Kurzarbeit
Während der Wirtschaftskrise nach 2009 und der Covid-19-Pandemie ab 2020 erlebte Kurzarbeit als Instrument der Anpassung an konjunkturell bedingte Arbeitsausfälle eine deutliche Aufwertung. Das "German job miracle" nach der Finanzkrise wurde in der internationalen Diskussion im Wesentlichen auf den massiven Einsatz von Kurzarbeit zurückgeführt. Konnte und kann Kurzarbeit die Arbeitslosigkeit in Krisenzeiten tatsächlich eindämmen und zur längerfristigen Stabilisierung der Beschäftigung beitragen? Dieses Themendossier bietet einen Überblick zum Forschungsstand.
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Literaturhinweis
The short-time compensation program in France: an efficient measure against redundancies? (2009)
Zitatform
Calavrezo, Oana, Richard Duhautois & Emmanuelle Walkowiak (2009): The short-time compensation program in France. An efficient measure against redundancies? (Centre d'Etudes de l'Emploi. Document de travail 114), Noisy-le-Grand, 21 S.
Abstract
"The short-time compensation (STC) program aims at avoiding redundancies in case of shortterm downturns. This paper investigates the relationship between the STC recourse and establishment redundancy behaviour over the period 1996-2004. We test panel data models with sample selection, endogenous explanatory variable and unobserved heterogeneity developed by Semykina and Wooldridge (2007). We work with an unbalanced panel which results from the matching of five administrative databases. Our panel includes more than 36,000 establishments with at least 50 employees and 204,000 observations. According to our results, the participation in the STC program does not protect from redundancies." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Kurzarbeit: Wann und wie lange lohnt sie sich? (2009)
Zitatform
Crimmann, Andreas, Joachim Möller, Michael Stops & Ulrich Walwei (2009): Kurzarbeit: Wann und wie lange lohnt sie sich? In: IAB-Forum H. 2, S. 104-111. DOI:10.3278/IFO0902W104
Abstract
"Dank Kurzarbeit können Betriebe bei temporärem Arbeitsausfall, sei er konjunkturell oder saisonal bedingt, ihre Personalkosten mit Hilfe staatlicher Unterstützungszahlungen senken und - im günstigsten Fall - auf Entlassungen verzichten. Sie nimmt den Betrieben die Last der Lohn- und Gehaltszahlung während der Ausfallzeiten und stärkt so deren Bereitschaft, ihre Stammbelegschaften trotz rückläufiger Nachfrage zu halten. Im Gegensatz zu einer Personalpolitik des 'Heuerns und Feuerns' - Experten sprechen hier von 'externer Flexibilität' - stärkt Kurzarbeit die interne Flexibilität der Betriebe. Für die betroffenen Arbeitnehmer ist sie unter Einkommensaspekten ebenso wie psychologisch in jedem Fall besser als Entlassung. Auch konjunkturpolitisch ist Kurzarbeit von Vorteil, wirkt sie doch in der Krise als eingebauter Stabilisator. Den positiven Seiten stehen allerdings die Kosten der Kurzarbeit gegenüber, die von den Betrieben und den Beschäftigten sowie von den Beitrags- und Steuerzahlern zu tragen sind. In diesem Beitrag werden die verschiedenen Handlungsoptionen, die Betrieben bei temporärem Arbeitsausfall zur Verfügung stehen, und die sich daraus für die Beteiligten ergebenden Belastungswirkungen analysiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Wirtschafts- und Finanzkrise: Verschnaufpause dank Kurzarbeit (2009)
Crimmann, Andreas; Wießner, Frank;Zitatform
Crimmann, Andreas & Frank Wießner (2009): Wirtschafts- und Finanzkrise: Verschnaufpause dank Kurzarbeit. (IAB-Kurzbericht 14/2009), Nürnberg, 12 S.
Abstract
"Kurzarbeit ist das Arbeitsmarktinstrument der Stunde. In der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise soll es helfen, Entlassungen zu vermeiden, denn viele Unternehmen müssen den Arbeitseinsatz kurzfristig der verringerten Nachfrage anpassen. Die Anspruchsvoraussetzungen und die Leistungen werden seit Beginn dieses Jahres immer wieder angepasst, um Kurzarbeit attraktiver zu gestalten und die Inanspruchnahme zu erleichtern. So ist die maximale Bezugsfrist unlängst auf 24 Monate verlängert worden. Ab dem 1. Juli 2009 wird die Bundesagentur für Arbeit die Sozialversicherungsbeiträge in pauschalierter Form ab dem siebten Monat Kurzarbeit in voller Höhe übernehmen.
Die Studie stellt die wichtigsten Anspruchsvoraussetzungen dar, zeigt die Leistungen (z. B. auch die Förderung von Weiterbildungsaktivitäten) und Wirkungen konjunktureller Kurzarbeit auf und macht auf der Basis von Daten des IAB-Betriebspanels aus dem Jahr 2003 deutlich, wer in der Vergangenheit von Kurzarbeit profitiert hat. Auch wenn diese Befunde nicht vorbehaltlos auf die heutige Situation übertragen werden können, ist doch zumindest eine Reihe von Ähnlichkeiten zu erwarten. Kurzarbeit kann den Unternehmen helfen, die Krise besser zu bewältigen. Sie kann Arbeitsplätze allerdings nicht nachhaltig sichern, wenn dauerhafte Beschäftigungsperspektiven fehlen. Ist ein Strukturwandel unvermeidbar, wird er durch Kurzarbeit verzögert." (Autorenreferat, IAB-Doku)Weiterführende Informationen
- Berechnung des Kurzarbeitergeldes (Kug) bei teilweisem und vollem Arbeitsausfall
- Personen in Kurzarbeit - Januar 1991 bis März 2009, Monatswerte
- Arbeitskosten bei Kurzarbeit während der ersten sechs Monate - mit und ohne Qualifizierung, nach Umfang des Arbeitsausfalls
- Kurzarbeit in Deutschland - Betriebe und Personen - Januar 2007 bis März 2009
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Literaturhinweis
Qualifizierungsmaßnahmen während Kurzarbeit nach endgültigem Arbeitsausfall: Analysen zur Förderung im Rahmen des ESF-BA-Programms 2000 bis 2006 und zum Verbleib nach der Teilnahme (2009)
Zitatform
Deeke, Axel & Clemens Ohlert (2009): Qualifizierungsmaßnahmen während Kurzarbeit nach endgültigem Arbeitsausfall. Analysen zur Förderung im Rahmen des ESF-BA-Programms 2000 bis 2006 und zum Verbleib nach der Teilnahme. (IAB-Forschungsbericht 03/2009), Nürnberg, 68 S.
Abstract
"Nicht nur bei einem voraussichtlich vorübergehendem Arbeitsausfall (aus konjunkturellen oder saisonalen Gründen) kann Kurzarbeitergeld gezahlt werden. Auch bei einem endgültigen Arbeitsausfall infolge größerer Betriebsänderungen können Betriebe auf der Grundlage entsprechender Regelungen im SGB III Kurzarbeit einführen. Als Lohnersatzleistung konnte dazu bis Ende 2003 das Strukturkurzarbeitergeld mit einer Laufzeit bis zu zwei Jahren und ab 2004 das Transferkurzarbeitergeld für maximal ein Jahr bewilligt werden. Die Betriebe sind im Gesetz aufgefordert, sich um die Vermittlung der Kurzarbeitenden in neue Beschäftigungsverhältnisse zu bemühen und dazu falls erforderlich möglichst frühzeitig Qualifizierungsmaßnahmen anzubieten. Diese Maßnahmen konnten im Rahmen des ESF-BA-Programms von 2000 bis zum Sommer 2008 und seitdem mit einem neuen ESF-Bundesprogramm finanziell unterstützt werden. Für die Evaluation dieser ESF-Förderung ist damit die Frage aufgeworfen, inwieweit sich die Chancen der Kurzarbeitenden auf eine neue Beschäftigung mit der Teilnahme an den Qualifizierungsmaßnahmen erhöhen.
Bei der gegebenen Datenlage ist eine Wirkungsanalyse der Qualifizierung während Kurzarbeit nicht möglich. In den Datenbanken der BA fehlen personen- und betriebsbezogene Individualdaten zu Merkmalen und Zeiten der Kurzarbeit bzw. des Bezugs von Kurzarbeitergeld. Die wenigen Individualdaten zu den Teilnahmen an den ESF-geförderten Maßnahmen weisen Lücken auf und sind für weitergehende analytische Ansprüche nur unzureichend geeignet. Gleichwohl legt die Begleitforschung zum ESF-BA-Programm mit diesem Bericht einige Analysen zum Umfang und zu den Strukturen der Förderung in den Jahren 2000 bis 2006 sowie vor allem zum Verbleib nach den Qualifizierungsmaßnahmen und dem Austritt aus der strukturellen bzw. Transfer-Kurzarbeit vor. Damit sollen trotz aller Vorbehalte einige Grundinformationen zu den Ergebnissen der Qualifizierungsmaßnahmen gegeben werden. Dazu gehört zum Beispiel der Befund, dass ein Jahr nach Austritt aus einer Qualifizierungsmaßnahme während der Kurzarbeit und auch zwei Jahre später deutlich mehr als vierzig Prozent aller Teilnehmer/innen wieder ungefördert sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren. Neben diesem und weiteren empirisch evidenten Befunden werden Schlussfolgerungen aus der schwierigen Datenlage gezogen. Es werden Empfehlungen zur Verbesserung gegeben, deren Umsetzung die zukünftige Evaluation der jetzt neu gestarteten Förderung der Qualifizierung während Transferkurzarbeit im Rahmen des ESF-Bundesprogramms bis 2013 erleichtern könnte." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
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Konjunkturelle Kurzarbeit: Was kann bei vorübergehendem Arbeitsausfall bewirkt werden? (2009)
Deeke, Axel;Zitatform
Deeke, Axel (2009): Konjunkturelle Kurzarbeit: Was kann bei vorübergehendem Arbeitsausfall bewirkt werden? In: WSI-Mitteilungen, Jg. 62, H. 8, S. 446-452. DOI:10.5771/0342-300X-2009-8-446
Abstract
"Seit Ende 2008 wurde die Inanspruchnahme des Kurzarbeitergeldes bei voraussichtlich vorübergehendem Arbeitsausfall ('konjunkturelle Kurzarbeit') in mehreren Schritten und bis Ende 2010 befristet erleichtert. Dies betrifft vor allem die Ausweitung der maximalen Bezugsfrist des Kurzarbeitergeldes auf bis zu 24 Monate, eine großzügige Unterstützung der kurzarbeitenden Betriebe durch die Erstattung der ansonsten von ihnen voll zu tragenden Sozialversicherungsbeiträge für die Ausfallzeiten sowie die Förderung von Qualifizierungsmaßnahmen für die Kurzarbeitenden. Damit wird zweierlei intendiert: den angesichts der aktuellen Wirtschaftskrise drohenden Anstieg der Arbeitslosigkeit zu vermeiden und Anreize zu geben, Ausfallzeiten produktiv zu nutzen. Der Beitrag gibt einen Rückblick auf die Umsetzung von Kurzarbeit in der Vergangenheit, stellt die Neuregelungen zur konjunkturellen Kurzarbeit vor und fragt unter Berücksichtigung des einschlägigen Forschungsstandes nach dem Wirkungspotenzial der Kurzarbeit, insbesondere mit Blick auf die angestrebte schnelle Entlastung des Arbeitsmarktes und die erhoffte Brückenfunktion der Kurzarbeit hin zum erhofften wirtschaftlichen Aufschwung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Kurzarbeit - ein bislang erfolgreiches Instrument zur Abfederung der Krisenfolgen (2009)
Deeke, Axel;Zitatform
Deeke, Axel (2009): Kurzarbeit - ein bislang erfolgreiches Instrument zur Abfederung der Krisenfolgen. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 62, H. 17, S. 9-12.
Abstract
In dem Beitrag wird gezeigt, dass die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf den Arbeitsmarkt bisher mit der konjunkturell begründeten Kurzarbeit erfolgreich abgefedert wurden. Darüber hinaus wird die verbreitete These diskutiert, mit länger andauernde Kurzarbeit werde der Strukturwandel gehemmt. Schließlich geht der Autor auf die verbesserten Finanzierungsmöglichkeiten von Weiterbildung während der Kurzarbeit ein. (IAB)
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Kurzarbeit und Kurzarbeitergeld: Überblick unter Berücksichtigung des Konjunkturpakets II (2009)
Dendorfer, Renate; Krebs, Thomas;Zitatform
Dendorfer, Renate & Thomas Krebs (2009): Kurzarbeit und Kurzarbeitergeld. Überblick unter Berücksichtigung des Konjunkturpakets II. In: Der Betrieb, Jg. 62, H. 17, S. 902-906.
Abstract
"Der Beitrag behandelt die arbeits-, sozial- und steuerrechtlichen Voraussetzungen und Auswirkungen von Kurzarbeit und Kurzarbeitergeld, jeweils unter Berücksichtigung der neuesten Maßnahmen der Bundesregierung und geht dabei auch auf die Besonderheiten der Zeitarbeitsbranche ein." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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The substitution of worksharing and short-time compensation in France: a difference-in-differences approach (2009)
Zitatform
Duhautois, Richard, Emmanuelle Walkowiak & Oana Calavrezo (2009): The substitution of worksharing and short-time compensation in France. A difference-in-differences approach. In: Economics Bulletin, Jg. 29, H. 2, S. 821-834.
Abstract
"The short-time compensation (STC) program aims at avoiding redundancies in case of strong short-term downturns. In the literature, STC is an instrument of both job security and flexibility. This paper investigates the impact of worksharing on STC in France. The form of worksharing examined in this study is the reduction of the standard or contractual hours worked per week to 35 hours in France. We quantify the average decrease in the STC recourse with difference-in-differences estimators assessed on a balanced panel of French establishments. We highlight a substitution effect between STC and worksharing due to their internal flexibility role. As a consequence, STC seems to be less used as a flexibility device and the worksharing policy would refocus STC on its employment protection role." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Kurzarbeit: Sinnvoller Konjunkturpuffer oder verlängertes Arbeitslosengeld? (2009)
Zitatform
Eichhorst, Werner & Paul Marx (2009): Kurzarbeit: Sinnvoller Konjunkturpuffer oder verlängertes Arbeitslosengeld? (IZA Standpunkte 05), Bonn, 16 S.
Abstract
"Angesichts der gegenwärtigen Rezession hat die Politik in Deutschland die Leistungen der Kurzarbeit ausgeweitet, indem Zugangsvoraussetzungen vereinfacht und die staatliche Förderung verstärkt wurden. Kurzarbeit ist ein für Arbeitgeber, Arbeitnehmer und die Arbeitslosenversicherung sinnvolles Instrument, um bei vorübergehendem Arbeitsausfall Entlassungen zu vermeiden. Sie hilft Unternehmen, den Verlust von wichtigen Fachkräften durch eine zeitlich überschaubare Krise zu verhindern und sichert damit Arbeitsplätze für eine gewisse Zeit. Daher kann das Kurzarbeitergeld als arbeitsmarktpolitische Unterstützung betriebs-interner Flexibilität in Bezug auf Löhne und Arbeitszeiten angesehen werden. Neben diesen positiven Effekten sind mit den beschlossenen Veränderungen aber auch Fehlanreize verbunden. Die konservierende Wirkung der Kurzarbeit auf die Beschäftigungsstruktur hemmt tendenziell den strukturellen Wandel der Wirtschaft, vor allem wenn Kurzarbeit über einen längeren Zeitraum gewährt wird und es zu einem vollständigen Ausfall der Arbeit kommt. Sobald eher strukturelle als konjunkturelle Faktoren für die Krise eines Unternehmens verantwortlich sind, behindert das Instrument eine nachhaltige Arbeitsmarktpolitik. Zur Vermeidung von Arbeitslosigkeit sind eine schnellere Vermittlung und der Einsatz von Qualifizierung sinnvoller als die künstliche Aufrechterhaltung nicht mehr zukunftsfähiger Arbeitsplätze. Kurzarbeit, vor allem bei längerer Dauer, bedeutet nicht zuletzt eine starke Subventionierung von Branchen mit erheblichem strukturellem Anpassungsbedarf durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer anderer, ökonomisch erfolgreicherer Wirtschaftszweige. Die Kurzarbeit hat in der Krise also ihre Berechtigung - das Instrument darf jedoch nicht überstrapaziert und weiter ausgedehnt werden, etwa durch eine Verlängerung von 18 auf 24 Monate. Dies würde die Möglichkeit schaffen, bis zu vier Jahre Kurzarbeitergeld und Arbeitslosengeld I zu beziehen - mit entsprechenden Hindernissen bei der Wiederbeschäftigung und einer weiteren Verstärkung der Quersubventionierung hin zu strukturell schrumpfenden Branchen. Auch sollte in der gegenwärtigen Krise nicht auf eine sorgfältige Prüfung der Anträge verzichtet werden, um Mitnahmeeffekte so gering wie möglich zu halten und im Hinblick auf die Durchführung sinnvoller Qualifizierungsmaßnahmen. Das politische Ziel, die registrierte Arbeitslosigkeit im Wahljahr gering zu halten, darf nicht dazu verführen, mithilfe der Kurzarbeit Unternehmen und ihren Mitarbeiter zu signalisieren, dass notwendige betriebliche Anpassungen und Arbeitsplatzwechsel vermeidbar seien." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Plant-level responses to the crisis: can jobs be saved by working less? (2009)
Glassner, Vera; Galgóczi, Béla;Zitatform
Glassner, Vera & Béla Galgóczi (2009): Plant-level responses to the crisis. Can jobs be saved by working less? (European Trade Union Institute. Policy brief 2009,01), Brüssel, 7 S.
Abstract
"Statutory labour market instruments to support shortened working time at companies hit by the crisis, often interacting with collective agreements, have proved to be an effective instrument to cushion the employment impact of the crisis in a number of European countries. This success highlights, however, the vulnerability of employees in the other countries, especially the new member states, where no such solutions exist. Trade unions have a strong case to demand the creation or expansion of such instruments. Yet short time working schemes can give a temporary relief only and need to be upgraded in two main ways. First, workers on atypical work contracts need to be included; second, the instrument needs to be given a more future-oriented character by incorporating training provisions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Von der Kurz-Arbeit zur langfristigen Sicherung von Erwerbsverläufen: Weiterentwicklung der Instrumente des Beschäftigtentransfers (2009)
Zitatform
Knuth, Matthias & Gernot Mühge (2009): Von der Kurz-Arbeit zur langfristigen Sicherung von Erwerbsverläufen. Weiterentwicklung der Instrumente des Beschäftigtentransfers. (Edition der Hans-Böckler-Stiftung 244), Düsseldorf, 85 S.
Abstract
"Instrumente des Beschäftigtentransfers werden bei Unternehmenszusammenbrüchen eingesetzt, um den Übergang auf neue Arbeitsplätze vorzubereiten. Beschäftigtentransfer ist nicht als präventives arbeitsmarktpolitisches Programm, sondern durch widerstrebendes Nachgeben der Arbeitsmarktpolitik gegenüber betrieblichen und regionalen Notlagen und dem aus betrieblichen Verhandlungsprozessen erwachsenden politischen Druck entwickelt worden. So steht er heute widersprüchlich zwischen der Verhandlungslogik der Betriebsverfassung und der Anreizlogik aktiver Arbeitsmarktpolitik. Eine Evaluation der genutzten Instrumente ist bisher wegen fehlender Daten nicht möglich. Im Blick auf erfolgreichere Transfermodelle im Ausland schlagen die Autoren vor, Beschäftigtentransfer aus der einzelbetrieblichen Verhandlungslogik herauszulösen und auf tarifvertragliche Lösungen auf Branchenebene zu heben. Operative Möglichkeiten der Verbesserung sehen sie in Sozialplänen mit stärkeren Anreizen für Aktivierung, Transparenz von Qualitätskriterien, Mindeststandards für Beschäftigtentransfer, Professionalisierung der Transfereinrichtungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen für Beschäftigte und Arbeitslose: Möglichkeiten und Grenzen in der Krise (2009)
Zitatform
Konle-Seidl, Regina & Gesine Stephan (2009): Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen für Beschäftigte und Arbeitslose. Möglichkeiten und Grenzen in der Krise. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 58, H. 11, S. 235-241. DOI:10.3790/sfo.58.11.235
Abstract
"Die registrierte Arbeitslosigkeit ist in Deutschland bis zum Herbst 2009 erstaunlich wenig gestiegen, vor allem weil die Betriebe in hohem Maß innerbetriebliche Flexibilisierungsmaßnahmen genutzt haben. Aber diese können nur innerhalb eines begrenzten Zeitraums stabilisierend wirken. Welche Beiträge können arbeitsmarktpolitische Maßnahmen für Beschäftigte und Arbeitslose im weiteren Verlauf der Wirtschaftskrise leisten? Auf Basis des Modells im perfekten Wettbewerbs lässt sich begründen, dass diese Maßnahmen vor allem einer Verfestigung von Langzeitarbeitslosigkeit entgegenwirken, Problemgruppen fördern und in der Krise auch vertrauensbildend wirken sollten. Politik und Arbeitsverwaltung sollten etablierte Vermittlungsstandards aufrechterhalten - gerade dann, wenn sich die Arbeitsmarktslage verschlechtert. Die Opportunitätskosten von Weiterbildungsmaßnahmen sinken in der Krise, so dass eine gezielte Ausweitung sinnvoll erscheint. Vorsicht ist hingegen bei einem verstärkten Einsatz von Eingliederungszuschüssen und öffentlich geförderter Beschäftigung geboten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Maßnahmen der Beschäftigungssicherung im Ländervergleich (2009)
Zitatform
Konle-Seidl, Regina & Thomas Rhein (2009): Maßnahmen der Beschäftigungssicherung im Ländervergleich. In: Internationale Sozialpolitische Nachrichten H. Sonderausgabe, S. 7-28.
Abstract
In der IAB-Studie wird untersucht, welche beschäftigungssichernden Maßnahmen im Ländervergleich ergriffen worden sind, um die dramatischen Auswirkungen der Finanzkrise auf die Arbeitsmärkte zu mildern. Verglichen werden betriebliche Maßnahmen (Kurzarbeit, Lohnsubventionen oder Lohnkürzungen) sowie Maßnahmen zur beruflichen Reintagration Arbeitsloser (Kombilöhne, Aktivierung, Qualifizierung und Eingliederungszuschüsse) und Maßnahmen zur Verbesserung der sozialen Absicherung bei Arbeitsplatzverlust (Arbeitslosenversicherung und Hilfeleistungen). Im Mittelpunkt der Studie stehen Nutzung und Formen von Kurzarbeit im europäischen Vergleich. Es zeigt sich, dass in etlichen Ländern - auch in Deutschland - die Absicherung der Beschäftigung über Arbeitszeit und das Halten der Belegschaft gut gelungen ist, und dass Kurzarbeit dazu einen wesentlichen Beitrag geleistet hat. Insgesamt ergeben die empirischen Befunde zur Kurzarbeit jedoch ein uneinheitliches Bild: Kurzarbeit ist kein 'Wundermittel' gegen die Krise. Kurzfristig hat sie zwar eine Entlassungswelle verhindert; auf Dauer kann die Beschäftigung in den Betrieben durch Kurzarbeit jedoch nicht stabilisiert werden. (IAB)
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Kurzarbeit und Weiterbildung: Tipps für die betriebliche Praxis (2009)
Kunert, Dagmar; Jakob, Johannes; Adamy, Wilhelm;Zitatform
Kunert, Dagmar, Johannes Jakob & Wilhelm Adamy (2009): Kurzarbeit und Weiterbildung. Tipps für die betriebliche Praxis. Berlin, 51 S.
Abstract
"Mit dem zweiten Konjunkturpaket wurden umfangreiche Änderungen zum Kurzarbeitergeld beschlossen. Außerdem gibt es verschiedene Möglichkeiten, Kurzarbeit mit Qualifizierung in den Betrieben zu kombinieren. Dies sind wichtige gesetzliche Änderungen, die helfen sollen die Krise zu meistern. Um diese Möglichkeiten zügig in den Betrieben anzuwenden, hat der DGB einen aktuellen Ratgeber für Praktiker in den Unternehmen und Betriebs- bzw. Personalräte entwickelt. Neben einer detaillierten Beschreibung der Voraussetzungen und Bedingungen für Kurzarbeit, enthält der Ratgeber auch die neusten Informationen um Kurzarbeit mit Weiterbildung zu kombinieren. Bei Weiterbildung können die Unternehmen weitere 50 % der von ihnen zu zahlenden Sozialversicherungsbeiträge erstattet bekommen. Außerdem gibt es Mittel aus dem Europäischen Sozialfond (ESF) und von der Bundesagentur für Arbeit." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Kurzarbeit und Beschäftigungstransfer: konjunkturelles und Transfer-Kurzarbeitergeld (2009)
Köster, Hans-Wilhelm; Korte, Walter; Nimscholz, Bernhard;Zitatform
Köster, Hans-Wilhelm, Bernhard Nimscholz & Walter Korte (2009): Kurzarbeit und Beschäftigungstransfer. Konjunkturelles und Transfer-Kurzarbeitergeld. (Düsseldorfer 31), Düsseldorf: Schiefer und Sowka, 146 S.
Abstract
"Kurzarbeit ist in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein ganz wesentliches Instrument, das Arbeitsplätze sichern kann, da die Arbeitsagenturen erhebliche finanzielle Unterstützungen gewähren können. Davon profitieren sowohl die Unternehmen als auch die Arbeitnehmer. Die Bundesregierung hat folglich die Rahmenbedingungen für die Kurzarbeit immer weiter verbessert. Das Werk gibt einen umfassenden Überblick über die Voraussetzungen für die Einführung von Kurzarbeit im Betrieb und deren Abwicklung.
Es enthält
- die Darstellung und Erläuterung aller Bestimmungen zum konjunkturellen Kurzarbeitergeld und strukturellen Kurzarbeitergeld (sog. Transferkurzarbeitergeld);
- Checklisten und Verfahrensabläufe für die praxisgerechte Anwendung der gesetzlichen Kug-Vorschriften;
- Formulare, Muster (z. B. Transfersozialplan) und Handlungsempfehlungen für die rasche und zuverlässige Anwendung." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld (2009)
Renn, Sandra; Reimer, Kim; Klamroth, Burkhard;Zitatform
Renn, Sandra, Burkhard Klamroth & Kim Reimer (2009): Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld. (Bericht der Statistik der BA), Nürnberg, 20 S.
Abstract
Das Kurzarbeitergeld (Kug) ist dazu bestimmt, den Betrieben die eingearbeiteten Arbeitnehmer und den Arbeitnehmern die Arbeitsplätze zu erhalten sowie einen Teil des durch den Arbeitsausfall entstehenden Lohnausfalls zu ersetzen. Die Leistung wird von der Bundesagentur für Arbeit auf Antrag der Betriebe erbracht. Um Kurzarbeitergeld zu erhalten, müssen Betriebe ein zweistufiges Verfahren durchlaufen: die Erstattung der Anzeige und die eigentliche Auszahlungsanforderung mit einer monatlichen Abrechnungsliste. Der Agentur für Arbeit obliegt es zu prüfen, ob das Kurzarbeitergeld rechtmäßig in Anspruch genommen wurde. Die Statistik der BA erfasst fast alle in den genannten Verfahren enthaltenen Daten und wertet diese aus. Dazu gehören die Bestände von Kurzarbeitern und Betrieben, die aus den schriftlichen Betriebsmeldungen gewonnen werden sowie die Daten zu Anzeigen aus dem Fachverfahren nach verschiedenen Merkmalen. Im März 2009 waren 55.000 Betriebe mit 1,26 Mio. Kurzarbeitern registriert. Davon entfielen 36.200 Betriebe und 1,12 Mio. Kurzarbeiter auf wirtschaftlich bedingte Kurzarbeit nach Paragraph 170 SGB III (konjunkturelle Kurzarbeit). Seit Dezember 2008 hat sich damit die Zahl der Kurzarbeit um das Fünffache erhöht. Tabellarisch aufgelistet werden mit dem Stichtag März 2009: Kurzarbeiter nach der Anspruchsgrundlage; Kurzarbeiter nach Arbeitsausfall; Kurzarbeiter nach bisheriger Dauer; Kurzarbeiter nach Paragraph 170 SGB III und Agenturen für Arbeit; Kurzarbeiter nach Paragraph 170 SGB III und Wirtschaftszweigen; Kurzarbeiter nach Betriebsgrößenklassen und Anspruchsgrundlage. (IAB)
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Literaturhinweis
Wo gehobelt wird, fallen auch Späne: Zur Ambivalenz der Kurzarbeit als arbeitsmarktpolitisches Instrument (2009)
Sell, Stefan;Zitatform
Sell, Stefan (2009): Wo gehobelt wird, fallen auch Späne: Zur Ambivalenz der Kurzarbeit als arbeitsmarktpolitisches Instrument. (Remagener Beiträge zur Sozialpolitik 05), Remagen, 14 S.
Abstract
Die Inanspruchnahme der Kurzarbeit ist in den vergangenen Monaten in Deutschland gleichsam explodiert und verhindert bislang ein kräftiges Durchschlagen der Krise auf die Zahl der registrierten Arbeitslosen. Der Autor kritisiert, dass eine stärkere Inanspruchnahme des Instruments durch eine sukzessive Vereinfachung der Leistungsvoraussetzungen, auch eine Verstärkung der Anreize hinsichtlich einer 'missbräuchlichen' Inanspruchnahme zur Folge hat, wobei der Begriff 'Missbrauch' sich vor allem auf die Verfehlung der eigentlichen Funktionalität dieses Instruments bezieht. Der Autor geht von einem Zielkonflikt zwischen der vereinfachten Inanspruchnahme des Instruments und einer damit einhergehenden Generierung von Mitnahmeeffekten, die zu einer faktischen Sozialisierung betrieblicher Risiken auf Kosten der Beitragszahlergemeinschaft führt, aus. Das Instrument Kurzarbeit wird genutzt, um sich wenigstens partiell von ansonsten anfallenden betrieblichen Kosten des Personalabbaus zu entledigen bzw. einem Teil der Betroffenen einen Übergang in den Vorruhestand zu ermöglichen, auch dies über den Weg einer Sozialisierung der dabei anfallenden Kosten. Der Autor gibt zu bedenken, dass arbeitsmarktpolitische Instrumente im engeren Sinne eine wichtige Funktion haben, dass sie aber auch nicht überdehnt werden dürfen, weil sie grundsätzlich ambivalent angelegt sind. Mit Blick auf das Instrument Kurzarbeit plädiert er für eine 'realistische Wieder-Einführung' der Ziele, die mit der Nutzung von Kurzarbeit verbunden werden. Im Kern kann es nach seiner Meinung nur um eine sinnvolle Überbrückungsfunktion für einige Monate gehen. (IAB)
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Literaturhinweis
Im Fokus: Kurzarbeit - Retter in der Not? (2009)
Will, Karl Henner; Brautzsch, Ulrich;Zitatform
Will, Karl Henner & Ulrich Brautzsch (2009): Im Fokus: Kurzarbeit - Retter in der Not? In: Wirtschaft im Wandel, Jg. 15, H. 5, S. 200-203.
Abstract
Die Zahl der Kurzarbeiter ist Ende des Jahres 2008 sprunghaft gestiegen und ist von September bis Dezember 2008 um 220.000 Personen angewachsen. Mit dem Konjunkturpaket II und den - zeitlich bis Ende 2010 befristeten - Neuregelungen zum Kurzarbeitergeld gemäß Paragraph 412t SGB III zu Beginn dieses Jahres ist dieses arbeitsmarktpolitische Instrument deutlich attraktiver geworden. Der Beitrag gibt einen Überblick über die Entwicklung der Zahl der Empfänger von Kurzarbeitergeld, der durchschnittlichen Ausfallzeiten und Dauer der Kurzarbeit sowie der durch die Unternehmen bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) gestellten Anträge. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass die Unternehmen mit dem Ausbruch der schweren Krise verstärkt Kurzarbeit in Anspruch genommen haben. Damit versuchen die Unternehmen, ihr qualifiziertes Stammpersonal mit betriebsspezifisch hohem Humankapital 'über die Krise zu retten'. Insgesamt fällt dem Kurzarbeitergeld in der tiefen Rezession eine Schlüsselrolle zu, um große Entlassungen aufgrund der Wirtschaftskrise zu vermeiden. Ein anderes Instrument, das in der gleichen Größenordnung den Arbeitsmarkt entlasten könnte, steht nach Meinung der Autoren nicht zur Verfügung. (IAB)
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Literaturhinweis
Kosten für Kurzarbeit, Qualifizierung und Arbeitslosigkeit in den Jahren 2009/2010: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE. (Drucksache 16/12044) (2009)
Zitatform
(2009): Kosten für Kurzarbeit, Qualifizierung und Arbeitslosigkeit in den Jahren 2009/2010. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE. (Drucksache 16/12044). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 16/12248 (13.03.2009)), 8 S.
Abstract
"Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales antwortet auf die Fragen der Bundestagsfraktion Die Linke nach den Kosten, die mit einer stärkeren Nutzung des Instruments Kurzarbeit, von Qualifizierungsmaßnahmen sowie mit steigenden Arbeitslosenzahlen einhergehen, und nach deren Auswirkungen auf die Finanzsituation der Bundesagentur für Arbeit." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Recovering from the crisis: 27 ways of tackling the employment challenge (2009)
Abstract
"At the Informal Meeting of Employment and Social Affairs Ministers in Jönköping in July we had the idea of collecting examples of labour market measures that have been implemented or modified by Member States in response to the crisis. Thanks to contributions from all Member States, we can now present 27 different responses, which may be of use and inspiration to other Member States. Many of the measures focus on retaining workers in firms that temporarily face low demand for their products and services. The measures put forward demonstrate a diversity of approaches by Member States to reach this objective. They range from short-time work - with varying degrees of flexibility and different subsidies - to suspending contracts and on-the-job-training, sometimes co-financed by the European Social Fund. Other Member States have introduced hiring subsidies, as well as other measures facilitating labour market entry or re-entry, to help those who are most affected by the economic downturn, i.e. long-term unemployed and young people. Further innovative examples include work experience programmes for graduates or more active job-searching, combined with higher unemployment benefits. In the light of the diversity of the contributions, it is a pleasure and a privilege to be able to present a brief description of the 27 measures aimed at tackling the negative effects of the crisis on employment. These examples provide an excellent opportunity for all to share and learn from the most successful methods - in the best European tradition." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
