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Dossier

Kurzarbeit

Während der Wirtschaftskrise nach 2009 und der Covid-19-Pandemie ab 2020 erlebte Kurzarbeit als Instrument der Anpassung an konjunkturell bedingte Arbeitsausfälle eine deutliche Aufwertung. Das "German job miracle" nach der Finanzkrise wurde in der internationalen Diskussion im Wesentlichen auf den massiven Einsatz von Kurzarbeit zurückgeführt. Konnte und kann Kurzarbeit die Arbeitslosigkeit in Krisenzeiten tatsächlich eindämmen und zur längerfristigen Stabilisierung der Beschäftigung beitragen? Dieses Themendossier bietet einen Überblick zum Forschungsstand.

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  • Literaturhinweis

    Explaining the German employment miracle in the Great Recession: the crucial role of temporary working time reductions (2013)

    Herzog-Stein, Alexander ; Lindner, Fabian ; Sturn, Simon ;

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    Herzog-Stein, Alexander, Fabian Lindner & Simon Sturn (2013): Explaining the German employment miracle in the Great Recession. The crucial role of temporary working time reductions. (IMK working paper 114), Düsseldorf, 25 S.

    Abstract

    "Dieser Artikel untersucht die Gründe für die außergewöhnliche Stabilität des deutschen Arbeitsmarktes in der Großen Rezession im Jahr 2009. Während das BIP in 2009 um über fünf Prozent einbrach, blieb die Beschäftigung nahezu konstant. Wir vergleichen diese jüngste Rezession mit früheren Rezessionen in Deutschland. Dabei untersuchen wir, in welche Ausmaß eine Reduktion der Arbeitsproduktivität und Arbeitszeit dazu beigetragen haben, einen Beschäftigungsabbau abzufedern. Die Ergebnisse zeigen, dass eine Reduktion der Arbeitsproduktivität in allen Rezessionen stabilisierend auf die Beschäftigungsentwicklung wirkte, während eine Reduktion der Arbeitszeit nicht durchgehend zum Einsatz kam. In der Großen Rezession spielten temporäre Arbeitszeitverkürzungen allerdings eine wichtige Rolle in der Beschäftigungssicherung. Wir zeigen anhand zeitreihenökonometrischer Schätzungen, dass die Reduktion der Arbeitsproduktivität in der Großen Rezession in Übereinstimmung mit historischen Mustern war, während die Reduktion der Arbeitszeit in historisch nicht gekanntem Umfang erfolgte. Unter Verwendung der IAB Arbeitszeitrechnung zeigen wir, dass diese starke Reduktion der Arbeitszeit in der Großen Rezession insbesondere neuen Arbeitszeitinstrumenten zu verdanken war, die insbesondere in der Dekade vor der Großen Rezession von den Sozialpartnern implementiert wurden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    The role of short-time work schemes during the global financial crisis and early recovery: a cross-country analysis (2013)

    Hijzen, Alexander; Martin, Sebastien;

    Zitatform

    Hijzen, Alexander & Sebastien Martin (2013): The role of short-time work schemes during the global financial crisis and early recovery. A cross-country analysis. (IZA discussion paper 7291), Bonn, 35 S.

    Abstract

    "There has been a strong interest in short-time work (STW) schemes during the global financial crisis. Using data for 23 OECD countries for the period 2004 Q1 to 2010 Q4, this paper analyses the quantitative effects of STW programmes on labour market outcomes. Special attention is given to the dynamic aspects of the relationship between output shocks and labour market outcomes. The results indicate the STW raises hours flexibility by increasing the output elasticity of working time and helps to preserve jobs in the context of a recession by making employment and unemployment less elastic with respect to output. A key finding is that the timing of STW is crucial. While STW helped preserving a significant number of jobs during the crisis, its continued use during the recovery may have slowed the job-content of the recovery. By the end of 2010, the net effect of STW on employment was negligible or may even have become negative. However, the gross impact of STW on the number of jobs saved per quarter remains large and positive in the majority of countries." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Analyse des Abgangs aus Transferkurzarbeit (2013)

    Härpfer, Jens;

    Zitatform

    Härpfer, Jens (2013): Analyse des Abgangs aus Transferkurzarbeit. (Methodenbericht der Statistik der BA), Nürnberg, 25 S.

    Abstract

    "Die Kurzarbeit hat sich in Deutschland als wichtiges Instrument im Kampf gegen die Auswirkungen der Wirtschaftskrise 2008/2009 erwiesen. Das hat auch internationale Aufmerksamkeit erfahren. Grundsätzlich ermöglicht die Kurzarbeit, dass ein Betrieb, der vorübergehend in wirtschaftliche Schwierigkeiten gerät, seine bestehende, eingearbeitete Belegschaft weiter halten kann und nicht entlassen muss. Die Krise, in der sich ein Betrieb befindet, kann aber auch so gravierend sein, dass eine betriebliche Umstrukturierung mit Personalabbau erforderlich wird. Angesichts der auf dem jeweiligen regionalen Arbeitsmarkt entstehenden Engpässe an Arbeitsplätzen würden in der Regel nur wenige von diesem Personalabbau betroffene Arbeitnehmer sofort eine neue Beschäftigung finden. Viele dieser Arbeitnehmer würden nach einer betriebsbedingten Kündigung zunächst arbeitslos sein. An dieser Stelle setzt die 'Transferkurzarbeit' als Auffanglösung und als besondere Form der Kurzarbeit ein. Mit der Transferkurzarbeit soll der Übergang aus der Beschäftigung im bisherigen Betrieb in eine neue Beschäftigung bei einem anderen Arbeitgeber erleichtert, für die Übergangszeit die Arbeitslosigkeit vermieden und der Arbeitnehmer durch den Bezug von Transferkurzarbeitergeld finanziell abgesichert werden." (Textauszug, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Work sharing during the Great Recession: new developments and beyond (2013)

    Messenger, Jon C.; Ghosheh, Naj;

    Zitatform

    Messenger, Jon C. & Naj Ghosheh (Hrsg.) (2013): Work sharing during the Great Recession. New developments and beyond. Genf, 312 S. DOI:10.4337/9781782540885

    Abstract

    "Work sharing is a labour market instrument based on the reduction of working time, which is intended to spread a reduced volume of work over the same (or similar) number of workers in order to avoid layoffs. In times of economic crisis, work sharing can also permit businesses to retain their skilled workforces, thus minimizing firing and (re)hiring costs, preserving functioning plants and bolstering staff morale during difficult times. If work-sharing policies are properly designed and implemented, the result can be a 'win-win-win' solution for workers, businesses and governments.
    This volume presents the concept and history of work sharing, how it can be used as a strategy for preserving jobs and also its potential for increasing employment - including the complexities and trade-offs involved. Work-sharing programmes used during the Great Recession of 2008-09 are analysed for several European countries (Germany's Kurzarbeit, and measures in Austria, Belgium, France and the Netherlands) and other countries around the world (Japan, Turkey, the United States and Uruguay). The volume synthesizes the lessons learned from these recent experiences and their implications for policy, and also considers how work sharing might go beyond being solely a crisis response tool to contribute to improved individual well-being, more sustainable economies, and ultimately, more equitable societies." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Labor market effects of public policy (2013)

    Siegloch, Sebastian ;

    Zitatform

    Siegloch, Sebastian (2013): Labor market effects of public policy. 201 S.

    Abstract

    In seiner Dissertation untersucht der Autor die Auswirkungen verschiedener politischer Maßnahmen auf den Arbeitsmarkt. Im Einzelnen analysiert werden 1. die Beschäftigungseffekte der Einführung verpflichtender Beschäftigungsmaßnahmen für Sozialhilfeempfänger (Workfare); 2. und 3. die Einkommens- und Beschäftigungseffekte der Gewerbesteuer; 4. die Auswirkungen der Einkommenssteuer auf die individuelle Wohlfahrt; 5. die Kurzarbeit während der Rezession 2008-09 und ihre stabilisierenden Effekte. Fazit: Workfare erhöht die Effizienz des Arbeitsmarktes und führt zu Beschäftigungseffekten von etwa einer Million Vollzeitäquivalenten. Negative Einkommenseffekte der Gewerbesteuer hängen im wesentlichen von der Tarifbindung eines Unternehmens ab. Weiterhin wirkt sich die regionale Gewerbesteuer negativ auf die Beschäftigung aus. Im Hinblick auf die Einkommenssteuer ergeben sich negative Effekte auf das Einkommen, jedoch erhöht diese das subjektive Wohlbefinden bei einer Präferenz für Umverteilung. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Der Arbeitsmarkt in Deutschland: Konjunkturelle Kurzarbeit, Mai 2013 (2013)

    Abstract

    "- Die Zahl der Kurzarbeiter ist von Januar auf Februar leicht zurückgegangen.
    - Im langjährigen Vergleich liegt die Zahl der Kurzarbeiter nach wie vor auf einem normalen Niveau.
    - Kurzarbeit wird (im Januar) verstärkt vor allem in der Möbel- und in der Automobilindustrie genutzt.
    - Die Inanspruchnahme konzentriert sich auf Agenturen im Süden und Westen Deutschlands.
    - Der durchschnittliche Arbeitsausfall lag im Oktober 2012 bei 26 Prozent. Damit ergibt sich ein Beschäftigtenäquivalent von 18.400.
    - Größere Betriebe nehmen Kurzarbeit aktuell stärker in Anspruch als kleinere.
    - Die Anzeigen für Kurzarbeit sind von März auf April angestiegen. Sie bewegen sich insgesamt auf einem im langjährigen Vergleich unauffälligen Niveau.
    - Bei den Anzeigen ist keine regionale Ballung erkennbar.
    - Von Januar bis April 2013 wurden für die Finanzierung der konjunkturellen Kurzarbeit rund 79,7 Mio EUR ausgegeben.
    - Das Stimmungsbild in den Agenturen hellt sich weiter auf, es signalisieren weniger Agenturen einen erhöhten Beratungsbedarf seitens der Betriebe." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Short-time compensation as a tool to mitigate job loss?: evidence on the U.S. experience during the recent recession (2012)

    Abraham, Katharine G. ; Houseman, Susan N. ;

    Zitatform

    Abraham, Katharine G. & Susan N. Houseman (2012): Short-time compensation as a tool to mitigate job loss? Evidence on the U.S. experience during the recent recession. (Upjohn Institute working paper 181), Kalamazoo, Mich., 28 S.

    Abstract

    "During the recent recession, workers were eligible for UI benefits only if they were laid off in most states. At the start of the recent recession only 17 states offered short-time compensation (STC) -- pro-rated unemployment benefits for workers whose hours are temporarily reduced for economic reasons. The severity of the recession, however, has sparked interest in STC as a tool for mitigating unemployment during downturns. New federal legislation enacted in 2012 will encourage more states to adopt STC programs and will promote greater use of work sharing among all states. In this paper we review arguments concerning the desirability of expanding STC programs in the United States and present new evidence on the use of these programs during the recent recession. Our evidence indicates that jobs saved as a consequence of STC could have been significant in sectors like manufacturing that made extensive use of the program. We conclude, however, that, with the possible exception of Rhode Island, the overall scale of the STC program operating in the 17 states was too small to have substantially mitigated the aggregate job losses these states experienced in the recent recession. Expansion of the program within STC states as well as to states without the program is necessary for STC to be an effective counter-cyclical tool in the future." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Was short-time work a miracle cure during the Great Recession?: the case of Germany and Italy (2012)

    Arico, Fabio R.; Stein, Ulrike;

    Zitatform

    Arico, Fabio R. & Ulrike Stein (2012): Was short-time work a miracle cure during the Great Recession? The case of Germany and Italy. In: Comparative Economic Studies, Jg. 54, H. 2, S. 275-297. DOI:10.1057/ces.2012.10

    Abstract

    "This paper considers the use of short-time work (STW) schemes as a device to mitigate the negative effects of the current global recession on employment levels. STW schemes have been regarded as a popular and successful counter-cyclical policy to maintain workers in employment. However, by comparing and contrasting the experience of Germany and Italy, we argue that the effectiveness of STW schemes should only be evaluated in relation to (i) the institutional set-up within which they operate, and (ii) the whole set of labour market policies adopted by each country." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    The response of German establishments to the 2008-2009 economic crisis (2012)

    Bellmann, Lutz ; Gerner, Hans-Dieter; Upward, Richard ;

    Zitatform

    Bellmann, Lutz, Hans-Dieter Gerner & Richard Upward (2012): The response of German establishments to the 2008-2009 economic crisis. (OECD social, employment and migration working papers 137), Paris, 51 S. DOI:10.1787/5k8x7gwmb3jc-en

    Abstract

    "We examine the response of a large panel of German establishments to the crisis in terms of their job flows (changes in employment) and consequent worker flows (hires, separations and layoffs). We analyse the extent to which job flows and worker flows at the establishment level are systematically related to institutional arrangements intended to promote flexibility such as Kurzarbeit (short-time work, STW) and Arbeitszeitkonten (working-time accounts, WTA). We find pronounced evidence of labour hoarding in the sense that labour productivity fell rapidly during the 2008-09 downturn, but we find no evidence that STW (or other policies) increased labour hoarding by reducing layoffs. This may well reflect the probable selection effects involved which are not accounted for by observable differences between STW and non- STW establishments." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

    Beteiligte aus dem IAB

    Bellmann, Lutz ;
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  • Literaturhinweis

    Entwicklung und Perspektiven des deutschen Arbeitsmarktes (2012)

    Bellmann, Lutz ; Crimmann, Andreas; Fuchs, Stefan ; Wanger, Susanne ; Hummel, Markus; Blien, Uwe ; Walwei, Ulrich ; Dieterich, Iris; Stops, Michael ; Ellguth, Peter; Spitznagel, Eugen; Fuchs, Johann ; Schwengler, Barbara; Zika, Gerd ; Scholz, Theresa; Weyh, Antje; Rothe, Thomas ; Gerner, Hans-Dieter; Rhein, Thomas; Feil, Michael; Ludewig, Oliver ; Zapf, Ines ; Kruppe, Thomas ; Dietz, Martin; Konle-Seidl, Regina ; Hecht, Veronika ; Kohaut, Susanne; Fuchs, Michaela ; Klinger, Sabine ;

    Zitatform

    Bellmann, Lutz, Uwe Blien, Andreas Crimmann, Iris Dieterich, Martin Dietz, Peter Ellguth, Michael Feil, Johann Fuchs, Michaela Fuchs, Stefan Fuchs, Hans-Dieter Gerner, Veronika Hecht, Markus Hummel, Sabine Klinger, Susanne Kohaut, Regina Konle-Seidl, Thomas Kruppe, Oliver Ludewig, Thomas Rhein, Thomas Rothe, Theresa Scholz, Barbara Schwengler, Eugen Spitznagel, Michael Stops & Ulrich Walwei, Susanne Wanger, Gerd Zika, Antje Weyh & Ines Zapf (Mitverf.) (2012): Entwicklung und Perspektiven des deutschen Arbeitsmarktes. In: H. Brücker, S. Klinger, J. Möller & U. Walwei (Hrsg.) (2012): Handbuch Arbeitsmarkt 2013 : Analysen, Daten, Fakten (IAB-Bibliothek, 334), S. 13-92, 2012-07-16. DOI:10.3278/300776w013

    Abstract

    "Das Kapitel widmet sich der Entwicklung des deutschen Arbeitsmarktes in den Jahren 2006 bis Mitte 2011 - Jahren, in denen die wirtschaftliche Entwicklung durch außergewöhnliche Schwankungen geprägt war. Zunächst führte ein kräftiger Wirtschaftsaufschwung in Verbindung mit den positiven Wirkungen der Hartz-Reformen zu einem deutlichen Beschäftigungsplus: Es entstand mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung als in früheren Aufschwungphasen, häufiger auch in Vollzeit. Dem Aufschwung folgte die schärfste Rezession seit Bestehen der Bundesrepublik - die aber auf dem Arbeitsmarkt bemerkenswert wenig Spuren hinterließ, wie der Vergleich mit früheren Abschwungphasen, aber auch mit anderen Volkswirtschaften zeigt. Nach der Krise 2008/09 erholte sich die deutsche Wirtschaft rasch und im Jahr 2011 war die Lage auf dem Arbeitsmarkt sogar besser als vor der Krise.
    Der zweite Abschnitt dieses Kapitels beleuchtet die Entwicklung des Arbeitsmarktes jeweils für die drei konjunkturellen Phasen, in denen sich die wirtschaftliche Entwicklung von 2006 bis 2011 vollzogen hat: der Aufschwung von 2006 bis zum ersten Quartal 2008, die scharfe, aber kurze Rezession zwischen dem zweiten Quartal 2008 und dem ersten Quartal 2009 sowie die Erholung und der erneute Aufschwung zwischen dem zweiten Quartal 2009 und dem dritten Quartal 2011. Dabei wird die Entwicklung des Arbeitsangebots, der Arbeitsnachfrage und der Unterbeschäftigung skizziert. Besonderes Augenmerk wird auf die Entwicklung der Arbeitszeit und auf regionale Unterschiede gelegt. Eingehender analysiert werden auch die hohe Dynamik, mit der Beschäftigungsverhältnisse im Allgemeinen entstehen und verschwinden und mit der Personen in Arbeitslosigkeit wechseln bzw. diese verlassen, sowie die zunehmende Bedeutung atypischer Erwerbsformen.
    Den Auswirkungen der internationalen Wirtschafts- und Finanzkrise 2008/09 auf den deutschen Arbeitsmarkt kommt in diesem Kapitel besondere Aufmerksamkeit zu. Das Zusammentreffen kurz- und langfristig wirksamer Effekte macht sie zu einem singulären Ereignis, aus dem sich dennoch einige Schlussfolgerungen für die Zukunft ziehen lassen. Deshalb werden im Abschnitt 3 die Instrumente und Strategien analysiert, die den Arbeitsmarkt während der Krise stützen sollten bzw. gestützt haben. Dazu gehören die Konjunkturprogramme ebenso wie die unternehmerische Entscheidung, Arbeitskräfte zu halten, flexible Modelle der Arbeitszeitgestaltung und das im internationalen Maßstab gut funktionierende System der Sozialpartnerschaft." (Textauszug, IAB-Doku)

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    Kapitel in E-Book Open Access
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  • Literaturhinweis

    EU facing the crisis: social and employment policies in times of tight budgets (2012)

    Bieling, Hans-Jürgen;

    Zitatform

    Bieling, Hans-Jürgen (2012): EU facing the crisis. Social and employment policies in times of tight budgets. In: Transfer, Jg. 18, H. 3, S. 255-271. DOI:10.1177/1024258912448591

    Abstract

    "Im Laufe der letzten Jahre hat sich die Wirtschaftskrise wiederholt verlagert. Nach ihrem Ausbruch als Subprime-Krise in den USA entwickelte sie sich rasch zu einer globalen Wirtschafts- und Finanzkrise, um schon bald die Formen einer Staatsschuldenkrise, Euro-Krise und letztlich auch sozialen und politischen Krise anzunehmen. Dieser Artikel zeichnet nach, wie sich vor dem Hintergrund der allgemeinen politökonomischen Kontextbedingungen das politische Terrain in der EU verändert hat. Im Zentrum steht dabei insbesondere der Übergang vom recht kostspieligen Krisenmanagement (Bankenrettungen, Konjunkturprogramme, automatische Stabilisatoren) zu einer neuen austeritätspolitischen Agenda. Strukturell lässt sich diese Agenda als eine Reaktion auf den sprunghaften Anstieg der öffentlichen Schulden interpretieren. Darüber hinaus ist sie jedoch politisch gefördert und durch mehrere Reformen des europäischen Wirtschaftsregierens institutionalisiert worden. Diese Reformen haben zugleich gewichtige Auswirkungen auf die nationalen Sozial- und Beschäftigungspolitiken. In einigen Ländern, die auf externe Kredite angewiesen sind, ist dies bereits jetzt evident, während in anderen Ländern die deregulativen Aspekte einer radikalisierten Reformagenda erst begonnen haben sich zu entfalten." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Short-time working arrangements in France during the crisis: an empirical analysis of firms and employees (2012)

    Calavrezo, Oana; Lodin, Francois;

    Zitatform

    Calavrezo, Oana & Francois Lodin (2012): Short-time working arrangements in France during the crisis. An empirical analysis of firms and employees. In: Comparative Economic Studies, Jg. 54, H. 2, S. 299-320. DOI:10.1057/ces.2012.14

    Abstract

    "Many countries used short-time working arrangements (STWAs) as a response to the Great Recession of 2008 - 2009. STWAs are designed to protect jobs during short-term downturns by adjusting the work durations of employees. We study STWAs in France between 2007 and 2010. The objective of this paper is to describe the main characteristics of firms and employees operating under STWAs by using firm-level STW data sets and the French Labor Force Survey." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Resisting the crisis: short-time work in Germany (2012)

    Crimmann, Andreas; Bellmann, Lutz ; Wießner, Frank;

    Zitatform

    Crimmann, Andreas, Frank Wießner & Lutz Bellmann (2012): Resisting the crisis: short-time work in Germany. In: International Journal of Manpower, Jg. 33, H. 8, S. 877-900. DOI:10.1108/01437721211280362

    Abstract

    "After a brief glance at the global labour market after the financial meltdown the paper aims to explain some general mechanisms of short-time work in Germany. Furthermore it seeks to present an overview of the costs of short-time work for the establishments with respect to the latest labour market reforms in Germany. In the multivariate analyses with the IAB Establishment Panel the paper aims to identify the determinants of short-time work and its intensity in Germany. Thus it's goal is to contribute to the discussion of the modified and amended legislative framework for short-time work.
    The microeconometric analysis is based on data from the IAB Establishment Panel, a representative survey of the labour demand in Germany. With data from the survey waves 2008-2010 the probability of the use of short-time work with probit regression models and its intensity with truncated regression models are explained.
    The manufacturing industry as a German key industry was more affected than other sectors and suffered even harder. Despite the fact that the German labour administration has successfully reduced the bureaucracy of short-time work, the programme is still rather adopted by bigger establishments. German establishments have utilized their flexibility reserves and complementary short-time work to protect their core staff during the crisis. There is also some empirical evidence that the establishments tried to avoid brain drains. With the first signs of a recovery of the economy at the beginning of 2010 the establishments benefitted a lot from that strategy as they were instantly able to satisfy increasing demands in their markets again. Empirical evidence is also found that establishments made more intensive use of short-time work the harder they were suffering from the crisis.
    For the first time the latest data from the survey wave 2010 of the IAB Establishment Panel is used and compared with the 2009 survey wave. The structure of the panel questionnaire allows the implementation of some specific questions concerning the use of short-time work. The IAB Establishment Panel has a sample size of approximately 16,000 cases." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

    Beteiligte aus dem IAB

    Bellmann, Lutz ;
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  • Literaturhinweis

    The unexpected appearance of a new German model (2012)

    Eichhorst, Werner;

    Zitatform

    Eichhorst, Werner (2012): The unexpected appearance of a new German model. (IZA discussion paper 6625), Bonn, 24 S.

    Abstract

    "Most Continental European labour markets and welfare states underwent a substantial transformation over the last two decades moving from a situation of low employment and limited labour market inequality to higher employment, but also more inequality. Germany is a case in point as it exhibits growing employment figures and growing shares of low pay and non-standard work. Furthermore, the German labour market has been remarkably resilient during the recent crisis. How can this be explained? The paper claims that changes in labour market institutions such as unemployment benefits, active labour market policies and employment protection play a major role, but changes in industrial relations at the sectoral level and individual firms' staffing practices are equally important in explaining actual labour market outcomes. Regarding labour market institutions, the pattern found in Germany shows sequences of de- and re-regulatory reforms of employment protection and increasing or decreasing unemployment benefit generosity, both mostly addressing the margins of the labour market, i.e. 'outsiders', and contributing to a growing dualisation of the employment system. The institutional status of 'insiders' was hardly affected by legislative changes. This dualisation trend was reinforced by micro-level dynamics in industrial relations and company employment practices where we can observe growing reliance on mechanisms of internal flexibility for the skilled core work force and increasing use of non-standard types of employment in less specifically skilled occupations." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    The role of short-time working schemes during the global financial crisis and early recovery: a cross-country analysis (2012)

    Hijzen, Alexander; Martin, Sebastien;

    Zitatform

    Hijzen, Alexander & Sebastien Martin (2012): The role of short-time working schemes during the global financial crisis and early recovery. A cross-country analysis. (OECD social, employment and migration working papers 144), Paris, 38 S. DOI:10.1787/5k8x7gvx7247-en

    Abstract

    "There has been a strong interest in short-time work (STW) schemes during the global financial crisis. Using data for 23 OECD countries for the period 2004 Q1 to 2010 Q4, this paper analyses the quantitative effects of STW programmes on labour market outcomes by exploiting the country and time variation in STW take-up rates. The analysis takes account of differences in institutional settings across countries that might affect the relationship between labour market outcomes and output and also addresses the endogeneity of STW take-up with respect to labour market conditions. Moreover, special attention is given to the dynamic aspects of the relationship between output and labour market outcomes. The results indicate the STW raises hours flexibility by increasing the output elasticity of working time and helps to preserve jobs in the context of a recession by making employment and unemployment less elastic with respect to output. A key finding is that the timing of STW is crucial. While STW helped preserving a significant number of jobs during the crisis, its continued use during the recovery may have slowed the job-content of the recovery. By the end of 2010, the net effect of STW on employment was negligible or may even have become negative. However, the gross impact of STW on the number of jobs saved per quarter remains large and positive in the majority of countries." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Zur Beitragsfinanzierung des Kurzarbeitergeldes (2012)

    Münstermann, Leonard;

    Zitatform

    Münstermann, Leonard (2012): Zur Beitragsfinanzierung des Kurzarbeitergeldes. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 92, H. 11, S. 763-769. DOI:10.1007/s10273-012-1452-6

    Abstract

    "Der Einsatz von Kurzarbeit in der Wirtschaftskrise hat dazu beigetragen, dass die Arbeitslosenquote trotz Rezession nahezu konstant geblieben ist. Dabei kam das Kurzarbeitergeld vorwiegend sozialversicherungspflichtig Beschäftigten größerer Betriebe zugute. Dieser Beitrag geht der Frage nach, ob eine Finanzierung aus Beitragsmitteln der Arbeitslosenversicherung angemessen ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Die Bedeutung des Kurzarbeitergeldes im Mittelstand (2012)

    Münstermann, Leonard; Wolter, Hans-Jürgen; Schneck, Stefan ;

    Zitatform

    Münstermann, Leonard, Stefan Schneck & Hans-Jürgen Wolter (2012): Die Bedeutung des Kurzarbeitergeldes im Mittelstand. (IfM-Materialien 215), Bonn, 47 S.

    Abstract

    "Der Beitrag befasst sich mit der Nutzung der (konjunkturellen) Kurzarbeit durch mittelständische Betriebe. Es zeigte sich, dass kleine und mittelgroße Betriebe dieses Instrument deutlich seltener als ihre großbetrieblichen Pendants nutzen: im Juni 2009 ließen nur etwa 1,6 Prozent der kleinen und 7,4 Prozent der mittelgroßen Betriebe kurzarbeiten, wohingegen das in 19,7 % der großen Betriebe mit mindestens 500 Beschäftigten der Fall war. Zur Finanzierung tragen über die Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Arbeitslosenversicherung hingegen alle Betriebe gleichermaßen bei. Da das Kurzarbeitergeld als originäre Leistung der Arbeitslosenversicherung anzusehen ist, kommt es dennoch nicht zu einer Benachteiligung des Mittelstandes. Daher ist es aus Sicht des Mittelstandes ein sinnvolles Instrument, um unabwendbare und nicht dauerhafte Ereignisse abzufedern." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Employers' selection behavior during short-time work (2012)

    Scholz, Theresa;

    Zitatform

    Scholz, Theresa (2012): Employers' selection behavior during short-time work. (IAB-Discussion Paper 18/2012), Nürnberg, 66 S.

    Abstract

    "Während der Rezession der Jahre 2008 und 2009 sank das BIP in Deutschland stark. Nichtsdestotrotz blieb das Beschäftigungsniveau überraschend stabil. Das sogenannte deutsche Arbeitsmarktwunder wird oft auf die intensive Nutzung von Kurzarbeit zurückgeführt. Trotz des Wiederauflebens dieses Instruments, ist über die von Kurzarbeit betroffenen Beschäftigten wenig bekannt. Diese Studie analysiert, ob Arbeitgeber bestimmte Personen für Kurzarbeit auswählen, wobei der Einfluss des Humankapitals im Vordergrund steht. Die Analyse stützt sich auf einen einzigartigen linked-employer-employee Datensatz zu Kurzarbeitern im Arbeitsagenturbezirk Nürnberg. Unter Verwendung von Methoden der Ereignisanalyse werden Übergangsraten aus regulärer Beschäftigung in Kurzarbeit geschätzt. Unsere Ergebnisse zeigen, dass Arbeitgeber ein breites Spektrum an Arbeitnehmern für Kurzarbeit auswählen, unabhängig von deren Humankapital. Befürchtungen, dass Kurzarbeit hauptsächlich auf eine bestimmte Gruppe von Arbeitnehmern angewendet wird, werden nicht bestätigt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Management responses to the global financial crisis in Germany: adjustment mechanisms at establishment level (2012)

    Zagelmeyer, Stefan ; Heckmann, Markus ; Kettner, Anja;

    Zitatform

    Zagelmeyer, Stefan, Markus Heckmann & Anja Kettner (2012): Management responses to the global financial crisis in Germany. Adjustment mechanisms at establishment level. In: The international journal of human resource management, Jg. 23, H. 16, S. 3355-3374. DOI:10.1080/09585192.2012.689162

    Abstract

    "Between 2008 and 2010, the German economy faced the most serious economic downturn since the Second World War. The German Federal government, the state governments and the social partners have introduced and/or adapted a wide range of policy instruments to cope with the situation. Companies affected by the crisis have applied a number of adjustment policies, ranging from the exploration of new markets to wage reductions to redundancies. This article reports on and analyses the impact of the global financial crisis at company level, focussing on management responses among those establishments that were affected by the crisis. Drawing on representative data form the German Job Vacancy Survey, it investigates internal and external influences on the company's choice of establishment-specific adjustment policies." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

    Beteiligte aus dem IAB

    Heckmann, Markus ; Kettner, Anja;
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  • Literaturhinweis

    Der Arbeitsmarkt in Deutschland: Konjunkturelle Kurzarbeit, Dezember 2012 (2012)

    Abstract

    "- Seit März 2012 sank die Zahl der Kurzarbeiter im Vormonatsvergleich, im September wurde erstmals wieder ein Anstieg verzeichnet. Dieser fällt stärker aus als in den Vorjahren, insgesamt ist das Niveau aber nach wie vor vergleichsweise niedrig.
    - Kurzarbeit wird (im August 2012) verstärkt in der Möbelindustrie und bei der Herstellung von elektrischen Ausrüstungen genutzt.
    - Die Inanspruchnahme ist regional begrenzt.
    - Der durchschnittliche Arbeitsausfall lag im Mai 2012 bei 26 Prozent. Damit ergibt sich ein Beschäftigtenäquivalent von 17.000.
    - Zwischen den einzelnen Betriebsgrößenklassen zeigen sich nur leichte Unter-schiede in der Inanspruchnahme von Kurzarbeit.
    - Die Anzeigen für Kurzarbeit sind im November 2012 angestiegen, bewegen sich insgesamt aber nach wie vor auf einem normalen Niveau.
    - Auch bei den Anzeigen ist kein flächendeckender Anstieg zu verzeichnen.
    - Im November 2012 wurden für die Finanzierung der konjunkturellen Kurzarbeit rund 12,4 Mio. EUR ausgegeben, knapp 2 Prozent der Summe, die im Juli 2009 aufgewendet werden musste.
    - Die Agenturen signalisieren einen erhöhten Beratungsbedarf seitens der Betriebe." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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