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Dossier

Prekäre Beschäftigung

Unter den Begriff "Prekäre Beschäftigung" fallen Arbeitsverhältnisse mit niedrigen Löhnen, die häufig nicht auf Dauer und Kontinuität angelegt sind, keine Absicherung durch die Sozialversicherung und nur geringe arbeitsrechtliche Schutzrechte aufweisen. Der Begriff ist umstritten - und noch viel mehr die Frage: Wirken prekäre Beschäftigungsverhältnisse immer ausgrenzend oder leisten sie auch einen notwendigen Beitrag zur Flexibilisierung des Arbeitsmarktes? Die Infoplattform erschließt Informationen zum Forschungsstand.

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  • Literaturhinweis

    Precarious employment in the public and private sectors: comparing the UK and Germany (2008)

    Leschke, Janine ; Keune, Maarten ;

    Zitatform

    Leschke, Janine & Maarten Keune (2008): Precarious employment in the public and private sectors. Comparing the UK and Germany. (European economic and employment policy brief 01/2008), Brüssel, 12 S.

    Abstract

    In allen Industriestaaten ist der Anteil der Beschäftigung im Dienstleistungsbereich in den letzten Jahrzehnten am stärksten gestiegen und sind in diesem Bereich die meisten neuen Arbeitsplätze entstanden. Dieses Wachstum ist aber auch die Quelle für Fragen nach der Beschäftigungsqualität. Die Veröffentlichung greift dieses Problem auf und untersucht zwei entscheidende Fragstellungen: (i) in welchem Ausmaß unterscheiden sich das Auftreten und die Merkmale prekärer Beschäftigungsverhältnisse im öffentlichen und privaten Dienstleistungssektor und wie hat sich das Verhältnis im letzten Jahrzehnt verändert; und (ii) in welchem Maße können diese Unterschiede auf den Faktor Besitzverhältnisse oder auf andere Faktoren wie Bildungsniveau, Frauenerwerbstätigkeit, Altersstruktur, auf spezifische Bedingungen einzelner Wirtschaftszweige oder auch die Unternehmensgröße zurückgeführt werden. Dabei wird die Situation in Großbritannien der Situation in Deutschland gegenübergestellt. Beim Vergleich öffentlicher und privater Beschäftigungsverhältnisse im Dienstleistungssektor zeigt sich für beide Länder, dass der öffentliche Sektor in Bezug auf die Arbeitsbedingungen im allgemeinen und prekäre Beschäftigungsverhältnisse im besonderen besser abschneidet. Eine multivariate Analyse zeigt, dass mit einer Beschäftigung im privaten Dienstleistungssektor die Wahrscheinlichkeit, dass man sich in einer prekären Beschäftigungssituation befindet, steigt und dass andere Faktoren nur von untergeordneter Bedeutung sind. Die Ergebnisse belegen nach Ansicht der Autoren, dass Privatisierung im allgemeinen zu einer Verschlechterung der Arbeitsbedingungen und zu einem Ansteigen prekärer Beschäftigungsverhältnisse führt. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Working without commitments: precarious employment and health (2008)

    Lewchuk, Wayne ; Wolff, Alice de; Clarke, Marlea;

    Zitatform

    Lewchuk, Wayne, Marlea Clarke & Alice de Wolff (2008): Working without commitments. Precarious employment and health. In: Work, employment and society, Jg. 22, H. 3, S. 387-406. DOI:10.1177/0950017008093477

    Abstract

    "Using cross-sectional data from a Canadian population-based questionnaire, this article develops a new approach to understanding the impact of less permanent forms of employment on workers' health. It concludes that employment relationships where future employment is uncertain, where individuals are actively searching for new employment and where support is limited are associated with poorer health indicators." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    L'autre coté de la croissance de l'emploi en Espagne: une précarité qui se perpétue (2008)

    Miguelez, Fausto; Prieto, Carlos;

    Zitatform

    Miguelez, Fausto & Carlos Prieto (2008): L'autre coté de la croissance de l'emploi en Espagne. Une précarité qui se perpétue. In: Travail et emploi H. 115, S. 45-57.

    Abstract

    "The important growth of employment in Spain in 1994s was accompanied by a strong precarity. This paper highlights its most important features and gives a definition of precarity in employment as it is understood in spanish scientific circles. It empazises how in Spain during the last decades occured a deep change in social norms of employment. This has showed the way at normalisation of types of temporary employment. Concretly, this normalisation was followed by an important increase in short times contracts as well as poor employment conditions. Finaly, it shows how and why precarity continued though an important growth of employment, the unemployment decrease and public policies to reduce precarity." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Prekarität und Prekariat: Signalwörter neuer Ungleichheiten (2008)

    Vogel, Berthold;

    Zitatform

    Vogel, Berthold (2008): Prekarität und Prekariat. Signalwörter neuer Ungleichheiten. In: Aus Politik und Zeitgeschichte H. 33/34, S. 12-18.

    Abstract

    "Prekäre Lebensverhältnisse gibt es zunehmend auch in der gesellschaftlichen Mitte. Es wird untersucht, was diese 'Mitte' kennzeichnet, bevor der Blick auf Abstiegsprozesse und den Zusammenhang mit subjektiven Verunsicherungen gerichtet wird und Konsequenzen für die Ungleichheitstheorie angeregt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Quality of jobs at risk!: an overview from the ETUC on the incidence and rise of precarious work in Europe (2008)

    Abstract

    In Vorbereitung der Sitzung des Europäischen Rats am 13. und 14. März in Lissabon zur Beratung von Richtlinien der Arbeitsmarktpolitik der EU für die nächsten drei Jahre, legt der Europäische Gewerkschaftsbund (EGB) ein Thesenpapier vor, dessen zentrale Forderung lautet, dass die Betonung auf der Qualität neuer Arbeitsplätze und nicht wie bisher auf deren Quantität liegen sollte. In Europa sind in den letzten Jahren Millionen von Arbeitsplätzen entstanden, die wegen der nach Meinung des EGB auf dem europäischen Arbeitsmarkt herrschenden 'exzessiven Flexibilität' als prekär zu bezeichnen sind. Besonders betroffen sind Frauen, junge Menschen, Migranten und ältere Arbeitnehmer. Ein Länderbericht im Anhang gibt eine Bestandsaufnahme prekärer Arbeitsverhältnisse in den einzelnen EU-Ländern. Der EGB stellt fest, dass Arbeitsmarktflexibilität an sich noch keine Arbeitsplätze schafft und dass die positiven Auswirkungen des Abbaus von Arbeitnehmerrechten auf den Arbeitsmarkt überschätzt werden. Eine zukünftige Arbeitsmarktpolitik sollte sich daher an einer Stärkung des im EU-Recht formulierten gemeinschaftlichen sozialen Besitzstands (European Social acquis) orientieren. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Workers, worries and welfare states: Social protection and job insecurity in 15 OECD countries (2007)

    Anderson, Christopher J. ; Pontusson, Jonas ;

    Zitatform

    Anderson, Christopher J. & Jonas Pontusson (2007): Workers, worries and welfare states: Social protection and job insecurity in 15 OECD countries. In: European Journal of Political Research, Jg. 46, H. 2, S. 211-235. DOI:10.1111/j.1475-6765.2007.00692.x

    Abstract

    "This article examines a model of the domestic political economy of subjective employment insecurity in advanced industrial societies. Based on data on people's attitudes toward their job as well as levels of and kinds of social protection collected in 15 OECD countries, it shows that there are distinct manifestations of job insecurity that are affected differently by distinct aspects of social protection programs. While the analysis shows that social protection measures reduce employment insecurity, it also reveals that overall levels welfare state generosity do not have any systematic effect on whether workers feel secure. The article's findings suggest the need to decompose the different components of employment insecurity as well as disaggregate national systems of social protection when examining the impact of welfare states on job insecurity." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Weiterbildung als Fahrschein aus der Zone der Prekarität?: ein systematischer Vergleich von Bedingungen und Wirkungen beruflicher Weiterbildung bei Normalarbeitsverhältnissen, prekären Beschäftigungsformen und Arbeitslosigkeit (2007)

    Baltes, Katrin; Hense, Andrea;

    Zitatform

    Baltes, Katrin & Andrea Hense (2007): Weiterbildung als Fahrschein aus der Zone der Prekarität? Ein systematischer Vergleich von Bedingungen und Wirkungen beruflicher Weiterbildung bei Normalarbeitsverhältnissen, prekären Beschäftigungsformen und Arbeitslosigkeit. (RatSWD working paper 04), Berlin, 43 S.

    Abstract

    "In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit und einer beständigen Zunahme flexibler bzw. atypischer Beschäftigungsverhältnisse gewinnt das Thema 'prekäre Lebenslagen' an Aufmerksamkeit. Die gesellschaftliche Positionierung im Erwerbssystem ist nicht mehr mit der alleinigen Betrachtung der Erwerbstätigen und der Arbeitslosen zu erfassen, sondern erfordert zudem die Berücksichtigung verschiedener Beschäftigungsverhältnisse. Vermehrt sind auch jene zu beachten, die sich nur eingeschränkt - weil etwa zeitlich begrenzt - in das Erwerbssystem eingegliedert sehen, und in atypischen Beschäftigungsverhältnissen arbeiten. Die Exklusionsforschung und insbesondere das Drei-Zonen- Modell von Castel bieten einen geeigneten theoretischen Rahmen zur Erfassung dieser neuen gesellschaftlichen Entwicklung. Personen in Normalarbeitsverhältnissen genießen demnach eine privilegierte Stellung, während die gesellschaftliche Integration von atypisch Beschäftigten und Arbeitslosen gefährdet ist. Das Konzept ist nicht als statisches Modell zu sehen; vielmehr sind Übergange in Richtung Integration und Exklusion möglich. Diesbezüglich stellt sich die zentrale Frage, was Auslöser für solche Wanderungsbewegungen sein können. Mit Blick auf das Erwerbssystem sehen wir berufliche Weiterbildung als ein mögliches Mittel an, um berufliches Fortkommen zu unterstützen. Voraussetzung für die Aktivierung dieses Potenzials von Erwachsenenbildung ist jedoch der Zugang zu entsprechenden Angeboten, weshalb wir in unserer Expertise die Zugangsmöglichkeiten zu beruflicher Weiterbildung untersucht und dabei besonderes Augenmerk auf atypisch Beschäftigte gerichtet haben. Denn sie sind in keine der Institutionen voll eingebunden, die Erwachsenenbildung typischerweise organisieren oder unterstützen (Betriebe, Bundesagentur für Arbeit), so dass ein eingeschränkter Zugang zu Weiterbildung vermutet wird. Mit Hilfe von logistischen Regressionen und Matchingverfahren wurden auf der Basis des Mikrozensus 2003 folgende Hypothesen geprüft: 1) Personen in Normalarbeitsverhältnissen partizipieren eher an beruflicher Weiterbildung als atypisch Beschäftigte. 2) Arbeitslose nehmen eher als atypisch Beschäftigte an beruflicher Erwachsenenbildung teil. Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass atypisch Beschäftigte im Zugang zu beruflicher Weiterbildung gegenüber Personen in Normalarbeitsverhältnissen wie auch gegenüber Arbeitslosen benachteiligt sind. Dies gilt für die gesamte Gruppe der atypisch Beschäftigten ebenso wie für die einzelnen atypischen Erwerbsformen befristete Beschäftigung, Teilzeit, nicht-existenzsichernde sowie hauptsächlich geringfügige Beschäftigung. Aufgrund des begrenzten Zugangs zu Weiterbildungsangeboten, welche potenziell zu einer beruflichen Verbesserung oder zur Absicherung der aktuellen Situation beitragen können, ergeben sich für atypisch Beschäftigte ergänzend zu ihrer aktuellen Erwerbsunsicherheit langfristige negative Folgen für ihre Erwerbskarrieren und Beschäftigungssicherheit. Die Ergebnisse basieren auf einem vom Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten geförderten Projekt, das bezüglich der Effekte von Weiterbildung ferner Auswertungen des Sozioökonomischen Panels vorsieht und mit einer Primärerhebung in der Region Trier die Situation der Zeitarbeiter näher beleuchtet." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    The growing problem of disconnected single mothers (2007)

    Blank, Rebecca; Kovak, Brian;

    Zitatform

    Blank, Rebecca & Brian Kovak (2007): The growing problem of disconnected single mothers. (National Poverty Center. Working Paper 07-28), Ann Arbor, 51 S.

    Abstract

    "While welfare reform and other recent policy changes have been associated with substantial increases in work and earnings among low-income, single-mother families, they have made assistance less available to those who find themselves out of work. This paper documents and examines an emerging phenomenon in which low-income single mothers increasingly report that they are not working and do not receive public assistance benefits; we refer to these as 'disconnected' families. As we show, this group is very poor. The majority of these families lives without other sources of household income and faces barriers to consistent employment. They appear to cycle in and out of disconnectedness, with the majority of cases beginning with job loss. Given rising numbers of disconnected single mothers, we believe it is valuable to assess possible changes in the safety net that might provide greater support to this group of women and their children. We propose and assess a number of potential policy responses aimed at strengthening the safety net for this needy and growing population." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Wettbewerb, Prekarität und Sozialschutz: die sozialen Lizenzanforderungen nach § 6 Abs.3 S.1 Nr.3 PostG (2007)

    Blanke, Thomas;

    Zitatform

    Blanke, Thomas (2007): Wettbewerb, Prekarität und Sozialschutz. Die sozialen Lizenzanforderungen nach § 6 Abs.3 S.1 Nr.3 PostG. (WISO Diskurs), Bonn, 92 S.

    Abstract

    "Anlass für das Rechtsgutachten ist die zum 1.1.2008 bevorstehende vollständige Öffnung des deutschen Postmarktes für den Wettbewerb. Europa soll ein Jahr später folgen. Zu befürchten ist, dass die geplante Liberalisierung zu einer erheblichen weiteren Zunahme an instabilen und geringfügigen Beschäftigungs ver hältnissen führt. Vor diesem Hintergrund untersucht das Gutachten, welche Möglichkeiten bestehen, um der in zahlreichen empirischen Untersuchungen belegten Ausbreitung niedrig entlohnter, geringfügiger und zumeist befristeter Beschäftigungsverhältnisse im Bereich der Postdienstleistungen entgegen zu wirken. Das Gutachten kommt zum Ergebnis, dass diese Möglichkeit schon nach derzeit gegebener Gesetzeslage besteht. Es kommt allerdings darauf an, die Vorschrift über die sozialen Lizenzanforderungen in § 6 Abs. 3 S.1 Nr.3 Postgesetz korrekt anzuwenden. Danach ist eine beantragte Lizenz zu versagen, wenn 'Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass der Antragsteller die wesentlichen Arbeitsbedingungen, die im lizenzierten Bereich üblich sind, nicht unerheblich unterschreitet.' Diese seit Dezember 1997 bestehende Vorschrift ist in der Praxis der Regulierungsbehörde (Bundesnetzagentur) bislang nicht beachtet worden. Sie ist trotz dramatischer Zunahme prekärer Arbeitsbedingungen im Lizenzbereich des Postgesetzes bislang in keinem einzigen Fall angewendet worden. Dies ist rechtswidrig. Die von der Regulierungsbehörde vertretene Interpretation von § 6 Abs.3 S.1 Nr.3 PostG führt zu einem kompletten Leerlauf dieser Bestimmung. Dies stellt einen klaren Gesetzesverstoß dar. Nach Ansicht des Gutachters ist das verantwortliche Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie in der Pflicht, dem abzuhelfen. Es ist gehalten, von der ihm zustehenden Weisungsbefugnis gegenüber der Bundesnetzagentur (BNetzA) Gebrauch zu machen. Inhalt der Weisung muss die Verpflichtung der BNetzA sein, ihre künftige Lizenzierungspraxis an einem korrekten rechtlichen Verständnis dieser Vorschrift auszurichten." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Prekäre Beschäftigung, Herausforderung für die Gewerkschaften: Anregungen und Vorschläge für die gewerkschaftliche Diskussion (2007)

    Buntenbach, Annelie;

    Zitatform

    Buntenbach, Annelie (2007): Prekäre Beschäftigung, Herausforderung für die Gewerkschaften. Anregungen und Vorschläge für die gewerkschaftliche Diskussion. Düsseldorf, 48 S.

    Abstract

    Zurzeit entstehen wieder neue Arbeitsplätze, viele dieser Stellen sind jedoch unsicher und werden sehr niedrig bezahlt. Zum einen gibt es das Problem, dass für gleiche Arbeit unterschiedliche Löhne gezahlt werden, zum anderen schwächt es die Interessenvertretung, wenn im Betrieb zwei oder mehrere Gruppen von Beschäftigten vertreten sind. DGB und Gewerkschaften arbeiten arbeiten an neuen Strategien um diese Herausforderung zu bewältigen. Die Materialsammlung soll aktiven Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern Informationen liefern, um die Diskussion in den Betrieben, Betriebsräten und Gewerkschaftsgremien anzustoßen und zu intensivieren. In jeweils einzelnen Kapiteln wird eine Bestandsaufnahme und Situationsbeschreibung zu sieben Bereichen prekärer Beschäftigung vorgelegt. Dabei werden Lösungswege aufgezeigt, die sich sowohl auf Forderungen an die Politik als auch auf das gewerkschaftliche Handeln beziehen. 1. Arbeitnehmerüberlassung - Zeitarbeit; 2. Kleine Selbstständigkeit - Solo-Selbstständigkeit; 3. Befristungen von Beschäftigungsverhältnissen; 4. Praktika und ungeschützte Einstiegsarbeitsverhältnisse; 5. Geringfügige Beschäftigung - Mini-Jobs; 6. Teilzeitarbeit und Unterbeschäftigung durch unfreiwillige Teilzeit; 7. Zweiter Arbeitsmarkt - Öffentlich geförderte Beschäftigung. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Prekarisierung und Geschlecht: ein Versuch über unsichere Beschäftigung und männliche Herrschaft in nachfordistischen Arbeitsgesellschaften (2007)

    Dörre, Klaus;

    Zitatform

    Dörre, Klaus (2007): Prekarisierung und Geschlecht. Ein Versuch über unsichere Beschäftigung und männliche Herrschaft in nachfordistischen Arbeitsgesellschaften. In: B. Aulenbacher, M. Funder, H. Jacobsen & S. Völker (Hrsg.) (2007): Arbeit und Geschlecht im Umbruch der modernen Gesellschaft : Forschung im Dialog (Geschlecht und Gesellschaft, 40), S. 285-301.

    Abstract

    Während der Anteil der Frauen unter den prekär Beschäftigten anhaltend stark ist, wächst inzwischen der Anteil der Männer. Die damit einhergehende Unsicherheit in den Lebens- und Arbeitsverhältnissen wirkt sich auf das männliche Selbstbild und Rollenverhalten aus. Es wird herausgearbeitet, wie die drohende 'Zwangsfeminisierung' der prekär erwerbstätigen Männer bzw. 'Entweiblichung' der erwerbstätigen Frauen von den Männern abgewehrt und kompensiert wird, indem die 'männliche Herrschaft' symbolisch hergestellt wird. Somit betont das Prekariat noch die Geschlechterhierarchie und steht emanzipatorischen Arbeitsbestrebungen im Wege. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Entsteht eine neue Unterschicht?: Anmerkungen zur Rückkehr der sozialen Frage in die Politik (2007)

    Dörre, Klaus;

    Zitatform

    Dörre, Klaus (2007): Entsteht eine neue Unterschicht? Anmerkungen zur Rückkehr der sozialen Frage in die Politik. (Working papers: economic sociology Jena 01), Jena, 24 S.

    Abstract

    "Ausgangspunkt ist die aktuelle Debatte in der Öffentlichkeit über die 'neue Unterschicht', die als eine Wiederkehr der sozialen Frage gelesen werden muss. Sie blieb lange Zeit in Medien und Politik eine verdrängte Realität. Erst die offensichtliche 'Landnahme' durch den flexibilisierten, finanz- und weltmarktgetriebenen Kapitalismus offenbart, dass es zu einer Reihe von Entwicklungen in den westlichen Gesellschaften gekommen ist, die neben der Verfestigung von Unterschichten auch zu einer Verunsicherung und Prekarisierung weiter Teile des Mittelstandes mit zum Teil guten qualifikatorischen Voraussetzungen geführt hat. Im Anschluss an das Castelsche Zonenmodell wird eine Typologie konstruiert, die einen Einblick in die neue Hierarchie der nachfordistischen Arbeitsgesellschaft vermittelt und das Ausmaß dieser Verunsicherung in seinen verschiedenen Ausprägungen erfasst. Die Darstellung schließt mit Schlussfolgerungen für politische Interventions- und Steuerungsmöglichkeiten, um der Wiederkehr der sozialen Frage angemessen begegnen zu können." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Einfache Arbeit gleich prekäre Arbeit?: Überlegungen zu einem schwierigen Thema (2007)

    Dörre, Klaus;

    Zitatform

    Dörre, Klaus (2007): Einfache Arbeit gleich prekäre Arbeit? Überlegungen zu einem schwierigen Thema. In: Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik Friedrich-Ebert-Stiftung (Hrsg.) (2007): Perspektiven der Erwerbsarbeit: Einfache Arbeit in Deutschland : Dokumentation einer Fachkonferenz der Friedrich-Ebert-Stiftung, S. 46-58.

    Abstract

    Ausgehend von der Erkenntnis, dass vermeintlich einfache Tätigkeiten unabhängig von der sozialen Einstufung der Arbeitstätigkeiten häufig informelle Kompetenzen und Qualifikationen erfordern, deren Aneignung sich weder in Zertifikaten noch in Beschäftigungssicherheit, Entgelt und gesellschaftlicher Anerkennung zureichend niederschlägt, entwickelt der Autor die These, dass zwischen einfacher und prekärer Arbeit gegenwärtig eine große Überlappungszone existiert, von einer zwingenden, gleichsam naturwüchsigen Koppelung beider Dimensionen jedoch nicht ausgegangen werden kann. Vielmehr bewirkt die anhaltende Prekarisierung nicht nur einfacher Arbeit, dass die entsprechenden Tätigkeitsfelder zunehmend an Attraktivität einbüßen. Diese Argumentation wird in mehreren Schritten entfaltet. Zunächst geht es um die Definition und Wirkung prekärer Arbeitsverhältnisse, anschließend wird die 'Überlappungszone' zwischen einfacher und prekärer Arbeit ausgeleuchtet und abschließend werden Überlegungen zu einer verbesserten gesellschaftlichen Anerkennung einfacher Arbeit vorgestellt. Um weiteren Prekarisierungstendenzen im Bereich einfacher Arbeit Einhalt zu gebieten, hält der Autor einen gesetzlichen Mindestlohn für erforderlich. Außerdem schlägt er vor, befristete Arbeitsangelegenheiten durch einen öffentlich geförderten Beschäftigungssektor mit sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen und geregeltem Lohn zu ersetzen. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Prekarisierung und Rechtspopulismus: gibt es einen Zusammenhang? (2007)

    Dörre, Klaus;

    Zitatform

    Dörre, Klaus (2007): Prekarisierung und Rechtspopulismus. Gibt es einen Zusammenhang? In: Wirtschafts- und Sozialpolitisches Forschungs- und Beratungszentrum, Bonn, Gesprächskreis Migration und Integration (Hrsg.) (2007): Rechte Orientierungen bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, S. 24-34.

    Abstract

    Gemäß einem von R. Castel entwickelten Ansatz haben sich die nachfordistischen Arbeitsgesellschaften seit Mitte der 1970er Jahre in drei Zonen gespalten: die Zone der Integration, die Zone der Prekarität und die Zone der Entkoppelung. In letzterer befinden sich die von regulärer Erwerbsarbeit Ausgeschlossenen, die 'Entbehrlichen' der Arbeitsgesellschaft. Castel selbst sieht einen engen Zusammenhang zwischen Prekarisierungsprozessen und einer 'poujadistischen Reaktion' von Gruppen im sozialen Abstieg, die dazu tendieren, die Konkurrenzen untereinander mit dem Mittel des Ressentiments auszutragen. Diese Hypothese konnte durch eine empirische Untersuchung zum Zusammenhang von Prekarisierung und Rechtspopulismus in der Bundesrepublik Deutschland nur teilweise bestätigt werden. Der Beitrag zeigt, dass es zwar durchaus Zusammenhänge zwischen Prekarisierungsprozessen gibt, diese aber komplexer sind, als es die Castelsche Hypothese unterstellt. Drei mit Arbeitserfahrungen angereicherte Ausprägungen der rechtspopulistischen Axiomatik, die an die drei Zonen der Arbeitsgesellschaft angelehnt sind, werden unterschieden: die konformistische, die konservierende und die rebellische Variante rechtspopulistischer Orientierungen. Jede dieser Varianten wird aus höchst unterschiedlichen, z. T. geradezu gegensätzlichen Motiven und Interessenlagen gespeist. Die auch in Deutschland zu beobachtende Ausbreitung prekärer Beschäftigungsverhältnisse erzeugt nicht nur soziale Desintegration; sie bringt zugleich einen neuen gesellschaftlichen Kontrollmodus mit vielfältigen Disziplinierungsmechanismen hervor. Je nahtloser sich Individuen oder Gruppen diesen Disziplinierungsmechanismen unterwerfen, desto stärker neigen sie dazu, ausgrenzende Integrationsvorstellungen zu entwickeln. Diese Quelle eines neuen Rechtspopulismus wird in Deutschland vor allem als Unterströmung in demokratischen Organisationen und Parteien wirksam. Der Autor entwirft Grundlinien einer Politik der Entprekarisieung, die die Repräsentation ausgegrenzter Gruppen herstellt und so dazu beitragen kann, dass sich rechtspopulistische Potenziale organisationspolitisch nicht verselbständigen. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Die Wiederkehr der Prekarität: subjektive Verarbeitungen, soziale Folgen und politische Konsequenzen unsicherer Beschäftigungsverhältnisse (2007)

    Dörre, Klaus;

    Zitatform

    Dörre, Klaus (2007): Die Wiederkehr der Prekarität. Subjektive Verarbeitungen, soziale Folgen und politische Konsequenzen unsicherer Beschäftigungsverhältnisse. In: G. Schneider (Hrsg.) (2007): Ende der Normalarbeit? : mehr Solidarität statt weniger Sicherheit - Zukunft betrieblicher Interessenvertretung, S. 15-31.

    Abstract

    Die von Robert Castel diagnostizierte 'Rückkehr der Unsicherheit' in die reichen Gesellschaften des Westens findet ihren stärksten Ausdruck im Phänomen der 'Entkoppelung', das sich z.B. in der Militanz französischer Jugendlicher, die keine realistische Chance auf eine Integration in reguläre Erwerbsarbeit sehen, manifestierte. Der Beitrag geht von der These aus, dass derartige Verhältnisse in vielen westlichen Gesellschaften zu beobachten sind. Diese These wird mit Ergebnissen einer empirischen Studie belegt, die sich mit der Ausbreitung prekärer Beschäftigungsverhältnisse und deren subjektiver Verarbeitung befasst. Als heuristische Folie dient die Castelsche Zentralhypothese. Danach spalten sich die Lohnarbeitsgesellschaften in drei 'Zonen'. Die 'Zone der Entkoppelung' umfasst die von regulärer Erwerbsarbeit Ausgeschlossenen. Die oberen und mittleren Ränge der Arbeitsgesellschaft sind in einer 'Zone der Integration' mit formal gesicherten Normalbeschäftigungsverhältnissen angesiedelt. Dazwischen expandiert eine 'Zone der Prekarität' mit heterogenen Beschäftigungsformen, die sich allesamt durch ihre Verwundbarkeit auszeichnen. Der Beitrag analysiert Formen und Auswirkungen unsicherer Beschäftigung und entwirft Leitlinien einer Politik der Entprekarisierung, die sich nicht in Befriedigungsmaßnahmen für soziale Brennpunkte erschöpft. Eine derartige Politik muss sich aus Sicht des Autors als eine klar identifizierbare Alternative zu einer Aktivierungsideologie präsentieren, die das individuelle Verhalten der 'faulen Arbeitslosen' und 'Sozialstaatsparasiten' zum Angelpunkt für die Bekämpfung von Ausgrenzung und Arbeitslosigkeit macht. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Arbeitsqualität aus Sicht von Jungen Beschäftigten (unter 30 Jahren): Sonderauswertung des DGB-Index Gute Arbeit 2007 (2007)

    Fuchs, Tatjana;

    Zitatform

    Fuchs, Tatjana (2007): Arbeitsqualität aus Sicht von Jungen Beschäftigten (unter 30 Jahren). Sonderauswertung des DGB-Index Gute Arbeit 2007. Stadtbergen, 38 S.

    Abstract

    Der DGB-Index Gute Arbeit ist das menschliche Maß für Arbeit, die den Ansprüchen der Beschäftigten gerecht wird. Im Mittelpunkt der Sonderauswertung stehen die Arbeitsbedingungen und die Arbeitszufriedenheit von Auszubildenden und jungen Beschäftigten bis 30 Jahre. Die Ergebnisse zeigen, "dass Arbeit aus Sicht von Beschäftigten immer dann als besonders zufriedenstellend bewertet und positiv erlebt wird, wenn sie erstens durch ein hohes Niveau von Entwicklungs-, Einfluss- und Lernmöglichkeiten sowie von guten sozialen Beziehungen geprägt ist, und zweitens den arbeitenden Menschen nicht über- oder fehlbeansprucht." Ein weiterer Faktor ist eine angemessene Entlohnung der Arbeit. Nur 11 Prozent der Auszubildenden und jungen Beschäftigten haben einen Arbeitsplatz der von ihnen in diesem Sinne umfassend positiv beschrieben wird, 57 Prozent der Arbeitsplätze werden als mittelmäßig beurteilt, 32 Prozent der Arbeitsplätze von jungen Beschäftigten "sind von erschreckend schlechter Qualität: Sie sind entwicklungs- und einflussarm und sind geprägt durch vielfältige körperliche, psychische und soziale Belastungen. Zudem wird die Einkommenssituation ebenfalls als unzureichend, unsicher und belastend eingestuft." Positiv bewertet wird der hohe Anteil der jungen Beschäftigten, die ihre Bereitschaft äußern, sich für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu engagieren. (IAB2)

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  • Literaturhinweis

    Neue soziale Ungleichheit in der Arbeitswelt (2007)

    Gazareth, Pascale; Suter, Simone; Kronauer, Martin; Gazareth, Pascale; Kraemer, Klaus ; Hettlage, Raphaela; Juhasz, Anne; Iglesias, Katia; Nollert, Michael ; Juhasz, Anne; Böhringer, Peter; Paugam, Serge; Wyss, Malika; Pelizzari, Alessandro; Magning, Chantal; Pernicka, Susanne; Contzen, Sandra; Schnapper, Dominique; Adam, Georg; Schultheis, Franz; Magning, Chantal; Suter, Christian ;

    Zitatform

    Gazareth, Pascale, Anne Juhasz & Chantal Magning (Hrsg.) (2007): Neue soziale Ungleichheit in der Arbeitswelt. (Theorie und Methode. Sozialwissenschaften), Konstanz: UVK Verlagsges., 200 S.

    Abstract

    "Die Schlagworte 'Aktivierung' und 'Eigeninitiative' vermitteln den Eindruck, als wäre die Integration in den Arbeitsmarkt der Königsweg gegen gesellschaftlichen Ausschluss. Inwiefern in der Arbeitswelt selbst Ausschlussprozesse wirksam sind, veranschaulichen die hier versammelten Beiträge aus Deutschland, Frankreich, Österreich und der Schweiz. Auf der Grundlage empirischer Untersuchungen gehen die Autoren den Integrations- und Ausgrenzungsprozessen in der Arbeitswelt nach, verdeutlichen ihre paradoxe Gleichzeitigkeit und zeigen, dass die neue soziale Ungleichheit auf ausbleibende Anerkennung und Integration durch Erwerbsarbeit zurückgeht." (Textauszug, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Generation Praktikum? Prekäre Beschäftigungsformen von Hochschulabsolventinnen und -absolventen: eine Studie des Arbeitsbereichs Absolventenforschung der FU Berlin im Auftrag der DGB-Jugend und der Hans-Böckler-Stiftung (2007)

    Grühn, Dieter; Hecht, Heidemarie;

    Zitatform

    Grühn, Dieter & Heidemarie Hecht (2007): Generation Praktikum? Prekäre Beschäftigungsformen von Hochschulabsolventinnen und -absolventen. Eine Studie des Arbeitsbereichs Absolventenforschung der FU Berlin im Auftrag der DGB-Jugend und der Hans-Böckler-Stiftung. Berlin, 34 S.

    Abstract

    Um die Situation von Universitätsabsolventen genauer zu untersuchen, hat die DGB-Jugend in Kooperation mit der Freien Universität Berlin und der Hans-Böckler-Stiftung eine Absolventenbefragung durchgeführt. Diese Studie liefert empirische Daten mit dem speziellen Fokus auf Praktika und anderen Formen prekärer Beschäftigung nach dem Studium. Befragt wurde der Absolventenjahrgang des Wintersemesters 2002/03 der FU Berlin und der Universität Köln zu Praktika nach dem Studium, zur Berufseinstiegsbiografie und zur derzeitigen Situation auf dem Arbeitsmarkt im Herbst 2006, also dreieinhalb Jahre nach Studienabschluss. Die Studie belegt, dass in den letzten zwei Jahren ein deutlicher Anstieg von postgraduellen Praktika stattfand. Bei diesen Praktika handelt es sich oftmals um 'verdeckte reguläre Beschäftigung'. Denn die Mehrheit der Praktika ist weniger ein Ausbildungs- als ein Arbeitsverhältnis. Bei einem Praktikum reicht in der Regel die Bezahlung nicht aus, um den Lebensunterhalt zu sichern. Das bedeutet, dass sich nur ein privilegierter Personenkreis Praktika nach dem Studium überhaupt leisten kann. Postgraduelle Praktika werden als Symptom einer allgemeinen Entwicklung betrachtet: Die Berufseinstiegsphase für Akademikerinnen und Akademiker verlängert sich insgesamt. Eine unbefristete Anstellung ist für eine große Gruppe akademischer Berufseinsteiger zunächst unerreichbar. Die Studie belegt, dass bestimmte Personengruppen größere Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt haben als andere und dass von dieser negativen Entwicklung Frauen vergleichsweise stärker betroffen sind als Männer. Trotz schwieriger Berufseinstiegsphase ist den Absolventen ihr relativer Vorteil auf dem Arbeitsmarkt bewusst. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass die Ergebnisse der Studie verdeutlichen, wie unter dem Begriff 'Praktikum' Missbrauch betrieben wird - auf Kosten der jungen Menschen und zum Schaden der sozialen Sicherungssysteme. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Atypische Beschäftigung: Flexibilisierung und soziale Risiken (2007)

    Keller, Berndt ; Keller, Berndt ; Klammer, Ute; Seifert, Hartmut; Leiber, Simone; Bellmann, Lutz ; Nienhüser, Werner ; Dufour, Christian; Noll, Susanne; Groß, Martin ; Promberger, Markus ; Hohendanner, Christian ; Seifert, Hartmut; Bäcker, Gerhard; Sesselmeier, Werner; Giesecke, Johannes ; Walwei, Ulrich ; Hege, Adelheid; Wießner, Frank; Dietz, Martin ;

    Zitatform

    Keller, Berndt & Hartmut Seifert (Hrsg.) (2007): Atypische Beschäftigung. Flexibilisierung und soziale Risiken. (Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung 81), Berlin: Edition Sigma, 230 S.

    Abstract

    "Atypische Beschäftigung hat in den letzten beiden Jahrzehnten erheblich an Bedeutung gewonnen; immer mehr Arbeitnehmer/innen sind zu Konditionen beschäftigt, die vom klassischen Normalarbeitsverhältnis abweichen. Dieser Sammelband bietet einen umfassenden und aktuellen Überblick über Entwicklung und Stand der verschiedenen Formen atypischer Beschäftigung sowie über ihre arbeits- und sozialpolitischen Folgeprobleme, vor allem ihre Prekarität oder Sozialverträglichkeit. Die Beiträge des ersten Teils unterscheiden die wichtigsten Varianten von Flexibilität, untersuchen betriebliche Beschäftigungsstrategien und liefern arbeitsmarkttheoretische Erklärungen. Der zweite Teil präsentiert die wichtigsten Formen unter besonderer Berücksichtigung ihrer aktuellen Entwicklungen: befristete Beschäftigung, geringfügige Beschäftigung (einschließlich Mini- und Midijobs), Leiharbeit (einschließlich Personalserviceagenturen), neue (Schein-)Selbständigkeit (einschließlich Ich-/Familien-AG). Der dritte Teil behandelt die wesentlichen Folgeprobleme - vor allem Wirkungen auf das Beschäftigungsniveau und Folgen für die Systeme der sozialen Sicherung -, die in der aktuellen Diskussion häufig unberücksichtigt bleiben, und gibt einen Überblick über ähnliche Entwicklungen in anderen EU-Ländern." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Erziehung zur Armut?: soziale Arbeit und die 'neue Unterschicht' (2007)

    Kessl, Fabian; Heim, Catrin; Brumlik, Micha; Chassé, Karl August; Reutlinger, Christian ; Stern, Mark J.; Winkler, Michael; Klein, Alexandra; Ziegler, Holger; Landhäußer, Sandra;

    Zitatform

    Kessl, Fabian, Christian Reutlinger & Holger Ziegler (Hrsg.) (2007): Erziehung zur Armut? Soziale Arbeit und die 'neue Unterschicht'. Wiesbaden: VS, Verl. für Sozialwissenschaften, 146 S.

    Abstract

    "Die 'neue Unterschicht' ist entdeckt und die Erziehung dieser prekarisierten Gesellschaftsmitglieder wird gefordert. FachexpertInnen aus Erziehungswissenschaft und Sozialpädagogik gehen in diesem Band der Frage nach, wie angemessen eine solche Diagnose der 'neuen Unterschicht' und der damit verbundene Therapievorschlag einer Erziehung zur Armut ist: Wie wird hier soziale Ungleichheit in einer veränderten Form zum Gegenstand? Welche Herausforderungen sind damit für die Soziale Arbeit verbunden? Hält die Diagnose einer 'neuen Unterschicht' einer empirischen Überprüfung stand? In welcher Weise werden hier bestimmte Bevölkerungsgruppen zum Zielpunkt politischer Strategien? Die Beantwortung dieser Fragen macht das Spannungsverhältnis struktureller, kultureller und moralischer Erklärungsversuche mit Blick auf eine fachliche und politische Verortung Sozialer Arbeit analysierbar." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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