Tarifbindung in Deutschland
Tarifverträge bilden den Rahmen für die Arbeitsbedingungen und Lohnniveaus in Deutschland. Die Anwendung eines kollektivvertraglichen Verbands- oder Flächentarifs bringt sowohl dem Unternehmen als auch den Beschäftigten Vorteile. Dennoch wurde in den vergangenen Jahren die mangelnde Flexibilität von Tarifverträgen und ihre geringe Orientierung an betrieblichen Anforderungen von Unternehmen kritisiert.
Die Infoplattform bietet Literatur, insbesondere zu den Auswirkungen der Tarifbindung auf Löhne, Produktivität und Beschäftigung, Informationen zu Forschungsprojekten sowie Links zur Empirie der Tarifgebundenheit bundesdeutscher Unternehmen.
Die regionalen Ergebnisse des IAB-Betriebspanels zum Thema Tarifbindung finden Sie auf der Infoplattform IAB-Betriebspanel im Kapitel "Betriebliche Lohnpolitik und industrielle Beziehungen"
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Literaturhinweis
Sozial- und arbeitsmarktpolitische Regulierung durch Tarifvertrag (2012)
Bispinck, Reinhard;Zitatform
Bispinck, Reinhard (2012): Sozial- und arbeitsmarktpolitische Regulierung durch Tarifvertrag. In: R. Bispinck, G. Bosch, K. Hofemann & G. Naegele (Hrsg.) (2012): Sozialpolitik und Sozialstaat : Festschrift für Gerhard Bäcker, S. 201-219. DOI:10.1007/978-3-531-19024-2_13
Abstract
"Tarifpolitik ist mehr als Lohnpolitik. Nicht nur Höhe, Struktur und Differenzierung der Arbeitseinkommen sind Gegenstand von Tarifverträgen, sie regulieren vielmehr nahezu die Gesamtheit der Arbeitsbedingungen. Dabei greift die Tarifpolitik auch in Bereiche hinein, die klassischerweise der staatlichen Sozial- und Arbeitsmarktpolitik zugeschrieben werden. Dies reicht - um nur einige Bereiche zu nennen - von der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, der Beschäftigungssicherung und sozialen Absicherung bei Unterbeschäftigung über die berufliche Aus- und Weiterbildung und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bis hin zu Altersübergang und Altersversorgung. Seit der Durchsetzung des flächendeckenden Systems von Branchentarifverträgen in der Nachkriegszeit und in den 1950er Jahren haben tarifpolitische Initiativen der Gewerkschaften auf diesem Feld immer wieder wichtige Akzente gesetzt. Sie spiegeln die wechselnde inhaltliche Problem- und Risikolage ebenso wider wie Erfolge und Defizite staatlicher sozialpolitischer Regulierung, die oftmals Anlass für ergänzende oder auch kompensierende tarifpolitische Aktivitäten waren. Dieser Beitrag skizziert anhand ausgewählter Beispiele die bisherige Entwicklung, die Reichweite und die Wirkungen der sozial- und arbeitsmarktpolitischen Regulierung durch Tarifvertrag." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Allgemeinverbindlicherklärung von Tarifverträgen: vom Niedergang zur Reform? (2012)
Bispinck, Reinhard;Zitatform
Bispinck, Reinhard (2012): Allgemeinverbindlicherklärung von Tarifverträgen. Vom Niedergang zur Reform? In: WSI-Mitteilungen, Jg. 65, H. 7, S. 496-507. DOI:10.5771/0342-300X-2012-7-496
Abstract
"Die nachhaltige Erosion des deutschen Tarifsystems hat zu einer intensiven Diskussion über Möglichkeiten und Wege seiner Restabilisierung geführt. Dabei wird zunehmend die Frage diskutiert, inwieweit durch staatlich-gesetzliche Maßnahmen die Regulierung der Einkommens- und Arbeitsbedingungen auf Basis der Flächentarifverträge gefördert werden kann. Das Instrument der Allgemeinverbindlicherklärung von Tarifverträgen spielt dabei eine wichtige Rolle. Dieser Beitrag analysiert die Entwicklung und Funktion der Allgemeinverbindlicherklärung, ihren Bedeutungsverlust in den vergangenen 20 Jahren sowie die darauf bezogene Reformdebatte der jüngsten Zeit." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Einkommens- und Arbeitsbedingungen in Pflegeberufen: eine Analyse auf Basis der WSI-Lohnspiegel-Datenbank (2012)
Bispinck, Reinhard; Dribbusch, Heiner; Öz, Fikret; Stoll, Evelyn;Zitatform
Bispinck, Reinhard, Heiner Dribbusch, Fikret Öz & Evelyn Stoll (2012): Einkommens- und Arbeitsbedingungen in Pflegeberufen. Eine Analyse auf Basis der WSI-Lohnspiegel-Datenbank. (WSI-LohnSpiegel. Arbeitspapier 2012/07), Düsseldorf, 31 S.
Abstract
"In dieser Auswertung werden unterschiedliche Berufe aus dem Bereich Gesundheits- und Krankenpflege betrachtet. Zu den Tätigkeiten in diesem Bereich gehört das Betreuen und Versorgen von Patienten und Patientinnen, das Ausführen ärztlich veranlasster Maßnahmen sowie das Assistieren bei Untersuchungen und Behandlungen. Altenpfleger betreuen speziell ältere, hilfsbedürftige Menschen. Sie unterstützen diese zudem im Alltag und gestalten Freizeitprogramme. Helfer in der Pflege benötigen keine speziellen Fachkenntnisse, sie unterstützen die Pflegefachkräfte bei ihrer Arbeit. Stationsleiter übernehmen Aufsichtsaufgaben, die Spezialkenntnisse und -fertigkeiten erfordern. Ihnen obliegt die Verantwortung für Planung und Organisation der Patientenbetreuung und sie beaufsichtigen die Fachkräfte." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Bachelor, Master und Co.: Einstiegsgehälter und Arbeitsbedingungen von jungen Akademikerinnen und Akademikern. Eine Analyse auf Basis der WSI-Lohnspiegel-Datenbank (2012)
Bispinck, Reinhard; Stoll, Evelyn; Dribbusch, Heiner; Öz, Fikret;Zitatform
Bispinck, Reinhard, Heiner Dribbusch, Fikret Öz & Evelyn Stoll (2012): Bachelor, Master und Co. Einstiegsgehälter und Arbeitsbedingungen von jungen Akademikerinnen und Akademikern. Eine Analyse auf Basis der WSI-Lohnspiegel-Datenbank. (WSI-LohnSpiegel. Arbeitspapier 2012/10), Düsseldorf, 38 S.
Abstract
"Dieser Bericht beinhaltet eine Analyse der Einkommensverhältnisse von Akademikerinnen und Akademikern mit drei oder weniger Jahren Berufserfahrung. Unter Akademiker/innen werden im Folgenden die Beschäftigten gefasst, die einen Hochschulabschluss besitzen. Die WSI-Sonderfragen beziehen sich auf Akademiker und Nicht-Akademiker mit fünf Jahren und weniger Berufserfahrung." (Textauszug, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Workplace heterogeneity and the rise of West German wage inequality (2012)
Zitatform
Card, David, Jörg Heining & Patrick Kline (2012): Workplace heterogeneity and the rise of West German wage inequality. (NBER working paper 18522), Cambridge, Mass., 79 S. DOI:10.3386/w18522
Abstract
"Wir untersuchen den Beitrag von betriebsspezifischen Lohnaufschlägen, die in jüngerer Zeit zur Erhöhung der Lohnungleichheit in Westdeutschland beigetragen haben. Es werden Modelle mit additiv fixen Effekten für Arbeitnehmer und Betriebe für vier verschiedene Zeitintervalle über den Zeitraum 1985-2009 geschätzt. Anders als gewöhnliche Lohnmodelle, können Spezifikationen, welche sowohl Heterogenität bei den Arbeitnehmern als auch auf Betriebsebene berücksichtigen, einen großen Teil des Anstiegs der Lohnungleichheit erklären. Unsere Schätzungen deuten auf eine zunehmende Variabilität der westdeutschen Löhne aufgrund einer Kombination aus steigender Heterogenität der Arbeitnehmer, einer stärkeren Variabilität der Lohnaufschläge zwischen Betrieben und einem verbesserten Matching von Arbeitnehmern und Betrieben. Wir verwenden diese Modelle, um die Veränderungen der Lohnlücken hinsichtlich verschiedener Bildungsstufen, Berufe und Wirtschaftszweige zerlegen zu können. In allen drei Fällen finden wir eine zunehmende Bedeutung der Betriebsheterogenität und ein verbessertes Matching von Arbeitnehmern und Betrieben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Heining, Jörg; -
Literaturhinweis
Workplace heterogeneity and the rise of West German wage inequality (2012)
Zitatform
Card, David, Jörg Heining & Patrick Kline (2012): Workplace heterogeneity and the rise of West German wage inequality. (IAB-Discussion Paper 26/2012), Nürnberg, 77 S.
Abstract
"Wir untersuchen den Beitrag von betriebsspezifischen Lohnaufschlägen, die in jüngerer Zeit zur Erhöhung der Lohnungleichheit in Westdeutschland beigetragen haben. Es werden Modelle mit additiv fixen Effekten für Arbeitnehmer und Betriebe für vier verschiedene Zeitintervalle über den Zeitraum 1985-2009 geschätzt. Anders als gewöhnliche Lohnmodelle, können Spezifikationen, welche sowohl Heterogenität bei den Arbeitnehmern als auch auf Betriebsebene berücksichtigen, einen großen Teil des Anstiegs der Lohnungleichheit erklären. Unsere Schätzungen deuten auf eine zunehmende Variabilität der westdeutschen Löhne aufgrund einer Kombination aus steigender Heterogenität der Arbeitnehmer, einer stärkeren Variabilität der Lohnaufschläge zwischen Betrieben und einem verbesserten Matching von Arbeitnehmern und Betrieben. Wir verwenden diese Modelle, um die Veränderungen der Lohnlücken hinsichtlich verschiedener Bildungsstufen, Berufe und Wirtschaftszweige zerlegen zu können. In allen drei Fällen finden wir eine zunehmende Bedeutung der Betriebsheterogenität und ein verbessertes Matching von Arbeitnehmern und Betrieben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Heining, Jörg; -
Literaturhinweis
Institutional reforms and age-graded labour market inequalities in Europe (2012)
Zitatform
Dieckhoff, Martina & Nadia Steiber (2012): Institutional reforms and age-graded labour market inequalities in Europe. In: International Journal of Comparative Sociology, Jg. 53, H. 2, S. 97-119. DOI:10.1177/0020715212452285
Abstract
"This article examines how institutional change affects age-based labour market inequalities in Europe. We focus on the impact of labour regulation and of wage-setting institutions on the male population aged 25-54. Age-graded labour market inequalities within this group of prime-age individuals are hitherto under-researched. We estimate country panel regressions using data from the European Union Labour Force Survey and time-series data on institutional change for the years 1992-2007. The results present evidence that employment protection and the regulation of temporary work affect age-based inequality dynamics, while union strength has positive employment effects on all age-groups." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Zwischen Staatsinterventionismus und Tarifautonomie: die Allgemeinverbindlicherklärung von Tarifverträgen in Frankreich (2012)
Dufresne, Anne; Maggi-Germain, Nicole;Zitatform
Dufresne, Anne & Nicole Maggi-Germain (2012): Zwischen Staatsinterventionismus und Tarifautonomie. Die Allgemeinverbindlicherklärung von Tarifverträgen in Frankreich. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 65, H. 7, S. 534-540. DOI:10.5771/0342-300X-2012-7-534
Abstract
"Die Allgemeinverbindlicherklärung (AVE) von Tarifverträgen ist ein in Frankreich fest etabliertes Instrument zur Stützung des Tarifvertragssystems und der Tarifautonomie. Indem Branchentarifverträge (einschließlich fast aller Entgelttarifverträge) mehrheitlich allgemeinverbindlich erklärt werden, wird durch den Staat eine hohe Tarifbindung von mehr als 90 % aller Beschäftigten garantiert. Die Nutzung der AVE hat sich in den letzten Jahren beständig erhöht und wird von Arbeitgebern und Gewerkschaften gleichermaßen unterstützt. Allerdings gibt es aktuell auch Entwicklungen, die die AVE künftig infrage stellen könnten. Hierzu gehören die Dezentralisierung der Tarifvertragsbeziehungen sowie eine gewisse Tendenz in der Rechtsprechung, bestimmte soziale Rechte dem Wettbewerbsrecht unterzuordnen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Tarifbindung und betriebliche Interessenvertretung: aktuelle Ergebnisse aus dem IAB-Betriebspanel 2011 (2012)
Zitatform
Ellguth, Peter & Susanne Kohaut (2012): Tarifbindung und betriebliche Interessenvertretung. Aktuelle Ergebnisse aus dem IAB-Betriebspanel 2011. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 65, H. 4, S. 297-305., 2012-03-15. DOI:10.5771/0342-300X-2012-4-297
Abstract
"Der Beitrag informiert anhand der aktuellen Daten des IAB-Betriebspanels über die Tarifbindung und die betriebliche Mitbestimmung in deutschen Betrieben. Insgesamt arbeiten 2011 rund 54 % der westdeutschen und etwa 37 % der ostdeutschen Beschäftigten in Betrieben, die einem Branchentarif unterliegen. Seit 1996 hat die Flächentarifbindung in beiden Landesteilen eine deutlich rückläufige Tendenz, auch wenn die Entwicklung in jüngster Zeit weniger eindeutig verläuft. Besonderes Augenmerk wird auf die Betriebe gelegt, die zwar formell nicht tarifgebunden sind, sich aber hinsichtlich der Löhne und anderer tarifvertraglicher Regelungen am Branchentarif orientieren. Ein Blick auf die betriebliche Ebene der Interessenvertretung zeigt eine im Vergleich zum Vorjahr etwas geringere Reichweite: 44 % der Beschäftigten in der Privatwirtschaft Westdeutschlands und 36 % Ostdeutschlands verfügen 2011 über einen Betriebsrat. Auch hier ist in der langen Sicht ein abnehmender Deckungsgrad zu konstatieren. In der gemeinsamen Betrachtung der betrieblichen und sektoralen Ebene der Interessenvertretung wird vor allem auf die ausgedehnten betrieblichen Vertretungslücken sowie die ',weißen Flecken' in der Tarif- und Mitbestimmungslandschaft' hingewiesen und deren Verbreitung in verschiedenen Wirtschaftszweigen dargestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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The determination of wages of newly hired employees: survey evidence on internal versus external factors (2012)
Galuscak, Kamil; Smets, Frank ; Keeney, Mary; Strzelecki, Paweł ; Nicolitsas, Daphne ; Vodopivec, Matija ;Zitatform
Galuscak, Kamil, Mary Keeney, Daphne Nicolitsas, Frank Smets, Paweł Strzelecki & Matija Vodopivec (2012): The determination of wages of newly hired employees. Survey evidence on internal versus external factors. In: Labour economics, Jg. 19, H. 5, S. 802-812. DOI:10.1016/j.labeco.2012.03.009
Abstract
"This paper reports findings on the relative importance of internal versus external factors in the setting of wages of newly hired workers. The evidence, from a rich firm-level survey on wage and price-setting procedures in 15 European Union countries, suggests that external labour market conditions are less important than internal pay structures in determining hiring pay, with internal pay structures binding even more often when there is labour market slack. When explaining their choice firms allude to fairness considerations and the need to prevent a potential negative impact on effort. Cross-country differences are found to depend on institutional factors: countries in which collective agreements are more prevalent and collective agreement coverage is higher report more often internal pay structures as the main determinant of hiring pay. Within-country differences are found to depend on firm and workforce characteristics: there is a strong association between the use of external factors in hiring pay, on the one hand, and skills (positive) and tenure (negative) on the other." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Employment and industrial relations in the hotels and restaurants sector (2012)
Gerogiannis, Elias; Kerckhofs, Peter; Vargas, Oscar;Zitatform
Gerogiannis, Elias, Peter Kerckhofs & Oscar Vargas (2012): Employment and industrial relations in the hotels and restaurants sector. Dublin, 52 S.
Abstract
"The hotels and restaurants industry (Horeca) is a labour-intensive sector, dominated by small businesses and characterised by low levels of affiliation to employer organisations and trade unions. Working conditions in the sector can be very different from those in other service industries. This report describes and analyses the main challenges facing the sector, such as the impact of the crisis on employment, undeclared work, employment of young workers, seasonal work and working hours, qualifications and skills development, and health and safety at work. The study explores the state of social dialogue in the sector, highlighting the contribution of the social partners to addressing the current challenges. Based on contributions from the national centres of the European Industrial Relations Observatory (EIRO), the study covers the sector across EU27 countries and Norway." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Estimating the wage premium of collective wage contracts: evidence from longitudinal linked employer-employee data (2012)
Zitatform
Gürtzgen, Nicole (2012): Estimating the wage premium of collective wage contracts. Evidence from longitudinal linked employer-employee data. (ZEW discussion paper 2012-073), Mannheim, 38 S.
Abstract
"Using a large-scale linked-employer-employee data set from western Germany, this paper presents new evidence on the wage premium of collective bargaining contracts. In contrast to previous studies, we seek to assess the extent to which differences in wages between workers in covered and uncovered firms arise from the non-random selection of workers and firms into collective bargaining coverage. By measuring the relative wage changes of workers employed in firms that change contract status, we obtain estimates that depart considerably from previous results relying on cross-sectional data. Results from analysing separate transitions show that leaving industry-level contracts is associated with subsequent wage losses. However, the results from a trend-adjusted difference-in-difference approach indicate that the particularly the transitions to no-coverage appear to be associated with negative shocks. Overall, our findings provide no evidence of a 'true' wage effect of leaving wage bargaining, once differences in pre-transition wage growth are accounted for." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Der Einfluss der industriellen Beziehungen auf interne Arbeitsmärkte: eine empirische Analyse zum systematischen Beschäftigungsmanagement (2012)
Haag, Cornelia;Zitatform
Haag, Cornelia (2012): Der Einfluss der industriellen Beziehungen auf interne Arbeitsmärkte. Eine empirische Analyse zum systematischen Beschäftigungsmanagement. Köln: Kölner Wissenschaftsverlag, 201 S., Anhang.
Abstract
"Die Gestaltung des internen Arbeitsmarktes als ein Instrument eines systematischen Beschäftigungsmanagements ermöglicht es Unternehmen, flexibel auf konjunkturelle Schwankungen reagieren zu können ohne den Schutz der Humanressourcen zu vernachlässigen. Dabei kann die Ausgestaltung des internen Arbeitsmarktes nur unter Beachtung des Regelungsrahmens der industriellen Beziehungen erfolgen. Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wird untersucht, welchen Einfluss das duale System der industriellen Beziehungen auf das Gesamtkonzept des internen Arbeitsmarktes im Rahmen eines systematischen Beschäftigungsmanagement nimmt. Dabei wird anhand des IAB-Betriebspanels eine quantitative Untersuchung durchgeführt, welche den Einfluss der betrieblichen und überbetrieblichen Mitbestimmung auf die Nutzungsintensität der unterschiedlichen Flexibilisierungspotenziale des internen Arbeitsmarktes untersucht. Die Arbeit richtet sich an Unternehmensvertreter und Studierende, die interessiert sind an personalwirtschaftlichen Strategien im Rahmen eines systematischen Beschäftigungsmanagement unter Beachtung industriellen Beziehungen. Unternehmensvertreter können aus dieser Arbeit wertvolle Hinweise zum Aufbau und zur Gestaltung eines systematischen unternehmerischen Beschäftigungsmanagements gewinnen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Verbetrieblichung und betrieblicher Konflikt (2012)
Zitatform
Hauser-Ditz, Axel, Markus Hertwig & Ludger Pries (2012): Verbetrieblichung und betrieblicher Konflikt. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Jg. 64, H. 2, S. 329-359. DOI:10.1007/s11577-012-0171-8
Abstract
"Seit den 1990er Jahren sind die Arbeitsbeziehungen in Deutschland durch Dezentralisierungs- und Verbetrieblichungstendenzen gekennzeichnet. Die Abkehr von (flächen-) tarifvertraglichen Regelungen und die damit einhergehende Verlagerung von Verhandlungsmasse auf die betriebliche Ebene werden je nach ordnungspolitischem Grundverständnis höchst unterschiedlich bewertet. Kritiker dieser Entwicklung befürchten eine zunehmende Belastung der betrieblichen Ebene durch Verteilungskonflikte. Der Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit es tatsächlich Hinweise auf eine Verschlechterung der betrieblichen Arbeitsbeziehungen im Rahmen von Verbetrieblichungstendenzen gibt und unter welchen Bedingungen diese auftreten. Auf Basis theoretischer Vorüberlegungen und anhand von Daten einer für die deutsche Privatwirtschaft repräsentativen Befragung von Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreten wird untersucht, inwiefern die Qualität der Zusammenarbeit der Betriebsparteien und das betriebliche Konfliktniveau insgesamt vom Modus der Tarifbindung abhängig sind. Die Daten liefern Hinweise auf die konfliktentlastende Funktion des Flächentarifvertrages. Vor allem ein Wandel etablierter betrieblicher Regulierungsmuster erhöht die Konfliktwahrscheinlichkeit und belastet die Beziehungen zwischen den Betriebsparteien." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Institutional continuity in German collective bargaining: do employer associations contribute to stability? (2012)
Zitatform
Helfen, Markus (2012): Institutional continuity in German collective bargaining. Do employer associations contribute to stability? In: Economic and Industrial Democracy, Jg. 33, H. 3, S. 485-503. DOI:10.1177/0143831X11419689
Abstract
"Employer associations' organizational capacity to extend collective bargaining coverage (CBC) beyond unionization levels is one important factor contributing to the stability of multi-employer bargaining in Germany. Based on a representative sample of 142 German employer associations, this article carries out an empirical examination of the characteristics influencing this capacity. The major results are that a wider political domain and adherence to social partnership positively contribute to associations' static capacity to extend CBC, as approximated by membership density. Yet, in a dynamic perspective - approximated by membership growth rates - a paradoxical trend is revealed by which organizational stabilization of associations is achieved at the expense of decoupling firms' membership status from collective bargaining arrangements, weakening employer associations' future capacity to extend CBC." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
A service union's innovation dilemma: limitations on creative action in German industrial relations (2012)
Zitatform
Holtgrewe, Ursula & Virginia Doellgast (2012): A service union's innovation dilemma. Limitations on creative action in German industrial relations. In: Work, employment and society, Jg. 26, H. 2, S. 314-330. DOI:10.1177/0950017011432913
Abstract
"This article examines union responses to the reorganization of call centre work in Germany, drawing on case studies from the telecommunications, financial services and subcontractor industries. Service unions initially adopted innovative strategies to organize these workplaces, in response to threats and opportunities presented by the rapid growth of a new 'sector'. However, the new conglomerate service union, ver.di, has been unable to sustain these alternative strategies due to both institutional and organizational factors. The increasingly fragmented character of the German industrial relations system provides growing exit options for employers, while the union is disadvantaged by declining membership, resource scarcity and an organizational structure reflecting past industry (and union) boundaries. Ver.di thus finds itself in an institutionally enhanced innovation dilemma. Sustaining innovations necessary to organize new workplaces would require organizational slack and redundant resources. However, environmental pressures of changing employer strategies and institutional erosion limit the possibilities for mobilizing these resources." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Aufhebung der Tarifeinheit: welche Folgen hat das Nebeneinander mehrerer Tarifverträg in einem Unternehmen? (2012)
Hundt, Dieter; Lesch, Hagen;Zitatform
Hundt, Dieter & Hagen Lesch (2012): Aufhebung der Tarifeinheit. Welche Folgen hat das Nebeneinander mehrerer Tarifverträg in einem Unternehmen? In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 65, H. 9, S. 3-11.
Abstract
"Gefährdet die Gründung von Spartengewerkschaften und das Nebeneinander von mehreren Tarifverträgen in einem Unternehmen die Stabilität der Arbeitsbeziehungen in Deutschland? Dieter Hundt, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, ist davon überzeugt, dass die Friedenspflicht ohne die Tarifeinheit in allen Branchen gefährdet ist. Denn ohne die Tarifeinheit seien Streiks möglich, obwohl im betroffenen Betrieb für alle Arbeitnehmer Tarifverträge bestehen. Damit gingen Spartenstreiks zu Lasten des gesamten Betriebs und der Belegschaftsmehrheit, und die bisherige Verlässlichkeit in den deutschen Arbeitsbeziehungen gehe verloren. Nach Ansicht von Hagen Lesch, Institut der deutschen Wirtschaft Köln, hängen die ökonomischen Auswirkungen eines Gewerkschaftswettbewerbs davon ab, ob die Gewerkschaften austauschbare oder komplementäre Arbeitnehmergruppen organisieren. Spartengewerkschaften sind mächtig, wenn sie komplementäre Berufsgruppen vertreten. Dann kann eine einzelne Gruppe den Produktionsablauf vollständig unterbrechen. Zudem sind die Tarifverhandlungen von Spartengewerkschaften oftmals konfliktintensiv. Sollte sich diese Konfliktorientierung fortsetzen, wird sich sowohl das Klima zwischen den Tarifparteien als auch das Klima zwischen den Gewerkschaften verschlechtern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Non-union worker representation and the closure of establishments: German evidence on the role of moderating factors (2012)
Zitatform
Jirjahn, Uwe (2012): Non-union worker representation and the closure of establishments. German evidence on the role of moderating factors. In: Economic and Industrial Democracy, Jg. 33, H. 1, S. 5-27. DOI:10.1177/0143831X11401927
Abstract
"This article examines the relationship between works councils and the closure of manufacturing establishments in Germany. The relationship varies according to circumstances and type of establishment. For the subsample of single-establishment firms, the estimates show that works council presence interacts with the coverage by a collective bargaining agreement. The presence of a works council is associated with a higher probability of closure within the non-covered industrial relations regime but not within the covered regime. For establishments being parts of multi-establishment firms, works council presence is associated with a lower probability of closure. This specifically holds true if establishments face adverse economic conditions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Beschäftigungstrends im Freistaat Bayern 2011: Teil II: Repräsentative Analysen auf Basis des IAB-Betriebspanels 2011 (2012)
Kistler, Ernst; Trischler, Falko; Eigenhüller, Lutz; Werner, Daniel; Böhme, Stefan;Zitatform
Kistler, Ernst & Falko Trischler (2012): Beschäftigungstrends im Freistaat Bayern 2011. Teil II: Repräsentative Analysen auf Basis des IAB-Betriebspanels 2011. (Beschäftigungstrends im Freistaat Bayern 2011,2), Stadtbergen, 73 S.
Abstract
"Dieser Bericht basiert auf Angaben aus Interviews mit Inhabern bzw. Personalverantwortlichen von 1.187 repräsentativ ausgewählten bayerischen Betrieben (Erhebungszeitraum Juni bis Oktober 2011) im Rahmen der jährlichen bundesweiten Erhebungen des IAB-Betriebspanels. Der Bericht 2011 enthält im ersten Berichtsteil (April 2012) Ergebnisse zu den Themen/Befragungsschwerpunkten Datengrundlage, Beschäftigungsentwicklung, Wirtschaftliche Lage (2010), Personalstruktur, Ausbildungs-/Übernahmeverhalten und Weiterbildungsförderung der Betriebe. Der vorliegende zweite Berichtsteil enthält Kapitel zu den Themen Personalpolitik, Investitionen und Innovationen, Alternde Belegschaften und Fachkräftebedarf." (Textauszug, IAB-Doku)
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Arbeitszeiten und Einkommen: betriebliche Möglichkeiten zur Vermeidung von Stellenbesetzungsproblemen?: Zwischenbilanz zu 10 Jahren IAB-Betriebspanel Hessen (2012)
Nüchter, Oliver; Larsen, Christa;Zitatform
Nüchter, Oliver & Christa Larsen (2012): Arbeitszeiten und Einkommen: betriebliche Möglichkeiten zur Vermeidung von Stellenbesetzungsproblemen? Zwischenbilanz zu 10 Jahren IAB-Betriebspanel Hessen. (IAB-Betriebspanel Hessen 2012,04), Frankfurt am Main, 21 S.
Abstract
"Die Regelung von Arbeitszeiten sowie von Löhnen und Gehältern gehören zu den betrieblichen Steuerungsinstrumenten, mittels derer sich konjunkturelle Schwankungen ausgleichen und betriebliche Kosten steuern lassen. Im Rahmen der häufig tariflich regulierten Arbeitszeiten und Gehälter bestehen zudem einzelbetriebliche Spielräume, um auf aktuelle oder erwartete Fachkräfteengpässe zu reagieren. Allerdings bieten die Befunde des IAB-Betriebspanels wenige Anhaltspunkte, dass die hessischen Betriebe in größerem Ausmaß Schwierigkeiten bei der Besetzung von Fachkräftestellen haben und mit entsprechenden Maßnahmen reagieren:
- Der Anteil der tarifgebundenen Betriebe lag in Hessen zu Beginn des letzten Jahrzehnts noch deutlich höher als derzeit, blieb seit Mitte des Jahrzehnts aber relativ konstant. Ein Drittel unterliegt einem Branchentarifvertrag, etwa ebenso viele haben einen Haustarif oder orientieren sich am Branchentarif. Ein weiteres Drittel der hessischen Betriebe unterliegt keinerlei Tarifbindung, besonders im Dienstleistungssektor.
- Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit lag in Hessen 2011 bei 39,2 Stunden und somit nur minimal über den Werten der beiden Vorjahre; der zuvor bis in die zweite Hälfte des letzten Jahrzehnts zu beobachtende Anstieg der Arbeitszeiten ist gestoppt.
- Der Anteil der Betriebe, in denen Überstunden geleistet werden, ist 2011 wieder etwas angestiegen, erreicht aber noch nicht das Vorkrisenniveau des Jahres 2007. Die Zunahme der Zahl der Betriebe mit Überstunden dürfte vor allem konjunkturell bedingt sein und wirkt sich insbesondere in Mittel- und Großbetrieben aus.
- Das Instrument der Arbeitszeitkonten hat einen deutlichen Aufschwung zu verzeichnen und wurde 2011 von 36 Prozent der hessischen Betriebe eingesetzt, insbesondere Klein- und Kleinstbetriebe nutzen dies deutlich häufiger als in der Vergangenheit. Auch Betriebe mit aktuellen und erwarteten Fachkräftebedarfen nutzen überdurchschnittlich häufig Arbeitszeitkonten.
- Der Anteil der Betriebe, der übertarifliche Löhne und Gehälter zahlt, schwankt konjunkturell bedingt recht stark und lag 2011 mit 37 Prozent wieder etwas unter dem Vorjahreswert.
- Betriebe mit erwarteten und vor allem bereits bestehenden Fachkräfteproblemen bezahlen deutlich häufiger übertarifliche Löhne." (Autorenreferat, IAB-Doku)
