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Dossier

Prekäre Beschäftigung

Unter den Begriff "Prekäre Beschäftigung" fallen Arbeitsverhältnisse mit niedrigen Löhnen, die häufig nicht auf Dauer und Kontinuität angelegt sind, keine Absicherung durch die Sozialversicherung und nur geringe arbeitsrechtliche Schutzrechte aufweisen. Der Begriff ist umstritten - und noch viel mehr die Frage: Wirken prekäre Beschäftigungsverhältnisse immer ausgrenzend oder leisten sie auch einen notwendigen Beitrag zur Flexibilisierung des Arbeitsmarktes? Die Infoplattform erschließt Informationen zum Forschungsstand.

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  • Literaturhinweis

    Die Wiederkehr der Prekarität: subjektive Verarbeitungen, soziale Folgen und politische Konsequenzen unsicherer Beschäftigungsverhältnisse (2007)

    Dörre, Klaus;

    Zitatform

    Dörre, Klaus (2007): Die Wiederkehr der Prekarität. Subjektive Verarbeitungen, soziale Folgen und politische Konsequenzen unsicherer Beschäftigungsverhältnisse. In: G. Schneider (Hrsg.) (2007): Ende der Normalarbeit? : mehr Solidarität statt weniger Sicherheit - Zukunft betrieblicher Interessenvertretung, S. 15-31.

    Abstract

    Die von Robert Castel diagnostizierte 'Rückkehr der Unsicherheit' in die reichen Gesellschaften des Westens findet ihren stärksten Ausdruck im Phänomen der 'Entkoppelung', das sich z.B. in der Militanz französischer Jugendlicher, die keine realistische Chance auf eine Integration in reguläre Erwerbsarbeit sehen, manifestierte. Der Beitrag geht von der These aus, dass derartige Verhältnisse in vielen westlichen Gesellschaften zu beobachten sind. Diese These wird mit Ergebnissen einer empirischen Studie belegt, die sich mit der Ausbreitung prekärer Beschäftigungsverhältnisse und deren subjektiver Verarbeitung befasst. Als heuristische Folie dient die Castelsche Zentralhypothese. Danach spalten sich die Lohnarbeitsgesellschaften in drei 'Zonen'. Die 'Zone der Entkoppelung' umfasst die von regulärer Erwerbsarbeit Ausgeschlossenen. Die oberen und mittleren Ränge der Arbeitsgesellschaft sind in einer 'Zone der Integration' mit formal gesicherten Normalbeschäftigungsverhältnissen angesiedelt. Dazwischen expandiert eine 'Zone der Prekarität' mit heterogenen Beschäftigungsformen, die sich allesamt durch ihre Verwundbarkeit auszeichnen. Der Beitrag analysiert Formen und Auswirkungen unsicherer Beschäftigung und entwirft Leitlinien einer Politik der Entprekarisierung, die sich nicht in Befriedigungsmaßnahmen für soziale Brennpunkte erschöpft. Eine derartige Politik muss sich aus Sicht des Autors als eine klar identifizierbare Alternative zu einer Aktivierungsideologie präsentieren, die das individuelle Verhalten der 'faulen Arbeitslosen' und 'Sozialstaatsparasiten' zum Angelpunkt für die Bekämpfung von Ausgrenzung und Arbeitslosigkeit macht. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Einfache Arbeit gleich prekäre Arbeit?: Überlegungen zu einem schwierigen Thema (2007)

    Dörre, Klaus;

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    Dörre, Klaus (2007): Einfache Arbeit gleich prekäre Arbeit? Überlegungen zu einem schwierigen Thema. In: Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik Friedrich-Ebert-Stiftung (Hrsg.) (2007): Perspektiven der Erwerbsarbeit: Einfache Arbeit in Deutschland : Dokumentation einer Fachkonferenz der Friedrich-Ebert-Stiftung, S. 46-58.

    Abstract

    Ausgehend von der Erkenntnis, dass vermeintlich einfache Tätigkeiten unabhängig von der sozialen Einstufung der Arbeitstätigkeiten häufig informelle Kompetenzen und Qualifikationen erfordern, deren Aneignung sich weder in Zertifikaten noch in Beschäftigungssicherheit, Entgelt und gesellschaftlicher Anerkennung zureichend niederschlägt, entwickelt der Autor die These, dass zwischen einfacher und prekärer Arbeit gegenwärtig eine große Überlappungszone existiert, von einer zwingenden, gleichsam naturwüchsigen Koppelung beider Dimensionen jedoch nicht ausgegangen werden kann. Vielmehr bewirkt die anhaltende Prekarisierung nicht nur einfacher Arbeit, dass die entsprechenden Tätigkeitsfelder zunehmend an Attraktivität einbüßen. Diese Argumentation wird in mehreren Schritten entfaltet. Zunächst geht es um die Definition und Wirkung prekärer Arbeitsverhältnisse, anschließend wird die 'Überlappungszone' zwischen einfacher und prekärer Arbeit ausgeleuchtet und abschließend werden Überlegungen zu einer verbesserten gesellschaftlichen Anerkennung einfacher Arbeit vorgestellt. Um weiteren Prekarisierungstendenzen im Bereich einfacher Arbeit Einhalt zu gebieten, hält der Autor einen gesetzlichen Mindestlohn für erforderlich. Außerdem schlägt er vor, befristete Arbeitsangelegenheiten durch einen öffentlich geförderten Beschäftigungssektor mit sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen und geregeltem Lohn zu ersetzen. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Prekarisierung und Geschlecht: ein Versuch über unsichere Beschäftigung und männliche Herrschaft in nachfordistischen Arbeitsgesellschaften (2007)

    Dörre, Klaus;

    Zitatform

    Dörre, Klaus (2007): Prekarisierung und Geschlecht. Ein Versuch über unsichere Beschäftigung und männliche Herrschaft in nachfordistischen Arbeitsgesellschaften. In: B. Aulenbacher, M. Funder, H. Jacobsen & S. Völker (Hrsg.) (2007): Arbeit und Geschlecht im Umbruch der modernen Gesellschaft : Forschung im Dialog (Geschlecht und Gesellschaft, 40), S. 285-301.

    Abstract

    Während der Anteil der Frauen unter den prekär Beschäftigten anhaltend stark ist, wächst inzwischen der Anteil der Männer. Die damit einhergehende Unsicherheit in den Lebens- und Arbeitsverhältnissen wirkt sich auf das männliche Selbstbild und Rollenverhalten aus. Es wird herausgearbeitet, wie die drohende 'Zwangsfeminisierung' der prekär erwerbstätigen Männer bzw. 'Entweiblichung' der erwerbstätigen Frauen von den Männern abgewehrt und kompensiert wird, indem die 'männliche Herrschaft' symbolisch hergestellt wird. Somit betont das Prekariat noch die Geschlechterhierarchie und steht emanzipatorischen Arbeitsbestrebungen im Wege. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Entsteht eine neue Unterschicht?: Anmerkungen zur Rückkehr der sozialen Frage in die Politik (2007)

    Dörre, Klaus;

    Zitatform

    Dörre, Klaus (2007): Entsteht eine neue Unterschicht? Anmerkungen zur Rückkehr der sozialen Frage in die Politik. (Working papers: economic sociology Jena 01), Jena, 24 S.

    Abstract

    "Ausgangspunkt ist die aktuelle Debatte in der Öffentlichkeit über die 'neue Unterschicht', die als eine Wiederkehr der sozialen Frage gelesen werden muss. Sie blieb lange Zeit in Medien und Politik eine verdrängte Realität. Erst die offensichtliche 'Landnahme' durch den flexibilisierten, finanz- und weltmarktgetriebenen Kapitalismus offenbart, dass es zu einer Reihe von Entwicklungen in den westlichen Gesellschaften gekommen ist, die neben der Verfestigung von Unterschichten auch zu einer Verunsicherung und Prekarisierung weiter Teile des Mittelstandes mit zum Teil guten qualifikatorischen Voraussetzungen geführt hat. Im Anschluss an das Castelsche Zonenmodell wird eine Typologie konstruiert, die einen Einblick in die neue Hierarchie der nachfordistischen Arbeitsgesellschaft vermittelt und das Ausmaß dieser Verunsicherung in seinen verschiedenen Ausprägungen erfasst. Die Darstellung schließt mit Schlussfolgerungen für politische Interventions- und Steuerungsmöglichkeiten, um der Wiederkehr der sozialen Frage angemessen begegnen zu können." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Prekarisierung und Rechtspopulismus: gibt es einen Zusammenhang? (2007)

    Dörre, Klaus;

    Zitatform

    Dörre, Klaus (2007): Prekarisierung und Rechtspopulismus. Gibt es einen Zusammenhang? In: Wirtschafts- und Sozialpolitisches Forschungs- und Beratungszentrum, Bonn, Gesprächskreis Migration und Integration (Hrsg.) (2007): Rechte Orientierungen bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, S. 24-34.

    Abstract

    Gemäß einem von R. Castel entwickelten Ansatz haben sich die nachfordistischen Arbeitsgesellschaften seit Mitte der 1970er Jahre in drei Zonen gespalten: die Zone der Integration, die Zone der Prekarität und die Zone der Entkoppelung. In letzterer befinden sich die von regulärer Erwerbsarbeit Ausgeschlossenen, die 'Entbehrlichen' der Arbeitsgesellschaft. Castel selbst sieht einen engen Zusammenhang zwischen Prekarisierungsprozessen und einer 'poujadistischen Reaktion' von Gruppen im sozialen Abstieg, die dazu tendieren, die Konkurrenzen untereinander mit dem Mittel des Ressentiments auszutragen. Diese Hypothese konnte durch eine empirische Untersuchung zum Zusammenhang von Prekarisierung und Rechtspopulismus in der Bundesrepublik Deutschland nur teilweise bestätigt werden. Der Beitrag zeigt, dass es zwar durchaus Zusammenhänge zwischen Prekarisierungsprozessen gibt, diese aber komplexer sind, als es die Castelsche Hypothese unterstellt. Drei mit Arbeitserfahrungen angereicherte Ausprägungen der rechtspopulistischen Axiomatik, die an die drei Zonen der Arbeitsgesellschaft angelehnt sind, werden unterschieden: die konformistische, die konservierende und die rebellische Variante rechtspopulistischer Orientierungen. Jede dieser Varianten wird aus höchst unterschiedlichen, z. T. geradezu gegensätzlichen Motiven und Interessenlagen gespeist. Die auch in Deutschland zu beobachtende Ausbreitung prekärer Beschäftigungsverhältnisse erzeugt nicht nur soziale Desintegration; sie bringt zugleich einen neuen gesellschaftlichen Kontrollmodus mit vielfältigen Disziplinierungsmechanismen hervor. Je nahtloser sich Individuen oder Gruppen diesen Disziplinierungsmechanismen unterwerfen, desto stärker neigen sie dazu, ausgrenzende Integrationsvorstellungen zu entwickeln. Diese Quelle eines neuen Rechtspopulismus wird in Deutschland vor allem als Unterströmung in demokratischen Organisationen und Parteien wirksam. Der Autor entwirft Grundlinien einer Politik der Entprekarisieung, die die Repräsentation ausgegrenzter Gruppen herstellt und so dazu beitragen kann, dass sich rechtspopulistische Potenziale organisationspolitisch nicht verselbständigen. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Arbeitsqualität aus Sicht von Jungen Beschäftigten (unter 30 Jahren): Sonderauswertung des DGB-Index Gute Arbeit 2007 (2007)

    Fuchs, Tatjana;

    Zitatform

    Fuchs, Tatjana (2007): Arbeitsqualität aus Sicht von Jungen Beschäftigten (unter 30 Jahren). Sonderauswertung des DGB-Index Gute Arbeit 2007. Stadtbergen, 38 S.

    Abstract

    Der DGB-Index Gute Arbeit ist das menschliche Maß für Arbeit, die den Ansprüchen der Beschäftigten gerecht wird. Im Mittelpunkt der Sonderauswertung stehen die Arbeitsbedingungen und die Arbeitszufriedenheit von Auszubildenden und jungen Beschäftigten bis 30 Jahre. Die Ergebnisse zeigen, "dass Arbeit aus Sicht von Beschäftigten immer dann als besonders zufriedenstellend bewertet und positiv erlebt wird, wenn sie erstens durch ein hohes Niveau von Entwicklungs-, Einfluss- und Lernmöglichkeiten sowie von guten sozialen Beziehungen geprägt ist, und zweitens den arbeitenden Menschen nicht über- oder fehlbeansprucht." Ein weiterer Faktor ist eine angemessene Entlohnung der Arbeit. Nur 11 Prozent der Auszubildenden und jungen Beschäftigten haben einen Arbeitsplatz der von ihnen in diesem Sinne umfassend positiv beschrieben wird, 57 Prozent der Arbeitsplätze werden als mittelmäßig beurteilt, 32 Prozent der Arbeitsplätze von jungen Beschäftigten "sind von erschreckend schlechter Qualität: Sie sind entwicklungs- und einflussarm und sind geprägt durch vielfältige körperliche, psychische und soziale Belastungen. Zudem wird die Einkommenssituation ebenfalls als unzureichend, unsicher und belastend eingestuft." Positiv bewertet wird der hohe Anteil der jungen Beschäftigten, die ihre Bereitschaft äußern, sich für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu engagieren. (IAB2)

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  • Literaturhinweis

    Neue soziale Ungleichheit in der Arbeitswelt (2007)

    Gazareth, Pascale; Suter, Simone; Kronauer, Martin; Gazareth, Pascale; Kraemer, Klaus ; Hettlage, Raphaela; Juhasz, Anne; Iglesias, Katia; Nollert, Michael ; Juhasz, Anne; Böhringer, Peter; Paugam, Serge; Wyss, Malika; Pelizzari, Alessandro; Magning, Chantal; Pernicka, Susanne; Contzen, Sandra; Schnapper, Dominique; Adam, Georg; Schultheis, Franz; Magning, Chantal; Suter, Christian ;

    Zitatform

    Gazareth, Pascale, Anne Juhasz & Chantal Magning (Hrsg.) (2007): Neue soziale Ungleichheit in der Arbeitswelt. (Theorie und Methode. Sozialwissenschaften), Konstanz: UVK Verlagsges., 200 S.

    Abstract

    "Die Schlagworte 'Aktivierung' und 'Eigeninitiative' vermitteln den Eindruck, als wäre die Integration in den Arbeitsmarkt der Königsweg gegen gesellschaftlichen Ausschluss. Inwiefern in der Arbeitswelt selbst Ausschlussprozesse wirksam sind, veranschaulichen die hier versammelten Beiträge aus Deutschland, Frankreich, Österreich und der Schweiz. Auf der Grundlage empirischer Untersuchungen gehen die Autoren den Integrations- und Ausgrenzungsprozessen in der Arbeitswelt nach, verdeutlichen ihre paradoxe Gleichzeitigkeit und zeigen, dass die neue soziale Ungleichheit auf ausbleibende Anerkennung und Integration durch Erwerbsarbeit zurückgeht." (Textauszug, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Generation Praktikum? Prekäre Beschäftigungsformen von Hochschulabsolventinnen und -absolventen: eine Studie des Arbeitsbereichs Absolventenforschung der FU Berlin im Auftrag der DGB-Jugend und der Hans-Böckler-Stiftung (2007)

    Grühn, Dieter; Hecht, Heidemarie;

    Zitatform

    Grühn, Dieter & Heidemarie Hecht (2007): Generation Praktikum? Prekäre Beschäftigungsformen von Hochschulabsolventinnen und -absolventen. Eine Studie des Arbeitsbereichs Absolventenforschung der FU Berlin im Auftrag der DGB-Jugend und der Hans-Böckler-Stiftung. Berlin, 34 S.

    Abstract

    Um die Situation von Universitätsabsolventen genauer zu untersuchen, hat die DGB-Jugend in Kooperation mit der Freien Universität Berlin und der Hans-Böckler-Stiftung eine Absolventenbefragung durchgeführt. Diese Studie liefert empirische Daten mit dem speziellen Fokus auf Praktika und anderen Formen prekärer Beschäftigung nach dem Studium. Befragt wurde der Absolventenjahrgang des Wintersemesters 2002/03 der FU Berlin und der Universität Köln zu Praktika nach dem Studium, zur Berufseinstiegsbiografie und zur derzeitigen Situation auf dem Arbeitsmarkt im Herbst 2006, also dreieinhalb Jahre nach Studienabschluss. Die Studie belegt, dass in den letzten zwei Jahren ein deutlicher Anstieg von postgraduellen Praktika stattfand. Bei diesen Praktika handelt es sich oftmals um 'verdeckte reguläre Beschäftigung'. Denn die Mehrheit der Praktika ist weniger ein Ausbildungs- als ein Arbeitsverhältnis. Bei einem Praktikum reicht in der Regel die Bezahlung nicht aus, um den Lebensunterhalt zu sichern. Das bedeutet, dass sich nur ein privilegierter Personenkreis Praktika nach dem Studium überhaupt leisten kann. Postgraduelle Praktika werden als Symptom einer allgemeinen Entwicklung betrachtet: Die Berufseinstiegsphase für Akademikerinnen und Akademiker verlängert sich insgesamt. Eine unbefristete Anstellung ist für eine große Gruppe akademischer Berufseinsteiger zunächst unerreichbar. Die Studie belegt, dass bestimmte Personengruppen größere Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt haben als andere und dass von dieser negativen Entwicklung Frauen vergleichsweise stärker betroffen sind als Männer. Trotz schwieriger Berufseinstiegsphase ist den Absolventen ihr relativer Vorteil auf dem Arbeitsmarkt bewusst. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass die Ergebnisse der Studie verdeutlichen, wie unter dem Begriff 'Praktikum' Missbrauch betrieben wird - auf Kosten der jungen Menschen und zum Schaden der sozialen Sicherungssysteme. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Atypische Beschäftigung: Flexibilisierung und soziale Risiken (2007)

    Keller, Berndt ; Keller, Berndt ; Klammer, Ute; Seifert, Hartmut; Leiber, Simone; Bellmann, Lutz ; Nienhüser, Werner ; Dufour, Christian; Noll, Susanne; Groß, Martin ; Promberger, Markus; Hohendanner, Christian ; Seifert, Hartmut; Bäcker, Gerhard; Sesselmeier, Werner; Giesecke, Johannes ; Walwei, Ulrich ; Hege, Adelheid; Wießner, Frank; Dietz, Martin;

    Zitatform

    Keller, Berndt & Hartmut Seifert (Hrsg.) (2007): Atypische Beschäftigung. Flexibilisierung und soziale Risiken. (Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung 81), Berlin: Edition Sigma, 230 S.

    Abstract

    "Atypische Beschäftigung hat in den letzten beiden Jahrzehnten erheblich an Bedeutung gewonnen; immer mehr Arbeitnehmer/innen sind zu Konditionen beschäftigt, die vom klassischen Normalarbeitsverhältnis abweichen. Dieser Sammelband bietet einen umfassenden und aktuellen Überblick über Entwicklung und Stand der verschiedenen Formen atypischer Beschäftigung sowie über ihre arbeits- und sozialpolitischen Folgeprobleme, vor allem ihre Prekarität oder Sozialverträglichkeit. Die Beiträge des ersten Teils unterscheiden die wichtigsten Varianten von Flexibilität, untersuchen betriebliche Beschäftigungsstrategien und liefern arbeitsmarkttheoretische Erklärungen. Der zweite Teil präsentiert die wichtigsten Formen unter besonderer Berücksichtigung ihrer aktuellen Entwicklungen: befristete Beschäftigung, geringfügige Beschäftigung (einschließlich Mini- und Midijobs), Leiharbeit (einschließlich Personalserviceagenturen), neue (Schein-)Selbständigkeit (einschließlich Ich-/Familien-AG). Der dritte Teil behandelt die wesentlichen Folgeprobleme - vor allem Wirkungen auf das Beschäftigungsniveau und Folgen für die Systeme der sozialen Sicherung -, die in der aktuellen Diskussion häufig unberücksichtigt bleiben, und gibt einen Überblick über ähnliche Entwicklungen in anderen EU-Ländern." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Erziehung zur Armut?: soziale Arbeit und die 'neue Unterschicht' (2007)

    Kessl, Fabian; Heim, Catrin; Brumlik, Micha; Chassé, Karl August; Reutlinger, Christian ; Stern, Mark J.; Winkler, Michael; Klein, Alexandra; Ziegler, Holger; Landhäußer, Sandra;

    Zitatform

    Kessl, Fabian, Christian Reutlinger & Holger Ziegler (Hrsg.) (2007): Erziehung zur Armut? Soziale Arbeit und die 'neue Unterschicht'. Wiesbaden: VS, Verl. für Sozialwissenschaften, 146 S.

    Abstract

    "Die 'neue Unterschicht' ist entdeckt und die Erziehung dieser prekarisierten Gesellschaftsmitglieder wird gefordert. FachexpertInnen aus Erziehungswissenschaft und Sozialpädagogik gehen in diesem Band der Frage nach, wie angemessen eine solche Diagnose der 'neuen Unterschicht' und der damit verbundene Therapievorschlag einer Erziehung zur Armut ist: Wie wird hier soziale Ungleichheit in einer veränderten Form zum Gegenstand? Welche Herausforderungen sind damit für die Soziale Arbeit verbunden? Hält die Diagnose einer 'neuen Unterschicht' einer empirischen Überprüfung stand? In welcher Weise werden hier bestimmte Bevölkerungsgruppen zum Zielpunkt politischer Strategien? Die Beantwortung dieser Fragen macht das Spannungsverhältnis struktureller, kultureller und moralischer Erklärungsversuche mit Blick auf eine fachliche und politische Verortung Sozialer Arbeit analysierbar." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Prekarität - Neoliberalismus - Deregulierung: Beiträge des "Kritischen Bewegungsdiskurses" (2007)

    Klautke, Roland; Pelizzari, Alessandro; Rätz, Werner; Candeias, Mario; Röttger, Bernd; Hauer, Dirk; Samsa, Gregor; Kaindl, Christina; Spehr, Christoph; Demirovic, Alex; Zeller, Christian; Oehrlein, Brigitte; Hirsch, Joachim;

    Zitatform

    Klautke, Roland & Brigitte Oehrlein (Hrsg.) (2007): Prekarität - Neoliberalismus - Deregulierung. Beiträge des "Kritischen Bewegungsdiskurses". Hamburg: VSA-Verlag, 212 S.

    Abstract

    "Die aufgeregte Debatte um das 'abgehängte Prekariat' in Deutschland beförderte die falsche These, als ob es sich dabei um eine klar abgrenzbare verfestigte Unterschicht handeln würde. Der Band schürft tiefer und analysiert Prekarisierung als gesellschaftlichen Prozess: Der Neoliberalismus brachte in unsere Arbeits- und Lebensverhältnisse Forderungen nach Flexibilisierung und Ungebundenheit, also einen Vereinzelungsprozess, bei immer größer werdender Unsicherheit. Das heutige Leben bringt die scheinbare Chance größerer Autonomie, fördert gleichzeitig aber freiwillige Unterwerfung unter die herrschenden Verhältnisse. Wie kann auf diese Widersprüche reagiert werden, welche Möglichkeiten zeichnen sich ab, der Entdemokratisierung auf allen Ebenen etwas entgegenzusetzen? Die Kämpfe der Globalisierungskritiker, der Hartz-IV-Gegner und auf betrieblicher Ebene liefen weitgehend isoliert nebeneinander her. Hier gilt es, bei künftigen sozialen Protesten Verbindungen herzustellen. Die Beiträge dieses Bandes zielen neben einer sozialwissenschaftlichen Selbstverständigung gerade darauf ab, in den sozialen Bewegungen selbst eine theoretische Auseinandersetzung voranzutreiben mit so aktuellen Themen wie: Bedingungsloses Grundeinkommen, Arbeitsregulation und Gewerkschaftspolitik, Selbstvermarktung, Arbeitszeitverkürzung, Selbstverwaltung, Privatisierung, Wirtschaftsdemokratie, Prekarität in den Studien von Pierre Bourdieu, Globale soziale Rechte." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Letzter Ausweg Leiharbeit?: die prekäre Wirklichkeit einer flexiblen Beschäftigungsform (2007)

    Koch, Manfred;

    Zitatform

    Koch, Manfred (2007): Letzter Ausweg Leiharbeit? Die prekäre Wirklichkeit einer flexiblen Beschäftigungsform. (Beiträge aus der Forschung / Sozialforschungsstelle Dortmund 154), Dortmund, 36 S.

    Abstract

    "Nach einer Einführung werden zunächst einige zentrale Merkmale der Leiharbeit herausgearbeitet, um die Problematik dieser Beschäftigungsform zu verdeutlichen. Im dritten Kapitel folgt ein Perspektivenwechsel hin zur Sichtweise von Zeitarbeiterinnen und Zeitarbeitern. In vier Interviewauszügen wird deutlich, dass Individuen auf unterschiedliche Weise mit dieser Beschäftigungsform umzugehen gelernt haben. Kapitel vier behandelt die Problematik aus gewerkschaftlicher Sicht. Lange Zeit stand die Forderung nach dem Verbot der Leiharbeit im Vordergrund gewerkschaftlicher Politik. Dies ändert sich langsam, inzwischen sind Tarifverträge zur Regulierung der Arbeitsbedingungen abgeschlossen worden. Im Schlusskapitel fünf werden schließlich Überlegungen angestellt zur Perspektive einer Ent-Prekarisierung von Zeitarbeit. Einige Beispiele zeigen, dass hier durchaus Erfolge möglich sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Ende der Normalarbeit?: mehr Solidarität statt weniger Sicherheit - Zukunft betrieblicher Interessenvertretung (2007)

    Lorenz, Frank; Kühnast, Sylvia; Lorenz, Frank; Schneider, Günter; Mückenberger, Ulrich; Bednarski, Josef; Pfahl, Svenja; Bruse, Detlev; Schneider, Günter; Dietz, Martin; Schwarz, Monika; Caroll, Gene; Dörre, Klaus; Blanke, Thomas; Artus, Ingrid ; Zumbeck, Christine; Walwei, Ulrich ;

    Zitatform

    (2007): Ende der Normalarbeit? Mehr Solidarität statt weniger Sicherheit - Zukunft betrieblicher Interessenvertretung. Hamburg: VSA-Verlag, 230 S.

    Abstract

    "Welche Formen kann die betriebliche Interessenvertretung annehmen und welche Perspektiven hat sie in Zeiten prekärer und deregulierter Beschäftigungsverhältnisse? Die Gewerkschaften haben bereits Mitte der 1980er Jahre mit dem Schlagwort 'Erosion' die galoppierenden Entwicklungen und Angriffe der letzten 20 Jahre auf das Normalarbeitsverhältnis umschrieben. Die Intensivierung dieses Prozesses beginnt mit dem Beschäftigungsförderungsgesetz, den Novellierungen des Teilzeit- und Befristungsgesetzes und findet ihren vorläufigen Höhepunkt in den Hartz-Gesetzen der rot-grünen Koalition. Die AutorInnen des Buches stellen zum einen die verschiedenen Formen deregulierter Beschäftigungsverhältnisse vor wie Teilzeitarbeit, geringfügige und befristete Beschäftigung, Leiharbeit und Ein-Euro-Jobs. Zum anderen setzen sie sich mit prekären Arbeitsverhältnissen auseinander: Welche Auswirkungen auf die Institutionen der Sozialpolitik hat es, wenn trotz Erwerbstätigkeit Einschränkungen bezüglich der sozialen Sicherungssysteme hingenommen werden müssen? Vor diesem Hintergund wird diskutiert, welche Formen die betriebliche Interessenvertretung annehmen kann und welche Perspektiven sie in Theorie und Praxis hat - im In- und Ausland." (Textauszug, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Dietz, Martin; Walwei, Ulrich ;
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    Prekäre Lagen: zur individuellen Bewältigung erwerbsbiografischer Unsicherheit (2007)

    Magnin, Chantal ;

    Zitatform

    Magnin, Chantal (2007): Prekäre Lagen. Zur individuellen Bewältigung erwerbsbiografischer Unsicherheit. In: A. Baechtold & L. von Mandach (Hrsg.) (2007): Arbeitswelten : Integrationschancen und Ausschlussrisiken, S. 41-52.

    Abstract

    Im Mittelpunkt des Beitrags stehen die unterschiedlichen Bewältigungsstrategien Erwerbstätiger in prekären Erwerbssituationen. Auf der Grundlage von 50 erwerbsbiografischen Interviews wurden 8 Bewältigungsstrategien ermittelt. Anhand von Fallbeispielen weden zwei geläufige Bewältigungsstrategien diskutiert, zum einen die Bewertung der flexiblen Beschäftigung als 'sportliche Herausforderung', zum anderen 'eine pragmatische Orientierung aufgrund von Resignation'. Weitere Bewältigungsstrategien, die seltener gewählt wurden, sind: die Schaffung eines neuen Marktwerts durch die Absolvierung einer Berufsausbildung und damit den Erwerb eines anerkannten Diploms; die Herauslösung aus Lohnabhängigkeit durch wirtschaftliche Selbstständigkeit; der Kampf um Begünstigung mittels Vergemeinschaftung; einseitiges Festhalten am Gesellschaftspakt 'Leistung gegen Teilhabe'; Abweichung als Reaktion auf den Gesellschaftspakt 'Leistung gegen Teilhabe'; die fundamentale Auflehnung zur Widerherstellung von Würde. Allen diesen Bewältigungsstrategien ist gemeinsam, dass sie mit hohen physischen und psychischen Belastungen der Beschäftigten einhergehen. Hieraus wird die Forderung nach einer Grundsicherung abgeleitet, welche prekär Beschäftigten einen konstruktiven Umgang mit erwerbsbiografischer Unsicherheit erlaubt. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Prekarisierung auf hohem Niveau: eine Feldstudie über Alleinunternehmer in der IT-Branche (2007)

    Manske, Alexandra;

    Zitatform

    Manske, Alexandra (2007): Prekarisierung auf hohem Niveau. Eine Feldstudie über Alleinunternehmer in der IT-Branche. (Arbeit und Leben im Umbruch 13), München u.a.: Hampp, 257 S.

    Abstract

    Thema der Studie ist der Zusammenhang von Flexibilisierung von Arbeit einerseits und der Verunsicherung sozialer Lagen in einem akademisch gebildeten Milieu andererseits. Dazu untersucht die Arbeit in Form einer Feldstudie auf der Basis qualitativer Fallstudien bei Freelancern der IT-Branche (alleindienstleistenden Webdesignern) in Berlin und New York, wie sich akademisch ausgebildete Alleinunternehmer mit prekären Beschäftigungs- und Lebensverhältnissen arrangieren. Es zeigt sich eine Problemlage, die sich auch in hochqualifizierten Milieus als Verunsicherung von Arbeits- und Lebenslagen darstellt. Anhand dreier, typologisch zugespitzter Praxisformen ('Unternehmer', 'Dienstleister', 'Künstler') wird gezeigt, wie die Befragten selbst-unternehmerische Formen und Modi der praktischen Selbstverortung ausbilden. Die drei Praxisformen reflektieren, wie die Befragten auf eine radikal marktvermittelte soziale Lage reagieren und spiegeln in ihren Handlungsstrategien den feldspezifischen Restrukturierungsprozess wider. Aus Sicht der Autorin erweist sich die Internetbranche als ein 'Feld von spezifischen Ungleichstellungen' und sie beschreibt, wie dieser Befund einer Prekarisierung auf hohem Niveau sozialstrukturell überformt wird. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Wenn Arbeit arm macht: der Niedriglohnsektor als Boombranche (2007)

    Manske, Alexandra; Heil, Vanessa;

    Zitatform

    Manske, Alexandra & Vanessa Heil (2007): Wenn Arbeit arm macht. Der Niedriglohnsektor als Boombranche. In: Blätter für deutsche und internationale Politik, Jg. 52, H. 8, S. 995-1002.

    Abstract

    Der Beitrag setzt sich kritisch mit der Entwicklung des Niedriglohnsektors auseinander, der seit Mitte der 1990er Jahre in der Bundesrepublik Deutschland ständig wächst. Ein Indiz für diese Entwicklung sehen die Autorinnen in der Ausweitung atypischer Beschäftigungsverhältnisse als arbeitsmarktpolitisches Instrument im Zuge der Hartz-Gesetzgebung (Motto: 'Sozial ist, was Arbeit schafft'). Eigentliche Ursache für das gezielt betriebene Wachstum des Niedriglohnsektors ist nach ihrer Auffassung der Rückzug des Staates aus seiner sozialen Verantwortung, die sich in einem Abbau des Sozialstaats manifestiert. Diese Politik führt zu einer zunehmenden Spaltung der Gesellschaft. Der Beitrag zeichnet nach, wie sich der Niedriglohnsektor in den letzten Jahren entwickelt hat und wie sich die Neuregelung der geringfügigen Beschäftigung seit dem Jahr 2003 ausgewirkt hat. Die konkrete Darstellung der 'Situation ganz unten auf dem Arbeitsmarkt' zeigt, dass sich zunehmend eine Schicht der 'Working Poor' herausbildet, die nur mit mehreren Jobs 'irgendwie' über die Runden kommt. Die Autorinnen kommen zu dem Schluss, dass die Tarifpolitik sich nicht zu einer 'Eindämmung der Niedriglohnschwemme' eignet und plädieren für einen Mindestlohn 'als letzter Ausweg', um die 'verheerende Abwärtsspirale in der Lohnentwicklung' zu stoppen, wobei sich die Höhe des Mindestlohns an der Entwicklung des allgemeinen gesellschaftlichen Wohlstandsniveaus orientieren soll. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Wovon lebst du eigentlich?: vom Überleben in prekären Zeiten (2007)

    Morisse, Jörn; Engler, Rasmus;

    Zitatform

    Morisse, Jörn & Rasmus Engler (2007): Wovon lebst du eigentlich? Vom Überleben in prekären Zeiten. (Serie Piper 5065), München u.a.: Piper, 250 S.

    Abstract

    "In der Kulturwirtschaft sind unter den Erwerbstätigen die Selbständigen mittlerweile die wichtigste Triebfeder für die Wachstumsdynamik. Aber wie finanziert man eigentlich ein kreatives Leben jenseits der Festanstellung? Trotz guter Ausbildung leben viele Freiberufler unterhalb des Existenzminimums und sind auf immer neue Strategien angewiesen, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten und dennoch ihre künstlerische Freiheit zu bewahren. Zwischen nervenden Nebenjobs und dem existenziellen Streben nach Selbstverwirklichung sind unterschiedliche Lebensentwürfe entstanden. Die Autoren befragen in dem Buch zwanzig Kulturschaffende wie den Maler Jonas Burgert, den Übersetzer Harry Rowohlt oder Autoren wie Kathrin Passig und Bernd Cailloux zu ihrer wirtschaftlichen Situation, zu ihren Netzwerken, zu Erfolg, Selbstausbeutung und Begriffen wie 'sozialem Kapital'. Herausgekommen ist ein Buch, das offen und ehrlich eine der häufigsten Fragen unserer Zeit beantwortet: Wovon lebst du eigentlich?" (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Arbeit ohne Netz: prekäre Arbeit und ihre Auswirkungen (2007)

    Pape, Klaus; Mirschel, Veronika; Lüers, Gero; Wiethold, Franziska; Aust, Andreas; Dörre, Klaus; Notz, Gisela; Cyrus, Norbert; Vanselow, Achim; Gleitze, Klaus-Dieter; Wertmüller, Sebastian;

    Zitatform

    Pape, Klaus (Hrsg.) (2007): Arbeit ohne Netz. Prekäre Arbeit und ihre Auswirkungen. (Kooperationsstelle Hochschulen und Gewerkschaften, Hannover, Hildesheim. Schriften 01), Hannover: Offizin-Verlag, 144 S.

    Abstract

    "Unter dem Motto: 'Prekäre Arbeit und ihre Auswirkungen auf die Beschäftigten -(k)ein Thema für Gewerkschaften und Wissenschaft?' fand im November 2006 der 5. Science-Day, die Jahrestagung der Kooperationsstelle Hochschulen & Gewerkschaften Region Hannover - Hildesheim, statt. Die dort gehaltenen Vorträge sind in diesem ersten Band einer Reihe von Kooperationsschriften dokumentiert. Viele wissenschaftliche Untersuchungen zum Wandel in der Arbeitswelt gehen schon länger davon aus, dass in Deutschland mittlerweile fast jedes vierte Arbeitsverhältnis prekär ist. Hierzu gehören u.a. Scheinselbstständige, geringfügig und befristet Beschäftigte, Leiharbeiter, (Tele-) Heimarbeiter/innen und viele Teilzeitbeschäftigte. Prekäre Beschäftigungsverhältnisse zeichnen sich durch Kurzfristigkeit, Unsicherheit und geringe Bezahlung aus. Damit erzeugen diese Arbeitsverhältnisse bei den Betroffenen Angst und Unklarheit nicht nur über ihre berufliche Zukunft, sondern sie reichen in alle anderen Lebensbereiche hin ein. Um dem Ziel, die Übernahme in ein 'Normalarbeitsverhältnis' (unbefristet, Vollzeit, Tariflohn, mit Kündigungsschutz und Betriebsrat, einem Einkommen, mit dem man/frau leben kann und mit Rentenbeitragszahlungen für ein Auskommen im Alter) zu erreichen, nicht zu gefährden, werden zudem häufig physische und psychische (Arbeits-) Belastungen ignoriert. Neben einem allgemeinen Überblick zum Thema prekäre Beschäftigungsverhältnisse standen zwei Bevölkerungsgruppen (Frauen und MigrantenInnen) sowie zwei Formen dieser Beschäftigungsart (Leiharbeit bzw. Zeitarbeit und FreiberuflerInnen und (Schein-) Selbstständige) im Mittelpunkt der Tagung." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Unsichere Erwerbsbeteiligung (2007)

    Schultz, Annett; Kersting, Volker; Alda, Holger;

    Zitatform

    Schultz, Annett & Holger Alda; Volker Kersting (Mitarb.) (2007): Unsichere Erwerbsbeteiligung. In: Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales Nordrhein-Westfalen (Hrsg.) (2007): Sozialbericht NRW 2007 : Armuts- und Reichtumsbericht, S. 319-380.

    Abstract

    "Zwischen 2000 und 2004 ist die Zahl der Erwerbstätigen in Nordrhein-Westfalen zurückgegangen, obwohl sich das Arbeitskräfteangebot insgesamt vergrößert hat. Normalarbeitsverhältnisse (unbefristete abhängige Vollzeitarbeitsverhältnisse) haben weiter an Bedeutung verloren. 2004 waren 55 % des gesamten Arbeitskräfteangebots in einem Normalarbeitsverhältnis beschäftigt. In diesem Segment sind Männer und hochqualifizierte Erwerbstätige sowie Erwerbstätige des Produzierenden Gewerbes überdurchschnittlich häufig vertreten. Das Segment der nicht standardisierten bzw. atypischen Beschäftigung ist dagegen absolut und relativ gewachsen. Das betrifft im Einzelnen eine Ausweitung unbefristeter und befristeter Teilzeitarbeitsverhältnisse und insbesondere eine Zunahme der ausschließlich geringfügigen Beschäftigung. Insgesamt arbeiteten im Jahr 2004 23 % des Erwerbspersonenpotenzials in atypischen Beschäftigungsverhältnissen. Frauen, nichtdeutsche und jüngere Erwerbstätige sind im Segment der atypischen Beschäftigung überdurchschnittlich häufig vertreten. Atypische Erwerbsformen sind nicht pauschal mit unsicherer Erwerbsbeteiligung gleichzusetzen. So stellt Teilzeitarbeit für viele Frauen eine bewusste Erwerbsstrategie dar, um in der Familienphase Beruf und Familie zu vereinbaren. Nichtstandardisierte Erwerbsformen bewirken nur bei Alleinerziehenden und Alleinstehenden bzw. in Verknüpfung mit der Erwerbslosigkeit oder einer ebenfalls atypischen Beschäftigung der Partnerin/des Partners höhere Armutsrisiken. Das Segment der Erwerbslosen und der Stillen Reserve verzeichnet von 2000 bis 2004 die größten Zuwachsraten. Erwerbslosigkeit betraf 2004 besonders häufig nichtdeutsche und geringqualifizierte Personen, deren Benachteiligungen am Arbeitsmarkt sich im Vergleich zu 2000 noch verstärkt haben. Armuts- und damit Ausgrenzungsrisiken werden besonders durch Erwerbslosigkeit begründet. Prekäre Erwerbsbeteiligung äußert sich in einer Längsschnittperspektive vor allem in schwierigen Zugangsmöglichkeiten zu Beschäftigung." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Flexicurity: Reconciling social security with flexibility: empirical findings for Europe (2007)

    Seifert, Hartmut; Tangian, Andranik S.;

    Zitatform

    Seifert, Hartmut & Andranik S. Tangian (2007): Flexicurity: Reconciling social security with flexibility. Empirical findings for Europe. (WSI-Diskussionspapier 154), München, 35 S.

    Abstract

    "It is empirically shown that the more flexible employment, the more it is precarious. For this purpose, two families of indices, of flexible work and of precarious work, are defined basing on the Fourth European Survey of Working Conditions 2005 by the European Foundation for the Improvement of Living and Working Conditions. Two methodologies of constructing composite indicators are applied, of the Hans Böckler Foundation, and of the OECD. Both methodologies give very similar results. After the indices have been constructed, the dependence between flexibility and precariousness of work is established by regression analysis with statistical certainty. Besides, it is revealed that the institutional regulation of employment does not necessarily imply the adequate factual effect. For instance, Turkey and Greece with a strict employment protection legislation have a high labour market flexibility due to a large fraction of employees who work with no contract. Among other things, it is shown that the employment flexibility has the strongest negative effect on the employability. It implies serious arguments against the recent reconsideration of the function of social security attempted by the European Commission within the flexicurity discourse. The suggested shift from income security towards a high employability cannot be consistently implemented. Our study provides empirical evidence that a high employability can be hardly attained under flexible employment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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