Transformationsprozess in Ostdeutschland – Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Gesellschaft
Seit der Wiedervereinigung ist die Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost- und Westdeutschland Leitlinie deutscher Politik. Dennoch unterscheiden sich auch viele Jahre nach dem Fall der Mauer Wirtschaft und Arbeitsmärkte in Ost und West noch immer deutlich, mit weitreichenden Konsequenzen für den gesellschaftlichen Wandel und die Lebenslagen ostdeutscher Bürgerinnen und Bürger.
Dieses Dossier präsentiert wissenschaftliche Analysen und Positionen politischer Akteure zum Strukturwandel in den Bereichen Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Bevölkerung, Gesellschaft und Bildung.
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Literaturhinweis
Eine empirische Analyse des Geburtenrückgangs in den neuen Bundesländern aus der Sicht der neoklassischen Bevölkerungsökonomie (1998)
Zitatform
Lechner, Michael (1998): Eine empirische Analyse des Geburtenrückgangs in den neuen Bundesländern aus der Sicht der neoklassischen Bevölkerungsökonomie. In: Zeitschrift für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Jg. 118, H. 3, S. 463-488.
Abstract
"Mit der deutschen Vereinigung war ein massiver Einbruch der Geburtenzahlen in den neuen Bundesländern (NBL) verbunden. Diese Arbeit analysiert zum einen mit dem theoretischen Rahmen der neoklassischen Bevölkerungsökonomie die Incentivewirkungen der Institutionen, die vor und nach der Vereinigung in den NBL anzutreffen waren. Zum anderen wird im empirischen Teil mit altersspezifischen Geburtsraten des Statistischen Bundesamts und den Individualdaten des Sozioökonomischen Panels die Bedeutung der möglichen Erklärungen analysiert. Nahezu alle verfügbare Evidenz spricht für eine Interpretation des Geburtenrückgangs als Anpassungsprozeß an das westliche Fertilitätsmuster, das vor allem durch wesentlich spätere Geburten im Lebenszyklus einer Frau gekennzeichnet ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Der Geburteneinbruch in den neuen Bundesländern seit 1990 und einige Hypothesen zu seiner Erklärung (1998)
Schaich, Eberhard;Zitatform
Schaich, Eberhard (1998): Der Geburteneinbruch in den neuen Bundesländern seit 1990 und einige Hypothesen zu seiner Erklärung. In: Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, Jg. 217, H. 1, S. 93-107. DOI:10.1515/jbnst-1998-0111
Abstract
"In der ehemaligen DDR hat sich seit 1990 bezüglich der Fertilität eine dramatische Abwärtentwicklung ergeben, die im Jahr 1994 zu einer Reproduktionsziffer von nur noch etwa 37% führte. Zur Erklärung wurden die pessimistischen Erwartungen, die neuen Möglichkeiten hochwertigen Konsums und eine schnelle Anpassung der Bevölkerung an das westdeutsche Fertilitätsmuster ins Feld geführt. Die Anpassungshypothese wird sogar neuerdings zur Alleinursache erklärt. In dieser Arbeit wird im einzelnen ausgeführt, warum eine präzise Übernahme des Fertilitätsmusters der ehemaligen Bundesrepublik durch die Bevölkerung der ehemaligen DDR keineswegs gesichert ist. Die Fertilität in den neuen Bundesländern könnte noch längere Zeit hinter der Fertilität in der ehemaligen Bundesrepublik zurückbleiben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Der demographische Wandel in Ostdeutschland: Verlauf und Erklärungsansätze (1997)
Dorbritz, Jürgen;Zitatform
Dorbritz, Jürgen (1997): Der demographische Wandel in Ostdeutschland. Verlauf und Erklärungsansätze. In: Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft, Jg. 22, H. 2/3, S. 239-268.
Abstract
"Der Rückgang der Geburten-, Heirats- und Scheidungsneigung in Ostdeutschland in den Jahren 1990 und 1991 ist in seiner Einmaligkeit häufig beschrieben worden. In diesem Artikel sollen allerdings weniger die bevölkerungsstatistischen Daten im Vordergrund stehen. Ausgehend von einer vor allem altersspezifischen Beschreibung der aktuellen demographischen Lage sind sozialwissenschaftliche Theorieansätze auf ihre Relevanz zur Erklärung des demographischen Wandels zu prüfen und Thesen über die Trends der näheren Zukunft aufzustellen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die Bevölkerungsentwicklung in Ostdeutschland bis zum Jahr 2010 (1997)
Landwehrkamp, Anja;Zitatform
Landwehrkamp, Anja (1997): Die Bevölkerungsentwicklung in Ostdeutschland bis zum Jahr 2010. In: Wirtschaft im Wandel, Jg. 3, H. 3, S. 9-14.
Abstract
"Seit 1989 hat sich die Einwohnerzahl in den neuen Ländern um weit über eine Million durch Abwanderungen verringert. Auch die Zahl der Geburten hat seit 1989 in großem Umfang abgenommen. Demzufolge muß für die Zukunft mit sinkenden Schülerzahlen und einem abnehmenden Bedarf an Schul- und Kindergartenplätzen gerechnet werden. Der seit 1995 eingetretene Anstieg der Geburtenzahlen läßt jedoch vermuten, daß die Talsohle durchschritten ist. Im Projektionszeitraum bis 2010 werden die Geburtenzahlen weiter ansteigen. Darüber hinaus ist zu erwarten, daß sich langfristig eine Angleichung zwischen den wesentlichen Bestimmungsfaktoren der ostdeutschen und der westdeutschen Bevölkerungsentwicklung einstellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Westpendler (1997)
Magvas, Emil;Zitatform
Magvas, Emil (1997): Westpendler. In: H. Bielenski, C. Brinkmann, H. Plicht & B. von Rosenbladt (Hrsg.) (1997): Der Arbeitsmarkt Ostdeutschlands im Umbruch : Datensätze, Methoden und ausgewählte Ergebnisse des Arbeitsmarkt-Monitors 1989-1994 (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 210), S. 22-27.
Abstract
"Als Quintessenz aus der Analyse des fünfjährigen Zeitabschnittes in den Ost-West-Pendlerbeziehungen kann eine Stabilisierung auf hohem Niveau festgehalten werden. Offensichtlich geht im Gefolge der Aufbauphase auf dem ostdeutschen Arbeitsmarkt die Zahl der Westpendler nur sehr allmählich zurück. In den Arbeitsmarktbeziehungen zwischen ost- und westdeutschen Regionen scheinen sich in Verbindung mit der gegenüber früher deutlich höheren räumlichen Mobilität der Erwerbstätigen stabile Verhältnisse herausgebildet zu haben, die auch von wechselnden Konjunkturlagen der westdeutschen Wirtschaft nicht wesentlich beeinträchtigt werden. Die Pendlerbeziehungen zwischen Ost-Berlin und dem Berliner Umland zu West-Berlin, die hier als (gewichtiger) Teil des Westpendelns betrachtet wurden, sind mittlerweile ohnehin in die normalen Arbeitsmarktbeziehungen im wirtschaftlichen Großraum Berlin eingebettet." Die Befunde basieren auf dem Arbeitsmarkt-Monitor des IAB. (IAB2)
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Literaturhinweis
Bevölkerungsprognose für das Land Brandenburg 1996-2015 (1997)
Abstract
"Mit der Bevölkerungsprognose sollen längerfristige Entwicklungstendenzen der Bevölkerung, deren räumliche Verteilung und strukturelle Veränderung aufgezeigt werden. Die Ergebnisse sind als Orientierungshilfe für alle räumlichen und fachspezifischen Planungen gedacht, die im Zusammenhang mit der Bevölkerungsentwicklung entstehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Sozialer und demographischer Wandel in den neuen Bundesländern (1996)
Bertram, Hans; Kleinhenz, Gerhard; Hradil, Stefan;Zitatform
Bertram, Hans, Stefan Hradil & Gerhard Kleinhenz (Hrsg.) (1996): Sozialer und demographischer Wandel in den neuen Bundesländern. (KSPW-Transformationsprozesse 06), Opladen: Leske und Budrich, 390 S.
Abstract
Der Band basiert auf Untersuchungsergebnissen, die im Rahmen der durch die Kommission für die Erforschung des sozialen und politischen Wandels in den neuen Bundesländern (KSPW) geförderten Kurzprojekte und Befunde zu sozialstrukturellen, sozialpolitischen und sozialdemographischen Wandelungen sowie zu Einstellungen der Bevölkerung zu diesen Transformationsprozessen erbracht wurden. In drei Abschnitten stellt er diese in einen übergreifenden Diskussionszusammenhang zu
- Migrationsprozessen in Deutschland und in der Transformation,
- sozialen Ungleichheiten in Ostdeutschland und
- sozialen Problemgruppen in den neuen Bundesländern. (IAB) -
Literaturhinweis
Die Dynamik von Erwerbslosigkeit und Geburtenrückgang bei jungen Erwachsenen im Transformationsprozeß (1996)
Sackmann, Reinhold; Weymann, Ansgar; Struck-Möbbeck, Olaf; Wingens, Matthias; Rasztar, Matthias;Zitatform
Sackmann, Reinhold, Matthias Rasztar, Olaf Struck-Möbbeck, Ansgar Weymann & Matthias Wingens (1996): Die Dynamik von Erwerbslosigkeit und Geburtenrückgang bei jungen Erwachsenen im Transformationsprozeß. (Sonderforschungsbereich Statuspassagen und Risikolagen im Lebensverlauf. Arbeitspapier 34), Bremen, 39 S.
Abstract
"Gegenstand des Arbeitspapieres ist die Erklärung des Zusammenhangs zwischen Veränderungen im Erwerbssystem und Wandlungsprozessen im Familienbildungsverhalten. Die Friktionen des Transformationsprozesses in Form einer extremen Arbeitsmarktkrise und eines beispiellosen Geburtenrückgangs werden hier in ihrer Dynamik daten- und detailreich dargestellt und in ihren Mustern erklärt. Es wird gezeigt, dass der dramatische Geburtenrückgang nicht der Ausdruck einer tiefen Krise der ostdeutschen Vergemeinschaftsformen ist, sondern dass er eine 'rationale' Anpassung an veränderte Bedingungen der Organisation der Vereinbarkeit von Familie und Beruf in den neuen Bundesländern darstellt. Auf der Grundlage der Analyse kohortenspezifischer Altersmuster von Familienbildungsprozessen wird gezeigt, dass Tendenzen zu einer Angleichung an westdeutsche Familienbildungsmuster zu erkennen sind, die allerdings selbst bei einem zu erwartenden leichten Anstieg der Gesamtgeburtenziffern zu einer erhöhten Zahl von kinderlosen Frauen und unregelmäßigen Familienbildungsmustern in den von der Transformationskrise besonders betroffenen Jahrgängen führen werden. An dieser Studie wird exemplarisch die Erklärungskraft des im Sonderforschungsbereich vertretenen dynamischen Ansatzes, der analytischen Verknüpfung individueller und gesellschaftlicher Veränderungen zum Verständnis komplexer und schneller Formen sozialen Wandels sichtbar." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Mobilität auf dem Brandenburger Arbeitsmarkt: Pendlerströme 1994 (1996)
Schuldt, Karsten;Zitatform
Schuldt, Karsten (1996): Mobilität auf dem Brandenburger Arbeitsmarkt. Pendlerströme 1994. (LASA-Studie 25), Potsdam, 80 S.
Abstract
Die Studie ist die dritte, die sich mit Fragen der Arbeitspendelwanderung im Land Brandenburg befasst. Sie basiert auf der Statistik der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, dem Mikrozensus, den Arbeitsmarkt-Monitor und ergänzend auf Befragungen von Erwerbspersonen und Experten. Die empirische Basis ermöglicht neben der zeitlichen Aktualisierung bisher vorliegender Daten nunmehr auch kleinräumige Betrachtungen bis hin zu den Dienststellen der brandenburgischen Arbeitsämter. (IAB2)
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Literaturhinweis
Sozialreport 1995: Daten und Fakten zur sozialen Lage in den neuen Bundesländern (1996)
Winkler, Gunnar;Zitatform
(1996): Sozialreport 1995. Daten und Fakten zur sozialen Lage in den neuen Bundesländern. Berlin, 382 S.
Abstract
Auf der Grundlage zugänglicher Materialien der statistischen Landesämter, Einzeluntersuchungen der Mitarbeiter des Sozialwissenschaftlichen Forschungszentrums Berlin-Brandenburg e.V. und wissenschaftlicher Einrichtungen, die sich mit vergleichbaren Themen beschäftigen, informiert der Sozialreport 1995 über die Entwicklung sozialer Lagen und Befindlichkeiten in den neuen Bundesländern. Der Report umfaßt die Bereiche:
- Bevölkerung und Bevölkerungsentwicklung,
- Einkommen,
- Verbrauch,
- Gesundheit,
- Familie und
- gesellschaftliche Mitwirkung.
(IAB) -
Literaturhinweis
Auswirkungen der Wirtschafts- und Währungsunion auf die Beschäftigungssituation, Lebenshaltung und Versorgungslage ländlicher Haushalte in den neuen Bundesländern: Ergebnisse zweier Haushaltsbefragungen (1995)
Fink, Margit; Zierold, Katja; Feldmann, Siegfried; Siebert, Rosemarie; Zehrt, Gisela; Uphoff, Paul;Zitatform
Fink, Margit (1995): Auswirkungen der Wirtschafts- und Währungsunion auf die Beschäftigungssituation, Lebenshaltung und Versorgungslage ländlicher Haushalte in den neuen Bundesländern. Ergebnisse zweier Haushaltsbefragungen. (Arbeitsbericht aus dem Institut für Strukturforschung 03/1995), Braunschweig, 64 S., Anhang.
Abstract
Die Untersuchung zeigt die Auswirkungen der Wanderungsprozesse auf die Beschäftigungssituation, Lebenshaltung und Versorgungslage ländlicher Haushalte an unterschiedlichen Standorten in den neuen Bundesländern auf. Kern der Untersuchung sind zwei Hauhaltsbefragungen, von denen die erste im Herbst 1991 und die zweite im Frühjahr 1993 durchgeführt wurde. (IAB2)
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Literaturhinweis
Mobilität und Migration in Deutschland: Beiträge zur Tagung des Arbeitskreises "Bevölkerungsgeographie" des Verbandes der Geographen an Deutschen Hochschulen am 15. und 16. September 1994 in Erfurt (1995)
Gans, Paul; Kemper, Franz-Joseph;Zitatform
Gans, Paul & Franz-Joseph Kemper (Hrsg.) (1995): Mobilität und Migration in Deutschland. Beiträge zur Tagung des Arbeitskreises "Bevölkerungsgeographie" des Verbandes der Geographen an Deutschen Hochschulen am 15. und 16. September 1994 in Erfurt. (Erfurter Geographische Studien 03), Erfurt, 239 S.
Abstract
Der Band dokumentiert die Referate anläßlich einer Veranstaltung des Arbeitskreises Bevölkerungsgeographie im Verband der Geographen an Deutschen Hochschulen in Verbindung mit der Kommission für die Erforschung des sozialen und politischen Wandels in den neuen Bundesländern am 15. und 16.9.1994 in Erfurt zu Fragen der Migration und Mobilität in Deutschland. Der erste Teil der Beiträge beschäftigt sich mit den Wanderungen zwischen Ost- und Westdeutschland und den Unterschieden der Wohnmobilität in den neuen und alten Bundesländern. Ein weiterer Teil befaßt sich mit der Migrationssituation in den neuen Bundesländern. Probleme des Arbeitsmarktes und der Arbeitslosigkeit in den neuen Bundesländern kennzeichnen den Inhalt der folgenden Aufsätze. Der ländliche Raum in den neuen Bundesländern bildet einen weiteren Schwerpunkt. Der letzte Teil des Bandes wendet sich dann den Außenwanderungen zu. (IAB2)
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Literaturhinweis
Arbeitsplatzsuche Ostdeutscher in Westdeutschland: zur Bedeutung myopischer und permanenter Individual- und Globaleffekte bei Paneldaten (1995)
Zitatform
Hübler, Olaf (1995): Arbeitsplatzsuche Ostdeutscher in Westdeutschland. Zur Bedeutung myopischer und permanenter Individual- und Globaleffekte bei Paneldaten. In: Ifo-Studien, Jg. 41, H. 3, S. 381-408.
Abstract
"Ziel der Untersuchung war, empirisch heruaszuarbeiten, von welchen Bestimmungsgründen sich Ostdeutsche leiten lassen, wenn sie vor der Frage stehen, ob sie sich in Westdeutschland einen neuen Arbeitsplatz suchen sollen. Systematisch getrennt wurde zwischen vier Klassen von Determinanten: (i) variable, personenbezogene Indikatoren; (ii) konstante, individuelle Eigenschaften; (iii) sich im Zeitablauf verändernde aggregierte Größen; (iv) zeitlich stabile, gruppenspezifische Merkmale. Gegenüber vorhandenen Studien wurde vor allem die Bedeutung individueller, relativer Lohnpotentiale herausgearbeitet. Daneben konzentrierte sich die Analyse auf die Relevanz des direkt nach der deutschen Wiedervereinigung gezeigten Arbeitsplatzsuchverhaltens für spätere Suchaktivitäten und auf den relativen Einfluß individueller gegenüber vergleichbaren regionalen Größen. Methodische Grundlage bildeten Random-Effects-Probit-ML-Schätzer für die Wahrscheinlichkeit, daß ein Ostdeutscher in Westdeutschland einen Arbeitsplatz sucht unter Verwendung von Paneldaten des Arbeitsmarkt-Monitors. Folgende zentrale Ergebnisse folgen aus den empirischen Untersuchungen:
-Das individuelle Ost-West-Lohnpotential ist im Gegensatz zum gegenwärtigen Einkommen gut zur Erklärung der Arbeitsplatzsuchentscheidung geeignet, auch wenn es insgesamt die Westsuche überschätzt. Demgegenüber lassen sich regionale Einkommensungleichheiten vernachlässigen.
-Der gegenwärtige Erwerbszustand, insbesondere auch individuelle Arbeitslosigkeit, und kurzfristige Veränderungen tragen kaum zur Erklärung des Arbeitsplatzsuchverhaltens bei. Vielmehr erfolgt eine Orientierung an der regionalen Arbeitsmarktsituation.
-Festzustellen ist eine nach der Vereinigung zunächst ansteigende und dann abfallende Migrationsneigung." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Die Bevölkerungsentwicklung in Ostdeutschland bis zum Jahr 2010 (1995)
Landwehrkamp, Anja;Zitatform
Landwehrkamp, Anja (1995): Die Bevölkerungsentwicklung in Ostdeutschland bis zum Jahr 2010. In: Wirtschaft im Wandel H. 15, S. 19-23.
Abstract
"Die demographische Struktur Ostdeutschlands verändert sich. So hat die Zahl der Geburten seit 1989 in großem Umfang abgenommen. Dieser Rückgang macht sich in der Zukunft in Form sinkender Schülerzahlen bemerkbar und signalisiert einen abnehmenden Bedarf an Schul- und Kindergartenplätzen. Im Projektionszeitraum bis 2010 werden die Geburtenzahlen jedoch wieder ansteigen. Darüber hinaus ist zu erwarten, daß sich langfristig eine Konvergenz zwischen der ostdeutschen und der westdeutschen demographischen Situation einstellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Pendlerstrom von Ost nach West reißt nicht ab: Ergebnisse des letzten Arbeitsmarkt-Monitors vom November 1994 (1995)
Magvas, Emil;Zitatform
Magvas, Emil (1995): Pendlerstrom von Ost nach West reißt nicht ab. Ergebnisse des letzten Arbeitsmarkt-Monitors vom November 1994. (IAB-Kurzbericht 10/1995), Nürnberg, 5 S.
Abstract
"Im November 1994 pendelten - hochgerechnet - 550.000 Personen (8 % der erwerbstätigen Wohnbevölkerung) aus den neuen Bundesländern zur Arbeit in den Westen (einschl. Westberlin). Nach einer Phase des raschen Anstiegs bis 1991 auf rund eine halbe Million ist seitdem die Stärke des Pendlerstroms annähernd gleichgeblieben. Dahinter verbergen sich jedoch nach wie vor große Bewegungen: So haben 1994 gut 150.000 Personen das Pendeln aufgegeben, 100.000 neue sind hinzugekommen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Aktuelle Tendenzen der Arbeitspendelwanderung im Land Brandenburg (1995)
Schuldt, Karsten;Zitatform
Schuldt, Karsten (1995): Aktuelle Tendenzen der Arbeitspendelwanderung im Land Brandenburg. (LASA-Studie 24), Kleinmachnow, 51 S., Anhang.
Abstract
Die Studie setzt sich mit folgenden Aspekten der Pendelwanderung auseinander:
- Umfang der Pendlerströme aus und in das Land Brandenburg
- Veränderung der quantitativen Dimension der Arbeitspendelwanderung nach brandenburgischen Arbeitsmarktregionen
- Struktur der Arbeitspendler, Pendelmotivation
- Stabilisierungserscheinungen des Erwerbsbildes Arbeitspendler
- Entwicklungstendenz der West-Ost-Pendelwanderung
- Pendelbeziehungen zwischen Berlin und dem brandenburgischen Umland. (IAB2) -
Literaturhinweis
Auswirkungen des Bevölkerungsrückganges in den neuen Bundesländern auf ausgewählte Infrastrukturbereiche (1995)
Schulz, Erika;Zitatform
Schulz, Erika (1995): Auswirkungen des Bevölkerungsrückganges in den neuen Bundesländern auf ausgewählte Infrastrukturbereiche. In: Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung, Jg. 64, H. 3, S. 493-508.
Abstract
"Die künftige Bevölkerungsentwicklung in den neuen Bundesländern wird insbesondere in den ländlichen Gebieten einen Handlungsbedarf schaffen, um für bestimmte Infrastrukturleistungen ein Mindestangebot aufrechterhalten zu können. Bereits in den nächsten Jahren wird sich die Zahl der 3- bis unter 6jährigen derart verringern, daß auch bei einer Kindergartenplatzgarantie nur noch rund ein Drittel der Kindergartenplätze benötigt werden. In den ländlichen Gebieten könnte dann der Einzugsbereich eines Kindergartens mit 20 bis 25 Kindern bereits so groß werden, daß er für einzelne Kinder unerreichbar ist. Eine ähnliche Entwicklung ergibt sich im Bereich der Grundschulen und im Bereich der Sekundarstufe II. Die Schülerzahlen werden um 60 vH zurückgehen und die Klassenstärke unter 10 Schüler sinken. Die Schließung weiterer Schulstandorte erhöht die Fahrzeit für die Schüler beträchtlich. Probleme könne es darüber hinaus bei der medizinischen Versorgung geben, wenn angesichts des Bevölkerungsrückgangs Krankenhäuser ganz oder abteilungsweise geschlossen werden. Eine Verschlechterung der Infrastruktur verringert jedoch die Attraktivität des ländlichen Raumes." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Pendler und Migranten: Arbeitskräftewanderungen von Ost- nach Westdeutschland und Folgen für die Arbeitsmärkte (1995)
Zitatform
(1995): Pendler und Migranten: Arbeitskräftewanderungen von Ost- nach Westdeutschland und Folgen für die Arbeitsmärkte. In: Beschäftigungsobservatorium Ostdeutschland H. 14, S. 7-11.
Abstract
"Seit 1989 haben umfangreiche Arbeitskräftewanderungen von Ost nach Westdeutschland stattgefunden und den Arbeitsmarkt in den neuen Ländern spürbar entlastet. Nicht zuletzt deshalb spielen Pendler und Migranten in der Diskussion um die ostdeutsche Beschäftigungskrise eine wichtige Rolle. Der westdeutsche Arbeitsmarkt erwies sich zunächst als sehr aufnahmefähig; auf einigen regionalen westdeutschen Teilarbeitsmärkten zeigen sich jedoch deutlich Veränderungseffekte zulasten von weniger qualifizierten und leistungsfähigen Arbeitskräften. Dies gilt insbesondere für West-Berlin, das zur 'Hauptstadt der Pendler' avancierte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die Migration von Ost- nach Westdeutschland - Absicht und Realisierung: ein sequentielles Probitmodell mit Kontrolle unbeobachteter Heterogenität (1994)
Büchel, Felix; Schwarze, Johannes;Zitatform
Büchel, Felix & Johannes Schwarze (1994): Die Migration von Ost- nach Westdeutschland - Absicht und Realisierung. Ein sequentielles Probitmodell mit Kontrolle unbeobachteter Heterogenität. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 27, H. 1, S. 43-52.
Abstract
"Die Studie untersucht Migrationen von Ost- nach Westdeutschland. Mit einem sequentiellen Entscheidungsmodell wird zum einen geprüft, welche Personen die Absicht äußern, von Ost- nach Westdeutschland umziehen zu wollen. Simultan und unter Kontrolle unbeobachteter Heterogenität wird sodann ermittelt, welche umzugswilligen Personen ihre Absicht später tatsächlich umsetzen. Die Arbeit basiert auf Daten des Sozio-ökonomischen Panels der Jahre 1990 bis 1993. Mehr als ein Drittel der im Jahre 1991 befragten Ostdeutschen konnte sich einen Umzug nach Westdeutschland vorstellen. Von den umzugswilligen Personen realisierten im darauffolgenden Zwei-Jahres-Zeitraum rund 5% einen Umzug. Umzüge ohne vorhergehende Absichtserklärung sind praktisch nicht zu beobachten. Umzugsabsichten werden überdurchschnittlich oft von Männern, Hochqualifizierten, Auszubildenden, Personen mit einem hohen Pro-Kopf-Haushaltseinkommen und Pendlern geäußert. Das gleiche gilt für Personen, die sich ungerecht entlohnt sehen, Verwandte im Westen haben, in Städten mittlerer Größe wohnen oder unzufrieden mit den regionalen Umweltbedingungen sind. Eine Umzugsabsicht wird seltener geäußert von älteren Personen, Beschäftigten im öffentlichen Dienst oder in einem neu gegründeten Betrieb, mit einem Partner und/oder mit Kleinkindern zusammenlebenden Personen sowie Wohnungseigentümern. Eine einmal geäußerte Absichtserklärung, eventuell nach Westdeutschland umziehen zu wollen, realisierten überdurchschnittlich oft gut Qualifizierte, Kurzarbeiter und Personen, die sich von Arbeitslosigkeit bedroht fühlen, sowie Personen mit Verwandten in Westdeutschland. Eine sehr hohe Realisierungsquote haben zudem Pendler. Auf eine Umsetzung der Umzugsabsicht verzichten überdurchschnittlich oft Personen, die sich in Fortbildung befinden, Beschäftigte in neu gegründeten Betrieben, Personen mit einem erwerbstätigen Partner sowie Personen, die in Dörfern oder Kleinstädten wohnen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Regionale Bevölkerungsentwicklung in den neuen Bundesländern: Analysen, Prognosen und Szenarien (1994)
Freitag, Klaus; Ulrich, Ralf; Nowossadeck, Enno ; Münz, Rainer; Grundmann, Siegfried; Menning, Sonja; Schied, Annette;Zitatform
Freitag, Klaus, Siegfried Grundmann, Enno Nowossadeck, Sonja Menning, Rainer Münz, Annette Schied & Ralf Ulrich (1994): Regionale Bevölkerungsentwicklung in den neuen Bundesländern. Analysen, Prognosen und Szenarien. (Kommission für die Erforschung des Sozialen und Politischen Wandels in den Neuen Bundesländern. Graue Reihe 94-05), Halle, 156 S., Anhang.
Abstract
Für acht ausgewählte Regionen Ostdeutschlands (Rostock, Neubrandenburg, Brandenburg, Halle-Bitterfeld, Erfurt, Görlitz, Chemnitz-Zwickau, ländliches Vorpommern) werden
-die sozioökonomischen Profile,
-die Bevölkerungsentwicklung,
-die Geburtenentwicklung,
-die Sterblichkeitsentwicklung und
-das Wanderungsverhalten
untersucht. Ein abschließendes Kapitel nimmt eine Bevölkerungsvorausschätzung vor. (IAB) -
Literaturhinweis
Migration und Wohnortbindung der Bevölkerung im Chemiedreieck Leuna-Buna-Bitterfeld: Ergebnisse einer soziologischen Untersuchung (1994)
Grundmann, Siegfried;Zitatform
Grundmann, Siegfried (1994): Migration und Wohnortbindung der Bevölkerung im Chemiedreieck Leuna-Buna-Bitterfeld. Ergebnisse einer soziologischen Untersuchung. In: BISS-public H. 16, S. 89-105.
Abstract
Der Beitrag, der auf einer im Dezember 1992 durchgeführten repräsentativen soziologischen Untersuchung beruht, präsentiert Befragungsergebnisse zur Wohnortbindung und Migrationsbereitschaft aus dem Land Sachsen-Anhalt insgesamt, den Kreisen Bitterfeld, Saalkreis, Merseburg, Halle-Saale und Ostberlin. (IAB)
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Literaturhinweis
Mittelfristige Konsequenzen des Geburtenrückganges in den neuen Bundesländern (1994)
Hof, Bernd;Zitatform
Hof, Bernd (1994): Mittelfristige Konsequenzen des Geburtenrückganges in den neuen Bundesländern. In: IW-Trends, Jg. 21, H. 3, S. 19-41.
Abstract
"In den neuen Bundesländern ist nicht damit zu rechnen, daß nach dem dramatischen Geburtenrückgang der letzten Jahre eine rasche Wende zum Besseren einsetzt. Maßgeblich für diese Einschätzung sind zum einen die mit der Wende verbundenen Konsequenzen des Wechsels vom 'Staatskind' mit Verantwortungsabgabe an die Gesellschaft zum 'Familienkind' mit Veranwortungsübernahme durch die Eltern. Hinzu kommt das ökonomische Umfeld, in dem die Kosten der Kindererziehung schwer wiegen, zumal in weiten Bereichen des privaten Konsums Nachholbedarf angesagt ist. Überdies werden im veränderten Bildungs- und Arbeitsmarktsystem die ostdeutschen Mütter die Geburt ihres Kindes hinausschieben und sich damit dem Verhalten im Westen anschließen. Folglich wird das Geburtsniveau zunächst weiter sinken - auf 71.000 im Jahr 1995, um anschließend bis 2010 auf 117.000 wieder anzusteigen. Das entspräche einem Geburtenniveau von 1.200 Kindern je 1.000 Frauen. In Westdeutschland hatte es im Durchschnitt der Jahre 1980/92 bei 1.385 Kindern gelegen. Ostdeutschland wird sich auf eine natürliche Bevölkerungsentwicklung einstellen müssen, deren Fundament auf mittlere Sicht schmal bleibt. Ein teilweiser Ausgleich wäre nur durch eine auch regional gesteuerte Zuwanderung möglich. Zusammen mit den geburtenstarken Jahrgängen von 1990 stehen dem Bildungssystem extreme Wellenbewegungen bevor mit wechselnden Anforderungen an die Sach- und Personalkapazität öffentlicher Infrastrukturleistungen. Insgesamt jedoch werden für die jungen Jahrgänge immer weniger öffentliche Mittel zur Verfügung gestellt werden müssen. Doch eine Region, die auf solche Entlastungen setzt, entzieht sich langfristig das Fundament ihrer Entwicklung. Auf kurze Sicht spüren das bereits die ländlichen Regionen Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns, wo es schon jetzt vereinzelt kaum noch möglich ist, die örtlichen Versorgungs- und Arbeitsmärkte funktionsfähig zu halten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ost-West-Migration: Lebens- und Arbeitsbedingungen von Migranten aus Osteuropa in den neuen Bundesländern und Berlin (1994)
Marburger, Helga;Zitatform
Marburger, Helga (Hrsg.) (1994): Ost-West-Migration: Lebens- und Arbeitsbedingungen von Migranten aus Osteuropa in den neuen Bundesländern und Berlin. (Werkstatt-Berichte 06), Frankfurt am Main: IKO-Verlag für Interkulturelle Kommunikation, 116 S.
Abstract
"Die mit der politischen Wende in der ehemaligen DDR seit 1989 einhergehenden wirtschaftlichen Veränderungen hatten u.a. eine Entlassungswelle zur Folge, die ausländische Arbeitskräfte ungeachtet bestehender Regierungsabkommen und gültiger Arbeitsverträge am stärksten traf.
Obwohl die Arbeitsmarktlage in den neuen Bundesländern nach wie vor äußerst angespannt ist, werden gegenwärtig erneut ausländische Arbeitskräfte angeworben, und ein steigender Anteil neu rekrutierter Arbeitsmigranten - vor allem aus Osteuropa, insbesondere Polen und den Staaten der ehemaligen Sowjetunion - befindet sich in legalen wie illegalen Beschäftigungsverhältnissen.
Der Band fragt nach den Ursachen dieser jüngsten Entwicklung. Dabei richtet sich die Analyse zum einen auf die spezifischen sozio-ökonomischen Bedingungsfaktoren in den osteuropäischen Herkunftsländern sowie in den neuen Bundesländern, und zum anderen werden individuelle Motivationen und Zukunftsoptionen, konkrete Lebens- und Arbeitsbedingungen der Migranten untersucht." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Was wird aus den Neuen Bundesländern? Demographische Prognosen für ausgewählte Regionen und für Ostdeutschland (1994)
Münz, Rainer; Ulrich, Ralf;Zitatform
Münz, Rainer & Ralf Ulrich (1994): Was wird aus den Neuen Bundesländern? Demographische Prognosen für ausgewählte Regionen und für Ostdeutschland. (Demographie aktuell 03), Berlin, 66 S.
Abstract
"Diese Studie versucht, Perspektiven der zukünftigen Bevölkerungsentwicklung für Ostdeutschland und für acht ausgewählte Regionen (Rostock, Neubrandenburg, Brandenburg, Halle-Bitterfeld, Zwickau-Chemnitz, Bautzen-Görlitz, ländliches Vorpommern) bis zum Jahr 2010 zu umreißen. Die Autoren gehen davon aus, daß die hohen Wanderungsverluste der letzten Jahre ein einmaliges Phänomen waren. Der nachweisbare Geburtenrückgang ist einerseits als eine Reaktion auf die mit dem Umbruch gestiegene individuelle Unsicherheit zu werten. Er stellt aber andererseits auch eine beginnende Anpassung an das für Westdeutschland typische Altersmuster der Fruchtbarkeit dar. So wird ein Teil der in den letzten vier Jahren ausgefallenen Geburten in der Zukunft nachgeholt werden. Insgesamt wird die Gesamtfruchtbarkeitsrate wahrscheinlich noch bis Mitte der neunziger Jahre zurückgehen, bevor sie wieder ansteigt. Die Ergebnisse der Bevölkerungsvorausschätzungen zeigen für den Zeitraum 1990-2010 einen weiteren Rückgang der Bevölkerung in Ostdeutschland um ca. 20 Prozent in den nächsten 15 Jahren. In einigen Regionen wird die Bevölkerung noch stärker zurückgehen, in anderen werden Wanderungsgewinne die Geburtenausfälle kompensieren. Diese Entwicklung wird in jedem Fall einen tiefen 'Einschnitt' in der ostdeutschen Alterspyramide hinterlassen, der sich noch nach Jahrzehnten bemerkbar machen wird. Die Bevölkerung im Kindes- und Jugendalter wird in allen Regionen stark zurückgehen, in einzelnen Regionen sogar bis zu 70 Prozent. Demgegenüber wächst die Bevölkerung im Rentenalter überall. Die Alterslastquote wird auf die gegenwärtigen Prozesse in Ostdeutschland jedoch erst nach mehr als 20 Jahren deutlich reagieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ost-West-Pendeln gehört zur Normalität des gesamtdeutschen Arbeitsmarktes (1994)
Zitatform
Sandbrink, Stefan, Jürgen Schupp & Gert Wagner (1994): Ost-West-Pendeln gehört zur Normalität des gesamtdeutschen Arbeitsmarktes. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 61, H. 51/52, S. 861-866.
Abstract
In dem Beitrag werden Daten des Sozio-ökonomischen Panels aus den Erhebungsjahren 1991 bis 1994 zur Zahl und Struktur von Pendlern ausgewertet. Sie zeigen, "daß in den neuen Bundesländern nicht mehr Menschen zu einem Arbeitsplatz pendeln, als dies in Westdeutschland seit langem zur Normalität gehört. Die meisten Westpendler sind auch keine ausgesprochenen Fernpendler, da die Hälfte aus Ostberlin oder der näheren Umgebung nach Westberlin pendeln und viele andere in der Nähe eines alten Bundeslandes wohnen. Bei den Westpendlern handelt es sich inzwischen auch nicht mehr um eine überdurchschnittlich junge sowie überwiegend männliche Gruppe, sondern die Charakteristika der Pendler entsprechen zunehmend dem Durchschnitt der Ostdeutschen Arbeitnehmer. Das West-Ost-Pendeln von über 5 vH der ostdeutschen Erwerbstätigen ist zu einem unverzichtbaren Scharnier zwischen den beiden deutschen Teilarbeitsmärkten geworden. Umgekehrt pendelt annähernd 1vH der westdeutschen Erwerbstätigen in die neuen Bundesländer. Steigende Pendlerzahlen innerhalb Ostdeutschlands sowie hohe Pendleranteile in Westdeutschland weisen auf eine hohe Bereitschaft der Erwerbstätigen zur Flexibilität hin." (IAB2)
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Literaturhinweis
Arbeitspendeln, Frauen und Familie in Brandenburg (1994)
Schmidt, Ines;Zitatform
Schmidt, Ines (1994): Arbeitspendeln, Frauen und Familie in Brandenburg. In: BISS-public, Jg. 4, H. 15, S. 105-132.
Abstract
"Der Beitrag informiert über Ergebnisse des Forschungsprojektes 'Migration, Arbeitspendeln und Familienformen", das mit Förderung der Abteilung Frauen und Gleichstellung des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Frauen des Landes Brandenburg vom Verein zum Studium der Sozialstruktur und des Sozialraumes der Region Berlin durchgeführt wurde. Im Rahmen dieses Projektes wurden im Dezember 1992/Januar 1993 240 Arbeitspendler vom Sigma-Institut Berlin im Umland von Berlin in standardisierten Interviews befragt. Ergänzend wurden im Februar/März 1993 20 Tiefen-Interviews und drei Gruppendiskussionen durchgeführt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Wanderungen von Ost- nach Westdeutschland (1994)
Schwarze, Johannes; Büchel, Felix;Zitatform
Schwarze, Johannes & Felix Büchel (1994): Wanderungen von Ost- nach Westdeutschland. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 61, H. 9, S. 128-132.
Abstract
"Die Zahl der Umzüge von Ost- nach Westdeutschland geht seit 1990 ständig zurück. Jedoch ist diese Entwicklung vorwiegend ein Ergebnis der jetzt auch in Westdeutschland schlechten Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt. Das Mobilitätspotential ist indes nach wie vor hoch: Ein Viertel der erwachsenen Ostdeutschen kann sich vorstellen, nach Westdeutschland umzuziehen. Im Hinblick auf den in Ostdeutschland noch nicht abgeschlossenen Strukturwandel ist bedenklich, daß vor allem junge, qualifizierte Personen die Region verlassen. Für diese Entscheidung spielen weniger die gegenwärtigen Bedingungen als vielmehr Erwartungen eine wichtige Rolle." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Struktur und voraussichtliche Entwicklung der Bevölkerung und des Arbeitskräftepotentials in der Region Halle-Leipzig-Dessau bis zum Jahr 2010 (1993)
Bärwald, Horst; Raschke, Wolfgang; Hande, Wolfgang; Wagner, Gerald; Lüdigk, Rainer;Zitatform
Bärwald, Horst (1993): Struktur und voraussichtliche Entwicklung der Bevölkerung und des Arbeitskräftepotentials in der Region Halle-Leipzig-Dessau bis zum Jahr 2010. (Arbeits- und Diskussionspapiere des ISW), Halle, 77 S.
Abstract
Die Studie prognostiziert für den Wirtschaftsraum Halle-Leipzig-Dessau die voraussichtliche Enticklung der Bevölkerung und des Arbeitskräftepotentials sowie deren innere Struktur bis zum Jahre 2010. Neben spezifischen regionalen Gegebenheiten finden auch überregionale (nationale und internationale) Trends bzw. Einflußfaktoren Berücksichtigung.
"Aufbauend auf eine Analyse der demographischen Ausgangssituation im Untersuchungsraum, erfolgt im zweiten Hauptabschnitt die Darstellung und Interpretation der Bevölkerungsprognose. Im dritten Hauptabschnitt werden darauf differenzierte Ableitungen zur wahrscheinlichen Entwicklung des Erwerbspersonenpotentials der Region Halle-Leipzig-Dessau getroffen und mit ersten Schlußfolgerungen im Hinblick auf weiterführende Untersuchungen zum Qualifizierungsbedarf verknüpft.
Um der Komplexität demographischer Prozesse weitgehend entsprechen zu können, wird den Vorausberechnungen zur Bevölkerungsentwicklung hauptsächlich die sogenannte Komponentenmethode zugrundegelegt. Sie geht von der Zerlegung der demographischen Grundgleichung in ihre einzelnen Bestandteile aus. In diesem Sinne werden Mortalität, Fertilität und Migration zunächst getrennt prognostiziert und danch wieder zusammengeführt. Zusätzlich wird die jeweilige Bestandsmasse nach Altersjahren und Geschlecht disaggregiert, um darauf die alters- und geschlechtsspezifischen Fruchtbarkeits- und Sterbeziffern sowie Migrationsraten, einschließlich der Annahmen zu ihrer Veränderung, anwenden zu können." (IAB2) -
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Wanderungen aus den alten Bundesländern in die Region Berlin/Brandenburg (1993)
Hansch, Winfried;Zitatform
Hansch, Winfried (1993): Wanderungen aus den alten Bundesländern in die Region Berlin/Brandenburg. In: Deutschland-Archiv H. 3, S. 286-296.
Abstract
"Von West nach Ost zogen bis Ende Mai 1992 über 80000 Deutsche. Von 1989 bis heute nahm die Wanderung in Richtung Osten stark zu. Ein Teil dieser West-Ost-Wanderer sind Rückkehrer. Mit dem Aufbau der Verwaltung in den neuen Bundesländern, der Neugestaltung ganzer Bereiche der Wirtschaft, der Sicherung des Marktes, dem Kauf einer Vielzahl großer Betriebe durch Unternehmen der alten Bundesländer und den geplanten Investitionen wurde eine in der Region Berlin/Brandenburg noch nicht erlebte Wanderung von Beamten, Ingenieuren, Managern und Politikern ausgelöst. Die Verlagerung des Sitzes der Bundesregierung nach Berlin kann diese Wanderung noch dynamisieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Go West? Eine Studie zu den beruflichen Plänen junger Erwachsener in den neuen Bundesländern (1993)
Kloas, Peter-Werner;Zitatform
Kloas, Peter-Werner (1993): Go West? Eine Studie zu den beruflichen Plänen junger Erwachsener in den neuen Bundesländern. In: Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis, Jg. 22, H. 2, S. 8-11.
Abstract
Im Rahmen eines BIBB-Forschungsprojekts wurden mehr als 5000 junge ostdeutsche Erwachsene, die eine Berufsausbildung abgeschlossen hatten oder zum Erhebungszeitpunkt Auszubildende, Schüler oder Studenten waren, zu ihren beruflichen Plänen befragt. Untersucht wurde u.a., welche beruflichen Veränderungen die jungen Erwachsenen im kommenden Jahr anstreben und wo sie ihre beruflichen Pläne verwirklichen wollen. Die Ergebnisse zeigen, daß jeder Zehnte der befragten 20- bis 25jährigen in den Westen will und vor allem die Qualifizierten gehen. (IAB2)
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Arbeit im Westen - Wohnen im Osten: Ergebnisse des Arbeitsmarkt-Monitors (1993)
Magvas, Emil; Baecker, Simone; Bielenski, Harald;Zitatform
Magvas, Emil, Simone Baecker & Harald Bielenski (1993): Arbeit im Westen - Wohnen im Osten. Ergebnisse des Arbeitsmarkt-Monitors. (IAB-Werkstattbericht 18/1993), Nürnberg, 18 S.
Abstract
Mit Hilfe der Daten des Arbeitsmarkt-Monitors, einer periodischen Befragung einer 0,1%-Stichprobe der ostdeutschen Erwerbsbevölkerung, werden im ersten Teil die Entwicklung des Pendelns in den Westen zwischen Nov. 1990 und 1992 beschrieben und Strukturmerkmale der Westpendler erläutert. Im zweiten Teil erfolgt eine vertiefende Längsschnittanalyse der Herkunft und des Verbleibs der Pendler. Die Befunde zeigen, daß sich Westpendler überwiegend aus Personen rekrutieren, die vorher im Osten erwerbstätig waren. Nur zum Teil kommen sie aus dem Kreis der Arbeitslosen. Ein Großteil kehrt nach einer mehr oder weniger langen Periode im Westen wieder in den Osten zurück - überwiegend an eine neue Arbeitsstelle. "Westpendeln trägt also zum Abbau der Arbeitslosigkeit in den neuen Bundesländern bei. Gleichzeitig erweist es sich als günstige Voraussetzung für eine (Wieder-)-Eingliederung in den ostdeutschen Arbeitsmarkt." (IAB2)
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Migration von und nach Ostdeutschland: Ergebnisse neuerer Studien (1993)
Münz, Rainer; Ulrich, Ralf;Zitatform
Münz, Rainer & Ralf Ulrich (1993): Migration von und nach Ostdeutschland. Ergebnisse neuerer Studien. In: Berliner Journal für Soziologie, Jg. 3, H. 3, S. 293-302.
Abstract
Der Beitrag stützt sich auf fünf Studien, die von der Kommission zur Erforschung des sozialen und politischen Wandels in den neuen Bundesländern (KSPW) in Auftrag gegeben wurden. Sie beschäftigen sich mit der Wanderung zwischen beiden Teilen Deutschlands sowie mit den Binnenwanderungen innerhalb Ostdeutschlands. Außerdem werden auch die Binnen- und Außenwanderungen der DDR vor 1989 untersucht. (IAB)
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Wanderungen von Erwerbspersonen im vereinigten Deutschland (1993)
Raffelhüschen, Bernd;Zitatform
Raffelhüschen, Bernd (1993): Wanderungen von Erwerbspersonen im vereinigten Deutschland. In: Zeitschrift für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Jg. 113, H. 2, S. 273-295.
Abstract
"Im Rahmen eines mikroökonomisch fundierten allgemeinen Gleichgewichtsmodells wurden illustrative Beispielrechnungen zukünftiger Wanderungsbewegungen zwischen den alten und neuen Bundesländern durchgeführt. Dabei zeigte sich, daß die divergierenden Lebensverhältnisse die Lokalisationsentscheidungen des Erwerbspersonenpotentials erheblich beeinflussen. Sollte der Transfer von Kapital und Technologie nicht zu einem schnellen Ausgleich der Grenzproduktivität von Arbeit führen, so würden bis 1993 (1995) annähernd 12% (16%) der ostdeutschen Erwerbsbevölkerung in den "goldenen Westen" abwandern. Hinsichtlich der kurzen Frist, also in den Jahren 1991 und 1992, dürften die Nettozuwanderungen in die alten Bundesländer in jedem Fall die Zweiprozentmarke übersteigen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Westpendler, Ostpendler: zum Arbeitspendeln im Umland von Berlin (1993)
Schmidt, Ines;Zitatform
Schmidt, Ines (1993): Westpendler, Ostpendler. Zum Arbeitspendeln im Umland von Berlin. In: Deutschland-Archiv, Jg. 26, H. 10, S. 1159-1170.
Abstract
Der Beitrag informiert über Ergebnisse des vom Verein zum Studium der Sozialstruktur und des Sozialraumes der Region Berlin durchgeführten Forschungsprojekts "Migration, Arbeitspendeln und Familienformen" ("Pendler 93"). Es wurden im Dezember 1992/Januar 1993 240 Arbeitspendler im Umland von Berlin in standardisierten Interviews befragt; ergänzend wurden im Februar/März 1993 20 Tiefeninterviews und drei Gruppendiskussionen durchgeführt. Die Untersuchungsergebnisse betreffen das sozio-demographische Profil der Arbeitspendler, Gründe des Arbeitspendelns, Auswirkungen auf Lebenssituation und Familienalltag, die Befindlichkeit von Ost- und Westpendlern. Die Untersuchung bestätigt weitgehend die "Gewinner-These" bezüglich der "ostdeutschen Westpendler", wobei einige relativierende Faktoren zu berücksichtigen sind. (IAB2)
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Wanderer zwischen zwei Welten: Zur Ost-West-Mobilität ostdeutscher Jugendlicher (1993)
Schober, Karen;Zitatform
Schober, Karen (1993): Wanderer zwischen zwei Welten: Zur Ost-West-Mobilität ostdeutscher Jugendlicher. In: Jugend, Beruf, Gesellschaft, Jg. 44, H. 4, S. 191-196.
Abstract
Die Autorin erörtert Pro und Contra der Ost-West-Mobilität ostdeutscher Jugendlicher, die sich gezwungen sehen, sich einen Job oder einen Ausbildungsplatz im Westen zu suchen. Bei den vorgestellten Fakten zu Art und Umfang der Ost-West-Mobilität wird zwischen umgezogenen und pendelnden Personen unterschieden; außerdem werden Unterschiede nach Geschlecht und Altersstufen konstatiert. Die Mobilitätsbereitschaft ist hoch, doch sinkt sie im Vergleich zur Anfangszeit nach der Wende. Im Vergleich zu früherer interregionaler Mobilität zwischen Regionen der alten Bundesrepublik hat die gegenwärtige Ost-West-Wanderungs-Problematik "eine ganz andere ökonomische, politische und soziale Qualität ... Massive Abwanderungstendenzen aber auch unnötige Mobilitätshemmnisse wiegen hier schwerer und können fatalere Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft haben. Die Überlegungen junger Menschen für oder gegen eine Ausbildung oder Arbeit im Westen bedürfen daher einer besonders sorgfältigen Beratung; Mobilitätsprozesse müssen durch entsprechende Hilfen und Betreuung sozial und emotional abgefedert werden. Zu beiden sind neben Schule, Berufsberatung und Betrieben vor allem auch die Einrichtungen der Jugendhilfe aufgerufen." (IAB2)
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Wohnen im Osten - Lernen im Westen: Zur Situation der Ausbildungspendler in den neuen Ländern (1993)
Schober, Karen;Zitatform
Schober, Karen (1993): Wohnen im Osten - Lernen im Westen: Zur Situation der Ausbildungspendler in den neuen Ländern. (IAB-Kurzbericht 02/1993), Nürnberg, 6 S.
Abstract
Nach den Ergebnissen des Arbeitsmarkt-Monitors, einer periodischen Befragung einer 0,1%-Stichprobe der ostdeutschen Erwerbsbeteiligung, und ergänzenden Zusatzerhebungen zur Ausbildung bei 15- bis unter 20jährigen pendelten im Mai 1992 insgesamt 45 000 bis 50 000 junge Ostdeutsche zu einer Ausbildungsstelle in westdeutschen oder Westberliner Betrieben. Gut die Hälfte davon lag im Tagespendelbereich. Die Bereitschaft, künftig für eine Lehrstelle in den Westen umzuziehen oder über eine größere Entfernung zu pendeln, hat abgenommen. Für das Ausbildungsjahr 92/93 wird daher mit einer gleichbleibenden Zahl an Ausbildungspendlern gerechnet. Hauptgrund für die Ausbildung im Westen sind fehlende Ausbildungsplätze im Osten. (IAB2)
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Bevölkerungsentwicklung nach Kreistypen 1989 bis 1992 in den neuen Ländern und Berlin-Ost (1993)
Schoer, Karl; Dabbert, Edith;Zitatform
Schoer, Karl & Edith Dabbert (1993): Bevölkerungsentwicklung nach Kreistypen 1989 bis 1992 in den neuen Ländern und Berlin-Ost. In: Zur wirtschaftlichen und sozialen Lage in den neuen Bundesländern H. 7, S. 54-59.
Abstract
"In dem Artikel wird die Bevölkerungsentwicklung in ländlichen Kreisen betrachtet. Die Bevölkerungszahl auf dem Gebiet der neuen Länder und Berlin (Ost) hat sich seit Anfang 1989 bis Mitte 1992 um fast 1 Million Personen verringert. Der relative Bevölkerungsverlust in den ländlichen Kreisen lag etwas unter dem Durchschnitt. Besonders hohe Verluste ergaben sich für die verdichteten Kreise. Maßgeblich für den Bevölkerungsrückgang waren die Wanderungsverluste gegenüber dem früheren Bundesgebiet. Vor allem unmittelbar nach der Öffnung der Grenzen und noch im Jahr 1990 sind sehr viele Personen in das frühere Bundesgebiet übergesiedelt. Die Bevölkerung aus den ländlichen Kreisen war daran unterdurchschnittlich beteiligt. Ab dem Jahr 1991, bei insgesamt weitaus niedrigeren Übersiedlerzahlen, ist der Anteil der Personen aus ländlichen Kreisen an den Übersiedlern in das frühere Bundesgebiet angestiegen. Eine weitere Komponente des Bevölkerungsrückgangs ist die natürliche Bevölkerungsbewegung. Hier schlägt sich ab 1991 die Halbierung der Zahl der Lebendgeborenen spürbar nieder. In ländlichen Kreisen ist der Geburtenrückgang noch etwas stärker ausgeprägt als im Durchschnitt aller Kreise." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Arbeitspendler im Land Brandenburg (1993)
Schuldt, Karsten;Zitatform
Schuldt, Karsten (1993): Arbeitspendler im Land Brandenburg. (LASA-Studie 17), Kleinmachnow, 54 S., Anhang.
Abstract
"Hauptmotiv für das Pendeln ist das Arbeitsplatzdefizit in den Heimatregionen der Arbeitspendler (52,5%), aber auch das höhere und - aus der Sicht der Pendler - gerechtere Lohnniveau spielt eine beträchtliche Rolle (48,3%). Darüber hinaus sehen die Pendler an ihren neuen Arbeitsorten berufliche Entwicklungsperspektiven und weniger gefährdete Arbeitsplätze (je 27,3%) sowie die Möglichkeit beruflich dazuzulernen (32,4%). Für lediglich 4,6% der Arbeitspendler ist das Pendeln der erste Schritt zum gewollten Wohnortwechsel, allerdings besteht neben diesem 'manifesten' Abwanderungspotential ein 'latentes' Abwanderungspotential von weiteren 15,3% der Arbeitspendler. Dies sind Personen, die sich zumindest mit dem Gedanken tragen unter bestimmten Umständen ihren Wohnsitz aus Brandenburg zu verlegen. Dies ist letztlich auch eine der negativen Begleiterscheinungen der Pendelwanderung: sie bildet für einen nicht unerheblichen Teil der Arbeitspendler den ersten Schritt zur Abwanderung aus Brandenburg und induziert damit Verluste an jungen, qualifizierten und mobilen Erwerbspersonen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Ost-westdeutsche Widersprüche: Ostdeutsche Jugendliche nach der Wende und Integrationserfahrungen jugendlicher Übersiedler im Westen (1993)
Vollbrecht, Ralf;Zitatform
Vollbrecht, Ralf (1993): Ost-westdeutsche Widersprüche: Ostdeutsche Jugendliche nach der Wende und Integrationserfahrungen jugendlicher Übersiedler im Westen. Opladen: Leske und Budrich, 289 S.
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Zur ökonomischen Rationalität des Geburtenrückganges in Ostdeutschland (1993)
Wagner, Gert; Witte, James C.;Zitatform
Wagner, Gert & James C. Witte (1993): Zur ökonomischen Rationalität des Geburtenrückganges in Ostdeutschland. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 60, H. 45, S. 662-664.
Abstract
Die Veränderungen in der Geburtenentwicklung in Ostdeutschland werden mit den Daten des Sozio-ökonomischen Panels analysiert. Mit dieser Wiederholungsbefragung werden seit Juni 1990 in Ostdeutschland u.a. das Erwerbsverhalten, die Geburten und Zukunftserwartungen von 4000 Befragten ermittelt. Zusätzlich wurden alle Frauen gefragt, ob und wann sie vor der ersten Befragung erwerbstätig waren und Kinder bekommen haben. Es wird festgestellt, daß sich die Geburtenhäufigkeit in Ostdeutschland nach der deutschen Vereinigung halbiert hat. Die empirische Analyse der Gründe zeigt, daß vor allem Frauen, die große Sorgen um ihre wirtschaftliche Situation hatten, auf Kinder verzichtet haben. (IAB2)
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Ostdeutsche Arbeitskräfte in Westdeutschland (1992)
Dietz, Frido; Karr, Werner; Gommlich, Heinz;Zitatform
Dietz, Frido, Heinz Gommlich & Werner Karr (1992): Ostdeutsche Arbeitskräfte in Westdeutschland. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 25, H. 4, S. 499-518.
Abstract
Die Untersuchung zeigt neben einigen Strukturmerkmalen der 1,2 Mio. ostdeutschen Arbeitskräfte in Westdeutschland deren regionale Verteilung nach Arbeitsamtsbezirken, ihre Verteilung auf die wichtigsten Branchen sowie auf Betriebe nach Betriebsgrößenklassen. Hierzu wurden Daten der Beschäftigtenstatistik der Bundesanstalt für Arbeit und des Zentralen Einwohnermelderegisters von Berlin (ZER) verwendet. Es wird festgestellt, daß die höchsten Zahlen ostdeutscher Abwanderer und Pendler in den Großstadtbezirken Berlin, Nürnberg, München und Stuttgart sowie an der ehemaligen DDR-Grenze zu finden sind. Eine Kombination der (relativen) Zuströme mit der in der Region beobachteten Entwicklung von Beschäftigung und Arbeitslosigkeit läßt jene Gebiete erkennen, in denen ostdeutsche Arbeitskräfte vorwiegend zur Beseitigung der Arbeitskräfteknappheit beitrugen, ohne einen besonderen Angebotsdruck zu verursachen. Andererseits lassen sich aber auch jene Gebiete identifizieren, in denen eine Ausweitung der Beschäftigung bei hohen Zustromzahlen mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit verbunden ist. Ähnliche Effekte findet man in den aufnehmenden Wirtschaftszweigen: Hier gibt es welche (z.B. das Friseur- und Körperpflegegewerbe), die bei schrumpfender Gesamtbeschäftigung eine große Zahl ostdeutscher Arbeitskräfte eingestellt haben, und andere (z.B. Kreditinstitute und Versicherungsgewerbe), wo die Ausweitung der Beschäftigung um ein Vielfaches über den Einstellungen Ostdeutscher liegt. Daß Arbeitskräftemangel primär ein Problem von Klein- und Mittelbetrieben ist, wird durch die Verteilung der einpendelnden und zugewanderten ostdeutschen Arbeitskräfte überwiegend auf diese Betriebe bestätigt. Dieses Ergebnis weist auf ein überdurchschnittlich hohes Arbeitsplatzrisiko ostdeutscher Arbeitskräfte hin; denn Klein- und Mittelbetriebe reagieren deutlich schneller und stärker auf konjunkturelle Schwankungen. (IAB2)
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Literaturhinweis
Nuptialität, Fertilität und familiale Lebensformen in der sozialen Transformation: Übergang zu einer neuen Bevölkerungsweise in Ostdeutschland? (1992)
Dorbritz, Jürgen;Zitatform
Dorbritz, Jürgen (1992): Nuptialität, Fertilität und familiale Lebensformen in der sozialen Transformation. Übergang zu einer neuen Bevölkerungsweise in Ostdeutschland? In: Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft, Jg. 18, H. 2, S. 167-196.
Abstract
"Besteht eine besondere Wirtschafts- und Sozialordnung über vier Jahrzehnte, dann hinterläßt sie Spuren in den Bevölkerungsprozessen. Das gilt auch für die ehemalige DDR, wo Spezifika im Zusammenspiel von Nuptialität und Fertilität ohne weiteres auffindbar sind. Sie bestehen in den altersspezifischen Verhaltensmustern des generativen Verhaltens und der Ersteheschließung, einer Heirats-Scheidungs-Wiederverheiratungsspirale auf hohem Niveau und einer Entkoppelung der Geburt erster Kinder von der Eheschließung. Diese Merkmale sind jedoch eher als Auffälligkeiten innerhalb einer Bevölkerungsweise zu begreifen, als daß sie geeignet sind, für einen spezifischen sozialistischen Typ der Bevölkerungsweise zu stehen. Sie sind vor allem das Ergebnis der Konservierung traditioneller Verhaltensweisen, der Abwertung der Ehe als sozialer Institution bei Fortbestehen der hohen individuellen Wertigkeit von Ehe und Kindern sowie kurzzeitigen Mitnahmeeffekten von kinderbezogenen Begünstigungen. Eine Transformation dieser Verhaltensmuster hatte sich bereits in den 80er Jahren angedeutet, hat mit dem weitreichenden Verzicht auf die Geburt von Kindern und Eheschließungen in der Phase des Strukturbruchs und mit der zu erwartenden Etablierung neuer Verhaltensmuster infolge des Austausches der Wirtschafts- und Sozialordnung und dem Verschwinden der pronatalistischen Bevölkerungspolitik der DDR eine drastische Beschleunigung erfahren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die neuen Bundesländer: Prognose ihrer demographisch-ökonomischen Entwicklung 1990 bis 2040 (1992)
Förster, Matthias;Zitatform
Förster, Matthias (1992): Die neuen Bundesländer: Prognose ihrer demographisch-ökonomischen Entwicklung 1990 bis 2040. Berlin u.a.: Lang, 130 S., Anhang.
Abstract
"Die nach mathematisch-statistischen Modellen erstellte Untersuchung bietet wichtige Erkenntnisse und Materialien für strategische Entscheidungen, die jetzt und in den nächsten Jahren auf allen Ebenen des politischen und sozialen Lebens, der Wirtschaft, Verwaltung, Unternehmensführung in der Bundesrepublik Deutschland, besonders in den neuen Bundesländern, vorbereitet und getroffen werden müssen.
Im Zentrum stehen die prognostische Analyse der Entwicklung der Alters- und Geschlechtsstrukturen, der altersspezifischen Erwerbsbeteiligung, deren Einfluß auf das Leistungs- und Konsumtionsverhalten und die daraus resultierende Verteilung der Kosten für die öffentliche Hand. Auf der Grundlage von demographischen Untersuchungen werden künftige Anforderungen an die Sozial-, Bildungs-, Familien- und Gesundheitspolitik, die Wirtschaft erkennbar." (Autorenreferat) -
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Arbeitsmarktfolgen der Restrukturierung des ostdeutschen Schiffbaus (1992)
Heseler, Heiner; Warich, Bert; Löser, Heike;Zitatform
Heseler, Heiner, Heike Löser & Bert Warich (1992): Arbeitsmarktfolgen der Restrukturierung des ostdeutschen Schiffbaus. (Kommission für die Erforschung des Sozialen und Politischen Wandels in den Neuen Bundesländern. Graue Reihe 220), Halle, 68 S.
Abstract
"Der Transformationsprozess des ostdeutschen Schiffbaus vom Kombinat in der zentralistischen Planwirtschaft der DDR zur Aktiengesellschaft im Eigentum der Treuhandanstalt bis hin zum beginnenden Privatisierungsprozess ist Gegenstand der Studie. Sie basiert auf vielen Expertengesprächen mit Management, Betriebsräten und Beschäftigten der DMS AG, die zwischen Juni und Oktober 1992, vornehmlich in Rostock, durchgeführt wurden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Neue Bundesländer im Mai '92: Rund 450 000 pendeln zur Arbeit in den Westen: aktuelle Ergebnisse des Arbeitsmarkt-Monitors (1992)
Magvas, Emil;Zitatform
Magvas, Emil (1992): Neue Bundesländer im Mai '92: Rund 450 000 pendeln zur Arbeit in den Westen. Aktuelle Ergebnisse des Arbeitsmarkt-Monitors. (IAB-Kurzbericht 27/1992), Nürnberg, 5 S.
Abstract
In dem Beitrag werden Strukturinformationen zu den Pendlern aus Ostdeutschland gegeben. Datengrundlage ist die Mai-Erhebung 1992 des Arbeitsmarkt-Monitors, einer periodischen Befragung einer 0,1%-Stichprobe der ostdeutschen Erwerbsbevölkerung. Die Ergebnisse zeigen, daß die Zahl der Westpendler seit November 1991 erstmals zurückgegangen ist. Mehr als ein Viertel kommt aus Ostberlin, nur 24% sind Frauen (aber 46% aller Erwerbstätigen). Erwerbstätige in der Metall- und Elektrobranche und im Handel sind unter den Westpendlern deutlich stärker vertreten als unter allen Beschäftigten. Ein Fünftel der 2,4 Mill. ostdeutschen Arbeitsuchenden sind auch an einem Arbeitsplatz im Westen interessiert. (IAB)
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Labor migration in Europe: Experiences from Germany after unification (1992)
Raffelhüschen, Bernd;Zitatform
Raffelhüschen, Bernd (1992): Labor migration in Europe: Experiences from Germany after unification. In: European Economic Review, Jg. 36, H. 7, S. 1453-1471. DOI:10.1016/0014-2921(92)90077-A
Abstract
Der Aufsatz analysiert die Auswirkungen der ökonomischen Entwicklungsunterschiede auf Ost-West-Wanderungen innerhalb Deutschlands. Anhand eines Wanderungsmodells entwickelt der Autor ein Szenario, das weiter zunehmende Arbeitskräftewanderungen aus Ostdeutschland einschließt, die 1995 1,5 Millionen erreichen könnten. Mit Einschränkungen können auch Schlußfolgerungen für das Wanderungspotential aus Osteuropa gezogen werden. (IAB2)
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Pendler und Migranten: zur Arbeitskräftemobilität in Ostdeutschland (1992)
Zitatform
Scheremet, Wolfgang & Jürgen Schupp (1992): Pendler und Migranten. Zur Arbeitskräftemobilität in Ostdeutschland. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 59, H. 3, S. 21-26.
Abstract
"Die Analyse von amtlichen Daten und Erhebungen im Rahmen der Wiederholungsbefragung des Sozioökonomischen Panels (SOEP) am DIW zeigt, daß Pendler von Ost- nach Westdeutschland zum Teil erhebliche Kosten in Form hoher Fahrt- und Lebenshaltungskosten oder in Form verringerter Freizeitmöglichkeiten auf sich nehmen. Diese Aufwendungen werden jedoch offensichtlich durch erheblich höhere Nettoeinkommen und gesicherte Arbeitsplätze mehr als kompensiert. Dies veranschaulichen aus dem SOEP abgeleitete Indikatoren, mit denen die Veränderung der 'subjektiven' und 'objektiven' Lebenssituation von Pendlern erfaßt wird. Die meisten Pendler wollen nicht nach Westdeutschland umziehen, sondern sie pendeln, um einen Umzug zu vermeiden." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Abwanderung von Arbeitskräften und Einkommenspolitik in Ostdeutschland (1992)
Schwarze, Johannes; Wagner, Gert;Zitatform
Schwarze, Johannes & Gert Wagner (1992): Abwanderung von Arbeitskräften und Einkommenspolitik in Ostdeutschland. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 59, H. 5/6, S. 58-61.
Abstract
In dem Beitrag wird die Abwanderungsneigung der ostdeutschen Bevölkerung mit Hilfe der Daten der Ost-Stichprobe des Sozio-ökonomischen Panels vom Juni 1990 und Frühjahr 1991 untersucht. "In der öffentlichen Diskussion wird im allgemeinen davon ausgegangen, daß das Einkommensgefälle zwischen den neuen und den alten Bundesländern zur Abwanderung besonders der qualifizierten Arbeitnehmer in den Westen führt. Bei Tarifverhandlungen wird daraus die Forderung abgeleitet, die Arbeitseinkommen möglichst rasch auf Westniveau anzuheben. Der Wunsch, in den Westen umzuziehen, wird aber stärker von anderen Faktoren, insbesondere dem drohenden Verlust des Arbeitsplatzes bestimmt. Soll vor allem die Abwanderung qualifizierter Arbeitnehmer in den Westen begrenzt werden, dann wirkt eine rasche Angleichung der Einkommen, wenn sie in vielen Bereichen den Beschäftigungsrückgang beschleunigt, vor dem Hintergrund dieser Befunde sogar kontraproduktiv. Maßgeblich für die Abwanderungen aus dem dichter besiedelten Süden der ehemaligen DDR ist überdies der schlechte Umweltzustand, der kurzfristig nicht verbessert werden kann." (IAB2)
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Arbeiten und Leben in Rostock seit der Wende: erste Ergebnisse aus einem empirischen Projekt (1992)
Syben, Gerd; Schüler, Martina; Gerdes, Johann; Prassek, Marion;Zitatform
Syben, Gerd, Johann Gerdes, Marion Prassek & Martina Schüler (1992): Arbeiten und Leben in Rostock seit der Wende. Erste Ergebnisse aus einem empirischen Projekt. Bremen u.a., 132 S.
Abstract
Das Heft dokumentiert die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung der Rostocker Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter über Arbeit und Arbeitslosigkeit, über Wohnen und Mobilität sowie über die Einstellungen zur neuen Gesellschaftsordnung. (IAB)
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Literaturhinweis
Arbeitslosigkeit, Abwanderung und Pendeln von Arbeitskräften der neuen Bundesländer (1992)
Wagner, Gert;Zitatform
Wagner, Gert (1992): Arbeitslosigkeit, Abwanderung und Pendeln von Arbeitskräften der neuen Bundesländer. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 41, H. 4, S. 84-89.
Abstract
In dem Beitrag werden nach einer kurzen Darstellung der Einkommenssituation im deutschen West-Ost-Vergleich und einiger theoretischer Überlegungen zur räumlichen Mobilität empirische Analysen des Arbeitskräftependelns, der Wanderungsbewegungen und der Wanderungsbereitschaft der Erwerbspersonen in den neuen Bundesländern vorgestellt. Abschließend werden einige Schlußfolgerungen für die Arbeitsmarkt- und Einkommenspolitik in Deutschland zur Diskussion gestellt. (IAB2)
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