Solo-Selbstständige – zwischen Selbstverwirklichung und Prekariat
Als Solo-Selbstständige werden diejenigen Gründerinnen und Gründer bezeichnet, die keine weiteren sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigen. Sie bilden mittlerweile die Mehrheit der beruflich Selbstständigen in Deutschland. Die Infoplattform informiert über die empirische Forschung zu den Solo-Selbstständigen.
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Literaturhinweis
Wachstumsbedingungen von Ein-Personen-Gründungen: eine Längsschnittbeobachtung über acht Jahre (2009)
Zitatform
Keßler, Alexander, Christian Korunka, Hermann Frank & Manfred Lueger (2009): Wachstumsbedingungen von Ein-Personen-Gründungen. Eine Längsschnittbeobachtung über acht Jahre. In: Zeitschrift für Betriebswirtschaft, Jg. 79, H. 12, S. 1413-1436. DOI:10.1007/s11573-009-0325-y
Abstract
"In den letzten Jahren wurde vermehrt die Rolle von Ein-Personen-Unternehmen (EPU) als Alternative zur abhängigen Beschäftigung thematisiert. Aus wirtschaftpolitischer Sicht interessiert besonders das Wachstumspotential solcher Unternehmen. Die vorliegende Arbeit analysiert dieses Wachstumspotential auf Grundlage des Rahmenmodells von Gilbert, McDougall und Audretsch 2006, das fünf Gruppen von Wachstumsprädiktoren postuliert: Eigenschaften der Person, Ressourcen, Strategie, Branche und organisatorische Strukturen und Systeme. Der Modelltest erfolgt auf Basis logistischer Regressionsmodelle (mittelfristiges und langfristiges Wachstum) unter Verwendung eines Längsschnittdatensatzes von 188 österreichischen Ein-Personen-Gründungen, beobachtet über einen Zeitraum von acht Jahren. Die Analysen zeigen ein geringes, aber doch vorhandenes Wachstumspotential. 41% der überlebenden EPU beschäftigen mittelfristig zumindest eine/n Halbtagsmitarbeiterin; langfristig steigt der Anteil auf 54% an. Als wichtigste Prädiktoren des Wachstums erweisen sich das Geschlecht und Humankapital der Gründerperson, der Kapitalbedarf zum Gründungszeitpunkt und das Verfolgen einer Wachstumsstrategie. Push-Motive (Gründen aus der Arbeitslosigkeit) wirken sich negativ auf das Wachstum aus." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Mikrokredite: Bedarf auch in Deutschland (2009)
Zitatform
Kritikos, Alexander S. & Christoph Kneiding (2009): Mikrokredite: Bedarf auch in Deutschland. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 76, H. 27/28, S. 451-456.
Abstract
"Fehlende Finanzierung wird als ein zentraler Grund angesehen, warum kleine Unternehmen scheitern. Seit einigen Jahren wird daher versucht, das Instrument der Mikrokredite auch in Deutschland zu etablieren. Eine erste empirische Studie zeigt, dass rund 15 Prozent aller Selbständigen Interesse an Mikrokrediten äußern. Allerdings macht diese Studie auch deutlich, dass der Bedarf woanders liegt als bisher vermutet. Statt Existenzgründer sollten bereits aktive Kleinunternehmer bestimmter Branchen angesprochen werden. Außerdem müssen Mikrokredite bei kurzer Laufzeit schnell verfügbar sein, damit sie von Unternehmern angenommen werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Ein-Personen-Unternehmen in Österreich (2009)
Mandl, Irene; Gavac, Karin; Hölzl, Kerstin;Zitatform
Mandl, Irene, Karin Gavac & Kerstin Hölzl (2009): Ein-Personen-Unternehmen in Österreich. In: Wirtschaft und Gesellschaft, Jg. 35, H. 2, S. 215-236.
Abstract
"Die ökonomischen, demografischen und soziodemografischen Entwicklungen der letzten Dekade führten und führen zu Veränderungen in der Arbeitswelt und den Erwerbsformen, u. a. auch zu einem Trend zu Ein-Personen-Unternehmen (EPU). EPU sind selbstständige Wirtschafttreibende auf Voll- oder Teilzeitbasis, die ihre dauerhaft auf den Markt ausgerichtete Tätigkeit ohne Mitunternehmerinnen und Mitarbeiterinnen ausüben. In der Gewerblichen Wirtschaft ist etwas mehr als die Hälfte der Unternehmen den EPU zuzurechnen (Tendenz steigend), wobei der Anteil insbesondere in den Sparten Information und Consulting sowie Handel überdurchschnittlich hoch ist. Innerhalb der Gruppe der EPU zeigt sich eine große Heterogenität, z. B. hinsichtlich der Charakteristika der Unternehmerin oder des Unternehmers, der Art der wirtschaftlichen Tätigkeit, der Marktorientierung, des Arbeitsausmaßes oder der Ertragskraft. Von einem 'typischen EPU' kann somit nicht gesprochen werden. Als größte Herausforderung der Zukunft sehen die österreichischen EPU in erster Linie die Bewältigung von Themen struktureller Natur (Konkurrenzsituation). Da davon auszugehen ist, dass Ein-Personen-Unternehmen in steigendem Ausmaß die Wirtschaftsstruktur in Österreich prägen werden, sind eine verstärkte Beschäftigung mit dieser Unternehmensgruppe, Verständnis für deren spezifischen Herausforderungen und die Entwicklung von maßgeschneiderten, zielgruppenadäquaten Maßnahmen ein Gebot der Stunde." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Prekäre Freiheit: Die Arbeit von Kreativen (2009)
Zitatform
Manske, Alexandra & Janet Merkel (2009): Prekäre Freiheit: Die Arbeit von Kreativen. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 62, H. 6, S. 295-301. DOI:10.5771/0342-300X-2009-6-295
Abstract
"Bislang gibt es nur wenige Untersuchungen, die sich mit der Kreativwirtschaft als expandierendem Erwerbsfeld und der in diesem Arbeitsmarktsegment rasch anwachsenden Gruppe der Alleinunternehmer befassen. Der Beitrag gibt daher einen qualitativen Einblick in die Erwerbssituation und soziale Lage kreativer Alleinunternehmer in Berlin. Ziel des Artikels ist es, auf die spezifische Form von Prekarität in der Kultur- und Kreativwirtschaft aufmerksam zu machen - die Prekarisierung auf hohem Niveau. Es zeigt sich, dass 'Kreativarbeit' nur bedingt vor der Folie des Normalarbeitsverhältnisses interpretiert werden kann. Damit bietet die Analyse Ansatzpunkte für eine empirische sowie terminologische Differenzierung der Debatte um die Prekarisierung der Arbeitsgesellschaft." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Aus der Arbeitslosigkeit in die Selbständigkeit?: individuelle und soziale Faktoren bei Erfolg und Scheitern von Existenzgründern (2009)
Peniuk, Alexander;Zitatform
Peniuk, Alexander (2009): Aus der Arbeitslosigkeit in die Selbständigkeit? Individuelle und soziale Faktoren bei Erfolg und Scheitern von Existenzgründern. Berlin: Uni-Edition, 326 S.
Abstract
"Heute wird in der Wirtschaftswissenschaft betont, dass Selbstständige einen wesentlichen Beitrag zum Wirtschaftswachstum und zur Vollbeschäftigung leisten können. Zu dem Thema 'Aus der Arbeitslosigkeit in die Selbständigkeit?' hat der Autor im Rahmen einer Dissertation eine Untersuchung in Essen vorgelegt. Der Gewinn für die Gründer liegt durch den selbst geschaffenen Arbeitsplatz neben den materiellen Vorteilen in der Stärkung des Selbstbewusstseins in einer veränderten Selbst- und Fremdwahrnehmung (indiv.-psych. u. soz. Bereich) und eröffnet somit Arbeitslosen immer wieder neue Perspektiven." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Erwerbsarbeit und Gesundheit von Selbstständigen: Forschungsergebnisse und Präventionsansätze (2009)
Pröll, Ulrich;Zitatform
Pröll, Ulrich (2009): Erwerbsarbeit und Gesundheit von Selbstständigen. Forschungsergebnisse und Präventionsansätze. In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Jg. 18, H. 4, S. 298-312. DOI:10.1515/arbeit-2009-0405
Abstract
"Etwa jede zehnte Erwerbsperson in Deutschland ist selbstständig tätig, die Mehrheit als Allein-Unternehmerinnen, die übrigen zumeist als Inhaberinnen (sehr) kleiner Unternehmen. Selbstständige sind deshalb prinzipiell von doppeltem präventionsstrategischem Interesse: als 'Moderatoren' und als unmittelbare Klientel arbeitsbezogener Prävention im kleinbetrieblichen Setting. Unter diesem Fokus fasst der Beitrag Forschungsbefunde zu Belastungen, Berufseinstellungen und Gesundheit differenziert für Solo-Selbstständige und Kleinbetriebsinhaberinnen zusammen. Auf der Grundlage von Forschungsergebnissen und Interventionserfahrungen aus einschlägigen Modellprojekten werden Möglichkeiten zielgruppenspezifischer Prävention aufgezeigt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Wandel der Erwerbsformen in Deutschland und Europa (2009)
Zitatform
Schmid, Günther & Paula Protsch (2009): Wandel der Erwerbsformen in Deutschland und Europa. (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Discussion paper SP 1 2009-505), Berlin, 46 S.
Abstract
"Der Beitrag präsentiert mit Hilfe einer neuen Herangehens- und Darstellungsweise den Wandel der Erwerbsverhältnisse in Deutschland seit 1985 und vergleicht diese mit der Entwicklung in 23 Mitgliedstaaten der EU im Zehnjahresabschnitt von 1998 bis 2008. Er konzentriert sich auf die so genannten atypischen Beschäftigungsverhältnisse auf der Grundlage des deutschen Mikrozensus und der Europäischen Arbeitskräfteerhebung. Neben einer detaillierten statistischen Beschreibung nach Geschlecht, Qualifikation und Sektoren werden auch theoretische Einschätzungen zur Erklärung des Wandels geprüft. Schließlich werden die wichtigsten Ergebnisse noch einmal herausgehoben und als zukünftige Herausforderungen für die Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik diskutiert. Das zentrale Ergebnis ist weder die Klage über das zerfallende 'Normalarbeitsverhältnis' noch über das tendenzielle 'Prekarität' atypischer Beschäftigungsformen; vielmehr nimmt infolge steigender Erwerbstätigkeit und wirtschaftlichen Wohlstands die Vielfalt der Beschäftigungsverhältnisse zu. Parallel dazu steigen allerdings auch die sozialen Risiken im Lebenslauf, vor allem das Risiko stark schwankender Einkommen durch mehrfache oder lange Perioden der Arbeitslosigkeit, wechselnde Arbeitszeiten, Veralten der Qualifikation oder gesundheitliche Leistungseinschränkungen. Sollen neue soziale Ungleichheiten abgebaut oder vermieden werden, müssen sich künftige Arbeitsmarktreformen auf diese Entwicklung einstellen, sei es durch Schaffung neuer sozialer Sicherheiten oder durch arbeits- und sozialrechtliche Flexibilisierung des Normalarbeitsverhältnisses. Der Beitrag endet mit Anregungen zu solchen Reformen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Adapting labour law and social security to the needs of the 'new self-employed': comparing the UK, Germany and the Netherlands (2009)
Zitatform
Schulze Buschoff, Karin & Claudia Schmidt (2009): Adapting labour law and social security to the needs of the 'new self-employed'. Comparing the UK, Germany and the Netherlands. In: Journal of European social policy, Jg. 19, H. 2, S. 147-159. DOI:10.1177/0958928708101867
Abstract
"The emergence of the category of 'new self-employment' presents a challenge for political actors in European countries. The new self-employed are exposed to the same social risks as dependent employees, but they generally enjoy fewer social and labour rights. How are social policymakers reacting to this situation? Our response to this question is structured as follows. First, comparing the situation in the UK, Germany and the Netherlands, we briefly describe the factors which have contributed to the increase in self-employment and the structure of 'new self-employment'. Second, we outline the initiatives to adjust legislation in these countries so as to accommodate new self-employment and those types of work that are found on the borderline between dependent employment and self-employment. We then describe the ways in which these types of work are considered under national labour legislation and the extent to which they are taken into account by the respective statutory social security systems. The main finding that emerges is that despite the similar challenges faced by the three countries, path-dependency has led national legislators to adopt very different strategies to adjust social security and labour law regulations." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Gesamtwirtschaftliche Perspektiven der Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland: Kurzfassung eines Forschungsgutachtens im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (2009)
Söndermann, Michael; Backes, Christoph; Brünink, Daniel; Arndt, Olaf;Zitatform
Söndermann, Michael, Christoph Backes, Olaf Arndt & Daniel Brünink (2009): Gesamtwirtschaftliche Perspektiven der Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland. Kurzfassung eines Forschungsgutachtens im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. (Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. Forschungsbericht 577), Berlin, 35 S.
Abstract
Das Forschungsgutachten der Bundesregierung unterstreicht die wirtschaftliche Bedeutung der Kultur- und Kreativwirtschaft und zeigt ihre Potentiale und Perspektiven auf. Die Bedeutung dieses Wirtschaftszweiges für die Volkswirtschaft und seine besonderen Merkmale und Strukturen werden analysiert. Darüber hinaus werden strategische Handlungsempfehlungen für eine bessere Ausschöpfung der wirtschaftlichen Potenziale der Kultur- und Kreativwirtschaft gegeben. Der Bericht dokumentiert die wirtschaftlichen Fakten und Trends und untersucht die Förderrahmenbedingungen für die Kultur- und Kreativwirtschaft auf der Ebene des Bundes. Zur Kultur- und Kreativwirtschaft zählen die Musikwirtschaft, der Buchmarkt, der Kunstmarkt, die Film- und Rundfunkwirtschaft, die darstellenden Künste, die Designwirtschaft, der Architekturmarkt, der Pressemarkt, der Werbemarkt sowie die Softwareindustrie. Die Branche ist geprägt von unterschiedlichen Unternehmens- und Umsatzgrößen; zu ihr gehören neben selbständig und freiberuflich Tätigen auch kleine und mittlere Unternehmen, wie beispielsweise Kunsthändler, Werbeagenturen, Verlage oder Musikproduzenten, aber auch Großunternehmen. Die Branche bringt nicht nur bedeutende kulturelle und kreative Produkte und Dienstleistungen hervor, sondern sie ist auch volkswirtschaftlich von erheblicher Bedeutung. Rund 210.000 Unternehmen mit knapp einer Million Erwerbstätigen sind in der Kultur- und Kreativwirtschaft tätig. Die Quote der Selbständigen ist mit 25 Prozent außergewöhnlich hoch. Der Beitrag zur Bruttowertschöpfung liegt bei rund 60 Mrd. Euro. (IAB)
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A gender perspective on self-employment entry and performance as self-employed (2008)
Zitatform
Andersson Joona, Pernilla & Eskil Wadensjö (2008): A gender perspective on self-employment entry and performance as self-employed. (IZA discussion paper 3581), Bonn, 33 S.
Abstract
"Research on self-employment has increased during recent years and particular attention has been paid to self-employment dynamics and the factors influencing entry and exit rates from self-employment. Using a large panel data set for Sweden, this paper investigates variations in recruitment to self-employment and in self-employment performance by gender and by employment status prior to entering self-employment. As performance measures we use income from self-employment, number of employees, exit rates and destination after self-employment. We find that the probability of becoming self-employed is highest among men who are economically inactive and lowest among women who are wage-earners. Analysing self-employment performance, we find that men have higher incomes than women. Self-employed women more often than self-employed men have employees. For both men and women those who enter from unemployment or inactivity are less successful in terms of income and the probability of having employees than those who enter from paid employment. When exits are divided into paid employment and other employment status, we find that those who entered from unemployment or inactivity face a higher risk of returning to one of these states." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Herr und Knecht: Die Ambivalenzen der Selbstunternehmung (2008)
Birenheide, Almut;Zitatform
Birenheide, Almut (2008): Herr und Knecht: Die Ambivalenzen der Selbstunternehmung. In: Leviathan, Jg. 36, H. 2, S. 274-291.
Abstract
Mit der 'Ich-AG' wurde 2003 eine Sozialfigur kreiert, die nach Meinung der Autorin 'innerlich widersprüchlicher kaum sein kann', da der Terminus eine einzelne Person mit der Dimension einer Aktiengesellschaft verknüpft und damit die Dynamik globalisierter Ökonomie in den Verantwortungsbereich des auf sich selbst zurückgeworfenen Subjekts stellt. Mit der Gesetzgebung zur 'Ich-AG' sollte Arbeitslosen ein sozial abgesicherter Start in die Selbständigkeit ermöglicht werden. Der Beitrag untersucht den spezifischen Charakter der mit der 'Ich-AG' geschaffenen neuen sozialen Figur des Unternehmertums auf der Grundlage von qualitativen Interviews mit Ein-Personen-Selbständigen, die sich vorwiegend mit Zuschüssen der Bundesagentur für Arbeit selbständig gemacht haben. Die Auskünfte der Betroffenen über ihre Motivationen, ihre Selbsteinstellungen und ihre Maßnahmen zur Beschäftigungsfähigkeit lassen erkennen, dass es sich um 'ein sehr spezifisches Verhältnis zwischen Freiheit und Zwang' handelt. Die Autorin kommt zu der Bewertung, dass die Rollen von Herr und Knecht derart ineinander verschachtelt werden, 'dass die Selbständigen als Knecht agieren, sich aber als Herr fühlen dürfen'. (IAB)
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Die neuen Solo-Selbstständigen zwischen Unternehmergeist und Prekarität (2008)
Candeias, Mario;Zitatform
Candeias, Mario (2008): Die neuen Solo-Selbstständigen zwischen Unternehmergeist und Prekarität. In: Prokla. Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft, Jg. 38, H. 150, S. 65-81.
Abstract
Der Beitrag beschäftigt sich mit den Widersprüchen zwischen Unternehmergeist und Prekariat, in denen sich die neuen 'Solo-Selbständigen' bewegen. Er unterscheidet drei Typen von 'Solo-Selbständigen': a) erfolgreiche Selbstmanager, b) diejenigen, die sich in äußerst unsicheren Verhältnissen zurechtfinden müssen und c) diejenigen, die von akuter Armut bedroht und/oder auf staatliche Hilfe angewiesen sind. Die mittlere Gruppe in unsicherer Lage steht im Fokus der Untersuchung. Zunächst wird gefragt, was die 'Solo-Selbständigen' von Lohnarbeitenden in einem 'Normalarbeitsverhältnis', wie es sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts durchgesetzt hatte, unterscheidet und wie sich ihre Lage den Bedingungen der Prekarität annähert. Es wird deutlich, dass es zahlreiche Unterschiede zur abhängigen Lohnarbeit gibt, die es rechtfertigen, den Selbständigen einen anderen Status zuzuerkennen. Der Autor vertritt die These, dass es aber unzutreffend ist, sie der Kategorie 'Unternehmer' zuzuordnen, vielmehr gelte es, sie aus dem Diskurs über eine Gesellschaft von Unternehmern heraus zu nehmen und in arbeitsorientierte Forschungen und Politiken zu integrieren. Abschließend werden Vorschläge unterbreitet, wie sich selbständig Arbeitende als Teil eines neu entstehenden Prekariats organisieren können, um ihre Interessen zu formulieren und durchzusetzen. (IAB)
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Neue Selbstständigkeit: Anforderungen, Ressourcen und Beanspruchungsfolgen bei neuen Formen der Wissensarbeit (2008)
Gerlmaier, Anja;Zitatform
Gerlmaier, Anja (2008): Neue Selbstständigkeit. Anforderungen, Ressourcen und Beanspruchungsfolgen bei neuen Formen der Wissensarbeit. Saarbrücken: VDM Verlag Dr. Müller, 305 S.
Abstract
"Intrapreneurship, Freelancing oder Neue Selbstständigkeit: Flexible Formen der Arbeit mit hohen Freiheits- und Selbstorganisationsanteilen haben in der letzten Jahren insbesondere in der Wissensökonomie an Bedeutung gewonnen. Sie stellen an immer mehr Beschäftigte die Anforderung, nicht mehr nur Anordnungen effizient auszuführen, sondern unter unternehmerischen Prämissen zu denken und zu handeln. Wer sind diese 'Neuen Selbstständigen'? Wie sehen die Arbeits- und Leistungsbedingungen dieses neuartigen Beschäftigtentypus aus? Die Autorin gibt einführend einen Einblick in die Veränderungen der Arbeitswelt im Informationszeitalter. Sie beschreibt die verschiedenen Konzepte und Erscheinungsformen Neuer Selbstständigkeit und analysiert darauf aufbauend aus einer arbeitswissenschaftlichen Perspektive die besonderen Anforderungs- und Ressourcenlagen sowie die gesundheitlichen Folgewirkungen dieser neuen Form der Arbeit. Basis der Analyse bildet eine Studie mit 224 IT-Spezialisten, wobei Intrapreneure und Freelancer mit einem eher traditionellen Typus der Wissensarbeit (Administratoren im Rechenzentrum) vergleichend untersucht werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Der Preis der Freiheit: Solo-Selbständige zwischen Vermarktung, Professionalisierung und Solidarisierung (2008)
Kock, Klaus; Schauen, Ulli; Schnell, Christiane; Pröll, Ulrich;Zitatform
(2008): Der Preis der Freiheit: Solo-Selbständige zwischen Vermarktung, Professionalisierung und Solidarisierung. (Beiträge aus der Forschung / Sozialforschungsstelle Dortmund 164), Dortmund, 38 S.
Abstract
"In dem Heft der Reihe 'fair statt prekär' werden die Beiträge einer Abendveranstaltung aus dem Herbst 2007 dokumentiert, ergänzt um einen Beitrag aus einem Forschungsprojekt der Sozialforschungsstelle. Die Veranstaltung wurde organisiert und ausgerichtet von der Kooperationsstelle in Zusammenarbeit mit der neu gegründeten Selbständigengruppe der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di im Bezirk Dortmund. Über die Informationsfunktion hinaus verfolgen Veranstaltung und Broschüre auch den Zweck, auf die Möglichkeit einer gewerkschaftlichen Organisation von Solo-Selbständigen hinzuweisen sowie in der Gewerkschaftsbewegung selbst mehr Aufmerksamkeit auf diese anwachsende Gruppe von Erwerbstätigen zu lenken. Wie der Titel 'Der Preis der Freiheit' es andeutet, handelt es sich bei den Solo-Selbständigen um selbstbewusst und unabhängig arbeitende Allein-Unternehmer/innen. Andererseits wird die Freiheit häufi g begrenzt durch rigide Marktverhältnisse und existenzielle Unsicherheiten, die es durchaus gerechtfertigt erscheinen lassen, auch in Bezug auf diese Erwerbstätigengruppe von Prekarisierung zu sprechen und über neue Wege sozialer und fi nanzieller Absicherung nachzudenken. Nur wenige Solo-Selbständige suchen jedoch den Weg in ein festes Beschäftigungsverhältnis. Unabhängigkeit von Arbeitgebern und Vorgesetzten und die Selbstorganisation ihrer Arbeit stellen für sie hohe Werte dar, auf die sie nicht verzichten wollen. Vielleicht könnten aus ihrem Streben nach selbstbestimmter Arbeit somit auch neue Impulse für mehr Demokratie im Arbeitsleben insgesamt erwachsen." (Textauszug, IAB-Doku)
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The organizational governance of work relationships between employment and self-employment (2008)
Zitatform
Muehlberger, Ulrike & Sonia Bertolini (2008): The organizational governance of work relationships between employment and self-employment. In: Socio-economic review, Jg. 6, H. 3, S. 449-472. DOI:10.1093/ser/mwm026
Abstract
"This paper analyses work relationships on the border between employment and self-employment and the consequences of making use of these new forms of work, especially on the side of firms. We study the complexity and variety of dependent forms of outsourcing by comparing the firm-internal solutions adopted to solve the arising control-flexibility dilemma in two industries (insurance, business services) embedded in two different institutional contexts (Italy, Austria). This paper shows that employers have established informal relational contracts that, in combination with formal contracts, reduce the threat of opportunism while simultaneously allowing a certain amount of control over the worker. We highlight the fact that a hierarchal structure returns to the relationship between worker and employer through the mechanisms of control and dependency. Finally, we stress that social relationships complement the market mechanism through the creation of assurance and trust as well as the development of specific configurations of social networks (i.e. network and temporal embeddedness)." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Gendermonitor Existenzgründung 2006: Existenzgründungen im Kontext der Arbeits- und Lebensverhältnisse in Deutschland. Eine Strukturanalyse von Mikrozensusergebnissen (2008)
Piorkowsky, Michael-Burkhard; Fleißig, Sabine;Zitatform
Piorkowsky, Michael-Burkhard & Sabine Fleißig (2008): Gendermonitor Existenzgründung 2006. Existenzgründungen im Kontext der Arbeits- und Lebensverhältnisse in Deutschland. Eine Strukturanalyse von Mikrozensusergebnissen. Wiesbaden u.a., 89 S.
Abstract
"Die Zahl der Selbstständigen insgesamt hat auch in den Jahren 2002 bis 2006 weiter zugenommen. Der seit längerem zu beobachtende Wandel im Gründungsgeschehen und der erwerbswirtschaftlichen Selbstständigkeit hat sich in 2006 in einigen Bereichen weiter fortgesetzt. Dazu gehören die Bedeutungszunahme der teilzeitlichen Selbstständigkeit im Zu- und Nebenerwerb, der Gründungen im Zuerwerb, der teilzeitlichen Gründungen und Selbstständigkeit von Frauen und die Bevorzugung des Bereichs der 'Sonstigen Dienstleistungen'. Entsprechend rückläufige Tendenzen zeigen sich in 2006 absolut und relativ für Gründungen und Selbstständigkeit im vollzeitlichen Haupterwerb. Die Zahl der Selbstständigen insgesamt hat 2006 einen Höchststand von 4,680 Mill.1 erreicht. Der Anteil der Teilzeitselbstständigen (Zu- und Nebenerwerbsselbstständigenfälle) stieg von 20,6 % 1996 auf 28,2 % 2006. Die Zahl der teilzeitselbstständigen Frauen ist im Zeitraum von 1996 bis 2006 weiter gestiegen. Der Trend der Zunahme von Selbstständigen ohne Beschäftigte zwischen 1996 und 2005 wurde in 2006 durch eine geringfügige Abnahme des Anteils der Selbstständigen ohne Beschäftigte in allen drei Hauptgruppen unterbrochen. Die genderspezifische Verteilung der Gründerpersonen im Haupt- und Zuerwerb zeigt, dass nach wie vor die Gründungen im Haupterwerb männlich und im Zuerwerb weiblich dominiert sind. Die Zahl der werdenden Selbstständigen ohne Erweiterung des Personenkreises, um solche werdende Selbstständige, die bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) als arbeitsuchend gemeldet sind, schwankt im Zeitraum von 1996 bis 2006 um einen mittleren Wert von jährlich insgesamt rund 56 000 (etwa 36 000 Männer und 20 000 Frauen). Die Zahl der werdenden Selbstständigen mit erweitertem Personenkreis ist zwischen 2003 und 2005 um 41,0 % auf 172 000 gestiegen und dann in 2006 auf 156 000 gesunken. Die genderspezifische Verteilung der werdenden Selbstständigen zeigt, dass nach wie vor Männer häufiger als Frauen eine selbstständige Tätigkeit suchen. In 1996 waren es 35 000 Männer und 19 000 Frauen und in 2006 102 000 Männer und 54 000 Frauen (ohne die Personen, die bei der BA als arbeitsuchend gemeldet sind: 32 000 Männer und 22 000 Frauen in 2006)." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Determinanten des Erfolgs staatlich geförderter Existenzgründungen: eine empirische Untersuchung (2008)
Zitatform
Sandner, Philipp, Joern Block & Andreas Lutz (2008): Determinanten des Erfolgs staatlich geförderter Existenzgründungen. Eine empirische Untersuchung. In: Zeitschrift für Betriebswirtschaft, Jg. 78, H. 7/8, S. 753-778.
Abstract
"Die Anzahl der staatlich geförderten Existenzgründungen hat sich seit Einführung der 'Ich-AG' im Jahr 2003 stark erhöht. Die Gründungsforschung hat diese Gründungen bisher jedoch wenig beachtet. Diese Arbeit versucht die Lücke zu schließen und untersucht empirisch, welche Faktoren einen Einfluss auf die Tragfähigkeit von staatlich geförderten Existenzgründungen haben. Eine Gründung wird im Rahmen dieser Arbeit dann als tragfähig angesehen, wenn das durch die Gründung erwirtschaftete Einkommen zur Deckung der Lebenshaltungskosten des Gründers ausreicht. Das Erreichen der Tragfähigkeit ist ein wichtiges Ziel der staatlichen Förderung von Existenzgründern. Unsere im Rahmen einer großzahligen Befragung gewonnenen Ergebnisse zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit für eine tragfähige Gründung sowohl bei jungen als auch bei männlichen Gründern höher liegt. Vorhandene Branchenerfahrung wirkt sich ebenfalls positiv aus. Ein negativer Einfluss auf das Erreichen der Tragfähigkeit zeigt sich hingegen, wenn der Gründer vor der Gründung lange arbeitslos war. Wir diskutieren die Ergebnisse unserer Untersuchung sowohl aus der Perspektive der Gründungspolitik als auch aus der Perspektive der Gründungsforschung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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The entrepreneurial society (2007)
Zitatform
Audretsch, David B. (2007): The entrepreneurial society. Oxford: Oxford University Press, 236 S.
Abstract
Der Autor erläutert in seinem Buch die Transformation der US-amerikanischen Gesellschaft in eine 'Entrepreneurial Society'. Der ökonomische, soziale und kulturelle Wandel in den letzten beiden Jahrzehnten und die Entwicklung einer globalisierten Wissensgesellschaft wird nachgezeichnet. Entrepreneurship wird dabei als positive Reaktion auf die Globalisierung beschrieben. Junge, kleine und technologieorientierte Unternehmen haben die Großunternehmen als treibende Kräfte von Wirtschafts- und Beschäftigungswachstum abgelöst, und Universitäten sind als Institutionen zur Wissensproduktion ins Zentrum der Entwicklung gerückt. Auf gesellschaftlicher, individueller, betrieblicher und kommunaler Ebene haben sich unternehmerisches und innovatives Denken, Ökonomisierung und Wettbewerb und Risikobereitschaft und Mobilität durchgesetzt. Die lebenslange Bindung an einen einzigen Arbeitgeber, die für die letzte Generation noch selbstverständlich war, wurde durch umfassende berufliche Mobilität abgelöst. (IAB)
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Gesundheitsförderung in flexiblen Arbeitsstrukturen der 'digitalen Wirtschaft': Problemfelder und Gestaltungsperspektiven bei abhängiger und alleinselbständiger Erwerbstätigkeit (2007)
Zitatform
Becke, Guido (2007): Gesundheitsförderung in flexiblen Arbeitsstrukturen der 'digitalen Wirtschaft'. Problemfelder und Gestaltungsperspektiven bei abhängiger und alleinselbständiger Erwerbstätigkeit. (Artec-paper 142), Bremen, 100 S.
Abstract
"Im zweiten Kapitel wird zunächst die begrenzte Reichweite betrieblicher Ansätze der Prävention bzw. der Gesundheitsförderung mit Blick auf flexible Arbeitsstrukturen analysiert. Vorhandene rechtliche Innovationspotenziale werden demnach lediglich im Sinne einer 'halbierten Modernisierung' genutzt. Das dritte Kapitel setzt sich mit dem gesellschaftlichen Flexibilitätsdiskurs auseinander. Auf dieser Basis werden Grundtypen der Flexibilität auf der Ebene von Unternehmen skizziert. Es handelt sich dabei um organisatorische, interne und externe Flexibilität. Die IT-/Medienbranche wird im vierten Kapitel als paradigmatisches Feld flexibler Arbeitsstrukturen vorgestellt. Das fünfte Kapitel bezieht sich auf die Analyse gesundheitlicher Risikopotenziale und Präventionsprobleme in flexibler Arbeitsstrukturen dieser Branche. Im Fokus steht dabei die Erwerbstätigkeit hoch qualifizierter Angestellter sowie der Alleinselbstständigen. Im sechsten Kapitel werden gesundheitsförderliche Gestaltungsperspektiven mit Blick auf flexible Arbeitsstrukturen erörtert und in den konzeptionellen Vorschlag eines präventionsorientierten Mehrebenenansatzes eingebettet. Der Ausblick dieses Beitrags befasst sich schließlich mit der Frage nach den Voraussetzungen für die Realisierung eines solchen arbeits- und gesundheitspolitischen Mehrebenenansatzes." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Entrepreneurship in the United States (2007)
Zitatform
Blanchflower, David G. (2007): Entrepreneurship in the United States. (IZA discussion paper 3130), Bonn, 34 S.
Abstract
"In this paper I examine changes in self-employment that have occurred since the early 1980s in the United States. It is a companion paper to a recent equivalent paper relating to the UK. Data on random samples of twenty million US workers are examined taken from the Basic Monthly files of the CPS (BMCPS), the 2000 Census and the 2005 American Community Survey (ACS). In contrast to the official definition of self-employment which simply counts the numbers of unincorporated self-employed, we also include the incorporated self-employed who are paid wages and salaries. The paper presents evidence on trends in self-employment for the US as a whole as well as in construction. Construction is particularly important given that it accounts for a fifth of all self-employment and self-employment rates are roughly double the national rates. It is also important given the existence of public sector procurement programs that primarily exist in construction that have the intended purpose of assisting firms owned by women and minorities. I document the fact that self-employment rates of white women and minorities in comparison to those of white males have increased in construction and elsewhere as have self-employment earnings. Despite this substantial disparities remain. I also find evidence of discrimination in the small business credit market. Firms owned by minorities in general and blacks in particular are much more likely to have their loans denied and pay higher interest than is the case for white males." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Das unternehmerische Selbst: Soziologie einer Subjektivierungsform (2007)
Zitatform
Bröckling, Ulrich (2007): Das unternehmerische Selbst. Soziologie einer Subjektivierungsform. (Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft 1832), Frankfurt am Main: Suhrkamp, 327 S.
Abstract
"Die Maxime 'Handle unternehmerisch!' ist der kategorische Imperativ der Gegenwart. Ein unternehmerisches Selbst ist man nicht, man soll es werden. Und man wird es, indem man sich in allen Lebenslagen kreativ, flexibel, eigenverantwortlich, risikobewußt und kundenorientiert verhält. Das Leitbild ist zugleich Schreckbild. Was alle werden sollen, ist auch das, was allen droht. Der Wettbewerb unterwirft das unternehmerische Selbst dem Diktat fortwährender Selbstoptimierung, aber keine Anstrengung vermag seine Angst vor dem Scheitern zu bannen. Ulrich Bröcklings grundlegende soziologische Studie nimmt diese Ambivalenz in den Blick und spitzt sie zu einer Diagnose der gegenwärtigen Gesellschaft zu." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Existenzgründungen: Unterm Strich ein Erfolg (2007)
Zitatform
Caliendo, Marco, Alexander Kritikos, Viktor Steiner & Frank Wießner (2007): Existenzgründungen: Unterm Strich ein Erfolg. (IAB-Kurzbericht 10/2007), Nürnberg, 6 S.
Abstract
"Mit Einführung der Ich-AG im Jahr 2003 stieg die Zahl der geförderten Gründungen aus Arbeitslosigkeit auf ein nie gekanntes Niveau. Bis Mitte 2006 wurde insgesamt rund eine Million Gründungen gefördert, davon knapp 400.000 Ich-AGs mit dem Existenzgründungszuschuss (ExGZ). Zugleich wurden Existenzgründer nach wie vor mit Überbrückungsgeld (ÜG) gefördert. Sie haben ein höheres Qualifikationsniveau als ExGZ-Geförderte und entsprechen viel eher den nichtgeförderten Gründern. Mit dem ExGZ wurden Zielgruppen erreicht, die im Gründungsgeschehen zuvor unterrepräsentiert waren, wobei vor allem der hohe Frauenanteil auffällt. Ein Großteil der Geförderten ist 8 Monate nach Gründung noch selbständig. Sowohl ÜG- als auch ExGZ-Geförderte sind deutlich seltener arbeitslos gemeldet als vergleichbare Nicht-Teilnehmer und erzielen ein deutlich höheres Erwerbseinkommen. Das ÜG weist überdies eine positive monetäre Effizienz auf, d.h. die BA spart damit Kosten ein. Die monetäre Effizienz des ExGZ ist leicht negativ. Die Ich-AG zählt aber immer noch zu den vergleichsweise kostengünstigen arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
BA-geförderte Existenzgründungen in Deutschland 1986 bis 2005 -
Literaturhinweis
Ich-AG und Überbrückungsgeld: neue Ergebnisse bestätigen Erfolg (2007)
Zitatform
Caliendo, Marco & Viktor Steiner (2007): Ich-AG und Überbrückungsgeld. Neue Ergebnisse bestätigen Erfolg. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 74, H. 3, S. 25-32.
Abstract
"Die Existenzgründungsförderung für Arbeitslose ist in den letzten Jahren zu einem der quantitativ bedeutendsten Instrumente der aktiven Arbeitsmarktpolitik in Deutschland geworden. So wurden in den letzten vier Jahren mehr als eine Million Personen durch Existenzgründungszuschüsse (Ich-AG) oder Überbrückungsgeld gefördert. Erste Evaluationsergebnisse aus dem Jahr 2005 haben gezeigt, dass beide Programme hinsichtlich der Vermeidung einer Rückkehr in Arbeitslosigkeit als erfolgreich angesehen werden können. Dies wird durch neuere Analysen des DIW Berlin nun auch für einen längeren Evaluationszeitraum bestätigt. Die Teilnehmer beider Programme haben im Vergleich zu einer Kontrollgruppe von nicht geförderten Arbeitslosen 28 Monate nach Beginn der Maßnahmen eine deutlich geringere Wahrscheinlichkeit arbeitslos gemeldet zu sein. Die Geförderten sind auch mit einer deutlich höheren Wahrscheinlichkeit in Selbständigkeit oder regulärer abhängiger Beschäftigung zu finden und verfügen über ein höheres Erwerbseinkommen als die Kontrollgruppe. Aus Sicht der Bundesagentur für Arbeit ist das Überbrückungsgeld auch ein monetär effizientes Instrument. Die zum 1.8.2006 erfolgte Reform der Existenzgründungsförderung wird vor dem Hintergrund dieser Evaluationsergebnisse kritisch bewertet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Start-ups by the unemployed: characteristics, survival and direct employment effects (2007)
Zitatform
Caliendo, Marco & Alexander S. Kritikos (2007): Start-ups by the unemployed. Characteristics, survival and direct employment effects. (IZA discussion paper 3220), Bonn, 35 S.
Abstract
"Fostering and supporting start-up businesses by unemployed persons has become an increasingly important issue in many European countries. These new ventures are being supported by various governmental programs. Potential benefits include not only the end of unemployment for the new entrepreneur but also some further positive effects, e.g., direct job creation. However, it is often feared that the previously unemployed lack the basic qualifications to become entrepreneurs. Empirical evidence on skill-composition, direct job creation and other key variables is rather scarce, largely because of inadequate data availability. We base our analysis on a unique and very informative survey data containing a representative sample of over 3,100 start-ups founded by unemployed persons in Germany. Individuals were subsidized under two different schemes, and we are able to draw on extensive pre- and post-founding information concerning the characteristics of the business (start-up capital, industry, etc.) and of the business founders (education, motivation, preparation, etc.). We find that formerly unemployed founders are motivated by push and pull factors. Using a proportional hazard duration model with unobserved heterogeneity allows us to analyze the characteristics which drive success of the businesses. While survival rates 2.5 years after business founding are quite high (around 70 %) for both programs and genders, the characteristics of the newly developed businesses are heterogeneous." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Measuring the dynamics of young and small business: integration the employer and nonemployer universes (2007)
Davis, Steven J. ; Haltiwanger, John ; Jarmin, Ron S. ; Miranda, Javier ; Nucci, Alfred; Krizan, C. J.; Sandusky, Kristin;Zitatform
Davis, Steven J., John Haltiwanger, Ron S. Jarmin, C. J. Krizan, Javier Miranda, Alfred Nucci & Kristin Sandusky (2007): Measuring the dynamics of young and small business. Integration the employer and nonemployer universes. (NBER working paper 13226), Cambridge, Mass., 34 S., Anhang. DOI:10.3386/w13226
Abstract
"We develop a preliminary version of an Integrated Longitudinal Business Database (ILBD) that combines administrative records and survey data for all employer and nonemployer business units in the United States. Unlike other large-scale business databases, the ILBD tracks business transitions from nonemployer to employer status. This feature of the ILBD opens a new frontier for the study of business formation, early lifecycle dynamics and the precursors to job creation in the U.S. economy. There are 5.4 million nonfarm business firms with employees as of 2000 and another 15.5 million with no employees. Our analysis focuses on 40 industries that account for nearly half of nonemployers and 36 percent of nonemployer revenues. Within these industries, nonemployers account for 14 percent of business revenues. About 220,000 of the seven million nonemployers in our selected industries hire workers and migrate to the employer universe over a three-year horizon. These Migrants account for 20 percent of revenue among young employers (three years or less since first hire). Compared to other nonemployers, the revenue of Migrants grows very rapidly in the year prior to and the year of transition to employer status." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Ständig selbst: eine Untersuchung der alltäglichen Lebensführung von Ein-Personen-Selbständigen (2007)
Egbringhoff, Julia;Zitatform
Egbringhoff, Julia (2007): Ständig selbst: eine Untersuchung der alltäglichen Lebensführung von Ein-Personen-Selbständigen. (Arbeit und Leben im Umbruch 14), München: Hampp, 405 S.
Abstract
"Neue Arbeitsformen sind in mehrfacher Hinsicht entgrenzt: Wann, wo, wie lange, wie viel und wann nicht gearbeitet wird, ist nicht von außen vorgegeben. In dem Buch wird am Beispiel von Ein-Personen-Selbständigen in Sachsen analysiert, wie diese ihren Alltag strukturieren und welchen Orientierungen sie dabei folgen. Im Zentrum steht das Verhältnis von Arbeit und Leben'. Die Gruppe der Ein-Personen-Selbständigen ist so schillernd wie sozialstrukturell heterogen. Für die qualitative Untersuchung wurden Interviews beispielsweise mit einem Tiefkühlkostfahrer, einer Kulturmanagerin, einem Webdesigner und der Besitzerin eines Pizzaservice geführt. Ständig selbst über seine Arbeitskraft und Lebenskraft entscheiden zu können und zu müssen, erweist sich als extrem anspruchsvoll. Der Blick hinter das stetige Anwachsen neuer Selbständigkeit zeigt ein differenziertes Bild im Umgang mit diesen Anforderungen: Wie dynamische Formen mit fließenden Übergängen von Arbeit und Leben als Zugewinn von Lebensqualität gefunden werden, das Privatleben im täglichen Existenzkampf unterzugehen droht oder an der vertrauten wie starren Zuweisung von Erwerbs- und Privatzeit festgehalten wird, um sich vor der als grenzenlos erlebten Arbeit zu schützen. Zu Schlüsselkompetenzen werden Selbstbegrenzung und Balancierung, um die für sich selbst passende Form und das subjektive Maß im Umgang mit der eigenen Ressource Arbeitskraft zu finden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Geschlechtsspezifische Unterschiede bei der unternehmerischen Tätigkeit (2007)
Franco, Ana;Zitatform
Franco, Ana (2007): Geschlechtsspezifische Unterschiede bei der unternehmerischen Tätigkeit. (Statistik kurz gefasst. Bevölkerung und soziale Bedingungen 30/2007), Brüssel, 7 S.
Abstract
"Nach wie vor führen in der EU weitaus mehr Männer als Frauen ihr eigenes Unternehmen. Ebenso sind deutlich mehr Männer als Frauen in der Unternehmensleitung tätig, ungeachtet dessen, ob ihnen das Unternehmen gehört oder nicht. In den letzten Jahren hat es keine Anzeichen für eine Verringerung dieser Diskrepanzen gegeben. Selbständige Frauen in der Industrie und im Dienstleistungssektor machten 2005 in der Europäischen Union insgesamt nur 8,6 % aller erwerbstätigen Frauen aus - bei den Männern war der entsprechende Anteil doppelt so hoch. Weitere Ergebnisse:
- Fast dreimal so viele Männer wie Frauen sind Selbständige mit Arbeitnehmern,
- Wenig Anzeichen für eine Verringerung der geschlechtsspezifischen Unterschiede bei der Unternehmertätigkeit,
- Sektorale Konzentration der Selbständigen mit Arbeitnehmern bei Frauen ausgeprägter,
- Weitaus mehr Männer als Frauen in der Unternehmensleitung,
- Anteile der als Unternehmensleiter tätigen Frauen und Männer seit 2000 kaum verändert." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Self-employment: A way to end unemployment?: empirical evidence from German pseudo-panel data (2007)
Glocker, Daniela; Steiner, Viktor;Zitatform
Glocker, Daniela & Viktor Steiner (2007): Self-employment: A way to end unemployment? Empirical evidence from German pseudo-panel data. (IZA discussion paper 2561), Bonn, 28 S.
Abstract
"This paper contributes to the policy-relevant question whether self-employment is a way out of (long-term) unemployment. We estimate the relationship between the entry rate into selfemployment and previous (long-term) unemployment on the basis of pseudo-panel data for Germany in the period 1996-2002. The estimation method accounts for cohort fixed effects and measurement errors induced by the pseudo panel structure. We find that previous (longterm) unemployment significantly increases entry rates into self-employment for both men and women. These effects are quantitatively important, both in absolute terms and compared to other potential determinants of self-employment transitions, such as age, the level of vocational qualification and certain household characteristics." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
auch erschienen als: DIW-Diskussionspapiere , 661 -
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Gering qualifizierte Gründer - als ICH-AG erfolgreich? (2007)
Zitatform
Grgic, Mariana (2007): Gering qualifizierte Gründer - als ICH-AG erfolgreich? München, 109 S.
Abstract
ICH-AG-Gründer sind durch starke berufliche Mobilität auf dem Arbeitsmarkt gekennzeichnet. Sie vollziehen in relativ kurzer Zeit einen Wechsel vom Arbeitnehmer zum Arbeitslosen und anschließend zum Selbständigen. Sie tragen als Selbständige Verantwortung und sind unabhängig von vorgegebenen Tätigkeitsstrukturen. Um in die Selbständigkeit zu gelangen und auch dauerhaft selbständig zu bleiben, muss der Gründungsprozess erfolgreich durchlaufen werden. Die Diplomarbeit befasst sich unter diesem Aspekt mit der Gruppe der Gründer mit wenig Humankapital, d. h. solchen, die keinen Berufsabschluss besitzen. Die Untersuchungsfragen lauten: 1. Können sich wenig qualifizierte ICH-AG-Gründer trotz fehlenden Humankapitals als Selbständige auf dem Arbeitsmarkt platzieren? 2. Lassen sich spezifische Erfolgsfaktoren der ICH-AG-Gründer mit wenig Humankapital identifizieren? Die Ergebnisse machen deutlich, dass die schulische und berufliche Bildung, aber auch die Dauer der Arbeitslosigkeit vor allem zu Beginn der Gründung einen positiven Einfluss auf die Dauer der Selbständigkeit gering Qualifizierter hat. Die erste Forschungsfrage, ob sich wenig qualifizierte ICH-AG-Gründer trotz fehlendem Humankapital als Selbständige auf dem Arbeitsmarkt etablieren können, ist 'tendenziell' positiv zu beantworten. In Bezug auf die zweite Forschungsfrage, ob sich spezifische 'Erfolgsfaktoren' von ICH-AG-Gründern mit wenig Humankapital identifizieren lassen, kommt die Arbeit zu dem Schluss, dass sich dies nicht eindeutig beantworten lässt. (IAB)
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Selbständigkeit in Europa 1991-2003: empirische Evidenz mit Länderdaten (2007)
Zitatform
Göggel, Kathrin, Johannes Gräb & Friedhelm Pfeiffer (2007): Selbständigkeit in Europa 1991-2003. Empirische Evidenz mit Länderdaten. In: Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, Jg. 227, H. 2, S. 153-167. DOI:10.1515/jbnst-2007-0203
Abstract
"In der Studie werden ausgewählte makroökonomische Determinanten der Anzahl der Selbständigen in fünfzehn Ländern Europas untersucht. Datenbasis sind die Arbeitskräfteerhebungen der Europäischen Union für die Jahre 1991 - 2003. Ausgangspunkt der Studie ist der Rückgang der Anzahl der Selbständigen in diesem Zeitraum, bei gleichzeitigem Rückgang der Anzahl der Arbeitslosen und einer Zunahme des Bruttoinlandsprodukts pro Kopf. Paneldatenanalysen geben einen Hinweis darauf, dass sowohl die Anzahl der Arbeitslosen wie auch der Arbeitnehmer die Anzahl der Selbständigen erhöht, wohingegen das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf einen negativen Einfluss ausübt, insbesondere auf die Anzahl der Einpersonenunternehmen. Ein höherer Realzins reduziert die Anzahl der Selbständigen, ebenso wie höhere durchschnittliche Steuern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Time use of the self-employed (2007)
Zitatform
Hyytinen, Ari & Olli-Pekka Ruuskanen (2007): Time use of the self-employed. In: Kyklos, Jg. 60, H. 1, S. 105-122. DOI:10.1111/j.1467-6435.2007.00361.x
Abstract
Es ist empirisch sehr gut dokumentiert, dass es befriedigender ist, selbständig zu arbeiten als in einem Unternehmen abhängig beschäftigt zu sein. Diese Unterschiede bezüglich der Arbeitszufriedenheit werden in der Literatur vor allem der starken Vorstellung von Unabhängigkeit zugeschrieben, die der Selbständige hat. In der Studie wird die Zeitnutzung als Quelle unternehmerischer Unabhängigkeit untersucht. Mit Hilfe disaggregierter sequentieller Mikrodaten über die Zeitnutzung kann dokumentiert werden, dass Selbständige effektiv länger arbeiten als Angestellte und dass dies auch für die Abende und die Wochenenden gilt. Obwohl es ein Zeichen von Flexibilität bei der Zeitnutzung ist, wenn man entscheiden kann, wann man eine bestimmte Arbeit leistet, so haben Selbständige doch weniger reine Freizeit und sind im allgemeinen weniger abwesend von der Arbeit, speziell auch im Krankheitsfall sowie an Wochenenden. Hinzu kommt, dass Selbständige mit kleinen Kindern in der Regel auch nach 17 Uhr arbeiten, wenn die kommunalen Kindergärten schließen. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse ist es nicht überraschend, dass Selbständige das Gefühl haben, dass sie öfter unter Zeitdruck stehen und sich mehr beeilen müssen als abhängig Beschäftigte. (IAB)
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Employment, not microcredit, is the solution (2007)
Karnani, Aneel;Zitatform
Karnani, Aneel (2007): Employment, not microcredit, is the solution. (Ross School of Business working paper series 1065), Ann Arbor, 13 S.
Abstract
"Most studies suggest that microcredit is beneficial but only to a limited extent. The problem lies not with microcredit but rather with microenterprises. With low skills, little capital and no scale economies, these businesses have low productivity and lead to meager earnings that cannot lift their owners out of poverty. Creating opportunities for steady employment at reasonable wages is the best way to take people out of poverty. The government is responsible for providing public services that are critical for increasing the productivity and the employability of the poor." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Prekarisierung auf hohem Niveau: eine Feldstudie über Alleinunternehmer in der IT-Branche (2007)
Manske, Alexandra;Zitatform
Manske, Alexandra (2007): Prekarisierung auf hohem Niveau. Eine Feldstudie über Alleinunternehmer in der IT-Branche. (Arbeit und Leben im Umbruch 13), München u.a.: Hampp, 257 S.
Abstract
Thema der Studie ist der Zusammenhang von Flexibilisierung von Arbeit einerseits und der Verunsicherung sozialer Lagen in einem akademisch gebildeten Milieu andererseits. Dazu untersucht die Arbeit in Form einer Feldstudie auf der Basis qualitativer Fallstudien bei Freelancern der IT-Branche (alleindienstleistenden Webdesignern) in Berlin und New York, wie sich akademisch ausgebildete Alleinunternehmer mit prekären Beschäftigungs- und Lebensverhältnissen arrangieren. Es zeigt sich eine Problemlage, die sich auch in hochqualifizierten Milieus als Verunsicherung von Arbeits- und Lebenslagen darstellt. Anhand dreier, typologisch zugespitzter Praxisformen ('Unternehmer', 'Dienstleister', 'Künstler') wird gezeigt, wie die Befragten selbst-unternehmerische Formen und Modi der praktischen Selbstverortung ausbilden. Die drei Praxisformen reflektieren, wie die Befragten auf eine radikal marktvermittelte soziale Lage reagieren und spiegeln in ihren Handlungsstrategien den feldspezifischen Restrukturierungsprozess wider. Aus Sicht der Autorin erweist sich die Internetbranche als ein 'Feld von spezifischen Ungleichstellungen' und sie beschreibt, wie dieser Befund einer Prekarisierung auf hohem Niveau sozialstrukturell überformt wird. (IAB)
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Dependent self-employment: workers on the border between employment and self-employment (2007)
Muehlberger, Ulrike;Zitatform
Muehlberger, Ulrike (2007): Dependent self-employment. Workers on the border between employment and self-employment. Houndmills u.a.: Palgrave Macmillan, 217 S.
Abstract
Arbeitsbeziehungen an der Grenze zwischen abhängiger Beschäftigung und Selbständigkeit werden in dem Buch aus ökonomischer, soziologischer und rechtlicher Sicht betrachtet. Durch zunehmende Auslagerung von Arbeitsplätzen werden betriebliche Hierarchien durch marktliche Steuerungsformen ersetzt, wobei beim größten Teil des Outsourcings die ökonomische und hierarchische Abhängigkeit der ausgelagerten Arbeitskräfte vertraglich festgelegt ist. Die abhängige Beschäftigung Selbständiger wird in dem Buch aus der Sicht der Unternehmen und der Beschäftigten untersucht. Es wird der Frage nachgegangen, warum Unternehmen abhängige Selbständige beschäftigen, warum Beschäftigte diese Beschäftigungsform wählen und mit welchen formellen und informellen Mechanismen die Abhängigkeit hergestellt wird. Es wird untersucht, wer diese abhängige Selbständigen sind, und wie Unternehmen die Gratwanderung zwischen Kontrolle und Flexibilität in diesen Arbeitsbeziehungen bewältigen. (IAB)
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Selbständig und gesund: Prävention und Gesundheitsförderung bei selbständiger Erwerbsarbeit (2007)
Pröll, Ulrich; Ertel, Michael; Kruse, Oliver; Haake, Gunter; Ammon, Ursula;Zitatform
Pröll, Ulrich, Ursula Ammon, Michael Ertel, Gunter Haake & Oliver Kruse (2007): Selbständig und gesund. Prävention und Gesundheitsförderung bei selbständiger Erwerbsarbeit. (Schriftenreihe der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Forschung 1092), Bremerhaven: Wirtschaftsverlag NW, Verlag für neue Wissenschaft, 126 S.
Abstract
"Der Anteil Selbstständiger an der deutschen Erwerbsbevölkerung ist in den letzten Jahren auf ca. 4 Mio. bzw. über 11 % angestiegen. Gut 50 % der Selbstständigen arbeiten als Ein-Personen-Unternehmen, weitere ca. 40 % führen kleine Betriebe mit weniger als 10 Beschäftigten. Durch die zumeist direkte Einbindung in die Wertschöpfung sind Selbstständige unterschiedlichen Kombinationen von branchen- und berufstypischen Belastungen mit Stress-Formen aus den spezifischen Anforderungen unternehmerischer Tätigkeit (wirtschaftliche Unsicherheit, Verantwortungsdruck, überlange Arbeitszeiten usw.) ausgesetzt. Da die Gesundheitsgefährdungen Selbstständiger im Zusammenhang mit ihrer Erwerbsarbeit bislang durch die Träger von Arbeitsschutz und betrieblicher Gesundheitsförderung nicht systematisch bearbeitet werden, hat die Europäische Union im Februar 2003 eine Empfehlung an alle Mitgliedstaaten verabschiedet, zielgruppenspezifische Angebote und Maßnahmen zu entwickeln. Das hier dokumentierte Projekt selbstständig & gesund der BAuA hatte die Aufgabe, diesen Prozess in Deutschland konzeptionell zu unterstützen. Dazu wurden Ausgangslage und Ansatzpunkte für systematische Prävention bei selbstständiger Erwerbsarbeit hinsichtlich der Arbeits- und Erwerbsbedingungen, Belastungen und Präventionsbedarfe sowie vorhandener Interventionsmodelle und Transferpotenziale bilanziert. Neue Transferwege und Instrumente wurden in eigenen Konzeptstudien und Demonstrationsprojekten entworfen und z.T. praktisch erprobt. Die Ergebnisse und Erfahrungen flossen in Empfehlungen für ein nationales Handlungskonzept selbstständig & gesund ein, in dem strategische Leitorientierungen, zielgruppenspezifische Unterstützungsbedarfe und -möglichkeiten formuliert und Vorschläge für arbeitsteilig verzahnte Entwicklungsschwerpunkte gemacht werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Neue Selbstständige und soziale Sicherheit: ein europäischer Vergleich (2007)
Schulze Buschoff, Karin;Zitatform
Schulze Buschoff, Karin (2007): Neue Selbstständige und soziale Sicherheit. Ein europäischer Vergleich. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 60, H. 7, S. 387-393. DOI:10.5771/0342-300X-2007-7-387
Abstract
"In den meisten europäischen Ländern hat die selbstständige Erwerbsarbeit in den letzten Dekaden an Bedeutung gewonnen, so auch in Deutschland, dem Vereinigten Königreich, den Niederlanden, Italien und Schweden. Vor allem der Anteil der Solo-Selbstständigen ist stetig gestiegen. Diese Entwicklung ist mit neuen Herausforderungen an die Sozialpolitik verbunden und wirft die Frage auf, ob und in welcher Form die staatlichen Systeme diese Herausforderungen meistern. Um diese Frage zu beantworten, wird die Absicherung der Selbstständigen in zentralen Zweigen der nationalen Sozialversicherungssysteme umrissen. Weiterhin wird beschrieben, welche Politik die Europäische Kommission hinsichtlich der Absicherung der Selbstständigen verfolgt. Schließlich wird auf die kollektive Interessenvertretung Selbstständiger, z.B. durch die Gewerkschaften, eingegangen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Bitterer Honig: Warum hohe Überlebensraten Gründerinnen nicht immer glücklich machen (2007)
Wießner, Frank; Noll, Susanne;Zitatform
Wießner, Frank & Susanne Noll (2007): Bitterer Honig: Warum hohe Überlebensraten Gründerinnen nicht immer glücklich machen. In: IAB-Forum H. 1, S. 74-78.
Abstract
Als arbeitsmarktpolitisches Instrument hatte die Ich-AG, die 2006 durch den neuen Gründungszuschuss ersetzt wurde, ein vergleichsweise kurzes Leben. Zwischen 2003 und 2006 entwickelte sie sich jedoch zu einem Hoffnungsträger für Arbeitsmarktpolitiker und Arbeitslose. Auch die Urteile der Arbeitsmarktforschung fallen überwiegend positiv aus, da ein beträchtlicher Teil der neugegründeten Klein- und Kleinstbetriebe auf dem freien Markt überlebte. Der Beitrag geht den Gründen für diese Langlebigkeit nach. Er basiert auf Daten aus dem BMAS-Projekt 20/04 "Evaluation der Maßnahmen zur Umsetzung der Vorschläge der Hartz-Kommission, Arbeitspaket 1: Wirksamkeit der Instrumente, Modul 1e: Existenzgründungen". Für das Projekt wurden 3.000 Ich-AG-Gründer und ebenso viele Überbrückungsgeld-Empfänger nach ihrer Existenzgründung telefonisch interviewt. Es zeigt sich, dass die Ich-AG vor allem als "Frauenprogramm" erfolgreich war. Sie entsprach den Bedürfnissen von Frauen offenbar besser als das Überbrückungsgeld. Dabei ist das Überleben am Markt eine notwendige, aber oft nicht hinreichende Bedingung. Hinzu kommen Faktoren wie familiäre Verpflichtungen, wirtschaftliche Zwänge oder finanzielle Spielräume. Untersuchungsergebnisse zeigen, dass sich die "neuen Selbständigen" mit ihren Ich-AGs auch grundsätzlich von "konventionellen Unternehmern" unterscheiden. Es steht weniger der unternehmerische Charakter der selbständigen Erwerbsarbeit im Vordergrund als die Sicherung eines bescheidenen Lebensstandards durch ein "mäßiges, oft sogar nur zusätzliches Einkommen." (IAB)
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Literaturhinweis
Do the unemployed become successful entrepreneurs?: a comparison between the unemployed, inactive and wage-earners (2006)
Zitatform
Andersson, Pernilla & Eskil Wadensjö (2006): Do the unemployed become successful entrepreneurs? A comparison between the unemployed, inactive and wage-earners. (IZA discussion paper 2402), Bonn, 29 S.
Abstract
"In many countries unemployed people are helped to become self-employed. Selfemployment, however, does not necessarily lead to success. Many leave self-employment after a short period and the economic outcome varies greatly. It is important to learn more about the economic outcome for unemployed who become self-employed. In the first part of the paper we analyse who became self-employed in the period from 1999 to 2002 of Swedish-born men aged 20 to 60 years who were either wage-earners, unemployed or inactive in 1998. We find that the unemployed, and even more the inactive, are overrepresented among those who become self-employed. In the second part of the paper we study the economic outcome of self-employment in 2002 for Swedish-born men who were either unemployed, inactive or wage-earners in 1998. Economic outcome in 2002 is measured using income from self-employment and having employees in the firm. The estimations show that those who were wage earners in 1998 have higher incomes and are also employing other people in their business to a much higher extent in 2002 than those who in 1998 were unemployed or inactive. This indicates that support to unemployed to become self-employed should be implemented with great care." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Flexible Wissensarbeit: AlleindienstleisterInnen zwischen Privileg und Prekarität (2006)
Betzelt, Sigrid;Zitatform
Betzelt, Sigrid (2006): Flexible Wissensarbeit. AlleindienstleisterInnen zwischen Privileg und Prekarität. (ZeS-Arbeitspapier 2006/03), Bremen, 90 S.
Abstract
"Flexible Wissensarbeit in Form hoch qualifizierter selbständiger Beschäftigung stellt in der Bundesrepublik einen relativ neuen Erwerbstypus dar, der im Dienstleistungssektor auf Expansionskurs ist. Der Beitrag stellt zentrale Ergebnisse einer empirischen Untersuchung im exemplarischen Feld ausgewählter Kulturberufe vor, die als Trendsetter für die neuere selbständige Erwerbsform des 'Alleindienstleisters' gelten können. Gezeigt wird, dass nicht nur deren objektive Erwerbsstrukturen von bekannten Mustern abweichen, da sie - bei vergleichsweise schwacher Geschlechtersegregation - den hoch Qualifizierten nur relativ bescheidene Einkommen unter risikoreichen Erwerbsbedingungen bieten. Besonderheiten zeigen sich auch in den individuellen subjektiven Orientierungen und Handlungsstrategien. Diese subjektiven Faktoren, so das Kernargument dieses Beitrags, ermöglichen erst das ' Funktionieren' des flexiblen Erwerbsmodells. Auf der Basis starker intrinsischer Motivationen und eines dominant wertrationalen Berufsverständnisses entwickeln die individuellen Akteure in reflexiver Weise Handlungsmuster im Umgang mit den marktradikalen Bedingungen, die eine mehr oder minder gelungene Balance zwischen individuellen Freiheitsgraden und marktlichen Restriktionen ermöglichen. Dabei ergeben sich für Männer wie Frauen überwiegend kontinuierliche, wenngleich komplexe Erwerbsbiographien jenseits herkömmlicher Karrierepfade. Diese qualitativ gewonnenen empirischen Befunde werden im Hinblick auf theoretische Konzepte der Arbeits-, Berufs- und Professionssoziologie sowie der sozialen Ungleichheit diskutiert. Abschließend wird aufgezeigt, dass das Erwerbsmuster flexibler Wissensarbeit besonders aufgrund der fragilen individuellen und kollektiven Risikostrategien durchaus institutionellen Handlungsbedarf aufwirft." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Dependent forms of self-employment in the UK: identifying workers on the border between employment and self-employment (2006)
Zitatform
Böheim, René & Ulrike Muehlberger (2006): Dependent forms of self-employment in the UK. Identifying workers on the border between employment and self-employment. (IZA discussion paper 1963), Bonn, 26 S.
Abstract
"We analyse the characteristics of workers who provide work on the basis of a civil or commercial contract, but who are dependent on or integrated into the firm for which they work. We argue that these dependent self-employed lose their rights under labour law, receive less favourable benefits from social security protection and are often beyond trade union representation and collective bargaining. Using data from the British Labour Force Survey we test two hypotheses: (1) Dependent self-employed workers are significantly different from both employees and (independent) self-employed individuals, thus forming a distinct group. (2) Dependent self-employed workers have lower labour market skills, less labour market attachment and, thus, less autonomy than self-employed workers. The data support our hypothesis that dependent self-employed workers are a distinct labour market group which differs from both employees and independent self-employed individuals. Men, older workers, tho! se with low education and a low job tenure have greater odds of working in dependent self-employment than their counterparts. Our results suggest that dependent forms of self-employment are used by firms to increase labour flexibility." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Genderaspekte in der Existenzgründung und Selbständigkeit in Deutschland im Vergleich mit ausgewählten Ländern in Europa: eine Analyse mit Daten des Mikrozensus und der EU-Arbeitskräftestichprobe (2006)
Dangel, Caroline; Stamm, Thomas; Fleißig, Sabine; Piorkowsky, Michael-Burkhard;Zitatform
Dangel, Caroline, Sabine Fleißig, Michael-Burkhard Piorkowsky & Thomas Stamm (2006): Genderaspekte in der Existenzgründung und Selbständigkeit in Deutschland im Vergleich mit ausgewählten Ländern in Europa. Eine Analyse mit Daten des Mikrozensus und der EU-Arbeitskräftestichprobe. Berlin, 66 S.
Abstract
"Der haushaltsökonomische Ansatz zur Analyse der erwerbswirtschaftlichen Selbstständigkeit unterscheidet grundlegend drei Gruppen von Selbstständigen: erstens im Haupterwerb (erste oder einzige Selbstständigkeit in Vollzeit), zweitens im Zuerwerb (erste oder einzige Selbstständigkeit in Teilzeit neben einer nicht auf Erwerb gerichteten Hauptaktivität, z.B. Haushaltsführung) und drittens im Nebenerwerb (zweite Erwerbstätigkeit als Selbstständige oder Selbstständiger in Teilzeit). In Deutschland sind der selbstständige Haupt- und Nebenerwerb Männerdomänen. Dagegen überwiegen im selbstständigen Zuerwerb die Frauen. Die Ausgangsfrage der Analyse war, ob es sich dabei um eine deutsche Besonderheit handelt. Zur Klärung dieser Frage wurden Daten der EU-Arbeitskräfteerhebung für ausgewählte Länder in Europa vergleichend analysiert. In den Vergleich einbezogen wurden Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, die Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, die Schweiz, Spanien und das Vereinigte Königreich. Im Mittelpunkt der Analyse stehen Muster der Selbstständigkeit: Betrachtet werden nach den drei Gruppen und genderspezifisch differenziert die Strukturen der Selbstständigkeit, d.h. die Zahlen und Anteile von Frauen und Männern, sowie die Entwicklung der Selbstständigen von 1996 bis 2004 nach den Verlaufsmustern: steigend, fallend, U-förmiger Verlauf, umgekehrt-U-förmiger Verlauf und unregelmäßiger Verlauf. Hinsichtlich der Strukturen nimmt Deutschland im Haupt-, Zu- und Nebenerwerb eine mittlere Position ein. Tendenziell zeigt sich - von den Zahlen für Deutschland aus betrachtet - im durchgehend männlich dominierten Haupterwerb ein Nord-Süd-Gefälle mit niedrigeren Frauenanteilen im Norden und höheren Frauenanteilen im Süden. Im überwiegend weiblich dominierten Zuerwerb zeigt sich ebenfalls, aber weniger einheitlich ein Nord-Süd-Gefälle; nördlich von Deutschland eher niedrigere und südlich eher höhere Frauenanteile. Folglich ist die oben angesprochene Frauendominanz im Zuerwerb kein deutsches Sonderphänomen. Im Nebenerwerb zeigt sich genderspezifisch ein vergleichsweise uneinheitliches Bild. Hinsichtlich der Entwicklung der Selbstständigkeit zeigt sich bei differenzierter Betrachtung von Frauen und Männern im Haupt-, Zu- und Nebenerwerb, dass in fast allen Ländern unterschiedliche Verläufe die Regel sind. Einfach aufzuklärende Zusammenhänge liegen folglich nicht vor. Hier sind weitergehende, sehr differenzierte Analysen erforderlich." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Neue Selbstständige in Wien: Beschäftigungsentwicklung, Erwerbsdaten und Unterstützungsbedarf (2006)
Enzenhofer, Edith; Wetzel, Petra; Riesenfelder, Andreas;Zitatform
Enzenhofer, Edith, Andreas Riesenfelder & Petra Wetzel (2006): Neue Selbstständige in Wien. Beschäftigungsentwicklung, Erwerbsdaten und Unterstützungsbedarf. Wien, 87 S.
Abstract
"Zum Wirtschaftsbereich der Neuen Selbstständigen in Wien liegen bereits repräsentative Ergebnisse vor, was Soziodemographie, Einkommen, Arbeitsbelastung, Lebenslagen und Erwerbssituation dieser Personen betrifft. Wenig beleuchtet sind allerdings noch die Beschäftigungswirkung durch diese Erwerbsform, die Nachhaltigkeit der Gründungsprozesse und der Bedarf an Unterstützung bzw. Hilfestellung, der bei der Gründung von Betrieben durch Neue Erwerbstätige entsteht. Auch existieren zurzeit lediglich bundesweite Daten zur Unternehmensgröße und den Branchen der Neuen Selbstständigen. Die vorliegende Studie zielt darauf ab, diese Lücken zu schließen. Im Rahmen einer repräsentativen Befragung von Neuen Selbstständigen in Wien werden die fehlenden Spezifika herausgearbeitet und vor dem Hintergrund der Ergebnisse einer Vergleichsgruppenbefragung von Mikro- und Kleinbetrieben aus dem Bereich der gewerblichen Wirtschaft analysiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Gender view on self-employment in Germany (2006)
Fehrenbach, Silke; Lauxen-Ulbrich, Maria;Zitatform
Fehrenbach, Silke & Maria Lauxen-Ulbrich (2006): Gender view on self-employment in Germany. In: International Journal of Entrepreneurship and Small Business, Jg. 3, H. 5, S. 572-593.
Abstract
Trotz eines überdurchschnittlichen Anstiegs der selbstständigen Erwerbstätigkeit von Frauen in Deutschland zeigen die meisten Forschungsergebnisse, dass es immer noch eine auffällige Geschlechterkluft sowohl in quantitativer als auch in qualitativer Hinsicht gibt. Bis vor einigen Jahren standen keine aktuellen repräsentativen statistischen Informationen zu Entwicklung und Struktur selbstständiger Erwerbstätigkeit von Männern und Frauen zur Verfügung. Eine frühere Version dieses Beitrags, die 2002 vorgestellt wurde, unternahm zum ersten Mal eine Analyse auf der Basis eines Querschnitts von Daten des Mikrozensus für Deutschland. Der Beitrag ist eine aktualisierte Version und vergleicht sozioökonomische Merkmale, Beschäftigungsmuster und die sektorale Verteilung selbstständiger Männer und Frauen in den Jahren 2004 und 1995. Die Ergebnisse zeigen leichte strukturelle Veränderungen in Richtung höherer Bildungsniveaus bei selbstständigen Frauen. In Bezug auf berufliche Orientierung ist ein Trend zu wachsender Selbstständigkeit von Frauen in untypischen Frauenberufen, vor allem im Bereich von Management, Beratung und Prüfwesen zu beobachten, wobei die traditionellen Berufe weiblicher Selbstständigkeit an Bedeutung verlieren. Es scheint, dass die selbstständige Erwerbstätigkeit von Frauen vom allgemeinen Wachstum in Dienstleistungsbereichen wie Gesundheit, soziale Dienste, Ausbildung und bis zu einem gewissen Grade auch unternehmensbezogenen Dienstleistungen profitiert. Ungeachtet aktueller Entwicklungen gibt es aber weiterhin eine geschlechtsspezifische Ungleichheit, was den Anteil von Unternehmen in weiblichem Besitz, die Unternehmensgröße, Einkommen und das Ausmaß von Teilzeitarbeit angeht. (IAB)
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Literaturhinweis
Existenzgründungen im Spiegel des Mikrozensus (2006)
Hansch, Esther;Zitatform
Hansch, Esther (2006): Existenzgründungen im Spiegel des Mikrozensus. In: Wirtschaft und Statistik H. 5, S. 495-504.
Abstract
"Die Gründungslandschaft in Deutschland ist so facettenreich wie die Datenquellen, die zu ihrer Analyse genutzt werden. In Deutschland gibt es keine einheitliche Gründungsstatistik; je nach Fragestellung muss auf unterschiedliche Statistiken zurückgegriffen werden. Steht die Unternehmensgründung im Vordergrund, werden Unternehmensstatistiken als Datenquellen 'erste Wahl' sein. Bei der Existenzgründung hingegen rückt die Gründerperson ins Zentrum des Interesses, sodass personenbezogene Erhebungen, wie zum Beispiel der Mikrozensus, den Vorzug genießen. Der Aufsatz erläutert nach einer kurzen Einführung in die Thematik und in den Mikrozensus die Grundbegriffe der Untersuchung sowie die im Projekt entwickelte Konzeption der Analyse von Gründungen. Die Auswertungsstrategie nimmt eine Schlüsselposition ein, denn sie ist nicht nur Basis der erzielten Projektergebnisse, sondern wurde und wird darüber hinaus auch für die Erstellung des 'Gendermonitors Existenzgründung' genutzt. Dieser enthält seit 2002 jährlich aktualisierte ausgewählte Ergebnisse des Projektes. Einige dieser Ergebnisse, aber auch darüber hinausgehende Erkenntnisse, werden vorgestellt. Vor diesem Hintergrund lassen sich Möglichkeiten und Grenzen der Nutzung des Mikrozensus als Gründungsstatistik skizzieren. Der Aufsatz schließt mit einem Ausblick auf die Änderungen, die sich durch die Einführung des unterjährigen Mikrozensus für den Themenbereich Existenzgründungen ergeben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zufriedenheit, Einkommenssituation und Berufsperspektiven bei Neuen Erwerbsformen in Wien (2006)
Kaupa, Isabella; Kreiml, Thomas; Steiner, Karin; Kien, Christina; Riesenfelder, Andreas; Weber, Maria; Wetzel, Petra;Zitatform
Kaupa, Isabella, Christina Kien, Thomas Kreiml, Andreas Riesenfelder, Karin Steiner, Maria Weber & Petra Wetzel (2006): Zufriedenheit, Einkommenssituation und Berufsperspektiven bei Neuen Erwerbsformen in Wien. Wien, 250 S.
Abstract
Die Untersuchung beleuchtet Zufriedenheit, Einkommenssituation und Berufsperspektiven der in Wien in Neuen Erwerbsformen Beschäftigten. Der Multimethodenansatz der Studie basiert auf Längsschnittanalysen von Tageskalenderdaten des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger, repräsentativen fernmündlichen Interviews mit Beschäftigten und Fallstudien basierend auf Interviews mit Beschäftigten und Personalverantwortlichen. Im Rahmen dieser Studie wurde eine Typologie Neuer Erwerbsformen erstellt. Für die Typologie wurden geringfügig Beschäftigte, Freie DienstnehmerInnen, ZeitarbeiterInnen sowie Neue Selbstständige und Ein-Personen-Unternehmen berücksichtigt. Die Typologie umfasst die Typen: Privilegierte, Gefährdete, SelbstverwirklicherInnen, Übergangsorientierte und Resignative. Ungefähr 30 Prozent der in Wien in Neuen Erwerbsformen Beschäftigten sind den Übergangsorientierten zuzuordnen. 25 Prozent sind Privilegierte und 12 Prozent SelbstverwirklicherInnen. Jeweils knapp ein Fünftel zählt zu den Gefährdeten sowie den Resignativen. Die Untersuchung enthält zudem Angaben zu soziodemographischen Merkmalen, Arbeitsmarktlagen, Arbeitsplatzdynamiken, Branchen und Wirtschaftsbereichen, biographischen Verläufen, Arbeitszufriedenheit und Arbeitsbelastung. Soweit möglich (z.B. im Bereich der Längsschnittdaten) wurden die Daten für Wien mit denen bundesweiter österreichischer Trends verglichen. (IAB)
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Freiberufliche Gründungsforschung: eine empirische Analyse anhand des Sozio-ökonomischen Panels (2006)
Koch, Frances;Zitatform
Koch, Frances (2006): Freiberufliche Gründungsforschung. Eine empirische Analyse anhand des Sozio-ökonomischen Panels. Saarbrücken: VDM Verlag Dr. Müller, 130 S.
Abstract
"Vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschafts- und arbeitsmarktpolitischen Diskussion zur Förderung von Existenzgründungen und vermehrten Schaffung von Arbeitsplätzen stellt sich der Autor die Aufgabe, das freiberufliche Gründungsgeschehen in der Bundesrepublik Deutschland aus theoretischer und empirischer Sicht herauszuarbeiten. Die Freien Berufe werden dabei als wirtschaftlich bedeutsame Gruppe der Selbstständigen herausgearbeitet und definiert. Ein weiteres Kapitel widmet sich sehr ausführlich der Gründungsforschung in Deutschland, die im Hinblick auf freiberufliche Gründungen noch viele Mankos aufweist. Der empirische Teil dieses Buches beschäftigt sich mit Auswertungen aus dem Sozio-ökonomischen Panel zu freiberuflichen Gründungen. Der Leser soll ein komplexes Bild der Freiberuflichkeit und der freiberuflichen Gründungsforschung erhalten. Dies soll anregen, neue Untersuchungen zu starten und empirische Informationen über Gründungsaktivitäten und Gründungsmotivation von Freiberuflern zu generieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Start-up success of freelancers: new microeconometric evidence from the German socio-economic panel (2006)
Merz, Joachim; Paic, Peter;Zitatform
Merz, Joachim & Peter Paic (2006): Start-up success of freelancers. New microeconometric evidence from the German socio-economic panel. (IZA discussion paper 2036), Bonn, 32 S.
Abstract
"If certain start-up characteristics will indicate a business success, knowing such characteristics could generate more successful start-ups and more efficient start-up counseling. Our study will contribute to this by quantifying individual success determinants of freelance start-ups. The data base for the microeconometric analyses of the survival of the first three years is a revised German Socio-Economic Panel (SOEP) for 1992 until 2002, which allows to incorporate institutional, personal and family/household socio-economic variables. We describe and discuss the datawork to achieve compatible information over time within a revised GSOEP and present microeconometric rare events logit, logit and probit results." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Allein, flexibel und mobil: Solo-Selbständigkeit nimmt in Europa stark zu (2006)
Zitatform
Schulze Buschoff, Karin & Claudia Schmidt (2006): Allein, flexibel und mobil. Solo-Selbständigkeit nimmt in Europa stark zu. In: WZB-Mitteilungen H. 112, S. 30-34.
Abstract
"Immer mehr Erwerbstätige in Europa sind Solo-Selbstständige. Diese zeichnen sich durch hohe Mobilität und häufige Statuswechsel aus. Eine vergleichende Untersuchung Deutschlands, der Niederlande, Italiens, Großbritanniens und Schwedens belegt diese Dynamik, die mit Hilfe der Theorie der Übergangsarbeitsmärkte vergleichend analysiert werden kann. In Deutschland spielt die Solo-Selbstständigkeit als Übergang in abhängige Beschäftigung und in die Arbeitgeberselbstständigkeit eine besonders große Rolle." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Die soziale Sicherung von selbstständig Erwerbstätigen in Deutschland (2006)
Schulze-Buschoff, Karin;Zitatform
Schulze-Buschoff, Karin (2006): Die soziale Sicherung von selbstständig Erwerbstätigen in Deutschland. (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Discussion papers SP 1 2006-107), Berlin, 36 S.
Abstract
"In Deutschland ist der Anteil selbstständiger Erwerbsarbeit außerhalb der Landwirtschaft seit den 1990er Jahren kontinuierlich gestiegen. Die Bedeutungszunahme der Selbstständigkeit ist verbunden mit einer Änderung ihrer Struktur. So wächst die Zahl der 'neuen' Selbstständigen, die oftmals direkt aus der Arbeitslosigkeit kommen und häufig Klein- und Kleinstunternehmen, vornehmlich im Dienstleistungssektor, gründen. Der Boom und die Struktur der 'neuen' Selbstständigkeit stellen neue Herausforderungen an wohlfahrtsstaatliche Akteure und Institutionen. Unmittelbar gefordert sind die gesetzlichen Sozialversicherungssysteme. Die Frage, ob und in welcher Form die gesetzlichen Sozialversicherungssysteme auf die Herausforderungen eingestellt sind bzw. wie sie ihnen begegnen, soll im Folgenden erörtert werden. Erläutert werden Art und Umfang der Einbeziehung der Selbstständigen in die einzelnen Sozialversicherungszweige, Sonderregelungen für bestimmte Gruppen von Selbstständigen, die gesetzlichen Regelungen zur Scheinselbstständigkeit und besondere sozialrechtliche Bedingungen bei arbeitsmarktpolitisch geförderter Selbstständigkeit (Ich-AG und Überbrückungsgeld). Es wird argumentiert, dass die Gesetzgebung zur sozialen Sicherung Selbstständiger widersprüchlich und unvollständig bleibt. Überfällig ist die Anerkennung des generellen sozialen Schutzbedarfs der Selbstständigen und die Ausweitung der Sozialversicherungspflicht auf alle Selbstständigen. Abschließend werden aktuelle Bestrebungen zur Reform der Sozialversicherungsregelungen für Selbstständige erörtert und bewertet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Selbstständigkeit in Randbereichen der Legalität: Schattenwirtschaft als Einstieg in die Selbstständigkeit? (2006)
Sieverding, Julia;Zitatform
Sieverding, Julia (2006): Selbstständigkeit in Randbereichen der Legalität. Schattenwirtschaft als Einstieg in die Selbstständigkeit? Saarbrücken: VDM Verlag Dr. Müller, 116 S.
Abstract
"Die Schattenwirtschaft ist seit Jahren die uneingeschränkte Wachstumsbranche nicht nur der deutschen Volkswirtschaft. Die Autorin analysiert am Beispiel der Schwarzarbeit mithilfe eines interdisziplinären Ansatzes, ob die illegale Selbstständigkeit ein Einstieg in die legale sein kann und inwiefern sonst die illegale die legale Selbstständigkeit begünstigt. Unter anderem gibt es Hinweise darauf, dass den Tätigkeiten im 'informellen Sektor' keine dementsprechenden Einbußen der offiziellen Wirtschaft gegenüberstehen, sondern dass sie eher eine Ergänzung zur regulären Ökonomie darstellen. Weil zwischen dem formellen und dem informellen Sektor vielfältige Verflechtungen und gegenseitige Abhängigkeiten bestehen, ist es erforderlich, sich konkret mit den Bedürfnissen und individuellen Erwerbsstrategien der Selbstständigen in Randbereichen der Legalität auseinander zu setzen. Die Autorin verfolgt daher im Rahmen ihrer Analyse die Frage nach den Entwicklungsmöglichkeiten unternehmerischer Potenziale in der Schattenwirtschaft. Das Buch enthält keinen Appell zur Ausübung illegaler Beschäftigungen, soll jedoch internationale Unterschiede herausstellen und bestehende Vorurteile relativieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Black Box "Neue Selbstständigkeit": wo Licht ist, ist auch Schatten (2006)
Trube, Achim; Wießner, Frank; Weiß, Carsten;Zitatform
Trube, Achim, Carsten Weiß & Frank Wießner (2006): Black Box "Neue Selbstständigkeit". Wo Licht ist, ist auch Schatten. In: Gesundheits- und Sozialpolitik, Jg. 60, H. 7/8, S. 39-43.
Abstract
"Die Einführung des Existenzgründungszuschusses (Ich-AG) löste einen Gründungsboom aus. Eine neue Studie untersucht hierzu die Möglichkeiten der Erforschung von Gründungsmotiven und geht erstmalig der Frage nach, inwieweit empirisch fundierte Aussagen zur Relevanz von Schwarzarbeit im Vorfeld von Existenzgründungen aus Arbeitslosigkeit machbar sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Personality characteristics of self-employed: an empirical study (2005)
Zitatform
Beugelsdijk, Sjoerd & Niels Noorderhaven (2005): Personality characteristics of self-employed. An empirical study. In: Small business economics, Jg. 24, H. 2, S. 159-167.
Abstract
"This paper is concerned with the personality characteristics of self-employed. Most existing studies on personality characteristics of entrepreneurs concentrate on factors like age, educational profile, and motivations to become self-employed. There is a lack of significant empirical findings to claim that entrepreneurs are psychologically different from the general population. Based on a large sample of 14,846 individuals, we compare self-employed with the general population and with wage- and salary earners. We empirically show that entrepreneurs differ from the general population and wage- and salary earners in a number of characteristics. Entrepreneurs are more individually oriented than the rest of the population. Individual responsibility and effort are distinguishing characteristics. When asked about important qualities that children can be encouraged to learn at home, entrepreneurs answer that it is important to teach children an ethic of working hard. Except for the latter characteristic, the Same holds if we compare self-employed with wage- and salary earners." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Entrepreneurial engagement levels in the European Union (2005)
Zitatform
Grilo, Isabel & Roy Thurik (2005): Entrepreneurial engagement levels in the European Union. In: International Journal of Entrepreneurship Education, Jg. 3, H. 2, S. 143-168.
Abstract
"A multinomial logit model and survey data from the 25 EU member states and the US are used to establish the effect of demographic and other variables on various entrepreneurial engagement levels. These engagement levels range from 'never thought about starting a business' to 'thinking about it', 'taking steps for starting up', 'having a young business', 'having an older business' and 'no longer being an entrepreneur'. Data of the 2004 Entrepreneurship Flash Eurobarometer survey containing over 13,500 observations is used. Other than demographic variables such as gender, age, education level and whether parents are self-employed, the set of explanatory variables used includes country specific effects, measures of risk tolerance, internal and external locus of control and four perceptions of 'obstacles'. The 'obstacle' variables include the perception by respondents of administrative complexities, of availability of financial support, of accessibility of information for start-up and whether the current economic climate is favorable. Among the four perception variables only administrative complexities displays an unambiguous obstacle profile in that its presence has a significant negative impact on higher entrepreneurial engagement levels. Country effects suggest a clear underperformance of Europe relative to the US in less mature entrepreneurial phases." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Selbständigkeit und Unternehmensgründung von Hochschulabsolventen fünf Jahre nach dem Studium: eine Auswertung der HIS Absolventenbefragungen 2002/2003 (2005)
Kerst, Christian; Minks, Karl-Heinz;Zitatform
Kerst, Christian & Karl-Heinz Minks (2005): Selbständigkeit und Unternehmensgründung von Hochschulabsolventen fünf Jahre nach dem Studium. Eine Auswertung der HIS Absolventenbefragungen 2002/2003. (HIS-Projektbericht), Hannover, 66 S.
Abstract
"Hochschulabsolventen, die sich selbstständig machen, sind mit ihrer beruflichen Situation überwiegend zufrieden. Nach einer von der HIS Hochschul-Informations-System GmbH erstellten Auswertung zur 'Selbstständigkeit und Unternehmensgründungen von Hochschulabsolventinnen und -absolventen fünf Jahre nach dem Studium' werden von den Befragten vor allem die großen Einflussmöglichkeiten auf Arbeitsinhalte, Organisation und Arbeitsweise positiv bewertet. Sie ist eine gesonderte Auswertung von repräsentativen Befragungen der Examensjahrgänge 1997 und 2001. Demnach waren die Selbstständigen unter den Absolventen des Examensjahrgangs 1997 fünf Jahre nach dem Examen mit ihrer beruflichen Position deutlich zufriedener (81 Prozent) als die Angestellten (33 Prozent). Dies galt für die Tätigkeitsinhalte, die 83 Prozent der Selbstständigen positiv bewerteten und 69 Prozent der Angestellten. Unter den Selbstständigen bezeichneten 88 Prozent die Möglichkeiten, eigene Ideen einzubringen, als sehr gut ' unter den Angestellten waren das 74 Prozent. Die HIS stellte gleichzeitig eine Stagnation bei der Bereitschaft zur Selbstständigkeit fest. Zwar wies der Absolventenjahrgang 2001 mit mehr als 4 Prozent die höchste Selbständigenquote kurz nach Ende des Studium auf und übertraf die bei vorhergehenden Erhebungen ermittelten Werte deutlich (1989: 2,1 Prozent; 1993: 3,5 Prozent; 1997: 3 Prozent). Gleichzeitig aber sang sank der Anteil derjenigen, die fünf Jahre nach ihrem Studienabschluss selbstständig waren über die Jahre von neun Prozent (1993) auf etwa sieben Prozent (1997). Selbstständigkeit entstand ganz überwiegend im Dienstleistungssektor, in dem über 90 Prozent der Selbstständigen angesiedelt waren. Fünf Jahre nach dem Studienabschluss zeigte sich im Examensjahrgang 1997, dass vor allem Absolventinnen und Absolventen der Studiengänge Architektur (mit FH-Diplom zu 20%, mit Uni-Diplom zu 8%), Jura (16%) und Psychologie (7%) sowie aus Magisterstudiengängen (9%) selbstständig waren. In der Medizin begann die Phase der Selbstständigkeit zu einem noch späteren Zeitpunkt, was mit dem späteren Abschluss der Facharztausbildung erklärt werden kann. Unterdurchschnittlich selbstständig machten sich innerhalb der ersten fünf Jahre Ingenieure, Naturwissenschaftler und Informatiker. In den Natur- und Ingenieurwissenschaften war erst nach der Promotionsphase mit steigender Selbstständigkeit zu rechnen. Offenbar spielte auch der persönliche Hintergrund eine Rolle. So neigten insbesondere Kinder von Selbstständigen überproportional häufig (12 Prozent) dazu, sich ebenfalls selbstständig zu machen. Das Einkommen der Selbstständigen lag bei einer sehr großen Bandbreite insgesamt auf dem durchschnittlichen Niveau der angestellten Akademiker. 38 Prozent der befragten Selbstständigen hatten ein Jahreseinkommen unter 30.000 Euro; 24 Prozent verdienten über 60.000 Euro im Jahr. Etwa 40 Prozent der Selbstständigen beschäftigten keine weiteren Mitarbeiter, 13 Prozent hatten mindestens 20 Mitarbeiter; 2 Prozent über 100 Mitarbeiter." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The Swedish social insurance system for the self-employed (2005)
Lindskog, Magnus;Zitatform
Lindskog, Magnus (2005): The Swedish social insurance system for the self-employed. (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Discussion papers SP 1 2005-103), Berlin, 49 S.
Abstract
"Die steigende Anzahl kleinerer und oft relativ kurz bestehender Betriebe sowie die wachsende Grauzone zwischen abhängiger Beschäftigung und Selbstständigkeit stellen das System der sozialen Sicherung vor bestimmte Herausforderungen. Die Sozialversicherung in Schweden wird vom Staat kontrolliert, sie ist innerhalb des Landes einheitlich geregelt und besteht sowohl aus einem beschäftigungsabhängigen System als auch aus einem auf dem Prinzip der Einwohnerschaft basierenden System. Generell besteht zwischen diesen beiden Systemen der Sozialversicherung kein Zusammenhang. Das erste System bietet Sozialleistungen im Verhältnis zum Einkommen, das zweite sorgt für einen grundlegenden sozialen Schutz der Individuen, die über kein oder nur ein geringes Einkommen verfügen. Der Schwerpunkt dieser Studie liegt auf dem einkommensabhängigen System für Selbstständige im Vergleich zu abhängig Beschäftigten. Es wird argumentiert, dass Universalismus ein zentraler Bestandteil des schwedischen Systems der Sozialen Sicherung ist, welches schrittweise erweitert wurde, um Selbstständige zu weitgehend gleichen Bedingungen wie abhängig Beschäftigte zu erfassen. Nichtsdestotrotz bestehen zwischen den beiden Beschäftigungsgruppen leichte Unterschiede bezüglich der Bedingungen unter denen soziale Leistungen gezahlt werden und bei der Berechnung der Höhe der täglichen Ansprüche. So ist es für Selbstständige wichtig, einen Teil der Einkünfte als 'Gehalt' zu deklarieren, da betriebliche (Re-)Investitionen nicht in die Berechnung der täglichen Ansprüche eingehen. Die vorliegende Studie verdeutlicht die Schwierigkeiten, ein faires System zu entwickeln, welches Selbstständige als schutzbedürftige Erwerbstätige betrachtet, ihre Rolle in einem wettbewerbsgeprägten Markt nicht außer Acht lässt und außerdem berücksichtigt, dass sie in der Regel ein höheres Maß an Kontrolle über ihre Arbeitssituation haben als abhängig Beschäftigte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Gendermonitor Existenzgründung 2004: Existenzgründungen im Kontext der Arbeits- und Lebensverhältnisse in Deutschland. Eine Strukturanalyse von Mikrozensusergebnissen (2005)
Piorkowsky, Michael-Burkhard; Fleißig, Sabine;Zitatform
Piorkowsky, Michael-Burkhard & Sabine Fleißig (2005): Gendermonitor Existenzgründung 2004. Existenzgründungen im Kontext der Arbeits- und Lebensverhältnisse in Deutschland. Eine Strukturanalyse von Mikrozensusergebnissen. Wiesbaden, 76 S.
Abstract
"Die meisten Personen, die sich selbstständig machen, beginnen ihre Tätigkeit ohne Beschäftigte. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, arbeiteten im März 2004 drei Viertel der 276 000 vollzeittätigen Gründerpersonen (76%) ohne bezahlte Arbeitskräfte. Unter den rund 68 000 Personen, die sich auf Teilzeitbasis selbstständig machten, haben sogar 93% zunächst nur für sich selbst einen Arbeitsplatz geschaffen. Gegenüber 1996 haben sich damit die Anteile der Gründerpersonen ohne Beschäftigte sowohl im Bereich der Vollzeiterwerbstätigkeit (um gut 10 Prozentpunkte) als auch im Bereich der Teilzeiterwerbstätigkeit (+ 5 Prozentpunkte) deutlich vergrößert. Das zeigen die Ergebnisse des vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderten Gendermonitors Existenzgründungen 2004. Der Monitor basiert auf dem Mikrozensus - mit rund 820 000 Befragten in gut 380 000 Haushalten die größte amtliche Haushaltsbefragung in Europa - und wird vom Statistischen Bundesamt in Kooperation mit der Professur für Haushalts- und Konsumökonomik der Universität Bonn erstellt. Während Vollzeitgründungen ohne Beschäftigte überwiegend durch Männer erfolgten (zu 70%), entfielen 62% der Teilzeitgründungen ohne Beschäftigte auf Frauen. Für diese Form der Selbstständigkeit entscheiden sich Frauen vor allem wegen persönlicher oder familiärer Verpflichtungen (46%), das heißt, sie möchten Familie und Beruf besser vereinbaren. Im Vergleich zu den Teilzeit tätigen Frauen insgesamt, von denen 58% ihre reduzierte Arbeitszeit mit persönlichen oder familiären Verpflichtungen begründeten, wurde dieses Motiv bei Teilzeitgründerinnen also unterdurchschnittlich oft genannt. Teilzeittätige Gründer gaben mit rund 52% am häufigsten an, dass sie keine Vollzeittätigkeit wünschten oder keine zu finden war. Ähnlich hoch lag der Anteil auch unter den Teilzeit arbeitenden Männern insgesamt (51%)." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Mobilität der Solo-Selbständigen im europäischen Vergleich (2005)
Zitatform
Schulze Buschoff, Karin & Claudia Schmidt (2005): Mobilität der Solo-Selbständigen im europäischen Vergleich. In: Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung, Jg. 38, H. 4, S. 531-553.
Abstract
"Die selbstständige Erwerbsarbeit hat in den letzten Jahrzehnten in der Mehrzahl der EU-Mitgliedsstaaten an Bedeutung gewonnen. Insbesondere der Anteil von Klein- und Solo-Unternehmen weist eine steigende Tendenz auf. Im Gegensatz zur klassischen Gründungsforschung, die zumeist auf die Nachhaltigkeit im Sinne einer möglichst langen Überlebensdauer der Unternehmen ausgerichtet ist, wird in diesem Beitrag dezidiert der Dynamik und Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt der Solo-Selbstständigkeit nachgegangen. Im Kontext der Theorie der Übergangsarbeitsmärkte wird ein Mobilitätskonzept entwickelt und die Dynamik der Solo-Selbstständigkeit anhand von Mobilitätsraten und Mobilitätsmustern (Eintritte, Austritte, Dauer) in fünf europäischen Ländern (Deutschland, den Niederlanden, Italien,Großbritannien und Schweden) verglichen. Die Analysen stützen sich auf Daten der Europäischen Arbeitskräftestichprobe (1993-2003) und des Europäischen Haushaltspanels (1994-2001). Als Ergebnis der Analysen zeigt sich in allen Ländern eine im Vergleich zu anderen Erwerbsformen höhere Mobilität Solo-Selbstständiger. Frauen weisen in allen Ländern fast alljährlich eine höhere Mobilitätsrate auf als Männer. Solo-Selbstständigkeit betrifft zudem im Zeitverlauf sehr viel mehr Personen, als dies die Aggregatdaten einzelner Jahre auf den ersten Blick zeigen. Im Ländervergleich weist Deutschland (seit 1996) die höchste Mobilitätsrate Solo-Selbstständiger auf. Abschließend wird auf die national unterschiedliche institutionelle Absicherung von Mobilität bzw. von Übergängen eingegangen. Am Beispiel der staatlichen Rentenversicherungssysteme wird aufgezeigt, dass Statuswechsel in und aus der Solo-Selbstständigkeit heraus in sozialversicherungsrechtlicher Hinsicht in allen betrachteten Ländern mit mehr oder weniger gravierenden spezifischen Nachteilen verbunden sind. In Deutschland, dem Land mit der höchsten Mobilitätsrate Solo-Selbstständiger, sind diese Nachteile besonders evident. Strategie einer europäischen Sozialpolitik sollte es sein, im Sinne des Konzepts des Risikomanagements ein Mindestmaß an kontinuierlicher Grundsicherung über diskontinuierliche Erwerbsverläufe hinweg gewährleisten zu können. Je nach nationaler Ausgestaltung der sozialen Sicherungssysteme stellt sich hier ein mehr oder weniger dringender Handlungsbedarf." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Von der Arbeitslosigkeit in die Selbständigkeit: Evaluation eines Modellprojekts zur Gründerberatung (2005)
Seidel, Michael A.; Hack, Thomas;Zitatform
Seidel, Michael A. (2005): Von der Arbeitslosigkeit in die Selbständigkeit. Evaluation eines Modellprojekts zur Gründerberatung. (FGF Entrepreneurship-Research Monographien 52), Lohmar u.a.: Eul, 270 S.
Abstract
"In den letzten Jahren ist das Phänomen der Existenzgründung aus der Arbeitslosigkeit sprunghaft angestiegen und hat durch die jüngsten Arbeitsmarktreformen (Ich-AG) einen zusätzlichen Schub bekommen. Die Gründungsforschung hat sich diesem bislang noch kaum zugewandt. Die Untersuchungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) bedürfen einer Ergänzung aus der Mikroperspektive, die auch regionale Aspekte mit bedenkt. Diese Lücke soll durch diese Forschungsarbeit geschlossen werden, die aus einer Kooperation zwischen der Fachhochschule Hof und dem Existenzgründerberatungsprojekt im Innovations- und Gründerzentrum in Hof hervorging.
Die Auswertung einer schriftlichen Befragung von 1.700 Gründern bzw. Gründungswilligen aus der Arbeitslosigkeit ermöglicht zum einen eine soziodemografische Beschreibung arbeitsloser Gründer und zeigt zum anderen, in welchen Kriterien sich diese von 'konventionellen' Gründern unterscheiden. Weiterhin war ein Ziel dieser Arbeit, die von Arbeitslosen gegründeten Betriebe zu beschreiben. Welche Branchen werden angesteuert? Gibt es spezifische Erfolgsfaktoren? Sind Gründungen aus der Arbeitslosigkeit 'aus der Not heraus geboren'? Inwiefern unterscheiden sich die Empfänger von Überbrückungsgeld von Ich-AGs? Schließlich werden durch die Evaluation des Modellprojekts in Hof den Trägern von Beratungsprojekten wertvolle Hinweise für ihre Arbeit gegeben." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Evaluation der Maßnahmen zur Umsetzung der Vorschläge der Hartz-Kommission: Arbeitspaket 1: Wirksamkeit der Instrumente, Modul 1e: Existenzgründungen. Bericht 2005 (2005)
Wießner, Frank; Svindland, Dagmar; Hagemann, Sabine; Hess, Doris; Steinwede, Angelika; Kahle, Katrin; Steiner, Viktor; Kritikos, Alexander; Cramer, Ralph; Marwinski, Karen; Glocker, Daniela; Noll, Susanne; Baumgartner, Hans J.; Rein, Andrea; Dreiberg, Gert; Scheremet, Nicole; Caliendo, Marco ; Schneider, Bernd; Utzmann, Hilde; Sörgel, Werner;Zitatform
(2005): Evaluation der Maßnahmen zur Umsetzung der Vorschläge der Hartz-Kommission. Arbeitspaket 1: Wirksamkeit der Instrumente, Modul 1e: Existenzgründungen. Bericht 2005. Nürnberg u.a., 506 S.
Abstract
"Der Forschungsverbund IAB, DIW, GfA, infas und sinus ist im Auftrag des BMWA der Frage nachgegangen, inwieweit es gründungswilligen Arbeitslosen mit Hilfe sozialstaatlicher Förderung gelingt, den 'Milieuwechsel' von einer unselbständigen in eine selbständige Tätigkeit zu bewältigen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Qualitative Bedeutung von Gründungen durch Frauen (2005)
Zitatform
(2005): Qualitative Bedeutung von Gründungen durch Frauen. (Existenzgründungen durch Frauen in Deutschland. Daten und Fakten), Stuttgart, 5 S.
Abstract
"Die volkswirtschaftliche Bedeutung von Unternehmensgründungen durch Frauen wird bisher als relativ gering eingeschätzt. Zudem werden zur Beurteilung des unternehmerischen Erfolges häufig rein quantitative Merkmale, wie Unternehmensgröße und Mitarbeiterzahl, herangezogen. Dabei bleiben wichtige qualitative Aspekte unberücksichtig. Das zweite Factsheet der bundesweiten Gründerinnenagentur stellt einige Ergebnisse aus wissenschaftlichen Analysen zu den Besonderheiten von Existenzgründungen durch Frauen heraus und geht dabei im Speziellen auf qualitative Merkmale ein, durch welche sich Frauengründungen auszeichnen und durch die sie zu einem wichtigen Motor für die weitere Ausdifferenzierung und Weiterentwicklung der deutschen Wirtschaftsstruktur werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Hauptsache Arbeit?: feministische Perspektiven auf den Wandel von Arbeit (2004)
Baatz, Dagmar; Satilmis, Ayla; Rudolph, Clarissa;Zitatform
Baatz, Dagmar, Clarissa Rudolph & Ayla Satilmis (Hrsg.) (2004): Hauptsache Arbeit? Feministische Perspektiven auf den Wandel von Arbeit. (Arbeit - Demokratie - Geschlecht 1), Münster: Verlag Westfälisches Dampfboot, 281 S.
Abstract
Die Autorinnen kritisieren die mit dem Motto 'Hauptsache Arbeit' transportierte Tendenz zur Entgrenzung von Arbeit und Arbeitszeiten, die gleichzeitig die Qualität der Arbeitsplätze und des Arbeitsvermögens ausblendet. Die Beiträge klopfen aus feministischer Sicht ab, wo und wie sich die Reproduktion einer asymmetrischen Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern hält, und entwickeln Optionen auf die Zukunft der Arbeit. Sie gehen von einem Arbeitsbegriff aus, der auch nach der Qualität von Arbeit fragt und diese in den jeweiligen Lebenszusammenhang stellt. Die Beiträge befassen sich im Einzelnen mit (1) dem Zusammenhang von Arbeit und Geschlecht, (2) mit Arbeitsforschung, Arbeitspolitik und Arbeitsbegriff, (3) mit feministischen, gender-orientierten und kritisch-innovativen Ansätzen, (4) mit Transformationsprozessen von Arbeit für Frauen.
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Literaturhinweis
Selbständige - arm im Alter? Für eine Absicherung Selbständiger in der GRV (2004)
Betzelt, Sigrid; Fachinger, Uwe;Zitatform
Betzelt, Sigrid & Uwe Fachinger (2004): Selbständige - arm im Alter? Für eine Absicherung Selbständiger in der GRV. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 84, H. 6, S. 379-386.
Abstract
Die Zunahme der selbständigen Beschäftigung vor allem in Form von Ein-Personen-Unternehmen kann langfristig zu individuellen und gesamtwirtschaftlichen Problemen bei der Altersversorgung führen. Der Beitrag geht den Fragen nach, wie Altersarmut bei diesem Personenkreis vermieden und wie deren Altersvorsorge finanziert und wie die Leistungen gestaltet werden können. Es werden vier grundlegende Bedingungen dargelegt - Sparbereitschaft der Haushalte, Beitragszahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung, Gewährleistung auf die Sicherheit der Versorgungsleistungen und die Intra-Generationengerechtigkeit -, um anschließend zu erörtern, welche Maßnahmen geeignet sind, diese Ziele zu erreichen. Es wird dabei zwischen der Finanzierungs- und der Leistungsseite unterschieden. Fazit: Durch die generelle Absicherung von Selbständigen in der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) kann Altersarmut reduziert und die mit ihr verbundene negativen externen Effekte z.B. in Form eines Rückgriffs auf die Sozialhilfe verringert werden. Ein weiterer Effekt einer Versicherungspflicht von Selbständigen ergibt sich aus der dadurch ermöglichten Anpassung des Alterssicherungssystems an den Wandel bei den Erwerbsstrukturen. Ferner reduziert die obligatorische Altersvorsorge und die Absicherung weiterer sozialer Risiken durch die GRV die Unsicherheit, die mit der Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit verbunden ist und mag dazu beitragen, das Erwerbstätige das Risiko auf sich nehmen, selbständig zu werden. (IAB)
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Literaturhinweis
Self-employment: more may not be better (2004)
Zitatform
Blanchflower, David G. (2004): Self-employment. More may not be better. (NBER working paper 10286), Cambridge, Mass., 59 S. DOI:10.3386/w10286
Abstract
"I present information on self-employment from seventy countries. Self-employment rates are generally down across the OECD. The main exceptions are the UK, and New Zealand. The probability of being self-employed across the OECD is higher for men and for older workers compared with younger workers. In Europe the probabilities are lower the more educated an individual is, while the opposite is true in the US. Some groups of immigrants have higher rates of self-employment than the indigenous population, others do not. Capital constraints appear to bind especially tightly in the US for firms owned by minorities and women: the low rates of self-employment of blacks and Hispanics in the US appears in part to be driven by liquidity constraints. There is evidence that liquidity constraints bite in other countries including the UK, Finland, Australia, Canada and Sweden. It does seem likely that people have an unrealistically rosy view of what it is like to be running their own business rather than staying with the comparative security of being an employee. A surprisingly high proportion of employees say they would prefer to be self-employed. Despite the fact that very high proportions of employees say they would like to set up their own business the reality is something else. The evidence presented her suggests that people may well be able to judge what is in their own best interests - that is why they remain as employees. The self-employed work under a lot of pressure, report that they find their work stressful and that they come home from work exhausted. Further, they report being constantly under strain, that they lose sleep over worry and place more weight on work than they do on leisure. However, they are especially likely to say they have control over their lives as well as being highly satisfied with their lives." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Struktureller Wandel selbständiger Erwerbsarbeit: Analysen auf der Grundlage der Scientific Use Files der Mikrozensen (2004)
Zitatform
Bögenhold, Dieter & Uwe Fachinger (2004): Struktureller Wandel selbständiger Erwerbsarbeit. Analysen auf der Grundlage der Scientific Use Files der Mikrozensen. (ZeS-Arbeitspapier 2004/03), Bremen, 56 S.
Abstract
"Grundsätzlich wird in der Literatur ein Anstieg an selbständig Erwerbstätigen konstatiert. Dabei handelt es sich allerdings um Analysen, die einerseits querschnittsbezogen sind und andererseits wenig ins Detail gehen. Bei einer Analyse ist aber auch die zeitliche Entwicklung zu beachten, da ein struktureller Wandel sich über einen längeren Zeitraum vollzieht. Hier bieten die Scientific Use Files der Mikrozensen einen Ansatzpunkt für tiefer gehende Analysen. Um über die Entwicklung im Bereich der selbständigen Erwerbstätigkeit weitere Anhaltspunkte zu gewinnen, wurde anhand von Scientific Use Files aus den Jahren 1989, 1991, 1993, 1995 bis 1998 und 2000 eine Zeitverlaufsanalyse durchgeführt. Die Fragen, denen in der Analyse nachgegangen wurde, sind: in welchen Berufsgruppen kam es zu signifikanten Veränderungen bei den selbständig Erwerbstätigen über den betrachteten Zeitraum? hat sich die Entwicklung selbständiger Erwerbstätigkeit in West- und Ostdeutschland anders vollzogen? gab es eine geschlechtsspezifische Entwicklung? Insgesamt gesehen deutet sich an, dass der Übergang in eine 'Informations- und Dienstleistungsgesellschaft' weder kontinuierlich noch in allen Dienstleistungsbereichen vergleich-bar verläuft. Die Entwicklung ist geprägt von erheblichen Veränderungen im Zeitablauf. So kam es selbst bei Gruppen, die im Endeffekt ein überdurchschnittliches Wachstum hatten, zwischen den Jahren zu niedrigen und teilweise sogar zu negativen Änderungsraten. Der Übergang in eine Dienstleistungsgesellschaft vollzieht sich nicht ausschließlich in 'neuen' Berufsfeldern, sondern geht mit einer teilweise überproportionalen Zunahme von Berufstätigkeiten in klassischen Bereichen, insbesondere der Rechtsberatung und der Ärzte/innen, einher. Weiterhin zeigt die Analyse, dass in Deutschland zwischen 1991 bis 2000 eine beständige Zunahme selbständig Erwerbstätiger erfolgte, wobei sich der Anteil von Einpersonenunternehmen um rund fünf Prozentpunkte auf annähernd 50 vH erhöhte. Dabei war die Ent-wicklung in West- und Ostdeutschland bis Mitte der 90er Jahre unterschiedlich und führte zu einer Anpassung der ostdeutschen an die westdeutschen Strukturen. Hervorzuheben ist ferner, dass das Verhältnis von selbständig erwerbstätigen Frauen zu Männern (etwa 3 zu 7) über die Zeit relativ stabil geblieben ist. Es liegen somit keine Indizien für einen strukturellen Wandel vor, der zu einer Angleichung der Anzahl Selbständiger zwischen den Geschlechtern geführt hätte. Die vorliegende Arbeit ist eher als ein erster Schritt in Richtung einer umfassenden, die zahlreichen Facetten selbständiger Erwerbsarbeit berücksichtigenden Analyse zu sehen, als dass sie eine die Entwicklung in den 90er Jahren abschließend behandelnde Untersuchung darstellt. So kann sie als Anknüpfungspunkt für zahlreiche vertiefende und ergänzende Arbeiten dienen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Arbeitssituation und Gesundheit von "neuen Selbstständigen" im Dienstleistungssektor (2004)
Ertel, Michael; Pröll, Ulrich;Zitatform
Ertel, Michael & Ulrich Pröll (2004): Arbeitssituation und Gesundheit von "neuen Selbstständigen" im Dienstleistungssektor. In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Jg. 13, H. 1, S. 3-15. DOI:10.1515/arbeit-2004-0102
Abstract
"Formen selbstständiger Erwerbstätigkeit ohne Arbeitnehmer breiten sich mit beachtlicher Dynamik aus, - insbesondere auf den expandierenden Märkten der Wissens- und Kulturdienstleistungen. 'Neue Selbstständigkeit' verkörpert in idealtypischer Weise die Ambivalenz 'arbeitskraftunternehmerischer' Existenz, weil nahezu alle Erwerbs- und Lebensbereiche durch die Spannung zwischen erweiterten Freiheitsgraden der Lebensführung und verschärften Zumutungen der Selbstorganisation und Selbstvorsorge gekennzeichnet sind. Der Beitrag fokussiert auf der Grundlage (z.T. eigener) empirischer Befunde auf die gesundheitlichen Implikationen dieser Erwerbsform. Deutlich wird, dass Selbstbeschäftigung i.d.R. mit hohen Anforderungen und Belastungen verknüpft ist, deren Bewältigung ein entwickeltes System personaler, sozialer und institutioneller Ressourcen voraussetzt. Für Teilpopulationen sind gesundheitskritische Konstellationen mit entsprechenden Frühindikatoren schon jetzt nachweisbar, für Weitere muss ein problematischer, intensitätsgesteuerter Ressourcenzugriff vermutet werden, dessen gesundheitliche Folgen sich mittel- und langfristig zeigen dürften. Vor diesem Hintergrund werden spezifische Präventionsmöglichkeiten auf verschiedenen Ebenen gesellschaftlichen Ressourcenmanagements vorgeschlagen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Neue Perspektiven für die Arbeitsforschung: Konzepte zur Untersuchung der Verknüpfung von 'Arbeit' und 'Leben' bei Alleinselbständigen (2004)
Henninger, Annette;Zitatform
Henninger, Annette (2004): Neue Perspektiven für die Arbeitsforschung. Konzepte zur Untersuchung der Verknüpfung von 'Arbeit' und 'Leben' bei Alleinselbständigen. In: D. Baatz, C. Rudolph & A. Satilmis (Hrsg.) (2004): Hauptsache Arbeit? : feministische Perspektiven auf den Wandel von Arbeit (Arbeit - Demokratie - Geschlecht, 01), S. 185-198.
Abstract
Im Anschluss an neue Konzepte zur Untersuchung der Verknüpfung von "Arbeit" und "Leben" bei Alleinselbständigen wird im vorliegenden Beitrag das Konzept des Arbeitskraftunternehmers aus einer genderkritischen Perspektive beleuchtet. Die Autorin berichtet hierzu aus dem laufenden Forschungsprojekt "Neue Erwerbsformen und Wandel von Geschlechterarrangements", in welchem die Erwerbsbiographien von Alleinselbständigen in den Berufsfeldern Journalismus, Webdesign und Softwareentwicklung untersucht werden. Die Erforschung der Verknüpfung von "Arbeit" und "Leben" bei Alleinselbständigen eröffnet nach der These der Autorin neue Perspektiven für die Arbeitsforschung, wobei allerdings das Konzept des Arbeitskraftunternehmers ergänzt werden muss. Ansatzpunkte lassen sich z.B. in anglo-amerikanischen Untersuchungen über Alleinselbständige sowie im Konzept der Alltäglichen Lebensführung und in der sozialstrukturell orientierten, geschlechtersensiblen Lebenslaufforschung aufzeigen. Die Autorin fasst die zentralen Überlegungen aus diesen Ansätzen zusammen und stellt sie den verfügbaren Daten über Alleinselbständigkeit in den untersuchten Berufsgruppen gegenüber. (IZ-Doku)
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Klein aber fein - trotzdem pleite?: Finanzierung und Beratung von Kleinstunternehmen (2004)
Lange, Joachim;Zitatform
(2004): Klein aber fein - trotzdem pleite? Finanzierung und Beratung von Kleinstunternehmen. (Loccumer Protokolle 2004,10), Loccum, 311 S.
Abstract
Die besondere Situation von Kleinstunternehmen lässt sich wie folgt charakterisieren: Neben den hohen Risiken und der fehlenden Fixkostendegression bei der Kreditvergabe, sind es auch die verstärkten bankenaufsichtsrechtlichen Bestimmungen, die es Banken in zunehmenden Maße erschweren, an Kleinstunternehmen Kredite zu vergeben. Bei allen Forderungen nach einer Verbesserung der Finanzierungs- und Beratungssituation, darf nicht die Frage nach der volkswirtschaftlichen Effizienz und fiskalischen Konsequenz der Förderbemühungen außer Acht gelassen werden. Der Band beinhaltet Beiträge, die zur Klärung der Frage in welchem Maße und in welchem Rahmen die Finanzierung von Kleinstunternehmen verbessert werden kann.
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Typisch Arbeitskraftunternehmer?: Befunde der empirischen Arbeitsforschung (2004)
Zitatform
Pongratz, Hans J. & G. Günter Voß (Hrsg.) (2004): Typisch Arbeitskraftunternehmer? Befunde der empirischen Arbeitsforschung. (Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung 56), Berlin: Edition Sigma, 306 S.
Abstract
"Werden immer mehr Erwerbstätige zu Unternehmern ihrer eigenen Arbeitskraft? Und in welchen Arbeitsfeldern ist das vor allem der Fall? Die empirisch fundierten Beiträge dieses Bandes untersuchen diese viel diskutierten Fragen in einem breiten Spektrum von Erwerbsarbeit: typische Vorreitergruppen (z.B. Protagonisten der New Economy oder Erwerbstätige mit häufigen Arbeitsplatzwechseln) ebenso wie eher durch Einzelmaßnahmen geprägte Arbeitsbereiche (z.B. in neuen Formen von Teamarbeit oder bei flexibilisierten Arbeitszeitregelungen), aber auch unspezifisch betroffene oder von Prekarisierung bedrohte Erwerbstätige. Gemeinsamer Bezugspunkt aller Aufsätze in diesem Buch ist die Arbeitskraftunternehmer-These der Herausgeber, die pointiert eine neue Qualität der Anforderungen an Selbst-Kontrolle, Selbst-Ökonomisierung und Selbst-Rationalisierung hervorhebt. Zwar fallen - wie die Beiträge illustrieren - die subjektiven Bewältigungsstrategien sehr unterschiedlich aus, doch gleichen sich die Befunde dazu über verschiedene Erwerbsgruppen hinweg. Inkonsistenzen und Widersprüche zeugen von einem komplexen Spannungsverhältnis zwischen Arbeitskrafttypus und Subjektivität." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Die neue Welt der Mikrounternehmen: Netzwerke - telekooperative Arbeitsformen - Marktchancen (2004)
Reichwald, Ralf; Paul, Gerd; Fischer, Barbara; Baethge, Martin; Brakel, Oliver; Cramer, Jorun;Zitatform
Reichwald, Ralf, Martin Baethge, Oliver Brakel, Jorun Cramer, Barbara Fischer & Gerd Paul (2004): Die neue Welt der Mikrounternehmen. Netzwerke - telekooperative Arbeitsformen - Marktchancen. Wiesbaden: Gabler, 212 S.
Abstract
"Trotz der Turbulenzen und Rückschläge der New Economy werden Internetökonomie und Telekooperation das zukünftige Gesicht der Arbeit zunehmend prägen. Auch wenn uns der direkte Blick in die Zukunft verwehrt bleibt, eröffnet die Analyse der gegenwärtigen Entwicklung virtueller und telekooperativer Arbeit hinreichend Perspektiven, um mögliche Konturen künftiger Arbeit aufzuzeigen. Das Buch präsentiert die Ergebnisse einer empirischen Analyse. Das interdisziplinär zusammengesetzte Autorenteam hat über mehrere Jahre hinweg die Telekooperation in den deutschen Internet-, Multimedia- und Software-Sektoren untersucht. Es hat sich dabei auf die Klein- und Kleinstbetriebe, die 'small offices' und 'home offices' (SOHOs), konzentriert, in denen von namhaften Ökonomen die Prototypen künftiger Arbeitsorganisation gesehen werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Neue Selbstständigkeit und wachsender Grenzbereich zwischen selbstständiger und abhängiger Erwerbsarbeit: europäische Trends vor dem Hintergrund sozialpolitischer und arbeitsrechtlicher Entwicklungen (2004)
Schulze Buschoff, Karin;Zitatform
Schulze Buschoff, Karin (2004): Neue Selbstständigkeit und wachsender Grenzbereich zwischen selbstständiger und abhängiger Erwerbsarbeit. Europäische Trends vor dem Hintergrund sozialpolitischer und arbeitsrechtlicher Entwicklungen. (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Discussion papers SP 1 2004-108), Berlin, 52 S.
Abstract
"Das duale System der Erwerbstätigkeit mit der klaren Unterscheidung zwischen abhängiger und selbstständiger Erwerbstätigkeit ist historisch gewachsen. In Bezug auf das Arbeitsrecht zeigen sich deutliche Übereinstimmungen in den betrachteten Ländern Deutschland, Großbritannien, Niederlande, Italien und Schweden: Arbeitsrechtliche Bestimmungen beziehen sich bislang in der Regel ausschließlich auf die abhängig Beschäftigten, während das Zivil- und Handelsrecht für die Selbstständigen eher Markt- als soziale Schutzrechte regelt. Während diese grundlegende Übereinstimmung im Arbeitsrecht augenfällig ist, gibt es, je nach wohlfahrtsstaatlicher Tradition, deutliche Unterschiede in der sozialversicherungsrechtlichen Behandlung von Selbstständigen und abhängig Beschäftigten in den einzelnen Ländern. Aufgezeigt wird, dass sowohl im Arbeitsrecht als auch im Sozialversicherungsrecht die Grenzen zwischen Selbstständigkeit und abhängiger Beschäftigung tendenziell fließender werden. In der Praxis nehmen in diesem Grenzbereich Beschäftigungsformen wie die wirtschaftlich abhängige Selbstständigkeit bzw. die Scheinselbstständigkeit auch infolge geänderter Unternehmensstrategien in Form von Outsourcing und Franchising zu. Ebenso gewinnen Formen 'neuer Selbstständigkeit' an Bedeutung. Während der Zugang zur Selbstständigkeit sich in den ersten Dekaden nach dem zweiten Weltkrieg noch deutlicher durch Voraussetzungen wie Human- und Finanzkapital begrenzt wurde, wird das Bild der Selbstständigkeit in den letzten Jahrzehnten insgesamt bunter. In einigen Ländern steigt der Zugang von Alleinselbstständigen, Frauen und Personen mit geringer Kapitalausstattung, die direkt aus der Arbeitslosigkeit kommen. Spezielle Arbeitsmarktprogramme tragen in manchen Ländern dazu bei, dass sich die Erwerbsform Selbstständigkeit diesen neuen Gruppen öffnet. Trotz dieser europaweiten Trends gibt es deutliche Unterschiede in der Art und dem Umfang der Selbstständigkeit. Insbesondere bei der Entwicklung der Sozialversicherung für Selbstständige ist in den einzelnen Ländern eine starke Pfadabhängigkeit bedingt durch wohlfahrtsstaatliche Traditionen zu beobachten. Im Ländervergleich wird vor allem der deutsche konservative Wohlfahrtsstaat, der Selbstständige traditionellerweise nicht in die Systeme der sozialen Sicherung integriert, der neuen Vielfalt und der zunehmenden Schutzbedürftigkeit Selbstständiger nicht gerecht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Entrepreneurship and unemployment: relationships between unemployment and entrepreneurship in 37 nations participating in the Global Entrepreneurship Monitor (GEM) 2002 (2003)
Zitatform
Cowling, Marc & William D. Bygrave (2003): Entrepreneurship and unemployment. Relationships between unemployment and entrepreneurship in 37 nations participating in the Global Entrepreneurship Monitor (GEM) 2002. Wesley u.a., o. Sz.
Abstract
"This paper studies the relationship between entrepreneurship and unemployment. We focus on Necessity TEA (total entrepreneurial activity for those individuals pushed into entrepreneurship because they have no better alternatives for work). We a priori predict that when unemployment is high, TEA (necessity) will be high as outside alternatives in the labor market diminish. Yet we also predict that this effect will be moderated in nations where unemployment benefits are high. In addition we focus on the composition of the stock of unemployed and how difficult, or easy, it is to start a new business. Both factors have been shown to be important in previous studies (Cowling and Mitchell, 1997; Robson, 1998). Our findings offer some support for our a priori predictions, but show that the unemployment effect is far more complex than previously believed." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Freie Lanzenträger mit schwacher Rüstung: "Ich-AGs" und die ideologische Verklärung der Selbstbeschäftigung (2003)
Gesterkamp, Thomas;Zitatform
Gesterkamp, Thomas (2003): Freie Lanzenträger mit schwacher Rüstung. "Ich-AGs" und die ideologische Verklärung der Selbstbeschäftigung. In: Gewerkschaftliche Monatshefte, Jg. 54, H. 7, S. 433-439.
Abstract
Der Autor kritisiert die Propagierung der "Ich-AG" als Erwerbsalternative für Arbeitslose, weil das Leitbild der "neuen Selbständigkeit" und "Selbstverantwortung" ideologisch überhöht sei und nicht umstandslos übertragen werden könne von den Arbeitsmärkten für Medien-, IT- und Kulturberufe, wo berufliche Selbständigkeit verbreitet ist, auf andere Tätigkeitsfelder. Der Erfolg von Existenzgründern ist von der Ausstattung mit ökonomischen und sozialen Ressourcen abhängig. Wo diese fehlen, ist die Ausdehnung prekärer Lebens- und Arbeitsbedingungen zu befürchten. (IAB)
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Literaturhinweis
Neue Selbständige in der Informationsgesellschaft (2003)
Vanselow, Achim;Zitatform
Vanselow, Achim (2003): Neue Selbständige in der Informationsgesellschaft. (Graue Reihe des Instituts Arbeit und Technik 2003-06), Gelsenkirchen, 93 S.
Abstract
"In den vergangenen Jahren haben sich neue Formen der selbständigen Erwerbstätigkeit herausgebildet, die weder dem klassischen Arbeitnehmerverhältnis noch der traditionellen Selbständigkeit entsprechen. Diese 'neuen Selbständigen' gibt es in allen Wirtschaftsbereichen, doch gerade in den wissensintensiven Branchen wird ihnen oft eine Vorreiterrolle für die künftige Arbeitswelt zugesprochen. Im Rahmen eines umsetzungsorientierten Kooperationsprojektes mit dem DGB-Bildungswerk NRW e.V. sollte überprüft werden, welche Erfahrungen neue Selbständige in ihrem Arbeitsalltag sammeln, auf welche Barrieren sie stoßen und wo sie ggf. Unterstützung wünschen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Neue Selbstständige und die Zukunft der Arbeit: auf dem Weg in die Werkvertragsgesellschaft? (2003)
Vanselow, Achim;Zitatform
Vanselow, Achim (2003): Neue Selbstständige und die Zukunft der Arbeit. Auf dem Weg in die Werkvertragsgesellschaft? In: Die berufsbildende Schule, Jg. 55, H. 1, S. 9-18.
Abstract
"In den Debatten über die Zukunft der Erwerbsarbeit und die Auswirkungen auf das sog. 'Normalarbeitsverhältnis' nimmt das Thema Selbstständigkeit einen prominenten Platz ein. Vor dem Hintergrund anhaltender Massenarbeitslosigkeit soll u.a. eine 'neue Selbstständigkeit' einen Ausweg aus der Misere bieten. In diesem Beitrag werden einige Entwicklungslinien des Wandels der Erwerbsarbeit nachgezeichnet und es wird der Stellenwert der Selbstständigkeit etwas konkreter gefasst. Dabei wird deutlich, dass die Zunahme unter den Selbstständigen in den letzen Jahren insbesondere auf Ein-Personen-Unternehmen zurückzuführen ist, was in der Bewertung der Entwicklung bislang viel zu selten berücksichtigt wird." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Mikrofinanzierung - Neue Wege für Existenzgründer und Kleinunternehmen: Fachtagung, Haus der Wirtschaft, Stuttgart, 19. September 2002 (2003)
Zitatform
(2003): Mikrofinanzierung - Neue Wege für Existenzgründer und Kleinunternehmen. Fachtagung, Haus der Wirtschaft, Stuttgart, 19. September 2002. (Institut für Mittelstandsforschung. Grüne Reihe 53), Mannheim, 101 S.
Abstract
Existenzgründer und Kleinunternehmen mit kleinem Kreditbedarf und geringen Sicherheiten erhalten nur mit Mühe einen klassischen Bankkredit. Demgegenüber eignet sich ein Mikrokredit als Startkapital für den Schritt in die Selbständigkeit und zur kurzfristigen und unbürokratischen Überbrückung eines kleinen Finanzierungsbedarfs. Die Chancen und Schwierigkeiten dieses ursprünglich in den Entwicklungsländern entwickelten Modells der Mikrofinanzierung werden diskutiert. Dabei werden auch erfolgreich realisierte Mikrokreditinitiativen für Existenzgründer und Kleinstunternehmen vorgestellt. (IAB)
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Literaturhinweis
Soziale Sicherung "neuer" Selbständiger: Reformperspektiven im Spiegel europäischer Nachbarstaaten (2002)
Betzelt, Sigrid;Zitatform
Betzelt, Sigrid (2002): Soziale Sicherung "neuer" Selbständiger. Reformperspektiven im Spiegel europäischer Nachbarstaaten. (ZeS-Arbeitspapier 2002/10), Bremen, 35 S.
Abstract
"Die Gruppe 'neuer Selbständiger' - insbesondere Ein-Personen-Selbständiger des expandierenden Dienstleistungssektors - ist in Deutschland wie in Westeuropa im Zuge des erwerbsstrukturellen Wandels seit längerem stetig gewachsen. Dennoch sind (Allein-)Selbständige bislang nicht in das deutsche Sozialversicherungssystem einbezogen, da dieses lediglich auf das traditionelle (männliche) 'Normalarbeitsverhältnis' angelegt ist. Es schließt damit die selbständig Erwerbstätigen neuen Typs aus, obwohl sie ähnlich wie Arbeitnehmer auf den Verkauf ihrer Arbeitskraft angewiesen sind und damit vielfach sogar geringere Einkommen als diese erzielen. Insbesondere für die längerfristige Absicherung im Alter besteht daher im Zuge der Flexibilisierung von Arbeits- und Lebensverhältnissen sozialpolitischer Reformbedarf. Das Arbeitspapier diskutiert diesen Bedarf ausgehend von der besonderen Erwerbssituation Selbständiger im Kulturbereich. Für sie wurde dank spezifischer Konstellationen mit der Künstlersozialversicherung (KSK) eine eigene wohlfahrtsstaatliche Sicherungsinstitution geschaffen. Diese ist unter verschärften Marktbedingungen jedoch nur begrenzt tauglich für eine Ausweitung auf alle 'neuen Selbständigen'. Diskutiert werden daher verschiedene Optionen der sozialen Alterssicherung Selbständiger anhand eines Überblicks über grundlegende Systemunterschiede in einigen europäischen Ländern, wobei auf vier Modelle verschiedener wohlfahrtsstaatlicher Traditionen näher eingegangen wird: Dänemark und Schweiz als 'Grundsicherungsmodelle' einerseits, Frankreich und Österreich als dem deutschen Sozialversicherungstyp vergleichbare Modelle andererseits. Gemeinsam ist allen Länderbeispielen der obligatorische Einbezug Selbständiger zumindest in eine Basissicherung zur Vermeidung von Altersarmut. In einem vorläufigen Fazit werden die Ergebnisse der Länderanalysen auf die bundesdeutsche Situation bezogen und für eine umfassende, solidarisch angelegte Lösung plädiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Scheinselbständigkeit als neuer Erwerbstyp bzw. neue Unternehmensform?: theoretische und empirische Befunde aus der IAB-Scheinselbständigenstudie (2001)
Zitatform
Dietrich, Hans (2001): Scheinselbständigkeit als neuer Erwerbstyp bzw. neue Unternehmensform? Theoretische und empirische Befunde aus der IAB-Scheinselbständigenstudie. In: J. Merz (Hrsg.) (2001): Existenzgründung 2 : Erfolgsfaktoren und Rahmenbedingungen (Schriften des Forschungsinstituts Freie Berufe, 12), S. 135-153.
Abstract
"Eine Existenzgründung kann durchaus im Spannungsfeld zwischen Selbständigkeit und abhängiger Beschäftigung angesiedelt sein. Der Beitrag behandelt daher das in der aktuellen Wirtschafts- und Sozialpolitik besonders diskutierte Problem der Scheinselbständigkeit. Der Frage einer Selbständigkeit als neue Unternehmensform oder neuem Erwerbstyp wird mit theoretischen und empirischen Befunden anhand der aktuellen IAB-Scheinselbständigenstudie nachgegangen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Neugründungen von innovativen Kleinstunternehmen: Probleme ihrer Realisierung (2001)
Zitatform
Graf, Stefan, Fred Henneberger, Hans Schmid & David Dorn (2001): Neugründungen von innovativen Kleinstunternehmen. Probleme ihrer Realisierung. Bern u.a.: Haupt, 178 S.
Abstract
Die Studie identifiziert die Probleme potenzieller, aktiver und ehemaliger Kleinstunternehmer in der Schweiz. Die Probleme beziehen sich dabei u.a. auf den Umgang mit Gesetzen und Behörden, mit Banken und Versicherungen, auf den Absatzbereich, den betrieblichen Arbeitsalltag sowie auf persönliche Probleme. (IAB2)
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Literaturhinweis
Selbständige ohne Mitarbeiter: Erwerbstätige zwischen Arbeitnehmer und Unternehmer?: Einheitlichkeit und Differenz (2000)
Evers, George; Wijmans, Luuk;Zitatform
Evers, George & Luuk Wijmans (2000): Selbständige ohne Mitarbeiter: Erwerbstätige zwischen Arbeitnehmer und Unternehmer? Einheitlichkeit und Differenz. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 53, H. 12, S. 788-796.
Abstract
"Selbständigkeit scheint für immer mehr Menschen in den Niederlanden attraktiv zu werden, jedoch ist Skepsis angebracht, ob dieses Wachstum die Arbeitsbeziehungen radikal verändern wird. Die Zahl der Selbständigen ohne zusätzliche Beschäftigte im Vergleich zur Gesamtsumme der Erwerbstätigen bleibt stabil. Es gibt allerdings wichtige Veränderungen zwischen den Sektoren, in denen Selbständige vor allem zu finden sind: Immer weniger Selbständige arbeiten im Agrarsektor, die Mehrzahl der neuen Existenzgründungen findet im Dienstleistungsbereich statt. Die meisten neuen Selbständigen möchten allerdings allein arbeiten; sie haben nicht die Absicht, Personal einzustellen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
