Niedriglohnarbeitsmarkt
Der Ausbau des Niedriglohnsektors sollte Ende der 1990er Jahre die hohe Arbeitslosigkeit reduzieren. Als Niedriglohn gilt ein Arbeitsentgelt, das trotz Vollzeitbeschäftigung keine angemessene Existenzsicherung gewährleistet – die OECD definiert den ihn als einen Bruttolohn, der unterhalb von zwei Dritteln des nationalen Medianbruttolohns aller Vollzeitbeschäftigten liegt. Betroffen von Niedriglöhnen sind überdurchschnittlich häufig Personen ohne beruflichen Abschluss, jüngere Erwerbstätige und Frauen.
Bietet der Niedriglohnsektor eine Chance zum Einstieg in den Arbeitsmarkt oder ist er eine Sackgasse? Das IAB-Themendossier erschließt Informationen zum Forschungsstand.
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Literaturhinweis
Minimum wages in Europe (2006)
Schulten, Thorsten; Lismoen, Havard; Kohl, Heribert; Schulten, Thorsten; Bispinck, Reinhard; Bispinck, Reinhard; Oesch, Daniel ; Burmeister, Kai; Platzer, Hans-Wolfgang; Hermann, Christoph; Recio, Albert; Burgess, Pete; Rieger, Andreas; Schäfer, Claus; Schäfer, Claus; Erne, Roland ; Schmid, Bernard;Zitatform
Schulten, Thorsten, Reinhard Bispinck & Claus Schäfer (Hrsg.) (2006): Minimum wages in Europe. Brüssel: ETUI-REHS, 375 S.
Abstract
"This volume presents, for the first time, a comprehensive analysis of national minimum wage systems in Europe and the USA. The study, coordinated by the Economic and Social Sciences Institute (WSI) in the Hans Böckler Foundation, contains studies of countries such as Great Britain, Ireland, the Benelux countries, France, Spain, the states of central and eastern Europe and the USA, all of which have minimum wage provisions. In other countries covered by the study - the Scandinavian countries, Denmark, Sweden and Norway as well as Germany, Austria and Switzerland - the provision of a minimum wage is achieved by and large by means of collective agreements. The volume concludes with a paper entitled 'Theses for a European minimum wage policy' which sets out concrete proposals for a European coordination of minimum wage policy." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitsplätze schaffen durch Kombilöhne?: Fachtagung, Berlin, 11. Mai 2006 (2006)
Schäfer, Claus; Lötzer, Rüdiger; Ochel, Wolfgang; Bosch, Gerhard; Wells, Bill; Wolf, Harald ; Schöb, Ronnie ; Hansen, Leif Christian; Walwei, Ulrich ;Abstract
"Die Zielstellung der Veranstaltung bestand darin, im Rahmen der aktuellen Kombilohn-Debatte in Deutschland die differenzierten Ansätze und Modelle - auch in der Gegenüberstellung zum Mindestlohn - möglichst umfassend in ihren makro- und mikroökonomischen Auswirkungen darzustellen, bisherige Ergebnisse der praktischen Umsetzung und die erreichten Beschäftigungseffekte vorzustellen und gleichzeitig die im europäischen Ausland mit Kombilohn-Modellen gesammelten Erfahrungen in die Diskussion einzubeziehen." An der Fachtagung nahmen ca. 60 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft teil. Die Konferenzdokumentation beinhaltet die Redebeiträge bzw. Präsentationen und eine Zusammenfassung der Diskussionen. (IAB2)
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Literaturhinweis
Kombilohn und Mindestlohn: Das kleine Steuerüberwälzungseinmaleins (2006)
Zitatform
Schöb, Ronnie & Joachim Weimann (2006): Kombilohn und Mindestlohn: Das kleine Steuerüberwälzungseinmaleins. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 86, H. 2, S. 102-104.
Abstract
Die neugebildete Bundesregierung von CDU/CSU und SPD hat das Modell eines Mindestlohns wieder in die politische Debatte eingebracht. Kritiker befürchten durch eine derartige gesetzliche Regelung eine Zunahme der Arbeitslosigkeit aufgrund einer größeren Lohnstarrheit und einer Abdrängung einer größeren Zahl von Erwerbsfähigen aus dem Arbeitsmarkt in die Sozialsysteme. Der Beitrag untersucht, ob diese Befürchtung einer eingehenden Analyse standhält und ob sich ein Mindestlohn beschäftigungsneutral variieren lässt. Anhand eines einfachen ökonomischen Modells wird veranschaulicht, dass es sich bei dem Mindestlohn um ein Umverteilungsinstrument handelt, das bei entsprechender Anpassung des Lohnkostenzuschusses immer beschäftigungsneutral variiert werden kann. Die Angst, dass es durch die Einführung von Kombilöhnen zu Lohndrückerei kommen wird, lässt sich am besten nehmen, indem man Mindestlöhne akzeptiert. Nachteilig wirkt sich ein Mindestlohn für alle die aus, die eine geringfügige Beschäftigung ausüben (Rentner, Schüler, Zweit- und Zusatzverdiener). Ein gesetzlicher Mindestlohn würde diese ergänzenden geringfügigen Beschäftigungen vermutlich reduzieren. (IAB)
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Literaturhinweis
Minimum wages and employment in Swedish hotels and restaurants (2006)
Zitatform
Skedinger, Per (2006): Minimum wages and employment in Swedish hotels and restaurants. In: Labour economics, Jg. 13, H. 2, S. 259-290. DOI:10.1016/j.labeco.2004.07.002
Abstract
"This paper considers the effects of union-bargained minimum wages on transitions into and out of employment in the hotels and catering industry over the period 1979-99. This industry is characterised by a high fraction of unskilled labour input, high worker turnover and binding minimum wages. The empirical approach identifies workers affected by real minimum wage increases and decreases, respectively. Job separations and accessions for the treatment groups are then contrasted to the outcomes for control groups, with wages marginally above those of the treatment groups. Unlike previous studies, this paper also considers same-period transitions for same-wage workers who are unaffected by minimum wage changes. This procedure should help to control for unobserved differences between high- and low-wage workers and is made possible by the diversified minimum wage structure of the industry. According to the results, job separations tend to increase with rising minimum wages (except for teenagers during 1993-98). The evidence regarding accessions is less conclusive." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Mindestlöhne gegen Lohndumping: Rahmenbedingungen - Erfahrungen - Strategien (2006)
Sterkel, Gabriele; Bögemann-Großheim, Ellen; Peter, Gabriele; Reiner, Sabine; Wiedemuth, Jörg; Richter, Gerald; Blanke, Thomas; Rieger, Andreas; Burgess, Pete; Schäfer, Claus; Jaehrling, Karen ; Schulten, Thorsten; Lörcher, Klaus; Sterkel, Gebriele; Mönig-Raane, Margret; Vanselow, Achim; Becker, Irene; Voss-Dahm, Dorothea; Erhardt, Roland; Weinkopf, Claudia ; Malottke, Annette; Weith, Peter; Schulten, Thorsten; Wiedemuth, Jörg; Kalina, Thorsten;Zitatform
Sterkel, Gabriele, Thorsten Schulten & Jörg Wiedemuth (Hrsg.) (2006): Mindestlöhne gegen Lohndumping. Rahmenbedingungen - Erfahrungen - Strategien. Hamburg: VSA-Verlag, 295 S.
Abstract
"In dem Buch wird die soziale Realität der Dumping- und Armutspolitik offen gelegt. Und es werden konkrete, umsetzbare Strategien für eine Politik der effektiven Bekämpfung von Armut trotz Arbeit vorgestellt. Ein Viertel der deutschen Erwerbsbevölkerung mit Arbeitszeiten zwischen 35 und 40 Wochenstunden steckt in einer prekären Einkommenssituation (max. 75% des Durchschnittslohns), weitere 12% werden sogar mit Armutslöhnen (bis zur Hälfte des Durchschnittslohns) abgespeist. Mit den Hartz-Gesetzen, mit Mini-/Midi-Jobs, der Ausweitung von Zeit- und Leiharbeit sowie 1-Euro-Jobs wurde der Druck auf die Löhne in jüngster Zeit verstärkt. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten fordern deshalb die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns in Höhe von mindestens 7,50 Euro/Stunde. Andere Gewerkschaften sind skeptisch: Vertragen sich gesetzliche Regelungen überhaupt mit dem System der Tarifautonomie? Und ist es denkbar, auf gesetzlichem Wege tatsächlich existenzsichernde Einkommen und nicht nur Dumpinglöhne festzulegen? Wie also sind die unterschiedlichen Strategien der Gewerkschaften zu bewerten?" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Mindestbedingungen für die Zeitarbeitsbranche?: Expertise (2006)
Zitatform
Weinkopf, Claudia (2006): Mindestbedingungen für die Zeitarbeitsbranche? Expertise. Gelsenkirchen, 30 S.
Abstract
Im Mittelpunkt der Expertise steht die Frage nach möglichen Auswirkungen der Einführung allgemein verbindlicher Mindeststandards in der Zeitarbeitsbranche: Führen diese - wie häufig behauptet - zu negativen wirtschaftlichen Auswirkungen in der Branche selbst oder bei den Kundenunternehmen? Sind Arbeitsplätze bedroht und verschlechtern sich dadurch die Beschäftigungschancen von gering Qualifizierten? Die Analyse zeigt, dass sich die Argumente der Gegner/innen weitestgehend widerlegen lassen. Dies liegt zum einen daran, dass das Niveau der Einstiegslöhne im Tarifvertrag zur Regelung von Mindestarbeitsbedingungen in der Zeitarbeit nur geringfügig über den heute bereits überwiegend üblichen Standards liegt. Deutlichere Steigerungen ergäben sich lediglich gegenüber Haus- und Konzerntarifen, die aber nur eine geringe Reichweite haben, sowie bezogen auf das Lohnniveau in Ostdeutschland und Sonderregelungen im Tarifvertrag, der zwischen CGZP und AMP abgeschlossen worden ist, die eine Absenkung der Einstiegslöhne in den ersten sechs Monaten der Beschäftigung erlauben. Zum anderen liegen den Befürchtungen negativer Effekte vielfach aber auch Annahmen zugrunde, die in der Wissenschaft durchaus strittig sind. Dies betrifft sowohl die Beschäftigungswirkungen von Mindestlöhnen als auch den Zusammenhang zwischen der Lohnspreizung in einer Gesellschaft und den Beschäftigungschancen von gering Qualifizierten. Eine besonders hohe Beschäftigungsquote von gering Qualifizierten weist z.B. Schweden auf - ein Land mit einer im internationalen Vergleich sehr geringen Lohnspreizung. Darüber hinaus wird gezeigt, dass weitere gewichtige wirtschafts-, arbeitsmarkt- und ordnungspolitischer Argumente für die Notwendigkeit von Mindeststandards sprechen:
- So würden erstens die befürchteten Gefahren (Arbeitsplatzverluste) eher drohen, wenn zunehmend ausländische Anbieter auf den deutschen Markt drängen könnten, ohne dass sie zur Einhaltung von Mindeststandards verpflichtet wären.
- Zweitens sind einige der in bestehenden Tarifverträgen vereinbarten Löhne so niedrig, dass sie als Dumpinglöhne anzusehen sind.
- Niedrigstlöhne in der Zeitarbeit erscheinen drittens aus sozial- und ordnungspolitischer Sicht besonders problematisch, weil sie nicht nur das Lohnniveau in der Zeitarbeitsbranche selbst unter Druck setzen, sondern auch auf andere Branchen ausstrahlen können.
- Für eine Begrenzung der Lohnspirale nach unten - nicht nur in der Zeitarbeit, sondern auch bezogen auf die Gesamtwirtschaft - spricht viertens, dass sich Unternehmen ohne verbindliche Mindeststandards darauf verlassen können, dass der Staat durch ergänzende Leistungen der Grundsicherung die 'Ausfallbürgschaft' für niedrige Löhne übernimmt.
- Fünftens schließlich zeigt der Vergleich mit gesetzlichen Mindestlöhnen in anderen Ländern (gemessen am jeweiligen Durchschnittslohn von Vollzeitbeschäftigten), dass sich Deutschland mit den höchsten aktuell diskutierten Standards zwar im oberen Drittel der Vergleichsländer positionieren würde, damit aber etwa auf dem Niveau der westeuropäischen Nachbarländer läge. Mit einem Mindestlohn von 5 EURO oder sogar nur 4,50 EURO würde Deutschland demgegenüber selbst hinter den bisherigen 'Schlusslichtern' im internationalen Vergleich - den USA und Estland - zurückbleiben." (Autorenreferat, IAB-Doku -
Literaturhinweis
Government evidence to the Low Pay Commission in the National Minimum Wage (2006)
Abstract
"It is widely agreed that the National Minimum Wage has been successfully introduced and it is now firmly established as a key element of the UK labour market. The Government is determined to keep the National Minimum Wage under close review and develop it where possible. The Government welcomes this opportunity to present the Low Pay Commission with its evidence on the National Minimum Wage in its eighth year of operation. This combined volume contains the Government's 2006 submissions to the Low Pay Commission on both the non-economic and the economic evidence. These submissions were both made in November 2006." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Mehr Beschäftigungschancen für gering Qualifizierte und Langzeitarbeitslose: zur Diskussion über die Wege zur Belebung des Niedriglohnsektors und der Weiterentwicklung des Kombi-Einkommens (2006)
Abstract
"Der internationale Vergleich zur Langzeitarbeitslosigkeit offenbart ein Kernproblem des deutschen Arbeitsmarktes: die hohe und strukturell verfestigte Arbeitslosigkeit von geringer Qualifizierten. Für die meisten Langzeitarbeitslosen und gering Qualifizierten dürfte der (Wieder-)Einstieg in den Arbeitsmarkt nur über eine einfache Tätigkeit gelingen. Die möglichen Beschäftigungspotenziale können nur dann zu tatsächlich angebotener Arbeit werden, wenn die Lohn- und Lohnzusatzkosten der Produktivität der Arbeitsplätze entsprechen und sich so wirtschaftlich rentieren. Für sehr einfache Tätigkeiten können deshalb auch nur sehr geringe Löhne gezahlt werden. Erwerbsfähige Hilfebedürftige müssen auch einfache Arbeiten annehmen, wenn sie nur so ihre Arbeitslosigkeit überwinden können. Gerade Arbeitnehmer mit kleinen Einkommen, die mit ihren Steuern zur Finanzierung der Fürsorgeleistung Arbeitslosengeld II beitragen, haben ein Recht darauf, dass jeder selbst den ihm möglichen Beitrag zu seinem eigenen Lebensunterhalt leistet. Umgekehrt haben aber auch alle diejenigen, die durch eigene Erwerbsarbeit ihren und den Lebensunterhalt ihrer Familie nicht vollständig verdienen können, einen Anspruch darauf, von der Solidargemeinschaft ergänzend unterstützt zu werden. Mit Hartz IV ist ein ausgewogenes System des Förderns und Forderns eingeführt worden, das konsequent umgesetzt werden muss. Das mit Hartz IV geschaffene Kombi-Einkommen stellt jeden, der Arbeit aufnimmt besser als den, der nicht arbeitet. Jedes fortentwickelte oder alternative Modell für ein Kombi- Einkommen muss an das Kriterium der individuellen Hilfebedürftigkeit geknüpft bleiben. Staatliche Zuschüsse jenseits der Bedürftigkeit wären sinnlos und nicht zu vertreten. Auf keinen Fall darf es deshalb eine flächendeckende Subventionierung von Löhnen geben. Subventionen an Arbeitgeber sind strikt abzulehnen. Gesetzliche Mindestlöhne sind überflüssig, da schon das Arbeitslosengeld II Existenz sichernde Einkommen für jedermann darstellt. Umgerechnet auf eine Vollzeitstelle von 38 Stunden pro Woche gewährt es rechnerisch Mindeststundenlöhne für Alleinstehende von über fünf Euro und für Verheiratete mit zwei Kindern von mehr als 9,50 Euro. Von der individuellen Bedürftigkeit losgelöste und unabhängig von der Wertschöpfung einfacher Tätigkeiten politisch definierte Mindestlöhne dagegen würden einfache Arbeitsplätze nicht entstehen lassen bzw. vernichten, ins Ausland oder in Schwarzarbeit verdrängen. Das wäre auch sozialpolitisch nicht akzeptabel. Denn damit würden Einstiegschancen in den Arbeitsmarkt genommen, Teilhabe verwehrt und Möglichkeiten zu einem Kombi-Einkommen verschlossen. Der Mindestlohn würde gerade das verhindern, was zu fördern er vorgibt: einfache Arbeitsplätze für wenig Qualifizierte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
National Minimum Wage: Low Pay Commission Report 2006 (2006)
Abstract
Bei der Einführung des nationalen Mindestlohns in Großbritannien wurde dessen Höhe so festgesetzt, dass einerseits etwa eine Million Arbeitskräfte im Niedriglohnbereich davon profitierten, andererseits sich aber keine negativen Auswirkungen auf Beschäftigung und Inflation ergaben. Die jährliche Anpassung des Mindestlohns beruht auf Berichten der Niedriglohnkommission (Low Pay Commisssion). Von 1999 bis 2002 entsprach sie der durchschnittlichen Lohnentwicklung, im Februar 2005 empfahl die Kommission eine überproportionale Steigerung, die aber zu Beginn des Jahres 2006 im Hinblick auf ihre Angemessenheit und ökonomischen Folgen überprüft werden sollte. Der Bericht präsentiert die Ergebnisse dieser Überprüfung unter Einbeziehung der Altersgruppe der 16-17 Jährigen. Im Zeitraum von 2002 bis 2006 hat sich der Mindestlohn für Erwachsene um 27,4 Prozent erhöht, während sich die durchschnittlichen Arbeitseinkommen um 17 Prozent erhöhten. Dies bedeutet eine vorsichtige Anpassung der Mindestsöhne aufgrund des sehr niedrig angesetzten Anfangsniveaus, aber auf Dauer kann der Mindestlohn nicht schneller steigen als die Durchschnittseinkommen. Der Mindestlohn ist seit seiner Einführung aus Sicht der Kommission ein Erfolg. Er hat die Einkommen vieler Niedrigverdiener signifikant angehoben und dabei geholfen, die Einkommenssituation vieler Familien mit niedrigen Einkommen zu verbessern. Darüber hinaus spielt der Mindestlohn auch eine wichtige Rolle bei der Überwindung geschlechtsspezifischer Unterschiede in der Bezahlung. Die Kommission empfiehlt, dass betriebliche Sozialleistungen in Form von Sachleistungen (benefits-in-kind), Gutscheinen für Kinderbetreuung und Gehaltsumwandlungen (Salary Sacrifice) nicht mit dem Mindestlohn verrechnet werden sollen; eine Verrechnung der Kosten für Unterkunft beim Arbeitgeber (Accomodation Offset) soll jedoch für alle Arbeitskräfte gelten. (IAB)
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Literaturhinweis
Making bad jobs better jobs: trade unions and the low paid sector in Germany and the UK. Conference Report. Fifth British-German Trades Union Forum 10 and 11 July 2006 (2006)
Abstract
"Transforming bad jobs into better jobs is a huge challenge - and a huge opportunity - for trade unions in Germany and the UK. It represents an opportunity to find ways of advancing the specific interests of particular groups among their members. These include the low-paid, those doing less interesting jobs with poorer career prospects, women, and migrant workers: all groups that many unions have marginalised (if not ignored) in the past. In July 2006 some 30 British and German trade unionists - from leaders and senior policymakers to workplace organisers - academics and commentators met at the Trades Union Forum in London to discuss these issues." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
A national minimum wage for Germany (2006)
Zitatform
(2006): A national minimum wage for Germany. In: European Industrial Relations Review H. 386, S. 25-27.
Abstract
"A heated debate is under way in Germany an the advantages and disadvantages of putting into place some form of system to guarantee minimum rates for workers. The arguments are complex and multi-faceted, but many people take the view that the country could benefit from some kind of minimum wage system. A government commission briefed to look into the issue of low pay will report in the autumn. We review the main areas under discussion." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
United Kingdom: 2006 minimum wage report (2006)
Zitatform
(2006): United Kingdom: 2006 minimum wage report. In: European Industrial Relations Review H. 392, S. 17-19.
Abstract
"When the Labour government introduced a national minimum wage under the National Minimum Wage Act 1998, it established the Low Pay Commission to advise it about the NMW. The LPC has now published its sixth annual report, which supports the recommendation it made in 2005 for a 5.9% increase in the adult NMW in October 2006." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Niedriglöhne? Mindestlöhne?: Verbreitung von Niedriglöhnen und Möglichkeiten ihrer Bekämpfung (2005)
Bispinck, Reinhard; Schäfer, Claus;Zitatform
Bispinck, Reinhard & Claus Schäfer (2005): Niedriglöhne? Mindestlöhne? Verbreitung von Niedriglöhnen und Möglichkeiten ihrer Bekämpfung. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 54, H. 1/2, S. 20-31.
Abstract
"Häufig wird ein Niedriglohnsektor für Deutschland gefordert, der mehr Beschäftigung schaffen werde. Tatsächlich ist dieser Sektor schon lange da - und wächst weiter - ohne dass positive Beschäftigungseffekte zu erkennen sind. Stattdessen fördert er soziale Ungerechtigkeit und behindert das Wirtschaftswachstum, weil mikrooökonomisch immer mehr Beschäftigte und ihre Familien mit dem Erwerbseinkommen nicht mehr auskommen und makroökonomisch die private Nachfrage als wichtigster Wachstumsmotor geschwächt wird. Der Tendenz zu Niedriglöhnen sollte deshalb durch Reformen im Tarifsystem und flankierend auch durch einen gesetzlichen Mindestlohn begegnet werden. Dies sind einige der zentralen Ergebnisse eines WSI-Gutachtens für das NRW-Ministerium für Wirtschaft und Arbeit, die in dem Artikel zusammengefasst sind. Er enthält u. a. eine detaillierte Analyse der tariflichen und der effektiv gezahlten Niedriglöhne und diskutiert ihre Regulierungsmöglichkeiten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie das Manuskript des Beitrags. -
Literaturhinweis
Die Einführung des britischen Mindestlohns: Ursprünge, Umsetzung und Wirkungen (2005)
Zitatform
Croucher, Richard (2005): Die Einführung des britischen Mindestlohns. Ursprünge, Umsetzung und Wirkungen. In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Jg. 14, H. 2, S. 94-102. DOI:10.1515/arbeit-2005-0203
Abstract
"Dieser Artikel diskutiert, auch Bezug nehmend auf die aktuelle Diskussion in der Bundesrepublik, die Ursprünge, die Umsetzung und die Wirkungen der Einführung eines nationalen Mindestlohns in Großbritannien. Der britische Mindestlohn entfaltet seine Wirkung besonders im Bereich gewerkschaftlich nicht organisierter Arbeit von Frauen und Migranten. Das Gesetzgebungsverfahren war von einer lebhaften, öffentlichen Diskussion um die zu erwartende Beschäftigungswirkung des Mindestlohns begleitet. Diese Diskussionen sind zwischenzeitlich abgeebbt; die von der neo-klassischen Wirtschaftswissenschaft prognostizierten negativen Auswirkungen auf die Beschäftigung sind ausgeblieben. Andere Ökonomen haben behauptet, dass die Wirkungen des Mindestlohns auf die Situation des Beschäftigten im Niedriglohnsektor minimal seien. Im Lichte neuerer empirischer Daten erscheint eine solche Einschätzung als verkürzt. Zwar werden die gesetzlichen Regelungen zum Mindestlohn nicht ausreichend publiziert und sind folglich nur unzureichend im öffentlichen Bewusstein präsent. Die vom Gesetz vorgesehen Erzwingungsmechanismen sind ebenfalls nicht völlig ausreichend. Trotzdem hat der Mindestlohn mehr als jene minimale Wirkungen entfaltet, die Kritiker ihm zugeschrieben haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The employment effects of the October 2003 increase in the National Minimum Wage (2005)
Zitatform
Dickens, Richard & Mirko Draca (2005): The employment effects of the October 2003 increase in the National Minimum Wage. (CEP discussion paper 693), London, 53 S.
Abstract
"There is a growing body of research that measures employment effects of the minimum wage by using longitudinal data on individuals to compare job loss of workers affected by a minimum wage increase with those who are not directly affected. This sort of study requires good quality wage data in order to clearly identify these treatment and control groups. Much of the evidence on the impact of the UK minimum wage uses this technique with poor quality wage data. This paper examines the impact of the October 2003 increase in the National Minimum Wage (NMW) using a much better measure of the wage. We find insignificant negative effects on the employment retention rates of all adults and, most notably, male workers. Analysis of the probability of employment retention across different hourly wage rates also show how sensitive this methodology can be to different definitions of the treatment and control group." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
The National Minimum Wage in the United Kingdom (2005)
Finn, Dan;Zitatform
Finn, Dan (2005): The National Minimum Wage in the United Kingdom. (Graue Reihe des Instituts Arbeit und Technik 2005-01), Gelsenkirchen, 55 S.
Abstract
"Die Studie bewertet den Hintergrund und die Entwicklung des gesetzlichen Mindestlohns in Großbritannien und die Belege für seine Wirkungen. Das vorausgegangene System der Entlohnungsbeiräte, 1993 im Rahmen der Deregulierungspolitik der konservativen Regierung abgeschafft, wird kurz skizziert. Es wird dann erklärt, wie sich die Bewegung für einen gesetzlichen Mindestlohn entwickelte und Unterstützung bei den Gewerkschaften und der Labour Party fand. Die Debatten über die zu erwartenden Wirkungen eines Mindestlohns und das Für und Wider seiner Einführungen werden analysiert. Die Studie beschreibt dann die 1998 eingeführte Gesetzgebung zum Mindestlohn und ihren Stellenwert in der Strategie der Regierung von 'New Labour' zur Verbesserung der Arbeitsanreize. Sie fasst die Berichte der unabhängigen Niedriglohn- Kommission zusammen, die in Ansehung der wirtschaftlichen Lage und nach Beratung mit den betroffenen gesellschaftlichen Gruppen Empfehlungen an die Regierung über die Höhe und den Geltungsbereich des Mindestlohns erarbeitet. Die Studie fasst auch die verfügbaren Daten zum Einfluss der Mindestlohngesetzgebung auf Verdienste, Lohnunterschiede, Beschäftigungsniveaus und Armut zusammen. Sie erklärt außerdem, wie der Mindestlohn durchgesetzt wird, und geht auf verwandte Probleme bezüglich der Position von Geringverdienenden ein, deren Lohn geringer ist als der Mindestlohn. Schließlich erläutert sie die aktuelle Debatte über die künftige Höhe und Durchsetzung des Mindestlohns." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Minimum wages in Europe (2005)
Funk, Lothar; Lesch, Hagen;Zitatform
Funk, Lothar & Hagen Lesch (2005): Minimum wages in Europe. Dublin, o. Sz.
Abstract
In nahezu drei Vierteln der Mitgliedstaaten der EU existiert irgendeine Form des gesetzlichen Mindestlohns, wobei in den übrigen Länder wirtschaftszweigspezifische Tarifverträge zur Festsetzung der Mindestlöhne eine zentrale Rolle spielen. Die vergleichende Studie, die auch Bulgarien, Rumänien und Norwegen einschließt, untersucht diese Mindestlohnsysteme und behandelt im einzelnen: die aktuelle Lohnhöhe (sowohl absolut als proportional zu den Durchschnittslöhnen) und ihre jüngste Entwicklung, die Leistungsberechtigten, die Existenz differenzierter Tarife (z.B. für junge Arbeitnehmer), Anpassungsmechanismen, Durchsetzung, die Rolle und Position von Regierungen und Sozialpartnern sowie die aktuelle wissenschaftliche Debatte zu diesem Thema. (IAB)
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Literaturhinweis
Ausdehnung des Entsendegesetzes - Mindestlöhne: ein Weg zur Beschäftigungssicherung (2005)
Zitatform
Hundt, Dieter, Franz-Josef Möllenberg, Werner Eichhorst & Ulrich Walwei (2005): Ausdehnung des Entsendegesetzes - Mindestlöhne. Ein Weg zur Beschäftigungssicherung. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 58, H. 11, S. 3-11.
Abstract
"Im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit in der EU ist die Entsendung von Arbeitskräften aus den neuen EU-Staaten geregelt. Diskutiert wird derzeit jedoch, ob es aus ökonomischen oder politischen Gründen eine Schutzbestimmung zugunsten inländischer Betriebe und deren Beschäftigten gegen ausländische 'Billiganbieter' geben sollte, die darin besteht, verbindliche inländische Mindeststandards im Arbeitsrecht, insbesondere bei der Entlohnung, auf die zeitweise nach Deutschland entsandten Arbeitnehmer anzuwenden. Für Dr. Dieter Hundt, BDA, ist eine Ausdehnung des Entsendegesetzes zur Bekämpfung des Missbrauchs der Dienstleistungsfreiheit nicht erforderlich: 'Hierzu bedarf es keiner neuen Gesetze, sondern der konsequenten Anwendung des geltenden Rechts. Das Entsendegesetz muss nicht ausgeweitet, sondern vielmehr eingehalten werden.' Eine umfassendere Regelung würde sogar, seiner Meinung nach, zum Verlust von Arbeitsplätzen beitragen: 'Die Ausdehnung der Allgemeinverbindlichkeitserklärung von Tarifverträgen, die Schaffung gesetzlicher Mindestlöhne oder die Ausweitung des Entsendegesetzes wären allesamt kontraproduktive und gefährliche Maßnahmen. Sie würden nicht helfen, bestehende Probleme zu lösen, sondern stattdessen lediglich neue Probleme schaffen.' Im Gegensatz dazu plädiert Franz-Josef Möllenberg, Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, für die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes. Er ist der Ansicht, dass 'die Entwicklung eines sozialen Europas zur Einführung von sozialen Mindeststandards bei Einkommen und Arbeitsbedingungen' führen muss. Dr. Werner Eichhorst und Dr. Ulrich Walwei, IAB Nürnberg, sehen Vor- und Nachteile einer Ausdehnung des Entsendegesetzes und empfehlen eine 'zurückhaltende und vorsichtige Regelung'." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The dynamics of the National Minimum Wage: transitions between different labour market states (2005)
Zitatform
Jones, Melanie K., Richard J. Jones, Philip D. Murphy & Peter J. Sloane (2005): The dynamics of the National Minimum Wage. Transitions between different labour market states. (IZA discussion paper 1690), Bonn, 41 S.
Abstract
"An important policy issue is whether the National Minimum Wage (NMW) introduced in Britain in April 1999, is a stepping stone to higher wages or traps workers in a low-wage - no-wage cycle. In this paper we utilise the longitudinal element of the Labour Force Survey over the period 1999 to 2003 to model transitions between different labour market states - payment at or below the NMW, above the NMW, unemployment and inactivity, using a multinomial logit approach. It appears that for many workers payment at or below the NMW is of relatively short duration and a substantial number move into higher paid jobs." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Mindestlöhne 2005: beträchtliche Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten der EU (2005)
Regnard, Pierre;Zitatform
Regnard, Pierre (2005): Mindestlöhne 2005. Beträchtliche Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten der EU. (Statistik kurz gefasst. Bevölkerung und soziale Bedingungen 07/2005), Brüssel, 7 S.
Abstract
Die Veröffentlichung beschäftigt sich mit den monatlichen Mindestlöhnen in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union, in einigen Kandidatenländern und den Vereinigten Staaten (USA). Der Mindestlohn wird von der Regierung festgesetzt, üblicherweise nach Anhörung der Sozialpartner, und gilt per Gesetz. Einen nationalen Mindestlohn gibt es in 18 der 25 EU-Mitgliedstaaten (in Belgien, Spanien, Estland, Griechenland, Frankreich, Ungarn, Irland, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, den Niederlanden, Polen, Portugal, der Slowakei, Slowenien, der Tschechischen Republik und dem Vereinigten Königreich) sowie in drei Kandidatenländer (Bulgarien, Rumänien und Türkei) und in den USA. Im Januar 2005 lagen die Mindestlöhne in den einzelnen Ländern zwischen 72 und 1467 Euro pro Monat. Auf der Basis von Kaufkraftparitäten verringern sich die Unterschiede jedoch auf ein Verhältnis von 1:5. Die Mindestlöhne in Euro sind in den Mitgliedstaaten seit 1999 um 13 % bis 44 % gestiegen. Der Anteil der Vollzeitarbeitnehmer, die Mindestlohn beziehen, unterscheidet sich deutlich zwischen den einzelnen Ländern und ist bei Frauen meist höher als bei Männern. Die Höhe des Mindestlohns liegt zwischen 32 % und 55 % der durchscnittlichen Bruttomonatsverdienste in der Industrie und im Dienstleistungsbereich. (IAB2)
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Literaturhinweis
Gesetzliche Mindestlöhne in Europa: institutionelle Regelungen und ökonomische Konsequenzen (2005)
Schulten, Thorsten;Zitatform
Schulten, Thorsten (2005): Gesetzliche Mindestlöhne in Europa. Institutionelle Regelungen und ökonomische Konsequenzen. In: E. Hein, A. Heise & A. Truger (Hrsg.) (2005): Löhne, Beschäftigung, Verteilung und Wachstum : makroökonomische Analysen, S. 185-208.
Abstract
Die Bundesrepublik Deutschland gehört zu den wenigen Ländern innerhalb Europas und darüber hinaus in der OECD, in denen kein gesetzlicher Mindestlohn existiert. Als Beitrag zur aktuellen politischen Debatte in Deutschland um gesetzliche Mindestlöhne werden die internationalen Erfahrungen mit diesem Instrument unter volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten ausgewertet. Die unterschiedlichen theoretischen Positionen zu gesetzlichen Mindestlöhnen und ihre soziale und ökonomischen Bedeutung werden rekapituliert. Verbreitung und Entwicklung gesetzlicher Mindestlöhne in Europa und den USA werden nachgezeichnet, und ihre Auswirkungen auf Beschäftigung und Einkommensverteilung analysiert. Vor dem Hintergrund der internationalen Erfahrungen wird dann der Frage nachgegangen, ob auch in Deutschland ein gesetzlicher Mindestlohn eingeführt werden soll. Nach einem Vergleich der verschiedenen Modelle zur Einführung einer gesetzlichen Mindestlohnregelung und der Offenlegung der zunehmenden Lücken in der deutschen Mindestlohsicherung, wird abschließend die These entwickelt, dass nur ein einheitlicher gesetzlicher Mindestlohn, der im Idealfall mit einer Stärkung des Instruments der Allgemeinverbindlichkeitserklärung kombiniert wird, in der Lage ist, die bestehenden Lücken bei der Mindestlohnsicherung in Deutschland zu schließen. (IAB)
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Literaturhinweis
The minimum wage debate (2005)
Zitatform
(2005): The minimum wage debate. In: European Industrial Relations Review H. 380, S. 17-21.
Abstract
"In the second of our two-part feature on minimum wage systems around Europe, we examine the main areas of focus and debate.The majority of EU member states have a statutory minimum wage, while sector-level collective bargaining plays a prominent role in minimum wage setting in others. We look at issues surrounding the introduction, implementation and uprating of minimum rates of pay." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
European minimum wage survey (2005)
Zitatform
(2005): European minimum wage survey. In: European Industrial Relations Review H. 371, S. 17-28.
Abstract
"The majority of EU member states have a statutory minimum wage, while in many other countries, collective bargaining at sectoral level sets binding minimum rates of pay. In this feature, we publish the results of an EIRR survey on European minimum wages. We include a comprehensive table with all the statutory minimum rates in force as EIRR goes to press, and publish examples of minimum rates contained in sectoral collective agreements." (Text excerpt, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Argumente für einen gesetzlichen Mindestlohn (2004)
Bispinck, Reinhard; Schulten, Thorsten; Schäfer, Claus;Zitatform
Bispinck, Reinhard, Claus Schäfer & Thorsten Schulten (2004): Argumente für einen gesetzlichen Mindestlohn. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 57, H. 10, S. 575-577.
Abstract
"Die Autoren aus dem WSI argumentieren unter Einbeziehung von Erfahrungen in europäischen Nachbarländern für die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Spikes and spill-overs: The impact of the National Minimum Wage on the wage distribution in a low-wage sector (2004)
Zitatform
Dickens, Richard & Alan Manning (2004): Spikes and spill-overs: The impact of the National Minimum Wage on the wage distribution in a low-wage sector. In: The economic journal, Jg. 114, H. 494, S. C95-C101.
Abstract
"The UK National Minimum Wage (NMW) has had a minimal impact on UK wage inequality because it has been set at a modest level and because aggregate evidence suggests very small spill-over effects. But the small spill-over effects might be because of the small numbers of workers affected and widespread anticipation of the introduction of the NMW might make the impact effect appear very small. This paper investigates these issues using data collected from care homes where the NMW affected 40 % of workers. But we still find no evidence of large spill-over effects and very small amounts of anticipation of the NMW." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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The impact of the introduction of the U.K. minimum wage on the employment probabilities of low-wage workers (2004)
Stewart, Mark B.;Zitatform
Stewart, Mark B. (2004): The impact of the introduction of the U.K. minimum wage on the employment probabilities of low-wage workers. In: Journal of the European Economic Association, Jg. 2, H. 1, S. 67-97.
Abstract
"This paper uses longitudinal data from three contrasting data sets (matched Labor Force Surveys, the British Household Panel Survey, and matched New Earnings Surveys) to estimate the impact of the introduction of the U.K. minimum wage (in April 1999) on the probability of subsequent employment among those whose wages would have needed to be raised to comply with the minimum. A difference-in-differences estimator is used, based on position in the wage distribution. No significant adverse employment effects are found for any of the four demographic groups considered (adult and youth, men and women) or in any of the three data sets used." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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The impact of the National Minimum Wage in small firms (2003)
Zitatform
Arrowsmith, James, Mark W. Gilman, Paul Edwards & Monder Ram (2003): The impact of the National Minimum Wage in small firms. In: British Journal of Industrial Relations, Jg. 41, H. 3, S. 435-456. DOI:10.1111/1467-8543.00281
Abstract
"The introduction of the National Minimum Wage (NMW) had potentially significant implications for small firms. Orthodox economic theory predicts adverse consequences, though institutional analysis points to potential efficiency as well as fairness effects. Using longitudinal data on 55 firms, this paper examines the impact of the NMW in small firms in clothing manufacture and hotel and catering. Different patterns of adjustment were observed, explained by both size and sector characteristics. Overall, the impact of the NMW was mediated by the informality of employment relations in the small firm." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Allgemeinverbindlichkeit und Mindestlohnregelungen in Mitgliedsstaaten der EU: ein Überblick (2003)
Burgess, Pete; Usher, Alastair;Zitatform
Burgess, Pete & Alastair Usher (2003): Allgemeinverbindlichkeit und Mindestlohnregelungen in Mitgliedsstaaten der EU. Ein Überblick. Düsseldorf, 104 S.
Abstract
Von den 15 Mitgliedsstaaten der EU haben 12 Länder (alle außer Dänemark, Schweden und Großbritannien) Verfahren zur Allgemeinverbindlicherklärung (AVE) von Tarifverträgen. In Italien wird die allgemeine Anwendung von Tarifverträgen durch eine Vielzahl von Mechanismen gewahrt, die einer AVE gleichkommen. In Spanien gelten Tarifverträge, die den geltenden Rechtsnormen entsprechen, für alle Arbeitgeber und Arbeitnehmer in ihrem Geltungsbereich. In den meisten Ländern ist die rechtliche Lage seit mehreren Jahren stabil, abgesehen von nötigen Anpassungen, um die Entsenderichtlinie umzusetzen. Länderspezifische Regelungen werden im einzelnen erläutert. Während in den meisten Ländern die AVE ein wichtiger und normaler Bestandteil des Tarifsystems ist, wird sie in anderen Ländern eher als ein Auffangmechanismus angewandt, weil schwache Gewerkschaftsorganisationen bzw. fehlende Tarifparteien dazu führen, dass den betroffenen Arbeitnehmern der Schutz eines Tarifvertrages nicht gewährleistet werden kann. Auch für den Mindestlohn gilt, dass eine Mehrheit von Staaten (neun von 15) über eine derartige Regelung verfügt. Die Minderheit bilden Dänemark, Deutschland, Finnland, Italien, Österreich und Schweden. Von den Ländern ohne Mindestlohn haben Italien und Österreich Verfahren (z.B. gesetzliche Interessenvertretung, Rechtssprechung bzw. Verfassungsrecht), die einen sehr hohen Deckungsgrad von Tarifverträgen (über 90%) sicherstellen. Die länderspezifischen Bestimmungen und Verfahren zur Festsetzung der Mindestlöhne werden im einzelnen erläutert. Länderberichte zu Großbritannien, den Niederlanden, Frankreich und Italien spezifizieren die unterschiedlichen Modelle von Regelungen zur Allgemeinverbindlichkeitserklärung von Tarifverträgen und zum gesetzlichen Mindestlohn im Detail. (IAB)
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Mindestlöhne und Beschäftigung: ein Überblick über die neuere empirische Literatur (2003)
Ragacs, Christian;Zitatform
Ragacs, Christian (2003): Mindestlöhne und Beschäftigung. Ein Überblick über die neuere empirische Literatur. (Wirtschaftsuniversität Wien. Working paper series Growth and Employment in Europe 25), Wien, 25 S.
Abstract
"In diesem Beitrag erfolgt ein Überblick über die neuere empirische Literatur zu Beschäftigungswirkungen von Mindestlöhnen. Nach einer einleitenden Diskussion bestehender unterschiedlicher Mindestlohnsysteme und der in der Literatur verwendeten Schätzmethodik zeigt eine Aufstellung der Ergebnisse der neueren Literatur, dass im Gegensatz zu älteren Beiträgen nun grob widersprüchliche Ergebnisse erzielt werden. Neben negativen Beschäftigungswirkungen ist auch Evidenz für keine oder sogar für positive Beschäftigungswirkungen zu finden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Ist jede Arbeit besser als keine?: Niedriglohnstrategien im "aktivierenden Sozialstaat". Eine kritische Auseinandersetzung mit Niedriglohnkonzepten unter besonderer Berücksichtigung der Vorschläge der "Kommission für Zukunftsfragen der Freistaaten Bayern und Sachsen" und der "Zukunftskommission der Friedrich-Ebert-Stiftung" (2003)
Siebert, David;Zitatform
Siebert, David (2003): Ist jede Arbeit besser als keine? Niedriglohnstrategien im "aktivierenden Sozialstaat". Eine kritische Auseinandersetzung mit Niedriglohnkonzepten unter besonderer Berücksichtigung der Vorschläge der "Kommission für Zukunftsfragen der Freistaaten Bayern und Sachsen" und der "Zukunftskommission der Friedrich-Ebert-Stiftung". Freiburg, 138 S.
Abstract
"Ziel der Arbeit ist es, anhand einer Untersuchung der Strategiepapiere der CDU-nahen 'Bayrisch-Sächsischen Zukunftskommission' (1997)und der sozialdemokratischen 'Zukunftskommission der Friedrich-Ebert-Stiftung' (1998) den Trendwandel in der bundesdeutschen Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik zu analysieren. Dabei zeigt sich, dass die beiden Studien zu überraschend ähnlichen Schlussfolgerungen kommen. So werden vermeintlich zu hohe Arbeitskosten zum Verursacher der hohen Arbeitslosigkeit erklärt. Zudem lässt sich eine Tendenz zur 'Individualisierung der Arbeitslosigkeit' ausmachen, die Arbeitslosigkeit über fehlende Produktivität und Leistungsbereitschaft und mangelnde Qualifikationen des einzelnen Arbeitslosen erklärt und damit sozioökonomische Ursachen ausblendet. Während die CDU einen offenen Niedriglohnsektor propagiert, wird in dem SPD-Papier die Schaffung eines Niedriglohnsektors gefordert, der über Subventionierungszahlungen sozialstaatlich abgefedert werden soll. Hauptthese der Arbeit ist, das beide Niedriglohnstrategien von zweifelhaften wissenschaftlichen Annahmen ausgehen und nicht in der Lage sind das Problem der Massenarbeitslosigkeit zu lösen. Stattdessen führen solchermaßen neoliberale 'Patentlösungen' zu einer Zunahme des Drucks auf die Lohnarbeit und verstärken die Prekarisierung und Deregulierung der Arbeit. Damit nähert sich die bundesdeutsche Sozialstaats- und Arbeitsmarktdiskussion US-amerikanischen Verhältnissen a la 'working poor' bedenklich an. Im ersten Teil der Arbeit werden die Hintergründe zu den Ursachen von Massenarbeitslosigkeit und Krise des Wohlfahrtsstaats untersucht (Globalisierung, nationaler Wettbewerbsstaat, Krise des Keynesianismus und Fordismus, Postfordismus, neue Unternehmensstrategien, Wandel des Sozialstaats, Neoliberalismus, Prekarisierung, Deregulierung und Flexibilisierung der Arbeit, Ende der Arbeitsgesellschaft? Arbeitslosigkeit durch Automatisierung, Hoffnungsträger Dienstleistungssektor?). Nach einer Darstellung der Vorschläge und Prämissen der 'Zukunftskommissionen' werden diese im dritten Teil der Arbeit kritisch hinterfragt. So wird die neoliberale Globalisierungsthese vom 'bedrohten Standort Deutschland' revidiert und auf die Lücken der sozialdemokratischen 'weichen' Globalisierungsthese hingewiesen. Darüber hinaus zeigt sich, dass sich die These von der 'Dienstleistungslücke' nicht halten lässt und angesichts eines bereits bestehenden Niedriglohnsektors in der BRD von einem Niedriglohn(Dienstleistungs)sektor kaum positive und sozialstaatlich verträgliche Arbeitsmarkteffekte zu erwarten sind. Im internationalen Vergleich wird deutlich, dass Lohnkosten nicht in einem direkten negativen Zusammenhang zur wirtschaftlichen Konkurrenzfähigkeit stehen müssen und dass die Niedriglohnstrategien anderer Länder die arbeitsmarkt- und sozialpolitischen Versprechungen des Neoliberalismus nicht einhalten können. Die SPD-Strategie, den Ausbau eines Niedriglohnsektors über sozialstaatliche Transfers 'abzufedern', erweist sich unter den gegeben wirtschaftspolitischen Vorzeichen als nicht finanzierbar und ist wegen zu erwartender Mitnahme-Effekte nicht vertretbar. Die Sozialstaatskritik der beiden Zukunftsstudien wird als unverhältnismäßig zurückgewiesen. Argumente die auf die 'Kostenexplosionen' des Sozialstaats, 'Sozialbetrug' und die vermeintlich negativen Arbeitsmarkteffekte sozialer Transferleistungen rekurrieren, halten einer kritischen Untersuchung nicht stand. Zudem zeigt ein Blick auf die 'Sorgenkinder' der sozialpolitischen Diskussion - niedrigqualifizierte Arbeitnehmer, die überproportional von Arbeitslosigkeit betroffen sind - , dass deren Situation weniger auf ihre vermeintlich fehlende Produktivität oder mangelnde Arbeitsbereitschaft zurückzuführen ist. Dieser Bevölkerungsteil ist durch den Verdrängungsdruck aufgrund der Massenarbeitslosigkeit vielmehr zum ersten Opfer einer allgemeinen Krise der Arbeitsgesellschaft geworden. Abschließend wird vor den gesellschaftspolitischen Folgewirkungen (u.a. Verstärkung des Trends zu unsicherer und prekärer Beschäftigung, Untergrabung sozialer und arbeitsrechtlicher Standards, Rückzug der Unternehmen aus der Ausbildung) einer neoliberalen Niedriglohnstrategie gewarnt. Im Abschluß wird betont, das alle Strategien zu einer Überwindung der Krise der Arbeitsgesellschaft und zu einer sozial gerechten Bekämpfung der Massenerwerbslosigkeit langfristig zwei Ziele berücksichtigen müssen: Erstens die Zurückdrängung des Neoliberalismus als vorherrschende Wirtschaftsdoktrin und die Reregulierung der Weltwirtschaft um staatliche Steuerungsspielräume zurückzugewinnen und zweitens eine allgemeine Arbeitszeitverkürzung bei gleichzeitiger sozial gerechter Umverteilung der Einkommen, um die knapper werdende Ressource Arbeit gerecht zu verteilen und der zunehmend ungerechten Einkommens- und Vermögensverteilung zu begegnen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Work-related training and the new national minimum wage in Britain (2002)
Zitatform
Arulamalam, Wiji, Alison L. Booth & Mark L. Bryn (2002): Work-related training and the new national minimum wage in Britain. (IZA discussion paper 595), Bonn, 43 S.
Abstract
"In this paper we use important new training and wage data from the British Household Panel Survey to estimate the impact of the national minimum wage (introduced in April 1999) on the work-related training of low-wage workers. We use two 'treatment groups' for estimating the impact of the new minimum wage - those workers who explicitly stated they were affected by the new minimum and those workers whose derived 1998 wages were below the minimum. Using difference-in-differences techniques for the period 1998 to 2000, we find no evidence that the introduction of the minimum wage reduced the training of affected workers, and some evidence that it increased it. In particular we find a significant positive effect of about 8 to 11% for affected workers. Consequently our findings can be interpreted as providing no evidence in support of the orthodox human capital model as it applies to work-related training, and some evidence in support of the new theories based on imperfectly competitive labour markets. Our estimates also suggest that two of the goals of the UK government - improving wages of the low paid and developing their skills - have been compatible, at least for the introductory rates of the national minimum wage." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Fighting poverty: The minimum wage: an underrated tool? (2002)
Grumiau, Samuel;Zitatform
Grumiau, Samuel (2002): Fighting poverty: The minimum wage. An underrated tool? In: Labour Education H. 128, S. 94-98.
Abstract
"European experience has shown that the mininmum wage is particulary useful to workers in countries where trade unions do not have major say in wage negotiations at national level. The problem lies in setting the right level: too high and it may hinder employment, too low and it could reinforce the 'unemployment trap'." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Minimum wages and employment: the positive UK experience (2002)
Kyloh, Damian;Zitatform
Kyloh, Damian (2002): Minimum wages and employment. The positive UK experience. In: Labour Education H. 128, S. 80-89.
Abstract
"Prior to its introduction by the Labour Party in 1999, the minimum wage raised many eyebrows in the United Kingdom. Concervatives predicted that massive unemployment would result. It did not happen. The evidence suggests that the move has benefited the country in general and the poor in particular." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Minimum wages and on-the-job training (2001)
Zitatform
Acemoglu, Daron & Jörn-Steffen Pischke (2001): Minimum wages and on-the-job training. (IZA discussion paper 384), Bonn, 45 S.
Abstract
"Becker's theory of human capital predicts that minimum wages should reduce training investments for affected workers because they prevent these workers from taking wage cuts necessary to finance training. In contrast, in noncompetitive labor markets, minimum wages tend to increase training of affected workers because they induce firms to train their unskilled employees. We provide new estimates on the impact of the state and federal increases in the minimum wage between 1987 and 1992 on the training of low wage workers. We find no evidence that minimum wages reduce training, and little evidence that they tend to increase training. We therefore develop a hybrid model where minimum wages reduce the training investments of workers who were taking wage cuts to finance their training, while increasing the training of other workers. Finally, we provide some evidence consistent with this hybrid model." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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The tail of two countries: Minimum wages and employment in France and the United States (2000)
Zitatform
Abowd, John M., Francis Kramarz, David N. Margolis & Thomas Philippon (2000): The tail of two countries: Minimum wages and employment in France and the United States. (IZA discussion paper 203), Bonn, 20 S., Anhang.
Abstract
"We use longitudinal individual wage and employment data in France and the United States to investigate the effect of changes in the real minimum wage rate on an individual┐s employment status. We focus on workers employed at wages close enough to the minimum in a reference year as to be illegal in an adjacent comparison year as a result of movements in the real minimum wage. We find that movements in the American real minimum wage are associated with no employment effects, whereas movements in the cost of French minimum wage workers are associated with very strong negative employment effects. Our analysis is based upon identifying the direct effect of the change in the real minimum wage rate on exits from (entry into) employment when the real minimum wage rate increases (respectively, decreases) and identifying the heterogeneity in the behavior of our treatment and control groups using a pseudo-experimental contrast. We relate the difference-in-difference estimator directly to demand and supply elasticities for the two groups." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Niedrigere Löhne - bessere Welten? (2000)
Schäfer, Claus;Zitatform
Schäfer, Claus (2000): Niedrigere Löhne - bessere Welten? In: WSI-Mitteilungen, Jg. 53, H. 8, S. 534-551.
Abstract
"Der Beitrag geht der Behauptung nach, durch niedrigere oder gespreiztere Löhne ließen sich mehr Beschäftigung und andere Vorteile erzielen. Sie wird jedoch durch die Empirie für Deutschland wie für die USA verneint. Am deutschen Beispiel wird u.a. gezeigt, dass kein 'Beschäftigungswunder' eingetreten ist, obwohl die Lohnspreizung in vielen Formen, auch in der Vollzeitarbeit, zugenommen hat. Und mittels des US-Beispiels kann schön belegt werden, dass stark gespreizte Löhne im Rahmen einer sehr ungleichen Einkommensverteilung auf Dauer sogar ökonomischen Schaden erzeugen - von sozialem ganz zu schweigen. Die Empirie legt deshalb die Vermutung nahe, dass ökonomische Effizienz im Gegenteil durch flache Einkommenshierarchien begünstigt wird." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Policies for low wage employment and social exclusion (1998)
Zitatform
Lucifora, Claudio & Wiemer Salverda (Hrsg.) (1998): Policies for low wage employment and social exclusion. Mailand: Angeli, 169 S.
Abstract
"The last two decades have been a period of significant change in the functioning of European labour markets. Increasing earnings inequalities, as well as growing rates of unemployment have raised concern for those individuals placed at the margin of the labour market and at the bottom end of the earnings distribution, who appear to have been most strongly affected by the changing economic conditions. More flexible employment contracts and working time arrangements, less stringent controls on employers' hiring and firing practices and the associated reduction in the degree of job protection, growing decentralisation of the bargaining process, are some of the facets of the deregulation process that has affected labour markets throughout Europe. The patterns described above are of crucial importance in the process of European integration and are central to any discussion on policy designs aimed at supporting the increased flexibility and insecurity in working life. The contributions contained in this book address different issues, looking first at the implication for the welfare of the less skilled and the low paid and second trying to investigate to what extent these forms of social exclusion can be tackled by means of appropriate social welfare policies and active labour market intervention. In this context, it is suggested that minimum wage policies can prove an effective device to provide protection for vulnerable workers and, under certain conditions, may also help reducing poverty and discrimination on the labour market. Tax reductions and different forms of means tested benefits are also considered as an alternative way to alleviate the burden of low pay employment and enhance the living standards of low income working families. Education and training play an important role in the job opportunities people have, such that educational policies as well as re-training schemes can be effectively used as instruments to reduce low wage employment and help people out of low pay. Finally, it is argued that Government policies should aim at expanding demand in those service industries - such as retail trade or personal services - but also try to regulate pay and employment conditions therein.
Content:
Claudio Lucifora and Wiemer Salverda , Introduction
Richard B. Freeman , Low-Wage Employment: Is More or Less Better?
Minimum Wages: Causes and Consequences
Mark Keese , Are Statutory Minimum Wages an Endagered Species?
Stephen Bazen , Minimum Wages and Low-Wage Employment
Coen Teulings , The Contribution of Minimum Wages to Increasing Wage Inequality
Labour Market Institutions, Unemployment and the Role of Demand
Stephen Nickell , Labour Market Institutions and Economic Performance
Marco Buti, Lucio Pench and Paolo Sestino , European Unemployment: Contending Theories and Institutional Complexities. A Summary of the Policy Arguments
Lex Borghans, Andres de Grip. Peter J. Sloane , Underutilisation of Skills, Bumping Down and Low-Wages
Carlo Dell'Aringa and Claudio Lucifora , Labour Market Flexibility, Wage Dispersion and Unemployment: What Policies for Europe?
Wiemer Salverda , The Significance of Product Demand for Low-Wage Employment
Welfare Reforms, Gender Equity and Poverty
Tito Boeri, Piero Tedeschi , Long Run Unemployment in a Dual Economy
Brian Nolan , Low Pay, Poverty and Policy
Heather Joski , Gender Equity and Low Pay: a Note Based on Britain
Chris Giles, Julian McCrae , Reforms to In-work Transfer Payments in the U.K
Abigail McKnight , Social Insurance, Low-Pay and Long-Term Disadvantage
LoWER, Aims Activities and Membership of the Network" (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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