Beschäftigungseffekte von Unternehmensgründungen
Unternehmensgründungen gelten als Triebfeder für die Entwicklung von Wirtschaft und Arbeitsmarkt. Das Themendossier bietet einen Überblick über das Gründungsgeschehen in der Bundesrepublik Deutschland und im europäischen Ausland sowie die daraus resultierenden Beschäftigungseffekte.
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Literaturhinweis
Wirtschaftliche Wirkungen von öffentlichen Förderprogrammen für Existenz- und Unternehmensgründungen in Deutschland (2005)
Pesch, Stefanie;Zitatform
Pesch, Stefanie (2005): Wirtschaftliche Wirkungen von öffentlichen Förderprogrammen für Existenz- und Unternehmensgründungen in Deutschland. (FGF Entrepreneurship-Research Monographien 51), Lohmar: Eul, 254 S.
Abstract
"Unternehmensgründungen werden vielfältige positive wirtschaftliche Wirkungen zugesprochen, wie z. B. Wirtschaftswachstum, Beschäftigungssteigerung oder Strukturwandel. Um diese Effekte zu verstärken, existiert eine Vielzahl öffentlicher Förderprogramme für Existenz- und Unternehmensgründungen in Deutschland. Obwohl die Förderlandschaft als gut ausgebaut gilt, fehlt bislang eine systematische und umfassende Untersuchung dieser Thematik. Insbesondere die Wirkungen der Fördermaßnahmen wurden bisher nur für einzelne Programme empirisch belegt. Darüber hinaus existiert keine übergreifende Synthese der Einzelergebnisse. Diese Forschungslücke bzgl. der wirtschaftlichen Wirkungen von Fördermaßnahmen soll in dem Band geschlossen werden. Dazu wurde in einem ersten Schritt eine theoretische Analyse der Förderlandschaft durchgeführt. Im zweiten Schritt wurden die Einzelergebnisse vorliegender Studien mit den Wirkungen von Gründungsfördermaßnahmen zusammengeführt und analysiert. Hierbei wurde die Methode des systematischen Reviews gewählt. Es konnten 34 Studien in die Betrachtung einbezogen werden. Insgesamt wurde festgestellt, dass die öffentliche Gründungsförderung das Überleben der Unternehmen am Markt, die Anzahl der geschaffenen Arbeitsplätze und den Umsatz der Gründungsunternehmen steigert. Als Ergebnis dieser Analyse werden zahlreiche Verbesserungsvorschläge für die Gründungsförderung vorgestellt, wie beispielsweise höhere Beratungsqualität und bessere Förderung junger Unternehmen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Existenzgründungen: Ein Weg zur Beschäftigungsförderung? (2005)
Zitatform
Pfeiffer, Friedhelm (2005): Existenzgründungen: Ein Weg zur Beschäftigungsförderung? In: Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung, Jg. 38, H. 2/3, S. 325-340.
Abstract
"In dem Beitrag wird unter Berücksichtigung der Staatstätigkeit aus einer theoriegeleiteten empirischen Perspektive diskutiert, ob zusätzliche Existenzgründungen zu mehr Beschäftigung führen. In erfolgreichen Existenzgründungen werden zwar direkt Arbeitsplätze geschaffen (an Erfolgsgeschichten dieser Art herrscht kein Mangel). Gleichzeitig kann (und wird) es allerdings über Wettbewerbs- und Verdrängungsprozesse auf Güter- und Faktormärkten zu einem Abbau von Beschäftigung in etablierten Unternehmen oder zu Schliessungen von Unternehmen kommen. Das Wissen zur staatlichen Steuerung solcher Marktprozesse, um gezielt Beschäftigung zu fördern, ist trotz erheblicher wissenschaftlicher Fortschritte (noch?) nicht vorhanden. Jedenfalls gibt es noch zu wenige empirische Hinweise dafür, dass die umfangreichen staatlichen Aktivitäten zur Förderung von Existenzgründungen tatsächlich die Beschäftigung in der Gesamtwirtschaft erhöht haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Existenzgründungen: Ein Weg zur Beschäftigungsförderung? (2005)
Zitatform
Pfeiffer, Friedhelm (2005): Existenzgründungen: Ein Weg zur Beschäftigungsförderung? (ZEW discussion paper 2005-71), Mannheim, 28 S.
Abstract
"In dem Artikel werden ausgewählte theoretische und empirische Aspekte des Zusammenhangs zwischen Existenzgründungen, staatlichem Handeln und Beschäftigung diskutiert. Dabei wird die Frage, ob Existenzgründungen zusätzliche Beschäftigung schaffen überwiegend aus einer volkswirtschaftlichen (und nicht aus einer sektoralen oder regionalen) Sicht beleuchtet werden. Zusammenfassend zeigen theoretische Überlegungen und eine in mancher Hinsicht noch lückenhafte empirische Evidenz die Bedeutung von Existenzgründungen für die Zahl der Beschäftigten auf. Die Möglichkeiten des Staates, durch die Förderung von Existenzgründungen die Beschäftigung zu steigern, scheinen jedoch begrenzt. Jedenfalls gibt es noch zu wenige empirische Hinweise dafür, dass die umfangreichen staatlichen Aktivitäten die Zahl der Beschäftigten in der Gesamtwirtschaft erhöht haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Erfolgsdeterminanten junger Unternehmen in Österreich: eine empirische Untersuchung zum Beschäftigungswachstum (2005)
Zitatform
Schwarz, Erich J., Thomas Ehrmann & Robert J. Breitenecker (2005): Erfolgsdeterminanten junger Unternehmen in Österreich. Eine empirische Untersuchung zum Beschäftigungswachstum. In: Zeitschrift für Betriebswirtschaft, Jg. 75, H. 11, S. 1077-1098.
Abstract
"Empirische Untersuchungen bestätigen, dass ein kleiner Anteil eines Gründerjahrganges die größte Auswirkung auf die Beschäftigungsentwicklung hat. Die typenbildenden Merkmale dieser Unternehmen festzustellen, ist von betriebswirtschaftlicher Relevanz. Empirische betriebswirtschaftliche Arbeiten haben sich insbesondere auf gründer- und betriebsbezogene Erfolgsdeterminanten solcher Unternehmen konzentriert. Erweiternd zu diesen Erfolgsmerkmalen werden in der vorliegenden Untersuchung unternehmerische Entscheidungen nach der Gründung wie der Wechsel der Unternehmensstrategie in ein logistisches Regressionsmodell integriert. Die Modellierung erfolgt anhand eines repräsentativen Datensatzes junger Unternehmen in Österreich. Die Strategieänderung, die IKT-Nutzung und die Nicht-Vollzeittätigkeit der Gründerperson( en) erhöhen die Wahrscheinlichkeit des Beschäftigungswachstums junger Unternehmen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Global Entrepreneurship Monitor: Länderbericht Deutschland 2004. Sonderthema: Gründungsbezogene Ausbildung (2005)
Zitatform
Sternberg, Rolf & Ingo Lückgen (2005): Global Entrepreneurship Monitor. Länderbericht Deutschland 2004. Sonderthema: Gründungsbezogene Ausbildung. (Global Entrepreneurship Monitor. Länderbericht Deutschland 06), Köln, 60 S.
Abstract
Der Länderbericht beschreibt und erklärt auf der Basis von 7.500 Befragungen und 155 qualitativen Expertenaussagen die Gründungsaktivitäten in Deutschland im internationalen Vergleich für das Jahr 2004. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die Frage, welchen Stellenwert das Thema Gründungen in deutschen Schulen und Hochschulen hat. Des weiteren werden Gründungsaktivitäten und -motive, Gründungseinstellungen und die gründungsbezogenen Rahmenbedingungen in Deutschland hinterfragt. Abschließend wird ein Vergleich zum Jahr 2003 gezogen. Es zeigt sich, dass Deutschland zum einen bei der Förderinfrastruktur (einschließlich der finanziellen Förderung) den ersten Platz belegt. Dies ist eine verlässliche Stärke bei den Rahmenbedingungen für Gründungen in Deutschland. Demgegenüber hat sich die allgemeine Finanzierung von Gründungen und insbesondere das Venture Capital-Angebot weiter verschlechtert. Die Finanzierung kleiner Gründungen, die nur geringe Kreditvolumen benötigen, ist für Kreditinstitute wenig attraktiv. Dies liegt zum einen an den geringen Erträgen aus diesem Engagement und zum anderen daran, dass sehr viele kleine Gründer oft über unzureichende kaufmännische und unternehmerische Qualifikationen verfügen. Dieser Mangel kann durch geeignete Qualifizierungs- und Beratungsmaßnahmen ausgeglichen werden. Auch verstärkte Kooperationen zwischen Kreditinstituten und Gründungsberatern können den Zugang von bestimmten Gründern zu Finanzierungen erleichtern. (IAB)
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie den Länderbericht Deutschland 2004. -
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Zur Gründungs- und Schließungsdynamik im Verarbeitenden Gewerbe: Erkenntnisse aus Betriebspaneldaten der Industriestatistik in Baden-Württemberg (2005)
Zitatform
Strotmann, Harald (2005): Zur Gründungs- und Schließungsdynamik im Verarbeitenden Gewerbe. Erkenntnisse aus Betriebspaneldaten der Industriestatistik in Baden-Württemberg. In: Schmollers Jahrbuch, Jg. 125, H. 4, S. 451-474.
Abstract
"Der Beitrag verfolgt das Ziel, auf der Grundlage von Mikrodaten aus der amtlichen Industriestatistik eine empirische Analyse der Gründungs- und Schließungsdynamik für die baden-württembergische Industrie in den Jahren 1980 bis 1999 vorzunehmen und dabei die Rolle und die Bedeutung von Betriebsgründungen und -schließungen für Marktprozesse und die Beschäftigung zu beleuchten. Beantwortet werden sollen insbesondere folgende Fragen: Welche relative Bedeutung kommt Gründungen und Schließungen für die Arbeitsplatzreallokation, die Arbeitsplatzschaffung und den Arbeitsplatzabbau zu? Wie verhalten sich die Gründungs- und Schließungsaufkommen im Konjunkturzyklus? Lassen sich Zusammenhänge in den Gründungs- und Schließungsmustern zwischen verschiedenen Branchen erkennen? Welche Einsichten lassen sich hinsichtlich der Überlebensfähigkeit von Gründungen gewinnen? Die Besonderheit der Vorgehensweise besteht darin, dass die amtlichen Betriebsdaten zu einem Paneldatensatz verknüpft werden und somit das Verfolgen der Entwicklung einzelner Betriebe auf der Mikroebene sowie die Identifikation von Gründungen und Schließungen möglich wird." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Dynamik im Unternehmenssektor: Theorie, Empirie und Politik (2005)
Welter, Friederike ; Engel, Dirk ; Welter, Friederike ; Müller, Klaus; Sternberg, Rolf ; Lagemann, Bernhard; Schäper, Christiane; Metzger, Georg; Piorkowsky, Michael-Burkhard; Leicht, René; Philipp, Ralf; Fritsch, Michael ; Müller, Ralf;Zitatform
(2005): Dynamik im Unternehmenssektor. Theorie, Empirie und Politik. (Veröffentlichungen des Round Table Mittelstand 04), Berlin: Duncker & Humblot, 204 S.
Abstract
Die Unternehmensdynamik steht im Mittelpunkt des Bandes. Dies betrifft Fragen rund um das Gründungs- und Liquidationsgeschehen - z. B. Bestandsaufnahmen des Gründungsgeschehens in der Volkswirtschaft und ausgewählten Sektoren, Fragen nach den theoretischen und empirischen Bestimmungsfaktoren von Unternehmensgrößenstrukturen und Selbständigenquoten, von Erfolg und Scheitern der Gründungen, zu ihrem Beschäftigungsbeitrag oder zur wirtschaftspolitischen Unterstützung der Unternehmensgründungen. Neben Beiträgen zur theoretischen und empirischen Gründungsforschung präsentiert der Band neuere Evidenz zum Beschäftigungsbeitrag neu gegründeter Unternehmen und zur Unternehmensdynamik im Handwerk. Weitere wichtige Trends sind Ein-Personen-Unternehmen und Teilzeitselbständigkeit. Abschließend wird eine Analyse der regionalen Gründungsförderung in Deutschland gegeben. (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
OECD SME and entrepreneurship outlook 2005 (2005)
Zitatform
(2005): OECD SME and entrepreneurship outlook 2005. (OECD SME and entrepreneurship outlook), Paris, 415 S. DOI:10.1787/9789264009257-en
Abstract
"Encouraging entrepreneurship and facilitating the rapid growth of innovative SMEs is an effective means of creating jobs, increasing productivity and alleviating poverty. Identifying and implementing the policies that can achieve these goals is an increasing priority for governments of industrialised and developing countries alike. This publication describes recent trends concerning SMEs and entrepreneurship in OECD economies and beyond. It reports on a range of policy initiatives taken to enhance the vitality and competitiveness of the SME sector, which comprises over 95% of all enterprises and accounts for two thirds of private sector employment. Among the themes covered in this edition are: the need to reduce regulatory and administrative burdens affecting entrepreneurial activity; the increasing attention given by governments to entrepreneurship education and training; the need to ease SME access to financing, technology, innovation and international markets; the growing importance of women's entrepreneurship; and local policy issues. This third edition also includes the Istanbul Ministerial Declaration on Fostering the Growth of Innovative and Internationally Competitive SMEs. Coming four years after the Bologna Charter on SME Policies, this Declaration is comprised of a set of policy recommendations and was adopted by Ministers and representatives of 72 governments at the 2 OECD Ministerial Conference on SMEs, held in Istanbul, Turkey, in June 2004." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Doing business in 2006: creating jobs (2005)
Abstract
"Doing Business in 2006 is the third in a series of annual reports investigating regulations that ease doing business and those that constrain it. This edition focuses on job creation. New quantitative indicators on business regulations and their enforcement can be compared across 150 countries - from Albania to Zimbabwe - and over time. Doing Business in 2006 updates the indicators presented in previous reports: starting a business, hiring and firing workers, getting credit, protecting investors, enforcing contracts, and closing a business. Three new sets of measures are added: paying taxes, getting licenses, and trading across borders. The indicators are used to analyze economic and social outcomes, such as productivity, investment, informality, corruption, unemployment and poverty, and identify what reforms have worked, where and why." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Employment growth and entrepreneurial activity in cities (2004)
Acs, Zoltan J.; Armington, Catherine;Zitatform
Acs, Zoltan J. & Catherine Armington (2004): Employment growth and entrepreneurial activity in cities. In: Regional Studies. Journal of the Regional Studies Association, Jg. 38, H. 8, S. 911-927. DOI:10.1080/0034340042000280938
Abstract
"Gegenwärtige Theorien wirtschaftlichen Wachstums haben die Rolle externer Effekte bei der Wachstumsentwicklung betont. Mit Hilfe von Daten des Census Bureaus, das sämtliche Arbeitgeber des Privatsektors der Wirtschaft der USA erfaßt, wird die Auswirkung dieser externen Effekte auf die Zunahme von Arbeitsstellen in 'Local Market Areas' durch Messung an Hand unternehmerischer Aktivität untersucht. Es wird festgestellt, daß Unterschiede der Stufen unternehmerischer Aktivität, Vielfalt in geographisch benachbarten Industrien und der Umfang des Humankapitals in positiver Verbindung mit Abweichungen bei Zuwachsraten auftreten, obschon der herstellende Sektor hierbei eine Ausnahme darstellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Job creation and persistence in services and manufacturing (2004)
Armington, Catherine; Acs, Zoltan J.;Zitatform
Armington, Catherine & Zoltan J. Acs (2004): Job creation and persistence in services and manufacturing. In: Journal of Evolutionary Economics, Jg. 14, H. 3, S. 309-325.
Abstract
"An important new literature on gross employment flows has produced a great outpouring of stylized facts. In this paper we examine one aspect of this literature through the lens of dynamic models and theories of industrial evolution. We extend the Davis and Haltiwanger methodology for analysis of the persistence of gross job creation, distinguishing the persistence of new jobs from business births and from expansions. The persistence rates are then compared with those expected in each sector if average annual job creation and destruction were distributed across the business population independently of the prior years changes. The results provide a basis for discussing aspects of the different dynamics of job creation in services and manufacturing." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Employment determination in enterprises under communism and in transition: evidence from Central Europe (2004)
Zitatform
Basu, Swati, Saul Estrin & Jan Svejnar (2004): Employment determination in enterprises under communism and in transition. Evidence from Central Europe. (IZA discussion paper 1370), Bonn, 33 S.
Abstract
"In this paper, we present a comparative analysis of employment determination in four transition economies as they move from central planning to a market economy in the early 1990s. We use firm level panel data sets from the Czech Republic, Hungary, Poland and Slovakia to estimate dynamic employment equations for the period immediately before and after the start of transition. We find evidence that firms behave for the most part as if they were on their labor demand curves, with little evidence of labor hoarding. There were significant cross-country variations in the determinants of employment during the reform process however. Hungarian and Polish firms started the transition already substantially reformed, and became even more responsive to market signals as transition proceeded. In contrast, firms in the Czech and Slovak republics started in the completely unresponsive mode characteristic of central planning, but rapidly caught up with their counterparts in Hungary and Poland." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Venture capital investment and labor market performance: new empirical evidence for OECD countries (2004)
Zitatform
Belke, Ansgar & Andreas Schaal (2004): Venture capital investment and labor market performance. New empirical evidence for OECD countries. (IZA discussion paper 1447), Bonn, 20 S.
Abstract
"Anglo-Saxon countries have been successful in the 1990s concerning labor market performance compared to the former role models Germany and Japan. This reversal in relative economic performance might be related to idiosyncracies in financial markets with bank-based financial markets as in Germany and Japan being possibly inferior to stock-market based financial markets in turbulent times and when approaching the economic frontier. A cleavage is related to venture capital markets which are flourishing on Anglo-Saxon but not on German type financial markets. Venture capital is crucial for financing structural change, new firms and innovations and therefore possibly also nowadays for employment growth." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Analyse von Standorteinflüssen auf das Gründungsgeschehen (2004)
Zitatform
Brixy, Udo & Michael Niese (2004): Analyse von Standorteinflüssen auf das Gründungsgeschehen. In: M. Fritsch & R. Grotz (Hrsg.) (2004): Empirische Analysen zum Gründungsgeschehen in Deutschland, S. 111-121.
Abstract
Der Beitrag geht der Frage nach den Bestimmungsgründen der räumlichen Unterschiede in den Gründungs- und Stilllegungsaktivitäten nach. Hierzu werden die Determinanten der Standortfaktoren an Hand von Regressionsmodellen analysiert. Die Indikatoren zur Erklärung der Unterschiede des Standorteffekts lassen sich in drei Gruppen einteilen: Indikatoren für die regionale Nachfrageseite, Indikatoren für das Angebot an potenziellen Gründern sowie Indikatoren, die über die Branchenverteilung hinausgehende strukturelle Unterschiede zwischen den Regionen widerspiegeln. Die Untersuchung beschränkt sich auf Westdeutschland für den Zeitraum 1987 bis 1997. Vier Ergebnisse lassen sich festhalten: (1) Agglomerationseffekte prägen die Standorteinflüsse auf das Gründungsgeschehen. Während in Regionen mit einer hohen Bevölkerungsdichte die Standortbedingungen mit einem überdurchschnittlichen Gründungsniveau verbunden sind, weisen ländliche Regionen im allgemeinen einen negativen Standorteffekt auf. (2) Standortbedingungen, die ein günstiges Gründungsklima schaffen, scheinen die Überlebenswahrscheinlichkeit von jungen Betrieben zu verringern. In Regionen mit einer hohen Gründungsaktivität herrscht unter neuen Anbietern eine intensive Konkurrenz. (3) Das Niveau, nicht aber ein Anstieg der Arbeitslosigkeit stimuliert die Gründungsaktivität, denn mangels besserer Beschäftigungsalternativen wagen in solchen Regionen wesentlich mehr potenzielle Gründer den Schritt in die Selbstständigkeit, sobald sich die Gelegenheit dazu bietet. (4) Es lässt sich ein hohes Ausmaß an räumlicher Autokorrelation beobachten, denn benachbarte Regionen zeigen ähnliche Standorteffekte und ähnlich ausgeprägte Strukturen. (IAB)
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Literaturhinweis
Regionale Muster und Determinanten des Gründungserfolgs (2004)
Zitatform
Brixy, Udo & Reinhold Grotz (2004): Regionale Muster und Determinanten des Gründungserfolgs. In: M. Fritsch & R. Grotz (Hrsg.) (2004): Empirische Analysen zum Gründungsgeschehen in Deutschland, S. 161-186.
Abstract
Der Beitrag analysiert sowohl die Anzahl der neu gegründeten Betriebe und untersucht ihre weitere Entwicklung. Es wird versucht, die These zu bestätigen, dass in Regionen, in denen vergleichsweise viele Gründungen stattfinden, auch ein allgemeines Umfeld für ihre weitere Existenz vorherrscht. Die Analysen zeigen, dass die These nur im Produzierenden Gewerbe bestätigt werden kann. Für das Dienstleistungsgewerbe ergeben die referierten Analysen einen langfristig negativen Zusammenhang zwischen regionalen Gründungsraten. Dies deutet darauf hin, dass eine allein an der Stimulierung von Gründungen ansetzenden Politik eventuell wenig sinnvoll ist. Vielmehr sollten die Wachstums- und Überlebensbedingungen der Gründungen nicht vernachlässigt werden. Ebenso wie für die Gründungsraten zeigen sich auch für die Überlebensquoten deutliche räumliche Unterschiede. In diesem Zusammenhang werden die Vor- und Nachteile unterschiedlicher Kombinationen von niedrigen bzw. hohen Gründungsraten und Überlebensquoten für die Regionalentwicklung diskutiert. Daran anschließende Regressionsanalysen zeigen die Bedeutung von einzelnen Determinanten der räumlichen Unterschiede von Gründungsraten und Überlebensquoten. Die erfolgreichsten und dynamischen Regionen sind Oberbayern, eine breite Zone von Regionen entlang des Rheins vom Bodensee bis nach Düsseldorf sowie größere Teile Norddeutschlands. Teile des Ruhrgebiets und verschiedene andere strukturschwache Räume entlang der Grenze zu den ostdeutschen Ländern, aber auch großstädtisch geprägte Räume erweisen sich als Regionen mit einem besonders ungünstigen Klima für Gründungen und ihr Überleben. (IAB)
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Literaturhinweis
Gründungsraten, Anteil überlebender Betriebe und Beschäftigungsentwicklung im Ost-West-Vergleich (2004)
Zitatform
Brixy, Udo & Reinhold Grotz (2004): Gründungsraten, Anteil überlebender Betriebe und Beschäftigungsentwicklung im Ost-West-Vergleich. In: M. Fritsch & R. Grotz (Hrsg.) (2004): Empirische Analysen zum Gründungsgeschehen in Deutschland, S. 187-197.
Abstract
Der Beitrag befasst sich mit den direkten Beschäftigungseffekten von Gründungen im Ost-West-Verleich. Nach der Vereinigung gab es in Ostdeutschland aufgrund enormen Nachholbedarfs einen beispiellos hohen Gründungsboom. Die Einführung der Marktwirtschaft brachte die bereits in der DDR-Zeit bestehende Unternehmen in große Schwierigkeiten, die mit einem enormen Verlust an Arbeitsplätzen einhergingen. Neue Arbeitsplätze entstanden praktisch ausschließlich in neugegründeten Betrieben. Neugründungen sowie deren weiteres Schicksal sind demnach für die langfristige Perspektive der regionalen Arbeitsmärkte von großer Bedeutung. Die Gründungsintensität, das Überleben der jungen Betriebe und die erzielten Arbeitsmarkteffekte werden analysiert sowie die Bilanz der neu geschaffenen und durch Schließungen bzw. durch Stellenabbau teilweise wieder verloren gegangenen Arbeitsplätze einzelner junger Gründungskohorten. Aus der Gegenüberstellung geht hervor, dass sowohl die unmittelbar nach der Wende als auch die später gegründeten ostdeutschen Betriebe gegen Ende des vergangenen Jahrzehnts langsamer wuchsen als gleichaltrige westdeutsche Betriebe. In den neuen Bundesländern konnte sich bislang kein gefestigter Mittelstand entwickeln, der als tragende Säule für die regionale Wirtschaftsentwicklung dienen könnte. (IAB)
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Literaturhinweis
Do newly founded firms pay lower wages?: first evidence from Germany (2004)
Zitatform
Brixy, Udo, Susanne Kohaut & Claus Schnabel (2004): Do newly founded firms pay lower wages? First evidence from Germany. (IAB-Discussion Paper 04/2004), Nürnberg, 22 S.
Abstract
"Unter Verwendung eines kombinierten Firmen-Beschäftigten-Datensatzes für Deutschland analysiert dieser Beitrag die Lohnsetzung in einer Kohorte von neu gegründeten und anderen Betrieben im Zeitraum von 1997 bis 2001. Während theoretische Erklärungsansätze verschiedene Begründungen für höhere oder niedrigere Löhne in neu gegründeten Betrieben liefern, zeigen wir empirisch, dass Neugründungen ceteris paribus tendenziell niedrigere Löhne zahlen. Im Durchschnitt liegen die Löhne in Neugründungen 8 Prozent unter denen in vergleichbaren bestehenden Betrieben. Dieses negative Lohndifferenzial fällt in Ostdeutschland deutlich geringer aus als in Westdeutschland. Es zeigt sich, dass mit der Reifung der Betriebe im Zeitablauf das Lohndifferenzial zurückgeht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Do newly founded firms pay lower wages?: first evidence from Germany (2004)
Zitatform
Brixy, Udo, Susanne Kohaut & Claus Schnabel (2004): Do newly founded firms pay lower wages? First evidence from Germany. (Universität Erlangen, Nürnberg, Lehrstuhl für Arbeitsmarkt- und Regionalpolitik. Diskussionspapiere 28), Erlangen u.a., 17 S.
Abstract
"Unter Verwendung eines kombinierten Firmen-Beschäftigten-Datensatzes für Deutschland analysiert dieser Beitrag die Lohnsetzung in einer Kohorte von neu gegründeten und anderen Betrieben im Zeitraum von 1997 bis 2001. Während theoretische Erklärungsansätze verschiedene Begründungen für höhere oder niedrigere Löhne in neu gegründeten Betrieben liefern, zeigen wir empirisch, dass Neugründungen ceteris paribus tendenziell niedrigere Löhne zahlen. Im Durchschnitt liegen die Löhne in Neugründungen 8 Prozent unter denen in vergleichbaren bestehenden Betrieben. Dieses negative Lohndifferenzial fällt in Ostdeutschland deutlich geringer aus als in Westdeutschland. Es zeigt sich, dass mit der Reifung der Betriebe im Zeitablauf das Lohndifferenzial zurückgeht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
How fast do newly founded firms mature?: empirical analyses on job quality in start-ups (2004)
Zitatform
Brixy, Udo, Susanne Kohaut & Claus Schnabel (2004): How fast do newly founded firms mature? Empirical analyses on job quality in start-ups. (Universität Erlangen, Nürnberg, Lehrstuhl für Arbeitsmarkt- und Regionalpolitik. Diskussionspapiere 30), Erlangen u.a., 21 S.
Abstract
"Unter Verwendung eines kombinierten Firmen-Beschäftigten-Datensatzes für Deutschland analysiert dieser Beitrag die Arbeitskräftefluktuation und die Lohnsetzung in einer Kohorte von neu gegründeten und anderen Betrieben im Zeitraum von 1997 bis 2001. Wir zeigen empirisch, dass Neugründungen ceteris paribus tendenziell höhere Arbeitskräftefluktuationsraten aufweisen. Überdies liegen die Tarifbindungsquoten und die Löhne in Neugründungen unter denen in vergleichbaren bestehenden Betrieben. Es zeigt sich, dass mit der Reifung der Betriebe im Zeitablauf sowohl die erhöhte Arbeitskräftefluktuation als auch das Lohndifferenzial zurückgehen und schließlich insignifikant werden. Unsere Ergebnisse implizieren, dass es nur ein paar Jahre dauert, bis ein neues Unternehmen zu einem bestehenden Unternehmen wird." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Ähnliche Treffer
auch erschienen als: IAB Discussion Paper , 02/2005 -
Literaturhinweis
The dynamics of local employment in France (2004)
Zitatform
Combes, Pierre-Philippe, Thierry Magnac & Jean-Marc Robin (2004): The dynamics of local employment in France. (IZA discussion paper 1061), Bonn, 32 S.
Abstract
"We study the impact of local economic structure on employment dynamics. Local employment is decomposed into the product of the average plant size and the number of plants in the area and industry. We estimate the dynamics of both components simultaneously using French yearly data on 36 industries and 341 areas between 1984 and 1993. The careful specification of short-run dynamics and the control for fixed effects and endogeneity are shown to be critical in the empirical model. First, static externalities are prevalent compared to dynamic ones. Moreover, whereas area-and-industry effects explain most of the spatial variation of plant size, the local number of plants is mainly driven by the current local economic structure. Policies targeted towards plant creation should thus be more efficient. For instance, large areas endowed with a small number of even size industries have both more and larger plants. A large number of plants heterogeneous in size increases the average plant size, but the number of plants is higher when plants have similar size." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
