Transformationsprozess in Ostdeutschland – Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Gesellschaft
Seit der Wiedervereinigung ist die Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost- und Westdeutschland Leitlinie deutscher Politik. Dennoch unterscheiden sich auch viele Jahre nach dem Fall der Mauer Wirtschaft und Arbeitsmärkte in Ost und West noch immer deutlich, mit weitreichenden Konsequenzen für den gesellschaftlichen Wandel und die Lebenslagen ostdeutscher Bürgerinnen und Bürger.
Dieses Dossier präsentiert wissenschaftliche Analysen und Positionen politischer Akteure zum Strukturwandel in den Bereichen Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Bevölkerung, Gesellschaft und Bildung.
Mit dem Filter „Autorenschaft“ können Sie auf IAB-(Mit-)Autorenschaft eingrenzen.
- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
- Grundsätzliches zur Transformation
- Wirtschaft
- Bevölkerung
- Arbeitsmarkt/Beruf
- Bildung/Qualifikation
- Gesellschaft/Soziales
- Personengruppen
- geografischer Bezug
-
Literaturhinweis
Zur Arbeitsmarktentwicklung 1990/1991 im vereinten Deutschland (1990)
Bach, Hans-Uwe; Brinkmann, Christian; Kohler, Hans; Spitznagel, Eugen;Zitatform
Bach, Hans-Uwe, Christian Brinkmann, Hans Kohler & Eugen Spitznagel (1990): Zur Arbeitsmarktentwicklung 1990/1991 im vereinten Deutschland. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 23, H. 4, S. 455-473.
Abstract
Die Entwicklungen am Arbeitsmarkt haben sich in Folge des Zusammenwachsens beider Teile Deutschlands in grundsätzlicher Weise verändert: Ost-West-Wanderungen bis in jüngste Zeit, zunehmende Pendlerbewegungen, zusätzliche wirtschaftliche Impulse für das alte Bundesgebiet durch die starke Konsumnachfrage aus den neuen Bundesländern, starke Einbrüche dort im Zuge der Umstrukturierung der Wirtschaft, aber auch große arbeitsmarktpolitische Anstrengungen zur Flankierung der Umstrukturierung und zur Begrenzung des Anstiegs der Arbeitslosigkeit. In dem Beitrag wird die Arbeitsmarktentwicklung 1990 getrennt für West- und Ostdeutschland beschrieben. Ferner werden Prognosen und Modellrechnungen für 1991 vorgelegt und mögliche Entlastungswirkungen durch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen abgeschätzt. Im Anhang wird ein mittelfristiger Ausblick auf die Entwicklung der Jahresarbeitszeit und des Erwerbspersonenpotentials bis 1995 gegeben. (IAB2)
-
Literaturhinweis
Qualifizierung in den neuen Bundesländern: Hintergründe, Tendenzen, Folgerungen (1990)
Blaschke, Dieter; Stooß, Friedemann; Koller, Martin; Möller, Ulrich; Kühlewind, Gerhard;Zitatform
Blaschke, Dieter, Martin Koller, Gerhard Kühlewind, Ulrich Möller & Friedemann Stooß (1990): Qualifizierung in den neuen Bundesländern. Hintergründe, Tendenzen, Folgerungen. In: Materialien aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung H. 7, S. 1-34.
Abstract
Das Heft will kooperative aktive Arbeitsmarktpolitik vor Ort im Rahmen gesamtwirtschaftlicher Entwicklungstrends anregen. Es werden vor allem Leitlinien formuliert sowie die Notwendigkeit und Vorteilhaftigkeit lokaler und regionaler Politikorientierung in Ostdeutschland begründet. Hierzu wird zunächst die Ausgangssituation am Übergang von der Planwirtschaft zur sozialen Marktwirtschaft beschrieben und gezeigt, welche sektoralen und regionalen Beschäftigungspotentiale in der ehemaligen DDR vorhanden sind und welche Qualifikationen die Erwerbstätigen haben. Aus der Analyse der Defizitbereiche auf betriebswirtschaftlich-theoretischer Ebene, berufspraktischer Ebene und der Verhaltensebene werden dann die Leitlinien und Handlungsfelder der künftigen Qualifizierungspolitik formuliert. (IAB)
-
Literaturhinweis
Sektorale Strukturprobleme und regionale Anpassungserfordernisse der Wirtschaft in den neuen Bundesländern (1990)
Boden, Eckhardt; Krieger-Boden, Christiane;Zitatform
Boden, Eckhardt & Christiane Krieger-Boden (1990): Sektorale Strukturprobleme und regionale Anpassungserfordernisse der Wirtschaft in den neuen Bundesländern. In: Die Weltwirtschaft H. 2, S. 84-97.
Abstract
"Der Beitrag soll zum einen Anhaltspunkte für Richtung und Ausmaß des langfristig zu erwartenden sektoralen Strukturwandels in den neuen Bundesländern liefern. Dazu wird ihre Wirtschaftsstruktur verglichen mit derjenigen Westdeutschlands sowie ergänzend mit einer aus einem internationalen Länderquerschnitt abgeleiteten 'Normalstruktur'. Außerdem wird untersucht, in welcher Weise die einzelnen neuen Bundesländer - in Anbetracht der großen Unterschiede in ihren Wirtschaftsstrukturen - von den sektoralen Anpassungen betroffen sind und welche Chancen sie möglicherweise haben, diese zu bewältigen. Abschließend wird der Frage nachgegangen, wie die mit diesem Strukturwandel verbundene Arbeitslosigkeit auf ein unvermeidbares Maß begrenzt werden kann." (Autorenreferat)
-
Literaturhinweis
Beschäftigungsperspektiven für Frauen in den neuen Bundesländern (1990)
Brandner, Sylvia;Zitatform
Brandner, Sylvia (1990): Beschäftigungsperspektiven für Frauen in den neuen Bundesländern. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 43, H. 35/36, S. 32-39.
Abstract
Der politische und wirtschaftliche Systemwandel auf dem Gebiet der ehemaligen DDR führte innerhalb kurzer Zeit zu einer hohen Zahl von Arbeitslosen und Kurzarbeitern. Angesichts des allgemeinen Beschäftigungsrückgangs und der zu erwartenden strukturellen Veränderungen gilt es, die Aussichten verschiedener Gruppen von Arbeitnehmern auf dem neugeschaffenen Arbeitsmarkt zu untersuchen. Hierbei spielen neben dem Wirtschaftszweig, in dem diese Personen bisher beschäftigt waren, ihrer beruflichen Qualifikation sowie regionalen Gesichtspunkten auch demographische Merkmale wie z.B. Alter und Geschlecht eine Rolle. Die überproportional hohe Frauenarbeitslosigkeit ist Anlaß für eine zusammenfassende Darstellung der Frauenerwerbstätigkeit und ihrer Voraussetzungen in der ehemaligen DDR. Daran schließt sich ein Überblick an über die bisherige Entwicklung der Arbeitslosigkeit in den neuen Bundesländern unter besonderer Berücksichtigung der Auswirkungen auf Frauen. In der sektoralen Betrachtung lassen sich einige Problembereiche mit einem starken Beschäftigungsabbau aufzeigen, wie z. B. in der Textil- und Leichtindustrie. Andererseits bestehen im Dienstleistungsbereich günstige Aussichten. Inwieweit Frauen diese Chancen wahrnehmen können, wird allerdings vom Angebot an Kindertagesstätten und von der Beteiligung der Frauen an Weiterbildungsmaßnahmen abhängen. (IAB)
-
Literaturhinweis
The consequences of German economic and monetary union (1990)
Zitatform
Burda, Michael C. (1990): The consequences of German economic and monetary union. (Centre for Economic Policy Research. Discussion paper 449), London, 34 S.
Abstract
Dieses Papier analysiert einige der Konsequenzen der Wirtschafts- und Währungsunion der beiden deutschen Staaten. Besonderes Gewicht wird auf die Angebotsseite der DDR und auf den Ressourcentausch zwischen den zwei Wirtschaftsregionen gelegt. (IAB)
-
Literaturhinweis
Sozialunion: Was soll wie vereinigt werden?: sozialpolitische Probleme des ökonomischen und politischen Umbruchs in der DDR und Anforderungen des Einigungsprozesses (1990)
Zitatform
Bäcker, Gerhard & Johannes Steffen (1990): Sozialunion: Was soll wie vereinigt werden? Sozialpolitische Probleme des ökonomischen und politischen Umbruchs in der DDR und Anforderungen des Einigungsprozesses. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 43, H. 5, S. 265-281.
Abstract
"Die Währungs- und Wirtschaftsunion wird in der DDR zu grundlegenden sozio-ökonomischen Umstrukturierungen führen und soziale Probleme hervorrufen. Insbesondere besteht die Gefahr, daß es zu einer hohen und langandauernden Arbeitslosigkeit kommt. Durch den zügigen Ausbau der Sozialen Sicherung, vor allem in den Sparten Arbeitslosenversicherung, Alterssicherung und Gesundheitssicherung muß dafür Sorge getragen werden, daß sich die Lebensbedingungen in der DDR nicht verschlechtern, sondern im Gegenteil deutlich verbessern. Sozialpolitische Reformen in der DDR müssen zugleich die Voraussetzungen für eine Annäherung und Angleichung der Sozialsysteme der beiden deutschen Staaten schaffen. In dem Beitrag wird diskutiert, welche Probleme sich dabei stellen und welche finanziellen Anforderungen entstehen. Dabei kann die projektierte Sozialunion nicht darin bestehen, das soziale Sicherungssystem der Bundesrepublik auf die DDR zu übertragen. Vielmehr besteht die Chance, die vorbildlichen Elemente des DDR-Systems zu erhalten und auch in der Bundesrepublik zur Geltung zu bringen." (Autorenreferat)
-
Literaturhinweis
Zur wirtschaftlichen und sozialen Lage in den ostdeutschen Ländern (1990)
Bäcker, Gerhard; Müller, Gernot; Seitert, Hartmut; Küchle, Hartmut;Zitatform
Bäcker, Gerhard, Hartmut Küchle, Gernot Müller & Hartmut Seitert (1990): Zur wirtschaftlichen und sozialen Lage in den ostdeutschen Ländern. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 43, H. 11, S. 707-713.
Abstract
"Die sich seit Einführung der Währungsunion sprunghaft verschlechterte Situation im Bereich der industriellen Produktion der Ex-DDR wird sich in den kommenden Monaten voraussichtlich nicht wesentlich verändern. Die Situation am Arbeitsmarkt dagegen wird sich von Beginn des Jahres 1991 an dramatisch zuspitzen. Die Kosten der Lebenshaltung sind bisher relativ stabil geblieben. Wenn der zu erwartende Mietanstieg nicht zu große Sprünge macht, wird die befürchtete Verteuerung der Lebenshaltung ausbleiben. Die seitens der Bundesregierung eingeleiteten Hilfsmaßnahmen sind zwar nicht unbedingt rechtzeitig und nicht immer zweckmäßig genug eingeleitet worden. Trotzdem hält das WSI es für möglich, daß sich die wirtschaftliche Lage der ehemaligen DDR im späteren Verlauf des Jahres 1991 stabilisiert." (Autorenreferat)
-
Literaturhinweis
Das deutsche Wagnis (1990)
Dohnanyi, Klaus von;Zitatform
Dohnanyi, Klaus von (1990): Das deutsche Wagnis. München: Droemer Knaur, 325 S.
Abstract
Ausgehend davon, dass nicht "der Zusammenbruch des Kommunismus, nicht die bürgerlichen Regierungen in Osteuropa oder der nationale Aufruhr in einigen Sowjetrepubliken die entscheidende Frage nach dem zukünftigen Verhältnis von Ost und West in Europa stellen, sondern die Einheit Deutschlands" beschäftigt sich der Autor in seinem Buch mit folgenden Fragestellungen: Wie können die ungleichen Bürger wieder zu einer Familie zusammenwachsen? Wird die Wirtschaft der BRD, wird die DM die Last der DDR tragen können? Werden die auf Jahre weiterbestehenden sozialen und gesellschaftlichen Unterschiede in einem politischen System zum Sprengsatz? Wird die Größe Deutschlands zum Problem - für uns selbst oder für andere? Besteht erneut die Gefahr deutscher Überheblichkeit?
Die Risiken sind beträchtlich, und doch ist die Einheit Deutschlands eine Notwendigkeit, wenn Europa zu sich selbst finden soll. (IAB2) -
Literaturhinweis
Der Arbeitsmarkt der Region Pirna: Untersuchungen zu absehbaren Entwicklungen und erforderlichen Maßnahmen (1990)
Falz, Helmut; Stoll, Regina; Großer, Heinz; Völkel, Brigitte; Grosche, Siegfried; Rießland, Dieter; Langnickel, Andreas;Zitatform
Falz, Helmut, Siegfried Grosche, Heinz Großer, Andreas Langnickel, Dieter Rießland, Regina Stoll & Brigitte Völkel (1990): Der Arbeitsmarkt der Region Pirna. Untersuchungen zu absehbaren Entwicklungen und erforderlichen Maßnahmen. Dresden, Getr. Sz.
Abstract
Der rasche Übergang von der zentralen Planwirtschaft zur sozialen Marktwirtschaft ging 1990 in der DDR mit einm Strukturwandel einher, der nahezu schlagartig zu Arbeitslosigkeit führte. Daraus ergaben sich völlig neue Aufgabenstellungen für das Zentrale Forschungsinstitut für Arbeit, Dresden (ZFA). Im Rahmen einer Arbeitsmarktanalyse für den Raum Dresden (veröffentlicht in den Beiträgen zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung Nr. 147) erarbeitete das ZFA ein Regionalprojekt für Pirna. "Ziel des Projektes war die
- Erarbeitung und Erprobung methodischer Ansätze und der statistischen Datenbasis;
- Analyse der Beschäftigtenstruktur 1989/90;
- Analyse der Lage auf dem Arbeitsmarkt der Region im Sommer 1990 sowie die
- Ableitung von Empfehlungen für arbeitsmarkt- und regionalpolitische Instrumentarien und Entscheidungen." (IAB2) -
Literaturhinweis
Ein regionaler Arbeitsmarkt im Umbruch: wirtschaftliche Situation und Beschäftigung im Kreis Pirna (Sachsen) beim Übergang zur Marktwirtschaft (1990)
Großer, Heinz; Langnickel, Andreas; Stoll, Regina;Zitatform
Großer, Heinz, Andreas Langnickel & Regina Stoll (1990): Ein regionaler Arbeitsmarkt im Umbruch. Wirtschaftliche Situation und Beschäftigung im Kreis Pirna (Sachsen) beim Übergang zur Marktwirtschaft. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 23, H. 4, S. 563-575.
Abstract
"Im Sommer 1990 führte eine Arbeitsgruppe des Zentralen Forschungsinstituts für Arbeit, Dresden (ZFA) eine regionale Analyse zur wirtschaftlichen Situation und zur Arbeitsmarktlage im Kreis Pirna durch. Die Auswertung verschiedener statistischer Materialien zur Beschäftigungsstruktur, zum Ausbildungsstellenmarkt sowie eine Betriebsbefragung bildeten die Basis, den Umstrukturierungsprozeß ansatzweise transparent zu machen. Schwerpunkte der Analyse lagen in der Darstellung der Qualifikationsstruktur des Erwerbstätigenpotentials und der Strukturierung der Arbeitslosigkeit im Juli 1990. Die genutzten arbeitsmarktpolitischen Instrumente - FuU, ABM und Kurzarbeit - werden zusammenfassend abgebildet. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Ableitung und Interpretation der Tendenzen des regionalen Arbeitsmarktes im Kontext der wirtschaftlichen Entwicklung. Es wird deutlich, daß auch weiterhin Arbeitsplätze abgebaut werden; diese werden weder quantitativ noch qualitativ durch neugeschaffene Arbeitsplätze kompensiert." (Autorenreferat)
-
Literaturhinweis
Produktivität und Wirtschaftsordnung: die Wirtschaft der DDR im Wandel (1990)
Gutmann, Gernot;Zitatform
Gutmann, Gernot (1990): Produktivität und Wirtschaftsordnung. Die Wirtschaft der DDR im Wandel. In: Aus Politik und Zeitgeschichte H. B 33, S. 17-26.
Abstract
"Ein Kernproblem der bisherigen Planwirtschaft der DDR bestand darin, daß sie in einem doppelten Sinn nur wenig produktiv war. Zum einen war das mit den gegebenen Ressourcen erzeugte Gütersortiment den Zielen der Bürger nur begrenzt angemessen, erlaubte also nur ein bescheidenes Wohlstandsniveau, und zum anderen war der Faktoraufwand pro Einheit des erzeugten Sozialprodukts sehr hoch und damit die durchschnittliche Arbeitsproduktivität relativ gering. Hauptursache für diesen Produktivitätsrückstand gegenüber westlichen Industrieländern waren Defekte in der bisherigen Wirtschaftsordnung, insbesondere Mängel in der Informationsnutzung und in der Arbeitsmotivation. Verbesserung der Produktivität hat daher die Transformation der Wirtschaftsordnung in eine marktwirtschaftliche zur Voraussetzung. Beim Übergang von der Plan- in die Marktwirtschaft gibt es aber eine Reihe von Problemen, von denen einige an den Beispielen der Umgestaltung der Form der Wirtschaftsplanung, der Eigentumsordnung und der Form der Preisbildung beschrieben werden. Anschließend werden noch einige Vor- und Nachteile zweier alternativer Wege zur Transformation der Wirtschaftsordnung dargestellt." (Autorenreferat)
-
Literaturhinweis
Gleichheit, Freiheit, Solidarität: für ein "Zusammenwachsen" in gemeinsamer Verantwortlichkeit (1990)
Hemmer, Hans O.; Stolt, Frank D.;Zitatform
Hemmer, Hans O. & Frank D. Stolt (Hrsg.) (1990): Gleichheit, Freiheit, Solidarität. Für ein "Zusammenwachsen" in gemeinsamer Verantwortlichkeit. Köln: Bund-Verl., 308 S.
Abstract
Im Mittelpunkt des Diskussionsbandes, der ein breites Spektrum von Analyse, Meinung und Wertung aus Ost und West zu einer Vielfalt von Themen umfaßt, steht die soziale Frage im Einigungsprozeß von Bundesrepublik und DDR. Der Band "will deutlich machen, daß für die Ausgestaltung einer humanen Zukunft nicht nur das Bewußtsein einer erhöhten Verantwortlichkeit für die kurz-, mittel- und langfristigen Auswirkungen ihres Handels bei allen Beteiligten erforderlich ist, sondern im gleichen Maße die Bereitschaft, in die Gestaltung einer demokratischen und sozialstaatlich verfaßten pluralistischen Gesellschaft auch die Vielfalt der Erfahrungen der Menschen aus beiden Teilen Deutschlands einfließen zu lassen." Die einzelnen Beiträge befassen sich mit Verfassungsrecht, Arbeitsrecht, der sozialen Qualität der Arbeit in Betrieben der DDR, dem öffentlichen Dienstrecht, Folgen des D-Mark-Imports in die DDR, den Wirtschaftswissenschaften in der DDR, sozialstaatlicher Initiative für den Einigungsprozeß, der Finanzierung der Sozialunion, Herausforderungen und Aufgaben des Arbeitslosenverbandes in der DDR, der Rolle des Sozialstaats für den inneren Frieden, Tarifpolitik, Gewerkschaften, dem Verhältnis von Kirche und Gewerkschaften in der sozialen Frage, beruflicher und politischer Bildung, Weiterbildung, dem Weg zu einem europäischen Deutschland. (IAB2)
-
Literaturhinweis
Der maritime Sektor im Umbruch: wirtschaftsstrukturelle und beschäftigungspolitische Vorschläge für Rostock (1990)
Heseler, Heiner; Hickel, Rudolf;Zitatform
Heseler, Heiner & Rudolf Hickel (1990): Der maritime Sektor im Umbruch. Wirtschaftsstrukturelle und beschäftigungspolitische Vorschläge für Rostock. (PIW-Studien 06), Bremen, 97 S.
Abstract
Die Studie "gibt zum einen Anhaltspunkte für die dringend erforderliche Umprofilierung der bisherigen Produktionsschwerpunkte der maritimen Wirtschaft. Zum anderen werden die Instrumente zum sozial- und umweltverträglichen Um- und Ausbau im Wirtschaftsraum Rostock dargelegt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Arbeitsmarkt- und Berufsforschung im sich vereinenden Deutschland: ein Tagungsbericht (1990)
Hönekopp, Elmar;Zitatform
Hönekopp, Elmar (1990): Arbeitsmarkt- und Berufsforschung im sich vereinenden Deutschland. Ein Tagungsbericht. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 23, H. 4, S. 576-583.
Abstract
"Nach der Öffnung der Grenzen zur damaligen DDR im November 1989 entstanden u.a. auch für die Arbeitsmarkt- und Berufsforschung neue Rahmenbedingungen. Aufgrund der sich abzeichnenden Entwicklung wurden sogleich die Kontakte und die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen und Forschungsgruppen in der ehemaligen DDR intensiviert. Es zeigte sich, daß dort einerseits ein relativ breites Forschungsgebiet zu verschiedenen Aspekten der Beschäftigung bearbeitet wurde, daß aber andererseits nur wenig Transparenz über laufende oder geplante Forschungsarbeiten bestand. Es galt also vor allem, Kontakte zwischen den Forschern in Ost und West zu knüpfen. Zum anderen mußte es darum gehen, den Aufbau einer gesamtdeutschen Datenbasis in die Wege zu leiten. Mit dieser doppelten Zielsetzung führte das IAB am 21. und 22. Juni 1990 ein "Forschungstreffen zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung BR Deutschland/DDR" durch. An der Veranstaltung nahmen neben IAB-Mitarbeitern ca. 100 Wissenschaftler und andere Interessierte - je zur Hälfte aus der Bundesrepublik und der DDR - teil. Insbesondere aus den Diskussionen in den Arbeitsgruppen ergaben sich konkrete Vereinbarungen zur Zusammenarbeit, die sich in der Folgezeit weiter verfestigten. Der Bericht informiert über Themenstellung und Ablauf des Forschungstreffens." (Autorenreferat)
-
Literaturhinweis
Zum aktuellen Integrationsbedarf in der deutschen Steuer- und Sozialpolitik (1990)
Zitatform
Hüther, Michael (1990): Zum aktuellen Integrationsbedarf in der deutschen Steuer- und Sozialpolitik. (Finanzwissenschaftliche Arbeitspapiere 34), Gießen, 17 S.
Abstract
"Zunächst wird das Konzept 'integrierte Steuer-Transfer-Systeme' begrifflich eingegrenzt (2a); die eigentliche Untersuchung erfolgt anschließend in einem zweistufigen Verfahren (3 und 4). Die Argumentation beruht auf einer Analyse der bisherigen steuer- und sozialpolitischen Realität in der Bundesrepublik; da diese primär systembedingt ist und weniger aus einer spezifischen sozialökonomischen Situation resultiert, bleiben ihre Ergebnisse auch für die größere Bundesrepublik gültig. Ergänzend sind die bereits zu beobachtenden Probleme in den fünf neuen Bundesländern einzubeziehen; dies wird zusammen mit dem Resüme abschließend versucht (5)." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Bildungswesen in Ostdeutschland im Übergang (1990)
Jeschek, Wolfgang;Zitatform
Jeschek, Wolfgang (1990): Bildungswesen in Ostdeutschland im Übergang. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 57, H. 45, S. 637-642.
Abstract
In dem Beitrag werden zunächst die Unterschiede zwischen dem zentralstaatlich organisierten Bildungssystem der ehemaligen DDR und dem föderativen System der Bundesrepublik kurz umrissen sowie die Bildungsbeteiligung und die Verteilung der Schüler und Studenten auf die Schul- und Hochschularten im Jahre 1988 in beiden deutschen Staaten dargestellt. Anschließend werden die Probleme bei der Umgestaltung des ostdeutschen Bildungswesen verdeutlicht. Der Autor geht davon aus, daß die Reformen erhebliche personelle und finanzielle Ressourcen erfordern und längere Zeit beanspruchen werden. Er sieht Chancen, auch einige landesspezifische Schwerpunkte , wie die Berufsbildung Abitur, zu erhalten. (IAB)
-
Literaturhinweis
Regionalbericht Sachsen-Anhalt 1990: Grundzüge räumlicher Strukturen und Aufgabenfelder für die regionale Wirtschaftspolitik (1990)
Jung, Hans-Ulrich; Müller, Rolf; Paepke, Margrit; Schaedlich, Michael; Bratzke, Gunthard;Zitatform
(1990): Regionalbericht Sachsen-Anhalt 1990. Grundzüge räumlicher Strukturen und Aufgabenfelder für die regionale Wirtschaftspolitik. Hannover u.a., 162 S.
Abstract
Im ersten Teil des Regionalreports Sachsen-Anhalt wird das Strukturbild der Region vor dem Umbruch gezeichnet. In einer Analyse wird die Position des neuen Bundeslandes unter den 16 Bundesländern dargestellt sowie eine Bestandsaufnahme der wirtschaftlichen, sozialen und räumlichen Situation vorgenommen. In der Interpretation des Arbeitsmarktes werden sich die vorgestellten Basisdaten besonders schnell ändern.
"Ein zweiter Teil formuliert Aufgabenfelder für die regionale Wirtschaftspolitik und Raumordnung. Dabei handelt es sich z.T. um Konsequenzen und erste Einschätzungen, die sich aus o.g. Analysen ableiten sowie um Projekte und Maßnahmenfelder, die bereits anderweitig diskutiert werden. Diese erste Zusammenstellung der Aufgabenfelder hat vorläufigen Charakter und kann keinesfalls als vollständig gelten ..." Für die vehement verlaufenden strukturellen Anpassungsprozesse werden Orientierungen und Vorschläge eingebracht.
Im dritten Teil wird umfangreiches Datenmaterial mit einer Zusammenstellung von 25 Regionaltabellen angeboten. Schwerpunkte sind Bevölkerungsentwicklung, Wanderung, Wohnungsentwicklung, Gesundheitswesen, Sozialwesen, Bildungseinrichtungen, Berufstätige nach Wirtschaftsbereichen, landwirtschaftliche Betriebe und Berufstätige in der Landwirtschaft, landwirtschaftliche Nutzfläche, Ernteerträge und Viehbestände, Berufstätigkeit der Frauen, Berufstätige nach Altersgruppen und Qualifikationsstufen, Arbeitslose, Kurzarbeiter und offene Stellen, Emission von Schadstoffen. (IAB2) -
Literaturhinweis
Ökonomische Probleme der deutschen Vereinigung: Anmerkungen zur jüngsten Wirtschaftsgeschichte (1990)
Kantzenbach, Erhard;Zitatform
Kantzenbach, Erhard (1990): Ökonomische Probleme der deutschen Vereinigung. Anmerkungen zur jüngsten Wirtschaftsgeschichte. In: Hamburger Jahrbuch für Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik H. 35, S. 307-328.
Abstract
In dem Beitrag werden die wichtigsten wirtschaftlichen Probleme, die im Vereinigungsprozeß Deutschlands von der Öffnung der Grenzen im Oktober 1989 bis zur Wirtschafts- und Währungsunion im Juli 1990 entstanden sind, nachgezeichnet. Der Autor zeigt, daß es am Beginn einen breiten Konsens darüber gab, daß die schweren ökonomischen Probleme der DDR nur durch einen schnellen Übergang von der Plan- zur Marktwirtschaft gelöst werden können. Dann gab es aber Meinungsunterschiede darüber, wie das Währungssystem der DDR übernommen werden kann. Viele Wirtschaftswissenschaftler warnten die Bundesregierung vor einer zu schnellen Währungsunion. Nach Meinung des Autors gab es aber - wegen des drohenden Zusammenbruchs der ostdeutschen Wirtschaft - keine reale Alternative hierzu. (IAB)
-
Literaturhinweis
Längerfristige Arbeitsmarktperspektiven in einem zusammenwachsenden Deutschland (1990)
Klauder, Wolfgang; Kühlewind, Gerhard;Zitatform
Klauder, Wolfgang & Gerhard Kühlewind (1990): Längerfristige Arbeitsmarktperspektiven in einem zusammenwachsenden Deutschland. In: Arbeit und Sozialpolitik, Jg. 44, H. 8/9, S. 264-270.
Abstract
Die Autoren skizzieren einige zentrale Grundtendenzen der zukünftigen Arbeitsmarktentwicklung auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland und der DDR. Gestützt auf Modellrechnungen werden die grundsätzlichen Auswirkungen der Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion und staatlichen Vereinigung auf die künftigen globalen Wirtschafts- und Arbeitsmarkttendenzen verdeutlicht. Dabei werden zunächst die wichtigsten Grundannahmen des Szenarios dargestellt, anschließend einige Ergebnisse aus den Simulationen. Neben Angaben zu Wirtschaftswachstum, Beschäftigung und Arbeitslosigkeit wird insbesondere auf die Arbeitsmarktperspektiven für die DDR eingegangen. Weiterhin werden Einschätzungen zu den wirtschaftszweigstrukturellen und tätigkeitsspezifischen Entwicklungstendenzen getroffen. (IAB)
-
Literaturhinweis
BRD-DDR: Alte und neue Rassismen im Zuge der deutsch-deutschen Einigung (1990)
Kleff, Sanem; Albert, Marie-Theres; Broszinsky-Schwabe, Edith; Marburger, Helga; Karsten, Marie-Eleonora;Zitatform
Kleff, Sanem, Edith Broszinsky-Schwabe, Marie-Theres Albert, Helga Marburger & Marie-Eleonora Karsten (1990): BRD-DDR: Alte und neue Rassismen im Zuge der deutsch-deutschen Einigung. (Interkulturelle Forschungs- und Arbeitsstelle. Werkstattberichte 01), Frankfurt: Verlag für Interkulturelle Kommunikation, 90 S.
Abstract
"Im Osten wie im Westen, im Süden wie im Norden der vereinigten Republik erinnern zunehmender Fremdenhaß und Rassismus an eines der traurigsten Kapitel gesamtdeutscher Geschichte. Und wie schon einmal zuviele Menschen weggesehen haben oder 'von nichts gewußt' haben, sind auch jetzt wieder viele zu sehr mit ihren eigene Problemen beschäftigt, als daß sie bereit wären, die Gefahr eines anwachsenden Nationalismus und Rassismus zu sehen und ihr entgegenzutreten. Einer solchen Blindheit stellen sich die fünf Autorinnen des Buches entgegen. Es ist ihr Anliegen, darauf aufmerksam zu machen, daß mit dem Fall der Mauer neue Rassismen in diesem Land aufgebaut und alte wiederbelebt worden sind. Mit der Einschätzung, wir können und wir müssen etwas tun und uns widersetzen, versuchen sie, mit unterschiedlichen Zugängen und Sichtweisen die bedrückende Entwicklung zu analysieren, um die Auseinandersetzung mit Rassismen in Deutschland voranzutreiben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Wege der Wirtschaftsförderung für die neuen Bundesländer (1990)
Lammers, Konrad;Zitatform
Lammers, Konrad (1990): Wege der Wirtschaftsförderung für die neuen Bundesländer. In: Die Weltwirtschaft H. 2, S. 98-109.
Abstract
"Der Beitrag untersucht, ob mit den getroffenen Entscheidungen über Wirtschaftsfördermaßnahmen der Aufbau- und Aufholprozeß in den neuen Bundesländern wirksam unterstützt werden kann. Am Beispiel der beschlossenen Zulagen und Zuschüsse für private Investitionsvorhaben in den neuen Bundesländern wird zunächst dargelegt, wie der bislang eingeschlagene Weg der Wirtschaftsförderung zu beurteilen ist. Dann wird erörtert, ob ein Niedrigsteuergebiet für die neuen Bundesländer anstelle vielfältiger Hilfsprogramme eine ökonomisch sinnvolle und praktikable Lösung wäre. Schließlich wird der Frage nachgegangen, welches auf mittlere Sicht Ansatzpunkte und wichtige Elemente einer Reform der Wirtschaftsförderung und der Finanzbeziehungen zwischen den Gebietskörperschaften sein müßten, wenn regionale Umstrukturierungs- und Aufholprozesse bewältigt werden sollen." (Autorenreferat)
-
Literaturhinweis
Die soziale Komponente im vereinten Deutschland: Überlegungen zur künftigen gesamtdeutschen Sozialpolitik (1990)
Lampert, Heinz;Zitatform
Lampert, Heinz (1990): Die soziale Komponente im vereinten Deutschland. Überlegungen zur künftigen gesamtdeutschen Sozialpolitik. In: Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft, Jg. 16, H. 3/4, S. 397-405.
Abstract
"Mit der Vereinigung der beiden deutschen Staaten stellt sich auch die Frage nach dem Leitbild der künftigen gesamtdeutschen Sozialpolitik. Obwohl die im Staatsvertrag vereinbarte Sozialunion die Übertragung der für das soziale Sicherungssystem der Bundesrepublik Deutschland geltenden Ordnungsprinzipien, Ziele, Instrumente und Organisationsstrukturen auf die ehemalige DDR vorsieht, sind für den Arbeitnehmerschutz, die Gesundheits-, die Wohnungs-, die Bildungs- und die Familienpolitik noch viele Fragen nach der künftigen gemeinsamen Sozialpolitik offen. Da die Soziale Marktwirtschaft auch für die ostdeutschen Länder gilt, ist davon auszugehen, daß die Finalziele der Sozialpolitik der Bundesrepublik Deutschland und die Grundsätze dieser Sozialpolitik auch für das Vereinigte Deutschland gelten werden. Auch die hohe Leistungsfähigkeit der Sozialordnung der Bundesrepublik Deutschland läßt es als sinnvoll erscheinen, die gesamtdeutsche Sozialpolitik an der der früheren Bundesrepublik Deutschland zu orientieren. In einigen Bereichen könnten jedoch ehemalige DDR-Regelungen Anlaß für eine Verbesserung des Gesamtsystems sein, z.B. die Gleichbehandlung von Arbeitern und Angestellten im Kündigungsschutz, die Zahlung von Mindest-Invalidenrenten an Behinderte, die Freistellungszeiten für kindererziehende und -vorsorgende Eltern und die quantitativ gute Ausstattung mit Kindergarten- und -hortplätzen. Die aktuellen spzialpolitischen Aufgaben, vor die das vereinigte Deutschland gestellt ist, werden im letzten Teil dieses Beitrags abgeleitet." (Autorenreferat)
-
Literaturhinweis
Sozialpolitische Aufgaben der Umgestaltung der Wirtschafts- und Sozialordnung der DDR (1990)
Lampert, Heinz;Zitatform
Lampert, Heinz (1990): Sozialpolitische Aufgaben der Umgestaltung der Wirtschafts- und Sozialordnung der DDR. In: Aus Politik und Zeitgeschichte H. B 33, S. 27-33.
Abstract
"In dem Beitrag werden zunächst verschiedene Ursachen und Arten sozialpolitischen Handlungsbedarfs aufgezeigt, die mit der Vereinigung der beiden deutschen Staaten und dem Staatsvertrag über die Einführung einer Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion auftreten. Im Anschluß daran werden die Ziele und Prinzipien dargestellt, die bei der sozialpolitischen Flankierung des Reformprozesses in der DDR beachtet werden müssen, insbesondere das Prinzip der Ordnungskonformität der Sozialpolitik in bezug auf das für ein vereinigtes Deutschland für verbindlich erklärte Leitbild der Sozialen Marktwirtschaft. Schließlich wird für verschiedene Handlungsfelder der Sozialpolitik der kurzfristig bestehende Bedarf an Maßnahmen abgeleitet. Die Analyse führt zu dem Ergebnis, daß der qualitativ und quantitativ erhebliche Bedarf an Sozialpolitik innerhalb kurzer Zeit nicht voll gedeckt werden kann. Es besteht aber kein Zweifel, daß auf der Basis des hochentwickelten ökonomischen Potentials der Bundesrepublik und des entwickelbaren ökonomischen Potentials in der DDR die anfallenden Aufgaben mittelfristig gelöst werden können." (Autorenreferat)
-
Literaturhinweis
Zukunftsraum Hessen-Thüringen: Heft 1: Der Standort. Chancen räumlicher Potentiale (1990)
Lauterbach, Joachim; Gretz, Wendelin;Zitatform
Lauterbach, Joachim & Wendelin Gretz (1990): Zukunftsraum Hessen-Thüringen. Heft 1: Der Standort. Chancen räumlicher Potentiale. (HLT-Report 290), Wiesbaden, 34 S.
Abstract
"Der vorliegende Beitrag ist Heft 1 der Gesamtuntersuchung. Als einführender Beitrag befaßt er sich mit den Standortperspektiven Hessen-Thüringens vor dem Hintergrund der sich wandelnden Wirtschaftstopografie in Europa. Ausgehend von grundlegenden Entwicklungstrends und ihren Auswirkungen auf relevante Basis-Standortfaktoren, diskutiert er die langfristige interregionale Wettbewerbsfähigkeit des nordhessisch-thüringischen Raumes und führt damit in Fragestellungen ein, die in Einzelbeiträgen vertieft untersucht werden, mit dem Ziel, Ansätze für regionalpolitisches Handeln zu entwickeln." (Autorenreferat)
-
Literaturhinweis
German unification: economic issues (1990)
Lipschitz, Leslie; MacDonald, Donogh;Zitatform
Lipschitz, Leslie & Donogh MacDonald (Hrsg.) (1990): German unification. Economic issues. (International Monetary Fund. Occasional paper 75), Washington, 171 S.
Abstract
In dem Band wird die wirtschaftliche Lage der Bundesrepublik Deutschland und der DDR vor und nach der Wirtschafts- und Währungsunion analysiert. Es werden Einschätzungen vorgelegt, wie sich die beiden Volkswirtschaften künftig entwickeln könnten, welche Risiken dabei zu sehen sind und welche Probleme durch die deutsche Vereinigung auf die Wirtschafts- und Finanzpolitik zukommen. Ferner werden die Konsequenzen für die Wanderungspolitik und die Rate der natürlichen Arbeitslosigkeit behandelt. Die Arbeiten wurden etwa im September/Oktober 1990 abgeschlossen. (IAB)
-
Literaturhinweis
Unternehmensgründungen in den fünf neuen Bundesländern (1990)
May-Strobl, Eva; Paulini, Monika; Biesold, Johanna;Zitatform
May-Strobl, Eva & Monika Paulini (1990): Unternehmensgründungen in den fünf neuen Bundesländern. (IfM-Materialien 77), Bonn, 84 S.
Abstract
"Entwicklung, Größenordnung und Struktur der selbständig Erwerbstätigen wiesen in der Bundesrepublik Deutschland und der DDR erhebliche Unterschiede auf: das verfügbare Datenmaterial weist einen Rückgang der selbständig Erwerbstätigen in der gewerblichen Wirtschaft der ehemaligen DDR (einschließlich mithelfender Familienangehöriger) um 68 % aus (1955-1988) (vgl. Tab. 1). Im gleichen Zeitraum war in der Bundesrepublik eine Abnahme um 13,5 % festzustellen: 2,2 Mio. Selbständigen in der Bundesrepublik standen 1988 176.000 Selbständige in der ehemaligen DDR gegenüber. Nicht zuletzt aus dieser unterschiedlichen Entwicklung wird bei nunmehr marktwirtschaftlichen Verhältnissen in beiden Teilen Deutschlands eine erhebliche Zunahme an selbständigen Unternehmen gefolgert: das Gründungspotential wird auf 750.000 bis 850.000 geschätzt (WSF 1990; IAB 1990)." (Autorenreferat)
-
Literaturhinweis
Lohnpolitik als Instrument zur Eindämmung der deutsch-deutschen Übersiedlung (1990)
Meckl, Jürgen;Zitatform
Meckl, Jürgen (1990): Lohnpolitik als Instrument zur Eindämmung der deutsch-deutschen Übersiedlung. (Sonderforschungsbereich Internationalisierung der Wirtschaft. Serie 2 110), Konstanz, 14 S.
Abstract
Das Papier untersucht die Möglichkeiten durch ein politisch fixiertes Lohnniveau die Übersiedlerwelle von der DDR in die BRD einzudämmen. Unterstellt man Einkommensdifferenzen als Motiv für die Abwanderung, so besteht - unter für die DDR realistischen Bedingungen bezüglich ihres Faktorsubstitutionspotentials - ein eindeutiger und negativer Zusammenhang zwischen Lohnsatz und Größe der Bevölkerung. Die Lohnpolitik kann damit an einem "Bevölkerungsziel" ausgerichtet werden. Bei langsamer Kapitalstockakkumulation kann diese Zielvorgabe entweder langfristig durch Setzen eines bestimmten Lohnsatzes, oder kurzfristig und dauerhaft durch ständige Lohnanpassung erreicht werden. Diese zweite Alternative wird zusätzlich attraktiv, da sich die lohnbildenden Parteien bei ihrer praktischen Umsetzung ausschließlich an den tatsächlichen Übersiedlerzahlen orientieren können. (Autorenreferat)
-
Literaturhinweis
Wirtschaftsreform in der DDR und in Osteuropa (1990)
Mestmäcker, Ernst-Joachim; Steinitz, Klaus; Felderer, Bernhard; Gutmann, Gernot; Lampert, Heinz; Willgerodt, Hans; Heinrichs, Wolfgang; Dubrowsky, Hans-Joachim; Schüller, Alfred; Filkus, Rudolf; Knop, Hans;Zitatform
Mestmäcker, Ernst-Joachim, Klaus Steinitz, Hans-Joachim Dubrowsky, Hans Willgerodt, Rudolf Filkus, Gernot Gutmann, Hans Knop, Alfred Schüller, Wolfgang Heinrichs, Heinz Lampert & Bernhard Felderer (1990): Wirtschaftsreform in der DDR und in Osteuropa. In: Zeitschrift für Wirtschaftspolitik, Jg. 39, H. 3, S. 285-395.
Abstract
Das Heft enthält die Referate, die am 19. und 20. Juni 1990 auf einem internationalen Symposion in der Universität Köln gehalten wurden. "Diskutiert wurden vor allem grundlegende ordnungspolitische Fragen. Dazu zählten die Interdependenzen zwischen Demokratie, Rechtsstaat und Marktwirtschaft, die Probleme der deutsch-deutschen Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion, die Konsequenzen von Arbeitskräftewanderungen innerhalb Deutschlands und die Einbettung der wirtschaftlichen Einigung in den Prozeß der gesamteuropäischen Integration. Die Probleme der Preis- und Währungsreform und die Formen und Möglichkeiten einer sozialen Flankierung der reformbedingten Anpassungsprozesse wurden ebenfalls ausführlich erörtert. Es bestand Einstimmigkeit über die Notwendigkeit des Übergangs der (ehemaligen) Zentralverwaltungswirtschaften in der DDR und in Osteuropa zu marktwirtschaftlichen Systemen. Strittig war allerdings, ob eine 'Schocktherapie' oder ein eher schrittweises Vorgehen zu empfehlen sei. Einhellig hervorgehoben wurde von den Wissenschaftlern aus Ost und West, daß die Konzeption der Sozialen Marktwirtschaft auch für die osteuropäischen Länder die Funktion eines ordnungspolitischen Leitbildes hat." (IAB2)
-
Literaturhinweis
Entwicklungsmöglichkeiten eines künftigen Landes Mecklenburg-Vorpommern aus westdeutscher Sicht (1990)
Peschel, Karin;Zitatform
Peschel, Karin (1990): Entwicklungsmöglichkeiten eines künftigen Landes Mecklenburg-Vorpommern aus westdeutscher Sicht. In: Raumforschung und Raumordnung, Jg. 48, H. 4-5, S. 250-259.
Abstract
"Aussagen zu den Entwicklungsaussichten eines Landes Mecklenburg-Vorpommern lassen sich aus Hypothesen zu den Umstrukturierungserfordernissen der Wirtschaft einerseits, der Kenntnis der Standortdeterminanten moderner Industrien andererseits gewinnen. Hinsichtlich der Umstrukturierungserfordernisse bietet sich als Analogie die Entwicklung in Schlesweig-Holstein in den 70er und 80er Jahren an. Allerdings kann für das Schleswig-Holstein der 70er Jahre nicht gesagt werden, was noch heute für Mecklenburg-Vorpommern gilt: Die Wirtschaft wird entscheidend durch den Agrarsektor, die Werftindustrie, den Seeverkehr, die Hafenwirtschaft und den Fischfang geprägt. Es wird argumentiert, daß das Land neue große Industrien brauche, der Dienstleistungssektor sei nicht in der Lage, die zu erwartenden Beschäftigungsverluste der vorgenannten Bereiche aufzufangen. Als wichtigste Voraussetzung für Industrieneuansiedlung werden genannt: die Verfügbarkeit von Industrieflächen (abhängig von Eigentumsfragen, von der Übernahme von Altlasten usw.), von Kommunikations- und Verkehrsinfrastruktur und von (um)qualifizierten Arbeitskräften." (Autorenreferat)
-
Literaturhinweis
Gesamtwirtschaftliche Auswirkungen der deutschen Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion auf die Bundesrepublik Deutschland: Ergebnisse einer ökonometrischen Simulationsanalyse (1990)
Pohl, Reinhard; Zwiener, Rudolf; Vesper, Dieter;Zitatform
Pohl, Reinhard, Dieter Vesper & Rudolf Zwiener (1990): Gesamtwirtschaftliche Auswirkungen der deutschen Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion auf die Bundesrepublik Deutschland. Ergebnisse einer ökonometrischen Simulationsanalyse. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 57, H. 20, S. 269-277.
Abstract
In dem Beitrag werden die Effekte der Wirtschafts- und Währungsunion mit Hilfe der DIW-Version des ökonometrischen Konjunkturmodells der Wirtschaftsforschungsinstitute ermittelt. In zwei Szenarien wird die wirtschaftliche Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland für einen Zeitraum von drei Jahren mit und ohne Öffnung der DDR-Grenzen simuliert. Zentrales Ergebnis ist, daß die Wirtschafts- und Währungsunion einen Wachstumsschub in der Bundesrepublik Deutschland auslöst. Die Zahl der Erwerbstätigen ist im Simulationszeitraum um insgesamt 250 000 Personen höher als im Referenzszenario, so daß ein Großteil der arbeitsuchenden Übersiedler in den Arbeitsprozeß integriert werden kann. Die zu erwartenden Preissteigerungen liegen nur wenig über dem Status quo. Die nötigen finanziellen Hilfen für die DDR (unterstellt werden 50 Mrd. DM pro Jahr) stellen den Staatshaushalt aufgrund der zusätzlichen Steuereinnahmen nicht vor unlösbare Probleme. (IAB)
-
Literaturhinweis
Economic problems of reunification in Germany (1990)
Porstmann, Reiner;Zitatform
Porstmann, Reiner (1990): Economic problems of reunification in Germany. In: International Journal of Social Economics, Jg. 17, H. 10, S. 42-47.
Abstract
Der Beitrag betrachtet die wirtschaftliche Ausgangslage in Ost- und Westdeutschland vor der Wiedervereinigung. In die Analyse wird ein Vergleich des Bruttosozialprodukts, der Wechselkurse, der Produktivität und des Konsumentenverhaltens einbezogen. (IAB)
-
Literaturhinweis
Der deutsch-deutsche Staatsvertrag als Schritt zur Einheit Deutschlands (1990)
Rauschning, Dietrich;Zitatform
Rauschning, Dietrich (1990): Der deutsch-deutsche Staatsvertrag als Schritt zur Einheit Deutschlands. In: Aus Politik und Zeitgeschichte H. B 33, S. 3-16.
Abstract
"Mit dem Staatsvertrag wird die wirtschaftliche Vereinigung der beiden deutschen Staaten vereinbart und vollzogen. Er baut auf dem Wandel in der DDR von einer sozialistischen Zwangsherrschaft zu einer freiheitlich-demokratischen Ordnung auf und trägt dazu bei, diesen Vorgang unumkehrbar zu machen. Mit der Währungsunion läßt er Bevölkerung und Betriebe der DDR an den Vorteilen einer stabilen, konvertierbaren Währung teilhaben und gewährleistet gleichzeitig, daß die Stabilität der deutschen Währung durch den Vereinigungsprozeß nicht gefährdet wird. Für die Umstellung auf die soziale Marktwirtschaft führt die Wirtschaftsunion die Rahmenbedingungen ein. Das bundesdeutsche Wirtschaftsrecht wird übernommen, für die strukturelle Veränderung der Betriebe und für Überbrückungshilfen wird Sorge getragen. Die Umweltunion wird derart verwirklicht, daß das Atomgesetz übernommen wird, für alle Neuanlagen die Genehmigungserfordernisse des Bundesrechts zugrunde gelegt werden und das Umweltrecht unverzüglich anzupassen ist. Umstellungsprobleme werden für die Beschäftigten nach dem Arbeitsförderungsgesetz gemildert. Weiterhin erhalten die Arbeitnehmer durch die Sozialunion eine Rechtsstellung, wie sie das Bundesrecht gewährt. Die Renten werden dynamisiert und leistungsbezogen gezahlt." (Autorenreferat)
-
Literaturhinweis
Studie zur Konjunkturentwicklung im ostdeutschen Wirtschaftsraum (1990)
Schmalwasser, Oda; Rahneberg, Helmut; Lange, Dieter;Zitatform
Schmalwasser, Oda, Dieter Lange & Helmut Rahneberg (1990): Studie zur Konjunkturentwicklung im ostdeutschen Wirtschaftsraum. (Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung Berlin. Forschungsreihe 16/90), Berlin, 54 S., Anhang.
Abstract
"Mit der Studie soll ausgehend von einer kurzen Charakteristik der Situation der Volkswirtschaft der DDR zum Zeitpunkt der Vereinigung eine Einschätzung der zukünftig zu erwartenden Entwicklung vorgenommen werden. In Anbetracht der Kompliziertheit und Komplexität des gesamten Transformationsprozesses und fehlender Erfahrungen der Wirksamkeit staatlicher Fördermaßnahmen sind erste mögliche Schätzungen natürlich mit großen Unwägbarkeiten belastet. Bezüglich der Wirksamkeit staatlicher Fördermaßnahmen gehen die Meinungen noch teilweise sehr weit auseinander, und Erfahrungen punktueller struktureller Anpassungsprozesse in der Bundesrepublik sind nicht ohne weiteres auf das Ausmaß notwendiger struktureller Wandlungen in der gesamten ehemaligen DDR anwendbar." (Autorenreferat)
-
Literaturhinweis
Szenarien der Bevölkerungsentwicklung in der DDR (1990)
Schulz, Erika; Vortmann, Heinz;Zitatform
Schulz, Erika & Heinz Vortmann (1990): Szenarien der Bevölkerungsentwicklung in der DDR. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 57, H. 23/24, S. 315-321.
Abstract
"Mit der Öffnung der Grenzen hat sich die Basis für die Bevölkerungsprognosen in der DDR vollständig verändert. Spielten Fortzüge aus der DDR bis zur Wende nur eine geringe Rolle, so ist der Umfang der Abwanderungen aus der DDR nun zur entscheidenden Determinante der Bevölkerungsentwicklung geworden, die allerdings nur schwer vorauszuschätzen ist. Um diesen Unwägbarkeiten und denen der zukünftigen Geburtenentwicklung Rechnung zu tragen, werden Szenarien der Bevölkerungsentwicklung für das Gebiet der DDR unter alternativen Annahmen präsentiert. Sie geben mögliche Pfade an, auf denen sich die Entwicklung der Einwohnerzahl aus heutiger Sicht vollziehen könnte. In den hier vorgelegten Szenarien wird die Zahl der Einwohner auf dem Gebiet der DDR in den nächsten zehn Jahren von 16,4 Mill. (Anfang 1990) auf unter 15 Mill. Personen sinken. Dieser Rückgang ist fast ausschließlich wanderungsbedingt. Um den Vergleich mit entsprechenden Vorausberechnungen für das Bundesgebiet zu ermöglichen, sind die Szenarien auch für die Zeit danach bis zum Jahr 2040 fortgeschrieben worden. Die Ergebnisse zeigen, daß der Rückgang der Bevölkerungszahl sich auch nach der Jahrhundertwende fortsetzt. Für das Jahr 2040 ergeben sich Bevölkerungszahlen von 11 bis 12 Millionen." (Autorenreferat)
-
Literaturhinweis
The economic integration of Germany - an update (1990)
Siebert, Horst;Zitatform
Siebert, Horst (1990): The economic integration of Germany - an update. (Kieler Diskussionsbeiträge / Institut für Weltwirtschaft 160a), Kiel, 37 S.
Abstract
Der Aufsatz ist eine Aktualisierung (September 1990) der Ausführungen des Autors vom Mai 1990 mit dem Titel "The economic Integration of Germany". Es werden allgemeine wirtschaftliche Aspekte des Zusammenschlusses behandelt, ohne speziellen Arbeitsmarktbezug. (IAB)
-
Literaturhinweis
Der lange Abschied vom Sozialismus: Grundriß einer neuen Wirtschafts- und Sozialordnung (1990)
Zitatform
Wehner, Burkhard (1990): Der lange Abschied vom Sozialismus. Grundriß einer neuen Wirtschafts- und Sozialordnung. Frankfurt: Hain, 243 S.
Abstract
"Nach ihrem politischen Kollaps suchen jetzt die sozialistischen Staaten, allen voran die DDR, mit rasantem Tempo den Anschluß an die soziale Marktwirtschaft. Doch ist dieses Modell fehlerfrei? Können die sozialistischen Staaten von heute auf morgen mit ihren Erblasten brechen? Der Autor entwickelt auf der Grundlage einer distanzierten Analyse der ökonomischen und ideologischen Gegebenheiten in den sozialistischen Staaten ein post sozialistisches Modell, einen 'Dritten Weg': nicht zwischen Sozialismus und real existierendem Kapitalismus, sondern auf der Grundlage der Kritik an beiden Modellen." (Autorenreferat)
-
Literaturhinweis
Die deutsche Einigung, die europäische Integration und die Vollendung des Europäischen Binnenmarktes (1990)
Werner, Heinz;Zitatform
Werner, Heinz (1990): Die deutsche Einigung, die europäische Integration und die Vollendung des Europäischen Binnenmarktes. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 23, H. 4, S. 504-510.
Abstract
"Mit der Herstellung der deutschen Einheit findet im Prinzip das Recht der Europäischen Gemeinschaft auch für das Gebiet der ehemaligen DDR Anwendung. Dies gilt insbesondere für die sogenannten Gemeinschaftspolitiken. Hierunter fallen vor allem die Handelspolitik (gemeinsamer Außenzoll, Marktzugangsregelungen gegenüber Drittländern für bestimmte Produkte, Herstellung gleicher Wettbewerbschancen für den Handelsaustausch), die Agrarpolitik (garantierte Preise, Quotenregelung), die Wettbewerbspolitik (Kontrolle staatlicher Beihilfen), die Strukturförderung und das Programm zur Schaffung des europäischen Binnenmarktes. Insbesondere die Integration in Austauschbeziehungen mit den westlichen Ländern wirft für die Wirtschaft in den neuen Bundesländern erhebliche Anpassungsprobleme auf. Dies deshalb, weil die ehemalige DDR stark auf Autarkie und auf den früheren Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) ausgerichtet war. Dies gilt auch für die Landwirtschaft. Allerdings profitiert letztere auch von den garantierten Preisen der EG. Zum Wettbewerbsrecht ist zu bemerken, daß zur Unterstützung des Umstruktierungsprozesses im Beitrittsgebiet auch nach Meinung der Kommission staatliche Beihilfen erforderlich sind. Andererseits dürfen aber deren mögliche wettbewerbsverzerrenden Auswirkungen nicht verkannt werden. Bei der Strukturpolitik handelt es sich vor allem um die Mittelvergabe aus den Strukturfonds. Da die Mittelbindung und die Zusagen aus den Fonds an die EG-Mitgliedstaaten bereits bis 1993 festgelegt sind, kann es sich im Falle der Förderung in den neuen Bundesländern nur um zusätzliche EG-Mittel handeln. Bis 1993 werden zusätzlich 3 Milliarden DM für die Förderung bereitgestellt. Die Zonenrandförderung und die Berlinförderung soll wegfallen. Von den bisher schon verabschiedeten Binnenmarktrichtlinien wird es einige Ausnahmen für das Beitrittsgebiet geben, vor allem bei den technischen Vorschriften und dem Verbraucherschutz. Diese Ausnahmen berühren aber nicht den Kern des Binnenmarktprogramms: (1) 80 Prozent der Binnenmarktregeln werden ohne Übergangszeit in den neuen Bundesländern übernommen. (2) Ausnahmen gelten in der Regel grundsätzlich höchstens bis Ende 1992 und berühren damit nicht die Vollendung des Binnenmarktes. (3) Die Ausnahmen gelten nur für Produkte aus dem Beitrittsgebiet, die dort verbraucht werden." (Autorenreferat)
-
Literaturhinweis
Arbeitsmarktprobleme und Qualifizierungserfordernisse in den fünf neuen Bundesländern: eine Tagung der Friedrich-Ebert-Stiftung am 13. Dezember 1990 in Magdeburg (1990)
Zitatform
(1990): Arbeitsmarktprobleme und Qualifizierungserfordernisse in den fünf neuen Bundesländern. Eine Tagung der Friedrich-Ebert-Stiftung am 13. Dezember 1990 in Magdeburg. (Wirtschaftspolitische Diskurse 13), Bonn, 49 S.
Abstract
"Die Tagungsteilnehmer waren sich darin einig, daß die Möglichkeiten des Arbeitsförderungsgesetzes voll ausgeschöpft und die Erfahrungen aus den alten Bundesländern genutzt werden müssen. Trotz weiterer AFG-Bestimmungen für das Beitrittsgebiet kann die Arbeitsmarktpolitik aber nicht die Wirtschafts- und Strukturpolitik ersetzen. Arbeitsplätze entstehen im Beschäftigungssystem; die Arbeitsmarktpolitik kann hier zuarbeiten, flankieren, präventiv oder reaktiv tätig werden, d.h. den Prozeß der Schaffung von Arbeitsplätzen stützen und absichern. Die wirtschafts- und strukturpolitische Dimension des ohne historisches Vorbild in Gang gesetzten Transformationsprozesses in den neuen Bundesländern kann durch die Arbeitsmarktpolitik nur in Teilaspekten eingeholt und mitgestaltet werden. Dabei geht es zum einen um die soziale Daseinsvorsorge im Fall der Arbeitslosigkeit und zum anderen um eine intelligente Verknüpfung betrieblicher Modernisierungserfordernisse und regionaler Infrastrukturpolitik. Dabei können Qualifizierung und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen eine wichtige Rolle spielen. Die Tagung hat dazu innovative und beispielhafte Modelle präsentiert und zur Diskussion gestellt. In allen Fällen wird ihre Realisierung von der Kooperationsfähigkeit der Arbeitsverwaltung der öffentlichen Hand auf kommunaler/regionaler Ebene und den Sozialpartnern in den Betrieben abhängig." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Erste Gehversuche gesamtdeutscher Bildungs- und Wissenschaftspolitik: die Chronologie der Annäherung in den Pressemitteilungen Bonner Akteure (I.) (1990)
Zitatform
(1990): Erste Gehversuche gesamtdeutscher Bildungs- und Wissenschaftspolitik. Die Chronologie der Annäherung in den Pressemitteilungen Bonner Akteure (I.). In: Zeitschrift für Bildungsverwaltung, Jg. 5, H. 1, S. 27-68.
Abstract
In der Dokumentation von Pressemitteilungen aus der ersten Hälfte des Jahres 1990 spiegelt sich, wie die politischen Akteure die Herausforderungen annehmen und angehen, die sich in den Bereichen Bildung und Wissenschaft aus dem Annäherungsprozeß zwischen ost- und westdeutschem Bildungswesen und seinen Verwaltungen ergeben. (IAB2)
-
Literaturhinweis
Arbeitsmarktsituation und aktive Arbeitsmarktpolitik in der Region Chemnitz: Bericht (1990)
Abstract
Der Arbeitsamtsbezirk Chemnitz (Stadt Chemnitz, Kreis Chemnitz-Land, Flöha und Hainichen) - inmitten eines industriellen Ballungsgebiets der DDR gelegen - traf der 1990 beginnende Strukturwandel von Wirtschaft und Beschäftigung schneller und härter als andere Gebiete Ostdeutschlands. Das Zentrale Forschungsinstitut für Arbeit, Dresden (ZFA) analysierte deshalb die Beschäftigungssituation und die Entwicklung der Arbeitslosigkeit in dieser Region sowie die Wirksamkeit der aktiven Arbeitsmarktpolitik am Beispiel von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Dabei wird nicht nur die Neuartigkeit des Forschungsgegenstandes deutlich, auch für die Arbeitsämter stellten Arbeitslosigkeit und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen völlig neue Aufgaben dar, bei deren Lösung sie das ZFA mit dem Bericht unterstützen wollte. (IAB)
-
Literaturhinweis
Neue Instrumente der Arbeitsmarktpolitik: die Arbeits- und Qualifizierungsförderungsgesellschaft (1990)
Zitatform
(1990): Neue Instrumente der Arbeitsmarktpolitik: die Arbeits- und Qualifizierungsförderungsgesellschaft. (BBJ-Consult. Info 04/1990), Berlin, 60 S.
Abstract
Die Broschüre informiert über Konzeptionen, Finanzierungsmöglichkeiten und Rechtsformen von Arbeits- und Qualifizierungsförderungsgesellschaften. Es wird auch kurz auf die Entwicklung vin betrieblichen und nicht-betrieblichen Beschäftigungsgesllschaften in den alten Bundesländern eingegangen. Im Anhang werden anhand von Beispielen die Möglichkeiten von Förderketten dargestellt. Angefügt sind auch Muster für einen Gesellschaftsvertrag für eine gemeinnützige GmbH und einen Treuhandvertrag. (IAB)
-
Literaturhinweis
Die ostdeutsche Wirtschaft 1990/1991: Trends und Perspektiven (1990)
Abstract
Der Beitrag stellt ein Szenarium der möglichen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung der Region Ostdeutschland für den Zeitraum bis Ende 1991 vor, das in zwei Varianten erarbeitet wurde." Die erste (optimistische) Variante geht davon aus, daß durch den zügigen Ausbau der Marktstrukturen und geeignete Maßnahmen der Wirtschaftsförderung die Rahmenbedingungen für eine deutliche Belebung unternehmerischer Aktivitäten geschaffen werden können, so daß der Leistungsabfall gebremst wird und, beginnend mit dem Frühsommer 1991 ein Aufwärtstrend einsetzt. Die zweite Variante beruht auf der Annahme, daß dieser Prozeß nur zögernd vorankommt und insbesondere im Osthandel der negative Trend weiter anhält. Dennoch ist auch dieses Szenario mit einem beginnenden Aufwärtstrend in der zweiten Jahreshälfte 1991 verbunden." (IAB2)
-
Literaturhinweis
Ende der Talfahrt für die ostdeutsche Wirtschaft in Sicht? (1990)
Abstract
"Seit Juli 1990 wird der Konjunkturverlauf in den östlichen Gebieten der Bundesrepublik mittels der bewährten Verfahren des Konjunkturtests des Ifo-Instituts München gemeinsam mit dem IAW Berlin beobachtet. Systematisch wird der Befragtenkreis erweitert und damit das Gewicht der gewonnenen Aussagen erhöht. Jetzt liegen die Ergebnisse für die Situation in den Unternehmen im Oktober 1990 vor." (Autorenreferat)
-
Literaturhinweis
Harmonisierungsprobleme zwischen den Sozialversicherungen beider deutscher Staaten (1990)
Abstract
Der Band enthält die Referate einer Tagung, die sich mit den Harmonisierungsproblemen zwischen den Sozialversicherungen beider deutscher Staaten befaßt hat. Dabei wird die Sozialversicherung in der DDR im Spannungsfeld gesellschaftlicher Veränderungen betrachtet. Es wird die Frage behandelt, wie sich die innerdeutsche Bevölkerungsmobilität auf die Arbeitslosenversicherung auswirkt, weiterhin ob regionalisierte Krankenkassen als Leitbild der gesetzlichen Krankenversicherung in einem geeinten Deutschland dienen können. In einem anderen Referat wird deutlich gemacht, daß Aus- und Übersiedler keine Alleinlösung für die Schwierigkeiten der Altersversorgung bringen können. Drei weitere Beiträge behandeln "konföderative Strukturen" als Herausforderung für die Arbeitsverwaltung, die Krankenversicherung und die gesetzliche Rentenversicherung. Abschließend werden die Forderungen des Verbandes der Kriegs- und Wehrdienstopfer, Behinderter und Sozialrentner Deutschlands zur Lösung sozialpolitischer Probleme bei einer Konföderation beider deutschen Staaten dokumentiert. (IAB)
-
Literaturhinweis
Manager ehemaliger DDR-Betriebe: Zwischen Fehleinschätzung und Zweckoptimismus: Ergebnisse einer Befragung in den neuen Bundesländern (1990)
Abstract
Der Band dokumentiert die Ergebnisse einer Befragung von Geschäftsführern, Hauptabteilungsleitern oder Direktoren in 155 Betrieben der fünf neuen Bundesländer. Im Mittelpunkt der Interviews standen Fragen nach
- der Akzeptanz der sozialen Marktwirtschaft
- der Existenzfähigkeit ihrer Betriebe,
- den Absatzchancen ihrer Produkte,
- der Notwendigkeit westlicher Hilfe zum Überleben und
- den Erwartungen an die Treuhand und die Gesamtregierung.
Dabei zeigte sich bei den Befragten häufig eine völlig unterschiedliche Bewertung von Chancen und Risiken ihrer Betriebe. (IAB2) -
Literaturhinweis
Entwurf eines Gesetzes zu dem Vertrag vom 18. Mai 1990 über die Schaffung einer Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik (1990)
Zitatform
(1990): Entwurf eines Gesetzes zu dem Vertrag vom 18. Mai 1990 über die Schaffung einer Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 11/7350 (07.06.1990)), 144 S.
Abstract
"Der Vertrag über die Schaffung einer Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik ist mit dem Ziel geschlossen worden, in Freiheit die Einheit Deutschlands in einer europäischen Friedensordnung alsbald zu vollenden. Er ist getragen von dem Willen, die Soziale Marktwirtschaft als Grundlage für die weitere wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung mit sozialem Ausgleich und sozialer Absicherung und Verantwortung gegenüber der Umwelt auch in der Deutschen Demokratischen Republik einzuführen und hierdurch die Lebens- und Beschäftigungsbedingungen ihrer Bevölkerung stetig zu verbessern. Der Vertrag schafft einen einheitlichen Währungsraum im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland und in der Deutschen Demokratischen Republik mit der Deutschen Mark als gemeinsamer Währung." (Autorenreferat)
-
Literaturhinweis
Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik über die Herstellung der Einheit Deutschlands - Einigungsvertrag (1990)
Zitatform
(1990): Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik über die Herstellung der Einheit Deutschlands - Einigungsvertrag. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 11/7760 (31.08.1990)), 378 S.
Abstract
Text des Einigungsvertrags.
-
Literaturhinweis
Jahresgutachten 1990/91 des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (1990)
Zitatform
(1990): Jahresgutachten 1990/91 des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 11/8472 (15.11.1990)), 432 S.
Abstract
Der Sachverständigenrat analysiert die wirtschaftliche Lage im Jahre 1990, prognostiziert die voraussichtliche Entwicklung im Jahre 1991 und behandelt dann die Aufgaben und Möglichkeiten der Wirtschaftspolitik für 1991 und danach. Im Zentrum der Überlegungen stehen die Probleme im Zusammenhang mit der Hinführung der Wirtschaft der ehemaligen DDR zur Sozialen Marktwirtschaft. (IAB)
-
Literaturhinweis
Integration der ostdeutschen Wirtschaft in die Gemeinschaft (1990)
Zitatform
(1990): Integration der ostdeutschen Wirtschaft in die Gemeinschaft. In: Europäische Wirtschaft H. 46, S. 197-208.
Abstract
Die Integration der ostdeutschen Wirtschaft in ein vereinigtes Deutschland und in die Gemeinschaft bringt große Herausforderungen mit sich. Vor allem handelt es sich um einen raschen und drastischen Weg der Umwandlung einer zentralen Planwirtschaft in eine Marktwirtschaft. Die künftige Wirtschaftsentwicklung in Ostdeutschland wird daher nicht ohne Folgen für die Anpassungsprobleme der übrigen osteuropäischen Länder bleiben. In Teil 2 dieses Kapitels werden die Anpassungsprobleme behandelt, denen sich die ostdeutsche Wirtschaft heute gegenübersieht. Teil 3 bewertet die entsprechenden Herausforderungen für die deutsche Wirtschaftspolitik und im 4. Teil geht es vor allem um wirtschaftlich bedeutsame Bereiche und deren Entwicklung. (IAB2)
-
Literaturhinweis
Sondermemorandum Sozial-ökologisches Sofortprogramm: Risiken der deutsch-deutschen Währungsunion auffangen (1990)
Zitatform
(1990): Sondermemorandum Sozial-ökologisches Sofortprogramm. Risiken der deutsch-deutschen Währungsunion auffangen. In: Memo-Forum H. 16, S. 2-68.
Abstract
In dem Memorandum wird zunächst kritisiert, daß die wirtschaftliche Vereinigung der beiden deutschen Staaten ohne ökonomische Konzeption erfolgte. Die wirtschaftlichen und sozialen Gefahren des schnellen Anschlusses werden beschrieben. Danach wird die Skizze eines Auf- und Umbauprogramms für die DDR vorgelegt, dessen Schwerpunkte die Energie-, Wasser- und Verkehrspolitik sind. Im nächsten Abschnitt werden die Anpassung und der Neuaufbau der sozialen Sicherung in der DDR behandelt. Drängende Probleme werden bei der Schaffung einer effizienten Arbeitsverwaltung und Arbeitslosenversicherung, beim Aufbau einer lebensstandardsichernden Altersversorgung, im Gesundheitswesen, bei der Sicherung der Rechte von Frauen und Familien und beim Aufbau und der Stärkung der Gewerkschaften gesehen. Abschließend wird zur Finanzierung der Sanierungskosten Stellung genommen. (IAB)
-
Literaturhinweis
Ergänzende Herausforderungen an die Arbeitsmarkt- und Berufsforschung im geeinten Deutschland (1990)
Zitatform
(1990): Ergänzende Herausforderungen an die Arbeitsmarkt- und Berufsforschung im geeinten Deutschland. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 23, H. 4, S. 435-454.
Abstract
"Die Forschungsarbeit des IAB ist in ihren Grundlinien und Schwerpunkten mittelfristig in Forschungsprogrammen festgelegt. Das gegenwärtige - fünfte - mittelfristige Schwerpunktprogramm gilt für den Zeitraum 1988 bis 1992; es wurde in der zweiten Hälfte der achtziger Jahre konzipiert und festgeschrieben. Das IAB ist aber flexibel genug, plötzlich auftretende, unabweisbare, nicht antizipierbare Probleme zusätzlich oder alternativ zu diesem Programm zu bearbeiten, soweit dabei die Proportion zwischen Schwerpunkt und Zusätzlichkeit gewahrt bleibt.
Die sich zum Jahresende 1989 abzeichnende Entwicklung zu zunächst enorm steigenden Übersiedlerzahlen, zu deutsch-deutschen Arbeitsmarktbeziehungen und schließlich zu einem gesamtdeutschen Arbeitsmarkt einschließlich erweiterter Beziehungen zu den ostdeutschen Staaten schuf in kürzester Zeit eine ungeheure Fülle zusätzlicher oder neuer Arbeitsamrktprobleme und relativierte die bisherigen (ohne daß sie gelöst oder beseitigt worden wären). Das IAB mußte auf diese zusätzlichen Herausforderungen schnell reagieren. Dabei zeigte sich auch, daß wesentliche Teile der Forschungskapazität bis jetzt und auf eine noch nicht absehbare Zeit durch diese Aufgaben gebunden wurden bzw. werden. Insoweit erschien es angemessen, die vielfältigen Probleme und Fragen im Zusammenhang mit der Entstehung eines gesamtdeutschen Arbeitsmarktes aufzulisten und zu systematisieren und das bisherige Forschungsprogramm zu ergänzen. Das laufende Forschungsprogramm und die ergänzenden Herausforderungen erreichen dabei einen Umfang, der eine Bearbeitung aller Probleme im Rahmen der gegebenen Kapazitäten und in dem vorgegebenen Zeitraum nicht zuläßt. Über Prioritäten ist aber noch nicht endgültig entschieden. Im sich schnell vollziehenden Wandel müssen Handlungsspielräume offen bleiben.
Der folgende Beitrag zeigt die Problemfelder des Arbeitsmarktes im vereinigten Deutschland, insbesondere jedoch in den neuen Bundesländern, wie sie sich im Herbst 1990 darstellten." (Autorenreferat) -
Literaturhinweis
Aktuelle Daten vom Arbeitsmarkt in Ostdeutschland (1991 bis 2000)
Bach, Hans-Uwe; Gommlich, Heinz; Brinkmann, Christian; Kridde, Herbert; Jung-Hammon, Thomas; Otto, Manfred;Zitatform
Bach, Hans-Uwe, Christian Brinkmann, Herbert Kridde, Thomas Jung-Hammon, Manfred Otto & Heinz Gommlich (1991 bis 2000): Aktuelle Daten vom Arbeitsmarkt in Ostdeutschland. In: IAB-Werkstattbericht H. 1, getr. Sz.
Abstract
In dem Werkstattbericht werden solche statistischen Daten, Befragungsergebnisse und Indikatoren zusammengestellt, die für die Beurteilung der aktuellen Arbeitsmarktentwicklung in den neuen Bundesländern und in deren einzelnen Arbeitsamtsbezirken wichtig erscheinen. Enthalten sind Kennziffern zur Wohnbevölkerung, Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit, Zeitreihen zur Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit und zu Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen nach Arbeitsamtsbezirken und Bundesländern sowie Daten zur kurzfristigen Arbeitsmarktentwicklung insgesamt. Beginnend mit dem August 1991 wird der Bericht monatlich aktualisiert. (IAB2)
-
Literaturhinweis
Informationsmappe Weiterbildung, Qualifizierung, Umschulung in Ostdeutschland (1992 bis 1995)
Best, Nora; Müller, Karin;Zitatform
Best, Nora & Karin Müller (1992 bis 1995): Informationsmappe Weiterbildung, Qualifizierung, Umschulung in Ostdeutschland. (Dokumentationsdienst des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung), Nürnberg, Getr. Sz.
Abstract
Die Informationsmappe enthält Material zum Thema Weiterbildung, Qualifizierung, Umschulung in Ostdeutschland in Form von Literaturnachweisen, Forschungsprojektnachweisen und Presseausschnitten/Kurzbeiträgen, in denen sich die öffentliche Diskussion widerspiegelt. Die Nachweise werden jeweils über Autoren-, Titel- und Schlagwortregister erschlossen; das Ausschnittmaterial wird im Volltext wiedergegeben. Die Zusammenstellung ermöglicht einen Überblick über Probleme die sich in Zusammenhang mit Qualifikationsanforderungen und Qualifikationsvermittlung für Arbeitnehmer und von Arbeitslosigkeit bedrohte bzw. betroffene Personengruppen in den neuen Bundesländern ergeben und die einen verstärkten Einsatz der Instrumente einer aktiven Arbeitsmarktpolitik notwendig erscheinen lassen. Besonderes Gewicht kommt der Umsetzung dieser Erfordernisse in konkrete Maßnahmen und Einrichtungen zu. Das Basiswerk erschien im April 1992, die 1. Ergänzung im April 1994, die 2. Ergänzung im Dezember 1995. (IAB)
-
Literaturhinweis
Strukturpolitik und Integration: ordnungspolitische Herausforderungen für Deutschland (1991/92)
Holzheu, Franz;Zitatform
Holzheu, Franz (1991/92): Strukturpolitik und Integration. Ordnungspolitische Herausforderungen für Deutschland. In: Finanzarchiv, Jg. 49, H. 3, S. 375-405.
Abstract
Mit den wirtschaftlichen Problemen in Ostdeutschland einerseits und der europäischen Integration (Binnenmarkt, Maastrichter Verträge) andererseits gewinnen Probleme der Strukturanpassung und struktur- und industriepolitische Kontroversen an Bedeutung. Vor diesem Hintergrund setzt sich der Autor kritisch mit der strukturpolitischen Konzeption des Sachverständigenrats (Jahresgutachten 1991/92) auseinander. Die Konzeption des SVR, die Strukturpolitik auf das ordnungspolitische Setzen von Rahmenbedingungen beschränken will, wird demnach den spezifischen Problemen in Ostdeutschland nicht gerecht. Ferner vernachlässige der SVR die industrie- und ordnungspolitischen Implikationen der Maastrichter Verträge. (IAB)
-
Literaturhinweis
Demographische Entwicklung in Ostdeutschland und in ausgewählten Regionen: Analyse und Prognose bis 2010 (1993/94)
Münz, Rainer; Ulrich, Ralf;Zitatform
Münz, Rainer & Ralf Ulrich (1993/94): Demographische Entwicklung in Ostdeutschland und in ausgewählten Regionen. Analyse und Prognose bis 2010. In: Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft, Jg. 19, H. 4, S. 475-515.
Abstract
"Ostdeutschland erlebt gegenwärtig einen demographischen Umbruch. Es hat zwischen 1989 und 1993 netto mehr als 1 Mio. Menschen durch Abwanderung verloren. Die Zahl von Geburten und Eheschließungen ist um 65% zurückgegangen. Wird sich Ostdeutschland in den nächsten Jahrzehnten entvölkern? Dieser Artikel versucht, Perspektiven der zukünftigen Bevölkerungsentwicklung für Ostdeutschland und für acht ausgewählte Regionen (Rostock, Neubrandenburg, Brandenburg, Halle-Bitterfeld, Erfurt, Zwickau-Chemnitz, Bautzen-Görlitz, ländliches Vorpommern) bis zum Jahre 2010 zu umreißen. Die Autoren gehen davon aus, daß die hohen Wanderungsverluste der letzten Jahre ein einmaliges Phänomen waren. Die Ergebnisse der Bevölkerungsvorausschätzungen zeigen für den Zeitraum 1990-2010 einen Rückgang der Bevölkerung in Ostdeutschland um ca. 20%. In einigen Regionen wird die Bevölkerung noch stärker zurückgehen, in anderen werden Wanderungsgewinne die Geburtenausfälle kompensieren. Die demographische Entwicklung wird in jedem Fall einen tiefen 'Einschnitt' in der ostdeutschen Alterspyramide hinterlassen, der sich noch nach Jahrzehnten bemerkbar machen wird. Die Bevölkerung im Kindes- und Jugendalter wird in allen Regionen stark zurückgehen, in einzelnen Regionen sogar bis zu 70%. Demgegenüber wächst die Bevölkerung im Rentenalter überall. Die Altersquote wird auf die gegenwärtigen Prozesse in Ostdeutschland jedoch erst nach mehr als 20 Jahren deutlich reagieren. Diese Ergebnisse haben eine Reihe von Implikationen. Die Abwanderung konnte nur kurzfristig eine Entlastung der angespannten Arbeits- und Wohnungsmärkte bewirken. Der starke Geburtenrückgang wird Einsparungen im Bereich von Schule und Kindergärten gestatten. Negative Konsequenzen (Entvölkerung, sinkende Kaufkraft der Regionen, weniger wohnnahe Schulstandorte, weniger Mittel aus dem Finanzausgleich) werden über einen längeren Zeitraum spürbar sein und die sozialen und wirtschaftlichen Perspektiven einiger Regionen zusätzlich belasten. In anderen Teilen Ostdeutschlands wird sich die demographische Entwicklung hingegen sehr wenig bemerkbar machen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Erwerbsbeteiligung und Familienstand von Frauen: ein deutsch-deutscher Vergleich (1993/94)
Roloff, Juliane;Zitatform
Roloff, Juliane (1993/94): Erwerbsbeteiligung und Familienstand von Frauen. Ein deutsch-deutscher Vergleich. In: Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft, Jg. 19, H. 1, S. 105-112.
Abstract
Familienstand, Altersstruktur und Kinderzahl beeinflussen die Erwerbsbeteiligung von Frauen im Westen der Bundesrepublik. In den neuen Bundesländern weicht dagegen nur die Erwerbsquote der älteren Frauen über 55 Jahre in nennenswertem Umfang von der sonst gleichmäßig hohen Erwerbsbeteiligung der Frauen ab. In puncto Wochenarbeitszeit ergeben sich die Unterschiede zwischen Ost und West im Hinblick auf das Vorhandensein von Kindern. (IAB)
-
Literaturhinweis
Deutschland nach der Vereinigung: Meinungen und Einstellungen zu Familie, Kindern und zur Familienpolitik in Ost und West (1993/94)
Störtzbach, Bernd;Zitatform
Störtzbach, Bernd (1993/94): Deutschland nach der Vereinigung: Meinungen und Einstellungen zu Familie, Kindern und zur Familienpolitik in Ost und West. In: Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft, Jg. 19, H. 2, S. 151-167.
Abstract
"In diesem Beitrag werden erste Ergebnisse einer vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung 1992 im Rahmen des European Comparative Population Policy Acceptance Survey (PPA) durchgeführten Untersuchungen zur Akzeptanz familienpolitischer Maßnahmen vorgestellt. In dieser Untersuchung wurden insgesamt 10 000 repräsentativ ausgewählte deutsche Frauen und Männer im Alter von 20 bis 39 Jahren zu ihren Meinungen und Einstellungen zur Familie und zum Kind und zu bereits existierenden oder auch möglichen familienpolitischen Maßnahmen befragt. Das Hauptaugenmark dieser ersten Ergebnisanalyse richtet sich auf die Herausarbeitung von Unterschieden und Gemeinsamkeiten im Meinungsbild der Befragten im früheren Bundesgebiet und in der ehemaligen DDR. Die Ergebnisse zeigen in der Bewertung von Gründen für den Geburtenrückgang, der Wertorientierung zur Familie und zum Kind und in der Beurteilung der derzeitigen Familienpolitik der Bundesregierung sowie einzelner familienpolitischer Maßnahmen deutliche Unterschiede zwischen den beiden ehemaligen Teilgebiten Deutschlands. Diese Unterschiede dürften einerseits aus der mehr als 40jährigen Zugehörigkeit zu sehr verschiedenen Gesellschaftssystemen resultieren, andererseits aber auch Beleg dafür sein, daß sich der durch die Vereinigung ausgelöste und insbesondere die neuen Bundesländer betreffende gesellschaftliche Transformationsprozeß auch auf der Ebene der Bewertung demographischer und sozialpolitischer Sachverhalte noch nicht abgeschlossen ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Wanderungen nach und innerhalb von Deutschland unter besonderer Berücksichtigung der Ost-West Wanderungen (1993/94)
Wendt, Hartmut;Zitatform
Wendt, Hartmut (1993/94): Wanderungen nach und innerhalb von Deutschland unter besonderer Berücksichtigung der Ost-West Wanderungen. In: Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft, Jg. 19, H. 4, S. 517-540.
Abstract
"Wanderungen sind Reaktionen auf regionale Disparitäten gesellschaftlicher Bedingungen, auf sich verändernde politische, soziale wie ökonomische Gegebenheiten, die jedoch subjektiv unterschiedlich reflektiert werden. Gerade für Gesellschaften mit einem deutlichen Geburtenrückgang können Wanderungen in einem relativ kurzem Zeitraum beträchtlichen Einfluß auf die Bevölkerungsentwicklung nehmen. So wurde - und wird in Zukunft wohl in noch stärkerem Maße - die Bevölkerungsentwicklung der Bundesrepublik Deutschland nachhaltig durch Wanderungen bestimmt.
Bis zur Vereinigung der beiden deutschen Staaten verliefen die Wanderungsprozesse gegensätzlich: nahezu kontinuierliche Wanderungsgewinne in der Bunderepublik Deutschland (von Ausländern, deutschstämmigen Aussiedlern sowie Übersiedlern) einerseits und beträchtliche Wanderungsverluste in der DDR andererseits.
Für das vereinte Deutschland werden Wanderungsprozesse wieder verstärkt durch Ausländer bestimmt. Eine 'Internationalisierung' der demographischen Entwicklung in Deutschland scheint unabhängig. Der Beitrag versucht einen Überblick über Verlauf, Umfang und Ursprungsgebiete der Zuwanderungen nach Deutschland zu geben, wobei besonders auch auf Ost-West-Wanderungen und hier wiederum auf Aussiedler und Asylbewerber eingegangen wird. Die Binnenwanderungsprozesse im früheren Bundesgebiet und in der ehemaligen DDR bilden einen weiteren Schwerpunkt. Aufgrund ihrer Besonderheiten und Bedeutung werden die innerdeutschen Wanderungen im Verlauf und nach der Vereinbarung in einem gesonderten Kapitel analysiert. Der weitere Verlauf der innerdeutschen Wanderungen wird vor allem vom sozio-ökonomischen Transformationsprozeß in den neuen Ländern bestimmt. Gerade der Abbau regionaler Disparitäten wird die räumliche Bevölkerungsbewegung maßgeblich beeinflussen." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Empfehlungen zur künftigen Struktur der Hochschullandschaft in den neuen Ländern und im Ostteil von Berlin. Teil 1 (1992; 1992; 1992; 1992; 1994)
-
Literaturhinweis
Forschungseinrichtungen der neuen Bundesländer (1992 bis 1994)
Abstract
"Dokumentiert werden ca. 2500 Einrichtungen der neuen Bundesländer, in denen Forschung und Entwicklung durchgeführt werden, über 8000 Personen werden genannt. Zu 12 000 Stichworten aller Sachgebiete von 'AAS' bis 'Zytostatika' findet man eine Entsprechung. Nachgezeichnet wird die Vielfalt großer und kleiner Standorte von der Entwicklungsabteilung im Wirtschaftsunternehmen über Forschungs GmbH, von der Fakultät und dem Fachbereich der Universität und Hochschule bis zum Forschungsinstitut des Bundes, des Landes und der Blauen Liste, von der neu gegründeten Einrichtung oder Außenstelle der Max-Planck-Gesellschaft un der Deutschen Forschungsgemeinschaft über das künstlerische, museale oder klerikale Forschungsgebiet bis zum selbständigen Einzelwissenschaftler. In diesem Buch sind Aktiengesellschaften, GmbH's Kommanditgesellschaften, Handwerksbetriebe und Konstruktionsbüros, Stiftungen und Vereine in verschiedensten Eigentumsformen zu finden. Es enthält Themen der Grundlagenforschung, der angewandten Forschung sowie der Entwicklung und Konstruktion, komplettiert mit speziellen Dienstleistungen und Kooperationsangeboten. Das Buch beruht auf einer Fragebogenerhebung, die durch die Forschungsagentur Berlin GmbH durchgeführt wurde." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Aspekt auswählen:
- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
- Grundsätzliches zur Transformation
- Wirtschaft
- Bevölkerung
- Arbeitsmarkt/Beruf
- Bildung/Qualifikation
- Gesellschaft/Soziales
- Personengruppen
- geografischer Bezug
