Regionale Arbeitsmärkte in Deutschland
Unter den einheitlichen Rahmenbedingungen der Bundesrepublik Deutschland finden sich Regionen, die von einer tiefen Arbeitsmarktkrise betroffen sind, und andere, in denen nahezu Vollbeschäftigung herrscht. Welches sind die Ursachen dieser regionalen Disparitäten? Wie werden sich der Arbeitskräftebedarf und das Erwerbspersonenpotenzial in den Regionen zukünftig entwickeln? Welche regionalen Beschäftigungsaussichten bestehen, für Jüngere und Ältere, in Wirtschaftszweigen, in Ballungsräumen und ländlichen Gebieten? Dieser IABInfoPool erschließt Informationen zum Forschungsstand.
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Arbeitsmarktentwicklung
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Literaturhinweis
Regional labor markets and aging in Germany (2009)
Zitatform
Ochsen, Carsten (2009): Regional labor markets and aging in Germany. (Thünen-series of applied economic theory. Working paper 102), Rostock, 41 S.
Abstract
"This paper analyzes how the aging labor force affects the unemployment rate at the regional level in Germany. A theoretical model of equilibrium unemployment with spatial labor market interactions is used to study the effects of age-related changes in job creation and job destruction. Using data for 343 districts, we then examine empirically the consequences of an aging labor force for the local labor markets in Germany. We apply different estimation techniques to a spatial and time dynamic panel data model. According to the estimates, aging causes an increase in job destruction. In addition, aging in the local labor market increases job creation, while the spatial aging effect on job creation in the local district is negative." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Dynamik des regionalen Arbeitsmarktes Bremen: Auszüge aus dem Ergebnisbericht zum Projekt "Abgrenzung, Dynamik und Aufnahmefähigkeit des regionalen Arbeitsmarktes Bremen" im Auftrag der Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales des Landes Bremen (2009)
Smets, Florian;Zitatform
Smets, Florian (2009): Dynamik des regionalen Arbeitsmarktes Bremen. Auszüge aus dem Ergebnisbericht zum Projekt "Abgrenzung, Dynamik und Aufnahmefähigkeit des regionalen Arbeitsmarktes Bremen" im Auftrag der Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales des Landes Bremen. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Niedersachsen-Bremen 02/2009), Nürnberg, 45 S.
Abstract
"Gegenstand dieses Berichts ist eine detaillierte Analyse des beschäftigungsseitigen Arbeitsmarktgeschehens in der Arbeitsmarktregion Bremen. Hierzu wird für die Jahre 2001 bis 2007 der Gesamtumfang aller Einstellungen und Entlassungen sozialversicherungspflichtig Beschäftigter nach Branchen und Betriebsgrößen analysiert. Die Auswertung zeigt, dass etwa jeder zehnte Arbeitsplatz im Laufe eines Jahres erneuert wird. Dabei finden zeitgleich gegenläufige Bewegungen statt: Den jährlich rund 43.500 neu geschaffenen Arbeitsplätzen stehen etwa 49.200 Stellen gegenüber, die abgebaut werden Besonders dynamisch sind dabei die kleinen Betriebe, mittelständische Unternehmen federn den Arbeitsplatzabbau des regionalen Arbeitsmarktes Bremen ab. Die Betriebe der Arbeitsmarktregion Bremen nehmen jedes Jahr rund 166.000 Einstellungen vor - dies bedeutet auch für Arbeitslose eine Vielzahl von Integrationschancen. Als Branchen mit besonders vielen Personalbewegungen konnten neben der Zeitarbeit auch der Logistikbereich, die Gastronomie, Wach- und Sicherheitsdienste, das Reinigungsgewerbe sowie Call-Center identifiziert werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Der Arbeitsmarkt in Deutschland: Ein Jahr Krise auf dem deutschen Arbeitsmarkt (2009)
Abstract
"Seit dem Herbst 2008 wird die globale Wirtschaftskrise in den Arbeitsmarktdaten - vor allem bei der Kurzarbeit, aber auch bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung und der Arbeitslosigkeit - sichtbar. Seither hat die Rezession Spuren auf dem deutschen Arbeitsmarkt hinterlassen, angesichts der wirtschaftlichen Rahmendaten sind die Auswirkungen der Krise auf Erwerbstätigkeit, sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und Arbeitslosigkeit jedoch relativ moderat und insgesamt deutlich geringer als noch zu Beginn dieses Jahres erwartet. Besonders betroffen von der Krise waren die exportabhängigen Branchen und diejenigen Regionen, in denen viele Menschen in diesen Branchen beschäftigt sind. Außerdem hat die Krise frühe und deutliche Spuren bei der Zeitarbeit hinterlassen. Die Arbeitslosigkeit ist vor allem zum Jahresbeginn und in der Arbeitslosenversicherung stark gestiegen. Mittlerweile hat sich die Entwicklung wieder beruhigt. Stark angestiegen ist die Arbeitslosigkeit unter Jüngeren und Männern sowie bei regionaler Betrachtung in Westdeutschland. Die hohe Nutzung der Kurzarbeit ist einer der entscheidenden Faktoren dafür, dass sich die Wirtschaftskrise bislang vergleichsweise mild auf den deutschen Arbeitsmarkt ausgewirkt hat. Insbesondere im Süden und Westen Deutschlands wird Kurzarbeit stark eingesetzt. Besonders betroffen sind die Metallbranche, der Maschinenbau, sowie die Automobil- und Elektroindustrie. Die Nachfrage nach Arbeitskräften - ein klassischer Frühindikator des Arbeitsmarktes - hat schon sehr viel früher nachgelassen. Seit 2007 waren hier erste Anzeichen erkennbar. Aktuell stagniert die Arbeitskräftenachfrage auf niedrigem Niveau. Der deutsche Arbeitsmarkt hat die globale Wirtschaftskrise im internationalen Vergleich bislang gut verkraftet. Die Erwerbslosigkeit ist relativ moderat gestiegen. Trotz der aktuellen Stabilisierung der wirtschaftlichen Situation deuten einzelne Frühindikatoren auf eine eher ungünstige Entwicklung am Arbeitsmarkt insbesondere im kommenden Jahr hin." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Duale Ausbildung in Deutschland: Die Suche nach Lehrstellen macht junge Menschen mobil (2008)
Zitatform
Bogai, Dieter, Holger Seibert & Doris Wiethölter (2008): Duale Ausbildung in Deutschland: Die Suche nach Lehrstellen macht junge Menschen mobil. (IAB-Kurzbericht 09/2008), Nürnberg, 8 S.
Abstract
"Die Mobilität junger Menschen trägt dazu bei, regionale Ungleichgewichte auf dem Ausbildungsstellenmarkt in Deutschland auszugleichen. Auf Kreisebene wird das Pendeln vor allem durch die Stadt-Umland-Verflechtungen geprägt. Zwischen westdeutschen Flächenländern ist die Ausbildungsmobilität eher gering. Die Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg sind Pendlermagneten. In den 150 untersuchten Arbeitsmarktregionen ist die Mobilität der Auszubildenden insbesondere auf Unterschiede im Ausbildungsplatzangebot und in der Bevölkerungsdichte zurückzuführen. Regionen mit gutem Ausbildungsplatzangebot und hoher Bevölkerungsdichte haben einen Überschuss an einpendelnden Auszubildenden. Ist das Ausbildungsplatzangebot niedrig und die Region dünn besiedelt, überwiegen die Auspendler. Ostdeutsche Jugendliche müssen wegen der größeren Versorgungslücke meist längere Wege zum Ausbildungsplatz in Kauf nehmen als westdeutsche. Sinkende Bewerberzahlen und die nach wie vor große Zahl an außerbetrieblichen Ausbildungsplätzen im Osten könnten aber die Situation dort entspannen und den Mobilitätsdruck senken." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
- Durchschnittliche Pendlerdistanzen von Auszubildenden nach Arbeitsmarktregionen 2006
- Relatives Ausbildungsplatzangebot nach Arbeitsmarktregionen 2006
- Gewichtete Pendlersalden von sozialversicherungspflichtigen Auszubildenden nach Arbeitsmarktregionen 2006
- Bevölkerungsdichte nach Arbeitsmarktregionen 2005
- Zusammenhang zwischen Ausbildungsplatzangebot bzw. Bevölkerungsdichte und dem Durchschnitt der zurückgelegten Distanzen von Auspendlern aus der jeweiligen Arbeitsmarktregion
- Zusammenhang zwischen Ausbildungsplatzangebot bzw. Bevölkerungsdichte und dem gewichteten Pendlersaldo in den 150 deutschen Arbeitsmarktregionen
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Literaturhinweis
Die Entwicklung des Arbeitsmarktes in Ostdeutschland (2008)
Zitatform
Bogai, Dieter & Franziska Hirschenauer (2008): Die Entwicklung des Arbeitsmarktes in Ostdeutschland. In: Ifo Dresden berichtet, Jg. 15, H. 4, S. 44-54.
Abstract
"Nach langjährigem Verharren der Unterbeschäftigung auf sehr hohem Niveau bessert sich aktuell die Situation auf dem ostdeutschen Arbeitsmarkt. Neben dem konjunkturell bedingten Beschäftigungszuwachs trägt dazu auch der Rückgang des Arbeitskräfteangebots bei. Die Lage auf dem Ausbildungsstellenmarkt, die sich aufgrund des starken Rückgangs von Schulabgängern in den nächsten Jahren deutlich verbessern dürfte, ist derzeit unverändert angespannt. Starke regionale Unterschiede bei Beschäftigung und Arbeitslosigkeit kennzeichnen den ostdeutschen Arbeitsmarkt. Geringe Betriebsgrößen, alternde Belegschaften und zunehmende regionale Disparitäten stellen die ostdeutsche Wirtschaft vor große Herausforderungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Regionale Beschäftigungsentwicklung der gering und mittel Qualifizierten in Niedersachsen: Bestimmungsfaktoren und Handlungsempfehlungen (2008)
Brandt, Oliver; Wullich, Rabea; Hentschel, Klaus-Jürgen; Revilla Diez, Javier ; Apelt, Christian; Varga, Eva; Böttcher, Jan; Hippe, Kai; Cordes, Alexander; Titkemeier, Nina; Diekmeyer, Monika; Antova, Alexandrina;Zitatform
Brandt, Oliver, Alexander Cordes & Javier Revilla Diez (2008): Regionale Beschäftigungsentwicklung der gering und mittel Qualifizierten in Niedersachsen. Bestimmungsfaktoren und Handlungsempfehlungen. (Forschungsberichte des NIW 35), Hannover, 288 S.
Abstract
"Der qualifikatorische Strukturwandel in Westdeutschland findet nicht in allen Regionen im gleichen Tempo statt. Dabei muss eine wissensorientierte Regionalentwicklung nicht gleichbedeutend mit sinkenden Beschäftigungschancen für gering Qualifizierte sein. Mit dieser Ausgangsthese hat das NIW in einer Studie, die vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr sowie vom Europäischen Sozialfonds finanziert wurde, die Erklärungsfaktoren für die regionale Beschäftigungsentwicklung gering und mittel Qualifizierter untersucht. Das NIW hat dazu eine Klassifikation von Berufen in 5 Klassen entwickelt, die eine angemessenere Differenzierung nach Qualifikation als die eindimensionale Messung über den Berufsabschluss ermöglicht. Erst dadurch wird eine Polarisierung der Erwerbstätigen sichtbar. Neben dem Wachstum wissensintensiver Berufe entwickeln sich zwischen 1998 und 2004 also auch die Berufe mit den geringsten Anforderungen leicht positiv. In diesem Zeitraum sinkt vor allem die Erwerbstätigkeit in Berufen, die oftmals eine Lehrausbildung voraussetzen. Der Unterschied ist zum Teil auf die gestiegene Inanspruchnahme der geringfügigen Beschäftigung zurückzuführen, zum Teil aber auch auf einen geringeren Einfluss technologischer Veränderungen. Auch in regionaler Gliederung zeigt der qualifikatorische Strukturwandel viele Gesichter. So zeigt sich in Niedersachsen auf Kreisebene ein erhebliches West-Ost-Gefälle. Dabei wird die Nachfrage weniger durch die Branchenstruktur geprägt, sondern in besonderem Maße durch systematische regionale Eigenheiten, die über allein strukturelle Erklärungen hinausgehen. Auch die für Westdeutschland beobachtete räumliche (funktionale) Arbeitsteilung zwischen verdichteten Regionen, die eher die Beschäftigung hoch Qualifizierter fördert, und ländlichen Regionen, in denen gering Qualifizierte noch relativ stabil nachgefragt werden, erklärt die Unterschiede nicht vollständig. Eine regionale Spezialisierung kann einerseits Perspektiven für die Beschäftigung gering Qualifizierter bieten, allerdings sind damit auch gewisse Risiken für die langfristige Entwicklung verbunden. Dies ist auch das Ergebnis aus den Fallstudien, in denen speziell der Frage nach den regionalen Einflussfaktoren nachgegangen wurde. Mit Hilfe von Betriebsbefragungen, Expertengesprächen und Workshops konnte neben Spezialisierungsvorteilen die Bedeutung von vielfältigen regionalen Kooperationsbeziehungen identifiziert werden. Eine gemeinsame Produktentwicklung sowie die ausgeprägte Verbundenheit mit der Region - nicht zuletzt der größeren Familienbetriebe - stellen wesentliche Bestandteile eines langfristigen Erfolgsrezeptes dar. Dennoch lassen sich allerorten mangelnde Qualifizierungsanstrengungen insbesondere bei gering Qualifizierten beobachten. Die niedrige betriebliche Weiterbildungsintensität ist dabei nicht auf ein unzureichendes Förderangebot zurückzuführen. Für eine bessere Wirkung dieser Programme ist aber eine direktere Ansprache der Beschäftigten in weiterbildungsschwachen Berufen erforderlich. Dafür müssen intensiver als bisher Akteure vor Ort eingebunden werden. So können berufliche Schulen in Kooperation mit anderen Bildungsanbietern neue Angebote entwickeln und ihre Absolventen regelmäßig über das lokale Weiterbildungsangebot informieren. Die Entwicklung umfassender regionaler Bildungsstrategien ist erforderlich, um die Voraussetzungen für Lebenslanges Lernen problemadäquat und präventiv zu verbessern. Die Bundesländer sollten die Regionalisierung der Bildung durch eine Verbesserung kommunaler Handlungsspielräume, den Aufbau lokaler Kapazitäten und die Entwicklung eines Monitoring- und Qualitätssicherungssystems aktiv fördern und begleiten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Betriebsgründungen in Nordrhein-Westfalen (2008)
Zitatform
Brixy, Udo & Matthias Klumpe (2008): Betriebsgründungen in Nordrhein-Westfalen. (IAB regional. Berichte und Analysen. IAB Nordrhein-Westfalen 01/2008), Nürnberg, 14 S.
Abstract
"Nordrhein-Westfalen verfügt im Vergleich zu anderen deutschen Flächenländern über viele verdichtete und hoch verdichtete Regionen. Die Städte entlang der 'Rheinschiene' wie auch des Ruhrgebiets weisen einen hohen Zentralitätsgrad auf. Dies sollten gute Voraussetzungen für Unternehmensgründungen und insbesondere Gründungen in innovativen und wissensintensiven Bereichen sein. Diesen eigentlich guten Voraussetzungen zum Trotz, werden aber in Nordrhein-Westfalen deutlich weniger Betriebe gegründet als im Bundesdurchschnitt. Allerdings existieren innerhalb des Landes erhebliche regionale Unterschiede. Vor allem im Ruhrgebiet werden vergleichsweise wenige Betriebe gegründet, während die Regionen entlang der Rheinschiene viel besser dastehen und nicht nur in Nordrhein-Westfalen, sondern auch im Bundesdurchschnitt, zur Spitzengruppe zählen. Aus diesen Ergebnissen folgt, dass die Förderung von Gründungen weiterhin notwendig ist, nicht zuletzt auch um den strukturellen Wandel zu stärken und die mittelständische Basis im traditionell von Großbetrieben dominierten Nordrhein-Westfalen zu verbreitern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Deutschland 2018 - Die Arbeitsplätze der Zukunft: Regionen im Wettbewerb - Faktoren, Chancen und Szenarien (2008)
Zitatform
Bräuninger, Michael, Friso Schlitte, Silvia Stiller & Ulrich Zierahn (2008): Deutschland 2018 - Die Arbeitsplätze der Zukunft. Regionen im Wettbewerb - Faktoren, Chancen und Szenarien. Hamburg u.a., 54 S.
Abstract
"Die Studie prognostiziert die Entwicklung der Erwerbstätigkeit in den 429 deutschen Kreisen und kreisfreien Städten bis 2018. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass auf der einen Seite Regionen mit einem wachsenden Angebot an hoch qualifizierten Arbeitskräften (Humankapital) langfristig eine bessere Erwerbstätigenentwicklung aufweisen als solche mit gleichbleibendem oder sinkendem Qualifikationsniveau der Beschäftigten. Auf der anderen Seite droht vielen Kreisen in Ostdeutschland und in ländlichen Gegenden Westdeutschlands bis 2018 ein deutlicher Rückgang der Erwerbstätigkeit, wenn sie nicht gezielt in die Bildungsinfrastruktur investieren und Anreize zur Ansiedlung wissensintensiver Branchen schaffen. Das für die Studie entwickelte Modell beruht auf der Annahme, dass die Bruttowertschöpfung in den kommenden zehn Jahren im bundesweiten Durchschnitt mit der gleichen Rate wie zwischen 1994 und 2006 zunimmt. Für die regionale Differenzierung geben abweichende Wirtschaftsstrukturen und Standortbedingungen in den einzelnen Kreisen und kreisfreien Städten den Ausschlag." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Regional disparities in employment of high-skilled foreigners: determinants and options for labour migration policy in Germany (2008)
Zitatform
Burkert, Carola, Annekatrin Niebuhr & Rüdiger Wapler (2008): Regional disparities in employment of high-skilled foreigners. Determinants and options for labour migration policy in Germany. In: Journal of International Migration and Integration, Jg. 9, H. 4, S. 383-400. DOI:10.1007/s12134-008-0071-y
Abstract
"We investigate the regional disparities in high-skilled foreign employment in Germany. The importance of different factors which attract highly qualified migrants to specific regions and the role of labour-migration policy is analysed. Our results show that labour-market variables as well as the supply of tertiary education are important for the location choice. Based on these empirical results we discuss options of decentralized migration policy in Germany." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Integration von Migranten in Hessen: Bildungssystem und Arbeitsmarkt (2008)
Zitatform
Burkert, Carola & Walter Kindermann (2008): Integration von Migranten in Hessen. Bildungssystem und Arbeitsmarkt. (IAB regional. Berichte und Analysen. IAB Hessen 02/2008), Nürnberg, 28 S.
Abstract
"In Hessen leben rund 6,1 Mio. Menschen - davon haben rund 24 Prozent einen Migrationshintergrund. Die räumliche Verteilung von Migranten weist regionale Disparitäten mit einem deutlichen Süd-Nord-Gefälle auf. Rund 27 Prozent der Menschen im Regierungsbezirk Darmstadt sind Migranten. Im Regierungsbezirk Gießen beträgt der Anteil der Migranten ein Fünftel und das Schlusslicht bildet der Regierungsbezirk Kassel mit lediglich 16,2 Prozent. Bei den Haupteinkommensquellen verweisen unterschiedliche Bezugsmuster von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund auf sehr unterschiedliche soziale Lebenslagen: Während knapp 43 Prozent der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund den überwiegenden Lebensunterhalt eines Haushaltes aus Erwerbs- bzw. Berufstätigkeit beziehen, ist dieser Anteil bei Menschen mit Migrationshintergrund mit 37,5 Prozent um knapp fünf Prozentpunkte niedriger. Auch ist die Armutsrisikoquote für Menschen mit Migrationshintergrund mit 25,6 Prozent knapp dreimal so hoch wie bei Hessen ohne Migrationshintergrund (8,7 %). Die Analyse der Integration in das Bildungssystem zeigt, dass es bei Ausländern noch deutliche Unterschiede zu Deutschen gibt. Ebenso ist die Ausbildungsbeteiligung jugendlicher Migranten deutlich niedriger als die deutscher Jugendlicher. Bei der Arbeitsmarktintegration stechen zwei Befunde hervor: Zum einem ist die Erwerbslosenquote von Personen mit Migrationshintergrund im Durchschnitt mehr als doppelt so hoch wie die von Personen ohne Migrationshintergrund. Und zum anderen ist die hohe Erwerbslosigkeit von Migranten vor allem auf ihre geringe allgemeinbildende und berufliche Qualifikation zurückzuführen.
Bildung ist der Schlüssel zur Integration: Die Integrationspolitik kann die Arbeitsmarktrisiken von Migranten nur dann senken, wenn es gelingt, das Bildungsgefälle zwischen Personen ohne und mit Migrationshintergrund zu verringern." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
What drives skill-biased regional employment growth in West Germany? (2008)
Cordes, Alexander; Brandt, Oliver;Zitatform
Cordes, Alexander & Oliver Brandt (2008): What drives skill-biased regional employment growth in West Germany? (NIW-Diskussionspapier 02), Hannover, 29 S.
Abstract
"Die qualifikationsspezifische Beschäftigungsentwicklung wird im Gegensatz zu anderen regionalen Entwicklungskennzahlen relativ weniger beachtet. Mit Hilfe einer ökonometrischen Variante des Shift-Share-Ansatzes wird auf Ebene westdeutscher Landkreise und kreisfreier Städte das in 5 Qualifikationsklassen differenzierte Beschäftigungswachstum zerlegt. Während die Betriebsgrößenstruktur relativ einheitliche Effekte über die Qualifikationen ausübt und auch der Branchenmix in Kernstädten für alle Beschäftigtengruppen im Vergleich zu peripheren Regionen günstiger ist, gibt es Hinweise auf eine zunehmende räumliche Segmentation der Qualifikationsklassen. Während sich qualifizierte Berufe am Besten in Zentren entwickeln, wo weniger Qualifizierte offensichtlich schlechtere Aussichten haben, verhält es sich für ländliche Räume umgekehrt. Dies wird auf eine funktionale Spezialisierung (räumliche Arbeitsteilung) innerhalb der Wirtschaftszweige zurückgeführt. Die kreisspezifischen Effekte stellen sich, insbesondere für die hoch Qualifizierten als die bedeutendste Komponente dar, womit bestimmte Ausstattungsmerkmale oder die lokale Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik in den Vordergrund rücken. Es zudem wird ein kurzfristig negativer Beschäftigungseffekt durch hoch Qualifizierte auf alle Gruppen gefunden, der technisch, aber auch ökonomisch erklärt werden kann. Die Hinweise auf Komplementaritäten zwischen den Qualifikationsgruppen sowie mögliche Spillover-Effekte untereinander erhöhen grundsätzlich die Beschäftigungschancen gering Qualifizierter, jedoch besteht die Gefahr, dass die räumliche Segmentation diesen Effekten den Boden entzieht" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Beschäftigungsprojektion Rheinland-Pfalz und Saarland (2008)
Zitatform
Distelkamp, Martin, Thomas Drosdowski, Oliver Ludewig & Anne Otto (2008): Beschäftigungsprojektion Rheinland-Pfalz und Saarland. (IAB regional. Berichte und Analysen. IAB Rheinland-Pfalz-Saarland 01/2008), Nürnberg, 30 S.
Abstract
Als Auftragsstudie der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit hat die Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung eine langfristige Beschäftigungsprojektion 2005-2025 für das Saarland und Rheinland-Pfalz durchgeführt. Zusätzlich wurde die zukünftige Beschäftigungsentwicklung für die fünf rheinland-pfälzischen Raumordnungsregionen projiziert. In dem Bericht werden das Vorgehen und die Ergebnisse der Projektion knapp geschildert. Die Projektion weist in den kommenden zwanzig Jahren für das Saarland ein moderates Beschäftigungswachstum aus. In Rheinland-Pfalz wird das Beschäftigungsniveau auf lange Sicht stabil bleiben. In beiden Bundesländern wird gegen Ende des Projektionszeitraums ein Rückgang der Beschäftigung erwartet. Dies ist unter anderem auf den demographisch bedingten Rückgang des Arbeitskräfteangebots zurückzuführen. Ein weiteres Ergebnis der Projektion ist, dass Arbeitsmarktunterschiede zwischen den rheinland-pfälzischen Regionen auch zukünftig weiter fortbestehen werden. Im Projektionszeitraum wird die Beschäftigung vor allem in der Region Trier und in Mittelrhein-Westerwald stark zunehmen, während sie in der Rheinpfalz stabil bleibt und in Rheinhessen-Nahe geringfügig und in der Westpfalz stark zurückgehen wird. Die Grundtendenzen des sektoralen Strukturwandels aus der jüngeren Vergangenheit werden sich im Saarland und in den Regionen von Rheinland-Pfalz auch in Zukunft weiter fortsetzen. Der Beschäftigungsaufbau wird maßgeblich durch den Dienstleistungssektor getragen, während im primären und sekundären Sektor weiter Arbeitsplätze abgebaut werden. Eine Ausnahme bildet die Region Westpfalz, in der die Beschäftigung nur in den unternehmensbezogenen Dienstleistungen leicht zunehmen wird, während für alle anderen Wirtschaftszweige ein Rückgang projiziert wird. (IAB2)
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie den vollständigen Abschlussbericht des Projekts. -
Literaturhinweis
Regionale Arbeitskräftemobilität: Bundesweite Trends und aktuelle Befunde für Sachsen-Anhalt (2008)
Granato, Nadia;Zitatform
Granato, Nadia (2008): Regionale Arbeitskräftemobilität: Bundesweite Trends und aktuelle Befunde für Sachsen-Anhalt. (IAB regional. Berichte und Analysen. IAB Sachsen-Anhalt-Thüringen 01/2008), Nürnberg, 31 S.
Abstract
"Im Rahmen dieser Studie untersuchen wir Tendenzen der Binnenwanderungen von sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland und Sachsen-Anhalt in unterschiedlichen Qualifikationssegmenten. Zwischen 2000 und 2006 weist der überwiegende Teil der westdeutschen Kreise einen positiven Wanderungssaldo auf. In Ostdeutschland trifft dies hingegen auf nicht einmal jeden sechsten Kreis zu. Auch die Spannweite der Wanderungsverluste ist in den neuen Bundesländern stärker ausgeprägt als in den alten Ländern. Insgesamt bestehen zwischen den neuen und den alten Bundesländern ausgeprägte Wanderungsströme, die im Ergebnis zu einer Nettoabwanderung von Arbeitskräften aus dem Osten führen. Mit Blick auf das Qualifikationsniveau ist festzustellen, dass die Wanderungssalden in allen drei Segmenten negativ sind, die stärksten relativen Verluste treten aber bei den gering Qualifizierten auf, während diese bei den hoch Qualifizierten am niedrigsten ausfallen. Auf Bundeslandebene verzeichnen in Ostdeutschland besonders Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt gemessen am Beschäftigtenbestand hohe Wanderungsverluste. Mit einem positiven Wanderungssaldo stellt Brandenburg die einzige Abweichung dar. In Westdeutschland haben neben den Stadtstaaten auch das Saarland und Nordrhein-Westfalen negative Wanderungsbilanzen, während in Schleswig-Holstein und Bayern der Zuwanderungsüberschuss besonders ausgeprägt ist. Zu den bevorzugten Zielregionen ostdeutscher Auswanderer gehören neben Bayern auch Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Hessen. Im Vergleich zur relativen Größe der jeweiligen Bundesländer-Arbeitsmärkte rekrutieren sich Ost-West-Wanderer leicht überproportional aus Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern. Neben der relativen Größe des regionalen Arbeitsmarktes spielt auch die räumliche Entfernung zwischen Herkunfts- und Zielregion bei Ost-West-Wanderungen eine entscheidende Rolle. Bei den westdeutschen Auswanderern ist Berlin die bevorzugte Zielregion in Ostdeutschland, wobei räumliche Distanzen weniger im Vordergrund stehen. Sachsen-Anhalt hat aufgrund von Wanderungen zwischen 2000 und 2006 mehr Beschäftigte verloren als hinzugewonnen. Mit 6,4 ┐ liegt die Nettomigrationsquote höher als in Ostdeutschland insgesamt. Bei den gering Qualifizierten fällt der relative Wanderungsverlust vergleichsweise stark aus, auch wenn der negative Saldo in absoluten Zahlen bei den hoch Qualifizierten etwas größer ist. Zudem verlassen Beschäftigte ohne Abschluss größtenteils nicht nur das Bundesland sondern Ostdeutschland insgesamt. Im Zeitverlauf haben sich die negativen Nettomigrationsquoten allerdings insgesamt und in allen drei Qualifikationssegmenten tendenziell abgeschwächt. Die Untersuchung der Kreise in Sachsen-Anhalt verdeutlicht, dass sowohl der Saalkreis als auch der Ohrekreis entgegen dem landesweiten Trend Nettowanderungsgewinne verzeichnen. Die stärksten relativen Wanderungsverluste sind in Halle und Sangerhausen aufgetreten. Besonders deutlich von Fortzügen in den Westen betroffen sind Salzwedel, Wernigerode und Halberstadt, die entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze liegen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Regionale Arbeitskräftemobilität: Bundesweite Trends und aktuelle Befunde für Baden-Württemberg (2008)
Zitatform
Hamann, Silke (2008): Regionale Arbeitskräftemobilität: Bundesweite Trends und aktuelle Befunde für Baden-Württemberg. (IAB regional. Berichte und Analysen. IAB Baden-Württemberg 01/2008), Nürnberg, 35 S.
Abstract
"Das Ergebnis von Zu- und Abwanderung hat unmittelbare ökonomische und soziale Auswirkungen für Regionen. Im Rahmen dieser Studie untersuchen wir Tendenzen der Binnenwanderungen von sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland und Baden-Württemberg in unterschiedlichen Qualifikationssegmenten. Seit der Wiedervereinigung ist Deutschland vor allem durch ausgeprägte Wanderungsströme zwischen den neuen und den alten Bundesländern gekennzeichnet, die im Ergebnis zu einer stetigen Nettoabwanderung von Arbeitskräften aus dem Osten führen. Zwischen 2000 und 2006 fallen die Wanderungsverluste in Ostdeutschland bei den gering qualifizierten Arbeitskräften am höchsten aus. Baden-Württemberg hat im Untersuchungszeitraum hingegen durch Mobilität netto Beschäftigte dazu gewonnen. Mit 1,2 ┐ liegen die relativen Wanderungsgewinne etwas höher als in Westdeutschland insgesamt. Die positiven Salden nehmen jedoch im Zeitverlauf - besonders für die hoch Qualifizierten - stark ab. Insgesamt wird der Wanderungsgewinn des Bundeslandes fast ausschließlich von den Zuwanderungsüberschüssen aus Ostdeutschland getragen. Auf Kreisebene verzeichnen Regionen, die von Stadt-Umland-Wanderungen profitieren und die besonders günstige Arbeitsmarktbedingungen aufweisen, die höchsten Mobilitätsgewinne in Baden-Württemberg." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
On the stability of the German Beveridge curve: a spatial econometric perspective (2008)
Zitatform
Kosfeld, Reinhold, Christian Dreger & Hans-Friedrich Eckey (2008): On the stability of the German Beveridge curve. A spatial econometric perspective. In: The annals of regional science, Jg. 42, H. 4, S. 967-986. DOI:10.1007/s00168-007-0190-y
Abstract
In dem Beitrag wird das Konzept der Beveridge-Kurve zur Untersuchung der Effizienz von Matching-Prozessen eingesetzt und hierzu auf regionale Arbeitsmarktdaten für Deutschland angewandt. Der negative Zusammenhang zwischen Arbeitslosenquote und offenen Stellen, der von der Beveridgekurve postuliert wird, kann mittels räumlicher ökonometrischer Verfahren effektiv geschätzt werden. Der Eigenfunction-Decomposition-Ansatz, der von Griffith (2000, 2003) vorgeschlagen wurde, wird zur Identifikation räumlicher und nicht-räumlicher Faktoren genutzt. Da im Zeitverlauf mit Schwankungen der räumliche Muster zu rechnen ist, wird eine Inferenz auf der Grundlage eines räumlichen SUR-Modells durchgeführt. Verschiebungen der Beveridge-Kurve beeinflussen ihre Position, und Zeitreihenschätzungen dieses Parameters sind das Ergebnis. Im Gegensatz zu Befunden für die USA und Großbritannien belegen die Ergebnisse einen zunehmenden Job-Mismatch im Laufe des letzten Jahrzehnts. Obwohl die Außenverschiebung der Beveridge-Kurve durch strukturelle Faktoren wie die Entwicklung der Langzeitarbeitslosigkeit erklärt werden kann, wird sie auch durch konjunkturelle Schwankungen beeinflusst. Die Rolle dieser konjunkturellen Faktoren gefährdet die Stabilität der Kurve. Zur Untersuchung arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen, die auf eine Optimierung des Matching-Prozesses zielen, ist der Zusammenhang möglicherweise ungeeignet. (IAB)
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Literaturhinweis
Regionale Arbeitskräftemobilität: Bundesweite Trends und aktuelle Befunde für Mecklenburg-Vorpommern (2008)
Zitatform
Kröll, Alexandra & Annekatrin Niebuhr (2008): Regionale Arbeitskräftemobilität: Bundesweite Trends und aktuelle Befunde für Mecklenburg-Vorpommern. (IAB regional. Berichte und Analysen. IAB Nord 08/2008), Nürnberg, 49 S.
Abstract
"Im Rahmen dieser Studie untersuchen wir die aktuellen Tendenzen der Binnenwanderungen in Deutschland und Mecklenburg-Vorpommern in unterschiedlichen Qualifikationssegmenten. Die Analyse der regionalen Arbeitskräftemobilität ist wie folgt aufgebaut. Im zweiten Abschnitt werden zunächst die der Untersuchung zugrunde liegenden Datenquellen und einige grundsätzliche methodische Konzepte beschrieben. Im dritten Abschnitt werden die empirischen Resultate vorgestellt. Zur Einordnung unserer aktuellen Befunde skizzieren wir einleitend kurz die grundsätzlichen Entwicklungstendenzen des Wanderungsgeschehens in Deutschland seit Anfang der 1990er Jahre. Anschließend konzentrieren wir uns auf den Zeitraum 2000-2006 und die Mobilität von Beschäftigten. Nach einer Darstellung der Gesamtwanderungsbilanz auf der Kreisebene und für verschiedene siedlungsstrukturelle Gebietstypen, erfolgt eine detaillierte Untersuchung der Wanderungsbewegungen zwischen Ost- und Westdeutschland. Betrachtet werden in diesem Zusammenhang auch Unterschiede zwischen den Qualifikationsgruppen, siedlungsstrukturelle Aspekte und die vorrangigen Herkunfts- und Zielregionen der Ost-West-Wanderung. Nach einer Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse auf der Bundesländerebene, untersuchen wir abschließend das Wanderungsgeschehen in Mecklenburg-Vorpommern. Neben Befunden für das Bundesland insgesamt werden detaillierte Resultate für die Kreise und kreisfreien Städte des Landes präsentiert. Um weiteren Aufschluss über den mit der Mobilität verbundenen Humankapitalverlust Mecklenburg-Vorpommerns und seiner Regionen zu erhalten, findet auch hier stets die Qualifikationsstruktur der mobilen Arbeitskräfte Berücksichtigung. Im vierten Abschnitt erfolgen eine Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse und eine Diskussion der sich daraus ergebenden Konsequenzen für die Wachstums- und Arbeitsmarktaussichten Mecklenburg-Vorpommerns." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Im Fokus: Wanderungsverhalten der Ostdeutschen (2008)
Zitatform
Kubis, Alexander & Lutz Schneider (2008): Im Fokus: Wanderungsverhalten der Ostdeutschen. In: Wirtschaft im Wandel, Jg. 14, H. 4, S. 128-131.
Abstract
Ostdeutschlands Wanderungsbilanz gegenüber den westlichen Bundesländern weist nach wie vor deutlich negative Werte aus. Auch wenn die Entwicklung in den letzten Jahren spürbar hinter den Nettoverlusten der Zeit der Grenzöffnung sowie der zweiten Abwanderungswelle um 2001 zurückbleibt, verlassen per saldo jährlich ca. 50 000 Menschen die östlichen Länder. Insgesamt beträgt der ostdeutsche Nettoverlust seit 1989 1,74 Millionen Menschen. Die Wanderungsbilanz wird vornehmlich durch das Migrationsverhalten der jungen Erwachsenen geprägt, sowohl durch Fortzüge der 18- bis 25- jährigen Bildungswanderer als auch der 25- bis 30-jährigen Berufswanderer. 45 Prozent der Fortziehenden rekrutieren sich seit 1991 aus diesen beiden Altersgruppen. Die jungen ostdeutschen Frauen sind dabei noch mobiler als die jungen Männer. Trotz dieser allgemeinen Trends gibt es innerhalb Ostdeutschlands auch regionale Unterschiede in den Wanderungsentwicklungen auf der Ebene der Bundesländer sowie auf kleinräumiger Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte. (IAB)
Beteiligte aus dem IAB
Kubis, Alexander; -
Literaturhinweis
Leuchttürme und rote Laternen: Ostdeutsche Wachstumstypen 1996 bis 2005 (2008)
Zitatform
Kubis, Alexander, Mirko Titze & Matthias Brachert (2008): Leuchttürme und rote Laternen: Ostdeutsche Wachstumstypen 1996 bis 2005. In: Wirtschaft im Wandel, Jg. 14, H. 4, S. 144-153.
Abstract
"Seit Mitte der 1990er Jahre haben sich die ostdeutschen Regionen sehr heterogen entwickelt. Einige konnten ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern und dabei auch einen Erwerbstätigenzuwachs verzeichnen. Daneben sind Regionen zu finden, deren wirtschaftliche Entwicklung weit weniger erfreulich verlief. Hieran knüpft der Beitrag an. Anhand der Produktivitäts- und der Erwerbstätigenentwicklung zwischen 1996 und 2005 erfolgt zunächst eine Typisierung der ostdeutschen Regionen in vier Typen: Wachstumsregionen, Schwache Wachstumsregionen, Regionen im Übergang sowie Stagnierende Regionen. Im Weiteren wird gezeigt, dass jeder dieser vier Typen ein bestimmtes Muster des strukturellen Wandels durchläuft. In Wachstumsregionen, die sowohl ein überdurchschnittliches Produktivitätswachstum als auch einen Erwerbstätigenzuwachs verzeichnen, verläuft die Entwicklung im Verarbeitenden Gewerbe ebenso wie im Unternehmensnahen Dienstleistungsbereich positiv. Offensichtlich gelingt - so die These - eine Entwicklung der Wirtschaftszweige dieses Dienstleistungsbereichs nur in Kombination mit einer 'industriellen Basis'. Die räumliche Nähe dieser Sektoren scheint in einigen Fällen grundlegend für die überdurchschnittliche Entwicklung von Regionen zu sein." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Kubis, Alexander; -
Literaturhinweis
Prognose der Erwerbspersonenzahl in Deutschland, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern bis 2030 (2008)
Kühntopf, Stephan; Tivig, Thusnelda;Zitatform
Kühntopf, Stephan & Thusnelda Tivig (2008): Prognose der Erwerbspersonenzahl in Deutschland, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern bis 2030. (Thünen-series of applied economic theory. Working paper 91), Rostock, 16 S.
Abstract
"Der Demografische Wandel in Deutschland und Europa führt zu einer veränderten Nachfrage nach Infrastrukturdienstleistungen. Für einige Bereiche wie den Verkehr ist dabei die Entwicklung der Erwerbspersonenzahl von Bedeutung. Eine regional stark unterschiedliche demografische Entwicklung und Erwerbsbeteiligung impliziert eine ungleiche Veränderung der Zahl und Struktur der Erwerbspersonen. In dieser Arbeit wird als Input für Infrastrukturmodelle eine Prognose der Erwerbspersonenzahl in Deutschland sowie zwei Modellregionen Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern vorgestellt, welche sich in ihrer Entwicklung deutlich unterscheiden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitsmarktreport NRW 2008: Struktur und Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung (2008)
Mertens, Andreas;Zitatform
Mertens, Andreas (2008): Arbeitsmarktreport NRW 2008. Struktur und Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Düsseldorf, 77 S.
Abstract
"Die Zahl der Erwerbstätigen ist in NRW zwischen 1998 und 2007 um rd. 500.000 von 8,09 Mio. auf 8,59 Mio. gestiegen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist von Juni 1998 bis Juni 2007 um 1,2 % auf 5,67 Mio. Beschäftigte gesunken. Allerdings seit Juni 2006 wächst die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wieder. Der Anteil der im Dienstleistungsbereich (tertiärer Sektor) Beschäftigten erhöhte sich von 1998 auf 2007 von 60,1% auf 67,6%. Die unternehmensnahen Dienstleistungen verzeichneten mit 22,3 % den größten Beschäftigungszuwachs; der Bergbau mit 38 % die höchsten Einbußen. Bei den Berufen gab es zwischen Juni 2000 und Juni 2007 bei den Arbeitskräften ohne nähere Tätigkeitsangabe, Hilfsarbeitern und Maschinisten die stärksten Zuwächse. Der Anteil der Älteren (50 Jahre und älter) hat sich zwischen Juni 2000 und Juni 2007 von 19,2 % auf 23,4 % erhöht. Im öffentlichen Sektor sind mit einem Anteil von 32,9 % die meisten Älteren beschäftigt. Der Anteil der Beschäftigten ohne Berufsausbildung hat zwischen Juni 2003 und Juni 2007 von 18,4 % auf 16,5 % abgenommen. Den höchsten Anteil Ungelernter verzeichnet mit 31,5 % der Bergbau." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Regional unemployment forecasts with spatial interdependencies (2008)
Zitatform
Schanne, Norbert, Rüdiger Wapler & Antje Weyh (2008): Regional unemployment forecasts with spatial interdependencies. (IAB-Discussion Paper 28/2008), Nürnberg, 28 S.
Abstract
Die Arbeitslosigkeit für die 176 deutschen administrativen Arbeitsmarktregionen (im Allgemeinen Arbeitsagenturbezirke) wird auf einer monatlichen Basis prognostiziert. Wegen ihrer geringen Größe existieren zwischen diesen regionalen Einheiten starke räumliche Interdependenzen. Um diese und auch die Heterogenität der regionalen Entwicklung im Zeitablauf berücksichtigen zu können, kommen verschiedene Versionen eines eindimensionalen räumlichen GVAR-Modells zur Anwendung. Wenn man die Genauigkeit der Prognose mit eindimensionalen Zeitreihenmethoden vergleicht, zeigt sich, dass das räumliche Modell bessere oder zumindest gleich gute Ergebnisse erzielt. Folglich bietet das GVAR-Modell eine Alternative oder einen ergänzenden Ansatz zu normalerweise eingesetzten Methoden für die regionale Prognose, die regionale Interdependenzen unberücksichtigt lassen. (IAB)
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Literaturhinweis
Kreisgebietsreform in Sachsen: Entwicklung des Arbeitsmarktes: Kreisstruktur ab dem 1. August 2008 (2008)
Zitatform
Sujata, Uwe, Antje Weyh & Manja Zillmann (2008): Kreisgebietsreform in Sachsen: Entwicklung des Arbeitsmarktes. Kreisstruktur ab dem 1. August 2008. (IAB regional. Berichte und Analysen. IAB Sachsen 01/2008), Nürnberg, 31 S.
Abstract
"In Sachsen wird zum 01. August 2008 die Kreisgebietsreform umgesetzt. Damit werden sich die bisherigen 22 Landkreise auf zehn und die sieben kreisfreien Städte auf drei reduzieren. Dadurch vergrößern sich die Landkreise, die drei verbleibenden kreisfreien Städte ändern sich gegenüber der jetzigen Struktur nicht. Der hauptsächliche Hintergrund für die Notwendigkeit der Reform ist der prognostizierte Bevölkerungsrückgang in Sachsen. Die Verwaltung soll auch in Zukunft bezahlbar bleiben und gleichzeitig in Strukturen arbeiten, die zumutbar für die Bürger sind.
Der Beitrag beschäftigt sich mit der Entwicklung des Arbeitsmarktes in der bisherigen und neuen Gebietsstruktur. Rückblickend auf die Jahre 2002 bis 2007 erfolgen detaillierte Analysen zur sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung, zur Arbeitslosigkeit und Ausbildungsaktivität. Insgesamt ist festzustellen, dass sich bei den meisten der dargestellten Eckwerte der Schwankungsbereich der Werte reduziert hat. Durch die Zusammenlegung der Kreise werden die Unterschiede zwischen den Kreisen formal kleiner. Dennoch existieren Kreise mit besonders positiver bzw. negativer Arbeitsmarktentwicklung und es gibt Probleme wie negative demografische Entwicklung oder Unattraktivität der Region, die alle sächsischen Kreise in unterschiedlich starkem Ausmaß betreffen. Real wird sich somit auf dem sächsischen Arbeitsmarkt durch die Kreisreform kaum etwas ändern." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Pendlerbericht Berlin-Brandenburg 2007: Arbeitskräftemobilität von Frauen und Männern (2008)
Wiethölter, Doris; Wesling, Mirko;Zitatform
Wiethölter, Doris & Mirko Wesling (2008): Pendlerbericht Berlin-Brandenburg 2007. Arbeitskräftemobilität von Frauen und Männern. (IAB regional. Berichte und Analysen. IAB Berlin-Brandenburg 02/2008), Nürnberg, 61 S.
Abstract
"Der Mobilitätszuwachs bei den Arbeitskräften in Berlin-Brandenburg setzt sich weiter fort. Die Hauptgründe für diese zunehmende Mobilität liegen in der Überwindung von regionalen Arbeitsmarktdisparitäten und in Wohnortpräferenzen. Schwerpunkt dieses Berichtes ist die Untersuchung des Arbeitspendelns in der Region Berlin-Brandenburg. Hierfür werden die Pendlerströme mithilfe der Beschäftigtenstatistik der Bundesagentur für Arbeit quantifiziert und diverse Charakteristiken wie beispielsweise die Herkunfts- bzw. Zielregionen, die Qualifikation oder der Tätigkeitsbereich (Wirtschaftszweig) der Pendler näher betrachtet. Eine geschlechterspezifische Differenzierung macht es darüber hinaus möglich, die Ähnlichkeiten bzw. Unterschiede bezüglich des Mobilitätsverhaltens von Männern und Frauen aufzuzeigen. Da das Arbeitspendeln in Berlin und Brandenburg, unter anderem bedingt durch den Suburbanisierungsprozess, in einem hohen Maße zwischen diesen beiden Bundesländern stattfindet, wird dieses zunächst gesondert dargestellt. Im Anschluss daran folgt eine Analyse der überregionalen Pendlerverflechtungen Berlin-Brandenburgs." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Wiethölter, Doris; -
Literaturhinweis
Arbeitsmarktreport NRW 2008: Sonderbericht: Migrantinnen und Migranten auf dem Arbeitsmarkt (2008)
Abstract
In dem Sonderbericht wird die Situation der Migrantinnen und Migranten hinsichtlich ihrer Arbeitsmarktintegration analysiert. Der Bericht fokussiert auf Strukturen und Entwicklungen in den Bereichen demografische Rahmenbedingungen, Erwerbsbeteiligung und Beschäftigung sowie Arbeitslosigkeit. In den jeweiligen Bereichen werden mittels der aktuell verfügbaren Statistiken (Ausländer-, Beschäftigten- und Arbeitslosenstatistik) Anteils- bzw. Veränderungswerte gebildet und auf drei Ebenen ausgewertet: Struktur und Entwicklungen in NRW insgesamt und im Vergleich zu den anderen Bundesländern, Struktur und Entwicklungen auf der Ebene der 16 NRW-Regionen, Struktur und Entwicklungen auf der Ebene der Kreise und kreisfreien Städte NRWs. Dabei wird in dem Bericht versucht, die Arbeitsmarktlage der Migrantinnen und Migranten auch unabhängig vom ausländerrechtlichen Status darzustellen. Der Bericht zeigt, dass in Nordrhein-Westfalen fast jeder fünfte Erwerbstätige eine Zuwanderungsgeschichte hat und jeder zehnte über eine ausländische Staatsangehörigkeit verfügt. Die Erwerbsquote der Bevölkerung mit Zuwanderungsgeschichte liegt bei über 65 Prozent und ist damit deutlich unterdurchschnittlich. Die niedrigsten Erwerbsquoten weisen türkische Jugendliche und Frauen auf. Insgesamt ist die Arbeitslosigkeit unter Migrantinnen und Migranten zurückgegangen, aber mit fast 22 Prozent nach wie vor doppelt so hoch wie die der Deutschen. (IAB)
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Literaturhinweis
Convergence in West German regional unemployment rates (2007)
Zitatform
Bayer, Christian & Falko Juessen (2007): Convergence in West German regional unemployment rates. In: German economic review, Jg. 8, H. 4, S. 510-535. DOI:10.1111/j.1468-0475.2007.00416.x
Abstract
Die Unterschiede regionaler Arbeitslosenquoten werden oft herangezogen, wenn es darum geht, die wirtschaftliche Ungleichheit von Regionen zu beschreiben. Der Beitrag untersucht die Persistenz der Veränderungen regionaler Unterschiede der Arbeitslosigkeit und hat dabei die Möglichkeiten von Regionalpolitik im Blick. Während univariate Tests nahelegen, dass Veränderungen regionaler Unterschiede der Arbeitslosigkeit in Westdeutschland persistent sind, unterstützen Ergebnisse von Paneltests die Hypothese, dass regionale Arbeitslosenquoten konvergieren, wobei die Geschwindigkeit der Konvergenz gering ist. Das angewandte Analyseverfahren berücksichtigt auch Brüche, z.B. den Strukturwandel aufgrund der zweiten Ölkrise. Nachgewiesen werden sowohl Konvergenz als auch schnelle Anpassung an eine Gleichgewichtsverteilung regionaler Arbeitslosenquoten, die allerdings durch Strukturwandel geprägt ist. (IAB)
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Literaturhinweis
Modellierung von Pendlerströmen und Pendlerstromänderungen über ein nichtlineares Entscheidungsmodell basierend auf dem Mastergleichungsansatz (2007)
Binder, Jan;Zitatform
Binder, Jan (2007): Modellierung von Pendlerströmen und Pendlerstromänderungen über ein nichtlineares Entscheidungsmodell basierend auf dem Mastergleichungsansatz. Göttingen: Sierke Verlag, 211 S.
Abstract
"Die Arbeit befasst sich mit den folgenden drei Schwerpunkten: Entwicklung eines entscheidungsbasierten Modells der Pendlerströme (Pendlermodell), welches auf ökonomischen Prinzipien basiert (Kapitel 2 und 3). Untersuchung diverser Schätzmethoden zur Kalibrierung des Pendlermodells und des Einflusses der Reisezeitunsicherheiten auf Parameter des Pendlermodells (Kapitel 4 und 5). Entwicklung eines Modells, das die Änderungen der Pendlerströme beschreibt und ebenso auf ökonomischen Prinzipien basiert (Kapitel 6). Um das hier entwickelte Pendlermodell in Relation zu anderen Modellen betrachten zu können, wird im Kapitel 2 zunächst gemeinsam mit einem Literaturüberblick über die derzeitige Pendlerforschung auf die räumlichen Interaktionsmodelle eingegangen, die innerhalb der Regional-, Verkehrs- und Wirtschaftswissenschaften verwendet werden. Zur Gruppe der räumlichen Interaktionsmodelle gehören Gravitationsmodelle, Entropiemodelle und nutzenmaximierende Entscheidungsmodelle (Multinominal-Logit-Modell und Probit-Modell). Im Kapitel 3 wird ein entscheidungsbasiertes Pendlermodell entwickelt, das auf der Dynamik der Beschäftigtenkonfiguration beruht, die über einen Mastergleichungsansatz beschrieben wird. Zudem wird die stationäre Lösung der Mastergleichung ermittelt und das Pendlermodell mit anderen räumlichen Interaktionsmodellen verglichen. Um das entwickelte Pendlermodell für Analyse- und Simulationszwecke verwenden zu können, müssen die Parameter dieses Modells über ein Schätzverfahren bestimmt werden. Zur Bestimmung der Parameter bieten sich die Least-Square-Schätzung, eine Schätzung mittels Entropieminimierung bzw. Informationsmaximierung und Schätzverfahren, die auf der Maximum-Likelihood-Methode basieren, an. Diese Schätzverfahren sowie deren jeweiligen Vor- und Nachteile in Bezug auf die Modellierung von Pendlerströmen werden in Kapitel 4 beschrieben. Ferner werden die Schätzergebnisse der unterschiedlichen Schätzverfahren miteinander verglichen. Die endgültigen Ergebnisse der Parameterkalibrierung des Pendlermodells mit den bevorzugten Schätzverfahren werden schließlich im Kapitel 5 präsentiert. Weiterhin wird in diesem Kapitel auf eine Methode eingegangen, wie Pendler, die in der gleichen Region leben und arbeiten, so genannte Binnenpendler, über das kalibrierte Pendlermodell abgebildet werden können, ohne sie direkt modellieren zu müssen. Ein grundlegendes Problem der Regionalforschung stellt die Definition der Reisezeit zwischen zwei Regionen dar. In der Regel werden hierzu die Reisezeiten zwischen den Flächenschwerpunkten der Regionen verwendet. Die stärksten Pendlerverflechtungen finden allerdings zwischen den Randgebieten der Regionen statt, so dass die mittleren Reisezeiten zwischen den Regionen große Standardabweichungen aufweisen. Im Kapitel 5 wird daher auch auf den Einfluss der Reisezeitunsicherheiten auf die Modellparameter des Pendlermodells eingegangen. Abschließend wird analysiert, inwieweit das bis dahin verwendete zweistufige Schätzverfahren gegenüber einem einstufigen Schätzverfahren gerechtfertigt ist. Kapitel 6 richtet sich auf den letzten Schwerpunkt dieser Arbeit, nämlich die Modellierung von Pendlerstromänderungen. Dazu wird wiederum ein Mastergleichungsansatz verwendet. Die Dynamik der Pendlerverflechtungen der beiden vorgestellten Modelle lässt sich auf regionale Wechsel der Beschäftigten (Wohnortswechsel und/oder Arbeitsortswechsel) und auf Änderungen der Arbeitsnachfrage und des Arbeitsangebots zurückführen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Auszubildende sind im Land Brandenburg sehr mobil: hohe Auspendlerquote, doch der größte Teil der mobilen Auszubildenden bleibt im Land (2007)
Zitatform
Bogai, Dieter, Doris Wiethölter & Holger Seibert (2007): Auszubildende sind im Land Brandenburg sehr mobil. Hohe Auspendlerquote, doch der größte Teil der mobilen Auszubildenden bleibt im Land. In: BRANDaktuell - Arbeitsmarktpolitischer Service der Landesagentur für Struktur und Arbeit H. 3, S. 10-11.
Abstract
"Im bundesdeutschen Vergleich weist Brandenburg mit 25,4 Prozent die höchste Auspendlerquote unter den Auszubildenden auf, was auf die Nähe zu Berlin und auf das unzureichende Ausbildungsplatzangebot in Brandenburg zurückzuführen ist. Gleichzeitig ist aber festzustellen, dass sich quantitativ relevante Verflechtungen vor allem innerhalb des Landes auf kleinräumiger Ebene, entweder innerhalb der Kreise oder über die Kreisgrenze in Nachbarkreise hinein, abspielen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Regionale Mobilität von Arbeitnehmern: Pendlerbericht Hessen 2005 (2007)
Zitatform
Burkert, Carola, Kai Kirchhof, Annette Röhrig & Peter Schaade (2007): Regionale Mobilität von Arbeitnehmern. Pendlerbericht Hessen 2005. (IAB regional. Berichte und Analysen. IAB Hessen 01/2007), Nürnberg, 107 S.
Abstract
"In dem Beitrag wird zunächst ein Überblick über die Pendlersituation in Deutschland und Hessen gegeben, an die sich eine Zusammenfassung der wichtigsten Entwicklungen und Strukturen für die hessischen Kreise anschließt. Mit einer kurzen Beschreibung werden die Tabellen zu den Pendlerzahlen der einzelnen Kreise eingeleitet. Im Anschluss finden sich Tabellen zu Ein- und Auspendlern nach und von Hessen für alle Bundesländer sowie eine Matrix der Pendlerverflechtung auf Kreisebene für alle hessischen Kreise. Die Publikation schließt mit einem Glossar mit Begriffsdefinitionen, Abkürzungen und Datenquellen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Regional disparities in employment of high-skilled foreigners: determinants and options for migration policy in Germany (2007)
Zitatform
Burkert, Carola, Annekatrin Niebuhr & Rüdiger Wapler (2007): Regional disparities in employment of high-skilled foreigners. Determinants and options for migration policy in Germany. (HWWI research paper 03-07), Hamburg, 24 S.
Abstract
"We investigate the regional disparities in high-skilled foreign employment in Germany. The importance of different factors which attract highly qualified migrants to specific regions and the role of labour-migration policy is analysed. Our results show that labour-market variables as well as the supply of tertiary education are important for the location choice. Based on these empirical results we discuss options of decentralized migration policy in Germany." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Beschäftigungsprojektion Rheinland-Pfalz & Saarland bis zum Jahr 2025: Abschlussbericht (2007)
Zitatform
Distelkamp, Martin, Thomas Drosdowski & Bernd Meyer (2007): Beschäftigungsprojektion Rheinland-Pfalz & Saarland bis zum Jahr 2025. Abschlussbericht. Osnabrück, 128 S.
Abstract
"Ziel des Projektes ist eine nach Branchen differenzierte Projektion der Beschäftigung in Rheinland-Pfalz und Saarland bis zum Jahr 2025. Die Entwicklung von 26 Wirtschaftszweigen wird auf Ebene der Raumordnungsregionen sowohl durch die gesamtdeutsche Branchenentwicklung als auch durch regionale Einkommensentwicklungen, die Dynamik von regionalen Produktionsnetzwerken und Impulsen aus Nachbarregionen erklärt. Durch die Verknüpfung mit dem IAB/INFORGE-Modell, welches die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland in tiefer sektoraler Gliederung (59 Wirtschaftszweige) im Kontext der weltwirtschaftlichen Entwicklungen bis zum Jahr 2025 fortschreibt, wird eine Projektion auf regionaler Ebene durchgeführt. Mit Hilfe dieses Ansatzes ist es möglich die strukturellen Unterschiede aufgrund von historischen, politischen oder räumlichen Begebenheiten zu erfassen und ihre Auswirkungen auf die regionale Beschäftigung sichtbar zu machen. Dabei entsteht ein differenziertes Bild des Strukturwandels in den jeweiligen Regionen, in denen heterogene Bedingungen herrschen: kleinräumige mittelständische Strukturen sind genauso vorzufinden wie von Großbetrieben geprägte altindustrielle Monostrukturen. In allen sechs untersuchten Raumordnungsregionen wird sich der Strukturwandel laut Projektion fortsetzen. Das bedeutet anteilsmäßige Zuwächse der Dienstleistungsbereiche auf Kosten der Beschäftigungsanteile im Verarbeitenden Gewerbe. Getrieben durch diese Entwicklung wird die Region Trier 20.000 zusätzliche Arbeitnehmer aufweisen, die vornehmlich in den Bereichen Handel, Gastgewerbe und Verkehr sowie Finanzierung, Vermietung, Unternehmensdienstleister Beschäftigung finden werden. Ähnliche Veränderungen werden im größeren Saarland erwartet, resultierend in 30.000 neuen Arbeitsplätzen. Dessen industrielle Basis wird sich absolut gesehen lediglich unwesentlich verringern. Die Beschäftigung in Mittelrhein-Westerwald und in der Rheinpfalz bleibt im Projektionszeitraum weitgehend konstant. In der erstgenannten Region verlaufen die strukturellen Verschiebungen ähnlich wie in Trier, wohingegen die Rheinpfalz als einzige Raumordnungsregion Zuwächse im Bereich Öffentliche und private Dienstleister realisiert. Der Wirtschaftszweig Finanzierung, Vermietung und Unternehmensdienstleister entwickelt sich dort positiv, die Wachstumsraten bleiben jedoch unter dem Bundesdurchschnitt. Die Arbeitnehmeranzahl in Rheinhessen-Nahe wird ebenfalls weitgehend stagnieren, erst zum Ende des Untersuchungszeitraums hin wird ein Rückgang stattfinden. Unternehmensnahe Dienstleistungen werden zwar für 20.000 neue Arbeitsplätze sorgen, alle anderen Bereiche werden allerdings Beschäftigung abbauen. Die Beschäftigung im Verarbeitenden Gewerbe wird überall abnehmen, aufgrund der teilweise identifizierten regionalen Stärken - wie beispielsweise der Metallindustrie in Mittelrhein-Westerwald - fällt dieser Abbau in einigen Regionen des Untersuchungsgebietes jedoch deutlich moderater als im Bundesdurchschnitt aus. Ein Gegenbeispiel stellt die Region Westpfalz dar, für die in der Basisprojektion ein Rückgang von etwa 8.000 industriellen Arbeitsplätzen ermittelt wird. Die Krise dieser Region wird sich durch den Abbau von 20.000 Arbeitnehmern im Bereich Handel, Gastgewerbe und Verkehr vertiefen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Demographischer Wandel und Arbeitsmarkt in den Kreisen Landsberg am Lech, Weilheim-Schongau und Garmisch-Partenkirchen: Ergebnisse aus dem Projekt Smart Region (2007)
Ebert, Andreas; Kistler, Ernst;Zitatform
Ebert, Andreas & Ernst Kistler (2007): Demographischer Wandel und Arbeitsmarkt in den Kreisen Landsberg am Lech, Weilheim-Schongau und Garmisch-Partenkirchen. Ergebnisse aus dem Projekt Smart Region. Stadtbergen, 99 S.
Abstract
"Die demographische Entwicklung wird zukünftig mit Blick auf die Beschäftigungssituation Älterer zu einer besonderen Herausforderung führen. Auf die größer werdende Zahl von Personen im höheren Erwerbsalter ist der Arbeitsmarkt bisher allerdings nur unzureichend vorbereitet. Daher gilt es bereits heute Maßnahmen zu ergreifen, die alternden Erwerbstätigen den Verbleib in Beschäftigung ermöglichen. Nicht nur der demographische Wandel wird sich regional sehr verschieden darstellen. sondern auch die Unterschiede in der Ausgangslage am Arbeitsmarkt, in der Entwicklung und Struktur der Beschäftigung und der Arbeitslosigkeit, sind stark ausgeprägt. Voraussetzung für die Gestaltung der zukünftigen Entwicklung ist daher die Kenntnis solcher regionaler Besonderheiten. Der Bericht liefert hierzu für die Landkreise Landsberg am Lech, Weilheim-Schongau und Garmisch-Partenkirchen detailliert aufbereitete regionale Informationen zur demographischen Entwicklung, zu Beschäftigung und Arbeitslosigkeit sowie zum Rentenzugangsgeschehen. Ergänzend wird anhand von Mitarbeiterbefragungen in drei Betrieben und Einrichtungen in Weilheim und Landsberg auch die Perspektive der Belegschaften dargestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Pendelbereitschaft von Arbeitnehmern in Deutschland (2007)
Zitatform
Eckey, Hans-Friedrich, Reinhold Kosfeld & Matthias Türck (2007): Pendelbereitschaft von Arbeitnehmern in Deutschland. In: Raumforschung und Raumordnung, Jg. 65, H. 1, S. 5-14.
Abstract
"Eine Analyse des Pendlerverhaltens ist angesichts der in vielen deutschen Regionen angespannten Arbeitsmarktlage von hoher Aktualität. Dennoch liegen für Gesamtdeutschland keine neueren Untersuchungen zu dieser Thematik vor. Mit Hilfe von Daten der Bundesagentur für Arbeit für alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigten werden Gravitationsmodelle geschätzt. Die Berechnungen weisen die Pendelneigung der Beschäftigten insgesamt sowie soziodemographischer Untergruppen aus. Festzustellen ist, dass Männer bei zunehmender Distanz eher zum Pendeln bereit sind als Frauen, Deutsche eine höhere Pendelneigung besitzen als Ausländer und Arbeiter eine höhere als Angestellte. Eine lokale Analyse zeigt, dass bei ostdeutschen Regionen ein überdurchschnittlicher Pendelwiderstand zu verzeichnen ist, der mit tendenziell unattraktiveren Arbeitsplätzen erklärt werden kann. Bei wirtschaftlich prosperierenden Metropolen in Westdeutschland sind Arbeitnehmer auch bereit, längere Fahrtzeiten in Kauf zu nehmen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Regional convergence in Germany: a geographically weighted regression approach (2007)
Zitatform
Eckey, Hans-Friedrich, Reinhold Kosfeld & Matthias Türck (2007): Regional convergence in Germany. A geographically weighted regression approach. In: Spatial Economic Analysis, Jg. 2, H. 1, S. 45-64. DOI:10.1080/17421770701251905
Abstract
"Die Konvergenz auf deutschen Arbeitsmärkten stellt eine politisch brisante Fragestellung dar. Verschiedene Studien haben Konvergenzprozesse in Deutschland untersucht. Auf Basis eines um Humankapital erweiterten Solow-Modells werden die empirisch zu untersuchenden Gleichungen entwickelt. Die räumlich-gewichtete Regression erlaubt eine differenzierte Analyse von Konvergenzprozessen, wie sie für Deutschland bisher noch nicht vorgenommen wurde. Wir schätzen für jede Region eine separate Konvergenzgeschwindigkeit, die sich aus den lokalen Koeffizienten der Regressionsgleichungen ergibt. Die Anwendung dieses Verfahrens auf deutsche Arbeitsmarktregionen zeigt, dass sich Regionen mit vollkommen unterschiedlicher Geschwindigkeit auf ihren Steady-State zubewegen. Die Halbwertszeiten sind dabei im produzierenden Gewerbe wesentlich länger als im Dienstleitungssektor. In einem Modell bestehen sogar divergente Tendenzen für einige periphere Regionen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Pendlerstruktur zwischen deutschen Arbeitsmarktregionen (2007)
Zitatform
Eckey, Hans-Friedrich, Reinhold Kosfeld & Matthias Türck (2007): Pendlerstruktur zwischen deutschen Arbeitsmarktregionen. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 56, H. 7/8, S. 207-216.
Abstract
"Zur Diagnose und Implementierung wirtschaftspolitischer Maßnahmen sollten Funktionalregionen herangezogen werden. Sie stellen nämlich ökonomisch betrachtet recht eigenständige regionale Einheiten dar, die für eine unverzerrte Diagnose unverzichtbar sind. Insofern besitzen Funktionalregionen eine hohe Bedeutung, auch wenn eine offizielle Abgrenzung für Deutschland nicht vorhanden ist. Die Autoren nehmen deshalb eine Neudefinition vor, weil ältere Ansätze von Eckey und Klemmer aufgrund der wirtschaftlichen Veränderungen überholt sind. Insgesamt werden 150 Arbeitsmarktregionen unter Verwendung der schiefwinkligen Faktorenanalyse und einer umfassenden Datenbasis aller Erwerbstätigen in Deutschland abgegrenzt. Im zweiten Schritt untersuchen wir die regionale Verflechtung dieser Arbeitsmarktregionen durch Pendler insgesamt sowie gebildeten Untergruppen nach Geschlecht und Staatsangehörigkeit. Weil Arbeitsmärkte recht unabhängige wirtschaftliche Einheiten darstellen, messen wir die Stärke der von Arbeitsmarktgrenzen ausgehenden Barriere auf Pendler. Dafür wird ein Gravitationsmodell für die Pendler insgesamt sowie genannten Untergruppen geschätzt. Wir führen dabei sowohl eine globale als auch eine regionale Untersuchung mit lokal unterschiedlichen Widerstandskoeffizienten durch. Ingesamt ist festzustellen, dass der Pendlerwiderstand relativ hoch ist, insbesondere bei deutschen Erwerbstätigen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Regionale Dynamik der Pendlergesellschaft: Entwicklung von Verflechtungsmustern und Pendeldistanzen (2007)
Einig, Klaus; Pütz, Thomas;Zitatform
Einig, Klaus & Thomas Pütz (2007): Regionale Dynamik der Pendlergesellschaft. Entwicklung von Verflechtungsmustern und Pendeldistanzen. In: Informationen zur Raumentwicklung H. 2/3, S. 73-91.
Abstract
"Der Beitrag analysiert das räumliche Muster des Berufspendelns in neun Regionen. In die Untersuchung wurden nur die sozialversicherungspflichtig beschäftigten Pendler einbezogen, die auf ihrem Weg zur Arbeit eine Gemeindegrenze kreuzen, dabei aber innerhalb einer Großregion verbleiben. Ausgangspunkt der Analyse ist das nach zentralörtlichen Kategorien gegliederte Gemeindesystem der Regionen. Die Gemeinden werden entsprechend ihrem zentralörtlichen Status einer von vier Gemeindeklassen zugeordnet. Für jede Region werden dann die Pendlerströme zwischen den Gemeindeklassen analysiert und die Zahl der Pendler ermittelt, die in der Hierarchie zentraler Orte auf- und abwärts bzw. innerhalb einer Gemeindeklasse pendeln. Ergänzend werden die durchschnittlichen Pendeldistanzen gemessen. Untersucht wird, ob sich die Distanzen in polyzentrischen und monozentrischen Regionen anders entwickelt haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Labour market in motion: analysing regional flows in a multi-accounting system (2007)
Zitatform
Haas, Anette & Thomas Rothe (2007): Labour market in motion. Analysing regional flows in a multi-accounting system. In: Labour, Jg. 21, H. 4/5, S. 667-687. DOI:10.1111/j.1467-9914.2007.00397.x
Abstract
Die Analyse der Dynamik des Arbeitsmarktes ist Grundvoraussetzung für Arbeitsmarktforschung und Politikberatung. Die Studie entwickelt das Modell eines flexiblen Flow Approach - ein Mehrkontenmodell (MKM) - zur Analyse von Fluss- und Bestandsgrößen auf regionalen Arbeitsmärkten. Das MKM kombiniert Verwaltungsdaten auf der Mikroebene mit unterschiedlichen Makrodaten und beschreibt so den dynamischen Übergangsprozess in 180 Arbeitsmarktregionen in Deutschland. Zur Schätzung unbekannter Übergangsprozesse kommt ein neuer Algorithmus zur Anwendung, der sich an die Entropieoptimierung anlehnt. Im Vergleich zu herkömmlichen Methoden liegt der wichtigste Vorteil dieser Vorgehensweise darin, das sie es ermöglicht, zusätzliche Informationen unterschiedlicher Datenquellen einzubeziehen, die von Natur aus unscharf sind. (IAB)
Beteiligte aus dem IAB
Haas, Anette; -
Literaturhinweis
Labour market entry of migrants in Germany: does cultural diversity matter? (2007)
Zitatform
Haas, Anette & Andreas Damelang (2007): Labour market entry of migrants in Germany. Does cultural diversity matter? (IAB-Discussion Paper 18/2007), Nürnberg, 37 S.
Abstract
Der Beitrag analysiert den Arbeitsmarktzugang von jugendlichen Migranten in Deutschland nach Abschluss ihrer Lehrzeit. Dabei gilt das besondere Interesse der Auswirkung lokaler kultureller Verschiedenheit auf den erfolgreichen Start einer beruflichen Karriere. Der Fokus liegt auf einer Bevölkerungskohorte, die im Jahre 2000 ihre Lehre abgeschlossen hat; dabei wird zwischen Türken, Bürgern des früheren Jugoslawien, Migranten aus Ländern der EU15 und anderen Migranten unterschieden. Diese werden mit einer aus Deutschen bestehenden Referenzgruppe verglichen. Ein multinominales Probitmodell zeigt, dass für türkische Lehrlinge und für Lehrlinge der anderen Migrantengruppen eine signifikant niedrigere Wahrscheinlichkeit des Übergangs in den ersten Arbeitsmarkt besteht, wohingegen sich Migranten aus den EU15 Ländern in dieser Hinsicht nicht von Deutschen unterscheiden. Um zusätzlich den Einfluss individueller, unternehmensbezogener und auch beruflicher Merkmale zu überprüfen, werden explizit regionale Faktoren in die Analyse einbezogen. Die Ergebnisse zeigen, dass junge Migranten umso leichter eine Anstellung finden, je höher der Level der kulturellen Verschiedenheit ist. Im Gegensatz zu anderen Untersuchungen, die die Bedeutung freundschaftlicher und familiärer Verbindungen betonen, kommt die Analyse zu dem Schluss, dass Netzwerke und Informationsflüsse, die nicht auf die jeweils eigene ethnische Gruppe beschränkt sind, die Wahrscheinlichkeit einen Job zu finden verbessern. (IAB)
Beteiligte aus dem IAB
Haas, Anette;Ähnliche Treffer
auch erschienen als: HWWI research. Paper , 03-10 -
Literaturhinweis
Regionale Arbeitsmarktlage der Älteren: Arbeiten bis 65 - längst noch nicht die Regel (2007)
Zitatform
Hirschenauer, Franziska (2007): Regionale Arbeitsmarktlage der Älteren: Arbeiten bis 65 - längst noch nicht die Regel. (IAB-Kurzbericht 25/2007), Nürnberg, 8 S.
Abstract
"Der politische Kurswechsel von der Frühverrentung hin zu längerer Erwerbstätigkeit im Alter ist in vollem Gange. Bisherige Änderungen im Rentenrecht zeigen bereits Wirkung: Die Beschäftigungsquoten der über 55-Jährigen sind zwischen 2000 und 2004 insgesamt gestiegen - allerdings auch ihre Arbeitslosenanteile. Denn nicht jeder, der später in Rente geht, kann auch länger arbeiten. Seit einigen Jahren nehmen immer mehr Menschen vor dem Rentenbeginn Altersteilzeitregelungen in Anspruch. Altersteilzeitarbeit hat im Untersuchungszeitraum nicht nur 'reguläre' Beschäftigung ersetzt, sondern auch zur Vermeidung von Arbeitslosigkeit im Alter beigetragen. Im regionalen Vergleich zeigt sich, dass die Erwerbsintegration der Älteren in wirtschaftlich prosperierenden Regionen höher ist als in wirtschaftlich schwachen Gebieten. Aber selbst dort arbeiten die Menschen längst noch nicht bis zum Alter von 65 Jahren. Ob die Maßnahmen der Rentenund Arbeitsmarktpolitik überall zu der gewünschten Ausweitung der Alterserwerbstätigkeit führen werden, bleibt abzuwarten. Von großer Bedeutung wird die Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarktes für Ältere sein." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Regionale Standortfaktoren und ihre Bedeutung für die Arbeitsplatzdynamik und die Entwicklung von Industriebetrieben in Baden-Württemberg (2007)
Zitatform
Krumm, Raimund, Martin Rosemann & Harald Strotmann (2007): Regionale Standortfaktoren und ihre Bedeutung für die Arbeitsplatzdynamik und die Entwicklung von Industriebetrieben in Baden-Württemberg. (IAW-Forschungsberichte 67), Tübingen, 168 S.
Abstract
Die Wettbewerbsfähigkeit einer Region sowie die regionale Wirtschaftskraft und Beschäftigungssituation hängen entscheidend davon ab, ob die in der Region angesiedelten Unternehmen international und national konkurrenzfähig sind. Die Position von Regionen und Kreisen in diesem Standortwettbewerb ist dabei nicht nur von übergeordneten Einflüssen, sondern auch und gerade von eigenen Potenzialen und deren Nutzung abhängig. Bei unternehmerischen Standort- und Investitionsentscheidungen, wie auch bei der Entscheidung, zusätzliche Arbeitsplätze bereitzustellen bzw. Arbeitsplätze abzubauen, spielen eine Vielzahl möglicher Einflussfaktoren eine Rolle. Die Studie verfolgt das Ziel, mit Mikrodaten aus der amtlichen Industriestatistik für Baden-Württemberg in der Kombination mit amtlichen Regionaldaten theoretische Hypothesen über die Bedeutung verschiedener regionaler Einflussfaktoren einer fundierten empirischen Überprüfung zu unterziehen und das Ausmaß der betrieblichen Arbeitsplatzdynamik in der baden-württembergischen Industrie auf regionaler Ebene darzustellen und zu analysieren. Die inhaltliche Besonderheit der Vorgehensweise der vorliegenden Studie besteht darin, dass die amtlichen Betriebsdaten aus der Industriestatistik zu einem Paneldatensatz verknüpft werden, der das Nachvollziehen betriebsindividueller Beschäftigungsentwicklungen im Zeitablauf ermöglicht. Im Zentrum der Studie stehen eine Analyse der Arbeitsplatzdynamik auf Kreisebene in Baden-Württemberg sowie die Untersuchung der regionalen Jobschaffung und des regionalen Jobabbaus sowie die Überprüfung der Bedeutung regionaler Standortfaktoren für den (Beschäftigungs)Erfolg. Die Studie findet Evidenz für eine Vielzahl plausibler Wirkungskanäle, in denen die regionalen Gegebenheiten die Beschäftigungsentwicklung beeinflussen. Gleichzeitig machen die Analysen aber auch deutlich, dass ein erheblicher Teil der Unterschiede zwischen den Kreisen sich nicht auf diese Regionalfaktoren zurückführen lässt. (IAB)
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Literaturhinweis
Sag mir, wo die Mädchen sind ...: regionale Analyse des Wanderungsverhaltens junger Frauen (2007)
Zitatform
Kubis, Alexander & Lutz Schneider (2007): Sag mir, wo die Mädchen sind ...: regionale Analyse des Wanderungsverhaltens junger Frauen. In: Wirtschaft im Wandel, Jg. 13, H. 8, S. 298-307.
Abstract
"Der Beitrag untersucht die Muster sowie die Determinanten des Wanderungsverhaltens junger Frauen im Alter zwischen 18 und 30 Jahren. Auf NUTS-3-Ebene, d. h. der Ebene der Kreise, werden die Ströme der gesamtdeutschen Binnenwanderung des Jahres 2005 analysiert. Es zeigt sich, daß die Regionen mit einem ausgesprochen negativen Wanderungssaldo junger Frauen in der ostdeutschen Peripherie zu finden sind, während die westdeutschen Agglomerationen, aber auch die großen Städte in den Neuen Bundesländern von Zuzügen dieser Gruppe profitieren. Die Analyse der Bestimmgründe der regionalen Wanderungsströme junger Frauen belegt die Signifikanz der ökonomischen, familien- und bildungsbezogenen Wanderungsmotive. Im allgemeinen wandern junge Frauen in Regionen mit guten Einkommens- und hochwertigen Erwerbsmöglichkeiten, wobei die Vereinbarkeit von Familie, Partnerschaft und Beruf im genuinen Interesse dieser Gruppe zu liegen scheint. Ferner zeigt sich eine ausgeprägte Anziehungskraft von Regionen mit erstrangigen Bildungsangeboten. Dabei generiert diese Bildungswanderung nicht nur einen kurzfristigen, sondern nachhaltig positiven Effekt auf die regionale Wanderungsbilanz. Dies gilt vornehmlich für Regionen, in denen nicht nur Studienplätze vorhanden sind, sondern ebenso Arbeitsfelder für hochqualifizierte Hochschulabsolventinnen. Mit Blick auf mögliche Handlungsoptionen angesichts ausgeprägter regionaler Wanderungsverluste belegt die vorliegende Studie erstens die Bedeutung von Maßnahmen der Wirtschaftsförderung, sofern diese der Verbesserung der regionalen Erwerbs- und Einkommenschancen dienen. Zweitens scheint der Ausbau frauenspezifischer Bildungsangebote ein geeignetes Mittel zu sein, um die Anziehungskraft einer Region für junge Frauen nachhaltig zu erhöhen. Drittens deuten die Ergebnisse darauf hin, daß die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine Stellschraube darstellt, welche die Zuwanderung junger Frauen stimulieren kann." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Kubis, Alexander; -
Literaturhinweis
Forecasting regional labor market developments under spatial autocorrelation (2007)
Zitatform
Longhi, Simonetta & Peter Nijkamp (2007): Forecasting regional labor market developments under spatial autocorrelation. In: International Regional Science Review, Jg. 30, H. 2, S. 100-119. DOI:10.1177/0160017606298428
Abstract
"Because of heterogeneity across regions, economic policy measures are increasingly targeted at the regional level and, therefore, require regional forecasts. The data available to compute regional forecasts are usually a pseudo panel of a limited number of observations over time and a large number of regions strongly interacting with each other. Traditional time-series techniques applied to distinct time series of regional data are probably a suboptimal forecasting strategy. Although both linear and nonlinear models have been applied and evaluated to forecast socioeconomic variables, spatial interactions among regions are often ignored. This article evaluates the ability of spatial error and spatial lag models to correct for misspecifications due to neglected spatial autocorrelation in the data. The empirical application on short-term forecasts of employment in 326 West German regions shows that the superimposed spatial structure that is required for the estimation of spatial models improves the forecasting performance of nonspatial models." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Arbeitsmarkt Westpfalz: sektoraler Strukturwandel in den Agenturbezirken Kaiserslautern und Pirmasens (2007)
Zitatform
Ludewig, Oliver, Anne Otto & Jochen Stabler (2007): Arbeitsmarkt Westpfalz. Sektoraler Strukturwandel in den Agenturbezirken Kaiserslautern und Pirmasens. (IAB regional. Berichte und Analysen. IAB Rheinland-Pfalz-Saarland 01/2007), Nürnberg, 61 S.
Abstract
Die Studie untersucht die Bedeutung der Branchenstruktur für die wirtschaftliche Entwicklung der Westpfalz (Arbeitsagenturen Kaiserslautern und Pirmasens), die heute eine der strukturschwachen Regionen in den alten Bundesländern ist. Die wirtschaftliche Entwicklung der Westpfalz wird durch eine langfristige Strukturkrise geprägt, die sich unter anderem in dauerhaft hohen Arbeitslosenquoten, stagnierenden bzw. rückläufigen Beschäftigtenzahlen, geringem Wirtschaftswachstum sowie einer zunehmend alternden und stark schrumpfenden Bevölkerung niederschlägt. Aus theoretischer Perspektive lassen sich regional unterschiedliche Arbeitsmarktsituationen unter anderem aus dem Zusammenspiel von Produktivitätsentwicklung und Güternachfrage einzelner Branchen erklären. Positive Entwicklungen lassen sich entsprechend der Theorie in jungen Branchen wie der Datenverarbeitung erwarten und tatsächlich beobachten. Jedoch reichten diese positiven Entwicklungen nicht aus, die Verluste in den alten Branchen zu kompensieren, so dass der Branchenmix im Agenturbezirk Kaiserslautern mit ursächlich für den Beschäftigungsabbau war und auch mittelfristig eine unterdurchschnittliche Arbeitsmarktentwicklung erwarten lässt. Die Region Pirmasens gehörte zu den wichtigsten Standorten der deutschen Schuhindustrie. Da sich hier eine auf diese Branche ausgerichtete industrielle Monostruktur herausgebildet hatte, war diese Region besonders stark von der in den 1960er Jahren einsetzenden Strukturkrise dieser industriellen Leitbranche betroffen. Die Folge war eine langfristige Deindustrialisierung, die von massiven Arbeitsplatzverlusten begleitet wurde. In den heutigen Schuhfirmen sind vorwiegend Organisations-, Management-, Entwicklungs- und Distributionsaufgaben verblieben. Pirmasens hat sich von einem Produktions- zu einem Dienstleistungsstandort mit einer fragmentierten Wertschöpfungskette entwickelt, in der wichtige Zuliefer- und Produktionsfunktionen aus der Schuhbranche fehlen. Diese Jobverluste konnten nur teilweise durch Zuwächse im tertiären Sektor aufgefangen werden, vor allem in einfachen Dienstleistungsbranchen. Heute ist der Maschinenbau das wichtigste industrielle Standbein der Region Pirmasens, obwohl auch hier in den letzten Jahren ein umfassender Stellenabbau stattfand. Dieser unvorteilhafte Branchenmix des Agenturbezirks Pirmasens lässt auch mittelfristig - wie im Agenturbezirk Kaiserslautern - einen weiteren Beschäftigungsrückgang erwarten. (IAB2)
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Literaturhinweis
Regionale Beschäftigungswirkungen des demografischen Wandels (2007)
Zitatform
Rusche, Karsten & Ulrich van Suntum (2007): Regionale Beschäftigungswirkungen des demografischen Wandels. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 87, H. 1, S. 48-53.
Abstract
Der Beitrag gibt einen Überblick über die regionale Verteilung der Bevölkerungsentwicklung bis 2020, über die Faktoren, die die Arbeitsnachfrage beeinflussen und über die Perspektiven der Raumordnungsregionen. Die demografischen Veränderungen beeinflussen das Arbeitsangebot in den Regionen Deutschlands. Gleichzeitig beeinflusst die regionale Arbeitsmarktentwicklung sowohl das Wanderungsverhalten der Erwerbspersonen als auch die Standortentscheidungen der Unternehmen. "Damit sind sich selbst verstärkende Interdependenzen zwischen demographischer und ökonomischer Entwicklung der Regionen möglich, und zwar in beide Richtungen." Diese Annahmen liegen dem Ansatz der regionalen Bevölkerungsprognose des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung BBR zugrunde. Die hierauf aufbauende Beschäftigungsprognose stützt sich auf Trendfortschreibungen für 96 Wirtschaftszweige und 97 Raumordnungsregionen sowie auf Wanderungsprognosen. Generell wird eine Zunahme atypischer Beschäftigung prognostiziert. "Die größten absoluten Arbeitsplatzzuwächse bis 2020 sind im Gesundheits- und Veterinärwesen, bei den Sonstigen Dienstleistungen und in der Rechts- und Wirtschaftsberatung zu erwarten." Die problematischste Entwicklung wird für den mitteldeutschen Raum des ehemaligen Zonenrandgebietes erwartet. (IAB2)
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Literaturhinweis
Ausbildungsmobilität in Hessen (2007)
Schaade, Peter;Zitatform
Schaade, Peter (2007): Ausbildungsmobilität in Hessen. (IAB regional. Berichte und Analysen. IAB Hessen 02/2007), Nürnberg, 48 S.
Abstract
"Die Veröffentlichung informiert über die räumliche Mobilität der Auszubildenden in der dualen Berufsausbildung in Hessen. Die Studie stellt die Ausbildungssituation in Hessen dar und untersucht, inwieweit Jugendliche zur Aufnahme einer Ausbildung ihren Wohnort verlassen. Hierbei werden einerseits das Mobilitätsverhalten der Jugendlichen über die Bundeslandgrenze hinaus betrachtet, d. h. das Pendeln von und nach Hessen, und andererseits das Pendeln innerhalb Hessens." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ausbildungsmobilität in Nordrhein-Westfalen (2007)
Zitatform
Sieglen, Georg (2007): Ausbildungsmobilität in Nordrhein-Westfalen. (IAB regional. Berichte und Analysen. IAB Nordrhein-Westfalen 01/2007), Nürnberg, 57 S.
Abstract
"Die Studie befasst sich mit der Ausbildungsmarktsituation und der räumlichen Mobilität von Auszubildenden in Nordrhein-Westfalen. Zur besseren Einordnung der Entwicklungen im Bereich der beruflichen Bildung wird zunächst eine kurze vergleichende Darstellung der regionalen Verteilung, Entwicklung und Mobilität der Beschäftigten insgesamt vorgenommen. Darauf folgt eine Darstellung der räumlichen Konzentration von Ausbildungsanfängern und Auszubildenden insgesamt, in Relation zur Zahl der Schulabgänger und zur Zahl 15- bis 19-jähriger Jugendlicher, sowie eine Darstellung der Entwicklung der Angebots- und Nachfragesituation auf dem Ausbildungsmarkt. Schwerpunktmäßig widmet sich der Bericht dann der Analyse der regionalen Auszubildenden-Pendlersalden und -quoten sowohl über die Landesgrenzen hinweg als auch innerhalb Nordrhein-Westfalens, einschließlich ihrer zeitlichen Entwicklung. In Nordrhein-Westfalen sticht vor allem die räumlich dichte Konzentration von Kernstädten als Ausbildungszentren hervor. An diese Agglomerationsräume angrenzend finden sich insbesondere im Südwesten des Landes Kreise mit einer relativ niedrigen Ausbildungsplatzdichte und einer entsprechend großen Zahl von in die Kernstädte pendelnden Auszubildenden. Demgegenüber zeichnen sich die eher peripher gelegenen Landkreise im Osten und Norden des Landes durch eine überwiegend durchschnittliche Ausbildungsplatzdichte und eine relativ niedrige Zahl pendelnder Auszubildender aus. Eine funktionsräumliche Arbeitsteilung zwischen den Kernstädten und den weniger verdichteten Gebieten zeichnet sich im Hinblick auf die jeweils am stärksten besetzten Berufe der Auszubildenden ab: Während Auszubildende, die in die Kernstädte pendeln, eher in Büro- und Dienstleistungsberufen tätig sind und über Abitur verfügen, gehen Auszubildende, die nicht dorthin pendeln, eher handwerklichen Berufen nach. Im zeitlichen Vergleich zeigt sich, dass der Anteil (über Kreisgrenzen) mobiler Auszubildender in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen hat. Ausgewertet wurden Daten der Statistiken über sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, der gemeldeten Bewerber für Berufsausbildungsstellen und gemeldeten Berufsausbildungsstellen der Bundesagentur für Arbeit sowie der Bevölkerungs- und Schulstatistiken der Statistischen Ämter." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Regionale Bildungsstrukturen und Beschäftigung in Deutschland (2007)
Tarazona, Mareike;Zitatform
Tarazona, Mareike (2007): Regionale Bildungsstrukturen und Beschäftigung in Deutschland. (RatSWD working paper 18), Berlin, 35 S.
Abstract
"Da international vergleichende Studien trotz zunehmender Einigkeit über die Bedeutung von Humankapital für Wachstum und Beschäftigung mangelnde Vergleichbarkeit und Datenqualität von Bildungsvariablen zu inkonsistenten Ergebnissen kommen, wurde die Bedeutung von Humankapital mit Daten auf der Ebene der deutschen Raumordnungsregionen überprüft. Es konnte gezeigt werden, dass regionale Disparitäten für das Humankapital bestehen, die nicht im Zeitverlauf konvergieren. Die Altersstruktur der beschäftigten Bevölkerung ist hierfür nicht verantwortlich. Die Branchenzusammensetzung erweist sich als moderierende Variable für die Wirkung von Humankapital auf die Beschäftigungsentwicklung. Eine Wachstumsregression unterstreicht, dass dem Humankapital eine wichtige Rolle zukommt, was jedoch nicht für den Anteil von Beschäftigten mit Hochschulabschluss gilt. Signifikante Effekte haben aber die durchschnittlichen Jahre formaler Bildung der Beschäftigten und der Anteil von Abiturienten mit und ohne Berufsausbildung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Statistik lokal: Daten für die Gemeinden, kreisfreien Städte und Kreise Deutschlands, Ausgabe 2007 (2007)
Abstract
"Statistik lokal 2007 ist eine von den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder gemeinsam herausgegebene Datenbank auf DVD, die Gemeindedaten für ganz Deutschland enthält. Mit Statistik lokal 2007 können die über 12.000 Städte und Gemeinden in ganz Deutschland anhand ausgewählter Ergebnisse aus der amtlichen Statistik, dargestellt in rund 330 Merkmalsausprägungen, analysiert und verglichen werden. Die DVD enthält auch die Ergebnisse für alle Kreise (kreisfreie Städte und Landkreise), Regierungsbezirke/Statistische Regionen, Bundesländer und Deutschland. Statistik lokal wird jährlich aktualisiert. Die Ausgabe 2007 enthält überwiegend Daten für das Jahr 2005 zu folgenden Themen: Fläche (Gebietsfläche, Bodenfläche nach Art der tatsächlichen Nutzung) Bevölkerung (Bevölkerung, Lebend Geborene, Gestorbene, Wanderungen) Beschäftigung, Arbeitslosigkeit (Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, Arbeitslose im Jahresdurchschnitt) Landwirtschaft (Agrarstruktur, Viehzählung) Produzierendes Gewerbe (Betriebe, Beschäftigte, Arbeitsstunden, Bruttolohn- und -gehaltssumme) Gebäude und Wohnungen, Bautätigkeit Tourismus (Beherbergungsbetriebe, Gästebetten, -übernachtungen und -ankünfte) Straßenverkehrsunfälle Öffentliche Finanzen (Kassenstatistik: Einnahmen und Ausgaben; Realsteuervergleich, Lohn- und Einkommensteuer) Wahlen (Bundestags-, Europa- und Landtagswahlen)" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ausmaß und Dynamik regionaler Arbeitslosigkeit (2006)
Zitatform
Amend, Elke & Franziska Hirschenauer (2006): Ausmaß und Dynamik regionaler Arbeitslosigkeit. In: H. Faßmann, B. Klagge & P. Meusburger (Hrsg.) (2006): Nationalatlas Bundesrepublik Deutschland : Band 7: Arbeit und Lebensstandard, S. 46-47.
Abstract
Zwischen Ost- und Westdeutschland besteht noch immer ein großer Unterschied in der Höhe der Arbeitslosigkeit. Die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote ist im Osten mit 20,2 Prozent im Jahr 2003 mehr als doppelt so hoch wie im Westen (9,3 Prozent). Eine Bestandsaufnahme für das Jahr 2003 liefert einen Überblick über die Zugangs- und Verbleibsrisiken und damit über die Dynamik der Arbeitslosigkeit aufgeteilt nach den regionalen Agenturbezirken der Bundesrepublik Deutschland. Bei paralleler Betrachtung der Arbeitslosenquote, der Zugangsquote und der Arbeitslosigkeitsdauer zeigt sich, dass nicht nur die Höhe der Arbeitslosigkeit regional variiert, sondern auch deren Dynamik. Während eine Kombination von niedrigem Verbleibsrisiko und hohem Zugangsrisiko auf saisonale Arbeitslosigkeit hinweist, weist ein hohes Verbleibsrisiko auf strukturelle Arbeitslosigkeit in der Region hin. Ein hohes Verbleibsrisiko in Verbindung mit einem hohen Zugangsrisiko führt zu sehr hohen Arbeitslosenquoten. Dies ist vor allem in Ostdeutschland der Fall. Lang andauernde Arbeitslosigkeit stellt vor allem deshalb ein gravierendes Problem dar, weil sie die Tendenz zur Selbstverstärkung besitzt. (IAB)
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Literaturhinweis
Räumliche Konsequenzen des demographischen Wandels: Teil 7: Konsequenzen aus der demographischen Entwicklung für Regionen in Nordwestdeutschland (2006)
Back, Hans-Jürgen;Zitatform
(2006): Räumliche Konsequenzen des demographischen Wandels. Teil 7: Konsequenzen aus der demographischen Entwicklung für Regionen in Nordwestdeutschland. (Akademie für Raumforschung und Landesplanung. Arbeitsmaterial 328), Hannover, 66 S.
Abstract
"In drei strukturschwachen Kreisen Nordwestdeutschlands - Dithmarschen, Goslar und Lüchow-Dannenberg - werden die demographischen Veränderungen in ihren Auswirkungen auf den Tourismus, die Bildung und die Mobilität analysiert. Auf diesem Hintergrund werden für die regionalen Akteure Handlungsempfehlungen entwickelt. Die Empfehlungen, die den Vertretern der Kreise vorgestellt und von diesen zustimmend zur Kenntnis genommen worden sind, betonen die Notwendigkeit einer tragfähigen Zentrale-Orte-Struktur als Gerüst öffentlicher und privater Einrichtungen der Daseinsvorsorge, die Notwendigkeit interkommunaler und intersektoraler Kooperation zur Sicherung finanzierbarer leistungsfähiger Angebote und die Notwendigkeit überregionaler Partnerschaften von starken und schwachen Teilräumen. Die Empfehlungen verstehen sich auch als Beitrag in der aktuellen Diskussion um die Neubestimmung gleichwertiger Lebensverhältnisse." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Vergleichende Analyse der Länderarbeitsmärkte - Materialien: Daten und Erläuterungen zu den Ergebnissen für alle Kreise Nordrhein-Westfalens (2006)
Bauer, Frank;Zitatform
Bauer, Frank (2006): Vergleichende Analyse der Länderarbeitsmärkte - Materialien. Daten und Erläuterungen zu den Ergebnissen für alle Kreise Nordrhein-Westfalens. (IAB regional. Berichte und Analysen. IAB Nordrhein-Westfalen 01/2006), Nürnberg, 211 S.
Abstract
Der Tabellenband dient als Ergänzung des ausführlichen Länderberichts zu Nordrhein-Westfalen, der im Rahmen des Projektes "Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten" (VALA) entstanden ist. Er enthält zusätzliche Informationen, die im Rahmen der empirischen Untersuchungen zu VALA erstellt wurden und keinen Eingang in die Interpretation des Länderberichts fanden. Dargestellt werden die Beschäftigungsentwicklung, die Qualifikations-, Betriebsgrößen- und Branchenstruktur sowie das Lohnniveau im Zeitraum zwischen 1993 und 2001. Diese Informationen werden für Westdeutschland insgesamt, NRW und für alle Kreise Nordrhein-Westfalens ausgewiesen. Dies ermöglicht dem interessierten Leser Vergleiche zwischen regionalen Einheiten der gleichen Ebene (z. B. zwischen den einzelnen Kreisen) und zwischen regionalen Einheiten unterschiedlicher Ebenen (z. B. Westdeutschland - NRW, Kreise - NRW). Neben den Informationen zu den genannten Merkmalen fließen ebenfalls die Ergebnisse der multivariaten Analyse ein. Aus welcher Datenquelle die dargestellten Merkmale und Ergebnisse stammen und wie sie abgegrenzt bzw. generiert wurden, wird jeweils in kompakter Form an den entsprechenden Stellen erläutert. (IAB2)
Beteiligte aus dem IAB
Bauer, Frank; -
Literaturhinweis
Bildung und Beschäftigung in regionaler Perspektive (2006)
Zitatform
Bellmann, Lutz, Uwe Blien & Johannes Ludsteck (2006): Bildung und Beschäftigung in regionaler Perspektive. In: N. Wohlgemuth (Hrsg.) (2006): Arbeit, Humankapital und Wirtschaftspolitik : Festschrift für Hans-Joachim Bodenhöfer zum 65. Geburtstag (Volkswirtschaftliche Schriften, 547), S. 299-315.
Abstract
"Der Beitrag untersucht die Bedeutung der Qualifikationsstruktur der Beschäftigten für die regionale Beschäftigungsentwicklung. Auf der Basis der Daten der IAB-Beschäftigtenstatistik wird empirisch für die Jahre 1993-2001 der Einfluss der Qualifikationsstruktur nachgewiesen. Allerdings darf die Wirkung anderer Einflussfaktoren wie des Produktionsstandorts und der Branchenstruktur nicht vernachlässigt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Local employment growth in West Germany: a dynamic panel approach (2006)
Zitatform
Blien, Uwe, Jens Südekum & Katja Wolf (2006): Local employment growth in West Germany. A dynamic panel approach. In: Labour economics, Jg. 13, H. 4, S. 445-458. DOI:10.1016/j.labeco.2006.02.004
Abstract
Die Arbeit untersucht die Dynamik des lokalen Beschäftigungswachstums in Westdeutschland von 1980 bis 2001. Mit Hilfe der dynamischen Panel-Methode wird der zeitliche Verlauf der Auswirkungen von Vielfalt und Spezialisierung und der Humankapitalstruktur lokaler Industrien analysiert. Vielfalt hat für den Beschäftigungszuwachs einen positiven Kurzzeiteffekt, der sich im Produktionssektor stärker auswirkt als im Dienstleistungsbereich. Was die Spezialisierung angeht, so finden sich Hinweise auf Mean-Reversion-Effekte, was der Vorstellung, Wachstum reproduziere sich immer wieder selbst, zuwiderläuft. In diesem Prozess gibt es jedoch ein erhebliches Trägheitsmoment. Bildung hat nur im Produktionssektor einen positiven Beschäftigungseffekt. Darüber hinaus wird auch die Bedeutung von Unternehmensgröße und regionaler Lohnentwicklung für das lokale Beschäftigungswachstum untersucht. (IAB)
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Literaturhinweis
Structural change and regional employment dynamics (2006)
Zitatform
Blien, Uwe & Helge Sanner (2006): Structural change and regional employment dynamics. (IAB-Discussion Paper 06/2006), Nürnberg, 27 S.
Abstract
"A casual look at regional unemployment rates reveals that there are vast differences which cannot be explained by different institutional settings. Our paper attempts to trace these differences in the regions' labour market performance back to the regions' specialisation in products that are more or less advanced in their product cycle. The model we develop shows how individual profit and utility maximisation endogenously leads to decreasing employment in the presence of process innovation. Things deteriorate even further if the region under observation is less innovative than others. Our model suggests that the only way to escape from this vicious circle is to specialize in products that are at the beginning of their economic life." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten: Bericht für den Nordosten Brandenburgs. Der Arbeitsagenturbezirk Eberswalde mit den Landkreisen Barnim und Uckermark (2006)
Zitatform
Bogai, Dieter, David Mewes & Holger Seibert (2006): Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten. Bericht für den Nordosten Brandenburgs. Der Arbeitsagenturbezirk Eberswalde mit den Landkreisen Barnim und Uckermark. (IAB regional. Berichte und Analysen. IAB Berlin-Brandenburg 02/2006), Nürnberg, 33 S.
Abstract
Der Bericht ist Teil eines deutschlandweiten Forschungsprojektes "VALA - Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten" des IAB. Es vergleicht und analysiert die Beschäftigungsentwicklung in den Kreisen und erklärt diese mit der Branchenstruktur, Lohnhöhe, Betriebsgröße, Qualifikationsstruktur der Beschäftigten und den regionalen Standortbedingungen. "Die Landkreise Barnim und Uckermark haben zwischen 1995 und 2001 zwar einen deutlichen Beschäftigungsverlust hinnehmen müssen (Barnim: -2,56 Prozent, Uckermark: -3,32 Prozent durchschnittlich jährlich), dieser unterscheidet sich aber kaum vom Brandenburger Durchschnitt. Beim Landkreis Barnim ist ein Teil der gegenüber dem Analysemodell errechneten schlechteren Entwicklung auf singuläre Beschäftigungseinbrüche in der Metallindustrie zurückzuführen, einer Branche, die sich in Ostdeutschland insgesamt aber besser entwickelt hat als der Durchschnitt. Die Nähe zu Berlin trägt gegenüber der Uckermark zum Standortvorteil bei, sie wirkt aber nicht so günstig wie im Süden der Metropole. In beiden Kreisen wirken negative Lohneffekte. Überdurchschnittliche Löhne, bedingt durch die Ausstrahlung hochproduktiver Industriestandorte und - im Falle des Barnims - die Nähe zu Berlin auf das lokale Lohnniveau, und lohnsensitive Branchen hemmen die Beschäftigung. Positiv für die Beschäftigungsentwicklung in beiden Landkreisen wirkt sich hingegen die Betriebsgrößenstruktur aus. Abgesehen von den einigen großen Industriebetrieben finden sich im Barnim und in der Uckermark überwiegend kleine und mittlere Unternehmen, die einem Beschäftigungswachstum eher zuträglich sind. Beide Kreise weisen einen negativen Qualifikationseffekt auf, der anzeigt, dass in den Landkreisen eine für die Beschäftigungsentwicklung ungünstige Qualifikationsstruktur der Beschäftigten vorherrscht - es gibt zu viele Beschäftigte, die gering qualifiziert sind, und zu wenige mit Ausbildungs- und Hochschulabschlüssen." (IAB2)
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Literaturhinweis
Sonderfall Berlin - Anhaltende Wettbewerbsprobleme mit einzelnen Lichtblicken (2006)
Bogai, Dieter;Zitatform
Bogai, Dieter (2006): Sonderfall Berlin - Anhaltende Wettbewerbsprobleme mit einzelnen Lichtblicken. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 55, H. 11/12, S. 294-298.
Abstract
"In dem Beitrag wird die Beschäftigungsentwicklung in Berlin zwischen 1998 und 2004 im Vergleich mit den ostdeutschen Kreisen untersucht. Positiv wirken die Branchenzusammensetzung und die hoch qualifizierten Beschäftigten auf die Beschäftigung. Im Gegensatz zu westdeutschen Kernstädten wird für Berlin ein ausgeprägt positiver regionaler Standorteffekt ermittelt, der sich vor allem aus der Größe der Stadt und ökonomischen Vorteilen aus der Hauptstadtfunktion, dem Wissenschaftsstandort, der Infrastruktur und weiteren Standortfaktoren gegenüber dem ostdeutschen Referenzraum ergibt. Zur Verringerung des Entwicklungsrückstands gegenüber westdeutschen Metropolen sollte die Forschungsstärke des Standorts stärker für lokale Produktion und Dienstleistungen und die Stärkung von kleinen und mittleren Unternehmen genutzt werden. Dieser Strukturwandel benötigt allerdings noch einen langen Zeitraum." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten: Bericht für den Nordwesten Brandenburgs. Der Arbeitsagenturbezirk Neuruppin mit den Landkreisen Prignitz, Ostprignitz-Ruppin, Oberhavel und Havelland (2006)
Zitatform
Bogai, Dieter, Holger Seibert & Doris Wiethölter (2006): Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten. Bericht für den Nordwesten Brandenburgs. Der Arbeitsagenturbezirk Neuruppin mit den Landkreisen Prignitz, Ostprignitz-Ruppin, Oberhavel und Havelland. (IAB regional. Berichte und Analysen. IAB Berlin-Brandenburg 06/2006), Nürnberg, 52 S.
Abstract
Der Bericht ist Teil eines deutschlandweiten Forschungsprojektes "VALA - Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten" des IAB. Es vergleicht und analysiert die Beschäftigungsentwicklung in den Kreisen und erklärt diese mit der Branchenstruktur, Lohnhöhe, Betriebsgröße, Qualifikationsstruktur der Beschäftigten und den regionalen Standortbedingungen. "Insgesamt ist die Beschäftigung im Arbeitsagenturbezirk Neuruppin zwischen 1995 und 2001 im Vergleich zum Land Brandenburg vergleichsweise wenig gesunken. Wirtschaft und Beschäftigung haben sich in den Teilregionen des Bezirks unterschiedlich entwickelt. In den an Berlin angrenzenden Landkreisen Havelland und Oberhavel lag der Rückgang bei weniger als 1 Prozent pro Jahr, während in der ländlich geprägten und peripher gelegenen Prignitz mit jährlich rund 2,5 Prozent die stärkste Abnahme im Agenturbezirk zu verzeichnen ist. Die Landkreise Havelland und insbesondere Oberhavel profitieren von der Nähe zur Metropole Berlin. Für den Landkreis Oberhavel wurden günstig wirkende Standortbedingungen ermittelt. Die Verkehrsinfrastruktur, eine wirtschaftliche Spezialisierung im Bereich Herstellung von Schienenfahrzeugen und die Wirkungen der Suburbanisierung Berlins dürften hierfür verantwortlich sein. Auch Teile des Havellands profitieren von der Nähe zu Berlin durch die Ansiedlung von Firmen im Sektor Verkehr und Nachrichtenübermittlung und hier schwerpunktmäßig im Bereich Logistik. Darüber hinaus hat sich mit der optischen Industrie in Rathenow ein erfolgreicher Branchenschwerpunkt etabliert. Allerdings zeigen sich in Havelland keine signifikanten Standort-effekte, weil der Anteil agrarisch geprägter Gebiete hoch ist. Im Landkreis Ostprignitz-Ruppin haben sich die Ruppiner Kliniken zu einem bedeutenden Standort der Gesundheitswirtschaft im Norden Brandenburgs entwickelt. Auch Unternehmen der Kunststoffindustrie haben sich hier niedergelassen. Aufgrund kleinbetrieblicher Strukturen wirken im Agenturbezirk mit Ausnahme des Landkreises Oberhavel deutlich positive Betriebsgrößeneffekte. Ausstrahleffekte Berlins erstrecken sich bezogen auf die Löhne bis zum Landkreis Ostprignitz-Ruppin, das im Vergleich zu ähnlichen ländlich geprägten und dünn besiedelten Regionen ein höheres Lohnniveau aufweist. Die Randlage und die hohe Arbeitslosigkeit des Landkreises Prignitz dürften für das vergleichsweise geringe Lohnniveau ursächlich sein." (IAB2)
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Literaturhinweis
Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten: Bericht für den Südwesten Brandenburgs. Der Arbeitsagenturbezirk Potsdam mit den kreisfreien Städten Potsdam und Brandenburg an der Havel sowie den Landkreisen Potsdam-Mittelmark, Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald (2006)
Bogai, Dieter; Wiethölter, Doris;Zitatform
Bogai, Dieter & Doris Wiethölter (2006): Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten. Bericht für den Südwesten Brandenburgs. Der Arbeitsagenturbezirk Potsdam mit den kreisfreien Städten Potsdam und Brandenburg an der Havel sowie den Landkreisen Potsdam-Mittelmark, Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald. (IAB regional. Berichte und Analysen. IAB Berlin-Brandenburg 03/2006), Nürnberg, 70 S.
Abstract
Der Bericht ist Teil eines deutschlandweiten Forschungsprojektes "VALA - Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten" des IAB. Er vergleicht und analysiert die Beschäftigungsentwicklung im Agenturbezirk Potsdam und erklärt diese mit der Branchenstruktur, Lohnhöhe, Betriebsgröße, Qualifikationsstruktur der Beschäftigten und den regionalen Standortbedingungen. "Insgesamt kann man die Regionen südwestlich von Berlin als verhältnismäßig erfolgreich bezeichnen. Standortspezifische Vorteile insbesondere der Landkreise machen sich in einer in weiten Teilen günstigen Beschäftigungsentwicklung bemerkbar. Jedoch geschieht dies scheinbar unter anderem auf Kosten der beiden kreisfreien Städte, die weder durch eigene, etwa stadtspezifische, Standortvorteile, noch durch bessere Werte in den anderen einbezogenen Beschäftigungsfaktoren, mehr Beschäftigung erhalten können." (IAB2)
Beteiligte aus dem IAB
Wiethölter, Doris; -
Literaturhinweis
Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten: Bericht für den Osten Brandenburgs. Der Arbeitsagenturbezirk Frankfurt (Oder) mit der kreisfreien Stadt Frankfurt und den Landkreisen Märkisch-Oderland und Oder-Spree (2006)
Zitatform
Bogai, Dieter, Ruth Bamming & Holger Seibert (2006): Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten. Bericht für den Osten Brandenburgs. Der Arbeitsagenturbezirk Frankfurt (Oder) mit der kreisfreien Stadt Frankfurt und den Landkreisen Märkisch-Oderland und Oder-Spree. (IAB regional. Berichte und Analysen. IAB Berlin-Brandenburg 05/2006), Nürnberg, 44 S.
Abstract
Der Bericht ist Teil eines deutschlandweiten Forschungsprojektes "VALA - Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten" des IAB. Es vergleicht und analysiert die Beschäftigungsentwicklung in den Kreisen und erklärt diese mit der Branchenstruktur, Lohnhöhe, Betriebsgröße, Qualifikationsstruktur der Beschäftigten und den regionalen Standortbedingungen. Die Beschäftigung ist im Arbeitsagenturbezirk Frankfurt (Oder) zwischen 1995 und 2001 durchschnittlich zwischen 1,67 und 4,86 Prozent pro Jahr gefallen. Der Rückgang fiel in der Stadt Frankfurt wesentlich stärker aus als in den beiden Landkreisen. "Teilregionen der beiden Flächenkreise im engeren Verflechtungsraum mit Berlin profitieren von der Nähe und der infrastrukturellen Anbindung an die Metropole. Frankfurt (Oder) hat sich dagegen ähnlich ungünstig wie die anderen Oberzentren Brandenburgs entwickelt. In beiden Landkreisen bestehen positive Lohneffekte, das heißt, das relative Lohnniveau und die Branchenzusammensetzung wirken sich positiv auf die Beschäftigungsentwicklung aus. Dies ist im Landkreis Oder-Spree in besonderem Maße der Fall. In der Stadt Frankfurt (Oder) hingegen wirkt ein negativer Lohneffekt. Trotz der Nähe zu Polen belasten demnach vergleichsweise hohe Löhne die Beschäftigungsentwicklung. Auf der anderen Seite wurden in Frankfurt (Oder) positive Brancheneffekte ermittelt, die sich aus der Funktion eines Oberzentrums ergeben. Auch im Landkreis Oder-Spree wurde ein leicht positiver Brancheneffekt gemessen. Im Landkreis Märkisch-Oderland hingegen wirkt sich die Branchenstruktur sehr negativ auf die Beschäftigungsentwicklung aus. Die Qualifikationsstruktur wirkt sich nur sehr gering auf die Beschäftigungsentwicklung aus. In der Stadt Frankfurt (Oder) wird hier ein positiver Effekt erzielt, in den beiden Landkreisen ein negativer." (IAB2)
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Literaturhinweis
Erwerbsbeteiligung und Arbeitslosigkeit der Älteren (2006)
Zitatform
Bogai, Dieter & Franziska Hirschenauer (2006): Erwerbsbeteiligung und Arbeitslosigkeit der Älteren. In: H. Faßmann, B. Klagge & P. Meusburger (Hrsg.) (2006): Nationalatlas Bundesrepublik Deutschland : Band 7: Arbeit und Lebensstandard, S. 78-81.
Abstract
Die Arbeitsmarktlage der Älteren zwischen 55 und 65 Jahren wird zum einen von einer niedrigen Erwerbsbeteiligung bestimmt und zum anderen einer hohen und lang andauernden Arbeitslosigkeit bei denjenigen, die noch im Erwerbsleben stehen. Der Beitrag liefert eine Bestandsaufnahme von Erwerbsbeteiligung und Arbeitslosigkeit der Älteren für Juni 2003. Tabellarisch und graphisch dargestellt für den Bereich der Bundesrepublik Deutschland werden: Durchschnittswerte der Arbeitslosen- und Erwerbsquoten aufgeteilt jeweils für ältere Männer und Frauen, die Erwerbsbeteiligung und Arbeitslosigkeit aufgeteilt für ältere Männern und Frauen nach Arbeitsamtsbezirken sowie die Entwicklung der alterspezifischen Arbeitslosenquoten von 1985 bis 2003 für ältere Männer und Frauen, aufgeteilt nach alten (ohne Berlin) und neuen Bundesländern (mit Berlin). Bedingt durch den demographischen Wandel wird sich der Altenquotient, d.h. die Relation zwischen den über 64-Jährigen und den 15- bis 64-Jährigen bis 2035 erheblich verschärfen. Es wird daher entscheidend sein, älteren Erwerbstätigen eine längere Teilnahme am Erwerbsleben zu ermöglichen. Entscheidende Voraussetzung dafür ist eine Verbesserung der (regional-) wirtschaftlichen Lage. Erst ein stärkeres Wirtschaftswachstum, verbunden mit einer höheren Arbeitskräftenachfrage, wird die Arbeitslosigkeit spürbar senken können - bei gleichzeitig steigender Erwerbsbeteiligung der Älteren. (IAB)
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Literaturhinweis
Immer mehr Beschäftigte unterwegs: Pendlerbericht Bayern 2005 (2006)
Böhme, Stefan; Eigenhüller, Lutz;Zitatform
Böhme, Stefan & Lutz Eigenhüller (2006): Immer mehr Beschäftigte unterwegs. Pendlerbericht Bayern 2005. (IAB regional. Berichte und Analysen. IAB Bayern 01/2006), Nürnberg, 24 S.
Abstract
"Bayern entwickelte sich in den Jahren seit der deutschen Wiedervereinigung vom Aus- zum Einpendlerland. Im Jahr 2005 betrug der Einpendlerüberschuss 63.800 - bei 247.400 Einpendlern und 183.500 Auspendlern. Der Einpendlerüberschuss erreichte im Jahre 2001 mit 91.200 den vorläufigen Höhepunkt. Ausschlaggebend dafür war die hohe Zahl von 104.000 Einpendlern aus den Neuen Bundesländern. Seitdem ist diese Zahl auf 88.200 zurückgegangen. Die vergleichsweise strukturschwachen Regionen in Nordbayern sind die Zielregion für viele dieser Pendler. Die stärksten Pendelverflechtungen Bayerns mit einem anderen Bundesland findet man mit 62.100 Einpendlern und 76.400 Auspendlern mit Baden-Württemberg. Insgesamt spiegeln sich in den Ein- und Auspendlerströmen deutlich die unterschiedlichen Arbeitsmarktchancen in West- und Ostdeutschland wider. Untersucht man die Strukturmerkmale der Pendler, zeigt sich, dass deutliche Unterschiede vorhanden sind. Insbesondere unter 50-jährige, Akademiker und Vollzeitbeschäftigte sind unter den Pendlern überdurchschnittlich vertreten. Dies zeigt, dass vor allem ein gut qualifizierter Personenkreis mit relativ stabilen überdurchschnittlich entlohnten Beschäftigungsverhältnissen zur Mobilität neigt bzw. Pendeln in Kauf nimmt. Innerhalb Bayerns sind die Ballungsräume Nürnberg und München Hauptzentren für Einpendler, die vorrangig aus den umliegenden Kreisen kommen. Gemessen an den vorhandenen Arbeitsplätzen weisen die Stadt Schweinfurt und der Landkreis München mit Einpendlerquoten von über 76 Prozent die höchsten Einpendlerströme auf. Die höchsten Auspendlerquoten im Freistaat sind in den Landkreisen Fürth (75,8 Prozent) und Schweinfurt (72,5 Prozent) zu finden. Daneben weisen auch viele andere Kreise im Umland der Städte relativ hohe Auspendlerquoten auf. Regionen mit geringen Pendelverflechtungen sind insbesondere die Landkreise Berchtesgadener Land, Garmisch-Partenkirchen, Cham, Traunstein und Donau-Ries. Fast zwei Drittel der in Bayern wohnenden Beschäftigten haben ihren Arbeitsplatz außerhalb ihrer Wohnortgemeinde. Dieser Mobilitätsgrad hat in den vergangenen Jahren bei rückläufiger Gesamtbeschäftigung auch aufgrund von anhaltenden Suburbanisierungstendenzen stetig weiter zugenommen. Die wachsenden Pendlerströme in Bayern belegen aber auch, dass die Arbeitnehmer den Forderungen nach einer höheren regionalen Mobilität gerecht werden und so zu einer Verbesserung der Ausgleichsprozesse am Arbeitsmarkt beitragen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeit und Arbeitsmarkt im demographischen Wandel: Perspektiven im Freistaat Bayern und den Regionen (2006)
Zitatform
Conrads, Ralph, Andreas Ebert, Andreas Huber, Ernst Kistler & Thomas Staudinger (2006): Arbeit und Arbeitsmarkt im demographischen Wandel. Perspektiven im Freistaat Bayern und den Regionen. München, 70 S.
Abstract
Die Erwartung, dass der demografische Wandel zu einem Sinken des Erwerbspersonenpotenzials und damit zu einer Entlastung des Arbeitsmarktes führen wird, ist aus Sicht der Autoren eine trügerische Hoffung. Für Bayern wird erwartet, dass der Prozess des Rückgangs der Bevölkerungszahl später (und weniger stark) einsetzen wird als in anderen Bundesländern. Die Autoren gehen davon aus, dass wir gegenwärtig 'in einer demographisch sogar recht günstigen Situation' leben und stellen fest, dass die 'Löcher in den Sozialkassen' jedenfalls ganz andere Gründe als demographische haben. Nicht die Schrumpfung, sondern eine sehr deutliche Alterung des Erwerbspersonenpotenzials wird als zentrale demographische Problematik am Arbeitsmarkt betrachtet. Eine regional differenzierte Analyse der Entwicklung der Erwerbsbevölkerung, der Wege des Rentenzugangs, des Renteneintrittsalter und der Rentenhöhe in Bayern wird vorgelegt. Außerdem wird auf das Erwerbsverhalten älterer Arbeitnehmer und auf ihre Motive für den Berufsausstieg eingegangen, sowie auf betriebliche Reaktionen auf den demographischen Wandel. Zur Frühverrentungspraxis wird bemerkt, dass es unrealistisch ist, auf Instrumente wie Altersteilzeitregelungen künftig ganz zu verzichten, stattdessen wird für eine "Verbesserung" des Instrumentes der Altersteilzeit plädiert. Die Autoren gehen davon aus, dass verlängerte Arbeitszeiten im Sinne eines Anstieges des faktischen Renteneintrittsalters (nicht einer Anhebung des Regelrentenalters) unvermeidbar sind. Zentral ist die Forderung nach veränderten Arbeitsbedingungen, inbesondere nach alternsgerechten und altersgerechten Arbeitsplätzen. "Im Prinzip können die mehr werdenden Älteren selbst bei relativ geringen Produktivitätsfortschritten aus dem Produkt der 'lebendigen Arbeit' finanziert werden, ohne dass die Aktiven Verzicht üben müssten. Das setzt aber voraus, dass sich andere Verteilungsrelationen als die intergenerationalen nicht immer noch weiter verschieben." (IAB2)
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Literaturhinweis
Abgrenzung deutscher Arbeitsmarktregionen (2006)
Zitatform
Eckey, Hans-Friedrich, Reinhold Kosfeld & Matthias Türck (2006): Abgrenzung deutscher Arbeitsmarktregionen. (Universität Kassel, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften. Volkswirtschaftliche Diskussionsbeiträge 81/06), Kassel, 20 S.
Abstract
"Funktional abgegrenzte Räume wie Arbeitsmarktregionen werden u. a. für regionalökonomische Analysen benötigt. In Abhängigkeit der Definition von Wirtschaftsräumen können Regionen als wohlhabend oder 'arm' erscheinen. Aber auch weitere statistische Gründe sprechen für die Verwendung von Arbeitsmarktregionen. Die für Deutschland vorliegenden Abgrenzungen von Funktionalräumen basieren noch auf Datenmaterial aus den achtziger und neunziger Jahren. Insofern ist eine Neuabgrenzung geboten. Wir setzen eine Faktorenanalyse mit schiefwinkliger Rotation ein und erhalten 150 Arbeitsmarktregionen, die sich aus einem oder mehreren Kreisen zusammensetzen. Diese Arbeitsmärkte erfüllen das Kriterium der zumutbaren Pendelzeit (maximal 45 bis 60 Minuten in Abhängigkeit der Attraktivität des Zentrums) und weisen eine Größe von mehr als 50.000 Einwohnern auf." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Abgrenzung deutscher Arbeitsmarktregionen (2006)
Zitatform
Eckey, Hans-Friedrich, Reinhold Kosfeld & Matthias Türck (2006): Abgrenzung deutscher Arbeitsmarktregionen. In: Raumforschung und Raumordnung, Jg. 64, H. 4, S. 299-309.
Abstract
"Funktional abgegrenzte Räume wie Arbeitsmarktregionen werden u.a. für regional¡ökonomische Analysen benötigt. In Abhängigkeit der Definition von Wirtschaftsräumen können Regionen als 'wohlhabend' oder 'arm' erscheinen. Aber auch weitere statistische Gründe sprechen für die Verwendung von Arbeitsmarktregionen. Die für Deutschland vorliegenden Abgrenzungen von Funktionalräumen basieren noch auf Datenmaterial aus den 1980er und 90er Jahren. Insofern ist eine Neuabgrenzung geboten. Die Autoren setzen dazu eine Faktorenanalyse mit schiefwinkliger Rotation ein und erhalten 150 Arbeitsmarktregionen, die sich aus einem oder mehreren Kreisen zusammensetzen. Diese Arbeitsmärkte erfüllen das Kriterium der zumutbaren Pendelzeit (max. 45 bis 60 Minuten in Abhängigkeit der Attraktivität des Zentrums) und weisen eine Größe von mehr als 50 000 Einwohnern auf." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Spezifische regionale Bedingungen als Standortvorteil Bayerns (2006)
Eigenhüller, Lutz;Zitatform
Eigenhüller, Lutz (2006): Spezifische regionale Bedingungen als Standortvorteil Bayerns. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 55, H. 11/12, S. 280-283.
Abstract
"Der Beitrag analysiert die Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung in Bayern und den bayerischen Kreisen. Bayern schneidet im Zeitraum 1993 bis 2001 beim Beschäftigungswachstum besser ab als die anderen Bundesländer. Günstig wirken sich vor allem spezifische regionale Bedingungen im Bundesland aus. Auf Kreisebene zeigen sich bei der Beschäftigungsentwicklung und den Effekten der einzelnen Determinanten gleichwohl erhebliche Disparitäten. Neben den Unterschieden zwischen Städten, ihrem Umland und ländlichen Regionen sticht dabei vor allem der Ballungsraum München immer wieder heraus." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Eigenhüller, Lutz; -
Literaturhinweis
Lokale Beschäftigtenentwicklung und Branchenspezialisierung im Ruhrgebiet und in Nordrhein-Westfalen (2006)
Einig, Klaus; Zaspel, Brigitte;Zitatform
Einig, Klaus & Brigitte Zaspel (2006): Lokale Beschäftigtenentwicklung und Branchenspezialisierung im Ruhrgebiet und in Nordrhein-Westfalen. In: Zeitschrift für Wirtschaftsgeographie, Jg. 50, H. 3/4, S. 162-180.
Abstract
Aufgrund des starken Strukturwandels ist das Ruhrgebiet keine reine Industrieregion mehr. Die Beschäftigtenstruktur der Region als Ganzes scheint sich ähnlich zu entwickeln wie die des Landes Nordrhein-Westfalen insgesamt. Regional zeigen sich auf der Gemeindeebene jedoch ausgeprägte heterogene Entwicklungen. Der Beitrag präsentiert eine empirische Analyse der Beschäftigungstrends im Ruhrgebiet und im nördlichen Teil Nordrhein-Westfalens von 1999 bis 2005 im Hinblick auf räumliche Dekonzentration und funktionale Spezialisierung. Mit Hilfe einer Cluster-Analyse werden die Gemeinden nach gleicher Beschäftigtenstruktur und -entwicklung klassifiziert. Im Ergebnis zeigen sich klare Hinweise für Dekonzentration nur im sekundären Sektor und eine Tendenz zur polyzentrischen Beschäftigtenverteilung. (IAB)
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Literaturhinweis
Regionale Arbeitsmärkte in Westdeutschland: Standortfaktoren und Branchenmix entscheidend für Beschäftigung: eine vergleichende Länderstudie zeigt Vor- und Nachteile von Regionen und liefert erste Hinweise auf Handlungspotenziale (2006)
Farhauer, Oliver; Granato, Nadia;Zitatform
Farhauer, Oliver & Nadia Granato (2006): Regionale Arbeitsmärkte in Westdeutschland: Standortfaktoren und Branchenmix entscheidend für Beschäftigung. Eine vergleichende Länderstudie zeigt Vor- und Nachteile von Regionen und liefert erste Hinweise auf Handlungspotenziale. (IAB-Kurzbericht 04/2006), Nürnberg, 6 S.
Abstract
"Enorme Unterschiede in der Beschäftigungsentwicklung gibt es in Westdeutschland sowohl zwischen den Bundesländern als auch zwischen den Kreisen. Mit dem Projekt 'Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten' werden Erklärungen für diese Beschäftigungsunterschiede gesucht. Danach ist die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Westdeutschland zwischen 1993 und 2001 jährlich um durchschnittlich knapp 0,2 Prozent zurückgegangen. Nur Bayern und das Saarland konnten in dieser Zeit einen Beschäftigungszuwachs verzeichnen. Hochqualifizierte Beschäftigte sowie kleine und mittlere Betriebe haben eine positive Beschäftigungswirkung, während große Betriebe und ein hohes Lohnniveau zu Verlusten beitragen. Eine überdurchschnittliche Entwicklung bewirken vor allem Branchen des tertiären Sektors wie wirtschaftsbezogene Dienstleistungen, Gesundheits- und Sozialwesen sowie freizeitbezogene Dienstleistungen. Regionale Standortbedingungen - wie eine günstige Lage oder die Infrastruktur - haben im Vergleich zu den anderen untersuchten Determinanten einen besonders starken Einfluss auf die Beschäftigungsentwicklung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Beschäftigungsentwicklung in den westdeutschen Kreisen - Durchschnittliche jährliche Veränderung von 1993 bis 2001 -
Literaturhinweis
Qualifikationsentwicklung der Beschäftigten in Deutschland: eine raumbezogene Analyse (2006)
Zitatform
Fromhold-Eisebith, Martina & Wolfgang Schrattenecker (2006): Qualifikationsentwicklung der Beschäftigten in Deutschland. Eine raumbezogene Analyse. In: Raumforschung und Raumordnung, Jg. 64, H. 4, S. 258-269.
Abstract
"Auf der Basis von Daten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung zeigt der Beitrag die Entwicklung der Qualifikationsstruktur der Beschäftigten in den Regionen Deutschlands von 1993 bis 2002 auf, umgesetzt in Karten und Abbildungen. Dabei werden räumliche Entwicklungstrends in einzelnen Qualifikationsgruppen, eine darauf bezogene regionale Typisierung, altersstrukturelle Aspekte, Differenzierungen nach siedlungsstrukturellen Kreistypen sowie Stadt-Umland-Prozesse in zwei ausgewählten städtischen Großräumen (Berlin und Agglomerationsraum Rhein-Ruhr) vorgestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Räumliche Konsequenzen des demographischen Wandels: Teil 6: Demographische Trends in Deutschland - Folgen für Städte und Regionen (2006)
Gans, Paul; Reuber, Paul; Müller, Walter; Winkel, Rainer; Nutz, Manfred; Schmitz-Veltin, Ansgar; Waltersbacher, Matthias; Gans, Paul; Rosenfeld, Martin T. W.; Kramer, Caroline; Scheiner, Joachim ; Mäding, Heirnich; Schlömer, Claus; Büttner, Thiess; Schmidt, Petra Ilona; Kronthaler, Franz; Schmitz-Veltin, Ansgar; Kawka, Rupert; Schröter, Frank; Weber, Gerlind; Tietz, Hans-Peter;Zitatform
Gans, Paul & Ansgar Schmitz-Veltin (Hrsg.) (2006): Räumliche Konsequenzen des demographischen Wandels. Teil 6: Demographische Trends in Deutschland - Folgen für Städte und Regionen. (Akademie für Raumforschung und Landesplanung. Forschungs- und Sitzungsberichte 226), Hannover: Verlag der ARL, 382 S.
Abstract
"Der langfristige Rückgang und die kontinuierliche Alterung der Bevölkerung in Deutschland und in vielen anderen europäischen Ländern lösen einen umfassenden Handlungsbedarf aus. Die Einwohnerzahl in Deutschland schrumpft von Generation zu Generation um rund ein Drittel. Die regionalen Verteilungskämpfe um demographische Potenziale werden in Zukunft auf allen räumlichen Ebenen an Bedeutung gewinnen. Internationale Zuwanderungen werden diese Trends noch verstärken. In den neuen Ländern vollzog sich nach der deutschen Vereinigung ein noch weitaus dramatischerer Rückgang der Geburtenraten. In dünn besiedelten, vielfach zugleich strukturschwachen und peripher gelegenen ländlichen Regionen besteht bereits jetzt die konkrete Gefahr der Absiedelung und passiven Sanierung ganzer Teilgebiete. Darüber hinaus haben auch die Innenstädte der ostdeutschen Stadtregionen mit den Folgen dramatischer Bevölkerungsabnahme zu kämpfen. Siedlungs- und Stadtumbauerfordernisse stellen in der gesamten Fläche große Anforderungen an die räumliche Planung und Politik in den neuen Ländern und zunehmend auch in Teilgebieten der alten Länder. Wegen der komplexen und weit tragenden Auswirkungen des demographischen Wandels auf die Raumentwicklung hat die ARL ihre Arbeiten in diesem Themenbereich schon seit längerem intensiviert und zu einem Verbundforschungsprojekt ausgebaut, an dem mehrere Gremien beteiligt sind. Eine wichtige Rolle spielte in diesem Zusammenhang ein Arbeitskreis, dessen Ergebnisse in diesem Band veröffentlicht werden. Im Mittelpunkt der Tätigkeit standen die Auswirkungen des demographischen Wandels auf die Standortpolitik der Unternehmen, die regionale Arbeitsmarktentwicklung, die öffentlichen Finanzen, die soziale und technische Infrastruktur und die Bereiche Freizeit und Erholung. Auf der Grundlage dieser Untersuchungen wurden außerdem Empfehlungen für Politik und Verwaltung formuliert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Regionale Disparitäten in den Erwerbsmöglichkeiten: Grund genug für eine ausgleichsorientierte Raumordnungspolitik? (2006)
Gatzweiler, Hans-Peter; Milbert, Antonia;Zitatform
Gatzweiler, Hans-Peter & Antonia Milbert (2006): Regionale Disparitäten in den Erwerbsmöglichkeiten. Grund genug für eine ausgleichsorientierte Raumordnungspolitik? In: Informationen zur Raumentwicklung H. 6/7, S. 317-324.
Abstract
"Der Beitrag konzentriert sich auf eine zentrale Dimension der Lebensverhältnisse, die heute und mittelfristig weiter im Mittelpunkt einer ausgleichsorientierten Raumentwicklungspolitik stehen sollte: die Schaffung von ausreichenden Erwerbsmöglichkeiten. Anhand ausgewählter Indikatoren, für die lange Zeitreihen aus der Laufenden Raumbeobachtung des BBR zur Verfügung stehen, wird der Frage nachgegangen, ob regionale Disparitäten in den Erwerbsmöglichkeiten in den letzten zehn Jahren im Bundesgebiet zu- oder abgenommen haben, ob das beobachtbare Gefälle der regionalen Disparitäten, das sog. Disparitätengefälle, steigt oder fällt. Die Analysen kommen zu dem Ergebnis, dass die regionalen Disparitäten in den Erwerbsmöglichkeiten seit den 1990er Jahren bundesweit weiter in einem Ausmaß zugenommen haben, dass sie den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft gefährden. Für die Raumordnungspolitik des Bundes besteht deshalb Handlungsbedarf. Aufgabe von Raumordnungspolitik als Ausgleichspolitik ist es dann, größere regionale Unterschiede in den Erwerbsmöglichkeiten zu verringern - nicht, sie vollständig einzuebnen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Beschäftigungschancen für Geringqualifizierte nach wie vor schlecht (2006)
Zitatform
Grundig, Beate, Antje Weyh & Uwe Sujata (2006): Beschäftigungschancen für Geringqualifizierte nach wie vor schlecht. In: Ifo Dresden berichtet, Jg. 13, H. 6, S. 30-33.
Abstract
"In zahlreichen Studien wurde bisher gezeigt, dass insbesondere zwei Gruppen von Personen stark von Arbeitslosigkeit betroffen sind: Geringqualifizierte und Ältere. Der Beitrag analysiert zunächst die Qualifikations- und Altersstruktur der Erwerbspersonen im Jahr 2005 in Sachsen, Ost- und Westdeutschland. Daran anschließend werden die qualifikations- und altersspezifischen Arbeitslosenquoten für Sachsen für die Jahre 2004 und 2005 aktualisiert. Zusätzlich erfolgt eine Berechnung der qualifikationsspezifischen Arbeitslosenquoten für die sächsischen Regierungsbezirke. Insgesamt hat sich das Bild der qualifikationsspezifischen Arbeitslosenquoten über die letzten Jahre nicht verändert: Geringqualifizierte haben die schlechtesten Arbeitsmarktchancen, während eine akademische Ausbildung am ehesten vor Arbeitslosigkeit schützt. Diese Unterschiede zeigen sich in allen Regionen Sachsens sowie in Ost- und Westdeutschland gleichermaßen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Entwicklung von Wirtschaft und Arbeitsmarkt in Ostdeutschland und Sachsen 2005/2006 (2006)
Grundig, Beate; Schirwitz, Beate; Vogt, Gerit;Zitatform
Grundig, Beate, Beate Schirwitz & Gerit Vogt (2006): Entwicklung von Wirtschaft und Arbeitsmarkt in Ostdeutschland und Sachsen 2005/2006. In: Ifo Dresden berichtet, Jg. 13, H. 1, S. 3-14.
Abstract
"Die ostdeutsche Wirtschaft ist nach einer Schwächephase im Frühjahr 2005 wieder auf ihren Wachstumspfad zurückgekehrt. Ostdeutschland befindet sich gegenwärtig wie Deutschland insgesamt im konjunkturellen Aufschwung. Die für das Jahr 2006 prognostizierte wirtschaftliche Belebung dürfte allerdings nicht stark genug sein, um eine Trendwende am ostdeutschen Arbeitsmarkt bewirken zu können. Im Freistaat Sachsen wird die Wirtschaftsleistung 2006 vermutlich etwas stärker zulegen als im Durchschnitt der ostdeutschen Bundesländer." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Regionale Arbeitsmarktströme: Analysemöglichkeiten auf Basis eines Mehrkontenmodells (2006)
Zitatform
Haas, Anette & Thomas Rothe (2006): Regionale Arbeitsmarktströme. Analysemöglichkeiten auf Basis eines Mehrkontenmodells. (IAB-Forschungsbericht 09/2006), Nürnberg, 24 S.
Abstract
"Für die Arbeitsagenturen stellen die Bewegungen auf den regionalen Arbeitsmärkten entscheidende Größen dar, die es bei der Beratung und Vermittlung wie bei der Ausrichtung der aktiven Arbeitsmarktpolitik zu beachten gilt. Das Mehrkontenmodell (MKM) ermöglicht eine systematische Darstellung und Analyse der Arbeitsmarktströme in den Bezirken der Agenturen für Arbeit. Allgemeines Ziel des Mehrkontenmodells ist es, die Dynamik des lokalen Arbeitsmarktes zu erfassen und Vergleiche zwischen den Regionen zu ermöglichen. Somit lassen sich auch eine Reihe wichtiger Hinweise für die Ausrichtung der aktiven Arbeitsmarktpolitik gewinnen. In dem Forschungsbericht wird auf die Bedeutung des Stromansatzes für die Entwicklung regionaler Arbeitsmärkte eingegangen und die grundsätzliche Vorgehensweise zur Erstellung von Übergangsmatrizen erläutert. Darüber hinaus werden Ergebnisse für ausgewählte Arbeitsagenturen vorgestellt. Zum einen betrachten wir die regionale Arbeitslosenentwicklung anhand der Zu- und Abgänge. Außerdem stellen wir die Übergänge nach einer betrieblichen oder außerbetrieblichen Ausbildung in drei Arbeitsagenturen dar und zeigen exemplarisch die Analysemöglichkeiten eines Mehrkontenmodells für die unterschiedliche Situation nach der Ausbildung je nach Wirtschaftszweig." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Haas, Anette; -
Literaturhinweis
Unwilling or unable: spatial and socio-economic restrictions on females' labour market access (2006)
Zitatform
Ham, Maarten van & Felix Büchel (2006): Unwilling or unable. Spatial and socio-economic restrictions on females' labour market access. In: Regional Studies. Journal of the Regional Studies Association, Jg. 40, H. 3, S. 345-357. DOI:10.1080/00343400600632663
Abstract
"Der Aufsatz analysiert die Auswirkungen regionaler Strukturen auf die Bereitschaft von Frauen, einem Erwerb nachzugehen, und die Wahrscheinlichkeit der Erwerbstätigkeit für solche, die willens sind. Den Autoren wurde gestattet, regionale Daten mit einzelnen Teilnehmern der deutschen sozio-ökonomischen Vertretung (German Socio-economic Panel = GSOEP) zu verbinden. Ergebnisse einer zweifach variablen Probitmodellkorektur für Stichprobenauswahl zeigen, dass hochgradige regionale Erwerbslosigkeit Frauen vom Einstieg ins Erwerbsleben abhält. Diejenigen, die arbeiten wollen, finden es leichter, diesen Vorsatz zu verwirklichen, wenn sie in Regionen leben, die geringe Erwerbslosigkeitsraten unter Frauen aufweisen, wenn die Entfernung zur nächsten Agglomeration nicht weit ist, und, soweit sie Mütter sind, ihnen eine gute Auswahl von Angeboten der Kinderpflege entgegenkommt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Regional unemployment forecasting using structural-component models with spatial autocorrelation: paper submitted to the Annual Conference of the European Regional Science Association (ERSA) (2006)
Zitatform
Hampel, Katharina, Marcus Kunz, Norbert Schanne, Rüdiger Wapler & Antje Weyh (2006): Regional unemployment forecasting using structural-component models with spatial autocorrelation. Paper submitted to the Annual Conference of the European Regional Science Association (ERSA). 34 S.
Abstract
Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen werden in Deutschland zunehmend auf regionaler Ebene entschieden. Dies impliziert, dass Institutionen einen wachsenden Bedarf an regionalen Prognosen als Richtschnur für ihre Entscheidungsfindungsprozesse haben. Zu diesem Zwecke widmet sich die Studie Prognosenmodellen zur Prognostik der regionalen Arbeitslosigkeit in den 176 deutschen Arbeitsagenturbezirken. Dabei kommt ein erweitertes strukturelles Komponentenmodell (SC-Modell) zum Einsatz und die Ergebnisse werden mit denen einfacher SC- und ARIMA-Modelle verglichen. Einfachen SC-Modellen fehlen zwei wichtige Dimensionen: zunächst berücksichtigen sie nur Level, Trend sowie saisonale und zyklische Komponenten, obwohl frühere Perioden einer abhängigen Variablen im allgemeinen einen signifikanten Einfluss auf den aktuellen Wert haben. Zweitens wächst die Interdependenz zwischen einzelnen Einheiten, je kleiner diese werden. In der Studie wird das SC-Modell um strukturelle Zäsuren, autoregressive Komponenten und räumliche Abstände erweitert. Daten der Bundesanstalt bzw. Bundesagentur für Arbeit für den Zeitraum vom Dezember 1997 bis Dezember 2005 bilden die Grundlage für die Bewertung der einfachen SC-Modelle mit Komponenten für strukturelle Zäsuren und der ARIMA-Modelle für jede räumliche Einheit separat. In einem zweiten Schritt werden autoregressive Komponenten zu dem SC-Modell hinzugefügt. Im dritten Schritt wird dann eine räumliche Autokorrelation in das SC-Modell eingefügt. Die Qualität der Modelle wird mit simulierten Out-of-Sample-Prognosen für den Zeitraum von Januar bis Dezember 2005 getestet. Die Ergebnisse zeigen, dass das SC-Modell mit autoregressiven Elementen den einfachen SC- und ARIMA-Modellen in den meisten deutschen Arbeitsagenturbezirken nicht überlegen ist. Das SC-Modell mit räumlicher Autokorrelation schneidet in Arbeitsagenturbezirken mit einer niedrigen saisonalen Spannbreite und einer relativ hohen Arbeitslosenquote besser als die anderen Modelle ab. (IAB)
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Literaturhinweis
VALA "light" - die niedersächsischen Kreise im Überblick: Datenblätter und Tabellen zur Studie "Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten" (2006)
Zitatform
Harten, Uwe, Andrea Brück-Klingberg & Martin Wrobel (2006): VALA "light" - die niedersächsischen Kreise im Überblick. Datenblätter und Tabellen zur Studie "Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten". (IAB regional. Berichte und Analysen. IAB Niedersachsen-Bremen 01/2006), Nürnberg, 218 S.
Abstract
"In Ergänzung zur Länderstudie Niedersachsen im Rahmen des Forschungsprojektes 'Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten' ist mit dieser Ausgabe von IABregional eine Sammlung von Datenblättern und Übersichtstabellen sämtlicher niedersächsischer Kreise entstanden. Mit der Beschränkung auf lediglich drei niedersächsische Kreise in dem genannten Bericht sollte - allerdings in eingehender Form - exemplarisch eine besondere Stärke der Analyse aufgezeigt werden, nämlich detaillierte Ergebnisse bis auf Kreisebene auswerten zu können.
Über die in dem Länderbericht für Niedersachsen gebotenen Informationen hinaus, sollen in diesem Band in komprimierter aber gleichwohl übersichtlicher Form für jeden einzelnen niedersächsischen Kreis folgende Fakten dargestellt werden:
- Kreiskarte mit farblicher Zuordnung zum jeweiligen Kreistyp gemäß der Klassifikation des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR / siehe 1.0.2);
- im Vergleich zum Durchschnitt aller Kreise und kreisfreien Städte in Niedersachsen: die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate der Beschäftigung und seiner bedeutendsten, untersuchten Einflussfaktoren wie: - die Branchenstruktur, - das Lohnniveau, - das Qualifikationsniveau, - die Betriebsgrößenstruktur und - die Bedeutung standortspezifischer Einflüsse;
- ein Steckbrief zu wichtigen ökonomischen Größen (jeweils im Verhältnis zu Niedersachsen);
- Besonderheiten zum Brancheneffekt (erwartete und tatsächliche Beschäftigtenentwicklung);
- Diagramme zum Betriebsgrößen- und Qualifikationseffekt (Vergleich mit dem westdeutschen Durchschnitt und dem Durchschnitt des jeweiligen Siedlungsstrukturtyps) sowie einer
- Tabelle mit den Beschäftigungswirkungen nach Branchen und deren Anteilen an der Gesamtbeschäftigung.
Ferner enthält der Band kurze einführende Erläuterungen zur Datenbasis dieser Untersuchung und zu den Merkmalen des Analyse-Modells. Im Anhang befindet sich eine Gesamtübersicht der Effekte in den niedersächsischen Kreisen, Schaubilder zur Beschäftigungsentwicklung und zu den einzelnen Effekten auf Kreisebene sowie eine Aggregatübersicht der untersuchten Branchen." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Tabellenband VALA: Datenmaterial für Baden-Württemberg zur Studie "Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten" (2006)
Jahn, Daniel; Rau, Matthias;Zitatform
Jahn, Daniel & Matthias Rau (2006): Tabellenband VALA. Datenmaterial für Baden-Württemberg zur Studie "Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten". (IAB regional. Berichte und Analysen. IAB Baden-Württemberg 01/2006), Nürnberg, 82 S.
Abstract
"Bei dem Tabellenband handelt es sich um eine Ergänzung zur Länderstudie Baden-Württemberg des IABregional-Forschungsprojektes 'Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten'. Hierin finden sich Daten zur Beschäftigungsentwicklung sowie zu den Beschäftigungsanteilen differenziert nach Branchen, Betriebsgrößen und Qualifikation der Beschäftigten, ergänzt um Angaben zum relativen Lohnniveau und zum Einfluss des Standorts. Aus den Daten geht außerdem hervor, wie stark die Wirkung der jeweiligen Einflussfaktoren auf die Beschäftigungsentwicklung ist. Hierzu sind die Koeffizienten aus der Shift-Share-Regression und die damit berechneten Effekte angegeben. Die räumliche Differenzierung erfolgt nach westdeutschen Bundesländern, baden-württembergischen Stadt- und Landkreisen sowie - wenn sinnvoll - nach siedlungsstrukturellen Kreistypen gemäß der Klassifikation des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR)." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Jahn, Daniel; -
Literaturhinweis
Existenzgründung im ländlichen Raum: Potenziale und Aktivitäten in der Raumordnungsregion Lüneburg (2006)
Zitatform
Japsen, Andrea & Dirk Oberschachtsiek (2006): Existenzgründung im ländlichen Raum. Potenziale und Aktivitäten in der Raumordnungsregion Lüneburg. In: R. Sternberg (Hrsg.) (2006): Deutsche Gründungsregionen (Wirtschaftsgeographie, 38), S. 195-226.
Abstract
"Der Beitrag untersucht die Gründungsaktivitäten in der Raumordnungsregion Lüneburg. Die Gründungsaktivitäten und Rahmenbedingungen werden in der gesamten Region sowie in den dazugehörigen drei Landkreisen gesondert analysiert. Als ländlich eingestufte Region zeigt die Raumordnungsregion Lüneburg deutliche Unterschiede zwischen den Landkreisen. Dabei lässt sich erkennen, dass die im Vergleich zu den übergeordneten Raumeinheiten (Bundesland Niedersachsen und Westdeutschland) höheren Gründungsraten in der Raumordnungsregion Lüneburg charakteristisch sind für ländliche Regionen in Niedersachsen. Gleichzeitig widerspricht dies der Tendenz, dass mit zunehmender Verdichtung auch die Gründungsaktivität ansteigt. Zudem weisen die beobachteten Landkreise sehr heterogene Ausgangsbedingungen für Gründungsaktivitäten auf. Dieses Bild zeigt sich sowohl über den qualitativ ausgerichteten Kreisvergleichen als auch in den deskriptiven Befunden auf Basis des Regionalen Entrepreneurship Monitors (REM). Die Ergebnisse lassen allerdings die Frage offen, wie viele der Existenzgründungen insbesondere in den stark ländlichen Kreisen Uelzen und Lüchow-Dannenberg in erster Linie durch die individuelle Sicherung des Lebensunterhalts motiviert sein können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
On the stability of the German Beveridge curve: a spatial econometric perspective (2006)
Zitatform
Kosfeld, Reinhold, Christian Dreger & Hans-Friedrich Eckey (2006): On the stability of the German Beveridge curve. A spatial econometric perspective. (IZA discussion paper 2099), Bonn, 26 S.
Abstract
In dem Beitrag wird das Konzept der Beveridge-Kurve zur Untersuchung der Effizienz von Matching-Prozessen eingesetzt und hierzu auf regionale Arbeitsmarktdaten für Deutschland angewandt. Der negative Zusammenhang zwischen Arbeitslosenquote und offenen Stellen, der von der Beveridgekurve postuliert wird, kann mittels räumlicher ökonometrischer Verfahren effektiv geschätzt werden. Der Eigenfunction-Decomposition-Ansatz, der von Griffith (2000, 2003) vorgeschlagen wurde, wird zur Identifikation räumlicher und nicht-räumlicher Faktoren genutzt. Da im Zeitverlauf mit Schwankungen der räumliche Muster zu rechnen ist, wird eine Inferenz auf der Grundlage eines räumlichen SUR-Modells durchgeführt. Verschiebungen der Beveridge-Kurve beeinflussen ihre Position, und Zeitreihenschätzungen dieses Parameters sind das Ergebnis. Im Gegensatz zu Befunden für die USA und Großbritannien belegen die Ergebnisse einen zunehmenden Job-Mismatch im Laufe des letzten Jahrzehnts. Obwohl die Außenverschiebung der Beveridge-Kurve durch strukturelle Faktoren wie die Entwicklung der Langzeitarbeitslosigkeit erklärt werden kann, wird sie auch durch konjunkturelle Schwankungen beeinflusst. Die Rolle dieser konjunkturellen Faktoren gefährdet die Stabilität der Kurve. Zur Untersuchung arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen, die auf eine Optimierung des Matching-Prozesses zielen, ist der Zusammenhang möglicherweise ungeeignet. (IAB)
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Literaturhinweis
Thresholds for employment and unemployment: a spatial analysis of German regional labour markets, 1992-2000 (2006)
Zitatform
Kosfeld, Reinhold & Christian Dreger (2006): Thresholds for employment and unemployment. A spatial analysis of German regional labour markets, 1992-2000. In: Papers in regional science, Jg. 85, H. 4, S. 523-542.
Abstract
"This paper applies Verdoorn's and Okun's law to derive efficient estimates of the employment and unemployment threshold in the Unified Germany. The analysis is built on a disaggregated dataset of regional labour markets, where spatial dependencies are taken into account. Especially, a spatial SUR model is proposed utilising the eigenfunction decomposition approach suggested by Griffith (1996, 2000). The thresholds turn out to be unstable over time. However, minimum output growth sufficient for a rise in employment is below the level needed for a drop in the unemployment rate. If spatial effects are ignored, the thresholds seem to be markedly overrated." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Der Arbeitsmarkt für jüngere Arbeitskräfte - Status quo und Ausblick: eine deskriptive Analyse des Ausbildungs- und Arbeitsmarktes für Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern (2006)
Zitatform
Kotte, Volker, Per Kropp & Annekatrin Niebuhr (2006): Der Arbeitsmarkt für jüngere Arbeitskräfte - Status quo und Ausblick. Eine deskriptive Analyse des Ausbildungs- und Arbeitsmarktes für Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. (IAB regional. Berichte und Analysen. IAB Nord 02/2006), Nürnberg, 47 S.
Abstract
Im Rahmen der Studie wird die gegenwärtige Situation am Arbeits- und Ausbildungsmarkt für Jüngere in Norddeutschland vor dem Hintergrund der zu erwartenden demographischen Veränderungen analysiert. Im Mittelpunkt stehen dabei die langfristigen Implikationen der gegenwärtigen Lage am Arbeits- und Ausbildungsmarkt. Betrachtet werden die Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sowie die zur Metropolregion Hamburg zählenden Kreise in Niedersachsen. Soweit es die Datenlage zulässt, werden kleinräumige Unterschiede in den norddeutschen Bundesländern berücksichtigt. Damit wird der Tatsache Rechnung getragen, dass nicht alle Regionen in gleichem Maße vom demographischen Wandel betroffen sein werden. Die Daten stammen überwiegend aus den Geschäftsstatistiken der Bundesagentur für Arbeit. Auf der Grundlage der empirischen Analysen ist festzustellen, dass die Arbeitsmarktsituation der jüngeren Erwerbspersonen in Norddeutschland durch erhebliche regionale Disparitäten gekennzeichnet ist, die sich nicht allein auf einen West-Ost-Gegensatz (Schleswig-Holstein/Hamburg gegenüber Mecklenburg-Vorpommern) reduzieren lassen. Auch innerhalb Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns bestehen deutliche Unterschiede bezüglich der Lage auf den regionalen Arbeits- und Ausbildungsmärkten. Insgesamt ist die gegenwärtige Situation der jüngeren Arbeitskräfte angesichts der anhaltenden Auswirkungen früher Integrationsprobleme und der Arbeitsmarkteffekte der anstehenden demographischen Veränderungen als äußerst problematisch einzuschätzen. Die demographische Entwicklung bis 2020 wird nicht zwangsläufig zu einem Rückgang der Arbeitslosigkeit insgesamt und der Jugendarbeitslosigkeit im Besonderen führen. (IAB2)
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Literaturhinweis
Hamburg - Wirtschaft und Arbeitsmarkt im Metropolenvergleich (2006)
Kropp, Per;Zitatform
Kropp, Per (2006): Hamburg - Wirtschaft und Arbeitsmarkt im Metropolenvergleich. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 55, H. 11/12, S. 301-307.
Abstract
"Die Studie zeigt die Entwicklung von Wirtschaft und Arbeitsmarkt in wichtigen Metropolen Deutschlands zwischen 1993 und 2005. Ein Schwerpunkt dabei ist die Verknüpfung von Wirtschafts- und Arbeitsmarktentwicklung. Spezifische Probleme werden am Beispiel der Metropolregion Hamburg erörtert. Dies gilt insbesondere für die Untersuchung der Beziehungen zwischen den Metropolen und ihrem Umland. Zahlreiche Erkenntnisse beruhen auf der 'Vergleichenden Analyse von Länderarbeitsmärkten (VALA)' des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB), die es erlaubt, die regional stark differenzierte Beschäftigungsentwicklung in den Metropolregionen auf wirtschaftliche Faktoren (Lohnniveau, Branchen-, die Betriebsgrößen- und die Qualifikationsstruktur) und regional spezifische Standortfaktoren zurückzuführen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Kropp, Per; -
Literaturhinweis
Die demographische Lage der Nation: wie zukunftsfähig sind Deutschlands Regionen (2006)
Kröhnert, Steffen; Medicus, Franziska; Klingholz, Reiner;Zitatform
Kröhnert, Steffen, Franziska Medicus & Reiner Klingholz (2006): Die demographische Lage der Nation. Wie zukunftsfähig sind Deutschlands Regionen. München: Dt. Taschenbuch-Verl., 191 S.
Abstract
"Auf der Basis aktueller Zahlen und nach insgesamt 22 Indikatoren wie z.B. Kinderzahlen, Altersverteilung, Wanderungsbewegungen, Freizeitwert, Ausbildungsstand, Industriestatus usw. werden bundesweit die demografischen Entwicklungen dokumentiert und bewertet. Das Werk ist nach Bundesländern, Kreisen und kreisfreien Städten gegliedert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Kreisergebnisse VALA Sachsen: Datenmaterial für die sächsischen Kreise zur Studie "Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten" (2006)
Zitatform
Kunz, Marcus & Antje Weyh (2006): Kreisergebnisse VALA Sachsen. Datenmaterial für die sächsischen Kreise zur Studie "Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten". (IAB regional. Berichte und Analysen. IAB Sachsen 02/2006), Nürnberg, 87 S.
Abstract
"Das Datenmaterial über die Kreisergebnisse der VALA-Studie für Sachsen stellt eine Ergänzung zum ausführlichen Länderbericht 'Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten - Länderstudie Sachsen' dar. Es werden zunächst die Daten und Merkmale der Beschäftigungsentwicklung detailliert dargestellt. Einige Überblickstabellen enthalten die Beschäftigungsanteile in den einzelnen Branchen, die Anteile verschiedener Firmengrößen und Qualifikationen an der Beschäftigung sowie unterschiedliche regionale Lohnniveaus für alle sächsischen Kreise, Sachsen, Ostdeutschland und den jeweiligen siedlungsstrukturellen Kreistyp. Danach werden grafisch für jede dieser Ebenen die Beschäftigungsentwicklung und separat die Effekte aufgezeigt. Abschließend findet eine Zuordnung der regionalen Branchenstruktur nach positiven und negativen Beschäftigungseffekten statt. Die Tabellen und Abbildungen enthalten größtenteils zusätzliche Informationen, die nicht in die Interpretation der Länderstudie aufgenommen worden sind. Das Datenmaterial soll insbesondere den Akteuren vor Ort zur Verfügung stehen. Es ermöglicht Vergleiche sowohl auf der gleichen regionalen Ebene, als auch zwischen unterschiedlichen regionalen Einheiten. Durch die Überblickstabellen kann sich der Nutzer die gewünschten Grafiken selbst erzeugen oder die bereits integrierten Grafiken nutzen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie die VALA-Länderstudie Sachsen. -
Literaturhinweis
Die altersselektive Abwanderung aus Ostdeutschland (2006)
Mai, Ralf;Zitatform
Mai, Ralf (2006): Die altersselektive Abwanderung aus Ostdeutschland. In: Raumforschung und Raumordnung, Jg. 64, H. 5, S. 355-369.
Abstract
"Der Beitrag analysiert die Abwanderung von Ost- nach Westdeutschland zwischen 1991 und 2004 - mit Schwerpunkt auf ihrer Altersselektivität, also ihrer altersspezifisch differenzierten Struktur nach Richtung und Stärke. Nach einem Überblick über die Ost-West-Wanderungen wird deren Altersselektivität hinsichtlich ihrer zeitlichen, geschlechtsspezifischen und räumlichen Differenzierung untersucht. Eine demographische Modellrechnung der altersselektiven Abwanderungseffekte in den ostdeutschen Ländern schließt die Analyse ab." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Regionale Arbeitslosigkeit und Arbeitsplatzwechsel in Deutschland: eine Analyse auf Kreisebene (2006)
Zitatform
Mertens, Antje & Anette Haas (2006): Regionale Arbeitslosigkeit und Arbeitsplatzwechsel in Deutschland. Eine Analyse auf Kreisebene. In: Review of regional research, Jg. 26, H. 2, S. 147-169. DOI:10.1007/s10037-006-0002-3
Abstract
"Der Beitrag untersucht den Einfluss regionaler Arbeitslosenquoten auf regionale Arbeitsplatzwechsel und Betriebswechsel. Dazu haben wir einen einzigartigen Datensatz herangezogen, der sowohl detaillierte persönliche Informationen als auch Regionalinformationen über den Betriebsstandort enthält. Diesen Datensatz haben wir mit Arbeitslosigkeitsinformation der Bundesagentur für Arbeit auf Kreisebene verknüpft. Während frühere Untersuchungen oft keinen gesicherten Einfluss bezüglich der Rolle der regionalen Arbeitslosigkeit feststellen konnten, zeigen wir, dass die unterschiedlichen Motive für einen Regionalwechsel mit berücksichtigt werden müssen. Betrachtet man, aus welchem Grund der alte Arbeitsplatz aufgegeben wurde, kann man deutliche Einflüsse in zwei verschiedene Richtungen feststellen: bei steigender regionaler Arbeitslosigkeit sinken freiwillige Arbeitsplatzwechsel und unfreiwillige Arbeitsplatzwechsel steigen an. Offensichtlich fällt die Entscheidung für regionale Mobilität insbesondere dann positiv aus, wenn die Nichtmobilität zu einer extrem schlechteren Situation wie längerer Arbeitslosigkeit führen würde. Folglich trägt regionale Mobilität, wenn auch in geringem Maße, dazu bei, die regionalen Arbeitslosenquoten untereinander anzugleichen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Haas, Anette; -
Literaturhinweis
Interregional differences in labor market participation (2006)
Zitatform
Möller, Joachim & Alisher Aldashev (2006): Interregional differences in labor market participation. In: Review of regional research, Jg. 26, H. 1, S. 25-50. DOI:10.1007/s10037-005-0076-3
Abstract
"Der Beitrag analysiert die regionale Variation der geschlechtsspezifischen Partizipationsraten. Wir entwickeln zunächst ein suchtheoretisches Modell, das von intertemporaler Optimierung der Individuen ausgeht. Das Modell führt zur Aussage, dass ein höheres regionales Lohnniveau die Partizipation begünstigt, während höhere Arbeitsplatzunsicherheit die Partizipation senkt. Weiterhin sollte dem Modell zufolge eine stärkere Lohndispersion den Wert der Suche erhöhen und damit die Wahrscheinlichkeit der Teilnahme am Erwerbsleben vergrößern. Unter Verwendung eines Ansatzes der räumlichen Ökonometrie untersuchen wir die Bestimmungsgründe der geschlechtsspezifischen Partizipationsraten in einem umfassenden Modell, das auch soziodemographische und räumliche Merkmale einschließt und Unterschiede zwischen West- und Ostdeutschland ausdrücklich zulässt. Wir können generell nachweisen, dass die räumlichen Unterschiede im Partizipationsverhalten beider Geschlechter durch ökonomische Variablen getrieben werden. Arbeitslosigkeit senkt die Neigung, am Erwerbsleben teilzunehmen, während sich ein höheres Lohnniveau positiv auswirkt. Diese Resultate sind im Einklang mit den theoretischen Erwartungen. Im Unterschied zu den Implikationen des Modells mit Risikoneutralität der Individuen können wir empirisch belegen, dass höhere Lohnungleichheit tendenziell nicht zu einer Erhöhung, sondern zu einer Reduktion der Partizipationswahrscheinlichkeit führt. Wir ziehen daraus die Schlussfolgerung, dass das suchtheoretische Rahmenmodell nicht in der Lage ist, alle Aspekte des Partizipationsverhaltens angemessen zu erklären." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Möller, Joachim; -
Literaturhinweis
New neural network methods for forecasting regional employment: an analysis of German labour markets (2006)
Zitatform
Patuelli, Roberto, Aura Reggiani, Peter Nijkamp & Uwe Blien (2006): New neural network methods for forecasting regional employment. An analysis of German labour markets. In: Spatial Economic Analysis, Jg. 1, H. 1, S. 7-30. DOI:10.1080/17421770600661568
Abstract
Neuronale Netze sind moderne, statistische Tools, die auf lernenden Algorithmen basieren und speziell dafür geeignet sind, große Datenmengen und komplexe Daten zu verarbeiten. In dem Papier werden Voraussagen der regionalen Arbeitslosigkeit bzw. Beschäftigung sowohl für West- und Ostdeutschland mit Hilfe dieser Methode errechnet. Die Ergebnisse werden mit Hilfe der Shift-Share-Analyse behandelt, um die Aussagen zu validieren. Für 439 deutsche Arbeitsamtbezirke werden Berechnungen durchgeführt und Prognosen für jeweils Zweijahreszeiträume vorgelegt. Für die Prognosen werden zwei Modelle herangezogen, ein Dummy-Variablen-Modell und ein Fixed-Effects-Modell, wobei letzteres beim Vergeich der Prognoseergebnisse besser abschneidet. (IAB)
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Literaturhinweis
The development of regional employment in Germany: results from neural network experiments (2006)
Zitatform
Patuelli, Roberto, Aura Reggiani & Peter Nijkamp (2006): The development of regional employment in Germany. Results from neural network experiments. In: Scienze regionali. Italian journal of regional science, Jg. 5, H. 3, S. 63-95.
Abstract
"This paper offers an overview of experimental results, based on neural networks (NNs) used to forecast regional employment variations in Germany. NNs are statistical optimization tools, whose main characteristics are non-linear data processing and the ability to find functional relationships within the data. We present the results - for a set of NN models - based on regional data concerning full-time employment in Germany. The database used in our experiments consists of two panels of 326 and 113 NUTS 3 districts, which represent West and East Germany, respectively. In order to forecast employment growth rates for the years 2004, 2005, and 2006, NN models - also embedding shift-share analysis components - were developed and evaluated for West and East Germany. The paper concludes with theoretical, methodological and empirical observations in the light of future research developments." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
New neural network methods for forecasting regional employment: an analysis of German labour markets (2006)
Zitatform
Patuelli, Roberto, Aura Reggiani, Peter Nijkamp & Uwe Blien (2006): New neural network methods for forecasting regional employment. An analysis of German labour markets. (Discussion paper / Tinbergen Institute 2006-020/3), Amsterdam u.a., 23 S.
Abstract
Neuronale Netze sind moderne, statistische Tools, die auf lernenden Algorithmen basieren und speziell dafür geeignet sind, große Datenmengen und komplexe Daten zu verarbeiten. In dem Papier werden Voraussagen der regionalen Arbeitslosigkeit bzw. Beschäftigung sowohl für West- und Ostdeutschland mit Hilfe dieser Methode errechnet. Die Ergebnisse werden mit Hilfe der Shift-Share-Analyse behandelt, um die Aussagen zu validieren. Für 439 deutsche Arbeitsamtbezirke werden Berechnungen durchgeführt und Prognosen für jeweils Zweijahreszeiträume vorgelegt. Für die Prognosen werden zwei Modelle herangezogen, ein Dummy-Variablen-Modell und ein Fixed-Effects-Modell, wobei letzteres beim Vergeich der Prognoseergebnisse besser abschneidet. (IAB)
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Literaturhinweis
Neuabgrenzung des deutschen Regionalfördergebiets 2007 bis 2013: ausgewählte Regionalindikatoren zur Überprüfung von Vorranggebieten im Rahmen der regionalen Strukturpolitik. Endbericht. Gutachten im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe (GA) "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (2006)
Zitatform
(2006): Neuabgrenzung des deutschen Regionalfördergebiets 2007 bis 2013. Ausgewählte Regionalindikatoren zur Überprüfung von Vorranggebieten im Rahmen der regionalen Strukturpolitik. Endbericht. Gutachten im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe (GA) "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur". (IAB-Gutachten), Nürnberg, 136 S.
Abstract
Das Gutachten beschreibt die Arbeiten zur Vorbereitung der Neuabgrenzung des deutschen Fördergebiets für den Zeitraum von 2007 bis 2013. Es wurde im Auftrag des Unterausschusses der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" erstellt. Das Gutachten enthält drei Module: Im ersten Modul wird der bisherige Gebietszuschnitt der Arbeitsmarktregionen im Raum Berlin und Brandenburg kritisch überprüft und Vorschläge für einen neuen, kreisscharfen Gebietszuschnitt für die kommende Förderperiode erarbeitet. Das zweite Modul enthält verschiedene Indikatoren, die in geeigneter Weise die Arbeitsmarktlage und Einkommenskraft der Regionen abbilden. Dafür werden neben den "klassischen" Indikatoren wie der Arbeitslosenquote und dem Bruttojahreslohn pro Beschäftigtem auch neue Indikatoren analysiert, z.B. das Primäreinkommen, die Entwicklung der Erwerbsbevölkerung oder der Beschäftigungsgrad am Wohnort. Das dritte Modul umfasst Vorschläge für ein erstmals gesamtdeutsches Bewertungsmodell. Neben den gesamtdeutschen Modellrechnungen werden die unterschiedlichen Verfahren zur Bildung eines Gesamtindikators diskutiert. Zudem wird auf die Problematik beim Übergang von getrennten Modellen für West- und Ostdeutschland zu einem gesamtdeutschen Modell eingegangen. (IAB2)
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie eine Übersicht über die Inhalte des Gutachtens. -
Literaturhinweis
Human capital externalities and growth of high- and low-skilled jobs (2006)
Suedekum, Jens;Zitatform
Suedekum, Jens (2006): Human capital externalities and growth of high- and low-skilled jobs. (IZA discussion paper 1969), Bonn, 28 S.
Abstract
Die Auswirkungen des Humankapitals auf die lokale Beschäftigungsentwicklung in Westdeutschland (1977-2002) werden in dem Beitrag analysiert. Dabei zeigt sich ein schnelleres Wachstum in qualifizierte Städten verglichen mit unqualifizierten Städten. Der Autor bezweifelt, das dies auf standortspezifische externe Effekte des regionalen Humankapitals zurückgeführt werden kann. Ein hoher Anfangsanteil an hoch qualifzierten Arbeitskräften reduziert signifikant das nachfolgende Wachstum der Arbeitsplätze für Hochqualifizierte. Der beobachtete positive Einfluss auf das Gesamtbeschäftigungswachstum wird demnach auf die Tatsache zurückgeführt, dass in den ursprünglich qualifizierten Städten der Arbeitsmarkt für Geringqualifizierte schneller wächst als der Arbeitsmarkt für Hochqualifizierte schrumpft. Diese Erkenntnisse ensprechen der Komplementarität zwischen Qualifikationsgruppen als vermittelnder Instanz zwischen Humankapital und Beschäftigungswachstum. Theorien der selbstverstärkenden lokalen Konzentration hoch qualifizierter Arbeitskräfte infolge regionaler Spillover werden hierdurch in Frage gestellt. (IAB)
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Literaturhinweis
What has caused regional employment growth differences in Eastern Germany? (2006)
Zitatform
Suedekum, Jens, Uwe Blien & Johannes Ludsteck (2006): What has caused regional employment growth differences in Eastern Germany? In: Review of regional research, Jg. 26, H. 1, S. 51-73. DOI:10.1007/s10037-005-0077-2
Abstract
"In dem Aufsatz verwenden wir ein regressionsanalytisches Analogon der deskriptiven shift-share Methode, um die Erklärungsmacht verschiedener Theorien zur Entstehung regionaler Disparitäten im Beschäftigungswachstum zu testen. Konkret betrachten wir die Beschäftigungsentwicklung in den ostdeutschen Landkreisen von 1993-2001. Es stellt sich heraus, dass ein überhöhtes regionales Lohnniveau eine größere Rolle spielt als regionale Differenzen in der Qualifikations-, Firmengrößen- oder Branchenstruktur. Die wichtigste Quelle regionaler Wachstumsunterschiede ist jedoch die Dispersion idiosynkratischer Standorteffekte. Die ostdeutschen Landkreise unterscheiden sich signifikant in ihrer Kapazität, Beschäftigungswachstum zu generieren. Dies unterstreicht die Bedeutung der regionalen Dimension des Beschäftigungsproblems in Ostdeutschland." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten: Bericht für den Süden Brandenburgs. Der Arbeitsagenturbezirk Cottbus mit der kreisfreien Stadt Cottbus und den Landkreisen Elbe Elster, Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz (2006)
Wiethölter, Doris; Bogai, Dieter;Zitatform
Wiethölter, Doris & Dieter Bogai (2006): Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten. Bericht für den Süden Brandenburgs. Der Arbeitsagenturbezirk Cottbus mit der kreisfreien Stadt Cottbus und den Landkreisen Elbe Elster, Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz. (IAB regional. Berichte und Analysen. IAB Berlin-Brandenburg 04/2006), Nürnberg, 48 S.
Abstract
Der Bericht ist Teil eines deutschlandweiten Forschungsprojektes "VALA - Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten" des IAB. Es vergleicht und analysiert die Beschäftigungsentwicklung in den Kreisen und erklärt diese mit der Branchenstruktur, Lohnhöhe, Betriebsgröße, Qualifikationsstruktur der Beschäftigten und den regionalen Standortbedingungen. "Der Agenturbezirk Cottbus im Süden Brandenburgs gehört zu den Regionen des Landes mit den schwierigsten Bedingungen am Arbeitsmarkt. Im Vergleich zu den anderen Kreisen Brandenburgs ist die Beschäftigung dort am stärksten zurückgegangen. Die Arbeitslosenquoten in den Teilregionen liegen ebenfalls teilweise deutlich über dem Landesdurchschnitt. Die Regionen, die von Braunkohleförderung und Energieindustrie geprägt sind, erlebten einen gravierenden Strukturwandel. Dies kommt abgesehen von der Stadt Cottbus in einem für alle Landkreise negativen Brancheneffekt zwischen -0,56 Prozentpunkten in Elbe Elster und -1,13 Prozentpunkten in Oberspreewald-Lausitz zum Ausdruck. Die weiteren Beschäftigungsdeterminanten wirken in den Kreisen des Agenturbezirks unterschiedlich. Während in Cottbus vor allem die höheren Betriebsgrößen - allerdings nicht untypisch für Kreisstädte - negativ auf die Beschäftigung wirken, macht sich im Landkreis Oberspreewald-Lausitz zusätzlich der negative Lohneinfluss bemerkbar. Dagegen ist in Cottbus der Lohneinfluss - untypisch für Kreisstädte - günstig für die Beschäftigung. Dies liegt vor allem am niedrigen Lohnniveau, für das neben hoher Arbeitslosigkeit die Nähe Polens bedeutsam sein dürfte. Auffallend ist der signifikante und bezogen auf Ostdeutschland stark negative Standorteffekt von -1,52 Prozentpunkten für Cottbus. Dieser steht erstaunlich neutralen Standorteigenschaften des Landkreises Spree-Neiße gegenüber, würde man doch gerade auch dort aufgrund der Randlage ebenfalls deutlich negative Standorteffekte vermuten. Es liegt der Schluss nahe, dass hier besonders deutlich die Wirkungen aus der Stadt-Umland-Beziehung zwischen dem Landkreis Spree-Neiße und der davon vollständig umschlossenen Stadt Cottbus zum Tragen kommen. Der Landkreis Spree-Neiße profitiert von der Suburbanisierung der Kreisstadt und dem Zugang von Märkten in Cottbus und kann damit Nachteile in der großräumigen Erreichbarkeit sowie in der Lage an der ehemaligen EU-Außengrenze ausgleichen. Cottbus hingegen ist ebenfalls von den Konsequenzen aus dieser Randlage betroffen, hat jedoch infolge einer starken Abwanderung auch erhebliche nachfrageseitige Verluste zu verkraften. Die Ansiedlung überregional tätiger öffentlicher Einrichtungen ist ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Beschäftigungssituation in der Stadt." (IAB2)
Beteiligte aus dem IAB
Wiethölter, Doris; -
Literaturhinweis
Statistik lokal: Daten für die Gemeinden, kreisfreien Städte und Kreise Deutschlands, Ausgabe 2006 (2006)
Abstract
Die DVD bietet einen Querschnitt aus folgenden Bereichen der amtlichen Statistik: Gebiet (Gebietsfläche und Bodenfläche nach Art der tatsächlichen Nutzung); Bevölkerung (nach Altersgruppen und Geschlecht, Wanderungen über die Gemeindegrenzen); Beschäftigung und Arbeitslosigkeit (sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, Arbeitslose nach ausgewählten Personengruppen); Landwirtschaft; Verarbeitendes Gewerbe sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden; Gebäude und Wohnungen; Bautätigkeit; Tourismus; Öffentliche Finanzen; Wahlen. Der regionale Nachweis erfolgt für das Bundesgebiet sowie für alle Bundesländer, ggf. deren Regierungsbezirke, die Kreise, kreisfreien Städte und kreisangehörigen Gemeinden. Bei Niedersachsen und Rheinland-Pfalz erfolgt der Nachweis auch für Samt- bzw. Verbandsgemeinden und deren Mitgliedsgemeinden. (IAB)
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Literaturhinweis
Kreiszahlen: ausgewählte Regionaldaten für Deutschland. Ausgabe 2005 (2006)
Abstract
Die Kreisdaten beziehen sich auf die Flächen und Bevölkerungsdichte, die Bevölkerung, natürliche Bevölkerungsbewegungen, Wanderungen und Bevölkerungsveränderungen, die Erwerbstätigkeit, Schulwesen und Qualifikation, Landwirtschaft, produzierendes Gewerbe, Bautätigkeiten und Wohnungswesen, Gewerbemeldungen, Gastgewerbe und Tourismus, die volkswirtschaftliche Gesamtrechungen sowie Wahlen. (IAB)
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Literaturhinweis
Raumordnungsprognose 2020/2050: Bevölkerung, private Haushalte, Erwerbspersonen, Wohnungsmarkt (2006)
Zitatform
(2006): Raumordnungsprognose 2020/2050. Bevölkerung, private Haushalte, Erwerbspersonen, Wohnungsmarkt. (Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung. Berichte 23), Bonn, 117 S., CD-ROM.
Abstract
"Das BBR führt in regelmäßigem, mehrjährigem Abstand eine Raumordnungsprognose durch. In ihr werden Eckwerte der räumlichen Entwicklung wie die Demographie (Bevölkerung, private Haushalte), Teile des Arbeitsmarktes (Erwerbspersonen) und der Wohnungsmarkt in ihrer künftigen Entwicklung (diesmal bis 2020, für ausgewählte Informationen bis 2050) abgeschätzt. In dem Bericht werden auf der Grundlage der jüngsten bundesweit verfügbaren Daten die Trends der bisherigen Entwicklungen in den Teilräumen (modifiziert) fortgeschrieben und in ihren räumlichen Auswirkungen analysiert. Die Berechnungen erfolgen auf regionaler Ebene und ergeben so in der Gesamtschau ein räumliches Zukunftsbild der Bundesrepublik Deutschland, das von Heterogenität, Vielfalt und zum Teil gegenläufigen Entwicklungen geprägt ist. Aufgrund der großen Datenmenge der Prognoseergebnisse wurden zwei Publikationsformen gewählt: In Papierform der Berichte-Band 23 'Raumordnungsprognose 2020/2050' und in elektronischer Form die gleichnamige CD-ROM. Diese stellt dem Leser zusätzliche, umfangreiche Ergebnisse aus den Bereichen Bevölkerung, private Haushalte, Erwerbspersonen und Wohnungsmarkt in Tabellenform sowie ergänzende Informationen in Schrift und Bild bereit." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie die Kurzfassung -
Literaturhinweis
Brandenburg regional 2006: eine räumliche Bestandsaufnahme der Regionen, Landkreise und kreisfreien Städte (2006)
Abstract
"Inhaltliche Schwerpunkte der räumlichen Stärke-/Schwächenanalyse für jeden Kreis bzw. jede Region waren - bei weitgehend identischem Aufbau - Bevölkerung, Wirtschaft, Arbeitsmarkt sowie der Komplex Planen/Bauen/Wohnen. DEm vorangestellt wurde jeweils ein kurzer einführender Abriss über geographische Lage- und Größenverhältnisse, naturräumliche und historische Entwicklung, Verkehr, Flächennutzung sowie Natur- und Landschaftsschutz." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Statistik regional: Daten für die Kreise und kreisfreien Städte Deutschlands, Ausgabe 2006 (2006)
Abstract
Die CD-ROM bietet einen Querschnitt aus folgenden Bereichen der amtlichen Statistik: Gebiet (Gebietsfläche und Bodenfläche nach Nutzungsart sowie Zahl der Gemeinden); Bevölkerung; Gesundheitswesen; Bildung, Beschäftigung und Arbeitslosigkeit; Landwirtschaft, Produzierendes Gewerbe; Wohnungen und Bautätigkeit; Tourismus; Verkehr; Sozialwesen; Öffentliche Finanzen; Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen; Umwelt; Wahlen. Insgesamt umfasst sie derzeit rd. 1100 Merkmalsausprägungen. Der regionale Nachweis erfolgt für das Bundesgebiet sowie für alle Bundesländer, ggf. deren Regierungsbezirke, die kreisfreien Städte und Kreise. (IAB)
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Literaturhinweis
Der deutsche Arbeitsmarkt - Entwicklung und Perspektiven (2005)
Allmendinger, Jutta; Spitznagel, Eugen; Gaggermeier, Christian; Kettner, Anja; Bach, Hans-Uwe; Klinger, Sabine ; Ebner, Christian ; Koch, Susanne ; Feil, Michael; Ludsteck, Johannes ; Walwei, Ulrich ; Rothe, Thomas ; Eichhorst, Werner; Schnur, Peter; Blien, Uwe ; Zika, Gerd ; Fuchs, Johann ; Wanger, Susanne ;Zitatform
Allmendinger, Jutta, Hans-Uwe Bach, Uwe Blien, Christian Ebner, Werner Eichhorst, Michael Feil, Johann Fuchs, Christian Gaggermeier, Anja Kettner, Sabine Klinger, Susanne Koch, Johannes Ludsteck, Thomas Rothe, Peter Schnur, Eugen Spitznagel, Ulrich Walwei, Susanne Wanger & Gerd Zika (2005): Der deutsche Arbeitsmarkt - Entwicklung und Perspektiven. In: J. Allmendinger, W. Eichhorst & U. Walwei (Hrsg.) (2005): IAB Handbuch Arbeitsmarkt : Analysen, Daten, Fakten (IAB-Bibliothek, 01), S. 13-66.
Abstract
"Das Kapitel enthält eine Darstellung des bundesdeutschen Arbeitsmarktes seit der Wiedervereinigung, eine Analyse der Determinanten regionaler Disparitäten in den alten und neuen Bundesländern sowie zwischen den beiden Landesteilen, einen Vergleich der hiesigen Situation und Entwicklung mit der anderer OECD-Länder, Projektionen der kurz- und längerfristigen Arbeitsmarktentwicklung sowie eine Erörterung der Voraussetzungen für eine weiterhin erforderliche wachstumsfördernde Beschäftigungspolitik." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Kettner, Anja; Ludsteck, Johannes ; Walwei, Ulrich ; Zika, Gerd ; Wanger, Susanne ; -
Literaturhinweis
Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten: Länderstudie Nordrhein-Westfalen (2005)
Amend, Elke; Bauer, Frank;Zitatform
Amend, Elke & Frank Bauer (2005): Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten. Länderstudie Nordrhein-Westfalen. (IAB regional. Berichte und Analysen. IAB Nordrhein-Westfalen 01/2005), Nürnberg, 82 S.
Abstract
"Der Arbeitsmarkt in Nordrhein-Westfalen ist durch erhebliche regionale Disparitäten gekennzeichnet. Die Beschäftigung in NRW als ganzes ist im Zeitraum von 1993 bis 2001 um jährlich 0,37 Prozent zurückgegangen. Aber bereits auf der Ebene der Regionen zeigen sich gegenläufige Entwicklungen: Der Ballungsraum Ruhrgebiet und das Bergische Land weisen erhebliche Beschäftigungsverluste auf, während z.B. die Region Münsterland Beschäftigung hinzu gewonnen hat. Auf Kreisebene variiert die Wachstumsrate der Beschäftigung zwischen 1,29 Prozent pro Jahr im ländlichen Paderborn und - 3,03 Prozent in Gelsenkirchen im nördlichen Ruhrgebiet, woraus sich eine Spannweite von mehr als 4 Prozentpunkten ergibt. Der Hauptgrund für die insgesamt negative Beschäftigungsentwicklung Nordrhein-Westfalens ist das aus der hohen Arbeitsplatzdichte resultierende große Gewicht des Ruhrgebiets. Hinsichtlich der Beschäftigungsentwicklung belegt NRW den letzten Platz im Länder-Ranking der westdeutschen Flächenstaaten. Nur die Stadtstaaten Hamburg und Bremen verloren im gleichen Zeitraum einen noch größeren Anteil ihrer Arbeitsplätze. An der Spitze rangiert Bayern, das mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 0,15 Prozent pro Jahr den bundesweit günstigsten Beschäftigungsverlauf erzielt, gefolgt vom Saarland mit 0,07 Prozent. In der Untersuchung werden zentrale Determinanten der Beschäftigungsentwicklung analysiert: Die Branchenzusammensetzung, die Betriebsgröße, die Qualifikation und der Lohn sowie weitere standortspezifische Faktoren. Das empirische Analysemodell ermittelt für bestimmte Branchen, hauptsächlich für Dienstleistungen, für die Qualifikationsgruppe der Akademiker und für mittelgroße Betriebe eine die Beschäftigung begünstigende Wirkung. Dagegen weisen große Betriebe und die Mehrzahl der Branchen im Produzierenden Gewerbe Beschäftigungsverluste aus. Diese auf der Datenbasis aller westdeutschen Kreise ermittelten Einflussgrößen werden mit ihren regionalen Ausprägungen verknüpft und ergeben so den Beitrag einer jeden Determinante zum regionalen Beschäftigungswachstum. Die Analyse erfolgt mittels einer Shift-Share-Regression, die eine Zerlegung der Beschäftigungsentwicklung in strukturelle und in standortspezifische Determinanten erlaubt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Bauer, Frank;
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Arbeitsmarktentwicklung
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