Transformationsprozess in Ostdeutschland – Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Gesellschaft
Seit der Wiedervereinigung ist die Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost- und Westdeutschland Leitlinie deutscher Politik. Dennoch unterscheiden sich auch viele Jahre nach dem Fall der Mauer Wirtschaft und Arbeitsmärkte in Ost und West noch immer deutlich, mit weitreichenden Konsequenzen für den gesellschaftlichen Wandel und die Lebenslagen ostdeutscher Bürgerinnen und Bürger.
Dieses Dossier präsentiert wissenschaftliche Analysen und Positionen politischer Akteure zum Strukturwandel in den Bereichen Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Bevölkerung, Gesellschaft und Bildung.
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- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
- Grundsätzliches zur Transformation
- Wirtschaft
- Bevölkerung
- Arbeitsmarkt/Beruf
- Bildung/Qualifikation
- Gesellschaft/Soziales
- Personengruppen
- geografischer Bezug
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Literaturhinweis
Aufbau der Arbeitsverwaltung in den neuen Bundesländern und die Entwicklung des Arbeitsförderungsrechts seit 1989 (1997)
Kinitz, Horst;Zitatform
Kinitz, Horst (1997): Aufbau der Arbeitsverwaltung in den neuen Bundesländern und die Entwicklung des Arbeitsförderungsrechts seit 1989. (Beiträge zu den Berichten zum sozialen und politischen Wandel in Ostdeutschland 06.10), Opladen: Leske und Budrich, 130 S.
Abstract
Der Band präsentiert Ergebnisse aus der dritten Forschungs- und Förderphase (1994-1996) der Kommission für die Erforschung des sozialen und politischen Wandels in den neuen Bundesländern (KSPW). Im ersten Kapitel wird chronologisch die Entwicklung von der Grenzöffnung im November 1989 bis zum Tag der Deutschen Einheit 1990 dargestellt. Das zweite Kapitel dokumentiert das Recht auf Arbeit in der DDR in seiner gesetzlichen und institutionellen Gestaltung. Im dritten Kapitel wird der institutionell-organisatorische Aufbau der Arbeitsverwaltung seit 1989 beschrieben und im vierten und letzten Kapitel die Entwicklung des materiellen Arbeitsförderungsrechtes seit 1989 dokumentiert. (IAB)
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Literaturhinweis
Von der "dualistischen Gesellschaft" zur "Solidarischen Bürgergesellschaft"?: Entwicklungspfade und Leitbilder für Ostdeutschland (1997)
Zitatform
Koch, Thomas (1997): Von der "dualistischen Gesellschaft" zur "Solidarischen Bürgergesellschaft"? Entwicklungspfade und Leitbilder für Ostdeutschland. In: Deutschland-Archiv, Jg. 30, H. 1, S. 95-105.
Abstract
Der Autor stellt Thesen auf zur Entwicklung der Gesellschaft in Ostdeutschland. Dabei geht er von der Prämisse aus, daß die Bundesrepublik seit dem Beitritt der DDR "eine ausgesprochen dualistische Gesellschaft ist, eine solche, in der die wirtschaftlichen, sozialen, politischen und kulturellen Gegensätze, Unterschiede und Scheidelinien mehr oder weniger deutlich entlang einer territorialen Achse verlaufen." Die Thesen wurden ursprünglich auf dem "Forum Ostdeutschland" der SPD in Leipzig (Juni 1996) vorgestellt. (IAB2)
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Literaturhinweis
Marktverhalten, Verschuldung und Überschuldung privater Haushalte in den neuen Bundesländern (1997)
Korczak, Dieter; Maas, Jörg; Leitner, Monika; Salih, Amina; Ostermann, Birte;Zitatform
Korczak, Dieter (1997): Marktverhalten, Verschuldung und Überschuldung privater Haushalte in den neuen Bundesländern. (Schriftenreihe des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 145), Stuttgart u.a.: Kohlhammer, 452 S.
Abstract
"Ziel des Gutachtens ist es, einen zu der Situation in den alten Bundesländern vergleichbaren Überblick über die Verschuldungs- und Überschuldungssituation sowie die Art und Weise der Schuldnerberatung in den neuen Bundesländern zu liefern. Auch werden die Reaktionsweisen der ostdeutschen Bevölkerung auf das Kredit- und Konsumangebot nach der Wende analysiert. Die Ergebnisse des Gutachtens bauen auf Primärerhebungen des Instituts für Grundlagen- und Programmforschung sowie auf Sekundäranalysen der Untersuchungen anderer Institutionen auf. Fazit: Das Marktverhalten der privaten Haushalte in Ostdeutschland zeigt, daß sie ihre konsumtiven Nachholbedürfnisse gedeckt und sich dabei insgesamt gesehen in der marktwirtschaftlichen Ordnung sehr kontrolliert verhalten haben. Jeder zweite Haushalt spart, jeder zweite Haushalt hat infolge einer hohen Kaufbereitschaft bei günstigen Finanzierungsangeboten laufende Kreditverpflichtungen. Auslöser von Überschuldung sind insbesondere Arbeitslosigkeit, Probleme bei der Haushaltsführung und bei der Einschätzung der eigenen Zahlungsfähigkeit, Erfahrungsdefizite im Umgang mit Kredit- und Warenangeboten, Niedrigeinkommen, Bildungsdefizite und gleichgültiges Verhalten gegenüber Schulden. Lernprozesse im Umgang mit der Marktwirtschaft sind nach wie vor erforderlich. Die Schuldnerberatung in Ostdeutschland bedarf einer besseren Stellenabsicherung und einer weitergehenden Professionalisierung. Überschuldung kann erfolgversprechend über präventive Maßnahmen eingedämmt werden." (IZ-Doku)
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Literaturhinweis
Social change and transformation: findings and lessons from the East German case (1997)
Zitatform
Mayer, Karl Ulrich, Martin Diewald & Heike Solga (1997): Social change and transformation. Findings and lessons from the East German case. (Max-Planck-Institut für Bildungsforschung. Arbeitsberichte aus dem Projekt Ostdeutsche Lebensverläufe im Transformationsprozeß 04/1997), Berlin, 35 S., Anhang.
Abstract
"The authors reports about some studies in reconstructing one part of the transformation process, namely how the former employment system and occupational structure of the GDR was being transformed into its current state. First they sketch very briefly as a frame of reference how in the current social science and political debate the contexts of the particular aspect of labor market re-organization are being constructed, i.e. which models and concepts are being used for the society of origin, the former GDR, the society of destination, the former or current FRG of the West, and of the unification process itself. Second, on this basis and with some additional heuristic categories, the authors derive a number of hypothese about the mechanisms and outcomes of labor market transformation. Third, they present empirical findings from our East German Life History Study and, as the fourth and last step, they end with a number of observations on the state of the unification process and its implications for the overall topic of this conference." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Räumliche Auswirkungen des Transformationsprozesses in Deutschland und bei den östlichen Nachbarn (1997)
Musil, Jiri; Strubelt, Wendelin;Zitatform
Musil, Jiri & Wendelin Strubelt (Hrsg.) (1997): Räumliche Auswirkungen des Transformationsprozesses in Deutschland und bei den östlichen Nachbarn. (Transformationsprozesse 25), Opladen: Leske und Budrich, 306 S.
Abstract
"Der Band enthält Beiträge über Polen, die Slowakei, die Tschechische Republik, über Österreich und über die neuen Bundesländer. Er erlaubt eine vergleichende Betrachtung der lokalen und regionalen Dimension des politischen und sozialen Wandels." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Soziale Ungleichheit: neue Befunde zu Strukturen, Bewußtsein und Politik (1997)
Müller, Walter;Zitatform
Müller, Walter (Hrsg.) (1997): Soziale Ungleichheit. Neue Befunde zu Strukturen, Bewußtsein und Politik. (Sozialstrukturanalyse 09), Opladen: Leske und Budrich, 348 S.
Abstract
"Ungleiche Lebensbedingungen sind entscheidende Rahmenbedingungen für das Handeln der Menschen. Die Beiträge dieses Bandes behandeln ausgewählte Aspekte dieses Spannungsverhältnisses. Sie diskutieren neue empirische Evidenz zum Wandel sozialer Immobilität, zur Ungleichheit zwischen den Geschlechtern und zum Verhältnis von Klassenstruktur und Lebensstilen. Sie beleuchten die Spiegelung ungleicher Lebenslagen und Lebensführung in Einstellungen und Wertorientierungen der Bürger, in ihren Gerechtigkeitsvorstellungen und politischen Präferenzen. Und sie geben in Ausschnitten Antwort auf die Frage: Wie und weshalb unterscheiden sich hierin der Osten und Westen der Bundesrepublik?"
In den meisten Beiträgen dieses Bandes werden Daten verschiedener Erhebungen der allgemeinen Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften (ALLBUS) und International Social Survey Program (ISSP) benutzt. (IAB2) -
Literaturhinweis
Unterschiede auf dem Land: Landjugendliche in Ost- und Westdeutschland (1997)
Rudolph, Martin;Zitatform
Rudolph, Martin (1997): Unterschiede auf dem Land: Landjugendliche in Ost- und Westdeutschland. In: Berichte über Landwirtschaft, Jg. 75, H. 3, S. 486-497.
Abstract
"In sieben Bundesländern (vier im Westen und drei im Osten) wurde in 1995 eine Jugendbefragung zu Themen der Regionalorientierung, des Bleibeverhaltens, zur Gewalt und zur Akzeptanz der Jugend auf dem Lande durchgeführt. Insgesamt haben mehr als 1700 Jugendliche an der Befragung teilgenommen, die als Ost-West-Vergleich durchgeführt wurde. Zentrale Ergebnisse sind: Es gibt unterschiedliche Verläufe der Jugendphase in Ost- und Westdeutschland. Zum Teil erhebliche Unterschiede in den Befragungsregionen ergeben sich zu den Einstellungen der Jugendlichen, die auf unterschiedliche Infrastrukturen der Regionen rückführbar sind. So ist im östlichen Befragungsgebiet 'Land' in beinahe schon traditionellem Sinne die Agrarsoziologie der 50er Jahre zu finden. Eine anpassungsbereite flexible Jugend in beiden Befragungsregionen Deutschlands sieht ihre wesentlichen Probleme im Umgang mit real vorhandener bzw. befürchteter Ausbildungs- und Arbeitslosigkeit. Die Einstellungen zur Gewalt zeigen hohe Bereitschaften und Toleranzen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Lebensentwürfe, Lebensformen und Lebensqualität: Haushalts- und Erwerbskonstellationen im Ost-West-Vergleich (1997)
Schulze Buschoff, Karin;Zitatform
Schulze Buschoff, Karin (1997): Lebensentwürfe, Lebensformen und Lebensqualität. Haushalts- und Erwerbskonstellationen im Ost-West-Vergleich. In: Zeitschrift für Soziologie, Jg. 26, H. 5, S. 352-367. DOI:10.1515/zfsoz-1997-0503
Abstract
"Die deutsche Vereinigung hat zwei Gesellschaften mit unterschiedlichen Erwerbsmustern (speziell von Frauen), unterschiedlichen Rollen- und Familienbildern und einer unterschiedlichen Struktur von Haushalts- und Familienformen zusammengeführt. Dies führt zu der Frage, ob sich diese Unterschiede im gesamtdeutschen Transformationsprozeß fortsetzen oder ob eine Angleichung stattfindet. In diesem Beitrag wird auf der Grundlage von Daten des Sozio-ökonomischen Panels die jüngste Entwicklung der Haushalts- und Familienformen in Ost und West nachgezeichnet und ihre jeweiligen Wohlfahrtspositionen anhand zentraler Indikatoren ermittelt und verglichen: Zentrales Ergebnis ist, daß noch immer erhebliche Unterschiede in den Haushalts- und Erwerbskonstellationen bestehen: In Ostdeutschland ist trotz einer zunehmenden Pluralität das Vollzeit erwerbstätige Paar mit Kind(ern) unter 16 Jahren die häufigste Lebensform, während sie in Westdeutschland unter den zehn häufigsten Haushalts- und Erwerbskonstellationen nicht vertreten ist. Die einzelnen Lebensformen weisen in Ost und West trotz unterschiedlicher Verbreitung hinsichtlich der Wohlfahrtspositionen überraschende Ähnlichkeiten auf. In bezug auf die unterschiedlichen Rollen- und Familienbilder kann von einer Angleichung nicht die Rede sein. So gibt es bislang keine Anzeichen dafür, daß sich die ostdeutschen Frauen mit dem westdeutschen Familien- und Erwerbsmodell arrangieren. (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The study of social change and longitudinal studies: a comparison of panel and cohort design (1997)
Zitatform
Solga, Heike (1997): The study of social change and longitudinal studies. A comparison of panel and cohort design. (Max-Planck-Institut für Bildungsforschung. Arbeitsberichte aus dem Projekt Ostdeutsche Lebensverläufe im Transformationsprozeß 03/1997), Berlin, 24 S., Anhang.
Abstract
Im Mittelpunkt des Beitrags steht die Frage, in welchem Maße Längsschnittuntersuchungen in der Lage sind, sozialen Wandel sowie die zugrundeliegenden Kausalmechanismen und die Entwicklungsdynamik zu erfassen. Das Papier beginnt mit einer kurzen Beschreibung der verwendeten Surveys (Sozioökonomisches Panel für Ostdeutschland und East German Life History Study (EGLHS)). Die folgenden Kapitel beschreiben die in beiden Surveys eingesetzten Parameter, die Analysemöglichkeiten und die Datenqualität. Die Untersuchung konzentriert sich auf Arbeitsmarktprozesse. (IAB2)
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Literaturhinweis
Arbeitslose: Selbstverantwortung überwindet die Lethargie (1997)
Zempel, Jeanette; Frese, Michael;Zitatform
Zempel, Jeanette & Michael Frese (1997): Arbeitslose: Selbstverantwortung überwindet die Lethargie. In: Psychologie Heute, Jg. 24, H. 6, S. 36-41.
Abstract
Der Beitrag resümiert die Ergebnisse einer Längsschnittstudie, die zwischen 1990 und 1995 in Ostdeutschland durchgeführt wurde und zwei Fragestellungen nachging: a) Welche Menschen sind von Arbeitslosigkeit besonders bedroht? b) Wovon hängt es ab, wie schnell ein neuer Arbeitsplatz gefunden wird? "Zusammenfassend kann man feststellen, daß sich aufgrund von Arbeitslosigkeit in der ehemaligen DDR ähnliche Entwicklungen wie in anderen westlichen Ländern ergeben. Unsere Ergebnisse belegen eindeutig die negativen Auswirkungen von Arbeitslosigkeit auf die psychische Gesundheit. Depressive Verstimmung, Verbitterung und Pessimismus sind typische Folgen. Als relevantester soziologischer Faktor für Arbeitslosigkeit hat sich die Qualifikation der Betroffenen herausgestellt. Personen mit eher praktischen Fähigkeiten und einem niedrigen Qualifikationsniveau fallen Umstrukturierungs- und Rationalisierungsmaßnahmen schneller zum Opfer als höher qualifizierte Kollegen. Problematisch für die Betroffenen ist besonders die enge Interaktion zwischen Qualifikation und Eigeninitiative: Gering qualifizierte Arbeitnehmer zeigen häufig wenig Neigung zu eigenaktivem, selbstinitiierten Handeln. Damit wächst die Gefahr potentieller Arbeitslosigkeit. Umgekehrt reduziert längere Arbeitslosigkeit die Eigeninitiative, die nötig wäre, um wieder einen neuen Arbeitsplatz zu finden oder sich weiterzubilden oder umschulen zu lassen. Der beste Weg, diesen Teufelskreis zu durchbrechen, liegt unserer Ansicht nach darin, Arbeitslose zur Weiterbildung oder Umschulung zu ermutigen. Die mit der Dauer der Arbeitslosigkeit zunehmende Bereitschaft zum Berufswechsel ließe sich zum Beispiel durch arbeitsmarktgerechte Umschulungsmaßnahmen erfolgreich aufgreifen. Qualifizierungsmaßnahmen, Förderung des Selbstvertrauens und der Eigeninitiative (Hilfe zur Selbsthilfe) sind Ziele, die Arbeitslosenprogramme verfolgen müssen, um den Betroffenen wieder "auf die Beine", daß heißt "in den Job" zu helfen. Auf der anderen Seite müssen Arbeitslose selbst Initiative entwickeln und entsprechende Qualifizierungsangebote auch annehmen. Nur so haben sie eine realistische Chance auf dem Arbeitsmarkt. (IAB2)
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Literaturhinweis
Warten auf die Soziale Marktwirtschaft: Ausbau oder Abbau der sozialen Lage in den neuen Bundesländern? (1997)
Zerche, Jürgen;Zitatform
(1997): Warten auf die Soziale Marktwirtschaft. Ausbau oder Abbau der sozialen Lage in den neuen Bundesländern? (Kölner Schriften zur Sozial- und Wirtschaftspolitik 31), Regensburg: Transfer Verlag, 229 S.
Abstract
Die Beiträge des Bandes, die für die zweite Auflage überarbeitet und um einen Artikel zu strukturellen Problemen der Arbeitsmarktpolitik ergänzt wurden, behandeln sozialpolitische Aspekte des Umbruchs in Ostdeutschland. Ausgangspunkt ist die Feststellung, daß es auch in der DDR ein ausgebautes Sozialsystem mit Stärken und Schwächen gegeben hat. Die Titel lauten:
1. Der Arbeitsmarkt in den neuen Bundesländern - Warten auf den Aufschwung
2. Zur Lebenslage von Frauen in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen - ein Ost-West-Vergleich. Interpretation empirischer Ergebnisse und Konsequenzen für die Instrumente des "zweiten" Arbeitsmarktes
3. Familienpolitik und Lage der Familien in den neuen Bundesländern
4. Gespaltene Ungleichheit - Zur Entwicklung der Verteilungsverhältnisse in den neuen Bundesländern
5. Ergebnisse des Renten-Überleitungsgesetzes und aktuelle Entwicklungen der Rentenversicherung in den neuen Bundesländern
6. Strukturelle Heterogenität und periphere Dependenz als Wirtschaftsphänomene in den neuen Bundesländern
7. Betrachtungen zur Lage der Genossenschaften und ihrer Mitglieder in den neuen Bundesländern - Zu einigen Aspekten der Umstrukturierung im ostdeutschen Genossenschaftswesen
8. Verlaufsanalysen von der DDR zu den Neuen Bundesländern mit Hilfe des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP)
9. Wohnungsmarkt statt Wohnungsfonds - Einzug der sozialen Marktwirtschaft im sozialistischen Wohnungsbestand. (IAB2) -
Literaturhinweis
Länderbericht zur sozialen Situation und deren subjektiver Reflexion in den neuen Bundesländern (1997)
Zitatform
(1997): Länderbericht zur sozialen Situation und deren subjektiver Reflexion in den neuen Bundesländern. In: Sozialreport H. Sonderheft 2, S. 3-58.
Abstract
Das Sonderheft dokumentiert Daten und Fakten zur sozialen Lage in den einzelnen Bundesländern und der subjektiven Reflexion der Bürger zur Situation und den eingetretenen Veränderungen seit 1990. Es werden folgende Bereiche dargestellt:
-Bevölkerung,
-Erwerbsarbeit und Arbeitsmarkt,
-Wirtschaftliche Situation,
-Wohnen,
-Gesundheit,
-gesellschaftliche Mitwirkung. (IAB) -
Literaturhinweis
Zur sozialen Situation und deren subjektiver Reflexion von Bürgern ab 50. Lebensjahr in den neuen Bundesländern (1997)
Zitatform
(1997): Zur sozialen Situation und deren subjektiver Reflexion von Bürgern ab 50. Lebensjahr in den neuen Bundesländern. In: Sozialreport H. Sonderheft 1, S. 2-35.
Abstract
Das Sonderheft stellt Daten zur sozialen Situation älterer Menschen in den neuen Bundesländern nach folgenden Schwerpunkten zusammen:
- Bevölkerung,
- Einkommen,
- Arbeit,
- Wohnen und
- Lebenszufriedenheit. Der Report stützt sich auf eine Befragung von 1.457 Bürgern in den neuen Ländern, darunter 619 Bürger ab dem 50. Lebensjahr. (IAB2) -
Literaturhinweis
Fünf Jahre danach: Zur Entwicklung von Arbeitsmarkt und Sozialstruktur im vereinten Deutschland (1996)
Zitatform
Andreß, Hans-Jürgen (Hrsg.) (1996): Fünf Jahre danach: Zur Entwicklung von Arbeitsmarkt und Sozialstruktur im vereinten Deutschland. (Gesellschaften im Wandel 04), Berlin u.a.: De Gruyter, 335 S.
Abstract
"Der Sammelband dokumentiert empirische Forschungsergebnisse zu den Veränderungen von Sozialstruktur und Arbeitsmarkt in Ostdeutschland fünf Jahre nach der Wiedervereinigung. Parallelen und Differenzen zu den Verhältnissen in Westdeutschland werden anhand von sechs Themenschwerpunkten herausgearbeitet:
- Konstanz und Wandel der Sozialstruktur,
- Arbeitsangebot und Erwerbsbeteiligung im Haushaltskontext,
- Arbeitslosigkeit,
- Einkommensverteilung und materielle Versorgung,
- Milieus und Stimmungen auf dem Lande,
- Abbau und Sicherung von Arbeitsplätzen in Industrie, Handel und Dienstleistungen." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Ostdeutsche Lebensverhältnisse unter Wandlungsdruck: eine Gemeindestudie zu sozialen Seiten der deutsch-deutschen Vereinigung (1996)
Zitatform
Bachmann, Ronald & Claudia Wurst (Hrsg.) (1996): Ostdeutsche Lebensverhältnisse unter Wandlungsdruck. Eine Gemeindestudie zu sozialen Seiten der deutsch-deutschen Vereinigung. Frankfurt am Main u.a.: Lang, 324 S.
Abstract
"Die Transformationsstudie stellt eine Zwischenbilanz des sozialen Wandels in Ostdeutschland drei Jahre nach der 'Wende' dar. Anhand des empirischen Fallbeispiels einer Gemeinde in Sachsen - Stadt Kurort Oberwiesenthal - zeigt sie in vielfältiger Perspektive Auswirkungen der veränderten politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf die alltägliche Lebensführung von Ostdeutschen und ihre sozio-politischen Reaktionen auf diese neuen Verhältnisse. Im Mittelpunkt steht die Frage der sozialen Legitimation der Transformation in Ostdeutschland gegenüber der betroffenen Bevölkerung. Dabei zeigt sich eine zunehmende Polarisierung mit 'integrierten' Bevölkerungsteilen auf der einen und 'entkoppelten' Bevölkerungsteilen auf der anderen Seite." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Regionen im Vergleich: Gesellschaftlicher Wandel in Ostdeutschland am Beispiel ausgewählter Regionen (1996)
Bertram, Hans;Zitatform
Bertram, Hans (Hrsg.) (1996): Regionen im Vergleich: Gesellschaftlicher Wandel in Ostdeutschland am Beispiel ausgewählter Regionen. (Transformationsprozesse 22), Opladen: Leske und Budrich, 216 S.
Abstract
"Der Band präsentiert die Ergebnisse eines Projekts aus der zweiten Forschungs- und Förderphase der Kommission für die Erforschung des sozialen und politischen Wandels in den neuen Bundesländern e.V. (KSPW). Es dokumentiert unterschiedliche Entwicklungen aus den letzten 5 bis 6 Jahren in den neuen Bundesländern und versucht zu zeigen, daß die Unterschiedlichkeit der Entwicklungen in systematischer Weise mit bestimmten Regionen verknüpft werden kann. Es werden Entwicklungstendenzen zu folgenden Themen dargestellt: Bevölkerung - Ehe und Familie - Sozialhilfe - Kaufkraft - Arbeitsmarkt - Wirtschaftsstruktur." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Sozialer und demographischer Wandel in den neuen Bundesländern (1996)
Bertram, Hans; Kleinhenz, Gerhard; Hradil, Stefan;Zitatform
Bertram, Hans, Stefan Hradil & Gerhard Kleinhenz (Hrsg.) (1996): Sozialer und demographischer Wandel in den neuen Bundesländern. (KSPW-Transformationsprozesse 06), Opladen: Leske und Budrich, 390 S.
Abstract
Der Band basiert auf Untersuchungsergebnissen, die im Rahmen der durch die Kommission für die Erforschung des sozialen und politischen Wandels in den neuen Bundesländern (KSPW) geförderten Kurzprojekte und Befunde zu sozialstrukturellen, sozialpolitischen und sozialdemographischen Wandelungen sowie zu Einstellungen der Bevölkerung zu diesen Transformationsprozessen erbracht wurden. In drei Abschnitten stellt er diese in einen übergreifenden Diskussionszusammenhang zu
- Migrationsprozessen in Deutschland und in der Transformation,
- sozialen Ungleichheiten in Ostdeutschland und
- sozialen Problemgruppen in den neuen Bundesländern. (IAB) -
Literaturhinweis
Zwischenbilanz der Wiedervereinigung: Strukturwandel und Mobilität im Transformationsprozeß (1996)
Zitatform
Diewald, Martin & Karl Ulrich Mayer (Hrsg.) (1996): Zwischenbilanz der Wiedervereinigung. Strukturwandel und Mobilität im Transformationsprozeß. (Sozialstrukturanalyse 08), Opladen: Leske und Budrich, 352 S.
Abstract
"Der Transformationsprozeß in Ostdeutschland gehört gewiß nicht zu den Forschungsfeldern, in denen wenig Aktivität herrscht. Allerdings gibt es einen Mangel an genuinen Längsschnittstudien, die am ehesten dem Prozeßcharakter der Transformation gerecht werden können. Solche Studien sind umso notwendiger, als es sich bei der ostdeutschen Transformation ja keineswegs um einen bereits abgeschlossenen Vorgang, sondern um einen noch andauernden Veränderungsprozeß handelt. Die Gemeinsamkeit der in dem Band versammelten Beiträge liegt darin, daß es sich um empirische Längsschnittanalysen sozialer Ungleichheiten unter verschiedenen Aspekten handelt oder um eher theoretische Auseinandersetzungen mit dem Transformationsverlauf. Angesprochen werden dabei vor allem Erwerbschancen und Berufsverläufe (Teil 1), aber auch Veränderungen der Einkommen (Teil 2), Einstellungen und Persönlichkeitsmerkmale (Teil 3) sowie institutionelle Veränderungen als Rahmenbedingungen der beschriebenen individuellen Verläufe. Im letzten Teil dieses Sammelbandes sind Beiträge versammelt, die sich das Ziel gesetzt haben, die verschiedenen Entwicklungsstränge zu resümieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Alterserwerbstätigkeit und Ruhestand in Ostdeutschland (1996)
Ernst, Jochen;Zitatform
Ernst, Jochen (1996): Alterserwerbstätigkeit und Ruhestand in Ostdeutschland. In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Jg. 5, H. 2, S. 201-222. DOI:10.1515/arbeit-1996-0205
Abstract
"Der Artikel behandelt Tendenzen der Alterserwerbsarbeit in den neuen Ländern sowie die sozialen Folgen der vorzeitigen Berufsaufgabe. Anhand von Daten der amtlichen Statistik, der Sozialberichterstattung und eigenen Erhebungen wird gezeigt, daß sich in Ostdeutschland die Erwerbschancen in den letzten Jahren zugunsten älterer Beschäftigter entwickelten. Die Arbeitsmarktrisiken für diese Altersgruppe werden sich dabei in Zukunft weiter verfestigen. Die berufliche Frühausgliederung wird sich wegen geänderter rechtlicher Rahmenbedingungen zunehmend schwieriger und - aus der Sicht der Betroffenen - auch ungünstiger gestalten. Die sozialen Folgen der Frühverrentung in den neuen Ländern sind differenziert zu betrachten. Trotz mitunter einschneidender Veränderungen im Lebensvollzug infolge der Berufsaufgabe, beurteilen Ältere ihre soziale Situation sehr differenziert. Die Wertungen sind - im Kontext des gesellschaftlichen Umbruchs in Ostdeutschland - ambivalent und häufig instabil, wobei die gewonnenen Befunde auf sozialpolitischen Handlungsbedarf verweisen, um die möglichen negativen Folgen der Frühverrentung, vor allem im Bereich der psychosozialen Befindlichkeit, zumindest zu entschärfen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitslosenreport 1996: Daten und Fakten zur sozialen Lage Arbeitsloser in den alten und neuen Bundesländern (1996)
Frister, Siegfried; Liljeberg, Holger; Winkler, Gunnar;Zitatform
Frister, Siegfried, Holger Liljeberg & Gunnar Winkler (1996): Arbeitslosenreport 1996. Daten und Fakten zur sozialen Lage Arbeitsloser in den alten und neuen Bundesländern. Berlin: Verlag am Turm, 246 S.
Abstract
"Mit dem Arbeitslosenreport 1996 setzen das Sozialwissenschaftliche Forschungszentrum Berlin-Brandenburg e.V. und das Unabhängige Meinungsforschungsinstitut INFO GmbH ihre Veröffentlichungen zur Darstellung der sozialen Lage und Befindlichkeiten in den neuen und alten Bundesländern fort. Gegenüber 1995 wurde der Report durch eine vergleichende Darstellung der sozialen Situation sowie der Befindlichkeiten von Arbeitslosen bzw. der von Arbeitslosigkeit Bedrohten in den alten und neuen Bundesländern gegenübergestellt. Entsprechend der Situation wurde für die neuen Bundesländer auch eine vergleichende Darstellung der Situation von Erwerbstätigen und Arbeitslosen aufgenommen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Jugend im Transformationsprozeß: Untersuchungen zum Sozialisationsprozeß Jugendlicher in der strukturschwachen Region Neubrandenburg (1996)
Golz, Lutz; Heller, Peter; Fischer, Catrin; Nimmer, Helmut;Zitatform
Golz, Lutz & Peter Heller (1996): Jugend im Transformationsprozeß. Untersuchungen zum Sozialisationsprozeß Jugendlicher in der strukturschwachen Region Neubrandenburg. (Kommission für die Erforschung des Sozialen und Politischen Wandels in den Neuen Bundesländern. Graune Reihe 96-01), Halle, 175 S.
Abstract
Der Forschungsbericht "behandelt Problemfelder zur gegenwärtigen Lebensweise Jugendlicher und junger Erwachsener in der Region Neubrandenburg". Nach einem einleitenden Kapitel werden im zweiten Kapitel die familiale Lebenslage und die sozialen Ressourcen der Lebensbewältigung beschrieben. "Im Kapitel 3 interessieren darauf aufbauend die Ausprägungen von Persönlichkeitsmerkmalen wie Kontrollüberzeugungen, Lebenszufriedenheit und Zukunftsoptionen. Die Betrachtung des Bewältigungsverhaltens schließt sich an. Im Kapitel 5 wird unter Bezugnahme auf die beschriebenen sozialen und personalen Ressourcen und Kompetenzen der Verflechtung von Wertorientierungen und Handlungsbereitschaften nachgegangen. Hierbei geht es zum einen um ein präziseres Bild der Zukunftsoptionen bzw. Lebensplanungen (Berufsbild, Familienwunsch. Migrationsbereitschaft) und zum anderen um die Ausprägung problematischer Verhaltensformen unter den Jugendlichen (Rechtsorientierung, Gewaltakzeptanz). Der Anlagenteil enthält die statistischen Nachweise, auf die im Text Bezug genommen wird." (IAB2)
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Literaturhinweis
Arbeitslos - chancenlos? Verläufe von Arbeitslosigkeit in Ostdeutschland (1996)
Hahn, Toni; Schön, Gerhard;Zitatform
Hahn, Toni & Gerhard Schön (1996): Arbeitslos - chancenlos? Verläufe von Arbeitslosigkeit in Ostdeutschland. (Transformationsprozesse 11), Opladen: Leske und Budrich, 185 S.
Abstract
"Gestützt auf Daten einer Panelerhebung im Landesarbeitsamtsbezirk Berlin(Ost)/Brandenburg, in der arbeitslos gewordene Personen und deren Lebenspartner(innen) seit 1992 jährlich befragt wurden, werden folgende Problemfelder genauer beleuchtet. Kapitel 1 analysiert Stand und Defizite der Arbeitslosenforschung in den neuen Bundesländern und skizziert offene Forschungsfragen. Im Kapitel 2 werden empirische Ergebnisse des Panels in Gestalt verschiedener Typisierungen von Erwerbsverläufen nach Eintritt in Arbeitslosigkeit dargestellt. Die ermittelten Typen werden in Bezug auf ihre Strukturiertheit und ihre Determiniertheit analysiert. Konkordanz, Diskrepanz und Wechselwirkungen zwischen typischen Verläufen und typischen Bewältigungsformen von Arbeitslosigkeit sind Gegenstand der Ausführungen im Kapitel 3. Auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede psychischer Verarbeitung von Arbeitslosigkeit in West und Ost wird dabei mittels Sekundäranalyse eingegangen. Mit dem Kapitel 4 schließlich werden Erwerbsverläufe nach Eintritt in Arbeitslosisgkeit im Kontext sozialer Neustrukturierung der ostdeutschen Gesellschaft betrachtet und untersucht, in welchem zeitlichen und räumlichen Kontext Arbeitslosigkeit zu einer Dimension sozialer Ungleichheit wird. Gleichzeitig werden soziale Selbstverortungen, politische Einstellungen und Wertorientierungen unter dem Einfluß verschiedener Laufbahnen Arbeitsloser sowie in ihrem Einfluß auf diese Laufbahnen analysiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Verläufe und subjektive Bewältigung von Arbeitslosigkeit, Wiederbeschäftigung in den neuen Bundesländern: strukturell-regionale und personell-familiale sowie sozialbiographische Komponenten (Panel) (1996)
Hahn, Toni; Schön, Gerhard; Wittich, Dietmar;Zitatform
Hahn, Toni, Gerhard Schön & Dietmar Wittich (1996): Verläufe und subjektive Bewältigung von Arbeitslosigkeit, Wiederbeschäftigung in den neuen Bundesländern. Strukturell-regionale und personell-familiale sowie sozialbiographische Komponenten (Panel). Berlin: Trafo Verlag, 144 S.
Abstract
"Exemplarisch an der Problemsituation Arbeitsloser und an den selektiven Trends sowohl langzeitigen bzw. dauerhaften Verbleibs in Erwerbslosigkeit als auch mehr oder weniger stabiler Wiederbeschäftigung in der Stadt Brandenburg wird der Frage nachgegangen, inwieweit Erwerbsverläufe nach der Wende im Osten Deutschlands durch die sich wandelnden gesellschaftlichen Verhältnisse in ihrer regionalen Ausprägung determiniert sind und inwieweit sie von individuellem Verhalten abhängig sind.
Im einzelnen werden dazu drei Zusammenhänge untersucht:
1. Einfluß
-struktureller Bedingungen, insbesondere regionaler Arbeitsmarktstrukturen,
-soziodemographischer Zugehörigkeiten,
-biographischer Milieus und Erfahrungen,
-familial-partnerschaftlicher Einbindungen sowie
-psychischer Dispositionen, individueller Wertorientierungen und Verhaltensweisen auf Erwerbsverläufe nach Eintritt in Arbeitslosigkeit.
2. Bedeutung von Erwerbsstatus und Erwerbsverlauf, insbesondere von langanhaltender Arbeitslosigkeit für die Konstituierung neuer sozialer Ungleichheitslagen im Beitrittgebiet:
-objektive Merkmale sowie subjektive Wahrnehmung und Wertung,
-Einfluß aktiven Handelns Arbeitsloser auf ihre Positionierung im Ungleichheitsgefüge,
-spezifisches Gewicht sozialer Position Arbeitsloser bei tendenziellen Veränderungen von Wertestrukturen, Einstellungen und Verhalten im Zuge des gesellschaftlichen Transformationsprozesses.
Als moderierende Variable wird der Haushalts-, Familien- und Partnerkontext Arbeitsloser näher analysiert.
3. Die Beziehung zwischen
-Handlungsmöglichkeiten Arbeitsloser zur Veränderung ihrer Situation,
-Bewältigungstrategien und tatsächlichem Verhalten sowie
-typischen Verläufen der Arbeitslosigkeit wird zum einen hinsichtlich erkennbarer ostdeutscher Besonderheiten, zum anderen hinsichtlich möglicher regionaler Milieueinflüsse betrachtet." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Arbeitslosigkeit und gesundheitliche Folgen in Ostdeutschland - eine Studie im Freistaat Sachsen: Ergebnisse der ärztlichen Untersuchungen und Befragungen in den Jahren 1993 und 1994 (1996)
Harych, Horst; Harych, Peter;Zitatform
Harych, Horst & Peter Harych (1996): Arbeitslosigkeit und gesundheitliche Folgen in Ostdeutschland - eine Studie im Freistaat Sachsen. Ergebnisse der ärztlichen Untersuchungen und Befragungen in den Jahren 1993 und 1994. Dresden, 201 S.
Abstract
Die empirische Studie untersucht die Auswirkungen des sozial-ökonomischen Wandels in Ostdeutschland auf Einstellungen, Wertevorstellungen, Verhaltensweisen und Gesundheit. Hierzu haben promovierende Allgemeinmediziner aus Sachsen ausgewählte Patienten befragt. Darüber hinaus konnten die Ärzte aus ihren Dokumentationen Informationen über den Gesundheitszustand ihrer Patienten vor und im Verlauf der 1993/94 durchgeführten Studie zur Verfügung stellen. Ziel der Untersuchung war es, Informationen zu erhalten über
- die soziale Lage des Probanden (Verhältnisse),
- die subjektive Widerspiegelung der Verhältnisse,
- die Umstände der Arbeitsmarktsituation bezogen auf die Lage des Probanden,
- den subjektiven Gesundheitszustand des Probanden und dessen Veränderungen und
- den objektiven Gesundheitszustand des Probanden und dessen Veränderungen.
Neben demographischen Charakteristika wurden u.a. Angaben zur Arbeitsplatzzufriedenheit der Berufstätigen und zur sozialen Situation der Arbeitslosen erhoben. Dies wurde ergänzt durch Fragen zum Gesundheitszustand einschließlich Eß-, Trink- und Rauchgewohnheiten, Blutdruck und Inanspruchnahme von Ärzten. Die Ergebnisdarstellung unterscheidet zwischen Berufstätigkeiten mit und ohne Sorge um ihren Arbeitsplatz sowie Arbeitslosen. Die Studie zeigt, daß der subjektive Gesundheitszustand in erheblichem Maße vom Stand im Berufsleben und vom Geschlecht abhängig ist. Der schlechteste subjektive Gesundheitszustand wurde bei Langzeitarbeitslosen registriert. Beim objektiven Gesundheitszustand (ärztlich festgestellte und behandelte chronische Krankheiten) ergab sich ein hochsignifikanter Unterschied zwischen Berufstätigen und Arbeitslosen. (IAB) -
Literaturhinweis
Umbruchsarmut in den neuen Bundesländern (1996)
Haupt, Hanna; Schubert, Ursula;Zitatform
Haupt, Hanna & Ursula Schubert (1996): Umbruchsarmut in den neuen Bundesländern. In: Umbruch. Beiträge zur sozialen Transformation H. 12, S. 1-190.
Abstract
"Anknüpfend an den 'Ersten Armutsbericht des DGB, der Hans-Böckler-Stiftung und des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes' wird die objektive und subjektive Dimension von Arbeitslosen, Alleinerziehenden und Wohnungslosen in den neuen Bundesländern untersucht. Dabei wurden sowohl aus Experten- als auch aus Betroffenensicht jeweils die Ursachen- und Problemkonstellationen von Armut der jeweiligen Gruppen, das Erleben und Verarbeiten der Armutslage, die Akzeptanz und Wirksamkeit vorhandener Hilfeangebote analysiert. Insbesondere wurden die Zusammenhänge zwischen dem gesellschaftlichen Umbruch in Ostdeutschland und dem Verlauf von Armutsentwicklungen aufgedeckt. Armut Mitte der 90er Jahre in Ostdeutchland resultiert neben der aus DDR-Zeiten überkommenen Armut vor allem aus dem gesellschaftlichen Umbruch und den mit diesem verbundenen strukturellen Krisenentwicklungen und wird zur 'Normalität' des Lebens auch in den neuen Bundesländern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Sozialpolitik im vereinten Deutschland 3: Familienpolitik, Lohnpolitik und Verteilung (1996)
Hauser, Richard; Ribhegge, Hermann; Hauser, Richard; Wagner, Gert; Lampert, Heinz; Zerche, Jürgen;Zitatform
Hauser, Richard (Hrsg.) (1996): Sozialpolitik im vereinten Deutschland 3. Familienpolitik, Lohnpolitik und Verteilung. (Schriften des Vereins für Socialpolitik. N.F. 208/3), Berlin: Duncker & Humblot, 150 S. DOI:10.3790/978-3-428-48550-5
Abstract
Der Band dokumentiert die Beiträge der Jahrestagung 1994 des Ausschusses für Sozialpolitik in der Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Verein für Socialpolitik:
1. Zur Lage der Familien und den Aufgaben der Familienpolitik in den neuen Bundesländern
2. Probleme der Lohnpolitik in den neuen Bundesländern
3. Die Einkommensverteilung in Ostdeutschland - Darstellung, Vergleich und Determinanten für die Jahre 1990 bis 1994
4. Investitionen in den neuen Bundesländern und ihre verteilungspolitische Problematik. (IAB2) -
Literaturhinweis
Ungleichheit und Sozialpolitik (1996)
Hauser, Richard; Knoke, Wolfgang; Hradil, Stefan; Below, Susanne; Ritter, Joachim; Pankoke, Eckart; Glatzer, Wolfgang; Olk, Thomas; Kollmorgen, Raj; Kleinhenz, Gerhard;Zitatform
Hauser, Richard, Wolfgang Glatzer, Stefan Hradil, Gerhard Kleinhenz, Thomas Olk & Eckart Pankoke (1996): Ungleichheit und Sozialpolitik. (Berichte zum sozialen und politischen Wandel in Ostdeutschland 02), Opladen: Leske und Budrich, 553 S.
Abstract
"Der Anspruch der Kommission, ein möglichst differenziertes Bild von der Entwicklung der Transformation in den neuen Bundesländern zu gewinnen und zugleich die darin vorhandenen Wissensstände zu systematisieren, hat zu einer Berichtsstruktur mit insgesamt sechs Berichten zum sozialen und politischen Wandel in Ostdeutschland geführt." Der Bericht Nr.2 ist in sechs Kapitel gegliedert. Nach einer Einführung in das Thema wird im 2. Kapitel der Transformationsprozeß in Ostdeutschland im Überblick dargestellt. Diese Darstellung bereitet das dritte Kapitel des Berichts vor, "das sich an dem theoretischen Hintergrund der Sozialberichterstattung orientiert. Hier wurden die durchschnittliche Entwicklung und die Verteilung von Lebenslagen in den neuen Bundesländern analysiert." Durch eine detailierte Analyse der Lebenslagen ausgewählter Personengruppen wird im vierten Kapitel der Überblick über die Entwicklung und die Unterschiede in den Lebenslagen der gesamten Bevölkerung der neuen Bundesländer vertieft. Diese Sichtweise wird im fünften Kapitel durch eine Analyse ausgewählter Dimensionen des Transformationsprozesses ergänzt." An erster Stelle steht dabei eine Analyse der Arbeitsbeziehung in dem geänderten institutionellen Rahmen der neuen Arbeitsmarktordnung. Das abschließende sechste Kapitel beschäftigt sich mit Zukunftsperspektiven. Es werden wichtige Trends der gesellschaftlichen Entwicklung herausgearbeitet und sich daraus möglicherweise ergebende gesellschafts- und sozialpolitische Probleme und Aufgaben diskutiert sowie darauf bezogene Perspektiven sozialwissenschaftlicher Forschung benannt. (IAB2)
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Literaturhinweis
Individuelle Entwicklung, Bildung und Berufsverläufe (1996)
Hormuth, Stefan E.; Wittstock, M.; Trommersdorff, Gisela; Chakkarath, Pradeep; Heinz, Walter R.; Heller, Peter; Sydow, Hubert; Kunz, J.; Kornadt, Hans-Joachim; Triebe, J.K.; Wagner, C.; Schlegel, U.;Zitatform
Hormuth, Stefan E., Walter R. Heinz, Hans-Joachim Kornadt, Hubert Sydow & Gisela Trommersdorff (1996): Individuelle Entwicklung, Bildung und Berufsverläufe. (Berichte zum sozialen und politischen Wandel in Ostdeutschland 04), Opladen: Leske und Budrich, 361 S.
Abstract
"Der Anspruch der Kommission (KSPW), ein möglichst differenziertes Bild von der Entwicklung der Transformation in den neuen Bundesländern zu gewinnen und zugleich die darin vorhandenen Wissensstände zu systematisieren, hat zu einer Berichtsstruktur mit insgesamt sechs Berichten zum sozialen und politischen Wandel in Ostdeutschland geführt." Der Bericht Nr. 4 untersucht den Einfluß des Transformationsprozesses auf die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen einerseits und auf das Bildungswesen anderseits. Es ist in fünf Kapitel gegliedert:
1. Kindheit im Transformationsprozeß
2. Entwicklung und Sozialisation von Jugendlichen vor und nach der Vereinigung Deutschlands
3. Erwachsene im Transformationsprozeß
4. Erziehung und Bildung im Transformationsprozeß
5. Berufsverläufe im Transformationsprozeß. (IAB2) -
Literaturhinweis
Die problematische Situation von Landfrauen in den neuen Bundesländern: Analysen, Ansätze, Lösungsvorschläge (1996)
Koch, Christiane;Zitatform
Koch, Christiane (1996): Die problematische Situation von Landfrauen in den neuen Bundesländern. Analysen, Ansätze, Lösungsvorschläge. In: Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis, Jg. 25, H. 4, S. 32-37.
Abstract
Die Situation der Landfrauen in den neuen Bundesländern ist prekär; ihre Qualifikationen sind meist unbrauchbar geworden, für viele fehlt es an Perspektiven. Die Weiterbildung hat sich bemüht, adäquat Abhilfe zu schaffen, sah sich darin aber oftmals mit enttäuschenden Rückschlägen konfrontiert. Der Beitrag versucht, die entstandenen Probleme zu analysieren und Ansätze für eine künftig frauenfördernde Weiterbildungspolitik auf dem Lande zu skizzieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Sozialer Wandel und Akteure in Ostdeutschland: empirische Befunde und theoretische Ansätze (1996)
Kollmorgen, Raj; Reißig, Rolf; Weiß, Johannes;Zitatform
(1996): Sozialer Wandel und Akteure in Ostdeutschland. Empirische Befunde und theoretische Ansätze. (Transformationsprozesse 08), Opladen: Leske und Budrich, 375 S.
Abstract
"Die Beiträge des Bandes beschäftigen sich aus unterschiedlichen diziplinären Perspektiven mit den Wandlungsprozessen in Ostdeutschland. In drei Teilen werden u.a. folgende Problemkonstellationen behandelt:
1. Östlicher Wandel, westlicher Wandel? - Modernitäten im Osten?
2. Akteure und Institutionen der Transformation: Über Transfers und Eigensinnigkeiten
3. Theoretische und methodische Herausforderungen Theorielosigkeit oder undurchsichtige Gemengelage?" (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Krise der Arbeit - Krise der Identität? Institutionelle Umbrüche der Erwerbsarbeit und subjektive Erfahrungsprozesse in den neuen Bundesländern (1996)
Krömmelbein, Silvia;Zitatform
Krömmelbein, Silvia (1996): Krise der Arbeit - Krise der Identität? Institutionelle Umbrüche der Erwerbsarbeit und subjektive Erfahrungsprozesse in den neuen Bundesländern. Berlin: Edition Sigma, 230 S.
Abstract
"Der institutionelle Umbruch des politischen und ökonomischen Systems in den neuen Bundesländern hat auch den Charakter der Erwerbsarbeit grundlegend verändert. Inwieweit wird dadurch - auch vor dem Hintergrund der allgemeinen 'Krise der Arbeitsgesellschaft' - die Identität der Menschen berührt? Die Autorin wendet sich dieser Frage in einer qualitativen Untersuchung subjektiver Erfahrungsprozesse in unterschiedlichen Kontexten von Erwerbsarbeit zu (Arbeitsmarkt, Einkommen und Lebensstil, Betrieb, Kommunikation). Sie belegt, daß der Umbruch in Abhängigkeit von bisherigen Selbst- und Lebensentwürfen erfahren wird, in denen sich ein je spezifisches Verhältnis zu gesellschaftlichen Insitutionen im allgemeinen manifestiert. Diese institutionellen Verortungsmuster - die Autorin typisiert gesellschaftspolitische, subkulturelle und alltagszentrierte Muster - erweisen sich als über den Umbruch hinaus stabil. Sie gewährleisten trotz zahlreicher Veränderungen von Interpretations- und Handlungskontexten eine biographische Kontinuität in der institutionellen Selbstverortung, die vielfach vor Identitätskrisen bewahrt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Habitus und Strategien ostdeutscher Unternehmer: eine qualitativ-empirische Analyse unternehmerischen Handelns (1996)
Lettke, Frank;Zitatform
Lettke, Frank (1996): Habitus und Strategien ostdeutscher Unternehmer. Eine qualitativ-empirische Analyse unternehmerischen Handelns. (Arbeit, Organisation und Personal im Transformationsprozeß 02), München u.a.: Hampp, 281 S.
Abstract
"Für ostdeutsche Akteure ist wegen ihrer weitgehend unter den Bedingungen der sozialistischen Wirtschaft geprägten Biographie die Aufnahme einer unternehmerischen Betätigung nicht ohne weiteres zu erwarten. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Frage, wer diese Position typischerweise einnimmt und welche spezifischen Handlungsproblemen oder Möglichkeiten den betrieblichen Alltag in Ostdeutschland prägen. Die Wende und der in ihrer Folge ablaufende Transformationsprozeß werden als gravierende kulturelle Brüche aufgefaßt, die bis dahin geltende alltägliche Selbstverständlichkeiten in Frage stellen. Sozial erworbene Denk-, Wahrnehmungs- und Handlungsgewohnheiten, die sich mit Bourdieu als Habitus bezeichnen lassen, werden unter drastisch veränderten Umweltbedingungen zum Problem. Wenn betriebswirtschaftliche Entscheidungen an überkommenen Denkmustern ausgerichtet werden,offenbaren sich Beharrungstendenzen von Habitus, die eine marktgerechte Handlungsweise behindern oder Gewinnchancen zumindest mindern. Wirtschaften erscheint in dieser Theorie als ein Handeln, das in den sozio-kulturellen Strukturen einer Gesellschaft wurzelt und sich in den jeweiligen Kontextbedingungen aktualisiert. In teilstrukturierten Interviews mit Selbständigen verschiedener Branchen und Betriebsgröße wurde versucht, diesen Zusammenhängen auf den Grund zu gehen und typische Probleme betrieblicher Praxis sichtbar zu machen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Management in der ostdeutschen Industrie (1996)
Pohlmann, Markus; Schmidt, Rudi;Zitatform
Pohlmann, Markus & Rudi Schmidt (Hrsg.) (1996): Management in der ostdeutschen Industrie. (Beiträge zu den Berichten zum sozialen und politischen Wandel in Ostdeutschland 01.5), Opladen: Leske und Budrich, 314 S.
Abstract
Der Band entstand im Ergebnis der Berichtsarbeit der Kommission für die Erforschung des sozialen und politischen Wandels in den neuen Bundesländern (KSPW). Er repräsentiert Ergebnisse aus der dritten Forschungs- und Förderungsphase (1994-1996) der KSPW. Die Beiträge des Bandes sind einer "Rückkehr des Akteurs in die Tranformationsforschung" verpflichtet und befassen sich mit dem "Sozialprofil" und den Gestaltungsleistungen von Managern und Eigentümern in der Auseinandersetzung mit den Strukturellen Zwängen der Umbruchphase. Thematisch sind sie vier Abschnitten zugeordnet:
-Management im Sozialismus
-Die Akteure im Umbruch-Managerkarriere und Unternehmensbiographien
-Orientierungen des Managements beim Auf- und Umbau innerbetrieblicher Strukturen
-Markt- und Wettbewerbsorientierungen des Managements. (IAB2) -
Literaturhinweis
Im Osten nichts Neues? Sozialhilfeverläufe in Ost- und Westdeutschland im Vergleich (1996)
Rentzsch, Doris; Buhr, Petra;Zitatform
Rentzsch, Doris & Petra Buhr (1996): Im Osten nichts Neues? Sozialhilfeverläufe in Ost- und Westdeutschland im Vergleich. (Sonderforschungsbereich Statuspassagen und Risikolagen im Lebensverlauf. Arbeitspapier 41), Bremen, 27 S.
Abstract
"Ergebnisse der neueren dynamischen Armutsforschung, und hier insbesondere des Teilprojekts 'Sozialhilfekarrieren' im Sonderforschungsbereich 186 haben gezeigt, dass es im unteren Bereich der Einkommensskala ein höheres Maß an Fluktuation gibt als gemeinhin angenommen. ... In dem Arbeitspapier geht es um die Frage, ob der Befund verzeitlichter und sozial entgrenzter Armut grundsätzlich auch für den Osten Deutschlands gilt, oder ob dort - etwa wegen der angespannteren Arbeitsmarktsituation - andere, nämlich verfestigtere Strukturen anzutreffen sind. Dazu werden erstmals systematisch Sozialhilfeverläufe im Osten und Westen Deutschlands - sprich Ergebnisse des Bremer und des Halleschen Projekts - gegenübergestellt. Das vielleicht überraschendste Ergebnis des Ost-West-Vergleichs ist, dass auch im Osten Kurzzeitbezug von Sozialhilfe das vorherrschende Muster ist. Allerdings gibt es auch einige deutliche Unterschiede, insbesondere was die möglichen Wege aus der Sozialhilfe angeht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die Dynamik von Erwerbslosigkeit und Geburtenrückgang bei jungen Erwachsenen im Transformationsprozeß (1996)
Sackmann, Reinhold; Weymann, Ansgar; Struck-Möbbeck, Olaf; Wingens, Matthias; Rasztar, Matthias;Zitatform
Sackmann, Reinhold, Matthias Rasztar, Olaf Struck-Möbbeck, Ansgar Weymann & Matthias Wingens (1996): Die Dynamik von Erwerbslosigkeit und Geburtenrückgang bei jungen Erwachsenen im Transformationsprozeß. (Sonderforschungsbereich Statuspassagen und Risikolagen im Lebensverlauf. Arbeitspapier 34), Bremen, 39 S.
Abstract
"Gegenstand des Arbeitspapieres ist die Erklärung des Zusammenhangs zwischen Veränderungen im Erwerbssystem und Wandlungsprozessen im Familienbildungsverhalten. Die Friktionen des Transformationsprozesses in Form einer extremen Arbeitsmarktkrise und eines beispiellosen Geburtenrückgangs werden hier in ihrer Dynamik daten- und detailreich dargestellt und in ihren Mustern erklärt. Es wird gezeigt, dass der dramatische Geburtenrückgang nicht der Ausdruck einer tiefen Krise der ostdeutschen Vergemeinschaftsformen ist, sondern dass er eine 'rationale' Anpassung an veränderte Bedingungen der Organisation der Vereinbarkeit von Familie und Beruf in den neuen Bundesländern darstellt. Auf der Grundlage der Analyse kohortenspezifischer Altersmuster von Familienbildungsprozessen wird gezeigt, dass Tendenzen zu einer Angleichung an westdeutsche Familienbildungsmuster zu erkennen sind, die allerdings selbst bei einem zu erwartenden leichten Anstieg der Gesamtgeburtenziffern zu einer erhöhten Zahl von kinderlosen Frauen und unregelmäßigen Familienbildungsmustern in den von der Transformationskrise besonders betroffenen Jahrgängen führen werden. An dieser Studie wird exemplarisch die Erklärungskraft des im Sonderforschungsbereich vertretenen dynamischen Ansatzes, der analytischen Verknüpfung individueller und gesellschaftlicher Veränderungen zum Verständnis komplexer und schneller Formen sozialen Wandels sichtbar." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Betriebliche Sozialordnung und ostdeutsches Arbeitnehmerbewußtsein im Prozeß der Transformation (1996)
Zitatform
Schmidt, Werner (1996): Betriebliche Sozialordnung und ostdeutsches Arbeitnehmerbewußtsein im Prozeß der Transformation. München u.a.: Hampp, 416 S.
Abstract
"Die Studie untersucht zum einen, wie sich die Arbeitspolitik des Managements, die Arbeitsbeziehungen und die Sozialordnung in ostdeutschen Betrieben im Transformationsprozeß verändern. Zum anderen verfolgt sie die Frage, wie die ehemaligen Werktätigen den Umbruch zur Rolle des Arbeitnehmers bewerkstelligen. Ausgehend von einer Rekonstruktion der Lebens- und Arbeitsbedingungen in den Betrieben der DDR wird sowohl die strukturelle als auch die subjektive Seite betrieblicher Reorganisationsprozesse dargestellt. Besonders Augenmerk gilt dabei den Veränderungen im Denken und Handeln ostdeutscher Arbeitnehmer und dem Umbau ihrer Identität.Gezeigt wird u.a. daß Erfolge betrieblicher Reorganisationsprozesse in Ostdeutschland davon abhängen, ob es dem Management gelingt, gravierende Störungen der sozialen Intergration zu vermeiden. Die Transformationskompetenz sowohl ost- als auch westdeutscher Manager weist gerade diesbezüglich Schwächen auf. Unzufriedenheiten und betriebliche Konflikte sind nicht allein Folgen unvermeidbaren Personalabbaus; sie sind nicht zuletzt Reaktionen der Arbeitnehmer auf vom Management verweigerte soziale Anerkennung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Junge Frauen heute - wie sie leben, was sie anders machen: Ergebnisse einer Längsschnittstudie über familiale und berufliche Lebenszusammenhänge junger Frauen in Ost- und Westdeutschland (1996)
Seidenspinner, Gerlinde; Strehmel, Petra; Wittmann, Svendy; Hildebrandt, Karin; Keddi, Barbara; Gross, Michaela;Zitatform
Seidenspinner, Gerlinde, Barbara Keddi, Svendy Wittmann, Michaela Gross, Karin Hildebrandt & Petra Strehmel (1996): Junge Frauen heute - wie sie leben, was sie anders machen. Ergebnisse einer Längsschnittstudie über familiale und berufliche Lebenszusammenhänge junger Frauen in Ost- und Westdeutschland. Opladen: Leske und Budrich, 284 S.
Abstract
"Mit dem Band stellen die Autorinnen die Ergebnisse der ersten und zweiten Erhebungswelle (1991,1993) ihrer Längsschnittuntersuchung "Entwicklungsprozesse familialer und beruflicher Lebenszusammenhänge junger Frauen" vor. Die zentrale Fragestellung befaßt sich damit, wie junge Frauen ihr Leben im Rahmen gesellschaftlicher Individualisierungsprozesse und in Auseinandersetzung mit individuellen Handlungsspielräumen sowie regionalen Gelegenheitsstrukturen entwerfen und gestalten. Die subjektiven Einschätzungen, Interpretationen und Deutungsmuster der Frauen sowie ihre biografischen Konstellationen und ihre derzeitige Situation stehen dabei im Vordergrund." Dazu wurden qualitative Interviews mit jungen Frauen in Bayern und Sachsen durchgeführt und zum Teil auch ihre Partner befragt. "In Teil A werden Konzeptionen, Projektanlage und methodische Vorgehensweise dieser Untersuchung dargestellt sowie die ausgewählten Regionen charakterisiert. Teil B analysiert nach einem generellen Überblick über die Berufswahl- und Berufsfindungsprozesse sowie die Arbeitsmarktsituation für junge Frauen in West- und Ostdeutschland die derzeitige berufliche Situation der von uns befragten jungen Frauen in Bayern und Sachsen. In Teil C wird auf die Partnerschaften und die Lebensformen der jungen Frauen im Kontext ihrer familialen und beruflichen Lebensentwürfe und biografischen Erfahrungen eingegangen. Es wird versucht, Anhaltspunkte dafür zu finden, inwiefern die unterschiedlichen Lebenformen Ausdruck unterschiedlicher Lebensentwürfe sind und ob sich generelle Individualisierungsprozesse darin spiegeln. Die charakteristischen Merkmale der von den Frauen gelebten unterschiedlichen Lebensformen werden ausführlich dargestellt und einem Ost-West-Vergleich unterzogen. Teil D faßt die wichtigsten Ergebnisse zusammen und versucht Ansatzpunkte zu liefern, wie junge Frauen in ihren Lebensentwürfen unterstützt werden können." (IAB2)
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Literaturhinweis
Soziale Differenzierung durch Lebensstile: eine empirische Untersuchung zur Lebensqualität in West- und Ostdeutschland (1996)
Zitatform
Spellerberg, Annette (1996): Soziale Differenzierung durch Lebensstile. Eine empirische Untersuchung zur Lebensqualität in West- und Ostdeutschland. Berlin: Edition Sigma, 241 S.
Abstract
"In dieser Arbeit wurden Lebensstile theoretisch und empirisch untersucht. Drei Themen der Lebensstilforschung standen im empirischen Teil im Zentrum des Interesses: erstens die Ermittlung von Lebensstilen in Ost- und Westdeutschland, zweitens die Stärke des Zusammenhangs zwischen Merkmalen der sozialen Lage und Lebensstilen und drittens die eigenständige Bedeutung von Lebensstilen zur Beschreibung und Erklärung unterschiedlicher Lebensqualität. Die Datenbasis bildet der Wohlfahrtssurvey 1993, eine repräsentative Umfrage in West- und Ostdeutschland zu objektiven Lebensbedingungen und subjektivem Wohlbefinden, in die ein Zusatzfragebogen zu Lebensstilen integriert wurde. Der Lebensstilfragebogen richtete sich an die Bevölkerung im Alter von 18 bis zu 61 Jahren. Entsprechend dem theoretischen Konzept, nach dem sich Lebensstile in erster Linie durch sichtbare Verhaltensweisen und die Gestaltung des Alltags im Rahmen der persönlichen Lebensplanung auszeichnen, wurde der Fragebogen konzipiert. Insgesamt wurden Einzelfragen zu Freizeitverhalten, Mediennutzung, Fernsehkonsum, Musikgeschmack, Lektüregewohnheiten, Alltagsroutinen sowie Lebenszielen gestellt und in die Auswertung einbezogen. Verhalten, kulturelle Interessen und Orientierungen haben sich als geeignete Dimensionen erwiesen, um in sich homogene und klar voneinander unterscheidbare Lebensstile zu ermitteln. Die Bevölkerung in West- und Ostdeutschland wurde dabei getrennt analysiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ostdeutsche Jugend in der Wertekrise: zur sozialen Konstruktion eines Stereotyps und seiner Funktion in der Bildungsdebatte (1996)
Zitatform
Stock, Manfred (1996): Ostdeutsche Jugend in der Wertekrise. Zur sozialen Konstruktion eines Stereotyps und seiner Funktion in der Bildungsdebatte. In: Zeitschrift für Pädagogik, Jg. 42, H. 4, S. 623-636.
Abstract
"Um die Notwendigkeit einer 'neuen' Werteerziehung zu begründen, wird in der aktuellen Bildungsdebatte das Stereotyp von der 'politischen Werte- und Orientierungskrise der ostdeutschen Jugendlichen' in Anspruch genommen. Dabei wird angenommen, die Jugendlichen hätten jene in der ideologischen Erziehung in der DDR intendierten Werte auch verinnerlicht. Im Beitrag wird den Formen nachgegangen, in denen die Schüler isch zu diesen Inhalten verhielten, ohne sie dabei zu verinnerlichen. Wenn neuerlich versucht wird, den Schülern materiale Werte nahezubringen, so dementiert dies nicht nur den normativen Sinn, der in die bürgerliche Ordnung eingelassen ist, sondern schließt zudem auf eigentümliche Weise an die in der DDR herrschende Erziehungsvorstellung an." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Gesellschaftliche Rahmenbedingungen der Arbeitslosigkeitserfahrung und erwerbsbiographische Perspektiven von Arbeitslosen in Ostdeutschland (1996)
Vogel, Berthold;Zitatform
Vogel, Berthold (1996): Gesellschaftliche Rahmenbedingungen der Arbeitslosigkeitserfahrung und erwerbsbiographische Perspektiven von Arbeitslosen in Ostdeutschland. In: Mitteilungen. Soziologisches Forschungsinstitut, Göttingen H. 23, S. 81-98.
Abstract
Der Autor konstatiert ein lückenhaftes Wissen über Verarbeitungsformen und Erfahrungsmuster der Arbeitslosigkeit in den neuen Bundesländern. Im Beitrag versucht er aus einem laufenden Forschungsbericht heraus, einen "empirischen Beitrag zur Schließung dieser Lücke zu liefern. Einleitend wird die Frage gestellt, in welcher besonderen Weise die Arbeitslosigkeit von den Betroffenen im gesellschaftlichen Transformationsprozeß erlebt wird. Daran anschließend richtet sich das Hauptaugenmerk dieses Beitrags auf die Frage, welche erwerbsbiographischen Perspektiven Arbeitslose für sich unter den Bedingungen der tiefgreifenden Neuordnung des Wirtschafts- und Beschäftigungssystems sehen." (IAB2)
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Literaturhinweis
Arbeitslosigkeitserfahrungen im ostdeutschen Transformationsprozeß (1996)
Vogel, Berthold;Zitatform
Vogel, Berthold (1996): Arbeitslosigkeitserfahrungen im ostdeutschen Transformationsprozeß. In: Mitteilungen. Soziologisches Forschungsinstitut, Göttingen H. 24, S. 29-33.
Abstract
"Die ostdeutschen Arbeitslosen erleben und erfahren, denken und sprechen über ihre Arbeitslosigkeit tatsächlich in spezifisch anderer Weise als dies westdeutsche Arbeitslose tun, aber mit blockierten Mentalitäten oder subjektiven Modernitätsdefiziten hat das wohl kaum etwas zu tun." Um diese These zu erläutern führt der Beitrag aus, wodurch Arbeitslosigkeitserfahrung in Ostdeutschland gekennzeichnet ist und wovon erwerbsbiographische Perspektiven von ostdeutschen Arbeitslosen abhängen bzw. wie diese ihre neue Soziallage erleben. (IAB2)
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Literaturhinweis
Sozialreport 1995: Daten und Fakten zur sozialen Lage in den neuen Bundesländern (1996)
Winkler, Gunnar;Zitatform
(1996): Sozialreport 1995. Daten und Fakten zur sozialen Lage in den neuen Bundesländern. Berlin, 382 S.
Abstract
Auf der Grundlage zugänglicher Materialien der statistischen Landesämter, Einzeluntersuchungen der Mitarbeiter des Sozialwissenschaftlichen Forschungszentrums Berlin-Brandenburg e.V. und wissenschaftlicher Einrichtungen, die sich mit vergleichbaren Themen beschäftigen, informiert der Sozialreport 1995 über die Entwicklung sozialer Lagen und Befindlichkeiten in den neuen Bundesländern. Der Report umfaßt die Bereiche:
- Bevölkerung und Bevölkerungsentwicklung,
- Einkommen,
- Verbrauch,
- Gesundheit,
- Familie und
- gesellschaftliche Mitwirkung.
(IAB) -
Literaturhinweis
Sozialreport 50+ 1996: Daten und Fakten zur sozialen Lage von Bürgern ab dem 50. Lebensjahr in den neuen Bundesländern (1996)
Winkler, Gunnar; Haupt, Hanna;Zitatform
Winkler, Gunnar & Hanna Haupt (1996): Sozialreport 50+ 1996. Daten und Fakten zur sozialen Lage von Bürgern ab dem 50. Lebensjahr in den neuen Bundesländern. Berlin: Verlag am Turm, 247 S.
Abstract
"Der Report will die Lebenslage und soziale Situation der Altersrentner und -rentnerinnen in den neuen Bundesländern darstellen und damit Aufschluß über die seit 1990 eingetretenen gravierenden Wandlungen und Differenzierungen in den Lebensverhältnissen der älteren Mitbürger geben. Dabei gehen die Autoren auch 1996 davon aus, daß die Darstellung der Lebenslagen älterer Bürger nicht auf objektive Daten des Einkommens, der Wohnungsgröße, des Besitzes an technischen Konsumgütern usw. zu begrenzen ist, sondern gleichermaßen die subjektiven Reflexionen einschließen muß, d.h. das was Bürger verschiedener Altersgruppen empfinden, welche Werte ihrem Handeln zugrunde liegen, wie zufrieden oder unzufrieden sie sind, wie sie soziale Veränderungen bewerten. Dem Sozialreport 50+ liegt eine repräsentative Untersuchung in den neuen Bundesländern zugrunde, die auf einer mündlichen Befragung (Interviews) beruht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Wohlfahrtsentwicklung im vereinten Deutschland: Sozialstruktur, sozialer Wandel und Lebensqualität (1996)
Zapf, Wolfgang; Habich, Roland;Zitatform
(1996): Wohlfahrtsentwicklung im vereinten Deutschland. Sozialstruktur, sozialer Wandel und Lebensqualität. Berlin: Edition Sigma, 382 S.
Abstract
"Dieser Band verfolgt zwei Ziele. Zum einen will er die Projekte der Abteilung Sozialstruktur und Sozialberichterstattung am WZB darstellen und die wichtigsten Ergebnisse zusammenfassen. Zum anderen will er die Wohlfahrtsentwicklung in Ost- und Westdeutschland untersuchen und bewerten - das zentrale Thema, auf das alle Projekte in den letzten Jahren ausgerichtet waren. Im Einführungskapitel werden die theoretischen Bezüge, Forschungsbezüge und Datenbasen dieser Untersuchungen erläutert. Gegliedert ist das Buch in fünf größere Abschnitte; sie zeigen die Themenschwerpunkte an, denen die Beiträge zugeordnet sind. Der erste Abschnitt, Sozialstruktureller Wandel und Lebensqualität, bietet zwei Überblicksdarstellungen und ein theoretisches Modell an. Kapitel 2 behandelt den Wandel der sozialen Schichtung und die damit verbundenen Mobilitätsprozesse in Ost- und Westdeutschland seit 1990, insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Angleichung von Ost und West und der Veränderung der sozialen Ungleichheit. In Kapitel 3 wird die Entwicklung der objektiven Lebensbedingungen und des subjektiven Wohlbefindens in Ost- und Westdeutschland untersucht, und zwar die materiellen, die persönlichen und die öffentlichen Lebensbereiche, Lebenszufriedenheit und Zukunftserwartungen sowie Probleme der "inneren Einheit" und wechselseitigen Wahrnehmung. In Kapitel 4 werden unterschiedliche Erklärungen des subjektiven Wohlbefindens (Lebenszufriedenheit, Sorgen usw.) diskutiert. Es wird ein Modell vorgestellt, in dem die objektiven Lebensbedingungen über die "Filter" Vergleichsprozesse und Wichtigkeiten auf das subjektive Wohlbefinden einwirken. Im zweiten Abschnitt, Soziale Gruppen, Problemgruppen, wechselt die Perspektive von der Gesamtbevölkerung auf ausgewählte Sozialkategorien bzw. soziale Gruppen. In Kapitel 5 über die Lage von Frauen zwischen Familie und Beruf zeigen sich besonders deutliche Ost-West-Unterschiede und erhebliche Veränderungen zwischen älteren und jüngeren Altersgruppen. In Kapitel 6 werden die objektiven Lebensbedingungen und das subjektive Wohlbefinden der älteren Bevölkerung im Ost-West-Vergleich und im Vergleich aufeinanderfolgender Altersgruppen untersucht und bewertet. Kapitel 7 untersucht die Wohlfahrtsentwicklung der ausländischen Bevölkerung am Beispiel der Arbeitsmigranten, und zwar im Zeitverlauf 1984-1993. Zusätzlich werden erste Ergebnisse über die Lage von Aussiedlern mitgeteilt. Kapitel 8 greift eine gesellschaftspolitische Polemik auf - die These von der Zwei-Drittel-Gesellschaft - und weist sie zurück mit Analysen der Kumulation und Stabilität von Problemlagen, insbesondere des Verlaufs von Armut. Es ergibt sich ein "dynamischeres Bild" prekärer sozialer Lagen. Im dritten Abschnitt, Lebensformen und Lebensstile, werden zwei innovative Betrachtungsweisen der Sozialstruktur vorgestellt und auf die Wohlfahrtsentwicklung in Ost- und Westdeutschland bezogen. Kapitel 9 untersucht Zeitverlauf und Ost-West-Differenzen unterschiedlicher "Lebensformen", d.h. unterschiedlicher haushalts- und lebensphasenspezifischer Formen des Zusammenlebens und der Erwerbsbeteiligung, auch anhand der Frage nach steigender Individualisierung und Pluralisierung. In Kapitel 10 werden die quantitativ wichtigsten Lebensstiltypen für Ost- und Westdeutschland mittels Indikatoren des interaktiven, expressiven und evaluativen Verhaltens konstruiert, gemessen und verglichen. Der vierte Abschnitt, Ostdeutsche Veränderungen, behandelt ausgewählte Probleme der Wohlfahrtsentwicklung in Ostdeutschland im Vergleich zur Situation in der DDR; dazu werden die DDR-Verhältnisse nachgezeichnet. In Kapitel 11 geht es um die soziale Lage der Privathaushalte und ihre Möglichkeiten zu einer aktiven Gestaltung der Wohlfahrtsentwicklung. In Kapitel 12 und 13 werden die Wohnungsversorgung und die politische und soziale Beteiligung untersucht, wobei im Wohnungsbereich eher Kontinuitäten, im Partizipationsbereich massive Einbrüche und Veränderungen zu erklären sind. Der fünfte Abschnitt, Die deutsche Transformation im Vergleich, versucht eine zusammenfassende Bewertung der deutsch-deutschen Transformation: im Kapitel 14 durch einen Vergleich mit zehn osteuropäischen Gesellschaften und im Schlußkapitel mit einer Bilanz von Belastungen und Verbesserungen sowie ebenfalls einem kurzen internationalen Vergleich. Die deutsche Transformation erscheint hierbei als ein besonders günstiger und sich stabilisierender Sonderfall. In einem Postskriptum werden jüngste Daten zur Wohlfahrtsentwicklung in Ost- und Westdeutschland vom Dezember 1995 vorgestellt. Dabei zeigt sich eine steigende Diskrepanz zwischen der überwiegend positiven Bewertung der persönlichen Lebensumstände und den sich verschlechternden generellen Zufriedenheiten und Zukunftseinschätzungen. Dieser Befund kann als Übergang in eine Phase offener Probleme der "weitergehenden Modernisierung" gedeutet werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Neue regionale Disparitäten im vereinten Deutschland (1996)
Ziegler, Astrid; Bartsch, Klaus;Zitatform
Ziegler, Astrid (1996): Neue regionale Disparitäten im vereinten Deutschland. (Hans-Böckler-Stiftung. Graue Reihe. N.F. 106), Düsseldorf, 133 S.
Abstract
"Durch die Vereinigung der beiden deutschen Staaten hat sich die Wirtschaftsstruktur zwischen den bundesdeutschen Teilräumen grundlegend geändert. Die räumlichen Unterschiede in der Wirtschaftskraft und in den sozialen und ökologischen Lebensbedingungen sind deutlich größer geworden. Die empirische Untersuchung arbeitet den gegenwärtigen regionalen Strukturwandel im vereinten Deutschland mit Hilfe multivariater Verfahren heraus. Aus den Ergebnissen werden darauf aufbauend strukturpolitische Strategien für die Regionen in Gesamtdeutschland entwickelt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Soziale Isolation und mangelnde soziale Unterstützung im unteren Einkommensbereich?: vergleichende Analysen mit Umfragedaten (1995)
Zitatform
Andreß, Hans-Jürgen, Gero Lipsmeier & Kurt Salentin (1995): Soziale Isolation und mangelnde soziale Unterstützung im unteren Einkommensbereich? Vergleichende Analysen mit Umfragedaten. In: Zeitschrift für Soziologie, Jg. 24, H. 4, S. 300-315. DOI:10.1515/zfsoz-1995-0405
Abstract
"Mittels repräsentativer Umfragedaten aus den 90er Jahren für West- und Ostdeutschland wird die Frage geprüft, ob in Armut lebende oder von Armut bedrohte Personen weniger Kontakte außerhalb ihres eigenen Haushaltes haben und weniger soziale Unterstützung erfahren als andere Personen. Insgesamt kann man für Westdeutschland sagen, im unteren Einkommensbereich wohnen Verwandte, mit denen Kontakt gepflegt wird, eher in der Nähe, die Anzahl der Kontakte mit Freunden und Bekannten ist geringer, mehr Personen berichten, daß sie keinen Freund oder Bekannten haben und dementsprechend erwarten sie aus diesem Kreis auch weniger Hilfen. Ganz besonders deutlich wird das geringere Hilfepotential im unteren Einkommensbereich bei den finanziellen Hilfen. Betrachtet man die tatsächlich empfangenen Hilfen, dann berichten einkommensschwache Personen und Sozialhilfe-Empfänger zwar über gleich viele Hilfen wie andere Personen, sie sind mit diesem Angebot jedoch deutlich unzufriedener. Alle genannten Einkommenseffekte sind numerisch nicht besonders groß, sie bleiben dennoch auch dann bestehen, wenn man unterschiedliche Lebensformen oder spezielle Lebenslagen wie Arbeitslosigkeit oder Sozialhilfebezug kontrolliert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die Generation der Vereinigung: Meinungen der Jugendlichen in den neuen Bundesländern (1995)
Beyer, Hans-Joachim; Pachaly, Jost; Kösling, Fritjoff;Zitatform
Beyer, Hans-Joachim; Fritjoff Kösling & Jost Pachaly (Mitarb.) (1995): Die Generation der Vereinigung. Meinungen der Jugendlichen in den neuen Bundesländern. In: Beiträge zur Gesellschafts- und Bildungspolitik H. 203, S. 1-68.
Abstract
Auf der Grundlage einer Befragung (2700 Schüler, Lehrlinge, Studenten, Arbeiter, Angestellte und Arbeitslose aus den neuen Bundesländern im Alter von 16 bis 29 Jahren sowie 300 Geschäftsführer und Personalleiter ostdeutscher Firmen) vermittelt das Heft Meinungen der bzw. über die Jugendlichen zu Themen wie die heutige Sicht auf die DDR, die Veränderungen in der persönlichen und beruflichen Situation nach der Vereinigung sowie das Persönlichkeitsprofil junger Ostdeutscher. (IAB)
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Literaturhinweis
Deutsche Befindlichkeiten im Ost-West-Vergleich: Ergebnisse einer empirischen Untersuchung (1995)
Zitatform
Brähler, Elmar & Horst-Eberhard Richter (1995): Deutsche Befindlichkeiten im Ost-West-Vergleich. Ergebnisse einer empirischen Untersuchung. In: Aus Politik und Zeitgeschichte H. B 40/41, S. 13-20.
Abstract
"Rund 1 000 Ostdeutsche und 2 000 Westdeutsche wurden im November 1994 im Rahmen einer repräsentativen Untersuchung befragt; Grundlage waren teils erprobte und teils neu entwickelte Fragebögen. Während sich die Westdeutschen im Gießen-Test eher individualistischer, arroganter, härter und lockerer darstellen, beschreiben sich die Ostdeutschen als sozial offener, bescheidener, weicher und disziplinierter. Die Selbstbeschreibung der Ostdeutschen erscheint positiver als die der Westdeutschen. In einem Fragekomplex zu Zukunftserwartungen und politischen Einstellungen werden auf beiden Seiten große Sorgen erkennbar. Im Osten noch ausgeprägter als im Westen ist die Erwartung ansteigender Arbeitslosigkeit. Das gilt auch für die ökologischen Zukunftsängste, vor allem unter Jugendlichen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Daten und Fakten zur sozialen Lage in den neuen Bundesländern (1995)
Dohnke, Dieter; Frister, Siegfried; Liljeberg, Holger;Zitatform
Dohnke, Dieter, Siegfried Frister & Holger Liljeberg (1995): Daten und Fakten zur sozialen Lage in den neuen Bundesländern. In: Sozialreport H. Sonderheft 1, S. 1-32.
Abstract
"Gegenstand des Sonderheftes ist eine auf ausgewählten Ergebnissen des Arbeitslosenreports 1995 beruhende Darstellung. Der Arbeitslosenreport wird durch das Unabhängige Meinungsforschungsinstitut INFO GmbH seit dem Jahre 1990 erarbeitet. Dem Arbeitslosenreport 1995 liegt die zweite deutschlandweite repräsentative Befragung - unterstützt vom Sozialwissenschaflichen Forschungszentrum Berlin-Brandenburg e.V. - zugrunde.
Ziel der Befragung ist es, im Zusammenhang mit den bisherigen Ergebnissen des gesellschaftlichen Transformationsprozesses in den neuen Bundesländern gesicherte Aussagen über die gegenwärtige Lage und die Befindlichkeit der Unterbeschäftigten in ganz Deutschland zu gewinnen und dabei die Auswirkungen und Konsequenzen des Arbeitsplatzverlustes sowohl auf die individuelle Situation und Befindlichkeit als auch auf die Familien und die Gesellschaft insgesamt in den Mittelpunkt zu stellen. Dabei sind vor allem aus sozialem und politischem Blickwinkel Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Betroffenen aus den alten und den neuen Bundesländern von besonderem Interesse. Die Auswahl konzentriert sich - dem Charakter der Quartalshefte Sozialreport folgend - auf Aussagen und Probleme zu den neuen Bundesländern und - soweit erforderlich - im Vergleich zu den alten Bundesländern." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Frühverrentung in Ostdeutschland: Ergebnisse einer empirischen Erhebung zu den Bedingungen und sozialen Folgen des vorzeitigen Ruhestandes (1995)
Ernst, Jochen;Zitatform
Ernst, Jochen (1995): Frühverrentung in Ostdeutschland. Ergebnisse einer empirischen Erhebung zu den Bedingungen und sozialen Folgen des vorzeitigen Ruhestandes. (Europäische Hochschulschriften. Reihe 5, Volks- und Betriebswirtschaft 1750), Frankfurt am Main u.a.: Lang, 208 S.
Abstract
"Ein vorzeitiger Übergang in den Ruhestand wurde nach der deutschen Vereinigung für eine große Zahl älterer Personen in Ostdeutschland schlagartig zur Realität. In der sozialwissenschafltichen Forschung wurde dieses Thema eher am Rand behandelt. Diese Studie untersucht auf der Grundlage von Lebenslageanalysen und gestützt auf über 300 Interviews die sozialen Folgen und Bedingungen der Frühverrentung für die Betroffenen. Es zeigt sich, daß die Älteren trotz mitunter einschneidender Veränderungen im Lebensvollzug ihre soziale Situation sehr differenziert beurteilen. Bilanzierende Wertungen sind - im Kontext des gesellschaftlichen Umbruchs in Ostdeutschland - ambivalent und häufig instabil. Gleichzeitig signalisieren die gewonnenen Befunde sozialpolitischen Handlungsbedarf, um die negativen Folgen der Frühverrentung zumindest zu entschärfen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Daten und Fakten zur sozialen Lage in den neuen Bundesländern (1995)
Gericke, Thomas; Jogschies, Peter; Bischoff, Peter; Kuhnke, Ralf; Lang, Cornelia; Bertram, Barbara; Henze, Gudrun; Reißig, Monika; Klar, Constanze; Karig, Ute; Schreier, Kerstin;Zitatform
Gericke, Thomas, Barbara Bertram, Ute Karig, Peter Bischoff, Cornelia Lang, Gudrun Henze, Constanze Klar, Kerstin Schreier, Ralf Kuhnke, Peter Jogschies & Monika Reißig (1995): Daten und Fakten zur sozialen Lage in den neuen Bundesländern. In: Sozialreport H. Sonderheft 2, S. 1-43.
Abstract
Das Sonderheft dokumentiert die Beiträge von AutorInnen der Regionalen Arbeitsstelle Leipzig des Deutschen Jugendinstituts e.V. München zu folgenden Themen:
- Bildungsweg, Berufswahl und berufliche Erstplacierung bei ostdeutschen Schulabgängern des Jahres 1990
- Gleichbleibend hohe Erwerbsansprüche und steigende Jugendarbeitslosigkeit
- Einige Aspekte des Migrationsverhaltens von Jugendlichen aus dem Freistaat Sachsen
- Ostdeutsche Jugendliche und ihr Verhältnis zur Politik in den ersten fünf Jahren nach der Wende
- Familiäre Lebensbedingungen und familienbezogene Einstellungen ostdeutscher Jugendlicher
- Deviante Verhaltensweisen im Kontext der jugendlichen Normalbiographie
- Straßenkarrieren in den neuen Bundesländern: Beschreibungen und Erklärungsansätze - Ergebnisse einer ExpertInnenbefragung
- Zur Entwicklung des Konsums legaler und illegaler Drogen bei ostdeutschen Jugendlichen. (IAB) -
Literaturhinweis
Kollektiv und Eigensinn: Lebensverläufe in der DDR und danach (1995)
Huinink, Johannes ; Trappe, Heike ; Sorensen, Annemette; Solga, Heike ; Diewald, Martin ; Mayer, Karl Ulrich ;Zitatform
Huinink, Johannes, Karl Ulrich Mayer, Martin Diewald, Heike Solga, Annemette Sorensen & Heike Trappe (1995): Kollektiv und Eigensinn: Lebensverläufe in der DDR und danach. Berlin: Akademie Verlag, 414 S.
Abstract
In dem Buch werden, gestützt auf eine am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Berlin, durchgeführte Erhebung zur Erforschung von mehr als 2300 Lebensverläufen in der ehemaligen DDR, Lebensverläufe von Männern und Frauen verschiedener Geburtsjahrgänge bis Mitte 1993 im Kontext der historischen Entwicklung der DDR beschrieben und verglichen. Im Vordergrund stehen dabei zwei Leitfragen.
"Die erste Leitfrage thematisiert das besondere Verhältnis von Bevölkerung und Herrschaftssystem: In welcher Weise wurde das Leben in der DDR durch Staat und Partei reglementiert und gesteuert, und welche Handlungsspielräume wurden den Bürgern eingeräumt bzw. von diesen selbst durchgesetzt? Die zweite Leitfrage befaßt sich mit der Eigenart und dem Gewicht von Strukturen sozialer Ungleichheit in der DDR-Gesellschaft gegenüber dem Anspruch, größtmögliche Gleichheit von Lebensbedingungen und Chancen herzustellen. Mit den Antworten auf diese Fragen sollen differenzierte Einblicke in die Gründe für die "Wende" und den Zusammenbruch des politischen und ökonomischen Systems gewonnen werden." (IAB2) -
Literaturhinweis
Ostdeutschland fünf Jahre nach der Einheit: Rückgang der Erwerbsbeteiligung scheint gestoppt, Einkommen gleichen sich weiter an, Armut stagniert (1995)
Zitatform
Krause, Peter (1995): Ostdeutschland fünf Jahre nach der Einheit: Rückgang der Erwerbsbeteiligung scheint gestoppt, Einkommen gleichen sich weiter an, Armut stagniert. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 62, H. 50, S. 863-869.
Abstract
"Mit dem Bericht setzt das DIW die vor zwei Jahren begonnene Berichterstattung zur Entwicklung von Erwerbsbeteiligung, Einkommen und Armut in Ostdeutschland fort. Datenbasis ist das Sozio-ökonomische Panel. Der seit 1990 zu beobachtende Rückgang der Erwerbsbeteiligung hat sich 1995 nicht fortgesetzt. Die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte haben sich weiter an die Durchschnittswerte in Westdeutschland angenähert. Die Armutsraten stagnieren und liegen in Ost- und Westdeutschland inzwischen gleichermaßen bei 11 vH." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Entwicklungsperspektiven von Arbeit im Transformationsprozeß (1995)
Lutz, Burkart; Schröder, Harry;Zitatform
Lutz, Burkart & Harry Schröder (Hrsg.) (1995): Entwicklungsperspektiven von Arbeit im Transformationsprozeß. München u.a.: Hampp, 379 S.
Abstract
"Der Sonderforschungsbereich 333 der Universität München fragt nach neuen Entwicklungen im Feld gesellschaftlicher Arbeit, die er in der doppelten und komplementären Perspektive des arbeitenden Subjekts und institutionell-organisatorischer Strukturen untersucht. Da der tiefgreifende soziale Wandel im Gefolge der deutschen Einigung zentrale Bedeutung für sein Forschungsthema zu gewinnen versprach, bezog der Sonderforschungsbereich bereits 1990/91 in enger Kooperation mit ostdeutschen Wissenschaftlern die Veränderungen in den Neuen Bundesländern in sein Untersuchungsprogramm ein. Hierbei erwiesen sich die seit den späten 80er Jahren von den 'Münchnern' entwickelten Konzepte als sehr gutes Instrument zur Beschreibung und Analyse der Transformationsprozesse. Der Band eröffentlicht Beiträge der ostdeutschen Partner aus dieser gemeinsamen Forschungsarbeit. Stichworte sind: Milieuspezifische Muster alltäglicher Lebensführung; Identitätsentwicklung als Selbstorganisationsprozeß; innovatives Handeln von Pflegepersonal; das Berufsschicksal der Fachschulingenieure; Berufsintegration von Hochschulabgängern; Rationalisierungspfade ostdeutscher Betriebe und die Restrukturierung der industriellen Automobilzulieferer." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Transformation der Sozialordnung in den neuen Bundesländern: Tagungsband des Sozialrechtlichen Colloquiums der Berichtsgruppe VI der KSPW (1995)
Maydell, Bernd von;Zitatform
(1995): Transformation der Sozialordnung in den neuen Bundesländern. Tagungsband des Sozialrechtlichen Colloquiums der Berichtsgruppe VI der KSPW. (Kommission für die Erforschung des Sozialen und Politischen Wandels in den Neuen Bundesländern. Graue Reihe 95-05), Halle, 112 S.
Abstract
Der Band enthält Beiträge eines sozialrechtlichen Colloquiums (Berlin, 1994), das sich mit ausgewählten Fragen und Beispielen des Wandels der Arbeits- und Sozialordnung in den neuen Bundesländern befasst hat. (IAB)
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Literaturhinweis
Gewaltbereitschaft von Jugendlichen in den östlichen Bundesländern (1995)
Meissner, Vera;Zitatform
Meissner, Vera (1995): Gewaltbereitschaft von Jugendlichen in den östlichen Bundesländern. In: Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis, Jg. 24, H. 6, S. 18-22.
Abstract
Die Lebenslage und Ausbildungssituation von Jugendlichen in den neuen Bundesländern ist Gegenstand einer Langzeitstudie des Bundesinstituts für Berufsbildung. Untersucht wird, wie sich neben der konkreten Berufswahl, der Aufnahme einer Ausbildung und dem Ausbildungsverlauf unter anderem auch die Normen und Wertvorstellungen der ostdeutschen Jugendlichen in einer Phase des Umbruchs entwickeln. Der Beitrag berichtet über ausgewählte Ergebnisse der ersten Befragungswelle von 1993 zur Gewaltbereitschaft und zu ausländerfeindlichen Einstellungen. Die Antworten der Jugendlichen deuten darauf hin, daß sie zum größten Teil nicht als gewaltbereit zu bezeichnen sind, daß sie aber dennoch anfällig dafür sind, ihren Ohnmachtsgefühlen auch gewaltsam Ausdruck zu verleihen. (BIBB2)
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Literaturhinweis
Aufholtendenzen und Systemeffekte: Eine Übersicht über Wertunterschiede zwischen West- und Ostdeutschland (1995)
Zitatform
Meulemann, Heiner (1995): Aufholtendenzen und Systemeffekte: Eine Übersicht über Wertunterschiede zwischen West- und Ostdeutschland. In: Aus Politik und Zeitgeschichte H. B 40/41, S. 21-33.
Abstract
"Im Beitrag werden Umfrageergebnisse für die Gleichheit, Leistung, Mitbestimmung und Akzeptanz zwischen Ost- und Westdeutschland gegenübergestellt. Die herangezogenen empirischen Untersuchungen der Jahre 1990 bis 1995 ergeben, daß im Osten Gleichheit weniger, Leistung mehr und Mitbestimmung weniger betont werden; Akzeptanz ist im Westen stärker, wenn Religiosität, im Osten stärker, wenn Moralität betrachtet wird: Der Osten ist stärker säkularisiert, aber moralisch rigider. Unterschiedliche Strukturchancen des Individualismus erklären also Wertunterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland schlechter als Aufholtendenzen des Ostens; in jedem Fall aber müssen Systemeffekte für die vorausgesagten Unterschiede der Akzeptanz angenommen werden. Abschließend wird versucht, die Aufholtendenzen zu prognostizieren, und die Dauerhaftigkeit der Systemeffekte diskutiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Erwerbsbiographische Diskontinuitäten in West- und Ostdeutschland: eine Systematisierung ungleichheitsrelevanter Deutungsmuster (1995)
Mutz, Gerd;Zitatform
Mutz, Gerd (1995): Erwerbsbiographische Diskontinuitäten in West- und Ostdeutschland. Eine Systematisierung ungleichheitsrelevanter Deutungsmuster. In: P. A. Berger & P. Sopp (Hrsg.) (1995): Sozialstruktur und Lebenslauf (Sozialstrukturanalyse, 05), S. 205-233.
Abstract
Der Beitrag beschäftigt sich mit der biographischen (subjektiven) Dimension sozialer Ungleichheit. Er zielt erstens darauf ab, die bisher sehr abstrakt geführte Diskussion zu den Deutungsmustern sozialer Ungleichheit auf eine empirische Basis zu beziehen, nämlich auf Erwerbsbiographien, in denen Deutungen zur sozialen Ungleichheit thematisiert werden. Eine Analyse von Erwerbsbiographien hat den Vorteil, daß Deutungen zur sozialen Ungleichheit im Kontext des erzählten Erwerbsverlaufs - also nicht isoliert - thematisiert werden, womit der Bedeutungsgehalt derartiger Äußerungen sehr viel klarer wird. Zweitens möchte er die unterschiedlichen Folien der Thematisierung von sozialer Ungleichheit in west- und ostdeutschen Erwerbsbiographien herausarbeiten. Drittens will er diese Deutungsmuster und deren kulturelle Verankerung im Rahmen eines wissenssoziologischen Modells systematisieren. Abschließend wird die Frage diskutiert, in welchem Verhältnis diese Deutungsmuster zu einer Logik der Praxis stehen. Um die der unterschiedlichen Deutungsmuster zur sozialen Ungleichheit in west- und ostdeutschen Erwerbsbiographien zu verstehen, werden prinzipielle Unterschiede in den biographischen Konstruktionsweisen vorangestellt. Die Ausführungen beruhen auf empirischen Erhebungen von Erwerbsbiographien, Experteninterviews und umfangreichen Kontextmaterialien in West- (1983-1990) und Ostdeutschland (1990-1992). (IAB2)
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Literaturhinweis
Ostdeutsche Frauen - sechs Jahre nach dem gesellschaftlichen Umbruch: Auswertung empirischer Daten zur sozialen Situation ostdeutscher Frauen (1995)
Schröter, Ursula;Zitatform
Schröter, Ursula (1995): Ostdeutsche Frauen - sechs Jahre nach dem gesellschaftlichen Umbruch. Auswertung empirischer Daten zur sozialen Situation ostdeutscher Frauen. (Studien des Instituts für Sozialdatenanalyse 15), Berlin: Trafo-Verlag, 67 S.
Abstract
"Die Autorin verfolgt das Ziel nachzuweisen, daß es im Leben ostdeutscher Frauen gegenwärtig nicht nur Umbrüche (oder 'Tranformationen' oder 'Modernisierungen') gibt, sondern auch Kontinuität; nicht nur Skepsis und Befürchtungen, sondern auch eine neue Art der gesellschaftlichen Akzeptanz; nicht nur den Drang zur Konformität und Vermassung, sondern auch eine neue Chance zur Individualisierung." Dargestellt und interpretiert werden die Ergebnisse aus vier repräsentativen Befragungen des Instituts für Sozialdatenanalyse e.V. Berlin (isda) sowie aus anderen empirischen Erhebungen und der amtlichen Statistik zur Erwerbsneigung, zum Kinderwunsch, zur Werteorientierung, zu Mutterrolle und Frauenbild sowie zur politischen Partizipation von ostdeutschen Frauen. In einem Exkurs befaßt sich die Autorin schließlich mit der "Krise der Arbeitsgesellschaft" aus ostdeutscher Frauensicht. (IAB2)
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Literaturhinweis
Ostdeutsche Frauen im Transformationsprozeß: eine soziologische Analyse zur sozialen Situation ostdeutscher Frauen (1990-1994) (1995)
Schröter, Ursula;Zitatform
Schröter, Ursula (1995): Ostdeutsche Frauen im Transformationsprozeß. Eine soziologische Analyse zur sozialen Situation ostdeutscher Frauen (1990-1994). In: Aus Politik und Zeitgeschichte H. B 20, S. 31-42.
Abstract
"Fünf Jahre nach dem Herbst 1989 sind ostdeutsche Frauen in besonderer Weise von den sozialen Problemen des Transformationsprozesses betroffen. Sie sind in höherem Maße als ostdeutsche Männer arbeitslos, obwohl ihr Wunsch nach Berufstätigkeit nicht wesentlich geringer und die Orientierung auf beruflichen Erfolg sogar größer geworden ist. Junge ostdeutsche Frauen verzichten in höherem Maße als westdeutsche und in sehr viel höherem Maße als DDR-Frauen auf Kinder, obwohl sich an dem Kinderwunsch kaum etwas geändert hat. Nach Jahren der radikalen gesellschaftlichen Veränderungen und abrupten biographischen Brüche reflektieren ostdeutsche Frauen empfindliche Verluste (soziale Kälte, Ängste), aber auch Gewinne, die Sehnsucht nach der DDR im größten Maße nicht aufkommen lassen (Reisefreiheit,Warenangebot). Soziale Differenzierungen werden immer deutlicher: Einerseits gibt es die Abkopplung einer größeren Frauengruppe vom gesellschaftlichen Leben und von Zukunftshoffnungen. Andererseits ist ein kleinerer Teil ostdeutscher Frauen - überdurchschnittlich aktiv und überdurchschnittlich qualifiziert - bereits im 'neuen Deutschland' angekommen, nutzt und befördert die neuen Lebensmöglichkeiten und verweist oft gleichzeitig auf 'zu Erhaltendes' aus der Vergangenheit." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ostdeutsche Jugendliche fünf Jahre nach der Wiedervereinigung (1995)
Seiring, Kerstin;Zitatform
Seiring, Kerstin (1995): Ostdeutsche Jugendliche fünf Jahre nach der Wiedervereinigung. In: Aus Politik und Zeitgeschichte H. B 20, S. 43-55.
Abstract
"Zentrale Fragestellung des Beitrages ist, wie die Integration ostdeutscher Jugendlicher in die Bundesrepublik Deutschland gelingt. Anhand von Daten des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) der Jahre 1990-1994 wird versucht, vorläufige Antworten zu geben. Dazu wird die subjektive Sicht der ostdeutschen Jugendlichen - ihre Zukunftszuversicht, Erwartungen, Ängste, Sorgen - der objektiven Situation beim Übergang von der Ausbildung in den Beruf gegenübergestellt. Die Bilanz ist insgesamt positiv." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Chancen und Risiken im Lebenslauf: Beiträge zum gesellschaftlichen Wandel in Ostdeutschland (1995)
Sydow, Hubert; Schlegel, Uta; Helmke, Andreas;Zitatform
Sydow, Hubert, Uta Schlegel & Andreas Helmke (Hrsg.) (1995): Chancen und Risiken im Lebenslauf: Beiträge zum gesellschaftlichen Wandel in Ostdeutschland. (Transformationsprozesse), Berlin: Akademie Verlag, 282 S.
Abstract
Der Band faßt Ergebnisse der ersten Projektförderphase der Kommission für die Erforschung des sozialen und politischen Wandels in den neuen Bundesländern e.V. (KSPW) zusammen. Die Beiträge befassen sich in drei Kapiteln u.a.:
1. mit den Lebenslagen, Lebensentwürfen und Wertorientierungen von Jugendlichen
2. mit den Lebenslagen von Frauen, insbesondere mit der Bewältigung von Arbeitslosigkeit und der Anpassung an veränderte soziale Strukturen
3. mit Vermittlungen zwischen gesellschaftlichen Veränderungen und individuellen Reaktionen, z.B. bei den sogenannten "jungen Alten" und im Hinblick auf psychosoziale Gesundheitsrisiken. (IAB2) -
Literaturhinweis
Wirtschaftliche und soziale Lebensverhältnisse in Ostdeutschland: Indikatorensammlung, erstellt im Auftrag des Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL (1995)
Zitatform
(1995): Wirtschaftliche und soziale Lebensverhältnisse in Ostdeutschland. Indikatorensammlung, erstellt im Auftrag des Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL. (Institut für Wirtschaftsforschung Halle. Sonderheft 1995,02), Halle, 136 S.
Abstract
"Im Auftrag des Nachrichtenmagazins Der Spiegel hat das Institut für Wirtschaftsforschung Halle aus einer Vielzahl unterschiedlicher Quellen (111) Indikatoren zusammengestellt und ausgewertet, die den nach der deutschen Einheit einsetzenden Prozeß der Anpassung der Lebensumstände beschreiben. Die einzelnen Indikatoren sind in 19 Kapiteln zusammengefaßt, die den allgemeinen Bereichen 'Bevölkerung und Arbeitsmarkt', 'Einkommen und Verbrauch', 'Materielle und soziale Infrastruktur' und 'Allgemeine wirtschaftliche Rahmenbedingungen' zugeordnet werden können. In allen Bereichen sind deutliche Veränderungen gegenüber der Situation des Jahres 1990 festzustellen, die in aller Regel auf eine Annäherung an westdeutsche Muster zielen. In vielem gibt es fünf Jahre nach der Einheit jedoch noch deutliche Unterschiede zwischen Ost und West, die über das Ausmaß ähnlicher Differenzen zwischen westdeutschen Regionen hinausgehen. Dies zeigt, daß der Transformationsprozeß in Wirtschaft und Gesellschaft noch nicht als abgeschlossen gelten kann. Vorgesehen ist deshalb, die relevanten Entwicklungen auch künftig zu beobachten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ich fürchte mich, alt und arm zu sein: arbeitslos - weiblich - ausgegrenzt: eine Fallstudie (1994)
Baumgart, Inge; Meyer, Annelies;Zitatform
Baumgart, Inge & Annelies Meyer (1994): Ich fürchte mich, alt und arm zu sein: arbeitslos - weiblich - ausgegrenzt. Eine Fallstudie. Weimar, 76 S., Anhang.
Abstract
In Thüringen wurden 1993 322 arbeitslose Frauen und 41 arbeitslose Männer zu ihrer Lebenssituation befragt. "Schwerpunktmäßig war die Untersuchung auf folgende Komplexe ausgerichtet:
-Allgemeine Lebensumstände der ProbandInnen (beruflicher Status, Qualifikation, Alter, Familienstand einschließlich unterhaltspflichtiger Kinder)
-Finanzielle und materielle Folgen der Erwerbslosigkeit (Einkommenssituation, Auswirkungen auf die Lebensführung und den Lebensstandard)
-Psychosoziale und gesundheitliche Folgen der Erwerbslosigkeit (psychische Belastungen und Reaktionen einschließlich Wirkungen auf die Gesundheit, psychosoziale und psychosomatische Wechselwirkungen)
-Rolle der Arbeit im Leben der Betroffenen sowie Wege und Aussichten für eine Rückkehr in das Berufsleben (Stellung der Arbeit in der individuellen Werteskala, Wege zu einem und Chancen für einen neuen Arbeitsplatz, Zugeständnisse im Interesse eines neuen Arbeitsplatzes, berufliche Bildung als Vorbereitung auf einen neuen Arbeitsplatz)
-Zukunftsaussichten, Hoffnungen und Befürchtungen bezüglich der persönlichen Lebenslage und der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen." (IAB2) -
Literaturhinweis
Veränderung der Erwerbssituation in ostdeutschen Privathaushalten und Befindlichkeit der Menschen (1994)
Berger, Horst; Schultz, Annett;Zitatform
Berger, Horst & Annett Schultz (1994): Veränderung der Erwerbssituation in ostdeutschen Privathaushalten und Befindlichkeit der Menschen. In: Aus Politik und Zeitgeschichte H. B 16, S. 3-15.
Abstract
"Im Zuge des Vereinigungsprozesses haben sich die Erwerbsverhältnisse in den neuen Bundesländern grundlegend verändert. Arbeitslosigkeit wurde für viele Ostdeutsche zur individuellen Erfahrung. Der Beitrag thematisiert die Folgen des Beschäftigungsabbaus für die Erwerbssituation der ostdeutschen Privathaushalte und präsentiert Ergebnisse eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Forschungsprojekts, das sich vor allem auf Daten des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP-Ost) stützt. Ausgehend von den Besonderheiten der ostdeutschen Privathaushalte, wird die veränderte Erwerbsbeteiligung in den Haushalten dargestellt und der Einfluß des Erwerbsstatus auf die Befindlichkeit der Haushaltsmitglieder analysiert. Die Arbeitslosigkeit beeinträchtigt nachhaltig die soziale Lage und die Befindlichkeit der Haushaltsmitglieder." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Wir sind auf den ganzen Menschen aus und können ihn nicht finden: Bedingungen von Lebensentwürfen bei Frauen in den neuen Bundesländern (1994)
Bertram, Barbara; Bütow, Birgit;Zitatform
Bertram, Barbara & Birgit Bütow (1994): Wir sind auf den ganzen Menschen aus und können ihn nicht finden. Bedingungen von Lebensentwürfen bei Frauen in den neuen Bundesländern. In: P. Beckmann & G. Engelbrech (Hrsg.) (1994): Arbeitsmarkt für Frauen 2000 - Ein Schritt vor oder ein Schritt zurück? Kompendium zur Erwerbstätigkeit von Frauen (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 179), S. 646-669.
Abstract
Im ersten Teil des Aufsatzes thematisieren die Autorinnen zum einen die ihres Erachtens mangelhafte Auseinandersetzung mit den methodologischen und theoretischen Konzepten zur Analyse des sozialen Wandels in den neuen Bundesländern. Zum anderen fordern sie eine kritische Überprüfung der westlichen feministischen Forschung im Hinblick auf ihre Übertragbarkeit auf ostdeutsche "Frauenwirklichkeiten". Der zweite Teil enthält eine empirische Bestandsaufnahme der Lebenskonzepte von Frauen in den neuen Bundesländern. Abschließend wird gefragt, an welchen Problemlagen frauenpolitisch angeknüpft werden kann. (IAB2)
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Literaturhinweis
Economic necessity or self-actualization? Attitudes toward women's labour-force participation in East and West Germany (1994)
Zitatform
Braun, Michael, Jacqueline Scott & Duane F. Alwin (1994): Economic necessity or self-actualization? Attitudes toward women's labour-force participation in East and West Germany. In: European Sociological Review, Jg. 10, H. 1, S. 29-47.
Abstract
Auf der Basis der Daten der ALLBUS-Erhebung wird das Verhältnis zwischen objektiven Lebensbedingungen von Frauen und ihren subjektiven Einstellungen zu Familie und Beruf unter veränderten ökonomischen Bedingungen in Ost- und Westdeutschland verglichen. Ähnlichkeiten und Unterschiede der geschlechtsspezifischen Verhaltensmuster zeigen, daß die Ostdeutschen ein nicht weniger traditionelles Verhalten an den Tag legten als die Westdeutschen, und die höhere Akzeptanz weiblicher Erwerbstätigkeit einen Reflex auf die gegenwärtige wirtschaftliche Misere darstellt. Es wird der Schluß gezogen, daß eine staatlich verordnete berufliche Emanzipation von Frauen letztendlich doch nicht in ein verändertes geschlechtsspezifisches Verhalten einmündet. (IAB)
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Literaturhinweis
Zu den psycho-sozialen Folgen der Arbeitslosigkeit in den neuen Bundesländern (1994)
Brinkmann, Christian; Wiedemann, Eberhard;Zitatform
Brinkmann, Christian & Eberhard Wiedemann (1994): Zu den psycho-sozialen Folgen der Arbeitslosigkeit in den neuen Bundesländern. In: Aus Politik und Zeitgeschichte H. B 16, S. 16-28.
Abstract
"Wie in den alten Bundesländern führt langanhaltende Unterbeschäftigung auch in den neuen Ländern zeitverzögert zu Langzeitarbeitslosigkeit im weiteren Sinn unter Einschluß wiederholter Arbeitslosigkeit. Individuell gesehen belasten bei Arbeitslosigkeit zunächst die geringen oder fehlenden Einkommen. Einem Arbeitslosen in Ostdeutschland stehen im Durchschnitt 46 Prozent eines Erwerbseinkommens zur Verfügung. Ähnlich wie in Westdeutschland geben drei Viertel der Arbeitslosen finanzielle Einschränkungen der einen oder anderen Art an. Nur wenige Arbeitslose bzw. Langzeitarbeitslose schätzen ihre eigene berufliche Zukunft optimistisch ein. Anders als Erwerbstätige verarbeiten 70 Prozent der Arbeitslosen den gesellschaftlich-sozialen Wandel überwiegend konflikthaft. Rückblickend waren sie vor der Wende zufriedener, ihre hohe Berufsorientierung ist aber weitgehend ungebrochen geblieben. Be- und Entlastungen unterscheiden sich nur teilweise von denen im Westen. Arbeitslose in den neuen Bundesländern sind vor allem aus sozialstrukturellen Gründen politisch weniger interessiert als Erwerbstätige. Mögliche längerfristige Folgeprobleme der Arbeitslosigkeit - etwa ein eigenständiger zusätzlicher Einfluß der Arbeitslosigkeit auf die politische Orientierung von Arbeitslosen - bedürfen weiterer Untersuchungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Wandel und Brüche in Lebensentwürfen von Frauen in den neuen Bundesländern (1994)
Böckmann-Schewe, Lisa; Röhrig, Anne; Kulke, Christine;Zitatform
Böckmann-Schewe, Lisa, Christine Kulke & Anne Röhrig (1994): Wandel und Brüche in Lebensentwürfen von Frauen in den neuen Bundesländern. In: Aus Politik und Zeitgeschichte H. B 6, S. 33-44.
Abstract
"Veränderungen und Kontinuitäten in der Erwerbsarbeit und -orientierung von Frauen in den neuen Ländern lassen sich in ihren Ausprägungen nur unter Einbeziehung ihrer Sozialisationserfahrungen und -bedingungen, ihrer gesamten Lebensrealität im Gesellschaftssystem der DDR erfassen. In dem Beitrag wird deshalb auf eine wesentliche Rahmenbedingung des Frauenerwerbslebens in der DDR, nämlich die staatliche Gleichstellungspolitik, Bezug genommen, um im Anschluß daran einige ausgewählte empirische Ergebnisse zur individuellen Gestaltung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie darzustellen. Daran anknüpfend werden zentrale Veränderungen der Beschäftigungssituation und veränderte subjektive Handlungsorientierungen skizziert und entsprechende empirische Ergebnisse vorgestellt. Abschließend wird unter strukturtheoretischen Gesichtspunkten den Veränderungen von sozialer Indentifikation in der Berufsarbeit nachgegangen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Lebenslauf und Wendeereignisse: die soziale Prägung von Fatalismus, Optimismus sowie sozialpolitischen Einstellungen und Bewertungen (1994)
Zitatform
Diewald, Martin & Johannes Huinink (1994): Lebenslauf und Wendeereignisse. Die soziale Prägung von Fatalismus, Optimismus sowie sozialpolitischen Einstellungen und Bewertungen. (Arbeitsberichte aus dem Projekt Lebensverläufe und historischer Wandel in der ehemaligen DDR 09/1994), Berlin, 32 S.
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Literaturhinweis
Mentalitätsunterschiede im wiedervereinigten Deutschland? Das Beispiel zweier ländlicher Gemeinden (1994)
Gebhardt, Winfried; Kamphausen, Georg;Zitatform
Gebhardt, Winfried & Georg Kamphausen (1994): Mentalitätsunterschiede im wiedervereinigten Deutschland? Das Beispiel zweier ländlicher Gemeinden. In: Aus Politik und Zeitgeschichte H. B 16, S. 29-39.
Abstract
"Entgegen der allgemeinen Rede von Mentalitätsunterschieden zwischen Ost- und Westdeutschen stimmen die Menschen in den beiden von uns untersuchten Gemeinden in vielen das Alltagshandeln determinierenden Wertvorstellungen, Glaubensüberzeugungen und Gewißheitsmustern überein. Dies zeigt sich u.a. in einem deutlich zu beobachtenden Wertkonservatismus, in der Hochschätzung von Familie, Verwandtschaft und Dorfgemeinschaft als den sozialen Gemeinschaften, in denen der Mensch soziale Anerkennung, Geborgenheit und Sicherheit finden kann, sowie in einer Sicht des Politischen, die jede partikularisierende Interessenpolitik zugunsten einer parteiübergreifenden Sachpolitik zum Wohle aller ablehnt. Die beobachteten Unterschiede (größere Individualisierungsängste und Unsicherheitsgefühle im Osten) lassen sich deshalb nur bedingt als Ausdruck unterschiedlicher Mentalitäten verstehen; sie sind eher Folge einer Phasenverschiebung auf dem Weg der Modernisierung bzw. der 'Kühlschrankfunktion! des sozialistischen Systems, in dem gesellschaftlicher Wandel kaum stattfand." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zwei Dörfer in Deutschland: Mentalitätsunterschiede nach der Wiedervereinigung (1994)
Gebhardt, Winfried; Kamphausen, Georg;Zitatform
Gebhardt, Winfried & Georg Kamphausen (1994): Zwei Dörfer in Deutschland: Mentalitätsunterschiede nach der Wiedervereinigung. Opladen: Leske und Budrich, 189 S.
Abstract
"Drei Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung ist die Rede von der 'Mauer im Kopf', von den angeblichen Mentalitätsunterschieden zwischen Ost- und Westdeutschen Allgemeingut geworden. Die Autoren gehen am Beispiel zweier ländlicher Gemeinden im bayerischen und sächsischen Vogtland der Frage nach, wie verschieden Ost- und Westdeutsche wirklich sind. Der Begriff der Mentalität bezeichnet die Summe eingelebter, über Generationen hinweg stabiler Glaubensüberzeugungen und Sinngewißheiten mit alltäglicher Handlungsrelevanz. Mentalitäten lassen sich nur in sozialen Nahwelten erforschen, im alltäglichen Handeln und Zusammenleben der Menschen am Arbeitsplatz, in der Familie, der Verwandtschaft, aber auch im Verein und am Stammtisch. Die in den letzten Jahren vielbeschworenen Mentalitätsunterschiede zwischen Ost- und Westdeutschen lassen sich daher besonders gut in zwei von ihrer Geschichte, Konfession und Sozialstruktur her ähnlichen Gemeinden untersuchen. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, inwieweit vierzig Jahre Leben in unterschiedlichen Gesellschaftssystemen die grundlegenden Alltagsroutinen und Handlungsmaßstäbe der Menschen verändert haben. Die Studie vermag zu zeigen, daß es - trotz vielfältiger Unterschiede im Detail - in den beiden Dörfern mehr Gemeinsamkeiten gibt als vermutet." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Die Stimmung ist besser als die Lage: Stimmungs- und Wertewandel in den neuen Bundesländern (1994)
Gensicke, Thomas;Zitatform
Gensicke, Thomas (1994): Die Stimmung ist besser als die Lage: Stimmungs- und Wertewandel in den neuen Bundesländern. In: Deutschland-Archiv, Jg. 27, H. 8, S. 802-815.
Abstract
Der Autor analysiert, gestützt auf repräsentative Meinungsumfragen und auf eine Anfang 1993 im Auftrag der Kommission für die Erforschung des sozialen und politischen Wandels in den neuen Bundesländern durchgeführte Erhebung (KSPW-Bus),wie die Ostdeutschen selbst die Lage sehen und welche Stimmung sich in den neuen Bundesländern entwickelt. Im Hinblick auf persönliche Wertorientierungen teilt der Autor die ostdeutsche Bevölkerung in Gruppen von Wertetypen auf: Konventionalisten, Resignierte, Realisten, Hedomaten (hedonistische Materialisten) und Idealisten. Trotz relativ positiver Bilanz der Stimmungs- und Werteentwicklung gibt es neuralgische Punkte: Abhängigkeit von Transferzahlungen, Arbeitslosigkeit und Resignation, politische Entfremdung. "Um die Stimmungs- und Werteentwicklung im Osten dauerhaft zu stabilisieren, bedarf es jedoch noch eines langen Prozesses, innerhalb dessen die Eigenwerte des Lebens in einer freiheitlichen Gesellschaft und die Einsicht in deren Grenzen bei der individuellen Glücksgewährung stärker ins Bewußtsein der neuen Bundesbürger rücken. Das kann jedoch nur auf der Grundlage eines selbsttragenden Aufschwungs und einer gesicherten Lebensperspektive für die neuen Bundesbürger geschehen." (IAB2)
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Literaturhinweis
Transformation und Identität: Aspekte, Erfahrungen, Tendenzen (1994)
Haenschke, Barbara;Zitatform
Haenschke, Barbara (1994): Transformation und Identität. Aspekte, Erfahrungen, Tendenzen. (QUEM-report 24), Berlin, 88 S.
Abstract
Der Bericht widmet sich dem Anliegen, den Begriff Identität neu zu hinterfragen und auf seine Brauchbarkeit zur Beschreibung der ablaufenden Transformationsprozesse in Ostdeutschland hin zu überprüfen. "Er untersucht in erster Näherung die Auswirkungen der Transformation in Deutschland auf Identität und auf Arbeit. Dabei sind Identität und Arbeit eingebunden in die Rahmenbedingungen der politischen, ökonomischen und sozioökologischen Transformation." (IAB2)
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Literaturhinweis
Management und Wertewandel im Übergang: Voraussetzungen, Chancen und Grenzen betrieblicher Weiterbildung im Transformationsprozeß (1994)
Heyse, Volker; Voß, Peter; Metzler, Dorothea; Metzler, Helmut; Seifert, Peter; Seifert, Peter; Erpenbeck, John; Voß, Peter; Böhm, Ingeborg; Weinberg, Johannes; Metzler, Helmut; Birth, Klaus; Weinberg, Johannes; Böhm, Ingeborg; Birth, Klaus; Metzler, Dorothea;Zitatform
Heyse, Volker & John Erpenbeck (1994): Management und Wertewandel im Übergang: Voraussetzungen, Chancen und Grenzen betrieblicher Weiterbildung im Transformationsprozeß. (Edition QUEM 03), Münster u.a.: Waxmann, 280 S.
Abstract
Die Autoren der Studie "meinen, daß nur auf der Basis eines 'neutralisierenden' empirisch wie theoretisch untermauerten psychologischen, sozialwissenschaftlichen und philosophischen Vorgehens ein sachlicher Dialog über die bildungstheoretischen Voraussetzungen zur Bewältigung der Vereinigungsfolgen möglich ist." Dazu werden in Kapitel 1 empirische Untersuchungen von 1989-1992 zum Sozialisations- und Wertetransformationsprozeß in Deutschland beim Übergang von der Plan- zur Marktwirtschaft ausgewertet und Schlußfolgerungen für Personalentwicklung und Weiterbildung gezogen. In Kapitel 2 werden sozialisations- und konfliktbedingte Unterschiede im Verhalten von ost- und westdeutschen Führungskräften in ostdeutschen Unternehmen untersucht. Kapitel 3 geht auf die soziale Identität ostdeutscher Arbeitnehmer ein. In Kapitel 4 werden soziologische Ansätze und Ergebnisse zur Erforschung des Wertwandels analysiert. Kapitel 5 widmet sich der Aneignung von Werten als evolutionärem Prozeß. In Kapitel 6 werden bildungstheoretische Schlußfolgerungen abgeleitet, die sich auf die Anforderungen an die beruflich-betriebliche Weiterbildung in Ostdeutschland beziehen, auf die Ausgangslage der Erwachsenen dort als Adressaten der beruflichen Weiterbildung und auf Ansätze für adressaten- und verwendungsbezogene Weiterbildungskonzepte. Kapitel 7 bietet unter dem Titel "Wende der Kultur - Kultur der Wende" eine "philosophisch-systemanalytische Zusammenschau der Themenkreise Kulturwandel, Wertewandel, individuelle und soziale Selbstorganisation und Werteinteriorisation". Diese Richtung erlaubt eine "psychosoziale Charakteristik von sich wandelnden Grundwerten in bildungstheoretischer Absicht". (IAB2)
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Literaturhinweis
Die Einkommen in Ostdeutschland steigen weiter: auch die Einkommensarmut nimmt wieder zu (1994)
Zitatform
Krause, Peter (1994): Die Einkommen in Ostdeutschland steigen weiter. Auch die Einkommensarmut nimmt wieder zu. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 61, H. 51/52, S. 867-872.
Abstract
Mit dem Bericht wird die 1993 begonnene Berichterstattung zur Armutsentwicklung in Ostdeutschland fortgesetzt. "Definiert man Armut anhand der Einkommensverteilung in Ostdeutschland, so ergeben sich wieder steigende Armutsraten. Wird die Armut in Ostdeutschland hingegen am Durchschnittseinkommen in Westdeutschland gemessen, so zeigen sich aufgrund der Reduzierung des Wohlstandsgefälles zunächst stark und jetzt langsam sinkende Armutsraten. Die Armutsentwicklung erfolgt vor dem Hintergrund kontinuierlich steigender Durchschnittseinkommen bei einer starken Reduzierung der Erwerbsbeteiligung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Sozialreport 1994: Daten und Fakten zur sozialen Lage in den neuen Bundesländern (1994)
Kurz-Scherf, Ingrid; Winkler, Gunnar;Zitatform
Kurz-Scherf, Ingrid & Gunnar Winkler (Hrsg.) (1994): Sozialreport 1994. Daten und Fakten zur sozialen Lage in den neuen Bundesländern. Berlin, 367 S.
Abstract
"Der Sozialreport 1994 informiert über die Entwicklung sozialer Lagen und Befindlichkeiten in den neuen Bundesländern. Statistische Daten und jährliche empirische Untersuchungen seit 1990 machen den Sozialreport zu einem unverzichtbaren Instrument der Information über die neuen Bundesländer. Das Spektrum umfaßt Einkommensentwicklung und Verbrauchsstrukturen, Arbeitsmarktprobleme, Wohnen, Gesundheit, Bevölkerungsentwicklung, Aspekte der demokratischen Mitwirkung u.a. Der Sozialreport richtet sich an sozial und politisch Engagierte, an Sozialwissenschaftler, Politiker, an Parteien, Verbände und Verwaltungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitslose in den neuen Bundesländern: Hilfe und Selbsthilfe von Betroffenen (1994)
Ladensack, Klaus;Zitatform
Ladensack, Klaus (1994): Arbeitslose in den neuen Bundesländern. Hilfe und Selbsthilfe von Betroffenen. In: Soziale Sicherheit, Jg. 43, H. 3, S. 95-100.
Abstract
Gegenstand des Beitrages sind "offen Arbeitslose", das sind Arbeitslose, die nicht durch arbeitsmarktpolitische Maßnahme erfaßt sind. Untersucht werden vor allem Denk- und Verhaltensweisen ostdeutscher offen Arbeitslose, die von der Arbeitslosigkeit beeinflußt werden sowie solche, die den Wiedereinstieg ins Berufsleben beeinflussen (156 Probanden in Sachsen-Anhalt wurden befragt). Im Ergebnis werden "Empfehlungen" formuliert, darunter die Forderung, AB-Maßnahmen so zu profilieren, daß sie "Selbstansprüche an die eigene Aktivität erhöhen und nicht (vor allem bei mehrjähriger Dauer entsprechend §149h des AFG) Bequemlichkeit, Sorglosigkeit und eine niedrige Eigenverantwortung fördern." (IAB2)
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Führungskräfte in Ostdeutschland: Forschungsbericht zum Projekt SOKULT 92 (1994)
Lang, Rainhart;Zitatform
Lang, Rainhart (1994): Führungskräfte in Ostdeutschland. Forschungsbericht zum Projekt SOKULT 92. (Technische Universität Chemnitz-Zwickau, Fakultät für Wirtschaftswissenschaften. Arbeitspapier 03), Chemnitz, 104 S., Anhang.
Abstract
"Die Untersuchung stützt sich auf die Auswertung der Aussagen von 207 mit einem standardisierten Fragebogen zu Wertorientierungen, Organisations- und Führungsverständnis, Führungsstil, Zufriedenheit und Integration sowie zu Bedingungen der Führungskräfteentwicklung befragten Führungskräfte in Ostdeutschland sowie von 18 vertiefenden Interviews mit Führungskräften zur Berufsbiografie und zu Führungsauffassungen. Die Ergebnisse aus beiden Teilen werden vor dem Hintergrund sozialisations- und identitätstheoretischer Überlegungen zusammengeführt und gemeinsam intepretiert. Als Vergleichsstichprobe werden Daten aus dem Projekt SOKULT90 einbezogen, bei dem im Rahmen einer kulturvergleichenden Managementuntersuchung Daten von 150 DDR-Führungskräften erhoben und von insgesamt 291 Führungskräften ausgewertet wurden. Außerdem finden weitere Erhebungen zur Situation der Führungskräfte in Ostdeutschland bei der zusammenfassenden Interpretation der Ergebnisse Berücksichtigung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ausländische Selbständige in der Bundesrepublik: unter besonderer Berücksichtigung von Entwicklungsperspektiven in den neuen Bundesländern (1994)
Loeffelholz, Hans Dietrich von; Buch, Holger; Gieseck, Arne;Zitatform
Loeffelholz, Hans Dietrich von, Arne Gieseck & Holger Buch (1994): Ausländische Selbständige in der Bundesrepublik. Unter besonderer Berücksichtigung von Entwicklungsperspektiven in den neuen Bundesländern. (Schriftenreihe des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung 56), Berlin: Duncker & Humblot, 125 S. DOI:10.3790/978-3-428-48231-3
Abstract
"Die Arbeit untersucht die gesamtwirtschaftliche Bedeutung der ausländischen Selbständigen unter besonderer Berücksichtigung von Entwicklungsperspektiven in den neuen Bundesländern. Sie nimmt die meist recht partialanalytisch angelegte Literatur auf und diskutiert die vorhandenen Konzepte und Ansätze zur Erklärung ausländischer Selbständigkeit. Schwerpunkte dieser Arbeit sind indes zum einen eine umfassende und aktuelle Bestandsaufnahme der ausländischen Selbständigen in West- und Ostdeutschland nach sozioökonomischen Kriterien, zum anderen die gerade mit Blick auf den Arbeitsmarkt in den neuen Bundesländern spannende Frage, inwieweit von den dort ansässigen oder von den von jenseits der deutschen Grenzen oder auch aus den alten Bundesländern zuziehenden Ausländern Chancen zur Selbständigkeit gesehen und wahrgenommen werden. Diese Frage wird letztlich vor dem Hintergrund der mittelfristig absehbaren Entwicklung der Zahl der Ausländer in Ostdeutschland eher zurückhaltend beantwortet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Wertetypen in den neuen Bundesländern: Ausprägungen, Kontextbezogenheit, ökonomische Relevanz (1994)
Macharzina, Klaus; Wolf, Joachim;Zitatform
Macharzina, Klaus & Joachim Wolf (1994): Wertetypen in den neuen Bundesländern. Ausprägungen, Kontextbezogenheit, ökonomische Relevanz. In: Zeitschrift für Betriebswirtschaft, Jg. 64, H. 10, S. 1241-1260.
Abstract
"Der Beitrag stellt die Ergebnisse einer empirischen Untersuchung vor, in welcher die Werthaltung der Bürger der neuen Bundesländer erforscht wurden. die auf Cluster- und Kontingenzanalysen beruhende Auswertung der Datenbasis, welche in strukturierten Interviews mit 598 zufällig ausgewählten Befragten gewonnen wurde, zeigt, daß in Ostdeutschland wie auch in den westlichen Industrieländern pluralistische Wertemuster vorliegen, deren jeweilige Ausprägung scheint von individuellen und Kontextmerkmalen beeinflußt zu sein." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Materialismus und Postmaterialismus in den neuen Bundesländern (1994)
Macharzina, Klaus; Wolf, Joachim;Zitatform
Macharzina, Klaus & Joachim Wolf (1994): Materialismus und Postmaterialismus in den neuen Bundesländern. In: Zeitschrift für Arbeits- und Organisationspsychologie, Jg. 38, H. 1, S. 13-21.
Abstract
"Der Beitrag stellt die Ergebnisse einer empirischen Untersuchung vor, die sich mit den Werthaltungen der Bürger der neuen Bundesländer beschäftigt. Die Auswertung der Datenbasis, welche in strukturierten Interviews mit 598 zufällig ausgewählten Befragten gewonnen wurde, zeigt, daß dort wie auch in den westlichen Industrieländern pluralistische Wertemuster vorliegen. Auch hat sich gezeigt, daß mit dem Umweltschutz die wichtigste Wertekategorie gegeben ist. Die Wertemuster scheinen durch individuelle Merkmale wie Geschlecht, Lebensalter, Schulbildung und Ausbildungsniveau, Ausbildungseinrichtungen sowie das Kontextmerkmal Beschäftigungssituation beeinflußt zu sein." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Berufliche Ziele und Werthaltungen des Führungsnachwuchses in den alten und neuen Bundesländern (1994)
Maier, Günther W.; Zwarg, Ingrid; Rosenstiel, Lutz von; Rappensperger, Gabriele;Zitatform
Maier, Günther W., Gabriele Rappensperger, Lutz von Rosenstiel & Ingrid Zwarg (1994): Berufliche Ziele und Werthaltungen des Führungsnachwuchses in den alten und neuen Bundesländern. In: Zeitschrift für Arbeits- und Organisationspsychologie, Jg. 38, H. 1, S. 4-12.
Abstract
"In der Untersuchung wurden potentielle Führungskräfte (Studenten) aus den alten und neuen Bundesländern hinsichtlich ihrer Wertorientierungen, ihrer Berufsorientierungen und ihrer Kriterien der Stellenwahl untersucht. Den Examenskandidaten aus den neuen Bundesländern sind die Wertorientierungen Materialismus, Kollegialität und Sicherheit des Arbeitsplatzes wichtiger als ihren Kommilitonen aus den alten Bundesländern. Ihren beruflichen Aufstieg halten sie für weniger wahrscheinlich. Bei ihrer Stellenwahl achten sie häufiger auf die Sicherheit des Arbeitsplatzes, während sie weniger eine verantwortungsvolle Tätigkeit, Selbständigkeit in der Arbeit oder die Möglichkeit zu Auslandsaufenthalten als Stellenwahlkriterium nennen. Die Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaftler aus den neuen Bundesländern präferieren teilweise andere Branchen als jene aus den alten Bundesländern. In den Berufsorientierungen und einer Reihe anderer Kriterien der Stellenwahl lassen sich keine Unterschiede feststellen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Ost-West-Migration: Lebens- und Arbeitsbedingungen von Migranten aus Osteuropa in den neuen Bundesländern und Berlin (1994)
Marburger, Helga;Zitatform
Marburger, Helga (Hrsg.) (1994): Ost-West-Migration: Lebens- und Arbeitsbedingungen von Migranten aus Osteuropa in den neuen Bundesländern und Berlin. (Werkstatt-Berichte 06), Frankfurt am Main: IKO-Verlag für Interkulturelle Kommunikation, 116 S.
Abstract
"Die mit der politischen Wende in der ehemaligen DDR seit 1989 einhergehenden wirtschaftlichen Veränderungen hatten u.a. eine Entlassungswelle zur Folge, die ausländische Arbeitskräfte ungeachtet bestehender Regierungsabkommen und gültiger Arbeitsverträge am stärksten traf.
Obwohl die Arbeitsmarktlage in den neuen Bundesländern nach wie vor äußerst angespannt ist, werden gegenwärtig erneut ausländische Arbeitskräfte angeworben, und ein steigender Anteil neu rekrutierter Arbeitsmigranten - vor allem aus Osteuropa, insbesondere Polen und den Staaten der ehemaligen Sowjetunion - befindet sich in legalen wie illegalen Beschäftigungsverhältnissen.
Der Band fragt nach den Ursachen dieser jüngsten Entwicklung. Dabei richtet sich die Analyse zum einen auf die spezifischen sozio-ökonomischen Bedingungsfaktoren in den osteuropäischen Herkunftsländern sowie in den neuen Bundesländern, und zum anderen werden individuelle Motivationen und Zukunftsoptionen, konkrete Lebens- und Arbeitsbedingungen der Migranten untersucht." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Paradigmenwechsel beim Rollenverständnis ostdeutscher Frauen?: eine Auswertung empirischer Untersuchungen (1994)
Nowossadeck, Sabine;Zitatform
Nowossadeck, Sabine (1994): Paradigmenwechsel beim Rollenverständnis ostdeutscher Frauen? Eine Auswertung empirischer Untersuchungen. In: P. Beckmann & G. Engelbrech (Hrsg.) (1994): Arbeitsmarkt für Frauen 2000 - Ein Schritt vor oder ein Schritt zurück? Kompendium zur Erwerbstätigkeit von Frauen (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 179), S. 615-627.
Abstract
Der Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, an welchem Lebensmodell sich die Frauen in Ostdeutschland in Zukunft orientieren werden, weiterhin die Parallelität zwischen Erwerbstätigkeit und Familie anzustreben oder sich stärker auf die Ausübung der sozialen Rolle zu konzentrieren. Zur Beantwortung dieser Frage wird auf drei Erhebungen als Datenquellen zurückgegriffen: "Im Januar 1990 wurde vom Bereich Empirisch-Methodische Arbeitsgruppe (EMMAG) am Institut für Soziologie und Sozialpolitik der Akademie der Wissenschaften der DDR eine erste allgemeine, repräsentative empirische Analyse zur sozialen Situation in der DDR vorgenommen (n=1.528). Diese Untersuchung ist im März 1991 (n=1.466) und im Mai 1992 (n=1.516) an einer jeweils neuen Stichprobe wiederholt worden.
Die in den Untersuchungen 'Leben DDR/Ostdeutschland' erhobenen Daten geben keinen Anlaß, um von einer Abkehr vom in der ehemaligen DDR ideologisch unterstützten und von der Mehrheit der Frauen auch gelebten Prinzip der 'Vereinbarkeit von Beruf und Mutterschaft' auszugehen. Die hohe Erwerbsneigung der ostdeutschen Frauen besteht nach wie vor, die Bedingungen, um einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, haben sich dagegen verschlechtert." (IAB2) -
Literaturhinweis
Verzerrte Bilder: Das Leben in der DDR und aktuelle Probleme im Osten aus der Sicht Jugendlicher (1994)
Oesterreich, Detlef;Zitatform
Oesterreich, Detlef (1994): Verzerrte Bilder: Das Leben in der DDR und aktuelle Probleme im Osten aus der Sicht Jugendlicher. In: Deutsche Jugend, Jg. 42, H. 7-8, S. 342-350.
Abstract
Auf der Basis einer im Frühjahr 1991 durchgeführten Studie über Einstellungen Westberliner und Ostberliner Jugendlicher wird die Zufriedenheit mit der Entwicklung seit der Wende analysiert. Außerdem geht es um die Frage, ob Jugendliche aus Ostberlin ein nostalgisches Bild von der DDR haben. "Ostberliner Jugendliche betonen, daß das sozialistische Regime Sicherheit und soziale Fürsorge geboten habe. Westberliner Schüler sehen mehr dessen Beschränkungen und die ständige Kontrolle seiner Bürger. Ostberliner Schüler wollen in sehr viel stärkerem Maße die sozialen Einrichtungen der DDR erhalten und die plädieren auch stärker als Westberliner Jugendliche für einen Erhalt der staatssozialistischen Einrichtungen. Schließlich sehen Ostberliner Jugendliche die Gründe für die bestehenden Probleme in Ostdeutschland primär in Fehlern, die im Zusammenhang des Vereinigungsprozesses gemacht worden sind, Westberliner Schüler betonen stärker Inkompetenzen und falsche Erwartungen der ehem. DDR-Bürger." (IAB2)
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Literaturhinweis
Armut durch Arbeitslosigkeit: Sozialer Wandel und Verarmungsrisiken in den neuen Bundesländern (1994)
Priller, Eckhard;Zitatform
Priller, Eckhard (1994): Armut durch Arbeitslosigkeit: Sozialer Wandel und Verarmungsrisiken in den neuen Bundesländern. In: Beschäftigungsobservatorium Ostdeutschland H. 12, S. 3-6.
Abstract
"Der Umbau der ostdeutschen Wirtschaft geht mit sozialen Differenzierungsprozessen und zunehmender Armutsgefährdung für einen Teil der ostdeutschen Bevölkerung einher. Die Annäherung der Durchschnittseinkommen an das westdeutsche Niveau und das westdeutsche Sozialstaatssystem haben allerdings verhindert, daß Armut zu einem ähnlich gravierenden Problem geworden ist wie in anderen postsozialistischen Ländern. Langzeitarbeitslosigkeit und Einschränkungen arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen lassen jedoch befürchten, daß sich in den neuen Bundesländern eine insbesondere durch Arbeitslosigkeit geprägte Armutspopulation analog zum westdeutschen Muster herausbildet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitsmarkt und Wohlfahrt in Ostdeutschland: wie erleben Beschäftigte den Niedergang und den Umbau der ostdeutschen Wirtschaft (1994)
Schlese, Michael; Schramm, Florian;Zitatform
Schlese, Michael & Florian Schramm (1994): Arbeitsmarkt und Wohlfahrt in Ostdeutschland. Wie erleben Beschäftigte den Niedergang und den Umbau der ostdeutschen Wirtschaft. In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Jg. 3, H. 1, S. 67-84. DOI:10.1515/arbeit-1994-0105
Abstract
"Die Autoren untersuchen das Verhältnis zwischen Arbeitsplatzunsicherheit und Arbeitseinstellungen in Ostdeutschland seit 1990. Mit Hilfe der ersten drei Wellen des Sozioökonomischen Panels (SOEP) ist es möglich, die Verteilung und die Struktur der Arbeitsplatzunsicherheit in Ostdeutschland im Zeitverlauf zu beschreiben. Außerdem können die Wirkungen unsicherer Beschäftigungsverhältnisse auf die individuellen Erwartungen und die Zufriedenheiten der Betroffenen untersucht werden. Die Anwendung eines Lisre-Modells ermöglicht es, von einzelnen Variablen ausgehend verallgemeinernde Aussagen zu machen, wobei Meßfehler berücksichtigt werden. Die Autoren betrachten die Arbeitszufriedenheit als ein Wohlfahrtsmaß. Wenn man darunter die Schaffung gleicher Lebensqualität versteht, kann die Wiedervereinigung nicht als erfolgreich betrachtet werden. Darüber hinaus erwarten sie Konsequenzen für die Integration der Beschäftigten in Ostdeutschland. Der Wiederaufbau dürfte durch die Arbeitsplatzunsicherheit, die eine Unzufriedenheit mit der Arbeit verursacht, negativ beeinflußt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ostdeutsche Frauen: drei Jahre danach (1994)
Schröter, Ursula;Zitatform
Schröter, Ursula (1994): Ostdeutsche Frauen. Drei Jahre danach. In: BISS-public H. 14, S. 65-75.
Abstract
"Mit dem Beitrag werden einige soziologische Ergebnisse vorgestellt, die etwas zur sozialen Situation ostdeutscher Frauen seit 1990, zu ihren Hoffnungen und Befürchtungen aussagen. Empirisch beruht der Beitrag vor allem auf drei standardisierten Befragungen, repräsentativ für die DDR bzw. für die neuen Bundesländer und Ostberlin, die im Mai 1990, im Oktober 1991 und im Mai 1993 im Auftrag des Instituts für Sozialdatenanalyse e.V. Berlin (ISDA) durchgeführt wurden und die vermutete Umbrüche in der Sozialstruktur der ostdeutschen Bevölkerung sowie Veränderungen in der Wertestruktur, im Verhalten, in der Alltagskultur belegen sollten. Darüber hinaus wurden Befragungsergebnisse anderer soziologischer Einrichtungen, Ergebnisse der zentralen Statistik und Gesprächsprotokolle als empirische Grundlage genutzt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Jugendliche im Transformationsprozess: Vorbedingungen, Probleme und Chancen zur Integration ostdeutscher Jugendlicher im vereinten Deutschland (1994)
Seiring, Kerstin;Zitatform
Seiring, Kerstin (1994): Jugendliche im Transformationsprozess. Vorbedingungen, Probleme und Chancen zur Integration ostdeutscher Jugendlicher im vereinten Deutschland. (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Arbeitsgruppe Sozialberichterstattung. Papers 94-103), Berlin, 92 S.
Abstract
"Die Arbeit untersucht zentrale Aspekte des Verlaufs der Integration ostdeutscher Jugendlicher im Transformationsprozeß. Einen besonderen Stellenwert nehmen dabei ihre sozialhistorischen Ausgangsbedingungen ein. Es wird einerseits untersucht, wie die Eingliederung der ostdeutschen Jugendlichen in die neue Gesellschaft objektiv verläuft und andererseits, wie Jugendliche die einschneidenden Veränderungen ihrer Lebenswelt subjektiv wahrnehmen. Die Datenbasis der Arbeit bilden im wesentlichen zwei Umfragen: die Shell-Jugendstudie 1990 und das Sozio-ökonomische Panel." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Der Sozialstaat eint: Zur sozialen Einheit Deutschlands: Entwicklungen und Eindrücke (1994)
Spree, Hans-Ulrich;Zitatform
Spree, Hans-Ulrich (1994): Der Sozialstaat eint: Zur sozialen Einheit Deutschlands. Entwicklungen und Eindrücke. Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft, 151 S.
Abstract
Der Autor versteht seine "Darstellungen als Versuch, die wesentlichen Bemühungen auf dem Weg zum neuen deutschen Sozialstaat zu umreißen. Dabei geht es gleichermaßen um die west- und die ostdeutschen Beiträge zu diesem Ergebnis." Sein Überblick ist auf Zeitdokumente, persönliche Eindrücke und rückblickende Berichte gestützt. (IAB2)
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Literaturhinweis
Psychologische Aspekte des sozio-politischen Wandels in Ostdeutschland (1994)
Trommsdorff, Gisela;Zitatform
Trommsdorff, Gisela (Hrsg.) (1994): Psychologische Aspekte des sozio-politischen Wandels in Ostdeutschland. (Gesellschaften im Wandel 02), Berlin u.a.: De Gruyter, 252 S.
Abstract
Die Beiträge des auf Anregung der Kommission für die Erforschung des sozialen und politischen Wandels in den neuen Bundesländern entstandenen Bandes gehen auf Vorträge des 38. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Psychologie 1992 zurück. Sie gruppieren sich um folgende Themen: Theoretische Ansätze zu Analysen psychologischer Aspekte von Transformationsprozessen; Entwicklungs- und sozialpsychologische Aspekte der Transformationprozesse: Lebensspannenperspektive (Werthaltung und Erziehungsziele, Kontroll- und Zukunftsorientierungen, Aspekte sozialer Interaktion); Einstellungen, Verhalten und berufsrelevante Eigenschaften im wirtschaftlichen Umbruch. (IAB2)
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Literaturhinweis
Vom sozialistischen Versorgungsstaat zum Sozialstaat Bundesrepublik: Ausbau oder Abbau der sozialen Lage in den neuen Bundesländern? (1994)
Zerche, Jürgen;Zitatform
Zerche, Jürgen (Hrsg.) (1994): Vom sozialistischen Versorgungsstaat zum Sozialstaat Bundesrepublik. Ausbau oder Abbau der sozialen Lage in den neuen Bundesländern? (Kölner Schriften zur Sozial- und Wirtschaftspolitik 25), Regensburg: Transfer Verlag, 229 S.
Abstract
"Mit der Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion hat die DDR auch die bundesdeutsche Sozial- und Arbeitsrechtsordnung eingeführt. Dies war für die soziale Lage der Bevölkerung mit weitreichenden Folgen verbunden, die eine sorgfältige Abwägung der positiven und der negativen Veränderungen erfordern. In dem Band behandeln die Autoren sozialpolitische Aspekte des Umbruchs in den neuen Bundesländern. Ihr gemeinsamer Ausgangspunkt ist die Feststellung, daß es auch in der DDR ein ausgebautes Sozialsystem mit Stärken und Schwächen gegeben hat. Eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Transformation des sozialistischen Versorgungsstaats zum Sozialstaat Bundesrepublik ist erforderlich, um redlich mit historischen Fakten umzugehen. Wer die Probleme in den neuen Bundesländern verstehen will, der muß sich mit den Veränderungen der Lebenslage ihrer Bewohner befassen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Materialien zur Deutschen Einheit und zum Aufbau in den neuen Bundesländern (1994)
Zitatform
(1994): Materialien zur Deutschen Einheit und zum Aufbau in den neuen Bundesländern. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 12/6854 (08.02.1994)), 610 S.
Abstract
Die Bundestagsdrucksache stellt in neun Kapiteln Materialien zum staatlichen Zusammenschluß und zum Aufbau in den neuen Ländern zusammen. Die inhaltlichen Schwerpunkte sind dabei:
1. Kapitel: Der Weg zur Einheit,
2. Kapitel: Außen- und Sicherheitspolitik,
3. Kapitel: Staat, Verfassung, Verwaltung und Rechtspflege,
4. Kapitel: Strafrecht, Unrechtsbewältigung
5. Kapitel: Herstellung der wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Einheit,
6. Kapitel: Bildung, Wissenschaft und Forschung,
7. Kapitel: Familien-,Frauen- und Jugendpolitik, Politik für Senioren,
8. Kapitel: Kultur, Medien, Sport und
9. Kapitel: Deutschlands Rolle in der Welt.
(IAB2) -
Literaturhinweis
Bericht über die Situation der Kinder und Jugendlichen und die Entwicklung der Jugendlichen in den neuen Bundesländern - Neunter Jugendbericht (1994)
Zitatform
(1994): Bericht über die Situation der Kinder und Jugendlichen und die Entwicklung der Jugendlichen in den neuen Bundesländern - Neunter Jugendbericht. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 13/70 (08.12.1994)), 713 S.
Abstract
"Die Sachverständigenkommision für den Neunten Jugendbericht hatte die historisch einmalige Aufgabe, einen Bericht zu erstellen, der
-einerseits die Situation von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in den neuen Bundesländern (seit dem Beitritt der DDR zur BRD) darstellt,
-andererseits den Aufbau, die Problemlagen und Entwicklungsmöglichkeiten der Jugendhilfe nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz thematisiert, das im Oktober 1990 im Zuge der Vereinigung in Kraft gesetzt wurde.
Der Neunte Jugendbericht ist also - anders als die bisherigen Jugendberichte - weder 'Gesamtbericht' im traditionellen Sinn noch durch eine thematische Begrenzung auf Handlungsfelder der Jugendhilfe gekennzeichnet, sondern es handelt sich zum ersten Mal um die Erstellung eines geographisch definierten Berichts. In einer historisch besonderen Situation hat er als 'Gesamt-Jugendbericht-Ost' die Aufgabe übernommen, die Folgen der dramatischen Umbruchsituation der DDR für deren junge Generation und für den Aufbau der Jugendhilfe in den an ihre Stelle getretenen neuen Bundesländern zu beschreiben und kritisch zu evaluieren. Im Mittelpunkt der Analysen und Empfehlungen des Neunten Jugendberichts steht die Umbruchsituation der Institutionen, der Werte und Normen, der Biographien sowie der Alltagsroutine ostdeutscher Kinder, Jugendlicher und junger Erwachsener. Angesichts der Tiefe und Brisanz der Problemlagen vertritt die Kommission einen kinder- und jugend(hilfe)politisch sensiblen Ansatz, der die Verbindung von individueller und kollektiver Lebenssituation mit den Dimensionen der instituionellen Bereitstellung von Ressourcen im Rahmen des wohlfahrtsstaatlichen Leistungsprofils der Bundesrepublik thematisiert." Der Bericht wird durch die Stellungnahme der Bundesregierung zum Neunten Jugendbericht ergänzt. (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Sozialstrukturelle Umbruchsdynamiken: Anpassungen und dynamische Differenzierungen in Ostdeutschland (1993)
Berger, Peter A.;Zitatform
Berger, Peter A. (1993): Sozialstrukturelle Umbruchsdynamiken. Anpassungen und dynamische Differenzierungen in Ostdeutschland. In: Prokla. Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft, Jg. 23, H. 2, S. 205-230.
Abstract
"In dem Beitrag werden zunächst Tendenzen der Annäherung der ostdeutschen an die westdeutsche Sozialstruktur beschrieben. Dabei wird auch gezeigt, daß eine Ost-West-Annäherung für den Osten gleichzeitig neue Differenzierungen mit sich bringt, die sich vor allem an der Geschlechterlinie festmachen. Dem folgen einige Hinweise auf Ost-West-Differenzen, die mit der Dynamik der Anpassungsprozesse selbst, also mit der unterschiedlichen Intensität von Arbeitsmarktfunktionen einerseits, mit der Häufung von Abstiegsprozessen in Ostdeutschland andererseits verknüpft werden können. Ein weiterer Argumentationsschritt wird dann allerdings davor warnen, schon jetzt, also noch mitten im Umbruchprozeß, die Bevölkerung der Fünf Neuen Länder in 'Gewinner' und 'Verlierer' zu sortieren: Gerade in solchen Phasen rapiden Strukturwandels müssen die ersten 'Opfer' nicht immer auch Opfer bleiben, und keineswegs werden die 'Letzten' durchgängig die 'Ersten' sein. Vor dem Hintergrund der Massenhaftigkeit und Geschwindigkeit von individuellen Bewegungen in sich selbst schnell verändernden Strukturen werden schließlich noch einige Überlegungen zu den subjektiven Konsequenzen, zu den Enttäuschungen und Verunsicherungen, die sich mit dem sozialstrukturellen Umbruch verbinden, angeboten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Veränderungen der Struktur und der sozialen Lage Ostdeutscher Haushalte nach 1990 (1993)
Berger, Horst; Schultz, Annett; Hinrichs, Wilhelm; Priller, Eckhard;Zitatform
Berger, Horst, Wilhelm Hinrichs, Eckhard Priller & Annett Schultz (1993): Veränderungen der Struktur und der sozialen Lage Ostdeutscher Haushalte nach 1990. (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Arbeitsgruppe Sozialberichterstattung. Papers 93-105), Berlin, 111 S.
Abstract
"Die Studie befaßt sich mit den Veränderungen der sozialen Lage der ostdeutschen Privathaushalte seit 1990. Auf der Grundlage von Daten des Sozioökonomischen Panels (SOEP-Ost) und der amtlichen Statistik werden Wandlungen in der Struktur der Privathaushalte und in den wesentlichen Dimensionen ihrer sozialen Lage - Erwerbssituation, Einkommen/Verbrauch und Wohnsituation analysiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Zur Entwicklung der sozialen Geschlechterverhältnisse in den neuen Bundesländern (1993)
Bertram, Barbara;Zitatform
Bertram, Barbara (1993): Zur Entwicklung der sozialen Geschlechterverhältnisse in den neuen Bundesländern. In: Aus Politik und Zeitgeschichte H. B 6, S. 27-38.
Abstract
"Soziale Geschlechterverhältnisse treten als Ungleichheitsverhältnisse in Erscheinung, was sich in ungleichen Lebenslagen und -chancen ausdrückt. Die Stellung der Frauen und Männer im Berufsleben hat darauf einen entscheidenden Einfluß. Die gegenwärtige Umstrukturierung auf dem ostdeutschen Arbeitsmarkt geht stärker zu Lasten der Frauen, die Veränderungsprozesse verschiedenster Art sind enorm. Im Gegensatz dazu werden Geschlechterunterschiede in den Einstellungen zu Arbeit und Beruf eher abgebaut. Die Teilnahme der Frauen an der Erwerbstätigeit ist in Ostdeutschland ein ungebrochen hoher Wert, zu großen Teilen auch aus der Sicht der Männer; in Konkurrenzsituationen kommen allerdings ambivalente Haltungen zum Vorschein. Innerhalb und zwischen den Geschlechtergruppen wachsen gegenwärtig Differenzen in den realen Lebenslagen und -chancen, die sich vor allem an Arbeitsplätzen festmachen. Kurz- und mittelfristige Wege zur Lösung von Widersprüchen, die sich aus den Geschlechterverhältnissen ergeben, dürfen nicht an den Erwerbsansprüchen der Ost-Frauen und deren sozialen Hintergründen vorbeiführen. Es geht darum, weitere soziale Differenzen nach dem Geschlecht aufzuhalten." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Mentale Konversion? Kulturelle Aspekte der deutschen Vereinigung (1993)
Bobach, Reinhard;Zitatform
Bobach, Reinhard (1993): Mentale Konversion? Kulturelle Aspekte der deutschen Vereinigung. In: Deutschland-Archiv, Jg. 26, H. 1, S. 7-20.
Abstract
Der Autor untersucht in seinem im Frühjahr 1992 entstandenen Aufsatz die Frage nach Unterschieden und Ähnlichkeiten zwischen Ostdeutschen und Westdeutschen in kultureller und mentaler Hinsicht. Er geht der These einer "lebensweltlichen Pazifizierung der DDR-Gesellschaft nach und macht die Kehrseiten dieser Pazifizierung deutlich. Der antiintellektuelle Konsens dieser Gesellschaft und seine mentalen Auswirkungen werden beschrieben. Ein bestimmendes Merkmal der mentalen Struktur der ehemaligen DDR wird im Begriff des 'plebejischen Universalismus' mit seinen Grenzen und Möglichkeiten kenntlich gemacht." Schließlich wendet der Autor sich den Westdeutschen zu, bei denen er "gute und weniger gute 'alte Bekannte' ebenso wie bisher Unbekanntes" trifft. (IAB2)
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Literaturhinweis
Arbeitswerte in Ost- und Westdeutschland: unterschiedliche Gewichte, aber gleiche Struktur (1993)
Zitatform
Borg, Ingwer, Michael Braun & Michael Häder (1993): Arbeitswerte in Ost- und Westdeutschland. Unterschiedliche Gewichte, aber gleiche Struktur. In: ZUMA-Nachrichten, Jg. 17, H. 33, S. 64-82.
Abstract
"Nach der ALLBUS Baseline-Umfrage von 1991 messen Ostdeutsche materiellen und sozialen Arbeitswerten höhere Bedeutung zu als Westdeutsche. Bei kognitiven Werten unterscheiden sich beide Gruppen nicht. Trotz dieser Unterschiede in den Wichtigkeitseinstufungen läßt sich aber in Ost und West eine ähnliche Struktur für Arbeitswerte nachweisen: In beiden Stichproben sind die MDS-Darstellungen der Interkorrelationen der Wichtigkeitsitems fehlerfrei und in topologisch äquivalenter Weise (Radax) partitionierbar. Die Partitionierungen unterscheiden materielle, soziale und kognitive Items voneinander und, gleichzeitig, leistungsabhängige und leistungsunabhängige. Zudem sind in Ost- und Westdeutschland alle Arbeitswerte positiv untereinander korreliert, wie vorhergesagt aufgrund einer Erweiterung des ersten Einstellungsgesetzes. Schließlich sind auch die Interkorrelationen der individuell zentrierten Arbeitswerte äquivalent und bestätigen dabei z.T. die Vorhersagen der Maslow-Alderfer-Bedürfnistheorie. Verbreitete Vorstellungen über fundamentale Unterschiede bei Arbeitswerten in Ost- und Westdeutschland erweisen sich somit als strukturell falsch." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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