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Dossier

Unternehmensgründungen durch Migrantinnen und Migranten

Die berufliche Selbstständigkeit von Migrantinnen und Migranten trägt zu deren gesellschaftlicher Integration bei und schafft neue Erwerbsmöglichkeiten. Während die Gründungsaktivitäten in Deutschland insgesamt auf einem - im europäischen Vergleich - niedrigen Niveau verbleiben, gründen Migrantinnen und Migranten häufiger ein Unternehmen als Einheimische. Die von Migrantinnen und Migranten gegründeten Unternehmen unterscheiden sich auch strukturell von denjenigen Unternehmen, die von Einheimischen gegründet werden und auch die Motivation, ein Unternehmen zu gründen, ist oft eine andere als bei einheimischen Gründerinnen und Gründern.

Die Infoplattform bietet wissenschaftliche Literatur zu den empirischen Befunden zur beruflichen Selbstständigkeit von Migrantinnen und Migranten in Deutschland und im europäischen Ausland.

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  • Literaturhinweis

    Non-Germans on the German labour market (2003)

    Hönekopp, Elmar;

    Zitatform

    Hönekopp, Elmar (2003): Non-Germans on the German labour market. In: European Journal of Migration and Law, Jg. 5, H. 1, S. 69-97. DOI:10.1163/157181603100405666

    Abstract

    Der Autor beschreibt zunächst kurz die deutsche Einwanderungspolitik und stellt dann an Hand vorliegender Statistiken die Arbeitsmarktsituation von Ausländern und Einwanderern vor. Dabei betrachtet er auch regionale Unterschiede innerhalb Westdeutschlands und die Arbeitslosigkeit jugendlicher Migranten. Abschließend stellt er fest, dass die gegenüber Deutschen schlechteren Arbeitsmarktchancen von Ausländern nicht ausschließlich durch Diskriminierung begründet sind, sondern es auch ökonomische Gründe dafür gibt. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Self-employment policies and migrants' entrepreneurship in Germany (2003)

    Kontos, Maria;

    Zitatform

    Kontos, Maria (2003): Self-employment policies and migrants' entrepreneurship in Germany. In: Entrepreneurship and Regional Development, Jg. 15, H. 2, S. 119-135.

    Abstract

    "This paper presents results from a European project on policy and migrants' entrepreneurship in Germany. It develops a concept of biographical policy evaluation by analysing the extent to which the biographical processes that have led to self-employment among migrants in individual cases correspond to those anticipated by policy. The study identifies a biographical structure composed of two phases that shape the status passage to self-employment. During these phases, personal resources are mobilized and/or attempts are made to access policy support. Self-employment policies are fragmented in that they are designed to address specific stages of the process. Migrants are often excluded from policy participation, either as a result of policy failures or through a manner of implementation that is frequently influenced by prejudices and stereotypes. Deprived of class resources and sometimes unable to utilize ethnic resources, migrant would-be entrepreneurs require public support. The 'bridging allowance' scheme to encourage self-employment among the unemployed currently in place in Germany (Überbrückungsgeld) could serve as a model for a more adequate support policy for non-privileged business starters that would better allow for the participation of migrants." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    The integration of immigrants into the labour markets of the EU (2003)

    Werner, Heinz;

    Zitatform

    Werner, Heinz (2003): The integration of immigrants into the labour markets of the EU. In: IAB Labour Market Research Topics H. 52, S. 1-29.

    Abstract

    "This paper considers the integration of foreign workers into the labour markets of EU member states. It is important that migrants be able to participate on similar terms as nationals in the host society, including housing and education. Equally important to their overall integration in the host country is their equal participation in the labour market. Integration into the labour market is a process, the aim of which is similar gainful employment structures for economically active non-nationals and nationals. This paper evaluates and analyses three specific indicators of labour market integration: the unemployment rate, the employment rate, and the self-employment rate. The results are drawn from the Labour Force Survey data compiled by Eurostat. In all EU countries, the unemployment rate of non-nationals is considerably higher than (usually double) that of nationals. This situation has not improved since the early 1980s. Unemployment rates for the young foreigners, in particular, have remained alarmingly high. The overall unemployment rate for non-nationals conceals marked differences among nationalities. If made visible, these statistical differences would underscore the precarious situation of certain groups (for example, Turks in Germany). Moreover, granting citizenship does not auto-matically eliminate all barriers to employment. It is more difficult for foreign women to find a job than it is for national women or foreign men. The unemployment rate for female non-nationals is generally higher than the overall rate for non-nationals. Across the board, employment rates for foreign women are far below those for national women, and no major convergence has occurred over time. Self-employment rates among economically active non-nationals are showing signs of convergence with those of nationals. However, there are striking differences among countries and between EU and non-EU nationals." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Unternehmerische Illegale: Ziele und Organisationen eines unterschätzten Typs illegaler Einwanderer (2002)

    Elwert, Georg;

    Zitatform

    Elwert, Georg (2002): Unternehmerische Illegale. Ziele und Organisationen eines unterschätzten Typs illegaler Einwanderer. In: IMIS-Beiträge / Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien H. 19, S. 7-20.

    Abstract

    Der Autor kommt zu dem Fazit, "dass 60 bis 90 Prozent der illegalen Fernmigranten nicht primär vor Verfolgung, Verarmung oder Hunger fliehen, sondern wegen ihnen angebotener Arbeitsplätze in Deutschland zuwandern. Motiv dieser Zuwanderung sind die Möglichkeiten, Überschüsse zu erwirtschaften, die später in der Heimat als Kapital eingesetzt werden sollen. Die illegale Zuwanderung ist nicht Folge der Abschottung, sondern Folge der Nachfrage nach Arbeitskraft. Die Abschottung der Arbeitsmärkte zwingt dieser Zuwanderung die Form illegaler Netzwerke auf. Zum Zwecke der Marktkontrolle und der Durchsetzung von Verträgen bauen sich diese Netze eine neue Mafia auf." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Zuwanderung und Arbeitsmarkt - alter Zopf mit neuem Muster? (2002)

    Hillmann, Felicitas ;

    Zitatform

    Hillmann, Felicitas (2002): Zuwanderung und Arbeitsmarkt - alter Zopf mit neuem Muster? In: WSI-Mitteilungen, Jg. 55, H. 10, S. 578-585.

    Abstract

    "Der Beitrag gibt einen Überblick über die vielfältige Positionierung von MigrantInnen auf dem Arbeitsmarkt. In den vergangenen Jahren zeigen sich Polarisierungstendenzen in verschiedenen Teilbereichen des Arbeitsmarktes, die direkt auf die AusländerInnenbeschäftigung zurückwirken: Einerseits finden wir in Deutschland speziell angeworbene hochqualifizierte MigrantInnen, die eine Vernetzung bestimmter (globaler) Teilarbeitsmärkte vorantreiben, andererseits können wir beobachten, dass es zu einer Zunahme von prekären Beschäftigungsformen in anderen Arbeitsmarktsegmenten gekommen ist und dass Zuwanderer hier besonders häufig vertreten sind. Neue, an die Anforderungen einer flexibilisierten Arbeitswelt angepasste, Migrationsmuster treffen auf alte Arbeitsmarktprobleme und bedeuten besonders für die Gewerkschaften und die gewerkschaftliche Organisation der ArbeitnehmerInnen eine große Herausforderung." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Ausländische Selbständige in Baden-Württemberg (2001)

    Leicht, René; Strohmeyer, Robert ; Philipp, Ralf; Leiß, Markus;

    Zitatform

    Leicht, René, Markus Leiß, Ralf Philipp & Robert Strohmeyer (2001): Ausländische Selbständige in Baden-Württemberg. (Veröffentlichungen des Instituts für Mittelstandsforschung 43), Mannheim, 84 S.

    Abstract

    "Dieses Heft befasst sich mit der Entwicklung und Struktur von ausländischen Selbständigen in Baden-Württemberg. Da die amtliche Statistik nur wenig Indikatoren bietet und die gewünschten Informationen kaum aus einer einzelnen Datenquelle zu gewinnen sind, konnte ein Gesamtbild letztlich nur aus unterschiedlichen Facetten zusammengesetzt werden. Festzuhalten ist, dass unter Ausländern insgesamt zwar die Selbständigenquote nach wie vor niedriger ausfällt als bei Deutschen, aber unter den Migranten zeigen sich größtenteils höhere Zuwachsraten. Mit Blick auf das Gründungsgeschehen werden unter Ausländern vergleichsweise mehr Start-up Neigungen ersichtlich, jedoch auch stärkeres Scheitern. Dies ist oftmals auch eine Frage mangelnder Ausbildung. Wenngleich das Qualifikationsniveau ausländischer Selbständiger höher als bei den Arbeitnehmern ist, bleibt die Zahl derjenigen ohne Berufsabschluss hoch. Auch deswegen sind ausländische Selbständige im Durchschnitt jünger als die deutschen. Berücksichtigt werden muss bei all dem allerdings die Heterogenität in der Zusammensetzung ausländischer Selbständiger und damit die je nach Herkunftsland sehr unterschiedlichen rechtlichen und kognitiven Voraussetzungen für die Gründung eines Unternehmens. Viele Gruppen, wie die Italiener und Türken, verbleiben in Nischen oder bestimmen Sektoren, v. a. im Gastgewerbe und Handel. Demgegenüber ähnelt bspw. das Tätigkeitsprofil der der Nordeuropäer eher dem der Deutschen. Die Befunde weisen darauf hin, dass das Potenzial an Existenzgründungen unter Ausländern durch die Förderung ihrer Qualifikationen noch verbessert werden kann. Insgesamt erscheint wichtig, dass sich viele ehemals als "Gastarbeiter" bezeichnete Ausländer längst in hohem Maß aktiv in das gesellschaftliche und wirtschaftliche Geschehen hierzulande integrierten, nicht zuletzt, indem sie ein eigenes Unternehmen gründeten und dabei auch weitere Arbeitsplätze schufen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Integration ausländischer Arbeitnehmer in die Arbeitsmärkte der EU-Länder: ein europäischer Vergleich (2001)

    Werner, Heinz; König, Ingeborg;

    Zitatform

    Werner, Heinz & Ingeborg König (2001): Integration ausländischer Arbeitnehmer in die Arbeitsmärkte der EU-Länder. Ein europäischer Vergleich. (IAB-Werkstattbericht 10/2001), Nürnberg, 20 S.

    Abstract

    Die Eingliederung in den Arbeitsmarkt bildet einen zentralen Aspekt der Gesamtintegration von Ausländern in die Gesellschaft des Aufnahmelandes. In dem Beitrag wird der Stand der Integration der ausländischen Arbeitnehmer in die Arbeitsmärkte der EU-Länder verglichen. Nach einer Begriffsklärung werden Gründe erläutert, die Integrationsbemühungen sinnvoll, ja notwendig machen. Anschließend wird anhand einer Reihe von Indikatoren festgestellt, welche Arbeitsmarktposition ausländische gegenüber einheimischen Arbeitskräften einnehmen. Es wird festgestellt, dass die Arbeitsmarktposition insbesondere von Ausländern aus Drittstaaten ungünstiger ist als die der Inländer - nicht jedoch immer die der Ausländer aus EU-Mitgliedsstaaten. Arbeitsmarktprobleme von bestimmten Personengruppen (Frauen, Jugendliche, gering Qualifizierte) kumulieren bei Ausländern. Dies ist in allen 15 EU-Staaten der Fall. Deutschland nimmt im Ländervergleich keineswegs die ungünstigste Position ein. (IAB2)

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  • Literaturhinweis

    Ausländer auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland: die Situation vieler ausländischer Arbeitskräfte in Deutschland hat sich in den letzten Jahren unter dem Druck des Strukturwandels verschlechtert (2000)

    Hönekopp, Elmar;

    Zitatform

    Hönekopp, Elmar (2000): Ausländer auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland. Die Situation vieler ausländischer Arbeitskräfte in Deutschland hat sich in den letzten Jahren unter dem Druck des Strukturwandels verschlechtert. In: Personalführung, Jg. 33, H. 5, S. 18-25.

    Abstract

    "Das ausländische Arbeitskräftepotenzial wird in den kommenden Jahren auch ohne einen weiteren Zuzug von Ausländern nach Deutschland steigen. Ursache hierfür sind die hohen Bevölkerungsanteile der Kinder und Jugendlichen unter den Ausländern. Auf das Schulsystem, die Berufsbildung und die betriebliche Beschäftigungspolitik kommen damit neue Herausforderungen zu. Diese bergen Chancen, denn viele Ausländer sind tendenziell zweisprachig und bringen auf Grund ihrer Verankerung in zwei Kulturen Kompetenzen mit, die der Wirtschaft in Zeiten der Internationalisierung entgegenkommen müssten." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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