Atypische Beschäftigung
Der deutsche Arbeitsmarkt wird zunehmend heterogener. Teilzeitbeschäftigung und Minijobs boomen. Ebenso haben befristete Beschäftigung und Leiharbeit an Bedeutung gewonnen und die Verbreitung von Flächentarifverträgen ist rückläufig. Diese atypischen Erwerbsformen geben Unternehmen mehr Flexibilität.
Was sind die Konsequenzen der zunehmenden Bedeutung atypischer Beschäftigungsformen für Erwerbstätige, Arbeitslose und Betriebe? Welche Bedeutung haben sie für die sozialen Sicherungssysteme, das Beschäftigungsniveau und die Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes? Die IAB-Themendossier bietet Informationen zum Forschungsstand.
- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
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Atypische Beschäftigung insgesamt
- Gesamtbetrachtungen
- Erosion des Normalarbeitsverhältnisses
- Prekäre Beschäftigung
- Politik, Arbeitslosigkeitsbekämpfung
- Arbeits- und Lebenssituation atypisch Beschäftigter
- Betriebliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Rechtliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Gesundheitliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Beschäftigungsformen
- Qualifikationsniveau
- Alter
- geographischer Bezug
- Geschlecht
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Literaturhinweis
Flexible Beschäftigungsverhältnisse: Effizienz, institutionelle Voraussetzungen und organisationale Konsequenzen (2004)
Zitatform
Haunschild, Axel (2004): Flexible Beschäftigungsverhältnisse. Effizienz, institutionelle Voraussetzungen und organisationale Konsequenzen. Hamburg, 441 S.
Abstract
Die Habilitationsschrift verfolgt die Zielsetzung, einen sozioökonomisch fundierten Bezugsrahmen für die Analyse flexibler Beschäftigungsverhältnisse zu entwickeln. Es werden Bedingungen der Möglichkeit einer weiteren Verbreitung flexibler Beschäftigungsverhältnisse und einer damit evtl. verbundenen Ablösung des Normalarbeitsverhältnisses abgeleitet und es wird die durch Mobilität und Marktbezüge an Bedeutung gewinnende Eingebettetheit organisationaler Strategien im Umgang mit flexiblen Beschäftigungsverhältnissen aufgezeigt und analysiert. Im Vordergrund der Arbeit steht die organisationale, die organisationsübergreifende Ebene des Beschäftigungssystems (bzw. des organisationalen Feldes, der Industrie oder der Occupational Community) sowie die gesellschaftliche Ebene. Die Arbeit ist in vier Teile gegliedert. Im ersten Teil wird ein Überblick über aktuelle Veränderungen der Arbeitswelt und ausgewählte neue Beschäftigungsformen gegeben, es wird der Begriff 'Flexible Beschäftigungsverhältnisse' eingeführt und es werden Ansatzpunkte einer firmenzentrierten Erklärung flexibler Beschäftigungsverhältnisse diskutiert. Der zweite Teil liefert ausgehend von ökonomischen Argumenten für die Vorteile des Arbeitsvertrages eine ausführliche Darstellung, Einordnung und kritische Diskussion der 'Theory of Employment Systems'. Im dritten Teil werden Aspekte der sozialen Einbettung von Arbeitsbeziehungen im Allgemeinen und von flexiblen Beschäftigungsverhältnissen im Besonderen ausgearbeitet. Abschließend werden organisationale und personalwirtschaftliche Konsequenzen flexibler Beschäftigungsverhältnisse behandelt. Als Fallbeispiel werden flexible Beschäftigungsverhältnisse von Theaterschauspielern thematisiert. (IAB)
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Literaturhinweis
Minijobs im Handel - beliebt, aber kaum Chancen für Arbeitslose (2004)
Hofmann, Herbert;Zitatform
Hofmann, Herbert (2004): Minijobs im Handel - beliebt, aber kaum Chancen für Arbeitslose. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 57, H. 23, S. 22-25.
Abstract
"Mit der so genannten Minijob-Regelung, die im April letzten Jahres eingeführt wurde, sollte die Beschäftigungsschwelle gesenkt und Arbeitsplätze geschaffen werden. Im März 2004 übten 4,7 Mill. Personen ausschließlich eine geringfügig entlohnte Tätigkeit und weitere 1,6 Millionen den geringfügig entlohnten Job als Nebentätigkeit aus. Die steigende Zahl von Minijobs wird von den Initiatoren der Reform als Erfolg gewertet, Kritiker befürchten dagegen, dass die Minijobs zu einer massiven Substitution von sonstigen Formen der Erwerbstätigkeit durch die geringfügige Beschäftigung führen. Am Beispiel der Handelsbranche wird hier gezeigt, dass es sich bei der Verbreitung der Minijobs um kein Nullsummenspiel handelt. Zwar sank im Zeitraum Juni 2001 bis März 2004 die Zahl der im Handel beschäftigten voll sozialversicherungspflichtigen Voll- und Teilzeitkräfte um 5,5%, und die geringfügig entlohnten Beschäftigungsverhältnisse stiegen um 7,4%, es wäre jedoch voreilig, dies als Ergebnis der Reformmaßnahmen zu interpretieren. Denn in der Handelsbranche zwingt ein intensiver Preis- und Systemwettbewerb die Unternehmen seit Jahren zu kostensparenden Maßnahmen, so dass sich die Struktur der im Handel Beschäftigten schon vor der Hartz-II-Reform in Richtung Teilzeitbeschäftigung und Geringfügigkeit entwickelt hat. Für die Integration der Bezieher von Arbeitslosenhilfe oder Sozialhilfe (ab 1. Januar 2005 Arbeitslosengeld II) sind die Minijobs allerdings wegen der hohen Transferentzugsrate unbedeutend." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Contract length as risk management when labor is not homogeneous (2004)
Maxcy, Joel G.;Zitatform
Maxcy, Joel G. (2004): Contract length as risk management when labor is not homogeneous. In: Labour, Jg. 18, H. 2, S. 177-189.
Abstract
"This paper examines the choice of contract length for workers who possess unique skills. Uncertainty, facing both the worker and the firm, creates an incentive to reallocate risk. The uncertainty arises from two sources: variation in the market value of the worker's human capital and fluctuation in the worker's physical production. Long-term contracts are typically modeled as compensating wage differentials, or as a solution to the problem of asymmetric information. This paper develops a model proposing more complex behavior in the reallocation of risk between the contracting parties. The model shows that long-term labor contracts are most likely to be observed when price uncertainty in the labor market exceeds the worker's productive uncertainty." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Absenkung des Tarifniveaus durch die Gründung von AÜG-Gesellschaften als alternative oder flankierende Maßnahme zum Personalabbau (2004)
Melms, Christopher; Lipinski, Wolfgang;Zitatform
Melms, Christopher & Wolfgang Lipinski (2004): Absenkung des Tarifniveaus durch die Gründung von AÜG-Gesellschaften als alternative oder flankierende Maßnahme zum Personalabbau. In: Betriebs-Berater, Jg. 59, H. 44, S. 2409-2417.
Abstract
"Die Reformen des AÜG haben einerseits die Einsatzmöglichkeiten für Leiharbeit flexibilisiert, andererseits durch die Einführung des Gleichbehandlungsgebots zwischen Leiharbeitnehmern und der Stammbelegschaft im Entleiherbetrieb ('equal pay') auf den ersten Blick starre Regeln für die Nutzung von Leiharbeit festgelegt. Allerdings ist das Gleichbehandlungsgebot tarifdispositiv. Inzwischen existieren einschlägige Branchentarifverträge, so dass auch diesbezüglich die notwendige Flexibilität wieder hergestellt scheint. Vor diesem Hintergrund stellt der Beitrag das Modell vor, nach dem Unternehmen eigene Arbeitnehmerüberlassungsgesellschaften gründen, von denen sie Arbeitnehmer entleihen, um sie im internen Produktionsprozess einzusetzen. Dieses Modell dient auch dazu, auf wirtschaftliche Schwierigkeiten nicht (allein) mit Personalabbau zu reagieren, sondern setzt den Hebel an den hohen, meist in besseren Zeiten vereinbarten Flächentarifleistungen an. Die Autoren erläutern die rechtlichen Zulässigkeitskriterien für dieses Modell." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zeitarbeit in Deutschland und den USA: eine vergleichende Analyse von Einflussfaktoren auf die Nutzung von Zeitarbeit (2004)
Mitlacher, Lars W.;Zitatform
Mitlacher, Lars W. (2004): Zeitarbeit in Deutschland und den USA. Eine vergleichende Analyse von Einflussfaktoren auf die Nutzung von Zeitarbeit. (Personal, Organisation und Arbeitsbeziehungen 34), Lohmar u.a.: Eul, 430 S.
Abstract
"Die Zeitarbeitsbranche hat in den vergangenen Jahren durch erhebliche Wachstumsraten auf sich aufmerksam gemacht. Im internationalen Vergleich ist die Nutzung von Zeitarbeit in Deutschland aber noch sehr gering verbreitet, obwohl ihr im Rahmen der Hartz-Reformen des Arbeitsmarktes eine Schlüsselrolle bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit zugedacht wurde. Damit die Zeitarbeit ihre beschäftigungspolitische Funktion entfalten kann, muss sie als personalwirtschaftliches Instrument für Unternehmen attraktiv sein. Deshalb sind sowohl theoretische als auch empirische Aufschlüsse über Einflussfaktoren auf die Nutzung von Zeitarbeit erforderlich, um Rückschlüsse auf die unterschiedliche Nutzung von Zeitarbeit ziehen zu können. Die Arbeit vergleicht deshalb die Nutzungsmotive von Zeitarbeit in Deutschland und den USA. Neben rechtlichen und strategischen Einflussfaktoren erfolgt auch eine Analyse von weiteren Faktoren, wie der Arbeitsmarktkonstellation, dem Angebot und der Struktur der Zeitarbeitsbranche, dem Wertewandel, dem Image und der Akzeptanz der Zeitarbeit sowie kulturellen Aspekten. Im Rahmen einer qualitativen empirischen Untersuchung wird der Einfluss dieser Faktoren auf die Nutzungsentscheidung in deutschen und amerikanischen Unternehmen analysiert und verglichen. Hieraus werden Handlungsempfehlungen für Unternehmen, Gesetzgeber und Arbeitsmarktpolitiker entwickelt, um auch in Deutschland eine bessere Nutzung und Verbreitung der Zeitarbeit und die beschäftigungspolitisch intendierten Ziele zu erreichen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
REGAM-Studie: Atypische Beschäftigung in den Betrieben - eingesetzt zur Umgehung des Kündigungsschutzes? (2004)
Zitatform
Pfarr, Heide, Silke Bothfeld, Marcus Bradtke, Martin Kimmich, Julia Schneider & Karen Ullmann (2004): REGAM-Studie: Atypische Beschäftigung in den Betrieben - eingesetzt zur Umgehung des Kündigungsschutzes? In: Betriebs-Berater, Jg. 59, H. 11, S. 602-608.
Abstract
Der Beitrag befasst sich mit der Verbreitung atypischer Beschäftigungsformen und den Gründen für ihren Einsatz. Die Ergebnisse beruhen auf einer WSI-Befragung zur betrieblichen Personalpolitik. Darin wurde insbesondere auch der Frage nachgegangen, welche Faktoren einen Einfluss darauf haben, dass Betriebe angeben, mit atypischer Beschäftigung den Kündigungsschutz vermeiden zu wollen. (IAB)
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Literaturhinweis
Welche Betriebe nutzen Leiharbeit?: Verbreitung und Typik von Einsatzbetrieben und Arbeitsumwelten von Leiharbeitern (2004)
Zitatform
Promberger, Markus & Stefan Theuer (2004): Welche Betriebe nutzen Leiharbeit? Verbreitung und Typik von Einsatzbetrieben und Arbeitsumwelten von Leiharbeitern. In: B. Vogel (Hrsg.) (2004): Leiharbeit : neue sozialwissenschaftliche Befunde zu einer prekären Beschäftigungsform, S. 34-60.
Abstract
Nicht erst seit den Reformvorschlägen der Hartz-Kommission genießt Leiharbeit eine allmählich wachsende Wertschätzung am Arbeitsmarkt. In einer Clusteranalyse aus dem Jahr 2002 für die alten Bundesländer werden Strukturen, Kontexte und Verläufe von Angebot und Nachfrage nach Leiharbeit in Verleihfirmen und Einsatzbetrieben untersucht. Zudem wird analysiert, in welchem Maße die Leiharbeit nach wie vor auf die Funktion eines überbetrieblichen Beschäftigungspuffers beschränkt ist, oder ob sie sich auch in zukunftsträchtige Sektoren und Segmente des Arbeitsmarktes auszudehnen vermag - etwa in den Dienstleistungsbereich oder in hochqualifizierte Berufsfelder. Fazit: Die Flexibilität von Betrieben findet hauptsächlich über 'flexible scheduling' statt. Daneben lassen sich verschiedene zusammengesetzte Randbelegschaften feststellen: im verarbeitenden Gewerbe seltener und kleiner, außerhalb davon häufiger und größer. Leiharbeit hat dabei meist eine eher untergeordnete Bedeutung. Die Arbeitsrealität von Leiharbeitern, wie auch die Chancen auf einen Dauerarbeitsplatz im Einsatzbetrieb unterscheiden sich dabei erheblich. Der industriell-großbetriebliche Kontext bietet noch am ehesten eine Chance auf einen Dauerarbeitsplatz im Einsatzbetrieb, Kleinbetriebe sind als instabiles Arbeitsumfeld anzusehen, während Einsätze in der Dienstleistungsbranche das Problem einer dauerhaften Marginalität verstärken. (IAB)
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Literaturhinweis
Leiharbeit als Flexibilisierungsinstrument?: eine empirische Untersuchung über die Struktur der Leiharbeit in Baden-Württemberg und die mit ihr verknüpften Erwartungen (2004)
Zitatform
Strotmann, Harald & Alexander Vogel (2004): Leiharbeit als Flexibilisierungsinstrument? Eine empirische Untersuchung über die Struktur der Leiharbeit in Baden-Württemberg und die mit ihr verknüpften Erwartungen. (IAW-Kurzbericht 2004,05), Tübingen, 34 S.
Abstract
Auf der Grundlage des IAB-Betriebspanels werden Verbreitung und Struktur der Leiharbeit in Baden-Württemberg untersucht. Weiterhin geht es um die Nutzung der Leiharbeit als betriebliches Flexibilisierungsinstrument und als Mittel zur Personalrekrutierung. Im Ergebnis wird dargestellt, dass Leiharbeit in Baden-Württemberg im Vergleich zu anderen Formen atypischer Beschäftigung bislang weiterhin von nachrangiger Bedeutung ist. Rund 24.000 Personen waren zum 30. Juni 2003 in den baden-württembergischen Betrieben als Leiharbeitskräfte eingesetzt, was etwa 0,6 Prozent der regulären, sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung entspricht. Im Vergleich zum Vorjahr lässt sich aufgrund der weiterhin eingetrübten Konjunktur eine rückläufige Tendenz in der Verbreitung um rund 5.000 Leiharbeitskräfte beobachten. Aushilfen, Praktikanten und Freie Mitarbeiter werden in erheblich stärkerem Maße von den Betrieben nachgefragt. Leiharbeit wird dabei insbesondere im gewerblichen Bereich, und dort nicht etwa nur für einfache Tätigkeiten, sondern auch im Bereich der qualifizierten Facharbeit eingesetzt, während sie im Angestelltenbereich kaum eine Rolle spielt. (IAB)
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Literaturhinweis
Mini- und Midijobs - Ausmaß, Struktur und Dynamik: empirische Ergebnisse mit dem IAB-Betriebspanel Baden-Württemberg (2004)
Zitatform
Strotmann, Harald & Alexander Vogel (2004): Mini- und Midijobs - Ausmaß, Struktur und Dynamik. Empirische Ergebnisse mit dem IAB-Betriebspanel Baden-Württemberg. (IAW-Kurzbericht 2004,06), Tübingen, 23 S.
Abstract
Ziel der am 1. April 2003 beschlossenen Neuregelung der geringfügigen Beschäftigung ist eine Ausweitung derartiger Beschäftigungsverhältnisse. Einerseits verspricht sich die Politik erhebliche Beschäftigungswirkungen durch die Änderung, andererseits soll es durch die Reform gelingen, Schwarzarbeit insgesamt und gerade im Bereich haushaltsnaher Dienstleistungen einzudämmen. Wesentliche Merkmale der Neuregelung im Bereich der geringfügigen Beschäftigung (Minijobs) sind die Anhebung der Geringfügigkeitsgrenze auf 400 Euro sowie die Aufhebung der Begrenzung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 15 Stunden. Neu eingeführt wurde eine Gleitzone zwischen Einkommen von 400,01 Euro und 800 Euro, in welcher der arbeitnehmerseitige Beitragssatz von 4 Prozent sukzessive ansteigt und bei 800 Euro den Wert von knapp 21 Prozent erreicht (Midijobs). Der Beitrag verfolgt das Ziel, über die Verbreitung von Beschäftigung im unteren Lohnsegment in Baden-Württemberg zu informieren. Die empirische Analyse stützt sich dabei auf das IAB-Betriebspanel Baden-Württemberg. Die Ergebnisse belegen, dass in baden-württembergischen Betrieben mit mindestens einem sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zum 30. Juni 2003 insgesamt rund 538.000 Personen in Minijobs und weitere 138.000 Personen in Midijobs beschäftigt waren. Dies entspricht einem Beschäftigungsanteil von 11% bzw. 3%. Knapp ein Fünftel der Midijobs sind dabei Vollzeitstellen, vier Fünftel der Jobs in der Gleitzone sind jedoch als Teilzeitarbeitsplätze vergeben. Überdurchschnittlich verbreitet sind Mini- und Midijobs in Kleinbetrieben, in den Branchen des Dienstleistungssektors und im Handel, unterdurchschnittlich dagegen im Verarbeitenden Gewerbe. (IAB)
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Leiharbeit: Neue sozialwissenschaftliche Befunde zu einer prekären Beschäftigungsform (2004)
Vogel, Berthold;Zitatform
Vogel, Berthold (Hrsg.) (2004): Leiharbeit: Neue sozialwissenschaftliche Befunde zu einer prekären Beschäftigungsform. Hamburg: VSA-Verlag, 182 S.
Abstract
"Der Band bietet einen Einblick und zieht eine erste Bilanz der neuen Vielfalt gesellschaftswissenschaftlicher Studien zur Beschäftigungsform der Leiharbeit - zu ihren sozialen Strukturen, ihren Institutionen und ihrer Organisation. Auch die Erfahrungen der Leiharbeitskräfte und deren Erwerbsverläufe, die periodisch oder dauerhaft in diese spezifische Beschäftigungsform führen, sind Thema der Erörterungen. In seiner Zusammenstellung aktueller Forschung beleuchtet der Band drei zentrale Felder der Leiharbeit (auch Zeitarbeit bzw. Arbeitnehmerüberlassung): die gesellschaftliche Position der Leiharbeitskräfte, das betrieblich-soziale Feld der Leiharbeitsfirmen und der Entleihbetriebe und schließlich die wirtschaftlichen, sozialen und politischen Wirkungen der Leiharbeit." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Geringfügige Beschäftigung und Segmentation auf innerbetrieblichen Arbeitsmärkten des Einzelhandels (2004)
Voss-Dahm, Dorothea;Zitatform
Voss-Dahm, Dorothea (2004): Geringfügige Beschäftigung und Segmentation auf innerbetrieblichen Arbeitsmärkten des Einzelhandels. In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Jg. 13, H. 4, S. 354-367. DOI:10.1515/arbeit-2004-0404
Abstract
"Das starke Wachstum der geringfügigen Beschäftigung wirft die Frage auf, welche Auswirkungen diese Entwicklung auf betriebliche Beschäftigungssysteme hat. Am Beispiel von zehn Einzelhandelsunternehmen wird gezeigt, dass der zunehmende Anteil geringfügig Beschäftigter in einigen Unternehmen zu einer vertieften Spaltung in eine Stamm- und eine Randbelegschaft führt. In anderen Unternehmen ist trotz hoher Anteile geringfügiger Beschäftigung eine Spaltung des betrieblichen Arbeitsmarktes nicht festzustellen, denn geringfügig Beschäftigte sind hier Teil der Stammbelegschaft. Die Zunahme der geringfügigen Beschäftigung im Einzelhandel ist durch eine Interessenkoalition zwischen Arbeitsnachfrage und Arbeitsangebot zu erklären: Unternehmen erhalten durch Beschäftigte in kurzen Teilzeitbeschäftigungsverhältnissen ein hohes Maß an numerischer Flexibilität und einige Erwerbsgruppen sind in bestimmten Lebensphasen und unter den institutionellen Rahmenbedingungen von Erwerbsarbeit an einer geringfügigen Beschäftigung interessiert. Ob die Regulierung des geringfügigen Beschäftigungsverhältnisses unter beschäftigungspolitischen Gesichtspunkten sowie unter dem Aspekt einer nur eingeschränkten Partizipation bestimmter Erwerbsgruppen am Erwerbssystem gesellschaftlich wünschenswert ist, bleibt zu diskutieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Works councils and fixed-term employment: evidence from West German establishments (2003)
Zitatform
Boockmann, Bernhard & Tobias Hagen (2003): Works councils and fixed-term employment. Evidence from West German establishments. In: Schmollers Jahrbuch, Jg. 123, H. 3, S. 359-381.
Abstract
"Die Position von Betriebsräten wie Arbeitnehmern gegenüber befristeten Neueinstellungen ist uneindeutig. Zum einen können befristet Beschäftigte für die 'Insider' eine Bedrohung darstellen, zum anderen können sie zu einer (weiteren) Stabilisierung der Stammbelegschaften beitragen. Unsere empirischen Befunde dokumentieren diese Ambiguität: Unter sonst gleichen Bedingungen geht die Existenz eines Betriebsrates einerseits mit einer höheren Wahrscheinlichkeit einher, dass Unternehmen befristete Neueinstellungen vornehmen. Andererseits ist der Anteil der befristet beschäftigten Arbeitnehmer in Betrieben mit einer gewählten Arbeitnehmervertretung signifikant niedriger als in vergleichbaren Unternehmen ohne Betriebsrat. Diese Unterschiede sind weniger mit der unterschiedlichen Laufzeit der Verträge, als vielmehr mit der unterschiedlichen hohen Zahl an befristet Beschäftigten zu erklären." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Befristung und Leiharbeit: Brücken in reguläre Beschäftigung? (2003)
Zitatform
Bothfeld, Silke & Lutz Kaiser (2003): Befristung und Leiharbeit: Brücken in reguläre Beschäftigung? In: WSI-Mitteilungen, Jg. 56, H. 8, S. 484-493.
Abstract
"Die Deregulierung arbeitsrechtlicher Schutzvorschriften wird trotz ausbleibender empirischer Belege immer wieder als beschäftigungspolitisches Wundermittel gefordert. Durch die Neuregelung der Befristung von Arbeitsverhältnissen und der Überlassung von ArbeitnehmerInnen hat die rot-grüne Bundesregierung die Beschäftigung von Befristeten und LeiharbeitnehmerInnen in vielerlei Hinsicht erleichtert. Der Beitrag entwickelt zwei Argumente. In der theoretischen Perspektive wird deutlich, dass eine bloße Deregulierung von Schutzvorschriften kein effektives Instrument zur Erschließung eines zusätzlichen Beschäftigungsvolumens sein kann, weil zentrale Faktoren des betrieblichen Handelns (Unsicherheit, Gewohnheit) unberücksichtigt bleiben. In der empirischen Perspektive wird deutlich, dass befristete Beschäftigung und Leiharbeit auf bestimmte Segmente des Arbeitsmarktes beschränkt und Übergänge in eine dauerhafte Beschäftigung nur für eine selektive Minderheit der Beschäftigten möglich sind. Die gesetzlichen Neuregelungen weisen zwar in die richtige Richtung, weil sie einen Ausgleich zwischen der Beibehaltung sozialer Schutzvorschriften und den betrieblichen Interessen schaffen. Dennoch sind Nachbesserungen, etwa beim Verbot der erneuten sachgrundlosen Befristung von früheren MitarbeiterInnen oder der Gleichbehandlung von Arbeitslosen bei der Arbeitnehmerüberlassung dringend zu empfehlen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Temporary employment and employability: training opportunities and efforts of temporary and permanent employees in Belgium (2003)
Zitatform
Forrier, Anneleen & Luc Sels (2003): Temporary employment and employability. Training opportunities and efforts of temporary and permanent employees in Belgium. In: Work, employment and society, Jg. 17, H. 4, S. 641-666.
Abstract
"Lifetime employability is often put forward as an alternative to lifetime employment with the same employer: At first sight, temporary employment relations and employability is less dramatic when it is linked to a higher employability. Opponents, however, claim that temporary employment and employability are at odds. They argue that both employers and temporary employees may be faced with dilemmas relating to the enhancement of employability through training. In this article, we deal with this question. We study the training efforts of temporary and permanent employees as well as the training opportunities offered by their respective employers. Moreover, we differentiate between different groups of temporary employees. We study this in the Belgian institutional setting.The results indicate that, although temps to largely take responsibility for their own training, they get fewer opportunities to enhance their employability than do permanent employees." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Does fixed-term contract employment raise firms' adjustment speed?: evidence from an establishment panel for West Germany (2003)
Zitatform
Hagen, Tobias (2003): Does fixed-term contract employment raise firms' adjustment speed? Evidence from an establishment panel for West Germany. In: Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, Jg. 223, H. 4, S. 403-421. DOI:10.1515/jbnst-2003-0403
Abstract
"Befristete Verträge sind seit Jahren in der arbeitsmarktpolitischen Debatte. Ihr Einsatz wurde in den achtziger Jahren mit dem Ziel dereguliert, die Flexibilität des Arbeitsmarktes zu erhöhen. Allerdings konnten die bisherigen empirischen Analysen auf Basis von Branchen-Daten keinen positiven Effekt befristeter Verträge auf die Flexibilität des Arbeitsmarktes finden. In diesem Beitrag werden dyanmische Arbeitsnachfragefunktionen auf Basis des IAB-Betriebspanels geschätzt. Dabei wird jeweils eine Funktion für die Gesamtbeschäftigung und eine Funktion für die Beschäftigung abzüglich der Arbeitnehmer mit befristeten Verträgen geschätzt. Es zeigt sich, dass die 4,3 Prozent befristeten Verträge im Datensatz den Median der Anpassung abhängig von der gewählten Spezifikation um 0,2 bis 3,0 Monate erhöhen. Dieses Ergebnis lässt sich dahingehend interpretieren, dass befristete Verträge von Unternehmen als Anpassungsinstrument für Nachfrageschwankungen genutzt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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The role of temporary agency employment in tight labor markets (2003)
Zitatform
Houseman, Susan N., Arne L. Kalleberg & George A. Erickcek (2003): The role of temporary agency employment in tight labor markets. In: Industrial and Labor Relations Review, Jg. 57, H. 1, S. 105-127.
Abstract
Auf der Grundlage von Fallstudien in sechs Krankenhäusern und bei fünf Autoteileherstellern, in deren Verlauf 1999 und 2000 intensive Gespräche geführt wurden, wird in dem Beitrag dargestellt, warum Arbeitgeber Leiharbeitnehmer für hoch- und niedrigqualifizierte Tätigkeiten einstellen. (IAB)
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Arbeitsbedingungen und Perspektiven von Zeitarbeitern (2003)
Zitatform
Kvasnicka, Michael & Axel Werwatz (2003): Arbeitsbedingungen und Perspektiven von Zeitarbeitern. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 70, H. 46, S. 717-725.
Abstract
"In dem Bericht wird erstmals die seit 2001 im Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) des DIW Berlin erfasste Tätigkeit in einer Zeitarbeitsfirma mit Blick auf die Arbeitsbedingungen ausgewertet. Zudem werden die beruflichen Perspektiven von Arbeitnehmern vor und während ihrer Tätigkeit in einem Zeitarbeitsverhältnis näher betrachtet. Die Ergebnisse zeigen, dass vormals beschäftigte Zeitarbeiter weitaus öfter ihre frühere Stelle durch eine Betriebsstilllegung oder durch eine arbeitgeberseitige Kündigung verloren als andere Arbeitnehmer; auch hatten sie im Vergleich zu diesen zum Zeitpunkt der Beendigung des letzten Arbeitsverhältnisses weitaus seltener konkrete Perspektiven hinsichtlich einer Anschlussbeschäftigung. Zeitarbeiter schätzen den folgenden Stellenwechsel im Vergleich zu Stellenwechslern in der Gesamtwirtschaft zwar weniger positiv ein, aber vor dem Hintergrund der eigenen Erwerbsbiographie stufen sie die Arbeitsbedingungen in der neuen Anstellung überwiegend gleichwertig oder sogar besser als in der vorausgegangenen ein. Insgesamt sind Zeitarbeiter kaum unzufriedener mit der Arbeit als vergleichbare Arbeitnehmer in anderen Beschäftigungsverhältnissen. Während hinsichtlich der Einschätzung des herrschenden Arbeitsklimas und der Fortbildungsmöglichkeiten keine bedeutenden Unterschiede vorliegen, geben Zeitarbeiter häufiger als vergleichbare Arbeitnehmer an, belastenden Umwelteinflüssen und Unfallrisiken ausgesetzt zu sein. In Bezug auf die beruflichen Perspektiven schätzen Zeitarbeiter das Risiko, ihren Arbeitsplatz zu verlieren, nicht höher ein als andere. Allerdings ist für sie die Wahrscheinlichkeit größer, von sich aus bald eine neue Stelle zu suchen, einen beruflichen Neuanfang zu machen oder in die Selbständigkeit überzuwechseln, denn einen beruflichen Aufstieg im gegenwärtigen Betrieb erachten Zeitarbeiter als wenig wahrscheinlich. Alles in allem erscheinen die Arbeitsbedingungen und die beruflichen Perspektiven von Zeitarbeitern im Vergleich zu Arbeitnehmern in der Gesamtwirtschaft gemessen an den Erwartungen weitaus heterogener; die Bedingungen sind aber nicht, wie bislang oft angenommen, durchweg schlechter." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Atypische Beschäftigungsformen und deren Bedeutung für den Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg (2003)
Zitatform
Strotmann, Harald & Knut Wetzig (2003): Atypische Beschäftigungsformen und deren Bedeutung für den Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg. (IAW-Kurzbericht 2003,04), Tübingen, 34 S.
Abstract
Mit dem verstärkten Einsatz atypischer Beschäftigungsformen sollen vorhandene Inflexibilitäten auf dem Arbeitsmarkt überwunden und zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden, was aber auch gleichzeitig die Spaltung auf dem Arbeitsmarkt verschärfen kann. Auf der Grundlage einer repräsentativen Arbeitgeberbefragung, dem IAB-Betriebspanel Baden-Württemberg, werden quantitative Strukturinformationen über die Verbreitung verschiedener atypischer Beschäftigungsformen in Baden-Württemberg vorgelegt. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob und in welchem Maß die verschiedenen Formen atypischer Beschäftigung eingesetzt werden, um kurzfristige, unterjährige Schwankungen der Produktionstätigkeit zu kompensieren und die Beschäftigung zu stabilisieren. Die Analyse der Nachfrage nach verschiedenen atypischen Beschäftigungsformen in Betrieben mit und ohne Produktionsschwankungen zeigt, dass diese flexible Steuerung des Arbeitseinsatzes zur Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe beiträgt. Dabei werden befristete Arbeitsverträge und Aushilfen bei planbaren, Leiharbeit bei unerwarteten Schwankungen eingesetzt. Durch wirtschaftspolitische Maßnahmen sollten die atypischen Beschäftigungsmöglichkeiten deshalb erleichtert werden. (IAB)
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Literaturhinweis
Chance Teilzeitarbeit: Argumente und Materialien für Verantwortliche (2002)
Baillod, Jürg; Erdös-Schärer, Susanne; Moser, Marianne Schär; Blum, Adrian; Schär Moser, Marianne; Stamatiadis, Martin; Bailod, Jürg;Zitatform
Baillod, Jürg (Hrsg.) (2002): Chance Teilzeitarbeit. Argumente und Materialien für Verantwortliche. (Arbeitswelt 18), Zürich: Vdf Hochschulverlag, 188 S., CD-ROM.
Abstract
"Die mit Teilzeitarbeit verbundenen Chancen werden in den Unternehmen noch viel zu wenig erkannt. Obwohl zunehmend mehr Firmen die Möglichkeiten von Teilzeitarbeit positiv einschätzen, bestehen nach wie vor kulturelle, psychologische und rechtliche Barrieren für eine breitere Nutzung der Teilzeitarbeit. Die Publikation unterstützt verantwortliche Personen darin, Teilzeitarbeit in einer sowohl für die Unternehmen als auch für die Beteiligten attraktiven Form anzubieten. Sie bietet viele Hintergrundinformationen und Argumente, aber vor allem auch konkrete Instrumente für die Einführung und die Weiterentwicklung innovativer Teilzeitmodelle. Zudem zeigt sie, inwiefern Teilzeitarbeit auch für Männer eine attraktive Arbeitszeitform darstellt und damit auf dieser Ebene einen Beitrag zur Gleichstellung von Frauen und Männern leisten kann. Schliesslich wird dargelegt, wo die Möglichkeiten und Grenzen der Teilzeitarbeit im Führungsbereich liegen. Die beigelegte CD-ROM mit ihren Folien, Checklisten usw. bildet eine ideale Grundlage für die konkrete Personalarbeit, für Informationsveranstaltungen und Schulungen. Der Band entstand im Rahmen des Projekts SCHATZ (Schaffung von Anreizen für Teilzeitarbeit), das Anreize zur Förderung qualifizierter Teilzeitarbeit vermitteln und damit neue Teilzeitarbeitsplätze schaffen will." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitsplatzdynamik und befristete Verträge: Empirische Evidenz aus dem IAB-Betriebspanel für Baden-Württemberg (2002)
Zitatform
Boockmann, Bernhard & Tobias Hagen (2002): Arbeitsplatzdynamik und befristete Verträge: Empirische Evidenz aus dem IAB-Betriebspanel für Baden-Württemberg. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 35, H. 3, S. 385-396.
Abstract
"Der Beitrag beschreibt die Rolle befristeter Arbeitsverträge in der Arbeitsplatzdynamik baden-württembergischer Betriebe im Jahr 2001. Obwohl nur 4,4 Prozent der Arbeitnehmer einen befristeten Vertrag haben, erfolgen mehr als ein Viertel aller Einstellungen auf der Basis eines befristeten Vertrages. Mehr noch als expandierende Betriebe nutzen schrumpfende Betriebe befristete Verträge: Hier werden rund 44 Prozent der Einstellungen befristet vorgenommen, was auf die ungewisse Geschäftsentwicklung in diesen Betrieben zurückzuführen sein dürfte. Von den befristet Beschäftigten, deren Arbeitsvertrag im Jahr 2001 auslief, wechselten circa 51 Prozent in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis im gleichen Betrieb, während circa 49 Prozent aus dem Betrieb ausschieden. Die Übernahmequote ist in wachsenden Betrieben deutlich höher. Gerade hier wird befristete Beschäftigung offensichtlich nicht nur als kurzfristiges Anpassungsinstrument genutzt, sondern auch zur Erprobung neueingestellter Mitarbeiter. Weitere Ergebnisse der Datenanalyse betreffen den simultanen Zugang und Abgang von Arbeitnehmern in den bzw. aus dem Betrieb, der als Rotation oder Churning bezeichnet wird. Die Churning-Rate liegt bei der Gesamtbeschäftigung bei fast 65 Prozent, d.h. fast zwei Drittel des Umschlags dient nur zum Austausch der Arbeitnehmer, ohne dass damit Auf- oder Abbau von Beschäftigung verbunden ist. Die Ergebnisse zeigen ferner, dass die Betriebe den Arbeitnehmern bei der Neubesetzung von Stellen häufig befristete Verträge anbieten, obwohl die Stellen bislang unbefristet besetzt waren. Stellt man diesem Phänomen jedoch die Zahl der Umwandlungen befristeter in unbefristete Arbeitsverträge gegenüber, zeigt sich, dass per saldo keine Verdrängung regulärer Beschäftigung festzustellen ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Temporary agency work: national reports: Germany (2002)
Garhammer, Manfred;Zitatform
Garhammer, Manfred (2002): Temporary agency work. National reports: Germany. Dublin, 53 S.
Abstract
"The UK, France, the Netherlands and Germany together account for 90% of TAW in the EU. TAW is rapidly on the increase in Germany. In the course of 2000 about 700,000 temps have been engaged (flow-data). Still, TAW constitutes a small (320,000 = 1.0% of total employment - stock data) but a very dynamic segment of the German labour market (20% annual growth rate). Compared to other countries these numbers are not controversial as TAW in Germany has to be registered according to the AÜG. In Germany TAW is widely regulated by the Labour Placement Act (AÜG) valid since 1972. This legislation reflects the special necessity for protection of temps due to the tri-angular relationship. In Germany agencies bear the full employers' risk. Utilisation of TAW was liberalised considerably in 1997 and 1998. In the view of employers' associations and more and more the unions, TAW provides new opportunities to get out of unemployment. The profit-based agencies - ten years ago carrying a negative image - have gained increasing acceptance for promoting employment: About 50% of the temps had been unemployed before starting TAW, about 30% are said to find a permanent job in the user-company. However, there are no longitudinal data proving the long-term labour market effects. Compared to other European societies only few labour market entrants (10%) are involved, 3% were academics. However, agencies are currently discovering this high-value-segment of the highly skilled, their better image helps them to address academics. Still, 60% of German temps are male manual industrial workers with no or low skills. This reflects the structure of the 'old economy' in Germany which correlates to the structure of unemployed. The perspective of a 'social European Union' makes it necessary to shift the focus from the quantitative labour market effects to the quality of jobs created by TAW. With regards on this issue there is a lack of data particularly in Germany. Hence, only selected findings can be presented:
- There is clear evidence for poor remuneration and working conditions. Wages are by 30% lower compared to permanent workers. This comparison implies problems in defining what comparable workers are.
- There are nearly 10,000 businesses and therefore a strong price competition: Smaller companies in the unskilled segment contribute to rock-bottom-wages (8 DM/h is not rare).
- Main problems for temps are a lack of social security and of benefits connected to the status of a permanent worker. Temps have short missions both in user companies and in agencies: the majority only lasts up to three months. Many agencies do not provide training opportunities for their employees except the GAÜ (section 9) which particularly were sponsored for re-integrating long-term-unemployed as well as agencies in high-value-niches.
- Temps make up a tiny minority of unions' members. They are only marginally included in co-determination acc. to BetrVerfG both in the agencies and in user-companies. With the exception of Randstad there is no nation-wide agreement.
Although TAW is widely regulated by the AÜG (obligations for agencies to be licensed; one year limit) and by agreements at company level temps still lack equal working conditions, pay and employment stability compared to permanent full-time employees. This marginal position of TAW-workers partially results from the German corporatist model established by the Social Partners to protect a long-term employment career of skilled workers in the permanent core workforce of industrial work. During the last decades this model has undergone remarkable changes. New legislation has increased flexibility in labour markets and facilitated TAW." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) -
Literaturhinweis
Determinanten der Nachfrage nach befristeten Verträgen, Leiharbeit und freier Mitarbeit: empirische Analysen auf Basis des IAB-Betriebspanels (2002)
Zitatform
Hagen, Tobias & Bernhard Boockmann (2002): Determinanten der Nachfrage nach befristeten Verträgen, Leiharbeit und freier Mitarbeit. Empirische Analysen auf Basis des IAB-Betriebspanels. In: L. Bellmann & A. Kölling (Hrsg.) (2002): Betrieblicher Wandel und Fachkräftebedarf (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 257), S. 199-235.
Abstract
"So genannte atypische Arbeit - befristet Beschäftigte, Leiharbeiter und freie Mitarbeiter - ist seit vielen Jahren ein Thema in der wirtschaftspolitischen Diskussion. Meist wird Flexibilität für ihre Deregulierung empfohlen oder werden sozialpolitische Argumente für ihre stärkere Regulierung vorgebracht. Allerdings liegt bisher kaum empirische Evidenz bezüglich der Gründe für den Einsatz dieser Beschäftigungsformen vor. Die ökonomische Theorie liefert mehrere Hypothesen über die Nachfrage nach atypischer Arbeit. Sie basierten meist auf den Anpassungskosten, die Unternehmen bei einem Mitarbeiterwechsel entstehen. Kosten, die bei Kündigung eines festen Mitarbeiters entstehen, können den Einsatz atypischer Beschäftigung in bestimmten Situationen profitabel machen. So etwa, wenn die Unternehmen kurzfristig mit einer erhöhten Güternachfrage konfrontiert sind, wenn sie reguläre Arbeitnehmer aufgrund von Krankheit ersetzen müssen oder wenn sie bezüglich der Dauerhaftigkeit einer positiven Nachfrageentwicklung noch unsicher sind. Durch die Kontaktaufnahme mit Leiharbeitern über eine Zeitarbeitsfirma können Unternehmen außerdem die Kosten der Rekrutierung von neuen Beschäftigten senken. Kleine Betriebe können zudem bestimmte spezialisierte Aufgaben an freie Mitarbeiter vergeben. Auch in der Einsparung von Sozialversicherungsbeiträgen dürfte ein Anreiz für die Nachfrage nach freien Mitarbeitern liegen. Die Studie identifiziert den Effekt der Entlassungskosten auf den Einsatz atypischer Arbeit anhand der Änderung des Kündigungsschutzgesetzes (KschG) im Oktober 1996. Für die befristete Beschäftigung bestätigt sich die Vermutung in der empirischen Analyse, dass die Kündigungskosten fest angestellter Mitarbeiter den Einsatz temporärer Arbeit fördern. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Unternehmen atypische Beschäftigung einsetzt, steigt außerdem bei Umsatzsteigerungen und sinkt bei fallendem Umsatz. Auch die Existenz eines Betriebsrats erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass ein Unternehmen befristete Verträge einsetzt. Dies steht im Einklang mit der Hypothese, wonach die Mitbestimmung die Entlassungskosten permanent Beschäftigter erhöht. Befristete Beschäftigte werden außerdem verstärkt eingesetzt, um Arbeitnehmer in Mutterschaft und Erziehungsurlaub zu vertreten, während sich dieser Zusammenhang nicht für Leiharbeiter und freie Mitarbeiter zeigt. Auch die Vermutung, dass spezialisierte Tätigkeiten, wie beispielsweise die Wartung von EDV-Systemen, an freie Mitarbeiter vergeben wird, scheint durch die Schätzergebnisse bestätigt zu werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Nachhaltige Arbeitsgestaltung zwischen Prekarität und Beständigkeit der Beschäftigungsverhältnisse (2002)
Zitatform
Knuth, Matthias, Marcel Erlinghagen, Thorsten Kalina & Gernot Mühge (2002): Nachhaltige Arbeitsgestaltung zwischen Prekarität und Beständigkeit der Beschäftigungsverhältnisse. In: P. Brödner & M. Knuth (Hrsg.) (2002): Nachhaltige Arbeitsgestaltung : Trendreports zur Entwicklung und Nutzung von Humanressourcen (Bilanzierung innovativer Arbeitsgestaltung, 03), S. 303-377.
Abstract
Nach einer Einführung in das Thema stellen die Autoren die Ausdifferenzierung von Beschäftigungsformen dar und setzen sich mit der These von der "Erosion des Normalarbeitsverhältnisses" auseinander. Dies ist gleichzeitig die Begründung dafür, dass die vorgestellten Analysen auf der Grundlage der Statistik sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung für die Beurteilung des Beschäftigungssystems insgesamt durchaus aussagekräftig sind. Diese Analysen beziehen sich auf die Bewegung der Arbeitskräfte zwischen Betrieben und die Stabilität ihres Verweilens in denselben. Die Gesamtanalyse wird nach betrieblichen und individuellen Merkmalen disaggregiert. Schließlich werden die Befunde zusammengefasst und Schlussfolgerungen für die nachhaltige Arbeitsgestaltung gezogen. (IAB2)
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Literaturhinweis
Flexible Arbeitszeiten und alternative Beschäftigungsformen in der Personalplanung: Optimierungsmodelle aus Unternehmenssicht und Kompromißmodelle zur Berücksichtigung betrieblicher Mitbestimmung (2002)
Knörzer, Michael;Zitatform
Knörzer, Michael (2002): Flexible Arbeitszeiten und alternative Beschäftigungsformen in der Personalplanung. Optimierungsmodelle aus Unternehmenssicht und Kompromißmodelle zur Berücksichtigung betrieblicher Mitbestimmung. München u.a.: Hampp, 371 S.
Abstract
"Die zunehmende Verbreitung flexibler Formen der Arbeitszeitgestaltung und alternativer, auch 'atypisch' genannter Formen der Beschäftigung, wie z.B. die erst zu Beginn des Jahres 2001 gesetzlich neu geregelten Teilzeitarbeits- und befristeten Beschäftigungsverhältnisse, wird in der Literatur ausführlich erörtert, jedoch beschränkten sich diese Beiträge häufig auf die Beschreibung bzw. Erklärung der beobachtbaren Phänomene. Gestaltungsansätze im Rahmen der Personalbereitstellung bleiben demgegenüber unterrepräsentiert. Aufgrund der Komplexität von Entscheidungen im Rahmen der Personalbereitstellungsplanung haben sich Modelle der linearen Programmierung als geeignete Verfahren zur Behandlung solcher Fragestellungen erwiesen, doch fehlt es in der Literatur vielfach an einer Integration aktueller Regelungen zur Nutzung flexibler Arbeitszeiten und alternativer Beschäftigungsformen, was in dieser Arbeit geschieht. Die Problemstellung erfährt insofern eine Komplikation, als bei der Nutzung flexibler Arbeitszeiten und alternativer Beschäftigungsformen Mitbestimmungsrechte von Betriebsräten bestehen, welche diesen z.T. einen gleichberechtigten Einfluß auf die Entscheidungsfindung einräumen. In der Literatur wird eine Reihe von Modellen der Mehrzielentscheidung vorgestellt, deren Anwendung jedoch aus verschiedenen Gründen auf die in dieser Arbeit behandelten Entscheidungssituationen nicht adäquat erscheint. Eine Klasse von Kompromißmodellen, die in dieser Arbeit als geeignet angesehen wird, angemessene Lösungen für innerbetriebliche Verhandlungssituationen zu generieren, ist die der Verhandlungslösungen der kooperativen Spieltheorie. Diese verfügen aufgrund der expliziten Offenlegung der ihnen zugrundeliegenden mathematischen Eigenschaften und Vorstellungen gerechter Verhandlungsergebnisse über eine geeignete Grundlage zur Diskussion und Auswahl solcher Kompromißregeln, die im Zusammenspiel mit den o.a. Entscheidungsmodellen angewendet werden sollen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
TopSharing: Jobsharing in Führungspositionen (2002)
Kuark, Julia K.;Zitatform
Kuark, Julia K. (2002): TopSharing. Jobsharing in Führungspositionen. In: Wirtschaftspsychologie, Jg. 4, H. 1, S. 70-77.
Abstract
"Führung ist nicht teilbar. Dieser Mythos ist weit verbreitet und wird gepflegt, obwohl in Verwaltungsräten, Geschäftsleitungen und Regierungskollegien gemeinsam getragene, geteilte Verantwortung zum Alltag gehört. Das Projekt TopSharing fördert ein partnerschaftliches Führungsmodell: Jobsharing in Top-Positionen. Das Vorhaben zeigt auf, wie vorhandene Kenntnisse in die Praxis umgesetzt werden können und unterstützt Firmen bei der Einführung von TopSharing-Pilotfällen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Neue Formen der Beschäftigung - neue Personalpolitik? (2002)
Zitatform
Martin, Albert & Werner Nienhüser (Hrsg.) (2002): Neue Formen der Beschäftigung - neue Personalpolitik? (Zeitschrift für Personalforschung. Sonderband 2002), München u.a.: Hampp, 271 S.
Abstract
Das "Normalarbeitsverhältnis" verliert seine Selbstverständlichkeit. Es wird zunehmend abgelöst durch "Neue" Formen der Beschäftigung. Die Beiträge des Bandes fragen nach den personalwirtschaftlichen, rechtlichen, aber auch gesamtgesellschaftlichen Folgen dieser neuen Beschäftigungsverhältnisse. Im einzelnen werden folgende Themen behandelt:
- selbständige Arbeitnehmer oder abhängige Selbständige?
- Einsatz von Fremdfirmen;
- geringfügige Beschäftigung;
- Teilzeitarbeit;
- Telearbeit und Führung;
- outsourcing und Professionalisierung der Personalarbeit. (IAB2) -
Literaturhinweis
The use of flexible working contracts in West Germany: evidence from an establishment panel (2001)
Zitatform
Boockmann, Bernhard & Tobias Hagen (2001): The use of flexible working contracts in West Germany. Evidence from an establishment panel. (ZEW discussion paper 2001-33), Mannheim, 32 S.
Abstract
In dem Beitrag wird untersucht, unter welchen Bedingungen Unternehmen befristete, entliehene oder freiberufliche Arbeitskräfte beschäftigen. Mit Hilfe der Daten von sieben Wellen des IAB-Betriebspanels von 1993 bis 1999 wird festgestellt, dass die Wahrscheinlichkeit des Einsatzes atypischer Beschäftigungsformen u.a. durch Wechsel in der Produktnachfrage beeinflusst wird. (IAB)
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Literaturhinweis
Theorie und Empirie unterschiedlich langer Arbeitstage am Beispiel von Schicht- und Teilzeitarbeit (2000)
Krings, Achim;Zitatform
Krings, Achim (2000): Theorie und Empirie unterschiedlich langer Arbeitstage am Beispiel von Schicht- und Teilzeitarbeit. (Beiträge zur Personal- und Organisationsökonomik 05), München u.a.: Hampp, 250 S.
Abstract
"Bei der betrieblichen Arbeitszeitgestaltung ist u.a. die Länge des Arbeitstages zu bestimmen. Die Relevanz dieses Entscheidungsproblems zeigt sich beispielweise bei der Arbeitszeitgestaltung in Krankenhäusern, wo über die Frage diskutiert wird, ob zu lange Schichtdienste von Ärzten die Qualität der Patientenversorgung beeinträchtigen. Auch in der Diskussion um Teilzeitarbeit wird über die Frage gestritten, welche Konsequenzen mit unterschiedlich langen Arbeitstagen verbunden sind. Die vorliegende Arbeit greift zur Beantwortung dieser Fragen auf arbeitswissenschaftliche und personalökonomische Argumente zurück und intergriert diese auf der Basis eines produktionstheoretischen Modells. Die abgeleiteten Hypothesen werden u.a. in einer empirischen Untersuchung auf chirurgischen Intensivstationen überprüft. Unter den dort vorherrschenden Bedingungen sind zwölfstündige Arbeitstage mit besseren Produktionsergebnissen verbunden als achtstündige Arbeitstage." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Vernetzt, klein und flexibel: die Firma des 21. Jahrhunderts (1999)
Malone, Thomas W.; Laubacher, Robert J.;Zitatform
Malone, Thomas W. & Robert J. Laubacher (1999): Vernetzt, klein und flexibel. Die Firma des 21. Jahrhunderts. In: Harvard Business Manager H. 2, S. 28-36.
Abstract
"Alle Welt blickt gespannt auf die Fusionen der Bank-, Versicherungs-, Auto- oder Pharmakonzerne. Aber sind solche Mega-Organisationen überhaupt noch zeitgemäß? Die Zweifel wachsen: Längst ermöglicht es die moderne Informationstechnik, Arbeit und Geschäft flexibler und effektiver zu organisieren. Dabei spielen jene Bündnisse eine wichtige Rolle, zu denen sich Freischaffende und Kleinstfirmen auf Zeit vereinigen. Elektronisch vernetzt, übernehmen sie bestimmte Entwicklungs-, Produktions-, Vermarktungs- oder Vertriebsaufgaben, die zuvor durch dauerhaft bestehende Unternehmen erledigt wurden. Im Ergebnis kristallisiert sich die sogenannte E-Lance-Ökonomie heraus. Wie sich deren Arbeitsweisen auf die Großunternehmen sowie auf Wirtschaft und Gesellschaft auswirken werden, soll nun ein Großforschungsvorhaben am Massachusetts Institute of Technology klären. Die Autoren glauben, mit der E-Lance-Ökonomie wird in den kommenden Jahrzehnten ein neues Wirtschaftssystem Einzug halten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Innerbetriebliches Vertrauen als Verbreitungsgrenze atypischer Beschäftigungsformen (1998)
Seifert, Matthias; Pawlowsky, Peter;Zitatform
Seifert, Matthias & Peter Pawlowsky (1998): Innerbetriebliches Vertrauen als Verbreitungsgrenze atypischer Beschäftigungsformen. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 31, H. 3, S. 599-611.
Abstract
"Die Attraktivität atypischer Beschäftigungsformen besteht aus betrieblicher Sicht in den personalpolitischen Spielräumen, die sie im Hinblick auf die Arbeitszeit, Entlohnung oder Kontinuität der Beschäftigung bieten. Für die Innovations- und Lernfähigkeit von Unternehmen sind vor allem vertrauensvolle innerbetriebliche Sozialbeziehungen wichtig, weil Vertrauen die Engagement- und Kooperationsbereitschaft von Arbeitnehmer/innen stärkt und die intraorganisationale Wissensdiffusion fördert. Der Produktionsfaktor Vertrauen, so die These, setzt der Verbreitung atypischer Beschäftigungsverhältnisse relativ enge Grenzen, denn die Etablierung und Festigung von Vertrauen in Organisationen wird stark durch die subjektiv wahrgenommenen Beschäftigungs- und Arbeitsmarktperspektiven beeinflußt. Wo individuelle Beschäftigungsunsicherheit wahrgenommen wird, herrscht ein Klima des Mißtrauens, das mit einer Aktivierung von non-kooperativen Verhaltensweisen der Beschäftigten einhergeht. Atypische Beschäftigungsverhältnisse wirken sich zwar nicht generell vertrauensschädlich aus, aber aufgrund ihres temporären Charakters können befristete Beschäftigung und Leiharbeit keine stabilen und dauerhaften Vertrauensbeziehungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmer/innen stiften. Dem betriebswirtschaftlichen Interesse an einer möglichst großen Flexibilität des Personals in Abhängigkeit von der Auftragslage steht somit das Interesse an einer hohen Leistungsbereitschaft und Produktivität der Arbeitnehmer/innen entgegen. Letzteres setzt das Vertrauen der Beschäftigten voraus und läßt sich am ehesten in stabilen und auf Dauer angelegten normalen Vollzeitverhältnissen mit relativer Beschäftigungs "garantie" erreichen. Aus diesem Grund ist für viele Betriebe die maximale Personalflexibilität nicht gleichbedeutend mit der optimalen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitnehmerüberlassung: Trends und Einsatzlogik (1997)
Rudolph, Helmut; Schröder, Esther;Zitatform
Rudolph, Helmut & Esther Schröder (1997): Arbeitnehmerüberlassung: Trends und Einsatzlogik. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 30, H. 1, S. 102-126.
Abstract
"Der Aufsatz analysiert die Expansion von Leiharbeit bis 1995 in der Bundesrepublik. In einem empirischen Teil werden Strukturinformationen zu den drei beteiligten Akteuren, den Leiharbeitnehmern, den Verleihfirmen und den Entleihbetrieben ausgewertet. Die empirischen Ergebnisse beruhen auf der Arbeitnehmerüberlassungsstatistik sowie auf Bestands- und Verlaufsdaten der Beschäftigtenstatistik und einer IAB-Betriebsbefragung. Im analytischen Teil wird die Einsatzlogik aus der Sicht der drei Akteure untersucht. Daraus ergeben sich Folgerungen in bezug auf die gesetzlichen Regelungen von Leiharbeit und für die Position von Leiharbeit im Vergleich zu anderen Formen der Flexibilität des Arbeitsvolumens.
Wesentliche Ergebnisse sind:
- Leiharbeitnehmer sind überwiegend jüngere Männer mit unterdurchschnittlichen Verdiensten, die im gewerblichen Bereich eingesetzt werden.
- Die Expansion von Leiharbeit wird getragen durch den vermehrten Verleih von geringqualifizierten Personen.
- Die Verleihbetriebe nutzen Lohndifferentiale durch den Verleih in Mittel- und Großbetriebe mit hohen Durchschnittslöhnen und Beschäftigung von Arbeitskräften, die aus Nichterwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit oder aus Niedriglohnbereichen rekrutiert werden.
- Leiharbeit rangiert als Flexibilisierungsinstrument bei den Betrieben hinter Überstunden und eigenen Einstellungen. Die Nutzung von Leiharbeit verläuft komplementär zu Überstunden und Aushilfsbeschäftigung.
- Leiharbeit führt in der Regel nicht zu überbetrieblich stabilen Beschäftigungsverhältnissen. Die Verlängerung der gesetzlich zulässigen Höchstdauer der Überlassung hat daran fast nichts geändert.
- Für einen Teil der Leiharbeiter bietet Leiharbeit eine Brückenfunktion in besser bezahlte Beschäftigung in 'normalen' Arbeitsverhältnissen." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Betriebliche Erfahrungen mit atypischen Arbeitsformen: Ergebnisse einer Repräsentativerhebung in acht europäischen Ländern (1993)
Bielenski, Harald;Zitatform
Bielenski, Harald (1993): Betriebliche Erfahrungen mit atypischen Arbeitsformen. Ergebnisse einer Repräsentativerhebung in acht europäischen Ländern. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 26, H. 3, S. 375-385.
Abstract
Um empirisch fundierte Aussagen zu den Entwicklungspotentialen von vier ausgewählten atypischen Arbeitsformen machen zu können, wurde 1989/90 eine international angelegte Repräsentativbefragung durchgeführt. Befragt wurden Manager und - soweit vorhanden - Arbeitnehmervertreter in 3520 privatwirtschaftlichen Betrieben aus acht europäischen Ländern. Ziel der Untersuchung war es herauszufinden, in welchem Ausmaß atypische Arbeitsformen in den Betrieben angewendet werden und wie Manager und Arbeitnehmervertreter aufgrund ihrer Erfahrungen Teilzeitarbeit, befristete Arbeitsverträge, Samstags- und Abendarbeit bewerten. Der internationale Vergleich zeigt, daß die Verbreitung und Bewertung insbesondere von befristeten Arbeitsverträgen und Teilzeitarbeit stark von den jeweiligen rechtlichen Rahmenbedingungen abhängt. Dies bedeutet, daß es in relativ breitem Umfang möglich ist, durch politische Maßnahmen - insbesondere durch eine entsprechende Ausgestaltung des Arbeits- und Sozialrechts - die Attraktivität und damit auch die Verbreitung dieser atypischen Arbeitsformen zu fördern oder zu bremsen. Entwicklungschancen werden vor allem bei der Teilzeitarbeit gesehen. Sowohl seitens der Arbeitgeber als auch seitens der Arbeitnehmer besteht ein großes und bei weitem noch nicht ausgeschöpftes Interesse an dieser Arbeitsform. Für beide Seiten kann Teilzeitarbeit große Vorteile mit sich bringen. Die gegenwärtige Praxis ist allerdings durch die Tatsache geprägt, daß zumindest teilweise Arbeitgeberinteressen auf Kosten der Arbeitnehmer durchgesetzt werden. Bei befristeten Arbeitsverträgen sowie bei Samstags- und Abendarbeit decken sich dagegen die Interessen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern nur in Ausnahmefällen. Einer stärkeren Verbreitung dieser atypischen Arbeitsformen dürften daher auf Dauer relativ enge Grenzen gesetzt sein. (IAB)
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Literaturhinweis
Precarious jobs in labour market regulation: the growth of atypical employment in Western Europe (1989)
Rodgers, Gerry; Rodgers, Janine;Zitatform
Rodgers, Gerry & Janine Rodgers (Hrsg.) (1989): Precarious jobs in labour market regulation. The growth of atypical employment in Western Europe. Bruxelles: International Institute for Labour Studies, 301 S.
Abstract
"This book provides information on the extent of different forms of atypical work and their growth in the 1970s and 1980s, mainly referring to Belgium, France, the Federal Republic of Germany, Italy, the Netherlands and the United Kingdom. It explores questions such as: What makes work precarious? What are the effects on the individuals concerned, in terms of incomes, careers, and psychological response? What are the indirect effects on the regular workforce of growth in precarious forms of employment? How do changes in the patterns of jobs and contractual arrangements derive from macro-economic conditions or from enterprise strategies? What is the role of the State as employer or legislator?" (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Probleme der Saisonbeschäftigung aus betrieblicher Sicht (1985)
Spitznagel, Eugen;Zitatform
Spitznagel, Eugen (1985): Probleme der Saisonbeschäftigung aus betrieblicher Sicht. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 18, H. 4, S. 418-430.
Abstract
Zu Ausmaß und Problemen der Saisonbeschäftigung wurden drei Teilprojekte durchgeführt. In dem Beitrag wird die Saisonbeschäftigung aus betrieblicher Sicht dargestellt:
"Hierzu fand 1983/84 eine mündliche Befragung von insgesamt 311 ausgewählten Saisonbetrieben statt. Saisonbedingte Schwankungen der Geschäftstätigkeit wurden von vielen dieser Betriebe als Problem empfunden. Als Hauptursache für Saisonschwankungen wird meist die Witterung genannt. Ferientermine, natürliche Wachstumszyklen, besondere Feste, Verfügbarkeit von Rohstoffen und Vorprodukten und sonstige Gründe bleiben dahinter weit zurück. Es stehen in der Regel ausreichend viele Saisonkräfte zur Verfügung. Oft werden dieselben Arbeitnehmer, hauptsächlich aus der engeren Umgebung, meist ohne Einschaltung des Arbeitsamtes eingestellt. Viele Betriebe gleichen saisonbedingte Spitzenbelastungen durch längere Arbeitszeit - v.a. durch Überstunden - aus. Arbeitszeitverkürzung mit dem Ziel, Beschäftigte auch außerhalb der Saison zu halten, wird insgesamt selten praktiziert. Rund ein Drittel der Saisonbetriebe hält eine Verstetigung der Geschäfts- bzw. der Produktionstätigkeit für möglich. Es zeigt sich, daß Ausmaß, Ursachen und Verstetigungsmöglichkeiten von Saisonschwankungen auf sektoraler und betrieblicher Ebene stark differnziert sind." (IAB2)
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- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
-
Atypische Beschäftigung insgesamt
- Gesamtbetrachtungen
- Erosion des Normalarbeitsverhältnisses
- Prekäre Beschäftigung
- Politik, Arbeitslosigkeitsbekämpfung
- Arbeits- und Lebenssituation atypisch Beschäftigter
- Betriebliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Rechtliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Gesundheitliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Beschäftigungsformen
- Qualifikationsniveau
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- geographischer Bezug
- Geschlecht
