Pendlerinnen und Pendler am Arbeitsmarkt
Der Anteil der Pendlerinnen und Pendler an den sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten ist seit Jahren hoch. Rund 60 Prozent - das sind über 20 Mio. Beschäftigte - arbeiteten 2023 in einer anderen Gemeinde als der, in der sie wohnten. Die Beschäftigten legten dabei durchschnittlich gut 17 Kilometer auf ihrem Weg zur Arbeit zurück. Durch die Zunahme mobilen Arbeitens und Home Office nahm die Pendelhäufigkeit allerdings ab.
Das IAB-Dossier bietet Informationen zur räumlichen Mobilität der Beschäftigten in Deutschland.
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Literaturhinweis
Zwischen Flexibilität und drohender Abwanderung aus den Regionen: Pendlerverhalten und Hauptpendlerströme im Land Brandenburg (2004)
Frank, Wilma; Temps, Claudia; Schuldt, Karsten;Zitatform
Frank, Wilma, Karsten Schuldt & Claudia Temps (2004): Zwischen Flexibilität und drohender Abwanderung aus den Regionen. Pendlerverhalten und Hauptpendlerströme im Land Brandenburg. (LASA-Studie 41), Potsdam, 119 S.
Abstract
"Pendeln ist für viele Brandenburger und Berliner zu einem Alltagsphänomen geworden. Was das persönliche Leben schon mehr oder weniger stark tangiert, ist damit aber auch längst zu einem Faktor geworden, den Arbeitsmarkt-, Wirtschafts-, Städtebau- und Regionalpolitik bei ihren Entscheidungen mehr und mehr einbeziehen müssen. Die sich weiter sehr differenziert vollziehende wirtschaftliche Entwicklung der Brandenburger (Teil-)Regionen, anhaltende Suburbanisierungsprozesse zwischen Berlin und dem unmittelbaren Umland und Abwanderungstendenzen der Brandenburger Bevölkerung vor allem in peripheren Regionen machten - diesmal in Kooperation mit der Gemeinsamen Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg - eine aktuelle Untersuchung der Pendlerströme auf Basis der Daten des Jahres 2001 notwendig. In den vorangegangenen Jahren wurde von der LASA mehrfach das Thema Pendlerverhalten untersucht. Die Ergebnisse dieser Studie basieren jedoch erstmals auf der Grundlage gemeindescharf aggregierter Arbeitsmarktdaten und stellen mit ihren vielen farbigen Karten die regionale Pendlersituation und das regionale Arbeitsplatzaufkommen nicht nur auf der Ebene der Landkreise, sondern auch nach raumordnerischen Kategorien von Zentralen Orten (OZ, MZ, GZ, KIZ) und ihren Verflechtungsbereichen, ländlichen Räumen u. a. m. in aufbereiteter Form dar." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Grenzüberschreitende regionale Arbeitsmärkte als Katalysatoren der Internationalisierung? (2004)
Janssen, Manfred; Woltering, Michael;Zitatform
Janssen, Manfred & Michael Woltering (2004): Grenzüberschreitende regionale Arbeitsmärkte als Katalysatoren der Internationalisierung? In: E. Hönekopp, R. Jungnickel & T. Straubhaar (Hrsg.) (2004): Internationalisierung der Arbeitsmärkte (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 282), S. 183-208.
Abstract
"Die für EU-Angehörige geltende Freizügigkeit, ihre gesetzlich garantierte Niederlassungsfreiheit und die offenen Binnenmarktstrukturen der EU bieten die rechtliche Grundlage dafür, dass sich das Arbeitsangebot und die -nachfrage formal unabhängig von nationalstaatlichen Grenzen entwickeln können. Tatsächlich kam es in den vergangenen Jahrzehnten zur Herausbildung grenzüberschreitender regionaler Arbeitsmärkte, die vorrangig durch Pendelmobilität geprägt sind. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungstendenzen hin zu einer grenzübergreifenden Verknüpfung nationaler Arbeitsmärkte stellt sich die Frage, ob die im kleinräumigen Maßstab entstandenen grenzüberschreitenden Beschäftigungsmärkte Vorformen bzw. Katalysatoren für die Internationalisierung nationaler Arbeitsmärkte in der EU sein können. Im Beitrag wird daher auf der Basis einer umfassenden empirischen Bestandsaufnahme der Arbeitsmarktstrukturen und -beziehungen im deutsch-niederländischen Grenzraum diskutiert, inwieweit die vorhandenen grenzüberschreitenden Verknüpfungen als erster Schritt hin zu einer wachsenden großräumigen Arbeitsmobilität zwischen den Mitgliedsländern der EU gewertet werden können. Dabei wird insbesondere die Rolle der unterschiedlichen Mobilitätsformen entlang der EU-Binnengrenzen, wie z. B. der Pendelmobilität oder der Arbeitsmigration, näher beleuchtet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Pendlerbewegungen für Ost-Bundesländer und Arbeitsamtsbezirke Sachsens (2002)
Winkelvoss, Ekkehard;Zitatform
Winkelvoss, Ekkehard (2002): Pendlerbewegungen für Ost-Bundesländer und Arbeitsamtsbezirke Sachsens. In: Informationen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung H. 4, S. 1-21.
Abstract
Das Material gibt einen Überblick über die Pendlerbewegungen in Sachsen und über die Landesgrenze hinaus. (IAB)
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Literaturhinweis
Deutsch-belgische Grenzgänger - Praxis und Probleme: die Situation in der Euregio Maas-Rhein - ein Fallbeispiel für die Freizügigkeit und die berufliche Mobilität in der Europäischen Union (2002)
Abstract
Auf der Basis von Literaturrecherchen, der Analyse signifikanter Einzelfälle und Gesprächen mit Personen, die für die Probleme von Grenzgängern bzw. Grenzpendlern zuständig sind, wurde diese nicht repäsentative, qualitative Studie erarbeitet. Die Arbeit konzentriert sich auf das Gebiet der Euregio Maas-Rhein, wo sich in einem Korridor von 30 Kilometern beiderseits der Grenzlinie zwischen Deutschland und Belgien ein starkes Aufkommen von Grenzpendlern zeigt. Über die Hälfte der Pendler ist deutscher Staatsangehörigkeit, was darauf hindeutet, dass diese die günstigeren Wohnbedingungen in Belgien nutzen, gleichzeitig aber ihren Arbeitsplatz in Deutschland behalten. Für belgische Pendler liegt der Hauptgrund in den höheren Löhnen. Die Mobilitätshemmnisse zwischen den beiden Staaten werden zusammengestellt und Lösungswege zu deren Abbau diskutiert. (IAB)
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Literaturhinweis
Pendlerpotential in den Grenzregionen an der EU-Außengrenze: Methoden, Ergebnisse und Prognosen (2001)
Alecke, Björn; Untiedt, Gerhard;Zitatform
Alecke, Björn & Gerhard Untiedt (2001): Pendlerpotential in den Grenzregionen an der EU-Außengrenze. Methoden, Ergebnisse und Prognosen. (Strukturpolitik und Raumplanung in den Regionen an der mitteleuropäischen EU-Aussengrenze zur Vorbereitung auf die EU-Osterweiterung. Untersuchung zu Deutschland. Teilprojekt D-7), Münster, 40 S.
Abstract
"Der Teilbericht gliedert sich wie folgt: Zunächst werden die gegenwärtigen rechtlichen Regelungen zu den sogenannten Grenzarbeitnehmern und die Größenordnung des bisherigen Pendleraufkommens aus Polen und Tschechien dargestellt. Anschließend wird die ost-westdeutsche Pendelwanderung seit der Wiedervereinigung beschrieben, die die Grundlage für das empirische Prognosemodell liefert. Im vierten Abschnitt werden einige methodische Überlegungen zum Gravitationsmodell vorgestellt, das als Ansatz zur Erklärung des grenzüberschreitenden Berufspendelns verwendet wird. Der fünfte Abschnitt enthält die regressionsanalytischen Ergebnisse für die Ost-West-Pendler. Eine Abschätzung des Pendlerpotentials in die deutschen Grenzregionen aus Polen und Tschechien wird im sechsten Abschnitt vorgenommen. Der letzte Abschnitt fasst die Ergebnisse zusammen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Job mobility, residential mobility and commuting: a theoretical analysis using search theory (2000)
Zitatform
Ommeren, Jos van, Piet Rietveld & Peter Nijkamp (2000): Job mobility, residential mobility and commuting. A theoretical analysis using search theory. In: The annals of regional science, Jg. 34, H. 2, S. 213-232. DOI:10.1007/s001689900004
Abstract
"The decision to move job and the decision to move residence are closely related dynamic discrete choices, as both moves involve a change of commuting distance. This suggests that labour and residential mobility are mutually dependent and should be simultaneously analysed, based on a theory which incorporates these dynamic decisions explicitly. In the present paper, we base our analysis on search theory and choose the point of departure that individuals maximise utility by moving through different labour market and housing market states, while taking into consideration that moving from one state to another is costly. Based on these assumptions, a search model is constructed and the optimality conditions are derived.
One of main conclusions based on the search model is that the effect of factors which cause housing market imperfections (viz. the residential moving costs and the residence arrival rate) have ambiguous effects on he job acceptance and job search behaviour of employed individuals. For some interesting cases however, the effect of the residential moving costs on the job acceptance behaviour can be derived. In contrast, the effect of housing market imperfections on the labour market behaviour of nonemployed persons is determined. We find for example that housing policies which discourage nonemployed persons to move residence (e.g. housing subsidies) also decrease the probability of becoming employed and may therefore unintentionally increase the number of nonemployed persons." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) -
Literaturhinweis
Mobilitätszuwachs ohne Ende? Pendlerbewegungen und regionale Arbeitsmärkte in Brandenburg (2000)
Schuldt, Karsten;Zitatform
Schuldt, Karsten (2000): Mobilitätszuwachs ohne Ende? Pendlerbewegungen und regionale Arbeitsmärkte in Brandenburg. (LASA-Studie 35), Potsdam, 82 S.
Abstract
"Im Jahr 1993 wurde für das Land Brandenburg erstmals für eines der neuen Bundesländer eine repräsentative Situationsanalyse zur Arbeitspendelwanderung durchgeführt. Diese Analyse wurde in den Jahren 1995 und 1996 aktualisiert sowie inhaltlich - insbesondere um Fragen der Pendelverflechtungen im engeren Verflechtungsraum von Berlin mit dem brandenburgischen Umland sowie um Angaben zu kleinräumigen Verflechtungen innerhalb Brandenburgs - erweitert. Anknüpfend an diese Untersuchungen verfolgte das hier dokumentierte Forschungsvorhaben zur Pendlerproblematik im Land Brandenburg das Ziel, das Pendlerverhalten und die räumlichen sowie arbeitsmarktlichen Effekte dieses Verhaltens zu analysieren, kleinräumige Pendelverflechtungen - insbesondere für die Ebene der Landkreise - auszuweisen sowie die künftige Entwicklung der Pendlerströme im engeren Verflechtungsraum - auf der Basis von Trendentwicklungen und unter Berücksichtigung eines interregionalen Vergleichs - abzuschätzen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
