Atypische Beschäftigung
Der deutsche Arbeitsmarkt wird zunehmend heterogener. Teilzeitbeschäftigung und Minijobs boomen. Ebenso haben befristete Beschäftigung und Leiharbeit an Bedeutung gewonnen und die Verbreitung von Flächentarifverträgen ist rückläufig. Diese atypischen Erwerbsformen geben Unternehmen mehr Flexibilität.
Was sind die Konsequenzen der zunehmenden Bedeutung atypischer Beschäftigungsformen für Erwerbstätige, Arbeitslose und Betriebe? Welche Bedeutung haben sie für die sozialen Sicherungssysteme, das Beschäftigungsniveau und die Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes? Die IAB-Themendossier bietet Informationen zum Forschungsstand.
- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
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Atypische Beschäftigung insgesamt
- Gesamtbetrachtungen
- Erosion des Normalarbeitsverhältnisses
- Prekäre Beschäftigung
- Politik, Arbeitslosigkeitsbekämpfung
- Arbeits- und Lebenssituation atypisch Beschäftigter
- Betriebliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Rechtliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Gesundheitliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Beschäftigungsformen
- Qualifikationsniveau
- Alter
- geographischer Bezug
- Geschlecht
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Literaturhinweis
Zeitarbeit und Flexibilisierung - Ergebnisse des Forschungsprojektes Flex4Work (2012)
Bouncken, Ricarda B. ; Kaethner, Felix; Köhler, Franziska; Haseloh, Gudrun; Sabath, Norbert; Below, Harald; Bornewasser, Manfred; Bloch, Sebastian; Kramer, Axel; Sitte, Bernd; Lehmann, Christian; Fischer, Hajo; Lemanski, Sandra; Benkhai, Hicham; Ratzmann, Martin;Zitatform
Bouncken, Ricarda B. & Manfred Bornewasser (Hrsg.) (2012): Zeitarbeit und Flexibilisierung - Ergebnisse des Forschungsprojektes Flex4Work. (Beiträge zur Flexibilisierung 04), München: Hampp, 282 S.
Abstract
"Seit Mitte 2009 erforschen Wissenschaftler der Universitäten Bayreuth und Greifswald sowie Praktiker der Firmen ml&s und Sitte Elektrotechnik den Einsatz von Zeitarbeit. Zum Projektende berichten die TeilnehmerInnen des Projektes über ihre Forschungsziele, verwendete Methoden und erzielte Ergebnisse sowie über den Beitrag des Projektes zu einem verbesserten Einsatz der Zeitarbeit in Unternehmen. Schwerpunkt des vierten Bandes ist es, die im Projektverlauf gewonnenen Erkenntnisse darzustellen und deren Nutzen für die Allgemeinheit herauszuarbeiten. Jedem im Projektverlauf verfolgten Forschungsthema ist hierfür ein Beitrag gewidmet. Der Band wird durch ein Vorwort des Projektträgers in den übergeordneten Rahmen des Forschungsschwerpunktes 'Balance von Flexibilität und Stabilität' eingeordnet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Flexibilität in Unternehmen - Rahmenbedingungen und Perspektiven (2012)
Bouncken, Ricarda B. ; Höhnel, Anne; Höll, Thomas; Gantz, Janin; Haseloh, Gudrun; Bornewasser, Manfred; Rudolph, Jekaterina; Eichel, Christian; Ratzmann, Martin; Deurloo, Joke; Homburg, Volker; Sehm, Martina; Lehmann, Christian;Zitatform
Bouncken, Ricarda B. & Manfred Bornewasser (Hrsg.) (2012): Flexibilität in Unternehmen - Rahmenbedingungen und Perspektiven. (Beiträge zur Flexibilisierung 02), München: Hampp, 179 S. DOI:10.1688/9783866187801
Abstract
"Strategische Allianzen, Joint Ventures, international aufgestellte Franchise-Systeme und netzwerkartige Flexibilisierung des Faktors Arbeit erlangt eine zunehmende Relevanz in Wissenschaft und Praxis. Auf der betrieblichen Ebene wurde Flexibilität vielfältig mit einem Produktionsfokus (Flexible Produktionssysteme, Wertschöpfungsketten usw.) untersucht. Ansätze zur Flexibilisierung des Personals und einem flexibilitätsförderlichen Management der Humanressourcen stehen erst seit einigen Jahren zunehmend im Blickfeld von Wissenschaft und Praxis. Die Schriftenreihe 'Beiträge zur Flexibilisierung' beinhaltet theoretische Überlegungen, empirische Ergebnisse und praktische Erfahrungen aus dem Themenbereich flexibler Beschäftigung. Schwerpunkt des zweiten Bandes ist es, die Vielfalt von politischen, ökonomischen, technologischen, psychologischen und rechtlichen Einflussfaktoren und Auswirkungen der Flexibilität aus Sicht von Arbeitgebern und Arbeitnehmern auf der betrieblichen Ebene zu erfassen, zu dokumentieren und zu interpretieren. Dies wirft u.a. folgende Fragenkomplexe auf: Welches sind Vorbedingungen und Grenzen unternehmerischer Flexibilität? Inwiefern wirkt sich Flexibilisierung auf die Innovativität von Unternehmen aus? Welche Konsequenzen der betrieblichen Flexibilität entstehen für den Mitarbeiter? Welche praktischen Erfahrungen gibt es im Umgang mit betrieblicher Flexibilität?" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die neue Rolle der Zeitarbeit in Deutschland (2012)
Bouncken, Ricarda B. ; Lehmann, Christian; Kohaut, Susanne ; Ziegler, Kerstin ; Kunkel, Jörg; Bellmann, Lutz ; Crimmann, Andreas; Evers, Katalin; Galais, Nathalie; Lemanski, Sandra; Hofmann, Ingrid; Mattoug, Michel; Bornewasser, Manfred; Möller, Joachim; Haseloh, Gudrun; Moser, Klaus ; Walwei, Ulrich ; Sende, Cynthia; Knubben, Evelyn; Spermann, Alexander;Zitatform
(2012): Die neue Rolle der Zeitarbeit in Deutschland. (Beiträge zur Flexibilisierung 03), München: Hampp, 240 S.
Abstract
"Der dritte Band der Reihe 'Beiträge zur Flexibilisierung' hat erneut die Zeitarbeit zum Thema. Er entstand als Ergebnis des '1. Interdisziplinären Forums zur Zeitarbeit', das im Dezember 2011 am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg stattfand. Aus verschiedenen Perspektiven berichten namhafte Wissenschaftler und Praktiker über ihre Sicht auf ein nicht unumstrittenes Flexibilisierungsinstrument." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Praxishandbuch Zeitarbeit: Perspektiven, Chancen, Risiken. Flex4Work (2012)
Bouncken, Ricarda; Bornewasser, Manfred;Zitatform
Bouncken, Ricarda & Manfred Bornewasser (Hrsg.) (2012): Praxishandbuch Zeitarbeit. Perspektiven, Chancen, Risiken. Flex4Work. Eschborn: AWV - Arbeitsgemeinschaft für Wirtschaftliche Verwaltung e.V., 201 S.
Abstract
"Die meisten Beiträge dieses Praxis-Handbuches greifen Beispiele für Best Practices aus der Zeitarbeitspraxis auf. Anregungen und Empfehlungen erstrecken sich zum Beispiel auf den richtigen strategischen Einsatz von Zeitarbeit, die Gestaltung von Qualifizierungsmaßnahmen für Zeitarbeitnehmer und Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen sowie der Zusammenarbeit zwischen Zeit- und Stammarbeitnehmern. Das Themenportfolio wird abgerundet durch eine Auswahl an Checklisten für die unmittelbare Umsetzung der anstehenden Aufgaben." (Verlagsangaben, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Inhaltsverzeichnis bei der Deutschen Nationalbibliothek -
Literaturhinweis
Do temporary agency workers affect workplace performance? (2012)
Zitatform
Bryson, Alex (2012): Do temporary agency workers affect workplace performance? (NIESR discussion paper 392), London, 22 S.
Abstract
"Using nationally representative workplace data we find the use of temporary agency workers (TAW) is positively associated with financial performance in the British private sector and weakly associated with higher sales per employee. However TAW is not associated with value added per employee. Employees in workplaces with TAW receive higher wages than observationally equivalent employees in non-TAW workplaces. But the presence of TAW in the employee's occupation is associated with lower wages for employees in that occupation. Furthermore, conditioning on wages, the presence of TAW at the workplace is associated with lower job satisfaction and higher job anxiety among employees. These findings are consistent with TAW having an adverse effect on employees' experiences at work, perhaps due a more labour intensive regime, one which is only partly compensated for with higher wages." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Der Preis der Flexibilität: Was darf Zeitarbeit kosten? (2012)
Crimmann, Andreas; Lehmann, Christian;Zitatform
Crimmann, Andreas & Christian Lehmann (2012): Der Preis der Flexibilität: Was darf Zeitarbeit kosten? In: R. B. Bouncken, M. Bornewasser & L. Bellmann (Hrsg.) (2012): Die neue Rolle der Zeitarbeit in Deutschland (Beiträge zur Flexibilisierung, 03), S. 103-136.
Abstract
"In diesem Aufsatz untersuchen wir am Beispiel des Verarbeitenden Gewerbes, welche Rolle die Transaktionskosten und insbesondere die Kündigungsschutzkosten bei der betrieblichen Entscheidung für oder gegen Zeitarbeit spielen. Um die Relevanz der Transaktionskosten zu identifizieren, erläutern wir zunächst die Evidenz betrieblicher Nutzungsmotive von Zeitarbeit. Anschließend erörtern wir Messansätze von Transaktionskosten. Um zu schätzen, welcher Kostenaufschlag durch den Transaktionskostenvorteil von Zeitarbeit gerechtfertigt ist, konzentrieren wir uns als klar abgrenzbares Unterscheidungsmerkmal von Zeitarbeit und Stammbelegschaft auf die Kosten des Kündigungsschutzes. Diese Kosten schätzen wir unter Einbeziehung von Daten des Statistischen Bundesamtes und des IAB-Betriebspanels und zeigen durch eine modellhafte Berechnung, wie sich die Berücksichtigung von Transaktionskosen auf die Entscheidung für oder gegen Zeitarbeit auswirkt." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Der Preis der Flexibilität: Wann sich Zeitarbeit lohnt und wann eher nicht (2012)
Crimmann, Andreas; Lehmann, Christian;Zitatform
Crimmann, Andreas & Christian Lehmann (2012): Der Preis der Flexibilität: Wann sich Zeitarbeit lohnt und wann eher nicht. In: Personalführung, Jg. 45, H. 7, S. 28-35., 2012-05-21.
Abstract
"In diesem Aufsatz untersuchen wir am Beispiel des Verarbeitenden Gewerbes, welche Rolle die Transaktionskosten und insbesondere die Kündigungsschutzkosten bei der betrieblichen Entscheidung für oder gegen Zeitarbeit spielen. Um die Relevanz der Transaktionskosten zu identifizieren, erläutern wir zunächst die Evidenz betrieblicher Nutzungsmotive von Zeitarbeit. Anschließend erörtern wir Messansätze von Transaktionskosten. Um zu schätzen, welcher Kostenaufschlag durch den Transaktionskostenvorteil von Zeitarbeit gerechtfertigt ist, konzentrieren wir uns als klar abgrenzbares Unterscheidungsmerkmal von Zeitarbeit und Stammbelegschaft auf die Kosten des Kündigungsschutzes. Diese Kosten schätzen wir unter Einbeziehung von Daten des Statistischen Bundesamtes und des IAB-Betriebspanels und zeigen durch eine modellhafte Berechnung, wie sich die Berücksichtigung von Transaktionskosen auf die Entscheidung für oder gegen Zeitarbeit auswirkt." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Leiharbeit und Ausgliederung in diakonischen Sozialunternehmen: der "Dritte Weg" zwischen normativem Anspruch und sozialwirtschaftlicher Realität. Abschlussbericht (2012)
Dahme, Heinz-Jürgen; Wohlfahrt, Norbert; Kühnlein, Gertrud; Stefaniak, Anna;Zitatform
Dahme, Heinz-Jürgen, Gertrud Kühnlein, Anna Stefaniak & Norbert Wohlfahrt (2012): Leiharbeit und Ausgliederung in diakonischen Sozialunternehmen. Der "Dritte Weg" zwischen normativem Anspruch und sozialwirtschaftlicher Realität. Abschlussbericht. Bochum, 115 S.
Abstract
"Zentrales Ergebnis der Studie ist die Erkenntnis, dass Ausgründungen in der Diakonie flächendeckend und in den vielfältigsten Formen betrieben wird.
- Die Ausgründungspraxis dient der Flexibilisierung der Arbeitsbedingungen und der Senkung von Arbeitskosten.
- Die Zuordnung ausgegründeter Betriebe zum Diakonischen Werk ist unklar und uneinheitlich.
- Die Nutzung von Leiharbeit in diakonischen Einrichtungen ist übliche Praxis. Einige diakonische Sozialunternehmen unterhalten eigene Leiharbeitsunternehmen. Anders als Ausgliederungen ist 'ersetzende' Leiharbeit aber kein flächendeckendes Phänomen. Zudem hat ihre Bedeutung abgenommen.
- Hervorzuheben sind weitere vom Dritten Weg abweichende Formen der Arbeitsgestaltung: die Nutzung von einseitig durch den Arbeitgeber festgelegte Arbeitsbedingungen bei einigen Fachverbänden, Einzelarbeitsverträge als Instrument unternehmerischer Lohnkostensenkung und die unterschiedlichen landeskirchlichen Arbeitsvertragsrichtlinien, die je nach Satzung auch in anderen landeskirchlichen Diakonien genutzt werden können.
- Normatives Postulat und Empirie des Dritten Wegs weichen strukturell voneinander ab." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Manufacturers' outsourcing to staffing services (2012)
Dey, Matthew; Polivka, Anne; Houseman, Susan;Zitatform
Dey, Matthew, Susan Houseman & Anne Polivka (2012): Manufacturers' outsourcing to staffing services. In: ILR review, Jg. 65, H. 3, S. 533-559. DOI:10.1177/001979391206500303
Abstract
"The authors estimate the effects of U.S. manufacturers' use of staffing services on measured employment and labor productivity between 1989 and 2009. Using time series data constructed from the Occupational Employment Statistics program, they document the dramatic increase in manufacturers' use of staffing services to fill core production occupations and to adjust employment levels during recessions. In 2006, just before the current recession, staffing services added an estimated 9.2% to manufacturing employment, a noteworthy increase from the 2.3% they added in 1989. Outsourcing to staffing services significantly dampened measured employment volatility and inflated the growth and volatility of measured labor productivity in manufacturing." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Zukunft Zeitarbeit: Perspektiven für Wirtschaft und Gesellschaft (2012)
Dinges, Andreas; Matecki, Claus; Möller, Joachim; Franken, Heide; Müller-Gemmeke, Beate; Calasan, Vera; Pfeiffer, Joachim; Duin, Garrelt; Rieble, Volker; Eichhorst, Werner; Schömann, Klaus; Huke, Rainer; Schüren, Peter; Kannegiesser, Martin; Thuman, Jürgen R.; Breucker, Georg; Vogel, Johannes; Düsseldorff, Christina; Walwei, Ulrich ; Hüther, Michael ; Speidel, Christian; Goertz, Bianca;Zitatform
Dinges, Andreas, Heide Franken, Georg Breucker, Vera Calasan & Christian Speidel (Hrsg.) (2012): Zukunft Zeitarbeit. Perspektiven für Wirtschaft und Gesellschaft. Berlin: Springer London, 232 S. DOI:10.1007/978-3-642-24221-2
Abstract
"An kaum einer Branche scheiden sich die Geister so sehr wie an der Zeitarbeit. Einigen wenigen schwarzen Schafen ist es gelungen, durch zweifelhafte Praktiken eine gesamte Branche in Misskredit zu bringen. Doch viel zu oft paart sich in der aktuellen Diskussion mangelndes Detailwissen mit Fehlinformationen. Der vorliegende Sammelband bietet eine Orientierungshilfe und fasst die aufgeladene Diskussion sachkundig und informativ zusammen. Dabei kommen Kritiker wie Befürworter aus Politik, Verbänden, Gewerkschaften und Wissenschaft zu Wort. Die Expertinnen und Experten setzen sich in der Publikation mit dem politischen, gesellschaftlichen und volkswirtschaftlichen Kontext der Zeitarbeit auseinander - von der Diskussion um Equal Pay und Weiterbildungsmöglichkeiten über die Entwicklung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes bis hin zu parteipolitischen Standpunkten und ökonomischen sowie sozialen Erwägungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeits- und Gesellschaftsbewusstsein von Lohnabhängigen: Ergebnisse empirischer Belegschaftsbefragungen in Ost- und West-deutschland (2012)
Dörre, Klaus; Matuschek, Ingo; Hänel, Anja;Zitatform
Dörre, Klaus, Anja Hänel & Ingo Matuschek (Hrsg.) (2012): Arbeits- und Gesellschaftsbewusstsein von Lohnabhängigen. Ergebnisse empirischer Belegschaftsbefragungen in Ost- und West-deutschland. (Working Paper der DFG-KollegforscherInnengruppe Postwachstumsgesellschaften 04/2012), Jena, 104 S.
Abstract
"Dieses Working Paper enthält vier Beiträge, die im Rahmen empirischer Befragungen dem Arbeits- und Gesellschaftsbewusstsein von Lohnabhängigen in Ost- und Westdeutschland nachgehen. Den Hintergrund der Untersuchungen stellen die gegenwärtige Wirtschaftskrise sowie mit dieser einhergehende Veränderungen in den Unternehmenskulturen und Beschäftigungspolitiken dar. Die Fragen umfassen folgende Schwerpunkte: Wie nehmen die Beschäftigten ihren eigenen Betrieb im Unterschied zur umgebenden Gesellschaft wahr? Wie sehen die teilweise langjährig Beschäftigten aus den Stammbelegschaften das Instrument Leiharbeit und die Leiharbeitenden selbst und welche Beziehungen entstehen zwischen beiden Gruppen? Welche subjektiven Wahrnehmungsweisen und Verarbeitungsstrategien der Krise lassen sich auffinden und warum artikuliert sich - jedenfalls in Deutschland - kaum organisierter Protest?" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Attraktivität von Leiharbeitsverhältnissen für hochqualifizierte Arbeitnehmer: Defizite und Ansatzpunkte für das Personalmanagement von Zeitarbeitsunternehmen (2012)
Emamalizadeh, Kian;Zitatform
Emamalizadeh, Kian (2012): Attraktivität von Leiharbeitsverhältnissen für hochqualifizierte Arbeitnehmer. Defizite und Ansatzpunkte für das Personalmanagement von Zeitarbeitsunternehmen. (Personalwirtschaft 39), Hamburg: Kovac, 328 S.
Abstract
"Die Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Beziehungen unterliegen auch in Deutschland einem starken Wandel. Das bisher dominierende Normalarbeitsverhältnis wird dabei zunehmend von atypischen Beschäftigungsformen abgelöst. So erfährt insbesondere die Leiharbeit auf dem deutschen Arbeitsmarkt ein stetiges Wachstum, das in jüngerer Vergangenheit und vor allem auch zukünftig aus den strategischen Potentialen der Leiharbeit (z.B. Pufferfunktion) resultiert. Die sich daraus ergebende Nachfrage speziell nach hochqualifizierten Arbeitnehmern, wird durch den voranschreitenden demografischen Wandel weiter verstärkt. Gleichzeitig ist die Leiharbeitsbranche für diese Zielgruppe jedoch wenig attraktiv, was zu einem ungleichen Verhältnis von Angebot und unternehmensseitiger Nachfrage nach hochqualifizierten Mitarbeitern führt. Aufbauend auf dieser Problemstellung ist es Ziel der Arbeit, zum einen theoretisch zu erarbeiten, wie durch ein auf die Branchen- und Zielgruppenspezifika zugeschnittenes Personalmanagement von Zeitarbeitsunternehmen die Attraktivität als Arbeitgeber für hochqualifizierte Arbeitskräfte verbessert werden kann. Zum anderen soll der derzeitige Stand des Personalmanagement von Leiharbeitsagenturen für die hochqualifizierte Zielgruppe systematisch erhoben werden. Auf Basis dieser beiden Teilziele werden anschließend Defizite bzw. Verbesserungspotentiale herausgearbeitet und hierauf aufbauend Handlungsempfehlungen für die Leiharbeitsbranche abgeleitet, um so die Attraktivität von Zeitarbeitsverhältnissen für hochqualifizierte Zeitarbeitnehmer nachhaltig zu erhöhen. Dadurch sollen Impulse gegeben werden, wie der stetig steigenden Nachfrage nach dieser Zielgruppe, durch Zuhilfenahme von adäquaten betriebs- bzw. personalwirtschaftlichen Maßnahmen, ein vergrößertes Angebot gegenübergestellt werden kann." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitsmärkte im Wandel (2012)
Emmel, Wolfgang; Wingerter, Christian; Straube, Roman; Nauenburg, Ricarda; Martone, Olivia; Ertl, Dagmar; Hesse, Leonore; Kühn, Monika;Zitatform
Emmel, Wolfgang, Dagmar Ertl, Leonore Hesse, Monika Kühn, Olivia Martone, Ricarda Nauenburg, Roman Straube & Christian Wingerter (2012): Arbeitsmärkte im Wandel. Wiesbaden, 130 S.
Abstract
"Die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder haben sich mit dieser gemeinsamen Veröffentlichung zum Ziel gesetzt, die aktuelle Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt sowie die zentralen Entwicklungen des letzten Jahrzehnts zu beleuchten. Sie soll einen Überblick über den Facettenreichtum der amtlichen Arbeitsmarktstatistik leisten, Antworten auf häufige Fragen geben und das Interesse für eine tiefer gehende Beschäftigung wecken. Der grundlegendste aller Arbeitsmarktindikatoren, die Zahl der Erwerbstätigen, wird in Kapitel 1 dieses Heftes behandelt. Im folgenden Kapitel wird das logische Pendant zur Erwerbstätigkeit behandelt, die Erwerbslosigkeit. Es folgt das Thema 'atypische Beschäftigung'. Es handelt sich dabei um einen Sammelbegriff für Formen des Arbeitsverhältnisses, die nicht der klassischen Norm von einer vom Arbeitgeber regulär entlohnten Vollzeitstelle mit unbefristetem Vertrag und damit dem sozialpolitisch erwünschten Normalfall entsprechen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Flexible und atypische Beschäftigung: Belastungen und Beanspruchung (2012)
Galais, N.; Sende, C.; Hecker, D.; Wolff, H.-G.;Zitatform
Galais, N., C. Sende, D. Hecker & H.-G. Wolff (2012): Flexible und atypische Beschäftigung: Belastungen und Beanspruchung. In: B. Badura, A. Ducki, H. Schröder, J. Klose & M. Meyer (Hrsg.) (2012): Fehlzeiten-Report 2012 : Gesundheit in der flexiblen Arbeitswelt: Chancen nutzen - Risiken minimieren. Zahlen, Daten, Analysen aus allen Branchen der Wirtschaft, S. 109-121.
Abstract
"Atypische Beschäftigungsformen weichen in ganz unterschiedlichen Aspekten von der Normalbeschäftigung im Sinne einer unbefristeten Vollzeitanstellung bei einem Unternehmen ab. Die Gruppe der atypisch Beschäftigten ist somit extrem heterogen - nicht nur, was die jeweilige arbeitsvertragliche Situation angeht, sondern auch in Bezug auf die damit verbundenen Arbeits- und Lebenswelten der Beschäftigten. Unternehmen nutzen atypische Beschäftigung zur Erhöhung ihrer personellen Flexibilität. Für die Beschäftigten resultiert dies meist in einer erhöhten Unsicherheit und Instabilität. Der Fokus dieses Beitrags liegt auf der Beschäftigungssituation und den erlebten Belastungen von temporär Beschäftigten und externen Mitarbeitern. Aus den hier vorgestellten Besonderheiten der atypischen Beschäftigungsformen lassen sich spezifische Anforderungen an die Personalpolitik von Unternehmen ableiten, denen an einem verantwortungsvollen Einsatz von flexiblem Personal gelegen ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Temporary help work: compensating differentials and multiple job-holding (2012)
Zitatform
Hamersma, Sarah, Carolyn Heinrich & Peter Mueser (2012): Temporary help work: compensating differentials and multiple job-holding. (IZA discussion paper 6759), Bonn, 54 S.
Abstract
"Temporary Help Services (THS) employment has been growing in size, particularly among disadvantaged workers, and in importance in balancing cyclical fluctuations in labor demand. Does THS employment provide some benefits to disadvantaged workers, or divert them from better jobs? We investigate whether THS jobs pay a compensating differential, as would be expected for relatively undesirable jobs. We also address multiple job-holding, exploring whether workers get 'stuck' in THS jobs. We find lower quarterly earnings at THS jobs relative to others, but a $1 per hour wage premium. We reconcile these findings by examining hours worked at THS and traditional jobs." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
The productivity effect of temporary agency work: evidence from German panel data (2012)
Zitatform
Hirsch, Boris & Steffen Müller (2012): The productivity effect of temporary agency work. Evidence from German panel data. In: The economic journal, Jg. 122, H. 562, S. F216-F235. DOI:10.1111/j.1468-0297.2012.02536.x
Abstract
"This study investigates the effect of temporary agency work on the user firm's productivity. We hypothesise that using temporary agency work to enhance numerical flexibility and to screen job candidates may increase productivity, whereas temporary workers' lower firm-specific human capital and spillover effects on the user's permanent employees may adversely affect productivity. Other than the sparse existing literature on this issue, we exploit a large panel data set and control for time-invariant and time-varying unobserved heterogeneity by using the system GMM estimator. We find a robust hump-shaped effect of the extent of temporary agency work on the user firms productivity." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
"Du musst Dich jeden Tag aufs Neue bewerben": Leiharbeit im aktivierenden Kapitalismus (2012)
Holst, Hajo;Zitatform
Holst, Hajo (2012): "Du musst Dich jeden Tag aufs Neue bewerben": Leiharbeit im aktivierenden Kapitalismus. In: K. Scherschel, P. Streckeisen & M. Krenn (Hrsg.) (2012): Neue Prekarität : die Folgen aktivierender Arbeitsmarktpolitik - europäische Länder im Vergleich (International labour studies, 02, Internationale Arbeitsstudien, 02), S. 215-235.
Abstract
"Anhand eigener Forschungen zum Einsatz von Leiharbeit im verarbeitenden Gewerbe wird die arbeitsweltliche Aktivierung der Subjekte durch die Leiharbeit einer kritischen Prüfung unterzogen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die Leiharbeitenden selbst auf die von den Einsatzbetrieben und Verleihfirmen formulierten Aktivitätserwartungen reagieren und wie sie die an sie gestellten komplexen und häufig auch widersprüchlichen Anforderungen bewältigen.
Entwickelt wird diese Argumentation in drei Schritten. Nachdem zunächst der Aufstieg des Aktivierungsparadigmas und seine ökonomische Funktion im Gegenwartskapitalismus skizziert wird (2), folgt im zweiten Schritt die Analyse der Funktion der Leiharbeit für die Einsatzbetriebe (3). Anschließend wird die Perspektive gewechselt und der Blick auf die 'aktivierten' Arbeitskräfte gelenkt (4), bevor eine abschließende Bilanz gezogen wird (5)." (Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Is temporary agency employment a stepping stone for immigrants? (2012)
Zitatform
Jahn, Elke & Michael Rosholm (2012): Is temporary agency employment a stepping stone for immigrants? (IZA discussion paper 6405), Bonn, 8 S.
Abstract
"We investigate whether agency employment is a bridge into regular employment for immigrants to Denmark using the timing-of-events approach. We provide evidence of large positive in-treatment effects, particularly for non-western immigrants and immigrants arriving during childhood. Post-treatment effects are fairly high for male non-western immigrants and immigrants from Eastern Europe." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
What drives the demand for temporary agency workers? (2012)
Zitatform
Jahn, Elke J. & Jan Bentzen (2012): What drives the demand for temporary agency workers? In: Labour, Jg. 26, H. 3, S. 341-355. DOI:10.1111/j.1467-9914.2012.00550.x
Abstract
Leiharbeit hat in den letzten drei Jahrzehnten in den meisten europäischen Ländern stetig zugenommen. In der Studie wird geprüft, ob die Deregulierung der Leiharbeit für das Wachstum dieses Sektors verantwortlich ist. Weiterhin wird die Konjunkturabhängigkeit der Leiharbeit untersucht. Auf der Grundlage monatlicher Daten für Deutschland wird gezeigt, dass die kontinuierliche Liberalisierung der Leiharbeit nicht für das Wachstum des Sektors verantwortlich ist. Die Analyse ergibt vielmehr, dass Leiharbeit ein zyklisches Verhalten aufweist und mit wichtigen ökonomischen Indikatoren in Echtzeit korreliert. (IAB)
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Literaturhinweis
Flexible forms of employment: boon and bane (2012)
Zitatform
Jahn, Elke, Regina T. Riphahn & Claus Schnabel (2012): Flexible forms of employment. Boon and bane. (LASER discussion papers 62), Erlangen, 11 S.
Abstract
"In recent decades, economic policy makers across Europe have sought to increase labour market flexibility by promoting the use of temporary employment. Four articles in a Feature forthcoming in the Economic Journal (which is based on a IAB/LASER workshop) provide new results on how fixed-term and agency work contracts affect firm productivity and how the segments of two-tier labour markets interact. This paper points to a possible trade-off between efficiency and equity when deregulating labour markets. Taken together, the evidence presented in this Feature suggests that flexible forms of employment can be both a boon and a bane for labour markets and for society as a whole." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Tarifverträge zur Begrenzung der Leiharbeit und zur Durchsetzung des Equal-Pay-Grundsatzes: Rechtsgutachten erstattet im Auftrag des Hugo Sinzheimer Instituts für Arbeitsrecht (2012)
Krause, Rüdiger;Zitatform
Krause, Rüdiger (2012): Tarifverträge zur Begrenzung der Leiharbeit und zur Durchsetzung des Equal-Pay-Grundsatzes. Rechtsgutachten erstattet im Auftrag des Hugo Sinzheimer Instituts für Arbeitsrecht. Frankfurt, Main, 147 S.
Abstract
Untersucht wird in diesem Rechtsgutachten, ob Tarifverträge mehr Mitbestimmung beim Einsatz von Leiharbeitern festschreiben dürfen. Gefragt wird, ob erweiterte Rechte für den Betriebsrat die unternehmerische Freiheit auf unzulässige Weise beeinträchtigen. Ergebnis: Tarifverträge dürfen sämtliche Regelungen enthalten, 'die auf der Entleiherseite den Umfang der Leiharbeit unmittelbar oder mittelbar begrenzen wollen'. Dazu zählt der Autor Höchstquoten, Höchstüberlassungszeiten, Übernahmepflichten und auch eine Erweiterung der Beteiligungsrechte des Betriebsrats. Die Unternehmensautonomie bleibt gewahrt, wenn etwaige Blockaden seitens des Betriebsrats über die Anrufung der Einigungsstelle, einer tariflichen Schlichtungsstelle oder eines Arbeitsgerichts aufgelöst werden können. Zudem zielen die angestrebten Regelungen lediglich auf eine Eindämmung der Leiharbeit ab. Die Grundrechte der Verleiher bilden ebenfalls keine Schranke für tarifliche Bestimmungen zur Begrenzung des Umfangs der Leiharbeit, zeigt die Analyse. Dasselbe gilt für die europarechtliche Dienstleistungsfreiheit. Auch im Spannungsverhältnis von Kartellrecht und Tarifautonomie sieht der Autor weder auf deutscher noch auf europäischer Ebene Probleme: Alle firmentariflichen Bestimmungen sind kartellrechtlich unbedenklich, da sie lediglich die betrieblichen Handlungsmöglichkeiten einzelner Entleiher steuern. 'Verbandstarifverträge verstoßen jedenfalls dann nicht gegen das Kartellverbot, wenn sie sich eindeutig auf die Regelung von Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen beschränken', stellt der Autor klar. Und dies ist bei mehr Mitbestimmung für den Betriebsrat in Sachen Leiharbeit eindeutig der Fall. (IAB)
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Literaturhinweis
The deregulation of temporary employment and workers' perceptions of job insecurity (2012)
Zitatform
Kuroki, Masanori (2012): The deregulation of temporary employment and workers' perceptions of job insecurity. In: ILR review, Jg. 65, H. 3, S. 560-577. DOI:10.1177/001979391206500304
Abstract
"This study investigates whether the expansion of temporary employment in Japan has caused an increased perception of job insecurity among workers there. Non-regular employment, such as part-time and temporary work, has increased as a proportion of the Japanese workforce in recent years. The deregulation of temporary staffing in 2004 allowed firms to use temporary agency staffing for production line work in manufacturing. Using this legislation as a turning point and analyzing data from the Japanese General Social Survey (JGSS), which contains a question eliciting workers' beliefs about their own job insecurity, the author uses a difference-in-differences (DD) methodology to find that the expansion of temporary employment contributes significantly to a rise in perceived job insecurity among workers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Anforderungen an eine gesundheitsgerechte Gestaltung der Leiharbeit (2012)
Langhoff, Thomas; Schubert, André; Krietsch, Ina;Zitatform
Langhoff, Thomas, Ina Krietsch & André Schubert (2012): Anforderungen an eine gesundheitsgerechte Gestaltung der Leiharbeit. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 65, H. 6, S. 464-470. DOI:10.5771/0342-300X-2012-6-464
Abstract
"Die Leiharbeit ist in den vergangenen Jahren sehr stark angewachsen, sodass sie heute eine feste Größe auf dem deutschen Arbeitsmarkt ist. Aus Sicht der Arbeitswissenschaften ist diese Form atypischer Beschäftigung jedoch mit besonderen Risiken verbunden, die vor allem aus dem für die Leiharbeit typischen oftmals kurzfristigen Arbeitseinsatz herrühren. Zahlreiche Studien berichten hier von einem überproportional deutlich erhöhten Unfall- und Krankheitsgeschehen. Der Beitrag bündelt Erkenntnisse und Ergebnisse aus dem BMAS-Modellprojekt GRAziL, welches sich von 2008 bis 2011 umsetzungsorientiert mit der gesundheitsgerechten und sicheren Gestaltung von Leiharbeit in Entleihunternehmen befasst hat. Der Beitrag setzt sich kritisch mit dem aktuellen Status quo in der Leiharbeit auseinander, thematisiert dabei u. a. Fragen des (fehlenden) Equal Treatments sowie der Arbeits- und Einsatzbedingungen und den damit verbundenen physischen wie auch psychischen Auswirkungen auf die Gesundheit von Leiharbeitnehmern. Ausgehend von dieser Bestandsaufnahme werden dann praxisorientierte Gestaltungsempfehlungen zur Gewährleistung von Sicherheit und Gesundheit in der Leiharbeit abgeleitet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Dient die Arbeitnehmerüberlassung für Langzeitarbeitslose als Brücke in nachhaltige Beschäftigung? (2012)
Zitatform
Lehmer, Florian (2012): Dient die Arbeitnehmerüberlassung für Langzeitarbeitslose als Brücke in nachhaltige Beschäftigung? In: Sozialer Fortschritt, Jg. 61, H. 8, S. 190-197., 2012-05-31. DOI:10.3790/sfo.61.8.190
Abstract
"Dieser Beitrag untersucht mittels verschiedener Propensity Score Matching-Verfahren, ob und in welchem Maße eine Tätigkeit in der Zeitarbeitsbranche für langzeitarbeitslose Frauen und Männer als Brücke bzw. Sprungbrett in stabile Beschäftigung außerhalb der Branche dient. Von besonderem Interesse ist dabei, wie sich die im Jahr 2008 beginnende Wirtschaftskrise auf die Beschäftigungschancen von ehemals Langzeitarbeitslosen auswirkt. Obwohl die gemessenen Effekte nicht sehr hoch sind, belegen die Ergebnisse eindeutig die Brückenfunktion der Arbeitnehmerüberlassung vor der Krise. Mit dem Einsetzen der Wirtschaftskrise ist zu beobachten, dass sich die Beschäftigungschancen vermindern und Zeitarbeit v. a. für Männer bei schlechter konjunktureller Lage nur eingeschränkt als Brücke in stabile, reguläre Beschäftigung dienen kann." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Leiharbeit aus gendersensibler Perspektive: Zur geschlechtsspezifischen Strukturierung von Zeitarbeit und geringfügiger Beschäftigung (2012)
Manske, Alexandra;Zitatform
Manske, Alexandra (2012): Leiharbeit aus gendersensibler Perspektive: Zur geschlechtsspezifischen Strukturierung von Zeitarbeit und geringfügiger Beschäftigung. (Rosa-Luxemburg-Stiftung. Studien), Berlin, 30 S.
Abstract
"Die zentrale Frage der Studie lautet, inwieweit Leiharbeit geschlechtsspezifisch strukturiert ist und wie sie sich zur Beschäftigungsform der sogenannten Minijobs verhält. So werden quantitative Entwicklungen beider Beschäftigungsformen und deren geschlechtsspezifische Ausprägung dargestellt. Es werden Sektoren beleuchtet, in denen Leiharbeit von Frauen zunimmt beziehungsweise zugenommen hat. Ziel ist es, den aktuellen Forschungsstand zu diesem Komplex zu skizzieren und Entwicklungen aufzuzeigen, die einer genaueren wissenschaftlichen und politischen Beachtung bedürfen. Im Rahmen dieses Erkenntnisinteresses soll auch die Dichotomie 'Leiharbeit = männlich' versus 'Minijobs = weiblich' kritisch inspiziert werden. Zunächst werden geschlechtsspezifische Erwerbsstrukturen erläutert (2). Dieser Abschnitt dient als Hintergrundfolie für die nachfolgenden Erläuterungen und ordnet die Frage nach den geschlechtsspezifischen Strukturen von Leiharbeit und ihrem Verhältnis zur geringfügigen Beschäftigung in einen größeren Bezugsrahmen ein. Als wesentliche Quelle dient hier der im Jahr 2011 veröffentlichte erste Gleichstellungsbericht der Bundesregierung (Deutscher Bundestag Drucksache 17/6240 vom 16.6.2011). Sodann werden die veränderten sozialrechtlichen Regelungen sowie die strukturelle und quantitative Entwicklung von Leiharbeit (3) und von geringfügiger Beschäftigung dargestellt (4). Anschließend wird speziell auf deren geschlechtsspezifische Dynamiken eingegangen (5). Es wird ein Vergleich zwischen Minijobs und Leiharbeit als Beschäftigungsformen für Frauen vorgenommen und der Frage nachgegangen, ob sich in diesen Arbeitsverhältnissen geschlechtsspezifische Wandlungsprozesse abzeichnen und worin diese bestehen (5.1, 5.2). Darauf aufbauend wird exemplarisch die Pflegebranche in den Blick genommen. Hierbei handelt es sich um ein weiblich segregiertes Beschäftigungsfeld, zu dem erste Befunde zur Ausweitung von Leiharbeit vorliegen (5.3). Abschließend wird in einem knappen Fazit auf Lücken in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung und auf politische Regulierungsdefizite eingegangen sowie weitergehender Forschungsbedarf benannt (6)." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Wer sind die Leiharbeiter?: Abschlussbericht eines von der Hans Böckler Stiftung in Kooperation mit der Technischen Universität Braunschweig geförderten Projekts (2012)
Mayer, Christian; Scheibe, Herbert;Zitatform
Mayer, Christian & Herbert Scheibe (2012): Wer sind die Leiharbeiter? Abschlussbericht eines von der Hans Böckler Stiftung in Kooperation mit der Technischen Universität Braunschweig geförderten Projekts. Düsseldorf, 31 S.
Abstract
Gegenstand der Untersuchung ist die individuelle Situation von Leiharbeitern in Bezug auf ihre familiäre Herkunft, ihre Ausbildung, ihre Erwerbsbiografie, Zukunftseinschätzungen sowie ihre Einstellungen zu gewerkschaftlicher Arbeit. Hierzu wurden insgesamt 51 Leiharbeiter in vier Betrieben aus den IG-Metall-Bezirken Niedersachsen und Sachsen-Anhalt befragt. Fazit: Leiharbeiter sind vorwiegend männlich und deutsch; etwa die Hälfte lebt in einer Partnerschaft; die Alterspanne erstreckt sich von 20 bis 59. Fast alle Leiharbeiter verfügen über einen Schulabschluss (61 Prozent haben die mittlere Reife); 84 Prozent verfügen über eine abgeschlossene Berufsausbildung. Familiärer Hintergrund: der Schulabschluss ist höher als bei den Eltern - die Beschäftigtensituation liegt deutlich unter dem Niveau der Eltern. Erwerbsbiographie: eine instabile Arbeitsplatzsicherheit ist vorherrschend - mehrere kürzere Arbeitsverhältnisse; die Entlohnung ist hauptsächlich im Niedriglohnbereich angesiedelt. Über 80 Prozent sehen keine Möglichkeit für eine längerfristige Lebensplanung; über 70 Prozent sehen keine Möglichkeit finanzielle Vorsorge (z.B. Altersvorsorge) zu treffen. Die gewerkschaftliche Organisation liegt bei 14 Prozent. (IAB)
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Literaturhinweis
Wie wichtig ist Zeitarbeit für den deutschen Arbeitsmarkt? (2012)
Zitatform
Möller, Joachim, Ulrich Walwei & Kerstin Ziegler (2012): Wie wichtig ist Zeitarbeit für den deutschen Arbeitsmarkt? In: A. Dinges, H. Franken, G. Breucker, V. Calasan & C. Speidel (Hrsg.) (2012): Zukunft Zeitarbeit : Perspektiven für Wirtschaft und Gesellschaft, S. 33-53. DOI:10.1007/978-3-642-24221-2_4
Abstract
"Die Zeitarbeit boomt, in Deutschland noch mehr als in anderen Ländern. Allein in der vergangenen Dekade hat sich die Zahl der Leiharbeiternehmer fast verdreifacht. Die wachsende Bedeutung des Zeitarbeitssektors wird öffentlich äußerst kontrovers diskutiert. Für die Protagonisten der Zeitarbeit hat sich die umfassende Deregulierung im Zuge der Hartz-Reformen gelohnt. In einer globalisierten Welt, in der es immer mehr darauf ankommt, schnell auf Nachfrageimpulse oder Produktionsänderungen reagieren zu können, hat sie den Betrieben ein Instrument an die Hand gegeben, das hohe Flexibilität beim Personaleinsatz erlaubt. Damit können Wettbewerbspositionen verbessert und Marktanteile ausgebaut werden. Zeitarbeit verringert die Such- und Fluktuationskosten. Zugleich ermöglicht sie die Heranführung auch wettbewerbsschwacher oder stigmatisierter Gruppen und schafft einen Zugang zum Arbeitsmarkt. Für die Gegner ist Zeitarbeit Teufelswerk. Sie sei ein Einfallstor für eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen und für "Lohndumping". Zeitarbeit trage zur Prekarisierung der Beschäftigung bei und verdränge "gute" Arbeit, also unbefristete Jobs mit annehmbaren Arbeitsbedingungen und stabiler Perspektive. Anstatt zur Integration führe sie auf dem Arbeitsmarkt zu Drehtüreffekten und in der Gesellschaft zur Exklusion. Zudem werde durch die Zeitarbeit Beschäftigung in den Entleihbetrieben ersetzt.
Die AutorInnen geben einen Überblick zur Entwicklung dieser Beschäftigungsform, zur betrieblichen Nutzung der Zeitarbeit, befassen sich mit den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Leiharbeit und mit den Perspektiven der Zeitarbeit." (Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Leiharbeit und Privatleben: Auswirkungen einer flexiblen Beschäftigungsform auf Partnerschaft und Familie (2012)
Niehaus, Moritz;Zitatform
Niehaus, Moritz (2012): Leiharbeit und Privatleben. Auswirkungen einer flexiblen Beschäftigungsform auf Partnerschaft und Familie. In: Berliner Journal für Soziologie, Jg. 22, H. 4, S. 569-594. DOI:10.1007/s11609-012-0199-7
Abstract
"Im Zuge des allgemeinen Trends zur ökonomischen Flexibilisierung ist Leiharbeit zu einer zunehmend bedeutenden Beschäftigungsform in Deutschland geworden, die oft mit Prekarität einhergeht. Bislang wurde Leiharbeit aber nicht im Zusammenhang mit der privaten Lebensführung betrachtet. Der Beitrag untersucht den Einfluss von Leiharbeit auf Partnerschaften und Fertilitätsentscheidungen junger Erwachsener. Er stützt sich auf 13 qualitative problemzentrierte Interviews mit männlichen und weiblichen Leiharbeitern im Alter von 21 bis 35 Jahren. Die Ergebnisse zeigen, dass die Merkmale von Leiharbeit mehrheitlich negativ bewertet werden, aber die Auswirkungen auf die Partnerschaftsqualität nach sozialer Lage differieren: Interviewpersonen mit höheren Bildungsabschlüssen schätzen Leiharbeit als weitgehend vorteilhaft für ihre Beziehungen ein, wohingegen die Partnerschaften von Niedrigqualifizierten durch materielle Einschränkungen und mangelnde Anerkennung aufgrund ihres Status als Leiharbeiter beeinträchtigt werden. Beide Gruppen bewerten Arbeitsplatzunsicherheit, geringe Entlohnung und geografische Mobilität als Hindernisse für die Realisierung eines (zukünftigen) Kinderwunsches." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Job security concern among temporary agency workers in Japan (2012)
Ono, Akiko;Zitatform
Ono, Akiko (2012): Job security concern among temporary agency workers in Japan. In: Japan labor review, Jg. 9, H. 3, S. 30-58.
Abstract
"This paper conducts factor analysis regarding the choice of temporary agency work, particularly short-term work, short-term 'temporal)/ workers' job security concern and their hope to become regular employees, and complements the findings with an analysis of the hearing survey results. The period covered by the analysis is the time of recession that followed the failure of major investment bank Lehman Brothers (Lehman Shock) in 2008, when the supply of jobs shrank rapidly. My analysis found that the most typical short-term temporary agency worker is a woman in her 20s or 30s with a junior or senior high school diploma who engages in a sales, manufacturing or light manual labor job, rather than a clerical job. It also found that the typical short-term temporary agency worker works in prefectures where the unemployment rate is high and has a post-school history of illness that could affect working life. The factor analysis regarding job security concern showed that temporary agency workers with a short-term contract of less than three months are more prone to be concerned about job security than those with a long-term contract of more than one year. It also indicated that whereas workers' hope to become regular employees is significantly affected by job security concern, people who realistically expect to become regular employees are less prone to be concerned about job security. Moreover, the analysis found that short-term temporary agency workers who realistically expect to become regular employees typically work under a contract with an employment period of more than one year, while those who hope to become regular employees but who realistically expect to continue temporary agency work or who have no idea of what employment arrangement they will be working under three years later typically work under a contract of less than one year. The hope to become a regular employee stems largely from job security concern. Therefore, first of all, it is essential for the government to take measures to ease job security concern, such as promoting the extension of the contractual employment period. In addition, employers need to provide jobs in ways that enhance workers' vocational skills, while temporary stall agencies should assign jobs in ways that enable workers to climb the career ladder." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Eine Strategie oder viele Strategien?: zur Polyvalenz flexibler Beschäftigungsformen im betrieblichen Einsatz am Beispiel der Leiharbeit (2012)
Zitatform
Promberger, Markus (2012): Eine Strategie oder viele Strategien? Zur Polyvalenz flexibler Beschäftigungsformen im betrieblichen Einsatz am Beispiel der Leiharbeit. In: A. Krause & C. Köhler (Hrsg.) (2012): Arbeit als Ware : zur Theorie flexibler Arbeitsmärkte, S. 163-183, 2011-07-04.
Abstract
"Flexible Beschäftigung ist auf dem Vormarsch. Sie stellt noch keineswegs die Mehrheit der Beschäftigungsverhältnisse, ist aber nicht mehr allzu weit davon entfernt. Dies ist nach immerhin mehr als drei Jahrzehnten wissenschaftlicher und politischer Debatten um die Erosion des Normalarbeitsverhältnisses mehr denn je eine Herausforderung für die Arbeitspolitik. Leiharbeit stellt dabei, ungeachtet ihrer bisherigen numerischen Begrenztheit auf weniger als eine Million Beschäftigte, einen Kristallisationspunkt der politischen Auseinandersetzungen um flexible Beschäftigung dar: Einerseits werden ihr außergewöhnliche Kräfte zur Heilung des Arbeitsmarktes und zur betrieblichen Flexibilisierung zugeschrieben (Bender 1997; Klös 2000; zuletzt und schon vorsichtiger Spermann 2011), andererseits wird in ihr eine Erhöhung des Prekaritätsrisikos für die Betroffenen und eine Bedrohung gesellschaftlicher Standards von Arbeit, ja ein Risiko der Desintegration der Arbeitsgesellschaft gesehen. Der folgende Beitrag möchte zeigen, dass verschiedene Strategiemuster den Einsatz von Leiharbeit prägen, mit jeweils unterschiedlicher Rolle der Leiharbeit im betrieblichen Flexibilisierungskonzert und mit gewissen Unterschieden hinsichtlich der Risiken und Chancen für die betroffenen Arbeitnehmer. Auf dieser Basis sollen Schlüsse auf die tatsächliche arbeits- und flexibilitätspolitische Rolle der Leiharbeit gezogen werden." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Topographie der Leiharbeit: Flexibilität und Prekarität einer atypischen Beschäftigungsform (2012)
Zitatform
Promberger, Markus (2012): Topographie der Leiharbeit. Flexibilität und Prekarität einer atypischen Beschäftigungsform. (Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung 146), Berlin: Edition Sigma, 303 S.
Abstract
"Leiharbeit ist ein arbeitspolitisches Problem erster Güte. Zwar ist die Zahl der Leiharbeiter nicht überwältigend groß, doch ist es dieser Beschäftigungsform gelungen, die einfache Arbeit in den industriellen Kernsektoren weitgehend zu übernehmen. Dabei müssen Leiharbeitnehmer gegenüber der Stammbelegschaft deutliche Nachteile in Kauf nehmen, denen nur wenige Vorteile gegenüberstehen - etwa eine leicht erhöhte Chance, einen Dauerarbeitsplatz zu finden. Der Autor durchleuchtet in diesem Buch nicht nur die Leiharbeitsbranche mit ihren sozialhistorischen Entstehungszusammenhängen und relevanten Akteuren, sondern auch die Betriebe, die Leiharbeiter einsetzen. Dabei zeigen sich höchst unterschiedliche Einsatzformen der Leiharbeit: von unproblematischen kurzfristigen Vertretungen bis zur dauerhaften Veränderung der Belegschaftsstruktur durch den Einsatz flexibel-prekärer Beschäftigung, die letztlich die soziale Einbettung von Arbeit, wie sie sich im 20. Jahrhundert entwickelt hat, gesellschaftlich in Frage stellen und soziale Spaltungsprozesse auslösen oder vertiefen könnte. Diesem Trend entgegenzuwirken ist eine genuin politische, auch gewerkschaftspolitische Aufgabe." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zeitarbeit: Anspruch und Realität einer Branche (2012)
Rindfleisch, Eva;Zitatform
Rindfleisch, Eva (2012): Zeitarbeit: Anspruch und Realität einer Branche. (Konrad-Adenauer-Stiftung. Analysen und Argumente 110), Berlin, 13 S.
Abstract
"Zeitarbeit ist längst kein Sonderfall mehr, sondern bildet neben anderen flexiblen Beschäftigungsformen wie befristeter Beschäftigung, geringfügiger Beschäftigung, Teilzeitarbeit und Solo-Selbstständigkeit den flexiblen Teil unseres Arbeitsmarktes. Die junge Branche sucht nach ihrem Platz im Gefüge des deutschen Arbeitsmarktes. Dass die Tarifparteien dabei mittlerweile ihre Verantwortung wahrnehmen und der Branche 'eigene' Rahmenbedingungen geben, ist eine gute Entwicklung - der auch künftig genug Zeit von Seiten des Staates gegeben werden sollte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Leiharbeit und Werkvertrag: rechtliche Grundlagen des AÜG, Rechte der Leiharbeitnehmer, Rechte des Betriebsrats, Abgrenzung von Arbeitnehmerüberlassung und Werkvertrag (2012)
Scheriau, Karl Michael;Zitatform
Scheriau, Karl Michael (2012): Leiharbeit und Werkvertrag. Rechtliche Grundlagen des AÜG, Rechte der Leiharbeitnehmer, Rechte des Betriebsrats, Abgrenzung von Arbeitnehmerüberlassung und Werkvertrag. Berlin: Autorenverl. Scheriau, 111 S.
Abstract
"Der erste Teil des Buches behandelt die verschiedenen Aspekte der Leiharbeit:
- Vertragsbeziehungen in der Leiharbeit
- Leiharbeit - gesetzliche Grundlagen
- Ausnahmen von der Genehmigungspflicht für Arbeitnehmerüberlassung
- Rechte der Leiharbeitnehmer
- Leiharbeitnehmer und Betriebsratswahl
- Rechte und Handlungsmöglichkeiten des Betriebsrats bei Leiharbeit.
Der zweite Teil des Buches behandelt die Probleme in der Abgrenzung von Leiharbeit, Werkvertrag und selbständiger Tätigkeit als freier Mitarbeiter:
- Abgrenzung von Arbeitnehmern und Selbständigen durch das Arbeitsrecht
- Abgrenzung von Leiharbeit und Werkvertrag
- Rechte des Betriebsrats beim Einsatz von Fremdfirmenmitarbeitern
- Checklisten zur Prüfung von Werkvertrag und freier Mitarbeit." (Textauszug, IAB-Doku)Weiterführende Informationen
Inhaltsverzeichnis bei der Deutschen Nationalbibliothek -
Literaturhinweis
Wie viele Leiharbeitskräfte gibt es?: zur Vergleichbarkeit der Fallzahlen bei Leiharbeit zwischen SOEP und ANÜSTAT (2012)
Schlese, Michael;Zitatform
Schlese, Michael (2012): Wie viele Leiharbeitskräfte gibt es? Zur Vergleichbarkeit der Fallzahlen bei Leiharbeit zwischen SOEP und ANÜSTAT. (SOEPpapers on multidisciplinary panel data research at DIW Berlin 486), Berlin, 61 S.
Abstract
"Das Sozioökonomische Panel (SOEP) eignet sich für die Untersuchung der Beschäftigungsbedingungen in der Leiharbeit (LA). Das Problem ist, dass die hochgerechneten Fallzahlen des SOEP im Hinblick auf die LA höher sind als die Zahlen der Statistik über Leiharbeitnehmer und Verleihbetriebe (ANÜSTAT). In diesem Beitrag sollen mögliche Ursachen und Folgen dieser Tatsache untersucht werden. Hierzu werden die Daten des SOEP für die Jahre 2001 bis 2010 herangezogen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Flexibilisierung des Personals durch Zeitarbeit (2012)
Zitatform
Scholz, Christian (2012): Flexibilisierung des Personals durch Zeitarbeit. In: Wirtschaftswissenschaftliches Studium, Jg. 41, H. 4, S. 215-218.
Abstract
"Auch wenn nur ein geringer Anteil der Erwerbstätigen bei Zeitarbeitsfirmen beschäftigt ist, geht doch ein deutlicher Trend in diese Richtung. Dabei stellt sich die Frage, unter welchen Bedingungen dieses personenpolitische Instrument eine sinnvolle strategische Option darstellt - vor allem angesichts der intensiven Kritik an dieser extremen Form der Flexibilisierung der Belegschaft. Der vorliegende Beitrag erläutert verschiedene Facetten der Zeitarbeit und thematisiert ihre Konsequenzen der Unternehmen sowie Gesamtwirtschaft." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Temporary agency work in the SOEP: coping with data quality problems (2012)
Schäfer, Holger;Zitatform
Schäfer, Holger (2012): Temporary agency work in the SOEP. Coping with data quality problems. (SOEPpapers on multidisciplinary panel data research at DIW Berlin 454), Berlin, 9 S.
Abstract
"In principle, the SOEP is a highly adequate data source for analyzing the socioeconomic background of temporary agency workers. In this paper, it's argued that on second glance, the SOEP's temp worker variable shows severe problems with data quality. An easy-to-use adjustment procedure is proposed that alleviates the problem, but is not an encompassing solution. Therefore, it is concluded that in the long term, the questionnaire needs to be improved." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Leiharbeit: Prekariat auf Abruf (2012)
Soost, Stefan;Zitatform
Soost, Stefan (2012): Leiharbeit: Prekariat auf Abruf. In: Blätter für deutsche und internationale Politik, Jg. 57, H. 9, S. 23-26.
Abstract
"Die Zahl der Leiharbeitverhältnisse hat sich in Deutschland im letzten Jahrzehnt verdreifacht. Als Ursache hierfür sieht der Autor die geringen Lohnkosten sowie fehlende Kündigungsfristen als Anreiz für Unternehmen zur Nutzung von Leiharbeit. 'Während die Leiharbeit für Unternehmen zahlreiche Vorteile birgt, droht den Beschäftigten hingegen of Armut.' Abhilfe sollte die neue EU-Richtlinie über Leiharbeit vom November 2008 schaffen, deren Ziel gleiche Bezahlung und gleiche Arbeitsbedingungen für Leiharbeitnehmer sind. Ihre Umsetzung wird im folgenden kritisiert. So führen zahlreiche Ausnahmeregelungen nach wie vor zum Lohndumping von Leiharbeitnehmern. Ähnlich ist die Situation in Großbritannien, den Niederlanden und in Osteuropa, nur in Frankreich und einigen anderen EU-Staaten wird die EU-Richtlinie konsequent umgesetzt. 'Insgesamt zeigt sich, dass nur starke rechtliche Rahmenbedingungen die Arbeitsbedingungen der Leiharbeitnehmer substanziell verbessern können.' Eine wichtige Rolle kommt dabei den Gewerkschaften zu, so das Fazit des Autors. (IAB)" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Arbeitsrechtlicher Schutz bei grenzüberschreitenden Arbeitverhältnissen in der Europäischen Union (2012)
Streithofer, Petra;Zitatform
Streithofer, Petra (2012): Arbeitsrechtlicher Schutz bei grenzüberschreitenden Arbeitverhältnissen in der Europäischen Union. In: Momentum Quarterly, Jg. 1, H. 2, S. 90-101.
Abstract
"Dieser Beitrag soll einen Überblick über die Probleme des Arbeitsvertragsrechts bei Arbeitsverhältnissen mit Auslandsbezug geben. Dabei werden verschiedene Regelungsebenen betrachtet und aus der Beratung betroffener ArbeitnehmerInnen bekannte praktische Probleme berücksichtigt. Zunächst wird ein Blick darauf geworfen, inwiefern das Arbeitsrecht in der Europäischen Union harmonisiert ist. Danach werden die für Arbeitsverhältnisse relevanten europäischen Grundfreiheiten vorgestellt. Eine Darstellung des Arbeitskollisionsrechts zeigt in Grundzügen die Ermittlung der anwendbaren arbeitsrechtlichen Normen und inwiefern die Vertragsparteien das anwendbare Recht selbst wählen können. Weiters wird die heftig umstrittene Judikatur des Europäischen Gerichtshofs aus den Jahren 2007/2008 zum Spielraum der Mitgliedstaaten und SozialpartnerInnen bei der Durchsetzung von Mindeststandards bei Entsendungen umrissen. Anschließend wird die Diskussion zum 'Herkunftslandprinzip' im Zusammenhang mit der Dienstleistungsrichtlinie kurz beleuchtet. Zuletzt wird ein Ausblick auf mögliche Entwicklungen gegeben und es werden einige Forderungen, die den Schutz der ArbeitnehmerInnen bezwecken, festgehalten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
On the motives and needs for work beyond age 65: comparing voluntary workers versus agency workers (2012)
Torka, Nicole; Ewijk, Inge van; Goedegebure, Ivy; Looise, Jan Kees;Zitatform
Torka, Nicole, Ivy Goedegebure, Inge van Ewijk & Jan Kees Looise (2012): On the motives and needs for work beyond age 65. Comparing voluntary workers versus agency workers. In: Zeitschrift für Personalforschung, Jg. 26, H. 2, S. 167-188. DOI:10.1688/1862-0000_ZfP_2012_02_Torka
Abstract
"Im vorliegenden Artikel wird untersucht, ob ehrenamtliche MitarbeiterInnen und LeiharbeiterInnen im Alter von 65 Jahren und älter ihrer Arbeitstätigkeit mit verschiedenen Motiven und Bedürfnisse begegnen. Durch demografische Entwicklungen sind Arbeitgeber zunehmend auf ältere Beschäftigte angewiesen. Auch die Erhöhung des offiziellen Rentenalters hat zur Folge, dass Arbeitgeber und insbesondere das Personalmanagement sich der Frage stellen müssen, wie ältere Arbeitnehmer für den Betrieb erhalten bleiben können. Dabei ist die Einsicht in die Motive und Bedürfnisse dieser Arbeitnehmer essentiell: Nur wenn Arbeitgeber adäquat auf diese reagieren, kann eine zufriedenstellende Arbeitsbeziehung realisiert werden. Nach Mor-Barak (1995) unterscheiden wir finanzielle, soziale, persönliche und 'generative' Bedürfnisse. Die quantitative Studie unter niederländischen ehrenamtlichen MitarbeiterInnen (n = 54) und LeiharbeiterInnen (n = 178) zeigt, dass sogar für die Letztgenannten finanzielle Motive weniger wichtig sind als persönliche. Desweiteren zeigen die Ergebnisse keine signifikanten Unterschiede zwischen ehrenamtlichen MitarbeiterInnen und LeiharbeiterInnen in Bezug auf soziale, persönliche und generative Motive. Basierend auf diesen Ergebnissen wird diskutiert, ob die vertragliche Arbeitsbeziehung als Entscheidungskriterium für das Personalmanagement dienen kann und sollte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
A case study of temporary work agencies in the Norwegian construction sector: a growing informal market beyond regulation? (2012)
Zitatform
Ødegård, Anne Mette, Øyvind Berge & Kristin Alsos (2012): A case study of temporary work agencies in the Norwegian construction sector. A growing informal market beyond regulation? In: Transfer, Jg. 18, H. 4, S. 461-470. DOI:10.1177/1024258912458875
Abstract
"Die Zeitarbeitsbranche in Norwegen ist vielfältig und wächst. Seit den EU-Erweiterungen von 2004 und 2007 ist es in diesem Sektor auch zu einem großen Zustrom von Arbeitskräften aus den neuen EU-Mitgliedstaaten gekommen, die meist im Baugewerbe arbeiten. Dies hat dazu geführt, dass informelle Geschäftspraktiken und Schwarzarbeit in der Zeitarbeitsbranche zugenommen haben. Dieser Beitrag zeigt einige Folgen dieser Entwicklung auf und befasst sich mit den Auswirkungen der verschiedenen nationalen Regelungen in diesem Sektor sowie mit der Frage, ob die neuen EU-Rechtsvorschriften, d.h. die EU-Richtlinie über Leiharbeit, die Situation verbessern könnte." (Autorenreferat, IAB-Doku
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Literaturhinweis
Der Arbeitsmarkt in Deutschland: Zeitarbeit in Deutschland - Aktuelle Entwicklungen, Juli 2012 (2012)
Abstract
"Die Beschäftigung in der Zeitarbeit in Deutschland wächst seit Jahren und mit nur kurzzeitigen Unterbrechungen mit hoher Dynamik. Seit mehreren Monaten zeigt sich allerdings ein Abflachen in der Dynamik des Beschäftigungswachstums. Verglichen mit anderen europäischen Ländern ist die Verbreitung der Zeitarbeit leicht überdurchschnittlich. Die Arbeitnehmerüberlassung reagiert frühzeitig auf Änderungen der konjunkturellen Rahmenbedingungen und ist daher ein Frühindikator für die Entwicklung am Arbeitsmarkt. Die Zeitarbeitsbranche zeichnet sich durch einen nach wie vor hohen Arbeitskräftebedarf aus. Zuletzt haben die gemeldeten Stellen aber leicht nachgegeben. Der Anteil der Beschäftigten in der Zeitarbeit an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten liegt bei knapp drei Prozent. Vom Beschäftigungsanstieg von Juni 2010 auf Juni 2011 gehen noch 17 Prozent auf die Arbeitnehmerüberlassung zurück. Aktuell - im April 2012 - wirkt die Zeitarbeit dämpfend auf das generelle Beschäftigungswachstum. Der Strukturwandel zeigt sich auch in der Arbeitnehmerüberlassung. 71 Prozent der Leiharbeitnehmer sind männlich. Fast drei von zehn Beschäftigten in der Zeitarbeit verfügen über keine abgeschlossene Berufsausbildung. Die Arbeitnehmerüberlassung ist von hoher Dynamik geprägt: Im zweiten Halbjahr 2011 wurden 561.000 Zeitarbeitsverhältnisse neu abgeschlossen und 702.000 Beschäftigungsverhältnisse beendet. Knapp die Hälfte der Leiharbeitsverhältnisse endet nach weniger als drei Monaten. Die hohe Dynamik der Branche spiegelt sich auch in einem überdurchschnittlich hohen Risiko, aus sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung heraus in Arbeitslosigkeit zuzugehen. Die erzielten mittleren Bruttoarbeitsentgelte in der Zeitarbeit liegen unter den mittleren Entgelten im Durchschnitt über alle Branchen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Der Arbeitsmarkt in Deutschland: Zeitarbeit in Deutschland - Aktuelle Entwicklungen, Januar 2012 (2012)
Abstract
"Die Beschäftigung in der Zeitarbeit in Deutschland wächst seit Jahren und mit nur kurzzeitigen Unterbrechungen mit hoher Dynamik.
- Aktuell zeigt sich ein Abflachen in der Dynamik des Beschäftigungswachstums.
- Verglichen mit anderen europäischen Ländern ist die Verbreitung der Zeitarbeit leicht überdurchschnittlich.
- Die Arbeitnehmerüberlassung reagiert frühzeitig auf Änderungen der konjunkturellen Rahmenbedingungen und ist daher ein Frühindikator für die Entwicklung am Arbeitsmarkt.
- Die Zeitarbeitsbranche zeichnet sich durch einen anhaltend hohen Arbeitskräftebedarf aus.
- Mit 910.000 Leiharbeitnehmern im Juni 2011 wurde erstmals die Marke von 900.000 Leiharbeitnehmern überschritten.
- Der Anteil der Beschäftigten in der Zeitarbeit an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten liegt bei knapp drei Prozent.
- Vom Beschäftigungsanstieg von Juni 2010 auf Juni 2011 gehen noch 17 Prozent auf die Arbeitnehmerüberlassung zurück.
- Der Anstieg der Leiharbeitnehmer in den letzten Jahren geht überwiegend auf die Tätigkeitsfelder Hilfstätigkeiten und Dienstleistungen zurück.
- 73 Prozent der Leiharbeitnehmer sind männlich.
- Fast drei von zehn Beschäftigten in der Zeitarbeit verfügen über keine abgeschlossene Berufsausbildung.
- Die Arbeitnehmerüberlassung ist von hoher Dynamik geprägt: Im 1. Halbjahr 2011 wurden 580.000 Zeitarbeitsverhältnisse neu abgeschlossen und 569.000 Beschäftigungsverhältnisse beendet.
- Die Hälfte der Leiharbeitsverhältnisse endet nach weniger als drei Monaten.
- Die hohe Dynamik der Branche spiegelt sich auch in einem überdurchschnittlich hohen Entlassungsrisiko.
- Die erzielten mittleren Bruttoarbeitsentgelte in der Zeitarbeit liegen unter den mittleren Entgelten im Durchschnitt über alle Branchen." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Frauen in der Leiharbeit: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 17/11309) (2012)
Zitatform
(2012): Frauen in der Leiharbeit. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 17/11309). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 17/11662 (28.11.2012)), 28 S.
Abstract
Die Bundesregierung antwortet auf die Anfrage der Fraktion DIE LINKE nach Zahl und Anteil von Frauen und Männern in der Arbeitnehmerüberlassung seit dem Jahr 2000, der Entwicklung des durchschnittlichen Entgeltes von Leiharbeitskräften seit dem Jahr 2000, nach Berufsgruppen, in denen die meisten Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer tätig sind, nach Leiharbeit in der Dienstleistungsbranche und nach dem Anteil von Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmern, die aufstockende Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) erhalten. (IAB)
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Literaturhinweis
Hohes Entlassungsrisiko in der Leiharbeit - auch bei anziehender Konjunktur (2011)
Adamy, Wilhelm;Zitatform
Adamy, Wilhelm (2011): Hohes Entlassungsrisiko in der Leiharbeit - auch bei anziehender Konjunktur. Berlin, 9 S.
Abstract
"Verleiher haben in der Krise massiv Arbeitsplätze abgebaut und wurden zum Vorreiter für Personalabbau; doch jetzt ziehen die Geschäfte wieder besonders stark an. Die Industrie wie einige Dienstleistungssektoren fragen verstärkt Leiharbeitskräften nach. Leiharbeit reagiert wie keine andere Branche auf das Auf und Ab der Konjunktur. Nach dem massiven Stellenabbau ist die Beschäftigung aktuell wieder deutlich nach oben geschnellt und liegt bereits über dem Vorkrisenniveau. Doch nach wie vor werden Leiharbeitskräfte nicht nur schlecht entlohnt und haben kaum Chancen auf betriebliche Weiterbildung, auch das Risiko der Arbeitslosigkeit ist nach wie vor sehr groß; Heuern und Feuern ist immer noch an der Tagesordnung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Employment protection and temporary work agencies (2011)
Zitatform
Baumann, Florian, Mario Mechtel & Nikolai Stähler (2011): Employment protection and temporary work agencies. In: Labour, Jg. 25, H. 3, S. 308-349. DOI:10.1111/j.1467-9914.2010.00493.x
Abstract
"Employers who use temporary agency staff in contrast to regular staff are not affected by employment protection regulations when terminating a job. Therefore, services provided by temporary work agencies may be seen as a substitute for regular employment. In this paper, we analyse the effects of employment protection on the size of the temporary work agency sector in a model of equilibrium unemployment. We find that higher firing costs may even reduce temporary work agency employment if agencies themselves are subject to employment protection, a consideration that distinguishes our results from those for fixed-term employment arrangements." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Beschäftigung, Arbeit und Unternehmertum in deutschen Kleinbetrieben: Ergebnisse aus dem IAB-Betriebspanel 2010 (2011)
Zitatform
Bechmann, Sebastian, Vera Dahms, Agnes Fischer, Marek Frei, Ute Leber & Iris Möller (2011): Beschäftigung, Arbeit und Unternehmertum in deutschen Kleinbetrieben. Ergebnisse aus dem IAB-Betriebspanel 2010. (IAB-Forschungsbericht 07/2011), Nürnberg, 110 S.
Abstract
"Die Daten des IAB-Betriebspanels zeigen, dass sich kleinere Betriebe in vielen Punkten von größeren Betrieben unterscheiden. Unterschiede in der Beschäftigten- und Eigentümerstruktur zeigen sich darin, dass kleinere Betriebe seltener wissensintensive Arbeitsplätze anbieten als größere Betriebe bzw. mehrheitlich eigentümergeführt sind und meist als eigenständige Unternehmen ohne weitere Niederlassungen am Markt auftreten. Unterschiede in der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit zeigen sich vor allem in einem geringeren Produktivitäts- und Lohnniveau, aber auch in der geringeren Exportquote der kleineren Betriebe.
Die Daten des IAB-Betriebspanels zeigen darüber hinaus, dass der Beschäftigungsanstieg im Jahr 2010 - die Zahl der Beschäftigten erreichte einen Höchststand seit der deutschen Wiedervereinigung - sehr stark vom Beschäftigungswachstum bei den Kleinstbetrieben getragen wurde. Der Beschäftigungsanstieg wiederum führte zu einer steigenden Nachfrage nach Fachkräften. Der Fachkräftebedarf und ebenso das Ausmaß der Schwierigkeiten, Fachkräftestellen zu besetzen, waren ähnlich hoch wir vor der Finanz- und Wirtschaftskrise in den Jahren 2008/2009. Vor allem kleinere Betriebe hatten Schwierigkeiten, Fachkräftestellen neu zu besetzen.
Unterschiede zwischen kleineren und größeren Betrieben gab es auch in der Art der Nutzung von befristeten Arbeitsverträgen sowie von Leiharbeitern. Von den kleineren Betrieben nutzte nur ein geringer Teil befristete Arbeitsverträge oder Leiharbeiter. Trotz unterschiedlicher Rahmenbedingungen sind die Motive für den Abschluss befristeter Arbeitsverträge in allen Betriebsgrößenklassen ähnlich. Vor allem der zeitlich begrenzte Bedarf an Arbeitskräften wurde genannt. Insgesamt deuten die Befunde darauf hin, dass befristete Beschäftigung für die Mehrheit der befristet Beschäftigten keine Brücke in ein dauerhaftes Beschäftigungsverhältnis im Einstellungsbetrieb darstellt.
Zwischen kleineren und größeren Betrieben gibt es Unterschiede auch bei den Arbeitszeitregelungen. Die vertraglich vereinbarte Wochenarbeitszeit ist in kleineren Betrieben länger als in größeren Betrieben. Auftragsspitzen werden nach wie vor gerne mit Überstunden bewältigt, insbesondere in größeren Betrieben. Wegen der oftmals fehlenden Möglichkeit, geleistete Überstunden mit Freizeit auszugleichen, führen Überstunden vor allem in kleineren Betrieben langfristig zu einer Erhöhung der Jahresarbeitszeit. Im Vergleich zu größeren Betrieben bilden kleinere Betriebe seltener aus und haben zudem häufiger Schwierigkeiten, die von ihnen angebotenen Ausbildungsplätze zu besetzen. Das Gros der Ausbildungsabsolventen blieb nach Abschluss der Ausbildung auch im Jahr 2010 im eigenen, ausbildenden Betrieb. Kleinere Betriebe hatten also nicht nur größere Schwierigkeiten bei der Gewinnung von neuen Arbeitskräften und Fachkräften, sondern auch beim Halten von Fachkräften und Weiterbeschäftigen von frisch ausgebildeten Fachkräften. Hinzu kommt, dass kleinere Betriebe seltener weiterbilden als größere Betriebe. Gleichwohl ist der Anteil von Mitarbeitern mit Weiterbildung ähnlich hoch.
Auch Innovations- und Investitionsaktivitäten sind sehr stark von der Betriebsgröße auf der einen Seite und FuE-Aktivitäten auf der anderen Seite abhängig. Größere Betriebe sowie Betriebe mit FuE-Aktivitäten innovieren häufiger als kleinere Betriebe bzw. Betriebe ohne FuE-Aktivitäten. Darüber hinaus investieren größere Betriebe häufiger als kleinere Betriebe. Bei Betrachtung der Investitionen pro Beschäftigten in den investierenden Betrieben zeigen sich aber keine Unterschiede zwischen den einzelnen Betriebsgrößenklassen. Der Fremdkapitalbedarf bei kleineren Betrieben ist höher als bei größeren Betrieben." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Betriebliche Personalpolitik bei heterogenen Arbeitsmärkten (2011)
Zitatform
Beckmann, Michael, Grit Mühler & Bernd Schauenberg (2011): Betriebliche Personalpolitik bei heterogenen Arbeitsmärkten. In: Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung, Jg. 44, H. 1/2, S. 111-118. DOI:10.1007/s12651-011-0064-8
Abstract
"Der Beitrag zeigt auf, welche Flexibilisierungspotentiale sich heutzutage für Unternehmen ergeben, um auf die stetig ansteigenden Anforderungen an alle Arbeitsmarktakteure und die damit verbundene Heterogenisierung des Arbeitsmarkts reagieren zu können. Dabei wird die betriebliche Nachfrage nach zwei Personengruppen, nämlich weiblichen und älteren Arbeitskräften, besonders in den Blick genommen. Unsere Ausführungen fokussieren sich zudem auf zwei unternehmerische Handlungsfelder, die aus unserer Sicht die meisten Flexibilisierungspotentiale bieten: die Weiterqualifikation der Beschäftigten und die Nutzung flexibler Beschäftigungsverhältnisse in Form von Leiharbeit und befristeten Verträgen. Basierend auf Analysen umfangreicher Unternehmens- und Individualdatensätze können wir zeigen, dass die Veränderungen des technologischen und organisatorischen Wandels zum Vorteil von Frauen sowie jüngeren Arbeitnehmern, jedoch zum Nachteil der Männer und älterer Arbeitnehmer auszufallen scheinen. Der Einsatz von Weiterbildung, befristeten Verträgen und Leiharbeit zeigt positive Effekte, sowohl für die Unternehmen wie auch die Beschäftigten. Die vorgestellten Ergebnisse ermöglichen es Unternehmen, effektiver auf eventuelle demografische und arbeitsangebotsbedingte Engpässe reagieren zu können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Leiharbeit in Bayern: unreguliert, unterbezahlt, unsicher (2011)
Biehler, Hermann;Zitatform
Biehler, Hermann (2011): Leiharbeit in Bayern. Unreguliert, unterbezahlt, unsicher. München, 40 S.
Abstract
"Die vorliegende Untersuchung geht der Frage nach, welche Entwicklungen die Leiharbeit in Bayern im Verlauf der jüngsten Wirtschaftskrise Ende 2008 bis Anfang 2010 genommen hat. Wenngleich die Krisenursachen nicht behoben und Rückschläge im Wirtschaftswachstum nicht auszuschließen sind, ist auf dem Arbeitsmarkt inzwischen eine zahlenmäßige Entspannung gegenüber dem Herbst 2008 eingetreten, die in so kurzer Zeit nicht zu erwarten war.
Zentraler Gegenstand der vorliegenden Untersuchung ist, welche Rolle die Leiharbeit im Bund und in Bayern vor, während und nach diesem größten konjunkturellen Einbruch in der Geschichte der Bundesrepublik gespielt hat. Außerdem richten wir unsere Aufmerksamkeit auf strukturelle Merkmale von Leiharbeit wie ihre regionale Verbreitung in Bayern und die Einkommenssituation von Leiharbeitskräften.
Des Weiteren haben wir die vorliegende Datenlage genutzt, um die vielfach geäußerte These von einer Brückenfunktion der Leiharbeit zurück in den regulären Arbeitsmarkt anhand objektiver Fakten zu hinterfragen." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Schwerpunkt Zeitarbeit - Balance von Flexibilität und Stabilität (2011)
Zitatform
Bouncken, Ricarda B. & Manfred Bornewasser (Hrsg.) (2011): Schwerpunkt Zeitarbeit - Balance von Flexibilität und Stabilität. (Beiträge zur Flexibilisierung 01), Bayreuth: Universität Bayreuth, Lehrstuhl für Strategisches Management und Organisation, 228 S.
Abstract
"'Flex4Work' ist ein vom BMBF gefördertes Projekt der Universitäten Bayreuth und Greifswald. Wissenschaftler verschiedener Disziplinen (Betriebswirtschaftslehre, Psychologie, Rechtswissenschaft und Medizin) sowie Praktiker erforschen im Zeitraum von September 2009 bis Juli 2012 den Einsatz, die Erfolgsfaktoren, die Limitationen und zukünftige Perspektiven von Flexibilisierungsinstrumenten der Arbeit mit dem Schwerpunkt Zeitarbeit." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Qualifikation + Leiharbeit = Klebeeffekt?: die (Wieder-)Eingliederung benachteiligter Jugendlicher in den Arbeitsmarkt (2011)
Brinkmann, Ulrich; Scherschel, Karin; Eversberg, Dennis ; Kupka, Peter ; Schaffner, Sandra ; Kluve, Jochen; Ehlert, Christoph;Zitatform
Brinkmann, Ulrich, Christoph Ehlert, Dennis Eversberg, Jochen Kluve, Peter Kupka, Sandra Schaffner & Karin Scherschel (2011): Qualifikation + Leiharbeit = Klebeeffekt? Die (Wieder-)Eingliederung benachteiligter Jugendlicher in den Arbeitsmarkt. (IAB-Bibliothek 328), Bielefeld: Bertelsmann, 207 S. DOI:10.3278/300743w
Abstract
"Der Band dokumentiert die Umsetzung und die Wirkungen eines Modellprojekts, dessen Ziel es war, Jugendliche mit Vermittlungshemmnissen durch eine Kombination von Leiharbeitseinsätzen, Qualifikationsphasen und individuellem Coaching in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Das Projekt wurde in mehreren SGB-II-ARGEn in Kooperation mit einem überregionalen Leiharbeitsunternehmen durchgeführt. Einführend geben Standortanalysen einen Überblick über Situation und Entwicklung der lokalen Arbeitsmärkte in den Untersuchungsregionen. Die folgenden Implementationsstudien beschreiben das Zusammenwirken der Elemente Zeitarbeit, Qualifizierung und Coaching in der Praxis, außerdem werden Überlegungen zum Funktionieren dieser Form einer Public Private Partnership angestellt. Des Weiteren untersuchen die Autoren den Einfluss der Maßnahme auf Motivation und Kompetenzen der teilnehmenden Jugendlichen. Es wird eine Typologie entwickelt, die den Umgang von Jugendlichen unterschiedlicher sozialer Herkunft mit den Anforderungen und Angeboten der Maßnahme reflektiert. Schließlich wird die Wirkung des Projekts im Hinblick auf Übergänge in den Arbeitsmarkt insgesamt und an den einzelnen Standorten analysiert. Bilanzierend ergibt sich das Bild, dass die Umsetzung von den unterschiedlichen teils konfligierenden Interessen der Kooperationspartner sehr stark geprägt war. Dies führte dazu, dass die eigentliche Zielgruppe nur zum Teil erreicht wurde, dass die Qualifizierungsanteile nicht so funktionierten wie geplant und dass auch das Coaching teilweise problematisch war. Dennoch gab es durchaus Erfolge der Maßnahme, nämlich dort, wo diese komplett durchlaufen wurde und ein relativ hohes Maß an Kontinuität sowohl bei den Arbeitseinsätzen als auch bei den Qualifizierungsmodulen gegeben war. Hohe Fluktuation und kurze Teilnahmedauern führten dagegen nicht zum gewünschten Ergebnis." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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