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Dossier

Demografischer Wandel und Arbeitskräfteangebot

Mit dem demografischen Wandel sinkt die Zahl der erwerbsfähigen Menschen in Deutschland. Die Infoplattform enthält Analysen und Szenarien, die diese Entwicklung beschreiben und den Einfluss einer weiter steigenden Erwerbsbeteiligung von Frauen und Älteren sowie die Migration berücksichtigen.

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  • Literaturhinweis

    Ungenutzte Arbeitskräftepotenziale in Deutschland: Maßnahmen und Effekte. Eine Studie im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft GmbH (INSM) (2013)

    Boll, Christina ; Kloss, Alexandra; Wilke, Christina B.; Will, Anne-Kathrin; Puckelwald, Johannes; Schneider, Jan ;

    Zitatform

    Boll, Christina, Alexandra Kloss, Johannes Puckelwald, Jan Schneider, Christina B. Wilke & Anne-Kathrin Will (2013): Ungenutzte Arbeitskräftepotenziale in Deutschland. Maßnahmen und Effekte. Eine Studie im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft GmbH (INSM). Hamburg, 92 S.

    Abstract

    "Die deutsche Bevölkerung schrumpft. Nach der aktuellen Prognose wird die Bevölkerungszahl von 81,844 Millionen Menschen (2011) bis zum Jahr 2060 auf 64,651 Millionen Menschen zurückgehen. Zudem wird die deutsche Bevölkerung immer älter. Aufgrund der steigenden Lebenserwartung und dem Übergang der geburtenstarken Jahrgänge (Babyboomer) in das Rentenalter wird die Zahl der Personen ab einem Alter von 65 Jahren in den nächsten Jahrzehnten bis etwa zum Jahr 2040 zunehmen, während die Zahl der unter 20-Jährigen kontinuierlich abnimmt. Angesichts alternder Bevölkerungen und zugleich steigender Qualifikationsanforderungen in globalisierten Märkten schärft sich zunehmend die Sensibilität von Unternehmen und Politik für das Problem begehrter Arbeits- und Fachkräfte.
    Die Quantifizierung von Arbeitskräftepotenzialen ist das Ziel der im Jahr 2011 vom Europäischen Statistischen System entwickelten so genannten erweiterten Potenzialrechnung. Zu den Potenzialen werden neben Erwerbslosen, die keiner Beschäftigung nachgehen, aber auf Jobsuche und auch kurzfristig für den Arbeitsmarkt verfügbar sind, auch Personen der Stillen Reserve gezählt. Diese Personen signalisieren mit aktiver Suche oder Verfügbarkeit eine gewisse Arbeitsmarktnähe. Zudem werden auch erwerbstätige Personen, die einen Stundenaufstockungswunsch haben, zum Potenzial gezählt. Personen, die weder arbeiten noch verfügbar oder suchend sind, werden in dieser Systematik nicht berücksichtigt. Mit der in den Mikrozensus integrierten Arbeitskräfteerhebung der Europäischen Union wird das ungenutzte Arbeitskräftepotenzial für Deutschland fortlaufend quantifiziert. Für das Jahr 2011 waren dies rund 7,4 Millionen Menschen, ein Jahr zuvor - 2010 - noch rund 8,4 Millionen.
    Die Studie hat drei Ziele: Erstens, die wesentlichen Personengruppen zu identifizieren, die dieses Potenzial stellen, zweitens, Maßnahmen zu benennen, die helfen können, die Potenziale zu heben, und drittens, den jeweiligen Mengeneffekt zu umreißen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Fachkräftebedarf in Deutschland: zur kurz- und langfristigen Entwicklung von Fachkräfteangebot und -nachfrage, Arbeitslosigkeit und Zuwanderung (2013)

    Brücker, Herbert ; Brunow, Stephan ; Weber, Enzo ; Kubis, Alexander; Mendolicchio, Concetta; Fuchs, Johann ;

    Zitatform

    Brücker, Herbert, Stephan Brunow, Johann Fuchs, Alexander Kubis, Concetta Mendolicchio & Enzo Weber (2013): Fachkräftebedarf in Deutschland. Zur kurz- und langfristigen Entwicklung von Fachkräfteangebot und -nachfrage, Arbeitslosigkeit und Zuwanderung. (IAB-Stellungnahme 01/2013), Nürnberg, 18 S.

    Abstract

    "Das IAB geht davon aus, dass sich die Arbeits-, Kapital- und Gütermärkte zumindest längerfristig an den Rückgang des Arbeitsangebotes anpassen werden. Die Prognose einer 'Fachkräftelücke', in welcher Größenordnung auch immer, ist deshalb nicht sinnvoll. Allerdings kann es zu Mismatch auf dem Arbeitsmarkt in qualifikatorischer, beruflicher und regionaler Hinsicht kommen, so dass in vielen Arbeitsmarktsegmenten offene Stellen nicht besetzt werden können.
    Das Erwerbspersonenpotenzial wird in Deutschland bis zum Jahr 2035 bei einer steigenden Erwerbsbeteiligung und einer Nettozuwanderung von 100.000 Personen um 7,3 Millionen und bei einer Nettozuwanderung von 200.000 Personen um 5,4 Millionen Personen zurückgehen. Dieser Rückgang ist nicht mit einer 'Fachkräftelücke' zu verwechseln.
    Um das Erwerbspersonenpotenzial in Deutschland nachhaltig zu entwickeln, ist eine aktive Strategie zur Mobilisierung inländischer Potenziale insbesondere von Frauen und Älteren, aber auch die gezielte Anwerbung von qualifizierten Fachkräften aus dem Ausland sowie deren Integration in den Arbeitsmarkt notwendig. Insbesondere die Zuwanderung aus Drittstaaten müsste höher ausfallen, wenn der Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials deutlich begrenzt werden soll." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    The elasticity of labor supply to the firm over the business cycle (2013)

    Depew, Briggs; Sørensen, Todd A.;

    Zitatform

    Depew, Briggs & Todd A. Sørensen (2013): The elasticity of labor supply to the firm over the business cycle. In: Labour economics, Jg. 24, H. October, S. 196-204. DOI:10.1016/j.labeco.2013.08.005

    Abstract

    "Recent empirical work has found evidence that the elasticity of labor supply to individual firms is finite, implying that firms may have wage setting power. However, these studies capture only single snapshots of the elasticity. We are the first to study how the elasticity of labor supply to the firm changes between economic contractions and economic expansions. We study two manufacturing firms operating in geographically distinct labor markets during the volatile inter-war period. Our analysis suggests that the elasticity of labor supply to the firm is lower during recessions than during expansions, providing evidence of differential wage setting power over the business cycle. This differential wage setting ability provides an explanation of the pro-cyclicality of real wages." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Qualifikations- und Berufsprojektionen mittels eines simplen Input-Output-Ansatzes (2013)

    Drosdowski, Thomas; Zika, Gerd ; Maier, Tobias ;

    Zitatform

    Drosdowski, Thomas, Tobias Maier & Gerd Zika (2013): Qualifikations- und Berufsprojektionen mittels eines simplen Input-Output-Ansatzes. In: Institut für Wirtschaftforschung, Halle (Hrsg.) (2013): Neuere Anwendungsfelder der Input-Output-Analyse : Beiträge zum Halleschen Input-Output-Workshop 2012. Tagungsband (Institut für Wirtschaftsforschung Halle. Sonderheft, 01/2013), S. 157-167.

    Abstract

    "Die Autoren stellen einen einfachen Input-Output-Ansatz vor, mit dem Projektionen auf der Bedarfs- und Angebotsseite des Arbeitsmarktes für Qualifikationen und Berufe der Erwerbstätigen formalisiert und aufeinander abgestimmt werden können. Exemplarisch werden die Ergebnisse der Saldierung beider Marktseiten für die mittlere Qualifikationsstufe diskutiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Zika, Gerd ;
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  • Literaturhinweis

    The US labor market in 2030: a scenario based on current trends in supply and demand (2013)

    Edwards, Rebecca; Lange, Fabian ;

    Zitatform

    Edwards, Rebecca & Fabian Lange (2013): The US labor market in 2030. A scenario based on current trends in supply and demand. (IZA discussion paper 7825), Bonn, 52 S.

    Abstract

    "Three fundamental forces have shaped labor markets over the last 50 years: the secular increase in the returns to education, educational upgrading, and the integration of large numbers of women into the workforce. We modify the Katz and Murphy (1992) framework to predict the structure of the labor market in 2030. Even though the share of educated females in the workforce will grow rapidly, the supply response will not suffice to offset the trend in demand towards skilled, female labor. Wage growth over the next 20 years will continue to favor college educated workers and in particular college educated females." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Erwerbspersonen- und Arbeitsvolumenprojektionen bis ins Jahr 2060 (2013)

    Ehing, Daniel; Moog, Stefan;

    Zitatform

    Ehing, Daniel & Stefan Moog (2013): Erwerbspersonen- und Arbeitsvolumenprojektionen bis ins Jahr 2060. In: Journal for labour market research, Jg. 46, H. 2, S. 167-182., 2011-12-31. DOI:10.1007/s12651-012-0126-6

    Abstract

    "Diese Arbeit analysiert die Auswirkungen des demografischen Wandels auf das Arbeitsangebot und leitet auf Basis verschiedener Szenarien Politikempfehlungen ab, um dem demografisch bedingten Arbeitskräfterückgang zu begegnen. In einem ersten Schritt werden hierbei Erwerbspersonenprojektionen anhand eines Kohorten-Komponenten-Modells vorgenommen und durch verschiedene Modellrechnungen ergänzt. Neben einer Abschätzung der Erwerbspersonenzahl bei einer Erhöhung des effektiven Renteneintrittsalters werden die Konsequenzen eines früheren Erwerbseintritts, einer steigenden Erwerbsbeteiligung der über 60-Jährigen, einer verstärkten Erwerbsbeteiligung von Menschen mit Migrationshintergrund sowie einer erhöhten Erwerbsbeteiligung der Frauen untersucht. In einem zweiten Schritt werden die Effekte einer sinkenden Erwerbslosenquote sowie einer steigenden Arbeitszeit je Erwerbstätigen betrachtet, um so Rückschlüsse über das zukünftige Arbeitsvolumen zu ziehen. Unsere Ergebnisse legen nahe, dass eine hinreichende Stabilisierung des jährlich geleisteten Arbeitsvolumens möglich ist, so dass bereits geringe Produktivitätssteigerungen dafür ausreichen werden, das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner auf dem heutigen Niveau zu stabilisieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Arbeitslosigkeit 2035: Studie (2013)

    Ehrentraut, Oliver; Schüssler, Reinhard;

    Zitatform

    Ehrentraut, Oliver & Reinhard Schüssler (2013): Arbeitslosigkeit 2035. Studie. München, 26 S.

    Abstract

    "Die Prognos AG untersucht für die vbw mit ihrer Studie Arbeitslandschaft seit geraumer Zeit die zukünftigen Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt. Bislang stand der Fachkräftemangel im Fokus. Die Studie 'Arbeitslosigkeit 2035' geht nun gezielt auf den Bereich der Arbeitslosigkeit ein. Sie zeigt auf, in welchen Teilarbeitsmärkten mit Arbeitslosigkeit zu rechnen ist und welcher Personenkreis von der Erwerbslosigkeit bedroht sein wird. Vor allem für Geringqualifizierte besteht ein hohes Risiko der Erwerbslosigkeit." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Demografie und Fachkräftemangel: die künftigen arbeitsmarktpolitischen Herausforderungen (2013)

    Fuchs, Johann ;

    Zitatform

    Fuchs, Johann (2013): Demografie und Fachkräftemangel. Die künftigen arbeitsmarktpolitischen Herausforderungen. In: Bundesgesundheitsblatt, Gesundheitsforschung, Gesundheitsschutz, Jg. 56, H. 3, S. 399-405., 2013-01-31. DOI:10.1007/s00103-012-1616-y

    Abstract

    "Demografisch bedingt altert und sinkt das Potenzial an Arbeitskräften deutlich. Jedoch benötigt die deutsche Wirtschaft auch in Zukunft viele qualifizierte Arbeitskräfte. Der vorliegende Beitrag untersucht vor diesem Hintergrund, welche personellen Reserven sich in Deutschland mit einer höheren Erwerbsbeteiligung von Frauen und Älteren erschließen lassen. Anhand von Daten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung wird diese Frage mithilfe einer Komponentenzerlegung des Erwerbspersonenpotenzials untersucht. Hierzu werden Szenarien mit steigenden Erwerbsquoten von Frauen und Älteren durchgerechnet. Alle Simulationen zeigen, dass der positive Effekt deutlich höherer Erwerbsquoten im Laufe der Zeit nachlässt, weil die demografische Komponente immer stärker wird. Diese dynamische Analyse wird durch eine statische ergänzt, bei der die gegenwärtige Struktur des Erwerbspersonenpotenzials bzw. der Erwerbstätigen insbesondere in qualitativer Hinsicht untersucht wird. Das Ergebnis deutet darauf hin, dass die potenziell erschließbaren Personalreserven in qualitativer Hinsicht den künftigen betrieblichen Anforderungen möglicherweise nicht entsprechen. Gerade deshalb wäre es wichtig, rechtzeitig die Weichen zu stellen und in Bildung und Gesundheitsvorsorge zu investieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    A new look at the discouragement and the added worker hypotheses: applying a trend-cycle decomposition to unemployment (2013)

    Fuchs, Johann ; Weber, Enzo ;

    Zitatform

    Fuchs, Johann & Enzo Weber (2013): A new look at the discouragement and the added worker hypotheses. Applying a trend-cycle decomposition to unemployment. In: Applied Economics Letters, Jg. 20, H. 15, S. 1374-1378., 2013-06-05. DOI:10.1080/13504851.2013.812777

    Abstract

    "Die Analyse zerlegt mit einem 'unobserved-component'-Ansatz die Arbeitslosenrate in eine (stochastische) Trendkomponente und eine zyklische Komponente und schätzt deren Einfluss auf die Erwerbspartizipation. Die persistente Trendkomponente, die dauerhafte Reaktionen der Erwerbspersonen erfasst, bildet den 'discouragement effect' ab. Die zyklische Komponente stellt die mehr wechselhaften Veränderungen dar. Sie wird als Ausdruck des 'added worker effects' aufgefasst. Die Aufteilung des Partizipationseffektes als Folge von Änderungen in der Arbeitslosigkeit unterscheidet unsere Analyse erheblich von bisherigen Studien, die entweder den Nettoeffekt aus 'discouragement' und 'added worker effect' untersuchten oder nur einen einzelnen Effekt darstellten. Die Ergebnisse belegen für die Erwerbsbevölkerung insgesamt, dass 'discouragement' und 'added worker effect' gleichzeitig auftreten können. Disaggregierte Analysen ergaben, dass vor allem Ältere von 'discouragement' betroffen sind, während bei Frauen im mittleren und jüngerem Alter insbesondere der 'added worker effect' zu finden ist. Nachdem viele OECD-Länder vor dem Problem einer alternden Bevölkerung stehen und zugleich die Frauenerwerbsbeteiligung zunimmt, dürften diese alters- und geschlechtsspezifischen Resultate besonders wichtig sein." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Weber, Enzo ;
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  • Literaturhinweis

    Projektion der Erwerbsbevölkerung bis zum Jahr 2060 (2013)

    Fuchs, Johann ; Söhnlein, Doris ;

    Zitatform

    Fuchs, Johann & Doris Söhnlein (2013): Projektion der Erwerbsbevölkerung bis zum Jahr 2060. (IAB-Forschungsbericht 10/2013), Nürnberg, 52 S.

    Abstract

    "Die vorliegende neueste IAB-Bevölkerungsprojektion bestätigt weitgehend die bekannten Tendenzen: Die Deutschen werden immer weniger und immer älter. Diese Trends werden vor allem durch die Geburtenentwicklung der Vergangenheit bestimmt, die sich in der heutigen Altersstruktur niederschlägt und die wiederum entscheidend den weiteren Pfad prägt. Zuwanderung kann diese Entwicklung allerdings etwas bremsen. Bei realistischen Annahmen zur Außenwanderung wird die Bevölkerungszahl in den nächsten Jahren deshalb nur geringfügig, langfristig aber trotzdem deutlich sinken. Vor allem jedoch wird die Bevölkerung altern, denn beinahe unabhängig von der Zuwanderung wird die Zahl der Jüngeren sinken und der Anteil der Älteren steigen. Nicht zuletzt deshalb ist die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter, von 15 bis 64 Jahren (Erwerbsbevölkerung), vom demografischen Wandel noch stärker betroffen als die gesamte Bevölkerung. Der Anteil der Erwerbsbevölkerung an der gesamten Bevölkerung geht deutlich zurück. Langfristig wird damit die Basis des Arbeitskräfteangebots deutlich schmäler. Geburten- und Sterberaten waren in der Vergangenheit sehr stabil bzw. folgten einem stabilen Trend. Die vorliegende Projektion beruht deshalb auf einer einzigen Variante für die natürliche Bevölkerungsbewegung, d. h. für Geburten- und Sterbeziffern. Das prognostisch kaum erfassbare Wanderungsgeschehen wurde dagegen mit höchst unterschiedlichen Annahmen abgebildet. Mit einem neuen Ansatz wird dabei untersucht, wie sich die Migration auswirkt, wenn man - anders als sonst üblich - keine festen Wanderungssalden annimmt. Die jährlichen Fortzüge werden mit einer festen Fortzugsrate von der jeweiligen heimischen Bevölkerung abhängig modelliert. Lediglich für die jährlichen Zuzüge werden feste absolute Werte angenommen. Aufgrund dieser teilweisen Endogenisierung der Wanderungen bleibt der Wanderungssaldo über die Zeit nicht mehr gleich, sondern er hängt von der jeweiligen Vorjahresbevölkerung ab, einschließlich aller bis dahin erfolgten Zu- und Fortzüge. Unsere Vorgehensweise unterscheidet sich damit entscheidend von anderen Modellen, z. B. vom Projektionsmodell des Statistischen Bundesamtes. Eine besonders hervorzuhebende Folge dieses Modellansatzes ist, dass in allen Projektionsvarianten der jährliche Wanderungssaldo längerfristig gegen einen variantenspezifischen 'Grenzwert' konvergiert. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass sehr hohe Wanderungssalden, z. B. 400.000 oder 500.000 Nettozuwanderung pro Jahr, über einen längeren Zeitraum kaum realistisch sind, denn die dafür notwendigen Zuzüge könnten auf Dauer entsprechend hohe Fortzüge induzieren. Mit der in Bevölkerungsprojektionsmodellen üblichen Angabe eines gleichbleibenden jährlichen Saldos wird man dieser Gegenbewegung nicht gerecht. Um diesen Aspekt zu vertiefen, sind weitere Untersuchungen geplant, unter anderem mit extremen Annahmen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Söhnlein, Doris ;
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  • Literaturhinweis

    Is it possible to compensate for the decreasing labour supply by increasing working hours? (2013)

    Fuchs, Johann ; Wanger, Susanne ; Weber, Brigitte;

    Zitatform

    Fuchs, Johann, Susanne Wanger & Brigitte Weber (2013): Is it possible to compensate for the decreasing labour supply by increasing working hours? In: M. Radvansky & I. Lichner (Hrsg.) (2013): Impacts of ageing on public finances and labour marekts in EU regions : theoretical models and empirical analyses, S. 129-140, 2013-07-09.

    Abstract

    "Due to the demographic trend, in all probability the German labour force will be confronted with a radical change: The mean age is projected to rise and the number of people is expected to decline. Because of the extreme importance and strength of the demographic component it is possible to forecast this change even for the long run. The current discussion in Germany about the skills shortage includes the question as to how the labour force can be expanded. In the centre of this discussion are migration, a higher labour participation of women and a longer working lifetime. In contrast, the annual working time is not extensively being discussed. Although increasing the working time will not reverse the trend in the number of workers, it would perhaps stabilize the macro economically important volume of work. This article examines to which extent the working time can be increased and whether there are possibilities for any enlargement." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

    Beteiligte aus dem IAB

    Wanger, Susanne ;
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  • Literaturhinweis

    Erschließung von Personalreserven: Erwerbspotenziale von Frauen, Älteren und Migranten unter Berücksichtigung ihrer Qualifikation (2013)

    Fuchs, Johann ; Weber, Brigitte;

    Zitatform

    Fuchs, Johann & Brigitte Weber (2013): Erschließung von Personalreserven: Erwerbspotenziale von Frauen, Älteren und Migranten unter Berücksichtigung ihrer Qualifikation. In: Mitteilungen der Deutschen Gesellschaft für Demographie, Jg. 11, H. 15, S. 7.

    Abstract

    "Demografisch bedingt steht das deutsche Arbeitskräftepotenzial sehr wahrscheinlich vor dramatischen Veränderungen: das Durchschnittsalter steigt und die Personenzahl sinkt. Wegen der überragenden Bedeutung der demografischen Komponente lässt sich diese Entwicklung relativ zuverlässig auch langfristig vorhersagen. Die in Deutschland laufende Diskussion um einen Fachkräftemangel dreht sich deshalb unter anderem um die Frage, wie es gelingen könnte, das Arbeitskräftepotenzial auszuweiten." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Do small labor market entry cohorts reduce unemployment? (2013)

    Garloff, Alfred ; Pohl, Carsten; Schanne, Norbert ;

    Zitatform

    Garloff, Alfred, Carsten Pohl & Norbert Schanne (2013): Do small labor market entry cohorts reduce unemployment? In: Demographic Research, Jg. 29, S. 379-406., 2013-06-04. DOI:10.4054/DemRes.2013.29.15

    Abstract

    "In diesem Beitrag untersuchen wir die Wirkung des Eintritts kleiner Arbeitsmarktkohorten auf Beschäftigung und Arbeitslosigkeit in Westdeutschland. Von einem theoretischen Standpunkt aus kann eine Abnahme der Kohortengröße einerseits - in Umkehrung des Kohortenverdrängungseffektes - zu einem Abbau der Arbeitslosigkeit führen. Andererseits kann der Eintritt kleiner Kohorten auch dazu führen, dass Firmen überproportional ihr Angebot an Arbeitsplätzen reduzieren, so dass die Arbeitslosigkeit ansteigt. Wegen dieser gegenläufigen Effekte ist die tatsächliche Wirkung eine empirische Frage. Vor diesem Hintergrund analysieren wir den Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit bzw. Beschäftigung und der Kohortengrößen mit einem Paneldatensatz über die westdeutschen Arbeitsmarktregionen. Mit diesem können wir sowohl zeitlicher und räumlicher Autokorrelation Rechnung tragen als auch der wahrscheinlichen Endogenität der lokalen Kohortengröße aufgrund von Migration insbesondere der jungen Erwerbspersonen zwischen den Regionen, indem wir die zeitlich verzögerte relative Größe der Eintrittskohorte zum Zeitpunkt ihrer Geburt als Instrument verwenden. Unsere Ergebnisse zeigen, dass kleinere Eintrittskohorten sehr wahrscheinlich zu einer Abnahme der Arbeitslosigkeit führen und sich damit die Lage von Arbeitssuchenden verbessert. In Übereinstimmung hierzu finden wir auch, dass die Abnahme des Jugendanteils mit einem Anstieg der Beschäftigungsquote einhergeht." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Arbeitsmarkt in der demografischen Falle? Nicht wenn die Handlungsoptionen und Möglichkeiten der Akteure berücksichtigt werden (2013)

    Helmrich, Robert; Zika, Gerd ;

    Zitatform

    Helmrich, Robert & Gerd Zika (2013): Arbeitsmarkt in der demografischen Falle? Nicht wenn die Handlungsoptionen und Möglichkeiten der Akteure berücksichtigt werden. In: Berufs- und Wirtschaftspädagogik - online H. Spezial Nr. 6 - HT2013, S. 1-23., 2013-05-15.

    Abstract

    "Der Bologna-Prozess in Deutschland scheint von Erfolg gekrönt zu sein. In den letzten Jahren haben der Anteil an Schulabgängern mit einer Hochschulzugangsberechtigung und der Anteil der Studienanfänger am Altersjahrgang massiv zugenommen. Akademische Abschlüsse könnten den mittleren Qualifikationen ihren Rang als wichtigste berufliche Qualifikation ablaufen. Zugleich hat sich auch das Erwerbsverhalten vor allem von Älteren und Frauen geändert, wobei das Erwerbsverhalten selbst stark durch das Qualifikationsniveau mitbestimmt ist. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung beeinflussen diese beiden genannten Faktoren unmittelbar die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt. Aber inwieweit werden diese Qualifikationen auch auf dem Arbeitsmarkt nachgefragt? Und kann der Bedarf an qualifizierten mittleren Fachkräften zukünftig noch gedeckt werden? In dem Beitrag werden die veränderten Entwicklungen beim Bildungs- und Erwerbsverhalten beschrieben sowie anhand der Modellrechnungen der BIBB-IAB-Qualifikations- und Berufsfeldprojektionen die sich daraus ergebenden möglichen langfristigen Konsequenzen für den Arbeitsmarkt analysiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Zika, Gerd ;
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  • Literaturhinweis

    Zukünftige Fachkräftemärkte in Deutschland: von Modellrechnungen zu Szenarien (2013)

    Helmrich, Robert; Wolter, Marc Ingo; Zika, Gerd ;

    Zitatform

    Helmrich, Robert, Marc Ingo Wolter & Gerd Zika (2013): Zukünftige Fachkräftemärkte in Deutschland. Von Modellrechnungen zu Szenarien. In: H. Breuer & A. Schmitz-Veltin (Hrsg.) (2013): Szenarien zur demografischen, sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung in Städten und Regionen (Stadtforschung und Statistik. Themenbuch, 01), S. 21-45.

    Abstract

    "Der Artikel befasst sich mit vier aufeinander aufbauenden Themen und Fragestellungen: (1) Das Leben mit unterschiedlichen Zukünften. (2) Der Bedarf wandelt sich: Welche Arbeitskräfte werden künftig nachgefragt? (3) Auf die Menschen kommt es an: Die Einschätzung künftiger Bildungs- und Erwerbsentscheidungen und (4) Wann kommt der Fachkräftemangel - oder ist alles nur halb so schlimm? Es werden Vorgehensweise und Ergebnisse, die im Rahmen des QuBe-Projektes entstanden sind, dargestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Zika, Gerd ;
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  • Literaturhinweis

    Zeitenwende auf dem Arbeitsmarkt: wie der demografische Wandel die Erwerbsgesellschaft verändert (2013)

    Hinte, Holger; Straubhaar, Thomas; Künemund, Harald ; Möller, Joachim; Zimmermann, Klaus F. ; Müller, Christoph; Habisch, André ; Pierkenkemper, Toni; Hinte, Holger; Raffelhüschen, Bernd; Kröhnert, Steffen; Ritzen, Jo; Eichhorst, Werner; Schneider, Hilmar; Knabe, Andreas ; Spieß, C. Katharina ; Hetschko, Clemens ; Stahl, Michael; Walwei, Ulrich ; Zimmermann, Klaus F. ;

    Zitatform

    Hinte, Holger & Klaus F. Zimmermann (Hrsg.) (2013): Zeitenwende auf dem Arbeitsmarkt. Wie der demografische Wandel die Erwerbsgesellschaft verändert. (Schriftenreihe / Bundeszentrale für politische Bildung 1292), Bonn, 480 S.

    Abstract

    "Schon in zehn Jahren werden dem Arbeitsmarkt fünf Millionen oder gar mehr Arbeitskräfte fehlen. Parallel wird unsere Gesellschaft deutlich altern. Vor welchen Aufgaben stehen Unternehmen und Beschäftigte, Bildungs-, Familien- und Zuwanderungspolitik? Müssen gesellschaftliche Solidarität und Lebenszufriedenheit neu definiert werden? Der Band thematisiert die 'Zeitenwende auf dem Arbeitsmarkt' aus breiter Perspektive. Dabei stehen die ökonomischen Zusammenhänge im Vordergrund, doch auch soziologische Überlegungen und historische Einordnungen haben ihren Platz. Streitbar präsentieren die Autorinnen und Autoren eine Fülle von facettenreichen An- und Einsichten zur Zukunft unserer Arbeitswelt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Möller, Joachim; Walwei, Ulrich ;
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  • Literaturhinweis

    Explaining age and gender differences in employment rates: a labor supply side perspective (2013)

    Humpert, Stephan; Pfeifer, Christian ;

    Zitatform

    Humpert, Stephan & Christian Pfeifer (2013): Explaining age and gender differences in employment rates. A labor supply side perspective. In: Journal for labour market research, Jg. 46, H. 1, S. 1-17., 2011-12-31. DOI:10.1007/s12651-012-0108-8

    Abstract

    "Aus Sicht des Arbeitsangebots (neoklassisches Arbeitsangebotsmodell, Suchmodelle) wird versucht die geringen Beschäftigungsquoten älterer und weiblicher Personen zu erklären. Eine Grundannahme ist dabei, dass Personen nicht beschäftigt sein werden, sofern sich ein Lohnangebot unterhalb ihres Reservationslohns befindet. Während ersteres durch produktivitätsrelevante Eigenschaften und Entscheidungen von Firmen bestimmt wird, werden Reservationslöhne stark von individuellen Ausstattungen und Präferenzen für Freizeit bestimmt. Für die empirische Analyse benutzen wir deutsche Daten, um alters- und geschlechtsspezifische Unterschiede in Reservations- und Eintrittslöhnen zu untersuchen. Des Weiteren analysieren wir gewünschte und tatsächliche Arbeitsstunden und die Zufriedenheit mit Arbeit und Freizeit." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Demografiepolitik: Herausforderungen und Handlungsfelder (2013)

    Hüther, Michael ; Naegele, Gerhard;

    Zitatform

    Hüther, Michael (2013): Demografiepolitik. Herausforderungen und Handlungsfelder. Wiesbaden: Springer VS, 380 S. DOI:10.1007/978-3-658-00779-9

    Abstract

    "Ein Buch unter dem Titel 'Demografiepolitik' soll die aus den kollektiven Entwicklungen der Schrumpfung und der Alterung der Bevölkerung einerseits und aus der individuellen Perspektive des längeren Lebens andererseits resultierenden Befunde, Fragen, Probleme und Handlungsbedarfe politikfeldübergreifend aufnehmen und thematisieren. Dahinter steht die These, dass der demographische Wandel eine politische Gestaltungsaufgabe ist und eine politische Gesamtverantwortung einfordert. Die bisher vorherrschende Sichtweise auf betroffene Makro- und Mikrosysteme greift zu kurz, sie verengt den Handlungsbereich insbesondere auf die Sozialpolitik und die Bildungspolitik. Damit entsteht auch die Gefahr, dass Alter entweder einseitig an seinem Schutzbedarf oder an seinen Potenzialen orientiert thematisiert wird." (Verlagsangaben)

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  • Literaturhinweis

    Arbeitswelt im Jahr 2030: wie die demografische Transition bewältigt werden kann (2013)

    Klös, Hans-Peter; Rump, Jutta;

    Zitatform

    Klös, Hans-Peter & Jutta Rump (2013): Arbeitswelt im Jahr 2030. Wie die demografische Transition bewältigt werden kann. In: Zeitschrift Führung und Organisation, Jg. 82, H. 5, S. 308-312.

    Abstract

    "Der in zahlreiche andere Megatrends der Arbeitswelt eingebettete demografische Wandel ist kein unabwendbares Schicksal für den deutschen Arbeitsmarkt, sondern durch entsprechendes Handeln durchaus positiv gestaltbar. Allerdings bedarf es eines raschen, konsequenten und konsistenten Handelns der gesellschaftlichen und staatlichen Verantwortungsträger in den Teilbereichen Arbeitsmarkt, Unternehmenspolitik, Sozialpartnerschaft, Bildungs- und Qualifizierungssystem, Arbeitsrecht und soziale Sicherung. Besondere Bedeutung kommt aber auch der betrieblichen Ebene und der Weiterentwicklung einer demografiefesten Personalpolitik zu. Die Szenariorechnungen verdeutlichen, dass die Anpassungspfade einer höheren Erwerbsbeteiligung und der steigenden Arbeitszeit pro Kopf in ihrer Kombination zu einer Stabilisierung des geleisteten gesamtwirtschaftlichen Arbeitsvolumens wie auch des erzielbaren Realeinkommens führen können, wenn sie rasch und entschieden beschritten werden. Anderenfalls entstehen hohe Kosten des Nichthandelns in Form verschlechterter Realeinkommensperspektiven." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Der Arbeitskräftebedarf in Deutschland 2006 bis 2011: Nachfrage, Rekrutierungsprozesse und Engpässe aus Sicht der Betriebe (2013)

    Kubis, Alexander; Müller, Anne; Leber, Ute; Stegmaier, Jens ;

    Zitatform

    Kubis, Alexander, Ute Leber, Anne Müller & Jens Stegmaier (2013): Der Arbeitskräftebedarf in Deutschland 2006 bis 2011. Nachfrage, Rekrutierungsprozesse und Engpässe aus Sicht der Betriebe. (IAB-Bibliothek 339), Bielefeld: Bertelsmann, 95 S. DOI:10.3278/300805w

    Abstract

    "Das Thema Fachkräftebedarf wird in der Wissenschaft und Öffentlichkeit intensiv und oft auch kontrovers diskutiert. Der Bericht betrachtet die Arbeitskräftenachfrage der Betriebe und versucht, mögliche Engpässe auf dem Arbeitsmarkt am aktuellen Rand zu identifizieren. Auf Basis der Daten des IAB-Betriebspanels und der IAB-Erhebung des Gesamtwirtschaftlichen Stellenangebots wird dazu zunächst die Entwicklung der Betriebs- und Beschäftigungsstruktur sowie der offenen Stellen differenziert für verschiedene Teilarbeitsmärkte analysiert. Sodann werden verschiedene Indikatoren betrachtet, die Hinweise auf Arbeitskräfteengpässe geben können. Hierbei handelt es sich zum Beispiel um Schwierigkeiten bei der Stellenbesetzung, die Dauer der Personalsuche oder die Relation von Arbeitslosen zu Vakanzen. Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass in Deutschland derzeit kein allgemeiner, flächendeckender Fachkräftemangel vorliegt. Dennoch sind bestimmte Berufe, Regionen und Branchen zu erkennen, in denen die Arbeitsmarktanspannung zugenommen hat. Dies gilt etwa für Berufe aus dem Gesundheits- und Sozial-, aber auch dem Elektrobereich. Auf regionaler Ebene treten Fachkräfteengpässe am ehesten in den süddeutschen Bundesländern auf, im Branchenvergleich zeigen sich Hinweise auf Engpässe vornehmlich in einzelnen Dienstleistungsbereichen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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