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Dossier

Solo-Selbstständige – zwischen Selbstverwirklichung und Prekariat

Als Solo-Selbstständige werden diejenigen Gründerinnen und Gründer bezeichnet, die keine weiteren sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigen. Sie bilden mittlerweile die Mehrheit der beruflich Selbstständigen in Deutschland. Die Infoplattform informiert über die empirische Forschung zu den Solo-Selbstständigen.

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  • Literaturhinweis

    Selbständige Erwerbstätigkeit in Europa, 2010 (2010)

    Zitatform

    (2010): Selbständige Erwerbstätigkeit in Europa, 2010. (Bericht des Europäischen Beschäftigungsobservatoriums), Luxemburg, 47 S.

    Abstract

    "This executive summary is split into three sections, in line with the structure of the national articles. The introduction provides a discussion of self-employment in Europe, using data collected at European level to provide an overall picture and providing additional detail based on the information provided in the national articles, to illustrate the different pictures which can be found at national level. This first section also looks at questions such as the impact of the economic crisis on self-employment, attitudes towards self-employment and its role in the labour market. The second section discusses labour market policies relating to self-employment measures, including those which prioritise certain target groups, and where available, some analysis of the effectiveness of these measures. Section three summarises the information provided in the national articles in relation to the quality of self-employment jobs." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Winds of change: Work arrangements in Germany (2009)

    Arlt, Andrea; Dietz, Martin; Walwei, Ulrich ;

    Zitatform

    Arlt, Andrea, Martin Dietz & Ulrich Walwei (2009): Winds of change: Work arrangements in Germany. Geneva, 12 S.

    Abstract

    Im Laufe der letzten zwei Jahrzehnte kann in Deutschland ein tiefgreifender Wandel des Beschäftigungssystems beobachtet werden. Atypische Formen der Beschäftigung wie Leiharbeit, befristete Arbeitsverträge und Teilzeitbeschäftigung gewinnen an Bedeutung. Auf der Grundlage von Daten des Mikrozensus werden die treibenden Kräfte dieser Entwicklung untersucht. Die Analyse zeigt, dass der Wandel in Richtung Dienstleistungsgesellschaft und Frauenerwerbstätigkeit nur einen Teil der Entwicklung erklärt. Als wichtigste Quelle des Wandels des Beschäftigungssystems kann das Zusammenspiel zwischen institutionellem Wandel und Verhaltensänderungen betrachtet werden. (IAB)

    Beteiligte aus dem IAB

    Dietz, Martin; Walwei, Ulrich ;
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  • Literaturhinweis

    Necessity and opportunity entrepreneurs and their duration in self-employment: evidence from German micro data (2009)

    Block, Joern ; Sandner, Philipp;

    Zitatform

    Block, Joern & Philipp Sandner (2009): Necessity and opportunity entrepreneurs and their duration in self-employment. Evidence from German micro data. (SOEPpapers on multidisciplinary panel data research at DIW Berlin 191), Berlin, 36 S.

    Abstract

    "Using data from the German Socio-Economic Panel Study (GSOEP), we analyze whether necessity entrepreneurs differ from opportunity entrepreneurs in terms of self-employment duration. Using univariate statistics, we find that opportunity entrepreneurs remain in selfemployment longer than necessity entrepreneurs. However, after controlling for the entrepreneurs' education in the professional area where they start their venture, this effect is no longer significant. We therefore conclude that the difference observed is not an original effect but rather is due to selection. We then go on to discuss the implications of our findings for entrepreneurship- policy making, and give suggestions to improve governmental start-up programs." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Dependent self-employment: workers between employment and self-employment in the UK (2009)

    Böheim, René ; Mühlberger, Ulrike;

    Zitatform

    Böheim, René & Ulrike Mühlberger (2009): Dependent self-employment: workers between employment and self-employment in the UK. In: Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung, Jg. 42, H. 2, S. 182-195. DOI:10.1007/s12651-009-0014-x

    Abstract

    "Mit einer Analyse der britischen Arbeitskräfteerhebung zeigen wir, dass abhängig Selbständige neben den Beschäftigten und den 'normalen' Selbständigen eine eigenständige Kategorie im Arbeitsmarkt begründen. Abhängig Selbständige haben ein volatileres Arbeitsmarktverhalten als Beschäftigte und normal Selbständige. Wir zeigen empirisch, dass abhängig Selbständige eher in diesen Arbeitsmarkstatus gedrängt, als davon angezogen werden, was abhängige Selbständigkeit zu einem Beispiel des 'necessity entrepreneurship' (im Gegensatz zum 'opportunity entrepreneurship') macht. Obwohl die Daten nur eine beschränkte Längsschnittsanalyse erlauben, können wir dennoch zeigen, dass die Mehrheit der abhängig Selbständigen am Arbeitsmarkt bleiben - entweder als Selbständige oder Beschäftigte - und nur wenige innerhalb eines Jahres den Arbeitsmarkt verlassen. Abhängig Selbständige schaffen kaum Arbeitsplätze für andere Personen und sie hören meist dann auf abhängig selbständig zu sein, wenn sie für mehrere Auftraggeber zu arbeiten beginnen oder in eine Beschäftigung wechseln." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Wie leben selbständige Designer nach dem Berufsstart?: Dokumentation einer Umfrage 2009 (2009)

    Büning, Christian;

    Zitatform

    (2009): Wie leben selbständige Designer nach dem Berufsstart? Dokumentation einer Umfrage 2009. Berlin, 19 S.

    Abstract

    "Wer sich als Designer selbstständig macht, muss sich positionieren. Er muss entscheiden, wie er auftritt, wie er arbeiten will und wie er seine Leistung verkaufen will. Er muss sich professionalisieren. Designleistungen zu kalkulieren ist nicht einfach. Wie komplex ist der zu gestaltende Inhalt, wie nötig eine begleitende Beratung, wie oft werden die gestalteten Objekte genutzt und welcher Mehrwert entsteht dabei? Dazu kommen noch eher schwer greifbare Parameter wie die Resonanzstärke des Auftraggebers und das Renommee des Designers. Das ergibt einen großen Korridor, der von spuckegünstig bis sehr exklusiv reicht. Viel Spielraum gibt es auch bei der Ausgestaltung der Arbeitsweise. Auch wenn ein eigenes Büro kein direkter Gradmesser für Professionalität ist, lässt sich bei Büroinhabern doch der Wunsch erkennen, Privates und Berufliches zu trennen. Schließlich wird der prüfende Blick auf die Ausbildung gelenkt und auf die fachlichen und kaufmännischen Voraussetzungen, mit denen junge Designer in die Selbstständigkeit gehen. Der münsteraner Informationsgestalter Christian Büning hat 30 Fragen zusammengestellt, die diese Themenfelder abdecken. Die Qualifikation und die selbst geschaffenen Arbeitsumstände werden erfragt (Fragen 1 - 8), ebenso wie kalkuliert wird und wie Projekte ablaufen (Fragen 9 - 15). Die Fragen nach den Lebensumständen, dem Grad der Risikoabsicherung (Fragen 16 - 21) und die Voraussetzungen in der Ausbildung (Fragen 22 - 27) münden in der Gretchenfrage, ob sich der Teilnehmer wieder selbstständig machen würde. Schließlich werden noch für die Statistik Geschlecht und Alter erfragt. Technisch wurde die Umfrage über die Internetseite www.umfrage-online. com realisiert. Hier können sehr komfortabel Fragevorlagen beliebig aneinander gereiht werden. Die Ergebnisse werden praktischerweise direkt als Excel-Dokument zum Download angeboten. Die Seite speichert alle Fragebögen einzeln, sodass einzelne Bögen für die Auswertung deaktiviert werden können. Einige Teilnehmer gaben mehr als 20 Jahre Berufserfahrung an und würden damit den Begriff Berufsanfänger etwas weit dehnen. Diese Fragebögen haben wir in der Auswertung nicht berücksichtigt. Der Aufruf zu dieser Umfrage wurde über Internetforen und Blogs verbreitet, allen voran typografie.info und fontblog.de. Einige weitere Foren folgten, sodass nach zwei Wochen etwa 15 Internetseiten auf diese Umfrage hinwiesen. Die Umfrage war vier Wochen im April 2009 freigeschaltet. In diesen vier Wochen haben etwa 600 Teilnehmer den Fragebogen ausgefüllt. Auch wenn es keine belastbaren Zahlen gibt, wie viele Designer sich insgesamt selbstständig gemacht haben, gehen wir davon aus, einen nicht allzu kleinen Teil davon erreicht zu haben sodass wir einen aussagekräftigen Einblick bekommen konnten. Wir hegen die Hoffnung, dass die Anonymität der Umfrage zu wahrheitsgemäßen Angaben führte. Die Ergebnisse sehen danach aus." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Time allocation by the self-employed: the determinants of the number of working hours in start-ups (2009)

    Carree, Martin; Verheul, Ingrid;

    Zitatform

    Carree, Martin & Ingrid Verheul (2009): Time allocation by the self-employed. The determinants of the number of working hours in start-ups. In: Applied Economics Letters, Jg. 16, H. 15, S. 1511-1515. DOI:10.1080/13504850701580542

    Abstract

    "This article examines determinants of working hours by self-employed, explicitly discriminating between preference and productivity effects. A simple model of working hours is derived, not requiring expected profit data. The model is estimated using data from a Dutch survey of 1350 start-ups. Outsourcing and number of employees appear related to both preference and productivity. The model has out-of-sample predictive power for the number of working hours." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Zwischen Qualität, Dumping und Profilierungsdruck: eine explorative Studie über das Arbeits- und Selbstverständnis von Kulturarbeitern (2009)

    Ernst, Stefanie;

    Zitatform

    Ernst, Stefanie (2009): Zwischen Qualität, Dumping und Profilierungsdruck. Eine explorative Studie über das Arbeits- und Selbstverständnis von Kulturarbeitern. In: Sozialwissenschaften und Berufspraxis, Jg. 32, H. 1, S. 76-86.

    Abstract

    Der Beitrag untersucht die subjektiven Deutungen von allein- bzw. soloselbstständigen Dienstleisterinnen und Dienstleistern im Kultursektor. Im Mittelpunkt steht dabei ihr besonderes Selbstverständnis zwischen 'privilegierten klassischen Professionen und den abhängig Beschäftigten verberuflichten Arbeitnehmern.' Eine explorative Studie zu Solo- bzw. Alleinselbstständigen im kulturellen Feld untersucht speziell diejenigen Deutungsmuster, mit denen diese ihre Arbeits- und Lebenssituation interpretieren und evaluieren. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die soloselbstständigen Kulturarbeiter sehr wohl um die Beschäftigungsrisiken und die daraus auch für ihr tägliches Arbeitsleben resultierenden Folgen wissen, dennoch aber eine selbstbewusste Perspektive in Bezug auf die Qualität ihrer Arbeit einnehmen. Sie behaupten selbstbewusst ihre teilweise prekären Arbeits- und Lebensformen gegen die Kultur der Normalarbeitsverhältnisse. Dabei verklären und kompensieren die Befragten ihre Situation nicht mit einer 'romantischen Arbeitsethik'; nach Ansicht der Autorin erfasst auch die Sicht auf Soloselbstständige als Opfer die Lebens- und Arbeitsrealität der Befragten im Dienstleistungssektor Kultur nur unzureichend. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Entrepreneurship, self-employment and business data: an introduction to several large, nationally-representative datasets (2009)

    Fairlie, Robert W. ; Robb, Alicia M.;

    Zitatform

    Fairlie, Robert W. & Alicia M. Robb (2009): Entrepreneurship, self-employment and business data. An introduction to several large, nationally-representative datasets. (IZA discussion paper 4052), Bonn, 20 S.

    Abstract

    "Only a few large, nationally-representative datasets include information on both the owner and the business. We briefly describe several of the most respected and up-to-date sources of data on entrepreneurs, the self-employed, and small businesses. More information including estimates of recent trends in business ownership and performance (e.g. survival rates, sales, employment, payroll, profits and industry) from these datasets is contained in Fairlie and Robb (2008)." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Selbstständige in Deutschland: Ergebnisse des Mikrozensus 2008 (2009)

    Kelleter, Kai;

    Zitatform

    Kelleter, Kai (2009): Selbstständige in Deutschland. Ergebnisse des Mikrozensus 2008. In: Wirtschaft und Statistik H. 12, S. 1204-1217.

    Abstract

    "Die Erwerbstätigkeit in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahrzehnten vor allem in den Erwerbsformen dynamisch entwickelt, die nicht den Normalarbeitsverhältnissen zuzurechnen sind. Allen voran sei hier der starke Anstieg der Zahl der geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse genannt. Aber auch die Zahl der Selbstständigen ist seit 1980 von 2,31 Mill. (früheres Bundesgebiet) auf 4,14 Mill. im Jahr 2008 in Deutschland angewachsen. Der Anteil der Selbstständigen an allen Erwerbstätigen stieg im gleichen Zeitraum von 8,5 auf knapp 11 %. In diesem Beitrag wird diese Entwicklung differenziert beschrieben und die Gründe dafür werden analysiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Wachstumsbedingungen von Ein-Personen-Gründungen: eine Längsschnittbeobachtung über acht Jahre (2009)

    Keßler, Alexander; Lueger, Manfred; Korunka, Christian ; Frank, Hermann ;

    Zitatform

    Keßler, Alexander, Christian Korunka, Hermann Frank & Manfred Lueger (2009): Wachstumsbedingungen von Ein-Personen-Gründungen. Eine Längsschnittbeobachtung über acht Jahre. In: Zeitschrift für Betriebswirtschaft, Jg. 79, H. 12, S. 1413-1436. DOI:10.1007/s11573-009-0325-y

    Abstract

    "In den letzten Jahren wurde vermehrt die Rolle von Ein-Personen-Unternehmen (EPU) als Alternative zur abhängigen Beschäftigung thematisiert. Aus wirtschaftpolitischer Sicht interessiert besonders das Wachstumspotential solcher Unternehmen. Die vorliegende Arbeit analysiert dieses Wachstumspotential auf Grundlage des Rahmenmodells von Gilbert, McDougall und Audretsch 2006, das fünf Gruppen von Wachstumsprädiktoren postuliert: Eigenschaften der Person, Ressourcen, Strategie, Branche und organisatorische Strukturen und Systeme. Der Modelltest erfolgt auf Basis logistischer Regressionsmodelle (mittelfristiges und langfristiges Wachstum) unter Verwendung eines Längsschnittdatensatzes von 188 österreichischen Ein-Personen-Gründungen, beobachtet über einen Zeitraum von acht Jahren. Die Analysen zeigen ein geringes, aber doch vorhandenes Wachstumspotential. 41% der überlebenden EPU beschäftigen mittelfristig zumindest eine/n Halbtagsmitarbeiterin; langfristig steigt der Anteil auf 54% an. Als wichtigste Prädiktoren des Wachstums erweisen sich das Geschlecht und Humankapital der Gründerperson, der Kapitalbedarf zum Gründungszeitpunkt und das Verfolgen einer Wachstumsstrategie. Push-Motive (Gründen aus der Arbeitslosigkeit) wirken sich negativ auf das Wachstum aus." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Mikrokredite: Bedarf auch in Deutschland (2009)

    Kritikos, Alexander S. ; Kneiding, Christoph;

    Zitatform

    Kritikos, Alexander S. & Christoph Kneiding (2009): Mikrokredite: Bedarf auch in Deutschland. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 76, H. 27/28, S. 451-456.

    Abstract

    "Fehlende Finanzierung wird als ein zentraler Grund angesehen, warum kleine Unternehmen scheitern. Seit einigen Jahren wird daher versucht, das Instrument der Mikrokredite auch in Deutschland zu etablieren. Eine erste empirische Studie zeigt, dass rund 15 Prozent aller Selbständigen Interesse an Mikrokrediten äußern. Allerdings macht diese Studie auch deutlich, dass der Bedarf woanders liegt als bisher vermutet. Statt Existenzgründer sollten bereits aktive Kleinunternehmer bestimmter Branchen angesprochen werden. Außerdem müssen Mikrokredite bei kurzer Laufzeit schnell verfügbar sein, damit sie von Unternehmern angenommen werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Ein-Personen-Unternehmen in Österreich (2009)

    Mandl, Irene; Gavac, Karin; Hölzl, Kerstin;

    Zitatform

    Mandl, Irene, Karin Gavac & Kerstin Hölzl (2009): Ein-Personen-Unternehmen in Österreich. In: Wirtschaft und Gesellschaft, Jg. 35, H. 2, S. 215-236.

    Abstract

    "Die ökonomischen, demografischen und soziodemografischen Entwicklungen der letzten Dekade führten und führen zu Veränderungen in der Arbeitswelt und den Erwerbsformen, u. a. auch zu einem Trend zu Ein-Personen-Unternehmen (EPU). EPU sind selbstständige Wirtschafttreibende auf Voll- oder Teilzeitbasis, die ihre dauerhaft auf den Markt ausgerichtete Tätigkeit ohne Mitunternehmerinnen und Mitarbeiterinnen ausüben. In der Gewerblichen Wirtschaft ist etwas mehr als die Hälfte der Unternehmen den EPU zuzurechnen (Tendenz steigend), wobei der Anteil insbesondere in den Sparten Information und Consulting sowie Handel überdurchschnittlich hoch ist. Innerhalb der Gruppe der EPU zeigt sich eine große Heterogenität, z. B. hinsichtlich der Charakteristika der Unternehmerin oder des Unternehmers, der Art der wirtschaftlichen Tätigkeit, der Marktorientierung, des Arbeitsausmaßes oder der Ertragskraft. Von einem 'typischen EPU' kann somit nicht gesprochen werden. Als größte Herausforderung der Zukunft sehen die österreichischen EPU in erster Linie die Bewältigung von Themen struktureller Natur (Konkurrenzsituation). Da davon auszugehen ist, dass Ein-Personen-Unternehmen in steigendem Ausmaß die Wirtschaftsstruktur in Österreich prägen werden, sind eine verstärkte Beschäftigung mit dieser Unternehmensgruppe, Verständnis für deren spezifischen Herausforderungen und die Entwicklung von maßgeschneiderten, zielgruppenadäquaten Maßnahmen ein Gebot der Stunde." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Prekäre Freiheit: Die Arbeit von Kreativen (2009)

    Manske, Alexandra; Merkel, Janet ;

    Zitatform

    Manske, Alexandra & Janet Merkel (2009): Prekäre Freiheit: Die Arbeit von Kreativen. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 62, H. 6, S. 295-301. DOI:10.5771/0342-300X-2009-6-295

    Abstract

    "Bislang gibt es nur wenige Untersuchungen, die sich mit der Kreativwirtschaft als expandierendem Erwerbsfeld und der in diesem Arbeitsmarktsegment rasch anwachsenden Gruppe der Alleinunternehmer befassen. Der Beitrag gibt daher einen qualitativen Einblick in die Erwerbssituation und soziale Lage kreativer Alleinunternehmer in Berlin. Ziel des Artikels ist es, auf die spezifische Form von Prekarität in der Kultur- und Kreativwirtschaft aufmerksam zu machen - die Prekarisierung auf hohem Niveau. Es zeigt sich, dass 'Kreativarbeit' nur bedingt vor der Folie des Normalarbeitsverhältnisses interpretiert werden kann. Damit bietet die Analyse Ansatzpunkte für eine empirische sowie terminologische Differenzierung der Debatte um die Prekarisierung der Arbeitsgesellschaft." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Aus der Arbeitslosigkeit in die Selbständigkeit?: individuelle und soziale Faktoren bei Erfolg und Scheitern von Existenzgründern (2009)

    Peniuk, Alexander;

    Zitatform

    Peniuk, Alexander (2009): Aus der Arbeitslosigkeit in die Selbständigkeit? Individuelle und soziale Faktoren bei Erfolg und Scheitern von Existenzgründern. Berlin: Uni-Edition, 326 S.

    Abstract

    "Heute wird in der Wirtschaftswissenschaft betont, dass Selbstständige einen wesentlichen Beitrag zum Wirtschaftswachstum und zur Vollbeschäftigung leisten können. Zu dem Thema 'Aus der Arbeitslosigkeit in die Selbständigkeit?' hat der Autor im Rahmen einer Dissertation eine Untersuchung in Essen vorgelegt. Der Gewinn für die Gründer liegt durch den selbst geschaffenen Arbeitsplatz neben den materiellen Vorteilen in der Stärkung des Selbstbewusstseins in einer veränderten Selbst- und Fremdwahrnehmung (indiv.-psych. u. soz. Bereich) und eröffnet somit Arbeitslosen immer wieder neue Perspektiven." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Erwerbsarbeit und Gesundheit von Selbstständigen: Forschungsergebnisse und Präventionsansätze (2009)

    Pröll, Ulrich;

    Zitatform

    Pröll, Ulrich (2009): Erwerbsarbeit und Gesundheit von Selbstständigen. Forschungsergebnisse und Präventionsansätze. In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Jg. 18, H. 4, S. 298-312. DOI:10.1515/arbeit-2009-0405

    Abstract

    "Etwa jede zehnte Erwerbsperson in Deutschland ist selbstständig tätig, die Mehrheit als Allein-Unternehmerinnen, die übrigen zumeist als Inhaberinnen (sehr) kleiner Unternehmen. Selbstständige sind deshalb prinzipiell von doppeltem präventionsstrategischem Interesse: als 'Moderatoren' und als unmittelbare Klientel arbeitsbezogener Prävention im kleinbetrieblichen Setting. Unter diesem Fokus fasst der Beitrag Forschungsbefunde zu Belastungen, Berufseinstellungen und Gesundheit differenziert für Solo-Selbstständige und Kleinbetriebsinhaberinnen zusammen. Auf der Grundlage von Forschungsergebnissen und Interventionserfahrungen aus einschlägigen Modellprojekten werden Möglichkeiten zielgruppenspezifischer Prävention aufgezeigt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Wandel der Erwerbsformen in Deutschland und Europa (2009)

    Schmid, Günther; Protsch, Paula ;

    Zitatform

    Schmid, Günther & Paula Protsch (2009): Wandel der Erwerbsformen in Deutschland und Europa. (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Discussion paper SP 1 2009-505), Berlin, 46 S.

    Abstract

    "Der Beitrag präsentiert mit Hilfe einer neuen Herangehens- und Darstellungsweise den Wandel der Erwerbsverhältnisse in Deutschland seit 1985 und vergleicht diese mit der Entwicklung in 23 Mitgliedstaaten der EU im Zehnjahresabschnitt von 1998 bis 2008. Er konzentriert sich auf die so genannten atypischen Beschäftigungsverhältnisse auf der Grundlage des deutschen Mikrozensus und der Europäischen Arbeitskräfteerhebung. Neben einer detaillierten statistischen Beschreibung nach Geschlecht, Qualifikation und Sektoren werden auch theoretische Einschätzungen zur Erklärung des Wandels geprüft. Schließlich werden die wichtigsten Ergebnisse noch einmal herausgehoben und als zukünftige Herausforderungen für die Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik diskutiert. Das zentrale Ergebnis ist weder die Klage über das zerfallende 'Normalarbeitsverhältnis' noch über das tendenzielle 'Prekarität' atypischer Beschäftigungsformen; vielmehr nimmt infolge steigender Erwerbstätigkeit und wirtschaftlichen Wohlstands die Vielfalt der Beschäftigungsverhältnisse zu. Parallel dazu steigen allerdings auch die sozialen Risiken im Lebenslauf, vor allem das Risiko stark schwankender Einkommen durch mehrfache oder lange Perioden der Arbeitslosigkeit, wechselnde Arbeitszeiten, Veralten der Qualifikation oder gesundheitliche Leistungseinschränkungen. Sollen neue soziale Ungleichheiten abgebaut oder vermieden werden, müssen sich künftige Arbeitsmarktreformen auf diese Entwicklung einstellen, sei es durch Schaffung neuer sozialer Sicherheiten oder durch arbeits- und sozialrechtliche Flexibilisierung des Normalarbeitsverhältnisses. Der Beitrag endet mit Anregungen zu solchen Reformen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Adapting labour law and social security to the needs of the 'new self-employed': comparing the UK, Germany and the Netherlands (2009)

    Schulze Buschoff, Karin; Schmidt, Claudia ;

    Zitatform

    Schulze Buschoff, Karin & Claudia Schmidt (2009): Adapting labour law and social security to the needs of the 'new self-employed'. Comparing the UK, Germany and the Netherlands. In: Journal of European social policy, Jg. 19, H. 2, S. 147-159. DOI:10.1177/0958928708101867

    Abstract

    "The emergence of the category of 'new self-employment' presents a challenge for political actors in European countries. The new self-employed are exposed to the same social risks as dependent employees, but they generally enjoy fewer social and labour rights. How are social policymakers reacting to this situation? Our response to this question is structured as follows. First, comparing the situation in the UK, Germany and the Netherlands, we briefly describe the factors which have contributed to the increase in self-employment and the structure of 'new self-employment'. Second, we outline the initiatives to adjust legislation in these countries so as to accommodate new self-employment and those types of work that are found on the borderline between dependent employment and self-employment. We then describe the ways in which these types of work are considered under national labour legislation and the extent to which they are taken into account by the respective statutory social security systems. The main finding that emerges is that despite the similar challenges faced by the three countries, path-dependency has led national legislators to adopt very different strategies to adjust social security and labour law regulations." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Gesamtwirtschaftliche Perspektiven der Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland: Kurzfassung eines Forschungsgutachtens im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (2009)

    Söndermann, Michael; Backes, Christoph; Brünink, Daniel; Arndt, Olaf;

    Zitatform

    Söndermann, Michael, Christoph Backes, Olaf Arndt & Daniel Brünink (2009): Gesamtwirtschaftliche Perspektiven der Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland. Kurzfassung eines Forschungsgutachtens im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. (Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. Forschungsbericht 577), Berlin, 35 S.

    Abstract

    Das Forschungsgutachten der Bundesregierung unterstreicht die wirtschaftliche Bedeutung der Kultur- und Kreativwirtschaft und zeigt ihre Potentiale und Perspektiven auf. Die Bedeutung dieses Wirtschaftszweiges für die Volkswirtschaft und seine besonderen Merkmale und Strukturen werden analysiert. Darüber hinaus werden strategische Handlungsempfehlungen für eine bessere Ausschöpfung der wirtschaftlichen Potenziale der Kultur- und Kreativwirtschaft gegeben. Der Bericht dokumentiert die wirtschaftlichen Fakten und Trends und untersucht die Förderrahmenbedingungen für die Kultur- und Kreativwirtschaft auf der Ebene des Bundes. Zur Kultur- und Kreativwirtschaft zählen die Musikwirtschaft, der Buchmarkt, der Kunstmarkt, die Film- und Rundfunkwirtschaft, die darstellenden Künste, die Designwirtschaft, der Architekturmarkt, der Pressemarkt, der Werbemarkt sowie die Softwareindustrie. Die Branche ist geprägt von unterschiedlichen Unternehmens- und Umsatzgrößen; zu ihr gehören neben selbständig und freiberuflich Tätigen auch kleine und mittlere Unternehmen, wie beispielsweise Kunsthändler, Werbeagenturen, Verlage oder Musikproduzenten, aber auch Großunternehmen. Die Branche bringt nicht nur bedeutende kulturelle und kreative Produkte und Dienstleistungen hervor, sondern sie ist auch volkswirtschaftlich von erheblicher Bedeutung. Rund 210.000 Unternehmen mit knapp einer Million Erwerbstätigen sind in der Kultur- und Kreativwirtschaft tätig. Die Quote der Selbständigen ist mit 25 Prozent außergewöhnlich hoch. Der Beitrag zur Bruttowertschöpfung liegt bei rund 60 Mrd. Euro. (IAB)

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    A gender perspective on self-employment entry and performance as self-employed (2008)

    Andersson Joona, Pernilla ; Wadensjö, Eskil ;

    Zitatform

    Andersson Joona, Pernilla & Eskil Wadensjö (2008): A gender perspective on self-employment entry and performance as self-employed. (IZA discussion paper 3581), Bonn, 33 S.

    Abstract

    "Research on self-employment has increased during recent years and particular attention has been paid to self-employment dynamics and the factors influencing entry and exit rates from self-employment. Using a large panel data set for Sweden, this paper investigates variations in recruitment to self-employment and in self-employment performance by gender and by employment status prior to entering self-employment. As performance measures we use income from self-employment, number of employees, exit rates and destination after self-employment. We find that the probability of becoming self-employed is highest among men who are economically inactive and lowest among women who are wage-earners. Analysing self-employment performance, we find that men have higher incomes than women. Self-employed women more often than self-employed men have employees. For both men and women those who enter from unemployment or inactivity are less successful in terms of income and the probability of having employees than those who enter from paid employment. When exits are divided into paid employment and other employment status, we find that those who entered from unemployment or inactivity face a higher risk of returning to one of these states." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Herr und Knecht - die Ambivalenzen der Selbstunternehmung (2008)

    Birenheide, Almut;

    Zitatform

    Birenheide, Almut (2008): Herr und Knecht - die Ambivalenzen der Selbstunternehmung. In: Leviathan, Jg. 36, H. 2, S. 274-291. DOI:10.1007/s11578-008-0015-0

    Abstract

    Mit der 'Ich-AG' wurde 2003 eine Sozialfigur kreiert, die nach Meinung der Autorin 'innerlich widersprüchlicher kaum sein kann', da der Terminus eine einzelne Person mit der Dimension einer Aktiengesellschaft verknüpft und damit die Dynamik globalisierter Ökonomie in den Verantwortungsbereich des auf sich selbst zurückgeworfenen Subjekts stellt. Mit der Gesetzgebung zur 'Ich-AG' sollte Arbeitslosen ein sozial abgesicherter Start in die Selbständigkeit ermöglicht werden. Der Beitrag untersucht den spezifischen Charakter der mit der 'Ich-AG' geschaffenen neuen sozialen Figur des Unternehmertums auf der Grundlage von qualitativen Interviews mit Ein-Personen-Selbständigen, die sich vorwiegend mit Zuschüssen der Bundesagentur für Arbeit selbständig gemacht haben. Die Auskünfte der Betroffenen über ihre Motivationen, ihre Selbsteinstellungen und ihre Maßnahmen zur Beschäftigungsfähigkeit lassen erkennen, dass es sich um 'ein sehr spezifisches Verhältnis zwischen Freiheit und Zwang' handelt. Die Autorin kommt zu der Bewertung, dass die Rollen von Herr und Knecht derart ineinander verschachtelt werden, 'dass die Selbständigen als Knecht agieren, sich aber als Herr fühlen dürfen'. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Die neuen Solo-Selbstständigen zwischen Unternehmergeist und Prekarität (2008)

    Candeias, Mario;

    Zitatform

    Candeias, Mario (2008): Die neuen Solo-Selbstständigen zwischen Unternehmergeist und Prekarität. In: Prokla. Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft, Jg. 38, H. 150, S. 65-81.

    Abstract

    Der Beitrag beschäftigt sich mit den Widersprüchen zwischen Unternehmergeist und Prekariat, in denen sich die neuen 'Solo-Selbständigen' bewegen. Er unterscheidet drei Typen von 'Solo-Selbständigen': a) erfolgreiche Selbstmanager, b) diejenigen, die sich in äußerst unsicheren Verhältnissen zurechtfinden müssen und c) diejenigen, die von akuter Armut bedroht und/oder auf staatliche Hilfe angewiesen sind. Die mittlere Gruppe in unsicherer Lage steht im Fokus der Untersuchung. Zunächst wird gefragt, was die 'Solo-Selbständigen' von Lohnarbeitenden in einem 'Normalarbeitsverhältnis', wie es sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts durchgesetzt hatte, unterscheidet und wie sich ihre Lage den Bedingungen der Prekarität annähert. Es wird deutlich, dass es zahlreiche Unterschiede zur abhängigen Lohnarbeit gibt, die es rechtfertigen, den Selbständigen einen anderen Status zuzuerkennen. Der Autor vertritt die These, dass es aber unzutreffend ist, sie der Kategorie 'Unternehmer' zuzuordnen, vielmehr gelte es, sie aus dem Diskurs über eine Gesellschaft von Unternehmern heraus zu nehmen und in arbeitsorientierte Forschungen und Politiken zu integrieren. Abschließend werden Vorschläge unterbreitet, wie sich selbständig Arbeitende als Teil eines neu entstehenden Prekariats organisieren können, um ihre Interessen zu formulieren und durchzusetzen. (IAB)

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    Neue Selbstständigkeit: Anforderungen, Ressourcen und Beanspruchungsfolgen bei neuen Formen der Wissensarbeit (2008)

    Gerlmaier, Anja;

    Zitatform

    Gerlmaier, Anja (2008): Neue Selbstständigkeit. Anforderungen, Ressourcen und Beanspruchungsfolgen bei neuen Formen der Wissensarbeit. Saarbrücken: VDM Verlag Dr. Müller, 305 S.

    Abstract

    "Intrapreneurship, Freelancing oder Neue Selbstständigkeit: Flexible Formen der Arbeit mit hohen Freiheits- und Selbstorganisationsanteilen haben in der letzten Jahren insbesondere in der Wissensökonomie an Bedeutung gewonnen. Sie stellen an immer mehr Beschäftigte die Anforderung, nicht mehr nur Anordnungen effizient auszuführen, sondern unter unternehmerischen Prämissen zu denken und zu handeln. Wer sind diese 'Neuen Selbstständigen'? Wie sehen die Arbeits- und Leistungsbedingungen dieses neuartigen Beschäftigtentypus aus? Die Autorin gibt einführend einen Einblick in die Veränderungen der Arbeitswelt im Informationszeitalter. Sie beschreibt die verschiedenen Konzepte und Erscheinungsformen Neuer Selbstständigkeit und analysiert darauf aufbauend aus einer arbeitswissenschaftlichen Perspektive die besonderen Anforderungs- und Ressourcenlagen sowie die gesundheitlichen Folgewirkungen dieser neuen Form der Arbeit. Basis der Analyse bildet eine Studie mit 224 IT-Spezialisten, wobei Intrapreneure und Freelancer mit einem eher traditionellen Typus der Wissensarbeit (Administratoren im Rechenzentrum) vergleichend untersucht werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Der Preis der Freiheit: Solo-Selbständige zwischen Vermarktung, Professionalisierung und Solidarisierung (2008)

    Kock, Klaus; Schauen, Ulli; Schnell, Christiane; Pröll, Ulrich;

    Zitatform

    (2008): Der Preis der Freiheit: Solo-Selbständige zwischen Vermarktung, Professionalisierung und Solidarisierung. (Beiträge aus der Forschung / Sozialforschungsstelle Dortmund 164), Dortmund, 38 S.

    Abstract

    "In dem Heft der Reihe 'fair statt prekär' werden die Beiträge einer Abendveranstaltung aus dem Herbst 2007 dokumentiert, ergänzt um einen Beitrag aus einem Forschungsprojekt der Sozialforschungsstelle. Die Veranstaltung wurde organisiert und ausgerichtet von der Kooperationsstelle in Zusammenarbeit mit der neu gegründeten Selbständigengruppe der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di im Bezirk Dortmund. Über die Informationsfunktion hinaus verfolgen Veranstaltung und Broschüre auch den Zweck, auf die Möglichkeit einer gewerkschaftlichen Organisation von Solo-Selbständigen hinzuweisen sowie in der Gewerkschaftsbewegung selbst mehr Aufmerksamkeit auf diese anwachsende Gruppe von Erwerbstätigen zu lenken. Wie der Titel 'Der Preis der Freiheit' es andeutet, handelt es sich bei den Solo-Selbständigen um selbstbewusst und unabhängig arbeitende Allein-Unternehmer/innen. Andererseits wird die Freiheit häufi g begrenzt durch rigide Marktverhältnisse und existenzielle Unsicherheiten, die es durchaus gerechtfertigt erscheinen lassen, auch in Bezug auf diese Erwerbstätigengruppe von Prekarisierung zu sprechen und über neue Wege sozialer und fi nanzieller Absicherung nachzudenken. Nur wenige Solo-Selbständige suchen jedoch den Weg in ein festes Beschäftigungsverhältnis. Unabhängigkeit von Arbeitgebern und Vorgesetzten und die Selbstorganisation ihrer Arbeit stellen für sie hohe Werte dar, auf die sie nicht verzichten wollen. Vielleicht könnten aus ihrem Streben nach selbstbestimmter Arbeit somit auch neue Impulse für mehr Demokratie im Arbeitsleben insgesamt erwachsen." (Textauszug, IAB-Doku)

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    The organizational governance of work relationships between employment and self-employment (2008)

    Muehlberger, Ulrike; Bertolini, Sonia ;

    Zitatform

    Muehlberger, Ulrike & Sonia Bertolini (2008): The organizational governance of work relationships between employment and self-employment. In: Socio-economic review, Jg. 6, H. 3, S. 449-472. DOI:10.1093/ser/mwm026

    Abstract

    "This paper analyses work relationships on the border between employment and self-employment and the consequences of making use of these new forms of work, especially on the side of firms. We study the complexity and variety of dependent forms of outsourcing by comparing the firm-internal solutions adopted to solve the arising control-flexibility dilemma in two industries (insurance, business services) embedded in two different institutional contexts (Italy, Austria). This paper shows that employers have established informal relational contracts that, in combination with formal contracts, reduce the threat of opportunism while simultaneously allowing a certain amount of control over the worker. We highlight the fact that a hierarchal structure returns to the relationship between worker and employer through the mechanisms of control and dependency. Finally, we stress that social relationships complement the market mechanism through the creation of assurance and trust as well as the development of specific configurations of social networks (i.e. network and temporal embeddedness)." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Gendermonitor Existenzgründung 2006: Existenzgründungen im Kontext der Arbeits- und Lebensverhältnisse in Deutschland. Eine Strukturanalyse von Mikrozensusergebnissen (2008)

    Piorkowsky, Michael-Burkhard; Fleißig, Sabine;

    Zitatform

    Piorkowsky, Michael-Burkhard & Sabine Fleißig (2008): Gendermonitor Existenzgründung 2006. Existenzgründungen im Kontext der Arbeits- und Lebensverhältnisse in Deutschland. Eine Strukturanalyse von Mikrozensusergebnissen. Wiesbaden u.a., 89 S.

    Abstract

    "Die Zahl der Selbstständigen insgesamt hat auch in den Jahren 2002 bis 2006 weiter zugenommen. Der seit längerem zu beobachtende Wandel im Gründungsgeschehen und der erwerbswirtschaftlichen Selbstständigkeit hat sich in 2006 in einigen Bereichen weiter fortgesetzt. Dazu gehören die Bedeutungszunahme der teilzeitlichen Selbstständigkeit im Zu- und Nebenerwerb, der Gründungen im Zuerwerb, der teilzeitlichen Gründungen und Selbstständigkeit von Frauen und die Bevorzugung des Bereichs der 'Sonstigen Dienstleistungen'. Entsprechend rückläufige Tendenzen zeigen sich in 2006 absolut und relativ für Gründungen und Selbstständigkeit im vollzeitlichen Haupterwerb. Die Zahl der Selbstständigen insgesamt hat 2006 einen Höchststand von 4,680 Mill.1 erreicht. Der Anteil der Teilzeitselbstständigen (Zu- und Nebenerwerbsselbstständigenfälle) stieg von 20,6 % 1996 auf 28,2 % 2006. Die Zahl der teilzeitselbstständigen Frauen ist im Zeitraum von 1996 bis 2006 weiter gestiegen. Der Trend der Zunahme von Selbstständigen ohne Beschäftigte zwischen 1996 und 2005 wurde in 2006 durch eine geringfügige Abnahme des Anteils der Selbstständigen ohne Beschäftigte in allen drei Hauptgruppen unterbrochen. Die genderspezifische Verteilung der Gründerpersonen im Haupt- und Zuerwerb zeigt, dass nach wie vor die Gründungen im Haupterwerb männlich und im Zuerwerb weiblich dominiert sind. Die Zahl der werdenden Selbstständigen ohne Erweiterung des Personenkreises, um solche werdende Selbstständige, die bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) als arbeitsuchend gemeldet sind, schwankt im Zeitraum von 1996 bis 2006 um einen mittleren Wert von jährlich insgesamt rund 56 000 (etwa 36 000 Männer und 20 000 Frauen). Die Zahl der werdenden Selbstständigen mit erweitertem Personenkreis ist zwischen 2003 und 2005 um 41,0 % auf 172 000 gestiegen und dann in 2006 auf 156 000 gesunken. Die genderspezifische Verteilung der werdenden Selbstständigen zeigt, dass nach wie vor Männer häufiger als Frauen eine selbstständige Tätigkeit suchen. In 1996 waren es 35 000 Männer und 19 000 Frauen und in 2006 102 000 Männer und 54 000 Frauen (ohne die Personen, die bei der BA als arbeitsuchend gemeldet sind: 32 000 Männer und 22 000 Frauen in 2006)." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Determinanten des Erfolgs staatlich geförderter Existenzgründungen: eine empirische Untersuchung (2008)

    Sandner, Philipp; Block, Joern ; Lutz, Andreas;

    Zitatform

    Sandner, Philipp, Joern Block & Andreas Lutz (2008): Determinanten des Erfolgs staatlich geförderter Existenzgründungen. Eine empirische Untersuchung. In: Zeitschrift für Betriebswirtschaft, Jg. 78, H. 7/8, S. 753-778.

    Abstract

    "Die Anzahl der staatlich geförderten Existenzgründungen hat sich seit Einführung der 'Ich-AG' im Jahr 2003 stark erhöht. Die Gründungsforschung hat diese Gründungen bisher jedoch wenig beachtet. Diese Arbeit versucht die Lücke zu schließen und untersucht empirisch, welche Faktoren einen Einfluss auf die Tragfähigkeit von staatlich geförderten Existenzgründungen haben. Eine Gründung wird im Rahmen dieser Arbeit dann als tragfähig angesehen, wenn das durch die Gründung erwirtschaftete Einkommen zur Deckung der Lebenshaltungskosten des Gründers ausreicht. Das Erreichen der Tragfähigkeit ist ein wichtiges Ziel der staatlichen Förderung von Existenzgründern. Unsere im Rahmen einer großzahligen Befragung gewonnenen Ergebnisse zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit für eine tragfähige Gründung sowohl bei jungen als auch bei männlichen Gründern höher liegt. Vorhandene Branchenerfahrung wirkt sich ebenfalls positiv aus. Ein negativer Einfluss auf das Erreichen der Tragfähigkeit zeigt sich hingegen, wenn der Gründer vor der Gründung lange arbeitslos war. Wir diskutieren die Ergebnisse unserer Untersuchung sowohl aus der Perspektive der Gründungspolitik als auch aus der Perspektive der Gründungsforschung." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    The entrepreneurial society (2007)

    Audretsch, David B. ;

    Zitatform

    Audretsch, David B. (2007): The entrepreneurial society. Oxford: Oxford University Press, 236 S.

    Abstract

    Der Autor erläutert in seinem Buch die Transformation der US-amerikanischen Gesellschaft in eine 'Entrepreneurial Society'. Der ökonomische, soziale und kulturelle Wandel in den letzten beiden Jahrzehnten und die Entwicklung einer globalisierten Wissensgesellschaft wird nachgezeichnet. Entrepreneurship wird dabei als positive Reaktion auf die Globalisierung beschrieben. Junge, kleine und technologieorientierte Unternehmen haben die Großunternehmen als treibende Kräfte von Wirtschafts- und Beschäftigungswachstum abgelöst, und Universitäten sind als Institutionen zur Wissensproduktion ins Zentrum der Entwicklung gerückt. Auf gesellschaftlicher, individueller, betrieblicher und kommunaler Ebene haben sich unternehmerisches und innovatives Denken, Ökonomisierung und Wettbewerb und Risikobereitschaft und Mobilität durchgesetzt. Die lebenslange Bindung an einen einzigen Arbeitgeber, die für die letzte Generation noch selbstverständlich war, wurde durch umfassende berufliche Mobilität abgelöst. (IAB)

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    Gesundheitsförderung in flexiblen Arbeitsstrukturen der 'digitalen Wirtschaft': Problemfelder und Gestaltungsperspektiven bei abhängiger und alleinselbständiger Erwerbstätigkeit (2007)

    Becke, Guido ;

    Zitatform

    Becke, Guido (2007): Gesundheitsförderung in flexiblen Arbeitsstrukturen der 'digitalen Wirtschaft'. Problemfelder und Gestaltungsperspektiven bei abhängiger und alleinselbständiger Erwerbstätigkeit. (Artec-paper 142), Bremen, 100 S.

    Abstract

    "Im zweiten Kapitel wird zunächst die begrenzte Reichweite betrieblicher Ansätze der Prävention bzw. der Gesundheitsförderung mit Blick auf flexible Arbeitsstrukturen analysiert. Vorhandene rechtliche Innovationspotenziale werden demnach lediglich im Sinne einer 'halbierten Modernisierung' genutzt. Das dritte Kapitel setzt sich mit dem gesellschaftlichen Flexibilitätsdiskurs auseinander. Auf dieser Basis werden Grundtypen der Flexibilität auf der Ebene von Unternehmen skizziert. Es handelt sich dabei um organisatorische, interne und externe Flexibilität. Die IT-/Medienbranche wird im vierten Kapitel als paradigmatisches Feld flexibler Arbeitsstrukturen vorgestellt. Das fünfte Kapitel bezieht sich auf die Analyse gesundheitlicher Risikopotenziale und Präventionsprobleme in flexibler Arbeitsstrukturen dieser Branche. Im Fokus steht dabei die Erwerbstätigkeit hoch qualifizierter Angestellter sowie der Alleinselbstständigen. Im sechsten Kapitel werden gesundheitsförderliche Gestaltungsperspektiven mit Blick auf flexible Arbeitsstrukturen erörtert und in den konzeptionellen Vorschlag eines präventionsorientierten Mehrebenenansatzes eingebettet. Der Ausblick dieses Beitrags befasst sich schließlich mit der Frage nach den Voraussetzungen für die Realisierung eines solchen arbeits- und gesundheitspolitischen Mehrebenenansatzes." (Textauszug, IAB-Doku)

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    Entrepreneurship in the United States (2007)

    Blanchflower, David G. ;

    Zitatform

    Blanchflower, David G. (2007): Entrepreneurship in the United States. (IZA discussion paper 3130), Bonn, 34 S.

    Abstract

    "In this paper I examine changes in self-employment that have occurred since the early 1980s in the United States. It is a companion paper to a recent equivalent paper relating to the UK. Data on random samples of twenty million US workers are examined taken from the Basic Monthly files of the CPS (BMCPS), the 2000 Census and the 2005 American Community Survey (ACS). In contrast to the official definition of self-employment which simply counts the numbers of unincorporated self-employed, we also include the incorporated self-employed who are paid wages and salaries. The paper presents evidence on trends in self-employment for the US as a whole as well as in construction. Construction is particularly important given that it accounts for a fifth of all self-employment and self-employment rates are roughly double the national rates. It is also important given the existence of public sector procurement programs that primarily exist in construction that have the intended purpose of assisting firms owned by women and minorities. I document the fact that self-employment rates of white women and minorities in comparison to those of white males have increased in construction and elsewhere as have self-employment earnings. Despite this substantial disparities remain. I also find evidence of discrimination in the small business credit market. Firms owned by minorities in general and blacks in particular are much more likely to have their loans denied and pay higher interest than is the case for white males." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Das unternehmerische Selbst: Soziologie einer Subjektivierungsform (2007)

    Bröckling, Ulrich ;

    Zitatform

    Bröckling, Ulrich (2007): Das unternehmerische Selbst. Soziologie einer Subjektivierungsform. (Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft 1832), Frankfurt am Main: Suhrkamp, 327 S.

    Abstract

    "Die Maxime 'Handle unternehmerisch!' ist der kategorische Imperativ der Gegenwart. Ein unternehmerisches Selbst ist man nicht, man soll es werden. Und man wird es, indem man sich in allen Lebenslagen kreativ, flexibel, eigenverantwortlich, risikobewußt und kundenorientiert verhält. Das Leitbild ist zugleich Schreckbild. Was alle werden sollen, ist auch das, was allen droht. Der Wettbewerb unterwirft das unternehmerische Selbst dem Diktat fortwährender Selbstoptimierung, aber keine Anstrengung vermag seine Angst vor dem Scheitern zu bannen. Ulrich Bröcklings grundlegende soziologische Studie nimmt diese Ambivalenz in den Blick und spitzt sie zu einer Diagnose der gegenwärtigen Gesellschaft zu." (Textauszug, IAB-Doku)

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    Start-ups by the unemployed: characteristics, survival and direct employment effects (2007)

    Caliendo, Marco ; Kritikos, Alexander S. ;

    Zitatform

    Caliendo, Marco & Alexander S. Kritikos (2007): Start-ups by the unemployed. Characteristics, survival and direct employment effects. (IZA discussion paper 3220), Bonn, 35 S.

    Abstract

    "Fostering and supporting start-up businesses by unemployed persons has become an increasingly important issue in many European countries. These new ventures are being supported by various governmental programs. Potential benefits include not only the end of unemployment for the new entrepreneur but also some further positive effects, e.g., direct job creation. However, it is often feared that the previously unemployed lack the basic qualifications to become entrepreneurs. Empirical evidence on skill-composition, direct job creation and other key variables is rather scarce, largely because of inadequate data availability. We base our analysis on a unique and very informative survey data containing a representative sample of over 3,100 start-ups founded by unemployed persons in Germany. Individuals were subsidized under two different schemes, and we are able to draw on extensive pre- and post-founding information concerning the characteristics of the business (start-up capital, industry, etc.) and of the business founders (education, motivation, preparation, etc.). We find that formerly unemployed founders are motivated by push and pull factors. Using a proportional hazard duration model with unobserved heterogeneity allows us to analyze the characteristics which drive success of the businesses. While survival rates 2.5 years after business founding are quite high (around 70 %) for both programs and genders, the characteristics of the newly developed businesses are heterogeneous." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Ich-AG und Überbrückungsgeld: neue Ergebnisse bestätigen Erfolg (2007)

    Caliendo, Marco ; Steiner, Viktor;

    Zitatform

    Caliendo, Marco & Viktor Steiner (2007): Ich-AG und Überbrückungsgeld. Neue Ergebnisse bestätigen Erfolg. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 74, H. 3, S. 25-32.

    Abstract

    "Die Existenzgründungsförderung für Arbeitslose ist in den letzten Jahren zu einem der quantitativ bedeutendsten Instrumente der aktiven Arbeitsmarktpolitik in Deutschland geworden. So wurden in den letzten vier Jahren mehr als eine Million Personen durch Existenzgründungszuschüsse (Ich-AG) oder Überbrückungsgeld gefördert. Erste Evaluationsergebnisse aus dem Jahr 2005 haben gezeigt, dass beide Programme hinsichtlich der Vermeidung einer Rückkehr in Arbeitslosigkeit als erfolgreich angesehen werden können. Dies wird durch neuere Analysen des DIW Berlin nun auch für einen längeren Evaluationszeitraum bestätigt. Die Teilnehmer beider Programme haben im Vergleich zu einer Kontrollgruppe von nicht geförderten Arbeitslosen 28 Monate nach Beginn der Maßnahmen eine deutlich geringere Wahrscheinlichkeit arbeitslos gemeldet zu sein. Die Geförderten sind auch mit einer deutlich höheren Wahrscheinlichkeit in Selbständigkeit oder regulärer abhängiger Beschäftigung zu finden und verfügen über ein höheres Erwerbseinkommen als die Kontrollgruppe. Aus Sicht der Bundesagentur für Arbeit ist das Überbrückungsgeld auch ein monetär effizientes Instrument. Die zum 1.8.2006 erfolgte Reform der Existenzgründungsförderung wird vor dem Hintergrund dieser Evaluationsergebnisse kritisch bewertet." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Existenzgründungen: Unterm Strich ein Erfolg (2007)

    Caliendo, Marco ; Steiner, Viktor; Wießner, Frank; Kritikos, Alexander;

    Zitatform

    Caliendo, Marco, Alexander Kritikos, Viktor Steiner & Frank Wießner (2007): Existenzgründungen: Unterm Strich ein Erfolg. (IAB-Kurzbericht 10/2007), Nürnberg, 6 S.

    Abstract

    "Mit Einführung der Ich-AG im Jahr 2003 stieg die Zahl der geförderten Gründungen aus Arbeitslosigkeit auf ein nie gekanntes Niveau. Bis Mitte 2006 wurde insgesamt rund eine Million Gründungen gefördert, davon knapp 400.000 Ich-AGs mit dem Existenzgründungszuschuss (ExGZ). Zugleich wurden Existenzgründer nach wie vor mit Überbrückungsgeld (ÜG) gefördert. Sie haben ein höheres Qualifikationsniveau als ExGZ-Geförderte und entsprechen viel eher den nichtgeförderten Gründern. Mit dem ExGZ wurden Zielgruppen erreicht, die im Gründungsgeschehen zuvor unterrepräsentiert waren, wobei vor allem der hohe Frauenanteil auffällt. Ein Großteil der Geförderten ist 8 Monate nach Gründung noch selbständig. Sowohl ÜG- als auch ExGZ-Geförderte sind deutlich seltener arbeitslos gemeldet als vergleichbare Nicht-Teilnehmer und erzielen ein deutlich höheres Erwerbseinkommen. Das ÜG weist überdies eine positive monetäre Effizienz auf, d.h. die BA spart damit Kosten ein. Die monetäre Effizienz des ExGZ ist leicht negativ. Die Ich-AG zählt aber immer noch zu den vergleichsweise kostengünstigen arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Measuring the dynamics of young and small business: integration the employer and nonemployer universes (2007)

    Davis, Steven J. ; Haltiwanger, John ; Jarmin, Ron S. ; Miranda, Javier ; Nucci, Alfred; Krizan, C. J.; Sandusky, Kristin;

    Zitatform

    Davis, Steven J., John Haltiwanger, Ron S. Jarmin, C. J. Krizan, Javier Miranda, Alfred Nucci & Kristin Sandusky (2007): Measuring the dynamics of young and small business. Integration the employer and nonemployer universes. (NBER working paper 13226), Cambridge, Mass., 34 S., Anhang. DOI:10.3386/w13226

    Abstract

    "We develop a preliminary version of an Integrated Longitudinal Business Database (ILBD) that combines administrative records and survey data for all employer and nonemployer business units in the United States. Unlike other large-scale business databases, the ILBD tracks business transitions from nonemployer to employer status. This feature of the ILBD opens a new frontier for the study of business formation, early lifecycle dynamics and the precursors to job creation in the U.S. economy. There are 5.4 million nonfarm business firms with employees as of 2000 and another 15.5 million with no employees. Our analysis focuses on 40 industries that account for nearly half of nonemployers and 36 percent of nonemployer revenues. Within these industries, nonemployers account for 14 percent of business revenues. About 220,000 of the seven million nonemployers in our selected industries hire workers and migrate to the employer universe over a three-year horizon. These Migrants account for 20 percent of revenue among young employers (three years or less since first hire). Compared to other nonemployers, the revenue of Migrants grows very rapidly in the year prior to and the year of transition to employer status." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Ständig selbst: eine Untersuchung der alltäglichen Lebensführung von Ein-Personen-Selbständigen (2007)

    Egbringhoff, Julia;

    Zitatform

    Egbringhoff, Julia (2007): Ständig selbst: eine Untersuchung der alltäglichen Lebensführung von Ein-Personen-Selbständigen. (Arbeit und Leben im Umbruch 14), München: Hampp, 405 S.

    Abstract

    "Neue Arbeitsformen sind in mehrfacher Hinsicht entgrenzt: Wann, wo, wie lange, wie viel und wann nicht gearbeitet wird, ist nicht von außen vorgegeben. In dem Buch wird am Beispiel von Ein-Personen-Selbständigen in Sachsen analysiert, wie diese ihren Alltag strukturieren und welchen Orientierungen sie dabei folgen. Im Zentrum steht das Verhältnis von Arbeit und Leben'. Die Gruppe der Ein-Personen-Selbständigen ist so schillernd wie sozialstrukturell heterogen. Für die qualitative Untersuchung wurden Interviews beispielsweise mit einem Tiefkühlkostfahrer, einer Kulturmanagerin, einem Webdesigner und der Besitzerin eines Pizzaservice geführt. Ständig selbst über seine Arbeitskraft und Lebenskraft entscheiden zu können und zu müssen, erweist sich als extrem anspruchsvoll. Der Blick hinter das stetige Anwachsen neuer Selbständigkeit zeigt ein differenziertes Bild im Umgang mit diesen Anforderungen: Wie dynamische Formen mit fließenden Übergängen von Arbeit und Leben als Zugewinn von Lebensqualität gefunden werden, das Privatleben im täglichen Existenzkampf unterzugehen droht oder an der vertrauten wie starren Zuweisung von Erwerbs- und Privatzeit festgehalten wird, um sich vor der als grenzenlos erlebten Arbeit zu schützen. Zu Schlüsselkompetenzen werden Selbstbegrenzung und Balancierung, um die für sich selbst passende Form und das subjektive Maß im Umgang mit der eigenen Ressource Arbeitskraft zu finden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Geschlechtsspezifische Unterschiede bei der unternehmerischen Tätigkeit (2007)

    Franco, Ana;

    Zitatform

    Franco, Ana (2007): Geschlechtsspezifische Unterschiede bei der unternehmerischen Tätigkeit. (Statistik kurz gefasst. Bevölkerung und soziale Bedingungen 30/2007), Brüssel, 7 S.

    Abstract

    "Nach wie vor führen in der EU weitaus mehr Männer als Frauen ihr eigenes Unternehmen. Ebenso sind deutlich mehr Männer als Frauen in der Unternehmensleitung tätig, ungeachtet dessen, ob ihnen das Unternehmen gehört oder nicht. In den letzten Jahren hat es keine Anzeichen für eine Verringerung dieser Diskrepanzen gegeben. Selbständige Frauen in der Industrie und im Dienstleistungssektor machten 2005 in der Europäischen Union insgesamt nur 8,6 % aller erwerbstätigen Frauen aus - bei den Männern war der entsprechende Anteil doppelt so hoch. Weitere Ergebnisse:
    - Fast dreimal so viele Männer wie Frauen sind Selbständige mit Arbeitnehmern,
    - Wenig Anzeichen für eine Verringerung der geschlechtsspezifischen Unterschiede bei der Unternehmertätigkeit,
    - Sektorale Konzentration der Selbständigen mit Arbeitnehmern bei Frauen ausgeprägter,
    - Weitaus mehr Männer als Frauen in der Unternehmensleitung,
    - Anteile der als Unternehmensleiter tätigen Frauen und Männer seit 2000 kaum verändert." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Self-employment: A way to end unemployment?: empirical evidence from German pseudo-panel data (2007)

    Glocker, Daniela; Steiner, Viktor;

    Zitatform

    Glocker, Daniela & Viktor Steiner (2007): Self-employment: A way to end unemployment? Empirical evidence from German pseudo-panel data. (IZA discussion paper 2561), Bonn, 28 S.

    Abstract

    "This paper contributes to the policy-relevant question whether self-employment is a way out of (long-term) unemployment. We estimate the relationship between the entry rate into selfemployment and previous (long-term) unemployment on the basis of pseudo-panel data for Germany in the period 1996-2002. The estimation method accounts for cohort fixed effects and measurement errors induced by the pseudo panel structure. We find that previous (longterm) unemployment significantly increases entry rates into self-employment for both men and women. These effects are quantitatively important, both in absolute terms and compared to other potential determinants of self-employment transitions, such as age, the level of vocational qualification and certain household characteristics." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Gering qualifizierte Gründer - als ICH-AG erfolgreich? (2007)

    Grgic, Mariana ;

    Zitatform

    Grgic, Mariana (2007): Gering qualifizierte Gründer - als ICH-AG erfolgreich? München, 109 S.

    Abstract

    ICH-AG-Gründer sind durch starke berufliche Mobilität auf dem Arbeitsmarkt gekennzeichnet. Sie vollziehen in relativ kurzer Zeit einen Wechsel vom Arbeitnehmer zum Arbeitslosen und anschließend zum Selbständigen. Sie tragen als Selbständige Verantwortung und sind unabhängig von vorgegebenen Tätigkeitsstrukturen. Um in die Selbständigkeit zu gelangen und auch dauerhaft selbständig zu bleiben, muss der Gründungsprozess erfolgreich durchlaufen werden. Die Diplomarbeit befasst sich unter diesem Aspekt mit der Gruppe der Gründer mit wenig Humankapital, d. h. solchen, die keinen Berufsabschluss besitzen. Die Untersuchungsfragen lauten: 1. Können sich wenig qualifizierte ICH-AG-Gründer trotz fehlenden Humankapitals als Selbständige auf dem Arbeitsmarkt platzieren? 2. Lassen sich spezifische Erfolgsfaktoren der ICH-AG-Gründer mit wenig Humankapital identifizieren? Die Ergebnisse machen deutlich, dass die schulische und berufliche Bildung, aber auch die Dauer der Arbeitslosigkeit vor allem zu Beginn der Gründung einen positiven Einfluss auf die Dauer der Selbständigkeit gering Qualifizierter hat. Die erste Forschungsfrage, ob sich wenig qualifizierte ICH-AG-Gründer trotz fehlendem Humankapital als Selbständige auf dem Arbeitsmarkt etablieren können, ist 'tendenziell' positiv zu beantworten. In Bezug auf die zweite Forschungsfrage, ob sich spezifische 'Erfolgsfaktoren' von ICH-AG-Gründern mit wenig Humankapital identifizieren lassen, kommt die Arbeit zu dem Schluss, dass sich dies nicht eindeutig beantworten lässt. (IAB)

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    Selbständigkeit in Europa 1991-2003: empirische Evidenz mit Länderdaten (2007)

    Göggel, Kathrin; Pfeiffer, Friedhelm ; Gräb, Johannes;

    Zitatform

    Göggel, Kathrin, Johannes Gräb & Friedhelm Pfeiffer (2007): Selbständigkeit in Europa 1991-2003. Empirische Evidenz mit Länderdaten. In: Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, Jg. 227, H. 2, S. 153-167. DOI:10.1515/jbnst-2007-0203

    Abstract

    "In der Studie werden ausgewählte makroökonomische Determinanten der Anzahl der Selbständigen in fünfzehn Ländern Europas untersucht. Datenbasis sind die Arbeitskräfteerhebungen der Europäischen Union für die Jahre 1991 - 2003. Ausgangspunkt der Studie ist der Rückgang der Anzahl der Selbständigen in diesem Zeitraum, bei gleichzeitigem Rückgang der Anzahl der Arbeitslosen und einer Zunahme des Bruttoinlandsprodukts pro Kopf. Paneldatenanalysen geben einen Hinweis darauf, dass sowohl die Anzahl der Arbeitslosen wie auch der Arbeitnehmer die Anzahl der Selbständigen erhöht, wohingegen das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf einen negativen Einfluss ausübt, insbesondere auf die Anzahl der Einpersonenunternehmen. Ein höherer Realzins reduziert die Anzahl der Selbständigen, ebenso wie höhere durchschnittliche Steuern." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Time use of the self-employed (2007)

    Hyytinen, Ari ; Ruuskanen, Olli-Pekka ;

    Zitatform

    Hyytinen, Ari & Olli-Pekka Ruuskanen (2007): Time use of the self-employed. In: Kyklos, Jg. 60, H. 1, S. 105-122. DOI:10.1111/j.1467-6435.2007.00361.x

    Abstract

    Es ist empirisch sehr gut dokumentiert, dass es befriedigender ist, selbständig zu arbeiten als in einem Unternehmen abhängig beschäftigt zu sein. Diese Unterschiede bezüglich der Arbeitszufriedenheit werden in der Literatur vor allem der starken Vorstellung von Unabhängigkeit zugeschrieben, die der Selbständige hat. In der Studie wird die Zeitnutzung als Quelle unternehmerischer Unabhängigkeit untersucht. Mit Hilfe disaggregierter sequentieller Mikrodaten über die Zeitnutzung kann dokumentiert werden, dass Selbständige effektiv länger arbeiten als Angestellte und dass dies auch für die Abende und die Wochenenden gilt. Obwohl es ein Zeichen von Flexibilität bei der Zeitnutzung ist, wenn man entscheiden kann, wann man eine bestimmte Arbeit leistet, so haben Selbständige doch weniger reine Freizeit und sind im allgemeinen weniger abwesend von der Arbeit, speziell auch im Krankheitsfall sowie an Wochenenden. Hinzu kommt, dass Selbständige mit kleinen Kindern in der Regel auch nach 17 Uhr arbeiten, wenn die kommunalen Kindergärten schließen. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse ist es nicht überraschend, dass Selbständige das Gefühl haben, dass sie öfter unter Zeitdruck stehen und sich mehr beeilen müssen als abhängig Beschäftigte. (IAB)

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    Employment, not microcredit, is the solution (2007)

    Karnani, Aneel;

    Zitatform

    Karnani, Aneel (2007): Employment, not microcredit, is the solution. (Ross School of Business working paper series 1065), Ann Arbor, 13 S.

    Abstract

    "Most studies suggest that microcredit is beneficial but only to a limited extent. The problem lies not with microcredit but rather with microenterprises. With low skills, little capital and no scale economies, these businesses have low productivity and lead to meager earnings that cannot lift their owners out of poverty. Creating opportunities for steady employment at reasonable wages is the best way to take people out of poverty. The government is responsible for providing public services that are critical for increasing the productivity and the employability of the poor." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Prekarisierung auf hohem Niveau: eine Feldstudie über Alleinunternehmer in der IT-Branche (2007)

    Manske, Alexandra;

    Zitatform

    Manske, Alexandra (2007): Prekarisierung auf hohem Niveau. Eine Feldstudie über Alleinunternehmer in der IT-Branche. (Arbeit und Leben im Umbruch 13), München u.a.: Hampp, 257 S.

    Abstract

    Thema der Studie ist der Zusammenhang von Flexibilisierung von Arbeit einerseits und der Verunsicherung sozialer Lagen in einem akademisch gebildeten Milieu andererseits. Dazu untersucht die Arbeit in Form einer Feldstudie auf der Basis qualitativer Fallstudien bei Freelancern der IT-Branche (alleindienstleistenden Webdesignern) in Berlin und New York, wie sich akademisch ausgebildete Alleinunternehmer mit prekären Beschäftigungs- und Lebensverhältnissen arrangieren. Es zeigt sich eine Problemlage, die sich auch in hochqualifizierten Milieus als Verunsicherung von Arbeits- und Lebenslagen darstellt. Anhand dreier, typologisch zugespitzter Praxisformen ('Unternehmer', 'Dienstleister', 'Künstler') wird gezeigt, wie die Befragten selbst-unternehmerische Formen und Modi der praktischen Selbstverortung ausbilden. Die drei Praxisformen reflektieren, wie die Befragten auf eine radikal marktvermittelte soziale Lage reagieren und spiegeln in ihren Handlungsstrategien den feldspezifischen Restrukturierungsprozess wider. Aus Sicht der Autorin erweist sich die Internetbranche als ein 'Feld von spezifischen Ungleichstellungen' und sie beschreibt, wie dieser Befund einer Prekarisierung auf hohem Niveau sozialstrukturell überformt wird. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Dependent self-employment: workers on the border between employment and self-employment (2007)

    Muehlberger, Ulrike;

    Zitatform

    Muehlberger, Ulrike (2007): Dependent self-employment. Workers on the border between employment and self-employment. Houndmills u.a.: Palgrave Macmillan, 217 S.

    Abstract

    Arbeitsbeziehungen an der Grenze zwischen abhängiger Beschäftigung und Selbständigkeit werden in dem Buch aus ökonomischer, soziologischer und rechtlicher Sicht betrachtet. Durch zunehmende Auslagerung von Arbeitsplätzen werden betriebliche Hierarchien durch marktliche Steuerungsformen ersetzt, wobei beim größten Teil des Outsourcings die ökonomische und hierarchische Abhängigkeit der ausgelagerten Arbeitskräfte vertraglich festgelegt ist. Die abhängige Beschäftigung Selbständiger wird in dem Buch aus der Sicht der Unternehmen und der Beschäftigten untersucht. Es wird der Frage nachgegangen, warum Unternehmen abhängige Selbständige beschäftigen, warum Beschäftigte diese Beschäftigungsform wählen und mit welchen formellen und informellen Mechanismen die Abhängigkeit hergestellt wird. Es wird untersucht, wer diese abhängige Selbständigen sind, und wie Unternehmen die Gratwanderung zwischen Kontrolle und Flexibilität in diesen Arbeitsbeziehungen bewältigen. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Selbständig und gesund: Prävention und Gesundheitsförderung bei selbständiger Erwerbsarbeit (2007)

    Pröll, Ulrich; Ertel, Michael; Kruse, Oliver; Haake, Gunter; Ammon, Ursula;

    Zitatform

    Pröll, Ulrich, Ursula Ammon, Michael Ertel, Gunter Haake & Oliver Kruse (2007): Selbständig und gesund. Prävention und Gesundheitsförderung bei selbständiger Erwerbsarbeit. (Schriftenreihe der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Forschung 1092), Bremerhaven: Wirtschaftsverlag NW, Verlag für neue Wissenschaft, 126 S.

    Abstract

    "Der Anteil Selbstständiger an der deutschen Erwerbsbevölkerung ist in den letzten Jahren auf ca. 4 Mio. bzw. über 11 % angestiegen. Gut 50 % der Selbstständigen arbeiten als Ein-Personen-Unternehmen, weitere ca. 40 % führen kleine Betriebe mit weniger als 10 Beschäftigten. Durch die zumeist direkte Einbindung in die Wertschöpfung sind Selbstständige unterschiedlichen Kombinationen von branchen- und berufstypischen Belastungen mit Stress-Formen aus den spezifischen Anforderungen unternehmerischer Tätigkeit (wirtschaftliche Unsicherheit, Verantwortungsdruck, überlange Arbeitszeiten usw.) ausgesetzt. Da die Gesundheitsgefährdungen Selbstständiger im Zusammenhang mit ihrer Erwerbsarbeit bislang durch die Träger von Arbeitsschutz und betrieblicher Gesundheitsförderung nicht systematisch bearbeitet werden, hat die Europäische Union im Februar 2003 eine Empfehlung an alle Mitgliedstaaten verabschiedet, zielgruppenspezifische Angebote und Maßnahmen zu entwickeln. Das hier dokumentierte Projekt selbstständig & gesund der BAuA hatte die Aufgabe, diesen Prozess in Deutschland konzeptionell zu unterstützen. Dazu wurden Ausgangslage und Ansatzpunkte für systematische Prävention bei selbstständiger Erwerbsarbeit hinsichtlich der Arbeits- und Erwerbsbedingungen, Belastungen und Präventionsbedarfe sowie vorhandener Interventionsmodelle und Transferpotenziale bilanziert. Neue Transferwege und Instrumente wurden in eigenen Konzeptstudien und Demonstrationsprojekten entworfen und z.T. praktisch erprobt. Die Ergebnisse und Erfahrungen flossen in Empfehlungen für ein nationales Handlungskonzept selbstständig & gesund ein, in dem strategische Leitorientierungen, zielgruppenspezifische Unterstützungsbedarfe und -möglichkeiten formuliert und Vorschläge für arbeitsteilig verzahnte Entwicklungsschwerpunkte gemacht werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Neue Selbstständige und soziale Sicherheit: ein europäischer Vergleich (2007)

    Schulze Buschoff, Karin;

    Zitatform

    Schulze Buschoff, Karin (2007): Neue Selbstständige und soziale Sicherheit. Ein europäischer Vergleich. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 60, H. 7, S. 387-393. DOI:10.5771/0342-300X-2007-7-387

    Abstract

    "In den meisten europäischen Ländern hat die selbstständige Erwerbsarbeit in den letzten Dekaden an Bedeutung gewonnen, so auch in Deutschland, dem Vereinigten Königreich, den Niederlanden, Italien und Schweden. Vor allem der Anteil der Solo-Selbstständigen ist stetig gestiegen. Diese Entwicklung ist mit neuen Herausforderungen an die Sozialpolitik verbunden und wirft die Frage auf, ob und in welcher Form die staatlichen Systeme diese Herausforderungen meistern. Um diese Frage zu beantworten, wird die Absicherung der Selbstständigen in zentralen Zweigen der nationalen Sozialversicherungssysteme umrissen. Weiterhin wird beschrieben, welche Politik die Europäische Kommission hinsichtlich der Absicherung der Selbstständigen verfolgt. Schließlich wird auf die kollektive Interessenvertretung Selbstständiger, z.B. durch die Gewerkschaften, eingegangen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Bitterer Honig: Warum hohe Überlebensraten Gründerinnen nicht immer glücklich machen (2007)

    Wießner, Frank; Noll, Susanne;

    Zitatform

    Wießner, Frank & Susanne Noll (2007): Bitterer Honig: Warum hohe Überlebensraten Gründerinnen nicht immer glücklich machen. In: IAB-Forum H. 1, S. 74-78.

    Abstract

    Als arbeitsmarktpolitisches Instrument hatte die Ich-AG, die 2006 durch den neuen Gründungszuschuss ersetzt wurde, ein vergleichsweise kurzes Leben. Zwischen 2003 und 2006 entwickelte sie sich jedoch zu einem Hoffnungsträger für Arbeitsmarktpolitiker und Arbeitslose. Auch die Urteile der Arbeitsmarktforschung fallen überwiegend positiv aus, da ein beträchtlicher Teil der neugegründeten Klein- und Kleinstbetriebe auf dem freien Markt überlebte. Der Beitrag geht den Gründen für diese Langlebigkeit nach. Er basiert auf Daten aus dem BMAS-Projekt 20/04 "Evaluation der Maßnahmen zur Umsetzung der Vorschläge der Hartz-Kommission, Arbeitspaket 1: Wirksamkeit der Instrumente, Modul 1e: Existenzgründungen". Für das Projekt wurden 3.000 Ich-AG-Gründer und ebenso viele Überbrückungsgeld-Empfänger nach ihrer Existenzgründung telefonisch interviewt. Es zeigt sich, dass die Ich-AG vor allem als "Frauenprogramm" erfolgreich war. Sie entsprach den Bedürfnissen von Frauen offenbar besser als das Überbrückungsgeld. Dabei ist das Überleben am Markt eine notwendige, aber oft nicht hinreichende Bedingung. Hinzu kommen Faktoren wie familiäre Verpflichtungen, wirtschaftliche Zwänge oder finanzielle Spielräume. Untersuchungsergebnisse zeigen, dass sich die "neuen Selbständigen" mit ihren Ich-AGs auch grundsätzlich von "konventionellen Unternehmern" unterscheiden. Es steht weniger der unternehmerische Charakter der selbständigen Erwerbsarbeit im Vordergrund als die Sicherung eines bescheidenen Lebensstandards durch ein "mäßiges, oft sogar nur zusätzliches Einkommen." (IAB)

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    Do the unemployed become successful entrepreneurs?: a comparison between the unemployed, inactive and wage-earners (2006)

    Andersson, Pernilla ; Wadensjö, Eskil ;

    Zitatform

    Andersson, Pernilla & Eskil Wadensjö (2006): Do the unemployed become successful entrepreneurs? A comparison between the unemployed, inactive and wage-earners. (IZA discussion paper 2402), Bonn, 29 S.

    Abstract

    "In many countries unemployed people are helped to become self-employed. Selfemployment, however, does not necessarily lead to success. Many leave self-employment after a short period and the economic outcome varies greatly. It is important to learn more about the economic outcome for unemployed who become self-employed. In the first part of the paper we analyse who became self-employed in the period from 1999 to 2002 of Swedish-born men aged 20 to 60 years who were either wage-earners, unemployed or inactive in 1998. We find that the unemployed, and even more the inactive, are overrepresented among those who become self-employed. In the second part of the paper we study the economic outcome of self-employment in 2002 for Swedish-born men who were either unemployed, inactive or wage-earners in 1998. Economic outcome in 2002 is measured using income from self-employment and having employees in the firm. The estimations show that those who were wage earners in 1998 have higher incomes and are also employing other people in their business to a much higher extent in 2002 than those who in 1998 were unemployed or inactive. This indicates that support to unemployed to become self-employed should be implemented with great care." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Flexible Wissensarbeit: AlleindienstleisterInnen zwischen Privileg und Prekarität (2006)

    Betzelt, Sigrid;

    Zitatform

    Betzelt, Sigrid (2006): Flexible Wissensarbeit. AlleindienstleisterInnen zwischen Privileg und Prekarität. (ZeS-Arbeitspapier 2006/03), Bremen, 90 S.

    Abstract

    "Flexible Wissensarbeit in Form hoch qualifizierter selbständiger Beschäftigung stellt in der Bundesrepublik einen relativ neuen Erwerbstypus dar, der im Dienstleistungssektor auf Expansionskurs ist. Der Beitrag stellt zentrale Ergebnisse einer empirischen Untersuchung im exemplarischen Feld ausgewählter Kulturberufe vor, die als Trendsetter für die neuere selbständige Erwerbsform des 'Alleindienstleisters' gelten können. Gezeigt wird, dass nicht nur deren objektive Erwerbsstrukturen von bekannten Mustern abweichen, da sie - bei vergleichsweise schwacher Geschlechtersegregation - den hoch Qualifizierten nur relativ bescheidene Einkommen unter risikoreichen Erwerbsbedingungen bieten. Besonderheiten zeigen sich auch in den individuellen subjektiven Orientierungen und Handlungsstrategien. Diese subjektiven Faktoren, so das Kernargument dieses Beitrags, ermöglichen erst das ' Funktionieren' des flexiblen Erwerbsmodells. Auf der Basis starker intrinsischer Motivationen und eines dominant wertrationalen Berufsverständnisses entwickeln die individuellen Akteure in reflexiver Weise Handlungsmuster im Umgang mit den marktradikalen Bedingungen, die eine mehr oder minder gelungene Balance zwischen individuellen Freiheitsgraden und marktlichen Restriktionen ermöglichen. Dabei ergeben sich für Männer wie Frauen überwiegend kontinuierliche, wenngleich komplexe Erwerbsbiographien jenseits herkömmlicher Karrierepfade. Diese qualitativ gewonnenen empirischen Befunde werden im Hinblick auf theoretische Konzepte der Arbeits-, Berufs- und Professionssoziologie sowie der sozialen Ungleichheit diskutiert. Abschließend wird aufgezeigt, dass das Erwerbsmuster flexibler Wissensarbeit besonders aufgrund der fragilen individuellen und kollektiven Risikostrategien durchaus institutionellen Handlungsbedarf aufwirft." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Dependent forms of self-employment in the UK: identifying workers on the border between employment and self-employment (2006)

    Böheim, René ; Muehlberger, Ulrike;

    Zitatform

    Böheim, René & Ulrike Muehlberger (2006): Dependent forms of self-employment in the UK. Identifying workers on the border between employment and self-employment. (IZA discussion paper 1963), Bonn, 26 S.

    Abstract

    "We analyse the characteristics of workers who provide work on the basis of a civil or commercial contract, but who are dependent on or integrated into the firm for which they work. We argue that these dependent self-employed lose their rights under labour law, receive less favourable benefits from social security protection and are often beyond trade union representation and collective bargaining. Using data from the British Labour Force Survey we test two hypotheses: (1) Dependent self-employed workers are significantly different from both employees and (independent) self-employed individuals, thus forming a distinct group. (2) Dependent self-employed workers have lower labour market skills, less labour market attachment and, thus, less autonomy than self-employed workers. The data support our hypothesis that dependent self-employed workers are a distinct labour market group which differs from both employees and independent self-employed individuals. Men, older workers, tho! se with low education and a low job tenure have greater odds of working in dependent self-employment than their counterparts. Our results suggest that dependent forms of self-employment are used by firms to increase labour flexibility." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Genderaspekte in der Existenzgründung und Selbständigkeit in Deutschland im Vergleich mit ausgewählten Ländern in Europa: eine Analyse mit Daten des Mikrozensus und der EU-Arbeitskräftestichprobe (2006)

    Dangel, Caroline; Stamm, Thomas; Fleißig, Sabine; Piorkowsky, Michael-Burkhard;

    Zitatform

    Dangel, Caroline, Sabine Fleißig, Michael-Burkhard Piorkowsky & Thomas Stamm (2006): Genderaspekte in der Existenzgründung und Selbständigkeit in Deutschland im Vergleich mit ausgewählten Ländern in Europa. Eine Analyse mit Daten des Mikrozensus und der EU-Arbeitskräftestichprobe. Berlin, 66 S.

    Abstract

    "Der haushaltsökonomische Ansatz zur Analyse der erwerbswirtschaftlichen Selbstständigkeit unterscheidet grundlegend drei Gruppen von Selbstständigen: erstens im Haupterwerb (erste oder einzige Selbstständigkeit in Vollzeit), zweitens im Zuerwerb (erste oder einzige Selbstständigkeit in Teilzeit neben einer nicht auf Erwerb gerichteten Hauptaktivität, z.B. Haushaltsführung) und drittens im Nebenerwerb (zweite Erwerbstätigkeit als Selbstständige oder Selbstständiger in Teilzeit). In Deutschland sind der selbstständige Haupt- und Nebenerwerb Männerdomänen. Dagegen überwiegen im selbstständigen Zuerwerb die Frauen. Die Ausgangsfrage der Analyse war, ob es sich dabei um eine deutsche Besonderheit handelt. Zur Klärung dieser Frage wurden Daten der EU-Arbeitskräfteerhebung für ausgewählte Länder in Europa vergleichend analysiert. In den Vergleich einbezogen wurden Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, die Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, die Schweiz, Spanien und das Vereinigte Königreich. Im Mittelpunkt der Analyse stehen Muster der Selbstständigkeit: Betrachtet werden nach den drei Gruppen und genderspezifisch differenziert die Strukturen der Selbstständigkeit, d.h. die Zahlen und Anteile von Frauen und Männern, sowie die Entwicklung der Selbstständigen von 1996 bis 2004 nach den Verlaufsmustern: steigend, fallend, U-förmiger Verlauf, umgekehrt-U-förmiger Verlauf und unregelmäßiger Verlauf. Hinsichtlich der Strukturen nimmt Deutschland im Haupt-, Zu- und Nebenerwerb eine mittlere Position ein. Tendenziell zeigt sich - von den Zahlen für Deutschland aus betrachtet - im durchgehend männlich dominierten Haupterwerb ein Nord-Süd-Gefälle mit niedrigeren Frauenanteilen im Norden und höheren Frauenanteilen im Süden. Im überwiegend weiblich dominierten Zuerwerb zeigt sich ebenfalls, aber weniger einheitlich ein Nord-Süd-Gefälle; nördlich von Deutschland eher niedrigere und südlich eher höhere Frauenanteile. Folglich ist die oben angesprochene Frauendominanz im Zuerwerb kein deutsches Sonderphänomen. Im Nebenerwerb zeigt sich genderspezifisch ein vergleichsweise uneinheitliches Bild. Hinsichtlich der Entwicklung der Selbstständigkeit zeigt sich bei differenzierter Betrachtung von Frauen und Männern im Haupt-, Zu- und Nebenerwerb, dass in fast allen Ländern unterschiedliche Verläufe die Regel sind. Einfach aufzuklärende Zusammenhänge liegen folglich nicht vor. Hier sind weitergehende, sehr differenzierte Analysen erforderlich." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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