschäftigung. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Flexible Wissensarbeit: AlleindienstleisterInnen zwischen Privileg und Prekarität (2006)

    Betzelt, Sigrid;

    Zitatform

    Betzelt, Sigrid (2006): Flexible Wissensarbeit. AlleindienstleisterInnen zwischen Privileg und Prekarität. (ZeS-Arbeitspapier 2006/03), Bremen, 90 S.

    Abstract

    "Flexible Wissensarbeit in Form hoch qualifizierter selbständiger Beschäftigung stellt in der Bundesrepublik einen relativ neuen Erwerbstypus dar, der im Dienstleistungssektor auf Expansionskurs ist. Der Beitrag stellt zentrale Ergebnisse einer empirischen Untersuchung im exemplarischen Feld ausgewählter Kulturberufe vor, die als Trendsetter für die neuere selbständige Erwerbsform des 'Alleindienstleisters' gelten können. Gezeigt wird, dass nicht nur deren objektive Erwerbsstrukturen von bekannten Mustern abweichen, da sie - bei vergleichsweise schwacher Geschlechtersegregation - den hoch Qualifizierten nur relativ bescheidene Einkommen unter risikoreichen Erwerbsbedingungen bieten. Besonderheiten zeigen sich auch in den individuellen subjektiven Orientierungen und Handlungsstrategien. Diese subjektiven Faktoren, so das Kernargument dieses Beitrags, ermöglichen erst das ' Funktionieren' des flexiblen Erwerbsmodells. Auf der Basis starker intrinsischer Motivationen und eines dominant wertrationalen Berufsverständnisses entwickeln die individuellen Akteure in reflexiver Weise Handlungsmuster im Umgang mit den marktradikalen Bedingungen, die eine mehr oder minder gelungene Balance zwischen individuellen Freiheitsgraden und marktlichen Restriktionen ermöglichen. Dabei ergeben sich für Männer wie Frauen überwiegend kontinuierliche, wenngleich komplexe Erwerbsbiographien jenseits herkömmlicher Karrierepfade. Diese qualitativ gewonnenen empirischen Befunde werden im Hinblick auf theoretische Konzepte der Arbeits-, Berufs- und Professionssoziologie sowie der sozialen Ungleichheit diskutiert. Abschließend wird aufgezeigt, dass das Erwerbsmuster flexibler Wissensarbeit besonders aufgrund der fragilen individuellen und kollektiven Risikostrategien durchaus institutionellen Handlungsbedarf aufwirft." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Prekäre Arbeit: Ursachen, Ausmaß, soziale Folgen und subjektive Verarbeitungsformen unsicherer Beschäftigungsverhältnisse (2006)

    Brinkmann, Ulrich; Dörre, Klaus; Röbenack, Silke; Kraemer, Klaus ; Speidel, Frederic;

    Zitatform

    Brinkmann, Ulrich, Klaus Dörre, Silke Röbenack, Klaus Kraemer & Frederic Speidel (2006): Prekäre Arbeit. Ursachen, Ausmaß, soziale Folgen und subjektive Verarbeitungsformen unsicherer Beschäftigungsverhältnisse. (Gesprächskreis Migration und Integration), Bonn, 108 S.

    Abstract

    Das Gutachten gibt einen Überblick sowohl über Begriffsdefinitionen und Diskurse über 'prekäre Beschäftigung' als auch über Daten zu Struktur und Ausmaß prekärer Beschäftigung, wobei besonderes Augenmerk dabei auf der Situation von Migrantinnen und Migranten liegt, die in besonderer Weise von diesen Entwicklungen betroffen sind. Darüber hinaus wird anhand neuer empirischer Forschungsergebnisse der Frage nachgegangen, wie diese Formen der Beschäftigung auf subjektiver Ebene sowie auf gesellschaftlicher Ebene verarbeitet werden. Eine zentrale These ist, dass prekäre Beschäftigungen nicht nur zu Unsicherheitsgefühlen bei den unmittelbar Betroffenen führen, sondern auch ausstrahlen auf Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in relativ gesicherten Normalarbeitsverhältnissen. Gefühle der Unsicherheit und der Zukunftsangst breiten sich in weiten Teilen der Bevölkerung aus und motivieren eine Suche nach alternativen Integrationsstrategien. Hierdurch werden 'ausgrenzende Integrationskonzepte' begünstigt. Da diese Konzepte ein Verbindungsglied zwischen Arbeitserfahrungen und der politischen Axiomatik des Rechtspopulismus darstellen, kann dies auch zu einer Verstärkung und Ausweitung rechtsextremer Orientierungen beitragen. Insofern tangieren prekäre Beschäftigungsverhältnisse auch den Zusammenhalt der Gesellschaft. Es werden mögliche Handlungsoptionen und Ansatzpunkte einer 'Politik der Entprekarisierung' aufgezeigt, die sich auf ideologische Leitbilder sowie arbeitsmarktpolitische und geschlechterdemokratische Strategien bezieht. Als Eckpfeiler hierfür werden unter anderem Mindestlöhne und gewerkschaftliche Standards für 'gute Arbeit' betrachtet. Übergreifendes Ziel dieser Politik ist es, 'flexible Arbeitsformen nicht zu verhindern, sondern ihnen nach und nach ihren prekären Charakter zu nehmen'. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Armut in Bremen: Hilfebedürftig trotz Arbeit (2006)

    Bury, Carola; Schröder, Paul M.; Gieffers, Susanne; Pusch, Volker;

    Zitatform

    Bury, Carola, Susanne Gieffers, Volker Pusch & Paul M. Schröder (2006): Armut in Bremen: Hilfebedürftig trotz Arbeit. Bremen, 105 S.

    Abstract

    "Die Armutsentwicklung in Bremen und Bremerhaven ist weiterhin besorgniserregend. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung sind hier besonders hoch. Lohndumping und Niedrigstlöhne nehmen zu, während sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse abgebaut werden. Auch 'sicher Beschäftigte' spüren dadurch immer häufiger den Druck, auf Rechte zu verzichten und Abstriche hinzunehmen. Oft haben sie mehr als ein Einkommen - und trotzdem kein Auskommen. Etliche arbeiten Vollzeit und fallen dennoch unter die Armutsgrenze. Auch Leiharbeiter und Menschen mit Mini-Jobs sind von dieser gefährlichen Entwicklung betroffen. Die Bruttoarbeitsentgelte sind so niedrig, dass viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hilfebedürftig sind und Anspruch auf das Arbeitslosengeld II haben - ohne arbeitslos zu sein. Seit fünf Jahren veröffentlicht die Arbeitnehmerkammer Bremen den Armutsbericht für das Land Bremen. Die Arbeitnehmerkammer will mit der Berichterstattung das Armutsthema auf die politische Tagesordnung setzen und mit ihrem aktuellen Schwerpunkt 'Hilfebedürftig trotz Arbeit' die Diskussion um zunehmende Prekarisierung von Arbeitsverhältnissen anstoßen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Prekäre Einkommenslagen in Deutschland: ein Ost-West-Vergleich 1996-2002 (2006)

    Buscher, Herbert S.; Parys, Juliane;

    Zitatform

    Buscher, Herbert S. & Juliane Parys (2006): Prekäre Einkommenslagen in Deutschland. Ein Ost-West-Vergleich 1996-2002. In: Allgemeines Statistisches Archiv, Jg. 90, H. 4, S. 595-615. DOI:10.1007/s10182-006-0005-y

    Abstract

    "Der Beitrag untersucht die Verteilung der äquivalenzgewichteten Nettoeinkommen von Haushalten und Lebensgemeinschaften in West- und Ostdeutschland für die Zeit von 1996 bis 2002 auf der Grundlage der Daten des Mikrozensus. Die Untersuchung gliedert sich in einen deskriptiven Teil, der eindimensionale Maße zur Einkommensverteilung und zur Messung der Ungleichheit diskutiert, und in einen zweiten Teil, in dem auf der Basis eines Logit-Modells Determinenten bestimmt werden, die für prekäre Lebens- und Einkommenslagen ursächlich sein können. Ein besonderes Gewicht wird hierbei auf unterschiedliche Lebensformen und die Anzahl der Kinder gelegt. Die Ergebnisse zeigen ein deutlich höheres Armutsrisiko für Lebensgemeinschaften/Familien mit Kindern im Vergleich zu kinderlosen Paaren." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Was heißt hier "geringfügig"? Minijobs als wachsendes Segment prekärer Beschäftigung (2006)

    Bäcker, Gerhard;

    Zitatform

    Bäcker, Gerhard (2006): Was heißt hier "geringfügig"? Minijobs als wachsendes Segment prekärer Beschäftigung. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 56, H. 5, S. 255-261.

    Abstract

    "Der Beitrag untersucht, welche Entwicklung die Minijobs nach der Neuregelung von 2003 genommen haben. Skizziert werden die Strukturmerkmale dieser Beschäftigungsverhältnisse, und bei der Suche nach den Bestimmungsfaktoren der expansiven Entwicklung wird zwischen dem Arbeitsangebot und der Arbeitsnachfrage unterschieden. Es wird die These entwickelt, dass das Interesse der Unternehmen an einer Ausweitung von Minijobs vor allem dem Tatbestand geschuldet ist, dass es sich hier um ausgesprochene Niedriglohntätigkeiten handelt, die zudem in der Praxis nur eingeschränkt den üblichen tarif- und arbeitsrechtlichen Regelungen unterliegen. Daraus lässt sich ein hohes ökonomisches Interesse der Unternehmen ableiten, reguläre, das heißt sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse durch die preiswerteren Minijobs zu ersetzen. Vor diesem Hintergrund werden die Beschäftigungseffekte der Neuregelung kritisch bewertet und Alternativvorstellungen entwickelt. Vor allem ein gesetzlicher Mindestlohn könnte als Sperrriegel gegenüber einer zunehmenden Prekarisierung dieser Beschäftigungsverhältnisse wirken." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Unterschichten? Prekariat? Klassen?: moderne Politik gegen soziale Ausgrenzung (2006)

    Böhning, Björn; Trube, Achim; Dörre, Klaus; Eißl, Dieter; Dörre, Klaus; Huster, Ernst- Ulrich; Bell, Hans Günter; Mikfeld, Benjamin; Sommer, Michael; Nahles, Andrea; Böhning, Björn; Notz, Gisela; Nahles, Andrea; Schmid, Günther;

    Zitatform

    Böhning, Björn, Klaus Dörre & Andrea Nahles (Hrsg.) (2006): Unterschichten? Prekariat? Klassen? Moderne Politik gegen soziale Ausgrenzung. (Schriftenreihe des Forum Demokratische Linke 21 01), Dortmund: Spw-Verlag, 118 S.

    Abstract

    "Die HerausgeberInnen dieses Buch wollen ein Zeichen setzen, dass sie die Entwicklung in dieser Gesellschaft ernst nehmen. Sie sehen die zunehmende soziale Spaltung als Herausforderung, eine moderne Politik gegen soziale Ausgrenzung und für die Teilhabe am vorhandenen Reichtum programmatisch zu formulieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Die Zunahme atypischer Beschäftigung: Ursachen und Folgen (2006)

    Dietz, Martin; Walwei, Ulrich ;

    Zitatform

    Dietz, Martin & Ulrich Walwei (2006): Die Zunahme atypischer Beschäftigung. Ursachen und Folgen. In: Orientierungen zur Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik H. 109, S. 17-24.

    Abstract

    Die sogenannten Normalarbeitsverhältnisse (d.h. abhängige, sozialversicherungspflichtige und unbefristete Vollzeitbeschäftigung), haben in den letzten Jahrzehnten einen Bedeutungsverlust erlitten. Beschäftigungen werden vermehrt in Teilzeit oder in selbstständiger Tätigkeit ausgeübt. Sie sind häufig nicht oder nicht voll sozialversicherungspflichtig, oder sie sind befristet oder als Leiharbeitsverhältnis ausgestaltet. Der Beitrag geht den Gründen für den Wandel der Erwerbsformen nach, erläutert und analysiert die Formen atypischer Beschäftigungsverhältnisse und untersucht, ob ohne diesen Wandel mehr Erwerbstätige beschäftigt wären. In einem zweiten Schritt wird untersucht, ob atypische Beschäftigungsverhältnisse den Übergang aus der Arbeitslosigkeit in den Arbeitsmarkt erleichtern und damit eine Brückenfunktion erfüllen. Der Beitrag kommt zu dem Fazit, dass der Arbeitsmarkt durch Erwerbsformen, die vom Normalarbeitsverhältnis abweichen, geöffnet wurde. Dies kann einer Verfestigung der Arbeitslosigkeit entgegenwirken und einen weiteren Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit verhindern. Die negativen Aspekte atypischer Beschäftigungsverhältnisse werden unter den Stichworten 'Drehtüreffekt', 'Verschiebebahnhof' und 'Stigmatisierung' beschrieben. Teilzeitarbeit führt zudem häufig nicht zu einem existenzsichernden Einkommen. Der Beitrag plädiert für eine stärkere Flexibilisierung von Standardarbeitsverhältnissen als Alternative zu den atypischen Erwerbsformen und empfiehlt eine Senkung der Sozialabgaben im Bereich niedriger Einkommen zur Verbesserung der Arbeitsmarktchancen von gering Qualifizierten. (IAB)

    Beteiligte aus dem IAB

    Dietz, Martin; Walwei, Ulrich ;
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