Arbeitszeit: Verlängern? Verkürzen? Flexibilisieren?
Verkürzung, Verlängerung oder Flexibilisierung der Arbeitszeit stehen immer wieder im Zentrum der Debatten. Was wünschen sich Unternehmen und Beschäftigte? Wie kann Arbeitszeitpolitik die Schaffung neuer Arbeitsplätze und die Sicherung vorhandener Arbeitsplätze unterstützen?
Dieses Themendossier bietet Publikationen zur Entwicklung der Arbeitszeiten in Deutschland auch im internationalen Vergleich, zur betrieblichen Gestaltung der Arbeitszeit und zu den Arbeitszeitwünschen der Beschäftigten.
Publikationen zur kontroversen Debatte um die Einführung der Vier-Tage-Woche finden Sie in unserem Themendossier Vier-Tage-Woche – Arbeitszeitmodell der Zukunft?
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Literaturhinweis
Job search, hours restrictions, and desired hours of work (2008)
Zitatform
Bloemen, Hans G. (2008): Job search, hours restrictions, and desired hours of work. In: Journal of labor economics, Jg. 26, H. 1, S. 137-179. DOI:10.1086/522069
Abstract
"A structural empirical job search model is presented that incorporates the labor supply decision of individuals. The arrival of a job offer is modeled as a random draw from a wage-hours offer distribution. Subjective information is used on desired working hours to identify optimal hours from offered hours. Policy simulations are performed to address several policy questions: Does a decrease in unemployment benefits lead to the acceptance of jobs with less preferred working hours? How does a decrease in the length of the standard working week affect the job acceptance behavior of the unemployed?" (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Arbeitszeitwünsche, Arbeitslosigkeit und Arbeitszeitpolitik (2008)
Zitatform
Grözinger, Gerd, Wenzel Matiaske & Verena Tobsch (2008): Arbeitszeitwünsche, Arbeitslosigkeit und Arbeitszeitpolitik. (SOEPpapers on multidisciplinary panel data research at DIW Berlin 103), Berlin, 23 S.
Abstract
"Der Beitrag untersucht auf Basis des Sozio-oekonomischen Panels 2004 die Arbeitszeitwünsche der abhängig Beschäftigten in Deutschland unter Berücksichtigung von damit einhergehenden Einkommensveränderungen. Es wird gezeigt, dass die in der arbeitsmarktpolitischen Diskussion häufig übersehenen Zeitpräferenzen der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen von hoher Relevanz für die Lebens-, Gesundheits- und Arbeitszufriedenheit sind. Fallen gewünschte und realisierte Arbeitszeit auseinander, sinkt die jeweilige Bereichszufriedenheit erheblich. Zufrieden mit ihrer Arbeitszeit ist ein gutes Viertel. Ihre bezahlten Wochenstunden erhöhen möchten weniger als ein Fünftel, vorwiegend teilbeschäftigte Männer in den neuen Bundesländern. Dagegen wollen mehr als die Hälfte der Befragten sie senken, und zwar Männer wie Frauen. Alle Wünsche zusammen genommen ergibt sich, wie auch schon in anderen Studien berichtet, ein rechnerisches Umverteilungsvolumen von über 2,4 Mill. Vollzeitstellen. Zur Erreichung einer besseren Präferenzumsetzung wird eine neue Einrichtung vorgeschlagen: Eine Arbeitszeitagentur. In institutioneller Analogie zur Zentralbank sollte sie unabhängig sein, mit der Zielvorgabe, mit Hilfe von Arbeitszeitpolitik Arbeitslosigkeit zu bekämpfen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Ähnliche Treffer
auch erschienen in: WSI-Mitteilungen, Jg. 61, H. 2 (2008), S. 92-99 -
Literaturhinweis
Jenseits von Zeitnot und Karriereverzicht: Wege aus dem Arbeitszeitdilemma: Arbeitszeiten von Müttern, Vätern und Pflegenden (2008)
Klenner, Christina; Pfahl, Svenja;Zitatform
Klenner, Christina & Svenja Pfahl (2008): Jenseits von Zeitnot und Karriereverzicht: Wege aus dem Arbeitszeitdilemma. Arbeitszeiten von Müttern, Vätern und Pflegenden. (WSI-Diskussionspapier 158), München, 57 S.
Abstract
Die Erwerbstätigkeit von Frauen und insbesondere auch von Müttern kleiner Kinder wird auch in Deutschland zum Normalzustand. Das Diskussionspapier geht von der Zielsetzung aus, dass diese Erwerbstätigkeit so gestaltet werden muss, dass die beiden Lebensbereiche Erwerbstätigkeit und Familie in Balance gebracht werden können und für Kinder wie Pflegeaufgaben genug Zeit bleibt. Eine derart moderne Balance von Familie und Beruf basiert auf Arbeitszeiten, die Zeitnot vermeiden und geschlechtergerecht wirken. Es wird die Hypothese aufgestellt, dass Eltern, vor allem Mütter, unter den gegenwärtigen Bedingungen mit einem Arbeitszeitdilemma zu kämpfen haben: entweder sie arbeiten trotz der familiären Verpflichtungen Vollzeit gemäß der Normalarbeitszeit, die für familiär entlastete Arbeitnehmer konzipiert war und eine traditionelle häusliche Arbeitsteilung unterstellte, mit der Folge, dass sie dann selbst und die Familie von Zeitnot bedroht sind, oder sie lindern die Zeitnot durch Teilzeitarbeit, mit der Folge von Karriereverzicht und ökonomischen und sozialpolitischen Nachteilen. Die Autorinnen entwickeln daher ein Konzept für 'Arbeitszeiten im geschlechtergerechten Zweiverdienermodell', bei dem Zeitnot vermieden wird und die zeitliche Entlastung im Familieninteresse nicht auf Kosten der Frauen geht. Einführend wird ein Überblick über die Arbeitszeitdauer von Müttern und Vätern in Deutschland unter Berücksichtigung der Arbeitszeiten von Pflegenden gegeben. Danach werden zur Analyse der bestehenden Zeitnot in Familien die Arbeitszeitwünsche und die aktuelle Vereinbarkeitsbewertung der Eltern untersucht. Auf Basis der Datenanalyse werden die zu lösenden Probleme resümiert und ein erstes Fazit in Bezug auf das bestehende Arbeitszeitdilemma zwischen Zeitnot und Karriereverzicht gezogen. Abschließend werden Eckpunkte für ein Konzept von Arbeitszeiten im geschlechtergerechten Zweiverdienermodell zur Diskussion gestellt. (IAB)
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Literaturhinweis
Familiengründung und gewünschter Erwerbsumfang von Männern: eine Längsschnittanalyse für die alten Bundesländer (2008)
Zitatform
Pollmann-Schult, Matthias (2008): Familiengründung und gewünschter Erwerbsumfang von Männern. Eine Längsschnittanalyse für die alten Bundesländer. In: Zeitschrift für Soziologie, Jg. 37, H. 6, S. 498-515. DOI:10.1515/zfsoz-2008-0605
Abstract
"Die Erwartungen an die Karriereentwicklung von Männern nach der Familiengründung rekurrieren auf zwei verschiedenartige Konzeptionen von Vaterschaft. Dies ist zum einen das Modell des Familienernährers, dem zufolge Väter ihre beruflichen Anstrengungen erhöhen, und zum anderen das Modell der neuen Vaterschaft, wonach Väter zu einem stärkeren Engagement in der Familienarbeit, auch auf Kosten der Erwerbstätigkeit, neigen. Der Beitrag untersucht, inwiefern Väter im Zuge der Familiengründung ihren Erwerbsumfang ausweiten bzw. reduzieren möchten. Die Analysen auf Basis des Sozio-oekonomischen Panels zeigen, dass Richtung und Ausmaß der beruflichen Reaktion signifikant durch die Erwerbssituation der Partnerin geprägt werden. Während Väter, deren Partnerin nichterwerbstätig oder geringfügig beschäftigt ist, ihre gewünschte Arbeitzeit erhöhen, tendieren Väter mit einer beruflich stark engagierten Partnerin zu einer Verminderung des präferierten Erwerbsumfangs. Ein nennenswerter Wandel des väterlichen Arbeitsangebots im Zeitverlauf ist trotz der wachsenden Zustimmung zur engagierten Vaterschaft und zur egalitären Arbeitsteilung jedoch nicht zu beobachten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
How many hours would you want to work a week?: job quality and the omitted variables bias in labour supply models (2008)
Zitatform
Steiber, Nadia (2008): How many hours would you want to work a week? Job quality and the omitted variables bias in labour supply models. (SOEPpapers on multidisciplinary panel data research at DIW Berlin 121), Berlin, 29 S.
Abstract
"This paper sets out to provide an understanding of how individuals form their preferences over the extent of their paid work involvement - their working time preferences - in different work environments and societal contexts. The main objective of the empirical analysis is to investigate how preferences of this kind are constructed at the individual level and adapted over time following changes in work- and family related circumstances. The consideration of the Old and New Länder of Germany as cases for comparative analysis allows for a test of common factors in different contexts of economic conditions and gender relations. The empirical findings from a longitudinal analysis of the German Socio-Economic Panel (1993-2003) run counter to the predictions of neoclassical labour supply theory. This owes to a fundamental difference in terms of theoretical approach. While (most) economists tend to view paid work in instrumental terms - as something that people perform only for its monetary rewards, this study takes account of intrinsic work rewards as central determinants of work motivation. We find the qualitative experience of work to exert an independent influence on individuals' preferences over work hours, and therefore argue for the inclusion of work quality as a central factor in labour supply decisions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Teilzeitarbeit zwischen Wunsch und Wirklichkeit (2007)
Buchinger, Elisabeth; Csoka, Bettina;Zitatform
Buchinger, Elisabeth & Bettina Csoka (2007): Teilzeitarbeit zwischen Wunsch und Wirklichkeit. In: Wiso. Wirtschafts- und sozialpolitische Zeitschrift des ISW, Jg. 30, H. 3, S. 113-132.
Abstract
"Teilzeitarbeit nimmt bei Frauen enorm zu. In manchen Berufen ist es inzwischen fast unmöglich geworden, eine Vollzeitstelle zu finden. In anderen Branchen und Berufen, insbesondere bei höherer beruflicher Position und Qualifikation, ist es gleichzeitig Frauen und Männern noch immer kaum möglich, vorübergehend die Arbeitszeit auf Wunsch zu reduzieren. Die teilzeitbeschäftigten Frauen selber haben ein sehr nüchternes Bild von ihrer Situation: Viele sehen für sich eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie - auf Kosten von Existenzsicherung und ausreichenden Pensionen, verbunden mit Nachteilen beim beruflichen Aufstieg und der betrieblichen Weiterbildung. Eine gewünschte Aufstockung der Arbeitszeit bis hin zur Vollzeitarbeit beurteilt die Mehrheit als nur schwer zu verwirklichen. Der Handlungsbedarf ist groß. Frauen dürfen wegen zumeist familienbedingter Teilzeitarbeit, die sie vorübergehend eingehen, nicht ins berufliche Abseits gedrängt werden. Nötig sind bessere Chancen auf eine existenzsichernde Arbeit, flexiblere Gestaltungsmöglichkeiten der Arbeitszeit je nach Lebenslagen, Schluss mit Benachteiligungen von Teilzeitkräften gegenüber Vollzeitbeschäftigten. Und dringend nötig ist der Ausbau passender und leistbarer Kinderbetreuungsangebote, damit Beruf und Familie für Väter und Mütter endlich tatsächlich vereinbar wird!" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Vereinbarkeit von beruflichem und privatem Leben: die Balance zwischen beruflichem und privatem Leben im Spiegel von Arbeitsbedingungen, Arbeitszeit und familiären Rahmenbedingungen. Ein Bericht auf Basis der Erhebung zum DGB-Index Gute Arbeit 2007 (2007)
Fuchs, Tatjana;Zitatform
Fuchs, Tatjana (2007): Vereinbarkeit von beruflichem und privatem Leben. Die Balance zwischen beruflichem und privatem Leben im Spiegel von Arbeitsbedingungen, Arbeitszeit und familiären Rahmenbedingungen. Ein Bericht auf Basis der Erhebung zum DGB-Index Gute Arbeit 2007. Stadtbergen, 29 S.
Abstract
Der Bericht auf Basis der Erhebung zum DGB-Index Gute Arbeit 2007 zeigt, dass die Chance auf ein ausgewogenes Verhältnis von Arbeits-, Familien- und privaten Zeiten mit reduzierten Arbeitszeiten steigt und mit zunehmender Arbeitszeitlänge drastisch sinkt - unabhängig vom Geschlecht und der familiären Situation. Neben der Arbeitszeitlänge spielt die Arbeitsgestaltung eine zentrale Rolle. Berichten Beschäftigte von guten Arbeits- und Einkommensbedingungen, dann fällen sie auch zu 78 Prozent ein positives Urteil über die Balance zwischen ihrem beruflichen und privaten Leben. Sind die Arbeitsbedingungen überwiegend subjektiv belastend und entwicklungsarm, haben die Beschäftigten in der Regel große Probleme, eine angemessene Work-Life-Balance zu finden. Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass die Balance zwischen beruflichem und außerberuflichem Leben erheblich stärker von beruflichen bzw. betrieblichen Faktoren bedingt wird als von der familiären Konstellation. 93 Prozent der Mütter und 88 Prozent der Väter, die in Betrieben arbeiten, die sich in sehr hohem Maß für die Belange von Familien engagieren, berichten von einer ausgewogenen Balance zwischen beruflichem und außerberuflichem Leben. Ignorieren die Arbeitgeber die Belange von Familien, dann konstatieren zwei Drittel der Mütter und der Väter starke Vereinbarkeitsprobleme. (IAB)
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Literaturhinweis
Overemployment mismatches: the preference for fewer hours (2007)
Golden, Lonnie; Gebreselassie, Tesfayi;Zitatform
Golden, Lonnie & Tesfayi Gebreselassie (2007): Overemployment mismatches: the preference for fewer hours. In: Monthly labor review, Jg. 130, H. 4, S. 18-37.
Abstract
"The preference of workers for having either more or fewer hours of work has remained virtually unchanged since 1985; rates of overemployment differ considerably by job type, workweek length, income level, gender, and stage of workers' life cycle." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Arbeitszeitwünsche von Frauen und Männern liegen näher beieinander als tatsächliche Arbeitszeiten (2007)
Holst, Elke;Zitatform
Holst, Elke (2007): Arbeitszeitwünsche von Frauen und Männern liegen näher beieinander als tatsächliche Arbeitszeiten. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 74, H. 14/15, S. 209-215.
Abstract
"In Deutschland liegen die von abhängig Beschäftigten gewünschten Wochenarbeitszeiten im Durchschnitt zwischen knapp 30 Stunden (Frauen) und 40 Stunden (Männer). Sehr lange Wochenarbeitszeiten sind weder für eine Mehrheit von Frauen noch für Männer attraktiv; diesen Befund findet man auch in ganz Europa. Männer sind im Durchschnitt insgesamt knapp elf Wochenstunden länger erwerbstätig als Frauen. Dieser geschlechtsspezifische Abstand würde sich auf neun Stunden reduzieren, ließen sich die gewünschten Arbeitszeiten tatsächlich realisieren. Noch geringer wäre dieser Unterschied bei einer Realisierung der vertraglich vereinbarten Wochenarbeitszeit; er betrüge dann acht Stunden. Die hier präsentierten Arbeitszeitanalysen, die für Deutschland auf den Daten des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) beruhen, werden in den Zusammenhang mit nachhaltigen Gesellschaftsentwürfen zu einer besseren Work-Life-Balance gestellt. Vorgeschlagen wird in diesen Ansätzen häufig eine flexible Gestaltung der Wochenarbeitszeit in verschiedenen Lebensphasen, wobei insgesamt eine durchschnittliche Wochenarbeitszeit von etwa 30 Stunden im Erwerbslebensverlauf angestrebt wird. Ein solcher sowohl auf den materiellen als auch den immateriellen Wohlstand bedachte Weg erfordert allerdings noch erhebliche, auch gesellschaftliche Veränderungen insbesondere für Männer." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Who wants flexibility? Changing work hours preferences and life events (2006)
Zitatform
Drago, Robert, Mark Wooden & David Black (2006): Who wants flexibility? Changing work hours preferences and life events. (IZA discussion paper 2404), Bonn, 29 S.
Abstract
"We consider desires for flexibility in weekly hours by analyzing changes in work hours preferences using four years of data from the Household, Income and Labour Dynamics in Australia (HILDA) Survey. We control for work hours preferences in previous years and test for effects on desired labor force participation and, for those wishing to participate, on current hours preferences. Our findings reveal that, in general, women are more sensitive to life events than men. Women's preferred hours and labor force participation decline sharply with pregnancy and the arrival of children; their preferred hours approach usual levels as children enter school and ultimately decline as they become empty-nesters. We also find women's preferred hours increasing following separation but falling after divorce, with an opposing pattern for men. Finally, a sizeable minority of retirees have preferences for phased instead of full retirement." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
The new lumpiness of work: Explaining the mismatch between actual and preferred working hours (2006)
Echtelt, Patricia E. van; Glebbeek, Arie C.; Lindenberg, Siegwart M.;Zitatform
Echtelt, Patricia E. van, Arie C. Glebbeek & Siegwart M. Lindenberg (2006): The new lumpiness of work: Explaining the mismatch between actual and preferred working hours. In: Work, employment and society, Jg. 20, H. 3, S. 493-512. DOI:10.1177/0950017006066998
Abstract
"This article deals with the puzzle of the well-known gap between actual and preferred working hours (i.e. over-employment). We propose a new explanation based on selective attention in decision making and test it with the Time Competition Survey 2003 which includes information of 1114 employees in 30 Dutch organizations. We find very limited support for the hypotheses that over-employment is caused by restrictions imposed by the employer (traditional lumpiness). Instead, we find much empirical support for our hypothesis on a new form of lumpiness that is related to selective attention and is created by work characteristics of 'post-Fordist' job design. In this work organization, the increased autonomy of workers is leading to an autonomy paradox. We also find evidence of a part-time illusion: under the post-Fordist regime, many part-time employees, who obviously were willing and allowed to reduce their working hours, still end up working more hours than they prefer." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Are the French happy with the 35-hour workweek? (2006)
Estevao, Marcello; Sa, Filipa;Zitatform
Estevao, Marcello & Filipa Sa (2006): Are the French happy with the 35-hour workweek? (IZA discussion paper 2459), Bonn, 26 S.
Abstract
"Legally mandated reductions in the workweek can be either a constraint on individuals' choice or a tool to coordinate individuals' preferences for lower work hours. We confront these two hypotheses by studying the consequences of the workweek reduction in France from 39 to 35 hours, which was first applied to large firms in 2000. Using the timing difference by firm size to set up a quasi-experiment and data from the French labor force survey, we show that the law constrained the choice of a significant number of individuals: dual-job holdings increased, some workers in large firms went to small firms where hours were not constrained, and others were replaced by cheaper, unemployed individuals as relative hourly wages increased in large firms. Employment of persons directly affected by the law declined, although the net effect on aggregate employment was not significant." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Verzicht auf Vollzeitarbeit?: die Rolle von Moral, Eigeninteressen und Trittbrettfahrern (2006)
Gerhardt, Claudia;Zitatform
Gerhardt, Claudia (2006): Verzicht auf Vollzeitarbeit? Die Rolle von Moral, Eigeninteressen und Trittbrettfahrern. In: Deutscher Studienpreis (Hrsg.) (2006): Mythos Markt? : die ökonomische, rechtliche und soziale Gestaltung der Arbeitswelt, S. 175-193.
Abstract
Im Mittelpunkt der Studie steht die Frage, inwieweit Vollzeitbeschäftigte eine Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnausgleich zugunsten der Schaffung neuer Arbeitsplätze akzeptieren würden, und ob bei der Motivtion für einen solchen Verzicht Eigeninteresse oder Gemeinwohl überwiegt. Die Ergebnisse der Befragung zeigen, dass bei der Einschätzung der Handlungsbereitschaft eine Überschätzung von Eigeninteressen und eine Unterschätzung der Handlungsbereitschaft anderer vorliegt, und bei der Einschätzung der Motive eine entsprechende Überschätzung von Eigennutz und eine Unterschätzung gemeinwohlorientierter Ziele. Sowohl Verantwortung und Gemeinwohl als auch Eigennutz spielen bei der Verzichtsbereitschaft eine Rolle und ergänzen sich gegenseitig. Die Wahrnehmung von Trittbrettfahrern führt zu Ärger und Demotivation und beeinflusst die Verzichtsbereitschaft. Festgestellt werden auch Unterschiede in der Verzichtbereitschaft, je nachdem, welche Bedeutung berufliche Arbeit, Freizeit und Karriere für die Befragten haben. (IAB)
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Literaturhinweis
Pursuing preferences: the creation and resolution of work hour mismatches (2006)
Zitatform
Reynolds, Jeremy & Lydia Aletraris (2006): Pursuing preferences: the creation and resolution of work hour mismatches. In: American Sociological Review, Jg. 71, H. 4, S. 618-638.
Abstract
"Mismatches between the number of hours people actually work and the hours they prefer to work are common, but few studies have examined such hour mismatches from a longitudinal perspective. Using two waves of panel data from Australia, the authors offer a new, dynamic picture of hour mismatches. Their analysis shows a fluid labor market in which many mismatches are created and resolved. Nevertheless, their findings also highlight market imperfections. Many mismatches (especially the desire for fewer hours) appear to persist for more than a year, and although a change of employers can resolve mismatches, it can also create them. Moreover, as seen in the findings, processes that create and resolve mismatches are more closely tied to changes in preferred hours than to changes in actual hours." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Arbeitszeitpolitik: Teilzeitarbeit fördert Flexibilität und Produktivität (2006)
Zitatform
Wanger, Susanne (2006): Arbeitszeitpolitik: Teilzeitarbeit fördert Flexibilität und Produktivität. (IAB-Kurzbericht 07/2006), Nürnberg, 6 S.
Abstract
"In über einem Drittel aller Betriebe in Deutschland arbeiten Teilzeitkräfte mit einer höheren Stundenzahl als geringfügig Beschäftigte. Sie sind vor allem im Dienstleistungsbereich zu finden, im Produzierenden Gewerbe dagegen eher selten. Teilzeit entspricht oft den betriebswirtschaftlichen Erfordernissen ebenso wie den Wünschen der Beschäftigten. Unter ertragsrelevanten Aspekten wird Teilzeitarbeit von den Betrieben einhellig als sehr vorteilhaft eingeschätzt. Denn sie fördert insbesondere deren Flexibilität und Produktivität. Unter kostenrelevanten Gesichtspunkten beurteilen die Betriebe Teilzeit dagegen sehr unterschiedlich: Kleinbetriebe sehen eher Vorteile, weil hier eine Vollzeitkraft häufig nicht ausgelastet wäre. Bei Großbetrieben überwiegen die Nachteile, da Arbeitsabläufe und Kommunikationswege vielfach reorganisiert werden müssten. In 17,5 Prozent der Betriebe mit Teilzeitbeschäftigten sind im Jahr 2004 Teilzeitarbeitsplätze entstanden. Großteils wurden sie zusätzlich eingerichtet oder eine Vollzeit- in eine Teilzeitstelle umgewandelt. Die Aufteilung auf mehr Teilzeitstellen spielt eine geringere Rolle." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Do Dutch employees want to work more or fewer hours than they actually do? (2005)
Zitatform
Baaijens, Christine, Anneke van Doorne-Huiskes & Joop Schippers (2005): Do Dutch employees want to work more or fewer hours than they actually do? In: B. Peper, A. van Doorne-Huiskes & L. den Dulk (Hrsg.) (2005): Flexible working and organisational change : the integration of work and personal life, S. 201-221.
Abstract
In dem Beitrag werden personenbezogene, haushaltsbezogene, organisatorische und berufsbezogene Determinanten der Arbeitszeitwünsche niederländischer Angestellter analysiert. Der niederländische Arbeitsmarkt wird mit dem Arbeitsmarkt in anderen europäischen Ländern verglichen, und es werden Hypothesen formuliert zur Wahrscheinlichkeit, mit der Angestellte eine Verlängerung oder Reduzierung ihrer individuellen Arbeitszeit wünschen. Auf der Grundlage von Daten aus 28 Organisationen aus dem öffentlichen Sektor, dem Dienstleistungssektor und der Privatwirtschaft, wurde eine empirische Analyse dieser Präferenzen durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen unter anderem, dass Vollzeitbeschäftigte sich häufig eine Reduzierung der Arbeitszeit wünschen. Umgekehrt äußern Teilzeitbeschäftigte oft den Wunsch nach einer Verlängerung der Arbeitszeit. Hohe Arbeitsbelastung infolge von Personalmangel führt häufig zum Wunsch nach Verlängerung der Arbeitszeit. Frauen passen ihre Arbeitszeit eher an ihre Familiensituation an als Männer. Erwerbstätige Frauen und Männer in Partnerschaften beeinflussen sich gegenseitig mit ihren Arbeitszeitwünschen. (IAB)
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Literaturhinweis
Arbeitszeiten in Deutschland: 40plus und hochflexibel (2005)
Bauer, Frank; Munz, Eva;Zitatform
Bauer, Frank & Eva Munz (2005): Arbeitszeiten in Deutschland. 40plus und hochflexibel. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 58, H. 1, S. 40-48.
Abstract
"Seit geraumer Zeit wird die Debatte um die Dauer der Arbeitszeit von Forderungen nach Arbeitszeitverlängerung dominiert. Dabei weist die Diskussion einige Unzulänglichkeiten auf. Auffällig ist vor allem, dass die gegenwärtige Arbeitszeitwirklichkeit kaum zur Kenntnis genommen wird: Weder die tatsächliche Dauer der Arbeitszeit noch die Flexibilität der Arbeitszeitgestaltung findet eine angemessene Berücksichtigung. Der Beitrag macht auf einige Schwachstellen der aktuellen Arbeitszeitdebatte aufmerksam und gibt auf der Grundlage einer repräsentativen Beschäftigtenbefragung aus dem Jahr 2003 Auskunft über die gegenwärtige Arbeitszeitwirklichkeit. Es wird gezeigt, wie lang die Arbeitszeiten in Deutschland tatsächlich sind und welche Arbeitszeitpräferenzen die Beschäftigten haben. Auf der Grundlage von Daten zu betrieblich bedingten Schwankungen des täglichen und/oder des wöchentlichen Arbeitszeitvolumens wird außerdem gezeigt, wie flexibel die Arbeitszeitgestaltung ist. Ferner wird auf Konsequenzen für außerberufliche Zeit verwiesen, die sich für die Beschäftigten aus langen und flexiblen Arbeitszeiten ergeben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Bauer, Frank; -
Literaturhinweis
The predictive value of subjective labour supply data: a partial-adjustment model with measurement error (2005)
Zitatform
Euwals, Rob (2005): The predictive value of subjective labour supply data. A partial-adjustment model with measurement error. In: Empirical economics, Jg. 30, H. 2, S. 309-329. DOI:10.1007/s00181-004-0231-7
Abstract
Der Beitrag untersucht den prognostischen Wert subjektiver Daten über Präferenzen von Arbeitskräften zur Anpassung der Arbeitszeit. Ausgangspunkt ist die Vorstellung, dass diese Daten zur Arbeitszeitprognose beitragen können, wenn sie zumindest einige Informationen über die individuellen Vorlieben der Arbeitskräfte enthalten. Hierzu wird ein partielles Anpassungsmodell vorgestellt, welches Messfehler bei den untersuchten Variablen berücksichtigt. Bei der Anwendung von Schätzverfahren, die für dynamische Paneldaten-Modelle entwickelt wurden, ergeben sich Hinweise für die prognostische Aussagekraft dieser Daten zum Erwerbsverhalten, wenn man die Angaben zu Arbeitszeitwünschen im Sozioökonomischen Panel der Bundesrepublik Deutschland für den Zeitraum 1988 bis 1995 heranzieht. (IAB)
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Literaturhinweis
Frauen am Arbeitsmarkt: Beschäftigungsgewinne sind nur die halbe Wahrheit (2005)
Zitatform
Wanger, Susanne (2005): Frauen am Arbeitsmarkt: Beschäftigungsgewinne sind nur die halbe Wahrheit. (IAB-Kurzbericht 22/2005), Nürnberg, 6 S.
Abstract
"Mit knapp 49 Prozent sind heute fast die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland Frauen - 1991 waren es noch rund 44 Prozent. Allerdings hat die Zahl der von ihnen geleisteten Arbeitsstunden nicht in gleichem Maße zugenommen. Frauen trugen 2004 nur unterproportional zum gesamten Arbeitsvolumen bei - mit einem Anteil von 41 Prozent. Das insbesondere, weil viele teilzeitbeschäftigt sind: 2004 waren 75 Prozent aller Teilzeitstellen, aber nur knapp 37 Prozent der Vollzeitarbeitsplätze von Frauen besetzt. Das IAB zeichnet mit seiner Arbeitsvolumenrechnung ein differenziertes Bild der Partizipation von Männern und Frauen verschiedener Altersgruppen an der Erwerbsarbeit. Damit ist das Arbeitsvolumen der Frauen insgesamt gesunken und lag 2004 sogar unter dem Stand von 1991. Ein geringeres Arbeitsvolumen verteilt sich also auf eine weitaus größere Zahl von Frauen. Das Arbeitsvolumen der Männer ist allerdings stärker gesunken als das der Frauen. Zwar sind auch mehr Männer als früher teilzeitbeschäftigt, jedoch immer noch relativ wenige. Sie nutzen Teilzeit vor allem am Anfang und am Ende ihres Arbeitslebens. Bei Frauen nimmt die Teilzeitarbeit dagegen oft im gesamten Erwerbsleben breiten Raum ein. Deshalb bedarf es weiterer Anstrengungen, um die Arbeitsmarktchancen von Frauen zu verbessern. Dazu gehören neben besseren Angeboten zur Kinderbetreuung auch mehr familiengerechte Arbeitsplätze." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
- Beschäftigte, Arbeitszeit und Arbeitsvolumen von Männern und Frauen
- Anteile an Beschäftigung und Arbeitsvolumen nach Geschlecht und Altersgruppen
- Beschäftigungsstruktur 2004 nach Geschlecht und Altersgruppen
- Hier finden Sie zusätzlich eine Tabelle zu den Arbeitszeiten und dem Arbeitsvolumen in Deutschland nach dem Geschlecht und der Region.
- Anteile der geringfügig Beschäftigten an allen Teilzeitbeschäftigten nach Geschlecht und Altersgruppen
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Literaturhinweis
Adapting to the lifecourse? Evaluating men and women's working-time preferences (2005)
Wanrooy, Brigid van;Zitatform
Wanrooy, Brigid van (2005): Adapting to the lifecourse? Evaluating men and women's working-time preferences. In: Australian Journal of Labour Economics, Jg. 8, H. 2, S. 145-162.
Abstract
"While participants in the Australian working time debate have focused on the length and diversity of working hours, one of the central elements of the debate is whether these hours are meeting workers' preferences. Hakim's (2000) preference theory of work-lifestyle choices was developed to provide a framework for examining women's work and family choices throughout their lives. She argues that while the majority of women have 'adaptive' preferences for both work and family, the majority of men have 'work-centred' preferences. This paper examines this theory using the NLC data on work hours and preferences, among men and women over the lifecourse. We find that work hours and preferences vary over the lifecourse for women, both with and without children. Analysis of men's work hours shows little variation dependent on lifecourse stage, contrary to women. However, when we examine men's individual movements in and out of the workforce we find evidence of adaptive behaviour. Additionally, in some cases men's preferences for adaptive behaviour are not being met." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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