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Dossier

Arbeitszeit: Verlängern? Verkürzen? Flexibilisieren?

Verkürzung, Verlängerung oder Flexibilisierung der Arbeitszeit stehen immer wieder im Zentrum der Debatten. Was wünschen sich Unternehmen und Beschäftigte? Wie kann Arbeitszeitpolitik die Schaffung neuer Arbeitsplätze und die Sicherung vorhandener Arbeitsplätze unterstützen?
Dieses Themendossier bietet Publikationen zur Entwicklung der Arbeitszeiten in Deutschland auch im internationalen Vergleich, zur betrieblichen Gestaltung der Arbeitszeit und zu den Arbeitszeitwünschen der Beschäftigten.
Publikationen zur kontroversen Debatte um die Einführung der Vier-Tage-Woche finden Sie in unserem Themendossier Vier-Tage-Woche – Arbeitszeitmodell der Zukunft?
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im Aspekt "Arbeitszeitpolitik"
  • Literaturhinweis

    Die Normalarbeitszeit: Positionen von Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden (2007)

    Griese, Ilka;

    Zitatform

    Griese, Ilka (2007): Die Normalarbeitszeit. Positionen von Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden. Saarbrücken: VDM Verlag Dr. Müller, 75 S.

    Abstract

    "Die Normalarbeitszeit - eine der Innovationen im Verlauf der Arbeitszeitentwicklung - verliert in der aktuellen arbeitszeitlichen Diskussion vermehrt an Bedeutung: während die Gewerkschaften nach wie vor ihre Bedeutung für den arbeitnehmerseitigen Arbeits- und Gesundheitsschutz proklamieren, beklagen Arbeitgeber und Staat ihre geringe Flexibilität. Welche Motive stehen hinter den Forderungen der einzelnen Interessengruppen? Die Autorin gibt einführend einen Überblick über die Entwicklung der Normalarbeitszeit in Deutschland und die wichtigsten arbeitszeitlichen Komponenten. Darauf aufbauend gibt sie einen Überblick über die an der arbeitszeitlichen Diskussion beteiligten Akteure und analysiert Argumente und dahinter stehende Motive und Interessen von Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften. Grundlage der Analyse bildet die Betrachtung der Arbeitszeit als politische Arena, die einen Einblick in die Aushandlungsprozesse und damit verbundenen Machtaspekte und Rahmenbedingungen erlaubt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Gewerkschaften und andere Akteure der Arbeitszeitpolitik: wer bestimmt über die Zeit? (2007)

    Haipeter, Thomas ; Lehndorff, Steffen;

    Zitatform

    Haipeter, Thomas & Steffen Lehndorff (2007): Gewerkschaften und andere Akteure der Arbeitszeitpolitik. Wer bestimmt über die Zeit? In: WSI-Mitteilungen, Jg. 60, H. 4, S. 181-187. DOI:10.5771/0342-300X-2007-4-181

    Abstract

    "Die Gewerkschaften waren jahrzehntelang die wichtigsten Triebkräfte der Arbeitszeitpolitik. Arbeitszeitverkürzung prägte die Entwicklung der Arbeitszeitregulierung. Seit den 1990er Jahren sehen sich die Gewerkschaften jedoch mit einem Rückgang ihrer arbeitszeitpolitischen Gestaltungsmacht konfrontiert. Inzwischen existieren mehrere Krisenregionen der Arbeitszeitregulierung, die durch die Öffnung der Flächentarifverträge, neue Steuerungsformen in den Unternehmen und die mangelhafte Begleitung der wachsenden Frauenerwerbstätigkeit durch die Sozial- und Steuerpolitik entstanden sind. Im Gegenzug haben mit Betriebsräten und Beschäftigten neue Akteure die Bühne der Arbeitszeitpolitik betreten. Für eine Revitalisierung der gewerkschaftlichen Arbeitszeitpolitik bestehen daher zwei Ansatzpunkte: der betriebliche Konflikt um die Kontrolle von Arbeitszeit und der gesellschaftliche Konflikt um die Organisation des Wohlfahrtsstaates." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Die Integration von jüngeren und älteren Arbeitnehmern in den Arbeitsmarkt durch flexible Arbeitszeitmodelle (2007)

    Heinisch, Ariane; Lamberts, Miet; Homey, Matthias; Rapp, Gabriela;

    Zitatform

    Heinisch, Ariane, Matthias Homey, Miet Lamberts & Gabriela Rapp (2007): Die Integration von jüngeren und älteren Arbeitnehmern in den Arbeitsmarkt durch flexible Arbeitszeitmodelle. Aachen: Shaker, 248 S.

    Abstract

    "Der demographische Wandel steht im Kontext vieler im Sozialen Dialog in Europa verhandelten Fragen. Angesichts einer sich verändernden Alterspyramide rückt zunehmend die Finanzierbarkeit der Systeme der Sozialen Sicherung in den Mittelpunkt der öffentlichen Debatte. Diese ist aber auch deshalb in Gefahr, weil die Erwerbslebenszeit der Arbeitnehmer sinkt: Immer mehr Menschen werden frühzeitig in Rente geschickt, junge Menschen finden immer später einen festen (sozialversicherungspflichtigen) Arbeitsplatz. Ziel des Forschungsprojekts war es, vor diesem Hintergrund die Integration von jüngeren und älteren Arbeitnehmern in den Arbeitsmarkt durch flexible Arbeitszeitmodelle zu untersuchen. In diesem Rahmen wurden in verschiedenen europäischen Ländern Best Practice-Beispiele gesammelt und ausgewertet." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Die Ökonomisierung von Zeit im flexiblen Kapitalismus (2007)

    Jürgens, Kerstin ;

    Zitatform

    Jürgens, Kerstin (2007): Die Ökonomisierung von Zeit im flexiblen Kapitalismus. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 60, H. 4, S. 167-173. DOI:10.5771/0342-300X-2007-4-167

    Abstract

    "In der Dynamik der Flexibilisierung von Arbeitszeiten manifestieren sich nicht nur veränderte Kräfteverhältnisse zwischen den Tarifparteien, sondern auch die Reichweite, mit der sich Prozesse der Entgrenzung und Subjektivierung von Erwerbsarbeit durchgesetzt haben. Der Beitrag resümiert zentrale Entwicklungsdynamiken von Arbeitszeitgestaltung und problematisiert eine neue Form der Ökonomisierung von Zeit. Diese wird zusehends durch die Beschäftigten selbst vorangetrieben. Flexibilisierte Arbeitszeitmodelle sind jedoch nicht lediglich Ausdruck eines neuen Modus von Zeitherrschaft im Betrieb, sondern sie induzieren darüber hinaus Prozesse der Entfremdung. Die Internalisierung ökonomischer Zeitverwendungslogiken ist eine Nebenfolge des Wandels von Erwerbsarbeit, welche die Identifikation und die Durchsetzung individueller Zeitinteressen erschwert und Prozesse der Solidarisierung konterkariert." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Welche Arbeitszeitpolitik? Ein neues Verhältnis von Zeitökonomie und Zeitpolitik (2007)

    Kratzer, Nick; Sauer, Dieter;

    Zitatform

    Kratzer, Nick & Dieter Sauer (2007): Welche Arbeitszeitpolitik? Ein neues Verhältnis von Zeitökonomie und Zeitpolitik. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 60, H. 4, S. 174-180. DOI:10.5771/0342-300X-2007-4-174

    Abstract

    "Welche Arbeitszeitpolitik ist gegenwärtig nötig und möglich? Die Arbeitzeitpolitik befindet sich in einem historischen Übergangsprozess, der durch die Pole Stechuhr und Vertrauensarbeitszeit charakterisiert wird und sich empirisch in unübersichtlichen Formen einer Flexibilisierung der Arbeitszeit zeigt. Mit dem Wandel betrieblicher Zeitökonomie und der Durchsetzung Indirekter Steuerungsformen von Arbeit entgleitet Betriebsräten und Gewerkschaften die Basis für eine Zeitpolitik 'der Grenzkontrolle'. Die Regulierung von Arbeitszeitgrenzen, Kern der klassischen Arbeitszeitpolitik, wird zunehmend wirkungslos. Alternative Formen einer 'neuen Arbeitszeitpolitik' sind nicht in Sicht. Der Artikel skizziert, welchen Prinzipien der gegenwärtigen Wandel folgt und welcher Weg aus der arbeits(zeit)politischen Defensive führen könnte." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Pro Rente mit 67 (2007)

    Köhler, Lutz;

    Zitatform

    Köhler, Lutz (2007): Pro Rente mit 67. In: Deutsche Rentenversicherung, Jg. 62, H. 6, S. 339-346.

    Abstract

    "Auch wenn die Altersgrenze von 65 Jahren in der Regel nicht den Zeitpunkt des tatsächlichen Übergangs vom Erwerbsleben in die Rente markiert, ist sie in Deutschland doch seit Generationen der Inbegriff des Rentenalters. Daher ist es nicht erstaunlich, dass die jetzt beschlossene Anhebung der Regelaltersgrenze von 65 auf 67 Jahre von einer breiten öffentlichen Diskussion begleitet war und angesichts der heutigen Chancen älterer Arbeitnehmer auf dem Arbeitsmarkt auch erhebliche Skepsis hervorgerufen hat. Gleichwohl gibt es angesichts der demografischen Entwicklung zu dieser Maßnahme keine Alternative, die gleichermaßen geeignet wäre, sowohl die gesetzliche Rentenversicherung nachhaltig finanziell zu entlasten als auch dem künftig drohenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Ohnehin darf die aktuelle Arbeitsmarktsituation nicht als Maßstab für die Umsetzbarkeit der erst im Jahr 2029 abgeschlossenen Altersgrenzenanhebung herangezogen werden. Der künftige Arbeitsmarkt für Ältere wird sich schon wegen der demografischen Entwicklung günstiger als heute darstellen. Begleitende Maßnahmen, zum Beispiel die 'Initiative 50plus', aber auch die Entwicklung neuer betrieblicher und tariflicher Modelle für flexible Übergänge in den Ruhestand werden dazu beitragen, die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Umsetzung zu schaffen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Familiale Lebensführung und Arbeitszeiten: Spannungsfelder und familienpolitische Gestaltungsaufgaben (2007)

    Lange, Andreas; Heitkötter, Martina;

    Zitatform

    Lange, Andreas & Martina Heitkötter (2007): Familiale Lebensführung und Arbeitszeiten. Spannungsfelder und familienpolitische Gestaltungsaufgaben. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 60, H. 4, S. 188-194. DOI:10.5771/0342-300X-2007-4-188

    Abstract

    "Flexible Arbeitszeitmodelle wirken nicht nur auf 'die Familie'. Vielmehr sind auch die Vielfalt familialer Lebensformen, die Perspektiven der verschiedenen Familienmitglieder sowie die unterschiedlichen familienbiographischen Phasen von Bedeutung. Außerdem sind die spezifischen Rahmenbedingungen der Realisierung von Arbeitszeitmodellen relevant. Die Schwerpunktverlagerung der familienwissenschaftlichen Diskussion von der Pluralisierungs- und Individualisierungsdebatte hin zum Fokus auf die alltäglichen Herstellungsleistungen öffnet einen neuen Blick für die Spannungsfelder zwischen Familie und Beruf. Eine Skizze der wichtigsten sozial-kulturellen Herausforderungen an Familie, der Spielarten der Zeitnot sowie der Strategien ihrer Bewältigung unterstreichen die Schlüsselrolle der Zeit für die gelingende Lebensführung. Der Beitrag präsentiert fünf Leitlinien für eine am familialen Alltag und Lebensverlauf orientierte integrative Familienpolitik, die zu ihrer Realisierung auf ein breites Akteursspektrum angewiesen ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Working time around the world: trends in working hours, laws and policies in a global comparative perspective (2007)

    Lee, Sangheon; MacCann, Deirdre; Messenger, Jon C.;

    Zitatform

    Lee, Sangheon, Deirdre MacCann & Jon C. Messenger (2007): Working time around the world. Trends in working hours, laws and policies in a global comparative perspective. (Routledge studies in the modern world economy), London u.a.: Routledge, 222 S.

    Abstract

    John Maynard Keynes wagte einst die Voraussage, daß sich für seine Enkelgeneration der Drei-Stunden-Arbeitstag durchsetzen werde. Siebzig Jahre später ist die Frage der Arbeitszeit genauso relevant wie zur Zeit der Einführung der 40-Stundenwoche. Mit dem Titel "Working Time around the World" liegt eine weltweit vergleichende Analyse von Arbeitszeitgesetzen, Arbeitszeitpolitiken und aktuellen Arbeitszeiten vor. Trotz eines jahrhundertelangen Optimismus über reduzierte Arbeitszeiten und einigen Fortschritten bei gesetzgeberischen Massnahmen zur Arbeitszeitbegrenzung zeigt diese Studie, dass - ohne ein klares Signal zur Arbeitszeitreduzierung - die Unterschiede in industrialisierten und sich entwickelnden Ländern beachtlich bleiben. Die Studie macht einige Vorschläge, wie diese Kluft geschlossen werden kann. Die Autoren legen ihren theoretischen Hintergrund eines Konzepts von Arbeitszeit dar, bevor sie die aktuellen Trends bei Arbeitszeitgesetzen in sich entwickelnden Ländern und Transformationsländern vorstellen. Das Werk untersucht die Entwicklung in ausgesuchten Ländern und berücksichtigt sowohl umfassende Trends der Arbeitszeit im nationalen Rahmen als auch die Strukturen und Dynamiken, die diesen Trends unterliegen. Die Autoren legen zudem Vorschläge vor, die die Erhaltung von Gesundheit und Sicherheit, Familienfreundlichkeit, Geschlechtergerechtigkeit, Produktivitätssteigerung und die Mitbestimmung der Arbeitnehmer über Arbeitszeitfragen fördern.

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  • Literaturhinweis

    Flexibility and control: New challenges for working-time policy in the European Union (2007)

    Lehndorff, Steffen;

    Zitatform

    Lehndorff, Steffen (2007): Flexibility and control: New challenges for working-time policy in the European Union. In: Labour & Industry, Jg. 17, H. 3, S. 9-28.

    Abstract

    "This article gives a brief overview of recent working-time trends across European Union (EU) countries and the challenges for the working-time policy of the trade unions. The account highlights the growing difficulties of trade unions in many EU countries in maintaining their organisational strength, the interaction between these difficulties and the changing systems of collective bargaining around working-time, and the changes in both the duration and the structures of working time in terms of differentiation and flexibilisation. The latter add to the challenges faced by the unions, as more workplace-focused approaches to the representation of workers' working-time interests are required. A final consideration is given to the links between working time and the welfare state, which provides the most effective 'indirect' working-time regulation for women. The main conclusion from the overview is that future working-time policies of trade unions in most EU countries will have to be simultaneously more workplace-focused and more 'political'." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Work/family balance policies in the UK since 1997: a new departure? (2007)

    Lewis, Jane; Campbell, Mary;

    Zitatform

    Lewis, Jane & Mary Campbell (2007): Work/family balance policies in the UK since 1997. A new departure? In: Journal of social policy, Jg. 36, H. 3, S. 365-381. DOI:10.1017/S0047279407001067

    Abstract

    "Three successive Labour governments have developed a range of work/family balance (WFB) policies, including child care services, leaves and flexible working hours, which have also become an increasingly coherent package. Drawing on Hall (1993), we explore the extent to which these represent a significant change at three levels: that of ideas (the goals of policy), mechanisms (the nature of the policy instruments), and settings (the fine-tuning of policy instruments). We examine how far the ideas driving the policy developments have been about the welfare of the family and its members, and the nature of the balance of continuity and change in policy instruments and settings, making some suggestions as to how this might be explained." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Altersteilzeit: Erfahrungen und Diskussionen in Deutschland und anderen EU-Ländern (2007)

    Lindecke, Christiane; Lehndorff, Steffen; Voss-Dahm, Dorothea;

    Zitatform

    Lindecke, Christiane, Dorothea Voss-Dahm & Steffen Lehndorff (2007): Altersteilzeit. Erfahrungen und Diskussionen in Deutschland und anderen EU-Ländern. (Hans-Böckler-Stiftung. Arbeitspapier 142), Düsseldorf, 78 S.

    Abstract

    "Zum 31.12.2009 läuft die Förderung der Altersteilzeit durch die Bundesagentur für Arbeit aus. Das Altersteilzeitgesetz besteht darüber hinaus jedoch fort. Daher melden sich unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen mit Vorschlägen zu Wort, wie die Altersteilzeit sich zukünftig gestalten sollte. Die Positionen lassen sich mit den beiden Polen 'Beibehalten des Blockmodells und der Vorruhestandsregelung' versus 'Neuorientierung der Altersteilzeit hin zu einem lebenslaufbezogenen Modell mit der Perspektive einer verlängerten Lebensarbeitszeit' beschreiben. An diese Debatte knüpft dieser Literaturbericht an. Wir geben einen Überblick über die historische Entwicklung der Altersteilzeit sowie über Inhalt und Ziele des Altersteilzeitgesetzes. Die Ausführungen über Umfang und Formen der Nutzung der Altersteilzeit machen deutlich, dass die 'echte Teilzeit' im Unterschied zum Blockmodell nur in einem verschwindend geringen Teil der Betriebe umgesetzt wird. Für die meisten Unternehmen und auch den überwiegenden Teil der Beschäftigten hat die Altersteilzeit daher vorher bestehende Vorruhestandsregelungen abgelöst mit der Folge, dass Beschäftigte vor Erreichen der regulären Rentenaltersgrenze vorzeitig in den Ruhestand gehen. Auffallend ist allerdings, dass in kleineren Betrieben, insbesondere im Handwerk, die Grundidee der Altersteilzeit - ältere Beschäftigte vermitteln Wissen und Erfahrung an junge Beschäftigte, während sie ihre Arbeitsbelastung durch eine reduzierte Arbeitszeit senken - umgesetzt wurde. Die Erfahrungen mit graduellen Ausstiegspfaden und besonders der Altersteilzeit in Schweden, Finnland, Dänemark und den Niederlanden geben einen Einblick in die Such- und Experimentierprozesse in anderen europäischen Ländern, die Beschäftigungsquote Älterer zu erhöhen. Der politische Wille ist auch dort, die konkreten institutionellen Regelungen so auszugestalten, dass sich Beschäftigte für einen längeren Verbleib im Erwerbssystem entscheiden. Am Beispiel Schweden wird allerdings deutlich, dass Regulierungen für den graduellen Ausstieg auch in die entgegengesetzte Richtung wirken können: Insbesondere wenn die Altersteilzeit über Subventionen attraktiv gemacht wird, kann von ihr der Impuls zur Reduzierung des Arbeitsangebots Älterer ausgehen, wenn nämlich Beschäftigte ohne die Altersteilzeit ihre Arbeitszeit auch mit zunehmendem Alter unverändert beibehalten hätten. Neben Ausführungen über die Situation in Finnland und Dänemark stellen wir auch die niederländische 'Lebenslaufregelung' vor, in der der Ausstieg aus dem Erwerbsleben in ein lebensphasenspezifisches Arbeitzeitkonto eingebettet ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Ziehungsrechte - Ein zeitpolitischer Weg zur "Freiheit in der Arbeit" (2007)

    Mückenberger, Ulrich;

    Zitatform

    Mückenberger, Ulrich (2007): Ziehungsrechte - Ein zeitpolitischer Weg zur "Freiheit in der Arbeit". In: WSI-Mitteilungen, Jg. 60, H. 4, S. 195-201. DOI:10.5771/0342-300X-2007-4-195

    Abstract

    "Ziehungsrechte sind zeitbezogene Optionsrechte Beschäftigter mit Blick auf die für Lebenslagen und biografische Verläufe spezifischen Zeitbedarfe. Ziehungsrechte sollen - als eine neue Regel - über die Erwerbsbiografie hinweg ein bestimmtes Zeitkontingent verfügbar machen. Ferner soll damit ein differenziertes System eines etwaigen Lohnersatzes bzw. anderer Einkommensquellen für die Freistellungsperiode verknüpft sein, das nach dem Zweck der Freistellung differenziert. Eine solche neue 'Regel' verfolgt ein doppeltes Ziel. Arbeitenden Menschen soll in der Arbeit die Chance gegeben bzw. erweitert werden, nicht mit dem unmittelbaren Arbeitsvollzug verbundenen, gesellschaftlich sinnvollen, sogar notwendigen Tätigkeiten unter fairen Bedingungen und in gesicherter Form nachgehen zu können. Damit verbinden sich arbeitsmarktpolitische Motive: Durch den Gebrauch von Ziehungsrechten könnte der Arbeitsmarkt entlastet werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Rente mit 67: die gewerkschaftliche Ablehnung der Erhöhung des gesetzlichen Rentenalters (2007)

    Nürnberger, Ingo;

    Zitatform

    Nürnberger, Ingo (2007): Rente mit 67. Die gewerkschaftliche Ablehnung der Erhöhung des gesetzlichen Rentenalters. In: Deutsche Rentenversicherung, Jg. 62, H. 6, S. 347-357.

    Abstract

    "Der Vortrag begründet, warum die Gewerkschaften die Erhöhung des gesetzlichen Rentenalters so vehement ablehnen. Gleichzeitig beschäftigt er sich mit den Vorwürfen mancher Befürworter, die Gewerkschaften würden die Realität des demografischen Wandels ignorieren und hätten offensichtlich den Willen verloren, künftige Entwicklungen positiv mitzugestalten. Die Gewerkschaften gehen davon aus, dass die Arbeitslosigkeit auch im nächsten Jahrzehnt nur langsam sinkt. Dies zeigen auch die Modellberechnungen und Annahmen der Bundesregierung selbst. Ältere Arbeitnehmer tragen dabei die Hauptlast und seien überproportional unter den Langzeitarbeitslosen vertreten. In einem solchen Umfeld das Rentenalter anzuheben und damit den Druck zu erhöhen, die Lebensarbeitszeit zu verlängern, ist sozialpolitisch und arbeitsmarktpolitisch kontraproduktiv. Die Erhöhung des gesetzlichen Rentenalters ist sozialpolitisch auch deswegen so bedenklich, weil der Gesetzgeber keine ernst zu nehmende soziale Flankierung beschlossen hat. Arbeitnehmer, die es aus gesundheitlichen Gründen nicht schaffen, bis zum 67. Lebensjahr in Arbeit durchzuhalten, werden häufig durch das Raster der engen Kriterien der Erwerbsminderungsrente fallen. Auch die arbeitsmarktpolitische 50-plus-Initiative der Bundesregierung verschafft gesundheitlich belasteten Menschen oder Arbeitnehmern mit niedrigen oder veralteten Qualifikationen in einem viel zu geringen Maße neue Chancen. Das 'Ausfransen' der Erwerbsbiografien zum Ende des Erwerbslebens hin - mit Zeiten der Arbeitslosigkeit, des Krankengeldbezugs, mit dem Rückzug in die 'Stille Reserve' und in prekäre Beschäftigungsverhältnisse - wird zunehmen und erhebliche negative Auswirkungen auf die soziale Lage der älteren Bürger haben. Die Gewerkschaften werden die Prüfung des Arbeitsmarkts, die das RV-Altersgrenzenanpassungsgesetz für das Jahr 2010 vorschreibt, deshalb sehr ernst nehmen. Die Gewerkschaften werden sich an der Verbesserung der Lage der älteren Arbeitnehmer auf dem Arbeitsmarkt beteiligen. Abgelehnt wird, den Schaden, den der Gesetzgeber mit der Erhöhung des gesetzlichen Rentenalters selbst anrichtet, zu beheben. Die Tendenz, bislang staatliche und solidarisch geregelte Aufgaben auf die Tarifpartner und Betriebspartner zu überwälzen, ist bereits in den vergangenen 20 Jahren sehr stark gewesen. Der Vortrag zeigt auch auf, dass die gesetzliche Rentenversicherung erheblichen Bedarf an sozialen Reformen hat. Die Erwerbsminderungsrente wird ihrer Schutzfunktion nur noch unzureichend gerecht. Gleichzeitig sichert die gesetzliche Rentenversicherung die flexibler und prekärer werdenden Erwerbsbiografien auch für das Alter nicht mehr umfassend ab. Deshalb müssen der soziale Ausgleich zugunsten von Menschen mit längeren Phasen des Niedrigverdienstes gestärkt, die Zeiten der Arbeitslosigkeit besser abgesichert und die Erwerbstätigenversicherung eingeführt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Rente mit 67: Probleme und Herausforderungen aus gesundheitswissenschaftlicher Sicht (2007)

    Siegrist, Hans; Dragano, Nico ;

    Zitatform

    Siegrist, Hans & Nico Dragano (2007): Rente mit 67. Probleme und Herausforderungen aus gesundheitswissenschaftlicher Sicht. (Hans-Böckler-Stiftung. Arbeitspapier 147), Düsseldorf, 34 S.

    Abstract

    Im ersten Teil des Gutachtens werden die Auswirkungen langjähriger beruflicher Belastungen auf Gesundheit und Arbeitsfähigkeit älterer Beschäftigter an Hand neuer Ergebnisse der internationalen Forschung dargestellt. Es erfolgt eine Zusammenstellung von Ergebnissen aus internationalen epidemiologischen Studien, welche arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren in drei Bereichen systematisch untersucht habe: Muskel-Skelett-Erkrankungen, Herz-Kreislauf-Krankheiten und depressive Störungen. Für physische Arbeitsbelastungen, für arbeitsbezogene Belastungen (v.a. Schicht- und Nachtarbeit) sowie für psychosoziale Arbeitsbelastungen werden die relativen Risiken einer Neuerkrankung bei entsprechender Exposition ermittelt, ebenso wie die erhöhten Wahrscheinlichkeiten einer krankheitsbedingten Frühberentung. Die Identifizierung und Messung psychosozialer Arbeitsbelastungen orientiert sich an drei theoretischen Modellen, dem Anforderungs-Kontroll-Modell (Modell 1), dem Modell beruflicher Gratifikationskrisen (Modell 2) und dem Modell der Organisationsungerechtigkeit (Modell 3). Die Ergebnisse verweisen je nach Expositionsart, -dauer und Krankheitsbild auf erhöhte Erkrankungswahrscheinlichkeiten in einem Schwankungsbereich von 30 Prozent bis 150 Prozent. Besonders bedeutsam sind Befunde zu stark erhöhten Krankheitsrisiken bei älteren Beschäftigten, die zugleich physische und psychosoziale Arbeitsbelastungen erfahren. Die Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass mindestens ein Viertel der entsprechenden Krankheitslast bei älteren Beschäftigten auf die untersuchten belastenden Arbeitsbedingungen zurück zu führen ist. Im abschließenden Teil des Gutachtens werden praxisbezogene Vorschläge auf der Basis dargestellter Befunde entwickelt, mit dem Ziel, durch verstärkte Bemühungen um eine verbesserte Qualität der Arbeit zum Erhalt von Gesundheit und Arbeitsfähigkeit älterer Beschäftigter beizutragen. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Identifying the potential of work-sharing as a job-creation strategy (2007)

    Skuterud, Mikal;

    Zitatform

    Skuterud, Mikal (2007): Identifying the potential of work-sharing as a job-creation strategy. In: Journal of labor economics, Jg. 25, H. 2, S. 265-287.

    Abstract

    "Between 1997 and 2000, the Canadian province of Quebec reduced its standard workweek from 44 to 40 hours with the aim of stimulating employment growth. Unlike the European work-sharing policies examined elsewhere, the Quebec policy contained no suggestion or requirement that employers provide wage increases to compensate workers for lost hours. For this reason, among others, the Quebec policy provides a better test of the potential of work-sharing as a job-creation strategy. The evidence suggests that, despite a 20% reduction among full-time workers in weekly hours worked beyond 40, the policy failed to raise employment at either the provincial level or within industries where hours of work were affected relatively more." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Förderung der beruflichen Qualifizierung durch Weiterbildungs- und Arbeitszeitmanagement: Ergebnisse einer Betriebsbefragung (2007)

    Zickert, Kathi;

    Zitatform

    Zickert, Kathi (2007): Förderung der beruflichen Qualifizierung durch Weiterbildungs- und Arbeitszeitmanagement. Ergebnisse einer Betriebsbefragung. (IAB-Forschungsbericht 11/2007), Nürnberg, 82 S.

    Abstract

    "Im Hinblick auf die künftige Leistungsfähigkeit der deutschen Wirtschaft und den aktuell diskutierten, potentiellen Fachkräftemangel gewinnt die berufliche Weiterbildung an Bedeutung. Neben kürzeren Maßnahmen spielen verstärkt auch längerfristig angelegte Qualifizierungen eine Rolle. Denn nur diese ermöglichen das Nachholen eines höheren Schul- oder Ausbildungsabschlusses, den Abschluss eines Hochschulstudiums oder Meisterlehrganges. Widmet sich ein Beschäftigter für einen längeren Zeitraum seiner Qualifizierung, steht er im Geschäftsablauf nicht zur Verfügung, es kommt durch seine Abwesenheit zu Arbeitsausfall. Die Unternehmen stehen vor der Aufgabe, den Ausgleich der entfallenden Arbeitszeit zu organisieren. Hieraus können positive Wirkungen auf dem Arbeitsmarkt entstehen, vor allem kurzfristig. Unternehmen könnten für die Zeit der Abwesenheit unter anderem neue Mitarbeiter zur Vertretung einstellen oder gegebenenfalls auf anstehende Entlassungen verzichten. Vor Beginn der Weiterbildung muss eine Vereinbarung zwischen Beschäftigtem und Unternehmen nicht nur hinsichtlich der potentiellen Kostenaufteilung getroffen werden, sondern ebenfalls zur Legitimation der angestrebten Weiterbildungszeit. Zur Vereinheitlichung diesbezüglicher Absprachen könnten Lernzeitkonten als betriebliches Instrument zur Verknüpfung von Arbeits- und Weiterbildungszeit dienen. Der betriebliche Nutzen von Lernzeitkonten wird im Bericht herausgearbeitet und die Einstellung der Unternehmen untersucht.
    Den Betrieben sollte an einer stetigen und intensiven Weiterbildung ihrer Mitarbeiter gelegen sein. Der Forschungsbericht beschäftigt sich mit den Einschätzungen deutscher Betriebe bezüglich langfristiger Weiterbildungsmaßnahmen und deren Förderung sowie mit flankierenden Aspekten der Arbeitszeit. Die vorliegenden Ergebnisse resultieren aus der Betriebsbefragung des IAB zum Gesamtwirtschaftlichen Stellenangebot aus dem Jahr 2005, die sich neben ihrem Hauptthema mit ausgewählten Schwerpunktthemen befasst. Ein Schwerpunkt war die Förderung längerfristiger beruflicher Weiterbildung durch die Betriebe." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Arbeitszeitflexibilisierung in der westdeutschen Metall- und Elektroindustrie und die Verbandsstrategien: eine vergleichende Analyse der arbeitszeitpolitischen Strategien des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall und der Industriegewerkschaft Metall (2006)

    Altun, Ufuk;

    Zitatform

    Altun, Ufuk (2006): Arbeitszeitflexibilisierung in der westdeutschen Metall- und Elektroindustrie und die Verbandsstrategien. Eine vergleichende Analyse der arbeitszeitpolitischen Strategien des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall und der Industriegewerkschaft Metall. Berlin: Dissertation.de, 284 S.

    Abstract

    "Arbeitszeitpolitik und Arbeitszeitgestaltung haben seit dem Tarifkompromiss im Jahre 1984 in der Metall-, und Elektroindustrie in der politischen und wissenschaftlichen Diskussion einen immensen Bedeutungszuwachs erfahren. Die Forderungen nach einer flexibleren Arbeitszeitgestaltung haben zeitgleich sowohl aus der Globalisierungsdiskussion und der Debatte um die Wettbewerbsfähigkeit des 'Wirtschaftsstandorts Deutschland' heraus wie auch aus beschäftigungspolitischen Gründen neuen Auftrieb bekommen. Die Diskussion um die Arbeitszeit ist gleichzeitig von verschiedenen, meist gegensätzlichen Interessen geprägt: Auf der Beschäftigtenseite zielt die Arbeitszeitflexibilisierung nach wie vor auf Zeitsouveränität: d.h. auf eine bessere Vereinbarkeit der Arbeitszeit mit allen Aktivitäten außerhalb der Arbeitszeit ab. Demgegenüber stellt die Arbeitgeberseite den betriebswirtschaftlichen Aspekt in den Vordergrund. D.h. die Anpassung der Arbeitszeit an den tatsächlichen Arbeitsanfall. So soll durch aufeinander abgestimmte Gestaltung von Betriebszeit und Arbeitszeit die Erhöhung der Produktivität und die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit erzielt werden. Durch diesen Trend verlor das sog. Normalarbeitsverhältnis an Allgemeingültigkeit und die Flexibilisierung der Arbeitszeiten nahm seit langem kontinuierlich zu. Folge ist, dass mittlerweile eine breite Palette von Arbeitszeitmodellen existiert, in denen die gesetzlich und vertraglich vereinbarte Wochenarbeitszeit in den Dimensionen Lage, Länge und Verteilung flexibilisiert wird. Auch die Tarifverhandlungen und Auseinandersetzung der Tarifparteien zur Arbeitszeitpolitik sind dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeitszeitflexibilisierung und Verlagerung der Tarifpolitik auf betriebliche Ebene einen Bedeutungszuwachs bekam und die Meinungsführerschaft in Sachen Arbeitszeitgestaltung von der IG Metall zu Gesamtmetall wechselte. Ziel der vorliegenden Dissertation war es, anhand einer empirisch-historischen Untersuchung über Einstellungen sowie Strategien von Gesamtmetall und IG Metall die Gestaltungsspielräume flexibler Arbeitszeitmodelle zu bestimmen und gleichzeitig die Defizite herauszuarbeiten. Die Untersuchung gründete sich in erster Linie auf die Dokumentenanalyse von Stellungnahmen der Gesamtmetall und IG-Metall-Leitungsgremien sowie Primär- und Sekundäranalyse von Befragungen der Beschäftigten. Die leitende Frage der Untersuchung war, ob es den Arbeitgeberverbänden und den Gewerkschaften gelingen konnte, die Erfordernisse eines Betriebes und die Belange der Beschäftigten weitgehend in Übereinstimmung zu bringen? Und (wenn ja) unter welchen Voraussetzungen die neuen flexiblen Arbeitszeitsysteme mit den betrieblichen und außerbetrieblichen Interessen der Beschäftigten zu vereinbaren sind. Den Hintergrund für diese Zielerreichung bildete der gesellschaftliche Konflikt zwischen Arbeit und Kapital. Denn die Schwierigkeit bzw. Komplexität lag in der Frage, wie die unterschiedlichen Interessen, die sich in der industriekapitalistischen Gesellschaft durch den Gegensatz 'Kapital' und 'Arbeit' bestimmen lassen, zu vereinbaren waren bzw. sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    The organisation of time over the life course: European trends (2006)

    Anxo, Dominique; Boulin, Jean-Yves;

    Zitatform

    Anxo, Dominique & Jean-Yves Boulin (2006): The organisation of time over the life course. European trends. In: European Societies, Jg. 8, H. 2, S. 319-342. DOI:10.1080/14616690600645175

    Abstract

    "Over the last decades, the life course approach has developed into a major research paradigm. The notion of life course provides a common field of research and a heuristic conceptual device aiming at studying individuals trajectories over time. In its modern version, the life course approach can be said to represent a major innovation in our understanding of complex social phenomena, making time, context and process core theoretical dimensions of social behaviour. Most of the research using this approach has stressed the extent to which social structures and individual factors shape the life course of individuals and has focused on the developmental consequences of alternative life trajectories. One of the main features of the life course approach is therefore to recognize the crucial role time plays in our understanding of individual behaviour and structural changes in society. The second important dimension of the life course approach is its attempt to take a holistic view, in that the analysis no longer focuses on isolated specific events, phases or demographic groups as being discrete and fixed but considers the entire life as the basic framework for empirical analysis and policy evaluation. The link between individual trajectories on one hand and historical period, social structures, as well as human agency on the other is also at the core of the life course paradigm. The notion of life course posits therefore that life trajectories are constituted by a palette of sequences of events that are both individually and socially constructed. The main objective of this cross-country comparative paper is to analyse to which extent the design of national welfare state regimes shape households' patterns of labour market integration over the life course. An analysis of the various national regulatory frameworks, with special focus on institutional opportunities and/or barriers to combine paid work with other social activities, is provided. Special attention is also given to companies' human resource and time management and whether human resource strategies encompass a life course perspective. By linking the specificity of the various regulatory and social protection systems to the country's current patterns of labour market integration the authors not only examine the impact of the overall institutional framework on time allocation over the life course but, also the extent to which the current working time options actually affect the sustainability of the social protection systems. Finally, in the conclusion, some policy implications are suggested with a special focus on the needs of finding new forms of time organisation and distribution of income over the life course. According to the authors these new forms of time management might contribute to a better work life balance for employees and might favour positive compromises between firms' productive efficiency and employees' needs for a larger control on their time structures over their life course." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Zu den Folgen einer Arbeitszeitverlängerung aus wettbewerbstheoretischer Sicht (2006)

    De Vos, Peter; Schumacher, Heiner ;

    Zitatform

    De Vos, Peter & Heiner Schumacher (2006): Zu den Folgen einer Arbeitszeitverlängerung aus wettbewerbstheoretischer Sicht. In: Deutscher Studienpreis (Hrsg.) (2006): Mythos Markt? : die ökonomische, rechtliche und soziale Gestaltung der Arbeitswelt, S. 15-33.

    Abstract

    "Zunächst beschäftigen wir uns kurz mit der bereits vorhandenen theoretischen und empirischen Literatur, die sich mit den Auswirkungen einer Arbeitszeitverkürzung auf die Arbeitsnachfrage insbesondere in Deutschland beschäftigt. Im nächsten Schritt entwerfen wir ein einfaches Wettbewerbsmodell im Sinne Hotellings (1929), in dem die Nachfrage nach Arbeitern endogen durch Produktdifferenzierung, Transport- und Produktionskosten bestimmt wird. Letztgenannte Variable wird dabei durch die Arbeitszeit bei fixen realen Monatslöhnen bestimmt - wir gehen insgesamt von unflexiblen Löhnen aus. Mit Transport- und Kommunikationskosten führen wir eine Variable für das Phänomen der Globalisierung ein, deren Parameterwerte für verschiedene Wettbewerbskonstellationen variiert werden. Wir erhalten so drei Aussagen darüber, unter welchen Umständen eine Arbeitszeitverlängerung zur Stabilisierung oder Ausweitung der Beschäftigung in einem Unternehmen beitragen kann." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Reconciliation of work and family life and collective bargaining in the European Union: an analysis of EIRO articles (2006)

    Demetriades, Stavroula; Barry, Adam; Meixner, Marie;

    Zitatform

    Demetriades, Stavroula, Marie Meixner & Adam Barry (2006): Reconciliation of work and family life and collective bargaining in the European Union. An analysis of EIRO articles. Dublin, 68 S.

    Abstract

    Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ein wichtiges Thema europäischer Beschäftigungs- und Familienpolitik. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Gleichstellung der Geschlechter sowie auf neuen Formen der Arbeitsorganisation. Die Umsetzung der EU-Richtlinien in nationales Recht ist in den einzelnen Ländern der Europäischen Union unterschiedlich, ebenso unterscheiden sich die Länder hinsichtlich der Art der Regulierung durch Gesetzgebung, Sozialpartnerschaft und Tarifverhandlungen. Die Vergleichstudie wurde auf der Basis einzelner nationaler Beiträge der Nationalen Zentren des EIRO zusammengestellt und stellt den aktuellen Stand in den 25 EU-Mitgliedsländern inklusive Norwegen und in den Beitrittskandidaten Bulgarien und Rumänien dar. Verglichen werden Formen der Erwerbsunterbrechung zur Betreuung von Kindern und pflegebedürftigen Angehörigen, Formen der Arbeitszeitreduzierung und Arbeitszeitflexibilisierung, Urlaubsregelungen, Kinderbetreuung, verschiedene Formen betrieblicher Sozialleistungen, atypische Beschäftigung sowie Gleichstellungspolitiken. Mit wenigen Ausnahmen ist das Thema in den neuen EU-Mitgliedsländern unterrepräsentiert. Der Anhang enthält eine Konkordanz familienfreundlicher Maßnahmen in den einzelnen untersuchten Ländern. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Arbeiten bis 65 oder gar bis 67?: die Voraussetzungen fehlen (2006)

    Ebert, Andreas; Fuchs, Tatjana; Kistler, Ernst;

    Zitatform

    Ebert, Andreas, Tatjana Fuchs & Ernst Kistler (2006): Arbeiten bis 65 oder gar bis 67? Die Voraussetzungen fehlen. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 59, H. 9, S. 492-499.

    Abstract

    "Auf europäischer wie nationaler Ebene wird eine Erhöhung der Beschäftigungsquote Älterer und des faktischen Renteneintrittsalters angestrebt. In Deutschland ist die Rente mit 67 fast schon beschlossene Sache. Als Begründung dienen angebliche demografische Zwänge. Der Beitrag zeigt auf, dass derzeit die Voraussetzungen nicht gegeben sind, um das politisch gesetzte Ziel zu erreichen - weder mit Blick auf die Arbeitsmarktperspektiven noch von Seiten der Arbeitsbedingungen. Es droht zunehmende Altersarbeitslosigkeit und Altersarmut. Sinnvoll wären eine Modifizierung statt Abschaffung der Frühverrentungsinstrumente sowie ein präventiver Ansatz in Richtung alters- und alternsgerechten Arbeitens. Sinnvoll wäre auch eine Annäherung des faktischen an das gesetzliche Rentenalter und nicht eine Erhöhung der Altersgrenze auf 67 Jahre." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Are the French happy with the 35-hour workweek? (2006)

    Estevao, Marcello; Sa, Filipa;

    Zitatform

    Estevao, Marcello & Filipa Sa (2006): Are the French happy with the 35-hour workweek? (IZA discussion paper 2459), Bonn, 26 S.

    Abstract

    "Legally mandated reductions in the workweek can be either a constraint on individuals' choice or a tool to coordinate individuals' preferences for lower work hours. We confront these two hypotheses by studying the consequences of the workweek reduction in France from 39 to 35 hours, which was first applied to large firms in 2000. Using the timing difference by firm size to set up a quasi-experiment and data from the French labor force survey, we show that the law constrained the choice of a significant number of individuals: dual-job holdings increased, some workers in large firms went to small firms where hours were not constrained, and others were replaced by cheaper, unemployed individuals as relative hourly wages increased in large firms. Employment of persons directly affected by the law declined, although the net effect on aggregate employment was not significant." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Rente mit 67: Neue Herausforderungen für die Beschäftigungspolitik (2006)

    Fuchs, Johann ;

    Zitatform

    Fuchs, Johann (2006): Rente mit 67: Neue Herausforderungen für die Beschäftigungspolitik. (IAB-Kurzbericht 16/2006), Nürnberg, 6 S.

    Abstract

    "Wenn im Jahr 2030 die stufenweise Anhebung der gesetzlichen Regelaltersgrenze auf 67 Jahre abgeschlossen sein wird, sind in Deutschland rund 8,8 Millionen Menschen zwischen 60 und 66 Jahren alt. Für den Bezug einer abschlagfreien Rente müsste bis zum 67. Lebensjahr gearbeitet werden. Finanzielle und andere Motive werden viele ältere Arbeitskräfte wahrscheinlich veranlassen, nicht frühzeitig in den Ruhestand zu gehen. Dies gilt insbesondere für die 65- und 66-Jährigen, von denen im Augenblick nur knapp 7 Prozent noch erwerbstätig sind. Angesichts der Abschläge werden künftig aber auch die etwas Jüngeren länger arbeiten. Wie viele das sein werden, lässt sich derzeit nicht genau vorhersagen. Es gibt jedoch Anhaltspunkte für eine Ober- und eine Untergrenze der wahrscheinlichen Entwicklung. Das Wachstum der älteren Bevölkerung und der längere Verbleib Älterer im Erwerbsleben führen zu einem deutlichen Anstieg des Erwerbspersonenpotenzials. Der Höhepunkt wird ungefähr im Jahr 2030 erreicht, wenn wegen der Anhebung des Rentenalters auf 67 Jahre zwischen 1,2 Millionen und über 3 Millionen Erwerbspersonen zusätzlich auf den Arbeitsmarkt drängen. Der oft prognostizierte Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials würde sich dadurch deutlich verzögern. Die beschäftigungspolitische Herausforderung liegt dann darin, für dieses zusätzliche Arbeitskräftepotenzial ebenso viele neue Arbeitsplätze zu schaffen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    La negociation sur les 35 heures dans une municipalite: l'hybridation des formes de dialogue (2006)

    Garabige, Alexandra;

    Zitatform

    Garabige, Alexandra (2006): La negociation sur les 35 heures dans une municipalite. L'hybridation des formes de dialogue. In: Travail et emploi H. 105, S. 19-28.

    Abstract

    "This article analyses the effects on dynamics of industrial relations in French public services of the hybridisation of public and private models of manpower management. The study begins with the case of the negotiation over the reduction of working hours in a local council. In order 'to modernise the public services', the town council organises an original procedure of dialogue with the objective to reconcile participate democracy and representative democracy. From a detailed chronicle, the research shows how adjustments of the volume of working hours are negotiated between employers, trade-union and employees. It also aims at assessing the impact of these procedural innovations over the process of regulation and the service dispensed to the public." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Work promotion of Finnish pension policy (2006)

    Gould, Raija; Laukkanen, Erkki;

    Zitatform

    Gould, Raija & Erkki Laukkanen (2006): Work promotion of Finnish pension policy. In: C. Sproß (Hrsg.) (2006): Beschäftigungsförderung älterer Arbeitnehmer in Europa (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 299), S. 133-155.

    Abstract

    Die finnische Erwerbsbevölkerung altert rapide. Im Jahre 2030 wird nahezu einer von vier Finnen 65 Jahre und älter sein. Daher ist es ein wichtiges Ziel der finnischen Rentenreform von 2005, die Teilhabe am Arbeitsleben zu verlängern. Der Beitrag beschäftigt sich mit dieser Zielsetzung. Die Reform konzentriert sich z.B. auf Einschränkungen des Vorruhestands und auf wirtschaftliche Anreize zur Fortsetzung des Arbeitslebens. Darunter fallen Maßnahmen wie ein flexibles Eintrittsalter in den Ruhestand, das von 63 bis 68 Jahren reicht, und ein Bonuszuschlag in Höhe von 4,5 Prozent für diejenigen, die über das zweiundsechzigste Lebensjahr hinaus arbeiten. Jüngste Umfragen zu den Ruhestandserwartungen von älteren Arbeitnehmern lassen erkennen, dass finanzielle Anreize allein nicht ausreichend sind, das Ziel einer stetigen Verlängerung des Arbeitslebens zu erreichen. Zusätzlich besteht Handlungsbedarf auf der Ebene des Arbeitsplatzes selbst. Arbeitskräfte im flexiblen Ruhestandsalter verfügen zwar über potentielle Arbeitsfähigkeit, aber es muss sich noch herausstellen, ob materielle Anreize und andere arbeitsfördernde Maßnahmen ausreichend sind, um diejenigen in einem Beschäftigungsverhältnis zu halten, die arbeitsfähig sind. Als besonders große Herausforderung und ein Hindernis für die Verlängerung des Berufslebens wird sich die von psychischen Problemen ausgelöste Arbeitsunfähigkeit erweisen. (IAB)

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    Arbeits(zeit)politik zwischen Innovation und Eigensinn (2006)

    Haipeter, Thomas ;

    Zitatform

    Haipeter, Thomas (2006): Arbeits(zeit)politik zwischen Innovation und Eigensinn. In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Jg. 15, H. 2, S. 73-84. DOI:10.1515/arbeit-2006-0203

    Abstract

    "Der Beitrag versteht sich als Beitrag zur aktuellen Debatte um Chancen und Widerstände der Arbeitspolitik. Dabei wird die Perspektive auf die Arbeitszeitpolitik als wichtigem Element der Arbeitspolitik ausgeweitet. Ein genauerer empirischer Blick auf die arbeitszeitpolitische Praxis in den Betrieben zeigt, dass neue Arbeitszeitregulierungen mit innovativem arbeitspolitischem Gehalt vielfältigen Umsetzungsproblemen in den Betrieben ausgesetzt sind. Die vielleicht wichtigste Voraussetzung für eine gute arbeitszeitpolitische Praxis im Sinne der Erhöhung der Autonomie der Beschäftigten bei der Arbeitszeitgestaltung ist eine Interessenvertretungspolitik der Betriebsräte, die auf die Förderung der Partizipationsmöglichkeiten der Beschäftigten abzielt. Diese Politik einer Ausweitung der industriellen Bürgerrechte kann zugleich die in der Debatte als Gegensatz eingeführten Konzepte der innovativen und der eigenständigen Arbeitspolitik versöhnen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Langzeitkonten und Lebenslaufpolitik (2006)

    Hildebrandt, Eckart; Wotschack, Philip ;

    Zitatform

    Hildebrandt, Eckart & Philip Wotschack (2006): Langzeitkonten und Lebenslaufpolitik. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 59, H. 11, S. 592-600.

    Abstract

    "Das relativ neue Instrument der Zeitkonten ist im Zusammenhang mit den Tendenzen zur Flexibilisierung und Regulierung von Arbeitszeiten entstanden. Vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Destandardisierung von Lebensläufen und einer Umverteilung der Verantwortung für ihr Gelingen werden betriebliche Personalpolitik sowie die alltägliche und biografische Lebensführung der Beschäftigten zu entscheidenden Gestaltungsbereichen. Deswegen ist zu überprüfen, ob und wie Langzeitkonten von den betrieblichen Akteuren gesehen und strategisch eingesetzt werden. Die in Deutschland vorhandenen Tendenzen der Kombination von Zeit- und Geldwerten, der Ausweitung des Kontenvolumens, der Arbeitszeitverlängerung sowie die Einsparprogramme bei den Sozialversicherungen (insbesondere Renten) geben wichtige Rahmenbedingungen für die Nutzung von Langzeitkonten vor. Internationale Beispiele zeigen alternative Möglichkeiten, wie eine Konzertierung der Lebenslaufpolitik zwischen Staat, Betrieben, Familien und Individuen abgestimmt werden kann." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Das Politische in der Arbeitspolitik: Ansatzpunkte für eine nachhaltige Arbeits- und Arbeitszeitgestaltung (2006)

    Lehndorff, Steffen; Lehndorff, Steffen; Schief, Sebastian; Gerlmaier, Anja; Schilling, Gabi; Latniak, Erich ; Voss-Dahm, Dorothea; Haipeter, Thomas ;

    Zitatform

    Lehndorff, Steffen (Hrsg.) (2006): Das Politische in der Arbeitspolitik. Ansatzpunkte für eine nachhaltige Arbeits- und Arbeitszeitgestaltung. Berlin: Edition Sigma, 279 S.

    Abstract

    Angesichts andauernder Massenarbeitslosigkeit haben Arbeitsforschung und Arbeitspolitik keine Konjunkur. Dem wird ein Verständnis von Arbeitsforschung entgegengesetzt, deren Analysen Ausdruck der Widersprüche in den praktischen Arbeitsprozessen sind, und die darauf zielt, Ansatzpunkte für eine nachhaltige Arbeits- und Arbeitszeitgestaltung herauszuarbeiten. Das Buch enthält Beträge aus dem Forschungsschwerpunkt "Arbeitszeit und Arbeitsorganisation" des Instituts für Arbeit und Technik in Gelsenkirchen. Der erste Teil "versammelt Befunde und Einschätzungen zu Problemen und Tendenzen betrieblicher Arbeitspolitik und zu den veränderten Rahmenbedingungen, unter denen diese heute stattfindet". Der zweite Teil präsentiert Beiträge, "die aus unterschiedlichen Perspektiven das Zusammenspiel von Akteuren und Institutionen sowie der Politik von Akteuren in verschiedenen Arenen betrachten". (IAB2)

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  • Literaturhinweis

    Verlängerung der Lebensarbeitszeit: eine realistische Perspektive? (2006)

    Lehr, Ursula; Kruse, Andreas;

    Zitatform

    Lehr, Ursula & Andreas Kruse (2006): Verlängerung der Lebensarbeitszeit. Eine realistische Perspektive? In: Zeitschrift für Arbeits- und Organisationspsychologie, Jg. 50, H. 4, S. 240-247.

    Abstract

    "Der Beitrag geht zunächst auf einige zentrale demografische Entwicklungen ein, die eine alternde Gesellschaft kennzeichnen. Er macht deutlich, dass das Altem der Gesellschaft nicht mit einem Rückgang an Innovationsfähigkeit gleichgesetzt werden darf. Vielmehr verfügen viele ältere Menschen über Wissen und Erfahrungen, die sie in die Lage versetzen, sich mit neuen Anforderungen kreativ auseinanderzusetzen. Diese Wissens- und Erfahrungselemente werden hier für den beruflichen Bereich dargestellt. Zugleich werden potenzielle Risiken älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aufgezeigt, die bei der Personalplanung besonders berücksichtigt werden müssen Der Beitrag plädiert dafür, eine alternde GeselIschaft auch als eine Chance zu begreifen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Statement der Sozialpartner: Ältere Arbeitnehmer brauchen neue Chancen! (2006)

    Nürnberger, Ingo;

    Zitatform

    Nürnberger, Ingo (2006): Statement der Sozialpartner: Ältere Arbeitnehmer brauchen neue Chancen! In: C. Sproß (Hrsg.) (2006): Beschäftigungsförderung älterer Arbeitnehmer in Europa (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 299), S. 179-183.

    Abstract

    Aus der Perspektive des Deutschen Gewerkschaftsbundes DGB sind die Erfolge in der Erhöhung der Erwerbsbeteiligung, die Irland und Finnland verzeichnen, vor allem auf die wirtschaftliche Entwicklung in diesen Ländern zurückzuführen. Hinsichtlich der Diskussion in Deutschland wird bemängelt, dass ökonomische Argumente für die Erwerbstätigkeit Älterer im Vordergrund stehen, und der Aspekt der sozialen Partizipation Älterer keine Rolle spielt. Als Hauptursache für die hohe Arbeitslosigkeit älterer Arbeitnehmer und ihre geringe Erwerbstätigkeit wird nicht die mangelnde Erwerbsmotivation Älterer gesehen, sondern die geringe Nachfrage nach ihren Arbeitsleistungen. Anreizsysteme zur Einstellung Älterer werden von den Arbeitgebern kaum genutzt. Auch die Leistungsregeln der gesetzlichen Rentenversicherung setzen Anreize für die Erwerbstätigkeit im Alter. Mit Blick auf das Auslaufen des Altersteilzeitgesetzes wird für eine Neuauflage plädiert, die den Schwerpunkt auf Verringerung der Wochen- und Monatsarbeitszeit legt. Neben einem flexiblen Einstieg in den Ruhestand sollte nach Ansicht des DGB auch lebenslanges Lernen gefördert werden, und der Gefahr der Altersarmut sollte begegnet werden. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Anhebung der Rentenaltersgrenze: Pro und Contra Rente mit 67 (2006)

    Promberger, Markus; Wübbeke, Christina;

    Zitatform

    Promberger, Markus & Christina Wübbeke (2006): Anhebung der Rentenaltersgrenze: Pro und Contra Rente mit 67. (IAB-Kurzbericht 08/2006), Nürnberg, 5 S.

    Abstract

    "Unbestritten ist, dass in den nächsten Jahrzehnten immer weniger Beschäftigte immer mehr Rentnern immer länger die Rente bezahlen müssen. Kontrovers ist hingegen, ob die schrittweise Anhebung des Rentenalters auf 67 Jahre der richtige Weg ist, um dieses Problem zu entschärfen. Es spricht zwar eine Reihe guter Gründe für die Anhebung des Rentenalters, zu denen der Geburtenrückgang, die steigende Lebenserwartung, die wachsende Gesundheit und Leistungsfähigkeit Älterer sowie der drohende Fachkräftemangel in gar nicht so ferner Zukunft zählen. Auf der anderen Seite sind ungelöste Arbeitsmarktprobleme ins Feld zu führen, soziale Härten bis hin zur Altersarmut und die eher geringen finanziellen Entlastungseffekte für die Rentenkassen. Wägt man die 'Pros' und 'Contras' sorgfältig gegeneinander ab, so bleibt die Empfehlung, über bestimmte Aspekte der 'Rente mit 67' noch einmal gründlich nachzudenken. So müssten etwa mögliche negative Arbeitsmarkteffekte näher untersucht werden. Auch die Gefahr sozialer Härten bei Arbeitnehmern mit berufsbedingter Erwerbsunfähigkeit sollte bei der Ausgestaltung berücksichtigt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Promberger, Markus;
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    Beispiel EU-Arbeitszeitrichtlinie: das Ende europäischer sozialer Mindeststandards (2006)

    Röpke, Oliver;

    Zitatform

    Röpke, Oliver (2006): Beispiel EU-Arbeitszeitrichtlinie. Das Ende europäischer sozialer Mindeststandards. In: Wiso. Wirtschafts- und sozialpolitische Zeitschrift des ISW, Jg. 29, H. 3, S. 107-121.

    Abstract

    "Seit einigen Jahren ist ein deutlicher Paradigmenwechsel in der EU-Sozialpolitik zu beobachten. Selbst bescheidene Ansätze zur Schaffung eines gemeinsamen europäischen Sozialniveaus im Sinne von Mindeststandards werden massiv in Frage gestellt, Sozialvorschriften lediglich unter dem Blickwinkel der 'Anpassungsfähigkeit' der Arbeitnehmer sowie unter Wettbewerbsgesichtspunkten gesehen. An die Stelle ordnender sozialpolitischer Gestaltungsmittel treten neue, weitgehend unverbindliche Instrumente (soft law). Angesichts dieser Situation stellt sich für die Interessenvertretungen der Arbeitnehmer immer drängender die Frage einer geeigneten Strategie, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Hierzu wird es allerdings unerlässlich sein, gewerkschaftliche Vorstellungen einer 'Sozialunion' zu präzisieren. Die aktuelle Debatte um die EU-Arbeitszeitrichtlinie steht in gewisser Weise symbolhaft für den gegenwärtigen Stellenwert europäischer Sozialpolitik. Die bereits seit 1993 bestehende Richtlinie gibt einen allgemeinen Mindeststandard vor, der Arbeitnehmer vor überlangen Arbeitszeiten schützen soll. Sie ist damit Bestandteil einer Reihe von Vorschriften, die eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen durch die Schaffung des Binnenmarktes verhindern sollen. Ihre jetzige Überarbeitung wird von Arbeitgebern und Teilen der Politik dazu genutzt, massive Verschlechterungen zu Lasten der Arbeitnehmer durchzuseetzen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Was hat die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes gebracht? (2006)

    Seifert, Hartmut;

    Zitatform

    Seifert, Hartmut (2006): Was hat die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes gebracht? In: WSI-Mitteilungen, Jg. 59, H. 11, S. 601-608.

    Abstract

    "Der Aufsatz bilanziert und bewertet die in den letzten zwei Jahrzehnten erfolgten zahlreichen Schritte zur Flexibilisierung des Arbeitsmarktes. Eine zusammenfassende Übersicht zeigt, dass die Deregulierungen bei der Arbeitszeit, dem Lohnersatz, dem Arbeitsrecht, den Beschäftigungsformen und den tariflichen Regelungsstrukturen den Spielrum für Flexibilität am Arbeitsmarkt in umfassender Weise ausgeweitet haben. Infolge dieser Änderungen blieben die Effektiveinkommen über einen langen Zeitraum hinter dem verteilungsneutralen Spielraum zurück, nahm die Lohnspreizung zu, gewannen atypische Beschäftigungsformen an Bedeutung und wurde die Arbeitszeit flexibler. Gleichwohl hat die Deregulierungspolitik bei der Lösung der Arbeitsmarktprobleme versagt. Wie zahlreiche neuere Untersuchungen zeigen, lässt sich kein eindeutiger Zusammenhang zwischen Deregulierung und Beschäftigung ausmachen. Dagegen hat die Deregulierungspolitik neue Probleme aufgeworfen und das Entstehen neuer Armut sowie Unterinvestitionen in Bildung und Weiterbildung begünstigt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Konfliktfeld Arbeitszeitpolitik: Entwicklungslinien, Gestaltungsanforderungen und Perspektiven der Arbeitszeit (2006)

    Seifert, Hartmut;

    Zitatform

    Seifert, Hartmut (2006): Konfliktfeld Arbeitszeitpolitik. Entwicklungslinien, Gestaltungsanforderungen und Perspektiven der Arbeitszeit. (Gesprächskreis Arbeit und Qualifizierung), Bonn, 48 S.

    Abstract

    "Der Bericht zeichnet die zentralen Entwicklungstrends der Arbeitszeit nach und kon frontiert diese mit den in die öffentliche Diskussion eingebrachten Kernforderungen zur Neugestaltung der Arbeitszeit. Die Analysen und Erörterungen kommen zu folgenden Ergebnissen. Die Arbeitszeit unterliegt einem ständigen Wandel. Er betrifft die drei Dimensionen der Arbeitszeit, die Dauer, die Lage und die Verteilung, simultan und markiert eine Zeitenwende. Die über lange Jahrzehnte richtungsstabile Entwicklung bei der Dauer der Arbeitszeit hat sich in ein polarisiertes Muster verwandelt. Der Trend zu kürzeren Arbeitszeiten bei den Vollzeitbeschäftigten ist ausgeklungen und in eine gegenläufige Entwicklung umgeschlagen. Gleichzeitig setzt sich der Trend zu kürzeren Arbeitszeiten in Form steigender Teilzeitquoten und einem wachsenden Anteil geringfügiger Beschäftigungsverhältnisse fort. Auch die Lage der Arbeitszeit verändert sich. Der Trend in Richtung 'Rund-um-die-Uhr-Gesellschaft' hält an. Mehr als die Hälfte der Beschäftigten arbeitet mittlerweile zu atypischen Zeiten entweder während der Nacht oder am Wochenende. Vor allem Samstagsarbeit wird zur 'neuen Normalität'. Gleichzeitig vollzieht die dritte Dimension der Arbeitszeit, die Verteilung, einen Modellwechsel. Die Mehrheit der Betriebe hat mittlerweile Zeitkonten etabliert. Sie erlauben, die vereinbarte Regelarbeitszeit variabel zu verteilen. Dieses neue Verteilungsprinzip löst das mehr oder minder gleichförmige Muster der Normalarbeitszeit ab. Treibender Motor dieser simultan ablaufenden Veränderungen von Dauer, Lage und Verteilung der Arbeitszeit sind ökonomische Effizienzkalküle. Die Arbeitszeit war in den letzten Jahren eine wichtige Stellschraube betrieblicher Rationalisierungspolitik. So hat vor allem die Flexibilisierung der Arbeitszeit in nicht unbeträchtlichem Maße zur Kostenentlastung der Unternehmen beigetragen. Die Arbeitszeittrends der letzten Jahre entsprechen, wenn überhaupt, nur in geringem Maße den aus sozial-, arbeits- oder gesellschaftspolitischen Kontexten abgeleiteten Anforderungen an die Arbeitszeitgestaltung. Teilweise laufen sie ihnen sogar zuwider. Die zeitpolitischen Konflikte verschärfen sich. Längere Arbeitszeiten sowie vermehrte Nacht- und Wochenendarbeit sind weder als familienfreundlich noch alternsgerecht einzustufen. Längere und atypische Arbeitszeiten steigern die zeitlichen Belastungen anstatt sie zu reduzieren. Sie erhöhen das Risiko, unfreiwillig vorzeitig aus dem Erwerbsleben ausscheiden zu müssen. Außerdem tragen sie nicht dazu bei, die zeitorganisatorischen Bedingungen zu verbessern, die gefordert sind, um den zukünftig steigenden Bedarf an Weiterbildungszeiten zu decken. Schließlich sprechen zahlreiche Argumente gegen die Forderung, mit längeren Arbeitszeiten die hartnäckig andauernden Arbeitsmarktprobleme entschärfen zu können. Plausibler erscheint dagegen, dass eine generelle Verlängerung der Arbeitszeit die Arbeitslosigkeit erhöht. Anders ist dagegen der stetige Anstieg der Teilzeitquote zu bewerten. Dieser Entwicklung ist ein nicht unbeträchtlicher Beschäftigungseffekt zuzuschreiben. Eine Korrektur der Arbeitszeitentwicklung erscheint dringend geboten, um arbeitszeitpolitische Zielkonflikte nicht noch weiter zu verschärfen. Gesucht sind Ansätze, die ein möglichst großes Zielspektrum abdecken können. Hierzu gehören erweiterte Möglichkeiten, die Arbeitszeit verkürzen und auch phasenweise unterbrechen zu können einschließlich abgesicherter Ansprüche, zur Vollzeitarbeit zurückkehren zu können. Sämtliche Restzeiten aus Urlaubsansprüchen, Zeitguthaben usw. sollten, um sie vor Verfall zu schützen, bei Erreichen von Grenzwerten automatisch auf ein Langzeitkonto gebucht werden. Langzeitkonten sind obligatorisch gegen Verlust bei Insolvenz abzusichern. Da der Trend zur Rund-um-die-Uhr-Arbeit nicht aufzuhalten sein dürfte, erscheint die Umwandlung von Geldzuschlägen in entsprechenden Zeitausgleich als ein geeigneter Weg, die gesundheitlichen Belastungen und sozialen Beeinträchtigungen von Nachtund Wochenendarbeit zu reduzieren. Wenn Arbeitszeitkonten neben den beträchtlichen ökonomischen Effizienzvorteilen auch den Beschäftigten Vorteile bei der Zeitgestaltung bieten sollen, sind prozedurale Verfahren zu etablieren, die Optionen bei der Zeitgestaltung einräumen und zugleich im Rahmen von Vetorechten vor kurzfristigen betrieblichen Zeitanforderungen schützen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Arbeit der Zukunft: neue Wege einer gerechten und emanzipativen Arbeitspolitik (2006)

    Siller, Peter; Baethge, Martin; Oeffner, Marc; Baumann, Arne ; Opitz, Heike C.; Bandemer, Stephan von; Scharpf, Fritz W.; Bude, Heinz; Schilling, Gabi; Evans, Michaela; Schöb, Ronnie ; Ganghof, Steffen ; Schreiber, Sven; Heinze, Rolf G.; Schulze Buschoff, Karin; Hilbert, Josef; Schumann, Michael; Knuth, Matthias ; Schweer, Oliver; Logea, Camille; Seifert, Helmut; Dückert, Thea; Siemes, Sabine; Dückert, Thea; Siller, Peter; Hartmann, Anja; Spengel, Christoph; Hildebrandt, Eckart; Spitzley, Helmut; Mau, Steffen ; von Bandemer, Stephan; Forst, Rainer; Weimann, Joachim ; Kronauer, Martin; Wiegand, Wolfgang; Helmstädter, Ernst; Börsch-Supan, Axel;

    Zitatform

    Siller, Peter, Thea Dückert & Arne Baumann (Hrsg.) (2006): Arbeit der Zukunft. Neue Wege einer gerechten und emanzipativen Arbeitspolitik. Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft, 533 S.

    Abstract

    "Das Werk befasst sich mit den grundlegenden Zielen und Schwerpunkten einer gerechten Arbeitspolitik und die arbeitspolitischen Instrumenten der Zukunft. Zum einen wird gefragt, welche Ziele für eine gerechte Arbeitspolitik zu formulieren sind. Zum anderen werden neue Instrumente der Arbeitspolitik diskutiert. Vier Fragen stehen dabei im Vordergrund: Brauchen wir neue Modelle für die Entwicklung des Dienstleistungssektors? Brauchen wir eine neue Steuerpolitik, um Zukunftsinvestitionen tätigen und die Lohnnebenkosten relevant senken zu können? Brauchen wir eine Wiederaufnahme der Arbeitszeitpolitik unter neuen Vorzeichen, die aus den Fehlern der achtziger Jahre lernt und insbesondere die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie und Arbeit und Bildung in den Vordergrund stellt? Und schließlich viertens: Was können wir in der Arbeitspolitik mit Blick auf andere Sozialstaatsmodelle in Europa lernen? Der Band gibt zahlreiche Anregungen für die Diskussion um die Zukunft der Arbeit und die Arbeit der Zukunft." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    The situation of older workers in Ireland (2006)

    Stratton, David;

    Zitatform

    Stratton, David (2006): The situation of older workers in Ireland. In: C. Sproß (Hrsg.) (2006): Beschäftigungsförderung älterer Arbeitnehmer in Europa (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 299), S. 119-125.

    Abstract

    Der Beitrag führt aus, dass das schnelle ökonomische Wachstum in Irland, das Mitte der 1990er Jahre begann, zu einer Umkehr des früheren Trends einer abnehmenden Teilhabe älterer Menschen am Arbeitsprozess führte. Irland ist eines der wenigen Länder in Europa, die das Stockholmer Ziel von fünfzig Prozent älterer Arbeitnehmer in Beschäftigungsverhältnissen erreicht haben. Dennoch müssen noch eine Reihe von Hürden, die einer Teilhabe älterer Arbeitnehmer entgegen stehen, überwunden werden. Hierzu zählen der Mangel an flexiblen Arbeitszeiten oder Teilzeitarbeit, der Mangel an adäquaten Fähigkeiten und entsprechender Ausbildung, ein niedriges Nettoeinkommen, Besorgnisse über Kürzungen von Renteneinkommen und Sozialleistungen als Resultat der Aufnahme einer bezahlten Arbeit und die Altersdiskriminierung. Die Erfolge der irischen Arbeitsmarktpolitik in diesen Punkten werden gewürdigt. Sie werden insbesondere auf die Gleichstellungsgesetzgebung in Irland zurückgeführt. Durch diese ist Irland ein Vorreiter bei der Bekämpfung der Altersdiskriminierung. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Work and welfare for older workers: a British review (2006)

    Vickerstaff, Sarah;

    Zitatform

    Vickerstaff, Sarah (2006): Work and welfare for older workers. A British review. In: C. Sproß (Hrsg.) (2006): Beschäftigungsförderung älterer Arbeitnehmer in Europa (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 299), S. 199-211.

    Abstract

    In ganz Europa versuchen Regierungen ältere Arbeitnehmer dazu zu ermutigen, ihren Ruhestand aufzuschieben und länger zu arbeiten. Der Grund liegt darin, dass die wirtschaftlichen Aktivitätsraten älterer Arbeitnehmer hinter denen der Gesamtheit der Erwerbestätigen hinterherhinken. Auf dem relativ deregulierten Arbeitsmarkt Großbritanniens hat sich die Politik bislang in erster Linie darauf konzentriert, die Teilhabe am Arbeitsmarkt dadurch zu erhöhen, dass sie Arbeitslose oder inaktive Erwerbsfähige dazu ermutigte, ins Berufsleben zurückzukehren. Der Beitrag versteht sich als eine allgemeine Stellungnahme zum Begriff des 'aktiven Wohlfahrtsstaats', der in Großbritannien seit der Machtübernahme durch die neue Labour-Regierung im Jahre 1997 eingeführt wurde. In Bezug auf ältere Arbeitnehmer (definiert als 50 Jahre und älter) liegt der Fokus dabei darauf, ihre Teilhabe am Arbeitsmarkt entweder dadurch zu erhöhen, dass man die, die arbeitslos oder inaktiv sind, dazu ermutigt, wieder ins Berufsleben zurückzukehren oder dadurch, dass man diejenigen, die sich in einem Beschäftigungsverhältnis befinden, dazu anhält, ihren Berufsausstieg aufzuschieben. Das Hauptaugenmerk der Regierung galt dabei der erstgenannten Gruppe, aber es ist auch wichtig zu prüfen, ob die Regierung einen Einfluss auf die Zurückhaltung der Arbeitgeber, ältere Arbeitnehmer zu beschäftigen, ausüben kann. Der Beitrag gibt einen Überblick über die wichtigsten politischen Entwicklungen in beiden Bereichen, wobei aber die Betonung auf dem bisher vernachlässigten Thema der Politik der Arbeitgeber in Bezug auf ältere Arbeitnehmer liegt. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    The employment policy reform for an ageing population in Sweden (2006)

    Wadensjö, Eskil ;

    Zitatform

    Wadensjö, Eskil (2006): The employment policy reform for an ageing population in Sweden. In: C. Sproß (Hrsg.) (2006): Beschäftigungsförderung älterer Arbeitnehmer in Europa (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 299), S. 53-76.

    Abstract

    Schweden hat einen im Vergleich zu anderen EU-Ländern relativ hohen Anteil von älteren Arbeitnehmern, die noch im Berufsleben stehen. Der Beitrag beschäftigt sich mit der schwedischen Beschäftigungspolitik für ältere Arbeitnehmer und der Funktion des neuen Rentensystems. Die Stärken des schwedischen Arbeitsmarktsystems liegen in der über viele Jahrzehnte hinweg sehr niedrigen Arbeitslosenquote. Darüber hinaus fühlt man sich schon seit langem dem Prinzip Arbeit verpflichtet. Die aktiven Arbeitsmarktprogramme führen zu einer dauerhaften Bindung der Menschen an den Arbeitsmarkt. Hinzu kommt, dass Schweden eine aktive Arbeitsmarktpolitik für ältere Arbeitnehmer verfolgt, und ein neues Rentensystem entwickelt hat, das einen Anreiz darstellen soll, die Lebensarbeitszeit und die Wochenarbeitszeit zu verlängern. Ein Schwachpunkt ist die intensive Nutzung von verschiedenen Wegen, auf denen ein vorzeitiger Berufsausstieg möglich ist, auch wenn dies von der Politik nicht öffentlich vertreten wird. Einige dieser möglichen Wege sind in den 1990er Jahren versperrt worden. Die Ausstiegsmöglichkeit, die z. Zt. am meisten diskutiert wird, ist die über das System der Krankenversicherung. (IAB)

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    Lebenslaufpolitik in den Niederlanden: gesetzliche Optionen zum Ansparen längerer Freistellungen: "verlofspaarregeling" und "levensloopregeling" (2006)

    Wotschack, Philip ;

    Zitatform

    Wotschack, Philip (2006): Lebenslaufpolitik in den Niederlanden. Gesetzliche Optionen zum Ansparen längerer Freistellungen: "verlofspaarregeling" und "levensloopregeling". (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Discussion papers SP 1 2006-115), Berlin, 33 S.

    Abstract

    "Der Artikel untersucht am Beispiel der Niederlande zwei gesetzliche Regelungen, die es Beschäftigten erlauben, im Laufe ihres Erwerbslebens größere Zeitguthaben anzusparen und für bezahlte Freistellungen zu verwenden: zum einen die so genannte 'verlofspaarregeling', die von Januar 2001 bis Ende 2005 galt, zum anderen die so genannte 'levensloopregeling', die seit Januar 2006 in Kraft ist. Beide Regelungen werden kurz skizziert und vor dem Hintergrund der gegebenen Forschungslage in ihrer Bedeutung für die Lebenslaufpolitik beurteilt. Es zeigen sich bei beiden Regelungen Probleme. Bei der Nutzung der 'verlofspaarregeling' lässt die relativ geringe Resonanz - vor allem bei Beschäftigten mit großen außerberuflichen Verpflichtungen - das Potenzial für eine bessere Vereinbarkeit beruflicher und außerberuflicher Interessen im Lebensverlauf fraglich erscheinen. Die neue 'levensloopregeling' hingegen läuft Gefahr, in erster Linie ein Instrument zur Finanzierung des Vorruhestands zu werden. Abschließend werden mögliche Alternativen und Verbesserungsmöglichkeiten diskutiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Work and leisure in the U.S. and Europe: why so different? (2005)

    Alesina, Alberto; Glaeser, Edward; Sacerdote, Bruce ;

    Zitatform

    Alesina, Alberto, Edward Glaeser & Bruce Sacerdote (2005): Work and leisure in the U.S. and Europe. Why so different? (NBER working paper 11278), Cambridge, Mass., 74 S. DOI:10.3386/w11278

    Abstract

    "Americans average 25.1 working hours per person in working age per week, but the Germans average 18.6 hours. The average American works 46.2 weeks per year, while the French average 40 weeks per year. Why do western Europeans work so much less than Americans? Recent work argues that these differences result from higher European tax rates, but the vast empirical labor supply literature suggests that tax rates can explain only a small amount of the differences in hours between the U.S. and Europe. Another popular view is that these differences are explained by long-standing European 'culture,' but Europeans worked more than Americans as late as the 1960s. In this paper, we argue that European labor market regulations, advocated by unions in declining European industries who argued 'work less, work all' explain the bulk of the difference between the U.S. and Europe. These policies do not seem to have increased employment, but they may have had a more society-wide influence on leisure patterns because of a social multiplier where the returns to leisure increase as more people are taking longer vacations." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    35 heures: vers un nouvel equilibre entre travail et hors travail? (2005)

    Alis, David; Joyeau, Anne; Campoy, Eric; Dumas, Mrc;

    Zitatform

    Alis, David, Eric Campoy, Mrc Dumas & Anne Joyeau (2005): 35 heures: vers un nouvel equilibre entre travail et hors travail? In: Travail et emploi H. 101, S. 45-57.

    Abstract

    "The application of the reduction of working time (ARTT) constitutes a factor of development on a large scale for both individuals and organisations in French firms. This research attempts to improve our understanding of the ARTT agreements and to evaluate their impacts on the development of organisations, on attitudes and on behaviour at work; particularly as regards the implications for working time and non-working time. The methodology is based on a study of a single case using both quantitative and qualitative methods (interviews and questionnaires): The statistics approach enables us to measure and to analyse changes which appeared within individual behaviour undergoing the reduction of working time. The method of those interviews complements and highlights these statistics results. The field studied is a large insurance company in West of France where more than 1,200 employees have been working 35 hours since Spring 1999." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Does worksharing work?: some empirical evidence from the IAB-Establishment panel (2005)

    Andrews, Martyn J.; Simmons, Robert ; Schank, Thorsten ;

    Zitatform

    Andrews, Martyn J., Thorsten Schank & Robert Simmons (2005): Does worksharing work? Some empirical evidence from the IAB-Establishment panel. In: Scottish Journal of Political Economy, Jg. 52, H. 2, S. 141-176. DOI:10.1111/j.0036-9292.2005.00339.x

    Abstract

    "In der wirtschaftspolitischen Debatte werden immer wieder Verkürzungen der wöchentlichen Normalarbeitszeit zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit gefordert. Wir präsentieren in dem Papier ein Arbeitsnachfragemodell, das zwischen Beschäftigten mit und ohne Überstunden unterscheidet. Der Effekt einer Arbeitszeitverkürzung auf die Beschäftigung kann dabei nicht eindeutig beantwortet werden. Auf der Basis des IAB-Betriebspanels, 1993-1999, fanden wir, dass in kleinen Betrieben des Produzierenden Gewerbes Ostdeutschlands Arbeitszeitverkürzungen und Beschäftigungserhöhungen miteinander einhergingen. Außerdem zeigt sich, dass eine Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit den Anteil der Überstundenbeschäftigten, so wie von der Theorie vorhergesagt, senkt und den Anteil der Betriebe ohne Überstunden erhöht." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Irreversibility of Time, Reversibility of Choices?: A Transitional Labour Market Approach (2005)

    Anxo, Dominique; Erhel, Christine ;

    Zitatform

    Anxo, Dominique & Christine Erhel (2005): Irreversibility of Time, Reversibility of Choices? A Transitional Labour Market Approach. (TLM.NET working paper 2005-07), Amsterdam, 21 S.

    Abstract

    Die Untersuchung der Verteilung von Zeit und Einkommen über den Verlauf eines Arbeitslebens hinweg ist einer der wesentlichen Bestandteile des theoretischen Ansatzes der Übergangsarbeitsmarktes. Zeit ist eine knappe Ressource und Veränderungen im privaten Bereich, etwa in der Haushaltsgröße, können einen entscheidenden Einfluss auf die Aufteilung von Zeit zwischen Erwerbsarbeit und anderen Aktivitäten (Kinderbetreuung, Hausarbeit, Freizeit etc.) haben. Der Beitrag geht von der Hypothese aus, dass ein Teil der Disparitäten bei der Integration von Hausarbeit und Erwerbsarbeit der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung auf institutionelle und ökonomische Faktoren zurückzuführen ist. Dazu gehören u.a. die Leitlinien der Familienpolitik, das herrschende Steuer- und Sozialleistungssystem, Kosten und Möglichkeiten der Kinderbetreuung, Arbeitszeitregelungen, Einkommensunterschiede, das Personalmanagement von Unternehmen und das Rentensystem. Dabei verfolgt der Beitrag eine dreifache Zielsetzung: erstens wird gezeigt, wie institutionelle und politische Rahmenbedingungen die Verteilung von Zeit in einem Haushalt im Verlauf eines Arbeitslebens beeinflussen und insbesondere wie sich geschlechtsspezifische Unterschiede im gesamtgesellschaftlichen Kontext auswirken. Zweitens wird dargestellt, wie unterschiedlich die Übergänge vom Arbeitsleben in den Ruhestand in den einzelnen EU-Ländern gestaltet sind, und welche politischen Ansätze zur Verlängerung des Berufslebens und für einen aktiven Ruhestand existieren. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Arbeitszeitpolitik (2005)

    Bach, Hans-Uwe; Zika, Gerd ; Deeke, Axel; Feil, Michael; Bellmann, Lutz ; Promberger, Markus; Wanger, Susanne ; Spitznagel, Eugen;

    Zitatform

    Bach, Hans-Uwe, Lutz Bellmann, Axel Deeke, Michael Feil, Markus Promberger, Eugen Spitznagel, Susanne Wanger & Gerd Zika (2005): Arbeitszeitpolitik. In: J. Allmendinger, W. Eichhorst & U. Walwei (Hrsg.) (2005): IAB Handbuch Arbeitsmarkt : Analysen, Daten, Fakten (IAB-Bibliothek, 01), S. 144-189.

    Abstract

    "Die Arbeitszeitentwicklung in Deutschland war in der Vergangenheit zunächst von Verkürzungen der tariflichen Arbeitszeit geprägt; dieser Prozess kam jedoch Mitte der neunziger Jahre zum Stillstand. Zugleich zeigte sich ein durchgängiger Trend zur Teilzeitarbeit, der vor allem in den letzten Jahren hauptsächlich durch zunehmende geringfügige Beschäftigung bestimmt war. Theorie und Empirie der Beschäftigungseffekte von Arbeitszeitveränderungen erlauben - insbesondere was deren längerfristige Wirkungen angeht - keine eindeutigen Aussagen. Kurzfristig dürften die aktuell diskutierten Arbeitszeitverlängerungen dem deutschen Arbeitsmarkt nicht weiterhelfen." (Textauszug, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Durch Arbeitszeitverlängerung aus der Beschäftigungskrise? (2005)

    Bartsch, Klaus;

    Zitatform

    Bartsch, Klaus (2005): Durch Arbeitszeitverlängerung aus der Beschäftigungskrise? In: WSI-Mitteilungen, Jg. 58, H. 2, S. 90-96.

    Abstract

    "Ist Arbeitszeitverlängerung ohne Lohnausgleich, wie neuerdings vielfach von interessierten Kreisen behauptet wird, der Weg aus der Beschäftigungskrise? Diese Fragestellung wird im Beitrag mit Hilfe makroökonometrischer Simulationsverfahren untersucht. Selbst unter der Annahme, dass der Staat die zusätzlichen Haushaltsdefizite tatenlos hinnimmt, die infolge der simulierten Arbeitszeitpolitik auftreten, entstehen erhebliche Beschäftigungsverluste gegenüber dem Referenzpfad. Es ist jedoch zu erwarten, dass der Staat im Falle zusätzlicher Defizite mit einer Politik der verstärkten Haushaltskonsolidierung über die Ausgabenseite reagiert. Starke Gesamtnachfrageverluste und daraus folgend erhebliche zusätzliche Beschäftigungsverluste setzen eine Abwärtsspirale in Gang. Ein ausgeglichener Haushalt wird bei Umsetzung dieser Politik erst langfristig und auf einem die Referenzlösung deutlich unterschreitenden Output- und Beschäftigungsniveau erreicht." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Arbeitszeiten in Deutschland: 40plus und hochflexibel (2005)

    Bauer, Frank; Munz, Eva;

    Zitatform

    Bauer, Frank & Eva Munz (2005): Arbeitszeiten in Deutschland. 40plus und hochflexibel. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 58, H. 1, S. 40-48.

    Abstract

    "Seit geraumer Zeit wird die Debatte um die Dauer der Arbeitszeit von Forderungen nach Arbeitszeitverlängerung dominiert. Dabei weist die Diskussion einige Unzulänglichkeiten auf. Auffällig ist vor allem, dass die gegenwärtige Arbeitszeitwirklichkeit kaum zur Kenntnis genommen wird: Weder die tatsächliche Dauer der Arbeitszeit noch die Flexibilität der Arbeitszeitgestaltung findet eine angemessene Berücksichtigung. Der Beitrag macht auf einige Schwachstellen der aktuellen Arbeitszeitdebatte aufmerksam und gibt auf der Grundlage einer repräsentativen Beschäftigtenbefragung aus dem Jahr 2003 Auskunft über die gegenwärtige Arbeitszeitwirklichkeit. Es wird gezeigt, wie lang die Arbeitszeiten in Deutschland tatsächlich sind und welche Arbeitszeitpräferenzen die Beschäftigten haben. Auf der Grundlage von Daten zu betrieblich bedingten Schwankungen des täglichen und/oder des wöchentlichen Arbeitszeitvolumens wird außerdem gezeigt, wie flexibel die Arbeitszeitgestaltung ist. Ferner wird auf Konsequenzen für außerberufliche Zeit verwiesen, die sich für die Beschäftigten aus langen und flexiblen Arbeitszeiten ergeben." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Bauer, Frank;
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  • Literaturhinweis

    Wachstumsschwäche in Europa - Wege aus der Stagnation (2005)

    Berthold, Norbert; Zenzen, Jupp;

    Zitatform

    Berthold, Norbert & Jupp Zenzen (2005): Wachstumsschwäche in Europa - Wege aus der Stagnation. (Wirtschaftswissenschaftliche Beiträge des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftsordnung und Sozialpolitik 84), Würzburg, 28 S.

    Abstract

    Der Beitrag untersucht, wie sich die Wirtschaft der großen europäischen Staaten im Vergleich zur USA entwickelt hat, und weshalb die Wachstumsdynamik in Europa und insbesondere Deutschland geringer ist als in den USA. Die Analyse konzentriert sich auf die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukt pro Kopf als Indikator für Wohlstand und wirtschaftliche Dynamik. Die Bestandteile des Pro-Kopf-Wachstums werden analyisiert: Das Wachstum der Arbeitsstunden pro Kopf als Aggregat des Wachstums der geleisteten Arbeitsstunden pro Erwerbstätigem, der Beschäftigungsquote und der Erwerbsquote sowie das Produktivitätswachstum als Aggregat des gewichteten Wachstums der Kapitalausstattung und des TFP-Wachstums. Die Analyse zeigt, dass die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden in Europa und in Deutschland durchweg geringer ist, als in den USA. Fazit: "Die Gründe der deutschen Wachstumsmisere sind bekannt. Die Deutschen arbeiten zu wenig. Kurze Arbeitszeiten, eine hohe Arbeitslosigkeit und ein immer ausgeprägteres Missverhältnis von Lebensarbeitszeit zu Lebenserwartung belasten das Wirtschaftswachstum. Das Produktivitätswachstum ist rückläufig, schuld ist vor allem der überregulierte Dienstleistungssektor." Als Abhilfe wird eine Erhöhung der Lebensarbeitszeit gefordert, insbesondere eine Verkürzung der Ausbildungs- und Studiendauer und die Heraufsetzung des Renteneintrittsalters. Weiterhin wird für eine Ankurbelung der Produktivität in den "traditionellen" Industrien plädiert, für einen Umbau des Steuer- und Sozialsystems sowie für mehr Wettbewerb und weniger Regulierung auf allen Märkten. (IAB2)

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  • Literaturhinweis

    Nachhaltige Familienpolitik: Zukunftssicherung durch einen Dreiklang von Zeitpolitik, finanzieller Transferpolitik und Infrastrukturpolitik. Gutachten (2005)

    Bertram, Hans; Rösler, Wiebke; Ehlert, Nancy;

    Zitatform

    Bertram, Hans, Wiebke Rösler & Nancy Ehlert (2005): Nachhaltige Familienpolitik. Zukunftssicherung durch einen Dreiklang von Zeitpolitik, finanzieller Transferpolitik und Infrastrukturpolitik. Gutachten. Berlin, 54 S.

    Abstract

    Nachhaltige Familienpolitik begründet ihren Anspruch auf der Gestaltung der Rahmenbedingungen familiären Lebens mit dem Grundsatz, zukünftigen Generationen die gleichen Chancen zur Gestaltung eigener Lebensvorstellungen und Ziele zu ermöglichen, wie das für die jetzt aktive Generation möglich ist. Als Ziele einer nachhaltigen Familienpolitik wird die Sicherung einer ausreichenden Kinderzahl genannt, um der Alterung der Gesellschaft entgegenzuwirken, und die Integration der Frauen in das Erwerbsleben, um einem antizipierten Mangel an Fachkräften entgegenwirken zu können. Diese ökonomische Argumentation wird erweitert um einige demographische und familiensoziologische Argumente, um deutlich zu machen, dass eine nachhaltige Familienpolitik auf einem Mix aus Infrastrukturpolitik, Zeitpolitik und finanzieller Transferpolitik aufbauen muss, um Rahmenbedingungen zu schaffen, die es jungen Erwachsenen ermöglichen, ihre Zukunft gemeinsam und gemeinsam mit Kindern zu planen und zu realisieren. Der Vergleich zwischen Deutschland und den USA zeigt, dass sowohl die Ausbildung als auch die erreichte Berufsposition die beiden zentralen Faktoren für die individuelle Entscheidung sind, ohne Kinder zu leben. Personen mit der höchsten Qualifikation und einer hohen Karriereorientierung entscheiden sich zunehmend für ein Leben ohne Kinder. Die deutliche Mehrheit der befragten Mütter präferiert ein Modell, das ihnen die Gestaltung der Erwerbstätigkeit auch in Abhängigkeit vom Lebensalter der Kinder ermöglicht, um auch die Bedürfnisse der Kinder in die Zeitstrukturen des Erwerbslebens mit einbauen zu können. Die subjektiven Entscheidungen für unterschiedliche Lebensstile müssen von Staat und Gesellschaft akzeptiert werden. Eine nachhaltige Familienpolitik sollte auf die unterschiedlichen Präferenzen berufs- und familienorientierter Frauen mit unterschiedlichen Optionen reagieren. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Immer flexibler - und immer länger? Tarifliche Regelungen zur Arbeitszeit und ihrer Gestaltung: eine Analyse von 24 Tarifbereichen (2005)

    Bispinck, Reinhard;

    Zitatform

    Bispinck, Reinhard (2005): Immer flexibler - und immer länger? Tarifliche Regelungen zur Arbeitszeit und ihrer Gestaltung. Eine Analyse von 24 Tarifbereichen. (WSI-Informationen zur Tarifpolitik. Elemente qualitativer Tarifpolitik 57), Düsseldorf, 85 S.

    Abstract

    Die Untersuchung stellt den aktuellen tariflichen Regelungsstand zu Dauer, Lage und Verteilung der Arbeitszeit in 24 Wirtschaftszweigen bzw. Tarifbereichen in West- und Ostdeutschland dar und bietet damit einen Überblick über bundesdeutschen Tariflandschaft. Es zeigt sich, dass das Flexibilitätspotenzial der tariflichen Arbeitszeitbestimmungen in den vergangenen Jahren weiter zugenommen hat. Insbesondere die betrieblichen Gestaltungsmöglichkeiten bei Lage und Verteilung der regelmäßigen Arbeitszeit wurden ausgeweitet. Nach wie vor gibt es Tarifbereiche, in denen die Mehrarbeit keinen tariflichen Begrenzungen unterliegt, meistens sind jedoch maximal zulässige Mehrarbeitsstunden und Höchstarbeitszeiten festgelegt. Die Wochenendarbeit ist in den meisten Tarifbereichen grundsätzlich möglich. Es ist den Gewerkschaften nur in begrenztem Umfang gelungen, die Arbeitszeitinteressen der Beschäftigten tariflich stärker zu verankern. Nach wie vor ist das tarifliche Regelungswerk zur Arbeitszeitgestaltung in wichtigen Bereichen, z.B bei der Wochenendarbeit, lückenhaft. Angesichts dieser Ausgangslage steht die gewerkschaftliche Tarifpolitik in den kommenden Jahren vor allem vor der Aufgabe, die tariflichen Arbeitszeitstandards zu verteidigen. Zeitsouveränität der Beschäftigten und Work-Life-Balance setzen reale Gestaltungs- und Wahlmöglichkeiten voraus, die nicht in jedem Fall dem Diktat betrieblicher Erfordernisse unterliegen dürfen. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Alternative Arbeitszeitverkürzung (2005)

    Bontrup, Heinz-J.;

    Zitatform

    Bontrup, Heinz-J. (2005): Alternative Arbeitszeitverkürzung. In: Blätter für deutsche und internationale Politik H. Heft 3, S. 347-355.

    Abstract

    Die wirtschaftliche Situation in Deutschland ist gekennzeichnet durch Arbeitslosigkeit und eine gespaltene Konjunktur: eine boomende Exportwirtschaft bei schwacher Binnennachfrage. Während sich die konjunkturelle Arbeitslosigkeit durch antizyklische Wirtschaftspolitik und produktivitätsorientierte Lohnpolitik bekämpfen ließe ist es sinnvoll, auf die strukturelle Arbeitslosigkeit infolge steigender Produktivität und rückläufigen Arbeitsvolumens mit Arbeitszeitverkürzung zu reagieren. Arbeitszeitverkürzung kann zu Wirtschaftswachstum und dem Abbau der Arbeitslosigkeit beitragen, wenn sie durch geeignete lohn-, steuer- und sozialpolitische Maßnahmen flankiert wird und wenn sich eine europäischen Harmonisierung der Wirtschaftspolitik durchsetzt. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Trends in der Arbeitszeitpolitik: zur Diskussion um Dauer und Flexibilisierung der Arbeitszeit sowie der Insolvenzsicherung von Arbeitszeitguthaben (2005)

    Bosch, Gerhard; Schietinger, Marc; Schief, Sebastian;

    Zitatform

    Bosch, Gerhard, Sebastian Schief & Marc Schietinger (2005): Trends in der Arbeitszeitpolitik. Zur Diskussion um Dauer und Flexibilisierung der Arbeitszeit sowie der Insolvenzsicherung von Arbeitszeitguthaben. (Gesprächskreis Arbeit und Qualifizierung), Bonn, 56 S.

    Abstract

    In den Debatten um das angebliche 'Freizeitparadies Deutschland' werden mit dem Hinweis auf internationale Vergleichszahlen längere Arbeitszeiten gefordert. Die Aussagekraft solcher Zahlenvergleiche und der Zusammenhang zwischen Arbeitszeit und Produktivität bzw. Wettbewerbsfähigkeit werden kritisch hinterfragt. Auf der Grundlage der Europäischen Arbeitskräftestichprobe in 25 EU-Ländern und Norwegen aus dem Jahr 2004 wird eine zuverlässige Vergleichsstatistik für Vollzeitkräfte erstellt. Analysen der tariflichen und tatsächlichen Arbeitszeiten in Deutschland im Zeitraum 1974-2004 und besonders seit Mitte der 1980er Jahre zeigen jedoch, dass Deutschland mit 1.756 Stunden pro Jahr im Mittelfeld der EU 15 liegt. Vorschläge für eine Verlängerung der Arbeitszeit ohne Lohnausgleich basieren somit alle auf einer unzureichenden Datenbasis. Anstatt für eine Verlängerung der Arbeitszeit wird für eine Arbeitszeitflexibilisierung plädiert, und es werden Modelle flexibler Verteilung der Arbeitszeit und ihre Verwaltung über Arbeitszeitkonten vorgestellt. Eine wichtige Voraussetzung zur Förderung von flexiblen Arbeitszeitmodellen ist die Insolvenzsicherung von Arbeitszeitguthaben. Aus der derzeitigen gesetzlichen Lage mit ihre Problemen und Lücken wird ein gesetzlicher Reformvorschlag für die Insolvenzsicherung auch der Langzeitkonten entwickelt. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Politik für ältere Beschäftigte oder Politik für alle?: zur Teilnahme älterer Personen am Erwerbsleben in Europa (2005)

    Bosch, Gerhard; Schief, Sebastian;

    Zitatform

    Bosch, Gerhard & Sebastian Schief (2005): Politik für ältere Beschäftigte oder Politik für alle? Zur Teilnahme älterer Personen am Erwerbsleben in Europa. (IAT-Report 2005-04), Gelsenkirchen, 11 S.

    Abstract

    "Der Europäische Rat beschloss auf seiner Sitzung in Stockholm im März 2001, die Beschäftigungsquote der 55-64-Jährigen bis zum Jahr 2010 auf mindestens 50% anzuheben. Deutschland ist mit 41,4 % im Jahr 2004 weit von diesem Ziel entfernt. Bis jetzt haben nur fünf der fünfzehn alten EU-Länder dieses Ziel erreicht. Um die 50%-Quote zu erreichen, müssen in Deutschland bis 2010 800.000 mehr Ältere als heute beschäftigt werden, in der EU 15 sind es rund 7 Millionen zusätzlich gegenüber 2002. In den meisten EU-Ländern erreicht nur die Gruppe der hoch qualifizierten Männer eine Beschäftigungsquote von über 50 Prozent. Besonders gering Qualifizierte und Frauen ab 55 Jahren sind kaum noch in Beschäftigung. Die Beendigung der Vorruhestandspolitik alleine wird nicht genügen, um das Stockholmer Ziel zu erreichen. Die Rentenreformen müssen durch eine Förderung lebenslangen Lernens und eine Politik der Gleichstellung von Männern und Frauen auf dem Arbeitsmarkt unterfüttert werden. Schließlich muss der Konflikt zwischen Jung und Alt auf dem Arbeitsmarkt durch wirtschaftliches Wachstum und eine Umverteilung der Erwerbsarbeit, vor allem kürzere Arbeitszeiten am Ende des Erwerbslebens, entschärft werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Perspektive neue Zeitverteilung: Logbuch 2 der ver.di-Arbeitszeitinitiative: für eine gerechte Verteilung von Arbeit, Zeit und Chancen (2005)

    Bsirske, Frank; Sterkel, Gabriele; Kadritzke, Ulf; Mönig-Raane, Margret; Lehndorff, Steffen; Wiedemuth, Jörg; Martin, Kurt; Bosch, Gerhard; Mönig-Raane, Margret; Geissler, Birgit; Neckel, Sighard; Haipeter, Thomas ; Negt, Oskar; Hensche, Detlef; Oppolzer, Alfred; Jürgens, Kerstin ; Stamm, Sybille; Barkholdt, Corinna; Steinrücke, Margareta; Geißler, Karlheinz A.; Wagner, Alexandra; Hildebrandt, Eckart; Waschkuhn, Günther; Bsirske, Frank; Wiedemuth, Jörg; Hasenmaile, Christa;

    Zitatform

    Bsirske, Frank, Margret Mönig-Raane, Gabriele Sterkel & Jörg Wiedemuth (Hrsg.) (2005): Perspektive neue Zeitverteilung. Logbuch 2 der ver.di-Arbeitszeitinitiative: für eine gerechte Verteilung von Arbeit, Zeit und Chancen. Hamburg: VSA-Verlag, 254 S.

    Abstract

    "Wenn Gewerkschaften gegen den arbeitszeitpolitischen Rollback vorgehen wollen, müssen sie den Menschen eine Perspektive eröffnen, wie Arbeitszeitgestaltung in einer humanen und sozialen Gesellschaft aussehen soll. Mehr noch, sie müssen sich auf den Weg machen, mit ihnen diese Perspektive gemeinsam zu erarbeiten. In diese Richtung soll mit dem zweiten Logbuch der ver.di-Arbeitszeitinitiative vorangeschritten werden. Das Buch beschreibt die neuen Herausforderungen der Gewerkschaften und die Pfade, auf denen sie bewältigt werden können. Gegen Arbeitszeitverlängerung gilt es eine geschlechterdemokratische Umverteilung von Arbeit und Zeit in der Lebenslaufperspektive stark zu machen. Vermarktlichungsstrategien wälzen die Zusammenhänge von Zeit, Leistung, Einkommen und Gesundheit um. Wie entgrenzte Arbeit wieder ein Maß finden kann, wie 'gute', humane Arbeit unter veränderten Bedingungen gestaltet werden kann, gehört zu den Leitfragen dieses Logbuches." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Die Wirkungsweise der Rentenreformen auf den Altersübergang: Rentenabschläge führen zu späteren Renteneintritten und zu Ausweichreaktionen zwischen den Rentenarten (2005)

    Büttner, Renate; Wojtkowski, Sascha;

    Zitatform

    Büttner, Renate (2005): Die Wirkungsweise der Rentenreformen auf den Altersübergang. Rentenabschläge führen zu späteren Renteneintritten und zu Ausweichreaktionen zwischen den Rentenarten. (Altersübergangs-Report / Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ), Universität Duisburg-Essen 2005-01), Gelsenkirchen, 16 S.

    Abstract

    "Eintritte in vorgezogene Altersrenten haben sich in den letzten Jahren vom frühestmöglichen Lebensjahr der Inanspruchnahme (60 bzw. 63) zunehmend auf spätere Lebensjahre verschoben. Die Versicherten reagierten damit auf die gleitende Heraufsetzung der Altersgrenzen, ab denen diese Renten noch abschlagsfrei zu haben waren. Seit 2003 wird auch die Regelaltersrente (65 Jahre) wieder stärker in Anspruch genommen. Das unterstreicht den Trend: Renteneintritte erfolgen später, um Rentenminderungen durch Abschläge zu vermeiden bzw. zu minimieren. Insbesondere Männer verlagern ihren Rentenbeginn auf spätere Lebensjahre. Bei den Frauen kam es bisher überwiegend nur zu einer Verschiebung vom 60. auf das 61. Lebensjahr. Die Heraufsetzung der Altersgrenzen erfolgt bei den einzelnen Rentenarten zeitlich unterschiedlich. Soweit sie die Voraussetzungen erfüllen, wichen Versicherte deshalb von einer Rentenart auf eine andere aus. Arbeitslose Frauen nutzten nunmehr fast ausschließlich die Frauenaltersrente statt der Rente wegen Arbeitslosigkeit. Zunehmenden Zugänge in die Schwerbehindertenrente stand eine abnehmende Inanspruchnahme von Erwerbsminderungsrenten durch Ältere gegenüber." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Not employed 37 hours or employed 41?: a CGE analysis for Germany (2005)

    Conrad, Klaus; Löschel, Andreas ; Koschel, Henrike;

    Zitatform

    Conrad, Klaus, Henrike Koschel & Andreas Löschel (2005): Not employed 37 hours or employed 41? A CGE analysis for Germany. (ZEW discussion paper 2005-42), Mannheim, 24 S.

    Abstract

    "The objective of the analysis is to find out whether an increase in working time without pay compensation can be considered an adequate policy to reduce unemployment. From the perspective of economic theory the outcome is in general ambiguous: On the one hand, as the increase in working time raises labour productivity per employee, conditional demand for labour will increase (substitution effect) and conditional demand for intermediate inputs will decline. Since, on the other hand, workers do have a longer working time anyway, no positive effect on the number of persons employed can be expected. However, output of the manufacturing industry, and thus unconditional demand for labour, capital and intermediate goods, will increase (output effect). In order to sell the additional output, firms have to lower prices. Depending on the price elasticities, revenues and hence profits will change. We quantify the employment effects of an economy-wide increase in weekly normal hours in Germany on the basis of a CGE model using an input-output framework for all sectors of the economy. Our simulation results support the argument of the opponents of longer working time that not more jobs will be created. However, when we recycled the higher tax revenues from GDP growth to lower the contribution to social security, then we have been able to support the claim of the proponents that more jobs will be created." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Les politiques en faveur des seniors: quelles reformes?: comparaison Allemagne, France, Royaume-Uni, Suede (2005)

    Courtioux, Pierre ; Erhel, Christine ;

    Zitatform

    Courtioux, Pierre & Christine Erhel (2005): Les politiques en faveur des seniors: quelles reformes? Comparaison Allemagne, France, Royaume-Uni, Suede. In: Travail et emploi H. 102, S. 107-118.

    Abstract

    "Under the impulse of the EU since the 1980s, European states have implemented policies which attempt to raise the level of employment among seniors. Despite the common gaol, national policies remain heterogeneous, as they are linked to existing systems of employment and of social protection. Policies range from those inspired by a liberal logic (the UK) to those of a universalistic logic (Sweden). Germany and France demonstrate the importance of the effect of institutional systems (competition and the substitution of mechanisms). The authors give details of the reforms carried out by France, Sweden, Germany and the UK, analysing very closely the two institutionalist approaches: the first of these in terms of local justice, which highlights the different dimensions of public policy choices, the second approach functions with the analysis of institutional change." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Les 35 heures et la preference pour le loisir (2005)

    Defalvard, Herve;

    Zitatform

    Defalvard, Herve (2005): Les 35 heures et la preference pour le loisir. (Centre d'Etudes de l'Emploi. Document de travail 37), Noisy-le-Grand, 24 S.

    Abstract

    Die Studie legt eine Sekundäranalyse der Dares-Studie 'RTT et Modes de vie' (Arbeitszeitverkürzung und Lebensweisen) vor. Durch eine textuelle Datenanalyse mithilfe der Software Alceste wurden fünf lexikalische Welten ermittelt, die Lebensweisen repräsentieren, die mit Arbeitszeitverkürzung zusammenhängen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Repräsentation von Freizeit kein exogener Wert ist, wie die mikroökonomische Analyse behauptet, sondern dass Freizeitpräferenzen von Arbeitnehmern aus ihrer realen Lebenssituation heraus gebildet werden. Freizeitpräferenz drückt sich niemals nur als Verfügung über rein quantitative Zeit aus. Drei arbeitszeitpolitische Orientierungen werden aus der Analyse abgeleitet: Leistungsorientierung und Ablehnung von Arbeitszeitverkürzung, Verkürzung der Arbeitszeit als Mittel zur Schaffung sozialer Gerechtigkeit und Arbeitszeitverkürzung zur Förderung des sozialen Lebens, vor allem des Familienlebens. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Les inegalites de genre dans le passage aux 35 heures, sources et resistances (2005)

    Defalvard, Herve; Lurol, Martine; Polzhuber, Evelyne;

    Zitatform

    Defalvard, Herve, Martine Lurol & Evelyne Polzhuber (2005): Les inegalites de genre dans le passage aux 35 heures, sources et resistances. In: Travail et emploi H. 102, S. 45-56.

    Abstract

    "During a survey of signatories the Aubry agreements number I, 52 interviews were analysed with a specific program. They highlight the consequences of the negotiations, inside companies, of the application of the 35 hour week: these consequences bare specifically on inequality between men and women due, in part, to the commissioned representatives. Female signatories are most of the time commissioned by default, as opposed to their male colleges, who choose to be representatives. Commissioned women negotiate agreements which favour balancing personal and professional life, while commissioned men give this preoccupation less priority. Union representatives'strategies are closer to the commissioned women, and thus paradoxically contribute of gender inequalities, leaving domestic tasks and child care to women. While female union representatives are aware of the equality issues, but only the young male union representatives, intending to participate in childcare, can contribute to a positive evolution." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Ist das Arbeitsrecht geschlechtergerecht? (2005)

    Döse, Annegret;

    Zitatform

    Döse, Annegret (2005): Ist das Arbeitsrecht geschlechtergerecht? In: WSI-Mitteilungen, Jg. 58, H. 10, S. 575-581.

    Abstract

    "Gegenwärtig finden erhebliche Veränderungen im Bereich der Arbeitszeitgestaltung und des Arbeitszeitrechts - auch auf europäischer Ebene - statt, die bisher kaum aus der Gender-Mainstreaming-Perspektive betrachtet und bewertet worden sind. Der Beitrag unterzieht zunächst einige Gesetze des Arbeitszeitrechts einer kritischen Betrachtung aus der Gender-Perspektive: das deutsche Arbeitszeitgesetz sowie die europäische Arbeitszeitrichtlinie, die gegenwärtig einem starken Flexibilisierungsdruck durch einen Änderungsentwurf der Europäischen Kommission ausgesetzt ist, das Teilzeitbefristungsgesetz und das Gesetz zur Elternzeit. Anschließend werden an Gesetzgeber und Betriebspartner gerichtete Vorschläge zur Erhöhung von Geschlechtergerechtigkeit im Bereich der Arbeitszeitgestaltung unterbreitet." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Changes in working hours and job mobility: the effect of Dutch legislation (2005)

    Fouarge, Didier ; Baaijens, Christine;

    Zitatform

    Fouarge, Didier & Christine Baaijens (2005): Changes in working hours and job mobility. The effect of Dutch legislation. (TLM.NET working paper 2005-24), Amsterdam, 21 S.

    Abstract

    "In this paper, we argue that employees choose from the available set of job-hour packages, the one that best suits their preferences. Hence, we assume that at any given point in time an employee can choose to remain in the same job with the same number of working hours, or to change working hours within the same job, to change jobs but keep the same number of working hours, to change both job and working hours or to withdraw from the labour market altogether. We model these choices using a panel multinomial logit framework that is using panel data from a representative sample of Dutch workers. Using the difference-in-differences methodology, we test whether or not recent Dutch legislation providing employees with the right to adjust working hours within their own job, has reduced the correlation between changes in working hours and job mobility. We find no evidence suggesting that this is indeed the case, regardless of gender." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Auswirkungen längerer Arbeitszeiten auf die betrieblichen Arbeitszeitsysteme (2005)

    Hoff, Andreas ;

    Zitatform

    Hoff, Andreas (2005): Auswirkungen längerer Arbeitszeiten auf die betrieblichen Arbeitszeitsysteme. Berlin, 7 S.

    Abstract

    Der Beitrag diskutiert die Arbeitszeitverlängerung in Deutschland in ihren Auswirkungen auf die betrieblichen Arbeitszeitsysteme, wie z.B. die Anhebung der (tarif)vertraglichen Wochenarbeitszeit, die Streichung von Urlaubs- und Feiertagen und höhere Renteneintrittsalter. Es zeigt sich, dass die Arbeitszeitverlängerung in der derzeit bevorzugten Form längerer Wochenarbeitszeiten, zumindest im Schichtbetrieb, zu gegenüber den heutigen deutlich höheren Arbeitszeit-Belastungen führt. Dies wird für bedenklich gehalten, da es den in unserer alternden Gesellschaft vorrangig erforderlichen späteren Eintritt in den Ruhestand gefährdet. Längere Lebensarbeitszeiten setzen Arbeits(zeit)systeme mit einer stärkeren und zudem möglichst auch individuell variierbaren Durchmischung von Arbeits- und Regenerationszeit (auch am Arbeitsplatz) voraus. Es wird für flexible Arbeitszeitsysteme plädiert, die aber nur bis zu bestimmten Arbeitszeit-Höchstgrenzen realistisch sind, wie am Beispiel des Schichtbetriebs gezeigt wird. Hier kann die Umsetzung längerer Wochenarbeitszeiten zu einer Ausbreitung von 12-Stunden-Systemen führen, was den heute schon spürbaren Druck auf die Aufhebung der gesetzlichen Tages-Höchstarbeitszeit von 10 Stunden verstärkt. Ähnlich wie in den skandinavischen Ländern wird daher eine belastungsgerechte Differenzierung der Vertragsarbeitszeiten in der Form angestrebt, dass Mitarbeiter, die in besonders belastenden Arbeitszeitlagen tätig werden, weniger arbeiten müssen. (IAB)

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    Arbeitszeit und Umverteilung: Gewerkschaftsstrategie im Wohlfahrtsstaat (2005)

    Kessing, Sebastian; Konrad, Kai A.;

    Zitatform

    Kessing, Sebastian & Kai A. Konrad (2005): Arbeitszeit und Umverteilung. Gewerkschaftsstrategie im Wohlfahrtsstaat. In: WZB-Mitteilungen H. 109, S. 21-25.

    Abstract

    "Gewerkschaftlich vereinbarte Arbeitszeitbeschränkungen erhöhen das Ausmaß der Umverteilung im Wohlfahrtsstaat. Sie begünstigen weniger leistungsfähige Personen zu Lasten der Leistungsfähigeren und wirken insgesamt wohlfahrtsmindernd." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Efficacite et crise de la regulation du temps des travail en Allemagne (2005)

    Lehndorff, Steffen;

    Zitatform

    Lehndorff, Steffen (2005): Efficacite et crise de la regulation du temps des travail en Allemagne. In: Travail et emploi H. 103, S. 53-63.

    Abstract

    Die Bundesrepublik Deutschland hat offenbar effektive institutionelle Rahmenbedingungen zur Arbeitszeitregulierung. Die Tarifverträge scheinen gut zu funktionieren und mächtige Gewerkschaften, wie die IG Metall, werden als Vorreiter angesehen. Jedoch gab es in den letzten Jahren Veränderungen im deutschen System der Arbeitsbeziehungen, die eine lebhafte Debatte auslösten. Der Beitrag untersucht aktuelle Trends, die den Umfang der Arbeitszeit betreffen. Auf der Grundlage des 'European survey on employment' und des deutschen Mikrozensus werden die Vor- und Nachteile von Tarifvereinbarungen analysiert. Die Bilanz ist widersprüchlich: Betriebsräte übernehmen mehr Verantwortung und es gibt einen Trend, das System der Tarifverhandlungen in Frage zu stellen. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Vertrauensarbeitszeit, Arbeitszeitkonten, Flexi-Modelle: Konzepte und betriebliche Praxis (2005)

    Lorenz, Frank; Schneider, Günter;

    Zitatform

    Lorenz, Frank & Günter Schneider (Hrsg.) (2005): Vertrauensarbeitszeit, Arbeitszeitkonten, Flexi-Modelle. Konzepte und betriebliche Praxis. Hamburg: VSA-Verlag, 182 S.

    Abstract

    "Unternehmen und Verwaltungen haben klare Vorteile von Vertrauensarbeitszeiten, Arbeitszeitkonten und Flexi-Modellen: Ändern sich die Marktbedingungen, kann die jeweilige Organisation rasch angepasst werden. Was aber sind die Konsequenzen für die Beschäftigten, wie können sie sich gegen die negativen Konsequenzen flexibler Arbeitszeitmodelle wehren? Arbeitszeitpolitik ist eine gesellschaftliche Gestaltungsaufgabe. Wir sind nicht nur mit dem Trendbruch der bisherigen säkularen Entwicklungstendenz der Verkürzung der Arbeitszeiten konfrontiert. Die Herrschenden betreiben deren Verlängerung, also die Rückkehr zur 40-42-Stunden-Woche. Es geht aber auch um die Flexibilisierung der Arbeitsorganisation in Unternehmen und Verwaltungen. Gestützt auf kurzfristige betriebswirtschaftliche Ziele wird eine Revolution in der Organisation der Arbeit vorangetrieben. Das neoliberale Rezept lässt sich in einer einfachen Formel zusammenfassen: höchstmögliche Produktivität durch Flexibilität. Diese Umwälzung erreicht man durch moderne Arbeitszeitsysteme, atmende Tarifverträge mit Öffnungsklauseln und Prämierung freiwilliger Leistungen. Im Zentrum der Flexibilität stehen die Arbeitszeitkonten. Moderne Produktions- und Informationstechnologien machen es möglich, Netzwerke von Arbeitsplätzen zügig umzubauen oder zu "re-engineeren", wie es in der Fachsprache heißt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Sozialstaatliche Verantwortung bei der Einbettung flexibler Arbeitszeitmodelle in das deutsche Finanz-, Wirtschafts- und Sozialsystem: insbesondere Absicherung von Wertguthaben aus Arbeitszeitkonten im Falle der Insolvenz (2005)

    Metzner, Björn Henrik;

    Zitatform

    Metzner, Björn Henrik (2005): Sozialstaatliche Verantwortung bei der Einbettung flexibler Arbeitszeitmodelle in das deutsche Finanz-, Wirtschafts- und Sozialsystem. Insbesondere Absicherung von Wertguthaben aus Arbeitszeitkonten im Falle der Insolvenz. Göttingen: Cuvillier, 388 S.

    Abstract

    "Arbeitszeitkonten stellen einen wichtigen Bestandteil der Flexibilisierung von Arbeitszeiten in Deutschland dar; mit ihnen werden beschäftigungs- und versorgungspolitische Ziele verfolgt. Die Arbeit beleuchtet die verschiedensten Facetten der Arbeitszeitflexibilisierung und zeigt die legislativen Rahmenbedingungen auf. Flexible Arbeitszeitmodelle können dabei zur Folge haben, dass die Arbeitnehmer über einen größeren Zeitraum ein beachtliches Wertguthaben ansparen. Der Schutz dieser Guthaben in der Insolvenz des Arbeitgebers ist jedoch bislang nur unzureichend verwirklicht. Im Zentrum der Arbeit werden daher vor dem Hintergrund deutscher Finanz-, Wirtschafts- und Sozialgesetze die Mängel des geltenden Insolvenzschutzes sowie Absicherungs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten aufgezeigt. Dabei wird der Blick auch auf die sozialstaatliche Grundverantwortung der Rechtsgemeinschaft gelenkt und die Frage gestellt, ob ein Rückgriff auf Solidaritätsfonds denkbarwäre." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Arbeitszeit - Familienzeit - Lebenszeit: verlieren wir die Balance? (2005)

    Mischau, Anina; Meier-Gräwe, Uta; Kramer, Caroline; Lange, Andreas; Oechsle, Mechtild; Zander, Uta; Glissmann, Wilfried; Mischau, Anina; Jurczyk, Karin; Mückenberger, Ulrich; Zeiher, Helga; Oechsle, Mechtild; Henninger, Annette; Rinderspacher, Jürgen P.; Erler, Gisela Anna; Schneider, Norbert F.; Jürgens, Kerstin ; Szymenderski, Peggy;

    Zitatform

    Mischau, Anina & Mechtild Oechsle (Hrsg.) (2005): Arbeitszeit - Familienzeit - Lebenszeit. Verlieren wir die Balance? (Zeitschrift für Familienforschung. Sonderheft 05), Wiesbaden: VS, Verl. für Sozialwissenschaften, 221 S.

    Abstract

    "Die Arbeitswelt befindet sich in einem rasanten Wandel und mit ihr die Koordinaten alltäglicher Lebensführung. Flexibilisierung und Deregulierung von Arbeitszeiten und Beschäftigungsverhältnissen führen zu einer Enzgrenzung von Arbeit, die auch das Verhältnis von Arbeit, Familie und Leben tiefgreifend verändert. Wenngleich Chancen und Risiken dieser Entwicklung in der aktuellen Debatte kontrovers beurteilt und unterschiedlich gewichtet werden, so scheint doch wenig Zweifel darüber zu bestehen, dass mit der Entgrenzung von Arbeit die Neugestaltung des Verhältnisses von Erwerbsarbeit und privatem Lebensbereich zu einem gesellschaftlichen Problem wird, das nicht mehr als klassisches Vereinbarkeitsproblem auf Frauen beschränkt ist. Das Buch analysiert das Problem auf dem Hintergrund aktueller Forschungsergebnisse aus Arbeitssoziologie, Familien- und Kindheitssoziologie, aus Zeitbudgetstudien und Freizeitforschung sowie aus der Perspektive der Frauen- und Geschlechterforschung. Neben der sozialwissenschaftlichen Analyse des Wandels von (individuellen wie gesellschaftlichen) Zeitstrukturen in verschiedenen Lebensbereichen, ihren Wechselwirkungen und ihre sozialen wie gesellschaftlichen Folgen, kommen verschiedene gesellschaftliche Akteure zu Wort, die in den Betrieben, in den Kommunen, und an der Schnittstelle zwischen Erwerbsarbeit und privatem Lebensbereich an der Auseinandersetzung um neue, sozial verträglichere Arrangements von Arbeit und Leben beteiligt sind. Wir sehen sie als Akteure einer Zeitpolitik, die in verschiedenster Weise an der Gestaltung gesellschaftlicher Zeitstrukturen beteiligt sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Wie neuartig sind flexible Arbeitszeiten?: historische Grundlinien der Arbeitszeitpolitik (2005)

    Promberger, Markus;

    Zitatform

    Promberger, Markus (2005): Wie neuartig sind flexible Arbeitszeiten? Historische Grundlinien der Arbeitszeitpolitik. In: H. Seifert (Hrsg.) (2005): Flexible Zeiten in der Arbeitswelt (Campus. Forschung, 877), S. 9-39.

    Abstract

    Die Aushandlung und Umsetzung von Arbeitszeiten für Beschäftigte und Unternehmen ist ein Geschäft, das stark von Tageswahrnehmungen und augenblicklichen Problemen geprägt ist. Der Beitrag untersucht aus historischer Sicht die Frage, wie neuartig flexible Arbeitszeiten sind. Zunächst wird gezeigt, dass die Arbeitszeitfrage seit Beginn der Industrialisierung aus einem qualitativ einigermaßen beständigen Spektrum verschiedener Dimensionen, Grundlinien und dahinter stehender Interessen besteht. Flexibilisierung im Sinne der Anpassung von Arbeitszeiten an betriebliche Erfordernisse und Autonomie als Bedarf der Beschäftigten an selbst bestimmte Gestaltungsmöglichkeiten von Zeit sind seit jeher konstitutive Bestandteile der Arbeitszeitpolitik. Das konkrete Gefüge all dieser Bestandteile weist in einem historischen Vergleich erhebliche Schwankungen und Differenzen auf. Hierbei lässt sich eine zugrunde liegende Phasenfolge identifizieren: die frühindustrielle, die hochindustrielle und die gegenwärtige postfordistische Phase der Arbeitszeitpolitik. Der historische Abriss zeigt, dass gegenwärtige arbeitspolitische Entwicklungen zu einem Großteil durch Merkmale und Verlauf der Arbeitszeitpolitik in den 1920er und 1950er Jahren erkärt werden können. (IAB)

    Beteiligte aus dem IAB

    Promberger, Markus;
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  • Literaturhinweis

    Altes und Neues über Arbeitszeitverlängerungen: Zeitpolitik in der Krise (2005)

    Rinderspacher, Jürgen P.;

    Zitatform

    Rinderspacher, Jürgen P. (2005): Altes und Neues über Arbeitszeitverlängerungen. Zeitpolitik in der Krise. In: A. Mischau & M. Oechsle (Hrsg.) (2005): Arbeitszeit - Familienzeit - Lebenszeit : verlieren wir die Balance? (Zeitschrift für Familienforschung. Sonderheft, 05), S. 184-193.

    Abstract

    "Anstelle weitergehender Arbeitszeitverkürzungen, die bis vor kurzem noch von Fachleuten erwartet worden waren, ist in Zukunft wieder mit Arbeitszeitverlängerungen zu rechnen. Während in der Vergangenheit solche Verkürzungen vom privaten Sektor ausgingen, waren die Vorreiter diesmal die öffentlichen Arbeitgeber. Der Beitrag behandelt in Thesen die Ursachen und Wirkungen der Arbeitszeitverlängerungen und deren Folgen für die Organisation des Alltagslebens. Er diskutiert Aspekte der sozialen, psychischen und physischen Belastungen sowie die vermuteten Auswirkungen auf Arbeitsmarkt und Beschäftigung." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Familienorientierte Arbeitszeitmuster: neue Wege zu Wachstum und Beschäftigung. Gutachten (2005)

    Rürup, Bert; Gruescu, Sandra;

    Zitatform

    Rürup, Bert & Sandra Gruescu (2005): Familienorientierte Arbeitszeitmuster. Neue Wege zu Wachstum und Beschäftigung. Gutachten. Berlin, 50 S.

    Abstract

    "An den Bedürfnissen von Eltern und Pflegepersonen ausgerichtete Arbeitszeitmuster haben nicht nur positive Effekte für die Unternehmen und Erwerbspersonen, sondern auch auf makroökonomischer Ebene. Ergänzend zu betriebswirtschaftlichen Untersuchungen erörtert das Gutachten, welche Wachstumspotenziale sich damit erzielen lassen. Wenn mehr Frauen mit Kindern ihre Erwerbswünsche realisieren können, wächst das Arbeitskräftepotenzial. Durch eine bessere Koordination von familiären und beruflichen Anforderungen ist ein Anstieg der Geburtenrate wahrscheinlich. Anhand verschiedener Teilzeitmodelle zeigt das Gutachten, wie sich die Interessen von Unternehmen und die Wünsche der Mitarbeiter vereinbaren lassen. Weitere Anregungen gibt der Blick auf Beispiele aus dem europäischen Ausland." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Arbeitsrecht - Personalpolitik - Wirklichkeit: eine empirische Analyse zur betrieblichen Umsetzung von Arbeitsrechtsreformen (2005)

    Schramm, Florian; Zachert, Ulrich;

    Zitatform

    Schramm, Florian & Ulrich Zachert (Hrsg.) (2005): Arbeitsrecht - Personalpolitik - Wirklichkeit. Eine empirische Analyse zur betrieblichen Umsetzung von Arbeitsrechtsreformen. (Schriften der Hans-Böckler-Stiftung 58), Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft, 513 S.

    Abstract

    Der Band stellt die Ergebnisse des Forschungsprojektes 'Personalmanagement im gesellschaftlichen Wandel: Die Arbeitsrechtsreformen der rot-grünen Bundesregierung' vor. Ziel dieses Projektes war es, zu untersuchen, welche Auswirkungen die einzelnen Arbeitsrechtsreformen auf ein modernes Personalmanagement haben. Im Zentrum stand dabei die Frage, wie die gesetzlichen Änderungen im betrieblichen Alltag aufgenommen und umgesetzt wurden und inwieweit sich hierbei die Erwartungen oder Befürchtungen der betrieblichen Praktiker erfüllt haben. Hierzu wurden leitfadengestützte Experteninterviews mit Personalleitungen und betrieblichen Interessenvertretern in 31 Unternehmen geführt. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Zeit für neue Arbeitszeiten (2005)

    Seifert, Hartmut;

    Zitatform

    Seifert, Hartmut (2005): Zeit für neue Arbeitszeiten. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 58, H. 8, S. 478-483.

    Abstract

    "Der Beitrag zeigt, dass die jüngst aufgekommene Forderung nach genereller Arbeitszeitverlängerung nicht nur mit wesentlichen arbeits- und gesellschaftspolitischen Forderungen zur Neugestaltung der Arbeitszeit kollidiert. Sie führt auch nicht zu mehr Beschäftigung, sondern lässt eher das Gegenteil erwarten. Familien- und weiterbildungspolitische Ziele sowie altersgerechte Arbeitsbedingungen erfordern, die gegenwärtigen Trends der Arbeitszeit zu korrigieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Flexible Zeiten in der Arbeitswelt (2005)

    Seifert, Hartmut;

    Zitatform

    Seifert, Hartmut (Hrsg.) (2005): Flexible Zeiten in der Arbeitswelt. (Campus. Forschung 877), Frankfurt am Main: Campus-Verl., 452 S.

    Abstract

    "Acht Stunden Arbeit an fünf Tagen in der Woche, das ist ein Arbeitszeitmodell, das im Verschwinden begriffen ist. Flexible Arbeitszeiten ersetzen die starre Normalarbeitszeit. Damit einher geht die Chance, die Zeit sowohl für Betriebe als auch für Beschäftigte besser zu nutzen. Die Autorinnen und Autoren des Bandes untersuchen sowohl theoretisch als auch empirisch, auf ökonomischer, sozialer und individueller Ebene, ob und wie wir durch flexible Arbeitszeiten Zeit gewinnen, die beruflichen Anforderungen besser - da flexibler - bewältigen, die Freizeit qualitativ besser gestalten und Familie und Beruf mit weniger Reibungsverlusten miteinander verbinden können. Zugleich wird diskutiert, welche Zeitzwänge auf der anderen Seite von flexiblen Arbeitszeiten ausgehen können und wie sich die Flexibilisierung auf die betriebliche Leistungspolitik und auf die sozialen Sicherungssysteme auswirkt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Im Alter wieder länger arbeiten?: der Trend zur Verlängerung der Lebensarbeitszeit und die Folgen für das HR-Management (2005)

    Spies, Rainer;

    Zitatform

    Spies, Rainer (2005): Im Alter wieder länger arbeiten? Der Trend zur Verlängerung der Lebensarbeitszeit und die Folgen für das HR-Management. In: Personalführung, Jg. 38, H. 3, S. 18-31.

    Abstract

    Aufgrund des demographischen Wandels wird es in Zukunft auch für die Bundesrepublik Deutschland unvermeidbar sein, dass Arbeitnehmer länger arbeiten. Die Umsetzung dieser Einsicht erfordert bei über fünf Millionen Arbeitslosen und einer im europäischen Vergleich sehr niedrigen Erwerbsquote älterer Arbeitnehmer viel Überzeugungsarbeit. An der Verlängerung der Lebensarbeitszeit führt aber mittel- und langfristig kein Weg vorbei, da immer weniger Erwerbstätige für immer mehr Rentner aufkommen müssen. In der Lebensarbeitszeit muss darüber hinaus Eigenvorsorge betrieben werden. Sachverständige und Kommissionsberichte zur Rentenpolitik wie die Rürup-Kommission oder die Herzog-Kommission gehen von einer Verlängerung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre aus. Doch vor einer Heraufsetzung der Altersgrenze von bisher 65 Jahren, muss das Problem angegangen werden, dass es eine Diskrepanz zwischen dieser gesetzlichen Altersgrenze und dem tatsächlichen Renteneinrittsalter, das bei knapp 63 Jahren liegt, gibt. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie die Arbeitswelt beschaffen sein muss, damit mehr Arbeitnehmer gesund und motiviert länger arbeiten können. Der Beitrag gibt einen mit Beispielen aus der Personalarbeit verschiedener Unternehmen und Wirtschaftszweige illustrierten Überblick über dieses Thema, das mit Sicherheit das Human Ressource-Management der kommenden Jahre prägen wird. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Zu den Folgen einer Arbeitszeitverlängerung aus wettbewerbstheoretischer Sicht (2005)

    Vos, Pieter de; Schumacher, Heiner ;

    Zitatform

    Vos, Pieter de & Heiner Schumacher (2005): Zu den Folgen einer Arbeitszeitverlängerung aus wettbewerbstheoretischer Sicht. Hamburg, 21 S.

    Abstract

    "Ausgehend von unvollkommenem Wettbewerb untersuchen wir die Auswirkungen einer Verlängerung der Wochenarbeitszeit bei fixen Monatslöhnen innerhalb eines einfachen mikroökonomischen Modells. Eine solche Maßnahme hat genau dann einen positiven Effekt auf die Beschäftigung in einem Unternehmen, wenn die Preiselastizität der Nachfrage nach dem produzierten Gut einen kritischen Wert überschreitet. Weiter analysieren wir, wie sich die Verschärfung des Wettbewerbs im Zuge der Globalisierung auf die Beschäftigung und Gewinne auswirkt und wie durch eine Arbeitszeitverlängerung mögliche negative Folgen für den Arbeitsmarkt umgekehrt werden können." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Flexibilitätsförderndes Personalmanagement: Ergebnisse einer Tendenzbefragung zu Rahmenbedingungen und Maßnahmen (2005)

    Zitatform

    (2005): Flexibilitätsförderndes Personalmanagement. Ergebnisse einer Tendenzbefragung zu Rahmenbedingungen und Maßnahmen. (PraxisPapiere 01/2005), Düsseldorf, 52 S.

    Abstract

    Personalmanagement, das vorausschauend aktiv wird und die Flexibilität des Unternehmens fördert, erhöht dessen Handlungsfähigkeit in kritischen Situationen und trägt so maßgeblich zur Vermeidung von Unternehmenskrisen bei. Basierend auf einer Online-Befragung vom Dezember 2004 wird die Verbreitung flexibilitätsfördernden Personalmanagements analysiert. Die Rahmenbedingungen und einzelne Instrumente, die zu einer Flexibilisierung der Personalkosten beitragen können, werden dargestellt. Die Personalinformationspolitk der Unternehmen wird thematisiert sowie das Ausmaß der Förderung der Veränderungsbereitschaft und Beschäftigungsfähigkeit z. B. durch Job-Rotation oder betriebliche Weiterbildung. Es wird außerdem nach externen Kooperationspartnern wie Zeitarbeitsfirmen, Personalberatern, externen Trainern und Jobbörsen gefragt. Abschließend wird untersucht, ob Erfolge messbar sind und auf welche Indikatoren das Personalmanagement dabei zurückgreifen sollte. Fazit: Je schneller und unvorhersehbarer sich die Rahmenbedingungen für ein Unternehmen verändern, um so erfolgsentscheidender wird seine Flexibilität. Dass jedes dritte Unternehmen als mittelmäßig oder wenig flexibel beschrieben wird, macht den Handlungsbedarf deutlich. Das Personalmanagement kann zur Flexibilisierung einen entscheidenden Beitrag leisten. Der Erfolg eines flexibilitätsfördernden Personalmanagements kann anhand von Kennzahlen überprüft werden. Wenn einzelne Maßnahmen das Ziel der Flexibilisierung nicht unterstützen, sollten sie kritisch überprüft werden: Ein flexibilitätsförderndes Personalmanagement ist kein Selbstzweck, sondern soll dazu beitragen, Unternehmenskrisen zu vermeiden. (IAB)

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    Longer working hours: the beginning of a new trend? (2005)

    Zitatform

    (2005): Longer working hours. The beginning of a new trend? In: L. Calmfors, G. Corsetti, S. Honkapohja, J. Kay, W. Leibfritz, G. Saint-Paul, H.- W. Sinn & X. Vives (2005): Report on the European economy 2005, S. 51-68.

    Abstract

    Kapitel drei gibt einen Überblick über die Arbeitszeitentwicklung in Westeuropa. Der Hauptpunkt ist dabei, ob die jüngsten Vereinbarungen über längere Arbeitszeiten (ohne Lohnausgleich) in Deutschland eine Umkehr des bisherigen Trends hin zu kürzeren Arbeitszeiten bedeuten, die auch auf andere Länder mit niedrigen Arbeitszeiten, wie Belgien, Frankreich oder die Niederlande übergreifen könnte. Die Vereinbarungen über längere Arbeitszeiten werden als eine Antwort auf die glaubwürdige Drohung der Arbeitgeber gesehen, Stellen auszulagern. Eine Verlängerung der Arbeitszeit wird ganz sicherlich zu einer Steigerung des Outputs führen, gleichzeitig kann sie aber auch eine Erhöhung der Zahl der Arbeitsplätze zur Folge haben, insbesondere auf lange Sicht. (IAB)

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    Germany: new government sets out policies to create employment (2005)

    Zitatform

    (2005): Germany: new government sets out policies to create employment. In: European Industrial Relations Review H. 383, S. 17-21.

    Abstract

    Die Regierungskoalition aus Sozialdemokraten und Christdemokraten hat ihr Regierungsprogramm hinsichtlich der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik dahin gehend präzisiert, dass der Schwerpunkt darin liegen soll, mehr Beschäftigung zu erreichen. Zu diesem Zweck werden auch Maßnahmen wie Änderung der Ladenöffnungszeiten, Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre sowie Änderungen des Kündigungsschutzrechtes diskutiert. Speziell für den Arbeitsmarkt wurden folgende Ziele beschlossen: Senkung der Sozialversicherungskosten unter 40 Prozent; Einrichtung von zusätzlichen Ausbildungsstellen für Jugendliche; Verbesserung der Situation für ältere Arbeitnehmer durch Förderung der Arbeitsgelegenheiten für Menschen ab 58 Jahre; Restriktionen für ausländische Arbeitnehmer; Maßnahmen gegen Schwarzarbeit; Überarbeitung der Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik unter anderem durch Verlängerung der Regelungen für Ich-AGs. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    L'evolution des rythmes de travail entre 1995 et 2001: quel impact des 35 heures? (2004)

    Afsa, Cedric; Biscourp, Pierre;

    Zitatform

    Afsa, Cedric & Pierre Biscourp (2004): L'evolution des rythmes de travail entre 1995 et 2001. Quel impact des 35 heures? In: Economie et Statistique H. 376/377, S. 173-198.

    Abstract

    "Die Einführung der 35-Stunden-Woche beschränkte sich nicht auf die Verkürzung der gesetzlichen Arbeitszeit. Denn die Verhandlungen in den einzelnen Branchen oder Unternehmen bezogen sich gleichzeitig auch auf die Dauer der Arbeit, deren Organisation, die Arbeitsbedingungen und die Löhne. In dem Artikel werden hauptsächlich die Auswirkungen der 35-Stunden-Woche auf die zeitliche Organisation der Arbeit, insbesondere auf die Arbeitsrhythmen der Arbeitnehmer analysiert. Die präsentierten Ergebnisse basieren auf der Auswertung zweier Erhebungen über die Arbeitsdauer, die das Insee 1995 und 2001 vor und nach den so genannten 'Aubry-Gesetzen' über die Einführung der 35-Stunden-Woche durchführte, sowie der im Arbeitsministerium eingerichteten Unternehmensdatei zur Verfolgung der Vereinbarungen betreffend die Arbeitszeitverkürzung. Diese von den Unternehmen des Privatsektors im Rahmen der 'Aubry-Gesetze' getroffenen Vereinbarungen haben die Arbeitsrhythmen der Arbeitnehmer beeinflusst. Die Norm bleibt zwar das Aufeinanderfolgen identischer Arbeitswochen; in den Unternehmen, die die 35-Stunden-Woche eingeführt haben, ist sie aber rückläufig. Rund 5 % der Arbeitnehmer dieser Unternehmen, die zuvor an gleich vielen Tagen in der Woche mit gleichen Uhrzeiten arbeiteten, sind zu regelmäßigen Arbeitsrhythmen, die in längeren Zeitabschnitten als der Woche organisiert werden, übergegangen oder arbeiten an Tagen oder zu Uhrzeiten, die sehr stark schwanken. Diese beiden Arten von Arbeitsrhythmen haben bei den Arbeitnehmern, in deren Unternehmen die 35-Stunden-Woche eingeführt wurde, in etwa gleichem Umfang zugenommen. Zudem unterscheiden sich der Umfang dieser Auswirkungen und die Art des neuen Arbeitsrhythmus je nach der hierarchischen Stellung des Arbeitnehmers, seinem Tätigkeitsbereich und der Größe seines Unternehmens. In der Industrie kommt es häufiger zu unregelmäßigen Arbeitstagen als im Dienstleistungssektor. Von unregelmäßigen Uhrzeiten sind lediglich die Führungskräfte betroffen. Umgekehrt sind regelmäßige Arbeitsrhythmen über mehrere Wochen hinweg ausschließlich bei den anderen Arbeitnehmern anzutreffen, in erster Linie in den kleinen Industrieunternehmen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Does worksharing work?: some empirical evidence from the IAB panel (2004)

    Andrews, Martyn J.; Schank, Thorsten ; Simmons, Robert ;

    Zitatform

    Andrews, Martyn J., Thorsten Schank & Robert Simmons (2004): Does worksharing work? Some empirical evidence from the IAB panel. (Universität Erlangen, Nürnberg, Lehrstuhl für Arbeitsmarkt- und Regionalpolitik. Diskussionspapiere 25), Erlangen u.a., 46 S.

    Abstract

    "In der wirtschaftspolitischen Debatte werden immer wieder Verkürzungen der wöchentlichen Normalarbeitszeit zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit gefordert. Wir präsentieren in dem Papier ein Arbeitsnachfragemodell, das zwischen Beschäftigten mit und ohne Überstunden unterscheidet. Der Effekt einer Arbeitszeitverkürzung auf die Beschäftigung kann dabei nicht eindeutig beantwortet werden. Auf der Basis des IAB-Betriebspanels, 1993-1999, fanden wir, dass in kleinen Betrieben des Produzierenden Gewerbes Ostdeutschlands Arbeitszeitverkürzungen und Beschäftigungserhöhungen miteinander einhergingen. Außerdem zeigt sich, dass eine Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit den Anteil der Überstundenbeschäftigten, so wie von der Theorie vorhergesagt, senkt und den Anteil der Betriebe ohne Überstunden erhöht." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    La reduction du temps de travail 1997-2003: dynamique de constuction des lois "Aubry" et premieres evaluations (2004)

    Askenazy, Philippe ; Roger, Muriel; Bloch-London, Catherine;

    Zitatform

    Askenazy, Philippe, Catherine Bloch-London & Muriel Roger (2004): La reduction du temps de travail 1997-2003. Dynamique de constuction des lois "Aubry" et premieres evaluations. In: Economie et Statistique H. 376/377, S. 153-171.

    Abstract

    "Die Besonderheit der 'Aubry-Gesetze' bestand darin, eine starke Reduzierung der regulären Arbeitszeit auf gesetzlichem Wege und einen Anreiz für die Aushandlung branchen- und unternehmensspezifischer Vereinbarungen in zwei Etappen miteinander zu kombinieren. Bereits im Juni 1998 legte das erste Gesetz eine neue Norm für die gesetzliche Arbeitszeit (ab 1. Januar 2000 für die Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten und ab 1. Januar 2002 für die anderen) fest und sah Hilfsmaßnahmen als Anreiz für die Unternehmen vor, damit diese die Arbeitszeit vor diesen Stichtagen verkürzten und Arbeitsplätze schufen bzw. erhielten. Die einzelnen Modalitäten der Umsetzung - Überstunden, Arbeitszeit der Führungskräfte, Staffelung, Teilzeitarbeit, gesetzlicher Mindestlohn - sollten durch ein zweites Gesetz geregelt werden, das sich nach dem Inhalt der bei den branchen- und unternehmensspezifischen Tarifverhandlungen zwischenzeitlich getroffenen Vereinbarungen richten sollte. Mithin bot die Methode der 'Aubry-Gesetze' Gewerkschaften und Arbeitgebern die Möglichkeit, mitzuwirken und Einfluss auf Inhalt und Modalitäten des Gesetzes zu nehmen. Das zweite Gesetz bekräftigte zwar die wichtigsten Bestimmungen der Tarifverhandlungen, hob aber die Erfordernisse hinsichtlich der Effektivität der Arbeitszeitverkürzung und des Beschäftigungsvolumens, die mit dem Anreizsystem einhergingen, auf.
    Eine kurzfristige Bewertung der 'Aubry-Gesetze' erweist sich als schwierig. Die meisten qualitativen wie auch quantitativen Ex-post-Arbeiten beziehen sich auf die Pionierunternehmen und die ersten Arbeitnehmer, für die im Privatsektor die 35-Stunden-Woche eingeführt wurde. Diese Arbeiten ermöglichen aber eine Reihe von Schlussfolgerungen. Kurzfristig scheinen die 'Aubry-Gesetze' mit der Schaffung von ca. 350 000 Arbeitsplätzen einen gewissen Beschäftigungserfolg aufzuweisen. Den Arbeitgebern bot die Arbeitszeitverkürzung Gelegenheit, Flexibilisierungsmaßnahmen ein-zuführen oder auszuweiten. Für einen Teil der Arbeitnehmer schlugen diese sich auch auf die Arbeitsbedingungen nieder. Denn die quantitativen wie auch qualitativen Studien zeigen, dass die Ungleichheiten bei der Arbeit zugenommen haben: zwischen sozioprofessionellen Gruppen, Status, Alter und zwischen Unternehmen und Branchen.
    Diese Feststellungen haben lediglich kurzfristigen Charakter. Eine richtige Bewertung der 'Aubry-Gesetze' kann nur ex post und nach der für bestimmte Aspekte dieser Gesetze vorgesehenen Übergangsfrist erfolgen; die Flexibilisierung der Arbeitszeitverkürzung nach dem 'Fillon-Gesetz' im Jahre 2003 und die etwaigen späteren Änderungen der Normen der Arbeitszeit und der Bedingungen für eine Abgabenentlastung stehen einer langfristigen Evaluierung womöglich aber entgegen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Betriebliche Arbeitszeitpolitik im Wandel (2004)

    Bellmann, Lutz ; Schnabel, Claus ;

    Zitatform

    Bellmann, Lutz & Claus Schnabel (Hrsg.) (2004): Betriebliche Arbeitszeitpolitik im Wandel. (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 288), Nürnberg, 191 S.

    Abstract

    "Mit dem 9. Forschungstreffen am 11./12. Dezember 2003 in Iphofen führte die Projektgruppe 'IAB-Betriebspanel' die Tradition der seit 1995 regelmäßig stattfindenden Forschungstreffen fort. Die Tagung in Iphofen wurde gemeinsam mit Prof. Dr. Claus Schnabel, Inhaber des Lehrstuhls für Arbeitsmarkt- und Regionalpolitik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg vorbereitet. Das Thema der Tagung lautete 'Neuere Entwicklungen in der betrieblichen Arbeitszeitpolitik'. Insgesamt enthält der Tagungsband 12 Beiträge einschließlich der Korreferate. Das inhaltliche Spektrum reicht von der Diskussion des geeigneten Arbeitszeit-Beschäftigten-Modells und den Effizienzwirkungen von Arbeitszeitflexibilität über die Determinanten von Überstunden, Schichtarbeit und Arbeitszeitkonten, die Arbeitszeitsituation und Industrial Relations bis zu dem Zusammenhang von Arbeitsplatz- und Arbeitszeitmobilität.
    In seiner Keynote Speech diskutiert Robert Hart (University of Stirling) verschiedene Modellierungen von Arbeitszeit und Beschäftigung aus europäischer und amerikanischer Perspektive.
    In ihrem Beitrag betrachten Elke Wolf und Miriam Beblo (Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung Mannheim und Fachhochschule für Wirtschaft Berlin) den Zusammenhang zwischen dem Einsatz flexibler Arbeitszeitmodelle und dem Effizienzgrad der Produktion.
    Thorsten Schank und Claus Schnabel (Universität Erlangen-Nürnberg) analysieren ökonometrisch ebenfalls mit den Daten des IAB-Betriebspanels die betrieblichen Einflussfaktoren und das Ausmaß des Überstundeneinsatzes.
    Die Schichtarbeit als klassische Methode zur Entkopplung von Arbeits- und Betriebszeit ist der Gegenstand des Beitrags von Uwe Jirjahn (Universität Essen und Universität Hannover).
    Sonja Munz (Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung München) untersucht die Frage, ob für Frauen, die ihre Arbeitszeit aufgrund von veränderten Arbeitsangebotsfaktoren reduzieren wollen, ein Arbeitgeberwechsel notwendig ist oder aber eine entsprechende Arbeitszeitflexibilität auch beim bisherigen Arbeitgeber gegeben ist.
    Peter Ellguth und Markus Promberger (IAB) zeigen in ihrem Beitrag auf Basis der Daten des IAB-Betriebspanels, dass die Tätigkeit eines Betriebsrates die Ausformung der der betrieblichen Arbeitszeitsituation beeinflusst.
    Lutz Bellmann und Tilo Gewiese (IAB) analysieren erstmals die Frage, welche Merkmale Betriebe aufweisen, die Arbeitszeitkonten einführen, und auch welche betrieblichen Faktoren eine Abschaffung von Arbeitszeitkontensystemen zur Folge haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Bellmann, Lutz ;
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  • Literaturhinweis

    Working time policy in France (2004)

    Boisard, Pierre;

    Zitatform

    Boisard, Pierre (2004): Working time policy in France. (Centre d'Etudes de l'Emploi. Document de travail 34), Noisy-le-Grande, 18 S.

    Abstract

    "Working time has always been considered in France to be an area of responsibility for the State. The Acts on the 35-hour working week come therefore from a long tradition of State intervention to regulate employment and working conditions. This particular configuration is not found in other European countries. In this paper is presented the French specificity: a work sharing logic supported by the State. The aim at generating employment through a legal reduction of working time brought the government to draw up an extremely complex set of Acts. These one are not restricted to defining legal work duration; they also advocate reductions in social contributions and give a precise framework to negotiate collective agreements. A synthesis of the consequences of the 35-hour Act shows that the effects on employment are limited (creation of 300,000 jobs), that social relations did not improve and that inequalities among employees were accentuated." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    35 heures: les experts font la loi (2004)

    Boisard, Pierre;

    Zitatform

    Boisard, Pierre (2004): 35 heures. Les experts font la loi. In: Travail et emploi H. 100, S. 85-98.

    Abstract

    "By only permitting a small margin for central bargaining, the Aubry's Decrees One and Two (relating to a reduction in work time) have left scant room for social partnership in the formulation of new regulation. By contrast, they have accentuated part played by economical experts. The author will demonstrate that the laws were developed from the conclusions of econometrical simulations (ES) and have minimized the understanding of work conditions and the creation of a minimal consensus. Historically, the first ES, in 1982, were followed by a number of macroeconomic evaluations attempting to estimate the effects on employment. However the microeconomic studies modify the results of the ES and emphasise the need for proper negotiation in order to enforce the target of job sharing. The favouring in 1998 of strictly supervised, decentralized laws and negotiations, as opposed to an interprofessional and national agreement, is certain to weaken this already delicate process." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Arbeitszeitverlängerung: Modernisierung im Rückwärtsgang?! (2004)

    Bosch, Aida; Promberger, Markus;

    Zitatform

    Bosch, Aida & Markus Promberger (2004): Arbeitszeitverlängerung. Modernisierung im Rückwärtsgang?! In: I. Artus & R. Trinczek (Hrsg.) (2004): Über Arbeit, Interessen und andere Dinge : Phänomene, Strukturen und Akteure im modernen Kapitalismus. Rudi Schmidt zum 65. Geburtstag, S. 213-233.

    Abstract

    "Wochenarbeitszeitverlängerung ist betriebswirtschaftlich riskant, arbeitsmarktpolitisch kontraproduktiv und unter dem Gesichtspunkt von Familienpolitik und der Erwerbsbeteiligung von Frauen rückschrittlich." Stattdessen wird für eine "intelligente Arbeitszeitpolitik" plädiert. Dies kann temporäre beschäftigungssichernde Arbeitszeitverkürzung bedeuten, aber auch Arbeitszeitflexibilisierung in Richtung Langzeit- und Lebensarbeitszeitkonten. So kann beispielsweise Arbeitszeitentlastung im mittleren Lebensalter langfristig zur Erhaltung der Gesundheit der Beschäftigten und damit zu einer Verlängerung der Lebensarbeitszeit beitragen. (IAB2)

    Beteiligte aus dem IAB

    Promberger, Markus;
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  • Literaturhinweis

    Unemployment and work sharing in an efficiency wage model (2004)

    Bouabdallah, Khaled; Jellal, Mohamed; Wolff, François-Charles;

    Zitatform

    Bouabdallah, Khaled, Mohamed Jellal & François-Charles Wolff (2004): Unemployment and work sharing in an efficiency wage model. In: Economics Bulletin, Jg. 10, H. 3, S. 1-7.

    Abstract

    "This paper accounts for work sharing and unemployment in an efficiency wage model. The Solow condition holds when working hours are exogenous. Under the assumption of endogeneity and using general forms for the effort and cost functions, we prove that work sharing may have a reducing impact on unemployment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Es ist Zeit: Logbuch für die ver.di-Arbeitszeitinitiative (2004)

    Bsirske, Frank; Mönig-Raane, Margret; Wiedemuth, Jörg; Sterkel, Gabriele;

    Zitatform

    Bsirske, Frank, Margret Mönig-Raane, Gabriele Sterkel & Jörg Wiedemuth (Hrsg.) (2004): Es ist Zeit: Logbuch für die ver.di-Arbeitszeitinitiative. Hamburg: VSA-Verlag, 278 S.

    Abstract

    Der Band berichtet von der neuen arbeitszeitpolitischen Initiative der Gewerkschaft ver.di, die in Zusammenarbeit mit den Beschäftigten entwickelt wird: "Nimm dir die Zeit, damit die Arbeit nicht maßlos wird!" Sie zielt auf mehr Zeitsouveränität für die Beschäftigten und fußt auf einem lebensweltlichen Interessenbegriff, der den Bereich außerhalb der Erwerbsarbeit nicht als privat ausblendet, sondern auf die Anforderungen geschlechterdemokratischer Arbeitsteilung orientiert ist. Gleichzeitig will sich ver.di mit der Initiative den wachsenden Problemen auf dem Arbeitsmarkt stellen. (IAB2)

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  • Literaturhinweis

    Modulation/annualisation dans le cadre des 35 heures: entreprises et salariés sous contrainte (2004)

    Bunel, Matthieu;

    Zitatform

    Bunel, Matthieu (2004): Modulation/annualisation dans le cadre des 35 heures. Entreprises et salariés sous contrainte. In: Travail et emploi H. 98, S. 51-65.

    Abstract

    "By instauring the 35-hour week, many firms modified their organization of work by setting up annualization and modulation frameworks. However, these changes are expensive in the short term. In order to indentify the French firms organizational choices for the 35-hour week, the PASSAGE datas will be used. In such surroundings, where organizational changes take on strategic value, an annualization /modulation system depends on the fluctuations of the demand, on the cost of planning and bargaining annualization/modulation, as well as on the competitors' organizational choice." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
    "Lors de la mise en place des 35 heures, de nombreuses entreprises ont modifie leur organisation en recourant a un accord de modulation/annualisation du temps de travail. Pour les entreprises, ce changement organisationnel est couteux a court terme. Les determinants de leurs choix organisationnels ont pu etre identifies a partir des donnees de l'enquete PASSAGES. Dans un environnement incertain, ou le changement organisationnel revet une importance strategique, la decision de mettre en place un dispositif de modulation/annualisation depend de trois facteurs : la volatilite de la demande, les couts d'instauration et de negociation de l'amenagement du temps de travail, et les choix organisationnels operes par les concurrents." (Resume d'auteur, IAB-Doku) ((fr))

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  • Literaturhinweis

    Aides incitatives et determinants des embauches des etablissements passes aux 35 heures (2004)

    Bunel, Matthieu;

    Zitatform

    Bunel, Matthieu (2004): Aides incitatives et determinants des embauches des etablissements passes aux 35 heures. In: Economie et Statistique H. 376/377, S. 91-115.

    Abstract

    "Die Betriebe, die Ende 2000 die 35-Stunden-Woche eingeführt haben, können in zwei Kategorien eingeteilt werden: Betriebe, die eine Vereinbarung nach der Gesetzen 'Robien' oder 'Aubry 1' unterzeichnet haben und Hilfen als Anreiz zur Arbeitszeitverkürzung erhielten, und Betriebe, die zur 35-Stunden-Woche ohne Gewährung dieser Hilfen, aber bei Inanspruchnahme der im Gesetz 'Aubry 2' vorgesehenen Entlastungen übergegangen sind. Bei der hier vorgeschlagenen Analyse sollen die Determinanten für die Schaffung von Arbeitsplätzen in diesen beiden Kategorien von Betrieben, die die Arbeitszeit verkürzt haben, anhand detaillierter Daten aus der Erhebung Passages ermittelt werden, die die DARES (Direktion Forschung, Studien und Statistiken des Ministeriums für Soziales, Arbeit und Solidarität) und das Meinungsforschungsinstitut BVA im Jahre 2001 durchführten. Untersucht werden nacheinander, welche Auswirkungen die Arbeitszeitschwankung, die Entwicklung der Arbeitskosten und die Produktivitätsgewinne haben. Die Ex-post-Bewertung zeigt, dass diese Variablen, die in den prospektiven makroökonomischen Modellen zur Erklärung der Beschäftigungswirksamkeit der Arbeitszeitverkürzung herangezogen werden, einen signifikanten Einfluss auf den Umfang der Schaffung von Arbeitsplätzen in allen Betrieben mit 35-Stunden-Woche haben. Bei den Betrieben, die Hilfen als Anreiz erhielten, sind deren Auswirkungen allerdings größer. Laut Erhebung Passages nahm der Personalstand der Betriebe, die Hilfen als Anreiz erhielten, um mehr als 10 % zu gegenüber 4 % bei den anderen. Zur Erklärung dieses Unterschieds wird er in drei Teile zerlegt: beobachtete Modalitäten der Arbeitszeitverkürzung, nicht beobachtete Merkmale der Betriebe und Effekt der Selektion der dynamischsten Betriebe. Der durchschnittliche Unterschied bei der Schaffung von Arbeitsplätzen zwischen den Betrieben, die Hilfen als Anreiz erhielten, und den anderen ist fast zur Hälfte auf die Disparitäten bei der Einführung der 35-Stunden-Woche zurückzuführen, insbesondere auf den Umfang der Arbeitszeitschwankung, die Entwicklung der Arbeitskosten und die Produktivitätsgewinne. Mithin ist die Selektion der dynamischsten Betriebe nicht das einzige Element, das die beobachteten Unterschiede bei der Schaffung von Arbeitsplätzen erklärt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Herausforderung Vertrauensarbeitszeit: zur Kultur und Praxis eines neuen Arbeitszeitmodells (2004)

    Böhm, Sabine; Herrmann, C.; Trinczek, Rainer;

    Zitatform

    Böhm, Sabine, C. Herrmann & Rainer Trinczek (2004): Herausforderung Vertrauensarbeitszeit. Zur Kultur und Praxis eines neuen Arbeitszeitmodells. (Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung 54), Berlin: Edition Sigma, 258 S.

    Abstract

    "Starre Regelungen und rigide Kontrollen der Arbeitszeit werden in mehr und mehr Unternehmen durch ein neues Modell abgelöst: Vertrauensarbeitszeit. Doch was auf den ersten Blick als Zunahme an Autonomie und Ausweitung der Spielräume im Sinne der Beschäftigten erscheinen mag, löst in Wirklichkeit - wie an dieser Untersuchung nachvollziehbar wird - kontroverse Einschätzungen der Chancen und Risiken aus. Auf der Basis von acht Unternehmensfallstudien analysieren die Autor/inn/en, unter welchen betrieblichen Bedingungen Vertrauensarbeitszeit sowohl für Unternehmen als auch für Beschäftigte vorteilhaft sein kann. Dazu werden die Aushandlungs- und Einführungsprozesse sowie die aktuelle Praxis dieser neuen Arbeitszeitform in ihren Auswirkungen auf die Arbeits- und Lebenssituation der Beschäftigten rekonstruiert. Im Ergebnis erweist sich die betriebliche Arbeits(zeit)kultur als ausschlaggebender Faktor: Autonomes Arbeitszeithandeln der Beschäftigten hat dann eine Chance, wenn 'individuelle Arbeitszeitfreiheit' als normative Orientierung im Unternehmen verankert ist. Voraussetzung ist ferner, eine sinnvolle betriebliche Regulierung von Vertrauensarbeitszeit als Aufgabe der Interessenvertretungen anzunehmen. Eine vollständige Deregulierung betrieblicher Zeitgestaltung kann keine Lösung sein." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Les determinants du jugement des salaries sur la RTT (2004)

    Cette, Gilbert ; Dromel, Nicolas; Meda, Dominique;

    Zitatform

    Cette, Gilbert, Nicolas Dromel & Dominique Meda (2004): Les determinants du jugement des salaries sur la RTT. In: Economie et Statistique H. 376/377, S. 117-151.

    Abstract

    "Zahlreiche Arbeiten wurden bereits über die wirtschaftlichen Konsequenzen der Politik zur Arbeitszeitverkürzung, insbesondere über die Beschäftigung durchgeführt; aber nur wenige Studien befassten sich bislang mit den Auswirkungen dieser Politiken auf die Arbeits- und Lebensbedingungen der betroffenen Arbeitnehmer. Mehrere Studien bezogen sich auf die Erwartungen der Arbeitnehmer im Hinblick auf die Arbeitszeitverkürzung (Ex-ante-Analysen), aber viel weniger auf deren Wahrnehmung und Beurteilung durch die Arbeitnehmer nach der Durchführung (Ex-post-Analysen). Diese Frage der Faktoren der Zufriedenheit und Unzufriedenheit der Arbeitnehmer mit einer Politik der Arbeitszeitverkürzung, deren Konsequenzen sie direkt erlebten, wird hier anhand der Analyse der Antworten auf die Erhebung Arbeitszeitverkürzung und Lebensweisen vertieft, die 2001 bei einer Stichprobe von Vollzeitbeschäftigten durchgeführt wurde, deren Arbeitszeit im Rahmen einer Vereinbarung nach den Gesetzen 'Rohen' oder 'Aubry 1' seit mindestens einem Jahr verkürzt worden war. Durch die Berücksichtigung einer Vielzahl von Variablen lässt sich der Einfluss einer jeden von ihnen 'bei sonst gleichen Bedingungen' bewerten. Manche Merkmale scheinen immer die Beurteilung der Arbeitszeitverkürzung durch die Arbeitnehmer zu beeinflussen und zur Stärkung der Zufriedenheit beizutragen. So würden die Frauen, die sich um ein Kind unter zwölf Jahren zu kümmern haben, bei sonst gleichen Bedingungen mit der Arbeitszeitverkürzung zufriedener sein als die anderen befragten Arbeitnehmer. Faktoren, die sich signifikant auf die Zufriedenheit auswirken, wären insbesondere die soziale Stellung des Arbeitnehmers (Berufsabschluss, Berufsgruppe und Einkommen des Haushalts), die Transparenz der Arbeitszeit und deren Verbesserung, die Autonomie bei der Arbeitszeitgestaltung, die Tatsache, dass die effektiven Dauer der in der Vereinbarung festgelegten Dauer auch wirklich entspricht, die Auswirkungen der Arbeitszeitverkürzung auf die Entlohnung sowie die Nutzung der zusätzlich verfügbaren Zeit. Letztere dient hauptsächlich dazu, mehr Zeit mit der Familie (Ehepartner und Kindern) zu verbringen, sich auszuruhen oder andere Arbeiten im Haus zu verrichten bzw. Freizeittätigkeiten oder ähnlichen Aktivitäten nachzugehen. Auch die Tatsache, dass der Arbeitnehmer vor der Arbeitszeitverkürzung den Eindruck hatte, über nicht ausreichend Zeit zu verfügen, dass er darüber nachdachte, was er mit der etwaigen zusätzlichen Freizeit nach Einführung der 35-Stunden-Woche anfangen werde, und dass diese Nutzung in der Realität ihren konkreten Niederschlag fand, würde einen Einfluss auf seine Zufriedenheit haben. Umgekehrt würden die schwankenden Arbeitszeiten, die atypischen Arbeitszeiten generell und deren Zunahme, die Anhebung der Arbeitsvorgaben und die ungünstigen Auswirkungen der Arbeitszeitverkürzung auf die Entlohnung diese Zufriedenheit negativ beeinflussen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    RTT, productivite et emploi: nouvelles estimations sur donnees d'entreprises (2004)

    Crépon, Bruno ; Leclair, Marie; Roux, Sébastien;

    Zitatform

    Crépon, Bruno, Marie Leclair & Sébastien Roux (2004): RTT, productivite et emploi. Nouvelles estimations sur donnees d'entreprises. In: Economie et Statistique H. 376/377, S. 55-89.

    Abstract

    "Mit den individuellen Unternehmensdaten lassen sich durch einen Vergleich zwischen Unternehmen, die die 35-Stunden-Woche eingeführt haben, und Unternehmen, die bei der 39-Stunden-Woche verblieben sind, a priori die Auswirkungen der Arbeitszeitverkürzung auf die Beschäftigung analysieren. Ein solcher Vergleich muss sich auf Unternehmen beziehen, die ein Höchstmaß an gleichen Merkmalen aufweisen. Hierbei stellen sich aber bestimmte Fragen: Reichen die verfügbaren Informationen über diese Unternehmen aus, um sie miteinander vergleichen zu können, oder gibt es auch nicht gemessene mikroökonomische Merkmale, die beide Gruppen unterscheiden? Sind die Unternehmen gleichermaßen imstande, sich der Arbeitszeitverkürzung anzupassen? Kann schließlich davon ausgegangen werden, dass die Arbeitszeitverkürzung nur auf die Unternehmen, die die 35-Stunden-Woche einführten, Auswirkungen haben, oder hat sie auch indirekte Auswirkungen auf die Unternehmen, die bei der 39-Stunden-Woche verblieben sind? Diese Fragen sind komplex. Sie werden untersucht, indem man zunächst die Konsequenzen der Arbeitszeitverkürzung für die Produktion und die Produktivität analysiert. So hatten bei sonst gleichen Merkmalen die Unternehmen, die die 35-Stunden-Woche im Rahmen des Aubry-I-Gesetzes einführten, zwischen 1997 und 2000 einen leichten Rückgang ihrer globalen Faktorproduktivität, die ihre Produktivitätskapazität bei unverändertem Personalbestand und Kapital widerspiegelt, um 3,7 % im Vergleich zu denjenigen, die Ende 2000 noch 39 Stunden arbeiteten, zu verzeichnen, während die Einführung der 35-Stunden-Woche in diesen Unternehmen die Wochenarbeitszeit um 4 Stunden, das heißt 10,2 % hätte verkürzen müssen. Gleichzeitig hätte die Beschäftigung in diesen Unternehmen um 9,9 % gegenüber den Unternehmen, die bei 39 Stunden verblieben, zugenommen. Die gleichzeitige Prüfung dieser Effekte auf die globale Faktorproduktivität und der Auswirkungen auf die Beschäftigung und die Löhne gibt Aufschluss darüber, bei welchem Szenario die Arbeitszeitverkürzung Arbeitsplätze hätte schaffen können. Die Produktivitätseinbußen wären geringer gewesen als die Effekte der Lohnmäßigung und der Abgabenentlastung. Mithin hätten die Unternehmen, die die Arbeitszeit nach dem Aubry-I-Gesetz verkürzten, mit der 35-Stunden-Woche ihre Produktionsstückkosten reduzieren können. Diese Senkung der Produktionskosten hätte so zu ihrer Beschäftigungsdynamik beigetragen. Bei diesen Entwicklungen scheinen die Mechanismen der Arbeitsteilung nicht ausschlaggebend zu sein." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Arbeitszeitflexibilität in Rheinland-Pfalz: Ergebnisse aus dem IAB-Betriebspanel - Rheinland-Pfalz 2003 (2004)

    Dera, Susanne; Schmid, Alfons;

    Zitatform

    Dera, Susanne & Alfons Schmid (2004): Arbeitszeitflexibilität in Rheinland-Pfalz. Ergebnisse aus dem IAB-Betriebspanel - Rheinland-Pfalz 2003. (IAB-Betriebspanel Rheinland-Pfalz 2004,03), Frankfurt, Main, 20 S.

    Abstract

    "Der Report beschäftigt sich mit der Arbeitszeitflexibilität der rheinland-pfälzischen Betriebe. Darunter fallen primär Instrumente der internen Flexibilität wie bspw. Teilzeitbeschäftigung, Überstunden und Kurzarbeit aber auch Mini- und Midi-Jobs. Durch den Einsatz dieser Maßnahmen haben die Betriebe einen 'flexiblen' Zugriff auf die Arbeitszeit ihrer Beschäftigten und können diese an die betrieblichen Notwendigkeiten anpassen und somit variabel auf Veränderungen reagieren. Im Folgenden wird auf verschiedene Instrumente der Arbeitszeitflexibilität eingegangen und näher betrachtet, welche davon in rheinland-pfälzischen Betrieben am häufigsten eingesetzt werden. Zudem wird untersucht, ob Betriebe, die ausgeprägten Schwankungen in der Geschäftstätigkeit unterliegen, häufiger von diesen Instrumenten Gebrauch machen als solche, bei denen derartige Schwankungen nicht vorkommen. Außerdem wird untersucht, ob Tarifbindung bei der Häufigkeit der Nutzung derartiger Instrumente zur Flexibilisierung der Arbeitszeit eine Rolle spielt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Work and family life balance: the impact of the 35-hour laws in France (2004)

    Fagnani, Jeanne; Letablier, Marie-Thérèse;

    Zitatform

    Fagnani, Jeanne & Marie-Thérèse Letablier (2004): Work and family life balance. The impact of the 35-hour laws in France. In: Work, employment and society, Jg. 18, H. 3, S. 551-572. DOI:10.1177/0950017004045550

    Abstract

    "Is it sufficient to reduce working time to improve the work and family balance? This article attempts to answer this question by analyzing the impact of the French law reducing the working week to 35 hours on the daily life, as perceived by parents with a young child under six years old. Six out of ten respondents reported a positive impact of the reduction on their work/family balance. Their judgment is dependent on the organization of work, whether it is regular and based on standard working hours or irregular schedules. It is also correlated to the negotiation process in the workplace.
    Inequalities between workers are revealed: between those employed in sheltered economic sectors and 'family-friendly' companies, and those who have to accept unsocial or flexible hours of work in exchange of a reduction of their working time.The article concludes that the 35-hours law has widened the gap between these two groups of workers irrespective of gender and professional status." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Blessing or Curse?: Work-Family Policies and Mother's Wage Growth Over Time: Work-Family Policies and Mother’s Wage Growth Over Time (2004)

    Glass, Jennifer ;

    Zitatform

    Glass, Jennifer (2004): Blessing or Curse?: Work-Family Policies and Mother's Wage Growth Over Time. Work-Family Policies and Mother’s Wage Growth Over Time. In: Work and occupations, Jg. 31, H. 3, S. 367-394. DOI:10.1177/0730888404266364

    Abstract

    "Little empirical study has been devoted to the impact of employer-sponsored work-family policies on women’s wages. These policies include flexible scheduling, telecommuting, reduced hours of work, and child care assistance. Although these work innovations may make family caregiving easier, many women fear that lower wage growth and blocked mobility will result from the use of these policies. This project followed a midwestern cohort of employed women for 7 years after childbirth, using detailed information about coverage and use of family responsive policies across all jobs held during that period. Results show consistent negative effects of policy use on wage growth after controlling for many productivity-related characteristics, though the effects vary in size depending on the specific policy used, workers’ job mobility, and the respondent’s managerial or professional status." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Les effect de la RTT sur l'emploi: des simulations ex ante aux evaluations ex post (2004)

    Gubian, Alain; Passeron, Vladimir; Lerais, Frederic; Jugnot, Stephane;

    Zitatform

    Gubian, Alain, Stephane Jugnot, Frederic Lerais & Vladimir Passeron (2004): Les effect de la RTT sur l'emploi. Des simulations ex ante aux evaluations ex post. In: Economie et Statistique H. 376/377, S. 25-54.

    Abstract

    "Unter den OECD-Ländern hat Frankreich mit der generellen Arbeitszeitverkürzung einzigartige Erfahrungen gesammelt. Gedacht war diese als Maßnahme zur Schaffung zahlreicher Arbeitsplätze sowohl 1982 bei der Verkürzung der gesetzlichen Arbeitszeit von 40 auf 39 Stunden und der Einführung der 5. Woche bezahlten Urlaubs sowie 1998 und 2000 mit der Verkürzung der gesetzlichen Arbeitszeit auf 35 Stunden. Bei der generellen Verkürzung der Arbeitszeit spielten empirische Evaluierungen eine entscheidende Rolle. So sah das erste 'Aubry-Gesetz' ausdrücklich vor, dass vor Festlegung ihrer endgültigen Rahmenbedingungen durch das zweite 'Aubry-Gesetz' eine Bilanz der Vereinbarungen gezogen wird, die die Unternehmen als Anreiz zur vorzeitigen Verkürzung der gesetzlichen Arbeitszeit treffen konnten. Der wichtigste Unterschied zwischen den Ex-ante-Analysen und den Ex-post-Evaluierungen, die auf Initiative der DARES in jüngster Zeit durchgeführt wurden, betrifft die effektive Reduzierung der Arbeitszeit. Letztendlich war diese geringer, als dies in den Ex-ante-Simulationen errechnet worden war. Die Arbeitszeitverkürzung, bei der man sich um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Verkürzung der Arbeitszeit, Lohnmäßigung, Produktivitätsgewinne und staatlicher Hilfe bemühte, hat - so die Schätzungen - zwischen 1998 und 2005 zu einer raschen Beschäftigungszunahme um fast 350 000 Arbeitsplätze geführt, und dies ohne - so scheint es - die Finanzen der Unternehmen nennenswert zu destabilisieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Working time at the crossroads?: workers-hours demand versus hedonic wage-hours models (2004)

    Hart, Robert A. ;

    Zitatform

    Hart, Robert A. (2004): Working time at the crossroads? Workers-hours demand versus hedonic wage-hours models. In: L. Bellmann & C. Schnabel (Hrsg.) (2004): Betriebliche Arbeitszeitpolitik im Wandel (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 288), S. 1-10.

    Abstract

    Der Autor plädiert dafür, den Blick vom europäischen Arbeitszeitmodell, dass arbeitsnachfrageorientiert ist, auf das in Amerika zunehmend an Einfluss gewinnende hedonische Lohn-Stunden-Modell zu wenden, um herauszufinden, warum Arbeitszeitpolitik als Beschäftigungspolitik im allgemeinen wenig erfolgreich ist. Das amerikanische Modell wurde von Lewis bereits 1969 entwickelt und schließt die Beschäftigungseffekte von Überstundenzuschlägen in die Betrachtung ein. Es zeigt auf, dass eine Arbeitszeitverkürzung zum Beschäftigungsabbau und zu mehr Überstunden führt. Somit steigt der durchschnittliche Stundenlohn. Weiterhin wird ausgeführt, dass in Europa über die Bedeutung von Arbeitsverträgen mit fest vereinbarter Arbeitszeit wenig bekannt ist. Auf welche Weise verhandeln Arbeitnehmer und Firmen Lohn-Stunden-Verträge? Werden die Kürzungen der Arbeitszeit durch einen internen Lohnausgleich neutralisiert? (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Arbeitszeitverlängerung: Kehrtwende in der Arbeitszeitpolitik (2004)

    Heckmann, Markus ; Schank, Thorsten ;

    Zitatform

    Heckmann, Markus & Thorsten Schank (2004): Arbeitszeitverlängerung: Kehrtwende in der Arbeitszeitpolitik. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 84, H. 8, S. 512-518.

    Abstract

    Nach 25 Jahren Arbeitszeitverkürzung wird zunehmend über eine Arbeitszeitverlängerung als Mittel zur Beschäftigungsausweitung oder Arbeitsplatzsicherung diskutiert. Aufgrund einer effektiven Stundenlohnsenkung soll die Arbeitsnachfrage erhöht und über mögliche Preissenkungen die in- und ausländische Güternachfrage angeregt werden. Der Beitrag untersucht, ob mit diesen Maßnahmen eine merkliche Verbesserung der Arbeitsmarktlage zu rechnen ist. Die kontinuierliche Verkürzung der tariflichen Arbeitszeit seit 1978 im europäischen Vergleich wird skizziert. Aus theoretischer Sicht zeigt sich, dass es nicht eindeutig ist, ob einer Verkürzung der tariflichen Arbeitszeit neue Arbeitsplätze schafft. Insbesondere bei gleichzeitiger Vereinbarung eines vollen Lohnausgleichs kann es sogar zur Gefährdung von Arbeitsplätzen kommen, die allerdings durch eine gestiegene Arbeitsproduktivität ausgeglichen werden kann. Besondere Bedeutung kommt der Arbeitszeitflexibilisierung zu. Es werden empirische Befunde vorgestellt, deren Ergebnisse den Schluss zulassen, dass Arbeitszeitverkürzungen nicht zu der erhofften Beschäftigungsausweitung geführt haben, vor allem durch den durchgesetzten Lohnausgleich. Fraglich ist, ob durch eine Arbeitszeitverlängerung tatsächlich neue Stellen in nennenswertem Umfang geschaffen werden. Es erscheint lohnenswert, zumindest als zusätzliche Maßnahme, die Arbeitszeitflexibilisierung voranzutreiben. Hierzu zählen die Errichtung von Arbeitszeitkonten mit längeren Ausgleichszeiträumen und breiteren Arbeitszeitkorridoren. Die Beispiele von Daimler-Chrysler und Siemens belegen, dass eine Arbeitsverlängerung im Sinne der Arbeitsplatzsicherung erfolgreich sein kann. (IAB)

    Beteiligte aus dem IAB

    Heckmann, Markus ;
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  • Literaturhinweis

    Studien zum Arbeitsmarkt (2004)

    Henneberger, Fred;

    Zitatform

    Henneberger, Fred (2004): Studien zum Arbeitsmarkt. Bern u.a.: Haupt, 528 S.

    Abstract

    "Die Studien zum Arbeitsmarkt beschäftigen sich mit einer Reihe von aktuellen wirtschaftspolitischen Fragestellungen. Dies geschieht in einer auch für Nicht-Fachkreise verständlichen Art und Weise. Die sowohl theoretisch-konzeptionell als auch empirisch-ökonometrisch ausgerichteten Beiträge setzen sich u.a. mit Produktions- und Arbeitsplatzverlagerungen ins Ausland, mit der ökonomischen Rationalität der Entlohnung im Öffentlichen Dienst, mit Arbeitszeitwünschen von Arbeitnehmern/-innen, mit der Beschäftigungswirksamkeit von Modellen zur Arbeitszeitverkürzung und zur Arbeitszeitflexibilisierung sowie mit Fragen der Lohndiskriminierung zwischen Männern und Frauen auseinander." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Sind Lohndumping und Arbeitszeitverlängerung ein Ausweg aus der Krise? (2004)

    Hirschel, Dierk;

    Zitatform

    Hirschel, Dierk (2004): Sind Lohndumping und Arbeitszeitverlängerung ein Ausweg aus der Krise? In: Wiso. Wirtschafts- und sozialpolitische Zeitschrift des ISW, Jg. 27, H. 3, S. 59-76.

    Abstract

    "Der aktuellste Modetrend der öffentlichen Diskussion über die Ursachen der unzureichenden Wachstums- und Beschäftigungsentwicklung erinnert in frappierender Weise an die wirtschaftspolitischen Auseinandersetzungen der späten Weimarer Republik: Eine interessengeleitete ökonomische Zunft überbietet sich gegenseitig in ihren Appellen an die Arbeitnehmer, 'den Gürtel enger zu schnallen'. Die von liberalen Ökonomen erwarteten Beschäftigungsgewinne als Resultat nachhaltiger Lohnzurückhaltung sind nicht eingetreten. Auf der empirischen Ebene findet sich für die 90er Jahre kein eindeutiger Beleg für die These, dass die Beschäftigungsentwicklung einer Volkswirtschaft primär auf das Lohnkostenniveau zurückzuführen sei. Der Grund liegt darin, dass der von der neoklassischen Orthodoxie unterstellte enge Zusammenhang zwischen der Arbeitsnachfrage der Unternehmen und der Lohnhöhe einer ausschließlich einzelwirtschaftlichen Betrachtungsweise entspricht. Vollkommen ausgeblendet wird bei dieser Sicht die Abhängigkeit der Arbeitsnachfrage der Unternehmen von der allgemeinen Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen. Es besteht daher nach wie vor die große Gefahr, dass Lohnzurückhaltung über den negativen Einkommenseffekt die gesamtwirtschaftliche Nachfrage beschränkt. Genau diese Entwicklung beobachten wir für die 90er Jahre in Ländern wie Deutschland, Italien und Japan. Die Arbeitsnachfrage der Unternehmen ist stärker an deren Nachfrageerwartungen und den Stand der technischen Entwicklung geknüpft als an die Lohnhöhe." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Wollen wir wirklich längere Wochenarbeitszeiten? (2004)

    Hoff, Andreas ;

    Zitatform

    Hoff, Andreas (2004): Wollen wir wirklich längere Wochenarbeitszeiten? In: Personalwirtschaft, Jg. 31, H. 8, S. 39-40.

    Abstract

    Die Verlängerung der Wochenarbeitszeit ohne Lohnausgleich wird als Königsweg angesehen, um über niedrigere Lohnkosten zu mehr Arbeitsplätzen zu gelangen. Der Beitrag konzentriert sich auf die Auswirkungen auf die - heute in der Regel flexiblen - betrieblichen Arbeitszeitsysteme. Längere Wochenarbeitszeiten können nur in Form längerer Tages(soll)arbeitszeiten und/oder in Form von mehr Arbeitstagen umgesetzt werden. Bei stark schwankenden Auslastung können lange Wochenarbeitszeiten die Produktivität gefährden bzw. sind überhaupt nicht umsetzbar, wenn die durchschnittlich erreichbare Auslastung der Mitarbeiter unterhalb des neuen Vollzeitniveaus liegt. Im Schichtbetrieb kann die Tagesarbeitszeit grundsätzlich nur bei zweischichtiger Fahrweise verlängert werden. Wochenarbeitszeitverlängerung können den späteren Ruhestandseintritt gefährden, für den es in der alternden Gesellschaft keine Alternative gibt. Gefordert werden lebensarbeitszeitgerechte Arbeitszeiten, wie die stärkere Beachtung auf gesundheitsverträgliche Schichtpläne und die Wahlarbeitszeit. (IAB)

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