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Dossier

Niedriglohnarbeitsmarkt

Der Ausbau des Niedriglohnsektors sollte Ende der 1990er Jahre die hohe Arbeitslosigkeit reduzieren. Als Niedriglohn gilt ein Arbeitsentgelt, das trotz Vollzeitbeschäftigung keine angemessene Existenzsicherung gewährleistet – die OECD definiert den ihn als einen Bruttolohn, der unterhalb von zwei Dritteln des nationalen Medianbruttolohns aller Vollzeitbeschäftigten liegt. Betroffen von Niedriglöhnen sind überdurchschnittlich häufig Personen ohne beruflichen Abschluss, jüngere Erwerbstätige und Frauen.
Bietet der Niedriglohnsektor eine Chance zum Einstieg in den Arbeitsmarkt oder ist er eine Sackgasse? Das IAB-Themendossier erschließt Informationen zum Forschungsstand.
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im Aspekt "Niedrigqualifizierte"
  • Literaturhinweis

    Chancen nutzen, Hemmnisse beseitigen: Beschäftigung Geringqualifizierter in Deutschland: Ergebnisse einer DIHK-Unternehmensbefragung Herbst 2006 (2006)

    Dercks, Achim; Heikaus, Oliver;

    Zitatform

    Dercks, Achim (2006): Chancen nutzen, Hemmnisse beseitigen: Beschäftigung Geringqualifizierter in Deutschland. Ergebnisse einer DIHK-Unternehmensbefragung Herbst 2006. Berlin, 20 S.

    Abstract

    Gegenstand der Unternehmensbefragung waren Hemmnisse, die der Schaffung von Arbeitsplätzen für Geringqualifizierte im Wege stehen. Der DIHK-Auswertung liegen mehr als 20.000 Unternehmensantworten zugrunde. Die Unternehmen sehen großen Handlungsbedarf, die Rahmenbedingungen für die Beschäftigung Geringqualifizierter zu verbessern: Mehr als Dreiviertel der Betriebe nennen wenigstens ein Hindernis, das einer Schaffung von Arbeitsplätzen für Geringqualifizierte im Inland entgegensteht. Als größter Hemmschuh erweisen sich dabei die vergleichsweise hohen Arbeitskosten am Standort Deutschland: Fast 40 Prozent der Unternehmen geben an, dass die Arbeitskosten für Einfacharbeiten zu hoch seien, so dass die Schaffung von Arbeitsplätzen für Geringqualifizierte deshalb unterbleibe. Weitere Hemmnisse sind die restriktiven Vorgaben bei Befristung und Kündigungsschutz, die geringe Arbeitsproduktivität und Qualität der Arbeit Geringqualifizierter. Anfallende Einfacharbeit wird entweder ins Ausland verlagert oder von Zeitarbeitnehmern erledigt. Größere Betriebe automatisieren einfache Arbeitsabläufe. Die DIHK empfiehlt abschließend, bestehende Barrieren für die Beschäftigung Geringqualifizierter abzubauen und neue Beschäftigungshürden zu vermeiden. Dazu gehört insbesondere der Verzicht auf Mindestlöhne. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Kombilohn: Ein Ansatz mit Haken und Ösen (2006)

    Dietz, Martin; Koch, Susanne ; Walwei, Ulrich ;

    Zitatform

    Dietz, Martin, Susanne Koch & Ulrich Walwei (2006): Kombilohn: Ein Ansatz mit Haken und Ösen. (IAB-Kurzbericht 03/2006), Nürnberg, 6 S.

    Abstract

    "Mit einer Kombination aus Lohn und staatlichem Transferbezug - dem Kombilohn - sollen die zunehmenden Arbeitsmarktprobleme wettbewerbsschwächerer Arbeitnehmer reduziert werden. Er erhöht die Arbeitsanreize für Leistungsbezieher und führt damit zu stärkerem Wettbewerb am Arbeitsmarkt. In Folge dessen könnten dann die Löhne sinken und die Arbeitsnachfrage steigen. Allerdings sind diese indirekten Beschäftigungswirkungen bestenfalls in der längeren Frist zu erwarten. Befristete Modelle stehen in Konkurrenz zu anderen Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik. Bei unbefristeten Ansätzen muss unter Status-Quo-Bedingungen mit beträchtlichen Mitnahmeeffekten und hohen Kosten gerechnet werden. Werden letztere über eine Absenkung der Transferleistungen finanziert, sind neue Armutsrisiken zu befürchten. Auch wenn Kombilöhne den Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtern - als arbeitsmarktpolitisches Allheilmittel sind sie keinesfalls geeignet. Um die hohe Arbeitslosigkeit nachhaltig zu senken, wäre eine umfassende Reform des Steuer- und Abgabensystems nötig. Ein erster Schritt könnte die weitere Senkung der Sozialversicherungsbeiträge im Niedriglohnbereich sein." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Dietz, Martin; Walwei, Ulrich ;
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  • Literaturhinweis

    Förderung der Niedriglohnbeschäftigung - ein ganz dickes Brett (2006)

    Dietz, Martin; Walwei, Ulrich ;

    Zitatform

    Dietz, Martin & Ulrich Walwei (2006): Förderung der Niedriglohnbeschäftigung - ein ganz dickes Brett. In: IAB-Forum H. 1, S. 12-16.

    Abstract

    "Es gibt kein Patentrezept zur Ausweitung der Niedriglohnbeschäftigung. Wegen der anhaltend schwierigen Beschäftigungssituation wettbewerbsschwächerer Arbeitnehmer ist der Handlungsbedarf aber weiterhin groß. Wissenschaftliche Befunde legen nahe, dass eine Verkleinerung des Abgabenkeils am unteren Ende der Lohnskala der Vorzug zu geben ist gegenüber speziellen Subventionsprogrammen. Aufgrund des in jedem Fall hohen Finanzierungsbedarfs dürfen - wegen der Entzugseffekte an anderer Stelle - aber auch davon keine Beschäftigungswunder erwartet werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Dietz, Martin; Walwei, Ulrich ;
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  • Literaturhinweis

    Kombilöhne und Mindestlöhne als Instrumente der Beschäftigungspolitik: Erfahrungen und Handlungsoptionen (2006)

    Eichhorst, Werner;

    Zitatform

    Eichhorst, Werner (2006): Kombilöhne und Mindestlöhne als Instrumente der Beschäftigungspolitik. Erfahrungen und Handlungsoptionen. (IZA discussion paper 2120), Bonn, 36 S.

    Abstract

    "Das Papier vergleicht die Wirkung unterschiedlicher Kombinationen von Mindest- und Kombilöhnen auf die Beschäftigung von Geringqualifizierten und Langzeitarbeitslosen in ausgewählten Ländern. Bezogen auf die gegenwärtige Diskussion in Deutschland plädiert es für Zurückhaltung bei der Festlegung zusätzlicher Mindestlohnbestimmungen und gegen eine Ausweitung von Kombilöhnen bei gegebenem Sicherungsniveau. Besser wäre eine konsequente Aktivierung nach der Grundkonzeption von Hartz IV." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Nischenarbeitsplätze für Menschen mit geringer Qualifikation (2006)

    Ellinger, Stephan; Stein, Roland ; Breitenbach, Erwin;

    Zitatform

    Ellinger, Stephan, Roland Stein & Erwin Breitenbach (2006): Nischenarbeitsplätze für Menschen mit geringer Qualifikation. In: Zeitschrift für Heilpädagogik, Jg. 57, H. 4, S. 122-132.

    Abstract

    "Der Beitrag stellt neben einem zusammenfassenden Überblick der verschiedenen bundesweiten (schulischen und nach-schulischen) Initiativen und Projekte zur Integration gering Qualifizierter in Arbeit und Beruf die ersten Ergebnisse einer Untersuchung zu Nischenarbeitsplätzen dar. Im Rahmen des Forschungsprojektes wurden 98 Betriebe und Unternehmen nach möglichen Nischenarbeitsplätzen für gering Qualifizierte befragt. Die Firmen stammen aus dem Bereich Ernährung und Hauswirtschaft, Agrar, Dienstleistung, Körperpflege, Bautechnik, Farben, Holz und Kfz. Hier findet sich ein recht breites Spektrum von Einsatzfeldern. Sie reichen von stabilen bis hin zu problematischen Arbeits- und Bezahlungsbedingungen. Es werden die Aufgabenbereiche sowie erwartete Kompetenzen im fachlichen, persönlichen und sozialen Bereich dargestellt. Hieraus ergeben sich mögliche Konsequenzen für die Arbeitshinführung in der Schule und danach." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    The double polarisation of unskilled work: Labour market mobility and job stability of unskilled employees in the course of time: evidence from German register data (2006)

    Erlinghagen, Marcel ;

    Zitatform

    Erlinghagen, Marcel (2006): The double polarisation of unskilled work: Labour market mobility and job stability of unskilled employees in the course of time. Evidence from German register data. (Universität Bochum, Fakultät für Sozialwissenschaft. Diskussionspapier 06-03), Bochum, 30 S.

    Abstract

    "Since the labour market situation of unskilled workers have become worse during the last decades this group should generally show a significant reduction of individual movements into newly started jobs, a significant growth of individual transitions into unemployment and a significant reduction of individual job stability. However, by analysing event history data for West Germany the paper makes clear that unskilled workers have faced a 'double polarisation' during the last decades. Some unskilled workers are still marketable in service society whether others have been widely excluded from employment. The impact of soft skills as an important determinant of this double polarisation process is discussed." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    The relevance and implications of imperfect self-knowledge for search (2006)

    Falk, Armin ; Sunde, Uwe ; Huffman, David ;

    Zitatform

    Falk, Armin, David Huffman & Uwe Sunde (2006): The relevance and implications of imperfect self-knowledge for search. Mannheim, 40 S.

    Abstract

    "Standard search theory assumes that individuals are perfectly informed about their own abilities. In contrast, we hypothesize that searchers have imperfect self-knowledge, and that this is potentially very important for understanding search behavior. We test our hypotheses in a laboratory experiment. We find that: (1) subjects are uncertain about their relative abilities, women more so than men; (2) subjects update beliefs about themselves based on search outcomes, in the right direction but too conservatively compared to Bayes' rule; (3) this updating affects willingness to continue search; (4) some high ability types to search too little and some low ability types to search too long, due to wrong beliefs; (5) a substantial number do not want to learn their exact rank among their competitors, even though this information is offered for free, and these are overwhelmingly those who are ranked low. These findings strongly suggest that imperfect self-knowledge is relevant for search outside of the lab, given that it is even more difficult to be certain of relative ability in many real-world search settings. In particular, our findings suggest that unsuccessful search is likely to lead to falling self-confidence and reduced willingness to search, and that this is likely to be more pronounced for women. Applying our findings to field evidence on job search helps explain falling exit rates out of unemployment, and explains greater non-participation rates and lower wages among women. Our findings also suggest that some non-participants in the labor market are in fact high ability types who have wrong beliefs, and that low ability types may search too long due to wrong beliefs, leading to congestion effects. Learning negative information about the self also appears to be psychologically painful, suggesting one reason why unemployment is associated with reduced life satisfaction and mental health problems. Our findings also provide a new perspective on other types of search, including search for a mate, or search for a publication in a top journal." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    The impact of basic income on the propensity to work: theoretical issues and micro-econometric results (2006)

    Gamel, Claude; Balsan, Didier; Vero, Josiane;

    Zitatform

    Gamel, Claude, Didier Balsan & Josiane Vero (2006): The impact of basic income on the propensity to work. Theoretical issues and micro-econometric results. In: The Journal of Socio-Economics, Jg. 35, H. 3, S. 476-497. DOI:10.1016/j.socec.2005.11.025

    Abstract

    "In France, there is much debate about 'minimum social benefits', and basic income is still perceived as too daring a proposal, in particular because it is believed to encourage idleness. How can we predict how individuals would use this unconditional income? As regards low wage earners, we look first at the uncertainties surrounding the economic theory as to the behavioural changes that this could induce. This is followed by an econometric study of answers given in 2000 by a panel of poorly qualified young adults who had recently become employed." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Beschäftigungschancen für Geringqualifizierte nach wie vor schlecht (2006)

    Grundig, Beate; Weyh, Antje; Sujata, Uwe;

    Zitatform

    Grundig, Beate, Antje Weyh & Uwe Sujata (2006): Beschäftigungschancen für Geringqualifizierte nach wie vor schlecht. In: Ifo Dresden berichtet, Jg. 13, H. 6, S. 30-33.

    Abstract

    "In zahlreichen Studien wurde bisher gezeigt, dass insbesondere zwei Gruppen von Personen stark von Arbeitslosigkeit betroffen sind: Geringqualifizierte und Ältere. Der Beitrag analysiert zunächst die Qualifikations- und Altersstruktur der Erwerbspersonen im Jahr 2005 in Sachsen, Ost- und Westdeutschland. Daran anschließend werden die qualifikations- und altersspezifischen Arbeitslosenquoten für Sachsen für die Jahre 2004 und 2005 aktualisiert. Zusätzlich erfolgt eine Berechnung der qualifikationsspezifischen Arbeitslosenquoten für die sächsischen Regierungsbezirke. Insgesamt hat sich das Bild der qualifikationsspezifischen Arbeitslosenquoten über die letzten Jahre nicht verändert: Geringqualifizierte haben die schlechtesten Arbeitsmarktchancen, während eine akademische Ausbildung am ehesten vor Arbeitslosigkeit schützt. Diese Unterschiede zeigen sich in allen Regionen Sachsens sowie in Ost- und Westdeutschland gleichermaßen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Weyh, Antje; Sujata, Uwe;
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  • Literaturhinweis

    Der Arbeitsmarkt für 'einfache' Dienstleistungstätigkeiten: Beschäftigungschancen für gering Qualifizierte? (2006)

    Hieming, Bettina; Vanselow, Achim; Jaehrling, Karen ; Weinkopf, Claudia ; Kalina, Thorsten;

    Zitatform

    Hieming, Bettina, Karen Jaehrling, Thorsten Kalina, Achim Vanselow & Claudia Weinkopf (2006): Der Arbeitsmarkt für 'einfache' Dienstleistungstätigkeiten: Beschäftigungschancen für gering Qualifizierte? In: Sozialer Fortschritt, Jg. 55, H. 8, S. 208-214.

    Abstract

    "Mit dem Rückgang einfacher Arbeitsplätze im produzierenden Gewerbe haben sich beschäftigungspolitische Überlegungen, wie die Arbeitsmarktintegration von gering Qualifizierten verbessert werden kann, auf den Dienstleistungssektor verlagert. Der vorliegende Beitrag analysiert auf der Basis quantitativer und qualitativer Untersuchungen, inwiefern hier tatsächlich Arbeitsplätze entstehen, die auch formal gering Qualifizierten offen stehen. Für die letzten Jahre können zwar Dienstleistungsberufe identifiziert werden, in denen die Beschäftigung gering Qualifizierter leicht zugenommen hat, aber dies hat die Beschäftigungsverluste in anderen Bereichen nicht kompensieren können. Eine Ursache hierfür besteht darin, dass Positionen, die in der Vergangenheit Beschäftigungschancen für gering Qualifizierte geboten haben, in zunehmendem Maße von formal Qualifizierten besetzt werden. Qualitative Analysen der Rekrutierungsstrategien von Unternehmen beleuchten die Hintergründe der zunehmenden Konkurrenz gering Qualifizierter mit Qualifizierten und anderen Personengruppen. Offenbar ist dieser Trend u.a. darauf zurückzuführen, dass die Anforderungen für 'einfache' Dienstleistungstätigkeiten häufig keineswegs gering sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Employers in the boom: How did the hiring of less-skilled workers change during the 1990s (2006)

    Holzer, Harry J. ; Raphael, Steven ; Stoll, Michael A.;

    Zitatform

    Holzer, Harry J., Steven Raphael & Michael A. Stoll (2006): Employers in the boom: How did the hiring of less-skilled workers change during the 1990s. In: The Review of Economics and Statistics, Jg. 88, H. 2, S. 283-299.

    Abstract

    "Employers became more willing to hire a range of disadvantaged workers during the 1990s boom - including minorities, workers with certain stigmas (such as welfare recipients), and those without recent experience or high school diplomas. The wages paid to newly hired less-skilled workers also increased. On the other hand, employers' demand for specific skill certification rose over time, as did their use of certain screens. The results suggest that the tight labor markets of the Tate 1990s, in conjunction with other secular changes, raised hiring costs and induced employers to shift toward screens that seemed more cost-effective." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Mindestens sechs Millionen Niedriglohnbeschäftigte in Deutschland: welche Rolle spielen Teilzeitbeschäftigung und Minijobs? (2006)

    Kalina, Thorsten; Weinkopf, Claudia ;

    Zitatform

    Kalina, Thorsten & Claudia Weinkopf (2006): Mindestens sechs Millionen Niedriglohnbeschäftigte in Deutschland. Welche Rolle spielen Teilzeitbeschäftigung und Minijobs? (IAT-Report 2006-03), Gelsenkirchen, 11 S.

    Abstract

    "Knapp 21% aller abhängig Beschäftigten in Deutschland arbeiten für Niedriglöhne. Nach der international üblichen Definition der Niedriglohngrenze (zwei Drittel des Medianentgelts) beträgt diese im Jahre 2004 in Westdeutschland 9,83 EURO und im Osten 7,15 EURO. Das beträchtliche Ost-West-Gefälle erfordert eine getrennte Berechnung für 'alte' und 'neue' Bundesländer, die hochgerechnet mindestens 6 Mio. Niedriglohnbeschäftigte ergibt. Während viele vorliegende Studien sich ausschließlich auf Vollzeitbeschäftigte und ihre Monatsverdienste beziehen, basiert unsere Untersuchung auf Brutto-Stundenlöhnen und ermöglicht damit die Einbeziehung von Teilzeitbeschäftigung und Minijobs. Teilzeitbeschäftigte und Minijobber/innen sind überdurchschnittlich häufig von niedrigen Stundenlöhnen betroffen. In Minijobs sind Niedriglöhne sogar fast die Regel. Dies ist weitgehend unabhängig vom Qualifikationsniveau der Beschäftigten, d. h. in einem Minijob verdient (fast) jede/r schlecht. Während unter den Vollzeit Beschäftigten Frauen etwa doppelt so häufig von Niedriglöhnen betroffen sind wie Männer, sind die Unterschiede zwischen den Geschlechtern bei Teilzeitarbeit geringer. Bei Minijobs sind Männer sogar etwas häufiger zu Niedriglöhnen beschäftigt als Frauen. Die extrem hohen Niedriglohnanteile bei Minijobs erwecken den Eindruck, dass der mit dieser Beschäftigungsform verbundene Steuer- und Beitragsvorteil von den Beschäftigten häufig als Brutto-Lohnzugeständnis an den Arbeitgeber weiter gegeben wird. Diese Praxis verstößt gegen das Diskriminierungsverbot im Teilzeit- und Befristungsgesetz. Für die aktuelle Debatte über gesetzliche Mindestlöhne bedeutsam ist die Berechnung von Niedriglöhnen in einer engeren Definition von weniger als 50 % des Medianentgelts: 9 % oder gut 2,6 Millionen abhängig Beschäftigte arbeiten für Stundenlöhne von unter 7,38 EURO in West- bzw. 5,37 EURO in Ostdeutschland." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Arbeitsanreize im Niedriglohnbereich - ein ausgewählter internationaler Vergleich. Gutachten (2006)

    Kaltenborn, Bruno; Böttcher, Carina; Knerr, Petra; Heller, Dominik; Gabrielli, Bianca; Maier, Anne;

    Zitatform

    Kaltenborn, Bruno & Petra Knerr (2006): Arbeitsanreize im Niedriglohnbereich - ein ausgewählter internationaler Vergleich. Gutachten. (Beiträge zur Wirtschaftsforschung und Politikberatung 30), Berlin, 232 S.

    Abstract

    "In Deutschland werden ebenso wie in anderen westlichen Industrieländern Strategien zur Ausweitung der als unzureichend erachteten Beschäftigung von Personen mit geringem Verdienstpotenzial diskutiert. Eine Beschäftigung setzt insbesondere ein entsprechendes Arbeitsangebot eines Arbeitnehmers, eine dazu passende Arbeitsnachfrage eines Unternehmens und die Kenntnis beider voneinander voraus. Entsprechend gibt es mehrere Ansatzpunkte für Strategien zur Ausweitung der Beschäftigung. Derartige Strategien werden unter anderem für den Niedriglohnbereich diskutiert und auch bereits verfolgt. Die Strategien lassen sich einerseits nach ihrem Ansatzpunkt (Arbeitsangebot von Arbeitnehmern, Arbeitsnachfrage von Unternehmen sowie Matching von Arbeitsangebot und -nachfrage) und andererseits nach der Leistungsart (Geldleistungen, Sach- und Dienstleistungen, Rahmenbedingungen) klassifizieren.
    Die nähere Betrachtung erfolgt unter zwei Gesichtspunkten:
    - Einerseits erfolgt eine detaillierte Betrachtung einzelner ausländischer Steuer-Transfer- Systeme, um Gestaltungsoptionen aufzuzeigen (Kapitel 2). Dies ist angesichts des Aufwandes nur für einzelne Länder möglich. Für die notwendigen Details der jeweiligen Steuer-Transfer-Systeme am aktuellen Rand ist in der Regel eine Auswertung nationaler Quellen in der jeweiligen Landessprache erforderlich. Insgesamt wurden hierfür fünf Staaten ausgewählt (Italien, Frankreich, Großbritannien, Irland und die USA).
    - Andererseits ist das Resultat des komplexen Zusammenspiels der Steuer-Transfer- Systeme unterschiedlicher Länder hinsichtlich der Anreize im Niedriglohnbereich von Interesse (Kapitel 3). Für eine derartige Betrachtung ist ebenfalls eine detaillierte Auswertung der jeweiligen Steuer-Transfer-Systeme erforderlich. Da hier auf Vorarbeiten der OECD zurückgegriffen werden kann, können über die fünf bereits in Kapitel 2 betrachteten Staaten hinaus weitere in die Analyse einbezogen werden. Insgesamt werden 15 westliche Industrieländer berücksichtigt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Personaleinstellungen und -abgänge in Rheinland-Pfalz 2005: Teil II: Geringqualifizierte: Ergebnisse aus dem IAB-Betriebspanel - Rheinland-Pfalz 2005 (2006)

    Knobel, Claudia; Wagner, Birgit ; Schmid, Alfons;

    Zitatform

    Knobel, Claudia, Birgit Wagner & Alfons Schmid (2006): Personaleinstellungen und -abgänge in Rheinland-Pfalz 2005: Teil II: Geringqualifizierte. Ergebnisse aus dem IAB-Betriebspanel - Rheinland-Pfalz 2005. (IAB-Betriebspanel Rheinland-Pfalz 2006,04), Frankfurt, Main, 11 S.

    Abstract

    "Der vorliegende Report ist der vierte aus der Befragungswelle 2005 des IAB-Betriebspanels Rheinland-Pfalz und beschäftigt sich mit Personalrekrutierungsstrategien. Einen Schwerpunkt bilden die Einstellungen und der Stellenabbau bei den Geringqualifizierten." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Zum Zusammenhang von Wirtschaftsentwicklung und Beschäftigung gering Qualifizierter (2006)

    Koch, Susanne ;

    Zitatform

    Koch, Susanne (2006): Zum Zusammenhang von Wirtschaftsentwicklung und Beschäftigung gering Qualifizierter. In: Konrad-Adenauer-Stiftung (Hrsg.) (2006): Strategien gegen Arbeitslosigkeit und Armut : was kommt nach Hartz IV? Tagungsdokumentation. Expertenworkshop der Konrad-Adenauer-Stiftung, 3.- 6. Juli 2005 (Konrad-Adenauer-Stiftung. Arbeitspapier, 154), S. 27-29.

    Abstract

    Die Autorin plädiert für eine "Wirtschaftspolitik mit Augenmaß" bzw. "double-handed approach" besteht aus einem Mix aus angebots- und nachfrageseitigen Elementen um die Beschäftigung von gering Qualifizierten zu erhöhen. Sie kommt zu dem Fazit, dass "mehr Wirtschaftswachstum" wahrscheinlich nicht ausreicht, um das Problem der Arbeitslosigkeit zu lösen. Ebenso sollten in Förderstrategien für die Schaffung von Einfacharbeitsplätzen keine zu hohen Erwartungen gesetzt werden. Nötig sei vor allem eine neue Bildungsexpansion, die so früh wie möglich (Lebensphasen) ansetzt. (IAB2)

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  • Literaturhinweis

    Arbeitsmarktperspektiven für Geringqualifizierte und Fachkräfte: Ergebnisse des IAB-Betriebspanels Bremen 2005 (2006)

    Landsberg, Helma; Wehling, Walter;

    Zitatform

    Landsberg, Helma & Walter Wehling (2006): Arbeitsmarktperspektiven für Geringqualifizierte und Fachkräfte. Ergebnisse des IAB-Betriebspanels Bremen 2005. (BAW.kompakt 10), Bremen, 4 S.

    Abstract

    "Der Arbeitsmarkt ist in Bewegung, jährlich entstehen in wachsenden bremischen Betrieben bis zu 20.000 neue Arbeitsplätze. Aufgrund des unbefriedigten Personalbedarfs kann von einem ungenutzten Beschäftigungspotenzial von ca. 2.000 Stellen ausgegangen werden. Mangelnde Qualifizierung erhöht das Arbeitslosigkeitsrisiko und mindert die Chancen auf dauerhafte Beschäftigung. Es besteht offensichtlich kein verbreiteter allgemeiner Fachkräftemangel, das Panel signalisiert jedoch einen deutlichen Handlungsbedarf zum Abbau des Qualifikations-Mismatch. Die Einstellungsstrategien der Betriebe lassen die Beschäftigungschancen älterer Arbeitnehmer besser erscheinen als allgemein vermutet. Der Betrieblichen Weiterbildung kommt zentrale Bedeutung zu, sie nutzt aber das Potenzial Geringqualifizierter zur Deckung des Fachkräftebedarfs bisher nur unzureichend." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Minimum wages and firm training (2006)

    Lechthaler, Wolfgang ; Snower, Dennis J.;

    Zitatform

    Lechthaler, Wolfgang & Dennis J. Snower (2006): Minimum wages and firm training. (Kieler Arbeitspapier 1298), Kiel, 21 S.

    Abstract

    "The paper analyzes the influence of minimum wages on firms' incentive to train their employees. We show that this influence rests on two countervailing effects: minimum wages (i) augment wage compression and thereby raise firms' incentives to train and (ii) reduce the profitability of employees, raise the firing rate and thereby reduce training. Our analysis shows that the relative strength of these two effects depends on the employees' ability levels. Our striking result is that minimum wages give rise to skills inequality: a rise in the minimum wage leads to less training for low-ability workers and more training for those of higher ability. In short, minimum wages create a 'low-skill trap'." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    The working life: The labor market for workers in low-skilled jobs (2006)

    Maxwell, Nan L. ;

    Zitatform

    Maxwell, Nan L. (2006): The working life: The labor market for workers in low-skilled jobs. Kalamazoo: Upjohn Institute for Employment Research, 193 S.

    Abstract

    "Over the past few decades, the economic prospects for workers possessing relatively few skills have worsened as the demand for skills in the labor market has increased. Even in jobs that might be categorized as low-skilled, workers require a diverse set of skills to succeed. Many of these skills can only be obtained through schooling or job training. This is why workers lacking skills find it difficult to attain a foothold in the labor market and why employers have difficulty filling low-skilled jobs. While it was previously assumed that the supply of workers able to fill low-skilled jobs exceeded the demand, this book reveals that the labor market for low-skilled workers actually operates quite differently. The author presents the results of her groundbreaking survey of 405 employers, which queried them about jobs requiring no more than a high school education and no more than one year of work experience. These data allow her to establish the link between skills and low-skilled jobs and to reveal the current state of the labor market facing low-skilled workers. The data also highlights the knowledge and skills that employers require in low-skilled jobs and the abilities that individuals who apply for those jobs bring to the table. Overall, the employers' responses allow to make the following five key points:
    Low-skilled jobs require skills. Low-skilled jobs are not no-skilled jobs. While individuals do not have to have a high level of credentials to apply for low-skilled jobs, once they are hired, employers emphasize that they must possess the requisite skills to succeed in their jobs. Among them are the so-called new basic skills - English, math, problem-solving, and communication skills. In addition, appropriate workplace behavior and the ability to follow instructions are important, and physical abilities and mechanical skills are also required, often at levels more intense than at other jobs.
    Shortages of appropriately skilled workers in low-skilled jobs exist, even when labor markets are slack. Close to 60 percent of firms in this study report great difficulty - one-fourth of them had extreme difficulty - finding qualified workers for low-skilled jobs even when unemployment rates exceed 7.0 percent.
    Skills are rewarded in the labor market for workers in low-skilled jobs. Low-skilled jobs requiring skills with a high relative demand in the local labor market (i.e., skills in short supply) carry increased occupational wages. Low skilled jobs offer promotional opportunities. Firms report that over 90 percent of entry-level low-skilled jobs have promotional opportunities, as long as workers are willing and able to expand their skill sets. Firms also construct pipelines of appropriately skilled workers by hiring entry-level workers with skills needed in the position above entry level.
    Hiring requirements in low-skilled jobs are relaxed in tight labor markets. Firms match recruiting and screening methods to the skills needed in the low-skilled jobs. As labor markets loosen, these firms use less extensive recruiting methods but adopt more intensive screening methods. This suggests that, during loose labor markets, firms sort through a greater number of applicants in order to uncover workers with the skill sets needed in the job.
    The author also defines low-skilled jobs, identifies the populations who fill these jobs and the economic realities facing them, and offers policy solutions aimed at facilitating the career development of low-skilled individuals. Theses solutions include building skills while attending public schools and while attending publicly-funded employment and training programs. They also include increasing the demand for low-skilled workers and refining the nation's workforce development programs to better steer individuals into jobs providing economic self-sufficiency." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    The effect of low-wage subsidies on skills and employment (2006)

    Oskamp, Frank; Snower, Dennis J.;

    Zitatform

    Oskamp, Frank & Dennis J. Snower (2006): The effect of low-wage subsidies on skills and employment. (Kieler Arbeitspapier 1292), Kiel, 27 S.

    Abstract

    "We explore the far-reaching implications of low-wage subsidies on aggregate employment. Low-wage subsidies have three important effects. First, they promote employment of unskilled workers (who tend to be the ones who earn low wages). Second, by raising the payoff of unskilled work relative to skilled work, low-wage subsidies reduce the incentive to become skilled, so that there are more unskilled workers associated with a relatively low employment rate. Third, the government budget constraint has to be taken into account, which is supposed to cause an additional tax burden for the skilled workers. This amplifies the negative effect of low-wage subsidies on the incentive to acquire human capital. Thus, the first effect on the one hand and the second and third effect on the other hand pull in opposite directions in terms of employment. This paper presents a theoretical model of the labor market in which these effects can be analyzed. We then calibrate the model with respect to the German labor market to shed light on the relative strengths of these effects and thereby assess the degree to which low-wage subsidies encourage or discourage employment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland: deskriptive Befunde zur Entwicklung seit 1980 und Verteilung auf Berufe und Wirtschaftszweige (2006)

    Rhein, Thomas; Stamm, Melanie;

    Zitatform

    Rhein, Thomas & Melanie Stamm (2006): Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland. Deskriptive Befunde zur Entwicklung seit 1980 und Verteilung auf Berufe und Wirtschaftszweige. (IAB-Forschungsbericht 12/2006), Nürnberg, 40 S.

    Abstract

    "Der Forschungsbericht enthält Auswertungen zur Entwicklung der Niedriglohnschwelle (2/3 des Medianlohns) und zum Umfang des Niedriglohnsektors in Westdeutschland (seit 1980) und in Ost- und Gesamtdeutschland (seit 1993), die bis zum Jahre 2004 reichen. Daran anschließend zeigen gesonderte Analysen für Westdeutschland, in welchen Berufen und Wirtschaftszweigen besonders viele Geringverdiener arbeiten, wo das Niedriglohnrisiko besonders hoch ist und welche Trends sich seit 1980 abzeichnen. Als Datengrundlage dient die Beschäftigten-Historik (BeH) des IAB in der Version 5.00, die wiederum auf der Beschäftigtenstatistik der Bundesagentur für Arbeit beruht. Sämtliche Auswertungen beziehen sich nur auf sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigte." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Migration and social replacement incomes: how to protect low-income workers in the industrialized countries against the forces of globalization and market integration (2006)

    Sinn, Hans-Werner;

    Zitatform

    Sinn, Hans-Werner (2006): Migration and social replacement incomes. How to protect low-income workers in the industrialized countries against the forces of globalization and market integration. (Munich economics. Electronic reprint 2006-02), München, 20 S.

    Abstract

    "This paper discusses how an industrialized country could defend the living standard of its unskilled workers against the wage competition from immigrants. It shows that fixing social replacement incomes implies migration into unemployment. Defending wages with replacement incomes brings about first order efficiency losses that approximate the budget cost of the government. By contrast, wage subsidies involve much smaller welfare losses. While the exclusion of migrants from a national wage replacement program does not avoid the distortions in labor migration, the (temporary) exclusion of migrants from a national wage subsidy program makes it possible to reach the first best migration pattern despite the preservation of the welfare state." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Subventionierung von Beschäftigung im Niedriglohnbereich: ein Ausweg aus der Beschäftigungskrise? (2006)

    Steiner, Viktor;

    Zitatform

    Steiner, Viktor (2006): Subventionierung von Beschäftigung im Niedriglohnbereich. Ein Ausweg aus der Beschäftigungskrise? In: Wirtschaftspolitische Blätter, Jg. 53, H. 2, S. 213-228.

    Abstract

    "Die Beschäftigung im Niedriglohnbereich wird in den USA und in Großbritannien schon seit längerem in Form so genannter 'Kombilohn'-Modelle ('in-work credits'), in Deutschland und in Österreich durch die Freistellung geringfügiger Beschäftigung von den Sozialbeiträgen subventioniert. Die Subventionierung geringfügiger Beschäftigung wurde jüngst durch die 'Mini Jobs'-Reform in Deutschland und die Einführung eines 'Dienstleistungsschecks' in Österreich ausgeweitet. Der Beitrag zeigt, dass (a) die Kombilohn-Modelle in den USA und Großbritannien zwar mit einer Zunahme der Beschäftigung von Alleinerziehenden verbunden waren, die Beschäftigung insgesamt aber nur in geringem Umfang erhöht haben; (b) die Übertragung dieser Kombilohn-Modelle auf Deutschland oder Österreich ohne grundlegende Reform der Steuer- und sozialen Sicherungssysteme nicht erfolgversprechend ist; (c) die 'Mini Jobs'-Reform in Deutschland kein effektives arbeitsmarktpolitisches Instrument ist und (d) durch die Einführung des 'Dienstleistungsschecks' in Österreich keine größeren Beschäftigungseffekte zu erwarten sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Einstellungsverhalten baden-württembergischer Betriebe im Bereich einfacher Tätigkeiten (2006)

    Strotmann, Harald ; Weber, Diana;

    Zitatform

    Strotmann, Harald & Diana Weber (2006): Einstellungsverhalten baden-württembergischer Betriebe im Bereich einfacher Tätigkeiten. (IAW-Kurzbericht 2006,03), Tübingen, 39 S.

    Abstract

    "Die Studie untersucht auf der Basis des IAB-Betriebspanels für Baden-Württemberg das Einstellungsverhalten baden-württembergischer Betriebe im Bereich einfacher Tätigkeiten, die keine Berufsausbildung erfordern. Die verwendeten Daten stammen primär aus der Befragung im Sommer 2005, in der das betriebliche Einstellungsverhalten im ersten Halbjahr 2005 sowie die Beschäftigungsstruktur zum 30. Juni 2005 abgefragt wurden. Ergänzend werden zudem Ergebnisse früherer Wellen des IAB-Betriebspanels hinzugezogen. Beantwortet werden sollen unter anderem die folgenden forschungsleitenden Fragen:
    - Wie hat sich die Beschäftigungsstruktur von gering Qualifizierten im Vergleich zu höher Qualifizierten im Zeitablauf von 2000 bis 2005 entwickelt?
    - In welchem Maße wurden in Baden-Württemberg im ersten Halbjahr 2005 weiterhin Personen für einfache Tätigkeiten eingestellt?
    - In welchem Maße werden Einfacharbeitsplätze in Baden-Württemberg abgebaut und welches sind die Gründe dafür?
    - Welche Betriebe sind es, die neue Einfacharbeitsplätze schaffen?
    Der Beitrag ist wie folgt aufgebaut: In Kapitel 2 werden zunächst Strukturergebnisse über die Entwicklung der Beschäftigung im Südwesten nach Qualifikation der Arbeitnehmer/innen präsentiert. Anschließend wird die Untersuchung auf die betriebliche Nachfrage nach Personen für einfache Tätigkeiten fokussiert. Anhand deskriptiver Ergebnisse wird dabei zunächst dargestellt, in welchem Maße Betriebe im Südwesten im ersten Halbjahr 2005 Personen ohne Ausbildung eingestellt haben, und um welche Betriebe es sich dabei handelt. Darüber hinaus wird in Kapitel 3 dann im multivariaten Zusammenhang überprüft, welche betrieblichen Eigenschaften die Einstellung von Personen für einfache Tätigkeiten begünstigen oder behindern können. Kapitel 4 fasst die wesentlichen Ergebnisse zusammen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Human capital externalities and growth of high- and low-skilled jobs (2006)

    Suedekum, Jens;

    Zitatform

    Suedekum, Jens (2006): Human capital externalities and growth of high- and low-skilled jobs. (IZA discussion paper 1969), Bonn, 28 S.

    Abstract

    Die Auswirkungen des Humankapitals auf die lokale Beschäftigungsentwicklung in Westdeutschland (1977-2002) werden in dem Beitrag analysiert. Dabei zeigt sich ein schnelleres Wachstum in qualifizierte Städten verglichen mit unqualifizierten Städten. Der Autor bezweifelt, das dies auf standortspezifische externe Effekte des regionalen Humankapitals zurückgeführt werden kann. Ein hoher Anfangsanteil an hoch qualifzierten Arbeitskräften reduziert signifikant das nachfolgende Wachstum der Arbeitsplätze für Hochqualifizierte. Der beobachtete positive Einfluss auf das Gesamtbeschäftigungswachstum wird demnach auf die Tatsache zurückgeführt, dass in den ursprünglich qualifizierten Städten der Arbeitsmarkt für Geringqualifizierte schneller wächst als der Arbeitsmarkt für Hochqualifizierte schrumpft. Diese Erkenntnisse ensprechen der Komplementarität zwischen Qualifikationsgruppen als vermittelnder Instanz zwischen Humankapital und Beschäftigungswachstum. Theorien der selbstverstärkenden lokalen Konzentration hoch qualifizierter Arbeitskräfte infolge regionaler Spillover werden hierdurch in Frage gestellt. (IAB)

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    Strategien gegen Arbeitslosigkeit und Armut: Beschäftigungschancen für Geringqualifizierte: Tagungsdokumentation. Expertenworkshop der Konrad-Adenauer-Stiftung, 7.-10. Oktober 2004 (2006)

    Zitatform

    (2006): Strategien gegen Arbeitslosigkeit und Armut: Beschäftigungschancen für Geringqualifizierte. Tagungsdokumentation. Expertenworkshop der Konrad-Adenauer-Stiftung, 7.-10. Oktober 2004. (Konrad-Adenauer-Stiftung. Arbeitspapier 153), Sankt Augustin, 19 S.

    Abstract

    In keinem anderen Industriestaat ist die qualifikationsspezifische Arbeitslosenquote unter den Geringqualifizierten mit über 20 Prozent im Jahr 2004 so hoch wie in der Bundesrepublik Deutschland. Die Zusammenhänge, Ursachen und Wirkungen dieses Kernproblems des deutschen Arbeitsmarktes werden aus Sicht der Wissenschaft und Praxis dargelegt. Ferner werden Anstöße gegeben, durch welche Veränderungen in der Arbeitsmarkt- und Sozialordnung die berufliche Integration von Geringqualifizierten verbessert werden kann. Sie beziehen sich auf die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen, auf die Reformumsetzung durch die Jobcenter und kommunalen Sozialämter und auf die Akzeptanz in der öffentlichen Diskussion. (IAB)

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    Mehr Beschäftigungschancen für gering Qualifizierte und Langzeitarbeitslose: zur Diskussion über die Wege zur Belebung des Niedriglohnsektors und der Weiterentwicklung des Kombi-Einkommens (2006)

    Abstract

    "Der internationale Vergleich zur Langzeitarbeitslosigkeit offenbart ein Kernproblem des deutschen Arbeitsmarktes: die hohe und strukturell verfestigte Arbeitslosigkeit von geringer Qualifizierten. Für die meisten Langzeitarbeitslosen und gering Qualifizierten dürfte der (Wieder-)Einstieg in den Arbeitsmarkt nur über eine einfache Tätigkeit gelingen. Die möglichen Beschäftigungspotenziale können nur dann zu tatsächlich angebotener Arbeit werden, wenn die Lohn- und Lohnzusatzkosten der Produktivität der Arbeitsplätze entsprechen und sich so wirtschaftlich rentieren. Für sehr einfache Tätigkeiten können deshalb auch nur sehr geringe Löhne gezahlt werden. Erwerbsfähige Hilfebedürftige müssen auch einfache Arbeiten annehmen, wenn sie nur so ihre Arbeitslosigkeit überwinden können. Gerade Arbeitnehmer mit kleinen Einkommen, die mit ihren Steuern zur Finanzierung der Fürsorgeleistung Arbeitslosengeld II beitragen, haben ein Recht darauf, dass jeder selbst den ihm möglichen Beitrag zu seinem eigenen Lebensunterhalt leistet. Umgekehrt haben aber auch alle diejenigen, die durch eigene Erwerbsarbeit ihren und den Lebensunterhalt ihrer Familie nicht vollständig verdienen können, einen Anspruch darauf, von der Solidargemeinschaft ergänzend unterstützt zu werden. Mit Hartz IV ist ein ausgewogenes System des Förderns und Forderns eingeführt worden, das konsequent umgesetzt werden muss. Das mit Hartz IV geschaffene Kombi-Einkommen stellt jeden, der Arbeit aufnimmt besser als den, der nicht arbeitet. Jedes fortentwickelte oder alternative Modell für ein Kombi- Einkommen muss an das Kriterium der individuellen Hilfebedürftigkeit geknüpft bleiben. Staatliche Zuschüsse jenseits der Bedürftigkeit wären sinnlos und nicht zu vertreten. Auf keinen Fall darf es deshalb eine flächendeckende Subventionierung von Löhnen geben. Subventionen an Arbeitgeber sind strikt abzulehnen. Gesetzliche Mindestlöhne sind überflüssig, da schon das Arbeitslosengeld II Existenz sichernde Einkommen für jedermann darstellt. Umgerechnet auf eine Vollzeitstelle von 38 Stunden pro Woche gewährt es rechnerisch Mindeststundenlöhne für Alleinstehende von über fünf Euro und für Verheiratete mit zwei Kindern von mehr als 9,50 Euro. Von der individuellen Bedürftigkeit losgelöste und unabhängig von der Wertschöpfung einfacher Tätigkeiten politisch definierte Mindestlöhne dagegen würden einfache Arbeitsplätze nicht entstehen lassen bzw. vernichten, ins Ausland oder in Schwarzarbeit verdrängen. Das wäre auch sozialpolitisch nicht akzeptabel. Denn damit würden Einstiegschancen in den Arbeitsmarkt genommen, Teilhabe verwehrt und Möglichkeiten zu einem Kombi-Einkommen verschlossen. Der Mindestlohn würde gerade das verhindern, was zu fördern er vorgibt: einfache Arbeitsplätze für wenig Qualifizierte." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Making bad jobs better jobs: trade unions and the low paid sector in Germany and the UK. Conference Report. Fifth British-German Trades Union Forum 10 and 11 July 2006 (2006)

    Abstract

    "Transforming bad jobs into better jobs is a huge challenge - and a huge opportunity - for trade unions in Germany and the UK. It represents an opportunity to find ways of advancing the specific interests of particular groups among their members. These include the low-paid, those doing less interesting jobs with poorer career prospects, women, and migrant workers: all groups that many unions have marginalised (if not ignored) in the past. In July 2006 some 30 British and German trade unionists - from leaders and senior policymakers to workplace organisers - academics and commentators met at the Trades Union Forum in London to discuss these issues." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Zur Arbeitsmarktsituation der Geringqualifizierten in Deutschland (2005)

    Albers, Maike;

    Zitatform

    Albers, Maike (2005): Zur Arbeitsmarktsituation der Geringqualifizierten in Deutschland. In: G. Huber, H. Krämer & H. D. Kurz (Hrsg.) (2005): Einkommensverteilung, technischer Fortschritt und struktureller Wandel : Festschrift für Peter Kalmbach, S. 391-402.

    Abstract

    Die Arbeitslosenquote der gering qualifizierten Personen ist in Westdeutschland sechsmal und in Ostdeutschland sogar neunmal so hoch wie die der hoch qualifizierten. Die derzeitige und prognostizierte Arbeitsmarktsituation der Geringqualifizierten wird umrissen. Grundlage sind die Entwicklung der qualifikationsspezifischen Arbeitslosenquote 1975-2002 und die Prognose der Erwerbstätigenstruktur bis 2010. Es wird gezeigt, wie seit Beginn der 90er Jahre das erhöhte Arbeitslosigkeitsrisiko von gering Qualifizierten noch weiter gestiegen ist. Die Bedingungsfaktoren hierfür werden auf der Angebots- und der Nachfrageseite herausgearbeitet. Da die Nachfrage nach gering qualifizierten Arbeitskräften weiter sinken wird, werden Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen im Sinne eines lebenslangen praxisbezogenen Lernens gefordert. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    The knowledge lift: The Swedish adult education program that aimed to eliminate low worker skill levels (2005)

    Albrecht, James ; Vroman, Susan ; Berg, Gerard J. van den ;

    Zitatform

    Albrecht, James, Gerard J. van den Berg & Susan Vroman (2005): The knowledge lift: The Swedish adult education program that aimed to eliminate low worker skill levels. (IZA discussion paper 1503), Bonn, 46 S.

    Abstract

    "The Swedish adult education program known as the Knowledge Lift is unprecedented in its size and scope, aiming to raise the skill level of all low-skilled workers towards the medium level. This paper evaluates the effects of program participation on individual labor market outcomes, notably employment and annual income, as well as on the labor market equilibrium. For the effects at the individual level, we apply fixed effect methods allowing for treatment effect heterogeneity. The data are based on a number of matched longitudinal administrative data sets covering the full population of Sweden. For the equilibrium effects, we analyze an equilibrium search model with heterogeneous worker skills. This model is calibrated using pre-program observations." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Low-wage employment in America: results from a set of recent industry case studies (2005)

    Appelbaum, Eileen; Weinberg, Jeremy A.; Bernhardt, Annette; Murnane, Richard J. ;

    Zitatform

    Appelbaum, Eileen, Annette Bernhardt, Richard J. Murnane & Jeremy A. Weinberg (2005): Low-wage employment in America. Results from a set of recent industry case studies. In: Socio-economic review, Jg. 3, H. 2, S. 293-310. DOI:10.1093/SER/mwi012

    Abstract

    "Data from national surveys show the dramatic changes that have taken place in the US wage structure over the past three decades. However, these data provide only very limited information about the complex reasons why those changes have occurred and why there is significant variation in the wages of workers with similar education levels employed in similar industries. Industry case studies, on the other hand, document how firms' responses to economic pressures have affected working conditions, work rules, productivity pressures, skill requirements, and opportunities for training and advancement for workers with less than a 4-year college education. This paper reviews a series of recent case studies on low-wage employment in America funded by the Russell Sage and Rockefeller Foundations, and examines how pressures to cut costs have affected firms' treatment of frontline workers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    An overview of welfare-to-work efforts (2005)

    Blank, Rebecca M.;

    Zitatform

    Blank, Rebecca M. (2005): An overview of welfare-to-work efforts. In: CESifo DICE report, Jg. 3, H. 2, S. 3-7.

    Abstract

    Hauptzielsetzung US-amerikanischer Sozialpolitik ist es, Sozialhilfeempfänger wieder in Arbeit zu bringen. Die Sammelbezeichnung 'Welfare-to-Work' beschreibt eine Vielzahl von Programmen auf bundes- und einzelstaatlicher sowie auf regionaler und kommunaler Ebene. Da Adressaten von Sozialhilfeleistungen in den USA in erster Linie ledige Mütter sind, zielen die 'Welfare-to-Work'-Programme in der Hauptsache darauf ab, vor allem gering qualifizierte allein erziehende Frauen in Arbeitsverhältnisse zu bringen. Der Übergang von der Sozialhilfe in ein Arbeitsverhältnis wird dabei nicht als ein Mittel zur Armutsbekämpfung verstanden, sondern Arbeit stellt einen Wert an sich dar. Der Beitrag gibt einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Förderungsprogramme und Einzelmaßnahmen (von Lohnkostenzuschüssen über Kinderbetreuungskosten bis hin zu Sanktionen wie zeitlicher Begrenzung oder Kürzung der Leistungen) und untersucht, inwieweit die Programme auf andere, insbesondere europäische Staaten zu übertragen sind. Die US-Erfahrungen zeigen, dass eine verhältnismäßig hohe Zahl gering qualifizierter allein erziehender Mütter auf Dauer in Arbeitsverhältnisse vermittelt werden kann, vorausgesetzt derartige Jobs existieren und es gibt entsprechende Anreize, sie zu übernehmen. Gleichzeitig ist die Zahl derer, die Arbeit haben und dennoch in Armut leben, gewachsen. Bei der Frage nach der Übertragbarkeit von 'Welfare-to-Work'-Maßnahmen auf europäische Staaten müssen die Unterschiede der wirtschaftlichen und institutionellen Strukturen und sozialen Normen berücksichtigt werden. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Entwicklung und Struktur der Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland (2005)

    Bosch, Gerhard; Kalina, Thorsten;

    Zitatform

    Bosch, Gerhard & Thorsten Kalina (2005): Entwicklung und Struktur der Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland. In: Institut Arbeit und Technik (Hrsg.) (2005): Institut Arbeit und Technik : Jahrbuch 2005, S. 29-46.

    Abstract

    Die Analyse aktueller Zahlen zeigt, dass die lange gültige These, Deutschland sei ein Land mit geringen Anteilen von niedrig entlohnten Beschäftigten, so nicht richtig ist. Seit Mitte der 1990er Jahre nimmt der Anteil der gering bezahlten Beschäftigten zu. Das tatsächliche Ausmaß der Ungleichheit liegt über dem statistisch gemessenen, da viele Ausländer legal oder auch illegal Niedriglohnjobs ausüben. Die traditionellen Institutionen des deutschen Produktionsmodells einer diversifizierenden Qualitätsproduktion wurden durch eine Modernisierung der Berufsausbildung und eine Stärkung der Mitbestimmung der Betriebsräte in Klein- und Mittelbetrieben weiter entwickelt. Das Modell ist jedoch nicht mehr prägend für alle Industrien und Tätigkeiten wie in der Vergangenheit. Verbesserungen der Löhne und der Arbeitsbedingungen in der Metallindustrie ziehen nicht mehr entsprechende Verbesserungen in anderen Industrien automatisch nach sich. Das Tarifsystem erfüllt allerdings nicht mehr seine frühere Schutzfunktion für die Beschäftigten am Rande des Arbeitsmarktes; deshalb wird die Einführung eines Mindestlohns für sinnvoll gehalten. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Beschäftigungsförderung für gering Qualifizierte: Erfahrungen und Ergebnisse der Modellprojekte im Rahmen des "Bündnis für Arbeit NRW". Abschlussbericht der wissenschaftlichen Begleitung (2005)

    Czommer, Lars; Weinkopf, Claudia ;

    Zitatform

    Czommer, Lars & Claudia Weinkopf (2005): Beschäftigungsförderung für gering Qualifizierte. Erfahrungen und Ergebnisse der Modellprojekte im Rahmen des "Bündnis für Arbeit NRW". Abschlussbericht der wissenschaftlichen Begleitung. (Graue Reihe des Instituts Arbeit und Technik 2005-02), Gelsenkirchen, 74 S.

    Abstract

    "Ausgangspunkt der Initiierung von Modellprojekten zur Förderung der Beschäftigung von gering Qualifizierten in Nordrhein-Westfalen war ebenso wie in anderen Bundesländern die seit Jahren laufende Debatte, wie niedrig entlohnte Beschäftigung in Deutschland gesteigert werden kann. Eine Besonderheit der Modellprojekte in Nordrhein-Westfalen bestand darin, dass diese in einer Arbeitsgruppe des 'Bündnis für Arbeit NRW' diskutiert und vorbereitet wurden. Letztlich wurde die Umsetzung von zwölf Projekten beschlossen, in deren Rahmen unterschiedliche Ansätze und Instrumente zur Integration arbeitsloser gering Qualifizierter zeitlich befristet erprobt werden sollten. Die Projekte waren teils bei Betrieben, teils bei Trägern und in zwei Fällen bei Kommunen angesiedelt. Im Rahmen der Modellprojekte konnten insgesamt 710 Personen eingestellt bzw. in ein Beschäftigungsverhältnis vermittelt werden. Die Vorgaben zu den vorrangigen Zielgruppen wurden dabei in einem hohem Maße erreicht: Fast 74% der Geförderten verfügten nicht über einen in Deutschland anerkannten Berufsabschluss. Rund 70% der Beschäftigten waren zuvor länger als ein Jahr arbeitslos. Der 'Preis' für die hohen Anteile benachteiligter Arbeitsloser in den NRW-Modellprojekten war allerdings eine im Durchschnitt vergleichsweise hohe Förderung pro Arbeitsplatz." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Unemployment and under-employment: the case of Switzerland (2005)

    Djurdjevic, Dragana;

    Zitatform

    Djurdjevic, Dragana (2005): Unemployment and under-employment. The case of Switzerland. In: Schweizerische Zeitschrift für Volkswirtschaft und Statistik, Jg. 141, H. 1, S. 23-70.

    Abstract

    "In dem Betrag werden die Arbeitslosigkeit und die weitere Einkommensentwicklung der Arbeitslosen analysiert. Auf Basis von informativen administrativen Panel-Daten wird ein diskretes Hazard Modell für den Austritt von verschiedenen Erwerbszuständen geschätzt. Die geschätzten Ergebnisse belegen die Existenz sozialer Randgruppen. Beispielsweise befinden sich Frauen, Ausländer und Geringqualifizierte verstärkt in schlechten Arbeitssituation oder sind in besonderem Maße von Erwerbsinstabilität betroffen. Diese Erwerbsinstabilität scheint hauptsächlich mit einem Mangel an Qualifikation verbunden zu sein. Im Gegenteil haben Männer, Jüngere und Hochqualifizierte mehr Chancen eine Beschäftigung wieder zu finden. Falls sie schlecht bezahlt (im Vergleich zu ihrem vorherigen Lohn) sind, ist es hauptsächlich für vorübergehende Perioden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland und im internationalen Vergleich (2005)

    Eichhorst, Werner; Rhein, Thomas; Wiedemann, Eberhard; Gartner, Hermann ; Krug, Gerhard ;

    Zitatform

    Eichhorst, Werner, Hermann Gartner, Gerhard Krug, Thomas Rhein & Eberhard Wiedemann (2005): Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland und im internationalen Vergleich. In: J. Allmendinger, W. Eichhorst & U. Walwei (Hrsg.) (2005): IAB Handbuch Arbeitsmarkt : Analysen, Daten, Fakten (IAB-Bibliothek, 01), S. 107-142.

    Abstract

    "Die Förderung von Arbeitsnachfrage und Arbeitsangebot im Niedriglohnsektor wird in der wissenschaftlichen und politischen Diskussion häufig als eine Möglichkeit angesehen, wettbewerbsschwächere, insbesondere formal gering qualifizierte Arbeitskräfte in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Das Kapitel untersucht zunächst Größe, Struktur und Dynamik des Niedriglohnsektors in Deutschland und im internationalen Vergleich, arbeitet dann wesentliche Bestimmungsgründe für Niedriglohnbeschäftigung heraus und untersucht anschließend in- und ausländische Reformerfahrungen im Hinblick auf ihren Beitrag zur Verbesserung der Beschäftigungschancen von wettbewerbsschwächeren Erwerbspersonen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Gartner, Hermann ; Krug, Gerhard ;
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  • Literaturhinweis

    Internationaler Handel und der Arbeitsmarkt Sachsens: Sind niedrig qualifizierte Beschäftigte die Verlierer im Globalisierungsprozess? (2005)

    Engelmann, Sabine;

    Zitatform

    Engelmann, Sabine (2005): Internationaler Handel und der Arbeitsmarkt Sachsens: Sind niedrig qualifizierte Beschäftigte die Verlierer im Globalisierungsprozess? In: Ifo Dresden berichtet, Jg. 12, H. 4, S. 11-17.

    Abstract

    "Ein hohes Exportvolumen, niedriges Wirtschaftswachstum und steigende Arbeitslosenquoten der niedrig qualifizierten Erwerbsfähigen kennzeichnen seit langem die Wirtschaft Deutschlands. Für Sachsen sind ähnliche Trends beobachtbar. Diese Entwicklungen sind unter anderem eine Konsequenz der Globalisierung bei bestehenden rigiden Löhnen in Deutschland und werden unter dem Schlagwort 'Basarökonomie' zusammengefasst. Die Studie untersucht dieses Phänomen für Sachsen und gibt Antwort, inwieweit Sachsens Unternehmen die Kostenvorteile aus Produktionsverlagerungen ins Ausland nutzen und welche Folgen dies für den sächsischen Arbeitsmarkt hat." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    International outsourcing and German manufacturing wages (2005)

    Geishecker, Ingo ;

    Zitatform

    Geishecker, Ingo (2005): International outsourcing and German manufacturing wages. In: Schmollers Jahrbuch, Jg. 125, H. 1, S. 87-95.

    Abstract

    Der Zusammenhang zwischen Outsourcing ins Ausland und der Lohnentwicklung wird auf der Basis von SOEP-Daten, die mit wirtschaftszweigspezifischen Informationen über Outsourcing kombiniert werden, untersucht. Im Unterschied zur gängigen Unterscheidung zwischen Arbeitern und Angestellen werden auch Daten über das Bildungsniveau mit einbezogen, um genauer zwischen verschiedenen Qualifikationsniveaus zu unterscheiden. Während kein Einfluss von Outsourcing auf die Löhne von Arbeitern und Angestellten nachgewiesen werden kann, zeigt sich jedoch ein solcher Einfluss, wenn man feinere Qualifikationsdefinitionen anwendet: Ein Anstieg von einem Prozentpunkt führt zu einer Senkung der Reallöhne von 1,7 Prozent für niedrig Qualifizierte und für hoch Qualifizierte zu einem Anstieg der Reallöhne um 2,2 Prozentpunkte. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Stellenbesetzungsprozesse im Bereich "einfacher" Dienstleistungen: Abschlussbericht (2005)

    Hierming, Bettina; Weinkopf, Claudia ; Jaehrling, Karen ; Vanselow, Achim; Kalina, Thorsten;

    Zitatform

    Hierming, Bettina, Karen Jaehrling, Thorsten Kalina, Achim Vanselow & Claudia Weinkopf (2005): Stellenbesetzungsprozesse im Bereich "einfacher" Dienstleistungen. Abschlussbericht. (Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit. Dokumentation 550), Berlin, 256 S.

    Abstract

    "Einfacharbeitsplätze und die Beschäftigungschancen von gering Qualifizierten spielen seit Jahren in der beschäftigungs- und arbeitsmarktpolitischen Debatte eine wichtige Rolle. In diesem Kontext wurden seit Ende der neunziger Jahre eine Reihe von Modellprojekten und -programmen gefördert, um die Wirksamkeit von 'Kombilöhnen' zu erproben - in Form von Einkommensbeihilfen an Beschäftigte oder als Zuschüsse an Unternehmen für die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze mit eher niedriger Entlohnung. Hierzu zählte auch das Bundesprogramm 'Chancen und Anreize zur Aufnahme sozialversicherungspflichtiger Tätigkeiten' (CAST), in dessen Rahmen zwei unterschiedliche Förderinstrumente - das Mainzer Modell und das Modell der SaarGemeinschaftsinitiative (SGI-Modell) - erprobt wurden. Mit der Evaluierung des Programms wurde im Oktober 2000 ein Forschungsverbund unter Beteiligung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), des Instituts Arbeit und Technik (IAT) und von Dr. Bruno Kaltenborn beauftragt. Nachdem das CAST-Programm im Frühjahr 2003 vorzeitig ein-gestellt worden war, wurde mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit vereinbart, die Fragestellung der qualitativen Forschung durch das IAT auf Stellenbesetzungsprobleme und -prozesse im Bereich einfacher, eher niedrig bezahlter Tätigkeiten allgemein auszuweiten, um mehr Transparenz über Anforderungen und Einstellungskriterien der Unternehmen für solche Arbeitsplätze zu schaffen und damit Ansatzpunkte für eine gezielte Unterstützung der Integration von gering Qualifizierten identifizieren zu können. Dieser Frage wurde auf der Basis vorliegender Untersuchungen und -vor allem - eigener Betriebsfallstudien in verschiedenen Dienstleistungsbranchen nachgegangen. Hierbei ist deutlich geworden, dass von generellen Stellenbesetzungsproblemen bei solchen Tätigkeiten nicht die Rede sein kann (vgl. Teil B dieses Berichts). Einen zweiten Schwerpunkt des Projektes bildeten differenzierte Auswertungen vorliegender Daten zur Frage, wie sich die Beschäftigungssituation von gering Qualifizierten in den vergangenen Jahren entwickelt hat. Unsere Analysen zeigen, dass sich die Beschäftigungschancen gering Qualifizierter insbesondere am aktuellen Rand (zwischen 1999 und 2002) - anders als häufig angenommen - keineswegs durch-gängig weiter verschlechtert haben. Im Gegenteil: Ins-besondere in einigen Dienstleistungsbereichen haben gering Qualifizierte in jüngster Zeit sogar Beschäftigungsgewinne zu verzeichnen (vgl. Teil A dieses Berichtes)." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Einfache Arbeit für gering Qualifizierte: Material und Handlungshilfen (2005)

    Hoffmann, Thomas ;

    Zitatform

    (2005): Einfache Arbeit für gering Qualifizierte. Material und Handlungshilfen. (Rationalisierungs-Kuratorium der Deutschen Wirtschaft. Schriftenreihe Fachinformation 02), Eschborn: RKW-Verlag, 69 S.

    Abstract

    "2003 hat das RKW eine Diskussion zu dem Thema einfache Arbeit 'Arbeit für gering Qualifizierte' am Standort Deutschland begonnen - bewusst mit dem Focus auf industrielle Arbeit. Das Thema ist in verschiedenen Aspekten nach wie vor kontrovers, insbesondere zwischen den Sozialpartnerverbänden, es ist sehr aktuell wegen der hohen Arbeitslosigkeit und es verlangt nach innovativen Lösungen. Das RKW hat in dieser Situation das Ziel verfolgt, eine Plattform zu schaffen für eine konstruktiven Austausch der verschiedenen Sichtweisen, um auf diese Weise das Ringen um innovative Lösungen voranzubringen. Die Materialzusammenstellung dokumentiert die verschiedenen Sichtweisen sowie Beispiele guter Praxis, bietet Anregungen für den Praktiker und zeigt innovative Problemlösungen auf. Sie richtet sich daher gleichermaßen an die betrieblichen Praktiker wie an interessierte Berater, Wissenschaftler und Verbandsvertreter." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Qualifikationsbedarf der Zukunft III: Weiterbildung von Geringqualifizierten: Beiträge zur Fachtagung "Qualifikationsbedarf der Zukunft - Weiterbildung von Geringqualifizierten. Chancen, Hemmnisse, Bedarfe" des AMS vom 12. November 2004 in Wien (2005)

    Hofstätter, Maria; Sturm, René;

    Zitatform

    Hofstätter, Maria & René Sturm (Hrsg.) (2005): Qualifikationsbedarf der Zukunft III: Weiterbildung von Geringqualifizierten. Beiträge zur Fachtagung "Qualifikationsbedarf der Zukunft - Weiterbildung von Geringqualifizierten. Chancen, Hemmnisse, Bedarfe" des AMS vom 12. November 2004 in Wien. (AMS report 45), Wien, 76 S.

    Abstract

    "Der AMS report 45 beinhaltet Beiträge anläßlich der von der Abteilung Berufsinformations- und Qualifikationsforschung des AMS Österreich (nunmehr Abteilung Arbeitsmarktforschung und Berufsinformation des AMS Österreich) veranstalteten Fachtagung 'Qualifikationsbedarf der Zukunft - Weiterbildung von Geringqualifizierten: Chancen, Hemmnisse, Bedarfe'. Die Fachtagung, die in Kooperation mit dem Österreichischen Institut für Berufsbildungsforschung (öibf) und dem Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft (ibw) durchgeführt wurde, fand am 12. November 2004 in Wien statt. Eva Heckl und Andrea Dorr von KMU-Forschung Austria (www.kmuforschung.ac.at) fokussieren in ihrem Beitrag hingegen die Situation von benachteiligten Jugendlichen; sie resümieren bestehende Maßnahmen und Akteure und skizzieren die zukünftigen Herausforderungen und Trends in der Re-(Integration) benachteiligter junger Menschen am Arbeitsmarkt. Am Ende des AMS reports setzt sich der Beitrag von Hermine Mandl von der Beratungsstelle Humane Arbeitswelt, Klosterneuburg (www.humane-arbeitswelt.at) mit Fragen und Aspekten zur Gestaltung altersgerechter wie alternsgerechter Arbeitswelten bzw. Arbeitskarrieren auseinander." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Low-skill work in flux (2005)

    Jaehrling, Karen ; Weinkopf, Claudia ;

    Zitatform

    Jaehrling, Karen & Claudia Weinkopf (2005): Low-skill work in flux. In: Management Revue, Jg. 16, H. 3, S. 389-403.

    Abstract

    Der Beitrag befasst sich mit der Frage, inwieweit die traditionellen Annahmen über geringqualifizierte Arbeit noch heute anwendbar sind. Handelt es sich tatsächlich um Tätigkeiten, die keinerlei besondere Fähigkeiten erfordern? Auf welche Art und Weise können Unternehmen solche Arbeitsstellen besetzen? Welche Rolle spielen in dieser Hinsicht die sogenannten atypischen Beschäftigungsformen? Die Analyse basiert auf der Auswertung vorliegender Untersuchungen zur Einstellungsproblematik der geringqualifizierten Arbeit und auf Fallstudien zur Besetzung geringqualifizierter Stellen in verschiedenen Dienstleistungsbranchen. Es gibt mehrere Anzeichen dafür, dass sich die Anforderungen an die Arbeit wandeln und differenzierter werden, was zu der Annahme führt, dass auch die geringqualifizierte Arbeit sich in einem Wandlungsprozess befindet. Deshalb haben Unternehmen eine Reihe verschiedener Einstellungsstrategien entwickelt, um solche Stellen zu besetzen, wobei flexible Arbeitsbeziehungen und sogenannte Mini-Jobs eine Rolle spielen. (IAB)

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    Beschäftigungsperspektiven von gering Qualifizierten: Gewinne in einigen Dienstleistungsbereichen bei negativem Gesamttrend (2005)

    Kalina, Torsten; Weinkopf, Claudia ;

    Zitatform

    Kalina, Torsten & Claudia Weinkopf (2005): Beschäftigungsperspektiven von gering Qualifizierten. Gewinne in einigen Dienstleistungsbereichen bei negativem Gesamttrend. (IAT-Report 2005-10), Gelsenkirchen, 10 S.

    Abstract

    "Der Anteil von gering Qualifizierten an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist in Westdeutschland zwischen 1980 und 2002 von 30 % auf rund 17 % zurück gegangen. Die Arbeitslosenquote von Personen ohne Berufsausbildung ist seit Jahren deutlich überdurchschnittlich; die Schere wächst. Entgegen dem allgemeinen Trend haben gering Qualifizierte jedoch in den letzten Jahren (1999-2002) in einigen Bereichen Beschäftigungsgewinne zu verzeichnen. Dies betrifft vor allem Teile des Dienstleistungssektors - z. B. Hotel- und Gaststättengewerbe, Handel, Verkehr, Gesundheitswesen und Reinigungsgewerbe. Die positive Entwicklung in einigen Wachstumsberufen reichte allerdings nicht aus, um den generellen Trend des Beschäftigungsrückgangs umzukehren. Eine wesentliche Erklärung für die weiterhin schlechte Arbeitsmarktlage gering Qualifizierter liegt darin, dass sie von Beschäftigten mit abgeschlossener Berufsausbildung verdrängt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Low-wage employment in Europe: a review of the evidence (2005)

    Lucifora, Claudio ; Salverda, Wiemer ; MacKnight, Abigail;

    Zitatform

    Lucifora, Claudio, Abigail MacKnight & Wiemer Salverda (2005): Low-wage employment in Europe. A review of the evidence. In: Socio-economic review, Jg. 3, H. 2, S. 259-292. DOI:10.1093/SER/mwi011

    Abstract

    "In this study, we review the patterns of low pay in Europe. We first describe the evolution of aggregate low-wage employment and the incidence of low pay among several groups of workers, then we look at the compositional changes that occurred in recent decades. Given the prevalence of wage regulation and collective bargaining in most European countries, we also analyse the role of labour market institutions on low pay. We show that minimum wages and union presence do play a relevant role in reducing wage inequalities. Finally, we investigate low pay in the long run and the evolution of earnings over the life-cycle. We show that earnings mobility has an equalizing effect over the long-run but its impact is small over 6/7 years. Empirical evidence from a number of OECD countries confirms that earnings inequality between individuals is lower when earnings are pooled over a number of years but, for Britain at least, the extent to which mobility reduces inequality has fallen over time suggesting a fall in mobility and an increase in long run inequality." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Low-wage employment in Europe: perspectives for improvement (2005)

    Marx, Ive ; Salverda, Wiemer ;

    Zitatform

    Marx, Ive & Wiemer Salverda (Hrsg.) (2005): Low-wage employment in Europe. Perspectives for improvement. Antwerpen: Acco, 190 S.

    Abstract

    "What Europe needs is not just more jobs. The real challenge is to create jobs that offer the prospect of a better life, not only for the scores of Europeans who remain outside of the labour market today but also for those who are trapped in low-paid, dead-end jobs. The need, therefore, is for jobs that offer income security, that are compatible with family life, that bring a degree of life satisfaction and the prospect of upward mobility. This book offers not just insights but also ideas and suggestions. More than 20 authors address a wide range of issues, including the role of training and education, social transfers, minimum wages, care arrangements, the role of consumer demand for services and employer oriented policies. The contributors are members of the EU-funded European Low-wage Employment Research Network (LoWER) which started in 1996 and has since established itself as one of the leading labour market research networks in Europe." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Die Entwicklung der Lohnspreizung in West- und Ostdeutschland (2005)

    Möller, Joachim;

    Zitatform

    Möller, Joachim (2005): Die Entwicklung der Lohnspreizung in West- und Ostdeutschland. In: L. Bellmann, O. Hübler, W. Meyer & G. Stephan (Hrsg.) (2005): Institutionen, Löhne und Beschäftigung (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 294), S. 47-63.

    Abstract

    "Der Aufsatz untersucht die Lohnspreizung von Vollzeitbeschäftigten im unteren und oberen Bereich der Verteilung. Getrennt nach Geschlecht werden dabei die Dezilverhältnisse innerhalb von Gruppen der unteren und mittleren Qualifikationskategorie betrachtet. Datengrundlage ist die Zwei-Prozent-Regionalstichprobe aus der Beschäftigtenstatistik des IAB. Anhand der Daten für Westdeutschland betrachten wir zunächst den langfristigen Trend der Lohndifferenzierung im Zeitraum 1984 bis 2001. Vor diesem Hintergrund wird dann auf die Entwicklung der geschlechts- und qualifikationsspezifischen Lohnungleichheit in den neuen Bundesländern eingegangen. Vor der Wiedervereinigung war die Lohnungleichheit in Ostdeutschland vergleichsweise gering. Wie auch in anderen Transformationsländern ist die Lohnspreizung seit der Wende in Ostdeutschland deutlich angestiegen. Die Analyse zeigt, dass heute in einigen Bereichen das Ausmaß der Lohndifferenzierung in den neuen Bundesländern die in den alten Bundesländern übertrifft. Ein Vergleich der Lohnspreizung innerhalb geschlechts- und qualifikationsspezifischer Beschäftigtengruppen mit Werten für die USA bringt überraschende Ergebnisse. Gerade für Beschäftigte mit geringen Verdiensten übersteigt die Lohnspreizung in Ost- und teilweise auch in Westdeutschland die US-amerikanischen Vergleichswerte. Die These einer Lohnkompression 'von unten' wird unabhängig vom Geschlecht für gering qualifizierte Beschäftigte sowie für weibliche Beschäftigte der mittleren Qualifikationskategorie in Deutschland nicht bestätigt. Nur im Bereich oberhalb des Medians sowie generell für die Gruppe der qualifizierten Männer wird für die USA eine höhere Lohndifferenzierung gefunden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Möller, Joachim;
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    Low-wage employment in Portugal: a mixed logit approach (2005)

    Pestana Barros, Carlos; Proenca, Isabel; Cabral Vieira, Jose A.;

    Zitatform

    Pestana Barros, Carlos, Isabel Proenca & Jose A. Cabral Vieira (2005): Low-wage employment in Portugal. A mixed logit approach. (IZA discussion paper 1667), Bonn, 24 S.

    Abstract

    "In this paper, we examine the determinants of low-wage employment in Portugal. For this purpose, we use a data file of the European Community Household Panel (ECHP) for the years 1998 and 1999. In order to take into account unobserved heterogeneity in the data, a random-parameter logit model is used to analyse the probability of a worker receiving a low wage. The results indicate that the consideration that the effects of the explanatory variables are the same across all individuals, such as is assumed in most of the literature may be misleading. From the policy perspective, this implies that the use of a single instrument in order to combat low-wage employment is inappropriate to satisfy the whole population. In view of this, policies tailored by clusters would be more appropriate." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Crowding-out of unskilled workers in the business cycle: evidence from West Germany (2005)

    Pollmann-Schult, Matthias ;

    Zitatform

    Pollmann-Schult, Matthias (2005): Crowding-out of unskilled workers in the business cycle. Evidence from West Germany. In: European Sociological Review, Jg. 21, H. 5, S. 467-480. DOI:10.1093/esr/jci033

    Abstract

    "The paper addresses the question of if and how processes of cyclical crowding-out contribute to the disproportionate increase in unemployment of the less-educated during recessions. To this end, transitions from unemployment to low-skilled jobs and vice versa are analysed using data from the German Socio-Economic Panel (GSOEP). It is found that skilled workers increasingly occupy low-skilled jobs during recessions and thus diminish employment chances of unskilled persons. Specifically, the analyses show evidence for crowding-out at the worker inflow: during recessions, the chances of securing a low-skilled job deteriorate to a greater extent for unskilled people than for the skilled, suggesting that in times of poor employment prospects, job-competition between unskilled and skilled people for low-skilled jobs increases. However, the analysis does not show evidence for crowding-out at the worker outflow." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Am Arbeitsmarkt - Die im Dunkeln sieht man nicht (2005)

    Reinberg, Alexander; Hummel, Markus;

    Zitatform

    Reinberg, Alexander & Markus Hummel (2005): Am Arbeitsmarkt - Die im Dunkeln sieht man nicht. In: IAB-Forum H. 2, S. 8-13.

    Abstract

    Der Aufsatz erläutert die unterschiedlichen Chancen auf dem Arbeitsmarkt in Abhängigkeit von der Qualifikation. Graphisch dargestellt werden die Zahlen für qualifikationsspezifische Arbeitslosenquoten (1975-2004, bezogen auf Gesamtdeutschland und die neuen Länder), die Entwicklung der Erwerbstätigkeit und des Bruttoinlandsproduktes nach Qualifikationsebenen, die qualifikationsspezifischen Arbeitslosenquoten nach Geschlecht sowie nach dem Alter. Es wird festgestellt, dass die Chancen auf dem Arbeitsmarkt weitgehend von der Qualifikation bestimmt werden, während das Geschlecht und das Alter nur eine untergeordnete Rolle spielen. Ein ausreichender Ersatz der aus dem Berufsleben demnächst ausscheidenden qualifizierten Erwerbstätigen ist nicht zu erwarten, da die mangelnden Bildungsanstrengungen und der demographische Wandel Grenzen setzen. Auf mittlere Sicht ist daher mit einem Mangel an Fachkräften zu rechnen. (IAB)

    Beteiligte aus dem IAB

    Hummel, Markus;
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    Vertrauter Befund: Höhere Bildung schützt auch in der Krise vor Arbeitslosigkeit (2005)

    Reinberg, Alexander; Hummel, Markus;

    Zitatform

    Reinberg, Alexander & Markus Hummel (2005): Vertrauter Befund: Höhere Bildung schützt auch in der Krise vor Arbeitslosigkeit. (IAB-Kurzbericht 09/2005), Nürnberg, 6 S.

    Abstract

    "Die Analyse der qualifikationsspezifischen Arbeitslosigkeit liefert seit Jahr und Tag den gleichen Befund: niedrige Qualifikation - hohes Arbeitsmarktrisiko, hohe Qualifikation - niedriges Risiko. Dieser Trend ist seit Jahrzehnten ungebrochen. Dabei verlaufen die langfristigen Beschäftigungsverluste der Geringqualifizierten ebenso (weitgehend) konjunkturneutral wie die massiven Arbeitsplatzgewinne bei den Hochqualifizierten. Selbst eine kräftige Konjunkturbelebung dürfte deshalb die Lage der Geringqualifizierten kaum merklich bessern. Der Niedriglohnsektor ist längst Realität. Zwischen 20 Prozent und 40 Prozent aller Erwerbstätigen ohne Berufsabschluss sind nurmehr geringfügig beschäftigt. Für viele ist das der einzige Job. Älteren Akademikern hingegen geht es alles in allem prima: Mit einer Arbeitslosenquote von 3,5 Prozent herrscht bei den 55- bis 64jährigen nahezu Vollbeschäftigung - und das bei einer Erwerbsbeteiligung von über 70 Prozent. Eine gute Ausbildung schützt also nicht nur vor Arbeitslosigkeit. Sie hilft offensichtlich, das Arbeitsvermögen bis zum Rentenalter länger und besser zu nutzen. Bleibt zu hoffen, dass wir über all den akuten Arbeitsmarktproblemen die Investitionen in die Bildung nicht vernachlässigen. Bildungsförderung bleibt - langfristig - die beste Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Hummel, Markus;
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    Niedriglohnsektor: Aufstiegschancen für Geringverdiener verschlechtert (2005)

    Rhein, Thomas; Krug, Gerhard ; Gartner, Hermann ;

    Zitatform

    Rhein, Thomas, Hermann Gartner & Gerhard Krug (2005): Niedriglohnsektor: Aufstiegschancen für Geringverdiener verschlechtert. (IAB-Kurzbericht 03/2005), Nürnberg, 5 S.

    Abstract

    "Mehr als ein Sechstel aller Vollzeit-Beschäftigten in Deutschland gehörte im Jahr 2001 zu den Geringverdienern. Diese Quote ist seit Ende der 90er Jahre gestiegen, liegt aber immer noch nahe beim Durchschnitt aller EU-Länder. Ein überdurchschnittliches Niedriglohnrisiko tragen Frauen, Beschäftigte in Ostdeutschland, Geringqualifizierte, Jugendliche und junge Erwachsene, Beschäftigte in Kleinbetrieben sowie im Dienstleistungsbereich und Handel. Ein Niedriglohn-Arbeitsplatz fungiert nicht immer als Sprungbrett nach oben: Nur eine Minderheit der Geringverdiener schaffte im Zeitraum 1996 bis 2001 den Aufstieg in eine besser bezahlte Position. Die Aufstiegschancen von westdeutschen Niedriglohnbeschäftigten waren zwar besser als im gesamtdeutschen Durchschnitt, aber wesentlich schlechter als in einem weiter zurückliegenden Vergleichszeitraum (1986 bis 1991). Die Aufstiegsmobilität der Geringverdiener ist damit in den letzten beiden Jahrzehnten deutlich zurückgegangen. Dieser Trend stellt auch im internationalen Vergleich eine Besonderheit dar." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Krug, Gerhard ; Gartner, Hermann ;

    Weiterführende Informationen

    Geringverdiener in Deutschland
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    Ohne Abschluss in die Bildungsgesellschaft: Die Erwerbschancen gering qualifizierter Personen aus soziologischer und ökonomischer Perspektive (2005)

    Solga, Heike ;

    Zitatform

    Solga, Heike (2005): Ohne Abschluss in die Bildungsgesellschaft: Die Erwerbschancen gering qualifizierter Personen aus soziologischer und ökonomischer Perspektive. Opladen: Budrich, 354 S.

    Abstract

    "Das Buch beschäftigt sich mit den Arbeitsmarktchancen gering qualifizierter Personen und deren Veränderungen im Verlauf der letzten 50 Jahre. In der ökonomischen wie soziologischen Arbeitsmarktliteratur findet man für die zunehmende Benachteiligung gering qualifizierter Personen das gleiche dominante Erklärungsmuster: den so genannten Verdrängungsmechanismus. Mit diesem mikroökonomischen Argument eines wachsenden Arbeitsmarktwettbewerbs und einer daraus resultierenden Verdrängung gering Qualifizierter vom Arbeitsmarkt werden für diese Verschlechterung allein die Auswahlentscheidungen der Personalverantwortlichen und Beschäftiger verantwortlich gemacht. Im Unterschied dazu berücksichtigen die theoretischen Überlegungen und empirischen Analysen des Buches auch Veränderungen im Bewerbungsverhalten gering qualifizierter Personen, da durch diese vorgelagerten Bewerbungsentscheidungen die Bewerberpools erst konstituiert werden. Dazu werden Bildung und Bildungsprozesse in ihrer Mehrdimensionalität betrachtet, das heißt als formale Kompetenzausweisung, formale Kompetenzzuschreibungen, als informelle Einbindung in Gruppennetzwerke und Beziehungsstrukturen sowie als identitätsstiftendes Zeichen für in Interaktionen hergestellten Selbst- und Fremdtypisierungsprozesse. Aus dieser Mehrdimensionalität werden neben dem Verdrängungsargument auch Prozesse einer zunehmenden Diskreditierung, sozialen Verarmung und Stigmatisierung in Rechnung gestellt. Das Ergebnis ist eine dynamische Fassung von Bildung als Sozialstrukturkategorie sowie eine (Re-)Soziologisierung der Erklärung sozial abgestufter Arbeitsmarktchancen in modernen Gesellschaften." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Work incentives and labor supply effects of the Mini-Jobs Reform in Germany (2005)

    Steiner, Viktor; Wrohlich, Katharina ;

    Zitatform

    Steiner, Viktor & Katharina Wrohlich (2005): Work incentives and labor supply effects of the Mini-Jobs Reform in Germany. In: Empirica, Jg. 32, H. 1, S. 91-116. DOI:10.1007/s10663-005-1982-x

    Abstract

    Auf der Basis von Daten des Sozioökonomischen Panels wird die Arbeitsmarktreform in Deutschland analysiert, speziell die Subventionierung von Sozialabgaben im Niedriglohnbereich ab April 2003. Die Simulation zeigt, dass die Beschäftigungseffekte durch die Reform sehr gering sind. Der geringe positive Effekt wird zudem aufgewogen durch negative Beschäftigungseffekte bei den übrigen Beschäftigten. Auch die steuerlichen Effekte werden negativ eingeschätzt. Es wird gefolgert, dass die Einführung von Mini-Jobs kein geeignetes Mittel darstellt, um die Beschäftigungschancen von niedrigverdienenden Arbeitnehmern zu verbessern. (IAB)

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    Non-standard employment relations and wages among school leavers in the Netherlands (2005)

    Vries, M. Robert de; Wolbers, Maarten H. J.;

    Zitatform

    Vries, M. Robert de & Maarten H. J. Wolbers (2005): Non-standard employment relations and wages among school leavers in the Netherlands. In: Work, employment and society, Jg. 19, H. 3, S. 503-525. DOI:10.1177/0950017005055668

    Abstract

    "Non-standard (alternatively, flexible) employment has become common in the Netherlands, and viewed as an important weapon for combating youth unemployment. However, if such jobs are 'bad', non-standard employment becomes a matter of concern. In addition, non-standard employment may hit the least qualified, excluding them from the primary segment of the labour market, where 'good' jobs are found. We first examine whether less-educated school leavers more often end up in a job with a non-standard employment contract than the higher educated. Then, we investigate the effect of having a non-standard employment contract on job advantages in terms of wages. The data come from three large-scale Dutch school leaver surveys as held in 2001.The results show: (a) less-educated school leavers indeed are more likely to have a non-standard contract than more highly educated ones, while (b) those in non-standard employment earn less in their jobs. A substantial part of these differences can be ascribed to the segment of the labour market in which school leavers work." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Beating the 'churning' trap in the youth labour market (2005)

    Worth, Sean;

    Zitatform

    Worth, Sean (2005): Beating the 'churning' trap in the youth labour market. In: Work, employment and society, Jg. 19, H. 2, S. 403-414.

    Abstract

    Während die Jugendarbeitslosigkeit generell als ein wichtiger Gegenstand sozialpolitischer und arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen gesehen wird, wird die Gefahr unterschätzt, dass gering qualifizierte junge Menschen keinen Fuß auf dem Arbeitsmarkt fassen können. Der Beitrag geht davon aus, dass eine große Gruppe junger Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen gefangen bleibt. Unsichere befristete Arbeitsverhältnisse und Arbeitsplatzwechsel nehmen bei jungen britischen Arbeitnehmern zu, und der Einstieg in unbefristete Arbeitsverhältnisse gelingt immer später. Dies kommt zwar den kurzfristigen Interessen der Arbeitgeber zugute, nicht jedoch dem Ziel der dauerhaften beruflichen Integration junger Menschen. Es wird für eine neue Orientierung der Beschäftigungsprogramme für junge Menschen plädiert. Anstatt dem Leitbild der Beschäftigungsfähigkeit und Flexibiltät zu folgen, wird vorgeschlagen, die Qualifizierung junger Menschen und die nachhaltige Humankapitalentwicklung als Ziel zu verfolgen. Die Vermittlung beruflicher Qualifikationen auf einem mittleren Qualifikationsniveau ist dabei zentral, weil es hierfür einen großen Bedarf sowohl in technischen Berufen als auch in Büroberufen gibt. (IAB)

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    Combating poverty and exclusion through work (2005)

    Zitatform

    (2005): Combating poverty and exclusion through work. (Policy brief / OECD), 8 S.

    Abstract

    "All OECD governments attach importance to combating poverty and exclusion. Poverty and exclusion are evidence of a society that wastes human resources, opportunities and life-chances, both now and for the future. Traditionally, governments have tried to minimise the consequences of poverty and exclusion through 'passive' income support for those in need. However, people who are very dependent on such benefits are badly served by systems that often are not generous enough to provide adequate income and, at worst, make it more difficult for recipients and their families to escape poverty on a lasting basis. Experience over the past decade has shown that 'active' social policies can change this perspective and help achieve lasting reductions in poverty and exclusion. 'Active' policies go beyond providing cash benefits to alleviate poverty to focus on helping benefit recipients support themselves and their families. Another key element has been reforms of benefit systems to remove disincentives to work." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    From education to work: A difficult transition for young adults with low levels of education (2005)

    Abstract

    "The book reports on a project directed jointly by the OECD and Canadian Policy Research Networks on young adults with low levels of education in 25 OECD countries and the conditions that hinder or assist their transition from education to work. Social class, ethnicity and gender influence chances for economic and social success: but increasingly, they do so by affecting access to and success in education. The rise of information and communication technologies, the global marketplace, and greater personal responsibility and autonomy in all aspects of life, have made knowledge and skills essential to economic success. Young people with low qualifications run a higher risk of long-term unemployment, or unstable and unfulfilling jobs. From Education to Work calls for early intervention to reduce the risk of young people leaving school early and recommends that policy responses be tailored, among other things, to the characteristics of national labour markets." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Gering Qualifizierte - Verlierer am Arbeitsmarkt?!: Konzepte und Erfahrungen aus der Praxis (2003)

    Bakker, Peter; Meifort, Barbara; Schmachtenberg, Rolf; Oberste-Beulmann, Wilhelm; Barich, Bert; Weinkopf, Claudia ; Reinberg, Alexander; Tiemann, Gabriele; Brandherm, Ruth; Seckinger, Andrea;

    Zitatform

    Bakker, Peter, Barbara Meifort, Rolf Schmachtenberg, Wilhelm Oberste-Beulmann, Bert Barich, Claudia Weinkopf, Alexander Reinberg, Gabriele Tiemann, Ruth Brandherm & Andrea Seckinger (sonst. bet. Pers.) (2003): Gering Qualifizierte - Verlierer am Arbeitsmarkt?! Konzepte und Erfahrungen aus der Praxis. (Gesprächskreis Arbeit und Soziales 101), Bonn, 128 S.

    Abstract

    "Die Broschüre bietet ein differenziertes Bild von der Personengruppe der gering Qualifizierten und ihrer Beschäftigungssituation. Darüber hinaus werden Konzepte und Lösungsansätze vorgestellt, die in der Praxis entwickelt und erfolgreich umgesetzt werden. Außerdem werden Vorschläge der Hartz-Kommission im Hinblick auf die Verbesserung der Situation der gering Qualifizierten dargestellt." (IAB2)

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    Exploring low-wage labor with the National Compensation Survey (2003)

    Bernstein, Jared; Gittleman, Maury ;

    Zitatform

    Bernstein, Jared & Maury Gittleman (2003): Exploring low-wage labor with the National Compensation Survey. In: Monthly Labor Review, Jg. 126, H. 11/12, S. 3-12.

    Abstract

    Die Untersuchung nutzt Daten des National Compensation Survey (NCS) aus dem Jahre 2001 der US-Arbeitsstatistik und beschreibt die Charakteristika von Niedriglohn-Jobs. Eingehend analysiert werden die Anforderungen an derartige Arbeitsverhältnisse in Bezug auf Wissen, Komplexität, Kontakte, Arbeitsbedingungen usw. Es zeigt sich, dass rund 22 Prozent aller Arbeitstunden in 2001 mit einem geringeren Verdienst als zwei Drittel des Durchschnittslohns von 8,67 US-Dollar geleistet wurden. Es konnte nicht endgültig geklärt werden, ob Niedriglöhne deshalb gezahlt werden, weil die Arbeitsanforderungen gering sind oder ob die niedrigen Arbeitsanforderungen die Produktivität und damit die Löhne senken. (IAB)

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    Kombilohn oder Workfare?: zur Wirksamkeit zweier arbeitsmarktpolitischer Strategien (2003)

    Bonin, Holger ; Schneider, Hilmar; Kempe, Wolfram;

    Zitatform

    Bonin, Holger, Wolfram Kempe & Hilmar Schneider (2003): Kombilohn oder Workfare? Zur Wirksamkeit zweier arbeitsmarktpolitischer Strategien. In: Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung, Jg. 72, H. 1, S. 51-67.

    Abstract

    "Das heutige System der sozialen Mindestsicherung verhindert in Deutschland die Ausbildung eines Niedriglohnsektors. Dies ist eine wesentliche Ursache für die hohe Arbeitslosigkeit Geringqualifizierter. Dieser Beitrag stellt zwei häufig genannte Maßnahmen zur Überwindung sozialstaatlicher Beschäftigungsschwellen einander gegenüber. Am Beispiel eines aktuellen, symptomorientierten Vorschlags für Lohnsubventionen durch Absenkung der Arbeitnehmerbeiträge zur Sozialversicherung auf niedrige Einkommen wird gezeigt, dass Förderung kleiner Markteinkommen durch Kombilöhne die Erwerbsbeteiligung nur unwesentlich erhöht. Zugleich können Mitnahmeeffekte entstehen, mit denen unerwünschte Arbeitszeitwirkungen und hohe fiskalische Kosten verbunden sind. Ein alternativer, ursachenorientierter Ansatz ist die Senkung des sozialen Leistungsniveaus durch Workfare. Eine Abschätzung des Einkommenspotentials von Transferbeziehern auf Grundlage des Sozio-oekonomischen Panels veranschaulicht, dass sich mit der Verpflichtung erwerbsfähiger Sozialhilfeempfänger zu sozial nützlicher Arbeit bei unverändertem Niveau der sozialen Mindestsicherung deutlich positive Beschäftigungseffekte erzielen lassen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Creating low skilled jobs by subsidizing market-contracted household work (2003)

    Brück, Tilman ; Zimmermann, Klaus F. ; Haisken-DeNew, John P.;

    Zitatform

    Brück, Tilman, John P. Haisken-DeNew & Klaus F. Zimmermann (2003): Creating low skilled jobs by subsidizing market-contracted household work. (IZA discussion paper 958), Bonn, 32 S.

    Abstract

    "We analyze the determinants of household work contracted in the German shadow economy. The German socio-economic household panel, which enumerates casual domestic employment, is used to estimate the demand for such household work. The regressors include regional wage rates, household income and several control variables for household composition. We find that the demand for household work in the shadow economy is very income elastic. This suggests that targeted wage subsidies, linked to household work agencies, would be very effective in raising the legal demand for domestic help. A wage subsidy of 50% of wage costs could thus establish up to 500,000 new jobs for previously unemployed or non-working low skilled workers. The net fiscal costs of such a scheme are about 6.200 Euro per full-time job. In addition, society benefits from more law enforcement and from a raised female labor supply, especially by highly qualified mothers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Beschäftigungsförderung im Niedriglohnbereich: keine Massenwirkung, aber eine individuelle Hilfe zu neuer Beschäftigung (2003)

    Czommer, Lars; Kalina, Thorsten; Vanselow, Achim;

    Zitatform

    Czommer, Lars, Thorsten Kalina & Achim Vanselow (2003): Beschäftigungsförderung im Niedriglohnbereich. Keine Massenwirkung, aber eine individuelle Hilfe zu neuer Beschäftigung. In: Institut Arbeit und Technik (Hrsg.) (2003): Institut Arbeit und Technik : Jahrbuch 2002/2003, S. 37-46.

    Abstract

    Die in dem Bericht diskutierten Modelle basieren auf zeitlich befristeten Einkommensaufstockungen für Sozialhilfebeziehende nach Bundessozialhilfegesetz. Es wird erwartet, dass die Beschäftigten nach dem Auslaufen der Förderung ein bedarfsdeckendes Einkommen ohne weitere Zuschüsse erzielen, z. B. durch Stundenaufstockung, Höhergruppierung oder Veränderung der eigenen Lebenssituation. Es wird festgestellt, "dass die geringen Fallzahlen der erprobten Modelle den hohen Erwartungen an die Beschäftigungswirkungen von Einkommensbeihilfen an Beschäftigte einen empfindlichen Dämpfer versetzen. Die Erwartung, Betriebe würden in großem Umfang bislang unbesetzte Stellen melden, erfüllte sich nicht. Dies gilt umso mehr, als es sich bei den hier ausgewiesenen Fallzahlen um eine Obergrenze der Beschäftigungswirkung handelt. Mitnahmeeffekte, d. h. Beschäftigungsaufnahmen, die auch ohne die Förderung zu Stande gekommen wären, sind noch gar nicht berücksichtigt. Von den Modellen könnten bei bundesweiter Ausdehnung bestenfalls einige 10.000 Förderfälle erwartet werden, was gemessen an einer Zielgruppe von 2,2 Mio. Personen unter den Arbeitslosen und 146.000 erwerbstätigen Sozialhilfeempfängern gering erscheint. Die Bewertung wird allerdings dadurch erschwert, dass alle Modelle in einem ungünstigen konjunkturellen Umfeld erprobt wurden. Es wurden von Arbeitgeberseite wenig offene Stellen bereitgestellt, was jedoch eine Voraussetzung für den Erfolg der Modelle gewesen wäre. Da sich der neue Förderansatz spürbar von herkömmlichen Routinen der Arbeits- und Sozialverwaltung unterscheidet und Anlaufschwierigkeiten bewältigt werden müssen, benötigt die Umsetzung ausreichend Zeit, um den Verwaltungsalltag zu durchdringen. Betrachtet man die Wirkung auf der Mikroebene, sieht die Bilanz positiver aus. Eingliederungsbeihilfen können ein zusätzliches Instrument zur Förderung der Wiedereingliederung von Personen mit geringen Einkommenschancen sein, wenn die Zuschüsse auf den jeweiligen Einzelfall ausgerichtet sind. Eingliederungszuschüsse im Rahmen von Eingliederungsvereinbarungen können zur Beseitigung individueller Problemlagen beitragen, die zuvor eine Beschäftigungsaufnahme verhindert haben. Sofern komplexe Problemlagen im Einzelfall einer Arbeitsaufnahme entgegenstehen, erscheinen flankierende Maßnahmen erfolgversprechender als der isolierte Einsatz von finanziellen Zuschüssen." (IAB2)

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    An examination of occupational mobility among full-time workers (2003)

    Gabriel, Paul E.;

    Zitatform

    Gabriel, Paul E. (2003): An examination of occupational mobility among full-time workers. In: Monthly labor review, Jg. 126, H. 9, S. 32-40.

    Abstract

    Die späten 1990er Jahren brachten für die Arbeiter der meisten Branchen in den USA eine wachsende Beschäftigungsstabilität und steigende Reallöhne. Anhand statistischer Längsschnittdaten des National Longitudinal Survey of Youth (NLSY) aus dem Zeitraum 1989-1998 werden die Arbeitsplatzmobilitätsraten vollbeschäftigter junger Lohn- und Gehaltsarbeiter und -arbeiterinnen zwischen 16 und 32 Jahren, ausgenommen der Landarbeiter, ermittelt und die Mobilitätsraten von Männern und Frauen miteinander verglichen. Einige neuere Trends in der Beschäftigungsmobilität vom Eintritt in den Arbeitsmarkt bis zur Mitte des Berufslebens, die sowohl beruflichen Auf- wie auch Abstieg bedeuten können, werden herausgearbeitet. Gesondert werden die demografischen Merkmale von Niedriglohn-Arbeitern und ihre Branchenverteilung im Jahr 2002 betrachtet. Es zeigt sich u.a., dass die Lohnbenachteiligung von Frauen seit den 1990er Jahren abgenommen hat. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Optionen für den Einstieg in den Arbeitsmarkt oder: Ein Lehrstück für einen gescheiterten Politikwechsel (2003)

    Heinze, Rolf G.; Streeck, Wolfgang ;

    Zitatform

    Heinze, Rolf G. & Wolfgang Streeck (2003): Optionen für den Einstieg in den Arbeitsmarkt oder: Ein Lehrstück für einen gescheiterten Politikwechsel. In: Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung, Jg. 72, H. 1, S. 25-35.

    Abstract

    "Der Beitrag thematisiert zunächst die Rahmenbedingungen auf dem Arbeitsmarkt und die spezifische Krise des deutschen Beschäftigungssystems (stabile Koinzidenz hoher Arbeitslosigkeit mit einer niedrigen Erwerbsquote). Ziel der Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik müsste es sein, eine auch in anderen westeuropäischen Ländern zu beobachtende Beschäftigungsdynamik im Dienstleistungssektor zu entfalten. Eine wesentliche Barriere gegen die Dienstleistungsbeschäftigung (vor allem bei einfachen, gering produktiven Tätigkeiten) ist die 'Kostenkrankheit', so dass eine Politik der Beschäftigungsexpansion die relativen Preise gerade von beschäftigungsintensiven Diensten reduzieren muss. Im Beitrag werden zwei Optionen näher diskutiert: einerseits die Senkung der Bruttolöhne von Arbeitnehmern, die nicht favorisiert wird, und andererseits die Senkung der Sozialversicherungsbeiträge. Eine solche selektive Senkung der Beiträge auf niedrige Einkommen wird auch von anderen politischen Institutionen und Wissenschaftlern empfohlen. Dennoch sind (u. a. im 'Bündnis für Arbeit') erhebliche Widerstände entstanden, so dass ein institutioneller Wechsel der Politik noch nicht stattgefunden hat." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Vom OFFENSIV-Gesetz zur "Aktivierenden Sozialhilfe": ein Konzept zur Reform der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik als Beitrag zu mehr Beschäftigung und Wachstum (2003)

    Holzner, Christian ; Ochel, Wolfgang; Werding, Martin ;

    Zitatform

    Holzner, Christian, Wolfgang Ochel & Martin Werding (2003): Vom OFFENSIV-Gesetz zur "Aktivierenden Sozialhilfe". Ein Konzept zur Reform der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik als Beitrag zu mehr Beschäftigung und Wachstum. (Ifo-Forschungsberichte 17), München, 72 S.

    Abstract

    "Die Untersuchung des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung analysiert vier verschiedene Konzepte für Reformen der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik in Deutschland, die im Laufe des Jahres 2002 von verschiedener Seite in die politische Diskussion eingebracht wurden. Ziel ist, auf dieser Basis ein Gesamtkonzept für Reformen zu entwickeln, mit dessen Hilfe der ungebrochene Trend einer steigenden strukturellen Arbeitslosigkeit umgekehrt werden kann und neue Beschäftigungsmöglichkeiten für Sozialleistungsempfänger, insbesondere für die von Arbeitslosigkeit in besonderem Maße betroffene Gruppe geringqualifizierter Arbeitskräfte, geschaffen werden können. Im Einzelnen handelt es sich um
    - das von der hessischen Staatsregierung entwickelte OFFENSIV-Gesetz,
    - die Vorschläge der sogenannten 'Hartz-Kommission',
    - das ifo Konzept 'Aktivierende Sozialhilfe'
    - und die Vorschläge des Sachverständigenrates in seinem 'Programm gegen die Arbeitslosigkeit' (Jahresgutachten 2002/03).
    Die Konzepte werden zunächst in Gestalt der damit jeweils verfolgten Ziele und der wichtigsten Elemente vorgestellt und anschließend auf Gemeinsamkeiten und Widersprüche hin untersucht. Auch wenn die Bundesregierung die Konkretisierung und Umsetzung des 'Hartz-Konzepts' zuletzt so vorangetrieben hat, dass daran anknüpfende Reformen teilweise bereits zum 1. Januar 2003 in Kraft treten, wird hier verdeutlicht, dass sich ein erfolgversprechendes Gesamtkonzept vor allem aus Elementen des OFFENSIV-Gesetzes und des ifo Konzepts kombinieren lässt. Anknüpfend an diese Feststellung werden Überlegungen zur konkreten Umsetzung eines solchen Gesamtkonzepts und zu seinen Auswirkungen auf Beschäftigung und öffentliche Finanzen angestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Skill-biased technological change in Denmark: a disaggregate perspective (2003)

    Malchow-Moller, Nikolaj; Skaksen, Jan Rose;

    Zitatform

    Malchow-Moller, Nikolaj & Jan Rose Skaksen (2003): Skill-biased technological change in Denmark. A disaggregate perspective. (IZA discussion paper 752), Bonn, 19 S.

    Abstract

    "In this paper, we provide an industry-level analysis of skill-biased technological change (SBTC) in Denmark over the last two decades. The analysis shows that SBTC has varied considerably across industries, and traditionally large Danish industries have experienced relatively less SBTC. This may partly explain why wage inequality between skilled and less skilled has risen less in Denmark than in other countries. We also find that SBTC has been concentrated in already skill-intensive industries. This contains important information about future labour requirements, as the relative importance of these industries must be expected to grow, thereby reinforcing the shift in demand for skilled labour." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Low-skilled unemployment, biased technological shocks and job competition (2003)

    Pierrard, Olivier; Sneessens, Henri;

    Zitatform

    Pierrard, Olivier & Henri Sneessens (2003): Low-skilled unemployment, biased technological shocks and job competition. (IZA discussion paper 784), Bonn, 32 S.

    Abstract

    "The unemployment rise in EU countries has been particularly strong for low-skilled workers. This observation has often been explained in terms of biased technical change and relative wage rigidities. More attention has been paid recently to an alternative mechanism, the crowding-out of low-skilled workers by over-qualified workers. The objective of this paper is both methodological and empirical. We construct a dynamic general equilibrium model with two types of jobs and two types of workers and with search unemployment. The model is calibrated and simulated to examine the interactions between the 'skill bias' and 'crowdingout' mechanisms. When such interactions are accounted for, the model reproduces quite well the observed unemployment changes." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Geringqualifizierte: In der Krise verdrängt, sogar im Boom vergessen: Entwicklung der qualifikationsspezifischen Arbeitslosenquoten im Konjunkturverlauf bis 2002 (2003)

    Reinberg, Alexander; Hummel, Markus;

    Zitatform

    Reinberg, Alexander & Markus Hummel (2003): Geringqualifizierte: In der Krise verdrängt, sogar im Boom vergessen. Entwicklung der qualifikationsspezifischen Arbeitslosenquoten im Konjunkturverlauf bis 2002. (IAB-Kurzbericht 19/2003), Nürnberg, 7 S.

    Abstract

    Wie stark die berufliche Qualifikation die Chancen und Risiken auf dem Arbeitsmarkt bestimmt, kommt unter anderem in den qualifikationsspezifischen Arbeitslosenquoten zum Ausdruck. In dem Beitrag wird anhand von Daten der Strukturerhebungen der Bundesanstalt für Arbeit und von Sonderauswertungen des Mikrozensus gezeigt, dass Geringqualifizierte nach wie vor zu den Problemgruppen am Arbeitsmarkt gehören. Ihre Arbeitslosenquoten sind mit Abstand die höchsten und ihr Anteil an allen Arbeitslosen liegt derzeit bei 35 Prozent. Selbst bei hohen Wachstumsraten - wie Ende der 80er oder 90er Jahre - ging ihre Beschäftigung kontinuierlich zurück. Von der aktuellen Wachstumskrise sind praktisch alle Qualifikationsebenen betroffen; die Arbeitsmarktsituation der Geringqualifizierten hat sich diesmal also nicht überproportional verschlechtert. Dies könnte an gesetzlichen Änderungen im Bereich der geringfügigen Beschäftigung liegen. (IAB2)

    Beteiligte aus dem IAB

    Hummel, Markus;
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  • Literaturhinweis

    Die Beschäftigung von Un- und Angelernten: eine Analyse mit dem Linked Employer-Employee Datensatz des IAB (2003)

    Schank, Thorsten ;

    Zitatform

    Schank, Thorsten (2003): Die Beschäftigung von Un- und Angelernten. Eine Analyse mit dem Linked Employer-Employee Datensatz des IAB. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 36, H. 3, S. 257-270.

    Abstract

    "Der Beitrag verwendet Daten eines neuen Linked Employer-Employee Datensatzes des IAB (LIAB), der das IAB-Betriebspanel und die Historikdatei der Beschäftigtenstatistik miteinander verbindet, um für 1993-1997 die Nachfrage nach Un- und Angelernten zu analysieren. Die un- und angelernten Beschäftigten werden dabei nach einem tätigkeitsorientierten Konzept identifiziert. Die Analysen bestätigen den postulierten Zusammenhang zwischen technischem Fortschritt (gemessen durch den technischen Stand der Anlagen sowie durch Investitionen in IT) und einem geringeren betrieblichen Anteil an Un- und Angelernten. Demgegenüber wurde nur teilweise eine negative Beziehung zwischen internationaler Verflechtung (approximiert durch die Exportquote) und der Nachfrage nach Un- und Angelernten ermittelt. Sowohl Querschnitts- als auch Längsschnittsregressionen zeigen einen negativen Zusammenhang zwischen dem Anteil der Un- und Angelernten in einem Betrieb und dem betrieblichen Durchschnittslohn für Un- und Angelernte. Der geschätzte Parameter aus einer OLS-Schätzung impliziert beispielsweise, dass Betriebe mit einem um fünf Prozent geringeren Durchschnittslohn für Un- und Angelernte einen um einen Prozentpunkt höheren Anteil von Un- und Angelernten an der Gesamtbeschäftigung aufweisen. Somit wird die These unterstützt, dass es auch deshalb zu einem Anstieg der Arbeitslosenquote der Un- und Angelernten gekommen ist, weil eine zu rigide Lohnstruktur die durch den technologischen Fortschritt entstandenen Nachfrageprobleme der Un- und Angelernten nicht ausgleicht." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Beschäftigungsförderung im Niedriglohnbereich: volkswirtschaftliche Befunde (2003)

    Walwei, Ulrich ;

    Zitatform

    Walwei, Ulrich (2003): Beschäftigungsförderung im Niedriglohnbereich. Volkswirtschaftliche Befunde. In: E. Jahn & E. Wiedemann (Hrsg.) (2003): Beschäftigungsförderung im Niedriglohnsektor (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 272), S. 29-47.

    Abstract

    "Deutschland hat zwei gravierende Arbeitsmarktprobleme: die nun schon seit langem völlig unzureichende Beschäftigungsdynamik und die Persistenz der Arbeitslosigkeit. Von daher sind insbesondere solche Ansätze von Interesse, die sowohl zu einer Zunahme der Beschäftigung als auch einer Aufweichung des harten Kerns der Arbeitslosigkeit führen. Förderansätze im Niediglohnbereich verfolgen genau dieses Ziel: eine Beschäftigungsausweitung zugunsten wettbewerbsschwächerer Arbeitsanbieter. Doch wie ist Beschäftigungsförderung im Niedriglohnsektor aus volkswirtschaftlicher Sicht zu beurteilen? Es ist sinnvoll, sich der Beantwortung in mehreren Schritten zu nähern. Den Auftakt macht die Analyse des Ausgangsproblems, der fehlenden Beschäftigungsdynamik und der Persistenz der Arbeitslosigkeit. Danach ist zu fragen: Warum haben wettbewerbsschwächere Arbeitnehmer so gravierende Beschäftigungsprobleme? Danach geht es um die in Frage kommenden Politikansätze zur Auflösung des 'harten Kerns' der Arbeitslosigkeit. Einen Schwerpunkt bilden die Möglichkeiten und Grenzen des Ausbaus von Niedriglohnbeschäftigung. Zum Abschluss wird eine generelle Bewertung von Förderansätzen im Niedriglohnbereich vorgenommen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Walwei, Ulrich ;
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  • Literaturhinweis

    Förderung von Agenturen für haushaltsnahe Dienstleistungen schafft Arbeitsplätze für Geringqualifizierte: Vorschlag aus Rheinland-Pfalz kann eine halbe Million Arbeitsplätze bringen (2002)

    Brück, Tilman ; Haisken, John; Zimmermann, Klaus F. ;

    Zitatform

    Brück, Tilman, John Haisken & Klaus F. Zimmermann (2002): Förderung von Agenturen für haushaltsnahe Dienstleistungen schafft Arbeitsplätze für Geringqualifizierte. Vorschlag aus Rheinland-Pfalz kann eine halbe Million Arbeitsplätze bringen. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 69, H. 23, S. 363-369.

    Abstract

    "In dem Bericht wird die kürzlich von Rheinland-Pfalz vorgelegte Gesetzesinitiative bewertet, die darauf abzielt, durch Lohnkostenzuschüsse und die Einrichtung von Dienstleistungsagenturen den legalen Markt für Dienstleistungen in privaten Haushalten zu entwickeln. Die Analyse basiert auf einem Gutachten des Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) sowie auf Berechnungen des DIW Berlin, mit denen die Auswirkungen der Gesetzesinitiative von Rheinland-Pfalz abgeschätzt werden. Die Belastungen für die öffentlichen Haushalte und die Sozialversicherungsträger halten sich in Grenzen, vor allem, wenn überwiegend Arbeitslose oder Sozialhilfeempfänger einen neuen Job finden. Der Vorschlag von Rheinland-Pfalz würde 550.000 Stellen für Geringqualifizierte im haushaltsnahen Dienstleistungssektor schaffen. Im günstigsten Fall würde das Fördervolumen lediglich 3,4 Mrd. Euro betragen. Unter ostdeutschen Haushalten gibt es - auch bei gleichen Lebensumständen - nicht genügend Bedarf an haushaltsnahen Dienstleistungen, um die Arbeitslosigkeit in Ostdeutschland deutlich zu senken." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Betrieblich-berufliche Weiterbildung von Geringqualifizierten: ein Politikfeld mit wachsendem Handlungsbedarf (2002)

    Dobischat, Rolf; Ahlene, Eva; Seifert, Hartmut;

    Zitatform

    Dobischat, Rolf, Hartmut Seifert & Eva Ahlene (2002): Betrieblich-berufliche Weiterbildung von Geringqualifizierten. Ein Politikfeld mit wachsendem Handlungsbedarf. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 55, H. 1, S. 25-31.

    Abstract

    "Der Beitrag befasst sich mit Weiterbildungschancen von Geringqualifizierten, einem immer wieder thematisierten Problem in der Weiterbildungsdiskussion, deren Argumente zunächst kurz rekapituliert werden. Es lässt sich zeigen, dass die Grundmuster der Segmentation in den Weiterbildungschancen von Beschäftigtengruppen zwar relativ stabil sind. Empirische Befunde belegen aber auch, dass bestimmte Rahmenbedingungen die Zugangsselektionen mindern. Die Weiterbildungschancen von Geringqualifizierten steigen in Betrieben mit hoher Professionalität in der Planung und Steuerung von Weiterbildung, verbindlicher Regulierung und innovativer Verknüpfung von Arbeitszeit, Freizeit und Lernzeit auf Basis von Lernzeitkonten." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Arbeitslosigkeit: Qualifikation bestimmt Position auf dem Arbeitsmarkt (2002)

    Reinberg, Alexander; Hummel, Markus;

    Zitatform

    Reinberg, Alexander & Markus Hummel (2002): Arbeitslosigkeit: Qualifikation bestimmt Position auf dem Arbeitsmarkt. (IAB-Kurzbericht 15/2002), Nürnberg, 7 S.

    Abstract

    Trotz erheblicher methodischer Probleme aufgrund der veränderten Erfassung der Berufsabschlüsse seit dem Mikrozensus 1999 legt das IAB in dem Kurzbericht neue Rechenergebnisse zu den qualifikationsspezifischen Arbeitslosenquoten bis zum Jahr 2000 vor. Es wird festgestellt, dass Ungelernte nach wie vor das höchste Risiko tragen, arbeitslos zu werden und zu bleiben. Insgesamt haben fast 40 Prozent der Arbeitslosen keinen beruflichen Abschluss. Bei Personen mit Hoch- und Fachhochabschluss kann dagegen von Vollbeschäftigung gesprochen werden. Auch die Arbeitslosenquoten der mittleren Qualifikationsebene liegen unterhalb des Durchschnitts. Allgemein ist zu beobachten, dass das Arbeitsmarktrisiko stärker vom beruflichen Abschluss als vom Geschlecht bestimmt ist. (IAB2)

    Beteiligte aus dem IAB

    Hummel, Markus;
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  • Literaturhinweis

    Qualifikationsspezifische Arbeitslosenquoten - reale Entwicklung oder statistisches Artefakt? (2002)

    Reinberg, Alexander; Hummel, Markus;

    Zitatform

    Reinberg, Alexander & Markus Hummel (2002): Qualifikationsspezifische Arbeitslosenquoten - reale Entwicklung oder statistisches Artefakt? (IAB-Werkstattbericht 04/2002), Nürnberg, 35 S.

    Abstract

    Zuverlässige Informationen über die Arbeitslosigkeitsrisiken unterschiedlicher Qualifikationsgruppen sind besonders wichtig, weil sie Anhaltspunkte für politische Gegenmaßnahmen bieten. Das IAB hat die entsprechenden Zahlen zuletzt bis zum Jahr 1998 veröffentlicht. Die Fortschreibung der Zeitreihen wird jedoch durch methodische Probleme erschwert, die mit geänderten Erfassungsmethoden von Berufsabschlüssen im Mikrozensus zusammenhängen. Der Werkstattbericht geht auf diese Probleme und die notwendigen Bereinigungsverfahren ein und stellt dann die Berechnungsergebnisse bis 2000 vor. (IAB)

    Beteiligte aus dem IAB

    Hummel, Markus;
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  • Literaturhinweis

    Beschäftigungspotenziale einer dualen Förderstrategie im Niedriglohnbereich (2002)

    Schneider, Hilmar; Kempe, Wolfram; Bonin, Holger ; Haisken-DeNew, John; Zimmermann, Klaus F. ; Brenke, Karl;

    Zitatform

    Schneider, Hilmar, Klaus F. Zimmermann, Holger Bonin, Karl Brenke, John Haisken-DeNew & Wolfram Kempe (2002): Beschäftigungspotenziale einer dualen Förderstrategie im Niedriglohnbereich. (IZA research report 05), Bonn, 82 S.

    Abstract

    "Arbeitssuchende, die am Markt nur einen relativ geringen Lohn erzielen können, sehen sich zunehmenden Schwierigkeiten bei der Integration in den Arbeitsmarkt ausgesetzt. Vor allem gering Qualifizierte und Ältere weisen eine überdurchschnittlich hohe Arbeitslosigkeit auf. Häufig wird in der Förderung eines Niedriglohnbereichs die Chance gesehen, Arbeit und Erwerbseinkommen für die Problemgruppen bereit zu stellen.
    Im Hinblick auf technischen Wandel und internationalen Wettbewerb sind die Arbeitskosten gering qualifizierter Arbeit tendenziell zu hoch. Eine Unterstützung der Nachfrageseite durch staatliche Hilfen kann dazu beitragen, Zeit für Anpassungsreaktionen zu gewinnen, so dass sich nach einer Übergangszeit ein Niedriglohnbereich etabliert, der auf Dauer rentabel ist und keiner Stützung mehr bedarf.
    Als wichtiges Hemmnis für die Beschäftigungsfähigkeit von gering Qualifizierten und Älteren kann ebenso das System der sozialen Sicherung angesehen werden. Die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit ist für Personen relativ unattraktiv, deren am Markt erzielbare Löhne nicht hinreichend weit über ihrem Transferanspruch aus Arbeitslosenunterstützung oder Sozialhilfe liegen. Das verfügbare Einkommen steigt durch die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nur unwesentlich an, da das Erwerbseinkommen fast vollständig auf die Transferansprüche angerechnet wird. Eine gezielte staatliche Förderung wird als ein Weg betrachtet, die bei Erwerbsaufnahme geltenden hohen Anrechnungsregeln des Transfersystems zu modifizieren und deutliche Einkommenssteigerungen zu bewirken. Darüber hinaus kann auf diese Weise der Anreiz zur Ausübung von Schwarzarbeit reduziert werden.
    Das IZA hat in einem Gutachten für die nordrhein-westfälische Landesregierung einen Modellvorschlag untersucht, der im Sinne eines dualen Konzepts eine Stimulierung sowohl der Angebots- als auch der Nachfrageseite des Arbeitsmarkts vorsieht. Insofern unterscheidet sich dieses Konzept von den derzeit in der Diskussion oder Erprobung befindlichen Kombilohn-Vorschlägen. Zum einen sollen Arbeitsangebot und Arbeitsnachfrage durch eine die Lohnnebenkosten senkende Förderung der Beiträge zur Sozialversicherung erhöht werden. Zum anderen ist eine spezielle Förderung haushaltsnaher Dienstleistungen in Form steuerlicher Begünstigungen vorgesehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Möglichkeiten und Grenzen der Verbesserung der Beschäftigungslage Geringverdienender durch die Übernahme ihrer Sozialversicherungsbeiträge durch die öffentliche Hand: Gutachten (2002)

    Wahl, Stefanie; Hefele, Peter;

    Zitatform

    Wahl, Stefanie (2002): Möglichkeiten und Grenzen der Verbesserung der Beschäftigungslage Geringverdienender durch die Übernahme ihrer Sozialversicherungsbeiträge durch die öffentliche Hand. Gutachten. Bonn, 53 S.

    Abstract

    Im dem Gutachten wird geprüft, welche Beschäftigungseffekte eine staatliche Breitenförderung unterdurchschnittlich produktiver Tätigkeiten haben könnte. Diese Prüfung erfolgt anhand von zwei Modellen mit zwei Szenarien und in drei Varianten. Hierbei übernimmt der Staat entweder die Sozialbeiträge zur Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung oder nur die Sozialbeiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung entweder in vollem Umfang oder degressiv abnehmend bei monatlichen Bruttoentgelten zwischen 625 und 1.250 Euro bzw. 835 und 1.670 Euro. Die Berechnungen kommen zu dem Ergebnis, dass der Abbau der Arbeitslosigkeit und die Eindämmung von Schwarzarbeit durch die Übernahme der Sozialbeiträge durch den Staat im Niedriglohnbereich die öffentlichen Haushalte erheblich belasten. Das gilt unabhängig von Modell, Szenario und Variante. Auch werden mögliche Nebenwirkungen dieser Vorgehensweise negativ zu bewertet. Als deutlich kostengünstigere Alternative wird vorgeschlagen, durch entsprechende Umstrukturierungsmaßnahmen die durchschnittliche Vermittlungsdauer von Arbeitslosen von derzeit 35 Wochen um ein bis zwei Wochen zu verkürzen. Eine Verkürzung der Vermittlungsdauer um nur eine Woche vermindert die Zahl der Arbeitslosen um rund 100.000. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Förderung der Beschäftigung von gering Qualifizierten: Kombilöhne als Dreh- und Angelpunkt? (2002)

    Weinkopf, Claudia ;

    Zitatform

    Weinkopf, Claudia (2002): Förderung der Beschäftigung von gering Qualifizierten: Kombilöhne als Dreh- und Angelpunkt? (Gesprächskreis Arbeit und Soziales), Bonn, 64 S.

    Abstract

    "Die Expertise gliedert sich wie folgt: Im Anschluss an eine kurze Analyse der Arbeitsmarktsituation von formal gering Qualifizierten (Teil 2) wird in Teil 3 analysiert, welche Personen im Allgemeinen als Zielgruppe von Kombilöhnen angesehen werden. In Teil 4 werden sowohl vorliegende Vorschläge zur Förderung der Beschäftigung dieser Gruppen als auch die laufenden Modellversuche und Programme skizziert und eine Zwischenbilanz der bisherigen Erfahrungen gezogen. In Teil 5 wird gezeigt, dass vermeintlich 'einfache' Dienstleistungen bei genauerer Betrachtung oftmals keineswegs nur geringe Qualifikationsanforderungen stellen. Im abschließenden Teil 6 wird anknüpfend an die voran gegangenen Ausführungen dafür plädiert, von der Hoffnung auf einfache Lösungen Abstand zu nehmen. Nicht Kombilöhne mit der Gießkanne, sondern umfassende bildungspolitische Anstrengungen sind der zentrale Dreh- und Angelpunkt zum Abbau der Arbeitslosigkeit in Deutschland - eingebettet in ein Bündel wirtschaftspolitischer Maßnahmen zur Ausweitung der Beschäftigung insgesamt. Hiervon könnten auch formal gering Qualifizierte profitieren. Kurzfristig geht an differenzierten Wiedereingliederungsstrategien, die auf eine Kombination von Profiling und Entwicklungsplänen mit der Nutzung unterschiedlicher arbeitsmarktpolitischer Instrumente setzen, kein Weg vorbei." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Hauswirtschaftliche Dienstleistungspools als Instrument der Beschäftigungsförderung: G.I.B.-Modell für einen flächendeckenden Auf- und Ausbau von Dienstleistungsagenturen in Deutschland (2002)

    Abstract

    "Immer wieder geraten seit einigen Jahren die privaten Haushalte ins Blickfeld, wenn es um die Erschließung neuer und zusätzlicher regulärer Beschäftigungsmöglichkeiten geht. Allerdings haben die vielfältigen und kontroversen Diskussionen und Vorschläge bislang noch keine breitenwirksame praktische Umsetzung erfahren. In Anlehnung an die bisherigen Erfahrungen bei der Entwicklung und Umsetzung von Dienstleistungsagenturen in NRW hat die G.I.B. zwei Modelle entwickelt, die neben einer eher makroökonomischen Betrachtungsweise insbesondere auch die betriebswirtschaftlichen Rahmenbedingungen einer Dienstleistungsagentur sowie die Sichtweisen und Interessen der nachfragenden Haushalte und der zu beschäftigenden ArbeitnehmerInnen in den Vordergrund rücken."
    Das Dokument besteht aus zwei Teilen:
    Teil I: Hauswirtschaftliche Dienstleistungspools als Instrument der Beschäftigungsförderung
    1. Bisherige Vorschläge und Modellprojekte
    2. Wirtschaftliche Tragfähigkeit und Wirksamkeit der Modellprojekte
    3. IZA-Studie als Grundlage für weitergehende Ansätze
    4. Von der Modellrechnung zur Praxis
    Teil II: G.I.B.-Modell für einen flächendeckenden Auf- und Ausbau von Dienstleistungsagenturen in Deutschland
    1. Vorbemerkungen
    2. Prämissen für den erfolgreichen Aufbau von Dienstleistungsagenturen
    2.1 Berechnungsmodelle für eine Dienstleistungsagentur
    2.1.1 Modell 1: Dienstleistungsagentur mit Sozialversicherungszuschuss für den Arbeitgeber und Betriebskostenzuschuss pro Dienstleistungsstunde
    2.1.2 Modell 2: Dienstleistungsagentur mit Sozialversicherungszuschuss für den Arbeitgeber und den Arbeitnehmer sowie einem Betriebskostenzuschuss pro Dienstleistungsstunde
    3. Zusammenfassung der Ergebnisse
    4. Anlagen
    Die acht Anlagen enthalten ausführliche Kalkulationen und Berechnungen zu den Dienstleistungsagenturen. (IAB2)

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  • Literaturhinweis

    Reform des Sozialstaats für mehr Beschäftigung im Bereich gering qualifizierter Arbeit (2002)

    Zitatform

    (2002): Reform des Sozialstaats für mehr Beschäftigung im Bereich gering qualifizierter Arbeit. (BMWi-Dokumentation 512), Berlin, 63 S.

    Abstract

    Das Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie diskutiert Möglichkeiten der Umgestaltung der sozialen Schutzsysteme des Sozialstaats, speziell der staatlichen Sozialhilfe. Als ihr Problem wird der Effekt benannt, dass leistungsschwächeren Mitgliedern der Gesellschaft der Weg in den Arbeitsmarkt erschwert wird, weil der mit der Arbeitsaufnahme verbundene Wegfall der Leistungen wie eine Bestrafung der Arbeitsaufnahme wirke und weil die Schaffung einer ausreichenden Anzahl von Arbeitsplätzen insbesondere für gering Qualifizierte durch die staatlichen Alternativeinkünfte behindert werde, da diese zu allzu hohen Anspruchslöhnen der Betroffenen führten. Unter Berücksichtigung von Erfahrungen deutscher Modellversuche und aus den angelsächsischen Ländern werden Vorschläge für eine Modifizierung der staatlichen Sozialhilfe und für eine Förderung der Beschäftigung im Bereich der gering qualifizierten Arbeit unterbreitet. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Mismatch-Arbeitslosigkeit unter Geringqualifizierten (2001)

    Christensen, Björn;

    Zitatform

    Christensen, Björn (2001): Mismatch-Arbeitslosigkeit unter Geringqualifizierten. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 34, H. 4, S. 506-514.

    Abstract

    "Die Studie untersucht die Gründe für die Unterschiede in der Mismatch-Arbeitslosigkeit zwischen verschiedenen Qualifikationsgruppen in Westdeutschland. Speziell werden dabei mögliche Ursachen für das hohe Mismatch innerhalb der Gruppe der Geringqualifiziertem mit einem überproportionalen Anstieg in den achtziger und neunziger Jahren näher analysiert. Da per Definition für die Gruppe der geringqualifizierten Arbeitslosen formale Qualifikationsanforderungen keine Entrittsbarrieren in den Arbeitsmarkt darstellen können, kann qualifikationsspezifisches Mismatch als Ursache ausgeschlossen werden. Des Weiteren finden sich keine überzeugenden Hinweise auf messtechnische Gründe für diese Entwicklung. So können Unterschiede zwischen den Qualifikationsgruppen in Bezug auf regionales Mismatch, die Meldequote oder die Fluktuation auf dem Arbeitsmarkt als mögliche Auslöser für das hohe Mismatch innerhalb der Gruppe der Geringqualifizierten verworfen werden. Hingegen liegen Unterschiede zwischen den Qualifikationsgruppen in Bezug auf arbeitsmarktrelevante Persönlichkeitsmerkmale und insbesondere auf lohnbedingtes Mismatch vor. Sozial-qualifikatorische und lohnbedingte Faktoren stellen somit die plausibelsten Erklärungen für das hohe Mismatch und seine Entwicklung innerhalb der Gruppe der Geringqualifizierten dar." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Beschäftigung von Geringqualifizierten in Dänemark (2000)

    Emmerich, Knut; Walwei, Ulrich ; Hoffmann, Edeltraud;

    Zitatform

    Emmerich, Knut, Edeltraud Hoffmann & Ulrich Walwei (2000): Beschäftigung von Geringqualifizierten in Dänemark. (IAB-Werkstattbericht 03/2000), Nürnberg, 17 S.

    Abstract

    In dem Beitrag wird zunächst der dänische Arbeitsmarkt seit 1994 betrachtet und dargelegt, welche Arbeitsplatzpotenziale der Dienstleistungssektor bietet. Anschließend werden die Rahmenbedingungen des dänischen Arbeitsmarktes für Geringqualifizierte (Qualifikationsniveau, Lohnstruktur, Arbeitsmarktflexibilität, Arbeitsmarktpolitik) erläutert und Vergleiche mit Deutschland und den USA durchgeführt. "Bei einer mit Deutschland vergleichbaren formalen Qualifikationsstruktur der Bevölkerung hat das Hochlohnland Dänemark eine im internationalen Vergleich hohe Erwerbstätigenquote Geringqualifizierter realisiert. Die auf eine hohe Erwerbsbeteiligung zielende Politik, die hohe Flexibilität der Arbeitskosten, die beträchtliche Fluktuation auf dem Arbeitsmarkt, eine Neuorientierung der Finanzpolitik des Staates und eine auf Aktivierung bzw. Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit ausgerichtete Strategie der Arbeitsmarktpolitik haben dazu beigetragen. Gerade das Beispiel des Wohlfahrtsstaates Dänemark kann zeigen, dass es unter dem Gesichtspunkt 'Flexicurity' noch Spielräume in Deutschland gibt." (IAB2)

    Beteiligte aus dem IAB

    Walwei, Ulrich ;
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  • Literaturhinweis

    The working poor in France: personal and family factors (2000)

    Lagarenne, Christine; Legendre, Nadine;

    Zitatform

    Lagarenne, Christine & Nadine Legendre (2000): The working poor in France. Personal and family factors. Paris, 24 S.

    Abstract

    "The 'working poor' are individuals who spend at least six months in the labour force, working or looking for work, but whose household's standard of living is below the poverty level. In France, nearly three-quarters of the people in this situation have worked at least one month. There are approximately 1,300,000 working poor. In 1996, they made up 6% of the population who worked throughout most of the year. Most of them worked all year as either self-employed (350,000), full-time employees on long-term contracts (270,000), part-time employees on long-term contracts (106,000) or employees in atypical employment (134,000). The others experienced periods of employment and unemployment, or spent some time out of the labour force, over the year. In addition to periods of unemployment, other factors that tend to raise the risk of poverty are temporary and unstable work, part-time work, being unskilled and starting working life. On top of these personal factors are those resulting from the characteristics of the household to which the individual belongs, its size and how many of its members personally contribute to its resources. Three in four working poor earn less than 3,500 French francs per month from their work. Even when their income is higher, it is still not enough to give their family a standard of living above the poverty level since these people are often the only breadwinners in their family. The working poor's low earned income is offset by welfare benefits that make up an average 37% of the household's disposable income per consumer unit." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Kann der harte Kern der Arbeitslosigkeit durch einen Niedriglohnsektor aufgelöst werden?: eine Analyse der Arbeitslosen nach Verweildauer und Reintegration (1999)

    Karr, Werner;

    Zitatform

    Karr, Werner (1999): Kann der harte Kern der Arbeitslosigkeit durch einen Niedriglohnsektor aufgelöst werden? Eine Analyse der Arbeitslosen nach Verweildauer und Reintegration. (IAB-Kurzbericht 03/1999), Nürnberg, 7 S.

    Abstract

    "Mit dem Niedriglohnsektor soll die Arbeitslosigkeit kurzfristig und spürbar abgebaut werden. Gedacht ist hierbei vor allem an - subventionierte - Einfacharbeitsplätze in personennahen Dienstleistungsbereichen. Damit soll insbesondere gering qualifizierten Arbeitslosen, die als schwer vermittelbar gelten, eine Beschäftigungsperspektive eröffnet werden. Besonders schwer vermittelbar sind aber ältere Arbeitslose über 55 Jahre - ob mit oder ohne Qualifikation. Ihre Arbeitslosigkeit dauert denn auch besonders lange und nur sehr wenige beenden sie, indem sie anschließend wieder Arbeit finden. Bei niedrigentlohnten Arbeiten - z.B. im Handel, im Hotel- und Gaststättengewerbe oder in der Landwirtschaft - ist oft zwar keine nennenswerte Qualifikation, sehr wohl aber eine gewisse körperliche Fitness gefragt. Diese kann gerade von älteren Arbeitnehmern nicht immer erwartet werden. Ein Niedriglohnsektor ist deshalb kurzfristig kaum geeignet, für eine spürbare Entlastung im verfestigten Segment der Arbeitslosigkeit zu sorgen. Die Erschließung eines öffentlich gestützten Niedriglohnsektors für gering Qualifizierte bedarf einer anderen und längeren Perspektive." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Policies for low wage employment and social exclusion (1998)

    Lucifora, Claudio ; Salverda, Wiemer ;

    Zitatform

    Lucifora, Claudio & Wiemer Salverda (Hrsg.) (1998): Policies for low wage employment and social exclusion. Mailand: Angeli, 169 S.

    Abstract

    "The last two decades have been a period of significant change in the functioning of European labour markets. Increasing earnings inequalities, as well as growing rates of unemployment have raised concern for those individuals placed at the margin of the labour market and at the bottom end of the earnings distribution, who appear to have been most strongly affected by the changing economic conditions. More flexible employment contracts and working time arrangements, less stringent controls on employers' hiring and firing practices and the associated reduction in the degree of job protection, growing decentralisation of the bargaining process, are some of the facets of the deregulation process that has affected labour markets throughout Europe. The patterns described above are of crucial importance in the process of European integration and are central to any discussion on policy designs aimed at supporting the increased flexibility and insecurity in working life. The contributions contained in this book address different issues, looking first at the implication for the welfare of the less skilled and the low paid and second trying to investigate to what extent these forms of social exclusion can be tackled by means of appropriate social welfare policies and active labour market intervention. In this context, it is suggested that minimum wage policies can prove an effective device to provide protection for vulnerable workers and, under certain conditions, may also help reducing poverty and discrimination on the labour market. Tax reductions and different forms of means tested benefits are also considered as an alternative way to alleviate the burden of low pay employment and enhance the living standards of low income working families. Education and training play an important role in the job opportunities people have, such that educational policies as well as re-training schemes can be effectively used as instruments to reduce low wage employment and help people out of low pay. Finally, it is argued that Government policies should aim at expanding demand in those service industries - such as retail trade or personal services - but also try to regulate pay and employment conditions therein.
    Content:
    Claudio Lucifora and Wiemer Salverda , Introduction
    Richard B. Freeman , Low-Wage Employment: Is More or Less Better?
    Minimum Wages: Causes and Consequences
    Mark Keese , Are Statutory Minimum Wages an Endagered Species?
    Stephen Bazen , Minimum Wages and Low-Wage Employment
    Coen Teulings , The Contribution of Minimum Wages to Increasing Wage Inequality
    Labour Market Institutions, Unemployment and the Role of Demand
    Stephen Nickell , Labour Market Institutions and Economic Performance
    Marco Buti, Lucio Pench and Paolo Sestino , European Unemployment: Contending Theories and Institutional Complexities. A Summary of the Policy Arguments
    Lex Borghans, Andres de Grip. Peter J. Sloane , Underutilisation of Skills, Bumping Down and Low-Wages
    Carlo Dell'Aringa and Claudio Lucifora , Labour Market Flexibility, Wage Dispersion and Unemployment: What Policies for Europe?
    Wiemer Salverda , The Significance of Product Demand for Low-Wage Employment
    Welfare Reforms, Gender Equity and Poverty
    Tito Boeri, Piero Tedeschi , Long Run Unemployment in a Dual Economy
    Brian Nolan , Low Pay, Poverty and Policy
    Heather Joski , Gender Equity and Low Pay: a Note Based on Britain
    Chris Giles, Julian McCrae , Reforms to In-work Transfer Payments in the U.K
    Abigail McKnight , Social Insurance, Low-Pay and Long-Term Disadvantage
    LoWER, Aims Activities and Membership of the Network" (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Einfacharbeitsplätze als Ansatzpunkte einer kommunalen Beschäftigungspolitik zur Integration von Benachteiligten (1997)

    Falk, Rüdiger; Klös, Hans-Peter;

    Zitatform

    Falk, Rüdiger & Hans-Peter Klös (1997): Einfacharbeitsplätze als Ansatzpunkte einer kommunalen Beschäftigungspolitik zur Integration von Benachteiligten. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 30, H. 2, S. 412-423.

    Abstract

    "Im Auftrag des Kreises Aachen ist das Institut der deutschen Wirtschaft der Frage nachgegangen, warum es in der Region Aachen zu einem beständigen Verlust an Arbeitsplätzen für Geringqualifizierte gekommen ist und was auf kommunaler Ebene dagegen getan werden kann. Das Forschungsprogramm bestand aus einer sekundärstatistischen Analyse der Region, einer Betriebsbefragung, aus arbeitswissenschaftlichen Betriebsfallstudien sowie Intensivinterviews mit möglichen Zielgruppen einer Politik für Geringqualifizierte. Aufbauend auf dem Gutachten werden Empfehlungen für die Ausgestaltung einer kommunalen Beschäftigungspolitik formuliert, mit der die Reintegration Geringqualifizierter in den Arbeitsmarkt verbessert werden könnte." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit in Deutschland: Entwicklung, Ursachen und Maßnahmen. Teil 2: Ursachen steigender Arbeitslosigkeit in Deutschland und anderen frühindustrialisierten Ländern (1997)

    Abstract

    "Der zweite Teil des Berichts hat die Ursachen der Arbeitslosigkeit in Deutschland und anderen frühindustrialisierten Ländern zum Gegenstand. Dabei wird zwischen Ursachen unterschieden, die vorzugsweise im Bereich des individuellen und kollektiven Handelns angesiedelt sind (Ziffer 8) und solchen, die eher im Bereich des Handlungsrahmens liegen, der durch den Stand der Technik, den Bevölkerungsaufbau, den internationalen Wettbewerb und ähnliche Faktoren gebildet wird (Ziffer 9 und 10).
    Wie der Bericht zeigt, hat die Arbeitslosigkeit viele Ursachen, die zumeist in engen Wechselbeziehungen zueinander stehen. Dadurch bilden sie ein dichtes Ursachengeflecht, dessen Wirkungen sich ständig verändern. Daher ist es auch nur bedingt möglich, verläßliche Aussagen über den Einfluß bestimmter Faktoren auf den Arbeitsmarkt zu machen."
    In der Zusammenfassung wurden folgende Einzelfaktoren benannt: - Hohe Erwerbsbeteiligung vergrößert Arbeitslosigkeit.
    - Relativierung der Erwerbsarbeit wirkt ambivalent auf Arbeitsmarkt und Beschäftigung.
    - Hohe und differenzierte Erwartungen an Erwerbsarbeit beeinträchtigen Beschäftigung.
    - Berufliche Immobilität beeinträchtigt Beschäftigung. - Mäßige zeitliche Flexibilität und räumliche Mobilität
    beeinträchtigen Beschäftigung.
    - Geringe Bereitschaft zu einfachen und körperlich sowie zeitlich belastender Erwerbsarbeit beeinträchtigt Beschäftigung.
    - Langzeitarbeitslosigkeit beeinträchtigt Beschäftigungschancen;
    - Geringe Zahl von Existenzgründungen beeinträchtigt Beschäftigung. (IAB2)

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    Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit in Deutschland: Entwicklung, Ursachen und Maßnahmen. Teil 3: Maßnahmen zur Verbesserung der Beschäftigungslage (1997)

    Abstract

    "Um trotz der nach bisherigen Erfahrungen abnehmenden Bedeutung von Erwerbsarbeit im Wertschöpfungsprozeß den materiellen und immateriellen Wohlstand breiter Bevölkerungsschichten weiter zu heben un zugleich die Beschäftigungslage wieder zu verbessern, empfiehlt die Kommission eine Strategie wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Erneuerung sowie eine Strategie der Anpassung an Veränderungen, die aus der Bedeutungsminderung von Erwerbsarbeit erwachsen. Beide Strategien müssen zeitgleich durchgeführt und durch eine Reihe von Einzelmaßnahmen ergänzt werden. Darüber hinaus müssen institutionelle Rahmenbedingunen verändert werden." Die folgenden Leitsätze gliedern den Band:
    -Dynamische Kräfte in Wirtschaft und Gesellschaft stärken
    -Vermögensbildung verbreitern
    -Vorhandene Tätigkeitsfelder erhalten und weitere erschließen
    -Individuelles Angebot von Erwerbsarbeit vermindern
    -Erwerbsarbeit durch Bürgerarbeit ergänzen
    -Funktionsfähigkeit des Arbeitsmarktes verbessern
    -Politische Zuständigkeiten regionalisieren. (IAB2)

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  • Literaturhinweis

    Arbeit ist machbar: die Magdeburger Alternative. Eine sanfte Therapie für Deutschland (2005; 2006)

    Schöb, Ronnie ; Weimann, Joachim ;

    Zitatform

    Schöb, Ronnie & Joachim Weimann (2005; 2006): Arbeit ist machbar. Die Magdeburger Alternative. Eine sanfte Therapie für Deutschland. Dössel: Stekovics, 142 S.; 144 S.

    Abstract

    Die Autoren schildern die unaufhaltsame Ausbreitung der Arbeitslosigkeit in der Bundesrepublik Deutschland seit 1973 und die bislang vergeblichen Versuche, diese einzudämmen; zu diesen zählen u.a. die Arbeitszeitverkürzungen, die aktive Arbeitsmarktpolitik, das Bündnis für Arbeit, das Hartz-Konzept, die Personal Service Agenturen, Minijobs und die Agenda 2010. Sie ziehen Lehren daraus und entwickeln eine neue Beschäftigungsformel, mit der Deutschland zurück in die Vollbeschäftigung gebracht werden kann. Dies kann gelingen, ohne den seit Jahrzehnten bewährten sozialen Frieden aufzukündigen. Zunächst muss die Situation der immer größer werdenden Gruppe der Geringqualifizierten in Qualifizierte verbessert werden, da dieser Teil des Arbeitsmarktes der einzige Ansatzpunkt für eine Politikwende ist, der einen 'turnover' des gesamten Marktes herbeiführen kann. Hier geht es darum, Strukturen zu verändern. Nur wenn gleichzeitig die Anreizprobleme der Arbeitsanbieter gelöst werden und dafür Sorge getragen wird, dass der Preis für Arbeit für die Nachfrager deutlich sinkt, wird der Arbeitsmarkt wieder auf die Beine kommen. Der vorgestellte Lösungsansatz der beiden Autoren unterscheidet sich von allen Vorschlägen, die auf einen Kahlschlag des Sozialstaates setzen: Das deutsche System der sozialen Grundsicherung muss auf ein System der Hilfe zur Arbeit umgestellt werden. Neue Arbeitsplätze werden dann von den Unternehmen bereitgestellt werden, wenn die Bruttolöhne fallen. (IAB)

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