Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf Wirtschaft und Arbeitsmarkt in Deutschland
Wirtschaft und Arbeitsmarkt stehen seit der Ausbreitung des Coronavirus vor großen Herausforderungen. Zur Unterstützung von Beschäftigten und Unternehmen hatte der Bundestag im Eilverfahren u.a. einen leichteren Zugang zum Kurzarbeitergeld beschlossen. Dieses Themendossier stellt Einschätzungen aus Forschung und Politik zu den Auswirkungen der Pandemie auf den Arbeitsmarkt, die wirtschaftliche Entwicklung und notwendige Maßnahmen in Deutschland zusammen.
Im Filter „Autorenschaft“ können Sie auf IAB-(Mit-)Autorenschaft eingrenzen.
Dies könnte Sie auch interessieren:
IAB-Infoplattform Mobiles Arbeiten
IAB-Infoplattform Kurzarbeit
-
Auswirkungen auf Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Soziales in Deutschland
- Wirtschaftliche Entwicklung und Maßnahmen
- Exit-Strategien zur Beendigung des Lockdowns
- Kurzarbeit - Regelungen und Inanspruchnahme während der Pandemie
- Homeoffice/mobiles Arbeiten
- Auswirkungen auf Betriebe
- Beschäftigung, Arbeitslosigkeit und Grundsicherung nach SGB II
- Einkommenseffekte
- Einzelne Berufe und Branchen
- Berufsausbildung/Lehrstellenmarkt
- Zukunftsszenarien: Wird die Wirtschaft nach Corona nachhaltiger?
- Soziale und gesundheitliche Aspekte
- Corona und Care
- Weiterbildung
- Konjunkturpaket zur Förderung der Wirtschaft
- Personengruppen
- Regionale Aspekte
- Internationale Arbeitsmärkte / Auswirkungen der Globalisierung
- Bundesländer
-
Literaturhinweis
Die Bundesagentur für Arbeit als Krisenakteurin in der Pandemie (2022)
Zitatform
Brandl, Sebastian, Ingo Matuschek & Michaela Schulze (2022): Die Bundesagentur für Arbeit als Krisenakteurin in der Pandemie. In: Soziale Sicherheit, Jg. 71, H. 6, S. 232-235.
Abstract
"Die Corona-Pandemie hat weitreichende Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und die beteiligten Akteur:innen. Die Bundesagentur für Arbeit hat auf verschiedenen Ebenen ein schnelles und flexibles Agieren in der Krise gezeigt und damit die arbeitsmarktpolitischen Folgen der Krise abfedern können. Der Beitrag beleuchtet die verschiedenen Ebenen dieses Krisenmanagements." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Regionale Arbeitsmarktdisparitäten in der ersten Corona-Welle (2022)
Buch, Tanja; Seibert, Holger; Kropp, Per; Eigenhüller, Lutz; Otto, Anne ; Hamann, Silke ; Roth, Duncan ;Zitatform
Buch, Tanja, Lutz Eigenhüller, Silke Hamann, Per Kropp, Anne Otto, Duncan Roth & Holger Seibert (2022): Regionale Arbeitsmarktdisparitäten in der ersten Corona-Welle. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 75, H. 2, S. 96-106., 2021-09-29. DOI:10.5771/0342-300X-2022-2-96
Abstract
"Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie haben im Frühjahr 2020 zu einem erheblichen Anstieg der Arbeitslosenzahlen geführt. Da der Arbeitsmarkt in Deutschland u. a. im Hinblick auf das Niveau der Arbeitslosigkeit durch ausgeprägte und persistente regionale Disparitäten gekennzeichnet ist, stellt sich die Frage, ob sich auch bei der coronabedingten Arbeitslosigkeit regionale Muster erkennen lassen und sich die vorab vorhandenen Disparitäten durch die Krise gegebenenfalls noch verschärfen. Um die Dynamik der Krise sowie regionsspezifische Erholungstendenzen zu berücksichtigen, analysiert der Beitrag die unterschiedlichen Krisenverläufe auf Kreisebene und zeigt, mit welchen strukturellen Merkmalen diese Verläufe jeweils zusammenhängen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Buch, Tanja; Seibert, Holger; Kropp, Per; Eigenhüller, Lutz; Otto, Anne ; Hamann, Silke ; Roth, Duncan ;Weiterführende Informationen
Volltext-Zugang über Verlag oder sonstigen Anbieter (möglicherweise kostenpflichtig) -
Literaturhinweis
Stress und Zeitdruck – Situation von wissenschaftlichen Mitarbeitenden seit COVID-19 (2022)
Burian, Julia; Schulte, Julian; Radtke, Johanna S.;Zitatform
Burian, Julia, Johanna S. Radtke & Julian Schulte (2022): Stress und Zeitdruck – Situation von wissenschaftlichen Mitarbeitenden seit COVID-19. In: DGUV-Forum, Jg. 14, H. 7/8, S. 21-27.
Abstract
"Wissenschaftliche Mitarbeitende lehren und forschen unter herausfordernden Arbeitsbedingungen und stellen eine vergleichsweise stärker belastete Gruppe dar – dieser Beitrag wirft einen ersten Blick darauf, wie sich der Erschöpfungszustand und die kognitiven Stresssymptome seit Beginn der COVID-19-Pandemie entwickelt haben und welche Bedingungen relevant sein könnten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Living and working in Europe 2021 (2022)
Burke, Helen;Zitatform
Burke, Helen (2022): Living and working in Europe 2021. (Eurofound yearbook : living and working in Europe), Dublin, 97 S. DOI:10.2806/880965
Abstract
"The COVID-19 pandemic continued to be a defining force in the lives and work of Europeans for a second year in 2021, and Eurofound continued its work of examining and recording the many and diverse impacts across the EU Member States. Living and working in Europe 2021 provides a snapshot of the changes to employment, work and living conditions in Europe, as gathered by Eurofound’s research activities in 2021. This yearbook also summarises the Agency’s findings on other challenging aspects of social and economic life – including gender equality in employment, wealth inequality and labour shortages – that will have a significant bearing on recovery from the pandemic, resilience in the face of the war in Ukraine, and a successful transition to a green and digital future. Eurofound’s research on working and living conditions in Europe provides a bedrock of evidence for input into social policymaking and achieving the Agency’s vision ‘to be Europe’s leading knowledge source for better life and work’." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Infrastrukturen der Globalisierung: Entwicklungsprozesse und Akteurskonstellationen in der maritimen Wirtschaft (2022)
Buss, Klaus-Peter;Zitatform
Buss, Klaus-Peter (2022): Infrastrukturen der Globalisierung. Entwicklungsprozesse und Akteurskonstellationen in der maritimen Wirtschaft. (SOFI-Arbeitspapier 27), Göttingen, 47 S.
Abstract
"Die Globalisierung ist in der Krise. Im Zentrum des Papers steht mit der maritimen Wirtschaft ein zentraler, trotzdem aber wenig wahrgenommener gesellschaftlicher Ankerpunkt der globalen Wirtschaft. Auch wenn maritime Transportprozesse sich heute weitgehend außerhalb der Lebenswelt der meisten Menschen abspielen, würden die globalen Wertschöpfungsverflechtungen, die wir heute als Globalisierung verstehen, ohne sie kaum bestehen. Die maritimen Transportnetze sind zugleich Vorbedingung und Ausdruck globaler Wertschöpfungsketten und Produktionsnetzwerke und damit von zentraler volkswirtschaftlicher Bedeutung. Der vorliegende Text fragt vor diesem Hintergrund nach der historischen Entwicklung und nach aktuellen Veränderungsprozessen in der maritimen Transportwirtschaft. Er zeigt, wie diese Infrastrukturen der Globalisierung von den Akteuren des privaten und des öffentlichen Sektors in den verschiedenen historischen Phasen gemeinsam geschaffen werden und sich dabei von lokalen Infrastrukturen zu Knotenpunkten in globalen Transportnetzwerken entwickeln." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Krise als Chance? Auswirkungen und Chancen der COVID-19 Pandemie auf die Arbeitswelt (2022)
Zitatform
Busse, Britta & Guido Becke (2022): Krise als Chance? Auswirkungen und Chancen der COVID-19 Pandemie auf die Arbeitswelt. (Schriftenreihe Institut Arbeit und Wirtschaft 35), Bremen, 60 S.
Abstract
"Mit Ausbreitung der COVID-19-Pandemie ab 2020 stellten sich abrupt starke Herausforderungen für Gesellschaft, Politik und Unternehmen. Die sich rasch ausbreitende Virusinfektion bedrohte Gesundheit und Leben und forderte daher drastische Maßnahmen, vor allem mit dem Ziel der Kontaktbeschränkungen. Darüber hinaus wurden u.a. internationale Kooperationen (vor allem in Form von Lieferketten) bedroht: Ausfälle wegen Krankheit, Tod oder Quarantäne waren nicht immer aufzufangen, Personal wurde für Neuorganisationen gebunden und fehlte bei den sonstigen alltäglichen Aufgaben. Mit der vorliegenden Studie wurden die Auswirkungen der Pandemie auf verschiedene Branchen untersucht. Das Interesse galt dabei vor allem den Chancen, die in den nun zwangsweise eingeführten Veränderungen stecken, insbesondere mit Blick auf ökologische und sozialverträgliche Innovationen. Im Winter 2020/21 wurden qualitative Interviews geführt, auf deren Basis im Frühjahr 2021 eine weiter greifende Online-Befragung folgte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Die sozialen Kosten der Pandemie: COVID-19 als Triebkraft der Polarisierung (2022)
Butterwegge, Christoph;Zitatform
Butterwegge, Christoph (2022): Die sozialen Kosten der Pandemie. COVID-19 als Triebkraft der Polarisierung. In: Soziale Sicherheit, Jg. 71, H. 5, S. 205-210.
Abstract
"Weil die wirtschaftliche, soziale und politische Ungleichheit das Kardinalproblem unserer Gesellschaft ist, muss sie ins Zentrum der Diskussion über die Folgen der COVID-19-Pandemie rücken. Als das neuartige Coronavirus die Bundesrepublik, ihr Gesundheitswesen und ihren Sozialstaat vor die härteste Bewährungsprobe seit Jahrzehnten stellte, wurde die Ungleichheit nicht bloß deutlicher sichtbar: Im Verlauf der Pandemie haben sich die Interessengegensätze zwischen Bevölkerungsschichten schärfer ausgeprägt. [Redaktionell bearbeiteter Vorabdruck aus dem Buch "Die polarisierende Pandemie"]" (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Hinterlässt die Pandemie eine „Generation Corona“? Prekarisierungstendenzen unter Kindern und Jugendlichen (2022)
Butterwegge, Carolin; Butterwegge, Christoph;Zitatform
Butterwegge, Carolin & Christoph Butterwegge (2022): Hinterlässt die Pandemie eine „Generation Corona“? Prekarisierungstendenzen unter Kindern und Jugendlichen. In: Der pädagogische Blick, Jg. 29, H. 3, S. 155-166.
Abstract
"Kinder und Jugendliche gehören zu den Hauptleidtragenden der Covid-19-Pandemie, weil für sie über anderthalb Jahre der Besorgnis, der Unsicherheit und der Beschränkungen ihres Handlungsspielraums eine sehr viel längere Zeitspanne als für Erwachsene darstellten. Die pandemische Ausnahmesituation, der wiederholte Lockdown und die vielfältigen Einschränkungen des „normalen“ Lebens dürften gerade die jungen Menschen stark prägen. Man kann deshalb ohne Übertreibung von einer „Generation Corona“ sprechen, weil die Pandemie als biografische Zäsur gewirkt, sie mehr als Erwachsene vorübergehend aus der Bahn geworfen und sich ihren Mitgliedern der Kontaktmangel als kollektive Schlüsselerfahrung möglicherweise für Jahrzehnte ins Gedächtnis gebrannt hat. Allerdings gelangt der Beitrag zu dem Ergebnis, dass die Alterskohorte der Kinder und Jugendlichen in sich zerrissen ist. Unter den Alten wie unter den Jungen sind die einzelnen Individuen je nach ihrer Klassenlage, ihrem gesellschaftlichen Status und ihrem Bildungsgrad anders von dem neuartigen Coronavirus betroffen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Die polarisierende Pandemie: Deutschland nach Corona (2022)
Butterwegge, Christoph;Zitatform
Butterwegge, Christoph (2022): Die polarisierende Pandemie. Deutschland nach Corona. Weinheim: Beltz Juventa, 250 S.
Abstract
"Im Hauptteil geht es um die Entwicklung der Covid-19-Pandemie und ihren Einfluss auf unsere Gesellschaft, also die Frage, ob sich die soziale Ungleichheit durch das Infektionsgeschehen selbst, die ökonomischen Folgen der Schutzmaßnahmen sowie die Hilfsprogramme, "Rettungsschirme" und Finanzhilfen des Staates vergrößert oder verringert hat. Um entscheiden zu können, ob die Covid-19-Pandemie sozial egalisierend, verteilungspolitisch indifferent oder polarisierend wirkte, muss man ihre Effekte auf drei verschiedenen Untersuchungsebenen analysieren: Erstens ist nach den unmittelbaren Auswirkungen der Pandemie selbst sowie nach den Infektions- und Erkrankungsrisiken einzelner Personengruppen mit Schwerpunkt auf den Unterschieden zwischen Finanzschwachen und - starken zu fragen. Zweitens soll die vom Reißen der Lieferketten, vom Einbruch der Absatzmärkte und von bestimmten Infektionsschutzmaßnahmen des Staates wie dem zweimaligen bundesweiten Lockdown ausgelöste, sich aber schon vorher deutlich abzeichnende Rezession in Deutschland berücksichtigt werden. Drittens steht die Verteilungswirkung von staatlichen Finanzhilfen, Rettungsschirmen und Förderprogrammen zur Stabilisierung der Wirtschaft auf einzelne Bevölkerungsschichten im Vordergrund. Untersucht wird, in welche Richtung sich die deutsche Gesellschaft während der pandemischen Ausnahmesituation entwickelt hat, wobei der Schwerpunkt auf dem neben der Gesundheit gerade für junge Menschen entscheidenden Bildungsbereich liegt. Erörtert werden die Auswirkungen der Pandemie auf die Generationen und die Geschlechter bzw. ihr Verhältnis zueinander sowie die Schlussfolgerungen für den Wohlfahrtsstaat: Letztlich erscheint Covid-19 als tiefe Krise für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, aber auch als Bewährungsprobe und Chance für eine Wiederbelebung des Sozialen, die genutzt werden muss, wenn die Pandemie etwas Positives haben soll." (Textauszug, IAB-Doku, © BeltzJuventa)
Weiterführende Informationen
Inhaltsverzeichnis bei der Deutschen Nationalbibliothek -
Literaturhinweis
COVID-19, subjective well-being and basic income support in Germany (2022)
Bähr, Sebastian ; Kohlruss, Julian; Patzina, Alexander ; Trappmann, Mark ; Frodermann, Corinna ; Stegmaier, Jens ;Zitatform
Bähr, Sebastian, Corinna Frodermann, Julian Kohlruss, Alexander Patzina, Jens Stegmaier & Mark Trappmann (2022): COVID-19, subjective well-being and basic income support in Germany. In: Zeitschrift für Sozialreform, Jg. 68, H. 1, S. 85-117., 2022-01-31. DOI:10.1515/zsr-2022-0005
Abstract
"We investigate the general effect of the COVID-19 pandemic on subjective well-being and determine whether this effect differs between recipients of basic income support (BIS) and the rest of the working-age population in Germany. BIS recipients constitute one of the most disadvantaged groups in Germany and might lack resources for coping with the crisis. Thus, our analysis contributes to investigations of whether the pandemic exacerbates or equalises preexisting social inequality. Our analysis employs data from the panel survey “Labour Market and Social Security” (PASS). These data have the key advantage that the collection in 2020 started prior to implementation of the first COVID-19-related policies. This situation enables us to apply a difference-in-differences approach to investigate the causal change in subjective well-being. Our results suggest that well-being declined during the first phase of the COVID-19 pandemic. However, we find no difference in this decline between BIS recipients and other German residents. Thus, our results suggest that the first phase of the COVID-19 pandemic neither exacerbated nor equalised pre-existing inequalities." (Author's abstract, IAB-Doku, © Walter de Gruyter GmbH) ((en))
Beteiligte aus dem IAB
Bähr, Sebastian ; Patzina, Alexander ; Trappmann, Mark ; Frodermann, Corinna ; Stegmaier, Jens ; -
Literaturhinweis
Durchführung von digitalen Arbeitssituationsanalysen für die mobil-flexible Arbeit zur Erhebung von psychischen Belastungsfolgen: Befragung von Mitarbeiter*innen einer öffentlichen Verwaltung zu Homeoffice – Erfahrungen während der SARS-CoV-2-Pandemie (2022)
Bölsch-Peterka, Ronja; Schmidtke, Aliena; Krowicki, Martin; Böckelmann, Irina;Zitatform
Bölsch-Peterka, Ronja, Martin Krowicki, Aliena Schmidtke & Irina Böckelmann (2022): Durchführung von digitalen Arbeitssituationsanalysen für die mobil-flexible Arbeit zur Erhebung von psychischen Belastungsfolgen. Befragung von Mitarbeiter*innen einer öffentlichen Verwaltung zu Homeoffice – Erfahrungen während der SARS-CoV-2-Pandemie. In: Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie, Jg. 72, H. 3, S. 115-128. DOI:10.1007/s40664-022-00460-2
Abstract
"Im Zuge der SARS-CoV-2-Pandemie wurde die Arbeit in vielen Betrieben nach Hause verlagert und innerhalb kurzer Zeit hat sich die Arbeitssituation der Beschäftigten schnell verändert. Um mögliche Belastungen zu identifizieren und gesundheitliche Ressourcen auszubauen, sind fundierte Analysen der Arbeitssituation notwendig. Ziel dieser Arbeit war es, auch in Zeiten mit Kontaktbeschränkungen, fundierte Analysen im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements anzubieten. Mithilfe von digitalen Arbeitssituationsanalysen (ASITA) sollte die Homeoffice-Tätigkeit in einer öffentlichen Verwaltung erfasst und Handlungsempfehlungen abgeleitet werden. Mittels digitaler ASITAs wurden 3 Gruppen (16 Beschäftigte) zu ihrer Arbeitssituation im Homeoffice befragt. Eingeschlossen wurden Beschäftigte, die innerhalb der letzten 12 Wochen vor der Befragung an mindestens 2 Tagen pro Woche im Homeoffice gearbeitet haben. Das Arbeiten im Homeoffice stellt Anforderungen an die Beschäftigten, die wiederum positive als auch negative Beanspruchungsfolgen mit sich bringen. Aufseiten der Arbeitsorganisation ergaben sich individuelle Vorteile, wie der Wegfall von Arbeitswegen oder eine bessere Zeiteinteilung. Hinsichtlich der Kommunikation im Unternehmen fehlten klare Strukturen zur Arbeit im Homeoffice. Digitale ASITAs können ein aussagekräftiges Instrument sein, um gesundheitliche Belastungen und Ressourcen auch in Unternehmen mit mobil-flexiblen Arbeitsmodellen zu untersuchen. Wie am Beispiel der Pandemie gezeigt, bedingt ein Wandel der Arbeitssituation einen kontinuierlichen Reflexionsprozess, bei dem die Gesundheit der Beschäftigten eine wesentliche Säule sein muss." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Did Immigrants Perceive More Job Insecurity during the SARS-CoV-2 Pandemic? Evidence from German Panel Data (2022)
Zitatform
Bürmann, Marvin, Jannes Jacobsen, Cornelia Kristen, Simon Kühne & Dorian Tsolak (2022): Did Immigrants Perceive More Job Insecurity during the SARS-CoV-2 Pandemic? Evidence from German Panel Data. In: Social Sciences, Jg. 11, H. 5. DOI:10.3390/socsci11050224
Abstract
"Immigrants have been affected more than native-born ethnic majority populations by the negative economic consequences of the SARS-CoV-2 pandemic. This contribution examines whether they have also experienced higher levels of perceived job insecurity, reflected in a differential increase in financial concerns and the fear of job loss during the SARS-CoV-2 pandemic. This empirical study employs the SOEP-CoV survey, which assesses the socio-economic consequences of SARS-CoV-2. It is embedded in the ongoing German Socio-Economic Panel (SOEP). We present OLS models to compare perceptions of job insecurity across groups, capturing the situation before and during the pandemic. The analyses reveal that first-generation immigrants reported more financial worries, and they perceived a higher chance of job loss than second-generation immigrants and the native-born ethnic majority. This difference in economic concerns emerged only in the pandemic. Despite covering a wide range of conditions signaling objective risk of job loss, as well as individuals’ means and resources for dealing with looming job loss, these disparities persisted in the empirical study. Considering group-membership-related feelings of acceptance and inclusion could provide a promising route for future inquiry that may allow the remaining gap in subjective job insecurity to be accounted for." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen während der Covid-19-Pandemie: Weniger Förderungen, stabile Wirkungen (2022)
Zitatform
Büttner, Thomas, Julia Lang, Torben Schewe & Gesine Stephan (2022): Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen während der Covid-19-Pandemie: Weniger Förderungen, stabile Wirkungen. (IAB-Kurzbericht 22/2022), Nürnberg, 8 S. DOI:10.48720/IAB.KB.2222
Abstract
"In Deutschland hat aktive Arbeitsmarktpolitik einen hohen Stellenwert, und die Bundesagentur für Arbeit wendet hierfür erhebliche Mittel auf. Der Ausbruch der Covid-19-Pandemie hat auch in diesem Bereich etablierte Prozesse spürbar gestört. Dieser Bericht zeigt für den Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III), wie sich die Förderzugänge in ausgewählte Maßnahmen seit der Pandemie entwickelt haben. Für die Zugangskohorten der Jahre 2019 und 2020 wird zudem überprüft, wie sich die Maßnahmen auf die Beschäftigungschancen der Teilnehmenden ausgewirkt haben. Die Ergebnisse zeigen: 2020 sind die Förderzahlen im ersten Halbjahr zurückgegangen und im zweiten Halbjahr gestiegen, wobei das Niveau von vor der Pandemie nicht wieder erreicht wurde. Die Fördereffekte auf den Anteil der Geförderten, der ein Jahr nach Förderbeginn beschäftigt ist, sind im Untersuchungszeitraum relativ stabil geblieben und im Mittel bei allen untersuchten Maßnahmekategorien positiv." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
- Zugänge in ausgewählte Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) in den Jahren 2019 bis 2022
- Antworten der Bildungsanbieter auf die Frage „Konnten alle Teilnehmenden sofort problemlos an der alternativen Unterrichtsform teilnehmen?“
- Anteil der Vergleichsgruppe und Förderwirkung auf den Anteil der Geförderten, der ein Jahr nach einem hypothetischen Maßnahmeeintritt in den Jahren 2019 bis 2020 in Beschäftigung war
-
Literaturhinweis
The Plight of Female Employment in Germany under School-Related COVID-19 Control Measures (2022)
Caki, Ezgi;Zitatform
Caki, Ezgi (2022): The Plight of Female Employment in Germany under School-Related COVID-19 Control Measures. (The CoronaNet researchers working paper series 2022,3), München, 28 S.
Abstract
"This study empirically assesses the impact of school closures on women's employment in Germany during the COVID-19 pandemic. The study's objective is to determine whether school closures have adversely and disproportionately affected women's careers. It tests the argument that the longer schools remain closed during the pandemic, the more women than men are forced to reduce their working hours, opt for part-time jobs, or ask for paid or unpaid leave, or otherwise lose their jobs. The case study reveals that, even though the German federal state has been granting financial incentives for employment during the pandemic, women remain disproportionately affected by the pandemic-related containment measures, notably school closures. This study's finding that more men were unemployed than women at the apex of the pandemic in Germany can be explained by the already higher number of employed men. Overall, the relationship between the demand for women's part-time work and women not returning to work is stronger and more significant than that of men's part-time work and men not returning to work, meaning that there is a growing demand for non-standard forms of employment, such as part-time work, for women compared to men. Childcare responsibilities, which are increasing due to the pandemic, are threatening women's significant gains for gender equality. Although the empirical assessments present varying results, gender inequality subsists and requires carefully formulated policies with a focus on enhancing gender equality and women's labor force participation during and after the pandemic." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Pandemic Depression: COVID-19 and the Mental Health of the Self-Employed (2022)
Zitatform
Caliendo, Marco, Daniel Graeber, Alexander S. Kritikos & Johannes Seebauer (2022): Pandemic Depression: COVID-19 and the Mental Health of the Self-Employed. (DIW-Diskussionspapiere 2002), Berlin, 65 S.
Abstract
"We investigate the effect of the COVID-19 pandemic on self-employed people’s mental health. Using representative longitudinal survey data from Germany, we reveal differential effects by gender: whereas self-employed women experienced a substantial deterioration in their mental health, self-employed men displayed no significant changes up to early 2021. Financial losses are important in explaining these differences. In addition, we find larger mental health responses among self-employed women who were directly affected by government-imposed restrictions and bore an increased childcare burden due to school and daycare closures. We also find that self-employed individuals who are more resilient coped better with the crisis." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Entgrenzte Flexibilität im Homeoffice: Neuordnungen der alltäglichen Arbeitspraxis, der Geschlechterarrangements und der Betriebsratsarbeit in der Corona-Krise (2022)
Carstensen, Tanja; Krause, Christoph; Matuschek, Ingo; Mierich, Sandra; Kleemann, Frank;Zitatform
Carstensen, Tanja, Christoph Krause, Ingo Matuschek, Frank Kleemann & Sandra Mierich (2022): Entgrenzte Flexibilität im Homeoffice. Neuordnungen der alltäglichen Arbeitspraxis, der Geschlechterarrangements und der Betriebsratsarbeit in der Corona-Krise. In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Jg. 31, H. 1/2, S. 195-213. DOI:10.1515/arbeit-2022-0011
Abstract
"Der vorliegende Beitrag untersucht die Situation von Beschäftigten und Mitbestimmungsgremien im Homeoffice jenseits und in der Corona-Krise. Adressiert wird die Frage, inwiefern das Ausweichen ins Homeoffice als gesteigerte Qualität einer ohnehin flexibilisierten betrieblichen Arbeit zu deuten ist und welche Folgen damit einhergehen. Die Analyse basiert auf 47 Interviews, die seit Januar 2020 im Rahmen von zehn Betriebsfallstudien in den Bereichen Chemie/Pharmazeutik, Metall/Elektro, Nahrungsmittelindustrie und Dienstleistungen erhoben wurden. Die empirischen Befunde verweisen dabei insbesondere auf Herausforderungen in drei Bereichen: alltägliche Arbeitspraxis und Kollegialität, Geschlechterarrangements und Arbeit der betrieblichen Interessenvertretung. Zunächst skizziert der Beitrag die bisherige betriebliche Regelungspraxis orts- und zeitflexibler Arbeit; im Weiteren werden die empirischen Erkenntnisse zu den drei genannten Themenbereichen vorgestellt. Abschließend diskutiert der Beitrag die neue Qualität des Arbeitens als „entgrenzte Flexibilität“." (Autorenreferat, IAB-Doku, © De Gruyter)
-
Literaturhinweis
The post-COVID-19 rise in labour shortages (2022)
Zitatform
Causa, Orsetta, Michael Abendschein, Nhung Luu, Emilia Soldani & Chiara Soriolo (2022): The post-COVID-19 rise in labour shortages. (OECD Economics Department working papers 1721), Paris, 29 S. DOI:10.1787/e60c2d1c-en
Abstract
"The labour market recovery from the COVID-19 pandemic has been strong among advanced countries, partly reflecting massive and unprecedented policy support to workers and firms. This paper provides evidence and stylised facts about labour market tightening and labour shortages since the onset of the pandemic. Labour shortages have been widespread across countries, yet particularly in Australia, Canada and the United States; and across industries, yet particularly in contact-intensive ones like accommodation and food, but also manufacturing. This picture is to a good extent driven by cyclical factors: in tight labour markets, workers are more likely to switch for better job opportunities. But this paper argues, based on illustrative evidence, that other factors beyond the economic cycle may also play a role: the post-COVID-19 increase in labour shortages may partly reflect structural changes, in particular changes in preferences, as some workers may no longer accept low-pay and poor or strenuous working conditions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Pandemic Policy and Individual Income Changes across Europe (2022)
Zitatform
Clark, Andrew, Conchita D'Ambrosio, Anthony Lepinteur & Giorgia Menta (2022): Pandemic Policy and Individual Income Changes across Europe. (ECINEQ working paper series / Society for the Study of Economic Inequality 600), Verona, 24 S.
Abstract
"We use data from the COME-HERE panel survey collected by the University of Luxembourg to assess the effects of COVID-19 policy responses on disposable incomes in France, Germany, Italy, Spain and Sweden between January 2020 and October 2021. Policy responses are measured by the Stringency and Economic Support Indices from the Oxford COVID-19 Government-Response Tracker. Controlling for the evolution of the pandemic itself, we find that the income cost of greater stringency measures is borne only by the most economically-vulnerable, while government economic-support measures have a positive effect across the income distribution." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
COVID-19 and Gender Differences in Social Trust: Causal Evidence from the First Wave of the Pandemic (2022)
Zitatform
Collischon, Matthias & Alexander Patzina (2022): COVID-19 and Gender Differences in Social Trust: Causal Evidence from the First Wave of the Pandemic. In: Socius, Jg. 8, S. 1-9., 2022-07-12. DOI:10.1177/23780231221117910
Abstract
"Although research provides causal evidence on the effects of COVID-19 lockdown measures on trust, causal effects of infection risks are missing. To contribute to increasing research on the societal consequences of the COVID-19 pandemic, we estimate whether high incidence rates net of lockdown measures induce causal changes in social trust. We use representative household panel data from Germany and employ a difference-in-difference design. Although social trust increased during the first phase of the pandemic, the difference-in-difference analysis reveals that high incidences have a negative effect on social trust. We show that females drive this effect. The negative effect is especially large among highly educated women and women with poor pre-COVID-19 health. Overall, our results suggest that increasing incidences signal noncompliance of unknown others. Consequently, the overall positive trend might reverse in the medium and long run, leading to declines in social cohesion over the course of the pandemic." (Author's abstract, IAB-Doku, © SAGE) ((en))
-
Literaturhinweis
COVID-19, Gender and Labour (2022)
Zitatform
Corsi, Marcella & Ipek Ilkkaracan (2022): COVID-19, Gender and Labour. (GLO discussion paper / Global Labor Organization 1012), Essen, 15 S.
Abstract
"The Covid-19 pandemic has triggered simultaneously a global health crisis and a global economic crisis which have further deepened existing inequalities along several dimensions, including gender. Increasing gender inequalities in paid and unpaid work has been a primary outcome of the pandemic and the associated economic crisis. Given the disproportionate gender division of labor, women were foremost in bearing the brunt of the increased demands on unpaid care work under the lockdown conditions. At the same time, women were also overrepresented in informal employment and service sectors hard-hit by the pandemic resulting in more severe job loss for female workers overall. In many labor markets, women constituted the majority of so-called essential workers, who were protected from job loss yet exposed to increased health risks and prolonged work hours under distressed work conditions. The increasing demand for household production and the unpaid work burden contributed to weakening women's labor market attachment resulting in higher declines in female labor force participation than male. The increased prevalence of teleworking under the pandemic has the potential to provide improved work-life balance conditions, yet at the risk of widening the gender inequalities in the labor market. While these outcomes point to the threat that Covid-19 poses at rolling back the gains achieved in gender equality, the experiences under the pandemic conditions have also contributed to increased awareness around the Globe of the importance of caring labor and care workers, establishing a solid basis for advocacy of gender equal care policies." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Homeoffice – Das neue (alte) Setting: Sicherheit und Gesundheit quo vadis? (2022)
Cusumano, Vincenzo; Gemünd, Michael; Krauss-Hoffmann, Peter; Windemuth, Dirk; Mülheims, Laurenz;Zitatform
Cusumano, Vincenzo, Michael Gemünd, Peter Krauss-Hoffmann, Laurenz Mülheims & Dirk Windemuth (2022): Homeoffice – Das neue (alte) Setting. Sicherheit und Gesundheit quo vadis? In: Sozialer Fortschritt, Jg. 71, H. 3/4, S. 175-194. DOI:10.3790/sfo.71.3-4.175
Abstract
"Die coronabedingte quantitative Ausweitung des Homeoffice war ein wesentlicher Bestandteil zur Eingrenzung der Pandemie. Das Arbeiten im Homeoffice erwies sich aber nicht nur als vorteilhaft, es entstanden oder verschärften sich viele Probleme. Um die Probleme zu lösen und dem Homeoffice eine Zukunft zu geben, sind Maßnahmen der Arbeitsgestaltung, zum Kompetenzerwerbs der Beschäftigten, zur Optimierung der ergonomischen Arbeitsplatzgestaltung zu ergreifen sowie rechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Mutterschaft und Wissenschaft in der Pandemie: (Un-) Vereinbarkeit zwischen Kindern, Care und Krise (2022)
Czerney, Sarah; Martin, Silke; Eckert, Lena;Zitatform
Czerney, Sarah, Lena Eckert & Silke Martin (Hrsg.) (2022): Mutterschaft und Wissenschaft in der Pandemie. (Un-) Vereinbarkeit zwischen Kindern, Care und Krise. Leverkusen: Verlag Barbara Budrich, 230 S.
Abstract
"In der Pandemie spitzen sich gesellschaftliche Schieflagen und strukturelle Ungerechtigkeiten zu, so auch die berufliche Benachteiligung, die maßgeblich durch die Ungleichverteilung von Care-Arbeit begünstigt wird. Dieses Buch versammelt Erfahrungsberichte von Frauen*, die im Wissenschaftsbetrieb tätig sind und von ihren Erlebnissen während der Pandemie an deutschen Hochschulen berichten, und trägt somit zur Sichtbarkeit tabuisierter und individualisierter Erfahrungen bei. So werden die prekären Bedingungen, die sich während der Pandemie noch verstärkt haben, deutlich gemacht." (Verlagsangaben, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Inhaltsverzeichnis vom Verlag -
Literaturhinweis
Coronabedingte Ungleichheit und Armut in Deutschland: Überschätzt oder unterschätzt? (2022)
Dauderstädt, Michael;Zitatform
Dauderstädt, Michael (2022): Coronabedingte Ungleichheit und Armut in Deutschland: Überschätzt oder unterschätzt? In: Wirtschaftsdienst, Jg. 102, H. 1, S. 64-66. DOI:10.1007/s10273-022-3096-5
Abstract
"Anfang November 2021 veröffentlichten sowohl das europäische statistische Amt Eurostat als auch das deutsche Destatis die Ergebnisse der Haushaltsbefragung 2020 zu Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC: Survey of Income and Living Conditions). Die Ergebnisse für Deutschland waren auf den ersten Blick schockierend: Die Ungleichheit, gemessen mit der Quintilsquote (S80/ S20-Quote), also das Verhältnis des Einkommens des reichsten Fünftels der Bevölkerung zu dem des ärmsten Fünftels, stieg von 4,89 auf 6,47. Die Armutsrisikoquote, die den Anteil der Bevölkerung mit einem Einkommen von weniger als 60 % des mittleren Einkommens angibt, kletterte von 17,4 % auf 24,0 %. Das wären über 5 Mio. zusätzlich von Armut(srisiken) betroffene Menschen in Deutschland. Tatsächlich dürfte die Entwicklung weit weniger dramatisch sein; denn Destatis hat 2020 sein Erhebungsverfahren verändert, weswegen die Werte für 2020 mit den Vorjahren nicht vergleichbar sind. Das lässt aber die Fragen offen, wie sich die Einkommensverteilung in Deutschland tatsächlich verändert hat und ob das alte oder das neue Erhebungsverfahren ein realistischeres Bild der deutschen Verhältnisse liefert. Wenden wir uns zuerst der Veränderung in der Pandemie zu." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Springer-Verlag)
-
Literaturhinweis
European Network of Public Employment Services: PES support to recovery (2022)
Davern, Eamonn;Zitatform
Davern, Eamonn (2022): European Network of Public Employment Services: PES support to recovery. (Thematic Paper / European Network of Public Employment Services), Luxembourg: Publications Office of the European Union, 22 S. DOI:10.2767/847911
Abstract
"This paper provides an overview of the key questions and issues for Public Employment Services in determining how best to assist labour market recovery from the COVID-19 pandemic. It draws upon existing promising practices and academic research, as well as the discussions held in a Thematic Review Workshop in the Network on 9-10 November 2021. Member States have introduced a wide range of measures to mitigate the negative impact of COVID-19 on employment. Despite these initiatives the longer-term challenges from structural labor market changes remain. The report highlights that to further succeed, PES need to learn from emergency measures applied during the crisis, identifying those which could be adopted for permanent use, consistently reviewing their institutional strength and corporate resilience. This will require agility with rapid responses to emerging trends, sufficient capacity, appropriate tools, and required competencies to support unemployed people through profound labour market changes. Liaison with partners will become increasingly important and need to be regularly reviewed to identify where new partnerships are needed. PES will need to support improved labor market function through promoting employment in growing sectors of the economy, particularly digital and green jobs, facilitating occupational and geographical mobility, including through training and upskilling, and supporting the agenda for longer working lives." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Indikatoren zur Einschätzung der Auswirkungen der CORONA-Pandemie auf die Arbeitsmärkte in Hessen: Stand: Ende Februar 2022 (2022)
Zitatform
Demireva, Lora, Dennis Schmehl & Lisa Schäfer (2022): Indikatoren zur Einschätzung der Auswirkungen der CORONA-Pandemie auf die Arbeitsmärkte in Hessen. Stand: Ende Februar 2022. (Hessischer Regionaldatenreport 20), Frankfurt am Main, 20 S.
Abstract
"Der Hessische Regionaldatenreport erscheint mittlerweile zum 20. Mal und stellt eine Momentaufnahme der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Arbeitsmarkt und Wirtschaft in den Kreisen und kreisfreien Städten Hessens zum Ende Februar 2022 anhand ausgewählter Indikatoren dar. Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration unterstützt die Erstellung im Rahmen der ESF-Förderung. Für die Darstellungen wird auf öffentliche Statistiken der Bundesagentur für Arbeit zurückgegriffen. Der Report enthält Basisindikatoren zu drei Themen im regionalen Vergleich: Entwicklung der Kurzarbeit, Entwicklung der Arbeitslosigkeit, Entwicklung der gemeldeten offenen Arbeitsstellen" (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Indikatoren zur Einschätzung der Auswirkungen der CORONA-Pandemie auf die Arbeitsmärkte in Hessen: Stand: Ende März 2022 (2022)
Zitatform
Demireva, Lora, Dennis Schmehl & Lisa Schäfer (2022): Indikatoren zur Einschätzung der Auswirkungen der CORONA-Pandemie auf die Arbeitsmärkte in Hessen. Stand: Ende März 2022. (Hessischer Regionaldatenreport 21), Frankfurt am Main, 21 S.
Abstract
"Der Hessische Regionaldatenreport erscheint mittlerweile zum 21. Mal und stellt eine Momentaufnahme der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Arbeitsmarkt und Wirtschaft in den Kreisen und kreisfreien Städten Hessens zum Ende März 2022 anhand ausgewählter Indikatoren dar. Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration unterstützt die Erstellung im Rahmen der ESF-Förderung. Für die Darstellungen wird auf öffentliche Statistiken der Bundesagentur für Arbeit zurückgegriffen. Der Report enthält Basisindikatoren zu drei Themen im regionalen Vergleich: Entwicklung der Kurzarbeit, Entwicklung der Arbeitslosigkeit, Entwicklung der gemeldeten offenen Arbeitsstellen" (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Indikatoren zur Einschätzung der Auswirkungen der CORONA-Pandemie auf die Arbeitsmärkte in Hessen: Stand: Ende April 2022 (2022)
Zitatform
Demireva, Lora, Dennis Schmehl & Lisa Schäfer (2022): Indikatoren zur Einschätzung der Auswirkungen der CORONA-Pandemie auf die Arbeitsmärkte in Hessen. Stand: Ende April 2022. (Hessischer Regionaldatenreport 22), Frankfurt am Main, 25 S.
Abstract
"Der Hessische Regionaldatenreport erscheint mittlerweile zum 22. Mal und stellt eine Momentaufnahme der Auswirkungen der Corona-Pandemie und seit März 2022 auch der Ukrainekrise auf Arbeitsmarkt und Wirtschaft in den Kreisen und kreisfreien Städten Hessens zum Ende April 2022 anhand ausgewählter Indikatoren dar. Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration unterstützt die Erstellung im Rahmen der ESF-Förderung. Für die Darstellungen wird auf öffentliche Statistiken der Bundesagentur für Arbeit zurückgegriffen. Der Report enthält Basisindikatoren zu drei Themen im regionalen Vergleich: Entwicklung der Kurzarbeit, Entwicklung der Arbeitslosigkeit, Entwicklung der gemeldeten offenen Arbeitsstellen, Entwicklung der Berufsausbildung" (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Youth unemployment in Canada, Germany, Ireland, and the United Kingdom in times of COVID-19 (2022)
Deng, Zechuan; Murray, Aisling; Smyth, Emer ; Arim, Rubab ; Dupéré, Véronique ; Henseke, Golo ; Dietrich, Hans ; Schoon, Ingrid ;Zitatform
Deng, Zechuan, Rubab Arim, Golo Henseke, Ingrid Schoon, Hans Dietrich, Aisling Murray, Emer Smyth & Véronique Dupéré (2022): Youth unemployment in Canada, Germany, Ireland, and the United Kingdom in times of COVID-19. In: Economic and Social Reports, Jg. 2, H. 3, S. 1-6., 2022-02-25. DOI:10.25318/36280001202200300003-eng
Abstract
"Youth unemployment recovering during the COVID-19 pandemic. Very few countries managed to avoid a hit to their economy or young people's employment in the wake of COVID-19. The article "Youth unemployment in Canada, Germany, Ireland, and the United Kingdom in times of COVID-19" shows that unemployment levels rose for workers in their mid-teens to mid-twenties in Canada, Germany, Ireland and the United Kingdom during the early days of the pandemic, reaching peak levels in the summer of 2020. One year later, in the summer of 2021, youth unemployment rates in all four countries largely recovered, although they all recorded slightly higher numbers than in 2019, before the pandemic. These findings are from a collaboration between Statistics Canada and three institutes in Europe on the COVID-19: Youth economic activity and health monitor project." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Suddenly Working From Home!: Effects of the Corona Crisis on Psychological Job Demands and Resources and the Role of Telecommuting (2022)
Zitatform
Dettmers, Jan & Wiebke Plückhahn (2022): Suddenly Working From Home! Effects of the Corona Crisis on Psychological Job Demands and Resources and the Role of Telecommuting. In: Zeitschrift für Arbeits- und Organisationspsychologie, Jg. 66, H. 3, S. 113-128. DOI:10.1026/0932-4089/a000374
Abstract
"Die Corona-Krise und der Lockdown im Frühjahr 2020 waren mit vielfachen Veränderungen im Arbeitsleben in Europa verbunden. In einer 3-Wellen-Längsschnittstudie wurden die Verläufe von Stressoren und Ressourcen von 302 Beschäftigten zwei Wochen vor dem Lockdown, eine Woche nach Lockdownstart und sechs Wochen nach Lockdownstart erfasst. Die Studie folgte einem Pre-post-Follow-up-Design mit 129 Beschäftigten, die zu Homeoffice-Arbeit wechselten und einer Kontrollgruppe von 173 Beschäftigten, die weiter vor Ort arbeiteten. Ergebnisse einer MANCOVA mit Messwiederholung zeigen, dass trotz vielfältiger allgemeiner Veränderungen in den Arbeitsbedingungen durch die Corona-Krise der Wechsel ins Homeoffice nur zur Veränderung von zwei Arbeitsmerkmalen beitrug (Reduktion von Kommunikationsmöglichkeiten und – vor einer Bonferroni Korrektur – physische Arbeitsplatzstressoren). Das deutet darauf hin, dass die sehr sichtbaren Wechsel ins Homeoffice in der ersten Phase der Pandemie nur ein erklärender Faktor für vielfältige Veränderungen in den Arbeitsbedingungen im Zuge der Corona Krise darstellt." (Autorenreferat, IAB-Doku, © 2021 Hogrefe Verlag)
-
Literaturhinweis
The Role of Employment Protection Legislation Regimes in Shaping the Impact of Job Disruption on Older Workers' Mental Health in Times of COVID-19 (2022)
Zitatform
Di Novi, Cinzia, Paolo Paruolo & Stefano Verzillo (2022): The Role of Employment Protection Legislation Regimes in Shaping the Impact of Job Disruption on Older Workers' Mental Health in Times of COVID-19. (JRC working papers in economics and finance 2022,02), Brüssel, 32 S.
Abstract
"This study exploits individual data from the 8th wave of the Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe (SHARE) and the SHARE Corona Survey to investigate the mental health consequences of COVID-19 job disruption across different European countries. It focuses on older workers (aged 50 and over) who were exposed to a higher risk of infection from COVID-19 and were also more vulnerable to the risk of long-term unemployment and permanent labour market exits during economic downturns. The relationship between job disruption in times of COVID-19 and older workers' mental health is investigated using differences in country-level employment legislation regimes in the EU. European countries are clustered into three macro-regions with high, intermediate and low employment regulatory protection regulations, using the Employment Protection Legislation (EPL) aggregate score proposed by the OECD. Results reveal a clear EPL gradient: job disruption has a positive and significant impact on older workers' psychological distress especially in those countries where EPL is more binding. The present findings suggest possible mitigating measures for older unemployed in the EU countries with higher Employment Protection legislation." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
How do employees cope with mandatory working from home during COVID-19? (2022)
Zitatform
Dicu, Andreea, Irma Rybnikova & Thomas Steger (2022): How do employees cope with mandatory working from home during COVID-19? In: German Journal of Human Resource Management, Jg. 36, H. 3, S. 300-324. DOI:10.1177/23970022221079049
Abstract
"How do employees who are coerced to work from home during COVID-19 cope with this unprecedented situation? Drawing upon the job-demands-resources (JD-R) model and upon the literature on coping, we analyse empirical qualitative material which stems from two-stage interviews with and online diaries prepared by 15 white-collar employees in Romania. We identify four initial coping types in relation to mandatory working from home: ‘explorers’, ‘statics’, ‘chaotics’ and ‘irremediables’. In the follow-up stage of the field work, the ‘chaotic’ type of coping disappears. These findings in relation to the unique pandemic situation represent a significant contribution to the literature on working from home as well as on coping with stress." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Unemployment and the mental health of young people during the second phase of the Covid-19 pandemic in Germany ( Series "Tracking youth joblessness during the Covid-19 crisis") (2022)
Zitatform
Dietrich, Hans, Alexander Patzina & Laura Brunner (2022): Unemployment and the mental health of young people during the second phase of the Covid-19 pandemic in Germany ( Series "Tracking youth joblessness during the Covid-19 crisis"). In: IAB-Forum H. 15.09.2022 Nürnberg. DOI:10.48720/IAB.FOO.20220915.01
Abstract
"Young adults are tomorrow’s workforce in times of aggravating skill shortage. Their mental health and well-being decide over their labour market success and influence the future development of the economy. Over the course of the Covid-19 pandemic, associated containment measures, and the economic downturn, the mental health of young people declined – more severely than for older age-groups. A new IAB study shows that being employed or non-employed during the pandemic played an important role for the well-being of young adults." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Duale Ausbildung unter Druck: Was kann eine Ausbildungsgarantie leisten? (2022)
Zitatform
Dietrich, Hans & Bernd Fitzenberger (2022): Duale Ausbildung unter Druck: Was kann eine Ausbildungsgarantie leisten? In: IAB-Forum H. 04.07.2022 Nürnberg, 2022-06-30. DOI:10.48720/IAB.FOO.20220704.01
Abstract
"Schon seit geraumer Zeit sinkt die Zahl der jungen Menschen, die sich für eine duale Ausbildung interessieren, und viele Betriebe beklagen einen Mangel an Bewerbungen. Diese Tendenz hat sich in der Corona-Krise verschärft. Zugleich gibt es nach wie vor viele Jugendliche mit einem Hauptschul- oder Realschulabschluss, die keinen Zugang zu betrieblicher Ausbildung finden oder keinen beruflichen Abschluss erwerben. Kann die von der Bundesregierung geplante Ausbildungsgarantie hier Abhilfe schaffen und der pandemiebedingten Krise des Ausbildungsmarktes entgegenwirken?" (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Cross-border mobility responses to COVID-19 in Europe: new evidence from facebook data (2022)
Zitatform
Docquier, Frédéric, Nicolas Golenvaux, Siegfried Nijssen, Pierre Schaus & Felix Stips (2022): Cross-border mobility responses to COVID-19 in Europe: new evidence from facebook data. In: Globalization and health, Jg. 18, 2022-03-25. DOI:10.1186/s12992-022-00832-6
Abstract
"Assessing the impact of government responses to Covid-19 is crucial to contain the pandemic and improve preparedness for future crises. We investigate here the impact of non-pharmaceutical interventions (NPIs) and infection threats on the daily evolution of cross-border movements of people during the Covid-19 pandemic. We use a unique database on Facebook users’ mobility, and rely on regression and machine learning models to identify the role of infection threats and containment policies. Permutation techniques allow us to compare the impact and predictive power of these two categories of variables. In contrast with studies on within-border mobility, our models point to a stronger importance of containment policies in explaining changes in cross-border traffic as compared with international travel bans and fears of being infected. The latter are proxied by the numbers of Covid-19 cases and deaths at destination. Although the ranking among coercive policies varies across modelling techniques, containment measures in the destination country (such as cancelling of events, restrictions on internal movements and public gatherings), and school closures in the origin country (influencing parental leaves) have the strongest impacts on cross-border movements. While descriptive in nature, our findings have policy-relevant implications. Cross-border movements of people predominantly consist of labor commuting flows and business travels. These economic and essential flows are marginally influenced by the fear of infection and international travel bans. They are mostly governed by the stringency of internal containment policies and the ability to travel." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer) ((en))
-
Literaturhinweis
Die Einkommensarmut steigt, die Corona-Krise erschüttert den Arbeitsmarkt (2022)
Drescher, Markus;Zitatform
Drescher, Markus (2022): Die Einkommensarmut steigt, die Corona-Krise erschüttert den Arbeitsmarkt. In: Soziale Sicherheit, Jg. 71, H. 2, S. 75-78.
Abstract
"Immer mehr Menschen mit Behinderung sind von Armut betroffen. Und die Corona-Krise hat die Arbeitsmarktlage für Menschen mit Behinderung deutlich verschlechtert. Zu diesen Ergebnissen kommen zwei Analysen, die materielle Teilhabe und berufliche Inklusion von Menschen mit Behinderung unter die Lupe genommen haben. Beide Studien unterbreiten Vorschläge, wie sich die Situation verbessern ließe." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Macroeconomic Impacts of the Covid-19 Pandemic in Some European Union Countries: A Counterfactual Analysis (2022)
Duarte, António Portugal; Murta, Fátima Sol;Zitatform
Duarte, António Portugal & Fátima Sol Murta (2022): Macroeconomic Impacts of the Covid-19 Pandemic in Some European Union Countries: A Counterfactual Analysis. (GEE papers 161), Lisboa, 25 S.
Abstract
"The aim of this paper is to analyze the macroeconomic impacts of the Covid-19 pandemic in the European Union (27 countries) and, particularly, in four of its economies - Germany, Spain, Italy and Portugal. For this purpose, a counterfactual analysis was conducted based on an ARIMA forecasting model through which the behavior of a set of macroeconomic variables (Gross Domestic Product, public debt, inflation rate, public deficit, and unemployment rate) is examined in the context of the Covid-19 pandemic against a hypothetical scenario without pandemic. In general, the results point to a significantly better performance of all variables in the four countries and in the European Union if the Covid-19 pandemic had not existed. In a scenario without the Covid-19 pandemic, all countries would have achieved higher product levels, showing, however, relatively weaker economic growth rates when compared to the pandemic situation, namely in 2021 and 2022. The results also point to budget surpluses in Germany and Portugal, in 2020, 2021 and 2022, as well as a sharp reduction (over 20 percentage points) in Spanish public debt. In 2021 and 2022, there is also a lower inflationary pressure for the European Union, Germany, Spain and Italy, after a very sharp rise in prices in 2020. Regarding the labor market, with the exception of Germany and European Union, where the unemployment rate would be relatively higher, especially in 2022, the remaining countries would register lower unemployment rates." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Auswirkungen der Covid-19-Pandemie nach dem ersten Lockdown 2020: Weniger Übernahmen nach einer betrieblichen Ausbildung (2022)
Zitatform
Dummert, Sandra & Matthias Umkehrer (2022): Auswirkungen der Covid-19-Pandemie nach dem ersten Lockdown 2020: Weniger Übernahmen nach einer betrieblichen Ausbildung. (IAB-Kurzbericht 04/2022), Nürnberg, 8 S. DOI:10.48720/IAB.KB.2204
Abstract
"Ein bedeutender Teil der deutschen Ausbildungsbetriebe war im Jahr 2020 wirtschaftlich erheblich von der Covid-19-Pandemie betroffen. Eine pandemiebedingte Einschränkung oder gar Einstellung ihrer Ausbildungsaktivität hätte weitreichende Folgen – sowohl für individuelle Erwerbskarrieren als auch für das künftige Fachkräfteangebot in Deutschland. Mit Daten des IAB-Betriebspanels wird in dem Kurzbericht untersucht, wie sich die Pandemie auf die betriebliche Ausbildung nach dem ersten Lockdown im Jahr 2020 ausgewirkt hat. Neben den betrieblichen Ausbildungsaktivitäten stehen die Übernahmen von Ausbildungsabsolventinnen und -absolventen im Fokus des Berichts. Dabei wird die Entwicklung in Betrieben, die von der Pandemie wirtschaftlich negativ betroffen sind, mit der in nicht betroffenen Betrieben verglichen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
COVID-19 and the labour market: What are the working conditions in critical jobs? (2022)
Zitatform
Dütsch, Matthias (2022): COVID-19 and the labour market: What are the working conditions in critical jobs? In: Journal for labour market research, Jg. 56. DOI:10.1186/s12651-022-00315-6
Abstract
"The COVID-19 pandemic has focused public attention on occupational groups that ensure the maintenance of critical infrastructure, provision of medical care and supply of essential goods. This paper examines the working conditions in critical jobs based on representative data from the German BAuA Working Time Survey 2019. Our analyses reveal that essential workers are more likely to perform unskilled or semiskilled activities and work in cleaning, transport and logistics, health care occupations as well as IT and natural science services. Regarding the working conditions, essential workers are paid comparatively less and are more physically proximate to others at work than nonessential workers. They more often work atypical hours, such as day and night shifts and on weekends, and have less autonomy in their working time. Additionally, critical jobs are characterised by muscular and skeletal strain due to working positions and carrying heavy loads significantly more often. Thus, our findings strongly suggest that work-related risks accumulate in critical jobs." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Cui bono – business or labour? Job retention policies during the COVID-19 pandemic in Europe (2022)
Zitatform
Ebbinghaus, Bernhard & Lukas Lehner (2022): Cui bono – business or labour? Job retention policies during the COVID-19 pandemic in Europe. In: Transfer, Jg. 28, H. 1, S. 47-64. DOI:10.1177/10242589221079151
Abstract
"Während der COVID-19-Pandemie musste Europa zahlreiche Herausforderungen bewältigen und auch eine Antwort auf die Frage finden, wie Beschäftigung und Erwerbseinkommen gesichert werden sollen. In unserer vergleichenden Analyse erforschen wir das Ausmaß, in dem europäische Wohlfahrtsstaaten dazu beigetragen haben, diese Krise durch Stabilisierung von Beschäftigung und Arbeitseinkommen zu meistern. Während Kurzarbeit als Instrumentarium bereits teilweise während der Großen Rezession 2008/2009 zum Einsatz gekommen ist, wurden Maßnahmen zur Arbeitsplatzsicherung 2020 in Europa als Antwort auf die Pandemie erweitert oder neu eingeführt. Allerdings existieren in den europäischen Wohlfahrtsstaaten unterschiedliche Vorgehensweisen in der Ausgestaltung und Durchführung dieser Maßnahmen, die mehr oder weniger auf das Halten der Arbeitskräfte abzielen und auf diese Weise Massenenarbeitslosigkeit während der Beschäftigungskrise vermeiden. Wir unterscheiden zwischen einer Logik der Unterstützung von Unternehmen und einer Logik der Unterstützung von Arbeitnehmer:innen, um die unterschiedlichen Strategien des Arbeitsplatzerhalts in Europa zu erklären. Nach unseren Erkenntnissen haben kontinentale, südeuropäische und liberale Wohlfahrtsstaaten mehr unternommen, um durch Kurzarbeit Weiterbeschäftigung zu fördern, als die nordischen oder die mittel- und osteuropäischen Länder." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Krise ohne Reaktion? Die Folgen der Corona-Pandemie auf dem dualen Ausbildungsmarkt im Licht der Berufsbildungsstatistik und die berufsbildungspolitische Reaktion (2022)
Eckelt, Marcus;Zitatform
Eckelt, Marcus (2022): Krise ohne Reaktion? Die Folgen der Corona-Pandemie auf dem dualen Ausbildungsmarkt im Licht der Berufsbildungsstatistik und die berufsbildungspolitische Reaktion. In: D. Heisler & J. A. Meier (Hrsg.) (2022): Berufsausbildung zwischen Hygienemaßnahmen und Lockdown(s), S. 49-73.
Abstract
"Im ersten Corona-Jahr 2020 ging die Zahl der Neuverträge in der dualen Ausbildung stark zurück. Ihre Zahl fiel auf unter 500.000. Das stellt einen historischen Einbruch auf dem Ausbildungsmarkt dar. Berufsbildungspolitisch wurde lediglich mit Maßnahmen reagiert, die Betriebe motivieren sollten, das Ausbildungsplatzangebot aufrechtzuerhalten. Der Beitrag ordnet den Rückgang der Neuverträge in die Entwicklung des Gesamtbildungssystems im Jahr 2020 ein und rekonstruiert auf Basis der Berufsbildungsstatistik die Krisendynamik auf dem Ausbildungsmarkt. Davon ausgehend wird die berufsbildungspolitische Reaktion beschrieben und kritisch diskutiert." (Autorenreferat, IAB-Doku, © wbv)
-
Literaturhinweis
Which factors influence mobility change during COVID-19 in Germany? Evidence from German county data (2022)
Zitatform
Ehlert, Andree & Jan Wedemeier (2022): Which factors influence mobility change during COVID-19 in Germany? Evidence from German county data. In: Regional Science Policy & Practice, Jg. 14, H. S1, S. 61-79. DOI:10.1111/rsp3.12537
Abstract
"This study analyzes the role of regional demographic, socioeconomic, and political factors in mobility changes during the COVID-19 pandemic in Germany. Spatial econometric models are applied using data from the 401 counties in Germany. The model incorporates measures to reduce potential endogeneity effects. Our results show that mobility change shows significant socioeconomic heterogeneity, which could affect future policy measures to contain the pandemic. For example, case numbers and the share of academics are negatively associated with changes in mobility. On the contrary, a region's mean age and rural location have a positive impact. Political and economic implications of the results are discussed. The findings point to a possible reorganization of spatial, economic, and social activities beyond the course of the pandemic." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
-
Literaturhinweis
Job Retention Schemes during COVID-19: A Review of Policy Responses (2022)
Zitatform
Eichhorst, Werner, Paul Marx, Ulf Rinne & Johannes Brunner (2022): Job Retention Schemes during COVID-19: A Review of Policy Responses. (IZA policy paper 187), Bonn, 33 S.
Abstract
"This policy brief provides an update on job retention policies in a sample of 20 countries representing the main world regions as well as the diverse types of job retention schemes, in particular short-time work, furlough and wage subsidy schemes as they have been implemented in response to the COVID-19 pandemic. We show the diversity of these policies as well as the available information about their (re-)design as the pandemic evolved up to the most recent period. The policy brief raises main issues regarding the implementation and adaptation of job retention policies and illustrated this with four case studies." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Promoting Youth Employment During COVID-19: A Review of Policy Responses (2022)
Zitatform
Eichhorst, Werner, Paul Marx, Ulf Rinne & Johannes Brunner (2022): Promoting Youth Employment During COVID-19: A Review of Policy Responses. (IZA policy paper 188), Bonn, 32 S.
Abstract
"Economic and social disruptions caused by the COVID-19 crisis have particularly affected younger people, and therefore policy should respond with measures, programmes and initiatives targeted at this population group. Next to broader labour market and economic measures, which ultimately also benefit younger people, youth-targeted measures are needed given the specific impacts of the pandemic and resulting challenges. Against this background, this policy brief gives an overview on actual policy responses in the area of youth employment during the COVID-19 crisis in 20 selected countries. If such measures are implemented, they share the common goals of reducing the negative impacts of the COVID-19 crisis on younger workers and avoiding long-term scarring effects. However, the precise nature, extent and scope of such measures substantially differ across countries. Given the fragility and large uncertainty of economic recovery that is still present in early 2022, broader policy support continues to be needed, including specific policy measures targeting youth." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
COVID-19 und die Arbeit in der EU: Beschäftigung, Arbeitsplatzpraktiken und Strukturveränderungen auf betrieblicher Ebene (2022)
Zitatform
Eiffe, Franz Ferdinand, Tina Weber, Dragoș Adăscăliței & John Hurley (2022): COVID-19 und die Arbeit in der EU. Beschäftigung, Arbeitsplatzpraktiken und Strukturveränderungen auf betrieblicher Ebene. In: L. Bellmann & W. Matiaske (Hrsg.) (2022): Sozio-Ökonomik der Corona-Krise, S. 15-42.
Abstract
"In diesem Beitrag wird die Corona-Krise aus zweierlei Perspektive betrachtet. Erstens wird untersucht, wie sich die Pandemie kurzfristig auf den Arbeitsmarkt und die Beschäftigung in der Europäischen Union auswirkte, sowohl auf makroökonomischer als auch auf betrieblicher Ebene. Zweitens werden jene Maßnahmen diskutiert, die auf EU- und Länderebene und schließlich in den Betrieben als Reaktion auf die Folgen der Krise umgesetzt wurden. Ein Fokus wird hierbei auf Kurzarbeit, Telearbeit und die Anpassung der Arbeitsorganisation gelegt. Abschließend wird noch erörtert, wie der soziale Dialog während der Krise funktioniert hat und welche Lehren daraus zu ziehen sind. Die hier präsentierten Ergebnisse basieren auf Analysen der EU-Arbeitskräfteerhebung (AKE), einer von Eurofound und Cedefop durchgeführten Online-Folgebefragung des European Company Survey 2019 (ECS 2020) mit Schwerpunkt Corona und auf Eingaben in die "Eurofound COVID-19 EU Policy Watch"-Datenbank. Außerdem werden auch Ergebnisse der "Leben, Arbeiten und COVID-19"-Umfrage besprochen. Die entsprechenden Analysen wurden in Eurofound (2021a, 2021b, 2021c) veröffentlicht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Der Betrieb als sozialer Ort: Entwicklungen. Herausforderungen. Empfehlungen. Ein Positionspapier des Rats der Arbeitswelt (2022)
Evans, Michaela; Pfeiffer, Sabine ; Möreke, Mathias; Rothe, Isabel; Jensen, Iwer; Walwei, Ulrich ; Sinischa, Horvat;Zitatform
Evans, Michaela, Horvat Sinischa, Iwer Jensen, Mathias Möreke, Sabine Pfeiffer, Isabel Rothe & Ulrich Walwei (2022): Der Betrieb als sozialer Ort. Entwicklungen. Herausforderungen. Empfehlungen. Ein Positionspapier des Rats der Arbeitswelt. Berlin, 12 S.
Abstract
"Schutzmaßnahmen und wirtschaftliche Folgen der Covid-19-Pandemie beeinflussen das betriebliche Handeln und Miteinander in beachtlichem Ausmaß. Dabei hat sich über die letzten zwei Jahre gezeigt, wie wichtig Kooperation und Zusammenhalt der betrieblichen Akteure und Sozialpartner ist, um auf Krisen eines solchen Ausmaßes schnell, effizient und innovativ reagieren zu können. Diese Leistung hat der Rat der Arbeitswelt bereits in seinem ersten Arbeitswelt-Bericht gewürdigt und Empfehlungen formuliert, wie der Betrieb in seiner Funktion als sozialer Ort erhalten und gestärkt werden kann. Vor dem Hintergrund der Entwicklung seit dem Herbst 2021 hat der Rat diese Empfehlungen in einem Positionspapier aufgegriffen, reflektiert und ergänzt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Präsentation des Positionspapiers -
Literaturhinweis
Has the Willingness to Work Fallen during the COVID Pandemic? (2022)
Zitatform
Faberman, Jason, Andreas I. Mueller & Ayşegül Şahin (2022): Has the Willingness to Work Fallen during the COVID Pandemic? (IZA discussion paper 15086), Bonn, 50 S.
Abstract
"We examine the effect of the Covid pandemic on willingness to work along both the extensive and intensive margins of labor supply. Special survey questions in the Job Search Supplement of the Survey of Consumer Expectations (SCE) allow us to elicit information about individuals' desired work hours for the 2013-2021 period. Using these questions, along with workers' actual labor market participation, we construct a labor market underutilization measure, the Aggregate Hours Gap (AHG), following Faberman et al. (2020). The AHG captures changes in labor market underutilization for the full population along both the extensive and intensive margins using data on desired work hours as a measure of their potential labor supply. We find that the sharp increase in the AHG during the Covid pandemic essentially disappeared by the end of 2021. We also document a sharp decline in desired work hours during the pandemic that persists through the end of 2021 and is roughly double the drop in the labor force participation rate. Ignoring the decline in desired hours overstates the degree of underutilization by 2.5 percentage points (12.5%). Our findings suggest that, as of 2021Q4, the labor market is tighter than suggested by the unemployment rate and the adverse labor supply effect of the pandemic is more pronounced than implied by the labor force participation rate. These discrepancies underscore the importance of taking into account the intensive margin for both labor market underutilization and potential labor supply." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Risiken für und durch Armut während der Corona-Pandemie (2022)
Zitatform
Fechter, Charlotte (2022): Risiken für und durch Armut während der Corona-Pandemie. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 71, H. 9, S. 613-636. DOI:10.3790/sfo.71.9.613
Abstract
"Die Corona-Pandemie hat die deutsche Wirtschaft stark getroffen. In diesem Zusammenhang wird diskutiert, inwieweit die Corona-Pandemie und die mit ihr verbundenen Folgen zu einem Anstieg der sozialen Ungleichheit führen. Aus wohlfahrtsstaatlicher Perspektive wird – vor allem in Krisenzeiten – das Ziel verfolgt, soziale Gerechtigkeit und Soziale Sicherheit herzustellen. Dieser Beitrag prüft anhand der bestehenden Literatur, welche Risken für und durch Armut während der Corona-Pandemie entstanden sind und ordnet die Maßnahmen in den wohlfahrtsstaatlichen Kontext Deutschlands ein. Es zeigt sich, dass Armutsrisken im Zuge der Pandemie insbesondere für Frauen gestiegen sind. Gleichzeitig scheint das Transfersystem aber armutsfeste Maßnahmen hervorzubringen und weist dabei Abweichungen von traditionellen Mustern auf. Der endgültige Effekt der Corona-Pandemie auf die Risken für und durch Armut ist auch davon abhängig, wie mit den Preissteigerungen in Folge der Krise – und des Russland-Ukraine-Kriegs – umgegangen wird." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
What cannot be cured must be endured: The long-lasting effect of a COVID-19 infection on workplace productivity (2022)
Zitatform
Fischer, Kai, J. James Reade & W. Benedikt Schmal (2022): What cannot be cured must be endured: The long-lasting effect of a COVID-19 infection on workplace productivity. In: Labour Economics, Jg. 79. DOI:10.1016/j.labeco.2022.102281
Abstract
"The COVID-19 pandemic has triggered economic shock waves across the globe. Exploiting a natural experiment, this paper estimates how being infected with the virus shapes individual-level productivity after having recovered. Studying the performance of professional athletes in Germany and Italy and applying a staggered difference-in-differences design, we find that individual performance drops by around 6 percent after a previously infected athlete returns to the pitch. This striking deterioration remains persistent over time – amounting to 5% eight months after the infection. The effect increases with age and infection severity, and is spread disproportionally over the course of a match. We detect no productivity effects for other respiratory infections. We take these findings as first evidence that the pandemic might cause long-lasting effects on worker productivity and economic growth." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2023 Elsevier) ((en))
-
Literaturhinweis
Auswirkungen der Corona-Krise auf den Arbeitsmarkt: Was lehrt uns der Blick auf andere Länder? (Podium) (2022)
Zitatform
Fitzenberger, Bernd (2022): Auswirkungen der Corona-Krise auf den Arbeitsmarkt: Was lehrt uns der Blick auf andere Länder? (Podium). In: IAB-Forum H. 10.10.2022 Nürnberg, 2022-10-06. DOI:10.48720/IAB.FOO.20221010.01
Abstract
"Die Corona-Krise hat nicht nur Deutschland, sondern auch andere Länder vor immense wirtschafts-, arbeitsmarkt- und sozialpolitische Herausforderungen gestellt. Die politischen Antworten darauf fielen jedoch von Land zu Land unterschiedlich aus. Zu diesem Fazit gelangte eine hochkarätig besetzte internationale Tagung, die vom 31. August bis 4. September 2022 in Italien stattfand." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Stellenangebot, Bewerbungen und neue Ausbildungsverträge: Passungsprobleme am Ausbildungsmarkt nehmen in der Corona-Krise weiter zu (2022)
Zitatform
Fitzenberger, Bernd, Anna Heusler, Anna Houštecká & Leonie Wicht (2022): Stellenangebot, Bewerbungen und neue Ausbildungsverträge: Passungsprobleme am Ausbildungsmarkt nehmen in der Corona-Krise weiter zu. (IAB-Kurzbericht 19/2022), Nürnberg, 8 S. DOI:10.48720/IAB.KB.2219
Abstract
"In der Corona-Krise haben sich die Umbrüche am dualen Ausbildungsmarkt verstärkt. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge – der sogenannten Einmündungen – lag 2020 und 2021 deutlich unter dem Wert von 2019. Das Autorenteam untersucht, wie sich die jährlichen Verläufe der bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten Zahlen an Ausbildungsstellen, Bewerbenden und Einmündungen während der Corona-Krise verändert haben. Die Entwicklung dieser drei Größen gibt Hinweise auf zunehmende Passungsprobleme am Ausbildungsmarkt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
- Einmündungen-zu-Angebot-Relation (EAR) und Einmündungen-zu-Bewerbenden-Relation (EBR) nach Berufsbereichen
- Veränderungen am Ausbildungsmarkt zwischen 2013 und 2021
- Verlauf der Meldungen von Ausbildungsstellen, Bewerbenden und Einmündungen bei der BA, ausgewählte Beratungsjahre
- Registrierungsquoten (RQ) der Bundesagentur für Arbeit 2017 bis 2021
-
Literaturhinweis
Der Rückgang an Bewerbungen und Probleme bei der Kontaktaufnahme erschweren weiterhin die Besetzung von Ausbildungsplätzen (Serie "Corona-Krise: Folgen für den Arbeitsmarkt") (2022)
Fitzenberger, Bernd ; Gleiser, Patrick ; Hensgen, Sophie ; Leber, Ute; Roth, Duncan ; Kagerl, Christian ; Stegmaier, Jens ; Umkehrer, Matthias;Zitatform
Fitzenberger, Bernd, Patrick Gleiser, Sophie Hensgen, Christian Kagerl, Ute Leber, Duncan Roth, Jens Stegmaier & Matthias Umkehrer (2022): Der Rückgang an Bewerbungen und Probleme bei der Kontaktaufnahme erschweren weiterhin die Besetzung von Ausbildungsplätzen (Serie "Corona-Krise: Folgen für den Arbeitsmarkt"). In: IAB-Forum H. 13.04.2022 Nürnberg, 2022-04-11. DOI:10.48720/IAB.FOO.20220413.02
Abstract
"Die Besetzung von Ausbildungsplätzen stellt sich nach zwei Jahren der Pandemie für viele Betriebe nach wie vor schwieriger dar als davor. Mehr als vier von zehn Betrieben berichten von einem Rückgang der Zahl oder der Qualität der Bewerbungen. Die Möglichkeiten der Kontaktaufnahme zu potenziellen Bewerberinnen und Bewerbern haben sich ebenfalls verschlechtert. Dies geht aus einer Betriebsbefragung des IAB vom Januar dieses Jahres hervor." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Fitzenberger, Bernd ; Hensgen, Sophie ; Leber, Ute; Roth, Duncan ; Kagerl, Christian ; Stegmaier, Jens ; Umkehrer, Matthias; -
Literaturhinweis
Die Zahl der Ausbildungsabschlüsse ist stark zurückgegangen - insbesondere aufgrund kleinerer Jahrgänge und pandemiebedingter Einschränkungen (Serie "Corona-Krise: Folgen für den Arbeitsmarkt") (2022)
Fitzenberger, Bernd ; Kagerl, Christian ; Stegmaier, Jens ; Roth, Duncan ; Leber, Ute; Umkehrer, Matthias; Hensgen, Sophie ; Gleiser, Patrick ;Zitatform
Fitzenberger, Bernd, Patrick Gleiser, Sophie Hensgen, Christian Kagerl, Ute Leber, Duncan Roth, Jens Stegmaier & Matthias Umkehrer (2022): Die Zahl der Ausbildungsabschlüsse ist stark zurückgegangen - insbesondere aufgrund kleinerer Jahrgänge und pandemiebedingter Einschränkungen (Serie "Corona-Krise: Folgen für den Arbeitsmarkt"). In: IAB-Forum H. 13.04.2022 Nürnberg, 2022-04-11. DOI:10.48720/IAB.FOO.20220413.01
Abstract
"Nach den Ergebnissen einer in kurzen zeitlichen Abständen durchgeführten Betriebsbefragung des IAB ist der Anteil der Betriebe mit erfolgreichen Ausbildungsabschlüssen im Jahr 2021 gegenüber 2019 stark gesunken. Dies liegt nicht nur an kleineren Ausbildungsjahrgängen, sondern auch an Schwierigkeiten bei der Durchführung der Ausbildung während der Pandemie. Bei Betrieben, die in beiden Jahren erfolgreiche Abschlüsse zu verzeichnen hatten, änderte sich an der Übernahme von Ausbildungsabsolventinnen und -absolventen nur wenig." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Fitzenberger, Bernd ; Kagerl, Christian ; Stegmaier, Jens ; Roth, Duncan ; Leber, Ute; Umkehrer, Matthias; Hensgen, Sophie ; -
Literaturhinweis
Lernrückstände durch Corona in der dualen Ausbildung: Die Bedeutung von Distanzlernen und Unterstützungsmaßnahmen der Ausbilderinnen und Ausbilder (2022)
Zitatform
Flake, Regina, Filiz Koneberg & Paula Risius (2022): Lernrückstände durch Corona in der dualen Ausbildung. Die Bedeutung von Distanzlernen und Unterstützungsmaßnahmen der Ausbilderinnen und Ausbilder. (IW-Report / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 2022,52), Köln, 16 S.
Abstract
"Die Maßnahmen zur Kontaktreduktion während der Corona-Pandemie hatten starke Auswirkungen auf den Alltag in der dualen Ausbildung. Für den betrieblichen Teil der Ausbildung stellt sich die Frage, inwieweit das Lernen und Arbeiten auf Distanz kurzfristig organisiert werden konnte. Daran schließt sich die Frage an, ob trotz Umstellung auf Distanz Lerneinbußen bei Auszubildenden entstanden sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Occupations in the European Labour Market During the COVID-19 Pandemic (2022)
Zitatform
Flisi, Sara & Giulia Santangelo (2022): Occupations in the European Labour Market During the COVID-19 Pandemic. In: Intereconomics, Jg. 57, H. 2, S. 120-126. DOI:10.1007/s10272-022-1040-y
Abstract
"In order to capture the consequences of the COVID-19 pandemic on the labour market, several aspects need to be taken into account. First, containment measures put in place in member states at different times and with different levels of severity determined the interruption of several economic activities that were considered non-essential. Second, different occupations require varying degrees of physical proximity and social interaction to be carried out; this implies that they can be considered more or less teleworkable, and affected by different levels of epidemiological risk of contagion. This paper shows the labour market impact of the pandemic on different categories of workers in the EU. Occupations are distinguished by three main characteristics: whether they are critical or non-critical, their level of technical teleworkability and the level of social interaction required in the job. We show that the impact of the COVID-19 pandemic on the labour market has been heterogeneous across occupations and that all three dimensions are relevant to determine whether and to what extent the occupations were affected by the pandemic." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))
-
Literaturhinweis
Betriebspanel Berlin 2021: Ergebnisse der 26. Welle (2022)
Frei, Marek; Kriwoluzky, Silke; Wittbrodt, Linda; Putzing, Monika;Zitatform
Frei, Marek, Silke Kriwoluzky, Monika Putzing & Linda Wittbrodt (2022): Betriebspanel Berlin 2021. Ergebnisse der 26. Welle. Berlin, 102 S.
Abstract
"Im vorliegenden Bericht werden aktuelle Befragungsergebnisse zu den Kernthemen des IAB-Betriebspanels dargelegt. Hierzu gehören Befunde zu den spezifischen Strukturmerkmalen der Berliner Wirtschaft (Kapitel 3), zur Beschäftigungsentwicklung, also der Struktur von Personaleinstellungen und Personalabgängen sowie Beschäftigungsaussichten (Kapitel 6), zur Entwicklung der Fachkräftenachfrage und zum Erfolg der Betriebe bei der Stellenbesetzung (Kapitel 7). Diese werden ergänzt um Ausführungen zur Entwicklung der betrieblichen Ausbildung (Kapitel 8) sowie zur Tarifbindung von Betrieben und Beschäftigten (Kapitel 10). Die Ergebnisse zu den genannten, regelmäßig abgefragten Aspekten werden ergänzt um empirische Befunde zu weiteren, zusätzlich aufgenommenen Themen. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie sind dies Daten zur Betroffenheit der Berliner Wirtschaft von der Corona-Krise (Kapitel 4), zur Verbreitung von Homeoffice (Kapitel 5) sowie zu den Erfahrungen der Betriebe mit der Nutzung von digitalen Formaten in der Weiterbildung (Kapitel 9)." (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
IAB-Betriebspanel Mecklenburg-Vorpommern: Ergebnisse der sechsundzwanzigsten Befragungswelle 2021 (2022)
Frei, Marek; Kriwoluzky, Silke;Zitatform
Frei, Marek & Silke Kriwoluzky (2022): IAB-Betriebspanel Mecklenburg-Vorpommern. Ergebnisse der sechsundzwanzigsten Befragungswelle 2021. Berlin, 70 S.
Abstract
"Im vorliegenden Bericht werden aktuelle Befragungsergebnisse zu den Kernthemen des IAB-Betriebspanels für das Land Mecklenburg-Vorpommern präsentiert. Dies sind die Betriebs- und die Beschäftigtenstruktur (Kapitel 3 und 4), der Arbeitskräftebedarf (Kapitel 6), die betriebliche Aus- bzw. Weiterbildung (Kapitel 7 und 8), Tarifbindung und Löhne (Kapitel 9) sowie Fragen von Investitionen und Innovationen (Kapitel 11). Wie schon im Vorjahr lag der Fokus der aktuellen Befragung darauf zu erfahren, wie sich die Corona-Pandemie auf die Betriebe und die Beschäftigung in Mecklenburg-Vorpommern ausgewirkt hat. Die Erkenntnisse zu diesem Thema werden in Kapitel 5 dargestellt, zugleich aber auch in den anderen Kapiteln aufgegriffen, um die Auswirkungen der Pandemie auf die unterschiedlichen Bereiche von betrieblicher Tätigkeit differenziert darzustellen. Eine besondere Betrachtung gilt dem Thema Homeoffice (Kapitel 10), auch dies insbesondere vor dem Hintergrund der Entwicklungen im Zuge der Pandemie." (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
IAB-Betriebspanel, Länderbericht Thüringen: Ergebnisse der 26. Welle 2021 (2022)
Frei, Marek; Kriwoluzky, Silke; Putzing, Monika; Wittbrodt, Linda;Zitatform
Frei, Marek, Silke Kriwoluzky, Monika Putzing & Linda Wittbrodt (2022): IAB-Betriebspanel, Länderbericht Thüringen. Ergebnisse der 26. Welle 2021. Erfurt, 64 S.
Abstract
"Mit dem vorliegenden Bericht werden aktuelle Daten der jährlichen Arbeitgeberbefragung im Rahmen des IAB-Betriebspanels für Thüringen präsentiert. Der Bericht wurde im Auftrag des Thüringer Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie erarbeitet. Die Befragung, deren Ergebnisse im Folgenden präsentiert werden, wurde schwerpunktmäßig im dritten Quartal des Jahres 2021 durchgeführt. Die Daten spiegeln somit den Stand im zweiten Jahr nach Ausbruch des Coronavirus in Deutschland wider. Mit der Befragung von Betrieben wird vorrangig die Nachfrageseite des Arbeitsmarktes repräsentiert. Die mit dem IAB-Betriebspanel gewonnenen Ergebnisse ergänzen damit die verfügbaren, eher angebotsseitig ausgerichteten Statistiken (z. B. Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit). Die empirischen Daten des IAB-Betriebspanels verbessern zudem wesentlich die Informationsbasis, die von amtlichen statistischen Daten geboten wird, da die Grundgesamtheit des IAB-Betriebspanels alle Betriebe umfasst, die mindestens einen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten bzw. eine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte haben. Damit ist die Befragung wesentlich breiter angelegt als andere betriebsbezogene Datenquellen, die sich vielfach nur auf ausgewählte Bereiche der Wirtschaft oder auf Betriebe ab einer bestimmten Größe beschränken. Ein weiterer Vorteil dieser bundesweit durchgeführten Arbeitgeberbefragung besteht darin, dass in allen Bundesländern dasselbe Fragenprogramm und dieselben Auswertungsverfahren verwendet werden. Infolgedessen können regional vergleichende Analysen durchgeführt werden, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Bundesländern aufzuzeigen. Im vorliegenden Bericht werden aktuelle Befragungsergebnisse zu den Kernthemen des IAB-Betriebspanels präsentiert. Hierzu gehören Befunde zu den spezifischen Strukturmerkmalen der Thüringer Wirtschaft (Kapitel 3), zur Beschäftigungsentwicklung, also der Struktur von Personaleinstellungen und Personalabgängen sowie zu den Beschäftigungsaussichten (Kapitel 6) und ebenso zur Entwicklung der Fachkräftenachfrage und zum Erfolg der Betriebe bei der Stellenbesetzung (Kapitel 7). Diese Ergebnisse werden ergänzt um Ausführungen zur Entwicklung der betrieblichen Aus- und Weiterbildung (Kapitel 8 und 9) sowie zur Tarifbindung von Betrieben und Beschäftigten (Kapitel 10) und zu Löhnen und Gehältern (Kapitel 11). Die Ausführungen zu den genannten, regelmäßig abgefragten Aspekten werden ergänzt um empirische Befunde zu weiteren, zusätzlich aufgenommenen Themen. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Corona-Pandemie sind dies Daten zur Betroffenheit der Thüringer Wirtschaft von der Corona-Krise (Kapitel 4), zur aktuellen und zukünftigen Verbreitung von Homeoffice (Kapitel 5) sowie zu den Erfahrungen der Betriebe mit der Nutzung von digitalen Formaten in der Weiterbildung (Kapitel 9)" (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Ungenutzte Chance: Digitale Weiterbildung im ersten Corona-Lockdown (Serie "Corona-Krise: Folgen für den Arbeitsmarkt") (2022)
Zitatform
Friedrich, Teresa Sophie, Simon Janssen & Marie-Christine Laible (2022): Ungenutzte Chance: Digitale Weiterbildung im ersten Corona-Lockdown (Serie "Corona-Krise: Folgen für den Arbeitsmarkt"). In: IAB-Forum H. 16.08.2022 Nürnberg, 2022-08-08. DOI:10.48720/IAB.FOO.20220816.01
Abstract
"Kurzarbeit, angewiesener Urlaub und Freistellungen aufgrund der Covid-19-Pandemie haben im ersten Lockdown nicht zu einer verstärkten Weiterbildungsbeteiligung geführt. Dies gilt auch und gerade für die berufliche Weiterbildung. Tatsächlich bildeten sich Beschäftigte, die ihre Arbeitszeit pandemiebedingt reduziert hatten, sogar seltener beruflich weiter als andere Beschäftigte. Besonders bemerkenswert: Die geringere Weiterbildungsbeteiligung ist überwiegend auf Beschäftigte mit Universitätsabschluss zurückzuführen – und damit auf eine Personengruppe, die prinzipiell als sehr weiterbildungsaffin gilt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Janssen, Simon; -
Literaturhinweis
Aufwertungsoptionen bei "systemrelevanten" Berufsgruppen in der Corona-Pandemie? (2022)
Friemer, Andreas; Warsewa, Günter;Zitatform
Friemer, Andreas & Günter Warsewa (2022): Aufwertungsoptionen bei "systemrelevanten" Berufsgruppen in der Corona-Pandemie? (Reihe Arbeit und Wirtschaft in Bremen 41), Bremen, 41 S.
Abstract
"Die hier betrachteten Berufsgruppen scheinen die bisherige Corona-Pandemie in gesundheitlicher Hinsicht relativ gut überstanden zu haben. So gab es nach den Erkenntnissen keine evidenten, berufsgruppentypischen Anstiege an Infektionen und Quarantäneanordnungen – wohl wesentlich aufgrund der Wirksamkeit teilweise sehr frühzeitig umgesetzter Hygienemaßnahmen. Die vielfältigen Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten und der Kundinnen und Kunden haben offenkundig dazu beigetragen, dass in den betreffenden Tätigkeitsfeldern das Kriterium der „Systemrelevanz“ tatsächlich eingelöst werden konnte; die entsprechenden Dienstleistungen konnten durchweg auf einem „normalen“ Niveau weiter betrieben werden. Angesichts der in allen Berufsfeldern deutlich gesteigerten teils physischen, teils psychischen Belastungen durch die Corona-Maßnahmen, ist aber festzuhalten, dass die positive Versorgungslage nur durch zum Teil erhebliche Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten erreicht werden konnte. Das erscheint nicht verwunderlich: Wenn „Systemrelevanz“ bedeutet, öffentliche Versorgungsleistungen und Infrastrukturen aufrechtzuerhalten, die unter außergewöhnlich schwierigen, krisenhaften Bedingungen besonders unter Druck geraten, dann geht das auch mit besonderen Belastungen der dort Beschäftigten einher. Der Schutz von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sowie Kundinnen und Kunden durch eine ganze Reihe wirksamer Maßnahmen und Vorkehrungen hat die Beschäftigten somit zwar vor größeren Infektionsbetroffenheiten bewahrt; hat aber gleichzeitig in allen betrachteten Berufsgruppen zusätzliche Belastungen und Arbeitserschwernisse mit sich gebracht. Durch Einschränkungen im Zuge der präventiven Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens haben sich unterschiedliche Wirkungen auf die vier untersuchten Berufsgruppen eingestellt, doch ist in der Quintessenz festzuhalten, dass Corona hier vor allem gewissermaßen als „Vergrößerungsglas“ für bestehende Problemfelder wirkte: Dies betrifft zum einen eine schleichende Intensivierung und Verdichtung von Arbeit, von der insbesondere die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den Zustelldiensten, teilweise auch in den Reinigungs- und Verkaufsberufen betroffen waren und sind. Dabei waren nicht nur die Ausdehnungen des Leistungsspektrums und/oder der Arbeitszeiten im Zuge von Corona-Schutzmaßnahmen ursächlich, sondern auch das stark angewachsene Arbeitsvolumen durch enorme Umsatzzuwächse in diesen Branchen. In der Gebäudereinigung entwickelte sich allerdings eine drastische Zweiteilung, bei der in manchen Bereichen zusätzliche Arbeitsleistungen durch zusätzliches Auftragsvolumen zur Arbeitsverdichtung führten, während in anderen Bereichen die Lockdowns bei Auftraggebern zum Wegfall von Beschäftigung und zu Kurzarbeit, zum Teil sogar Kurzarbeit null, führten." (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Gender – Care – Corona: Verhältnisbestimmungen in Pandemiezeiten (2022)
Friese, Marianne; Braches-Chyrek, Rita;Zitatform
Friese, Marianne & Rita Braches-Chyrek (2022): Gender – Care – Corona: Verhältnisbestimmungen in Pandemiezeiten. In: D. Heisler & J. A. Meier (Hrsg.) (2022): Berufsausbildung zwischen Hygienemaßnahmen und Lockdown(s), S. 95-111.
Abstract
"Der vorliegende Beitrag thematisiert die Widersprüche von Care Work aufgrund der „doppelten Vergesellschaftung“ von Frauen in Beruf und Lebenswelt sowie hinsichtlich der Entwicklungen während der Corona-Krise. Zentral diskutiert werden die äußerst wirksamen genderbezogenen Dynamiken in historisch gewachsenen Strukturen, die sich in den gegenwärtigen Krisenszenarien verstärken. Die ungleichen Voraussetzungen für eine Grundqualifizierung in sozialen Dienstleistungsberufen manifestieren eine geschlechtlich bedingte Exklusion und Ungleichheit in Ausbildung, Beschäftigung sowie Akademisierung. Die geschlechtsspezifischen Segmentierungen zeigen sich nicht nur an den weiblichen Bildungs- und Ausbildungsbeteiligungsmustern, sondern auch in der Verteilung von beruflichen Chancen und Risiken. Die Arbeits- und Tätigkeitsfelder der Care-Berufe gelten nach wie vor als „frauentypisch“. Daher ist eine kritische Bewertung der pandemiebedingten Krise notwendig, um die wechselseitige Abhängigkeit von reproduktiver Erwerbsarbeit, häuslicher Sorgearbeit und gesellschaftlichem sowie wirtschaftlichem Systemerhalt analysieren zu können." (Autorenreferat, IAB-Doku, © wbv)
-
Literaturhinweis
Effects of the Covid Crisis on Labour Supply in Germany (2022)
Zitatform
Fuchs, Johann, Brigitte Weber & Enzo Weber (2022): Effects of the Covid Crisis on Labour Supply in Germany. In: The empirical economics letters, Jg. 21, H. 10, S. 59-65., 2022-07-16.
Abstract
"We establish novel substantial negative effects of the COVIDcrisis on labour supply in a continental European country. In Germany, despite the demographic ageing trend, the supply of labour has been growing for many years. Since the beginning of the Covid-19 pandemic, this labour supply has been decreasing. First, because immigration has virtually come to a standstill since March 2020. Second, because individuals withdrew from the labour market in the period from March to September 2020. Applying a decomposition model, which allows disentangling demographic ageing, migration and behavioural trends on the change of labour supply, the negative effect of withdrawals is estimated to be almost one percent of the labour force." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
The Long-Term Distributional and Welfare Effects of Covid-19 School Closures (2022)
Zitatform
Fuchs-Schündeln, Nicola, Dirk Krueger, Alexander Ludwig & Irina Popova (2022): The Long-Term Distributional and Welfare Effects of Covid-19 School Closures. In: The Economic Journal, Jg. 132, H. 645, S. 1647-1683. DOI:10.1093/ej/ueac028
Abstract
"Using a structural life-cycle model, we quantify the heterogeneous impact of school closures during the corona crisis on children affected at different ages and coming from households with different parental characteristics. In the model, public investment through schooling is combined with parental time and resource investments in the production of child human capital at different stages in the children's development process. We quantitatively characterise the long-term consequences from a COVID-19-induced loss of schooling, and find average losses in the present discounted value of lifetime earnings of the affected children of 2.1%, as well as welfare losses equivalent to about 1.2% of permanent consumption. Because of self-productivity in the human capital production function, younger children are hurt more by the school closures than older children. The negative impact of the crisis on children's welfare is especially severe for those with parents with low educational attainment and low assets." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Will COVID-19 Have Long-Lasting Effects on Inequality? Evidence from Past Pandemics (2022)
Zitatform
Furceri, Davide, Prakash Loungani, Jonathan D. Ostry & Pietro Pizzuto (2022): Will COVID-19 Have Long-Lasting Effects on Inequality? Evidence from Past Pandemics. In: Journal of Economic Inequality, Jg. 20, H. 4, S. 811-839. DOI:10.1007/s10888-022-09540-y
Abstract
"This paper provides evidence on the impact of major epidemics from the past two decades on income distribution. The pandemics in our sample, even though much smaller in scale than COVID-19, have led to increases in the Gini coefficient, raised the income share of higher-income deciles, and lowered the employment-to-population ratio for those with basic education compared to those with higher education. We provide some evidence that the distributional consequences from the current pandemic may be larger than those flowing from the historical pandemics in our sample, and larger than those following typical recessions and financial crises." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))
-
Literaturhinweis
Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - Juni 2022 (2022)
Zitatform
Gartner, Hermann & Enzo Weber (2022): Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - Juni 2022. In: IAB-Forum H. 30.06.2022 Nürnberg, 2022-06-28. DOI:10.48720/IAB.FOO.20220630.01
Abstract
"Der Krieg in der Ukraine, Lieferengpässe und Preiserhöhungen belasten die wirtschaftliche Entwicklung. Hinzu kommen Unsicherheiten aufgrund der reduzierten Gaslieferungen aus Russland. Die Lageeinschätzung der Unternehmen hat sich im Juni etwas eingetrübt. Die Erholung der Beschäftigung setzt sich dennoch verlangsamt fort. Die Arbeitslosigkeit steigt an, da arbeitsuchende ukrainische Geflüchtete nun in der Grundsicherung betreut werden. Die Entwicklung der nächsten Monate bleibt mit hohen Unsicherheiten verbunden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - April 2022 (2022)
Zitatform
Gartner, Hermann & Enzo Weber (2022): Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - April 2022. In: IAB-Forum H. 03.05.2022 Nürnberg, 2022-04-29. DOI:10.48720/IAB.FOO.20220503.01
Abstract
"Das Bruttoinlandsprodukt stieg im ersten Quartal 2022 preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Der Angriff der Russischen Föderation auf die Ukraine verschärft Lieferengpässe und Preissteigerungen und belastet die wirtschaftliche Entwicklung. Die Erwartungen der Unternehmen für die nächsten Monate haben sich aber nach einem Einbruch im Vormonat zumindest stabilisiert. Auch wenn höhere Preise die Kaufkraft dämpfen, machen sich im Handel und dem Gastgewerbe die Lockerungen der coronabedingten Einschränkungen positiv bemerkbar. Die Erholung am Arbeitsmarkt setzt sich fort. Risiken stellen eine noch umfassendere Eskalation des Krieges und ein möglicher Stopp russischer Energielieferungen dar." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Should We Insure Workers or Jobs during Recessions? (2022)
Zitatform
Giupponi, Giulia, Camille Landais & Alice Lapeyre (2022): Should We Insure Workers or Jobs during Recessions? In: The Journal of Economic Perspectives, Jg. 36, H. 2, S. 29-54. DOI:10.1257/jep.36.2.29
Abstract
"What is the most efficient way to respond to recessions in the labor market? To this question, policymakers on the two sides of the pond gave diametrically opposed answers during the COVID-19 crisis. In the United States, the focus was on insuring workers by increasing the generosity of unemployment insurance. In Europe, instead, policies were concentrated on saving jobs, with the expansion of short-time work programs to subsidize labor hoarding. Who got it right? In this article, we show that far from being substitutes, unemployment insurance and short-time work exhibit strong complementarities. They provide insurance to different types of workers and against different types of shocks. Short-time work can be effective at reducing socially costly layoffs against large temporary shocks, but it is less effective against more persistent shocks that require reallocation across firms and sectors. We conclude that short-time work is an important addition to the labor market policy-toolkit during recessions, to be used alongside unemployment insurance." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Weiterführende Informationen
Data product DOI: 10.5164/IAB.HOPP_W01-W08.de.en.v1 -
Literaturhinweis
Während der Pandemie ist die Suche nach geeignetem Personal für viele Betriebe schwieriger geworden (2022)
Gleiser, Patrick ; Hensgen, Sophie ; Stegmaier, Jens ; Umkehrer, Matthias; Leber, Ute; Roth, Duncan ; Kagerl, Christian ;Zitatform
Gleiser, Patrick, Sophie Hensgen, Christian Kagerl, Ute Leber, Duncan Roth, Jens Stegmaier & Matthias Umkehrer (2022): Während der Pandemie ist die Suche nach geeignetem Personal für viele Betriebe schwieriger geworden. In: IAB-Forum H. 05.08.2022 Nürnberg, 2022-08-03. DOI:10.48720/IAB.FOO.20220805.01
Abstract
"Für gut vier von zehn Betrieben haben sich die Probleme bei der Besetzung offener Stellen im Jahr 2021 gegenüber 2019 nach eigenen Angaben verschärft. Die Betriebe machen hierfür überwiegend den Rückgang an (geeigneten) Bewerbungen, teils auch pandemiebedingte Einschränkungen im Rekrutierungsprozess verantwortlich. Manche Betriebe mussten daher Überstunden anordnen oder Aufträge reduzieren. Viele Betriebe mussten außerdem häufig Kompromisse eingehen, um Stellen besetzen zu können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Hensgen, Sophie ; Stegmaier, Jens ; Umkehrer, Matthias; Leber, Ute; Roth, Duncan ; Kagerl, Christian ; -
Literaturhinweis
Aufteilung der Sorge- und Erwerbsarbeit zwischen Frauen und Männern: In der Pandemie ändern sich Geschlechterrollen kaum (2022)
Globisch, Claudia; Volkert, Marieke ; Abendroth, Anja; Anger, Silke ; Dummert, Sandra ; Danneck, Viktoria; Christoph, Bernhard ; Fuchs, Michaela ; Boll, Christina ; Schüller, Simone ; Müller, Dana ; Knize, Veronika ; Jacob, Marita ; Kreyenfeld, Michaela ; Lott, Yvonne ; Tobler, Lina ; Hipp, Lena ; Sauermann, Armin; Carstensen, Tanja; Naujoks, Tabea ; Fervers, Lukas ;Zitatform
Globisch, Claudia, Dana Müller, Michaela Fuchs, Bernhard Christoph, Viktoria Danneck, Sandra Dummert, Marieke Volkert, Anja Abendroth, Silke Anger, Christina Boll, Tanja Carstensen, Lukas Fervers, Lena Hipp, Marita Jacob, Veronika Knize, Michaela Kreyenfeld, Yvonne Lott, Tabea Naujoks, Armin Sauermann, Simone Schüller & Lina Tobler (2022): Aufteilung der Sorge- und Erwerbsarbeit zwischen Frauen und Männern: In der Pandemie ändern sich Geschlechterrollen kaum. (IAB-Kurzbericht 05/2022), Nürnberg, 12 S. DOI:10.48720/IAB.KB.2205
Abstract
"Die Folgen der Covid-19-Pandemie verschärfen bereits existierende Ungleichheiten in vielen gesellschaftlichen Bereichen sowie in Wirtschaft und Arbeitsmarkt. Ob und in welchem Ausmaß dies auch in Bezug auf die Gleichstellung von Frauen und Männern zutrifft, wird anhand einer Online-Panelbefragung des IAB untersucht. Im Fokus stehen die Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern hinsichtlich des Umfangs der Arbeitszeiten in der Erwerbs- und Sorgearbeit sowie der Homeoffice-Nutzung. Außerdem gehen die Autorinnen und Autoren der Frage nach, ob sich die Sorgearbeit weiter hin zu den Müttern verlagert hat oder ob Väter einen höheren Anteil daran übernommen haben als vor der Krise." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Globisch, Claudia; Volkert, Marieke ; Anger, Silke ; Dummert, Sandra ; Christoph, Bernhard ; Fuchs, Michaela ; Müller, Dana ; Knize, Veronika ;Weiterführende Informationen
- Kinderbetreuung von Müttern und Vätern mit Kindern unter 12 Jahren in Paarhaushalten
- Ein Interview mit den Autorinnen und Autoren finden sie im IAB-Forum.
- Entwicklung der Arbeitszeit nach Geschlecht, Alter der Kinder und Art der Kinderbetreuung
- Veränderung der Beteiligung von Vätern an der Kinderbetreuung
- Entwicklung der Arbeitszeit nach Geschlecht und Kindern im Haushalt
- Veränderung der Beteiligung von Vätern an der Kinderbetreuung nach Bildungsniveau
- Sozialversicherungspflichtig beschäftigte Frauen und Männer nach Wirtschaftsbereichen in Deutschland
- Aufteilung der Kinderbetreuung nach Lockdown-spezifischen Arbeitsarrangements von Vätern und Müttern
-
Literaturhinweis
Understanding the Economic Impact of COVID-19 on Women (2022)
Zitatform
Goldin, Claudia (2022): Understanding the Economic Impact of COVID-19 on Women. (NBER working paper 29974), Cambridge, Mass, 59 S. DOI:10.3386/w29974
Abstract
"The impact of the pandemic on the employment, labor supply, and caregiving of women is assessed. Compared with previous recessions, that induced by COVID-19 impacted women's employment and labor force participation more relative to men. But the big divide was less between men and women than it was between the more- and the less-educated. Contrary to many accounts, women did not exit the labor force in large numbers, and they did not greatly decrease their hours of work. The aggregate female labor force participation rate did not plummet. The ability to balance caregiving and work differed greatly by education, occupation, and race. The more educated could work from home. Those who began the period employed in various in-person “service” occupations and establishments experienced large reductions in employment. Black women were more negatively impacted beyond other factors considered and the health impact of COVID-19 is a probable reason. The estimation of the pandemic's impact depends on the counterfactual used. The real story of women during the pandemic concerns the fact that employed women who were educating their children, and working adult daughters who were caring for their parents, were stressed because they were in the labor force, not because they left." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Innovationsaktivitäten helfen jungen Unternehmen die Corona-Krise zu meistern (2022)
Gottschalk, Sandra;Zitatform
Gottschalk, Sandra (2022): Innovationsaktivitäten helfen jungen Unternehmen die Corona-Krise zu meistern. (IAB/ZEW-Gründungspanel), Mannheim, 10 S.
Abstract
"Die Corona-Pandemie hat junge Unternehmen zur Anpassung ihrer Innovationsstrategien getrieben, nur so konnten sie ihre Innovationsleistungen aufrechterhalten. Der Anteil der Unternehmen mit Prozessinnovationen nahm im Durchschnitt sogar zu. Interessant ist auch, dass durch häufigeres Homeoffice die Innovationstätigkeiten der jungen Unternehmen im Durchschnitt nicht behindert wurden. Ferner zeigte sich, dass die fortgesetzten Innovationsanstrengungen jungen Unternehmen halfen, in der Krise ihre Existenz zu sichern. Die Corona-Soforthilfen konnten dagegen nicht verhindern, dass in Not geratene Unternehmen geschlossen wurden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Resilient or Vulnerable? Effects of the COVID-19 Crisis on the Mental Health of Refugees in Germany (2022)
Zitatform
Goßner, Laura, Yuliya Kosyakova & Marie-Christine Laible (2022): Resilient or Vulnerable? Effects of the COVID-19 Crisis on the Mental Health of Refugees in Germany. In: International journal of environmental research and public health, Jg. 19, H. 12, 2022-06-14. DOI:10.3390/ijerph19127409
Abstract
"Even though the COVID-19 pandemic had consequences for the whole society, like during most crises, some population groups tended to be disproportionally affected. We rely on the most recent data from the IAB-BAMF-SOEP Survey of Refugees to explore the resilience or vulnerability of refugees in the face of the pandemic. As the 2020 wave of the survey was in the field when the second nationwide lockdown started in December, we are able to apply a regression discontinuity design to analyze how refugees in Germany are coping with these measures. Our results reveal a negative effect of the lockdown on refugees’ life satisfaction. Male refugees and those with a weaker support system face stronger negative outcomes than their counterparts. Since mental health is an important prerequisite for all forms of integration, understanding the related psychological needs in times of crisis can be highly important for policymakers and other stakeholders." (Author's abstract, IAB-Doku, © MDPI) ((en))
-
Literaturhinweis
Aktualisierte Konjunkturprognose 2022 und 2023: 30. März 2022 (2022)
Zitatform
Grimm, Veronika, Monika Schnitzer, Achim Truger & Volker Wieland (2022): Aktualisierte Konjunkturprognose 2022 und 2023. 30. März 2022. Wiesbaden, 76 S.
Abstract
"Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine belastet die Aussichten für die Weltwirtschaft und bringt große politische Unsicherheit mit sich. Anhaltend hohe Preise für Energie und Rohstoffe sowie der Ausfall von Nahrungsmittel- und Düngemittelexporten aus der Ukraine und Russland sind wahrscheinliche Folgen. Insbesondere in der Europäischen Union wird sich das Wirtschaftswachstum deutlich abschwächen. Vor allem die hohe Abhängigkeit von russischen Energieimporten stellt ein beträchtliches Risiko für einige Mitgliedstaaten dar. Nicht zuletzt können ein Lieferstopp oder ein Importembargo für russische Energieträger nicht ausgeschlossen werden. Vor Ausbruch des Krieges zeigte sich die weltweite konjunkturelle Entwicklung robust. Zwar hatte die Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus (SARS-CoV-2) in vielen Staaten zu neuen Höchstständen bei den Neuinfektionen geführt. Die ökonomischen Auswirkungen der Pandemiewellen fallen aber zunehmend geringer aus. Dagegen verschärfen der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die im Gegenzug ergriffenen Sanktionen die Störungen weltweiter Wertschöpfungsketten und erhöhen den inflationären Druck. Diese angebotsseitigen Schwierigkeiten treffen voraussichtlich noch auf eine weiterhin robuste Konsumnachfrage. Insbesondere die kontaktintensiven Dienstleistungen dürften sich im Sommerhalbjahr 2022 weiter erholen. Im Zuge einer weiteren Normalisierung der Konsumstruktur zwischen Gütern und Dienstleistungen sollten zumindest die pandemiebedingten Engpässe im Verlauf des Jahres an Einfluss verlieren. Wachstumsimpulse dürften durch den teilweisen Abbau ungeplanter pandemiebedingter Ersparnisse und einen soliden Arbeitsmarkt entstehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Auswirkungen -
Literaturhinweis
Arbeiten vor und während der Pandemie (2022)
Zitatform
Grunau, Philipp, Hannes Walz & Stefanie Wolter (2022): Arbeiten vor und während der Pandemie. (Forschungsbericht / Bundesministerium für Arbeit und Soziales 604), Berlin, 66 S.
Abstract
"Dieser Bericht befasst sich mit dem Wandel der Arbeit zwischen 2013 und 2021, also der Zeit vor und während der Corona-Pandemie. Dabei liegt der Fokus auf der Beschäftigtenperspektive und es präsentiert sich ein gemischtes Bild. Zwar zeigt sich eine Verdichtung von Arbeit und ein leichter Rückgang von Commitment, Engagement und Arbeitszufriedenheit. Dennoch liegen diese Maße der Arbeitsqualität noch immer auf hohem Niveau, haben Vereinbarkeits-Konflikte durch Störungen des Privatlebens durch Berufliches trotz der Verdichtung abgenommen und ist die Wechselabsicht unverändert niedrig." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Arbeiten vor und während der Pandemie (2022)
Zitatform
Grunau, Philipp, Hannes Walz & Stefanie Wolter (2022): Arbeiten vor und während der Pandemie. (Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Forschungsbericht 604), Berlin, 66 S.
Abstract
"Die Art wie wir arbeiten unterlag schon immer einem gewissen Wandel, von der Industrialisierung über die Entstehung und Konsolidierung des Sozialstaats bis hin zu Digitalisierung und Flexibilisierung der heutigen Zeit („Arbeiten 4.0“). Dennoch scheint sich dieser Wandel in den letzten Jahren beschleunigt zu haben, insbesondere im Zuge der von der Corona-Pandemie geprägten vergangenen zwei Jahre. Dieser Bericht stellt daher die Veränderungen „erlebter Arbeit“ zwischen 2013 und 2021 dar, betrachtet somit also sowohl die Zeit vor als auch während der Pandemie. Dabei stehen die Beschäftigtenperspektive und somit subjektive Dimensionen im Fokus. Die Ergebnisse zeigen eine hohe Arbeitsdichte, mit hohem Termindruck bis 2017 und einer verstärkten Erreichbarkeit in der Freizeit. Gleichzeitig sinkt aber auch der Anteil der Beschäftigten, die Vereinbarkeits-Konflikte in Form von Störungen des Privatlebens durch Berufliches erleben. Die Arbeitszufriedenheit ist hoch, die Bindung an den Betrieb nimmt jedoch über die Zeit etwas ab, ein Trend, der während der Pandemie 2021 gebrochen wurde – ob nun temporär oder langfristig, müssen die kommenden Jahre und Befragungswellen zeigen. Während der Pandemie zeigen die Regressionsergebnisse, dass viele Unterschiede in der Wahrnehmung zwischen verschiedenen Beschäftigtengruppen kleiner werden. Für befristete Beschäftigte hingegen finden wir Anzeichen, dass die Arbeitsqualität 2021 wahrscheinlich aufgrund der wirtschaftlichen Lage schlechter geworden ist. Unvermindert stabil sind hingegen die Kollegialität und Hilfsbereitschaft unter KollegInnen. Bei der Analyse von Veränderungen der Arbeit basierend auf Berichten von Beschäftigten besteht natürlich potenziell der Nachteil, dass öffentliche Diskussionen über Themen der Arbeitsqualität möglicherweise Beschäftigte vor der Befragung dazu gebracht haben, ihre Arbeit neu zu bewerten, ohne dass sich für den Einzelnen/die Einzelne zwangsläufig objektive Änderung ergeben hätten. Nichtsdestotrotz bietet eine Betrachtung der Arbeitsqualität seitens von Beschäftigten unschätzbare Vorteile, nicht zuletzt da diese – subjektiven – Einschätzungen letztendlich deren Verhalten bestimmen, was insbesondere in Zeiten von Fachkräfteengpässen von Bedeutung ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Ökonomische Verluste nach zwei Jahren Corona-Pandemie (2022)
Grömling, Michael;Zitatform
Grömling, Michael (2022): Ökonomische Verluste nach zwei Jahren Corona-Pandemie. (IW-Kurzberichte / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 2022,03), Köln, 3 S.
Abstract
"In den zwei bisherigen Corona-Jahren gab es in Deutschland einen Wertschöpfungsausfall in Höhe von rund 350 Milliarden Euro. Dabei kam es über die vergangenen acht Quartale zu Konsumeinbußen von 270 Milliarden Euro. Hätte es die Pandemie nicht gegeben, dann wären die Investitionen um rund 60 Milliarden Euro höher ausgefallen. Pandemiebedingte Staatsausgaben und vor allem der Außenhandel dämpften im zweiten Corona-Jahr die gesamtwirtschaftlichen Einbußen merklich ab." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Wirtschaftliche Auswirkungen der Corona-Pandemie in Deutschland: Eine ökonomische Bilanz nach zwei Jahren (2022)
Grömling, Michael; Schäfer, Holger; Hentze, Tobias;Zitatform
Grömling, Michael, Tobias Hentze & Holger Schäfer (2022): Wirtschaftliche Auswirkungen der Corona-Pandemie in Deutschland: Eine ökonomische Bilanz nach zwei Jahren. In: IW-Trends, Jg. 49, H. 1, S. 41-72. DOI:10.2373/1864-810X.22-01-03
Abstract
"Die Corona-Pandemie bestimmt zwei Jahre nach ihrem erstmaligen Auftreten in Deutschland nach wie vor das gesellschaftliche und ökonomische Leben. Selbst wenn im Jahresverlauf 2022 die gesamtwirtschaftliche Leistung wieder das Vorkrisenniveau erreicht, entstehen weiterhin Einbußen im Vergleich zu einem Zustand ohne die Pandemie. Eine erste ökonomische Bilanz der Corona-Pandemie verbucht eine robuste Arbeitsmarktentwicklung. Über das Jahr 2021 war größtenteils ein Aufbau an Beschäftigung und ein Abbau an Arbeitslosigkeit zu beobachten und die aktuellen Niveaus liegen nahe am Vorkrisenstand. Einzig der Blick auf die Langzeitarbeitslosen trübt die Arbeitsmarktbilanz. Aufgrund der Arbeitsmarkterholung gab es zuletzt bei den Arbeitsentgelten sowie bei den Unternehmens- und Vermögenseinkommen keine Defizite gegenüber dem Vorkrisenniveau, allerdings gegenüber einer kontrafaktischen Entwicklung ohne die Pandemie. In den vergangenen beiden Jahren können die realen Wertschöpfungsausfälle in Deutschland auf knapp 340 Milliarden Euro veranschlagt werden. Dabei kam es zu Konsumeinbußen von rund 300 Milliarden Euro. Hätte es die Pandemie nicht gegeben, dann wären die Investitionen um gut 60 Milliarden Euro höher ausgefallen. Pandemiebedingte Staatsausgaben und der Außenhandel dämpften im zweiten Corona-Jahr die Nachfrageausfälle merklich ab. Die Pandemie hat die Konsolidierung des deutschen Staatshaushalts abrupt unterbrochen. Das Haushaltsdefizit stieg infolge einbrechender Steuereinnahmen und gleichzeitig ansteigender Staatsausgaben stark an. Im Vergleich zur globalen Finanzmarktkrise mit einer Schuldenstandsquote von 82 Prozent fällt die aktuelle Staatsverschuldung mit knapp 70 Prozent des nominalen Bruttoinlandsprodukts deutlich geringer aus." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Handlungsstrategien von Unternehmen und Beschäftigten in Zeiten von Corona: Das Arbeitsschutzsystem unter Druck? (2022)
Zitatform
Guhlemann, Kerstin, Arno Georg & Thomas Ketzmerick (2022): Handlungsstrategien von Unternehmen und Beschäftigten in Zeiten von Corona. Das Arbeitsschutzsystem unter Druck? In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Jg. 31, H. 1/2, S. 175-194. DOI:10.1515/arbeit-2022-0010
Abstract
"Die heterogenen Veränderungen der Arbeitsbedingungen durch die Pandemiesituation verlangen nicht nur den Beschäftigten neue Fähigkeiten zur Selbstorganisation ihres Gesundheitsschutzes und eine neue Bereitschaft zur Partizipation an der Herstellung gesunder und sicherer Arbeitsbedingungen ab, sondern stellen auch die Arbeitsschutzakteure vor neue Herausforderungen. Diese Herausforderungen treffen auf bestehende Probleme des Arbeitsschutzsystems, besonders beim Umgang mit Arbeit außerhalb des Ortes Betrieb und dem Umgang mit psychischen Belastungen, die im Zuge der Pandemie an Bedeutung gewinnen. Gleichzeitig lagen mit der Infektionsgefahr durch Covid-19 in der Pandemie dringliche Probleme vor, deren schnelle Bearbeitung neue Strategien und Lösungen erforderte. Expert:innen gehen davon aus, dass die aktuelle Situation langfristige Veränderungen der Arbeitswelt angestoßen hat und keine einfache Rückkehr zu einem Zustand vor der Pandemie erfolgen wird. Vor diesem Hintergrund verfolgt der Artikel die Frage, wie im Zusammenspiel der Ebenen Arbeitsschutz, Betrieb (Compliance) und Beschäftigte (Akzeptanz) gesunde und sichere Arbeitsbedingungen hergestellt und erhalten werden können. Zur Bearbeitung kommt eine Methodentriangulation zum Einsatz, die die Ergebnisse einer explorativen Befragung (n = 40) verschiedener Arbeitsschutzakteure mit einer Online-Befragung von Interessenvertretungen (n = 1600) verzahnt, um neue Erkenntnisse für die Gestaltung eines postpandemischen Arbeitsschutzes zu gewinnen." (Autorenreferat, IAB-Doku, © De Gruyter)
-
Literaturhinweis
Berufsausbildung zwischen Hygienemaßnahmen und Lockdown(s): Folgen für die schulische und außerschulische Berufsausbildung, in Schule, im Betrieb und bei Bildungsträgern (2022)
Zitatform
Heisler, Dietmar & Jörg A. Meier (Hrsg.) (2022): Berufsausbildung zwischen Hygienemaßnahmen und Lockdown(s). Folgen für die schulische und außerschulische Berufsausbildung, in Schule, im Betrieb und bei Bildungsträgern. (Berufsbildung, Arbeit und Innovation 65), Bielefeld: wbv Publikation, 443 S. DOI:10.3278/9783763972579
Abstract
"Der Sammelband beschreibt Chancen und Herausforderungen für die berufliche Bildung während der Coronapandemie. Lockdown-Phasen und Hygienemaßnahmen veränderten Arbeitsprozesse und verstärkten den Einsatz digitaler Medien. Die Autor:innen bilanzieren und reflektieren anhand unterschiedlicher Fragestellungen die zentralen Entwicklungen und Effekte der Pandemie. Der Band ist in vier Themenschwerpunkte unterteilt: Krise, Wandel und Chancen, akademische Ausbildung und Lehrkräfteausbildung, Impulse für die Digitalisierung des Lernens sowie Herausforderungen für die über- und außerbetriebliche berufliche Förderung, Weiterbildung und Erwachsenenbildung. Durch seine Vielschichtigkeit ist der Band sowohl für die Berufsbildungsforschung als auch für Bildungseinrichtungen und Betriebe relevant." (Verlagsangaben, IAB-Doku, © wbv Publikation)
-
Literaturhinweis
Youth life satisfaction during the COVID-19 pandemic in a cross-national comparison (2022)
Henseke, Golo ; Smyth, Emer ; Schoon, Ingrid ; Dupéré, Véronique ; Arim, Rubab ; Schimmele, Christoph ; Dietrich, Hans ; Aisling, Murray;Zitatform
Henseke, Golo, Ingrid Schoon, Christoph Schimmele, Rubab Arim, Hans Dietrich, Murray Aisling, Emer Smyth & Véronique Dupéré (2022): Youth life satisfaction during the COVID-19 pandemic in a cross-national comparison. In: Economic and Social Reports, Jg. 2, H. 11, S. 1-7., 2022-10-12. DOI:10.25318/36280001202201100002-eng
Abstract
"The objective of this paper was to explore differences in youth life satisfaction across and within countries during the COVID-19 pandemic. Despite data limitations, this study provided new insights and a basis for future studies. A central finding was the flattening, or even the reversal, of the U-shaped age pattern in life satisfaction in some countries. Life satisfaction seems to have declined to a greater extent among youth aged 15 to 30 years than among people aged 31 to 60 years. This suggests that there were generalized vulnerabilities among youth to pandemic-related hardships. However, there were substantial cross-country differences in the changes in life satisfaction among youth. In Canada, reports of low life satisfaction were comparatively uncommon, with minor changes over 2020 and 2021, the pandemic years. This contrasts with patterns in Ireland and, to some extent, in the United Kingdom, where there were steep increases in the proportion of youth with low life satisfaction. Further reading (see below) illuminates some of the underlying mechanisms within the context of four countries and provides direction for future research." (Text excerpt, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Macroeconomic effects of the Covid-19 Pandemic in Germany and the European Monetary Union and economic policy reactions (2022)
Herr, Hansjörg; Nettekoven, Zeynep Mualla;Zitatform
Herr, Hansjörg & Zeynep Mualla Nettekoven (2022): Macroeconomic effects of the Covid-19 Pandemic in Germany and the European Monetary Union and economic policy reactions. (Working Paper / Berlin Institute for International Political Economy 2022,185), Berlin, 41 S.
Abstract
"The Covid-19 pandemic hitting the world in 2020 also caused a high death toll in Germany and in the European Monetary Union (EMU) at large. The health crisis worldwide and the precautions against Covid-19 rapidly induced a demand and supply recession simultaneously. The Covid-19 crisis was marked as the worst crisis since the Great Depression of the 1930s. It hit the EMU in an unfortunate moment, when economic growth was already low before the Covid-19 crisis started. The effects of the Great Financial Crisis and Great Recession 2008/2009 were not overcome at the beginning of the Covid-19 recession. Mega-expansionary monetary policy was still in place stimulating bubbles in stock and real estate markets in an overall constellation of partly very high levels of private and public debt. Macroeconomic policies in form of expansionary monetary policy, large-scale fiscal stimuli, and public guarantees, in Germany and the EMU smoothed the disastrous economic and social effects of the pandemic. Overall, the stabilisation policy during the Covid-19 pandemic in Germany was successful and prevented escalating inequalities. But the pandemic intensified long-lasting problems which have to be solved in the future. Public debt quotas cannot increase permanently without leading to an economically fragile situation. It also shows the need for a fiscal union in the EMU as an equal partner for the European Central Bank (ECB). In early 2022, the ECB is in a difficult situation. Price shocks drove the inflation rate up, but restrictive monetary policy as a response to such shocks slowdown growth and lead to unemployment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Germany and the United States in coronavirus distress: internal versus external labour market flexibility (2022)
Zitatform
Herzog-Stein, Alexander, Patrick Nüß, Lennert Peede & Ulrike Stein (2022): Germany and the United States in coronavirus distress: internal versus external labour market flexibility. In: Journal for labour market research, Jg. 56, 2022-07-11. DOI:10.1186/s12651-022-00316-5
Abstract
"Germany and the United States pursued different economic strategies to minimise the impact of the Coronavirus Crisis on the labour market. Germany focused on safeguarding existing jobs through the use of internal flexibility measures, especially short-time work (STW). The United States relied on a mix of external flexibility and income protection. On this basis, we use macroeconomic time series to examine the German strategy of securing employment through internal flexibility by contrasting it with the chosen strategy in the United States. In Germany, temporary cyclical reductions in working hours are mainly driven via STW. US unemployment rose at an unprecedented rate, but unlike in previous recessions, it was mostly driven by temporary layoffs. However, a closer look at the blind spots of the chosen strategies in both countries showed that despite the different approaches, people in weaker labour market positions were less well protected by the chosen strategies." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer) ((en))
Beteiligte aus dem IAB
Peede, Lennert; -
Literaturhinweis
Essential for society but not equally deserving of preferential treatment? A discrete-choice experiment regarding COVID-19 healthcare (2022)
Zitatform
Heusler, Anna, Christopher Osiander & Julia Schmidtke (2022): Essential for society but not equally deserving of preferential treatment? A discrete-choice experiment regarding COVID-19 healthcare. In: Social Science & Medicine, Jg. 311, 2022-08-17. DOI:10.1016/j.socscimed.2022.115304
Abstract
"Workers’ risks of contracting COVID-19 vary according to individual behaviors, occupations and job characteristics. Therefore, persons may consider different groups of workers more or less deserving of COVID-19 healthcare. To evaluate such preferences, we conducted an online conjoint experiment on the precedence of ICU treatment and COVID-19 vaccination. Our results demonstrate that working in essential occupations increases the likelihood of being considered deserving of vaccination and ICU treatment. We also find differences in how essential workers are prioritized, yet these differences cannot be clearly attributed to risk exposure or occupational prestige. Furthermore, we show that age, asthma, household context and compliance with COVID-19 measures significantly affect respondents’ choices, while weight matters only for vaccination priority. Our results therefore contribute to research regarding the characteristics that are salient to fair distributions of scarce resources among workers during a health crisis." (Author's abstract, IAB-Doku, © Elsevier) ((en))
-
Literaturhinweis
Mental health before and during the COVID-19 pandemic: the role of partnership and parenthood status in growing disparities between types of families (2022)
Zitatform
Hiekel, Nicole & Mine Kühn (2022): Mental health before and during the COVID-19 pandemic: the role of partnership and parenthood status in growing disparities between types of families. In: Journal of Health and Social Behavior, Jg. 63, H. 4, S. 594-609. DOI:10.1177/00221465221109195
Abstract
"This study investigates mental health inequalities by family type and gender during the COVID-19 pandemic in Germany. Using data from the German Family Panel, we compared three dimensions of mental health (i.e., self-reported stress, exhaustion, and loneliness) one year before the pandemic and in spring 2020. First, two-parent families emerged as a vulnerable group, as the levels of stress and exhaustion they reported during the pandemic converged with those experienced by single parents. Second, a gender gap emerged during this global health crisis, with women, and particularly mothers, reporting significantly worse mental health compared to men in the same family type. Our findings underline the substantive value of studying mental health inequality from a multidimensional perspective and over time. Based on these findings, we urge policy makers to consider more seriously the disproportionate burdens that families, and women in particular, have been carrying due to the pandemic both directly and indirectly." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Has Covid-19 increased gender inequalities in professional advancement? Cross-country evidence on productivity differences between male and female software developers (2022)
Zitatform
Hipp, Lena & Markus Konrad (2022): Has Covid-19 increased gender inequalities in professional advancement? Cross-country evidence on productivity differences between male and female software developers. In: Journal of Family Research, Jg. 34, H. 1, S. 134-160. DOI:10.20377/jfr-697
Abstract
"Objective: This article analyzed gender differences in professional advancement following the outbreak of the Covid-19 pandemic based on data from open-source software developers in 37 countries. Background: Men and women may have been affected differently from the social distancing measures implemented to contain the Covid-19 pandemic. Given that men and women tend to work in different jobs and that they have been unequally involved in childcare duties, school and workplace closings may have impacted men’s and women’s professional lives unequally. Method: We analyzed original data from the world’s largest social coding community, GitHub. We first estimated a Holt-Winters forecast model to compare the predicted and the observed average weekly productivity of a random sample of male and female developers (N=177,480) during the first lockdown period in 2020. To explain the cross-country variation in the gendered effects of the Covid-19 pandemic on software developers’ productivity, we estimated two-way fixed effects models with different lockdown measures as predictors – school and workplace closures, in particular. Results: In most countries, both male and female developers were, on average, more productive than predicted, and productivity increased for both genders with increasing lockdown stringency. When examining the effects of the most relevant types of lockdown measures separately, we found that stay-at-home restrictions increased both men’s and women’s productivity and that workplace closures also increased the number of weekly contributions on average – but for women, only when schools were open. Conclusion: Having found gender differences in the effect of workplace closures contingent on school and daycare closures within a population that is relatively young and unlikely to have children (software developers), we conclude that the Covid-19 pandemic may indeed have contributed to increased gender inequalities in professional advancement." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Roadmap zum Neuen Normal (2022)
Hofmann, Josephine; Hoberg, Anna;Zitatform
Hofmann, Josephine & Anna Hoberg (2022): Roadmap zum Neuen Normal. (Wissenswert / DGFP), Berlin, 13 S.
Abstract
"Wir stehen in einem gleitenden Übergang aus den Pandemiemonaten in die Zeit „danach“. Viele Arbeitgeber planen nun das „Neue Normal“, und arbeiten an entsprechenden Betriebs- bzw. Dienstvereinbarungen, Ausstattungsinitiativen, Mitarbeitenden- und Führungskräfteschulungen. Viele sehr wertvolle Erfahrungen der Pandemiejahre werden ausgewertet und in konkrete Gestaltungsinitiativen überführt. Wie immer, sorgen dabei einzelne Organisationen für großes Aufsehen: Sei es eine Firma wie SAP, die postuliert, dass die „Mitarbeitenden auch im Schwimmbad arbeiten können“ und für Deutschland jegliche Präsenzpflicht im Büro abgeschafft hat, seien es Schlagzeilen wie die von Elon Musk, der per E-Mail alle Mitarbeitenden zurück ins Büro beordert, weil bei Abwesenheit davon ausgegangen werden müsse, „daß der Mitarbeitende das Unternehmen verlassen hat“. Die Liste solcher herausgehoben agierender Unternehmen ließe sich problemlos erweitern. Bei aller Aufregung über diese prominenten Extrembeispiele: Die Vielzahl der Arbeitgeber bemüht sich derzeit um eine Arbeitsweltgestaltung, die das Beste beider Welten vor und während der Pandemie übereins bringen möchte. Wir, das Fraunhofer IAO, konnten mit unseren Kunden aus Privatwirtschaft und öffentlicher Verwaltung viele Lernerfahrungen und Übergangsbegleitungen realisieren. Der vorliegende Beitrag fasst diese Erfahrungen in einer systematisierten Form zusammen, um dem Leser mögliche Anregungen in der Reflektion eigener Vorhaben zu geben. Damit bietet dieser Beitrag uns als angewandtem Forschungs- und Beratungsinstitut auch eine Gelegenheit zur systematischen Reflektion unserer Erfahrung und Arbeitsansätze, die wir im Folgenden teilen möchten. Mit Blick auf die Vielzahl der Publikationen in Bezug auf die Gestaltung der hybriden Arbeitswelt muss allerdings immer eines im Blick bleiben: Wir kommen aus einer Extremsituation sehr großer Virtualität von Arbeit (wo dies möglich war) und präventionsorientierter Abstandswahrung und stehen in Bezug auf die Gestaltung „echt“ hybrider Arbeitsformen erst am Anfang." (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Sonderauswertung zu den Folgen der Covid-19-Pandemie für vom Mindestlohn betroffene Betriebe auf Basis des IAB-Betriebspanels: Studie im Auftrag der Mindestlohnkommission. Abschlussbericht (2022)
Zitatform
Hohendanner, Christian (2022): Sonderauswertung zu den Folgen der Covid-19-Pandemie für vom Mindestlohn betroffene Betriebe auf Basis des IAB-Betriebspanels. Studie im Auftrag der Mindestlohnkommission. Abschlussbericht. Berlin, 135 S.
Abstract
"Die Studie untersuchte die Folgen der Corona-Pandemie sowie die Reaktionen darauf bei vom Mindestlohn betroffenen Betrieben. Als Datenbasis diente das IAB-Betriebspanel der Jahre 2019 bis 2021. Es wurden deskriptive Auswertungen zur betrieblichen Betroffenheit vom gesetzlichen Mindestlohn vor und während der Pandemie vorgenommen. Die pandemiebedingten Folgen (z.B. Beschäftigungserwartung) und betrieblichen Reaktionsmaßnahmen (z.B. Kurzarbeit) wurden multivariat untersucht. Die wirtschaftliche Entwicklung von Betrieben (z.B. Beschäftigung, Geschäftslage) wurde anhand von Differenz-von-Differenzen-Schätzungen zwischen vom Mindestlohn betroffenen und nicht betroffene Betrieben verglichen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Beschäftigungsanpassungen vor und während der Corona-Pandemie (2022)
Zitatform
Hohendanner, Christian & Iris Möller (2022): Beschäftigungsanpassungen vor und während der Corona-Pandemie. In: L. Bellmann & W. Matiaske (Hrsg.) (2022): Sozio-Ökonomik der Corona-Krise, S. 43-67, 2021-10-29.
Abstract
"Betriebe haben angesichts der massiven Auswirkungen der COVID-19-Pandemie umfängliche personalpolitische Anpassungen vorgenommen. Eine hohe interne (Arbeitszeit-)Flexibilität flankiert durch einen massiven Ausbau der Kurzarbeit schützte eine große Mehrheit der 'Insider' auf dem deutschen Arbeitsmarkt und verhinderte einen deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Die massive Zurückhaltung der Betriebe bei den Einstellungen führten jedoch dazu, dass sich für 'Outsider' - arbeitslose und junge Berufsanfänger - Übergänge in den Arbeitsmarkt als schwierig gestalteten. Wir zeigen in unserem Beitrag auf Basis der Daten des IAB-Betriebspanels 2020, inwieweit sich die Krise im ersten Lockdown auf die Betriebe in Deutschland ausgewirkt hat, welche Instrumente der Beschäftigungsanpassung Betriebe nutzten und in welcher Weise Betriebe ihre Beschäftigung angepasst haben. In einer Fixed-Effects-Panel-Analyse betrachten wir, wie sich die Beschäftigung in negativ und positiv betroffenen Betrieben insgesamt entwickelt hat. Abschließend zeigen wir auf, welche Herausforderungen und Fragestellungen sich aus unserer Sicht aus den empirischen Analysen für die deutsche Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik ergeben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Basic income support (BIS) recipients in Germany: Unemployment dynamics during the COVID-19 pandemic (2022)
Zitatform
Hohmeyer, Katrin, Katharina Dengler, Veronika Knize & Tamara Pongratz (2022): Basic income support (BIS) recipients in Germany: Unemployment dynamics during the COVID-19 pandemic. In: Zeitschrift für Sozialreform, Jg. 68, H. 1, S. 28-57., 2022-02-14. DOI:10.1515/zsr-2022-0003
Abstract
"The COVID-19 pandemic constitutes a challenge for social security systems such as the German basic income support (BIS) system of ‘Unemployment Benefit II'. The article analyses BIS entries and exits of unemployed people, differentiating by individual characteristics and economic sectors as well as BIS recipients’ participation in active labour market programmes during the first phase of the coronavirus crisis. Using aggregate administrative data, we find that lower exit rates from unemployment drive the coronavirus-related change in unemployment levels for BIS recipients more strongly than for the average unemployed. Those most strongly affected in their employment opportunities are BIS recipients without a vocational degree, thus underlining the importance of education. Furthermore, the sectors accommodation and food service activities and temporary agency employment, which normally provide employment opportunities for BIS recipients, are most affected by the Covid-19 crisis." (Author's abstract, IAB-Doku, © De Gruyter) ((en))
-
Literaturhinweis
Corona - Chance für einen Paradigmenwechsel in der Arbeitswelt?: Wie sich die Arbeitsbedingungen von Frauen (und Männern) in der Pandemie verändert haben : Eine Beschäftigtenumfrage (2022)
Holler, Markus; Richter, Mareike; Weusthoff, Anja;Zitatform
(2022): Corona - Chance für einen Paradigmenwechsel in der Arbeitswelt? Wie sich die Arbeitsbedingungen von Frauen (und Männern) in der Pandemie verändert haben : Eine Beschäftigtenumfrage. Berlin, 38 S.
Abstract
"Auf den Schultern von Frauen lasten hohe Gesundheitsrisiken, sie stemmen große Belastungen, schlagen sich mit schlechten Arbeitsbedingungen herum und kämpfen mit finanziellen Einbußen. Zu diesen Ergebnissen kommt die vorliegende Sonderauswertung des DGB Index „Gute Arbeit“. Das unterstreicht noch einmal: Frauen dürfen nicht zu kurz kommen, wenn es darum geht, gute politische und betriebliche Rahmenbedingungen zu schaffen – beim Einkommen, beim Infektionsschutz, im Home-Office oder im Rahmen der Digitalisierung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Covid-19, Ungleichheit und (Erwerbs-)Arbeit – zur Relevanz sozialer Klasse in der Pandemie (2022)
Holst, Hajo; Fessler, Agnes; Niehoff, Steffen;Zitatform
Holst, Hajo, Agnes Fessler & Steffen Niehoff (2022): Covid-19, Ungleichheit und (Erwerbs-)Arbeit – zur Relevanz sozialer Klasse in der Pandemie. In: Zeitschrift für Soziologie, Jg. 51, H. 1, S. 41-65. DOI:10.1515/zfsoz-2022-0004
Abstract
"Der Beitrag verbindet die Forschung zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie mit der Debatte über die Relevanz sozialer Klasse. Mit einem klassenanalytischen Zugang (Oesch-16) und auf der Basis eines Mixed-Methods-Designs mit Erwerbstätigensurvey und qualitativen Interviews aus der Frühphase der Pandemie werden die Auswirkungen von Covid-19 auf die Arbeitswelt in fünf Themenfeldern untersucht: Infektionsrisiken am Arbeitsplatz, wirtschaftliche Lasten, mobiles Arbeiten, Arbeitsbedingungen sowie Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Kinderbetreuung. Dabei zeigen sich im Bereich der Erwerbsarbeit ausgeprägte vertikale und horizontale Klassenungleichheiten, die punktuell auch auf die Schnittstelle zur unbezahlten Sorgearbeit ausstrahlen und die zudem in den Alltagserfahrungen vieler Erwerbstätiger präsent sind. Die Ergebnisse verdeutlichen die Bedeutung der Klassenlage für das Arbeitserleben in der Pandemie, verweisen jedoch auch auf Grenzen der Erklärungskraft klassenanalytischer Perspektiven." (Autorenreferat, IAB-Doku, © De Gruyter)
-
Literaturhinweis
Labour Market Effects of Supply Chain Bottlenecks (2022)
Zitatform
Hummel, Markus, Christian Hutter & Enzo Weber (2022): Labour Market Effects of Supply Chain Bottlenecks. (IAB-Discussion Paper 09/2022), Nürnberg, 13 S. DOI:10.48720/IAB.DP.2209
Abstract
"Während der COVID-19-Pandemie kam es weltweit zu Lieferkettenengpässen bei Rohstoffen und Zwischenprodukten. In diesem Artikel untersuchen wir, wie sich diese Einschränkungen auf die Arbeitsmarktentwicklung ausgewirkt haben. Für eine empirische Panelanalyse kombinieren wir Befragungsdaten und administrative Arbeitsmarktdaten für Wirtschaftsbereiche in Deutschland. Wir finden spürbare, aber noch relativ begrenzte Auswirkungen auf die Arbeitslosigkeit. Die Auswirkung auf die Kurzarbeit erweist sich dagegen als erheblich. Während Kurzarbeit traditionell bei Nachfrageeinbrüchen verhängt wird, zeigen unsere Ergebnisse, dass sie auch bei negativen Angebotsschocks zum Einsatz kommt. Bei steigender Inflation erklärt dies auch, warum sich die Phillips-Kurve nicht nach außen verschiebt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Wie die Materialengpässe den Arbeitsmarkt treffen (2022)
Zitatform
Hummel, Markus, Christian Hutter & Enzo Weber (2022): Wie die Materialengpässe den Arbeitsmarkt treffen. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 102, H. 4, S. 1-4. DOI:10.1007/s10273-022-3161-0
Abstract
"Mit der Erholung aus der Coronakrise zog die Industrieproduktion in Deutschland wieder deutlich an. Über das Jahr 2021 machten sich aber Lieferengpässe bei Rohmaterialien und Zwischenprodukten wie Halbleitern mehr und mehr bemerkbar. Mit dem Ukraine-Krieg verschärft sich die Situation noch einmal. Diese Hemmnisse wirken sich auch auf die Arbeitsmarktentwicklung aus." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Springer-Verlag)
-
Literaturhinweis
Recovery from COVID-19: The changing structure of employment in the EU (2022)
Zitatform
Hurley, John, Dragoș Adăscăliței & Elisa Staffa (2022): Recovery from COVID-19: The changing structure of employment in the EU. (Eurofound research report. Employment and labour markets / European Foundation for the Improvement of Living and Working Conditions), Dublin, 37 S. DOI:10.2806/321685
Abstract
"European labour markets have recovered strongly from COVID-19. By the end of 2021, little more than 18 months after the start of the pandemic, employment rates in the EU were almost at pre-crisis levels. This report summarises labour market developments in 2020 and 2021 using quarterly data from the EU Labour Force Survey. It does so from a structural perspective, with a focus on sector-level and occupation-level data, and key demographic variables: gender and age. Even if employment levels in EU Member States return to their pre-crisis levels, the composition of employment will have changed significantly. COVID-19 has accelerated some prior trends – occupational upgrading with increased employment in higher quality and higher paid jobs and the uptake of teleworking – in ways that are likely to leave a permanent mark on the structure of employment in the EU." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Große Rezession und Corona-Krise: Wie der Arbeitsmarkt zwei sehr unterschiedliche Krisen bewältigt (2022)
Zitatform
Hutter, Christian, Hermann Gartner & Enzo Weber (2022): Große Rezession und Corona-Krise: Wie der Arbeitsmarkt zwei sehr unterschiedliche Krisen bewältigt. In: Blog Politische Ökonomie H. 26.01.2022 Nürnberg, o. Sz.
Abstract
"In den vergangenen 15 Jahren hat Deutschland zwei schwere Rezessionen erlebt: Zuerst die Große Rezession infolge der Finanzkrise 2008 und nun die Rezession infolge der COVID-19-Pandemie. Wie hat der deutsche Arbeitsmarkt die beiden Krisen bisher bewältigt?" (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie den ausführlichen IAB-Kurzbericht zum Thema. -
Literaturhinweis
Der Vertrauensverlust der Mütter in der Pandemie: Befunde eines repräsentativen Bevölkerungspanels (2022)
Zitatform
Hövermann, Andreas & Bettina Kohlrausch (2022): Der Vertrauensverlust der Mütter in der Pandemie. Befunde eines repräsentativen Bevölkerungspanels. (WSI-Report 73), Düsseldorf, 19 S.
Abstract
"Zahlreiche Studien zeigten, dass Eltern – und hier insbesondere Mütter – besonders häufig und in vielfältiger Weise bereits früh zu den Hauptleidtragenden der Pandemie gehörten. Auch zwei Jahre nach Ausbruch der Corona-Pandemie können wir dies anhand der vorliegenden Auswertungen der jüngsten Befragungsdaten aus dem Januar 2022 der HBS-Panel-Erwerbspersonenbefragung bestätigen. Mütter tragen weiterhin deutlich stärker die Hauptbetreuungslast als Väter und berichten zuletzt verstärkt wieder von Arbeitszeitreduktionen, die sich so bei Vätern nicht zeigen. Mütter äußern zudem in besonderem Ausmaß sozio-emotionale Belastungen und gesellschaftliche Sorgen, die zuletzt wieder anstiegen. Zudem scheint diese Situation auch erhebliche Auswirkungen auf die Zufriedenheit mit dem Krisenmanagement der Bundesregierung zu haben, da diese unter Müttern zuletzt nur noch sehr gering ausfällt. Detailliertere Analysen der Perspektiven auf die Pandemie unter Müttern zeigen darüber hinaus eine starke Polarisierung, die sicherlich auch z.T. die große Sorge unter Müttern über den gesellschaftlichen Zusammenhalt erklären kann. Zusammengenommen zeichnen die Befunde ein besorgniserregendes Bild großer Belastungen und politischen Vertrauensverlusts, die zudem mit Prozessen der Retraditionalisierung bei der Betreuungsübernahme einhergehen. Diese Folgen unzureichender politischer Berücksichtigung und Absicherung von Sorgearbeit in der Pandemie und der daraus folgenden weitreichenden Individualisierung der Sorgearbeit sollten politisch unbedingt ernst genommen werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Geschlechtsspezifische Arbeitsmarktwirkung der Covid-19-Pandemie: Ähnlicher Arbeitszeitausfall, aber bei Müttern höhere zusätzliche Belastung durch Kinderbetreuung (2022)
Zitatform
Illing, Hannah, Michael Oberfichtner, Nico Pestel, Johannes Schmieder & Simon Trenkle (2022): Geschlechtsspezifische Arbeitsmarktwirkung der Covid-19-Pandemie: Ähnlicher Arbeitszeitausfall, aber bei Müttern höhere zusätzliche Belastung durch Kinderbetreuung. (IAB-Kurzbericht 03/2022), Nürnberg, 8 S. DOI:10.48720/IAB.KB.2203
Abstract
"Die Covid-19-Pandemie hat im Frühjahr 2020 eine Rezession ausgelöst, von der - anders als in früheren Rezessionen - Frauen ähnlich stark betroffen waren wie Männer. Die Kita- und Schulschließungen führten außerdem zu sehr starken zusätzlichen Belastungen für Eltern. Mütter haben dabei deutlich mehr zusätzliche Zeit für Kinderbetreuung übernommen als Väter." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
- Veränderung des Arbeitsausfalls und der wöchentlichen Arbeitsstunden von Frauen und Männern
- Entwicklung des Arbeitsausfalls und der wöchentlichen Arbeitsstunden nach Branchen
- Veränderung der zeitlichen Gesamtbelastung und der Lebenszufriedenheit von Frauen und Männern im Vergleich zu Februar 2020
- Monatliches Ausmaß von Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit sowie Anteil von Frauen an den Beschäftigten in Kurzarbeit
- Der Kurzbericht wird zeitgleich in der Reihe IZA Standpunkte Nr. 102 publiziert.
- Veränderung der wöchentlichen Kinderbetreuungszeit von Frauen und Männern im Vergleich zu Februar 2020
- Zusammenhang von dem durchschnittlichen prozentualen Arbeitsausfall (von Februar bis Oktober 2020) und dem Frauenanteil (im Dezember 2019)
- Ein Interview mit den Autorinnen und Autoren finden sie im IAB-Forum.
-
Literaturhinweis
Teilhabeförderung langzeitarbeitsloser Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen – neue Ansätze der beruflichen Rehabilitation in Zeiten der COVID-19-Pandemie (2022)
Ixmeier, Sebastian; Scheiermann, Gero;Zitatform
Ixmeier, Sebastian & Gero Scheiermann (2022): Teilhabeförderung langzeitarbeitsloser Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen – neue Ansätze der beruflichen Rehabilitation in Zeiten der COVID-19-Pandemie. In: D. Heisler & J. A. Meier (Hrsg.) (2022): Berufsausbildung zwischen Hygienemaßnahmen und Lockdown(s), S. 371-393.
Abstract
"Die COVID-19-Pandemie hat negative Auswirkungen auf die berufliche Rehabilitation und die Teilhabechancen von langzeitarbeitslosen Personen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Anhand von empirischen Erkenntnissen aus einem Modellprojekt zeigt der Beitrag Wege auf, wie Teilhabeförderung für diese besonders vulnerable Zielgruppe auch in pandemischen Zeiten gelingen kann. Hierfür werden bestehende Corona-induzierte Hürden sowie dazugehörige Bewältigungsstrategien aus Teilnehmendensicht rekonstruiert. Dabei zeigt sich das Potenzial der langfristigen und ganzheitlichen Teilhabeförderung im Kontext eines sanktionsfreien und adaptiven Settings zur inkrementellen Initiierung eines salutogenetischen Prozesses. Parallel dazu bedarf es jedoch beruflicher Orientierungs- und Bildungsarbeit, um einen beruflichen (Re-) Integrationsprozess zu fördern." (Autorenreferat, IAB-Doku, © wbv)
-
Literaturhinweis
Hürden bei der Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld während der Corona-Pandemie (2022)
Zitatform
Jackwerth-Rice, Deborah & Malte Simon (2022): Hürden bei der Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld während der Corona-Pandemie. (DIFIS-Impuls 2022,5), Duisburg ; Bremen, 4 S.
Abstract
"Das Kurzarbeitergeld spielte bereits während der Finanzkrise 2008/2009 eine wichtige Rolle bei der Stabilisierung des Arbeitsmarkts. Die Corona-Pandemie stellte diesbezüglich neue Rekorde auf: Mit sechs Millionen Kurzarbeitenden im April 2020 befanden sich mehr als viermal so viele Personen in Kurzarbeit wie auf dem Höhepunkt der Finanzkrise. Hierdurch konnten nach Schätzung der Bundesagentur für Arbeit (BA) drei Millionen Arbeitsplätze gesichert werden. Ungeachtet dieser Superlative gab es während der Corona-Pandemie auch Betriebe, die ihren KUG-Anspruch nicht geltend machten, obwohl sie drastische Arbeitsausfälle zu verzeichnen hatten. Dieser Beitrag diskutiert die wichtigsten Gründe für die Nichtinanspruchnahme von KUG und das zu vermutende Ausmaß des unfreiwilligen KUG-Verzichts während des ersten coronabedingten Lockdowns." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Mindestlohnbeschäftigte in der Corona-Pandemie – Sonderauswertung zu den Folgen der Corona-Pandemie für Beschäftigte im Mindestlohnbereich (2022)
Jaenichen, Ursula;Zitatform
Jaenichen, Ursula (2022): Mindestlohnbeschäftigte in der Corona-Pandemie – Sonderauswertung zu den Folgen der Corona-Pandemie für Beschäftigte im Mindestlohnbereich. (IAB-Forschungsbericht 12/2022), Nürnberg, 56 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2212
Abstract
"In einem für die Mindestlohnkommission durchgeführten Forschungsprojekt wurde die potenziell stärkere Belastung von Mindestlohnbeschäftigten in der ersten Phase der Coronakrise untersucht. In dem vorliegenden Bericht werden die Ergebnisse vorgestellt. Datengrundlage ist die erste Welle des „Hochfrequenten Online Personen Panel“ (HOPP) vom Mai 2020 in Verbindung mit Informationen aus den „Integrierten Erwerbsbiographien“ (IEB) und den „Integrierten Coronabiographien“ (ICB) des IAB. Unter anderem zeigt sich, dass nach Beginn der Pandemie die Zahl der geleisteten Wochenstunden bei Mindestlohnbeschäftigen vergleichsweise stark zurückgegangen ist. Mindestlohnbeschäftigte wie auch Beschäftigte mit einem Stundenentgelt zwischen 10 und 15 Euro verzeichnen häufiger Rückgänge in den Haushaltseinkommen. Der Anteil Kurzarbeitender unter den Mindestlohnbeschäftigten entspricht in etwa dem Durchschnitt, jedoch sind Mindestlohnbeschäftigte in kleineren Betrieben überdurchschnittlich oft in Kurzarbeit. Zudem sind Mindestlohnbeschäftigte mit einem größeren Anteil ihrer Arbeitszeit in Kurzarbeit als andere Beschäftigte. Mindestlohnbeschäftigte arbeiten signifikant seltener im Homeoffice als andere Beschäftigte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Jaenichen, Ursula; -
Literaturhinweis
'You Can't Eat Soap': Reimagining COVID-19, Work, Family and Employment from the Global South (2022)
Zitatform
Jaga, Ameeta & Ariane Ollier-Malaterre (2022): 'You Can't Eat Soap': Reimagining COVID-19, Work, Family and Employment from the Global South. In: Work, Employment and Society, Jg. 36, H. 4, S. 769-780. DOI:10.1177/09500170211069806
Abstract
"This article problematises the assumptions regarding work, family and employment that underlie the World Health Organization (WHO)’s COVID-19 guidelines. The scientific evidence grounding sanitary and social distancing recommendations is embedded in conceptualisations of work as skilled jobs in the formal economy and of family as urban and nuclear. These are Global North rather than universal paradigms. We build on theories from the South and an intersectional analysis of gender and class inequalities to highlight contextual complexities currently neglected in responses to COVID-19. We argue that building on both science and local knowledge can help democratise workable solutions for a range of different work, family and employment realities in the Global South. Finally, we propose a research agenda calling for strengthened North–South dialogue to provincialise knowledge, account for differences in histories, locality and resource-availability, and foster greater local participation in policy formulation regarding sanitary measures and vaccination campaigns." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Aspekt auswählen:
-
Auswirkungen auf Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Soziales in Deutschland
- Wirtschaftliche Entwicklung und Maßnahmen
- Exit-Strategien zur Beendigung des Lockdowns
- Kurzarbeit - Regelungen und Inanspruchnahme während der Pandemie
- Homeoffice/mobiles Arbeiten
- Auswirkungen auf Betriebe
- Beschäftigung, Arbeitslosigkeit und Grundsicherung nach SGB II
- Einkommenseffekte
- Einzelne Berufe und Branchen
- Berufsausbildung/Lehrstellenmarkt
- Zukunftsszenarien: Wird die Wirtschaft nach Corona nachhaltiger?
- Soziale und gesundheitliche Aspekte
- Corona und Care
- Weiterbildung
- Konjunkturpaket zur Förderung der Wirtschaft
- Personengruppen
- Regionale Aspekte
- Internationale Arbeitsmärkte / Auswirkungen der Globalisierung
- Bundesländer
